Ausgabe 
24.8.1931
 
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unlösbar, wenn Mahnahmen, die. im Interesse der Gesamtheit lägen, mit allen möglichen Rücksichten auf eine bestimmte Par- t e i oder eine bestimmte Klasse der Bevölkerung verquickt würden.Observer" spricht von einer doppelten Krisis, nämlich von einer finan­ziellen und einer Verfassungskrise und sagt die in den letzten Wochen erkennbar gewesene Zeit­vergeudung und Hneinigteit habe das D rei- Parteiensystem moralisch gerichtet. Macdonald habe sich bisher um zwei Ziele be­müht, seine Regierung und seine Partei zusammenzuhalten und ein Dreipar- teien-Abkommen zu erreichen. Wenn er nicht eines dieser beiden Ziele preisgebe, dann könne die doppelte Krise nicht gelöst werden.

und unter gemeinsamer Verantwortlichkeit han­deln würden. Premierminister werde vermutlich Baldwin werden. Verschiedene Mitglieder der Arbeiterpartei hätten die lleberzeugung aus­gesprochen, datz die Laufbahn Macdonalds als Führer der Partei ihr Ende gefunden habe. Die Ereignisse der letzten Wochen hätten eine weit- gehende Spaltung und Erbitterung innerhalb der sozialistischen Bewegung herbeigeführt.

Financial Re Ws" übt bittere Kritik an her Finqnzpolitik der Arbeiterregierung. Dcese Regierung habe sich während der zwei Jahre ihres Lebens unfähig gezeigt, mit einer Krrse fertig zu werden, die eine selbstlose nationale Politik erfordere. Das Blatt sagt, die Krise sei

Vor einem Ausgleich zwischen Frankreich und der Sowjetunion. Die Besprechungen noch nicht abgeschlossen.

Paris, 22. Aug. Sine deutsche Rachrichten­agentur hatte aus Moskau gemeldet, der Sowjet­botschafter in Paris, Dowgalewski habe Ende vergangener Woche den Abkommensentwurf für einen Nichtangriffspakt zwischen Frankreich und Sowjetruhland seiner Regierung eingesandt. Der offiziösePetit Parisien" erklärt, daß diese Rachrrcht ebenso alsch sei wie die Rachrrcht, dah der General- ekretär des Quai d'Orsay Philippe Derthelot und der Vertreter Sowjetruhlands bereits ein Abkommen paraphiert hätten. Dah Besprechun­gen zwischen dem Sowjetbotschafter und dem Generalsekretär des französischen Auhenministe- riums stattgefunden hatten, sei kein Ge­heimnis. Diese Verhandlungen seien auf An­regung der Moskauer Regierung sowohl in po­litischer wie in wirtschaftlicher Richtung geführt worden und bezweckten, die Grundlage für einen kommerziellen Modus vivendi, gleichzeitig aber auch für die Stabilisierung der politischen Beziehungen Frank­reichs zu Moskau zu Jinben. Beiderseits seien gewisse Anregungen gegeben worden, die sowohl russischer- wie französischerseits zahlreiche Rückfragen notwendig gemacht hätten. Cs werde für niemand überraschend sein, dah man am Quai d'Orsay weder die Bindungen auher acht gelassen habe, die für Frankreich durch seine Zu­gehörigkeit zum Völkerbund bestehen, noch auch die aus den Beziehungen Frankreichs zu PolenundRumäniensich ergebenden Ver­pflichtungen. Warschau und Bukarest seien bei diesen Beratungen nicht ausgeschaltet worden und würden auch weiterhin um ihre Ansicht befragt werden. Hebrigens sei darauf hinzuweisen, dah in Frankreich, bevor irgendein Pakt von dieser Be­deutung abgeschlossen werden könnte, zunächst einmal der Ministerrat, dann die auswärtigen Ausschüsse von Kammer und Senat und schliehlich das Parlament selbst dazu Stellung nehmen mühten. Soweit sei man aber noch nicht.

Gegen die kommunistische Wühlarbeit.

