Wirtschaft.
Oie Ln-ustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
777: Der deutsche Konsul in Zagreb, Herr Dr. Freundt, wird am 31. Mai 1935, vorm. 9.30 Uhr bei der Außenhandelsstelle Frankfurt a. M. für Sprechstunden über die wirtschaftlichen Verhältnisse in Jugoslawien zur Verfügung stehen. Anmeldungen für diese Sprechstunden sind an die Außenhandelsstelle 3U richten.
778: Neue Bestimmung für den Verrechnungsverkehr Frankreich mit Deutschland. Die in den Verpflichtungs-Erklärungen und Rechnungskopien enthaltenen Formeln „sincere et v£ri- table" sind in jedem Falle von dem Unterzeichneten handschriftlich einzutragen.
779: Neue Umrechnungkurse in den Güter- und Tieroerkehren mit Dänemark, Norwegen und Schweden.
780: Neue Einzahlungskurse für Postanweisungen nach dem Auslande.
781: Die Abänderungen des lettischen Einfuhrzolltarifs.
782: Auch „Auslandsgespräche mit Voranmeldung vom Empfänger zahlbar" zugelassen.
Vom 15. 5. an werden im Fernsprechverkehr mit Oesterreich R-Gespräche zugelassen.
783: Neue Anordnung des Reichswirtschaftsmjni- fters über die künftigen Sommer- und Winterschlußverkäufe.
784: Regelung des Ein- und Verkaufs von neuen und gebrauchten Jute- und Jutemischerzeugnissen, Anordnung 8 der Ueberwachungs- stelle für Bastfasern.
785: Das Reichsgüterkursbuch, Ausgabe Sommer 1935, liegt der Kammer vor und kann eingesehen werden.
Oer deutsche Außenhandel im April.
Die Einfuhr betrug im April 359 Millionen RM. gegen 353 Millionen RM. im Vormonat. Zugenommen hat die Einfuhr von Rohstoffen und in geringem Maße von Fertigwaren. Die Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken hat im April weiter leicht abgenommen. Zurückgegangen ist die Einfuhr von Butter, Eiern und Südfrüchten, der eine Erhöhung der Einfuhr an Kaffee und Obst gegenübersteht. An der Steigerung der Einfuhr sind im wesentlichen nur überseeische Länder beteiligt. Beträchtliche Zunahmen ergeben sich vor allem bei den Bezügen aus Brasilien (Baumwolle), Argentinien (Oelfrücht^, Gerste)/ Britisch - Südafrika (Wolle), etwas gestiegen ist auch die Einfuhr aus den USA. (Baumwolle, Obst). Die Bezüge aus europäischen Ländern waren meist rückgängig. Abgenommen hat vor allem die Einfuhr aus Spanien (Südfrüchte, Küchengew>chfe), Norwegen (Tran), Großbritannien (bearbeitete Wolle), Dänemark (Butter) und Belgisch- Luxemburg (bearbeitete Wolle). Nennenswert erhöht war jedoch die Einfuhr aus Frankreich (Garne) sowie aus Rußland (Oelkuchen, Mineralöle).
Die Ausfuhr war mit rund 340 Millionen RM. um 7 v. H. geringer als im März. Dieser Rück- gana stellt ausschließlich eine Saisonerscheinung dar. An dem Rückgang der Gesamtausfuhr sind in erster Linie Fertigwaren beteiligt, aber auch die Ausfuhr von Rohstoffen ist gegenüber dem Vormonat gesunken. An dem Rückgang der Ausfuhr ist die Mehrzahl der europäischen und überseeischen Länder beteiligt.
Die Handelsbilanz, die im Vormonat mit 12 Millionen RM. aktiv war, schließt im April mit einem geringen Einfuhrüberschuß, und zwar in Höhe von 19 Millionen RM. ab. Diese Passivierung, die sich vorwiegend aus dem Verkehr mit den überseeischen Ländern ergibt, ist im wesentlichen als eine jahreszeitliche Erscheinung zu betrachten.
Die Karioffelpreise.
