11 Ballons der Deutschen Freiballon-Meisterschaft gelandet.
Don den am Sonntagabend gestarteten 13 Ballons der Deutschen Freiballon-Meisterschaft, die gleich- !ig als Ausscheidungsrennen zum Gordon- Benu 1 Rennen gilt, sind bis Montagabend elf Landemeidungen eingegangen. Der Ballon „Stra- gula" (Führer Becker) ist am Sonntagabend 19.17 Uhr in der Gemarkung Dettingen bei Aschaffenburg glatt gelandet. Der Ballon „Stadt Delbert) (Führer G r o s st e i n b e ck) ging am Sonntag um 20.15 Uhr bei Bad Berka in Thüringen nieder, womit er ca. 230 Kilometer zurückgelegt hat. Der Ballon „Roland" (Führer Brick- w e d d e) landete bei Weißwasser in der Nähe von Görlitz am Montagmorgen 3,07 Uhr. Trotz der herrschenden Dunkelheit ging die Landung glatt vonstatten. Ballon „Hannover" (Führer Schäffer) landete um 2.45 Uhr am Montagmorgen bei Bernsdorf in der Oberlausitz. Der Ballon ,Bo- chum 2" (Führer Dr. Scholl) erreichte Wlocla- weck-Neermcy in Polen, was eine Entfernung von ca. 780 Kilometer bedeutet. Eine Strecke von 810 Kilometer erreichte der Ballon „Deutschland" (Führer Götz jun.), der in Briesen bei Thorn niederging. Der Ballon „Ernst Brandenburg" mit Dr. Burghard als Führer erreichte am Sonntag 22 Uhr Blankenburg am Harz. Nur bis Karlstadt a. M. kam Ballon „Wicküler" (Führer K i e b e l e r), der bereits um 19.25 Uhr am Sonntag niederging. Die bisher weiteste Strecke von etwa 1040 Kilometer erreichte der Ballon „Chemnitz 8" auf seiner Jungfernfahrt, die er am Montagnachmittag 14.30 Uhr bei Dlugossen, Kreis Lyck in Ostpreußen, beendete. Der Ballon „Nordmark" (Führer Dr. P e r l e w i tz) landete am Montag 9.35 Uhr im Weichselgebiet bei Nyeszama, ca. 800 Kilometer Entfernung. Ebenfalls über 1000 Kilometer brachte der Ballon „Wilhelm v. Opel" (Führer D e k u - Darmstadt) hinter sich, der 110 Kilometer nordöstlich von Warschau landete und die Landemeldung aus Przosnys-Krzasnoysz aufgab.
Neue Olympia-Kernmannschaft der Boxer.
43 Boxer in acht Gewichtsklassen.
Nach Abschluß der vom Deutschen Amateur- Boxverband in allen Gewichtsklassen durchgeführten Prüfungskämpfe ist nun die neue Olympia- Kernmannschaft der Boxer aufgestellt worden. Erfreulicherweise hat man nicht daran festgehalten, in jeder Klasse eine feste Zahl von Boxern ein^u- teilen, sondern es wurden ohne Rücksicht auf eine begrenzende Zahl die Boxer in die Mannschaft eingereiht, die sich bei den Prüfungskämpfen am talentiertesten erwiesen habey. So wurden acht Fliegengewichtler, sieben Federgewichtler, sechs Schwergewichtler, je fünf Leicht- und Halbschwergewichtler und je vier Bantam-, Welter- und Mittelgewichtler in die Kernmannschaft berufen, so daß diese aus 43 Boxern besteht. Die einzelnen Gewichte wurden in zwei Gruppen untergeteilt, die in Benneckenstein zu zwei getrennten Trainingskursen vereinigt werden. Don den deutschen Meistern des letzten Jahres sind alle mit Ausnahme des erkrankten Weltergewichtlers Campe-Berlin und des zum Berufssport übergetretenen Halbschwergewichtsmeister Pürsch-Berlin wieder in der Kernmannschaft vertreten. An der Zusammensetzung der Mannschaft kann sich allerdings mit der Zeit noch manches ändern.