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suchungen viel wichtiges Material gefunden wor­den, das u. a. zur Einleitung neuer Strafv erfahren führen wird.

der beiden Oppositionsparteien hätten darauf bestanden, dah es im Hinblick auf die Wiederher­stellung des Vertrauens des Auslandes zweck­los sei, das Budget durch bloße Vermeh­rung der Steuerlast auszugleichen und dah Ersparnisse erzielt werden müssen, die ebenso hoch seien wie die neuen Steuern. Dieser Ansicht haben sich derPre - mierminister und der Schahkanzler angeschlossen. Aber andere Minister hatten die entgegengesetzte Auffas­sung vertreten.

Der konservativeDaily Telegraph" führt aus, die heute bevorstehenden Verhandlungen führ­ten auf die Bildung einer nationalen Regierung hin, an der alle drei Parteien beteiligt feien

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Audienzen beim König.

Die Besprechungen der Parteiführer werden heute fortgesetzt

London, 24. Aug. (ÖIB.) Premierminister Macdonald begab sich Sonntogvormitlag in den Buckingham-Palast, wo er dem König Be­richt über die Lage erstattete. Die Audienz dauerte 50 Minuten. Aus Vorschlag des Premier­ministers hat der König die Führer der Op- position zu sich berufen, um aus ihrem eigenen Munde zu hören, welche Haltung die hinter ihnen stehenden Parteien zu den Vorschlägen der gegenwärtigen Regierung einnehmen. Der Führer der Liberalen, Sir Herbert Samuel, ist um 12.30 Uhr in Audienz empfangen worden. Im Laufe des Nachmittags folgte dann eine Unterredung des Königs mit dem Führer der Konservativen, Bald- w in. Nach dreistündiger Sitzung des Kabinetts begab sich Ministerpräsident-Macdonald erneut zum König, während das Kabinett seine Beratungen fortsehte. Ls wird geglaubt, datz die Besprechungen sich auf den Plan der Bildung einer neuen Regierung bezogen haben, in der alle Parteien vertreten sein werden. Ls wird erwartet, datz das Kabinett Macdonald Mon­tag seinen Rücktritt einreichen wird.

Auch wenn die Regierung nicht ausdrücklich durch ihre kurz; Erklärung am Scunstagnach- miitag die al g.'meine Aufmerksamkeit auf Die Bedeutung der Kabinettssitzung am Sonntag­abend gelenkt hätte, so wäre die erwar- t u n g s v o l l e.M e n g e, die schon lange vor 19 Ufjr die Downingstreet füllte und vor de r Amtswohnung des Miiristerprasi- denten weilte, ein Beweis dafür gewesen, datz eine schwerwiegende Entscheidung zu erwar­ten war. Als kurz vor 21 Hhr der Andrang in der kurzen und engen Downingstreet zu groß wurde, griff die Polizei ein, säuberte die Straßen unb bildete an der offenen Seite nach Whitehall eine Absperrungskette. Auch vor dem Duckinghampalast hatte sich eine große Menschenmenge ein gefunden, um möglicherweise <rus den Besuchen bekannter Staatsmänner beim König Schlüsse auf den Stand der politischen Verhandlungen zu ziehen. Die Spannung wuchs von Stunde zu Stunde. Als kurz vor 20.30 Hßr ein großer geschlossener Wagen vor dem Haupt- portal des Schlosses vvrfuhr, entstand sofort ein neugieriges Gedränge. Aber der 3nsasse war nicht etwa Baldwin, sondern ein Privater Be­sucher des Königs. Der liberale Führer Sir Herbert Samuel und die Führer der Kon­servativen, Baldwin und Reville Chamber­lain, waren noch in später Abendstunde in der Downingstreet und hatten lange Unterrebungen mit Macdonalb. Die Führer ber Opposition verliehen das Haus erst nach Mitternacht durch einen Hinterausgang. Sie sind für Montag früh erneut zu einer Despre- chung mit dem König in den Duckinghampalast . geladen worben.

Kommt ein Koalition Wnett?

Die Labourpartei während der Krisis.

