Ausgabe 
9.1.1935
 
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logen arbeiten in USA., davon etwa 500 km direk­ten Staatsdienst.

Das Institut gibt drei gut ausgestattete Zeitschriften heraus. Die eine:Arbeiten über physiologische und angewandte Entomologie aus Berlin-Dahlem" befaßt sich hauptsächlich mit den bisher besprochenen Fragen. Die zweite:Ento­mologische Beihefte aus Berlin-Dahlem" ist das Organ derWanderoersammlungen deutscher Ento­mologen" kommt nicht von Wandern und Jn- sektenfangen, sondern vom Ortswechsel der Tagun­gen die in erster Linie der gemeinsamen volks­verbundenen Forschungsarbeit, von der wir spra­chen, dienen. Die dritte ZeitschriftArbeiten über morphologische und taxonomische Entomologie aus Berlin-Dahlem" führt mehr in dieintimere" wis­senschaftliche Arbeit des Instituts. Welche ungeheure

Mühe kostet es, auch nur einigermaßen Ordnung in diese Myriaden von Geschöpfen zu bringen! Die gesamten Forschungen der neueren Biologie müssen berücksichtigt werden: oft sind die äußeren Kennzei­chen fast gleich, aber dasWesen" der Art ist trotzdem verschieden. Welches sind aber diewesent­lichen" Kennzeichen einer Art? Tausende von Fra­gen und ebensoviel Aufgaben.

Der liebenswürdige Direktor zeigt mir die er- staunlichsten Objekte: unvorstellbare Fälle von Mi­mikry, wo z. B. Dorderflügel von Heuschrecken von einem grünen oder braunen Buchenblatt ein­fach nicht zu unterscheiden sind. Er zeigt mir sein größtes Objekt, einen Herkuleskäfer, und fein klein- ftes, ein mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen­des Käferchen.

Wirtschaft.

Unzulässige Preisbindungen für Schnittholz.

DNB. Der Reichskommissar für Preisüber­wachung hat im Anschluß an Besprechungen mit den zuständigen amtlichen Stellen und den beteiligten Wirtschaftskreisen bestimmt, daß Preisbindungen, Richtpreise und Preisempfehlungen jeglicher Art sowie jegliche Vorschriften über Handelsstufen im Verkehr mit Schnittholz in Mengen über 20 Kubik­meter unstatthaft sind. Don dieser Bestimmung ist ausgenommen der Verkehr mit nordischem Schnitt­holz und amerikanischen, tropischen und subtropi­schen Holzarten in rundem, beschlagenem oder ge­schnittenem Zustand.

* Steigerung der Thomasmehl - e r z e u g u n g. Die im vergangenen Jahre gestiegene Roheisenerzeugung hat eine entsprechende Produk­tionszunahme in Thomasmehl zur Folge gehabt. Schätzungsweise dürfte sich die Erzeugung, die etwa 800 000 Tonnen betrug, in 1934 auf etwa 1,1 Milli­onen Tonnen erhöht haben. Trotzdem genügt diese Menge nicht zur Bedarfsdeckung der heimischen Landwirtschaft, so daß die Einfuhrziffern nahezu die gleiche Höhe wie die inländischen Produktions­ergebnisse aufweisen. Allerdings ist im verflossenen Jahre ein leichter Rückgang festzustellen. Die Ein­fuhr beträgt nämlich etwa 950 000 Tonnen gegen­über 1 012 000 Tonnen im Vorjahre. Neben Frank­reich, Luxemburg und Belgien war bisher das Saar­gebiet ein bedeutender Thomasmehllieferant. In 1934 erreichten die Zufuhren eine Höhe von etwa 275 000 Tonnen im Werte von etwa 8,18 Millionen Reichsmark.

Rhein Mainische Mitiagsbörse.

Uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 8. Jan. Nach der anhalten­den und lebhaften Aufwärtsbewegung seit Beginn des neuen Jahres ist an der heutigen Börse eine gewisse Atempause eingetreten. Die Beteiligung der Kundschaft ist wesentlich kleiner geworden, auch die Kulisse zeigte mit Rücksicht auf die bevorstehende Saarabstimmung etwas Zurückhaltung, immerhin blieb die Grundhaltung der Börse durchaus freund­lich und zuversichtlich. Einige Glattstellungen der Kulisse standen noch kleine Aufträge gegenüber, so daß die Kursgestaltung etwas uneinheitlich war. Der geringer gewordene Geschäftsumfang führte auf manchen Marktgebieten etwas stärkere Rück­gänge herbei.

