Nr. 2 Sechstes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesien)
Samstag, 3. Zanuar
Wirtschaft
Lochendertü/
>;n frankfurter Vroduktenmarkt.
Lei verhältnismäßig schwachem Besuch war das Geschäft an der Franklurter Produktenbörse in der letzten Woche des alten Jahres z e.nlich klein. Die ndler hielten sich allgemein sehr zurück, da le- sondere Anregungen nicht vorgelegen haben. Das Angebot war namentlich in Weizen und Roggen recht gering, so daß hier Preisöesferungen ein* traten. An den übrigen Märkten ging die plmsatz* tätigfeit nicht über den Bedarf hinaus.
Weizen verzeichnete aus Käufe der niederrheinischen Mühlen, die allerdings kein größeres Ausmaß onnahmen, einen Preisgewinn von fünf Mark per Tonne. Die hohe Vermahlungsquote Lickte insofern etwas nach, als man bis zum Frühjahr mit einer wesentlichen Verknappung der ^iorräte rechnet. Roggen konnte namentlich auf ms knappe Angebot um 2,50 Mark per Tonne im Preise anziehen, trotzdem die Preise an der Berliner Bör,e eher rückläufige Tendenz zeigten.
Der Haferabsah ist nach wie vor sehr genug. Die Preise blieben jedoch gut behauptet, »erste hatte stetigen Markt. Die Abrufe beschränkten sich meist nur auf feinste Braugerste, die von Brauereien mehr gekauft wird, ohne daß jedoch wesentliche Preisveränderungen erzielt tvurden. Futtergerste hotte wiederum nur geringes Geschäft.
Am M e h l m a r k t e ist keine Veränderung ein* getreten. Die Preise lauten immer noch unverändert. Der Absatz hält sich weiterhin in engen Vrenzen.
* Verkauf von Reichsbahnvorzugsakt i en durch dasReich. Zwischen dem Reichsfinanzministerium und der Allianz und Stuttgarter Lebensversicherungsbank AG. ist eine Vereinbarung zustandegekommen, wonach letztere vom Reich einen Posten Reichsbahnvorzugsaktien von nom. 64 Millionen Mark käuflich erworben hat. Der Kaufpreis ist im Laufe des Monats Februar an das Reich zu zahlen.
* Konkurse und Vergleichsverfahren im Dezember 1 9 30. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Dezember 1930 durch den „Reichsanzeiger" 850 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 477 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für Rovember 1930 stellten sich auf 829 bzw. 467.
* Erhöhung des Mehlprci^es Der Preis für Weizenmehl Spezial 0 wurde von der Süddeutschen Mühlenoereinigung um 25 Pf. auf 41,75 Mark ab Mühlenstation erhöht.
* Brauerei Henninger-Kempff* Stern. A. - G., Frankfurt a. M. Rach dem Bericht für 1929/30 konnte noch während des vorigen Winters eine weitere Absatzsteigerung
Futtermittel setzten ihre Abwärtsbewegung weiter leicht fort, wobei das Geschäft jedoch recht klein war. Am K a r t o f f e l m a r k t hat sich die Lage etwas gebessert, da in letzter Zeit etwas größere Verladungen nach Südwestdeutschland vorgenommen wurden. Die Preise konnten sich geringfügig bessern.
Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen in Mark (für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilo): Weizen 267,50 bis 270, Roggen 175 bis 177,50, Sommergerste für Brauzwecke 215 bis 217,50, Hafer, inländischer 155 bis 160, Weizenmehl, südd. Spezial 0 40,75 bis 41,75, nie* derrhein. Spezial 0 40,50 bis 41.50, Roggenmehl 26,50 bis 27.50, Weizentleie 8,75 bis 8,90, Roggenkleie 8,50 bis 8,60. Kartoffeln per Zentner: (Industrie hiesiger Gegend 2 bis 2,30.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkl
Am Frankfurter Schlacktviehmarkt machte sich im Verlaufe dieser Derichtswoche weiter eine leichte Konsolidierung der Prüfe bemerkbar, trotzdem der Auftrieb erheblich stärker als in der Vorwoche war. Der Handel war auf fast allen Märkten etwas reger.