Cambridge siegt zum 46. Mole.
Der 87. große Ruderkampf zwischen den Achter- Mannschaften der führenden englischen Universitäten Oxford und Cambridge hat mit einem neuerlichen Sieg des Cambridge-Bootes geendet. Cambridge gewann das Rennen in 19:48 sehr leicht mit 4Vz Längen Vorsprung gegen Oxford. Dadurch hat „Hellblau" seinen zwölften Sieg in ununterbrochener Reihenfolge feiern können. Von den bisher überhaupt ausgetragenen Begegnungen hat Cambridge 46, Oxford nur 40 Siege zu verzeichnen. Einmal, im Jahre 1877, gab es zwischen beiden Booten ein totes Rennen.
130 000 Zuschauer wohnten am Samstag dem Spiel zwischen Schottland und England bei, das die Schotten auf Grund besserer Stürmerleistungen mit 2:0 (1:0) gewannen. Die beiden Tore erzielte der Linksaußen Duncan.
Waldlauf der SA.
Durch einen Fehler beim Umbruch w-irde der Bericht über den Waldlauf der SA.-Standarte 116 entstellt wiedergegeben, insofern, als der Text nicht in der richtigen Reihenfolge zu lesen war. Der Anfang des Berichts lag auf der dritten Spalte, 16. Zeile von unten, war bis zur vierten Spalte zu lesen und dann unter dem Bilde weiter zu verfolgen.
Wirtschaft.
Schweine mittelmäßig, geringer Ueberstand (24 Stück).
frankfurter Getreidebörse.
Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
623: Vorschriften bei Einzahlungen zugunsten spanischer Gläubiger bei der Deutschen Verrechnungskasse.
624: Ab 6. April 1935 wird die Notierung des Belga an der Berliner Börse wieder ausgenommen. Von diesem Tage an können Einzahlungen im Wege des deutsch-belgischen Verrechnungsabkommens vom 5. September 1934 wieder geleistet werden. Sämtliche Forderungen, deren Gegenwert noch nicht ein- bezahtt worden ist, werden nach der neuen Parität zum lehtbekannten Berliner Mittelkurs des Einzahlungstages berechnet werden. — Dieselbe Regelung gilt voraussichtlich auch für Forderungen, die zwar bereits eingezahlt, deren Ueberwsisung jedoch durch die Unterbrechung des Zahlungsverkehrs eingestellt wurde. Eine amtliche Bekanntmachung in dieser Frage steht bevor.
625: Verwendung ausländischer Forderungen bei Ankäufen auf Messen und Ausstellungen des Auslandes.
626: Neuer Einzahlungskurs für Postanweisungen nach Dänemark.
627: Ursprungszeugnisse für Postpakete mit Handelswaren nach Griechenland erst vom 1. Mai an erforderlich.
Nhein-Mainische Mittagsbörse.
Still, schwächer.
Frankfurt a. M., 8. April. Die Börse hatte einen sehr stillen Wochenanfang. Einige Glattstellungen der Spekulation, sowie eine gewisse Zurückhaltung in der Auftragserteilung der Bankenkundschaft verursachten zumeist leichte Kursrückgänge. Das Fehlen von Abschlußziffern bei der IG. Farbenindustrie enttäuschte vielfach, desgleichen der nur unveränderte Dividendenvorschlag. Der Blick auf die Außenpolitik, so die Vorbereitungen für Stresa, veranlaßten ebenfalls Zurückhaltung.
