Ausgabe 
2.8.1930
 
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Winter- und Sommergerste wurde aus­reichend offeriert, doch wurde bisher keine amt­liche Rotiz festgesetzt. Am Mehlmarkt wurden die Preise für Weizenmehl von den Vroßrnühlen um 0,25 QEt pro Doppelzentner er- Mähigt. DaS Geschäft beschränkte sich nur aus den laufenden Bedarf. Roggenmehl gab wieder etwa- nach: auch war daS Geschäft äußerst ge­ring. Für Kleie war die Rachfrage fehr zurückhaltend und die Preise abbröckelnd. Don Hülsenfrüchten gaben Linsen etwas pach, sonst unverändert. Aauhfutter- mittel wurden in neuer Ware gehandelt und stellten sich zumeist wesentlich billiger als alte Ware. Rur Heu war geringfügig teurer. Kartoffeln hatten bei ruhigem Geschäft rück­läufige Preise.

3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lag Getreide unverändert, Weizenmehl imd Roggenmehl bis zu 0,50 Mk. und Kleie bis zu 0,75 Mk. niedriger. Die Woche schloß zu folgenden Votierungen: Weizen (neue (Bmte) 275 bis 276,50 Mk., Qboggen (neue Ernte) 175, Roggen (alte Ernte) 185. Hafer (inländ.) 182,50 bis 185; Weizenmehl (südd.) 43,50 bis 44,25, Weizenmehl (niederrhein.) 43,25 biS 44, Roggen- Sehl 26,50 bis 27,50, Roggenkleie 8,25 biS 8,50, Zeizenkleie 8, Kartoffeln (gelbe, pro Zentner) 4,40, Erbsen (je nach Qualität, für Speisezwecke) je bis 36, Linsen (je nach Qualität, für Speise- Serie) 36 bis 75, Heu (neue Ernte) 5,50 bis 6, eizcn- und Roggenstroh (drahtgepreht, neue Ernte) 3,80 biS 4, Weizen- und Roggenstroh (ge­bündelt, neue Ernte) 3 biS 3,50, Treber (go- trocknet) 10,25 bis 11 Mk.

Die Finanzierung des Arbeits- heschafsungsprogramms der Reichs­bahn. Die mit einem Vankenkonsortium unter : Führung der Reichsbank gepslogenen Verhand­lungen über die Finanzierung des Arbeits- [ beschaffungsprogramms der Deutschen Reichsbahn tib erfolgreich abgeschlossen. Don dem Gesamt- trag von 150 Mill. Mk. Schatzanweisungen sind bereits 75 Mill. Mk. begeben, während der Rest am Kapitalmarkt untergebracht werden soll. Die Schatzanweisungcn sind mit fünfjähriger Lauf­frist und einem Zinsfuß von 6 v. H. ausgestattet. Die Zeichnung findet während der Zeit vorn 7. bis 12. August statt. Der Zeichnungspreis be­trägt 95 Proz. abzüglich Stückzinsen von dem f Tage der Einzahlung bis Ende August d. 3. Der Zinslaus der Schahanweisungen beginnt am 1. September 1930. Sie sind zur Lombardierung ' bei der Reichsbank und der Preußischen Staats» I bank zugelassen; die Verleihung der Mündel- 1 sicherheit ist beantragt, die (Befreiung der Zins­scheine vom Steuerabzug vom Kapitalertrag I sichergestellt.

Konkurse im 3uli. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Monat 3uli | durch den »Reichsanzeiger" 977 neue Konkurse, I ohne die wegen Massemangels abgelehnten Qln- | träge auf Konkurseröffnung, und 685 eröffnete I Vergleichsverfahren bekannt gegeben. Die enlspre- I chenden Zahlen für den Vormonat stellen sich I auf 853 bzw. 647.

D i e Hessische Landesbank l Staatsbank - in Darmstadt empfiehlt | im heutigen Anzeigenteil ihre 7prozentigen Gold- I Hypothetenpfandbriefe zur Kapitalanlage. Die Pfandbriefe sind reichsmündelsicher und können vor 1.3anuar 1936 nicht zur Rückzahlung gc-

1 kündigt werden.