Auf b<?m Rindermarkt war der Auftrieb ganz erheblich stärker, wobei man allerdings berücksichtigen muß, daß der Vorwochenauftrieb infolge der vergangenen Feiertage, für die der Bedarf bereits gedeckt war, recht niedrig gewesen ist. Das angetriebene Vieh war von mittlerer Qualität, etwa 48 Proz. wurden wieder in die umliegenden Dersorgungsgebiete ausgeführt. Bei ruhigem Handel wurde ausverkauft. Die Preise zogen bei Ochsen und Färsen 1 Pfennig an und hielten sich bei Bullen und Kühen auf der Höhe der Vorwoche. Auch auf dem Schweinemarkt war die Beschickung stärker als in der Vorwoche. Das Geschäft war ziemlich rege, flaute jedoch zum Schluß wieder stark ab. Der Markt konnte geräumt werden. Die Preise zogen von 3 bis 4 Mark an. Kälber und Schafe wurden bei ebenfalls größerem Austrieb und mittelmäßigem Geschäft geräumt. Die Preise für Kälber blieben unverändert, lediglich beste Kälber zogen etwas an. Für Schafe ergab sich ein Gewinn von 4 Mark gegen die letzte Rokiz am 18. Dezember 1930.
Der Gesamtauftrieb bestand aus 1299 (910) Rindern, darunter befanden sich 257 Ochsen, 66 Bullen, 410 Kühe und 320 Färsen, ferner aus 1338 (877) Kälbern, 193 (87) Schafen und 5354 (4123) Schweinen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Marl: Ochsen al) 53 bis 55, a2) 48 bis 52, bl) 42 bis 47. Bullen a) 51 bis 55, b) 46 bis 50. Kühe a) 42 bis 45, b) 35 bis 41, c) 30 bis 34, d) nicht notiert. Färsen a) 53 bis 56, b) 48 bis 52, c) 42 bis 47. Kälber b) 73 bis 76, c) 67 bis 72, d) 60 bis 63. Schafe al) 47 bis 50, b) 40 bis 46. Schweine a) 63 bis 66, b) 64 bis 67, c) 65 bis 67. d) 65 bis 67, e) 64 bis 63, f) und Sauen nicht notiert.
OiSkoniermähigung der Bank von Frankreich.
Paris, 2.Jan. Die Bankvon Frankreich ermäßigte heute ihren Diskontsatz von 2,5 auf 2 Prozent. •
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Enttäuschend gestaltete sich auch der Schlußver* M>r in der letzten Iahreswoche. Obgleich Dek- kungskäufe unter der überraschenden Diskontsenkung in Reuyork in einigen Hauptwerten eine leichte Reaktion gegen die vorangegangenen neuen Kursrückgang herbeiführten, sind doch die Hoff* nungen aus eine, wenn auch vielleicht nur kleine, Bilanzhausse in den letzten Tagen nicht verwirklicht worden: zumeist sind die Schlußkurse die tiefsten des Jahres. Die Kräfte der Banken waren ükcht stark genug gewesen, um der nach unten gerichteten internationalen Kursbewegung eine andere Richtung zu geben, denn auch in der letzten Dezemberwoche war der Berkaussandrang der internationalen Dör en an den deutschen Effektenmärkten ziemlich stark und universell. Reben amerikanischen Abgaben erfolgten auch solche von schweizer, Pariser und österreichischer Seite, so. laß wieder empfindliche Verluste zu verzeichnen Tflren. Für den Zahltag wurden kaum Schwierig- 'eiten erwartet, da die Engegements der Börsen* ^undschaft und der Kulisse nach dem. fortgesetzten Atbau durchweg sehr mäßig und die nötigen Lombardierungen von Effeitenoepots der Banksirmen über den schwierigen Jahresultimo hinaus bereits geregelt waren. Für einzelne Papiere gab es auf Grund einer besonders gelagerten börsen- tcchnischen Situation während der Liquidation einige (Befferungen. So bei Ilse Bergbau, Tanatbank und Salzdetfurth, in denen Stücke- mangel herrschte. Daneben lagen Svenska auf eine voraussichtliche Kapiialserhöhung gegen die Vorwoche 10 Mark fester. In der Mehrzahl überwogen jedoch die Rückgänge von 2 bis 5 Prozent flogen die Vorwoche. Kaliwerte büßten bis zu 10 Proz. ein. Fester lagen außerdem noch Bau* teerte, Zellstoff Waldhof und vereinzelte Elektro* lmd Montanpapiere. Anleihen ebenfalls uneinheitlich. Altbesih höher, Reubesitz und Schutzgebiete niedriger. Ausländer überwiegend abqe- schwächt. Pfandbriefe blieben zum größten Teil flut behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld im Zusammenhang mit dem Jahresultimo stark gesucht. Monatsgeld gleichfalls starker gefragt. Am Devisenmarkt erhielt sich die Festigleit bes englischen Pfundes, während Madrid und die Reichsmark mehrfach Schwankungen unterworfen •froren
erzielt werden. Die Erhöhung der Diersteuer im Mai brachte in den folgenden Monaten einen Rückgang des Bierabsahes um 30 Prozent. Auf das ganze Jahr gerechnet, ergab sich dadurch ein Mindcrabsah von 10 Prozent. Aus dem Reingewinn von 0.694 (0,750) Mill. Mk. werden auf 3.960 Mill. Mk. AK. 9 (10) Prozent Dividende verteilt. 3n dem neuen Geschäftsjahre hätten die schlechten Absahvcrhältnisse weiter angehalten.
