3m Kampf gegen den Verlust von Nahrungsmitteln stellen die Kühlanlagen großer und kleiner Abmessungen ein wertvolles Glied in der Kühlkette Zwischen Erzeuger und Verbraucher dar. Wohl sind Kühlanlagen für Gewerbezwecke und Haushaltungen zu großer technischer Vollkommenheit entwickelt worden. Was noch fehlt, ist eine in Anschaffung und Betrieb so preiswerte Kleinkühlanlage, daß sie auch von dem einfachen Haushalt in Benutzung genommen werden kann. Dem „Kampf dem Verderb" folgt auch die Aktion der Altstoffsammlung. Sammelbehälter für industrielle, gewerbliche und häusliche Abfälle, in denen bereits eine Dorsortierung erfolgen kann, erscheinen in immer größerer Zahl auf dem Markt. Durch Verwendung von Hartpapier und Holzstoff wird die Heranziehung von Sparmetallen für die Fertigung derartiger Behälter vermieden.
Der Adolf-Hitler-Platz mit dem Schloßberg von Graz, der Hauptstadt der grünen Steiermark. (Zeichnung Reimesch. — Scherl-M.)
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Ebenso zeigte die Leipziger Messe eine Anzahl von Maschinen, die auf den Sammelstellen die zusammenfließenden Mengen an Altstoffen durch Zusammenpressen und Zerkleinern in versandfähide Formen bringen. Einrichtungen für die Wiedergewinnung von Zinn aus Weißblech oder die Einschmelzung kleinerer Blechmengen gehören ebenfalls in das Gebiet der Altstoffverwertung.
Die von der Deutschen Arbeitsfront in den Vordergrund gerückte Forderung, jedem schaffenden Volksgenossen im Laufe eines Arbeitstages eine warme Mahlzeit zu sichern, läßt sich durch eine Anzahl neuartiger Koch- und Wärmeoorrichtungen für größte und kleinste Betriebe heute überall praktisch verwirklichen. 3n den Großküchen beschleunigen Arbeitsmaschinen die Vorbereitung und Fertigstellung von Gemüse, Fleisch und Kartoffeln, in kleinen Betrieben übernehmen Wärmevorrichtungen die Erhaltung der Genußfähigkeit der vom Schaffenden mitgebrachten Gerichte. Auch die auf dem Prinzip von Isolierflaschen entwickelten Warmhaltegsfäße für Mittagsgerichte sind in Form und Größe neu entwickelt worden. In großem Umfanae ist hierbei besonders die Verwendung von Kunststoffen und Leichtmetallen berücksichtigt worden. Zu den Geräten für die Bereithaltung warmer Mahlzeiten gehören auch die Kaffeemaschinen, die für Groß- und Kleinbetriebe mit automatischer Aufheizung und selbsttätiger Arbeitsweise entwickelt wurden.
Als das sicherste Mittel für die Erhaltung der Familie und die Schaffung eines gesunden Nachwuchses ist das Eigenheim zu betrachten. In seiner Form als Siedlerstelle trägt es außerdem dazu bei, die Basis der Nahrungsmittelfreiheit zu verbreitern. Arbeitssparende und zeitver-
Oer Großglockner, Deutschlands höchster Berg.
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Die Zugspitze, die mit 2963 Meter bisher der höchste Berg Deutschlands war, wurde jetzt entthront. Nach dem Ueberaana Oesterreichs ins Reich ist nunmehr der Großglockner mit einer Gipfelhöhe von 3798 Meter der höchste Berg des Reiches. Am Fuße des Bergriesen sieht man das Glocknerhaus. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Waschküchen mit diesen einfachen Druckknöpfen aus- zustatten, ohne daß im Interesse eines Berührungsschutzes besonders kostspielige und Material verzehrende Installationen erforderlich sind. Bei der Her-
Zwischen krank und gesund
gibt es einen Zustand der Schwäche und Erschöpfung, der keine rechte Lebensfreude auskommen läßt. Appetitlosigkeit, blasses Aussehen uno Ermüdbarkeit sind die deutlichen Merkmale.
