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Kunft und Wissenschaft.
Internationales Schachturnier Vad-Nauheim.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Stockholm, August 1935.
nationalen Verdienste der Familie Krupp um die W e h r h a f t m a ch u n g des deutschen Volkes, die sich heute in so würdiger Weise auf ihren Namen vereinigen. — Der Reichsminister Dr. Frick sandte folgendes Telegramm: „Zu Ihrem 65. Geburtstag spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche aus und gedenke dabei dankbar ihrer hervorragenden Verdienste um die Kai-1 ser-Wilhelm-Gesellschaft und die deutsche Forschung.^
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Der polnische Außenminister Beck hat sich über Gdingen nach Helsingfors begeben, um dem finnischen Außenminister Hackzell den bereits ange- kündigten Gegenbesuch abzustatten.
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Der polnische Ministerpräsident Oberst S l a w e k emfing den Vorsitzenden des Rates der Deutschen in Polen, Senator Haßbach, zu einer Unterredung über die Wünsche der polnischen Staatsbürger deutscher Nationalität. Der Ministerpräsident bemerkte, daß sie einer eingehenden Prüfung bedürften, die ihm bisher nicht möglich gewesen sei. Er versprach nach den Parlamentswahlen eine wohlwollende Prüfung.
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Glückwünsche ausgesprochen. Reichsminister Dr. oeuemeswn^^ Stoltz und Andersen. Die
Goebbels hat an Herrn Krupp von Bohl n n»artic Grob gegen Andersen wurde in klarer Ge-
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Schwedens Seerüstung
Kann Schweden seine Neutralität schützen?
Von unserem G B.-Äerichierstaiier.
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Die Frage ist berechtigt. Nach dem großen Kriege setzte in Schweden eine starke pazifistische Bewegung ein. Nie wieder Krieg wurde kein Kampfruf gegen den Krieg, sondern ein Glaubenssatz, der heute noch große Massen des Volkes gefangenhält. Dor allem meinte man, daß ein künftiger Krieg, wenn er gegen den Glauben aller doch kommen sollte, in der Luft ausgefochten werden und die Flotte nur eine untergeordnete Rolle spielen würde. Im Jahre 1921, als die schwedische Flotte auf ihrer Höhe stand, zählte sie 69 000 Tonnen. Im Jahre 1931 war sie auf 34 000 Tonnen, also auf kaum die Hälfte, herabgesetzt. Nach den Angaben der Flottenkommission soll diese absteigende Entwicklung fortgesetzt werden so daß die schwedische Flotte in der letzten Hälfte 1940 nur noch 16 000 Tonnen zählen soll.
Angesichts dieser Perspektiven ist es nicht zu ver- wundern, daß die vaterländisch gesinnten Kreise der schwedischen Bevölkerung, und allen voran die Marine selbst, Warnungsrufe über das Land ergehen lassen. Zuerst wandte sich der Manne- st a b s ch e f an die Regierung mit dem Verlangen, die nötigen Mittel bereitzustellen, um die Wehrkraft der Flotte auf eine notdürftige Höhe zu bringen. Das Verlangen wurde mit dem Hinweis auf die bedrohliche Entwicklung der allgemeinen politischen Lage in Europa begründet. Nun betrachtet aber die gegenwärtige schwedische Regierung diese Lage mit so großem Optimismus, daß sie das Verlangen des Marinestabschefs zu den Akten legte.
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Schließung eines Hoie's in Tölz
Bad Tölz, 7, Sttug. Das Bezirksamt
hat nach einer Mitteilung des Kreispresseamtes der NSDAP, in Bad Tölz mit Zustimmung der bayerischen Politischen Polizei das in der Hauptsache von Juden besuchte Parkhotel "lit sofortiger Wirksamkeit bisaufweiteresg e ch l o ff en. Anlaß zur Schließung ist der einmütige Einspruch aller arischen Kurgaste und auch der eingeborenen Bevölkerung gegen das m letzter Zeit außerordentlich provozierende und freche Auftreten der jüdischen Hotelgäste.