Besonders am Rentenmarkt hat sich die Um­satztätigkeit stark verringert, und die Kurse der variabel gehandelten Werte bröckelten im Anschluß an die Äbendbörse weiter etwas ab. So Altbesitz um 0,25 v. H., Kommunal-Umschuldung um 0,20 v. H., Zinsvergütungsscheine um 0,10 v. H. und Stahlverein-Bonds um 0,13 v. H. Dagegen zeigte sich für Reichsbahn-Vorzugsaktien weitere Nach­frage zu 115,90 (plus 0,25 v. H.), auch späte Reichsschuldbuchforderungen blieben mit 98,50 v. H. gut behauptet. Von fremden Werten zogen Mexi­kaner noch leicht an.

An den Aktienmärkten hielten sich die Ab­weichungen nach beiden Seiten zumeist innerhalb eines Prozentes. IG. Farbenindustrie blieben von dem erhöhten Stickstoffabsatz im Dezember fast un­berührt und gaben um 0,40 v. H. auf 137 v. H. nach. Deutsche Erdöl waren mit 102 bis 101,75 um 1,25 v. H. gedrückt, Scheideanstalt konnten sich zu 197 d. H. behaupten. Montanaktien notierten über­wiegend von 0,50 bis 1 v. H. leichter, stärker er­mäßigt waren Rheinstahl mit minus 2,13 v. H. Etwas höher lagen noch Klöckner mit plus 0,25 v. H. Elektrowerte lagen meist noch fester, so Lah- meyer mit plus 2 v. H., Siemens mit plus 0,75 v. H. und Geffürel mit plus 0,25 v. H. AEG. gaben 0,25 v. H. und Schuckert 0.50 v. H. nach. Im einzel­nen eröffneten u. a.: Bemberg 1,50 d. A. AKU. 0,50 v. H., Conti Gummi und Moenus Maschinen je 1 v. H., Haufwerke Füssen 0,25 v. H. fester, wäh­rend Reichsbankanteile 0,75 v. H. und Daimler 0,50

v. H. verloren. Schiffahrtswerte waren gefragt und bis 0,40 v. H. höher.

Im Verlaufe wurde die Haltung wieder fester, wenn auch die Kursentwicklung weiter uneinheitlich blieb. Das Geschäft nahm infolge einiger Kauf­orders der Kundschaft wieder zu, zumal auch die Kulisse ihre Glattstellungen nicht mehr fortsetzte, sondern wieder kleine Rückkäufe vornahm. Im Durchschnitt ergaben sich Besserungen von 0,50 bis 0,75 v. H., so bei Farbenindustrie, Lahmeyer, Conti Gummi, Hapag und Licht & Kraft. Andererseits bröckelten Nordd. Lloyd und Deutsche Erdöl sowie Daimler um je 0,25 v. H. ab. Th. Goldschmidt ka­men 1,75 v. H. und Kali Westeregeln 2,25 v. H. schwächer zur Notiz. Am Kassamarkt wurden nach Geldstreichung wieder notiert: Durlacher Hof mit 80 (zuletzt 60), Seilindustrie Wolff mit 39,75 (33,40 v. H.), ferner blieben 10 v. H. Großkraft Mann­heim Vorzugsaktien gesucht, Taxe 143 bis 144 (1. K. am 7.1.138).

Auch am Rentenmarkt konnten sich anfangs schwächere Kurse bei lebhaftem Geschäft gut er­holen, Altbesitz und Kommunal-Umschuldung stan­den im Vordergrund. Pfandbriefe und Stadtanlei­hen lagen bei meist gut behaupteten Kursen unein­heitlich, Kommunal-Obligationen gaben indes 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Staatsanleihen lagen ruhig. Vor Auslandswerten notierten Schweizer Bundes- bahnen etwa 2 v. H. fester.

Tagesgeld unverändert 3 v. H. Im Freiverkehr Adlerwerke 41,50 bis 42 (41).

Abendbörse fest.

