Kongreßpolens errichtet wurde. Der „Ober-Ost" hat sich damals ebenso wie das Generalgouvernement Warschau durch die Einrichtung einer mustergültigen Verwaltung einen Namen gemacht und durch sein segensreiches Wirken namentlich auch auf wirtschaftlichem und sozialpolitischem Gebiet auch bei der polnischen Bevölkerung größte Anerkennung gefunden, wenn auch der überhebliche polnisch« Chauvinismus später gern vergessen machen wollte, daß die deutsche Aufbauarbeit in den besetzten polnischen Gebieten in vielen Dingen die Fundamente gelegt hat, auf denen der polnische Staat errichtet wurde.
Wenn die Errichtung oberster militärischer und ziviler Verwaltungsstellen in den besetzten polnischen Gebieten als Uebergangsmaßnahme gewertet werden muß, so haben die von dem Reichsaußenminister v. Ribbentrop bei seinem zweiten Besuch in Moskau mit der Sowjetregierung getroffenen Vereinbarungen durchaus und absolut endgültigen Charakter. Der deutsch-russische Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 liquidiert die aller politischen und wirtschaftlichen Vernunft hohnsprechende Staatskonstruktion J)er „Friedensmacher" von Versailles und schafft unter Beobachtung der geschichtlichen Entwicklung und natürlichen Bedingtheiten neue, feste Grundlagen für eine bessere Zukunft der Länder und Völker in dem weiten Raum zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, der nunmehr aufhören wird, als osteuropäische „Schütterzone" ein politischer Brandherd zu sein, von dem aus die westlichen Demokratien nach Bedarf die Welt in Flammen setzen können. Der deutsch-russische Vertrag spricht es deshalb klar und unmißverständlich aus, daß Deutschland und Rußland es ausschließlich als ihre Aufgaben anseh en, im Raum des unter den Schlägen des deutschen Schwertes zusammengebrochenen und an seinem völligen Mangel an politischer, ethnischer, wirtschaftlicher und kultureller Homogenität zerfallenen polnischen Staates Versailler Prägung die Grundlagen einer Neuordnung zu legen, die, wie der Vertrag sagt, den dort lebenden Völkerschaften ein ihrer völkischen Eigenart entsprechendes friedliches Dasein sichert. Und weil Deutschland und Rußland als die beiden diesem Raum allein benachbarten Großmächte hier auch allein lebenswichtige Interessen zu verteidigen Haden, müssen sie seldstverständ- lich irgendwelche Einmischungsversuche dritter Mächte ablehneu.
Die Geschichte der britischen Garantie für Polen hat ja aller Welt hinreichend deutlich gezeigt, wie es mit dem wahren Interesse Englands für den osteuropäischen Raum bestellt ist. Polen fand nur solange das Interesse Englands, wie man es in London als Festlandsdegen gegen Deutschland gebrauchen zu können glaubte. Nachdem es unter den deutschen Schlägen überraschend schnell zerbrochen ist, hat man in London Polen ohne jede Gemütsbewegung von seiner politischen und militärischen Rechnung abgesetzt und sich anderen Kombinationen zugewandt. Denn das Schicksal des polnischen Volkes war den westlichen Demokratien von jeher höchst gleichgültig. Ihr einziges Interesse am osteuropäischen Raum bestand in einem polnischen Staat, der schon durch seine künstliche Aufblähung als Folge der Einbeziehung so vieler nichtpolnischer Volksgruppen notwendigerweise in Gegensatz zu seinen beiden großen Nachbarn Deutschland und Rußland geraten mußte und zudem geeignet erscheinen konnte, für alle Zeiten eine Erneuerung der deutsch-russischen Freundschaft zu verhindern, die solange der Alpdruck britischer Staatsmänner gewesen war.