' Die Beschäftigung bei den Opel- I werken. Zur Zeit beschäftigen die Opel-Werke 1 6430 Arbeiter und Angestellte. Die älmstellung des gesamten Fabrikationsbetriebes ist in vollem I Gange. 3n einzelne Abteilungen werden zur Zeit s sogar mit Rücksicht auf die vorzunehmenden Umbauten Arbeiter neu eingestellt; anderseits ist damit zu rechnen, daß in gewissen Abteilungen I im Laufe der nächsten drei Monate Arbeiter­entlassungen, jedoch in sehr beschränktem Um- | fange, vorzunehmen sein werden. Eine Still- I legung der Fabrik kommt nicht in Frage.

* Detriebseinschränkungen bei den I Frankfurter Mühlen. Wie WTB.-Han- 1 delsdienst erfährt, werden die beiden Frank- hirtcr Großmühlen, die Frankfurter Mühlen- werke Gebrüder Wolfs, Handels-AG. und die U Hafenmühle AG., versuchen, ihre Betriebe unter ben bekannten Schwierigkeiten aufrechtzuerhalten. Troy starker Einschränkungen wird weiter ge- arbeitet, jedoch sind die Zukunftsaussichten un- I sicher.

Eisenbahnbau-Dertrag der per -

Usischen Regierung mit dcutschenDau- | firmen. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, ha­ch btn die von dem unter Führung der 3 u l i u s ßBerger Tiefbau AG., Berlin, stehenden! 1 deutschen Konsortium für Bauausführungen in Persien, an dem noch die Firma Philipp »Holzmann AG., Frankfurt a. M., und die >'Signal-Bau-Union G.m.b.H., Berlin, | beteiligt sind, mit der persischen Regierung seit [I längerer Zeit geführten Verhandlungen über die I Fortführung der Bahnbauten in Persien nach !| den in Berlin eingegangenen Mitteilungen gestern il Mi einem Vertragsabschluß geführt. Es handelt :l sich um die Arbeiten, die dem deutschen Konsor- 1 Hum bereits in dem deutsch-amerikanischen Syn- I dikat auf dem nördlichen Teil der Strecke Kaspi- I sches MeerPersischer Golf übertragen waren, 1 das bekanntlich infolge verschiedener Differenzen zwischen der persischen Regierung und der ameri­kanischen Gruppe die ihm übertragenen Arbeiten j nicht fortgesetzt hat. Bezüglich des südlichen Teils der Strecke, der von der amerikanischen Gruppe , SaSgelührt wurde, hat die persische Regierung noch keine Entschließungen gefaßt.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M.. l.Aug. Tendenz: gc- Häftslos. An der Abendbörse war die Etim- I mung zum Wochenschluß auf festere Reuyorker J RnfangSkucse nicht unfreundlich. Umsätze kamen 1 bei der anhaltenden Orderlosigkeit kaum zustande, i 2m Kunstseidemarkt war wieder eine Beruhigung ringe treten, und Aku besserten sich gegenüber dem Berliner Schluß um ein weiteres Prozent, lembcrg lagen dagegen aber leicht gedrückt. Gelsenkirchen plus 0,5 Prozent. 3m übrigen taten die Kurse gehalten. Renten still. Reu­besitzanleihe 8,25. Barmer Bankverein 114,50, berliner Handelsgesellschaft 146,50, Commerz­bank 132. Dresdner Bank 126,25. Reichsbank 245, Gelsenkirchen 109, Salzdetfurth 318. Mannesmann 65,75, Rheinische Braunkohlen 218,50, Rheinstahl 61,75. Stahlverein 77.50, Aku 90.50. AEG. 140,50. : Aemberg 91, Scheideanstalt 138,50. Licht und ' Jraft 136,50. I.-G.-Farben 150,50, Gessürel 137. Holzmann 76.50. Metallgesellschaft 105, Siemens 181. Zellstoff Aschaffenburg 97,25, Hapag 90,50, Dordd. Lloyd 90.

Oie Studenten «Olympiade.

Oer Festakt.

WSN. Darmstadt, l.Aug. Die 4. inter­nationalen Studenten . Meifterschaf- t e n wurden heute vormittag eröffnet. Die mit den Spielen verbundene A u s st e l l u n g des Arbeits­ausschusses der Studentenschaft und des Museums für Leibesübungen wurde am Freitagoorrnillag durch Ministerialrat Dr. M a l l w i tz (Berlin) ihrer Bestimmung übergeben. Nach ihm begrüßte Staats­präsident Dr. Adelung die Ehrengäste. Für die Kommission der Internationalen Studentenschaft dankte Dr. B e t e i l l e (Frankreich). Ein Gang durch die Ausstellung bewies die ausgezeichnete Qualität der Sonderschau ,Hbee im Sport".