(LPD.) Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: In einzelnen Verbrauchsgebieten werden in Anerkennung der Vorratslage an Speisekartoffeln, insbesondere für gelbfleischige Sorten, teilweise über den Erzeugermindestpreisen liegende Preise bezahlt. Dies entspricht keineswegs der Marktlage, und es ist durchaus falsch, in Erwartung höherer Preise etwaige Kartoffelvorräte zurückzuhalten. Es wird von allen Erzeugern erwartet, daß sie zu den angemessenen Preisen, die ihnen während des ganzen Winters gesichert waren, auch jetzt ihre Speisekartoffeln zum Verkauf bringen und nicht durch höhere Preisforderungen eine künstliche Verknappung des Marktes an Speisekartoffeln Hervorrufen. Die bisher weniger gefragten Sorten, wie z. B. die Sorte „Ackersegen", haben vielfach vorzüglich überwintert und sind jetzt im Speisewert der „Industrie" durchaus ebenbürtig. Der bisher gültige
Speisekartoffelmindestpreis in Höhe von 2,70 je Zentner für gelbfleischige Sorten und 2,50 Mark für weißfleischige Sorten ist durch Anordnung der Hauptvereinigung der Deutschen Kartoffelwirtschaft von 13. 5. 1935 zum Erzeugerfestpreis erklärt, der beim Ankauf vom Erzeuger weder unter-, noch überschritten werden darf. Diese Anordnung gilt von heute bis zum 15. Brachmond (Juni) 1935. Von dem Handel und den Genossenschaften wird erwartet, daß sie nicht durch Preistreiberei die Versorgung der Verbraucher zu angemessenen Preisen gefährden. Gegen alle Kreise, die nicht den Anordnungen Folge leisten, wird mit erheblichen Strafen vorgegangen werden.
Oie Absatzregelung für Kartoffeln.
Lpd. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Wie bereits durch die Presse bekanntgegeben wurde, ist ab 1. Mai 1935 die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft auf Grund der Verordnung über den Zusammenschluß der Kartoffelwirtschaft vom 18. April 1935 gegründet worden. Danach wird in Zukunft die gesamte Absatzregelung der Früh- und Spätkartoffeln durch den bei jeder Landesbauernschaft vorgesehenen Kartoffelwirtschaftsoerband durchgeführt werden. Hierfür werden in allernächster Zeit die endgültigen Anweisungen, die im wesentlichen eine Weiterführung und den Ausbau der bisherigen Maßnahmen und Einrichtungen vorsehen, erlassen. Um jede Störung und unerwünschte Mißverständnisse zu vermeiden, weist der Gebietsbeauftragte für Hessen-Nassau zur Regelung des Absatzes von Kartoffeln, der den Auftrag hat, vorläufig die Geschäfte weiterzuführen, ausdrücklich darauf hin, daß die bisherigen Bestimmungen bis zur Erteilung endgültiger Anweisungen in Kraft bleiben, daß also nach wie vor der Schlußscheinzwang beim Aufkauf von Kartoffeln beim Erzeuger bestehen bleibt und die Erzeugermindestpreise wie bisher zu beachten sind.
*
* Der Postscheckverkehr im April. Die Zahl der Postscheckkonten ist im April um 708 auf 1056 456 gestiegen. Aus diesen Konten wurden bei 66,7 Millionen Buchungen 10 317 Mill. Mark umgesetzt. Davon sind 8 466 Mill. Mark oder 82,1 v. H. bargeldlos beglichen worden. Das Guthaben auf den Postscheckkonten betrug am Monatsende 575,5 Mill. Mark, im Monatsdurchschnitt 592,2 Mill. Mark.
* D i e Roheisengewinnunq des Deutschen Reiches im April. Die Roheisengewinnung im Deutschen Reich betrug im April (30 Arbeitstage) 933 076 Tonnen, gegen 1 000 283 Tonnen im März (31 Arbeitstage). Arbeitstäglich wurden im April durchschnittlich 31103 Tonnen erblasen. '
* Stark erhöhte Papiererzeugung in Deutschland. Im Januar und Februar hat die papiererzeugende Industrie (Papier, Pappe, Zellstoff, Holzstoff) den Rückgang der Produktion in der Krise zu 89 v. H. wieder aufgeholt. Am stärksten ist seit 1932 die Produktion von Zellstoff gestiegen, dagegen hat sich die Erzeugung von Ganzzeug (Papier und Pappe) etwas weniger stark gehoben. Die Holzstoffproduktion hat keine größere Bedeutung als selbständige Industrie mehr. Die Ausfuhr von Zellstoff hat sich 1934 — nach Rückgang im Jahre 1933 — mengenmäßig recht günstig entwickelt. Der seit 1931 anhaltende Ausfuhrrückgang bei Papier scheint in den letzten Monaten zum Stillstand gekommen zu sein. Die Pappenindustrie hatte ihren Export bis Anfang 1932 noch steigern können, obwohl ihre Ausfuhr seitdem allmählich sinkt, war sie im vergangenen- Jahre noch etwas größer als 1928.