Bei lebhafter Umsatztätigkeit nahm die Abend­börse einen festen Verlauf. Von der Kundschaft lauen Kauforders vor, auch die Kulisse beteiligte sicy lebhaft am Geschäft. Gefragt waren IG. Far­ben, einige Montan- und Elektrowerte, Haufwerke Füssen und AG. für Verkehrswesen. Gegen die Mittagsbörse ergaben sich Befestigungen bis zu 1 v. H. Am Rentenmarkt standen Altbesitz, Kommu­nal-Umschuldung und Reichsbahn-VA. im Vorder­grund bei anziehenden Kursen. Interesse zeigte sich außerdem für Anteilscheine von Hypothekenbank­aktien. Don Auslandsrenten gingen 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn auf 151,50 (152,75) zurück, 3,50 v. H. do. blieben mit 141,50 behauptet. Gegen Schluß der Börse wurde das Gefchäft ruhiger, die Tendenz blieb aber fest.

U. a. notierten: 6 v. H. Stahlverein 93,65, 6 v. H. Stadt Mainz von 28 92,50, 5,50 v. H. Frankfurter Hyp.-Bank Liquid. 96,13, 6 v. H. do. Gold R 1 bis 4 96,25, Comerzbank 73,75, Reichsbank 150, Frank­furter Hyp.-Bank 91,25, Buderus 88,25, Gelsen­kirchen 65,25 bis 65,50, Mannesmann 76,90, Phönix 51,50, Rheinstahl 91,25, Stahlverein 43 bis 43,13, AKU. 50, AEG. 28,50, Bekula 138, Conti Gummi 143,50, Deutsche Erdöl 103, Scheideanstalt 197,50, Durlacher Hof 80, Licht & Kraft 116,40, IG. Far­ben 138,25 bis 138,75, Gesfürel 110,25, Hanfwerke Füssen 63, Metallgesellschaft 87, Rheag 105,75, Schuckert 97, Siemens 142, Ludwigshafener Aktien­brauerei 90, Pfälz. Mühlenwerke 115, Rheinmühlen­werke 68, Seilindustrie Wolff 39, Reichsbahn-VA. 116,25 bis 116,40.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Rindernutzviehmarkt in Gie­ßen standen 635 Stück Großvieh, 98 Fresser und 131 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 330 bis 450, 2. Qualität 210 bis 270, 3. Qualität 100 bis 150 Mark; Schlachtkühe a) 160 bis 270, b) 60 bis 120 Mark; Rinder, bis Xjährig 50 bis 80, % bis

2jährig 85 bis 170, tragend 180 bis 320 Mark; Kälber das Pfund Lebendgewicht 20 bis 30 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: Vor­markt lebhaft, Hauptmarkt mittelmäßig.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 8. Jan. Das Angebot von heimischen Gemüsen blieb sehr stark, während die Nachfrage gering war. Feldsalat, Wirsing und Weiße Rüben sind kaum verkäuflich, auch sonst ver­blieben Ueberstände. Die Preise sind kaum verän­

dert, Spinat leicht erhöht. Sehr starkes Angebot bestand auch in ausländischem Kopfsalat, Eskarol und Blumenkohl (11 Waggons), das Geschäft hierin war jedoch lebhafter. Für Kopfsalat und Eskarol liegen die Preise gedrückt, für Blumenkohl höher. U. a. notierten: Blumenkohl Steige 12 bis 18 Stück, 4,50 bis 4,75 ital., Eskarol groß 5 bis 8, klein 3 bis 4, Steige 12 bis 24 Stück, 2 bis 2,30 ital., Feldsalat groß 15 bis 20, klein 50 bis 60, Karotten 3 bis 4, Kohlrabi 3 bis 4, Rosenkohl 12 bis 15, Rotkraut 6 bis 7,5, 8 bis 8,5 holl., Spinat 7 bis 8, Schwarzwurzel 12 bis 17, Weißkraut 3 bis 4, Wirsing 2,5 bis 3,5, Winterkohl 4, Weiße Rüben 3 bis 4, Zwiebeln 6 bis 7.

Am Ostmarkt blieb das Angebot von deut­schen Aepfeln gut, in Birnen war es gering. Nach schönen Früchten war die Nachfrage gut. Die Preise blieben fast unverändert. Apfelsinen und Manda­rinen hatten gutes Angebot bei unveränderten Preisen. Das Geschäft war befriedigend. U. a. no­tierten Aepfel I 16 bis 20, II 12 bis 14, Wirtschafts-

5pfel 8 bis 12, Boskop I 18 bis SO, Schassnaseki 9 bis 12, Apfelsinen blond 10 bis 15 (span.), fern- los 16 bis 20 (span.), Birnen 20 bis 25, Pastoren 12 bis 15. Kochbirnen 6 bis 9, Mandarinen 14 bis 18 (span.), Zitronen 220 bis 230 (Stück 4, ital.).

