Ausgabe 
28.1.1936
 
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Turnvereine halten Rückschau

beim

6.30:

schon schön

Denn am 1. und 2. Februar SA., SS., JISfifi. und NSDStB. in der 5. Reichsstrahensammlung um ein Opfer für das Winterhilfswerk bitten, wird sich keiner feiner Pflicht entziehen!

einer Halle für Geräts und Waschräume vorgesehen sind. Der Betrag wird aus dem Ueberschuß

Kirche und Schule

Landkreis Gießen.

Itundfunkvrogramm

Dlktwoch, 29. Januar:

+ Watzenborn-Steinberg, 27. Ian. Un­ter reger Teilnahme fand gestern in unserer Pfarrei die bereits im letzten Jahr fällige, aber durch Psarrerwechsel verschobene ordentliche Kirchenvisitation durch Dekan Sattler, Wieseck, statt. Die letzte war im Jahre 1929 von dem damaligen Dekan G u ß m a n n , Kirchberg, gehalten worden. Zur Feier des Tages wehte an der Kirche die Kirchenfahne. Im Gottesdienst, den der Kirchenchor unter Leitung seines Dirigenten Sommer mit zwei ChörenDer Herr ist unsre Zuversicht" undDas ist ein köstlich Ding" ver­schönte, hielt Psarroerwalter G o n t r u m die Pre­digt über Römer 12, 7 bis 11:Rechte christliche Gemeinde ist Gemeinde der Liebe und des Geistes in Christus". Der Visitator gedachte im Eingang seiner Ansprache über 2. Kor. 4, 6 des am 8. Fe- bruar 1935 verstorbenen Pfarrers Staubach und des hier in seiner Heimat ruhenden langjährigen Wiesecker Lehrers Heinrich Burk und erkannte dis Freudigkeit und Opferbereitschaft an, die die Ge­meinde u. a. im Umbau der Pfarrscheuer zum Ge­meindesaal, in Frauenhilfe, Jungmädchenvereini­gung und Männerwerk an den Tag gelegt. Eine Unterredung mit den drei Jahrgängen der Chri- tenlehre schloß sich an. Rach Einsichtnahme der Kirchenbücher begann um 13.30 Uhr der Gottes­dienst der Schuljugend mit bald 300 Kindern. Auf die Besprechung mit den beiden Organisten Rektor B e über und Philipp folgte im Pfarrhaus eine Sitzung mit dem Kirchenvorstand, der bereitwillig auf verschiedene Anregungen des Dekans einging, wie die Spendung von Traubibeln auch an Nicht­angehörige des Kirchenchors und der Jungmädchen­vereinigung, die Abgabe von Bildchen an 'Geburts- tagskind"r", des Kinderaottesdienstes. Die schönen großen Altarleuchter, die seither nur bei Abendmahlen auf dem Altar standen, sollen nun immer da stehen zu beiden Seiten des wertvollen alten Kruzifixes. Aner- kannt wurde, was bereits im Pfarrhause wiederher­gestellt worden ist und weiteres Dringliche in Aus- icht genommen. Eine Einsichtnahme der Pfarrakten und des Gemeindehauses, das in diesem Jahre nach der Vollendung eingeweiht werden soll, aber leißig benutzt wird, bildete den Beschluß der und harmonisch verlaufenen Kirchenvisitation.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30:Im Wald und auf der Heide". 10.15: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrich­ten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nach, richten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei 15- Wirtschaftbericht. 15.15: Fritz Boehle. Der Einsied', ler vom Sachsenhäuser Berg. Seine Freunde er- Mlen. 15.30 Bücherfunk. 15.50:Zieten aus dem Busch". Anekdoten um den Reitergeneral Fried- richs des Großen. 16: Konzert. Heitere Klavier­stücke ernste Lieder von Rudolf Racky. 17 30: Haus Heldenberg. Ein altes Frankfurter Patri­zierhaus. 18: Der bunte Frankfurter Nachmittag. 19.45: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 2015: Stunde der jungen Nation. Das Erbe im Blut. Eine Bauernchronik. 20.45: Großer bunter Abend mit der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude". 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22 15t Vor dem Beginn der Olympischen Wintersviele 1936. 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: NachtmusA

Verkauf des Heimes gedeckt, ferner wurde noch be- chloffen, das Winterfest am 15. Februar abzuhal­ten. Für ein verstorbenes Mitglied berief der Ver­einsführer Heinrich Bernhardt in den Aelte- tenrat.