London, 24. Aug. (WTD. Funkspruch.) Das Blatt ber Arbeiterpartei, Daily Heralb, das in seiner Frühausgabe nur von dem bevor­stehenden Rücktritt des Kabinetts sprach, ver­öffentlicht eine Sonderausgabe, auf deren erster Seite in Sperrdruck verkündet wird: Das Ka­binett wird heute zurücktreten. Das Blatt sagt weiter: Das neue Kabinett wird, da sich die Konservativen und die Libe­ral e n in der Frage der Sparmaßnahmen völ­lig einig find, im Hnterhaus über eine Mehr­heit verfügen. Denn während die Arbeiterpartei 286 Sitze hat, verfügen die Konservativen und Liberalen zusammen über 320 Sitze. Die neue Entwicklung ist das Ergebnis der schärf­ten politischen Krisis seit 1914. Der entscheidende Faktor war die unbedingte Weigerung von mindestens 8 Mit­gliedern des Kabinetts, die Arbeits­losenunterstützung um 10 Prozent zu vermindern. Einige Minister erklären, daß sie ihren Rücktrittsbefchluß mir sehr widerwillig I gefaßt hätten: es sei ihnen aber unmöglich ge­wesen, ihr Einverständnis damit zu erklären, baß ben Arbeitslosen neue Entbehrungen auferlegt würben. Die Kabinettsmitglieber, die Dagegen sol­chen Abstrichen zu stimmten, taten es in ber Hebergeugung, daß andernfalls in absehba­rer Zeit eine noch viel weitergehende Verminderung folgen würde.

Das wahrscheinlichsle Ergebnis ist die Bildung einer konservativen Regierung mit garantiertem Beistand der Liberalen. Ls besteht aber auch die Möglichkeit einer Koalitionsregierung mit Baldwin als Premierminister. 3n diesem Falle ist es möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich, datz einige Mitglieder der Arbeiterregierung auf Grund persönlichen Entschlusses für die Dauer derRotperiode" diesem Kabinett bei­treten werden.

Die liberaleRews Chronicle" deutet ebenfalls an, baß zwischen den liberalen und konservativen Führern während der Verhandlungen Einig - kei t bestanden habe. Das Blatt sagt, die Führer

B e r l i n, 22. Aug. (WTB.) 3n der Rächt vom 8. zum 9. August 1931, vorder Erschießung der beiden P o l i z e i o f f i zie r e Anlauf u n d L e n ck auf dem Bülow-Platz, war am Hause Hagenauer Straße 18 folgende Schrift mit weißer Farbe angebracht worden:Für einen er­schossenen Arbeiter fallen -Wei Schupooffiziere, Rot Front, Rache RFB. lebt." Die Staatsanwaltschaft l hat gegen die fünf Personen, die diese Anschrift angebracht haben, Becker und Genossen, Antrag auf Vor­untersuchung gestellt unter der Anschuldigung, durch öffentlichen Anschlag von Schriften zum Mord an zwei Offizieren der Schutz­polizei aufgefordert zu haben, wobei die Aufforderung die strafbare Handlung zur Folge hatte (§ 111 Absatz 1 StGB), und ferner eine Gewalttat gegen be­stimmte Personen angeftiftet zu haben (§ 2 ber Rotverordnung vom 28. Mäi^ 1931).

In Dresden wurden 13 Kommunisten ver­haftet. Bei den durch das Eingreifen der Poli­zei aufgedeckten Straftaten handelt es sich u. a. um die Fortführung des verbotenen Rotfrontkämpferbundes und um be­denkliche hochverräterische Treibereien. Die Dich­tung des insbesondere im kommunistischen Partei - bureau beschlagnahmten außerordentlich umfang­reichen Materials ist noch im Gange: doch steht bereits fest, datz zahlreicheillegale Stra­ßen-, Zellen-, Betriebs- usw. Rettun­gen hergestellt worden firtb, wie auch der sogenannte Sonderpressedienst der anderwärts hergestellten derartigen Zeitungen Material lie­ferte. Auch sonst ist bei den zahlreichen Durch-

Aus aller Well.

Oie 5. Deutsche Auslaudslehrer- Tagung in Darmstadt.