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 8. Jan. Auftrieb: 35 Ochsen (zum Schlachthof direkt 7), 26 Bullen, 314 (10) Kühe, 196 Färsen, 419 (11) Kälber, 1 Schaf, 646 (12) Schweine. Notiert wurden pro 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 33 bis 35, b) 28 bis 32, c) 25 bis 27. Bullen a) 29 bis 30, b) 25 bis 28. Kühe

a) 32 bis 34, b) 26 bis 31, c) 19 bis 25, d) 11

ois 18. Färsen a) 35 bis 39, b 31 bis 34, c) 25

bis 30. Kälber b) 36 bis 40, c) 28 bis 35, b) 20

bis 27. Schafe nicht notiert. Schweine a) 53, b) 51 bis 53, c) 50 bis 52, d) 46 bis 51. Marktverlauf: Rinder belebt, ausverkauft. Kälber ruhig, langsam geräumt. Schweine mittelmäßig, geringer lieber« stand.

Preußen.

Schwerer Grubenunfall.

LPD. Wetzlar, 8. Jan. Am Montagvormittag ereignete sich in Breitenbach auf der Grube Schöne Anfang", die der Firma Krupp ge­hört, ein schwerer Unfall. Der Bergmann L a n g l o u i s aus Kölschhausen wollte nach einer Sprengung einen Steinblock mit einem Ham­mer zertrümmern, als sich plötzlich ein darin ver­borgener, nicht exvlodierter Schuß l ö st e. Langlouis und sein Arbeitskamerad K r ä u - t e r aus Niederlemp wurden durch die umherflie­genden Steinsplitter am Kopf und an den Armen erheblich verletzt und mußten dem Kranken­haus in Ehringshausen zugeführt werden. Lebens­gefahr besteht, soweit sich bis jetzt beurteilen läßt, nicht.

Den Freund aus Leichtsinn erschossen.

LPD. Herborn, 8. Jan. Als in dem Wester­waldort Kotzenroth der 19jährige Alois G r e b aus dem elterlichen Hause trat und zu der Wohnung eines Verwandten gehen wollte, traf er unterwegs den 17 Jahre alten Leo Seibert. Greb warf mit einem Schneeball nach dem ihm befreundeten Sei­bert, worauf dieser mit einem Flobert, den er in der Hand hatte, auf den Werfer anlegte. Unglück­licherweise entlud sich die Waffe und die Kugel drang dem Greb ins Herz, so daß er tödlich getroffen niedersank.

kreis Dehlar.

* Launsbach, 8. Jan. Der Turnverein Launsbach hatte feine Mitglieder zur General­versammlung eingeladen. Den Berichten der einzel­nen Fachwarte war zu entnehmen, daß sich das Turnjahr 1934 würdig den vorherigen anreihte. Besondere Anerkennnung fand der Bericht des Orts- turnwartes, der eine Zunahme der Turnstunden­besucher um fast das Doppelte aufwies. Als bester Besucher der Turnstunden erwies sich unter den aktiven Turnern Albert Schiefer st ein und un­ter den Jugendtumern Franz Pfaff. Den Haupt­punkt der Tagesordnung bildete die Wahl des ersten Vereinsführers, da der seitherige Vereinsführer Ru­dolf Winter, der lange Jahre dieses Amt inne hatte, aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Bei der Neuwahl wurde der allverehrte Ehrenturnwart Wilhelm Schmidt, der 25 Jahre als Turnwart im Turnverein Launsbach und im ehemaligen Solm-Dünsberg-Gau wirkte, einstimmig zum neuen Vereinsführer gewählt. Er wird sich feine neuen Mitarbeiter in aller Kürze berufen.

