Ausgabe 
31.3.1937
 
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Hauptschnftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» wem. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Or. Fr. W. Lange- für Feuilleton: Dr Hans Thyriot: jur den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen» eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt' der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II 37: 10 933 Drurf» unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-' und Stemdruckerei R Lange. K.-G., sämtlich in Hetzen Monotsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom l.Juni 1935 gültig.

Oer neue Roggenpreis.

23on Or von Haffelbach.

ZdR Die Arbeit des Reichsnährstandes steht un­ter zwei entscheidenden Grundforderungen: Der Er­zeugerschutz muß die unerläßlichen Voraus­setzungen für die Aufrechterhaltung und möglichst starke Steigerung der Erzeugung schaffen, der Ver­braucherschutz muß dagegen auf der anderen Seite sicherstellen, daß die Erzeugnisse des deutschen Bodens auch in sozial-gerechter Weise dem Ver­braucher zugeführt werden, d. h. daß sie zu Preisen auf den Markt kommen die in angemessenem Ver­hältnis zum Volkseinkommen stehen. Im Augen­blick der Machtergreifung 1933 befand sich die deut­sche Landwirtschaft vor dem vollständigen Zusam­menbruch. Die Auswirkungen des liberalistischen Sy­stems hatten die Preise für ihre Erzeugnisse der­maßen absinken lassen, daß sie in gar keinem Ver­hältnis mehr zu dem erforderlichen Betriebsauf­wand standen. Trotzdem merkte der deutsche Ver­braucher von diesem niedrigen Stand der Erzeuger­preise nur sehr wenig. Preisschwankungen nach oben wurden ihm grundsätzlich angekreidet, Rück­schläge nach unten blieben jedoch in der Regel auf dem Wege vom Erzeuger zum Verbraucher voll­kommen stecken.

Die nationalsozialistische Ernährungswirtschaft hat zwar nach der Machtergreifung eine zum Teil we­sentliche Aufbesserung der Erzeugnis­preise des deutschen Bauern herbeigeführt, um damit die Grundlagen der Erzeugung zu sichern; sie hat aber auf der anderen Seite von vornherein da­für gesorgt, daß hierdurch die Verbraucher­preise möglichst wenig beeinträchtigt wurden. Sie hat darüber hinaus in der folgenden, mit zunehmen­der Erschwerung der Devisenlage ständig wachsen­den Verknappung einzelner Lebensmittel grundsätzlich verhindert, daß die Preise für die wichtigsten Nahrungsmittel über die einmal als gerecht und für den Verbraucher tragbar erkannte Höhe hinaus st iegen. Wäre dies nicht geschehen, so würde ohne Zweifel der Preisstand für Nah­rungsmittel in Deutschland heute wohl nahezu aus­nahmslos erheblich über dem liegen, was der deut­sche Verbraucher zur Zeit bezahlt.

Mit besonderer Entschiedenheit ist unter dem Ge­sichtspunkt des Verbraucherschutzes der Brot­preis festgehalten worden. Dieser Preis ist in allen Fällen vollkommen unverändert auf dem Stand festgehalten worden, den er bei der Macht­übernahme hatte, d. h. also zu einer Zeit, als der gesamte Preisstand für die Erzeugnisse der Land­wirtschaft anerkannt unhaltbar niedrig war. Die große politische Bedeutung, die dem Brotpreis bei­gemessen wird, war für diese Haltung- entscheidend. Als Folge hiervon hat sich wieder ergeben, daß der vom Brotpreis abhängige Erzeugerpreis für Roggen in wachsendem Maße gegenüber den Er­zeugerpreisen für andere landwirtschaftliche Erzeug­nisse zurückblieb. Während bei den meisten übrigen Erzeugnissen durch Einsparungen auf dem Wege vom Erzeuger zum Verbraucher erhebliche Verbesserungen des Erzeugerpreises möglich waren, ohne hierdurch zunächst den Verbraucherpreis über­haupt in Mitleidenschaft zu ziehen, ergaben sich entsprechende Möglichkeiten auf dem Weg des Rog­gens zum Brotoerbraucher nur in sehr geringem Maße.