Wie vor zwanzig Jahren der polnisch-französische Militärpakt, so hatte auch das polnisch-britische Garantieabkommen dieses Jahres einzig und allein den Zweck, an Deutschlands Ostgrenze eine politische Unruhe zu stabilisieren, die das Reich dauernd in Atem halten sollte. Das mußte aufhören, wenn das nationalsozialistische Reich sich jemals in Ruhe den großen Aufgaben seines inneren Aufbaues zuwenden wollte. Da der polnische Staat im Vertrauen auf Englands Unterstützung keinem gütlichen Ueber- einkommen zugänglich war, mußte das deutsche Schwert sprechen und müssen nun Deutschland und Rußland ihre historische Aufgabe in Angriff nehmen, dem osteuropäischen Raum jene völkische Gestalt zu geben, die ihren eigenen Lebensinteressen entspricht und den Völkern dieses Raumes eine friedliche Zukunft sichert. Polen als Großmacht war eine Illusion, die in den Hirnen maßloser polnischer Chauvinisten von Paris und London aus sehr durchsichtigen Gründen genährt wurde. Die deutsch-russische Regelung macht mit diesem Traum ein radikales Ende. Und das ist gut so. Das wetden die Polen selbst, die wohl schon inzwischen erkannt haben dürften, was sie von der angeblich so uneigennützigen Freundschaft Englands und Frankreichs zu halten haben, auch bald begreifen und sich frei von der Belastung politischer Aspirationen, die weit über die innere Kraft ihres Staates ging, den großen Aufgaben zuwenden, die zum Schaden des polnischen Volkes in der unter dem Unstern von Versailles stehenden Phase seiner Geschichte ungelöst geblieben sind.
Die deutsch-russische Uebereinkunft ist ein sicheres Fundament für einen dauerhaften Frieden in Osteuropa und nach Auffassung beider Vertragspartner entfällt damit jeder Grund, den Kriegszustand zwischen den westlichen Demokratien und Deutschland sortzusetzen. Der Führer hat ja noch in seiner Danziger Rede erklärt, daß Deutschland im Westen keinerlei Kriegsziel hat; sollten also die erneuten Bemühungen, dem Kriegszustand zwischen Deutschland und den beiden Westmächten ein Ende zu machen, keinen Erfolg haben, so steht die Verantwortung der beiden Westmächte hierfür vor aller Welt fest, lieber die daraus sich notwendig machenden Maßnahmen werden Deutschland und Rußland dann erneut Beratungen aufnehmen. Das ist eine ganz klare Linie, darüber darf man sich in London keinerlei Täuschung hingeben. Die britische Politik hat so lange Rußland falsch eingeschätzt und sich noch törichten Illusionen hingegeben, als Moskaus Ent- schloß, mit Deutschland zusammen die Neuordnung in Osteuropa durchzuführen, längst feststand, daß es vom britischen Standpunkt aus unverzeihlich wäre, an der Eindeutigkeit der Moskauer Beschlüsse den geringsten Zweifel zu setzen.
Reichsaußenminister von Ribbentrop hat vor feiner Abreise aus Moskau noch einmal mit aller nur wünschenswerten Eindeutigkeit festgestellt, daß Deutschland und Rußland sich in die osteuropäischen Fragen niemals mehr hineinreden lassen werden und daß beide entschlossen sind, wenn die Westmächte keine Neigung zeigen sollten, den völlig sinnlosen und aussichtslosen Kampf gegen Deutschland auszugeben, dem mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Daß auch dies so wenig eine leere Drohung ist, wie einstmals der deutsch-russische Nicht- angriff spott ein bloßer Blust war, darauf deutet schon das in Moskau ebenfalls vereinbarte Programm einer engen wirtschaftlichen Zu- sammenarbeit zwischen Deutschland und Rußland hin.
Deutsche Luftwaffe auch über See hervorragend erfolgreich. Zum heutigen Lagebericht des Oberkommandos der Wehrmacht.
Zu dem Freitags-Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht schreibt der „Deutsche Dien ft":
In den letzten Tagen konnte der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht stets Meldungen der Luftwaffe über erfolgreiche Kämpfe mit englischen oder französischen Flugzeugen veröffentlichen. So wurden seit Sonntag im Westen nicht weniger als 19 feindliche Flugzeuge, dazu 2 Fesselballons, abgeschossen. Diese Zahl erhöht sich heute durch die 5 nach dem erfolglosen Angriff auf deutsche Seestreitkräfte heruntergeholten britischen Flugzeuge auf 24. Die deutsche Luftwaffe hat auch dort, wo sie sich nach der raschen und gründlichen Erledigung ihrer Aufgaben in Polen darauf beschränkt, feindliche Flüge abzuwehren, sehr beachtliche Erfolge erzielt. Sie konnte darüber hinaus gegenüber der englischen Flotte in so durchschlagender Weise wirksam werden, daß die gespannte Aufmerksamkeit der ganzen Welt erregt wurde. Am Mittwoch wurde die Zerstörung eines englischen Flugzeugträgers und die schwere Beschädigung eines englischen Schlachtschiffes durch mehrere Treffer bekanntgegeben. Am gleichen Tage griff eine deutsche Kampfstaffel weit im Norden Großbritanniens bei der Jsle of May keine 50 Kilometer von der schottischen Hauptstadt Edinburgh entfernt, einen englischen schweren Kreuzer an, der dabei durch eine 250- Kilogramm-Bombe beschädigt wurde.