Der Führer und Reichskanzler hat Herrn Dr. K r u p p v o n B o h l e n u nd H a Iba ch telegraphisch zum 65. Geburtstag seine herzlichsten r, n ( rfi p ausaesvrochen. Reichsminister Dr.
Das Schreiben der schwedischen Admirale hat natürlich im ganzen Lande beträchtliches Aufsehen erregt. Die Freunde der Flotte sind über ihren Verfall erschrocken und auch die Lauen sind nachdenklich geworden. Um den Pazifisten die Augen zu öffnen, will man jetzt einen Aufklärungsfeldzug durch das Land unternehmen. Hierbei soll auf die große Bedeutung der Flotte für die Landesverteldl- gung hingewiesen werden, die natürlich für em so maritimes Land, wie Schweden, außerordentlich ist.
Eine erneute Mahnung des schwedischen Generalstabs.
Schwedens Neutralität erfordert eine schlagfertige Flotte.
Der Politische Leiter Zimmermeister Meyer aus Trappönen wurde in der Nacht von den beiden Brüdern Fritz und August Klötzing auf der Dorfstraße mit Holzknüppeln niederge- schlagen, mit Messerstichen an den Händen ver- letzt und dann in die Memel geworfen. Meyer beging mit seinen Leuten das R i ch t f e ft eines Neubaues. Auf dem Heimweg ging er noch in eine Ga st wirtschaft, um noch ein Glas Bier zu trinken. Hier wurde er von den Brüdern Klötzing und anderen um einen Schnaps an« gegangen, den er auch ausgab. Als um 24 Uhr Feierabend geboten wurde, verließen alle das Lokal. An einer finsteren Wegstelle erhielt Meyer I plötzlich einen Schlag über den Kopf. Ein zweiter Schlag machte ihn besinnungslos. Er kam erst wieder zu sich durch das kühle Wasser der Memel, in das er von den Ban- diten geworfen worden war. Es gelang dem Ueberfallenen, sich an schwimmenden Baumstchnmen emporzuarbeiten. Auf seine Hilferufe wurde er Inach anderthalb Stunden in völlig hilflosem Zustand geborgen. Die Landeskriminalpolizei Tilsit hat als Täter die bei- den Brüder Klötzing ermittelt. Die I Festgenommenen sind ehemalige Mitglce- der der KPD. und in Trappönen als Raufbolde bekannt und gefürchtet.
Zwei Todesopfer
in einem Fluß- und Schwerspatwerk.
In dem Fluß- und Schwerspatwerk der Firma Doepperschmitt in Tiefenbronn bei Pforzheim hatte ein Arbeiter trotz Warnung in dem 35 Meter tiefen Schacht den Benzinmotor ab gefiel 11, so daß sich Benzindämpfe ent- wickelten. Acht Arbeiter, die nacheinander in den Schacht stiegen, wurden bewußlos. Sie wurden von einer Hilfsmannschaft herausgeschafft, doch waren zwei von ihnen nicht mehr ins Leben zurückzurufen.
Frecher Heiratsschwindel.
Aus aller Wett.
Tagung des IortsehungsauöschuffeS der ökumenischen Bewegung.
In Hindegaul (Dänemark) sand die Tagung des Fortsetzungsausschusses der ökumenischen Bewegung für Glauben und Kirchenverfassung ihren Abschluß, die unter d e m Vorsitz des Erzbischofs von Pork (England) vom 4. bis 7. August stattfand. Diese ökumenische Tagung der sogenannten „Lausanner Bewegung" hat sich insbe« । sondere den Fragen des geistlichen Amtes und der Sakramente gewidmet. An der Tagung nahmen u. a. der Leiter des kirchlichen Außenamtes der Deutschen Evangelischen Kirche, Bischof von Heckel, und Oberkirchenrat Dr. Krummacher teil.
