r. 53 Erstes Blatt
Dienstag, 3. Marz 1936
186. Jahrgang
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Wahlaustak« in USA.
Von unserem K.G.S.-Verichterstatter.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!
Washington, Februar 1936.
Wenn Präsident Roosevelt kürzlich beim tra* ditionellen Bankett zu Ehren des Präsidenten und Demokraten Jackson (1767 bis 1848) noch mit sarkastischem Augenzwinkern erklären konnte, es dämmere ihm allmählich, daß dieses Jahr Wahljahr sei, so ist dieser Dämmerzustand jetzt vollkommen und endgültig vorbei. An die Stelle der Scherze ist bitterer Ernst getreten. Der Wahlkampf hat begonnen, das Rennen ist in vollem Gange. Erste Etappe sind die Parteitage im Juni, von den Republikanern in Cleveland, von den Demokraten etwas später, in Philadelphia angesetzt. Was im Juni in diesen beiden Städten entschieden wird, ist von ungeheurer Tragweite für die November-Wahlen sowohl wie für die künftige Entwicklung Amerikas überhaupt.
Die Parteitage nämlich bestimmen, wer als Kandidat endgültig in den Wahlkampf ziehen soll. Bis vor kurzem war wenigstens bei den Demokraten der Kandidat vollkommen sicher, und man sah der Tagung in Philadelphia recht gelangweilt entgegen, denn es ist in Amerika Tradition, daß die Partei, die am Ruder ist, den Präsidenten nach der ersten vierjährigen Amtsperiode zum zweiten Male aufstellt (mehr als acht Jahre darf nach der gleichen Tradition kein Präsident regieren, weil er sich sonst zum „Monarchen" entwickeln könnte). Aber es scheint, als ob in diesem Jahre die Tradition kein eisernes Gesetz für die demokratische Par- tei sei. Es gibt eben Traditionen, die man als überlebt ignoriert, und solche, an denen man klebt.
Eine weiters Tradition, an der man zur Abwechslung festhalten wird, ist die Satzung der demokratischen Partei, daß ihr Kandidat zwei Drittel der Stimmen des Parteitags erhalten muß. Diese Bestimmung hat in früheren Wahljahren den demokratischen Parteitagen oft viel Kummer bereitet, denn sie führte zu zahllosen Abstimmungen und Ausscheidungskämpfen, zu phantastischen geheimen Verhandlungen in mitternächtlichen Stunden hinter verschlossenen Hotelzimmertüren, wo die Abordnungen der einzelnen Staaten in fröhlichem Kuhhandel ihre Stimmen gegen Versprechungen gewisser Progrummpunkte oder gegen fette Pfründe feilboten, — kurz: sie machte die wichtigste Tagung der Partei zu einem würdelosen Schauspiel. <
Schon 1932 wollte man diese ärgerliche Bestimmung aufheben; aber Alfred Smith, der Roosevelt schon damals nicht leiden konnte, vereitelte das ebenso wie er zum Schluß, obwohl er Roosevelts Aufstellung doch nicht mehr verhindern konnte, aus Zorn dessen einstimmige Aufstellung verhinderte. In diesem Jahr ist die Lage noch schwieriger geworden, denn Smith, der frühere Zeitungsjunge aus dem Ghetto von Neuyork, der in seinem Heimatstaat Neuyork acht Jahre lang das höchste Amt des Gouverneurs ausübte, dann aber 1929 als Präsident-
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schafts-Kandidat gegen Hoover unterlag, hat Ende Januar hier in Washington feierlich und endgültig das Tischtuch zwischen sich und Roosevelt zerschnitten. Er hat angekündigt, daß er und seine Freunde das Lokal verlassen würden, wenn die Partei im Juni Roosevelts „Neuen Kurs" gutheiße.