Der Angriffsgeist der deutschen Flieger, der in Polen innerhalb von acht Tagen die feindliche Luft
waffe völlig zum Verschwinden brachte, hatte sich auch hier wieder hervorragend bewährt und den für die Kriegführung verantwortlichen englischen Amtsstellen große Sorgen bereitet. Sie suchen sich durch Flugblattabwürfe über westlichen Teilen des deutschen Reichsgebietes zu entschädigen. Aber diese Entlastungsversuche sind allzu billig. In Mondnächten 6000 bis 7000 Meter hoch über Gaue des deutschen Westens zu fliegen — in einer Höhe, aus der Bombenflugzeuge wirkungsvolle Angriffe nicht zu führen vermögen — das ist ein Reklametrick, aber fein militärisches Unternehmen. Militärische Aktionen werden durch Jagdflieger abgewehrt. Die Abwehr der Flugblätter aber, die aus der Himalajahöhe auf die Moore und Wiesen Nordwestdeutschlands geworfen werden, besorgt das gesamte deutsche Volk, das gegen das Gift des Londoner Lügenministeriums immun ist. Es bedauert nur die englischen Flieger, die als anständige Soldaten gezwungen sind, die schmutzigen Erfindungen internationaler Hochstapler, wie des Herrn Knickerbocker, unter Einsatz ihres Lebens ab- rocrfen zu müssen.
Vor der ganzen Welt aber haben die letzten Septemberlage wieder bewiesen, daß die britische Flotte nicht nur aus und unter dem Wasser angreifbar ist. Die deutsche Luftwaffe hat gezeigt, daß sie England in seiner bisher unbeschrankten Herrscherstellung auf dem Tileere zu verwunden vermag.
Die Konterbandefrage auf der Panama-Konferenz.
Südamerikanischer Beschluß gegen britische Seeräuberpraxis dringt durch.
Panama, 30. September. (DNB.-Funkspruch.) Auf der Panamakonferenz gelang es am Samstag den Chilenen, aus ihren Vorschlägen und den Vorschlägen Argentiniens und Uruguays einen Kompromiß zu formen und im Unterausschuß zur An ahme zu bringen. Das gemeinsame Vorgehen dieser drei Staaten hat besonderen Eindruck hinterlassen. Der Beschluß wendet sich entschieden gegen die britische Auffassung, als Konterbande Waren oder Stoste anzuerkennen, bi-e für den Lebensbedarf der Bevölkerungen kriegführender Länder notwendig sind. Der Beschluß unterscheidet nicht zwischen Zivil und Militär und läßt nur eigentliches Krie gsmaterial als Konterbande zu.
Die größte Zeitung Chiles, „Mercurio", schreibt, daß Chiles Haltung, unterstützt durch Argentinien, seine Rechtfertigung im internationalen Recht finde. Die amerikanischen Republiken hätten ein unbestreitbares Recht, ihren Handel innerhalb und außerhalb des Kontinents weiter- autrei'ben ohne andere Einschränkungen als solche, die durch Vereinbarungen der Gemeinschaft der Völker von vornherein gegeben sind. Das englische System der Schwarzen Listen bedeute eine unzulässige Einmischung und Störung der Wirtschaft dieser Republiken. Im Weltkrieg habe sich die absolute Ignorierung der politischen und wirtschaftlichen Souveränität der süd-amerikanischen Länder durch gewisse Kriegführende gezeigt. Die freien Länder Amerikas könnten und dürften sich aber nicht eine Behandlung als Faktoreien gefallen lasten. Die europäischen Konsu
larvertreter hätten die Verpflichtung, die Landesgesetze zu respektieren, arckernfalls könne ihnen ohne weiteres das Exequatur entzogen werden.
Ebenso dürften Staatsangehörige kriegführender Länder nicht Bedingungen stellen, die mit den Landesgesetzen unvereinbar seien. Die chilenische Regierung verteidige ihre nationale Souveränität, lehne die subalterne Rolle einer Faktorei ab und beweise unbedingten Neutralitätswillen, indem sie gemeinsame Entschlüsse der Panamakonferenz gegen das System der Schwarzen Listen anstrebe.