Die ökumenische Bewegung für Glauben und Kir. chenverfassung ist der Oefesntlichkeit seit der Weltkonferenz von 1927 als „Lausanner Bewegung" bekannt geworden. Sie umfaßt alle nichtrömi- schenchristlichenKirchenoerschiedener Konfessionen und Völker und sieht ihre besondere Aufgabe darin, die innere Einheit der durch Konfessionsunterschiede getrennten Kirchen herauszuarbeiten. Die „Lausanner Bewegung" hat sich in letzter Zeit im besonderen Maße der Frage der Sakramente zugewandt, einer Frage, die zweifellos in der gegenwärtigen Lage der christlichen Kirchen eine besonders verheißungsvolle Aufgabe für die Zukunft bedeutet. Erfreulicherweise beschränkt sich die „Lausannner Bewegung" auf ihre eigentlichen kirchlichen Aufgaben unter Ausschalung jeder politischen Stellungnahme. Die „Lausanner Bewegung" kann deshalb im besonderen Maße als Brücke des Friedens zwischen den Kirchen und Völkern betrachtet werden.
Niedergeschlagen und in die Alemel geworfen.
S t o ck h o l m, 6. Aug. (DNB.) Der Ches des schwedischen Marinestabes, Admiral Lybeck, hat in einer neuen Eingabe an die Marineverwaltung den Ausbau der Kriegsmarine, insbesondere der Küstenflotte, gefordert. Der Admiral erklärt, die gegenwärtige weltpolitische Lage sei seiner Meinung I nach völlig anders als 1925 als manMn Schweden im Glauben an eine zwischenstaatliche Rechtsordnung und in der Hoffnung auf Abrüstung die Wehrmacht des Landes verringert habe. Der Völkerbund habe sich bis jetzt anscheinend mehr um seinen Bestand als um feinen Zweck bekümmert Die Erwartung einer Rüftungsbegrenzung habe das Gegenteil gezeitigt, und die weltumfassende Solidaritätspolitik sei zerstört. Für Schweden, wie für alle übrigen kleineren Staaten, gelte erneut die Forderung nach N e u t r a 111 a t s« I Verteidigung, die darauf gerichtet fern muffe, Schweden von einem Kriege fernzuhalten. Und sollte dies nicht glücken, dann müsse eben der Krieg von Schweden fernge- halten werden. Aus diesen Gründen sei unbedingt erforderlich, die Schlagkraft der Seestreitkräfte des Landes feiner militargeo- graphifchen Lage anzupaffen und deren Bereitschaft zu erhöhen. Wenngleich er die Bedeutung der modernen Flugwaffe keineswegs unterschätze, so warne er doch vor dem ungerechtfertigten Glauben, sie könne auch nur zum Teil die Seestreitkräfte ersetzen. Die Küstenflotte müsse instand gesetzt werden, im Zusammei^virken mit der Flugwaffe auch auf offener See ztt operieren, z. B. etwa in Anlehnung an die Insel Gotland als Stützpunkt. Es ei ferner vonnöten, daß die operative Schlagkraft der schwedischen Seestreitkräfte aufrechterhalten bleibe, in der Hauptsache was ihre Feuerwaffen belange. Ferner müsse an die Luftabwehr _ dacht werden. Der Admiral erinnert an die laut Flottenplan von 1927 zugestandenen aber immer noch rückständigen 38,5 Millionen Kronen für die Aufrechterhaltung des Fahrzeugbestandes und verlangt, man möge diese Summe etwa in zwei Jahresraten der Marine zur Verfügung stellen.
Das Ende der Freimaurerei in Deutschland.