Erwachsene und Kinder sollten bei diesen Erscheinungen Bioferrin nehmen, welches eine vorzügliche Wirkung auf den Allgemeinzustand hat.
Bioferrin enthält sämtliche Nährstoffe des Blutes. Es ist in allen Apotheken zu haben.
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kürzende Geräte für die Bearbeitung von Gärten, die Bereitung von Futter für die Kleintiere und die Einbringung der Ernte tragen diesen volkswirtschaftlichen Erfordernissen besonders Rechnung. Auch die von der DAF. entwickelten Musterwoh- n u n g e n, die ganz auf Zweckmäßigkeit und geschickte Raumausnutzung eingestellt sind, dienen dem Gedanken des Eigenheims. Für seine Ausstattung sind eine große Anzahl neuzeitlicher Geräte entwickelt worden. Der für die Beheizung mehrerer Zimmer bestimmte Kachelofen, die kupferfreie elektrische Leitung, das metallfreie Abzugsrohr für Gasyeräte und die emaillierte Dachrinne find einige Beispiele dafür, daß bei der Einrichtung von Eigenheimen der Werkstoffgedanke im Vordergrund steht.
Wie sich bei der Einrichtung elektrischer Beleuchtungsanlagen der Aufwand an Leitungsmaterial vermindern und gleichzeitig die Bedienung von Schaltern erleichtern läßt, zeigt eine neuartige Haus- inftallation, bei der das Ein- und Ausfchalten von Lampen durch einen einfachen Druckknopf erfolgt. Die Schalter für sämtliche Hausleuchten sind als kleine Quecksilberschalter ausgebildet und liegen auf der Verteilungstafel des Hauses unmittelbar nebeneinander. Ihre Betätigung erfolgt durch einen Schwachstromkreis, in welchen die Druckknopfschalter eingebaut sind. Für die Schaltleitungen wird eine Spannung von nur 8 Volt verwendet, so daß also die Möglichkeit gegeben ist, auch Baderäume und
stellung von Fußböden in Wohn- und Wirtschaftsräumen, von Wandanstrichen, von Tür- und Fensterbeschlägen ist besonders auf die Verminderung der Reinigungsarbeiten und die Erhöhung der Lebensdauer der Einzelteile Rücksicht genommen.
Hier lebte und wirkte Joses Haydn.
Blick auf die Bergkirche von E i s e n st a d t in Burgenland, wo der große österreichische Musiker des Rokoko Josef Haydn (geboren 1731, aestorben 1809) 30 Jahre als Organist wirkte, und wo er auch bestattet wurde. — (Zeichnung Reimesch. — Scherl-M.)
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Britische Propaganda in LIGA.
Don Ernst A Hepp, Jleuyork.
„Warum macht Ihr nicht auch so geschickt Propaganda wie die Engländer?", „Wie kommt es, daß die englische Propaganda i m Weltkri e g so viel wirkungsvoller war wie die deutsche?", „Woran liegt es, daß sich Amerika beinahe protestlos, unbewußt einen ununterbrochenen Strom englischer Propagandisten gefallen läßt, während die Presse gleich Zeter und Mordio schreit, wenn sich heute auch nur eine einzige Stimme zugunsten Deutschlands erhebt?", diese und ähnliche Fragen- bekommt jeder Deutsche in den Vereinigten Staaten dutzendmal zu hören. Ja, warum, wieso? Der waschechte, anständige Amerikaner ist doch zwei- fellos fair, großzügig und stets begierig, d i e Wahrheit zu erfahren, er läßt auch die andere Seite au Worte kommen, er leidet oft buchstäblich unter der einseitigen sogenannten Aufklärung, die unter Hochdruck, ohne daß er zur Besinnung kommen kann, von morgens bis abends auf ihn losgelassen wird, oder er revoltiert hegen Das ist eine Erfahrung, die wir im persönlichen Gespräch mit Amerikanern oft machen müssen. Also, warum finden wir die Pankees immer wieder, oft wider- willih, im politischen Schlepptau Eng- lanos, von dessen geistiger Bevormundung sie sich seit 150 Jahren loszumachen versuchen? Sind die Bande des großen Dölker-Schmelztiegels zum englischen „Mutterland" so innig, daß er immer und ewig für diesen Teil seines geistigen und kulturellen Besitzes tributpflichtig geworden ist, oder könnte es vielleicht sein, daß man ihm systematisch, unausgesetzt diese Dankesschuld einhämmert, damit er sie ja nie vergesse?
