Ausgabe 
26.8.1936
 
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Wochen noch viele fort. Nach langem Drängen der Pflanzer mußte die Regierung schließlich nach­geben und d i e Kuli-Derträge sicher stet- l e n. Die Angeworbenen muhten von da ab mit der Unterschrift auch ihren Daumenab­druck hinterlassen, wurden im Falle der Flucht durch die Polizei zurückgeholt und erhielten für den Vertragsbruch empfindliche Freiheitsstrafen. Sklavenarbeit hieß es daraufhin in der Welt. Amerika sperrte sogar später die Zufuhr von Su­matratabak.

Nun, heute ist der Dertragskuli jener Art längst verschwunden. Es gibt in Dell genug Arbei­ter, denn in der Krisenzeit wurden viele Planta­gen geschlossen. Darüber hinaus ist das Los der Arbeiter hier durchaus nicht beklagenswert. Gewiß, er ist zum Teil noch kaserniert, hat aber für sich und seine Famllie freie ärztliche Behandlung, bil­ligen Reis und ausreichenden Lohn. Ausreichend? Man hat bei den Ziffern zunächst kaum den Ein­druck. Die Chinesen erhalten bis zu einem Gulden am Tag, die Javaner sie arbeiten mit Familie häufig weniger als ein einzelner Chinese nur etwa die Hälfte, wenn man die später angeschlosse­nen Rubber und sonstigen Kulturen mitberücksich- tigt. Fünfzig und fünfundzwanzig Mark im Monat! Aber hier lebt eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei Kindern auch für sechs Mark im Mo­nat. Das Esen ist genau das gleiche, wie es die Menschen auf freiem Grund und Boden auch ge­wähnt sind. Kleiden können sich die Arbeiter ebenso billig. Drei Mark für den Mann, drei Mark für die Frau und höchstens die Hälfte für das Kind, das ist mehr als ausreichend. So ausreichend, daß man sich mitunter des Eindrucks von Wohlstand nicht erwehren kann.

Ich war in so einer Provinz des Königreiches Tabak, am Vorabend einesHari befar", eines großen Tages, den es in seiner Art nur einmal im Jahre gibt. Dreißigtausend Gulden sollten als Rest­zahlung an die Kulis geleistet werden, bis zu fünf­zig Gulden für den einzelnen. Diese Summe war gespartes Geld.Bis heute", sagte mir der Ver­walter,übermorgen beginnt bereits der neue Vorschuß!"

Und als ich unter den großen Bäumen am Park­platz der Ochsenwagen stand, trafen bereits die ersten Händler ein. Am nächsten Tag war ein gro­ßer Jahrmarkt fertig. Stundenweit waren die Chi­nesen, Bombayer und was es sonst an Händlern gibt, meist auf ihren Fahrrädern, angekommen. Der Hari befar" ist der Sinn der Arbeit im Osten. Was macht es, wenn man die Ersparnisse des Jah­res in einer Nacht verspielt. Die glücklichen Gewin­ner müssen ja ein anderes Mal daran glauben, und was sind schon 365 Tage Warten? Deshalb ist man am nächsten Arbeitstage auch genau fo ver­gnügt wie immer. Nur wenn Fremde kommen, spricht niemand im Saal, täuscht man eine Muster­schule vor.

Kinder? Ja, Kinder. Man soll ihnen keine Pro­bleme vorsetzen. Sie sind glücklich so und lernen sonst nur bas Protestieren und Prozessieren, wer­den arm und schmutzig, schlafen in den Städten auf den Straßen, ober was noch schlimmer ist: Sie tragen europäische Kleider, werden dadurch weder das Eine, noch bleiben sie das Andere.