Im Vorstand gab es einige Aenderungen. Für den freiwillig zurücktretenden Oberturnwart Ernst Pfaff, dem der Vereinsführer herzlich für seine mühevolle Arbeit dankte, wurde Wilh. Harnisch als Oberturnwart berufen. Dieser ernannte zu sei­nen Mitarbeitern: Rudolf Jung I. zum 1. Turn- wart, Walter K l e in zum 2. Turnwart und die Turner Ludwig Stotz und Karl Marten zu einen Helfern, ferner Walter Weber zum Schü- lerturnwart und die Turner Karl Ludwig Rau und Hanfried Jung zu Riegenführern in der Schülermannschaft, ferner Fritz Morneweg zum Frauenturnwart. Das Amt eines Turnwartes für die Altersriege wurde Ernst Pfaff übertragen.

Vereinskassenwart Karl Klein warb noch für den Verkauf der Olympiamarken, und Dietwart Karl E y r i n g rief zu starkem Besuch der Schu­lungsabende der NSDAP, auf. Zum Schluß sprach noch der Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann über

Angaben über die zur Zeit vom Landesverband Hessen zur Durchführung gelangenden Werbemaß­nahmen erfolgte die Übertragung der Rede des Reichsministers der Luftfahrt, General Göring, aus dem Sportpalast in Berlin, die mit großer Auf­merksamkeit ausgenommen wurde. Mit einer kur­zen Ansprache des Ortsgruppenführers des RLB. und dem Gesang der nationalen Hymnen fand die Kundgebung ihren Abschluß.

? L i ch, 26. Jan.Wer es mit der Jugend hält, bleibt ewig jung!" Die tiefe Wahrheit, die dieses Wort enthält, haben wohl auch alle diejenigen er­fahren, die gestern . abend beim Elternabend der Deutschen Jugend in der Turnhalle zu- gegen waren. Wer wäre da nicht mitgerissen und in den Bann gezogen worden von der frischfrohen und begeisterten Jugend? Eine stolze selbstbewußte Jugend zeigte in dieser besinnlichen Feierstunde den Aelteren, wie sie sich auf die Zukunft vorbereitet und wie sie den Weg geht, den der Führer vor­gezeichnet hat. Und dieser Weg geht zum Volk und mit dem Volk und für ein neues glückliches Deutsch­land. Die Veranstalter des Abends waren die Ge­folgschaft 16/116, die Gruppe 12/116, das Fähnlein 8/116, der Spielmannszug des Bannes 116 und die HJ.-Kapelle der Gefolgschaft 16/116. Die Turnhalle war gut besetzt. Die Vortragsfolge fand bei allen Besuchern dankbare Aufnahme. Gute Musikdarbie- tungen der HJ.-Kapelle und des Bann-Spielmanns- zuges ernteten reichen Beifall. Gedicht, Gesang, Sprechchor, Körperschule, Volkstanz, ein frohes Spiel in drei AufzügenKampf ums Heim" gaben Eltern, Erziehern und den sonstigen Volksgenossen Zeugnis von dem Geist und Wollen der Jugend des Führers. Bannführer Schreiber (Gießen) und Gefolgschaftsführer Lerch (Lich) warben mit beredten Worten bei den Eltern um Verständnis und Unterstützung für die HI. Mit dem begeistert gelungenen Lied der Jugend und dem Gruß an den Führer fand die eindrucksvolle Feierstunde ihren würdigen Abschluß.

D Lich, 27. Jan. Der weit über die Grenzen unserer engeren Heimat hinaus bekannte Orgelbauer Franz Müller wurde am gestrigen Sonntag 3 u Grabe getragen. Diele seiner Freunde aus nah und fern gaben ihm das letzte Geleite. Pfarrer C r ö n l e i n von der katholischen Kirchen­gemeinde schilderte den Verstorbenen als treuen Familienvater. Als Orgelbauer war Herr Müller jahrzehntelang bei der Firma Nicolaus tätig, um sich später selbständig zu machen. Es gibt in geHen und den angrenzenden Gebieten nur wenige Kirchen, in denen Herr Müller nicht als Orgel­bauer und Stimmer tätig war. Allzeit war er ein gern gesehener Gast, der seine Arbeit an der- mgin der Instrumente, der Orgel, stets gewissen­haft verrichtete.