* Elektriziläts AG. vorm. Schuckert & C o., Nürnberg. Die Gesellschaft schlägt für 1934/35 aus dem Reingewinn von 2503344 (2375706) Mark, wovon 352 342 (1 186 098) Mark auf den Vortrag entfallen, die Ausschüttung einer Dividende von 4 v. H. wie i. V. vor 335 790 Mark sollen aus neue Rechnung oorgetragen werden. Für Tilgung und Verzinsung der Genußrechte für Altbesitz an Markanleihen sind 144 190 Mark bestimmt.' Der Geschäftsbericht stellt fest, daß die Wirtschaftsbelebung weitere Fortschritte gemacht habe. — Die Elektrizitäts- und Bahnbeteiligungen der Gesellschaft weisen ebenfalls eine günstige Entwicklung auf.
* Frühbezugsverg'ütung für Superphosphat. Für Superphosphat-Aufträge, die zur Lieferung im Juni bestimmt sind und bis zum 25. Juni erteilt werden, gewährt die Deutsche Super- phosphat-Jndustrie eine Frühbezugsvergütung von 45 Mark je 15 Tonnen. Im übrigen gelten im Juni sowohl für Superphosphat, als auch für Superphos- phat-Mischungen die Maipreise weiter. Die Preisfestsetzungen für die ganze Herbstverbrauchszeit sind Ende Juni zu erwarten.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Fest.
Frankfurt a. M., 16. Mai. Die Börse lag am Aktienmarkt ausgesprochen fest und lebhaft, dagegen wurden deutsche Renten stark vernachlässigt. Das Interesse der Kundschaft am Aktienmarkt hat stark zugenommen, die Kulisse verhielt sich heute dagegen abwartend, ohne aber als Abgeber ausgetreten zu sein. Angebot lag überhaupt kaum vor, nur in Bekula-Aktien kam in stärkerem Umfange Material heraus, das den Kurs um 2,65 v. H. auf 134 herabdrückte, wobei die Ausführungen des Berliner Stadtkämerers hinsichtlich der lOprozenti- gen Dividendengarantie verstimmten. Dagegen setzten andere Elektroaktien ihre Aufwärtsbewegung fort. So gewannen Schuckert und Felten je 1,65 d. H., Lahmeyer 1,75 v. H., Elektr. Lieferungen 1 v.H., Licht & Kraft 0,75 v. H. und AEG. bei immer noch lebhaften Umsätzen 0,40 v. H. Siemens blieben mit 164,50 behauptet. Chade A bis C gingen um 3 Mark auf 290 zurück. Stark befestigt waren ferner am Montanmarkt Mansfelder Bergbau mit 113,40 (111,25), da man nunmehr bestimmt mit 5 v. H. Dividende rechnet. Ferner erhöhten sich Rheinstahl um 1,40 v. H., Harpener um 0,75 v. H., Buderus um 0,65 v. H. Mannesmann und Stahlverein lagen gut gehalten, Klöcknerwerke bröckelten 0,40 v. H. ab. Lebhaftes Geschäft verzeichneten außerdem Schiffahrtsaktien, Hapag stiegen auf 32,90 bis 33,50 (32,25), Nordd. Lloyd auf 34,90 bis 35,50 (34,75). AG. für Verkehrswesen lagen mit 86,75 (87) kaum behauptet. Aschaffenburger Zellstoff gingen nach der gestrigen Aufwärtsbewegung auf 88,75 (90,25) zurück, während Waldhof um 1,25 v. H. anzogen. Fest eröffneten noch u. a. Metallgesellschaft mit 101, also 2 v. H. über Pari, Deutsche Linoleum mit plus 1,25 v. H., Conti Gummi mit plus 0,90 v. H. Die Nebenwerte des Aktienmarktes wiesen zumeist Erhöhungen bis 0,50 v. H. auf. IG. Farbenindustrie lagen etwas ruhiger, blieben aber mit 147 bis 146,75 (146,75) behauptet.
