Ausgabe 
12.2.1935
 
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Mich 25 Pf. i 15 Pf. mehr.

Wstags 15 Pf, , mehr

Juli 1934 gültig.

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Oie Beisetzung von Professor Lunkers

alle, alle für einen, ich für dich, du für mich, wir

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Und nun also, am 1. Februar, sind die Cara­binieri, die prächtigsten Farbtupfen der grauen Städte, ins Nichts versunken' In eine alltäg­liche Uniformierung. Ja, sie tragen einen weißen Kragen mit einer schwarzen Krawatte, eine breitschirmige Mütze, eine offene Jacke und einen Allerweltsumhang. Sic transit gloria mundi. Was ist ein Gendarm ohne Uniform? Er ist ein Apollo ohne Schönheit.

Nebenbei gesagt, hat das Ausland früher als Italien selber Gelegenheit gehabt, die fachliche neue Uniform mit dem bisherigen Napoleonsglanz zu vergleichen, denn ihr Debüt feierte sie bei der Abstimmung im Saargebiet, und mancher Rompilger dort wird nun vielleicht den Kopf schüt­teln, wenn er hört, daß diese Truppe eins ist mit den herrlichen Bühnenerscheinungen seiner südlichen Erinnerung.

In Rom fallen die Carabinieri nun überhaupt nicht mehr auf, denn in der Hauptstadt wimmelt es von Uniformen aller Art, die aber nun durchweg militärischen Zuschnitt aufweisen. Noch vor zchn oder zwölf Jahren beklagte man die zer­schlissenen bürgerlichen Kleider der Briefträger und Depeschenboten, jetzt kommen die Herren von der Post wie Offiziere daher, feldgrün, mit Aufschlägen und Abzeichen. Sogar die Straßenkehrer mußten sich t1i einheitliches' Blau werfen, und auf ihrer Mütze prangt das zweitaufendjährige S. P. Q. R. der Quiritenftadt. Die Kutscher, die Taxichauffeure oder Autisti, wie sie nun heißen, denn Italien hat ent­schlossen dem Fremdwort nicht bloß den Krieg er-

denzstückes oder einer Propagandareportage, son-s dern in Gestalt einer einfachen, klaren und fesseln­den Spielhandlung. Es ist, wie mehrfach gesagt wurde, ein Film der jungen Generation in Deutsch­land, er schildert in schlichter und ungekünstelter Weise ihr Leben, ihr Denken und Fühlen, ihre Sorgen und Nöte und ihre Arbeit. Und alles, was geschieht, geschieht unter der Devise, die dem Film seinen Namen gab: Ich für dich du für mich wir für das ganze Volk; so muß die zusammen­fassende Steigerung lauten. Es sind die Ideen und Gedankengänge, die heute Besitz der ganzen Na­tion geworden sind, welche die inneren Triebkräfte der Handlung bilden: die Gedanken der Gemein­schaft, der sozialen Hilfsbereitschaft, der auf Leben und Tod verbundenen Kameradschaft und eines Le­bens der Arbeit und des Dienstes am Volke. Das alles wird aber nicht gesagt oder gesungen oder ge­predigt, sondern, darauf kommt es ja wohl an, stillschweigend und selbstverständlich verwirklicht, aus innerer Bereitschaft und Ueberzeugung heraus er­lebt und gelebt. Das gibt dem Film m einem höheren Sinne freilich den volkserzieherischen Impuls, seine Werbekraft und Vorbildlichkeit.