Berlin, 8. August. Der „Völkische Beo- h a ch t e r " veröffentlicht an der Spitze feiner Aus- gäbe vom 8. August folgende Meldung:
, In der Erkenntnis, daß freimaurerischer Geist und das Ideengut des Nationalsozialismus un- überbrückbare Gegensätze.darstellen und für Freimaurerorganisationen im Dritten Reich fein Platz mehr ist. haben sich nach einer uns zugegange- nen Mitteilung die in.Deutschland noch bestehenden Altpreußischen Logen mit Wirkung vom 21 Juli 1935 a u f g e I ö ft. Die bisher ein Sonderdasein führenden sächsischen Loaen d. h die Große Landesloge von Sachsen in Dresden und die Grohloge „Deutsche Bruderkette" in Leipzig werden sich diesem Vorhaben anschließen und ihre Auflösung zum 10. August 1935 durchführen."
Oie gefälschten Klugblätter von Werne.
Eine Kanzelerklärung der Pfarrgeistlichkeit.
Nach der dritten und vierten Runde ist die Lage noch unübersichtlicher geworden. Die dr i tte Runde brachte drei Sensationen: Enaels (Deutschland) schlug Bogoljubow (Deutschland), Andersen (Dänemark) schlua Stoltz (Schweden) und auch Dr. Rödl (Deutschland) büßte gegen Ahues (Deutschland) einen Punkt ein. Richter (Deutschland) gewann gegen Eliskases (Oesterreich) und Opocenski (Tschechoslowakei) gegen Grob (Schweiz). Die Tabellenletzten Grob und Eliskases gewannen dafür
(Bauleiter Adolf Wagner hat an die Stadt Bad Tölz folgendes Telegramm gerichtet: „Ich beglückwünsche d.e Stadt Bad Tölz zu ihrem Entschluß, an Juden kein Kurkarten mehr auszugeben. Ich srE mich, daß die Stadt Bad Tölz durch „btefe Tat künftig sich von Juden freihält und wünsche, daß das ganze bayerNche Oberland diesem Bei> spiel folgen möge."
Antijüdische Kundgebungen in Po!nisch-Oberschlesien.
Kattowiß, 7. Aug, (DNB,) In So-nowitz (Dombrowoer Revier) tarn es am Montagnachnnt- tafl zu Kundgebungen gegen indische Provokationen, Die Ursache hierzu war das provozierende Auftreten zweier lunger Juden die während einer Schlägerei aus Anlaß eines Fuß- ballspieles einen arischen Sportphotographen durch Messerstiche erheblich versetz t hatten. Zahlreiche Gruppen lunger Leute nahmen gegen die jüdischen Messerstecher Stellung,.S e bildeten Sprechchöre, die sich gegen das unverschämte Auftreten der Juden, die im Dombrowaer Revier besonders zahlreich sind, wandten. Auch m den Straßen der Stadt kam es zu schweren Schlägereien zwischen den Kundgebern und Juden. Die Polizei mußte eingreifen, um die Ruhe wiederherzustellen
Berittene Polizeistreifen hatten auch rn der Rächt A tun. um die Ruhe ausrechtzuerhaltem Die beiden iühifrhpn Messerstecher wurden verhaftet. In Kat-
Hierauf haben sämtliche kommandierenden Admirale der Flotte vor einiger Zeit in einem öffentlichen Schreiben einen alarmierenden Notruf an die Regierung und gleichzeitig an das Volk gerichtet. In dem gemeinsam unterzeichneten Schreiben decken sie die mißliche Lage der Flotte auf. Eine große Anzahl der Schiffe hat die Grenzen der Lebenszeit von Kriegsschiffen weit überschritten. Inzwischen ist die Entwicklung des Kriegsmaterials im allgemeinen bedeutend fortgeschritten. Infolge der knappen Geldbewilligungen befinden sich manche Schiffe in einem derartigen Zustande, daß sie im Bedarfsfälle nicht mit genügender Schnelligkeit ausgerüstet und klargemacht werden können. Welter widerlegen die Admirale die Behauptung, daß die Flotte keine entscheidende Bedeutung für die Verteidigung des Landes hat. Bei einer eventuellen Invasion muß die Flotte imstande sein, wenigstens zusammen mit den Luftstreitkräften abwehrend wirken zu können, was bald nicht mehr der Fall ein wird. Wird die schwedische Flotte nicht auf der Höhe gehalten, so werden bei einer Blockade Flotten anderer Länder, selbst solche zweiten Ranges, die Seefahrt im schwedischen Fahrwasser kontrollieren und lahmlegen können. Weiter wird die Verbindung mit der Insel Gotland im Kriegs alle nicht aufrechtzuerhalten sein. „Die Verhältni se sind so ernst;, Meßen die Admirale ihr Schreiben, „daß die Kriegsflotte sich der Grenze nähert, wo sie — als Ganzes betrachtet — nicht mehr imstande ist, em effektives Glied in der Verteidigung des Reiches zu