Der Rentenmarkt lag, wie erwähnt, stark vernachlässigt. Altbesitz gaben 0,13 v. H. nach, auch Kommunal-Umschuldung bröckelten weiter etwas ab, während im übrigen keine Veränderungen zu verzeichnen waren. Am Auslandsrentenmarkt zeigte sich erneut Interesse für Mexikaner, 5 o. H. innere 6,40 (6,25), ferner waren im Freioerkehr russische Vorkriegsanleihen aus dem bekannten Grunde weiter befestigt bei ziemlich lebhaften Umsätzen, außerdem erhöhten sich 5 v. H. Eisenbahn-Bosnier auf 16,13 (15,75).
Im Verlaufe blieb die Grundtendenz fest, das Geschäft wurde aber ruhiger und teilweise bröckelten die Kurse gegen den Anfang leicht ab, so IG. Farben, Schuckert und Schiffahrtswerte, nachdem letztere später weiter angezogen hatten. Bekula gingen ebenfalls weiter zurück auf 133,65, also insgesamt minus 3 v. H. Fest lagen andererseits Kaliaktien auf die Ausführungen in der HV. des Salzdetfurth- Konzerns. Aschersleben plus 2 v. H., Salzdetfurth plus 1 v. H.
Der Rentenmarkt blieb auch in der zweiten Börsenstunde sehr still, die Kurse lagen indes unverändert. Der Pfandbriefmarkt hatte nur kleines Geschäft, auch Stadtanleihen fanden nur wenig Jnter- resse, die Kurse blieben aber allgemein gut behauptet. Von Industrie-Obligationen zogen 6 o. H. Stahlverein auf 101;90 (101,75) an. Von fremden Werten blieben 5 v. H. Silbermexikaner und Russen im Freiverkehr bei behaupteten Kursen recht lebhaft.
Tagesgeld wurde auf 2,25 (2,50 v. H.) ermäßigt. Abendbörse fest.
An der Abendbörse blieb die Haltung des Aktienmarktes fest, da von der Kundschaft weiter kleine Käufe erfolgten. Das Geschäft erreichte jedoch kein besonderes Ausmaß, und auch die Kursveränderungen gegen die Mittagsbörse blieben klein; in den meisten Füllen konnten sich die Kurse auf der erhöhten Basis gut behaupten. Leicht befestigt waren einige Montan-, Elektro- sowie Zellstoffaktien. Bekula lagen mit 133,75 (134) nur knapp gehalten, ferner Mansfelder mit 112,50 (112,75). IG.-Farben stiegen zunächst auf 147,50 (147,25), wichen aber später auf 147,25. Eßlingen Maschinen kamen nach Pause mit 84,75 (82) zur Notiz. Am Kassamarkt wurden Neu-Guinea in Anpassung an Berlin auf 155 (146) heraufgesetzt, Lux. Intern. Bank erhöhten sich auf 7,10 (6,50) Mark per Stück.
Der deutsche Rentenmarkt blieb weiterhin vernachlässigt, die Kurse lagen unverändert. Befestigt waren erneut JG.-Farben-Bonds mit 130,50 (129,65). Am Auslandrentenmarkt lagen einige Stadtanleihen fest, so 4Z4proz. Budapest mit Kupon per 1. 7. 32 mit 66 (63,50), Lissaboner Stadtanleihen zogen, auf 56 (gestern 53,25) an. Weiter stark erhöht waren ferner Schweizer Bundesbahn- Anleihen, 4proz. notierten 174 (170), 3^proz. 166 (gestern 159,50), außerdem waren 3proz. Schweden v. 1888 gesucht, Taxe 115 (l. K. 111,50). Von Mexikanern zogen 5proz. innere auf 6,60 (6,55) an, im Freiverkehr biteben Russen-Prioritäten zu den erhöhten Mittagskursen beachtet.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 115,75, 6proz. Stahlverein 101,75, IG.-Farben-Bonds 130,50, Reichsbahn-VA. 123,13, 4^proz. Stadt Frankfurt v. 26 92, Commerzbank 93, DD-Bank 93,75, Bu» derus 99, Harpener 107, Mannesmann 80, Mansfeld 112,50, Rheinstahl 109,50 bis 109,90, Stahl- verein 81,40, AKU. 53,90, AEG. 39,65, Bekula 133,75, Deutsche Erdöl 112,40, Licht und Kraft 127, Eßlingen Maschinen 84,75, IG.