Der Tabakpflanzer ist das konservative Element in Sumatra. Er kennt keine Gleisanlagen, Loko­motiven noch komplizierte Maschinen auf seinem Lande. Ochsenkarren, Handpressen, Trockenscheunen, eine Fermentier- und eine Sortierhalle, mehr braucht er nicht. Er ist Landwirt geblie­ben. Er kennt auch seinen Boden genau und weiß, daß er nicht hundert Meter über eine Grenze hin­ausgehen darf, weil dort kein Sumatratabak mehr wächst. Spezialisten gibt es nicht. Alle sieben Jahre wird bas gleiche Gelänbe kultiviert. Im Jahre nach ber Ernte muß er bie Bevölkerung auf diesem Gelände Reis bauen lassen, und fünf Jahre ruht ber Boben bann überhaupt. Riesenhoher Busch, fast Bäume, wachsen bann darauf, Herden von Wildschweinen und in ihrem Gefolge der Tiger erscheinen in dem Brachland.

Mit der Liebe ber Mutter zum Kinbe pflegt ber Pflanzer seinen Tabak und schützt ihn gegen die Unbill ber Natur, auch barin ein echter Lanbwirt. So entsteht bas weltberühmte Sandblatt, un­nachahmlich unb wie kein Tabak ber Welt geeignet für bas Zigarrenbeckblatt. Es hat Zeiten gegeben, wo für einzelne Blätter ber Preis von einer Mark gezahlt wurde.

Man weiß in Deli noch nicht, ob man jubeln soll. Aber eine innere Erregung geht seit Wochen durch das Land. Die Zeitungen berichten nämlich, daß die Auktionen fast den doppelten Taxwert brachten. Auch bie Divibenden ber Gesellschaften sind gestiegen unb die Losung ist hier: Um Gottes willen Ruhe auf ber Welt. Gummi und Del kön­nen einmal aus Deli verfchwinben, durch synthetische Rohstoffe ersetzt werden. Das wäre hart für das Land. Eines aber hat es stets sicher: den Tabak. Wenn er schon hundert Meter über feinen eigenen Boden hinaus nicht mehr wächst, was bedeuten bann bie Konkurrenzdrohungen anderer Länder. Amerika z. B. hat ungezählte Millionen Dollar für die Kultur des Deli-Tabaks in Virginia ausgegeben. Vergeblich! So wird es dann auch bleiben und der wahre Herrscher Delis stets König Tabak sein.

Or. Diem dankt allen Mitarbeitern.

In den Stadionterrasien im Reichssportfeld ver­sammelten sich am Montagabeick sämtliche Mit­arbeiter des Organisationskomitees für die XI. Olympischen Spiele. Generalsekretär Dr. Diem dankte in einer längeren, persönlich ge­haltenen Ansprache allen, bie zum Gelingen des großen Friedensfestes beigetragen haben. Gruße und Dankesworte der an den Spielen beteiligten Ministerien überbrachte Oberregierungsrat Ritter von Lex.

Die Staffelmeisterschasten auf dem Parteitag.

Die im letzten Jahre wegen der Vorbereitungen für die Olympischen Spiele ausgefallenen deutschen Staffelmeisterschaften werden dieses Jahr im Rah­men des Parteitages der NSDAP, in Nürnberg burchgeführt. Titelverteidiger ber vier Staffeln sind: Preußen Krefeld (4X100 Meter), Hamburger SV. (4X400 Meter), Stuttgarter Kickers (4X1500 Meter) und Sportvereinigung Siemens Berlin (4X100 Meter Frauen). Nur die besten Mannschaften werden zum Kampf um die Staffel- Meisterschaften nach Nürnberg eingeladen.

In den Einladungskämpfen werden mehrere deutsche Olympia-Sieger der süddeutschen Sport­gemeinde ihr Bestes zeigen. Im Speerwerfen der Frauen starten: Tilly Fleischer, Luise Krüger und Lydia Eberhardt. Den gleichen Wettbewerb bestreiten bei den Männern Gerhard S t ö ck, Gustav W e i m a n n und Friedrich Gerdes. Außerdem nimmt Stock zusammen mit Hans W ö 11 k e unb Lampert am Kugelstoßen teil. Um den Sieg im Hammerwerfen werden Karl Hein, Erwin B l a s t, Bernhard Greulich und der Nürnberger Küfner kämpfen. Schließlich wird ber Olympia-Zweite Lutz Lang zum Weitsprung antreten; hier stehen noch bereit Wilhelm Lei - chum und Arthur Bäumte.