IG. Farben zunächst 1 v. H. unter Samstagsschluß, dann nochmals 0,50 v. H. schwächer. Scheideanstalt — 0,50 v. H., Erdöl aber noch 0,40 v. H. fester. Durchweg schwächer lagen Montanwerte, die 0,50 bis 1,25 v. H. verloren, so Buderus 0,50 v. H., Ilse Genuß 0,90, Mannesmann 0,90, Rheinbraun 1,25, Stahlverein 0,50 v. H. Kaliwerte vollkommen still. Am Elektromarkt blieben AEG. und Betula gut behauptet, Licht & Kraft gewannen 0,25, aber Gesfürel 1, Schuckert 0,90, Siemens 0,50 v. H. niedriger. Von Verkehrswerten Hapag, Nordd. Lloyd 0,40 bzw. 0,50 v. H. schwächer, dagegen Allg. Lokal & Kraft 0,40 v. H. freundlicher. Zellstoffwerte leicht gedrückt, so Waldhof 1,13/ Aschaffenburg 0,50 v. H. Don Maschinenwerten Eßlinger auf die Dividendenzahlung 3 v. H. höher gesucht, im gleichen Ausmaße auch deren Genußrechte. Im einzelnen Heidelberger Cement um 0,75 v. H., Daimler 0,75, Hanf Füssen 0,13, Reichsbankanteile 0,50 v. H. niedriger. Im Freiverkehr Adlerwerke etwa 92.
Am Rentenmarkt lagen deutsche Anleihen durchweg eine Kleinigkeit freundlicher, so Zinsvergütung und Kommunale Umschuldung je 5 bis 10 Pf., Späte Schuldbücher bei 96,25 behauptet. Stahloereinsbonds 0,13 v. H. abgeschwächt. Don Auslandsrenten traten Mexikaner im Anschluß an festere Auslandskurse und in Erwartung einer baldigen Neuregelung hervor, Silbermexikaner um 0,15, Goldmexikaner um 0,50 v. H. erhöht.
Im Verlauf blieb die Börse farblos. Teilweise wurden die Anfangsverluste leicht aufgeholt, so bei Schiffahrtswerten, IG. Farbenindustrie um 0,25 bis 0,40 v. H.. Im einzelnen lagen Klein Schanzli um 4, Rheag um 1,50 v. H. höher Im Freiverkehr: Frankfurter Hof 48, Growag 80, Pokorny 106, Torpedowerke 100, Pfandbriefe still und ohne Veränderung. Mexikaner behaupteten ihre Anfangsgewinne, desgleichen deutsche Anleihen. Tagesgeld bei 2,50 v. H. angeboten.
Abendbörfe behauptet.
Die Abendbörse war gegenüber dem schwachen Mittagsschluß behauptet. Umsätze blieben sehr gering, Sonderbewegungen lagen nicht vor. Farbenindustrie 145,75 bis 145,65, Hapag 11 v. H. freundlicher, AKU., aus schwächere Auslandkurse bei 52,90 angeboten nach 53,40. Am Rentenmarkt konnten Mexikaner die festeren Mittagskurse nicht ganz behaupten, Gold-Mexikaner 0,25 v. H. schwächer, deutsche Renten ruhig aber gut gehakten. Zinsvergütung 89,55.
Am Schluß der Abendbörse hörte man: Gold- Merikaner 12,13, IG.-Farben 145.50, AKU. 52,75 Geld. Kurse: AEK. 35,50, Betula 137, Bemberg 116,25, Daimler 92, Deutsche Erdöl 106,50, Deutsche Linoleum 155, Licht und Kraft 124,75, JG -Farben
145,75 bis 145,65, Gesfürel 121, Hanfwerke Füssen 83,40 bis 83,25, Holzmann 90, Junghans 89, Schuckert 104, Siemens & Halske 150,25, Weftd. Kaufhof 33,50, südd. Zucker 167,25, Deutsche Reichsbahn-VA. 121,75, Hapag 32,25, Nordd. Lloyd 33,65, Buderus 94,13, Harpener 105,50, Klöckner 91,50, Mannesmann 79,50, Rheinbraun 209, Rheinstahl 106,50, Stahlverein 78,50. Altbesitz 111,90 Geld, 4proz. Rumänen 4,10.
Irankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt, 8. April. Austrieb: 1036 Rinder, darunter Ochsen 231, Bullen 122, Kühe 447, Färsen 236, Kälber 523, Schafe 40, Schweine 3870. Ueber- stand 24 Schweine. Notiert wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42, b) 39 bis 41, c) 36 bis 38, Bullen a) 39, b) 36 bis 38, b) 32 bis 35, d) 26 bis 31, Kühe a) 37 bis 40, b) 30 bis 36, c) 24 bis 29, d) 17 bis 23, Färsen a) 42, b) 39 bis 41), c) 34 bis 38, d) 30 bis 33. Kälber a) 57 bis 60, b) 39 bis 41, c) 42 bis 50, d) 30 bis 41. Lämmer und Hämmel b2) Weidemafthämmel 38 bis 39, c) 34 bis 37. Schweine al) 50 bis 52, a2) 50 bis 52, b) 49 bis 52, c) 47 bis 51, d) 44 bis 49, g) Sauen 45 bis 47, g2) 40 bis 44. Marktoerlauf: Rinder mittelmäßig, ausverkauft; Kälber lebhaft, ausverkauft; Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft;
Frankfurt, 8. April. Am Getreidemarkt zeigte sich weiter unveränderte grofee Nachfrage nach Futtermitteln. Das Mehlgeschäft verlief ruhig. Das Weizenangebot Wetterauer Herkunft war klein, das Roggenangebot dagegen größer. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W IX 209, W XIII 213, W XVI 217, Roggen R XX 169, R XIII 173, R XV 177, Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebietes. Futtergerste G IX 171, G XI 174, G XII 176, Hafer H XIII 169, H XIV 171, Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für Brauzwecke 200. Weizenmehl W XIII 27,60, W XVI 28,05, Roggenmehl R XIII 23,70, R XV 24,10 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,50, Weizenfuttermehl 13,75, Weizenkleie W XIII 10,87, W XVI 11,08, Roggenkleie R XIII 10.14, R XV 10,38, Mühlen-festpreis ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 13, Palmkuchen 13,30, Erdnußkuchen 14,50, Fabrikpreis ab süddeutsche Fabrikstation. TrockSdschnitzel 9,65, Heu 10,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 5 bis 5,40, do gebündelt 5 bis 5,40. Kartoffeln: Industrie, hiesiger Gegend 3 Mark, gelb- fleischige hiesmer Gegend 2,80 bis 2,90 per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.
Lmkertagung in Gießen.
Am Samstag und Sonntag fand in der Wirtschaft von F a u l st i ch zu Gießen ein Bienen- seuche-Lehrgang der Kreisfachgruppe Gießen in der Reichsfachschaft Imker statt, zu dem Vertreter aus über 50 Gemeinden der Kreise Gießen, Wetzlar und Friedberg erschienen waren. Kreisgruppenvorsitzender Bod endender (Gießen) begrüßte die Teilnehmer und wies auf die Wichtigkeit der Tagung hin.
Kursusleiter Dr. F r e u d e nst e i n von der Lehr- und Versuchsanstalt am Zoologischen Institut der Universität Marburg sprach am Samstag über
Vienenkrankheiten.
Um alle im Zusammenhang mit der Erzeugungsschlacht gesteckten Ziele zu erreichen, muß jeder Bienenzüchter ein scharfes Auge auf das Heer der Feinde und Schädlinge haben, die sowohl die junge Brut als auch die ausgewachsenen Bienen befallen und unter Umständen den erhofften Erfolg des Jahres in Frage stellen können. Neben dem Schimmelpilz, der die Waben und die Pollen befällt, ist besonders der Erreger der Kalkbrut gefährlich, der die Brut zum Absterben bringt und sie in steinharte Mumien verwandelt. Daneben tritt in manchen Gegenden die sog. Trockenbrut, die harmlos verläuft, aber als bösartige Trockenbrut, auch Steinbrut genannt, größere Schäden anrichten kann. Die eifrigste Arbeit von Immen und Imkern wird zur Erfolglosigkeit verdammt, wenn die Faulbrut mit ihren schlimmen Folgen auf dem Bienenstand auftritt. Ist man im Zweifel über das Krankheitsbild, so wende man sich an den Bienenseuchensachverständigen des Bezirks. Die Faulbrutbekämpfung muh sich auch auf sog. „wilde Völker" erstrecken, die in hohlen Bäumen und Felsspalten zu finden sind.