* SUI in gen, 26. Jan. Der 45 Jahre alte Arbeiter Otto Schultheiß von hier erlitt bei seiner Arbeit im Sägewerk durch ein abspringen­des Stück Holz einen Beckenbruch und mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

kreis Friedberg.

ch Butzbach, 26. Jan. Den Abschluß des vori­gen Wanderjahres beging der Vogelsberger Höhen-Club, Zweigoerein Butzbach, am Sams­tagabend mit dem Auszeichnungsfest, das man im Saale desDeutschen Hauses" feierte.

einigen Musikstücken der verstärkten Haus­kapelle hielt der Vereinsführer Apotheker M a - t f) ä u s eine kurze Begrüßungsansprache. Ge­meinsam gesungene Lieder, Solospiele auf Flöte unb Cello, sowie ein Kinderreigen (Zwergvolk) usw.

unter ihrem Schießleiter Steller voll ihre Schul­digkeit erfüllt habe. Er verkündete die Verleihung von vier bronzenen Ehrennadeln an die Kameraden Hch. Eberhard Haas, Hch. Ludwig Gerhard, Karl Balser IX. und Christian Magel (bester Schütze). Hierauf nahm der Redner des Abends, Kamerad Steueramtmann Pfeiffer- Gießen, $u seinem Vortrage über feine Erlebnisse in fünf­jähriger Kriegsgefangenschaft bei den Franzosen das Wort. Die erschütternden Bilder und Erlebnisse in Frankreich und Afrika bis zum Jahre 1915, die Schilderung der körperlichen und seelischen Leiden, die diegrande Nation" für die Lazarettinsassen, die als Verwundete in ihre Hände gefallen waren, bereit hatte, hielten die Zuhörer in Spannung. Der Kameradschaftsführer sprach dem Redner den Dank der Versammlung aus und die Hoffnung, daß der Schluß der Erlebniste in einem zweiten Vortrag bald bargeboten werde. Im weiteren Verlaufe des Abends überreichte der Kameradschaftsführer je ein Bild des Führers mit Widmung des obersten Kame­radschaftsführers Oberst Reinhard an den Ehren­präsidenten Hch. Keßler VI. für 30jährige Vor­standstätigkeit, an Altbürgermeister Jacob Krä­mer II. für 25jährige Vorstandsmitgliedschaft und an zwei der ältesten Mitglieder Heinrich K e ß - ler V. und Ludwig Krämer II., die beide im vergangenen Jahre ihre goldene Hochzeit feiern

konnten. Die Musik ließ zwischendurch ihre Weisen ertönen. Rasch waren einige Stunden bester Kame­radschaft vergangen.

O Hausen, 25. Jan. Die hiesige Freiwil­lige Feuerwehr veranstaltete heute in der Gastwirtschaft von Friedrich Dörr einen Familien­abend, der recht gut besucht war und einen schönen Verlauf nahm. Kommandant Stumpf begrüßte die Versammlung, im besonderen die Gäste aus Gießen, darunter die Feuerwehrinspektoren Bouf­fier und Münch. Gesangliche und musikalische Darbietungen, sowie ansprechende Theaterauffüh­rungen sorgten für angenehme Unterhaltung. Im besonderen gefielen die humorvollen Vorttäge von Karl Mohr. Bürgermeister Göbel richtete Gruß und Dank an die Freiwillige Wehr, versprach die Unterstützung durch die Gemeinde und wünschte der Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr besten Erfolg. Das Schlußwort von Bürgermeister G ö - b e l klang aus in einemSieg-Heil" auf Volk und Führer. Musik, Gesang und munterer Tanz hielten die Feuerwehrleute und ihre Gäste noch einige Stunden vergnügt beisammen.