Eine Frievensrede des amerikanischen Kriegsministers.
Washington, 30. Sept. (DNB.-Funkspruch.) In einer Rundfunkrede anläßlich des 150. Jahrestages der Organisierung der amerikanischen Bundesarmee erklärte Kriegsminister Woodring, die nationale Wehrkraft werde verstärkt, um es den Vereinigten Staaten zu ermöglichen, nachdrücklich für den Frieden einzutreten. Die Regierung sei entschlossen, soweit es in ihrer Macht liege, zu verhindern, daß sich kriegerische Ereignisse auf Amerika aus dehnten. Diesem Zweck diene das Programm zur Stärkung der Verteidigungskräfte. Woodring betonte wiederholt die konstruktive Arbeit der Bundesarmee in Friedenszeiten auf den Gebieten des Straßen-, Kanal- und Flußdammbaues.
Die neuen Moskauer Vereinbarungen erneuern die alte historische Freundschaft zwischen Deutschland und Rußland. Die klare Abgrenzung der beiderseitigen Interessensphären erlaubt nicht an irgendwelchen Konfliktsstoff zwischen beiden großen Mächten zu glauben. Die Zusammenarbeit beider ist fest und kompromißlos. Darüber muß man sich in London klar werden, daß es in seiner Hand liegt, ob ein ganz sinnloser Kriegszustand fortgeführt werden soll oder nicht. „Krieg oder Frieden" ist die Frage, die nun vor aller Welt an England gestellt wird.
Dr. Fr. W. Lange.
Lteberwältigend und nieder schmetternd.
Ein polnischer Oberst über den Zusammenbruch.
Stockholm, 29. Sept. (DNB.) Das „Nya Dagligt Allehanda" bringt einen Bericht ihres Sonderberichterstatters, der das Internierungslager für polnische Offiziere in Litauen besucht hat. Der Berichterstatter gibt ein Gespräch mit einem polnischen Obersten wieder. Dieser erzählt ihm, man habe geglaubt, daß Hitler bluffe. Eine große Ueberraschung aber sei d i e phantastische Schnelligkeit gewesen, mit der die Deutschen zum Kampf über gegangen feien, und gleichzeitig auch die nahezu unglaubliche Menge von Panzern und Flugzeugen, die deutscherseits eingesetzt worden seien. Es fei überwältigend und niederschmetternd gewesen, zumal die Polen nicht genügend mit Pan- zerabwchrgeschützen versehen gewesen seien. Die polnischen Soldaten hätten teilweise versucht, auf die deutschen Panter zu klettern und durch die Ausguckluken mit Dem Revolver zu schießen. Aber das ganze sei völlig sinnlos gewesen. Es sei eine Tatsache, daß die polnische Armee einem ganz anderen Kriege gegenübergestellt worden sei als man erwartet habe.
Weiter berichtet der polnische Oberst, daß durch den starken Einsatz der deutschen Luft- waffe die polnischen Truppenteile schon vernichtet waren, ehe sie überhaupt nur zur Aufstellung gekommen seien. Ehe der Krieg richtig angefangen habe, seien die Verbindungs« linien zerstört gewesen. Die neu aufzustellen- den Abteilungen hätten niemals aufgestellt und organisiert werden können. Am zweiten Tage nach Kriegsausbruch habe die deutsche Luftwaffe sich auf eine neue Taktik eingestellt. Mit ungeheurer Schnelligkeit hätten sie die Pferde der polnischen Artillerie niedergemäht..Dies fei ihnen so vollständig geglückt, daß schon wenige Tage nach dem Ausbruch des Krieges verschiedene Artillerieabteilüngen
überhaupt nicht mehr ihre Stellungen wechseln konnten. Der phantastische Blitzangriff Deutschlands habe die Polen von Anfang an niedergeschmettert. Es habe überhaupt gar keine Rolle gespielt, wo die polnischen Armeeabteilungen gestanden hätten, ob in Der Nähe aer deutschen Grenze oder in der Nähe der russischen. U e b e r a II feien sie ständig neuen Luftangriffen bei Tag und Nacht ausgesetzt gewesen. Sobald ein deutsches Geschwader zu einem deutschen Stützpunkt zurück- gekehrt wäre, feien bereits neue gestartet. Das ganze sei hoffnungslos gewesen.
Die bulgari?ch-ru?sischen Beriehungen.