3n ber Zeit vom 21 .bis 23. August hielten die deutschen Auslandslehrer in Darmstadt ihren 5. Auslandslehrertag ab. Direktor Dr. Gaster (Berlin) erstattete den Jahresbericht des Verbau- bes. lieber die juristisch« Stellung der deutschen Auslandslehrer sprach Studienrat Rabe (Rio), wobei er die Forderungen aufstellte, Daß Der Aus- landslehrer in seiner juristischen Stellung gegen­über Dem 3nlandslehrer nicht schlechter gestellt werden Dürfe, Daß Der Dienst an Auslanbsschulen Dem Dienst an Heimats ch.u len gleich­gestellt werbe, daß eine Zusammenstellung Der Gesetze und Erlasse der Länder über die AuS- landslehrer erfolge und schließlich, Daß eine Sam­melstelle Der Bestimmungen und eine juristische Auskunftsstelle beim Verbände eingerich­tet werde, ©tubienrat Wunderlich (Swakop- munb) sprach über den Austausch vonSchü - lern mit der Heimat. Jeder im Ausland ge­borene Deutsche sollte einmal etwa ein 3aßr in Deutschland leben. Die Regierungen werden ge­beten, bei der Festsetzung ber ersten Fremdsprache im Hnterrichtsplan ber Schu­len nicht bie Belange des Auslandsdeutschtums außer Beacht zu lassen unb die trotz der Rot der Zeit früher gewährten Beihilfen in alter Höhe wiederher zu stellen. Dem VDA. wird für Die in schwerer Zeit treu geleistete Arbeit und Fürsorge für daS Auslandsschulwesen Dank aus­gesprochen.

Den Höhepunkt der Tagung bildete der Fest­abend der Darmstädter Lehrerschaft im Städtischen Saalbau, der im Zeichen GoetheS stand. Unter den Ehrengästen befand sich u. a. Staatspräsident Dr. Adelung. Aach musikali­schen Vorträgen behandelte Direktor Dr. G a st e r (Berlin- die Bedeutung Goethes für das Deutsch­tum in der weiten Welt. Am Sonntag fuhr ein größerer Teil der AuslandSgäste nach M a i n $, wo als Abschluß der Auslandslehrertagung ein zweitägiger Ku rsus im Institut für Völkerpädagvgik stattfindet.

Rautilus" in schwerem Wetter.

DomRautilus" ist folgende Meldung einge­troffen, aufgegeben Donnerstagnacht:Es stürmt heftig von Rordvsten und starke Trift des Eises macht die Bedingungen für Taucben sehr ungünstig.RcruttluS" trieb ein yem-

Gwoixenfos- O neuer OMro bedeckt. 9 wofXio. O Dedeckt »Rege^ »Schnee Ä Graupen» Hebel R Gewitter.© Windstille.-CH 5d* leichte Ost 3 -nassiger Südsüdwest stürmische» tordwesl öle Piene fhepen <m dem winde Ole beiden Stationen stehenden Zifr» len geben die Temperatur an. Oie Linien verbinden Orte miMIdche» «yf Mccresniveau umeerechneteo Uiftdtucfc

Wettervoraussage.

Dem Kanal hat sich eine neue Störung mit sehr starkem Barometergefälle genähert. Der größte Teil von Frankreich steht bereits unter ihrem Einfluß, so daß verbreitet Niederschläge mit zunehmender Luftbeweguna heute morgen dort austraten. Das Regengebiet sowie die anderen Begleiterscheinungen der Störung dürften unseren Bezirk streifen. Somit wird die durch den Kaltlufteinbruch geschaffene Besse­rung zum Schwinden gebracht, und die Temperaturen steigen an.

Vorhersage für Dienstag: Erneute Ein­trübung und Niederschläge, wärmer, zeitweise leb» hafte bis böige Luftbewegung.

Vorhersage für Mittwoch: Wechselhaft, vorübergehend aufheiternd, gewitterartige Schauer.

Lufttemperaturen am 23. August: mittaas 15,8 Grad Celsius, abends 10,2 Grad; am 24. Augusti morgens 8,4 Grad. Maximum 16,8 Grad, Minimum 6,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. August: abends 16,8 Grad; am 24. August: mor­gens 12 Grad Celsius. Niederschläge 0,5 ran. -s Sonnenscheindauer 8 Stunden.