Den Inhalt Szene für Szene zu erzählen, er­scheint weder ganz leicht noch auch besonders wün­schenswert; man muß dies vielmehr sehen und hören und auf sich wirken lassen; dann wird jeder sogleich verstehen, wie es gemeint ist, und worauf es ankommt. Der größere Teil des Films spielt in einem Lager des weiblichen Arbeitsdienstes, und es ist ebenso lehrreich wie erfreulich, einen tiefen Blick zu tun in das Leben dort im kleinen und großen, in den Alltag, die Arbeit und die vielfäl­tigen praktischen Aufgaben der jungen Menschen, die sich da aus freiem Willen zusammengefunden haben. Man sieht sie da schaffen im Haus, im Stall, bei der Ernte, bei der Siedlerhilfe und bei der Wochenpflege, man sieht sie aber auch nach Feier­abend, beim Essen, bei Spiel und Sport und ge­meinsamem Fest. Und wenn auch das aus dem Ich und dem Du organisch sich bildende Wir alle­zeit im Vordergründe steht, so ist doch zuvor und zwischendrin immer wieder gezeigt worden, wie das Ganze sich in seine Teile gliedert. Immer wie­der heben sich aus der Menge einzelne Gesichter, Köpfe und Gestalten, einzelne Stimmen und ein­zelne Schicksale heraus; es wird der Weg und der Kampf des jungen Menschen um seine Arbeit, um eine Existenz, um ein Stück Lebensglück geschildert mit großer Eindringlichkeit, aber immer so, daß dieser Einzelweg so oder so in die Gemeinschaft, - " " t und die Lebenswerte und

traf.

In Wirklichkeit behielten die Carabinieri ihre wirklich etwas unzeitgemäße Uniform deswegen so lange bei, weil sie ihre historischen Ver­dienste hat, weil sich ihre Träger, das auserlesene königliche Gendarmeriekorps, oft hervorgetan haben. Sie trugen in der Uniform ein betontes Ehrenkleid, das für das Volk unantastbar war.

DasNon lo so und das zwillingshafte Auf­treten hat auch seine Gründe. Die Carabinieri sind nämlich keine Auskunftspersonen, der Straßenverkehr geht sie überhaupt nichts an, mit dem Verkehrspoli­zisten haben sie nichts gemein. Sie können sich des­halb auf das Recht berufen, im Stadtplan weniger zu Hause zu sein, als auf dem Kasernenhof, sie wissen oft nicht einmal näher, in welchem Quartier sie sich befinden, weil sie kein ständiges Revier haben. Ebenso gut könnte man also den nächstbesten Sol­daten fragen. Und mit der ständigen Platzverschie­bung hängt auch ihr Zwillingstum zusammen, das übrigens ein täglich wechselndes ist. Die beiden sollen einander möglichst wenig kennen, und sie sollen immer zu zweien sein aus den gleichen Grün­den, weshalb die Richter auf mindestens zwei Zeu­gen Wert zu legen pflegen. Wer bedenkt, daß die Geschichte Italiens durch Jahrhunderte hindurch die Geschichte von Geheimbünden ist, wer sich an Maffia und Camorra erinnert, wird den tieferen Sinn der Einrichtung leicht erkennen. Junge Männer, die sich zu den Carabinieri melden, werden einer ftrengcn Auslese unterworfen und müssen sich zeit ihres Lebens oder ihres Dienstes des Gedankens entschlagen, etwa mit einem Kollegen Kippe machen zu können. Die Carabinieri sind für

Auch auf dem Lande treten sie natürlich paarweise auf, dort trugen sie aber schon immer eine zweck­mäßigere Uniform und einen Karabiner (daher ihr Name). Sie sind der Schrecken des licht­scheuen Gesindels, und in den kleinen Ort­schaften ist der maresciallo, der Feldwebel der Cara­binieri, der Inbegriff der Obrigkeit.________________

Ich für dich - du für mich."

Festvorstellung im Lichtspielhaus.

Ein Mann schrieb 240 Bände Kriminalgeschichten!