-Farben 147,50 bis 147,25, Holzmann 92,50, Miag 90,50, Schuckert 112,25, Aschaffenburger Zellstoff 89,50, Waldhof 117,25, Südd. Zucker 171, AG. für Verkehr 86,25, Lloyd 35,50.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 16. Mai. Auftrieb: Rinder 144 (gegen 52 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 13 Ochsen, 1 Bulle, 125 Kühe und Färsen 5, ferner 1 Färse zum Schlachthof direkt. Kälber 817 (959), Schafe 51 (60), Schweine 359 (389). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 60 (am 9. Mai 60), b) 51 bis 59 (52 bis 59), c) 42 bis 50 (42 bis 51), d) 32 bis 41 (32 bis 41). Hämmel b2) Weidemast- hämmel 40 (40), c) mittlere 36 bis 38 (36 bis 38), d) geringere 28 bis 31 (30 bis 35). Schafe nicht notiert. Schweine b) 47 bis 50 (47 bis 50), c) 46 bis 49 (46 bis 50), d) 42 bis 48 (42 bis 49). Marktverlauf: Kälber mittelmäßig, ausoerfauft. Hämmel und Schafe langsam, bei Schafen Ueberstand. Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Ueberstand: 114 Rinder, darunter 10 Ochsen, 101 Kühe und 3 Färsen. Schafe 10.
Großhandelspreise f ü r Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischaroß- marktes: 1100 Viertel Rindfleisch, 826 halbe Schweine, 225 ganze Kälber, 8 ganze Hämmel und 11 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 72 bis 76, c) 62 bis 70. Bullenfleisch b) 68 bis 74. Kuhfleisch b) 54 bis 60, c) 40 bis 52. Färsenfleisch b) 72 bis 76, c) 62 bis 70. Kalbfleisch b) 74 bis 82, c) 68 bis 72. Hammelfleisch b) 75 bis 78. Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren. Roher Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 Zentimeter 60 bis 65, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf: ruhig.
Schweinemarkt in Butzbach.
pb. Butzbach, 16. Mai. Der heutige Schweinemarkt war mit 262 Ferkeln zum Verkauf beschickt. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel bis 22 Mk., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 22 bis 25 Mark, ältere Ferkel bis 30 Mark pro Stück. Der Handel verlief flott, es wurde ausverkauft.
Wochenbericht vom Frankfurter Schtachtviehmarkt. Am Grvßviehmarkt ist in dieser Woche eine weitere Beruhigung eingetreten. Die Gesamtzufuhr betrug 1348 (gegen 958) Stück, wo- bei Kühe außerordentlich stark zugetrieben waren, nämlich mit 795 Stück. Für diese nahm das Geschäft bei stärker nachgebenden Preisen einen schleppenden Verlauf, dagegen wurden Ochsen, Bullen und Färsen bei unveränderten Preisen ausverkauft, obschon die Qualitäten gegen die Vorwoche wesentlich geringer waren. Bei Kühen verblieb größerer Ueberstand.
Am Kälbermarkt war die Nachfrage angesichts der Verbilligung für Spargel geringer, so daß die Zufuhr mit 1516 Stück, obwohl um 136 Stück geringer als in der Vorwoche, sich als zu stark erwies. Auch die Qualität war nur mäßig, die Preise gaben für mittlere und geringe Kälber bis zu 3 Mark nach, während beste Tiere ihren Stand etwa behaupteten. Der Markt wurde dennoch geräumt.
Hämmel und Schafe fanden nur wenig Interesse, so daß trotz der verringerten Zufuhr (76 gegen 81) etwas Ueberstand verblieb und die Preise nach ruhigem Handel etwas nachgaben.
Die Beschickung des Schweinemarktes war mit 4159 (4291) der Nachfrage ziemlich angepaßt, so daß bei ruhigem Geschäftsgang, aber leicht nachgebenden Preisen ausoerfauft wurde. Schwere Tiere sind immer noch vernachlässigt und schwer verkäuflich.
Unfall des Schnellzuges D1T.
Niemand verletzt.