Wegen Heiratsschwindels größten Formats sind vor der 15. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts angeklagt Bernhard Sido und fein Helfershefer Waldemar Happe. Beide lernten Anfang 1932 in der Schweiz die spätere Ehefrau Sidos kennen. Happe, der sich als Professor ausgab, stellte seinen Freund Sido als seinen Sekretär vor. We- nige Monate später verlobte sich Sido. Er verstand es, seiner Braut 12 000 Schweizer Franken zum Ankauf eines Kraftwagens abzuschwindeln. Nach einiger Zeit erbeutete Sido erneut 20 OOO Schweizer Franken, da er angeblich Happe 16 000 Mark schuldete. Um die Heirat noch zu verzögern, gingen beide Angeklagten auf Reisen. Der Versuch, nach der Ruck- kehr seiner Braut weitere 7000 Franken zu ent« locken, scheiterte. Da entschloß sich Sido zur Heirat. Einen Tag vor der Hochzeit konnte er aber angeblich zum Ankauf eines Hotels wiederum 20 000 Schweizer Franken von seiner Braut ergaunern. Nach der Hochzeit erzählte er seiner Frau, er benötige für eine „gute Anstellung bei einer Der- sicherung" noch 10 000 Mark Kaution. Die Schmie- germutter Sidos opferte erneut 12 000 Schweizer Franken, denen die Ehefrau noch 500 Franken zulegte. Um die Heirat rückgängig zu machen, redete Sido seiner Frau ein, im Interesse eines Hotelbetriebes wäre es das beste, einen Güterrechtsvertrag zu schließen, der jedoch nur zwischen Unverheirateten Zustandekommen könne. Sidos Frau erklärte sich mit der Ehescheidung einverstanden, zumal Sido ihr versprach, sogleich nach Vertragsschluß dieEheerneuteinzugehen. Da beide Eheleute sich gegenseitig ehewidriger Beziehungen bezichtigten, wurde die Eh ege' schieden. Darüber hinaus ließ sich Sido schriftlich bescheinigen, daß sie auf a 11 e U n t e r b a 11 s - ansprüche usw. verzichte. Kaum hatte Sido die Bescheinigung erhalten, da verschwand er mit Happe. Jetzt erst ging Frau Sido em Licht aus. Sie erkannte, daß sie einem Hochstapler zum Opfer gefallen war und erstattete Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, daß Happe der geistige Urhaber der Machenschaften Sidos ist.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton i.V.: Dr. F.W Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, I verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 35: 9945. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Daß die Lage Schwedens ausgesprochen rnariti- ' mer Natur ist, scheint man im Ausland viel klarer vor sich zu haben als im Lande selbst. „Schweden, Schweden meerumschlungen" können auch die Schweden mit vollem Recht singen, denn nur im Nordosteck und Norden haben sie feste Landgrenzen. In bezug auf die Verteidigung kommen von )iesen Grenzen nur die nördlichen ernstlich in Frage oder, ganz genau, die nordöstliche an Finnland stoßende Grenze. Ein Krieg mit dem- Nachbarn im Westen, Norwegen, wird von Schweden überhaupt nicht in Rechnung gezogen, und auch an der Grenze nach Finnland sind Krieasopera- Hanen nur sozusagen in zweiter Hand denkbar, nämlich, wenn Rußland zuerst die finnischen Streitkräfte niedergerannt hat. Die Sowjetunion ist überhaupt das einzige Land, von dem man in Schweden denken kann, daß direkte kriegerische Verwicklungen möglich sind. Rußland ist der geschichtliche Erbfeind Schwedens, und die Sowjetherrschaft hat diese Tatsache natürlich nicht aus der Welt geschafft. Im Gegenteil, sie hat die Befürchtungen eher gestärkt als abgeschwächt.