Punkt 12 Uhr sand in der Otto Berndt-Halle der F e st a k t statt. Der Saal zeigte die Farben aller vertretenen 33 Nationen. Die Studentenkorpora­tionen hatten ihre Chargierten in Wichs entsandt. Den Reigen der Festreden eröffnete Prorektor Prof. Rau (Technische Hochschule Darmstadt). Die Gruße und Glückwünsche der Reichs- und Preußenregie- rung für die 4. Olympiade der Akademiker über- brachte Geh. Rat Dr. H o r n i n k vom Reichsministe- rium des Innern. Für die hessische Regierung sprach darauf Staatspräsident Dr. Adelung. Ober­bürgermeister Mueller brachte in herzlichen Worten die Grüße und Glückwünsche von Stadt­verwaltung, Stadtrat und Bevölkerung für das Gelingen und den inneren Erfolg der Welt­meisterschaften zum Ausdruck. Der Präsident der CIE., Saurin (Paris) begrüßte es, daß die junge Intelligenz der Länder einen Blick über die Gren­zen zum Nachbar werfe, was für die internationale Annäherung nur hoffnungsvoll stimmen könne. Als Vertreter des Sportamtes der deutschen Studenten dankte Ministerialrat Dr. Mallwitz, auch im Namen des verhinderten Reichsaußenministers Dr. Curtius, allen Beteiligten, Staatspräsident Dr. Adelung, dem Reich, Preußen, Hessen, der Stadt Darmstadt, der Presse, und Prof. Dr. Heybe - brock und Dipl.-Sportlehrer S o l l i n g e r , die in vorbildlicher Weise die umfangreichen Vorarbeiten für die Olympiade geleistet haben. Der Abmarsch der Korporationen beschloß den Festakt.

Auftakt zum Tennisturnier.

Zu früher Morgenstunde nahmen die K ä m p s e im Tennis ihren Anfang. Da sehr flott ge­spielt wurde, kam man auch fast überall zur dritten Runde. ES gab teilweise große llebcr- raschungen. 3m ersten Viertel kam der Favorit de S te f a n i nach zwei kampflosen Siegen und einem Sieg über den Berliner Tübven rn die Vorschlußrunde. 3m zweiten Viertel wurden

sowohl M a l s r o h (Neuseeland) als auch Mac- 0 r a ne (Cambridge) von dem jungen Fran­zosen Merlin ausgeschaltet. 3m dritten Viertel spielt« sich der französische Hochschulmeister Eombemarle zum Viertelfinale durch und im letzten Viertel qualifizierte sich der Estländer L a s n durch einen Sieg über Ritchie für die dritte Runde, in welcher er gegen Kuhlmann verlor

Ter erste Zutzballwettkampf.

Das erste Fuhballwettspiel der Meisterschaften ging im festlich geschmückten Hochschulstadion vor 3000 Zuschauern zwischen Deutschland und Luxemburg vor sich Die Luxemburger legten eine ziemlich primitive Spielweise an den Tag und waren der deutschen Mannschaft in jeder Phase unterlegen. Die deutsche Mannschaft machte einen ausgezeichneten Eindruck und war aus jedem Posten glänzend beseht. Die erfolgreichsten Stürmer waren Heckmaier (DSV. München). KlaaS (Tennisborussia Berlin) und Schäfer (1860 München). 3n jeder Halbzeit sielen für die deutsche Mannschaft vier Tore, die ein End­ergebnis von 8:0 sicherstellten. Heckmaier er­zielte vier, Schäfer und KlaaS je zwei Tore. Das Treffen wurde von dem italienischen Schieds­richter Saini geleitet.

Beginn her Fechtwettkämpse.