Drei deutsche Ballons beim Gordon-Bennett-Rennen.

Zu bem am 30. August in Warschau stattfinden­den Freiballon-Fliegen, dem Gorbon-Bennett-Ren- nen, hat jetzt der Reichsluftsportführer die deutschen Nennungen abgegeben. Es werden starten Karl Goetze jr. (Düsseldorf), fein Mitfahrer Lohmann (Düsseldorf), mit bem BallonD e u t s ch l a n b", ferner Otto Bertram (Chemnitz), als Mitfahrer Fritz Schubert (Mittelsbach), mit dem Ballon Sachse n" und Ernst Frank (Augsburg), der Mitfahrer A. Bauderer (Augsburg), mit dem BallonAugsburg". Von den übrigen Nationen haben gemeldet: Polen drei Ballons, Belgien zwei und USA., Schweiz, Frankreich und Spanien je einen Ballon.

BMW und DKW. beim »Großen preis von Schweden-.

Deutschlands Motorsport wird bei dem am 30. August auf der Rundstrecke von Saxtorp statt- finbenbertGroßen Preis von Schweden" mit einem äußerst starken Aufgebot zur Stelle fein. Die Bayerischen Motorenwerke setzten Otto Ley unb Karl Gall auf bem 500-Kubikzentimeter-Kornpres- sor-Mobell ein, die Auto-Union ist durch ihre DKW.-Fahrer Oskar Steinbach unb Karl B o b- m e r vertreten. Walfrieb Winkler unb Häuß - I e r starten in ber 250er-Klasse für bas gleiche Werk. Im Vorfahre gewann ber Berliner R i ch- now auf feiner 350er-Rubge das schwere Rennen mit der Tagesbestzeit, so daß Deutschland die Rolle des Verteidigers zufällt.

(Earacciola fährt Runbenrekord.

Beim ersten Training zum Großen Auto-Preis ber Schweiz im Berner Bremgartenwald erzielte Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz) mit 2:41,7 Minuten (161,082 Stundenkilometer) einen neuen Rundenrekord. Bernd Rosemeyer (Auto-Union) war nur um zwei Zehntelsekunden langsamer.

Wiesbadener Tennistumier beendet.

Zwei Siege von Henner henket und Warietuife Horn.

Auf den idyllisch gelegenen Plätzen im Nerotal wurde am Dienstag vor zahlreichen Zuschauern das zweite diesjährige internationale Tennisturnier beendet. Henner Henkel, unser erfolgreicher Davispokalspieler und Marieluise Horn, unsere augenblicklich beste Spielern, konnten sich zweimal in die Liste ber Sieger einschreiben. Henkel gewann bas Einzel gegen den Oesterreicher von Metaxa mit 2:6, 6:2, 6:2, 6:2 und siegte zusammen mit feinem Partner aus den Dawispokalspielen im Doppel, Hans Denker, über die englisch-österreichische Paarung Olliff - von Metaxa 2:6, 6:2, 6:1. Marie­luise Horn gewann das Fraueneinzel gegen die

jugoslawische Meisterin Kowac mit 3:6, 6:2, 6:2. Ihren zweiten Sieg errang die Wiesbadenerin im Frauendoppel mit ber Engländerin Dearman als Partnerin über bie hollänbisch-beutsche Kombination Rollin-Couquergue - Schneider-Peitz mit 8:6, 6:3. Im Gemischten Doppel siegte die Ungarin Frau von Schieber mit ihrem italienischen Partner Ta- roni über bie deutsch-englische Mannschaft Frau Schneider-Peitz - Olliff 6:3, 6:3.

Sportverein 1920 Lotlar.

Wetzlar-Niedergirmes I Lollar I 3:0 (1:0).