Der Sonntagmorgen war den Feinden der ausgewachsenen Bienen gewidmet, vor allem der Nosemaseuche, auch Darmkrankheit genannt. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem normalen Wintertotenfall nach den ersten Ausflügen und dem Massensterben, das durch den Nosemaerreger hervorgerufen wird. Beim vorzeitigen Abgang von Jungbienen liegt Verdacht auf die Maikrankheit vor, die durck Pollenverstovfung verursacht wird. Im Osten unseres Vaterlandes richtet die Milbenseuche starken Schaden an. Welche der verschiedenen Krankheiten im einzelnen Falle oorliegt, kann nur durch mikroskopische Untersuchungen festgestellt werden.
An beiden Tagen wurde durch Fragen der Kursusteilnehmer viel zur Klärung der Verhandlungspunkte beigetragen und dem Leiter des Lehrgangs durch reichen Beifall gedankt.
Der Kreisgruppenversammlung am Sonntagnachmittag auf der „Bergschenke" ging eine Besichtigung des in jeder Hinsicht vorbildlichen Bienenstandes des Vorsitzenden G. Bodenben- d e r voraus.
Kreisfachgruppenvorsitzender Bodenbender konnte eine stattliche Versammlung begrüßen; über 100 Bienenzüchter hatten sich eingefunden, darunter auch der Landesfachgruppenvorsitzende S e y d e l, Darmstadt, der zu Beginn grundlegende Ausführungen über den Aufbau der Organisation gab. Er forderte die Ortsgruppenvorsitzenoen auf, alles zu tun, um einen tüchtigen Nachwuchs heranzubilden, der das begonnene Werk zu vollenden habe.
Der anschließende Vortrag von G. Bodenbender befaßte sich mit dem Thema
„Königinzucht auf jedem Stand."
Der Redner hob die hohe Bedeutung einer hochgezüchteten Stockmutter hervor, die allein die Gewähr für gute Volksentwicklung und reichen Honigertrag sei; er gab Anweisung über die notwendigen Geräte, führte die Begattungs- und Schlüpfkästchen praktisch vor und forderte, nur rassische Stämme zu züchten.
Der zweite Vortrag über
„Wanderung mit Bienen"
wurde von dem Obmann für das Wanderwesen des Landesverbandes Hessen-Nassau, Lehrer B r a u n - Rodheim v. d. H., gehalten. Wir stehen, so führte der Redner u. a. aus, im Zeichen der Erzeugungsschlacht und müssen alles daransetzen, den Bedarf des deutschen Volkes an Bienenhonig aus eignen Ernten zu decken. In Trachtpausen muß der fort» fchrittliche Imker in ergiebige Trachtgebiete wandern, wo Massenttachten die Unkosten leicht aufwiegen. Mehr als seither sollte auch die Obstblüte ausgenutzt werden. Der Redner kam dabei auf die jüngste Verordnung der hessischen Regierung zu sprechen, wonach das Spritzen mit Giftmitteln in die offene Blüte verboten ist. Mit der Mahnung, alles zu tun, um die Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes auch auf bienenwirtschaftlichem Gebiete erringen zu helfen, schloß der Vortragende seine Ausführungen. Beide Vorträge fanden reichen Beifall und hatten eine rege Aussprache zur Folge.
Die Tagung wurde nach Besichtigung verschiedener Ausstellungsgegenstände in üblicher Weise geschlossen.
Preußen.
Kreis Wehlar.
oo Hörnsheim, 7. April. In der hiesigen alten Schule wurde eine Ausstellung von Schülerinnen-Handarbeiten gezeigt, bei der man alle Arten von Handfertigkeitsarbeiten des Handarbeitsunterrichtes in guter Ausführung sehen konnte. Die Ausstellung wurde von unserer Einwohnerschaft stark besucht, die dadurch ihr reges Interesse für dieses Arbeitsgebiet der Mädchen bekundete. Allgemein wurde anerkannt, daß den Schülerinnen unter der Leitung der Handarbeitslehrerin Frau Koch eine gute Grundlage für das Leben gegeben wird. — Unsere Gemeinde läßt als Notstandsarbeit die Straße Hörnsheim— Lang-Göns instandsetzen. Die Ausführungen der Arbeiten wurde dem hiesigen Bauunternehmer Otto Müller übertragen. Das Steinmaterial wird von Erwerbslosen unserer Gemeinde in einem Steinbruch bei Niederkleen gebrochen und von den hiesigen Landwirten im Frondienst angefahren. Das Klopfen der Steine wird von unseren Arbeitslosen besorgt. Durch diese Maßnahme der Gemeinde ist erfreulicherweise wiederum für mehrere Wochen Arbeitsgelegenheit geschaffen worden.