Smith machte sich damit zum Sprecher der vielen konservativen „Demokrate n", die in Roosevelt den Vertreter des Staatssozialismus sehen und dessen sozialistische Politik sowohl hassen wie fürchten. Alfred Smith erklärte Ende Januar auf einem Bankett der im „Freiheitsbund" organisierten Millionäre und Milliardäre, daß Roosevelt Sozialist sei, daß aber Amerika nichts von Moskau und der Internationale wissen wolle. Um jedes Mißverständnis auszuschließen: Smith und sein Kreis stehen genau so feindlich gegen das Dritte Reich. Sie meinen Nationalsozialismus, halten es aber für schlagkräftiger, wenn sie Kommunismus sagen. Sie jammern um die geheiligte amerikanische Verfassung, aber sie meinen ihre Angst vor nationaler Erfassung der Bodenschätze, nationaler Plan-Wirtschaft, vor nationalen Maßnahmen für Volkswohlfahrt. Die Entscheidungen des Obersten Bundesgerichts hatten, wie man oft vergißt, nichts mit den Grundrechten des Staatsbürgers zu tun: Gleichheit vor dem Gesetz und Gericht, Schutz gegen entschädigungslose Enteignung usw., sondern sie gründeten sich durchweg und lediglich darauf, daß nach der Verfassung jeder Einzelstaat machen könne, was er wolle, und daß eine nationale Planwirtschaft verfassungswidrig sei. Das liebe Publikum aber wird mit „Kommunismus", „Verfassungsbruch" und Aehnlichem eingeschüchtert und vor den Wagen der Individualisten gespannt. Es mag sein, daß die große Masse der Arbeiter nicht darauf reinfällt, aber sicher werden alle Schichten der höheren Einkommenstufen mit Smith gegen Roosevelt stimmen.
Die konservativen Demokraten sind nicht die einzige Gruppe in der Partei, die gegen Roosevelt stimmen wird. In den südöstlichen Staaten schart sich um den Gouverneur T a l ma d g e von Georgia ein Kreis, der sich (im Gegensatz zu dem liberaleren Führer Jackson) Jefferson- (1743 bis 1826) Demokraten" nennt und Roosevelt wegen seiner Riesenausqaben, insbesondere aber seiner gleichmacherischen Politik wegen stark verdammt; besonders tätig ist in diesem Kreis der Verband, der vor seiner Auflösung (die natürlich nicht durchgeführt werden konnte) Klu-Klux-Klan hieß und scharf gegen Neger, Juden, Katholiken eingestellt ist. Im Süden, wo die „gentlemen" saßen und ihre großen Plantagen durch schwarze Sklaven bearbeiten ließen, ist Agitation gegen die Neger sehr populär, und auch der Jude erfreut sich dort keiner Beliebtheit; mit Geschick wird daher Roosevelts Ver-
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London, 3. März. (DNB. Funkspruch.) englischen Großadmiral Sir Roger K e y e s machte in einer Versammlung in. Oxford eine bemerkenswerte Mitteilung über die englisch-italienische Spannung im Mittelmeer. Er sagte, daß die Regierung fast die gesamte englische Flotte ins M i t t e l m e e r gesandt und daß Mussolini sofort seine ganze Flotte um Malta herum mobilgemacht hätte. Kurz nachdem die englischen U-Boot-Abwehrübungen bei Malta begonnen hätten, seien die italienischen Boote überall „wie Korkstücke" aufgetaucht. Ihre Kommandanten hätten Ueberraschung geäußert, daß sie sich bei Malta befänden, da sie geglaubt hätten, auf der Höhe von Tripolis zu sein. Die englische Oeffent- lichkeit habe bisher nichts von dieser Angelegenheit erfahren. Sie sei aber den General st üben anderer Mächte wohl bekannt gewesen.
„Man muß mit Hitler sprechen."
„Oie Stunde der unmittelbaren Verständigung hat geschlagen." - Oer Frontkämpferführer Pichot befürwortet eine persönliche Aussprache zwischen Deutschland und Frankreich.
stark einem Ultimatum.
Die radikalsozialistische „Republique" meint, die Lösung des Problems liege nicht in der Ausdehnung der Sühnemaßnahmen in einem kolonialen Streitfall. Jetzt sei vielmehr die Stunde gekommen, den wahren Frieden zu bauen, keinen Sonderfrieden mit Deutschland, keinen Frieden mit Hintergedanken gegen dieses oder jenes Land, sondern einen kollektiven Frieden. Frankreich müsse dazu die Initiative ergreifen, wie die Interessen es erfordern.
Die Flottenkonzenttation im MMelmeer.