Die Erste des Sportvereins Lollar trat die Reife nach Niedergirmes stark ersatzgeschwächt an. Nieder­girmes ging in Führung. Lollar glich aus, jedoch der Schiedsrichter erkannte das Tor nicht an. Als wenig später Lollar abermals ein Tor schoß, das abermals nicht anerkannt wurde, ließ die ganze Mannschaft den Kopf hängen. Nach der Pause er­höhte Niedergirmes auf 2:0; um wenig später das Ergebnis auf 3:0 zu stellen. Die Lollarer waren zwar auch nicht müßig, konnten aber durch Pech und das hohe Gras nichts erreichen.

Sportfreunde Wetzlar I Lollar II 1:2 (0:1).

Die Zweite schlug sich überraschend gut und brachte einen verdienten Sieg mit nach Hause. Beim Stande von 2:0 (durch zwei wunderbare Kopfballtore) kam Wetzlar zum verdienten Ehrentor.

Fußbatt-pokalspiele in Lich.

Schon seit Jahren veranstaltet der VfR. Lich Po­kalspiele, die sich immer großer Beliebtheit bei den Fußballsport treibenden Vereinen erfreuten. Auch für das diesjährige Turnier herrscht bei den Ver­einen lebhaftes Interesse. Es liegen bereits Mel­dungen von Gießen, Butzbach, Steinbach, Watzen­born-Steinberg und Hungen vor, so daß man mit beachtlichen Begegnungen rechnen kann. Das Tur­nier wirb in zwei Klassen ausgetragen. Die Sieger erhalten schöne Preise. Der zweite Sieger jeber Klasse wird außerdem mit einer Erinnerungsgabe bedacht. Die Leitung und Ueberwachung der Spiele liegt in den Händen des Kreisfachamtsleiters Hugo Henkel (Gießen). Die Spiele selbst werden nach dem Punkte­system ausgetragen. Die Spiele, die schon zu früher Morgenstunde beginnen, werden den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Das Turnier sollte wohl dazu geeignet sein, bem Fußballsport neue Freunde ge­winnen zu helfen.

Kurze Sportnotizen.

Der Führer hat an Korpsführer Hühnlein folgendes Danktelegramm gerichtet:Für die Mel­dung von den deutschen Erfolgen im Großen Preis ber Schweiz danke ich Ihnen herzlichst. Ich bitte Sie, ben beutschen Fahrern meine besten Glück­wünsche zu übermitteln."

Nachbem am 10. Wettbewerbstag der17. Rhön" bereits um 6 Uhr morgens der Start freigegeben war, begann schon sehr früh ein reger Segelflug­betrieb, bem wieber Tausende von Zuschauern, darunter zahlreiche Ehrengäste aus dem In- unb Ausland, beiwohnten. So sah man Ministerial- birektor Dr. Döhle von ber Präsibialkanzlei des Führers sowie Gebietsführer Schlünder unb Bann­führer Voigtlänber von ber Reichsjugenbführung.

Alle Versuche an biesem Tage, Streckenflüge burchzuführen, scheiterten baran, baß rings um bie Rhön keine Segelflugmöglichkeiten bestauben. Alle Piloten mußten baher in Thüringen und Unter­konten niebergehen. Lebiglich ber Berliner Se­gelflieger Philipp kam bis in bie Nähe von Bam­berg unb legte bamit 60 Kilometer zurück.

Der Münchener Stubienafsessor Kurt Schmidt, der bereits mit 36 Stunden JnhaberdesWelt- rekords im Dauer-Segelflug ist, war um 6.17 Uhr früh geftQiltt, um ber. Rhön-Dauerflug- reforb zu brechen, der feit bem Jahre 1932 im Besitze bes Stuttgarter Segelflugpiloten Hakenjos ist unb 13*/2 Stunden beträgt. In Konkurrenz mit Schmidt traten bie Segelflieger Reukauf - Han­nover, Sorget - Essen, Döbler- Nürnberg und Hakenjos- Stuttgart, ber seinen Titel verteidigen wollte. Hakenjos ging jedoch nach neunstündigem Flug nieder.