* Odenhausen (Lahn), 8. Jan. Am Sonn- tag fand die Generalversammlung des hiesigen Turn- und Gesangvereins statt, die sehr gut besucht war. Der Leiter der Turnabteilung Wilhelm Kar b er eröffnete in Verhinderung des Vereinsleiters die Versammlung. Gemeinsam wurde das LiedVolk ans Gew^r!^ gesungen. Sodann erstatteten Schriftführer > Kassenwart die Jah­resberichte. Dem Kassenwart wurde Entlastung er­teilt. Für das Winterhilfswerk wurden 52 Mark zur Verfügung gestellt. Sodann folgte die Wahl des Vereinsführers. Unter starkem Beifall wurde auf Vorschlag von Pg. Roth der Stützpunktleiter Fritz einstimmig wieder zum Vereinsleiter ge­wählt, Wilhelm K a r b e r ebenfalls einstimmig zum Leiter der Turnabteilung. Anerkannt wurden auch die Verdienste des technischen Leiters Fritz K a r b e r. Der gesamte Vorstand wurde durch den Dereinsleiter in seinen Aemtern belassen. Im weite­ren Verlauf der Versammlung wurde beschloßen, eine Gedenktafel für die (Befallenen des Weltkrieges zu weihen. Nach der Erledigung weiterer Vereins­angelegenheiten wurde die Versammlung, die ganz im Zeichen unserer Volksgemeinschaft stand, in der üblichen Weise geschlossen.

*Rodheima. d. Bieber, 8. Jan. Am Sonn­tag hielt die Turn- und Sportgemeinde

ihre Jahresversammlung bei Gastwirt Bechtold ab. Nachdem der Dereinsführer Hofmann die zahl­reich erschienenen Mitglieder mit Segenswünschen fürs neue Jahr begrüßt hatte, gab er einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr. In feinen Aus­führungen konnte er mit Freuden hervorheben, daß der Verein im Jahr 1934 trotz vieler Schwierig­keiten, die zu überwinden waren, auf allen Gebie­ten einen Aufschwung zu verzeichnen hatte. Indem er feinen Mitarbeitern und allen regen Mitgliedern für ihr unermüdliches Wirken dankte, gab er der Hoffnung Ausdruck, daß das neue Jahr, das günstig vor uns liegt, noch besser werde, als das ver­gangene. Anschließend gab der Kassenwart den Kassenbericht über das verflossene Jahr, wobei er hervorhob, daß er trotz verschiedener Anschaffungen an Geräten und dgl. noch einen Betrag auf das Baukonto überweisen konnte. Nach Prüfung und Richtigbefund der Kasse wurde dem Kassenwart von der Versammlung Entlastung erteilt. Ausführ-

Achtung! Abstimmungsberechtigte!

Die Fahrkarten nach dem Saargebiet sind zum größten Teil schon an die Abstimmungsberechtigten verteilt. Wo sie noch nicht verteilt sind, sind sie bereits bestellt.

Falls Abstimmungsberechtigte noch keinen Antrag auf Ausstellung einer Fahrkarte gestellt haben, so muß das umgehend durch den zustehenden Obmann geschehen. Wo der Obmann nicht bekannt ist, wende man sich an die Polizeibehörde oder an die Bürger­meisterei, die gerne Auskunft geben.

liche Berichte des Oberturnwarts und des Spiel­führers über den Turn- und Spielbetrieb gaben einen Ueberblick über die Arbeit und die Leistungen des vergangenen Jahres. Bei PunktVerschiede­nes" stand u. a. der Unfall eines Turnbruders, durch den ihm hohe Kosten entstanden waren, zur Aussprache. Hierbei zeigten die Mitglieder in echt turnerischer Art wahren Sozialismus, indem sie sich bereit erklärten, die Kosten mit dem Verunglück­ten gemeinschaftlich zu tragen. Mit der Ermahnung zur fleißigen Arbeit im neuen Jahre schloß der Dereinsführer im Gedenken an unsere Saarbrüder und unseren großen Dolkskanzler die Versammlung.

<£ Rodheim a. d. B., 8. Jan. Auf Einladung der Ortsleitung versammelten sich am Sonntagabend im Benderschen Saale die hiesigen SA.-Formatio- nen, die Hitlerjugend, NS.-Frauenschaft und eine große Anzahl Volksgenossen, um die große Rede des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, zur Saarkundgebung zu hören. Vor der Uebertragung begrüßte Ortsgruppenleiter Karl Keller die Erschienenen und wies auf die Bedeu­tung dieser Saarkundgebung als der letzten vor der Abstimmung hin. Die Ausführungen des Ministers wurden mit großem Interesse und mit starkem Bei­fall aufgenommen. Der Gesang des Saarliedes und ein Gruß an den Führer beschlossen die eindrucks­volle Kundgebung.

