Ausgabe 
7.7.1931
 
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Gleiberg.

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Preise.

JJ Dvchenmmjt: Ratte 30 bii 35- 5 W 20; Spinat I Dvhmn 25 bii «biS 25, M,ch. ns 50; HvirbÄ» Pilz« 25 biS 30; vffeln (neue) 10 ) biä 60; Dbn» 5; Sauerkirsche iS 35; Stachel, iwn 20 bis 25; E (Schoppen) W; Apriloien 40 Mig 40 bis 50; mhühner SO bii 10; Tauben 6tüd dhl 30 bis 10; 20 bis 35; Sin. trabt 8 biS 10; 0 bis 15; gell« Hüben 8 bis 10; ein Zenter 4 bii

Dienstag', lew. .Der w LachtS um brei, L Dchnhosstrahe:

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überlegen an. ihre alt ist und das Ater allem mierter, llebenS- i^ist Llinistmal. üngen Mn Tag Sren vielleicht

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mSinMr!-^ Weise, die eben ich. WWH habe, ben I« ^gelernt unb mtt fiÖS

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Aiisnis her Mchsregiemng zum Hooverplan.

(Cd$(e Tlachrtcht.)

8 e r (I n , 7. 3uli. (0113. Eigene Vrahtmeldung.) Die weltfchauende und staatsmännische 3niliatioe des Präsidenten Hoover wurde von Erfolg gefrönt. Die seelische Entlastung und die Hoffnung auf w i rtfchaftsbefseru ng, die diefes Ereignis mit sich bringt, löst allerseits freundschaftliche und freudige Ge­fühle aus. Der Entschluß zum raschen und drin­genden handeln eröffnet weitere Möglich- feiten ja einer Iv i e d e r g e s u n d u n g der Welt. Dos deutsche Dolf Ist sich darüber flar, daß die endgültige Durchführung de» hoo«r-plone» Ihm als dem Schwerbelasteten die Verhältnis- mähig stärkste Erleichterung bringen wird. Die Einigung über da» Jeierjatjr konnte durch ver­ständnisvolle Mitwirkung aller Beteiligten erreicht werden, von denen einige Stacten eine vergrohe- rung eigener Schwierigkeiten und erhebliche An- bequemlichkeilen im 3ntcresie der Gefamtlösung auf sich nehmen muhten. Der hochherzige Ver­zicht des amerikanischen Volke» hat jedoch ein begrüßenswerte# Echo ausgelöst, wir erkennen dankbar an, dah in her Stunde schwerster wirtschastlicher Gesahr Deutschland diese» v e r st ö n d n i » für feine Loge gefunden hat.

Deutschland ist nach Eintritt de» Aeierjahre» keineswegs feiner wlrlfchaftllchen und sinon- ziellen Höfe überhoben. E» kann die ihm ver- bleibenden Mittel nicht benutzen, um die Opfer, die die Regierung der veoolkerung zumuten muhte, bei

aller Milderung gewisser Härten herabzufehen. Ls darf nicht In seiner äußersten Jin Krengung, z u sparen, nachlassen. Vie gesamten Erleichterun­gen, die der hoover-plan Deutschland bringen wird, werden zur Konsolidierung der Öffent­lichen Jlnanjen restlos benötigt und verwandt werden. Die hierdurch eintretende Er­leichterung des Geld- und Kreditmarktes muh der deutschen wirtschast zugute kommen.

Eine Erhöhung irgendwelcher Aus­gaben de» Reiche», auf welchem Gebiete auch immer, ist während de» Jeierjahre» nicht mag- lich. Darüber hat der Reichskanzler der amerika­nischen Regierung eindeutige Erklärungen abge­geben. Vas hooverjahr soll der w l e d e r h e r st e l - lang der deutschen Wirtschaft und darüber hinaus der wirtschaftlichen Erho­lung der Welt dienen. Sollte sich die Hoffnung verwirklichen, dah in der gesetzten Zeit diese» Ziel erreicht wird, so ist eine enge Zusammen­arbeit der Volker ersorderlich.

Die nächsten Monate werden Gelegen- heil zu einer solchen Zusammenarbeit bieten. Die Heilung der Wunden dieser Krise und die Vorsorge gegen den Wiedereintritt ähnlicher Weltkatastrophen muh bas gemeinsame Ziel fein, von dem sich die Staatsmänner und die Völker bei der Lösung der noch größeren Ausgaben de» kommenden 3ahre» leiten lassen.