Ist die maritime Lage Schwedens schon durch die Geographie bestätigt, so wird diese Tatsache durch andere Umstände noch unterstrichen. Das Land ist nicht völlig s e l b st v e r s o r g e n d ; nur im Falle günstiger Ernten, wie den letzten, ist sein Bedarf an Brotgetreide und Futtermitteln gesichert. Die ganze Zufuhr aber, und vor allem die Ausfuhr, geht beinahe hundertprozentig über das Meer. Für die Schiffahrt ist die Lage des Landes überaus günstig. Es ist reich an natür- lichen Häfen und liegt zentral an den aus Handelsund Verkehrsgesichtspunkten so wichtigen baltischen Seestraßen. Ueberhaupt ist das Land im Verkehr mit dem Ausland als eine Insel anzusehen. So günstig diese Lage in Friedenszeiten nun auch ist, so gefährlich ist sie im Falle des Krieges, wenn keine kräftige Flotte die ausgedehnten Küste und den Verkehr mit dem Auslande schützt.
Daß diese Lage auch dann ihre Nachteile hat, wenn Schweden nicht selbst in einen Krieg verwickelt ist, sondern nur seine Neutralität wahren will, hat der Weltkrieg zur Genüge gezeigt. Gerade wegen der Lage an der großen Seestraße von der Ostsee zu den westlichen Meeren war die Neutralität des Landes stark gefährdet. Damals war die schwedische Flotte noch in der Lage, dem Neutralitätswillen des Landes Achtung bei den westlichen Kriegführenden zu verschaffen und den Handelsverkehr notdürftig zu schützen. Die Dienste, die damals die Flotte geleistet hat, scheint aber das schwedische Volk vergessen zu haben. „Der Mohr hat seinen Dienst getan; wird er überhaupt noch da sein, wenn er nächstes Mal gerufen werden sollte?", fragte in diesen Tagen ein besorgter schwedischer Marinesach-
Flugblätter richtet sich gegen das betrügerische und unmoralische Geschäftsgebaren des Judentums, gegen das sich die Bürger schützen mühten.
Stahlhelm im Kreise Beckum aufgelöst
Münster, 7. August. (DNB.) Die Staatspol i z e i st e l l e für den Regierungsbezirk Munster teilt mit: Jrn Einvernehmen mit dem Regierungspräsidenten in Münster ist der NSDFB. (Stahlhelm) auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 in Verbindung mit 6 14 des Polizeiverwaltungsgesetzes für das Gebiet des Kreises Beckum (Regierungsbezirk Munster) mit fo artiger Wirkung wegen staatsfeindlicher Betätigung a u f g e l ö st und das Vermögen beschlagnahmt worden.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler empfing im Haus Wachenfeld auf dem Obersalzberg d"s Präsidium der S t e u b e n - G e s e 11- schäft von Amerika unter Führung ihres Präsidenten Theodor Hoffmann, Neuyork.