Macdonalds Rücktritt für heute erwartet.

Keine Einigung innerhalb -es Labourkabinetts über die Kürzung -er Arbeitstosen- unterstühungen.Eine Koalitionsregierung mit -em konservativen Parteiführer Baldwm als Premier wahrscheinlich.

L o n b o n, 22. Aug. (CNB.) Das Foreign Office veröffentlicht eine dem Völkerbund zugesandte bri­tische Denkschrift über den Stand der britischen Rü­stungen. Im Gegensatz zu der neulichen Denkschrift der französischen Regierung beschränkt sich die bri­tische Denkschrift nur auf Tatsächliches und Zahlen und enthält keine Erörterungen politischer Art. Der erste Teil der Tabellen der Denkschrift bezieht sich auf das Personal und gibt genaue Einzelheiten über den Effektivbestand des Heeres, der Marine und der Luftstreitmacht. Der nächste Teil betrifft das Material. Hier sind keine statistischen An­gaben des Kriegsministeriums gegeben, da in dem Konventionsentwurf eine Beschränkung des Kriegs­materials nicht vorgeschrieben ist. Der Abschnitt über die Marine gibt eine vollständige Liste aller im Dienst befindlichen Kriegsfahrzeuge mit der Ton­nage jedes einzelnen. Der Abschnitt über die Lust - st reitmacht gibt die Zahl der Fahrzeuge und ihrer gesamten Pferdestärken an. Der Abschnitt über

die Luftschiffe enthält nur die Bemerkung, datz derR 100" ein Versuchsluftschiff für die Zivilluft­fahrt ist. Die gesamten Ausgaben für Heer, Flotte und Luftfahrt betragen 108 Millionen Pfund Sterling, wovon etwas weniger als 50 Mill. Pfund auf die Flotte entfallen. Die finanziellen Angaben inb sehr ausführlich. Sie geben nicht nur die Ge- amtfumme, sondern auch bie Einzelheiten »er bewilligten Gelder, so datz es für ben Fachmann möglich ist, aus diesen Ausgaben genau festzustellen, in welcher Weise die budgetären Aus­gaben Großbritanniens für Flotte, Heer und Luft- ftreitmacht erfolgen. Die Mitteilung des Foreign Office schließt, wie ©enaumteit und Sorgfältigkeit, mit der diese finanzielle Statistik zusammengestellt worden ist (sie bildet ungefähr die Hälfte der ge­samten Mitteilungen) zeigt, welche Wichtigkeit die britische Regierung dem Grundsatz der budgetä­ren Kontrolle als Mittel der Abrü­stung beimißt.

In Nabburg (Bayern) wurden ein Gymnasiast und ein Elektrotechniker, beide 18 Jahre alt beim Paddelbootfahren auf der Nab über ein Wehr getrieben, so baß das Boot kenterte. Beide ertranken.

Riesige Waldbrände in Südfrankreich.

Das Departement V a r an Der Küste Des Mit» telmeeres wirD fortgesetzt von WalbbränDen heim­gesucht. Fast stündlich treffen neue Feuermelbun- gen aus Den verschiedenen Forstbezirken ein. Un­ter ber Einwirkung bes Mistral, eines Dort herrschenden Windes, schreiten die Flammen auf einer Front von 50 Kilometer mit der Schel- ligkeit eines Expreßzuges fort und greifen nach allen Richtungen um sich. Alle Gegenmaßnahmen sind bisher erfolglos geblieben. Wenn Der Sturm anhält, befürchtet man eine Katastrovhe. Auch auf Der 3nsel Korsika nehmen die WaID­brände einen bedrohlichen Umfang an. Sie nähern sich immer mehr bewohnten Gegenden. Sowohl Weingärten, wie Olivenhaine fallen Den Flammen in großer Zahl zum Opfer.

Schon wieder HaubüberfaU auf eine Bankfiliale.