Wer kann sich rühmen, der in England meist* gedruckte Autor zu fein? Man wird alle möglichen Namen nennen, aber der kürzlich im Alter von zweiundsiebzig Jahren verstorbene I. S. Fletcher ist der wohl produktivste Geschichtenschreiber der letzten Jahrzehnte in der englischen Literatur ge­wesen. Er schrieb so viele Bücher, daß er eines Tages selbst nicht mehr wußte, wie viele es waren, und sich an das Britische Museum wandte, in dem alle Werke englischer Autoren aufbewahrt werden, um von dort eine genaue Auskunft zu erhalten. Zu seiner größten Befriedigung teilte man ihm mit, daß er mit zweihundertundvierzig Bü­chern an der Spitze aller Berufsgenosfen stehe. Diese Rekordleistung läßt sich aber auch noch in einer anderen statistischen Berechnung ausdrücken, die man zu Fletchers Genugtuung daraufhin ange­stellt hat: Er schrieb nämlich in einer Schriftsteller­tätigkeit, die rund dreiundfünfzig Jahre dauerte, nicht weniger als zweihundeertundfünfzig Millionen Worte, und zwar Wort um Wort mit der eige­nen Hand. Dabei find nicht einmal alle die klei­neren Geschichten, die in Zeitungen und Zeitschrif­ten verstreut waren, mit eingerechnet worden. Jeder­mann wird nun nach dem Fachgebiet des emsigen Schriftstellers fragen, und wirklich gibt nur dies eine Erklärung für eine solch umfangreiche Produk- tion: Fletcher schrieb nämlich Tag um Tag, fried­lich am Schreibtisch sitzend, Kriminal- und Detektivgeschichten! Nicht nur in England wurden dieseFletchers" mit Spannung verschlun­gen, sie sind zum großen Teil in viele fremde Sprachen übersetzt worden und haben in der ganzen Welt eifrige Leser gefunden. Als der frühere ame­rikanische Präsident Wilson einmal von einer schweren Krankheit genas, vertrieb er sich die Zeit mit der Lektüre eines Fletcherschen Kriminal­romans, und als ein Wort darüber bekannt wurde, daß er sich dabei recht gut erholt habe, wurden alle Werke Fletchers auf dem amerikanischen Bü­chermarkt in riesigen Auflagen abgesetzt. Edgar Wallace hatte in Fletcher seinen gefährlichsten Konkurrenten, der zudem sorgfältiger und bedächti­ger arbeitete und das erworbene Gut nicht so rasch verrinnen ließ wie der weltbekannte Rennstallbe- sitzer unter den Schriftstellern. Ehe das Britische Museum aber nun bas Register der Bücher von I. S. Fletcher abschließt, wird es den letzten Roman, den Zweihunderteinundvierzigsten, noch aufnehmen müssen, bei dessen Abfassung der Tod dem unermüb- lichen Autor die Feder aus der Hand nahm. Frau Fletcher, die selber verschiedene Bücher geschrieben hat, wird dieses Nachlaßwerk vollenden, damit kein« Zeile von Fletchers Hand ungedruckt blecht.

Die ZwMngsnapoleone find verschwunden

Es wimmelt von Uniformen in Rom.

Von unserem römischen E.-Korrespondenten.

schultern nicht bloß die Hellebarde, sondern haben: am Einlaß zur souveränen Kirchenstadt das Bajo­nett aufgepflanzt. In den Höfen des Vatikans kann man regelrechte Bajonettübungen bewundern. Dann ind da die Palastgarden, die Nobelgarden, dis päpstlichen Carabinieri der Ring schließt sich. Es ist etwas Eigenartiges um die Freude am bunten Tuch der Männer.

Oie Goethe-Medaille für Geheimrat Stubben.

Unter außerordentlicher Beteiligung wurde auf dem Münchner Waldfriedhof Professor H u g o Junkers der Pionier der deutschen Luftfahrt, zu Grabe geleitet. An der silbernen Urne, die die Asche des Toten barg, wurden im Auftrage des Führers und Reichskanz­lers des Reichsluftfahrtministers, des Reichswehrministers und zahlreicher Behörden und Vereinigungen eine Fülle von Kränzen niedergelegt.