Die Reichsregierung.

Blumenschmuck-Wettbewerb beS Verkehr-- und Verschönerung Sver­ein S. 3n den letzten Tagen hat die Blumen- schmuck-Kommifsion deS Verkehrs- und Ver­schönerungsvereins ihren ersten Rundgang zur Besichtigung der für die Prämiierung angcmel- deten Vorgärten unternommen. Dabei konnte die Kommission feststellen, daß in den zum Wett­bewerb angemeldeten Vorgärten rege Derschöne- rungsarbeit geleistet wurde, die der Verbesserung des Gortenbildes zustatten gekommen ist. Weiter wurden auf diesem Rundgange zahlreiche Vor­gärten bemerkt, die für den Wettbewerb noch nicht angemeldet sind, es aber verdienen, in die Konkurrenz einbezogen zu werden. Umgehende Anmeldung dieser Gärten im Bureau des Ver­kehrs- und Derschönerungsvereins ist den Be­sitzern zu empfehlen. Bei ihrem Gange durch die Straßen hat die Kommission auch an den Bal­kons und genftern vielfach gute Dlumen- schmuckleistungen bemerkt, die aber erst in einigen Wochen für die Prämiierung gewertet werden. Dabei könnten dann auch die Fenster- und Dalkon- schmuckleistungen mit Berücksichtigung finden, die schönen Schmuck aufwcisen und biS jetzt noch nicht angemeldet sind. Wer Gewicht darauf legt, seinen Blumenschmuck am Fenster oder Balkon bei dem Wettbewerb berücksichtigt zu sehen, möge sich ebensallS umgehend im Bureau des Derkehrs- und Verschönerungsvereins melden. AIS erfreu­lich ist weiterhin zu buä-en, dah auch zahlreiche Gärten an der Peripherie der Stadl durch fchöne Anlage und gute Pflege der Beete und Blumen wesentlich zur Verschönerung unseres gesamten Stadtkllbes beitragen.

Wirtschaft.

Oie Verwertung der neuen Weizenernte

Die starke Vergröberung der deutschen Weizen­anbaufläche, die für das kommende Erntejahr eine Weizen-Mehrernte von 700 OOO b i s 800 000 Tonnen erwarten läßt, wird insbesondere in Anbetracht der schweren Grnte- finanzierung eine Einstellung der deutschen Agrar­politik auf die veränderte Situation notwendig machen. Wie WTB.-Hanbelsdienst in diesem Zusammenhänge erfährt, ist vor allem mit einer sehr scharfen Handhabung des Ver­ma h lu n g s z w a n g e s für Inlandwei- z e n zu rechnen. Darüber hinaus wird jedoch eine Entlastung des Weizenmarktes durch zeit­weise Oessnung des E x p o r t v e n t i l s notwendig sein. Wahrscheinlich wird der Export für die Monate September-Oktober, in denen erfahrungsgemäß das stärkste Weizenangebot her- auskommt. ermöglicht werden, lieber die tech­nischen Einzelheiten in dieser Beziehung ist gegen­wärtig noch nichts in Erfahrung zu bringen. Rur soviel kann bereits gesagt werden, daß die Wiedereinfuhr der entsprechenden Menge von AuSlarvdweizen möglichst auf den Schluß des

Erntejahres gelegt werden dürfte. Es stehen ge­wisse Pläne zur Erörterung, die ebenfalls zwecks Vermeidung eines A n g e b v t s d r u ck s einen reinen Qualitätsausgleich zwischen Inland- unb Auslandweizen ermöglichen sollen. Rach weiteren Informationen deS WTB.-Handels- dienstes wird auch auf jeden Fall dafür Sorge getragen werden, dah die in dem deutsch-ungari­schen Handelsvertrag fest zu legenden Wetzen- einfuhrkvnttngente in keiner Form irgendeinen Druck auf den innerdeutschen Weizenmarkt aus- üben werden.