Auf Die Filiale Der Westholsteinischen Bank in Altona-Stellingen wurde ein Raub- Überfall verübt. 3n einem Auto fuhren Drei Männer vor, die schwarze Masken trugen und sofort in das Bankgebäude eindrangen. Den Dankvorsteher hielten sie mit vorgehalte­ner Waffe in Schach. Die Räuber erbeuteten, soweit bisher bekannt geworden ist, ettoa 6000 Mark und flüchteten dann mit Dem Auto in Richtung EimsbüttelHamburg. Ein Klempner- meister versuchte die Verbrecher auf seinem Mo­torrad zu verfolgen, mußte jedoch bald davon Abstand nehmen, Da er von Den Räubern mit ! ber Waffe bedroht wurde. Sv sind Die Täter zunächst entkommen.

Line britische Abrüflungsdenkschrist

Genaue Mitteilungen über die Heereö-Ausgaben.

liches Stück von Dem Punkte weg, wo wir gestern 18 Uhr das dicke Packeis erreichten. Hm 7 Hhr befinden wir uns auf dem 80. Grad 30 Minuten nördlicher Breite, 12 Grad östlicher Länge. Die Temperatur ist auf dem Gefrierpunkt. Schnee sticht wie Radeln. Das Treibeis ist unsere größte Gefahr und wir sind heute in Lagen ge­wesen Die schwieriger waren, als wir sie uns jemals geDacht haben. Der Steven und Die RuDer haben furchtbare Stöße bekommen. Wir gehen sehr langsam unD vorsichtig vorwärts. Wir warten auf günstige Be­dingungen, um unser erstes Tauchen vornehmen zu können und sind Damit beschäftigt, unsere üb­rigen wissenschaftlichen Apparate zu untersuchen und Messungen zu machen."

Evangelischer Frauentag in Eisenach.

Am 11. Oktober 1931 findet der Evangelische Frauentag der Vereinigung Evangeli­scher Frauenverbönde Deutschlands in der Wartburgstadt Eisenach statt. Diese größte Evan­gelische Frauenorganisation Deutschlands wählte gerade in diesem Jahr Eisenach zum Ort der Ta­gung, um im 700. Gedächtnisjahr an den Todestag der Landgräfin Elisabeth im Wartburgland die Ver­bundenheit auch der evangelischen FrSKen-mit dieser edlen Fürstin darzutun. Außer Festgottesdiensten und Wartburgbesuch wird vor allem die Hauptver­sammlung Gelegenheit geben, Ansprachen bekannter Kanzelredner zu hören.

An Pilzvergiftung gestorben.

In Karthaus (Weichselkorridor) sind in einem Hause 15 Personen an Pilzvergiftung erkrankt. Zehn Personen sind bereits gewor­ben. Der Zustand der anderen Erkrankten ist hoff- nungslos.

Paddelbootunglück.

~U<Örüng

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(lernwnt Genf

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Oas neue ungarische Kabinett Karotyi.

Walko wieder Außenminister.

Budapest, 22. Aug. (TH.) Graf 3uliuS Karolyr hat, früher als erwartet, seine M i n i st e r l i st e zusarnmengesteNt und sich in Begleitung des Grafen Bethlen und Des früheren Außenministers Ludwig Walko zum Reichsverweser begeben, um ihm diese ßifte vvr- zulegen. Die Liste enthält folgende Hamen: Mi­nisterpräsident und Finanzminister: Graf 3u- lius Karolyi: Außenminister: Dr. Ludwig Walko: Handelsminister: Bela Kenez (Hm- derfitätsprofessvr unb bekannter Volkswirt): I 3nnenminister: Der Obergespan Kereszetes - Fischer: Kultusminister unb Wohlfahrts­minister: Prälat Dr. A. E r n st: Ackerbauminister: De la 3vaby: Honvebminister: General a. D. 3ulius Gömbös: 3ustizminister: Zsitvay: Minister ohne Portefeuille: Mayer. Die bret letztgenannten Minister gehörten bereits dem Ka­binett Dethlen an. ,

Der Reichsverweser hat biete Liste angenom­men. Die Einberufung bes Parlaments wirb ver­mutlich im Laufe ber kommenden Woche statt- finben.

fSonn/'tia den Z 3. /.uqvse tyi, 8 Uhr 358 an rtaytn

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