Kreis Biedenkopf.

§ Gladenbach, 8. Jan. Die hiesige Orts­gruppe der NSDAP, veranstaltete gestern abend im überfüllten Saale von Elmsheuser eine Saar« kundgebung. Nach der Eröffnung durch Orts­gruppenleiter Humbert und nach dem Saar- Marsch bereicherte die Hitler-Jugend den ersten Teil des Abends mit ihren interessanten Darbietun­gen. Im Verlaufe des zweiten Teils der Veranstal­tung richteten Ortsgruppenleiter Humbert und Landrat P ö n i f ch eindrucksvolle Ansprachen an die Versammlung, in denen über das Saargebiet und seine Geschichte, wie auch über die Bedeutung der Abstimmung umfassende Aufklärung gegeben wurde. Der Abend wurde mit dreimaligem Sieg- Heil auf den Führer geschlossen.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Datum

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehern.?"/«, Dt.Rerchsanl. v. 1929 6Yi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

Desgl. ohne Auslos.-Rechte 6% ebem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rüazahlv. 102%)............

6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12..................

6/1% Hess. Landes-Hypotheken. bank Darmstadt Liaui.........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

6¥t% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

5%% ehem. 4-/r% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe

<% ehem. 8% Pr. Landesvfand- briesanftalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanftalt, Pfandbriefe R. 10

Steuergutsch. Verrechnungskurs..

Frank'ur, a. .ul

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

7-1-

8.1.

7-1.

8-1.

98

98

98,13

98,13

1-

98,9

99

99,25

99,25

106

106,75

106

106,13

98,5

98,4

98,5

98-4

96,5

96,5

96,5

96,5

96,25

95,75

106,65

106,75

107

107

96,25

96,25

96,75

96,75

96,25

96

96,75

96,4

96,13

97

96,65

96,75

96,5

97,5

97,5

97,5

97,5

97-5

97,5

104,5

104,5

104,5

104,5

,vram,ur. u. DL

Scriin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

7-1-

8.1.

7-1-

8-1.

4% desgl. Serie 11 .............

7,9

7,9

6% Rumän. veretnh. Rente v.1903

4,25

4,25

4,3

4,95

4^A>Rumän.vereinh.Rentev.l913

6,5

6,4

6,45

4% Rumänische vercinh. Rente ..

4

4

4

4,1

2%% Anatolier ...............

33,4

33,5

33,5

33,75

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

24,75

25,5

24,75

25,4

23

23

Hansa-Dampfschiff...........0

Norddeutscher Lloyd .........0

29,5

29,25

29,25

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

82,5

82,75

82,25

81,9

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

96,5

96,25

96

96

Commerz, und Prioat-Bank ... 0

74

73,5

74

73

Deutsche Bank und Tisconto- Gesellschaft................0

77,75

77

77,75

77

Dresdner Bank..............0

78,75

78

78,75

78

Reichsbank ................ 12

151,25

150

151,25

150

A.E.G o

Bekula o

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ............6

Felten & Guilleaume 0

GeseUsch.f.Elektr.Unteruehmung. 5

Rheinische Elektrizität........6

Schuckert L Co 6

Siemens L Halske ......7

Lahmeyer L Co io

28,65

136

28,4

137,4

28,65

136,13

28,13

137,5

103,75

103

103,5

102-75

115,25

116,4

115

116,5

81

80

80,5

79,75

110

110,25

109,75

110,5

104,75

105,75

105

106

96

97

96

97,25

139,65

142

140

142

115,5

118,5

115,5

118,5

4% Oefterreichtfche Goldrente.... 4,20% Oesterreichtsche SilLerrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *y2% deSgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmextkaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4%Lürkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie 1...... .........

1,05

7,5

7,75

7,2

11,9

27,25

1,05

7,6

7,4

7,4

12,25

7,2

7,7

7,65

7,5

12,1

28 1,15

7,5 7,5

7,5 12,25

Buderus ........ o

Deutsche Ctböl ..... 4

Gelsenkirchener ....... 0

Harpener...................

Hoesch EisenSülu-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau ...............