Y Watzenborn-Steinberg, 24. Jan. Der Vorstand des GesangvereinsSänger­kranz" hatte die Mitglieder in das Vereinslokal Zum goldnen Stern" zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Vereinsführer Karl H o f gab einen Rück­blick über das abgelaufene Vereinsjahr. Aus dem Jahresbericht war zu ersehen, daß der Verein im letzten Jahre wieder ein gutes Stück Kulturarbeit im deutschen Männergesang geleistet hat. Rechner Karl Lang erstattete den Kassenbericht, der einen Ueberschuß auswies. Die Prüfung ergab keinerlei Beanstandung. Dem Rechner konnte für feine muster­gültige Buchführung Dank ausgesprochen und Ent­lastung erteilt werden. Dem Gesamtvorstand wurde von der Versammlung erneut das Vertrauen aus­gesprochen. Er bleibt in derselben Besetzung wie im Vorjahr im Amt. Für 25jährige Vereinszugehörig­keit wurden die Mitglieder Karl W e h r u m, Hch. M ö ck e l, Friedrich Sommer, Ludwig Jung, Karl Philipp, Georg Burk und Hch. Burger zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt und mit einem Diplom bedacht. Außerdem wurde dem San­gesbruder Karl W e h r u m anläßlich feiner 25jähri- gen aktiven Sängertätigkeit die Ehrennadel des Hes­sischen Sängerbundes überreicht. In diesem Jahre kann der Verein auf sein 60jähriges Bestehen zurück­blicken. Es wurde von der Versammlung beschlossen, dieses Jubiläum am 13. und 14. Juni in der Form eines Sängerfestes zu feiern. Zur Verschönerung des Abends trug der Chor, der unter der Leitung des Dirigenten Lehrer Spory steht, einige Lieder vor. Nachdem der geschäftliche Teil seine Erledigung ge­funden hatte, schloß der Vorsitzende mit Sieg-Heil auf Führer und Vaterland die gutbesuchte Ver­sammlung. Kreiswalter Müller vom Sängerkreis Gießen im Gau XII des Deutschen Sängerbundes verweilte in der letzten Gesangstunde des Vereins und sprach anerkennende und mahnende Worte zur Sängerschar.

Y Watzenborn-Steinberg, 27. Jan. Der Geflügel- und Kaninchenzuchtver­ein Watzenborn-Steinberg hielt bei Mit­glied Karl Häuser (Zur Wilhelmshöhe") seine ordentliche Jahreshauptversammlung ab. Vorsitzen­der Karl P H i l i p p IV. gab den Geschäftsbericht des abgelaufenen Dereinsjahres bekannt. U. a. be­richtete er über die Verschickung von Tieren zu größeren Ausstellungen. Auf der 1. Deutschen Rasse­geflügelausstellung in Essen konnten die Züchter Karl Philipp, Heinrich Ruhl und Ludwig Heß mit 17 Nummern 15mal sehr gut, zweimal gut und zwei Siegerpreise erringen. Die Kreis- ausftellung in Grünberg wurde mit 34 Nummern beschickt, das Ergebnis war 21mal sehr gut, 12mal gut, 4 Ehrenpreise und Zusatzpreise. Die Landes­ausstellung in Frankfurt a. M. brachte mit 26 Nummern 22 sehr gut, viermal gut, einen Ehren­preis und 6 Zusatzpreise. Die Lokalausstellung am 9. und 10. November vorigen Jahres war mit 135 Tieren beschickt. Rechner Heinrich Pfeiffer erstattete Bericht über die Kassengeschäfte, er konnte einen Kassenbestand von 64,10 Mark mitteilen. Die Abrechnung von der Lokalausstellung trug Ausstellungsrechner Otto Weiß vor; sie ergab einen Ueberschuß von 31,43 Mark. Beide Rechnun­gen wurden geprüft. Dem Gesamtvorstand sowie der Ausstellungsleitung wurde Entlastung erteilt. Im Hinblick auf das 25jährige Bestehen des Ver­eins in diesem Jahre wurde beschlossen, sich um die Kreis aus st ellung zu bewerben. Da im Laufe dieses Jahres der Bau einer größeren Ge­meindehalle ersteht, so kann der Verein für eine gute Abwicklung der Kreisausstellung garantieren. Nachdem noch einige Angelegenheiten ihre Erledi­gung fanden, schloß der Vorsitzende mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Versammlung.

)( Allendorf a. d. Lahn, 27. Jan. Am Frei­tagabend fand durch die hiesige R L B. - G e - meindegruppe ein Ausklärungs- und Werbe­vortrag statt. Gemeindegruppenführer Pg. Kim- m e l sprach überLuftgefahren und Luftschutz auf dem Lande". Er gab außerdem genaue Aufklärun­gen über die Hauslisten der Personenstandsauf-