Sofia, 29. Sept. (Europapreß.) In politischen Kreisen verlautet, daß Ministerpräsident Kjosse- i w a n o s f und Finanzminister B o s ch i l o f f sich am 30. September nach Moskau begeben werben zur Unterzeichnung des neuen Handelsvertrages mit Sowjetrußland. Diese Reise sowie auch die bekannt gewordene Ernennung eines neuen Sowjet- gesandten in Sofia werden als neue Beweise der russisch-bulgarischen Annäheruna auf-1 gefaßt, deren Grundlage bereits im Frühjahr während des Besuchs des stellvertretenden Kommissars für auswärtige Angelegenheiten, Potjemkin, in Sofia gelegt wurde.
Kleine politische Nachrichten.
Im Interesse der Hebung des Zahlungs- und Kreditverkehrs im besetzten polnischen Gebiet erließ der Oberbefehlshaber des Heeres zwei Verordnungen, nach denen die Reichsmark neben dem Zloty als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt rSird und Reichskreditkas- s e n In diesem Gebiet errichtet werden.
Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichsleiter Baldur von Schirach, hatte die Führer derGebiete und die K.° Gebietsführer zu einer Arbeitstagung nach Berlin berufen. Er teilte ihnen hier die Richtlinien für den weiteren Einsatz der HI. während der Dauer des Krieges mit.
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Reichsleiter Dr. Ley hat von der Ordensburg Crössinsee eine mehrtägige Fahrt durch We stpreußen und das posensche Gebiet nach Danzig und Gotenhafen angetreten. Dr. Ley wird am Sonntagmittag auf einer großen Danziger Werft zur Gefolgschaft sprechen und mit dem Danziger Gauleiter Forster Einrichtungen der Deutschen Arbeitsfront im Danziger Gebiet besuchen.
In Berlin fand unter Vorsitz des Reichsministers Darr6 eine Zusammenkunft der Landesbauernführer statt. Die Landesbauern, sichrer erstatteten über die in den ersten fünf Wochen
der Kriegsernährungswirtschaft von ihnen geleistit, Arbeit Bericht und erhielten Anweisungen für iie kommenden Aufgaben, besonders auch in der Er, zeugungspolitik.
Alle über 15 Jahre alten Staatsangehorst gen des Irak müssen sich innerhalb von 24 Stunden bei der nächsten Ort;, Polizeibehörde persönlich melden.
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Der Führer empfing den neuernannten tüt, fischen Botschafter Hüsreo Gerede m Überreichung seines Beglaubigungsschreibens. Bei der An- und Abfahrt erwies eine Ehrenwache bts Heeres militärische Ehrenbezeugungen.
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Die luxemburgische Regierung hat sich bereits zweimal veranlaßt gesehen, bei brr französischen Regierung Protest wegen klar er» wiesener Hebers li eg ung des luxembut. gischen Hoheitsgebietes durch f r an. zöfische Flugzeuge zu erheben. Durch die UeberfDiegung von Esch und von Mondors haL<n sich französische Flugzeuge zweimal des Bruches btt Neutralität Luxemburgs schuldig gemacht.
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Der Direktor des Rundfunksenders Luxem, bürg, Peulyey, ist zum „Directeur de la Radio Franjaise“ ernannt worden. Es unterstehen ihm damit also sämtliche Rundfunksender Frankreichs. Der Rundfunksender Luxemburg hatte auf Anordnung der Luxemburger Regierung seinen Betrieb vollständig eingestellt, um bie strenge Neutralitätspolitik Luxemburgs nicht zu gn fährden.
Die Evakuierung des Reichsmuseum, in Amsterdam ist nunmehr beendet. 35000 Bil« der wurden eingepackt und über das ganze Land in Geheimdepots untergebracht.
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König Leopold von Belgien fetzte feine 3m fpeftionsreife an der Süd-West-Front fort und bk« sichtigte einen großen Militärflugplatz in der Provinz Hainaut. Dabei ließ sich der König bei Fliegeroffizier vorstellen, der bei dem Kampf mit dem englischen Bombenflugzeug über belgischem Gebiet abgestürzt und verwundet worben war. Er übergab dem Flieger den Kronenorden.