Die Idee der Gemeinschaft nämlich, der dieser Film dient, kommt sehr betont auch in seinem Dar­stellungsstil zum Ausdruck. Selbst der erfahrene Filmbesucher wird hier kaum ein bekanntes Gesicht oder einen ihm geläufigen Namen entdecken. Inge Kick, Maria W a n ck , Ruth E w e l e r, Heinz Rippert, Eleonore Stadie, Liselotte Wahl noch nie gehört. Hier spielen lauter oder doch fast lauter junge Menschen, die zum ersten Mal vor der Kamera stehen und gar keinen schauspiele­rischen Ehrgeiz haben keineRolle spielen" wollen, sondern nur sich selbst und ihr eigenes Leben dar­stellen und mitteilen wollen. Und gerade das gibt dem Film seine Lebensnähe, seine ungeschminkte Natürlichkeit und Gegenwärtigkeit.

*

Für die Festvorstellung hatte sich dankens­werterweise der Musikzug der Standarte 116 zur Verfügung gestellt, der unter der bewährten Lei­tung von Musikzugführer Herrmann mit Schwung und Schneid zwei Stücke zum Vortrag brachte und für feine vortreffliche Leistung lebhaf­ten Beifall erntete. Im Beiprogramm sah man fer­ner einen von der Reichspropagandaleitung her­ausgebrachten, sehr schönen Kulturfilm von der alten deutschen Hansestadt Danzig. Außerdem die neue Wochenschau der Ufa und je einen Vorspann zuCleopatra" und zumAbschiedswalzer".

Bei außergewöhnlich starkem Besuch wurde ge- f ftern abend in einer Festoorstellung des Licht- s spielhauses der von der Reichspropagandalei- j tung, Abteilung Film, gemeinsam mit der Deut- ( scheu Arbeitsfront herausgebrachte FilmIch für d i ch d u für m i ch" zum ersten Male in Gie- , ßen gezeigt. Der Aufführung ging eine kurze An- , spräche des Kreiswalters der DAF., Pg. Wag­ner, Gießen, voraus, der zunächst ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer ausbrachte und nach dem gemeinsamen Gesang der ersten Strophe des Horst- Wessel-Liedes u. a. etwa Folgendes ausführte: Der Totalitätsanspruch des Nationalsozialismus bedinge es daß er in alle Regungen des völkischen Lebens eindringe auch in die Kunst. Was die Masse des Volkes'noch vor nicht langer Zeit abgelehnt habe, sei nicht wahre Kunst gewesen, sondern etwas Art­fremdes, was dem Volke von geschäftstüchtigen Menschen als Kunst angepriesen und vorgesetzt wor­den sei. Kunst könne aber nie als etwas Fremdes von außen her in das Volk hineingetragen werden; Kunst sei vielmehr etwas, was organisch aus dem Volke herauswächst, als innerster Ausdruck unseres Wollens, Fühlens und Kämpfens. Gerade auf dem Gebiete des Films gebe es auch heute noch man­ches, was nicht gegenwärtig und aus dem wirklichen Leben der Nation empfunden und entstanden |ei, sondern was eine Scheinwelt darstelle und em Leben zeige, das es nicht gibt, oder wie es in Wirk­lichkeit nicht ist. Noch immer wurden Dinge und Verhältnisse vorgeführt, die es eigentlich nicht oder nicht mehr gibt. Solche Filme konnten nicht der Volksgemeinschaft dienen und dem einzelnen Volks­genossen etwas geben. Wir wollen aber auchi im Film das Leben so, wie es wirklich ist. Aus diesem Geiste heraus wurde der FilmIch für dich, u für mich" geschaffen. Hier soll das Leben lunger Menschen in freiwilliger Arbeit am deutschen Volke gezeigt werden; nicht nur die äußere Form, sondern auch das innere Erlebnis soll in diesem Film er­faßt und gestaltet und dem Beschauer vor Augen geführt werden. Diese jungen Menschen erkennen die große Aufgabe ihrer Generation: Erfüllung der jahrtausendealten Sehnsucht aller deutschen Vken- schen, sich zusammenzuschließen und ein Volk zu werden. Heil Hitler!

Rom, im Februar.