Die Fechimeisterschaslen wurden am Freitag­mittag mit den Mannschaftskämpfen im Florett begonnen. Rach Absage von England und der Schweiz und dem Dazukommen von Dänemark standen sich noch fünf Rationen, und zwar Belgien, Frankreich, (halten, Deutschland und Dänemark gegenüber. 3n der ersten Runde gab eS überlegene Siege von Italien und Frank­reich. Italien siegt« gegen Belgien mit 14:2 Siegen, Frankreich gegen Dänemark mit 13:3. In der zweiten Rund« griff die deut­sche Mannschaft ein und traf auf die Italiener, die von Anfang an klar in Führung gingen und auch diesen Kamps sicher gewannen.

Das Programm für SamStag.

Der Samstag bringt zunächst die Fortsetzung der Wettkämpfe im Fechten und TenniS. Den Höhepunkt bildet am Rachmittag der Einmarsch der Rationen, dem bie Entscheidung um die deutsche Hochschulineisterschast im Handball zwi­schen Technische Hochschule Darmstadt und Uni­versität Berlin folgt. In Frankfurt a. M wer­den die Vorrennen zur Ruder-Weltmeisterschaft auSgefahren, in Darmstadt findet am Abend ein Facklzug der Darmstädter Studentenschaft statt.

34. Mitielrheinisches Kreisturnfest.

Oie Eröffnung.

WSR. Hanau, l.Aug. In dem festlich ge­schmückten Hanau findet in diesen Tagen das 3 4. Mittelrheinische Kreisturnfest statt. Die Festtage begannen gestern mit dem Empfang der Saarturner, auf die ein wahrer Blumenregen niederprasselte. Auf dem von dichten Menschenmassen umlagerten Markt­platz sand

die offizielle Begrüßung der Saarländer

durch den Protektor des Festes, Oberbürger­meister Dr. Bla um, statt, der eingangs seiner Ausführungen betonte, welch' besonderes Herzens­bedürfnis es gerade ihm als geborenen Straß­burger sei, den Turnern und Turnerinnen von der Saar den ersten Gruß zu entbieten. Darauf begrüßte der Festvorsitzende und 1. Vorsitzende der Hanauer Turnerschaft, L i n n, die Turnbrüder von der Saar und verlieh seiner außerordent­lichen Freude über ihr Erscheinen in so stattlicher Zahl Ausdruck. Für die Saarländer fand (Sau­oertreter Burk, Saarbrücken, warme Worte des Dankes für den erhebenden und begeisterten Emp­fang in Hanau. An der ganzen Saar lehne man jedes Verhandeln und Verschachern mit Ent­rüstung ab. Deutsch sei man geboren und deutsch wolle man dort bleiben für alle Ewigkeit, und wenn die schwere Zeit des fremben Joches er­füllt ist, ungeteilt und ungebrochen zuriickkehren, ohne einen Quadratzentimeter Lanbes, ohne einen einzigen Mann geopfert au haben. Am Spätnachmittag fand bann bie

feierliche Jeffübergabe

auf bem Marktplatz statt. 3n feierlicher Weise erfolgte unter ben Klängen ber Musik unb Mit- sührung ber Vereinsfaynen bie Einholung bes kunstvollen Kreisbanners burch die Ha­nauer Tumerschast. Als erster Festrebner betrat der erste Dorsihenbe ber Darmstädter Tumer­schast Kalbhenn den Rathausbalkon, um mit einer kurzen Ansprache das Kreisbanner im Auf­trage der letzten Feststadt Darmstadt zu über­geben. Der Gauvertreter des Rhein-Maingaues Roth übermittelte anschließend die Grüße der Stadt Darmstadt, worauf der 1. Vorsitzende der Hanauer Turnerschaft L i n n das Banner namens der Hanauer Turnerschaft bis zum nächsten Kreis- tumfeft in getreue Obhut übernahm. Es folgte die Begrüßungsansprache des Festprotektors Oberbürgermeister Dr. B l a u m, der sich selbst als alter Turner bekannte und treffende, ber Bedeutung des Festes und ber brutschen Tum- sache gerecht werdende Worte sand. Der Fest- vorsihende L i n n übergab das Fest hierauf mit Worten der Begrüßung dem KreisauSschuh. Der 1. Kreisvertreter Arthur Pfeiffer (Wetzlar) übernahm das Fest mit warmen Dankesworten an den Festausschuß, die Hanauer Turner, Bür­ger und Behörden. Das von ihm ausgebrachte Out Heil" auf das deutsch« Vaterland und die Deutsche Turnerschaft brauste mächtig über den Platz, während feierliches Glockengeläut ertönte. Damit war daS Kreistumfest eröffnet Am Abend fand in ber Festhalte ber