' H. Fuchs, Waggonfabrik, A. - G., Heidelberg. Der erste Abschluß nach der im vorigen Jahre erfolgten Zusammenlegung und Wiedererhöhung des Aktienkapitals auf 2 Millionen Mark verzeichnet einen Reingewinn von rund 150 000 Mark. Der Aufsichtsrat schlägt die Verteilung einer Dividende von 5 Prozent Der. Das Werk beschäftigt zur Zeit etwa 350 Mann.
* Stillegung auf der Hütte Ruhrort- M c i d e r i ch. Nachdem die Hütte Ruhrort-Meide- rich der Vereinigten Stahlwerke während des ganzen letzten Jahres bereits mit Kurzarbeit und Feierschichten gearbeitet hatte, ergab sich infolge der anhaltenden Absatzschwierigkeiten und des Mangels an Aufträgen die Notwendigkeit, in nächster Zeit einige Betriebsabteilungen der Hütte vorläufig stillzulegen. Von dieser Maßnahme, die am 1. Februar in Kraft treten soll, werden bei einer Gesamtbelegschaft von runb 7000 Personen etwa 3500 Arbeiter betroffen.
Entlassungen im Aiederlausiher Br aunkohlcnrevier. Infolge der Absatz- krise auf dem Braunkohlenbrikettwarkt Hai eine Reihe von Werksdirellioncn der Ri:dcrlausiher Braunkohlcnindustrie Anträge auf Arbeiterent- lassungcn beim Demobilmachungskommissar in Frankfurt a. O. gestellt. Insgesamt kommen rund 2000 Arbeiter in Betracht.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 3. Jan. Tendenz: fester. — Im heutigen Vormittagsoerkehr war man wegen der Tendenzgestaltung zum Wochenschluß noch geteilter Meinung. Auf der erhöhten Basis der gestrigen Abendbörse taxierte man gut behauptete Kurse. Die Umsätze blieben jedoch klein, da man sich über die weitere Entwicklung der Streikbewegung an der Ruhr noch keine Klarheit machen konnte. Anderseits befriedigte aber der festere Schluß der gestrigen Neuyorker Börse. Zu Beginn des offiziellen Börsenverkehrs setzte sich dann eine f e ft e Stirn- m u n g durch, da auf einigen Märkten kleine Kauforders eingetroffen waren, die durch die seitherigen Abgaben der Kulisse auf leere Märkte stießen, so daß gegenüber der gestrigen Abenbörse neue Kursgewinne eintraten. Das Geschäft war im allgemeinen nicht umfangreich, nur in Spezial- werten entwickelte sich rege Umsatztätig - feit. Die Kursbesserungen betrugen 3 bis 4 v. H., sonst ziemlich einheitlich 1 bis 2 v. H. Mehr Interesse konzentrierte sich auf den Elektromarkt. Siemens plus 4) v. H. und Gesfürel plus 3 v. H. standen im Vordergründe. AEG. und Schuckert zogen je 1 v. H. an. Von Chemieaktien gewannen J.-G.- Farben und Deutsche Erdöl je 11 v. H. Metallgesellschaft und Riitgerswerke bis 1 v. H. Kaliäktien verzeichneten Kursgewinne von 3 bis 4\ v. H. Am Montanmarkt sehr ruhig. Mannesmann trotz des ungünstigen Nöhrenberichtes 1 v. H. freundlicher. Stärker anziehen konnten noch Deutsche Linoleum (plus 4} v. H.). Am Bankenmarkt eröffneten Reichsbank 31 o. H. höher. Die übrigen Bankwerte blieben behauptet. Süddeutsche Zucker zogen zunächst 1 v. H. an, konnten aber später 1 o. H. gewinnen. Kunstseideaktien 