Ebenso aber, wie hohe Preise dem Erzeuger nichts nutzen, wenn niemand da ist, der zu so hohen Preisen das Erzeugte kaufen kann, so sind niedrige Preise für den Verbraucher nur solange von Wert, als er zu diesen niedrigen Preisen auch tatsächlich in genügender Menge die gewünschten Erzeugnisse kaufen kann. Das Mißverhältnis,^ das sich zwischen dem Erzeugerpreis für Roggen und dem für die meisten übrigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse seit 1933 entwickelt hat, führte mehr und mehr zu der Gefahr einer Vernachlässigung des Roa - genanbaues oder zumindest der Roggenabliese- rung zum Zwecke der Brotversorgung. Im Rahmen der marktordnenden Maßnahmen des Reichsnähr­standes ist dieser Gefahr in den vergangenen Jähren durch die Umlage eines Ablieferungs­kontingentes auf jeden deutschen Bauernhof und landwirtschaftlichen Betrieb entgegengearbeitet worden. Es ist auf diese Weise auch tatsächlich er­reicht worden, daß Schwierigkeiten in der Brot­versorgung für den Verbraucher bisher in keinem Falle aufgetreten sind. Auf die Dauer kann aber ein Zustand nicht richtig sein, bei dem die wichtigste Aufgabe des deutschen Bauerhofes, nämlich die Sicherstellung der Brotversorgung, nur unter einem gewissen Zwang zu lösen ist. Der Anbau und die Ablieferung von Brotroggen muß vielmehr ein für allemal im Vorderarund des Erzeugungspro­gramms der deutschen Landwirtschaft stehen. Diesem Gesichtspunkt hat der Beauftragte des Führers für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Göring, auf Vorschlag des Reichsbauernführers dadurch Rechnung getragen, daß er eine Erhöhung des Roggenpreises um 1 Mark je 50 Kilogramm von der neuen Ernte 1937 ab angeordnet hat. Der Rdggenpreis wird hierdurch wieder ins richtige Verhältnis zu den Erzeugerpreisen für die übrigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse gerückt. Im Hinblick auf den mehr denn je dringenden Verbraucherschutz und die besondere politische Bedeutung gerade des Brotpreises wird aber auch diese Aufbesserung des Roggenpreises im Brotpreis nicht zum Ausdruck kommen. Der Brotpreis für den Verbraucher bleibt also weiterhin unver­ändert. Der Nährstand selbst hat die Aufgabe übernommen, die zur Aufbesserung des Roggen­preises erforderlichen Mittel aus anderen Ge­bieten seiner Tätigkeit aufzubringen. Auch hierbei werden die Verbraucherpreise nicht berührt werden. Die Aufbringung der Mittel wird also in erster Linie dadurch ermöglicht, daß durch die markt­ordnenden Maßnahmen des Nährstandes ent­sprechende Einsparungen auf dem Wege vom Er­zeuger zum Verbraucher in den verschiedensten Zweigen der Ernährungswirtschaft erreicht werden, soweit nicht bei einzelnen Spezialerzeugnissen auch eine Belastung des bisherigen Erzeugerpreises zu­gunsten der Roggenpreisaufbesserung vorgesehen ist. 3n jedem Falle ist damit zu rechnen, daß durch den neuen Roggenpreis die künftige Brotoersorgung des deutschen Volkes aus der eigenen Scholle end­gültig und auch auf die Dauer gesichert ist. Eine entscheidende Forderung des Vierjahresplanes wird auf diese Weise erfüllt. -

Kunst und Wissenschaft

Die älteste Vurgfchaufpielerm gestorben.

Das älteste Mitglied des Buratheaters, Auguste Wilbrandt-Baudius ist im Alter von 94 Jahren in Wien g e st o r b e n Die Künstlerin stammte aus Zwickau Schon mit 15 Jahren betrat sie in Leipzig die Bühne. Heinrich Laube gewann sie für das Wiener Burgtheater 1873 verheiratete sie sich mit Adolf Wilbrandt, dem Dichter und nach-

Der Krieg mit dem Fakir.

Nur hin und wieder findet man in den englischen Blättern Meldungen über Unruhen im Niemands­land zwischen Indien und Afghani st an. Die Unruhen sind so alt wie Englands Besetzung der indischen Halbinsel. Aber bisher ist es den Bri­ten noch nicht gelungen, das Niemandsland zu be­frieden, und von Afghanistan aus waren die Kräfte bislang zu gering, um an dieser Grenze wirklich Ruhe zu schassen. Die dort wohnenden Stämme wie Waziri, Afridi, Mahsuds, Mohmands, überfallen von ihren Verstecken in dem romantischen Bergland aus die Niederlassungen, und da diese Stämme sich zum Mohammedanismus bekennen und von stolzer Unbeugsamkeit sind, wird der Kleinkrieg mit jener Wildheit geführt, die in den USA. in den Kämp­fen zwischen weißen Siedlern und Indianern ihr Gegenstück fand. Die Engländer haben gegen diese Stämme zahlreiche Forts angelegt, sie haben die wichtige Straße durch den Khyber-Paß nach Afgha­nistan gebaut und neuerdings eine Autostraße, die fast fertiggestellt ist, durch Waziristan im Khaisora- Tal, aber trotzdem haben die Stämme immer wie­der versucht, unter Bruch der Verträge einzelne englische Abteilungen in den Hinterhalt zu locken.