Vegrüßungsabend

statt. Die Halle war bis zum letzten Platz gefüllt. Die Begrüßungsrede hielt der erste Vorsitzende der Hanauer Turnerschaft Linn, worauf Kom­merzienrat Schill (Osthofen), Kassenwart der Deutschen Turnerschaft. seine Freude über den Empfang in Hanau zum Ausdruck brachte. Er überreichte alsdann dem Cchwimmwart der Deut­schen Turnerschaft Robert Braun bie Ehren­urkunde der D. T. An den offiziellen Teil schlossen sich eine Reihe von Darbietungen musikalischer und turnerischer Art, bie reichen Beifall fanden. Auch im Freien gab es bei Echeinwerferbeleuch- tung turnerische Darbietungen.

Oie ersten Weiikampfergebniffe:

(Eigene Meldung be8 .Gießener Anzeiger»".)

= Hanau, 1. August

Heut« früh begannen die verschiedensten Wett­kämpfe des Kreisturnfestes. Um die Mittags­stunde war bereits der Fünfkamps der Turner beendet, der aus l(X)-Meter-Laus. Weitsprung, Kugelstoßen, Speerwurf und Frei­übung bestand. Rachstehend ein Ueberblid über die Ergebnisse des

Fünfkampfe» der Männer

(374 Bewerber, 106 Sieger). 1. Sieg: Toni Spieler, Tv. Damm, 103 Punkte; 2. R. Schank, Tv. Tiefenstein. 96; 3. P. Biegel, Tv. Algenrodt 91 Punkte; wir nennen weiter die folgenden hei­mischen Sieger: 18. Wilhelm Wenzel, T.- u. Spielvg. Aufbauschule Friedberg, 72; 21. Willi Krick, Tv. 1860 Dad-Rauheim, Emst Stengel, Tv. Grvhen-Linden, 69 Punkte.

Tic Hchrkämpse.

Bei herrlichstem Wetter wurden heute nach­mittag die Mehrkämpfe, die Krone der turnerischen Wettbewerbe, vor Tausenden von Zuschauern ausgetragen. Der Zwölfkampf (Geräte- und Bolksturnen) fand in Ober- und Unterstufe statt, der Zehnkampf A (Geräte) und der Zehnkampfv (gemischter Kampf mit Schwimmen) nur in der Oberstufe. Die Leistun­gen werden allgemein als hervorragend be­zeichnet. 3m Zehnkampf A setzte sich Kipp (Klein-Auheim) mit nur einem Punkt Dorsprung vor dem Zehnkampfsieger beim Darmstädter Kreistumfest an die Spitze der Liste. 3m Zwölf­kampf entstand ein scharfer Kampf zwischen 53ei­ch u m (Reu-Bfenburg) und Winter (Frank­furt a. M). Der Kampf ist bei Weitergabe dieses Berichtes noch nicht zu Ende. Rachfolgend die Ergebnisse der Zehnkämpfe im Auszug:

Zehnkampf A

(56 Bewerber, 49 Sieger): 1. 3ohann Kipp, T. u. Spv. Klein-Auheim, 186 P.; 2. Rob. Haßler, Tgm. Bornheim. 185 P.; 3. Lorenz Schneider, Tv. Hönningen, 183 P.; 5. Adolf Fink, T. u. Spv. Marburg, 178 P.

Zehnkampf B

(58 Bewerber, 33 Sieger): 1. Hans Unkelbach, Tv. Bad Ems, 172,5 P.; 2. Hans Bergeeft, Tv. Sachsenhausen, 166,5 P.; 3. Jakob Steih, Tv. Offenbach a. M., 166 P.; 5. Hrch. Keil, T. u. Spv. Marburg, Ludw. Malkomesius, Mtv. Gie- hen, 156,5 P.; 8. Hch. Schmidt, Tgs. Bü­dingen, 152 P.; 10. Wilh. Reinhard, Tgm. Friedberg, 148,5 P.; 18. Wilh. Straub, Tv. 1846 Gießen, 143 P.

Die Bolksturnmeistcrichaften.