In einem Aufsatz der bekannten Zeitschrift „American Mercury" finden wir die Antwort auf einige dieser Fragen. Mit rücksichtsloser Offenheit behandelt der Verfasser das Thema britischer Propaganda in den Vereinigten Staaten. Allen denen, die sich des Heeres britischer Propagandisten noch nicht bewußt geworden seien, gibt er den Rat, jeden Morgen eine Neuyorker Zeitung heranzuholen und — nicht die Ueberscbriften der ersten Seite, sondern die Schiffsnachrichten, insbesondere die Spalte „Ankommende prominente Passagiere" genau zu studieren. „Ich kann Ihnen jetzt schon verraten", schreibt er, „daß Sie jedesmal, wenn die internationale Lage irgendwo in der Welt eine britischen Interessen ungünstige Wendung nimmt, erstaunt sein werden über die große Zahl hoher britischer „Weisheitsapostel", die sich die Vereinigten Staaten plötzlich zur Erholung ober zu einer Studienreise oder zum Besuch von Freunden usw. ausgesucht haben. Wenn die Kurve distinguierter britischer Besucher beständig ist, so dürfen wir das als ein sicheres Zeichen annehmen, daß die Engländer nicht weiter beunruhiat sind: steigt sie aber plötzlich an, dann können Sie den letzten Pfennig darauf wetten, daß irgendetwas los ist."
Der Verfasser macht sich dann daran, die Reihe
dieser englischen Besucher — er nennt sie Presseagenten — sauber in verschiedene Kategorien einzuteilen. Zu der ersten Reihe, zum Stoßtrupp, rechnet er die ganz hohen Würdenträger des Staates und der Kirche, die in England nichts anderes sei als eine Unterabteilung des Staatsdienstes ähnlich wie in den USA. die Post- verwaltung! Er erinnert an das Beispiel des Erz. bischofs von Canterbury, der vor nicht allzulanger Zeit, als es um die englische Sache im Mittelmeer etwas mulmig gestanden habe, in Amerika auftauchte und mehrere vielbeachtete Reden hielt (die der Zeitungskönig Hearst damals als unverblümte politische Einmischungsversuche außerordentlich scharf angriff.). Zum Stoßtrupp zählt er auch den üblichen Strom von Generälen, Lords, Grafen, Baronen, Ministern, wissenschaftlichen Kapazitäten, Rektoren, au denen sich dann und wann aucty ein Prinz geselle. Ihre Hauptaufgabe bestehe barm, einen angenehmen Eindruck zu schaffen, ohne allzuviel zu reden, ähnlich wie Mannequins bei einer Modeschau
Hinter diesen Paradepropagandisten rücke die zweite Linie an, schreibt Nock, eine Horde von Journalisten, angeblichen Schriftstellern, Lektoren, Bankiers, Volkswirtschaftlern, Zeitungsverlegern, Austauschprofessoren, Schauspielern, Pfarrern, Parlamentsmitgliedern. Sie haben die Schwerarbeit zu leisten, sie müssen reden, reden und schreiben. Der Verfasser gibt zu, daß sie recht gute Arbeit leisten. Als derzeitigen Häuptling der zweiten Brigade bezeichnet er Sir Arthur Willert, dessen politische Ergüsse häufig in der „New Port Times" und andern führenden Zeitungen gebracht werden, und als feine Hauptstütze Sir George Paish. Unschuldig und ach so harmlos fließen ihre Worte, aber beim genaueren Durchlesen komme man dahinter, daß es Prachtexemplare von „Tendenzschriften" seien (Der Verfasser gebraucht das deutsche Wort). Heber die ganze propagandistische Arbeit der beiden englischen Brigaden stellt der Verfasser das köstliche Gleichnis vom blauen Meer, dessen sich Mark Twain in seiner Kritik an Shelleys Buch über das Leben des Professors Dowden bediente. Mark Twain sagte: „Das Wasser des Meeres ist blau. Sie dürfen darauf schwören. Und doch, wenn Sie Glas um Glas daraus schöpfen, ist jedes ganz farblos, so ist auch jeder Paragraph des Shelleyschen Buches weiß, das zanze Buch aber ist blau vor lauter aufgelösten Verleumdungen."