nähme für den Luftschutz, die dieser Tage zur Aus­gabe gelangten. Jeder Familienvorstand ist für sorg- ältigste Ausfüllung verantwortlich. Die Listen wer­den in den nächsten Tagen wieder abgeholt und auf die Richtigkeit der Angaben nachgeprüft. Mit der Personenstandsaufnahme ist zugleich eine Mit­gliederwerbung für den RLB. verbunden. Jeder Deutsche muß in seinem eigenen Interesse seinen Beitritt erklären, zumal der Jahresbeitrag nur eine Mark, oder auf die Woche umgerechnet 2 Pfennige beträgt. Wer soviel für seinen eigenen Schutz und den seiner Volksgenossen nicht aufbringen will, schließt sich selbst aus der Volksgemeinschaft aus und muß die Folgen auf sich nehmen. Im Anschluß an den Vortrag wurde gemeinsam die Uebertragung der Rede des Generals der Flieger Göring über Luftschutz gehört.

ti) Grüningen, 27. Jan. Bei einer Acker­land - Versteigerung konnte der Verkäufer gute Preise erzielen. Es kostete Ackerland 4. Klasse (2231 Quadratmeter) 1690 RM. Die Gemeinde Dorf-Gill, die gleichzeitig einen in der hie- igen Gemarkung liegenden Acker versteigerte, konnte, geringeres Land, für 2867 Quadratmeter nur ein Angebot von 600 Mark erzielen. Dieser Tage fand im Vereinslokal Bender die Jahres­hauptversammlung des Sportvereins Grü­ningen statt. Kassenführer Lang erstattete den Bericht über die Tätigkeit des Vereins im Jahre 1935. Im Verlaufe der Versammlung wurde be- chlossen, am 23. Februar ein Wintervergnügen ab­zuhalten.

> Holzheim, 26. Jan. Dieser Tage beging der Kirchendiener i. R. Jakob Schneider seinen 83. Geburtstag. In völlig körperlicher und gei­stiger Frische macht er tagein, tagaus noch seine Haus- und Feldarbeiten. Nie hört man ihn klagen. Lange Jahre hatte er das Amt des Kirchendieners versehen. Er erfreut sich bei allen Einwohnern all­gemeiner Beliebtheit. Die NS.-Frauenschaft braute dem Hochbetagten an diesem Tage ein Ständchen. Der GesangvereinHarmonie" hatte am Samstag zu einem Familienabend im Saale des Gastwirts und Dirigenten Games eingeladen. Die Feier wurde eingeleitet durch einen flott ge­piekten Marsch der Hauskapelle. Nach dem Bundes­gruß des Deutschen Sängerbundes hielt der Ver- einssührer Landwirt Heinrich Jung eine kurze Ansprache, in der er alle Mitglieder des Vereins aufforderte, dem GesangvereinHarmonie", sowie dem Deutschen Männergesang die Treue zu halten. Im ersten Teile des Programms wechselten Ge- angsDorträge und Musikstücke in bunter Reihenfolge miteinander ab. Dann wurde ein Theaterstück ge» pielt. Nach einer Kaffeepause folgten einige schön vorgetragene Lieder der Sänger unter der be­währten Leitung ihres Chormeisters (9g. Games. Der Vereinsführer überreichte bann für den besten Singstundenbesuch den Sängern Wilh. Klee, Konrad K l e e und Otto Games je eine Ebren- aadel, wobei ein Siegheil auf den Deutschen Sän­gerbund, das Vaterland und den Führer Adolf Hitler ausgebracht wurde. Es folgte noch ein Theaterstück. Die Hauskapelle spielte dann flotte Tänze.

* Lich, 25. Jan. Die hiesige Ortsgruppe des Re ichsluftschutzbundes veranstaltete gestern abend in Steins Saal eine öffentliche Kundgebung, zu der sich zahlreiche Volksgenossen eingefunden hatten. Unter Leitung des rührigen Ortsgruppen- führers des RLB, Pg. Maidhof, gestaltete sich der Abend für alle Teilnehmer recht anregend. Der Geschäftsführer der Ortsgruppe, Lehrer Meckel, beleuchtete in klaren Ausführungen den Luftschutz aus dem Lande, die die Notwendigkeit der Arbeit des Reichsluftschutzbundes bewiesen. Nach näheren

Jahreshauptversammlung des Turnvereins 1889 Klein-Linden.