Heute nachmittag begannen auch die KreiS- m e i st e r s ch a f t s m p f e der BolkStur- n e r, die zugleich Ausscheidungskämpse für die am 17. August in Leipzig stattfindenden Volks- turnmeisterfchaften der DT. barftellen. Wir nen­nen in den zum Austrag gekommenen gut be* 1 setzten Konkurrenzen jeweils nur den ersten Sie­ger (Kreismeister) und im übrigen nur noch die Erfolge heimischer Vereine.

1 500-Meter-Lauf: 1. Rittet, Tgs. Koblenz, 4:12,4 Min. (neue Kreisbestleistung).

5000-Meter-Lauf: 1. Fornoff, Tgs. Darm­stadt, 16:15,9 Min.

Kugelstoßen (beidarmig): 1. Wengenroth, Tv. 1860 Frankfurt am Main, 23,44 Meter; 2. Langsdorf, Tv. 1860 Bad-Rauheim 21,44 Meter.

Speerwerfen (beidarmig): 1. Wiener, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 76,35 Meter.

Diskus (beidarmig): 1. Reuther^ Tv.Meer- hvlz, 68,68 Meter.

Steinstoßen (beidarmig): 1. Reuther, Tb. Meerholz. 16,15 Meter.

Dierkampf-Turnerinnen (100-Meter- Lauf, Weitsprung. Hochsprung, Kugelstoßen): 1. Luis« Schäfer, Tgs. Sachsenhausen, 340 Punkte; 2. »lse Bickelhaupt, Mw.Gießen, 334 P-; 3. Emmi Mensch Tgm. Bornheim, 325 P.; 9. Erna Al t ha u S, Mw. Gießen, 291 P^; 10. Tilli S spach Mtv. Gießen. 288 P.

hlitßcner Lchwimrncrsolge.

Bei den heutigen Schwimmwettbewer- den de« Krei-turnfesdes errang Emmi Mün» n i ch vom Tv. 1846 Gießen im 102-Meter- Seitenschwirnmen der Mittelstufe den 1. Sieg mit 1:39,1 Min. 3m 100-Mete»Höh-Schwimmen der Tumer-Mittelstuse wurde Fritz Werner vom Tv. 1846 Gießen der 7. Sieg mit 1:20,1 Min.

Mehrkampf - Turnerinnen - Mittel­stufe: 1. 3 bei Hauck, Tv. 1846 Gießen, 82,80 Punkt«; 4. Hanneli Weeg. Tv 1846 Gießen, 70.15 P; 6. Elfriede MünnichTv. 1846 Gie­ßen, 64.40 P.

S t reckentauchen - Turnerinnen- Mittelstufe: 1. 3del Hauck, Td. 1846 Gießen, 33,50 Meter.

Brettspringen. Tumerinnen-Mittelftufe: 1. M. Strauß. Tgm. Hanau. 46,60 P ; 4. Hanneli Weeg, Tv. 1846 Gießen, 40.15 P.; 5. 3del Hauck, Tv. 1846 Gießen. 39,30 P.

Brettspringen für Tumerinnen-Obcr- stufe: 1. Luise Sauer, Tv. Bad Homburg. 72.60 Punkte; 2. Leni Wagner. Tgm. Friedberg, 65,75 P.; 3. Anni Pfund, Tv. 1846 Gießen, 63,75 P.

Streckentauchen für AlterStumer: 1. Franz Sauer, Tv. 1846 Gießen, 40 Meter in 38-/- Sek.

Streckentauchen für Turnerinnen-Ober- stufe: 1. Leni Wagner, Tgm. Friedberg, 20 Meter in 21,1 Sek.

Jauffbalt-Iurnier der Turnerinnen.

Die Kreismeisterschaft errang der Id. 48 Saar­brücken, der sich damit für die Teilnahme an den Endspielen um die Meisterschaft der DT. erwarb. Die einzelnen Ergebnisse sind: Mtv. Gießen T g. Darmstadt 53:24, Tg. Worms Tg. Ko­blenz 49 :25, Ta. Worms Tg. Darmstadt 54:25, Tg. Koblenz To. Saarbrücken 19:47,Dl t o. Gie­ßen T g. Koblenz 36:31, To. Saarbrücken Tg. Worms 31:20, T v. Saarbrücken Mtv. Gießen 43:24, Tv. Saarbrücken Tg. Darmstadt 46: 12.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