100 Millionen Mark Verlust im Nordwoll-Konzern.

Die Prüfungen des Konzerns der R o r d - deutschen Wollkämmerei und Kamm- garnspinnerei hoben ergeben, dah die Schulden von Rordwolle und Ultra Mare zu­sammen mit 2 4 0 Millionen Mark feftge­teilt sind, während bei vorsichtiger Bewertung der Vorräte und unter voller Abschreibung der Forderungen und Beteiligungen an anderen Toch- tergesellschasten, die von der gegenwärtigen Lei­tung bei Rordwolle als notwendig für die Sa­nierung der Tochtergesellschaften gehalten werden, die Aktiven von Rordwolle und Ultra Mare nur mit r d. 14 0 Mill. M k. zu bewerten sind. ES sind also durch Fehlmahnahmen der früheren Konzernleitung über Kapital und Re­serven hinaus rd. 100 Millionen M k. verloren.

Zu einer Sanierung fet It. .Frankfurter Zei­tung' ein Verzicht der Gläubiger auf durchschnitt­lich etwa 40 Prozent der gesamten Forderungen, sowie die Beschaffung neuer Mittel notwendig. Bemühungen um die Schaffung solcher Voraus­setzungen für eine Sanierung feien im Gange. Eine Gruppe soll sich bereiterklärt haben, ein Kapital von 50 Millionen Mark zur Verfügung au stellen, falls mit den Gläubigern eine Verstän­digung derart erfolgt, dah der Paffivfaldo durch den Schilldennachlah ausgeglichen wird. Auch bei der zum Rordwolle-Konzern gehörenden Samn> garnspinnereiKaiferslautern find die Verluste so hoch, daß die Aktionäre nicht damit rechnen können, dah ein nennenswerter Seil ihres Kapitals von 3,98 Mill. Mk. erhalten bleibt. Da­gegen befürchtet man hier nicht, daß außenstehende Gläubiger irgendeinen Schaden erleiden.

Der Rediskontkredit für d i e Reichsbank. Die von verschiedenen Blättern gebrachten Meldungen, wonach der Rediskont­kredit der Reichsbank bis über Ultimo Juli ver­längert und um 50 Millionen Dollar erweitert werden soll, sind verfrüht. Diesbezügliche Ver­handlungen sind noch nicht ausgenommen.

'Statistik derAktiengesellfchaften. Rach Mitteilung des Stalistischrn Reichsamtes wurden im Juni 14 Aktiengesellschaften mit zu­sammen 3.5 Mill. Mk. Rominalkapital gegründet. Ferner wurden 20 Kapitalerhöhungen mit zusam­men 53,5 Mill. Mk. vorgenommen und 27 Kapital-

Herabsetzungen mit zusammen 15 Mill. Mk. 45 Ak- tiengesellschakten nut einem Rominalkapital von 15,5 Mill. Mk. wurden aufgelöst, darunter 16 wegen Konkurseröffnung. Der Kurswert der gegen Barzahlung im Monat Juni ausgegebenen Litten betrug 37 Millionen Mark.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M. 7. Juli. (WTD. Draht- bericht.) Tendenz: fest. Rachdem daS Hemmnis, das durch die Verzögerung der Pariser Ver­handlungen verursacht worden war. nunmehr beseitigt ist. konnte sich an der heutigen Börse eine Befestigung durchsetzen. Eine weitere Anregung erhielt die Börse durch die Meldung von der Gewährung eineS neuen Redis­kont kreditS für die Reichsbank und der wahrscheinlichen Verlängerung des lau­fenden 100-Millionen-Dollar-Kre- d i t s. Die Spekulation zeigte rege Deckungslust^ so daß die Kurse bei nicht allzu großem An­gebot bereits im Dormittagsverkehr beträcht­lich anzogen. Zu Beginn der amtlichen Börse stellten sich bei den führenden Papieren Bes­serungen biS zu 6 Prozent ein. Trotz allem war noch ziemliche Zurückhaltung zu er­kennen, da man zunächst abwarten will, welchen Einfluß die Parier Einigung auf die Getd- und Devisenmarktlage ausüben wird. Am Ehemiemarkt betrugen die Erhöhungen biS zu 4 Prozent, bet I.-G.-Farben 5 Prozent. Durch feste Gesamttendenz zeichnete sich der Elektromarkt aus, wo Siemens 8 Prozent. Des- fütel 6.75 Prozent, Schuckert. AGG. und Licht & Kraft je 5 Prozent gewannen. Bon Kunst­seidewerten zogen Dernberg um 9.13 Prozent und Aku um 4.5 Prozent an. Dorn llmsatzgebiet der Montanaktien wurden Buderus 4,5 Prozent, Rheinstahl 4 Prozent und Stahlverein 3 Pro­zent höher genannt. Kallaktien lagen bis 6 Pro­zent befestigt. Batllaktien blieben nur behauptet, Reichsbank konnten sich aber um 6,25 Prozent befestigen. Irn Gegensatz zur Allgemeiniendenz lagen Wahß & Frcytag etwa 1 Prozent schwä­cher. Einiges Interesse fanden auch Zellstoff Waldhos, Felten und Phönix, die je 2,75 Pro­zent anzogen. Am An-leihemarkt konnten sich Altbesiy um 1.4 Prozent befestigen. Bon fremden Werten lagen Ungarische Goldrenten 0,25 Prozent schwächer, während Mexikaner etwas höher notierten. Der Psandbriefmarkt blieb bei ruhigem Geschäft ziemlich ohne Veränderungen. Reichsschuldbuchforoerungen notierten 2.5 Prozent fester. Im Verlaufe konnten sich die Kurse unter Schwankungen a u f dem erhöhten Riveau behaupten. Einer Fortsetzung der Aufwärts­bewegung wirkte vor allem der Umstand entgegen, daß am Geld- und Devisenmarkt auch heute noch keine Entspannung eingetreten ist. Die Kredi11age wird allgemein mit ziemlicher Skepsis beurteilt. Das Geschäft, daS anfangs eine Belebung zu erfahren schien, wurde im Ver­laufe wieder recht ruhig. Don Publikumsseite