Sie Straßenbauten selbst sind kein Hindernis für die unabhängigen Stämme gewesen, ihrem Briten­haß auf ihre Weise Ausdruck zu geben. Gerade in der letzten Zeit wurden die Engländer mit solchen Niederlagen bedacht. Im Wazirigebiet hatte sich ein sogenannter Heiliger eingefunden, der Fakir von Jpi, der eine heftige Propaganda entfaltete, weil die Engländer ein angeblich zwangsweises zum Mohamedanismus bekehrtes Hindumädchen befreit und das Mädchen feiner Mutter wieder übergeben hatten. Die Tori-Khel und die Waziri weigerten sich, den Propheten auszuliefern, 39 anglo-indische Offi­ziere und Mannschaften wurden aus einem Hinter­halt heraus niedergeschossen. Darauf gab es eine

Strafexpedition, die den Aufständischen 119 Tote und 279 Verwundete kostete, sie mußten Gei­seln stellen, und ein Teil ihrer Bewaffnung ver­fiel der Beschlagnahme. Aber obgleich die Briten selbst mit Flugzeugen die Dörfer der Auf­ständischen mit Bomben belegen ließen, gelang es ihnen doch nicht, die ewig flackernde Unruhe zu be­seitigen. Am 8. Februar wurden der englische Ma­rineleutnant B e a t t y und der Hauptmann K e o g h mit Begleitung niedergemetzelt. Am 18. Februar wurden erneut britische Truppen m Waziristan bei dem Orte Wana überfallen. Dabei gab es auch auf englischer Seite Tote und Verwundete. Infolgedes­sen sah sich England genötigt, allein in diese Gegend annähernd 6000 Mann, also zwei Brigaden, zur Verstärkung zu entsenden. Eine Jnfanteriebrigade, ein Hochländerbataillon und mehrere Artillerie-Bat­terien wurden nun in Marsch gesetzt, weil der Heilige" von Jpi den Britenhaß der Stämme wei­ter in Weißglut hält und trotz aller kleinen Nieder­lagen die Stämme immer wieder mit ihren Ueber- fällen auf britische Truppen Erfolg haben.

Wieder ein Ueberfall

an der indischen Nordwestgrenze.

London, 30. März. (DNV.) An der indischen Nordwestgrenze südwestlich von Damdil wurden bei einem neuen Zusammenstoß zwischen britischen Truppen und aufständischen Stämmen zwei britische und zwei indische Offiziere sowie 19 indische Soldaten getötet. Einheiten der ersten Brigade aus Abbottabad, die einen Transport schütz­ten, wurden auf der Straße von Mirali nach Raz- mak von Eingeborenen überfallen. Es sollen 300 bis 500 Eingeborene an dem Angriff, der schließ­lich zurückgeschlagen werden konnte, beteiligt ge­wesen sein.

Fünf Ozeanriesen in einem Hafen.

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Es kommt selten vor, daß fünf der größten Ozeandampfer auf einem Bilde zu sehen sind. Am 18. März lagen an ihren Piers in Neuyork der deutsche DampferE u r o p a", der italienische'Rex", das französische RiesenschiffNormandie", dieGeorgic" und dieB e r e n g a r i a". (Associated-Preß-M.)

maligen Burgtheaterdirektor. Später verließ Auguste Wilbrandt-Baudius das Burgtheater und spielte an zahlreichen deutschen Bühnen. Erst nach 20 Jahren kehrte sie an die Wiener Hofbühne zurück. Noch als 90jährige ist sie hier zusammen mit Werntzr Krauß aufgetreten,

Aus alter Wett.

Reichsinnungsmeister Nlax Möckel f.

Drei Tage vor Vollendung seines 64. Lebens­jahres starb am Karfreitag Reichsinnungsmeister Max Möckel in Berlin am Herzschlag. Möckel wurde in Berlin als Sohn des Geigenbaumeisters Oswald Möckel geboren, übernahm 1905 in Berlin ein Zweiggeschäft seines Vaters und rückte 1914 als Kriegsfreiwilliger ins Feld. Nach dem Kriege wurde er erster Reichsinnungsmeister des neuge­schaffenen Reichsinnungsverbandes des Musikinstru- mentenmacherljandwerks. Möckel war einer der be­deutendsten Geigenbauer unserer Zeit. Seinen Namen hatte-er sich durch die Wiederentdeckung der klassischen italienischen Geigenbaukunst gemacht. Seinem erfinderischen Geiste' war es Vorbehalten, nach mehr als 200 Jahren, von dem Fragment einer Zeichnung ausgehend, die man im Nachlaß des Antonius Stradivarius fand, den Konstruktions­aufbau der klassischen Geigenepoche lückenlos nach­zugestalten.