Der Verfasser untersucht bann bie Grünbe, warum bie Engländer, die in der Verfolgung ihrer Ziele nicht besser und nicht schlechter seien als andere Nationen, im Gebrauch ihrer Propaganda s o viel erfolgreicher sind als ihre Nebenbuhler. Ais wichtigsten nennt er natürlich bie Sprache, bie für alle anderen ein großes Hindernis bedeutet. Der Engländer hingegen könne jederzeit auf Anruf |o viele „Presse-Agenten" rekrutieren al« «”• *—
Kunst und Wissenschast.
Zehn Jahre Deutscher Akademischer Auskauschdienst in London.
Die Zweigstelle London des Deutschen Aka - de mischen Austausch dien st es, der die Aufgabe hat, den Austausch von Akademikern, Lehrern und Schülern zwischen Deutschland und England zu fördern, feierte in der Londoner Universität ihr zehnjähriges Bestehen. Englische und deutsche Freunde des Londoner Büros waren außerordentlich zahlreich erschienen. Als Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes überbrachte General v o n M a sso w bie Grüße der Berliner Zentrale und würbigte bie erfolgreiche Arbeit bes beutsch-englischen Austauschdienstes während ber zehn Jahre, wobei er hervorhob, baß es sich auch hier um einen Versuch zur Förderung bes Der- stehens zwischen Deutschland und England handele. Der deutsche Geschäftsträger Gesandter Dr. Woer - mann überbrachte die Glückwünsche ber deutschen Botschaft unb die persönlichen Glückwünsche und Grüße des Reichsaußenministers von Ribbentrop.
Neuerscheinungen im Verlag Engelhorn.
I. Engelhorns Nachf. Verlag Stuttgart kündigt folgende Frühkingsneuigkeiten an: Adolf Sgern a n n , Berufsgeheimnisse und Binsenwahrheiten. Aus den Erfahrungen eines Verlegers. — Mary Britniewa, D i e Sonne sank im O st e n. Einzig berechtigte Uebersekung aus dem Englischen von Cornelia Bruns. — Stijn Streuvels, Die große Brücke. Einzig be* rechtiqte Übersetzung aus dem Flämischen von Karl Jacobs. — Neuauflage: Carl Haenfel und Richard Strahl: Außenpolitisches ABC. 3. vollkommen neu bearbeitete Auflage. — Neuausgaben: Walther Penck, Durch Sandwü st en auf S e ch s t a u f e n b e r in S ü b a m e r i k a. Ein Deutscher auf Kundfahrt. Herausgegeben von Albrecht Penck. — Ralph Walbo Trine, Dom k ö st l i ch st e n Gewinn. Einzig berechtigte Heber* setzung aus bem Englischen von Max Christlieb.
FrÜhiahrsneuerscheinunqen des Verlages Gerhard Stalling.
Der Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg/Berlin, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Georg von der Bring: Der Goldhelm ober das Vermächtnis von Granbcoeur. Roman. — Karl Friedrich Kurz: Ein gesegneter Lügner. Roman. — General Weygand: Ist Frankreich stark genug? — Georg Schönerer. Herausgegeben mit Hnterstützung des Reichsinstitutes für Geschichte des neuen Deutschlands von Eduard Pichl. — Wissenschaft und Glaube. Reden und Ansprachen zur 200-Jahrfeier ber Georg- August-Hniversität zu Göttingen im Juni 1937. Herausgegeben vom Rektor der Universität Profes- or Dr. Fr. Neumann — Oberst Dr. Altrich. ter: Der solbatische Führer. — Hauptmann Fritz Bargmann: Ich diene acht Wochen als Infanterist. — Peter Purzelbaum: Vom Hundert st en ins Tausend st e. Band 3: Töne und Tinte. — Bruno Nelissen < Haken: Das große Hunbespiel, ober Herr Schmidt zieht sage und schreibe fünf junge Haidjer-Dackel groß.