waren Kaufaufträge in kleinem Simfange ringe* troffen. Am Geldmarkt wurde der Satz für TagcSgell» unverändert belasten. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2140, gegen Pfund 20.5125, London gegen Reuyork 4.8665, gegen Paris 124,24, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 50.8750, gegen Schweiz 25.11, gegen Amsterdam 12.0891.

Berliner Börse.

Berlin, 7. Juli. Die Erwartungen deS Dor­rn ittagsverkehrS, daß die Börse in fester Tendenz eröffnen würde, haben sich erfüllt. Die ersten Kurse zeigten teils bis 5 p r v z. Besserungen gegen gestern Mittag-Schluß. Dor allem hat die gestern abend erzielte Einigung zwischen den Amerikanern und Franzosen beruhigt, doch ist die psvchologifche Wirkung der ganzen Hoover-Aktton nicht mehr so stark infolge der Verzögerung um über zwei Wochen. Die Gerüchte, nach denen der Redis­kontkredit der Reichsbank über den 16. Juli hinaus prolongiert und wahrscheinlich erhöbt werden soll, erhalten sich» obwohl gestern erklärt wurde, dah noch keine Verhandlungen ausgenom­men worden sind. Die Gerüchte haben aber durch Reuvorker und Londoner Meldungen eine gewisse Bestätigung erfahren, da diese besagen, daß die Bankkreise dort bereits einen neuen Kredit in Er­wägung gezogen haben. Man spricht von 500 Mil­lionen auv Reuyork und derselben Summe auS London. Das Dementi über eine Berliner Groß­bank beruhigte ebenfalls stark, ferner regte die leichte Befestigung der Reichsmark und eine gewisse Entspannung am Geldmarkt an. DaS Geschäft war zu Beginn nicht» sehr umfangreich Die hiesige Spekulation schritt zu Deckungen. Man beobachtete wiederum kleine Käufe der in- und ausländischen Arbitrage. Weniger günstige Rachrichten, wie die Einstellung der Maschinenfabrik Kappel, wurden kaum beach­tet. Verschiedene Werte erschienen mit PluS-PluS- Zeichen, so AG. für Verkehrswesen, Felten, Kar­stadt, Mannesmann, Buderus, Rheinstahl, AGG., Licht & Kraft, Gessürel. Kali- und Kunstseidewerte. Bei letzteren regten die Bestrebungen zur Erweite­rung des Discose-Syndikats an. Heber 5 Proz. hinaus waren Berger, Feldmühle, Reichsbank, Buderus, Gesfürel, ©lern end und Westeregeln ge­bessert, die bis 7 Proz, und Salzetfurch, die bi» 8,25 Proz. anzogen. Deutsche Anleihen blieben fest. Reubesitz erholten sich bei PluS-Plus-Rottz um 0,3 Prozent. Reichs'chuldbuchforderungen waren etwa 3 Proz. höher. Von Ausländern konnten Mexi­kaner stärker anziehen. Der Geldmarkt lag ziemlich freundlich TageSgeld ging auf 8 dis 10,5 Prc^ zurück Die übrigen Sätze unver­ändert. Im Verlaufe war die Tendenz nicht ganz emheillich. Bei toeitcren Kursbesserungen bis zu 2 Proz. wurde es später wieder ruhiger und etwas schwächer. Die Kurse lagen zum Teil auf Anfangsniveau, vereinzelt waren sie biS 1 Prozent darunter. Rordwolle wurden verspätet I bei einem Angebot von etwa 150 000 mit 3,25 Prv- | zent niedriger notiert