Wieder ist eine hohe Säule der Romantik ge­borsten, wiederum Italien, das einstige Land der Sehnisucht, um ein charakteristisches Bild ärmer geworden. Das, wds dem Fremden zuerst in die Äugen stach und ihm ein halb staunendes, halb gutmütig überlegenes Lächeln zu entlocken pflegte: die ebenso farbenprächtige wie anachronistische Zwillingspracht der Carabinieri hat ihr Ende gesunden. Malerisch standen die beiden Unzertrenn­lichen, steif und korrekt im Straßengewühl, sie g:ngen nicht, sie schlenderten nicht, nein, wenn sie sich in Bewegung setzten, dann war es ein würde­volles Schreiten. Der Ausländer witterte gleichwohl instinktiv hinter der pompösen Uniform die Polizei­gewalt und da die Polizisten, man weiß nicht recht warum, im Gerüche stehen, eine Art unentgelt­liches Auskunftsamt zu sein, wurden sie nach der und jener Straße gefragt. Und dann kam, so be­hauptete einmal eine ungarische Reiseschriftstellerin, mit Sicherheit der lapidere Satz: Non lo so. Ich weiß es nicht! So lernte man das erste Italienisch. Das Weißichnicht kriegte man in Mailand wie in Palermo, in Perckgia genau so wie in Genua zu hören, und da diese eigenartigen Könige der Straße auch niemals den Arm hoben, um den Verkehr zu regeln, und sich überhaupt etwas statistenhaft be­nahmen (immer nach Meinung der Uneingeweihten), wurden sie in den Augen vieler zu einer Operetten­figur, wozu der Dreispitz, dieser Napoleons- Hut, die breiten roten Generalsstreifen und nicht selten ein hoher Federbusch wesentlich beitrugen. Ein Rätsel blieb es aber allen ohne Ausnahme, warum man sie immer nur paarweise an­

dern Geheimen Oberbaurat Professor Dr.-Jng. h.e« Josef Stüb den in Frankfurt a. M. wurde an« läßlich seines 9 0. Geburtstages am 10. Fe­bruar in Anerkennung seiner Verdienste auf bem Gebiete ber Stäbtebaukunst im In- unb Auslands vom Führer unb Reichskanzler die Goethe-Mei

b a i 11 e für Wissenschaft unb Kunst verliehen.

Tagung

der Gau-Studentenbunds-Führer.

LPD. Frankfurt a. M., 11. Febr. Im Aböls- Hitler-Haus fanb am Samstag die letzte große Führerbesprechung sämtlicher Hoch- und Fachschul­gruppen des NSDStB. Gau Hessen-Nassau in die­sem Semester statt. Der Gau-Studenten­bundsführer referierte über die politische Schulung während der Ferien und betonte dabei, daß nach dem Reichsschulungslager in Bernau ebenfalls zwei Lager für die politische Erziehung der Schulungsleiter der Gaue Hessen-Nassau, Kur- Hessen und Pfalz in Oberursel und auf dem Glei­berg bei Gießen durchgeführt werden. So­dann sprach er über das Verhältnis des NSDStB, zur Deutschen Studentenschaft. Auch der NSDStB. müsse als Parteiorganisation mit seiner Führerschicht die Studentenschaft maßgeblich beieinflussen und diese mit dem Gedankengut des Nationalsozialismus durchdringen. Die Hauptaufgabe des NSDStB. im nächsten Semester liege im Aufbau und in ber Umgestaltung ber Häuser bes Stubentenbunbes (Kameradschaftshäuser). Schon wahrend der Ferien wird die Zusammenarbeit zwischen Hoch- und Fachschule so gestaltet, daß die Kameraden der Kunstschulen die Häuser der Studenten besonders künstlerisch ausgestalten. Diese Maßnahme dient vor allem auch dazu, den sozial schlechter gestellten NSDStB.-Kameraden die Möglichkeit zu bieten, sich bas Notwendigste für die Lebensbedürfnisse zu ver­dienen.

Daten für den 13. Februar.