Sprechstunden ver Redaktion.
11.3 0 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt O.2J1. |
xöerlm
Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Gchlußk. Abend- börse
Schluß« kurs
Schlußk. Mittag« Börse
Schluß« turs
Schlußk.
Abend-
Börse
Schluß- lurs
Schlußk. Mittag- Börse
Gchluß- kurs
Schlußk. Abend- Börse
Schlußkurs
Gchlußk.
Mittag«
Börse
Datum
6.4.
8.4.
6-4.
8-4.
Datum
6.4.
8.4.
6-4
8-4.
Datum
6 4
8 4
64.
8.4.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Retchsanl. von 1934 6Va% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-AblöI.«Schuld mit
Auslos.-Rechten .....
100 96,25 101,5
112,13
99,4
97,25
96
100,13
92,25
114,25
96
100,75
101,25
96
96
105,8
26
1,1
7
6,5 6,75 11,65
M
100 96,25 101,5
111,9
99,7
97,25
96
100,45
114,65
100,5
101,25
96
96
105,8
25,5
1,1
7,25
6,55
6,5
12,25
8,5
100,13
96,25
101,75
112
99,9
96,75
114,5
101,1
96
96
105,9
25,75
1,05
7,2
11,75
100,13
96,25
112,65
99,75
97
115
100,1
96
96
105,8
25,75
1,13
7,25
6,55
12
4% desgl. Serie 11 ............
8,5
4,4
4,15
33
33,25
34,4
82,5 108,5 86,75
89,5 89,5 160,5
36,13
137 109,5 124,75
88,5 122,5 122,5
106
153
122
95,65 107,5
105,75
128,9
92 81,13
8,5
4,4
4,1
33,25
32,25
33,65
82,5
107,5
85,25
89
89
158,75
35,5
137
108,75
124,75
87,5
121
122
104
150,25
121
94,13
106,5
105,5
128
91,5
79,6
8,7
6,65
4,25
33,2
33,13
27
34,4
83 108,25
86,5
89,5
89,5
160
36,13
137,4
109 125,13 89,13 122,5 122,5
106 153,25 121,75
95,5 107,5
105,25
96,25
155 128,5 92,25
81
4,4
6,5 4,15 33,25
32 26,25 33,25 82,4
108 85,25
89,5 89,5 159,25
35,4
137 108,25 124,75
87 121,13 122,5
104 150,25 121,25
94,25 107
106,5
95 153,5
129 91,13 79,75
Manskelder Bergbau....... 8 101,75
100,13
209 106,5
78,5 15,25
113,25 112,75
156
145,65 213,5
103 110
96
90 119,9
52,75 116,25
115,5 81
92
155
33,5
150
36
101,5
109
209,5
108,5
80,75
15,4
112,5
113
157
148,4
103
111
95,75
90,65
108,5
53,9
117
116,5
82,25
129,25
93,5
155,5
88,5
34,4
242 164
151
1
99,25 108,25
209 106,75
78,65 15,13
112,5
113
156
145,65
101,5
108,75
96,5
89,5
106,5
53,4 117,5
115
81 128,75
91,75
155
88
33,5
238
163,5
150
36
I 167
5% Rumän. vLreinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.Brelnh.Rentev.l913 4% RumäniWevercinh. Rente .. 2%% Anatolier ...............