Dor Einbruch der Dunkelheit und damit unter Kontrolle ber Wettbewerbsleitung konnte ber 31- jährige Münchener Kurt S ch m i b t mit 13 Stun- ben und 45 Minuten einen neuen Rhön-Dauersegelflugrekord aufstel - l e n. Die Dunkelheit entzog ihn bann der Sicht. Es ist anzunehmen, daß er versuchen will, bis zum nächsten Morgen in der Luft zu bleiben. Die übri­gen drei Konkurrenten befanden sich mit 9, 11 und

BelmGroßen Dergprels" am Tom- menben Sonntag auf dem Freiburger Schanins» land beteiligen sich neben einer Reihe ber befann- testen ausländischen Automobil-Rennfahrer auch die Deutschen Rosemeyer unb Stuck (Auto- Union) sowie Caracciola unb Lang (Mer- cebes-Benz). *

Der Leiter des Fachamtes Boxen hat für unsere erste Nationalstaffel eine Ruhepause bis zum 30. September ungeordnet.

Hanne Sobek, eine ber markantesten (Er­lernungen im beutschen Fußballsport, soll wie verlautet zum Sportwart des Gaues Branden­burg ernannt werden. ,

Das Zukunftsrennen, das im Mittel­punkt des zweiten Tages der internationalen Ba­den-Badener Rennwoche stand, endete überraschend mit dem Siege von Trollius unter Jockey E. Böhlke. Pfeiferkönig und Galeria Brera folgten auf den Plätzen. Der Toto zahlte 88 :10 auf Sieg.

Einen neuen Weltrekord im 3000-Meter- Gehen schuf jetzt bei der in Mjölhy durchgeführten schwedischen Meisterschaft E. Jönning-Schweden, in- bem er mit 12:35,9 ben seit bem Jahre 1918 (!) bestehenden Rekord des Dänen Rasmussen (12:53,8) beträchtlich verbesserte.

Jesse Owens, Amerikas Sprinter, ist in Neuyork eingetroffen, lieber feine Eindrücke in Deutschland befragt, äußerte er sich sehr lobend. Weiter erklärte er, daß er nicht daran denke, we. nigftens vorläufig nicht, ins Lager der Berufs­sportler überzugehen.

SportamtKraft durch Freude^.

Kindergymnastlk.

Der Kursus für Kindergyrnnastik wird ah kom­menden Dienstag wieder regelmäßig laufen. Die Uebungszeit ist von 17.30 bis 18.30 Uhr in der Frankfurter Straße 60, Gartenhaus. Neuanmeldun­gen zu diesem Kursus werden noch auf ber Ge­schäftsstelle, Schanzenstraße 18, angenommen. Alle Kinder von 5 bis 10 Jahren können daran teil­nehmen. Die Unkosten betragen 20 Pf. für die Uebungsstunde.

Tennis.

Zu den Tenniskursen können noch einige Volks­genossen zugelassen werden. Die Kurse laufen je­weils über sechs Stunden und kosten für Mitglie­der der DAF. 4,80 Mark, für Nichtmitglieder 6 Mark. In diese Gebühr ist Schlägerbenutzung und Balljungengebühr einbegriffen. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, an.

An den Kursen Allgemeine Körperschule (Frauen und Männer) und Fröhliche Gymnastik (nur für Frauen), sowie Leichtathletik (Frauen und Män­ner) können alle Volksgenossen ohne vorherige An- Meldung teilnehmen. Die Unkosten betragen 20 bzw. 30 Pf. für Leichtathletik für den Uebungsabenb.

12Vi Flugstunden zum gleichen Zeitpunkt eben­falls noch in ber Lust.

An den ersten 10 Wettbewerbstagen dieser17. Rhön" wurden insgesamt 411 Starts durchg-Mri. Mit feiner guten Dauerflugleistung dürfte sich Kurt Sch mid t wohl an die Spitze gefetzt haben.

Gefährliche Einbrecher mit Schußwaffen.