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maßnahm-n treffen werde. Dem Vertreter des Daily Telegraph" in Rom fei mm zuständige italienischer Seite mitgeteilt worden, daß.Italien durch den italienischen Vormarsch in Abessinien aeaenwärtiq an neuen Friedensbedingungen nicht interessiert fei, Staden halte den Sieg in der Hand.
reich gegenüber getan habe — mir wollen mit euch in Frieden leben!
Scharf wendet sich Pfeiffer dann gegen die Auslegung des Hitler-Interviews in Moskau. Was ist denn das für eine Politik, schreibt er, die darauf hinausgeht, unter dem Vorwan de des Friedens nur Mißverständnisse zu schaffen und die europäische Lage noch schwieriger zu gestalten. Kann man sich etwas betrüblicheres vorstellen, als den Kommentar des Moskauer Journalisten Radek zu dem Hitler-Interview. Radek fordere Frankreich auf, Hitler ohne Antwort zu lassen. Damit beweise Radek aber, daß gewisse Sowjetjournalisten sich bereits angewöhnt hätten, sich in die Angelegenheiten Frankreichs einzumischen. Nicht einmal ein geringes Maß von Zurückhaltung legten sie sich auf. „Was wollen denn diese Leute", so schließt dann Pfeiffer, „die gestern versucht haben, uns in einen Krieg gegen Italien hineinzuziehen, und die uns heute an einer Entspannung mit Deutschland zu hindern trachten. Wir haben genug von diesen „Kanonenhändlern", mögen sie nationalistisch oder kommunistisch sein! Wir haben das Recht, zuerst an uns selb st zu denken, außerdem die Pflicht, eine Entspannung zu schaffen, wenn sich uns dafür Gelegenheit bietet. In der Erfüllung dieser Pflicht werden wir nicht wankend werden."
Verständigung nicht Allianzen.
Die rechte Sicherung des Friedens.
Unter der Ueberschrift „Der falsche Weg" kommt die Deutsche Diplomatisch-Politische Korrespondenz darauf zu sprechen, daß der tiefe Eindruck, den die neuen Friedensworte des Führers in der französischen Oeffentlich- k e i t hervorriefen, in gewissen Kreisen offenbar als störend empfunden wurden. „Sonst hätte man sich nicht beeslt, eine Art Störungsfeuer zu geben, dessen gleichmäßige Tendenz in d e n Kommentaren der franz ösischenPresse zu spüren ist. Besonders bezeichnend ist in diesem Zusammenhang eine H a v a s - Meldung über den angeblichen Eindruck der Unterredung in den Pariser „politischen und diplomatischen Kreisen". Dort möchte man den Appell des Führers an die Vernunft, die in einem neuen kriegerischen Zusammenstoß der beiden Völker nur den beiderseitigen Ruin sieht dadurch entwerten, daß man ihn in das Reich
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Genf. 2. März. (DNB.) Der Achtzehner-Aus- Ichuh der Sanktionskonferenz beschäftigte sich zunächst mit der Durchführung der bestehenden Sank- lionert. Der schwedische Vertreter West man erstattete als Vorsitzender des hierfür geschaffenen Sachverständigen-Ausschusses den Bericht. Dann regte der französische Außenminister Aland in an, bem Krieg in Abessinien möglichst bald durch einen neuen Versöhnungsversuch em Ende zu bereiten. Zu diesem Zweck solle der Drei- ,ehner-Ausfchvß des Völkerbundsrates, d. h. der Rat ohne die streitenden Parteien, «lsbald einberufen werden. Der englische Außenminister Eden stimmte diesem Vorschlag zu: der Zufammentrit des Dreizehner-Ausschusses wurde bereits für Dienstag in Aussicht genommen. Für »en Fall, d<eß die neuen Schlichtungsbemuhungen ] u keinem Erfolge führen hat Eden an- gekündigt, daß England der pe ftoeum- perre zuftimmen werde, falls die für öie Lrzeugung und den Transport maßgebenden Lan- bet sich daran beteiligen.
Wenig Hoffnung in London.