In seinem Vereinslokal, dem Turnerheim, hielt der Turnverein Klein-Linden 1889 unter starker Beteiligung seiner Mitalieder seine Jahreshauptver­sammlung ab. Der Versammlung wohnten der Orts­gruppenleiter Dr. Crößmann bei. Vereinsfüh­rer Karl Weiß gedachte in ehrenden Worten des im verflossenen Vereinsjahres verstorbenen lang­jährigen Ehrenmitgliedes und einstigen Gründers Wilhelm R e u s ch l i n g. Die Versammlung ehrte den Verstorbenen in üblicher Weise. Der Vereins­führer gab die Beteiligung der Turner und Turne­rinnen an den Turnfesten bekannt und führte die Gründe an, die zum Verkauf des Heimes am 15. Oktober vorigen Jahres zwangen. Er sprach ferner über den Turnbetrieb, der sich namentlich auf dem Gebiet Spiel und Sport, dank der eifrigen Tätigkeit des Spielwartes Otto Hahn, stark gehoben habe.

Sodann erstatteten die einzelnen Fachwarte ihre Jahresberichte. Oberturnwart Enft Pfaff, Spiel- wart Otto Hahn, Frauenturnwart Fritz Mor­neweg, Wanderwart Ernst Weigel und Schü- lerturnwart Walter Weber. In allen Abteilungen ist eine starke Aufwärtsentwicklung festzustellen, was sich ip einer wachsenden Mitgliederzahl aus­drückt. Heber die Kassenverhältnisse berichtete Ver­einsrechner Karl Klein. Die Gesamteinnahmen be­laufen sich auf 6066 Mark, die Ausgaben auf 6456,20 Mark, so daß ein Zuschuß von 388,20 Mark nötig war. Die Rechnung war von den Kassen­prüfern Ludwig Volk und Wilhelm Fey geprüft worden. Turner Fey erkannte die mustergültige Arbeit des Kassenwarts an und beantragte Ent­lastung, die auch erteilt wurde.

Der Voranschlag für das kommende Jahr enthält u. a. die Summe von 3000 Mark, die zum Bau

die hohen vaterländischen Aufgaben der Turnver­eine und brachte das Sieg-Heil auf den Führer unseres Volkes aus. Mit dem gemeinsamen Gesang eines Turnerliedes fand die Jahreshauptversamm­lung ihr Ende.

Turnverein Wieseck

im Dienste des Winterhilfswerks.

Am Samstag hatte der hiesige Turnverein eine Veranstaltung zu Gunsten des Winterhilfswerks durchgeführt. Mit dem Aufmarsch der gesamten Turnerjugend, die beim Eintritt ihren Opfergroschen für das Winterhilfswerk ablegte, bot sich auf der Bühne ein imposantes Bild. Die Einleitung brachte die chorische Festgestaltung des Auftaktes zu dem Coburger Festspiel. Die aufmarschierte Turnerju­gend, in Verbindung mit der Gesangs-Abteilung und einer Musikkapelle, brachten im Chorspruch das Treuebekenntnis für Turnvater Jahn, Deutsche Turnerschaft, Deutschland und seinem Führer zum Ausdruck. Mit großer Aufmerksamkeit wurde das für diesen Abend glücklich gewählte Festspiel von den Besuchern aufgenommen. Vereinsführer Dau» peri begrüßte die Teilnehmer, insbesondere die erstmals in Wieseck auftretende Kreisriege. Sein Dank galt den Musikern, die sich opferbereit in den Dienst der guten Sache stellten. Er befaßte sich dann mit der DT. und ihrem Werk, das in Coburg vollendet wurde. Jahns Traum fei nun in Erfül­lung gegangen, es gibt heute nur noch einen gro­ßen Bund, in welchen alle Leibesübungen auf­gehen werden. In der weiteren Vortragsfolge wur­den gezeigt: Laufreigen der Schülerinnen, Schüler am Barren, Tanzreigen (Schwarzwaldmädel) der Schülerinnen und Oberbayrischer Ländler, Walzer­tanz der Turnerinnen, Barrenturnen der Vereins­riege, Tanzreigen der Turnerinnen. Die Turnerin Anneliese Wehling erfreute mit einem vorzüglichen Solotanz. Alle Darbietungen zeugten von bester Schulung und Ausbildung, um die sich besonders die einzelnen Turnwarte verdient gemacht haben.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen, die beson­deres Interesse auslösten, stand das Turnen der Kreisriege. Kreisoberturnwart Schüler stellte die Turner vor. Es waren angetreten: K r e u t e r » Merkenbach, Seipp- Großen-Linden, Schick- Wetzlar-Niedergirmes, Herbert-Gießen, Schade- Wetzlar und die beiden Wiesecker Lettin und Schösfmann. Geturnt wurde am Pferd, am Reck und Freiübungen. Die hier gezeigten Spitzen­leistungen waren in gleichguter höchster Vollen­dung und ernteten den wohlverdienten Beifall. Den übrigen Teil des Abends fülltt die Gesangs-Abtei­lung unter Stabführung von Chormeister Meyer aus, sowie die mit acht Mann aus Vereinsmitglie­dern bestehende Musik-Kapelle. Vereinsführer Dau- pert sprach zum Schluß nochmals allen Beteiligten seinen besten Dank aus. Der Erlös des Abends 71 Mark wurde restlos dem Wintechilfs- werk zugeführt. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer und mit dem gemeinsam gesunge­nen Horst-Wessel-Lied wurde der offizielle Teil der Veranstaltung geschlossen.