LPD. Frankfurt a. M., 16. Mak. Heute gegen 22.30 Uhr e n t g l e i st e n von dem Schnellzug D 17 Wiesbaden — Frankfurt — Kassel — Berlin in der Nähe von Hof Rebstock die Lokomotive und vier Wagen. Reisende wurden nicht verletzt. Sie stiegen in den kurz danach die Unfallstelle passierenden Schnellzug D 48 Wiesbaden—Frankfurt—Berlin um. Von Frankfurt aus wurde in Richtung Kassel ein Ersatzzug abgelassen. Näheres ist noch nicht bekannt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H.,
Frankfurt 0.2JL
Serlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. mittag» börse
•Datum
15.5
16-5
15 5
16.5.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100
100
100,25
100,25
4% Deutsche Reichsanl. von 19&
96,9
96,9
96,9
96,9
6%% Doung-Anleihe von 1930 ..
102,4
102,25
102,5
102,5
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii
Auslos.-Rechten .............
115,75
115,75
115,75
115,75
4l/i% Deutsche Reichspostschatzan-
Weisungen von 1934, I.......
100,6
100,5
100,5
100,4
6% ehern.8% Hess. Volksstaat 192£
(rückzahlb. 102%)............
98,25
98,25
98
98,25
4/i% ehern. Hessische Landesbanl
Darmstadt Gold N. 12........
96,25
96,25
6/2% ehern. Hess. Landes-Hypo-
thekenbank Darmstadt Lioüi ...
100,5
100,75
—
_
4/i% ehern. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
—
91,75
_
_
Oberhessen Provinz-Anleihe mii
Auslos.-Rechten .............
124
124
_
_
Deutsche Komm. Eammelabl. Qhv
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
115,5
115,5
115,75
115,75
4y2% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96,25
96
96,25
96,25
6/i% ehern. 4/t% Franks. Hhp.^ Bank-Ltqu.-Pfandbriese.......
100/
100,8
5%% ehern. 4/2% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
101
101
101,13
100,75
*¥?% ehern. 8% Pr. Landespfand-
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 *¥)% ehern. 7% Pr. Landespsand-
96,75
96,75
96,75
96,75
brrefanst., Gold Komm. Obl.V!
96,75
96,75
96,75
96,75
Steuergutsch.Verrechnungsk. 35-39
106
106,1
106
106,1
4% Oesierreichtsche Goldrente....
27,9
29
28,18
29
4,20% Oesterretchtsche Silberrente
1,25
1,25
1,2
4% Ungarische Goldrente.......
3,05
8,1
8,05
8,25
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7,4
7,65
7,65
7,7
4/2% desgl. von 1913..........
7,65
7,9
7,9
7,8
5% abgesi. Goldmexikaner von 99 4%Türkische Bagdadbahn-Anleihe
14
14,4
14,1
14,4
Serie 1.....................
9,5
9,75
10,25
—
Frankfurt a. M
Serlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
15 5
16 7
15-5
16.5
4% desgl. Serie 11 ...........
9,65
9,75
_
_
ö% Ruman. vercinh. Rente v. 1903
4,75
4,75
4,8
5
4/2%Rumän.vereinh.Rentev.i9i3
7
7
7,05
7,4
4% Rumänische vercinh. Rente
!,5
4,5
4,45
4,5
2%% Anatolier ............
39
38,75
38,75
38,75
Hamburg-Amerika-Paket .....
0
32,25
33,75
33
33,5
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
28
Norddeutscher Lloyd .........
0
34,75
35,5
34,75
35,5
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
87
86,25
86,75
86,4
Berliner Handelsgesellschaft ...
5
111
111
111
111,25
Commerz, und Privat-Bank ...
0
93
93
93
93
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................
0
94
93,75
94
93,75
Dresdner Bank..............
0
94
93,75
94
93,75
Reichsbank ................
12
161,5
161,75
161,5
161,25
A.E.G......................
O
39,25
39,65
39
39,65
Bekula....................
10
136,65
133,75
136,5
134
Elektr. Lieferungsgesellschaft...
b
106,25
107,25
107,25
107
Licht und Kraft ........... 6/.
126
127
126,25
126,5
Zelten & Guilleaume.........
0
96,25
97
96,5
97,5
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung
5
121,13
122
121,25
122,25
Rheinische Elektrizität ........
5
130
133,5
129
134
Rhein. Wests. Elektr..........
6
Schuckert LCo...............
4
110,65
112,25
110,5
112
Siemens L Halske............