Bnnhnn 3 Marz (DNB. Funkspruch) Die «onoo n, o. jjuulo. \~ pines
mglischen Blätter beurteilen die Aussichten »es neuen Vermittlungsversuches von b vH onderlich optimistisch- Pertmax rnemer dem „Daily Telegraph" aus ®enf, Abordnung l ahme Edens habe die französisch . lehr überrascht. Anscheinend sei Flanvin ter Entscheidung des britischen Kabinett-i m. 0 »rage der Oelsperre nicht vorher ranAöfifd)e ■et worden. Wahrscheinlich werde die franz •Iborbnunq die Meinung vertreten, ß au5rDir= 'perre nicht vor Juli oder August sich & , e en könne und daß bis zu ^sem Z p . -n I Finanzlage Italiens so tat s e
Serbe, baß sie in ihrer Wirkung emer drastischM sühnemaßnahme gleichkomme Dahe
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I Außenminister mitgeteilt habe, daß Rung einer Oelsperre Italien aus hölterbunb austreten, stch °°" ! ' arnopakt lösen und sogar scharfe g
Der Sonderberichterstatter der „Daily Mailmeldet feinem Blatte, daß eine wichtige Botschaft des Vegus in London eingetroffen und dem Außenminister Eden nach Genf übermittelt worden fei. Der Kaiser soll zur Erörte- terung von Ariedensbedingungen auf der Grundlage des Status quo — d.h., daß Italien die bereits eroberten Teile Abessiniens behallen würde - bereit sein, vorausgesetzt, daß der König von England zwischen Italien und Abessinien Vermittler sei. Flandin habe dem Dreizehner-Ausschuß vorgeschlagen, Italien und Abessinien einzuladen, innerhalb von 4 8 S t u n d e n dem Völkerbund milzuleilen. ob ste bereit sind, eine sriedliche Regelung auf ber Grundlage Des Status quo abzu- fchliehen..
Besorgnis in Paris
Maris 3 Marz. (DNB. Funkspruch.) Die (Cfhmhp etwas von dem xsorjioß uian zur letzten Stun „j,ebner-Ausschuß zu einem kSä-J»« ein Versöhnungsversuch infolge ber ewen -u
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unklarer Gefühle verweist und sog. positive Vorschläge vermißt." Nach einer eingehenden Widerlegung dieser französischen Beanstandung durch nochmaligen Hinweis auf die von Frankreich versäumten Gelegenheiten, die vernünftigen deutschen Vorschläge in der Zeit der Abrüstungskonferenz und in der Saarfrage sowie die 13 Punkte der Mai- Rede des Führers und nach einer Richtigstellung der von Havas gebrachten Darstellung des deutschen Verhaltens gegenüber den Luftpakt-Vorschlägen gelangt die Deutsche Diplomatisch-Politische Korrespondenz zu folgenden Schlußfolgerungen:
„Der Verständigungswille weitester Kreise in Frankreich soll gewiß nicht bestritten werden. Maßgebliche politische Kreise wollen indes aus Gründen der „hohen Politik" diese natürlichen Regungen nicht hochkommen lasfen. Der Geist, in dem das Interview in einer gewissen, nicht unmaßgeblichen Schicht Frankreichs ausgenommen wurde, scheint zu befürchten, daß für Frankreich, wenn sich das Gefühl einer wirklichen Sicherheit innerhalb des französischen Volkes durchsetzen würde, die Möglichkeiten für eine Jnterven- tionspolitik — auf die man nicht verzichten möchte — rein psychologisch erschwert werden könnten. Diesen Geist muß ' Deutschland — unter Inanspruchnahme der Gleichberechtigung zum Mißtrauen — zu seinem aufrichtigen Bedauern in Rechnung stellen. Das offizielle Frankreich sucht noch nicht Verständigung, sondern hält, betont der französischen Tradition folgend, an feiner Bündnispolitik fest. Früher war es der türkische Sultan, der gegen bas alte Deutsche Reich, den Kaiser in Wien, eingesetzt wurde. Dor dem Kriege sicherte man sich Rußland gegen Deutschland; nach dem Kriege suchte man Polen gegen das Nachkriegsdeutschland zu gewinnen. Jetzt ist von neuem Sowjetrußland an die Reihe gekommen. Immer wird dem französischen Volk dabei gesagt, diese Allianzen machten Frankreich mächtig und sicherten den Frieden. Aber praktisch kam es dann immer wieder anders. Es wäre zu wünschen, wenn endlich die Erfahrungen der Geschichte in ihrer wahren Bedeutung wie beim deutschen so auch beim französischen Volk in der Politik zur Geltung kommen würden. Nur die Verständigungspolitik, nicht die Allianz-Politik kann zu dem Ziele führen, das sich das französische wie das deutsche Volk gesteckt haben: Zum Frieden in Ehre und Sicherheit."