wechselten miteinander ab. Die Auszeichnung nahm der Vereinswanderwart W. S e i p p e l vor. Wäh­rend gelegentlich der letzten Wanderung durch de» Reichswanderführer Prof. Dr. Werner zwei Der- einsmitglieder für die 200. und 150. Wanderung besondere Auszeichnungen erhielten, konnte jetzt eine größere Anzahl Wanderer und Wanderschwe­stern, dazu mehrere Kinder, vom 3. bis zum 17. Mal ausgezeichnet werden, wobei der Wanderwart auf die Ziele und den Zweck des Wanderns hinwies. Ein flott gespieltes Theaterstück und Tanz be­schlossen den Abend. Am heutigen Sonntag er­folgte unter großer Beteiligung die erste Wanderung nach Hausen.

Kreis Schotten.

Laub ach, 27. Jan. Gestern abend fand im Saale desSolmser Hofes" eine Groß-Kund­gebung des Reichsbundes der Kinder­reichen, Ortsgruppe Laubach, statt, die gut be­sucht war. Nach dem Eröffnungsmarsch, gespielt von dem Spielmannszug des Jungvolks, begrüßte Ortsgruppenwart Gg. Stengel die Besucher. Es sprach sodann Pg. K r a u ß k o p f (Frankfurt a. M.) über das Thema:Warum Reichsbund der Kinder­reichen?" Aufmerksam lauschten die Zuhörer den interessanten und wichtigen Ausführungen über Rasse- und Beoölkerungspolittk. Nach zwei Gedicht­vorträgen durch Mitglieder des BDM. wurde ein lebendes BildDie kinderreiche Familie des Drit­ten Reiches" gezeigt. Nach weiteren Ansprachen des stellv. Kreiswartes V i e r h e l l e r (Schotten) und des Ortsgruppenleiters Henze wurde die Ver­sammlung mit einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes geschlossen.

Laubach, 27. Jan. Am Samstagabend fand im Saale desSchützenhofes" die diesjährige Haupt­versammlung der Kriegerkameradschaft L a u b a ch statt. Kameradschaftsführer Hermann Stotz gedachte zunächst der im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden Johannes Fritsch und Johannes Schombert. Schießwart Heinr. Wahl berichtete sodann eingehend über die Erfolge, die bei Den Wettkämpfen und dem Opferschießen er­rungen wurden. Mehrere Kyffhäusernadeln und Ehrenurkunden gelangten an die Preisträger zur Verteilung. Die hiesige Schirßgruppe gewann auch die Wanderplakette des Gebietes Laubach. Kassen­wart Georg Tröller sen. legte die Rechnung vor, die einen kleinen Ueberschuß ergab. Es wurde die Anschaffung einer Kyffhäuser-Bundesfahne beschlos­sen. Am 15. Februar findet ein Schmal-Tonfilm» VortragIm gleichen Schritt und Tritt" statt. Die schön verlaufene Versammlung wurde mit einem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen.

kreis Dehlar.

Wißmar, 24. Jan. In der Gastwirtschaft von Bittendorf fand dieser Tage eine Ver­sammlung des Reichsluftschutzbundes statt. Ortsgruppenleiter Wagner leitete die Ver­sammlung und wies eingangs auf die hohe Bedeu­tung des Luftschutzes für unsere Volksgemeinschaft hin. Er forderte auf, sich dem RLB. anzuschließen. Demnächst soll, ebenfalls bei Gastwirt Bittendorf, eine Luftjchutzaus st ellung stattfinden. Mit Schulungsabenden soll demnächst begonnen werden.