Ein neues Spielsystem in Westdeutschland.

Der von der Spielshstem-Kommission des West­deutschen Spiel-Verbandes ausgearbeitete Vor­schlag auf Schaffung eines neuen Spielsystems ist am ersten Derhandlungstage der Wahlversamm­lung des WSV. 1931 in Münster mit deutlicher Mehrheit angenommen worden. Danach wird eine neue Liga geschaffen, die eine Auswahl aus den Vereinen der Sonderklasse barstellt, die sich im Liebergangsjahr 1931/32 an die Spitze zu sehen vermögen. 'Der Rheinbezirk erhält zwei Li­gagruppen bis xu 12 Vereinen, die Dexirke Berg- Mark, Riederrhein, Ruhr und Westfalen zwei Gruppen bis zu 10 Vereinen, die drei anderen Be- xirke Mittelrhein, Hessen'Hannover und Eüdwest- falen je eine Gruppe bis zu zehn Vereinen. Die Einteilung der unteren Klassen erfolgt dergestalt, daß der Aus- und Abstieg sich utomatisch re­geln läßt In den Bezirken mit zwei Ligagrup­pen gibt es vier Gruppen der ersten, acht Grup­pen der zweiten Bezirksklasse usw. In den Bezir­ken mit einer Ligaklasse zwei der ersten Dezirks- klasse, vier der zweiten Vezirksttasse usw. Diese Lösung wird im Westen zwar nicht als ideal angesehen, da sich immerhin noch 134erstklas­sige" Vereine ergeben, die es in Wirklichkeit im Westen gar nicht gibt. Eine beschränktere Auslese aber ist bei ben gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht möglich, weil bann einige wenige Vereine zu ungunften ber kaum weniger schlechten, aber gleich großen Vereine benachtei­ligt würden. Die zweistündige Debatte erbrachte in der Versammlung ziemliche Einstimmigkeit über die Ziveckmäßigkeit des Vorschlages. Ein An­

trag des Rheinbezirks, daS vorgesehene ilebet- gangSjahr fallen zu lassen, wurde abgelehnt.

Schiedsrichter-Vereinigung Gießen-Buhbach.

EchiedSrichterVereiittgung I Lollar (kombiniert) 6:4 (5:1).

Am Sonntag, 5. Juli, weilte die Schiedsrichter- Vereinigung Gießen-Butzbach als Gast beim Stel­larer Turn- und Sportverein. RachmittagS hielt der Gauschiebsrichterreferent Grünewalb im Vereinslokal bes DostgeberS einen Vortrag über bas Tbema: »Quer durch die Regeln." Eine an­sehnliche Zuhörerschaft hatte sich eingefimben. Der Redner ging zunächst auf die Ziele der Sport­bewegung ein, erklärte, daß eS die Pflicht eines jeden Deutschen wäre, sich In ber heutigen Rvt- zeit unseres Vaterlandes in den Dienst der Bewe­gung zu stellen und so mitzuhelfen, eine kräf­tige und charakterfeste Jugend her anzubi Iben. Anschließend kam er auf das Verhältnis zwischen den Spielleitern einerseits, den Spielern und Zu­schauern anderseits zu sprechen und hielt es un­bedingt für erforderlich, daß gerade die letzteren sich einmal intensiv mit den Regeln vertraut machen sollten. An Hand des DelehrungSbretteS ging er bann auf alle etwas schwierigen Regel­fragen ein.

Anschließend begab man sich nun auf ben Sport­platz, wo sich eine stattliche Zuschauermenge ein- gesunden hatte. Lollar stellte eine Mannschaft, die sich aus Spielern der aktiven und der Alten- Herren-Mannschaft zusammensetzte. Die Schieds­richtervereinigung mußte diesmal auf einige ihrer besten Spieler verzichten. Sir trat an in bet Aus-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 o.H., Lombardzinsfuß 8 v. H.