Lpd. Frankfurt a. M., 25. Aug. In den letz­ten Wochen werden im Westerwald unb im Hintertunus in Ortschaften Einbrüche in Wirtschaften, Bauernhöfe unb Lehrerwohnungen ausgeführt. Die Landeskriminalpolizei in Zusam­menarbeit mit der Gendarmerie hat festgestellt, baß es sich bezüglich der Täter um ein und dieselben Personen handeln muß. Die Einbrecher sind mit Schußwaffen ausgestattet. Sie haben verschiedentlich die Geschädigten, die sie bei den Ein­brüchen überraschten, mit der Waffe bedroht, iflib dadurch von ihrer Verfolgung abgehalten. In einem Falle haben sie bei der Flucht einen Schuß abge­feuert. Die Tcttumstänbe lassen darauf schließen, daß bie Einbrecher bei ihren Raubzügen die Waffe entsichert unb schußbereit halten.

Die Lanbeskriminalpolizeistelle Frankfurt a. M. in Zusammenarbeit mit der Gendarmerie verfolgt bestimmte Spuren. Im Verdacht, an ben räuberischen Einbrüchen beteiligt zu sein, steht ber P. Otters­bach, geboren am 28. März 1907 zu Meinerz­hagen i. W. Ottersbach treibt sich mit einer zwei- t e n verdächtigen Person im Westerwald und Hin­tertaunus umher und verübt nach ben bisherigen Feststellungen dort Einbrüche. Die Gefährlichkeit ber Einbrecher erforbert es, daß sich das Publikum an ber Mitfahndung eifrig beteiligt.

9er Rhön-DauersegeWg-Rekord gebrochen.

Kurt Schmidt-München 14 Stunden in der Lust.

Sowjet-Rußland rüstet ins Gigantische aber der Bauer leidet bittere Rot.

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und der Jahres lohn ? - 90 Rübe! !

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Die svwjetrussischen st ungen haben in ben letzten Jahren einen unheimlichen Aufschwung ge­nommen, so baß sie heute eine Bedrohung der ge­samten zivilisierten Welt barfteüen. Die Sowjet­armee dient ja nicht ber Verteidigung bes eigenen ßanbes, fonbern sie ist, wie zahllose Beispiele der jüngsten Geschichte beweisen, nur als Werkzeug ber Komintern, bie ihre Hauptaufgabe barin sieht, die Zivilisation der Menschheit zu zertrümmern unb

eine Blutherrschaft anzutreten, wie man sie heute in dem von Bolschewisten heimgesuchten Spanien erlebt. Unsere statistische Darstellung rechts veran­schaulicht den gewaltigen Aufschwung, ben die Sowjetrüstung in ben letzten Jahren nahm. Um bie Mittel für bie Riesenrüstungen zu be­schaffen, wird bas russische Volk und insbesondere die russische Landwirtschaft bis zum äußersten aus- gepreßt. Rund 90 v. H. der ländlichen Beoölke-

rung find durch bie Zwangskollektivierung z u Landproletariern geworden. Nach den Berechnungen, die man auf Grund offizieller An­gaben anstellen kann, beträgt bas Jahresgeld­einkommen eines sowjetischen Kollektivknechts rund 135 Rubel. Nach Abzug der Einkommensteuer, Kultursteuer,Selbstbesteuerung" und Zwangsan­leihezeichnungen bleiben rund 90 Rubel übrig, von denen ber Kollekttvknecht ein gan­

zes Jahr leben unb sich kleiden und wohnen muß. Unsere Darstellung links veranschaulicht den K a u f w e r t dieser 90 Rubel an Hand einzelner Beispiele von Bedarfsgegenständen. Um die Well zu vernichten, wird bas Volk in Rußland der größ­ten Entbehrung preisgegeben, unb so werden dtt sowjetrussischen Machthaber nicht nur zu Brand­stiftern an der ganzen Welt, sondern auch ZU Ver­brechern am eignen Volk. (Zeichn-Luschnat. Scherl-M)