Das palentlnb der Panzerschützen.

Als am 18. März v. I. die Panzerschützen in ihre neue Garnison Halle einzogen, befand sich unter den vielen Tausenden, die die Truppe auf der Straße begrüßten, auch eine Frau, die beim Ein­marsch der Abteilung von Geburtswehen über­rascht wurde und einem munterem Jungen das Leben gab. Die Panzerschützen übernahmen 6ei dem Kinde d i e Patenschaft. Ein Offizier über­brachte jetzt namens der Panzerwagenabteilung dem Patenkind ein auf einen ansehnlichen Betrag lautendes Sparkassenbuch.

Schrecklicher Tod eines Kindes.

In Leimen (Baden) fiel das dreijährige Söhn­chen des Steinbrucharbeiters I. Schäfer beim Spie­len rückwärts in ein mit heißem Wasser gefülltes Waschbecken Trotz aller ärztlichen Bemühungen ist das Kind an den schweren Verbrühungen im Kran­kenhaus gestorben.

Zwei Todesopfer eines Autounglücks.

Auf der Straße von Beckum nach Keitlinghausen (Wests.) ereignete sich ein schweres Auto­unglück. Ein mit sechs Personen besetzter Kraft­wagen kam von einer Konfirmationsfeier aus Lübecke. Wahrscheinlich infolge Versagens der Steuerung prallte der Wagen gegen einen Stra­ßenbaum. Der Lenker des Wagens und der Be­sitzer wurden auf der Stelle getötet, die vier Üb­

rigen Insassen trugen schwere Verletzungen davon und mußten ins Krankenhaus geschafft werden.

Neun Tote bei einem Lawinenunglück.

Bei einem Schiwettlaus, den der Slowenische Alpenverein Neumarkt in den Karawanken (Ost­alpen) veranstaltete, wurden 28 Schiläufer von einer riesigen Lawine erfaßt. 19 von ihnen konnten mit mehr oder weniger schwerem Verletzungen gerettet werden, die übrigen scheinen tot zu sein. Zwei Leichen wurden bereits geborgen. Es han­delte sich fast durchweg um Arbeiter der Neumarkter Jndustriewerke.

35 Tote beim Absturz eines Förderkorbes.

Auf der Roodepert-Deep-Grube in Südafrika ist ein Förderkorb abgestürzt. Ein Europäer und 34 Eingeborene wurden getötet. Es gelang nur mit Mühe, die 35 Opfer zu bergen.

Bergwerksunglück in Siebenbürgen.

Im Kohlenbergwerk Viktoria-Vulkan bei Kron­stadt in Siebenbürgen erfolgte wohl infolge Ent­zündung angesammelter Gase eine schwere Explo­sion. Fünf Mann, die sich in der Nähe der Ex­plosionsstelle befanden, wurden getötet. Eine größere Anzahl ist teils schwer, teils leicht ver­letzt.

D-Zug-Unglück in Südwestfrankreich.

Der D-Zug ParisBordeauxHendaye ist bei Dax (Departement Landes) e n t g I e i ft. Die letzten drei Wagen stürzten die Böschung hinunter auf die durch Regengüsse überschwemmten Wiesen. Der aus elf Wagen bestehende, von einer elektrischen Loko­motive gezogene Zug hatte im Augenblick des Un­glücks eine Geschwindigkeit von 120 Kilometer. Den Ganzmetallwagen, die auf dieser Strecke verwendet werden, ist es zu verdanken, daß die Zahl der Opfer verhältnismäßig gering blieb; ein junger Mann fand den Tod. während 45 Personen mit mehr oder weniger schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden mußten.

2Uorb in einem belgischen Fürsorgeheim.

In dem von katholischen Ordensleuten geleiteten FürsorgeheimZur heiligen Familie" in Manage bei Charleroi wurde ein dreizehnjähriger Zögling auf dem Speicher erhängt aufgefunden. Die Feststellungen der Gendarmerie ergaben, daß an dem Junaen ein Sexualmord begangen wor­den ist. Als Mörder ist einer der Ordensbrüder, deren Obhut die Zöglinge anvertraut sind, ins Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. Der Verhaftete hat ein Geständnis abgelegt.