. 1419: Stiftung ber Universität Rostock; 1511? Herzog Albrecht von Preußen wirb Hochmeister bes Deutschen Ritterorbens; 1754: ber Diplomat Fürst Talleyrand in Paris geboren (gestorben 1838); 1848: ber Generalfelbmarschall Hermann von Eichhorn in Breslau geboren (1918 ermorbet in Kiew); 1883: Richard Wagner in Venedig ge­storben (geboren 1813)._____________

klärt, sondern überall sofort, oft über Nacht, eigene neue Wörter geschaffen, müssen fich genau so wie bie Verkehrspolizisten, die Metropolitan! ober kurz­weg Metro, zur divisa bekennen, wobei eine Som­mer- unb eine Winteruniform vorgeschrieben ist. In den heißen Tagen strahlen bie Verkehrsregler in blenbenbem Weiß unb tragen einen ebensolchen Tropenhelm. Verschwunben ist die schöne Zeit, wo sie sich, sowie es regnete ober ber Verkehr unbequem arg würbe, seitwärts in die Osteria schlugen.

Hält Mussolini schon unten, in den mehr häus­lichen Graden seines Millionenheeres strenge Zucht, um wie viel mehr bei der Miliz und beim Heer! Auch bei diesen beiden Waffengattungen sind die Uniformunterschiede verblaßt, man muß oft scharf Hinschauen, um unter dem Militärrock das Schwarzhemd zu bemerken. In der Hauptstadt strömt wie im alten Rom alles zusammen, was Dienst oder Urlaub hat, Flieger und Matrosen mischen sich unter das gelbgrün, der schwarze Fes trobbelt neben dem Stahlhelm, zuweilen tauchen bie roten turmhaften Kopfbedachungen der Kolonial­truppen auf, bie Wüste schickt ihre braunen Sohne, die meisten so lang unb schlank wie bes Königs Grenabiere. Achilleshelme funkeln, .Roßschweife wehen, bei ben Paraden gehen einem die Augen über vor so viel kriegerischer Pracht unb Herrlichkeit und an solchen Festtagen dürfen auch die Napo­leonshüte und Carabinieri vorübergehend erscheinen.

Wer nun aber glaubt, daß dieses Waffengewühl typisch sei für eine Nation, deren Führer das Wort prägte, was für die Frau die Mutterschaft, das sei für den Mann der Krieg, wer in der militärischen Uniform schon ein Liebäugeln mit dem Schrecken ber Menschheit erblickt, ber braucht nur über bie Tiberbrücke zu gehen und sich im Vatikan umzu­sehen: dort wimmelt es noch weit mehr von Män­nern, die sich durch ein Kämpfergewand auszeichnen. Schweizer in ihrer zwiefarbigen Landsknechttracht

für das ganze Volk.

Dieser Film hat seine äußere Form von einem der begabtesten, bekanntesten und erfahrensten deut­schen Regisseur erhalten: Carl Froelich setzt hier eine Tradition fort, die mit Filmen wieReifende Jugend" undMädchen in Uniform" begründet worden ist, und er hat es auf eine ausgezeichnete, künstlerisch überzeugende Weise verstanden, die Werte im Bild lebendig zu machen, die hier ans Volk herangetragen werden sollen. Sein Film ist vom Rhythmus der Arbeit unb ber Gemeinschaft, vom Geist einer neuen Zeit erfüllt. Die 'Silber, bie er gestaltet, finb großzügig unb natürlich gesehen, er gibt keine Scheimpelt, sondern Gegenwart und wirkliches Leben, wie es heute tausendfältig um uns her in Deutschland am Werke ist. Er beherrscht bie bewegte Masse ebenso sicher wie bie profilierte unb bramatifd) zugespitzte ober bie gefühlsbetonte Einzelszene, unb er braucht dazu erstaunlicherweise fast keinengelernten" Schauspieler.

Schon der eindringlich-schlagkräftige Titel des Films läßt erkennen, daß hier der Geist einer neuen QPit Grundsätze unb Gebankengut bes national- uieid v-u^^.y -7

io3ialiftifd)en Staates bildhaft und dramatisch ver- ins Dolksganze mundet Dirklicht wurden und zwar nicht in der abftrat-1 Maximen verwirklicht von denen oben schon e

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