1 v. H. fester. Am Anleihemarkt blieben Deutsch Anleihen vernachlässigt, lagen jedoch kursmäßig etwas fester. Ausländer meist höher. Auch im Verlaufe erhielt sich die festere Tendenz, jedoch ließ das Geschäft stark nach. Die Kurse konnten sich erneut etwa um 1 v. H. befestigen. Von Bauunternehmungen wurden Holzmann'zirka 4* v. H. höher taxiert. Am Geldmarkt war Tagesgeld leicht und zum Satz von 5 v. H. angeboten. Am Devisenmarkt machte die Verschlechterung der Mark weitere Fonschritte. Mark gegen Dollar 4,2000, gegen Pfund 20,3965, London gegen Kabel 4,8560, gegen Paris 123,73, gegen Mailand 92,74, gegen Madrid 46,33, gegen Schweiz 25,0813, gegen Holland 22,0645.
Berliner Börse.
Berlin, 3. Jan. Die heutige Wochenschlußbörse eröffnete in fester Haltung. Pachdem vormittags in der Hauptsache durch die sich widersprechenden Nachrichten aus dem Streikgebiete noch eine gewisse Un- sicherheit geherrscht hatte, traten zu den ersten Kursen die anregenden Momente, wie die Pariser
Diskontsenkung auf 2 v. H., die auch für die Deutsche Reichsbank neue Möglichkeiten in der Diskontpolitik eröffnet und der feste Schluß der gestrigen Neu- Yorker Börse in den Vordergrund. Auch der Jahresbericht der Reichskreditgefellfchaft machte einen günstigen Eindruck. Die Besserung des Stickstosfabsatzes Ende Dezember 1930 regte um Farbenmarkte an, und Montanwerte profitierten von Meldungen, die von einem Abflauen des Streiks wissen wollten. In der Hauptsache handelte es sich aber um Deckungen der Spekulation, die, da sich bei verschiedenen Werten ein Vacuum nach oben herausstellte, zu mehr- prozentigen Besserungen führten. Kunstseidewerte lagen auf holländische Deckungsnachfrage besonders fest. Aku erschienen zunächst mit Plus- Plus-Zeichen und kamen später 2,75 v. H. über gestern zur Notiz. Ucber den Durchschnittssatz von 1 bis 3 v. H. hinaus gewannen Kaliwerte, Deutsche Linoleum, Chadeaktien, Gesfürel, Siemens, Reichsbank, Holzmann bis zu 5,5 v. H. Nur Thüringer Gas machten mit einem Rückgang um 1,5 v. H. eine Ausnahme. Don Anleihen zogen Altbesitz auf 53 v. H. an, am Markt der Auslandrenten lagen besonders 5-v H.-Mexikaner gebessert Pfandbriefe still, aber nicht unfreundlich. Reichsschuldbuchforderungen mit 0.25 v. H. fester. Am Geldmarkt machte sich eine Erleichterung bemerkbar. Tagesgcld stellte sich auf 5 bis 7 v. H -, Monatsgeld auf 6,5 bis 8 v H. Warenweckifcl blieben 5,5 v. H. Nach den ersten Kursen setzten sich die Steigerungen zunächst fort, da namentlich für Prager und Wiener Rechnung Deckungen vorgenommen wurden. Später konnten fick) diese im Ausland erzielten Gewinne aber nicht behaupten. Die Kulisse schritt zu Gewinnmitnahmen, zumal neue Nachrichten aus dem Ruhrgebiet eintrafen, die von einer Verschärfung der Streiklage sprachen. Gegen 11.45 Uhr wurde diese schwächere Welle aber wieder von einer neuen Befestigung ab= gelöst.
Berliner Prasnktennrarkt.