Ein berüchtigter jüdischer Finanzschwindler.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den berüchtigten jüdischen Finanzschwindler des Nachkriegsösterreich Sigmund Basel Anklage wegen Betrugs er­hoben. Bosel hat mit dem später geflüchteten ehe­maligen Finanzminister Dr^A h r e r die öster­

reichische Postsparkasse um 200 Millionen Schilling geschädigt. Um wenigstens noch einen Teil des Geldes zu retten, versuchte der Fiskus, sich mit ihm zu vergleichen" Als man aber darauf kam, daß iöojci diesen Vergleich nicht nur nicht einhielt, sondern sogar beträchtliche Vermögenswerte in die Schweiz verschob, wurde er vor einem Jahre in Haft ge­nommen. Bosel ist außerdem noch an einer dunklen Angelegenheit beteiligt, die um das Halsband der Gattin Napoleon Bonapartes, der Kaiserin Mane Luise, spielt

Lehnworte.

Die Franzosen haben aus dem Deutschen eine ganze Reihe von L e h n w o r t e n übernommen, häufig, um in Deutschland gedanklich geprägte ober auch für deutsche Verhältnisse eigentümliche Begriffe zu bezeichnen. Man findetLe kronprinz noch einigermaßen verständlich, aber etwas ferner- liegend ist doch nach deutschem Vorbild vonLe h i n t e r l a n d" ju reden, um' damit einen politisch

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oder wirtschaftlich wichtigen Raum zu bezeichnen, der einer politischen Tendenz ober einem wirtschaft­lichen Ausfuhrplatz erst Rückgrab unb Stütze gibt. Die ins Französische übernommenen Lehnworte L A 1 p e n s t o k k" unbL a 1 p e n g 1 ü h n" (gesprochen: lalpenglöhn) find wenigstens in der Schrift ohne weiteres verständlich. In der letzten Zeit ist der von Mussolini geprägte Ausdruck einer politischen Achse RomBerlin im Anschluß an das entsprechende französische Wort Faxe jenseits der Vogesen sehr schnell heimisch geworden und neuer­dings kann man sogar das entzückende Zeitwort a x e r" finden, was soviel bedeutet als eine be­stimmte Politik festlegen.

Jetzt ist in der französischen Schweiz, und zwar ausgerechnet in dem höchst individualistischen Bezirk der Uhrenfabrikation das Wort aufgekommenL e Gemeinschaf tsarbei t", wobei in der Eile unserweibliches" Hauptwort Arbeit ins männliche Geschlecht hinüber versetzt wurde. Man beginnt in der Schweiz das Bedürfnis nach gemeinschaftlichen Forschungen über Herstellungs- unb Verwendungs- möglichkeiten neuer Werkstoffe zu empfinden, weil ja das Land bei feiner sehr hoch entwickelten Fer­tigindustrie bis auf Holz außerordentlich rohstoff­arm ist und darum für den Fall schwerer politischer Verwicklungen harte Einbußen zu befürchten hat. Eine auf Gemeinschaftsarbeit beruhende Prüfungs- unü Beratungsstelle wird als nützlich und notwen­dig empfohlen. Man denkt auch unter Ausnutzung der sehr reichlich vorhandenen elektrischen Wärme­energien an neue landwirtschaftliche Ziele, insbe­sondere auf dem Gebiete der Gärtnerei (Frühbeet­kulturen unb Warmhäuser) urtS- der Vervollkomm­nung der Milchverarbeitung.

Wilhelm Filchner.

Der bekannte deutsche Forscher Wilhelm.F i l ch n e r, der sich seit längerer Zeit im Fernen Osten befindet, ist wie bereits gemeldet beim Grenzübertritt von Zentral-China nach Chinesisch-Turkestan fest­genommen worden und nach Ost-Turkestan, das ganz unter dem Einfluß des Bolschewismus steht, gebracht worden. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Wetterbericht

des Reichswetterd'enstes. Ausacibeort Frankfurt

Das neue europäische Hochdruckgebiet hat sich unter Verstärkung südostwärts verlagert unb be­dingt in Nord- unb Mittelbeutschlanb heiteres Met­ier. Im Süben des Reiches hat sich dagegen durch aufgleitende. Warmluft aus Süd und Oft Bewöl­kung eingestellt, die jedoch keine nachhaltige Ver­schlechterung im Gefolge haben wird, vielmehr wirb sich auch hier der Hochdruckeinfluß wieder stärker durchsetzen.

Aussichten für Donnerstag: Wolkig bis heiter, trocken, tagsüber bis etwa zehn Grad an­steigend, nachts vereinzelt Frost, Winde um Oft. c '^usfi eilten für Freitag : Im ganzen freundliches unb tagsüber milbes Wetter.