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Wie die „National-Zeitung" erfährt, tritt mit bem j 1. November inderScbweizdie endgültige R a« tionierung einer Anzahl von Lebens- mitteln in Kraft. Damit wird ein einheitliches Kartensystem für die ganze Schweiz eingeführt. Die Rationierung erstreckt sich auf Zucker, Reis, Test- waren, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen und Linsen», Hafer- und Gerstenprodukte, Getreidemehl, Mai«, mehl und Maisgrieß, Speisefett und Speiseöl. Frli bleiben weiterhin Brot, Milch, Fleisch, frische Butter, Käse, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Konserven.
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Das stowakische Außenminist erium hat den ehe« maligen slowakischen Ge s andten in London, Milan Harrnino, seines Amtes enthoben und durch die Staatsanwaltschaft in Preßburg die Strafurttersuchung gegen ihn einfei' | ten lassen. Harmino hat seiner am 2. Septembers telegraphisch erfolgten Abberufung und der Auf»?! forderung, nach Preßburg zurückzukehren, n i d)t i Folge geleistet.
Die beiden englischen Schulen in Ist an« b u l, die bisher für Knaben und Mädchen beftatv den, haben den Unterricht nicht wieder auf« nehmen können, weil die englischen Lehrer bie Reise von England nach Istanbul zum neuen Unterrichtssemester nicht mehr anzutreten wagten. 3m Gegensatz zu den englischen Schulen wird in der deutschen Schule in Istanbul der Unterricht uneingeschränkt w ei ter ge f ührt.
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Wie aus Bukarest gemeldet wird, ist der polnische Staatsschatz auf 14 Lastwagen aus Czernowitz kommend in Bukarest eingetroffen. 1 Die kostbare Ladung wurde in die Stahlkammern der rumänischen Nationalbank gebrach!.
Verlängerung der Fristen des Wechsel- und Scheckrechtes.
Berlin, 29. Sept. (DNB.) Durch Verordnun- )om 18. September 1939 sind die Fristen des WeH- el- und Scheckrechtes für Vorlegungen und Protest«.. erhebungen — soweit sie nicht vor dem 28. August 1939 abgelaufen waren — um 30 Tage ver» länger! worden. Diese 30tägige Verlängerung I der Frist wäre nunmehr für Diejenigen Wechsel | und Schecks abgelaufen, bei denen die Ursprung- ] sichen Fristen bereits am Stichtag (28.8.1939) oterl in den nächstfolgenden Tagen zu Ende gegen» ! e n wären. Um nun den Gläubigern die Möglich-1 eit zu geben, in wirtschaftlich begründeten Fällens noch weiter zu warten, ist die 30tägige Frist durch Verordnung vom 28. September 1939 für | Wechsel und Schecks, bei denen die ursprünglichen I Fristen in der Zeit vom 28. August bis 28. Septem« I bet 1939 abgelaufen wären, um weitere 301 Tage verlängert worden. Fristen des Wech« I stl- und Scheckrechtes für Vorlegungen und Protest« 1 erhebungen gehen daher — soweit sie nicht vor dem I 28. August 1939 bereits abgelaufen waren — früh estens mit dem 26. Oktober 1933 zu Ende.
OieHreiwilitgenmeldungeri.
Dem Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht sowie dem OKW. und OKH. gehen eine große Anzahl von Anträgen Freiwilliger zur sofortigen Einstellung in bi H Wehrmacht zu. Es handelt sich dabei nicht nur um ungediente Leute, sondern auch um 1 ehemalige Soldaten, die ihre Wiederein»' > stellung erstreben. Zur Behandlung dieser Freiwild I ligenmelbungen hat das Oberkommando der Wehr'' I macht in einer Verfügung die erforderlichen Am« I Weisungen getroffen. Wenn nicht irgendwelche zwin.« ] gende Gründe entgegenstehen, ist dem geäußerte» I Wunsch möglich stzu entsprechen.
Vorläufig keine Verleihung von Oienst- auszeichnungen der Wehrmacht.
Die Verleihung von Dienstauszeichnungen auf I E r und von Dienstzeiten nach dem 1. <5ep' tember 1939 wird vorläufig ausgesetzt, wie I eine Anordnung des Oberkommandos der Wehr- | macht ergibt. Die Verleihung wird zu gegebener I Zeit unter voller Anrechnung der Dienstzeit für De- I rufssoldaten und aktive Wehrmachtsbeamte nach- I geholt. Anträge auf Grund b i s ein schließe I l i ch 31. August 19 3 9 ab geleisteter entsprechen» der Dienstzeiten können dagegen noch gestellt und I die Verleihungen durchgeführt »erben.