Banknoten.

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Schluß-

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Kurs

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Datum

7.7.

67.

7.7.

6% Deutsche Sietdbianietbe d.192'.

78,5

78,75

7% Deutsch« Se((Manlet6t 6.1929 Doung.«nleide von 1930 . Deutsche Anl.-Abtöl.-Lchuld mit

95

94.8

68

*

68

Autloi^Rechten.......

48,25

49,6

49,13

49,3

TttyL ohne eiu»M -9te*te - - 8% Hess. Boöi'ftaat von 1989

4,7

4,75

5

(tüchaNS. 108%)......

Cbetbcifen Provinz-Anleihe mit

88

Au»los.-Rechten.......

Deutsche komm. Earnmelabl.

49,5

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Eoldpse

47,25

47

15 rmkündbar bi» 1935 .... 7% Franks. Hnv -Vank Goldvse.

98

unkündbar bis 1936 Serie 16 .

Franks. Hyp.-Bank Siqu. Pfandbriefe.........

92

86,25

<i,% Rl cinische Hvp.-vank.Liau

Goldplr...........

_

8% Br. Landeipiandbrielanlialt.

Pfandbriefe R. 19......

7% Pr. LandeSpsandbriefanskakt,

100

100

95,5

19,25

4% Oesterreich» che «oldrente .

19,25

_

4,80% Leiter reichliche Gilbe nenU

1,15

1.15

4% Ungarische Voldrente . . . .

16,5

16.25

16,5

16,4

4% Ungarische Ltaattrente v. 1910

14,75

14.9

4»,% deigl. von 1913.....

14,6

6% abgefL ®olbmejflanet von 99 4% Türkische Hollanleihe con ign

2,55

9,5

2,6

9,9

4% Türkische Äagdadbahn-Anleihe

_

_

_

4% deSgl. Serie 11......

2,55

2,5

_

S%Rumän. verrlnh.Rente 6.19OS

7,25

__

4Z4A>Rum2nu»ereink>.Renieo.i9U

14,1

14,2

4% Rumänische vereinh. Rente .

5,6

5,9

6

IH% L Ixatoltex.......

14,13

;Vanrrun a. 2H.

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Datum

6.7.

7.7.

6.7

7.7.

Hamburg-Amerika Patci . .

. t

45,4

46,25

Hamburg-Sudam. Tampsschif

. 0

95,5

99

Hansa Tampfschiss ....

. 0

77,5

78

Norddeutscher Lloov ....

. 6

47,4

48.75

49.5

A.«. für Beriebrtrvesen Akt.

.

46

45.5

Berliner Handelrgelcllschast .

8

-

103

103,5

Commer;- und Privat-Bank.

1

100,5

100,5

100.5

100.5

Tarmitädtcr und Nutionawank 8

101,75

102

102,5

102,5

Deutsche Bank und

DUconw-Gesellschast. . .

6

100,5

100,5

100,5

Dresdner Bank......

6

100.5

100,25

100,5

100,5

ReichLbank........

12

128,75

135

127,65

133

a.s.®...........

. 7

86,75

92,25

86,5

91,5

Bergmann........

. 9

70,5

71,5

(Hein. Lieserungtgesellschaft.

10

101

103,5

Licht und -rast......

10

109,5

115

109,5

114,5

{teilen & Suilleaume.... Sesellschast für Dedrische

66

68,5

63,13

103

68

108,5

Unttmehmungen ....

9

101,5

108,25

Rheinische CicknrzuLt . . .

. 9

97

99

Lchuckeri & Co.......

11

115

121

114,5

119

Siemen» & Halike.....

14

145

153

146,9

153

Lahmeyer & .......

12

111

111,5

Buderus ........

. 4

39

43,5

38,5

44

Deutsche Erdöl......

. 6

62,5

65,75

63

66

Gelsenkirchener......

. 8

68

69

68,75

71

Harpener.........

. O

59,65

61

Hoesch Eisen........

. 6

48

49,25

Ilse Bergbau.......

10

142

142

144

ftlödncrroerfe.......

. 6

50

>9.5

51,5

Söln-Reuessen.......

-

Wannesmann-Rodren . . .

. 6

60,5

61

64

Manösekder Bergbau ....