Berlin, 2. Jan. Die Produktenbörse zeigte heute etwas uneinhe t:iä-e Preisgestaltung, jedoch war eine stetige Grundstimmung unverkennbar. Die schwächeren Auslandmcldungen blieben ohne Eindruck, zumal das Inlandangebot von Weizen sich nichl verstärkt hat und infolge einer Belebung des Weizenmchlgeschäftes all eitig bessere Rach* frage zu 1 bis 2 Mark höheren Preisen als am Iahresschluß zu beobachten war. Am Lieferungsmarkte setzte Mai-Weizen 2 Mark höher ein. Roggen lag ruhig. Das Inlandangebot ist zwar nicht dringlich. die Gebote für prompte Verladung lauteten jedoch zumeist eine Mark niedriger, ber Lieferungsmarkt folgte dieser Preisbewegung. Für Weizenmehl hat sich eine leichte Belebung der Rachfrage ergeben, so daß 25 Pfennig höhere Forderungen durchzuholen waren.
Büchertisch.
— Upton Sinclair: „Das Geld schreib t.“ (Eine Studie über die amerikanische Literatur.) Malik Verlag, Berlin > W 50, Passauer Straße 3. (638- — Upton Sinclair hä.t den amerikanischen Literalen einen Spiegel vor. Er zeigt ihnen ihre Skrupellosigkeit, mit der sie die Schrift* stellerei zum Geschäft herabwürdigten und sich damit jeder persönlichen Rote entwöhnten. Der Verfasser nennt in diesem Buche eine Reihe von amerikanischen Schriftstellern, kritisiert sie mit aller Schärfe und weist immer wieder auf die von ihnen so fragwürdig erfüllte Mission hin, vrr* gißt aber bei allein nicht, das Publikum und die Personen der Verleger zu charakterisieren. Amerikas geistiges Leben erscheint in dem vorliegen* den Buche schlaglichtcrrtig beleuchtet. Der Leser wird gezwungen, Vergleiche zwischen dem amerikanischen und dem europäischer Schrifttum an* zustellen ujib gelangt auf diesem Wege zu einer tulkurkritischen Betrachtung der alten und neuen Welt.
— R. H. France: Korallenwelt. Der siebente Erdteil. Mit einem Umschlagbild und 25 Abbildungen im Text. 77 Seiten 8°. Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde, Stuttgart. (677.)
— Hanns Günther: I m Reiche Röntgens. Eine Einführung in die Röntgentechnik. Mit einem farbigen Umschlagbild und 37 Bildern im Text. 77 Seiten 8° Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde, Stuttgart. (678.)
— Dr. Kurt Floericke: Wisent und Elch: Zwei riesige Recken. Mit einem Umschlagbild und 15 Abbildungen. 78 Seiten 8°. Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde, Stuttgart. (679.)
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Qmtet öen Papieren angeführten Ziffern geben tue Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankdtskont 5 o H., Lombardzinsfuß 6 o. H.
Sranffuri a. Dl.
«Berlin
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SUnfany
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3 1
Jeu ti die Neichsanleihe
ton 1927 ......
85,05
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3% Deutsche Reichsanleihe
>ci, 1929 ......
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100,5
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llueloi.-Rechten ■ -
52,6
—
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ohne AuSloi.-Mechte 8% pell. SütUitaat von 1929
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Verhetzen Provinz - Anleihe mii
8u4loi.-:J?c(hten.......
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Anleihe Serie l ....
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Frankfurt a. Vi.
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Barmer Banlverein . .
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Berliner Handelsgesellschaft .
12
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Commerz- und Prioat-Bank .
11
110
110,5
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110,5
Tarmtzädter und Nationalöan
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145,25
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145,25
Deutsche Bank und
DiSconto-Geselltchaft, . .
10
110
110
110
Dresdner Banl......
10
110
110
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110,5
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12
227,75
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227,75
231,5
AEG..........
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—
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—
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Felten & Guilleaume . . .
IV*
77
—
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Geleltzchast für Elektrische
Unternehmungen ....
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Schletzlche Elektrizität. . . .
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Siemens & Halske .....
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. 5
34
—
35
35
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. 7
—
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Phönix Bergbau ....
6V*
56
—
56
56,75
Rheintzche Braunlohlar . .