7
164,5
164,5
164,9
164
Lahmeyer LCo..............
7
124,5
126,25
124
124,9
Buderus ...................
0
98,13
99
98,25
99,25
Deutsche ErdR..............
4
110,25
112,4
110,75
111,65
Gelsenkirchener..............
0
—
Harpener...................
0
106,5
107
106,5
107
Voesch Eisen—Köln-Neuesseu ..
0
—
95,75
96,25
Ilse Bergbau ...............
6
—
—
158
161
Ilse Bergbau Genüsse........
6
129
129,5
128,25
129,5
Kwanerwerke.............8/.
92,5
92,13
92,25
92,25
Mannesmann-Röhren........
0
80,25
80
80,13
80
Frankfurt a. M.
Serlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
15 5.
16.5.
15-5
16-5
Mansfelder Bergbau.........8
Kokswerke..................t
Phönix Bergbau.............O
Rheinische Braunkohlen ..... 12
Rheinstahl ................ 8/,
Bereinigte Stahlwerke........O
Otavi Mnen ...............o
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........ 6
Kaliwerke Salzdetfurth.....iyt
I. G. Farben-Jndustrte.......7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ............... O
Rütgerswerke...... 4
Metallgesellschaft.............4
Philipp Holz mann...........O
Zementwerk Heidelberg ......6
Cemcntwerk Karlstadt.........4
Schultheis Patzenhofer ....... 4
Mu (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg...................O
Zellstoff Waldhof............O
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Gas ............... 7
Daimler Motoren...... O
Deutsche Linoleum........ 6
Orenstein L Koppel..........O
Westdeutsche Kaufhof.........O
Chade................. o
Accumulatoren-Fabrik.......12
Contt-Gummi...............8
Gritzner.................. o
Mainkrastwerke Höchst a>M.... 4
Süddeutscher Zucker......... 9
111,25
230
108,5
81,25
19,4
124,5
122
169
146.75
221
97,75
113
99
92,25
116,25
54,5
111,5
115,25
90,25
89,5
161,5
35,13
293
163,25
152,5
36,9
92
169,5
112,5
228,75
109,9
81,4
19,25
126,5
125,75
170
147,25
222
98
114,25
101
92,5
116,9
93,9
113
117,25
89,5
89,75
162,5
35,13
290
166
153
36,9
92,5
171
111
117,13
229,25
108,75
80,9
19,25
124
124
168,13
145,9
97,75
113,9
99
"z
109
54,25
111,5
115
90,5
126
89,4
161,25
85,5
34,9
292,5
163
151,75
36,65
169,5
112,75 117,65
228,25
109 81,25 19,25
126 125,5 169,5
147,25
98 114,4 100,5
92,75
109,5
53,75
113
117
88,65 126,75
89,65
163
86,5
34,75
289
167 152,4
66,9
170
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. HL
15.Mai
16-Mai,
Amtliche Geld
Notierung
Srlef
Amtliche Notierung
Geld
Srief
Buenos Arre.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
41,98
42,06
41,98
42,06
Rio de Jan. .
0,189
0,191
0,179
0,181
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,06
54,16
54,19
54,29
Danzig.....
46,79
46,89
46,77
46,87
London .....
12,105
12,135
12,135
12,165
HelsingforS..
5,34
5,35
5,355
5,365
Paris ......
16,37
16,41
16,365
16,405
Holland ....
168,22
168,5k
168,35
168,69
Italien.....
Japan ......
20,53
20,57
20,53
20,57
0,712
0,714
0,714
0,716
Jugoslawien.
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
60,85
60,97
60,99
61,11
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
10,99
11,01
11,015
11,035
Stockholm...
62,43
62,55
62,58
62,70
Schweiz ....
80,34
80,50
80,32
80,48
Spanien....
83,93
33,99
33,92
33,98
Prag.......
10,35
10,37
10,345
10,365
Budapest ...
Neuyork ...
2,485
2,489
bantnoten.
2,485
2,489
Serlin, 16.Mai
Geld
Srlef
Amerikanische Noten..............
2,438
2,458
Belgische Noten..................
41,82
41,98
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
12,10
12'l4
itranxöiiiche Noten...............
Holländische Noten ...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
60^78
6L02
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
62,37
62,61
Schweizer Notezi.................
80,09
80,41
Spanische Noten.................
Ungarische Noten
_