Kokswerke............. 5
Pbönix Bergbau.............O
Rheinische Braunkohlen .....12
Rheinstahl................8%
Vereinigte Stahlwerke........O
Otavi Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
3- G. Färben-Industri«.......7
Scheideanstalt.......... 9
210
108,5
80,75
15,13
112,25
113
148,5
214,5
103,25
110,65
96
91
119,75
54
117,13
117
81,5
93,75
155
34,5
238
151
36,4
93,5
168
4l/i% Deutsche Reichspostschahan« Weisungen von 1934, I.......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
Hamburg-Amertka-Paket .....O
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtsconto«
Gesellschaft...,............0
Dresdner Bank.....w........0
Reichsbank ................ 12
ACG ..................u
*¥i% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6%% ehem. Hess. Landes-Hhpo- thekenbank Darmstadt Liaui ...
4%% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
Oberhessen^ Provinz-Anleihe mit
Goldschmidt .......... o
Rütgerswerke ...............4
Metallgesellschast.............*
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4 ya% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1935
5’/,% ehem. 4'/r% Franks. Hhp^
Bank-Liqu.-Psandbriefe.......
Philipp Holzmann...........O
Bekula.................... 10
Elektr.Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ........... 6%
Felten L Guilleaume......... O
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........ 5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert K Co...... 4
Zementwerk Heidelberg ......6
Cementwerk Karlstadt....... 4
Schultheis Patzenhoser .......4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg...................O
Zellstoff Waldhof ............O
Zellstoff Aschaffenburg ....... 0
Dessauer Gas ............ 7
Daimler Motoren......... O
Deutsche Linoleum...........6
Lrenstetn L Koppel...... O
Westdeutsche Kaufhof.........O
Chade.................... O
6yz% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
4%% ehem. 8% Pr. Landespfand- vriesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4%% ehem. 7% Pr.Landespfand-
briefanst., Gold Komm. OBI.VI Steuergutsch.Verrechnungsk. 85-89
4% Oesterretchtsche Goldrente....
4,20% Lesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
Siemens L Halske...... 7
Lahmeyer L Co..............7
Buderus ......... O
Deutsche Erdöl..............*
Harpener...................O
Accu mul atoren-Fabrü.......12
Conti-Gumnu ..............8
Gritzner................. O
Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4
Süddeutscher Zucker ......... •
4% Ungarische Slaatsrente v. 1910
44% deSgl. von 1913..........
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 6
Ilse Bergbau ...............6
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klücknerwerke .............sü
Mannesmann-Röhre« ........ O
6% abgest. Goldmexikaner von 99
4^Mrktsche Bagdadbahn-Anleihe
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M.
6.April
8. April
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos Lire.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
41,98
42,06
41,98
42,06
Rio de Jan. .
0,201
0,203
0,201
0,203
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
53,79
53,89
53,41
53,51
Danzig.....
81,20
81,36
81,13
81,29
London .....
12,045
12,075
11,96
11,99
HelsingforS..
5,315
5,325
5,285
5,295
Paris ......
16,40
16,44
16,39
16,43
Holland ....
167,13
167,47
167,43
167,77
Italien.....
20,58
20,62
20,58
20,62
Japan ......
0,705
0,707
0,699
0,701
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
60,54
60,66
60,12
60,24
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
10,93
10,95
10,86
10,88
Stockholm...
62,12
80,72
62,24
61,69
61,88
Schweiz ....
80,88
80,72
33,93
80,88
Spanten....
33,95
34,01
33,99
Prag.......
10,39
10,41
10,38
10,40
Budapest ...
—
—
Neuyork...
2,487
2,491
2,482
2,486
Bantnoten.
Berlin, 8. April
Geld
Brief
Amerikanische Noten......
2,434
2,454
Belgische Noten..........
41,82
41,98
Dänische Noten .........
53,20
53,42
Englische Noten .........
11,925
11,965
Französische Noten.......
16,33
16,39
Holländische Noten.......
167,02
167,68
Italienische Noten........
20,66
20,74
Norwegische Noten ......
59,91
60,15
Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schwing
—
Rumänische Noten.......
—
—
Schwedische Noten.......
61,48
61,72
Schweizer Noten.........
80,24
80,56
Spanische Noten.........
33,46
33,60
Ungarische Roten ........