Paris, 3. März. (DNB. Funkspruch.) Henri P i ch o t, der Vorsitzende der Union Federale, des größten linksstehenden französischen Frontkämpferverbandes, erläßt im „Oeuvre" einen dringlichen Aufruf für eineunmittelbare persönliche Aussprache französischer Staatsmänner mit dem Führer. Eine deutsch-französische Verständigung, so schreibt er, sei stets wünschenswert gewesen. Nach der schlechten Ausnahme Des französrfch-sowjetrussischen Paktes in Deutschland sei diese Verständigung dringlich geworden.
Es handele sich nicht darum, von Kanzlei zu Kanzlei Schriftstücke auszutauschen, nicht um Reden im Parlament oder auf Kundgebungen. Man müsse zu Hitler gehen und persönlich mit ihm sprechen. Die Franzosen feien nach Moskau gegangen, um mit Stalin zu reden. Das müßten die Fran- zofen logischerweise auch nach Berlin führen. Darum zwei Maßstäbe? Es sei weder angebracht, noch vernünftig, noch ehrenhaft, die Annäherungsversuche Deutschlands mit Stillschweigen zu übergehen oder sie mit berechnendem Mißtrauen zu beantworten. Das Interesse Frankreichs erfordere es, auf die Einladungen des Reichskanzlers zu antworten.
! Ribbentrop sei nach London gegangen, Laval nach Rom und Moskau, und bie französischen Staats*
। männer wollten nicht nach Berlin gehen? Wollten sie ihre Vorsicht denn bis zur Furcht steigern? Furcht vor wem? Furcht vor was? Die Stunbe ber unmittelbaren Verständigung habe geschlagen. Zwischen Deutschlanb und Frankreich sei lein Gang bereits gewonnen. Es gebe Izwischen ihnen keine Grenzfrage mehr. I Es sei ein französischer Staatsmann nötig, dessen lülnsehen über ministerielle Zwischenfälle erhaben Lei, und der mit Hitler sprechen könne.
Der frühere Generalsekretär der radikalsozialisti- lchen Partei, Pfeiffer, fordert in der „Repu- I b lique" eine Antwort Frankreichs auf I las Interviews Hitlers. Das Angebot ohne Antwort I zu lasten, werde einer Ablehnung gleichkommen. I Wenn manche erklärten, falls man Hitler antworte, I bann müsse man ihm Bedingungen stellen, so sei bas nicht zu verstehen. Für den Augenblick handele I ts sich nicht um unmittelbare Verhandlungen mit I bem Reich, sondern einzig darum,. Deutschland zu I rrklären, — so wie Deutschland es soeben 5ranE=
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französisch-britische Initiative. - Drohung mit der Oelsperre.
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“ ' »s I sei durchaus negativ, denn es sei nur geringe
in“ !Rom fei" oon zuständiger Hoffnung daß JDluffolini den Versöhnung-.
*■ r A1*,: * i Vorschlag annehme, dagegen sei die Aussicht viel größer, daß der Achtzehner-Ausschuß nach den Wünschen Englands die Oelmaßnahmen beschließen werde. Der „Excelsior" unterstellt Eden, daß er gleichzeitig mit der Anwendung des Systems der kollektiven Sicherheit die britische Vorherrschaft im Mittelmeer verfolge. Das Blatt fordert im Hinblick auf Locarno und die Rheinlandzone ein enges Zusammengehen Englands und Frankreichs. Es sei notwendig, daß sich Italien dieser Entente anschlösse. Das „Journal" meint, ein Aussöhnungsversuch, der eine Antwort innerhalb von 48 Stunden unter der Androhung neuer Sühnemaßnahmen fordere, ähnele
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