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Nach Vortrag beim Führer ist die R e i ch s auto« bahnstrecke Aache n—D ü r e n—K oln zur Ausarbeitung der Baupläne freigege b en worden Die erste, etwa acht Kilometer lange Teilstrecke, soll im Zuge der Umgehung von Haaren und der anschließenden verkehrsengen Ortschaften durchgeführt werden.
für Engels abgebrochen und auch die Partie Opo- censki gegen Ahues, die schwer zu beurteilen ist, wurde nicht zu Ende geführt.
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^offenes Segens 'ernitischk« au, sind, tBit Heilung'
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Essen, 7. August. (DNB.) Im Zusammenhang mit dem neuerlichen Fall verbrecherischer Wühlarbeit des politischen Katholizismus i n Werne an der Lippe veröffentlicht die „National- Zeitung" ein Schreiben des Kaplans Graf Droste zu V i s ch e r in g, der im Auftrage des katholischen Pfarramtes Werne a. d. Lippe Kenntnis gibt von einer Kanzelerklärung der Werner Geistlichkeit, die bei allen Gottesdiensten von der Kanzel verlesen worden ist. In dieser Erklärung heißt es:
„In der Nacht zum Donnerstag sind hier in der Stadt Spottgedichte auf den Bisckof und die Ordensschwestern verteilt worden. Die polizeiliche Untersuchung hat einwandfrei fest- gestellt, daß die Täter Mitglieder der deutschen Kolpingsfamilie sind. Wer die Verfasser der Gedichte sind, ist bisher noch nicht mittelt worden. Die Werner Pfarrgeistlichkeit verurteilt die Tat auf das Schär f ft e und das um so mehr, als der Verdachte der Täterschaft auf andere Unschuldige gelenkt worden ist." Weiter wird in der Erklärung gesagt, daß keiner der Werner Geistlichen von dem Plan unterrichtet gewesen sei, und
daß auch kein verantwortlicher Laien-' sührer der Kolpingsfamilie um die Sache gewußt habe. Zur Herstellung der Vervielfältigungen seien auch keine Apparate oder Einrichtungen der Werner Kolpingsfamilie benutzt worden. Die in Frage kommenden Gesellen seien bereits von der Reichsführung der deutschen Kol- ping-sfamilie in Köln a. Rh. ausgestoßen worden.
Zu dieser Erklärung des katholischen Pfarramtes in Werne nimmt die „Nationalzeitung" wie folgt Stellung: Es kann nicht damit getan sein, daß die Schuldigen aus ihrer der Kirche nahestehenden Or- aanrfation ausgeschlossen werden. Wesentlicher ist, daß der staats- und volksfeindliche Geist ausgetrieben wird, der unzweifelhaft in einigen dieser Organisationen zu Hause ist, wie sich aus der bedauerlichen Häufung der Falle für jeden objektiven Beobachter ergibt. Wich tiger ist, daß die Geistlichkeit und die Laienführer die Angehörigen der ihnen unterstellten Organisationen einer scharfen Nachprüfung unterziehen und alle die Elemente ausmerzen unb dem Staat nahmhaft machen, die solcher und ähnlicher verbrecherischer Handlungen gegen den Staat fähig sind unb die nicht die unbedingte Gewähr bieten, daß sie positiv auf d e m B o - den des nationalsozialistischen Staa- te 5 stehen. Daran müßte die Kirche unb bie Geistlichkeit selbst das größte Inter ese haben, schon um zu vermeiden daß bei einer eventuellen weiteren Häufung der Falle doch in irgendeiner Form die Autorität und das Ansehen der Kirche in Mitleidenschaft gezogen wird. Sollte sie aber zu einer solch durchgreifenden Remigungs- kur nicht gewillt ober nicht in ber Lage sein, so könnte bie Möglichkeit eintreten, baß der Staat eines Tages im Interesse der Ruhe und Einheit der Nation gezwungen sein könnte, ihr diese Aufgabe abzunehmen, und es kann dahingestellt bleiben, ob dieser letztere Weg für die davon Betroffenen angenehmer