X 2111 e n b o r f (Lab n), l.Aug. In ber Nähe unseres Dorses hat sich m den letzten 3ahren ein Freibad im K1 eeb ach in der Rähe der Untersorgemühle entwickelt, daS von der 3ugcnb unseres Dorfes und von jungen Leuten guS einem Rachbardorfe immer stärker besucht wurde. 3n der letzten Zeit haben sich aber insofern unlieb­same Folgen ergeben, daß von jungen Leuten sowohl in der G e m e i n ö c - O b ft a n l a g c. wie auch an den Aeckern der Landwirte allerlei Unfug verübt und dabei Obstbäume und Feldgewächse mutwillig beschädigt bzw. ver­nichtet wurden. 3nfolgedesscn sah sich die Bürger­meisterei gezwungen, das Betreten der Gemeinde­obstanlage durch Unbefugte zu verbieten und da­mit auch den Zugang zu dem Badeplatz zu sperren, d. h. Zuwiderhandlungen mit Straf« zu bedrohen.

Ärcis Friedberg.

Butzbach. 1. Aug. Die Ortsgruppe Butzbach deS Landesverbandes der Polizeibeamten Hessens hat den Hinter­bliebenen der Opfer im Reuroder Kohlen­revier die Spende von 100 Mk. überwiesen. Gewiß ein schönes Beispiel menschlichen Mitt­gefühls von einer Beamtenkategorie, die selbst unter steter Gefahr für Leib und Leben ihren Dienst versehen muß. Möge diese schöne Tat weiteren Kreisen ein Ansporn zur Nachahmung sein!

Kreis Büdingen.

# Büdingen, 1.Aug. Die DDA.-Iugend des Landesverbandes Hessen-Darm- ft a b t hat sich für das diesjährige Jugend­treffen unser Städtchen ausgewählt. Bereits am Samstag, 30. August, wird mit der schon jetzt in großer Zahl gemeldeten Jugend ein Rundgang durch Büdingen sein, dem am Abend ein Fackelzug und Abbrennen eines Holzstoßes folgt. Ein Auslands- deutscher wird die Feuerrede halten. Das eigentliche Fest ist am Sonntagnachmittag auf dem Fest platz der Schützengesellschaft und wird verschönt durch Spiele und Tänze einet Kärntnertruppe.

Kreis Schotten.

Y Gedern, 1. Aug. Dieser Tage fand im hie­sigen Rathaus die diesjährige ordentliche Sitzung des Kuratoriums der städtischen hö­heren Schule unter dem Vorsitz von Bürger­meister Müller statt. Der Voranschlag für 1930/31 wurde nach eingehender Beratung ge­nehmigt; er weist in Einnahme 14 388 Wk., in Ausgabe 16 888 Mk. auf, so daß ein Fehlbetrag von 2500 Mk. verbleibt. Die Schülerzahl der Anstalt hat sich gegen früher erhöht und beziffert sich zur Zeit auf 64. Bürgermeister Müller teilte im Verlause der Beratungen u. a. mit, daß die schriftlichen Arbeiten beim Abschlußexamen künftig nicht mehr nach Darmstadt zu schicken sind, sondern in der Schule selbst bewertet Werden- Weiter dankte er namens der Gemeindevertre­tung und deS Kuratoriums den Eisenwerken Hirzenhain für die entgegenkommende Forderung, die sie der Schule bisher immer angedcihen liehen. 3m übrigen beschäftigte man sich mit internen Angelegenheiten.

Preußen.

Kreis Marburg.

WSR. Marburg, 1. Aug. Der hier im Ruhestand lebende Oberstleutnant OskarGeh- n e r begebt am 2. August den Tag, an dem er vor 60 Jahren ins Heer eintrat. Sein Etammtruppenteil war das 88. Rassauische In­fanterieregiment in Mainz. Im Weltkriege, der ihn wieder zu den Fahnen rief, war er Kom­mandeur des Erfatz-Datalllons Infanterieregi­ment 32. Oberleutnant Geh ner macht sich be­sonders um die Verschönerung der Umgebung Marburgs verdient. Deshalb trägt auch eine neue Schutzhütte auf Bergeshöhe im Stadtwalde den Rainen©efjnerblicf4.

führt ab, es wirkt sehr milde, versuch es, und mn Du bist im Bilde