10
146,5
—
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—
73
-
Frankfurt a. 2JI
Berlin
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1-Uhr. K-rs
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Bereinigte Stahlwerke .
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Ctaoi Minen......
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. 10
127
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Kaliwerke Westeregeln . .
. 10
132,5
136,75
133
Kaliwerke Salzdetfurth . .
. 15
196
196
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I. ®. fiatben-gnouftne . . Dynamit Nobel.....
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Goldschmidt ......
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-
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Metallgesellschaft.....
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69
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-
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Zementwerk Heidelberg
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Cernentwerk Karlstadt. . .
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Wayß & ftreotap . . .
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—
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Cchulthets Patzenholer . .
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Zellstoss Aschaffenburg . .
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Charlottenburger Wasser .
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78
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Dessauer Gas......
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Daimler Motoren ....
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Deutsche Linoleum ...
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98,25
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Maschinenbau A,-G. . . ,
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Nat. Automobil ....
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Crenftefn & Koppel . . .
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—
42
43
Leonhard Tieh .....
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Svenska . . .....
—
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274,5
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frankfurter Malchtnev . .
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Griimer .......
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Heyligensiaedl.....
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_
hunghane........
. .. 6
32
_
32
_
Cediroetle........
. . 8
73
_
Mainkraftwerle Höchst a. M.
. . 8
65
_
_
Klag .......
. 10
_
63,25
_
Gebt. Roeber . . ....
. 10
82,75
_
Loigl & Haeffner ....
. . 9
147,75
—■
148
_
tzüdbeuti'che Zucker ...
. 10
133
-
133
—
Banfnofen.
Berlin, 2. Januar
(Selb
»rief
Amen'antzche Noten......
4.179
4,199
Belgische Stolen. .......
58,36
58,60
Taiiische Noten ........
111.88
112,32
Eng'ische Noten . .......
20,325
20,405
Yrauzottzche Noten .......
16.447
16,507
Hollänbilche Noten .......
168,56
169,24
Itallentzche Noten........
21,92
22,00
Norwegische Noten.......
111,88
112,32
Deutsch-Oesterreich, 6 100 Schilling
58.90
59,14
Rumänische Noten.......
2,47
2,49
Schwedische Noten.......
112,08
112,52
Schweizer Noten........
81,20
81,52
Spanische Noten........
Tschechoslowakische Noten.....
43,71
12,39
43,89
12,45
Ungariutje Noten ......
73,<7
73.47
Devisenmarkt Berlin — Jranffurl a. M
2- Januar
3. Januar
Amtlich, Gelb
äiontrung yrle'
Amtliche Jlolitruna
Gelb
23ric'
Amst.-Nott.
168,92
169,26
168,96
169.30
Buen.-AtreS
1,330
1,334
1,305
1.309
Brss.-Antw.
58.58
58,70
58,575
58,695
(Sljriftianw.
112,16
112,38
112,20
112,42
,Rop:nbaqcn
112,17
112,39
112,18
112,40
Stockholm .
11-2.34
112,56
112,36
112,58
Heinngfors.
10,554
10,574
10,558
10,578
Italien. . . London. . .
21,965
22,095
21,975
20,422
20,369
20,409
20,382
22,015
Wem)ort . .
4,1955
4,2035
4,197
4,205
Varis....
Schweiz . .
16,47
16,51
16,469
16,509
81,31
81,47
81,33
81,49
Svantm .
44,06
44.14
44,01
44,09
Aapan . . .
2,078
2,082
2,078
2,082
•Mio de (ton. Wien in D--
0,396
0,388
0,389
0,391
Ceft. abgeft
59,04
59,16
59,05
59,17
Prag . . . .
12,434
12.454
12,442
12.462
Bel irad . .
7,416
7,430
7,422
7.436
Dndap.-it. .
73,365
73,505
73,37
73,51
Bulgarien
3,035
3,041
3,038
3,044
Lissabon .
18,81
18.85
18,181
18,185
T an zig. . .
81,445
81,605
81,47
81,63
Konst.NÜU-
1,784
1,789
1,784
1,789
Athen. . .
5,433
5,443
5,437
5,447
Ganaba . .
4,187
4,195
4.189
4,197
Nrn uaD . .
3,017
3,023
3,017
3.023
Cauo .. .
20,89
20,30
20,903
20,943