. 0

27

cberschlel. Soklverke . . .

. 8

59,5

62

Phönix Bergbau......

Rheiniiche Braunkohlen. . .

4H

10

43,25 151

46

44

152,5

157,25

Rheinsuchl........

. 6

71

75

70,5

74,25

;frronrfun a. JJi.

2xrlm

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Schluß-

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Datum

6.7.

7.7.

6.7.

7.7.

Riebul Montan......l,t

Bereinigte Stahlwerke .... 4

42

45

42,5

43,5

Llavi Minen......16'/,

18.25

19

Kaliwerke Aschersleben ... io

112

113

Kaliwerke Westeregeln ... 10

116

118

Kaliwerke Salzdetfurth ... 14

184

190

183,9

192

I. (9. Horben-Industrie ... 11

127,9

132,75

127,65

133

Verein, chem. Industrie Frank-

50

Scheideanstalt.......10

123,5

Gold'ckmidt.........O

39

38.75

39,5

RutgerLwerke........ö

39.5

43,5

40,75

32,5

Merallgesellschaft.......5

55,25

56,5

55,25

PbllivV Holzmann......8

72,5

73

75

Zementwerk Heidelberg.... 7

Sementroert Karlstad!.....7

34

Wavb L Frevtag......0

24

23,25

24,25

SchultbeU Patzenhoser ... 15

122,75

127

Lku (Allgemeine Kunstseide) 0

76,5

81

76,25

79,5

Brmherg......... O

85

94,5

87,5

92,75

Zellstoss Waldbof.....12

63,5

65,5

Zellstoff Aschassenburg ... 6

54

58

Dessauer Gas........9

109,25

113,5

Daimler Mcwren......0

23,5

23

24,13

Deutsche Linoleum ..... 5

59

59,25

59

Crenßem & Koppel.....0

36,5

Leonhard Tietz.......8

82

81

Soentka.........15

243,5

238

242

Chade............

252

-

256,5

262

Frankfurter Maschinen . . . . O

9,5

-

10

-

Gritzner..........0

Mainkraftwerke Höchst a. R. - . 6

28,5

64

25

-

Süddeutscher Zucker . . 10

-

-

Berlin, 6. Juli

Geld

Zrief

Llmerikantsche Roten.......

Relgilche Roten .........

4,216

58,70

112,58

4.236

58,94

113,02

Dänische Roten .........

Englische Noten.........

20,49

20,57

französische Noten ........

16,487

169,38

22,11

16,547

170,06

22,19

Holländische Noten........

Italienische Noten........

Norwegische Roten........

T eulich-L esterreick, i 1OO Schilling

112,61

113,05

59,12

59.36

Rumänische Noten ........

2,495

2,515

Schwebifche Noten........

112,93

113,37

Schwei,er Noten.........

81,66

81,98

Spanische Noten.........

39,67

39,83

Ungarische Noten ........

73,27

73,5/

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. TU.

6. Juli

7.3uli

Lmlliche ®elb

Notierung Sries

Slmiliche Geld

Rasterung Srief

Heisings or> .

10,593

10,613

10,593

10,613

ästen. . . .

59,175

59,295

59,19

59.31

Prag . . .

12,475

12,495

12.473

12.494

Budapest . .

73,43

73,57

73,43

73,57

Sofia . . ,

3,047

3,053

3.047

3,053

Holland . .

169,39

169,73

169.43

169,77

Cilo ....

112,71

112,93

112,72

112,94

Kopenhagen.

112,72

112,94

112,74

112,96

Stockholm .

112.88

113,10

112,89

113,11

London. . . Buenol 9Ure*

20,475

20,515

20,475

20,515

1,351

1,355

1,344

1.348

Reuvork . .

4,209

4.217

4,209

4,217

Brüssel. . .

58,71

58,83

58,78

58,90

Italien. . .

22,06

22,10

22,06

22,10

Pari« . . .

16,475

16,515

16,475

16.505

Schwei; . .

83,62

83,78

81,63

81,7f

Spanien . .

39,96

40.04

40,36

40,44

Danzig. . .

81,87

82,03

81,87

82.03

Japan . . . Rio de Ian..

2,081

2,085 0,321

2,081

0,316

2.085

0,319

0,318

Jugoslawien.

Lissabon . .

7,435

7,449

7,437

7,451

18,64

18,68

18,67

18,71