wolle. Zweitens habe der Engländer mit dem Amerikaner ganz allgemein die Scheinheiligkeiten, Sittenbegriffe, Vorurteile, Schlagworte usw. der briti- scheu Zivilisation gemeinsam und verstehe daher in jeder Lage auf seine Zuhörer die richtige Dosis leeren Geschwätzes einwirken zu lassen. Das verstünden die anderen eben nicht und wenn sie ihrerseits versuchten, ber amerikanischen Eigenliebe zu schmeicheln, so ziehe bas einfach nicht so wie bet ben Englänbern Wenn z B Herr Eben über „bie Stärkung ber Freundschaftsbanbe zwischen den beiben großen englisch-sprechenben Demokratien" rede, so habe seine Stimme den richtigen Klang. Selbst ein Franzose könne diesen Ton nicht herausbekommen und sollte er es versuchen, bann würden bie Amerikaner sofort den Betrüger riechen. Wenn bageaen ein guter Brite in den Schweiß moralischer Entrüstung ausbreche, so reagiere ganz Amerika spontan darauf, weil diese Art von „Bull" ebenso amerikanische Spezialität sei wie englische.
Als dritten Grund dafür, warum der Engländer sich besser auf die amerikanische Geige einzuspielen versteht, führt der Verfasser an, daß die leitende Schicht des amerikanischen Mittelstandes von demselben eingefleischten Snobistentum besessen sei wie diejenige Englands. England unterhalte eine Skelett-Aristokratie, deren Tun und Lassen tägliche Nahrung für das Snobistentum seines eigenen Mittelstandes bilde. Amerika besitze nichts derartiges; wenn deshalb England gelegentlich von seinem Vorrat etwas abgebe, stürzten sich die amerikanischen Snobs mit einer geradezu erbärmlichen und unanständigen Gefräßigkeit darauf. Der Verfasser stellt dann fest, daß weder Deutschland noch Frankreich den Typ des Mittelstand-Snobs haben, also ein weiterer Nachteil für sie.
Zum Schluß kommt er auf bie, wie er sich ausbrückt, „begenerierte Aufrichtigkeit" bes Engländers zu sprechen. Dieser Punkt verdient besondere Aufklärung. Jeder Brite, meint er, ob er nun Baron fei ober Lanbstreicher, komme auf bie Welt in bem unerschütterlichen Glauben, bag ber Engländer in allen Lagen unb unter allen Um« stäuben ein natürliches Recht besitze, zu herrschen Er halte bas Empire für das Schwungrad der Zivilisation und sei felsenfest davon überzeugt, daß das Jüngste Gericht anbrechen würde, wenn dieses Rad zu Schaden kommen sollte. Deshalb seien alle Menschen, die dieses Recht anzuzweifeln wagen, einfach höllische Teufel, wie z. B. die Buren in den neunziger Jahren, die Deutschen 1914, die Japaner heute Und aus eben diesem Grunde seien auch alle Maßnahmen, die gegen solche Menschen angewandt würden, selbst die abscheulichsten, wie das Aushungern deutscher Frauen unb Kinber burch bie Blockade im Weltkrieg, bas Bombardieren indischer Dörfer, das in die Luftsprengen arabischer Häuser in Palästina — recht unb lobenswert. Der Engländer fei in biefem Glauben an feine Unfehlbarkeit geboren und darin liege die sonderbare, unanfechtbare Ehrlichkeit, mit der er feine Ansichten vortrage.
Diese sind nach Meinung des Verfassers die Hauptgründe für den Erfolg englischer Propaganda in den Vereinigten Staaten Er findet, daß d:ese Propaganda neuerdings wieder ganz besonders intensiv eingesetzt hat — siehe Schiffsnachrichten! Wir sehen, er ist einer ber Wiberwilligen, ber . Protestanten". Ihre Zahl ist aber in ber Minberyeit. Für bie übrigen gilt bas nunmehr geflügelte Wort: Englanb erwartet von jebem Amerikaner, daß er seine Pflicht tut."