31 ft' Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke y

Mannesmanu-Röhrea........ 0

88,25

103

64,75

101

117

79,25

76,75

88,25

103

65,5

100,5

117,65

79,5

76,9

88,26

102,5

64,75

101

83,9

149

117,9

79.4

76,65

88

103 65,25 100,75

83,25

149 118.5 79,65

76/9

Franttun a.M.

Äeriln

Schluß­kurs

Schiußl. Abend­börse

Echluß- kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

7.1-

8.1.

7-1.

8.1.

Manrselder Bergbau ..

.......0

86

86,75

Kokswerke...........

.......0

97,65

93,5

Phoni; Bergbau......

.......0

51,25

51,5

51,13

51,65

Rheinnche Braunkohlen

.....10

214

212

214

212

Rheinstahl...........

.......0

92,13

91,25

92

91

Vereinigte Stahlwerke.

.......0

42-75

43,13

42,65

43,25

Otavi Minen ........

.......0

12,25

12,65

12.25

Kaliwerke Aschersleben.

.......b

110

110

111,5

Kaliwerke Westeregeln .

.......b

114

111,75

113,5

112,25

Kaliwerke Salzdetfurth

.....17:

148

148-5

149

I. G. Farben-Industrie

1

137,4

138,5

136,9

138,25

ScheideanstaU........

.......9

197

197,5

Goldschmidt .........

.......O

91

90

90,75

90

Rülgerswerke........

.......O

98,4

97.75j

98

98,25

Metallgesellschast......

.......O

86,75

87

87

87,25

Philipp Holzmann ....

.......0

81

80,5

81

80,75

Zementwerk Heidelberg

......O

108

109

Zementwerk Karlstadt..

.......V

122

122

1

Schultheis Patzenhofer 0

Aku (Mgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof 0

Zellstoff Aschaffenburg 0

Dessauer Gas...............7

Daimler Motoren 0

Deutsche Linoleum 0

Oren stein & Koppel 0

Leonhard Tietz..............0

Chade......................10

Lttumulatoren-Fabrik........0

Conti-Gummt...............0

103,25

102,65

50,5

50

50,65

50,75

115

116,5

115

116,5

49,75

49

49,75

48.4

69,25

68,5

69

68,5

125

126,5

50

49,25

49,5

49

66

66,5

66,5

66,5

89,75

90

33,9

33,75

34

33,75

180,5

182,5

181,5

182,5

150

150

150

149

141,5

143,5

142

144

Gritzner 01 28

Mainkraftwerke Höchst a.M,... 4>

LküdetUjcherLmr» sj 164,25

28 I 28,13 4 28

1621 1691 161,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2IL

Banknoten.

7.Januar

8.Januar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

1 »rief

Geld

Brief

Buenos Aires

0.628

0,632

0,628

0,632

Brüssel.....

58,24

58,36

58,29

58,41

Rio de Jan. .

0,194

0,196

0,194

0,196

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,32

54,42

54,34

54,44

Danzig.....

81,24

81,40

81,24

81,40

London .....

12,165

12,195

12,17

12,20

Helsingsors..

5,37

5,38

5,37

5,38

Paris ......

16,42

16-46

16,42

16 46

Holland ....

168 33

168,67

168,28

168,62

Italien.....

21,30

21,34

21,30

21,34

0 707

0,709

0,708

0 710

Jugoslawien

5,649

5,661

5,649

5,661

Oslo.....:

61,14

61,26

61,16

61,28

Wien.......

48,95

49,05

48 95

49 0.6

Lissabon....

11,04

11,06

11,04

11,06

Stockholm...

62,74

62,86

62,75

62,87

Schweiz ....

80,72

80,88

80,72

80,88

Spanien....

34,02

34,08

34,02

34,08

10-39

10 41

Budapest ...

_

_

Neuyork...

2,478

2,482

2,483

2,487

Verlin,y.Januar

Md

Äries ''

2 435

Belgisch« Noten..................

58,08

58*32

Donilche Noten .................

54 13

Englische Noten .................

12 135

Französische Noten...............

16 38

holländische Noten...............

Italienische Noten................

12b'l0

S:«

Norwegische Noten ..............

61,00

61,24

Deutsch Oesterreich, tz 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

62,53

62,79

Schweizer Noten.................

80,44

80,76

Spanischs Noten.................

Üogarijche Noten................