Ausgabe 
6.3.1937
 
Einzelbild herunterladen

Geschichten a

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Tagebuch eines Ueberlebenden.

(C. K.) Sidney.

Als die erste Rettungsmannschaft, nachdem sie sich unter größten Mühen den Weg durch das Ge- (trüpp gebahnt hatte, zu der Stelle in den wilden McPherson-Bergen gelangte, an der ein großes australisches Flugzeug abstürzte und verbrannte, fand sie nur noch zwei Ueberlebende vor. Die beiden erzählten, daß die Fahrgäste im Flugzeug gerade miteinander scherzten, als der Absturz erfolgte. Drei von ihnen halfen einander durch die Fenster auszu­steigen, aber vier Insassen wurden getötet. Der eine der Geretteten fand später den Lod, als er über einen Abhang abstürzte, während er Hilfe herbeizuholen suchte. Von den beiden Ueberlebenden führte der eine ein Tagebuch, indem er mit einem Federmesser auf ein großes Metallblatt schrieb. Darin heißt es:19. Februar. Flugzeug abaestürzt auf einem Hüegl. 1.50 Uhr nachmittags. Bäume deutlich gesehen vor dem Absturz, 50 Fuß entfernt am Fenster der Steuerbordseite. Das Flugzeug hing schwer nach Steuerbord über und fuhr mit lautem Krach auf dem Boden auf. Es fing Feuer, und die Kavine war mit Rauch gefüllt. Ich war der erste, der den Ausgang gewann, indem ich ein Fenster entfernte, zog Binstead heraus und half ihm, Westray herauszuziehen, der am Rücken Brandwunden davontrug. Die Hitze war so groß, daß wir uns aus dem Bereich des Flugzeugs brin­gen mußten. Es regnete höllisch. 20. Wetter klar. Westray verließ uns, um Hilfe zu suchen, und er rief aus, daß er ein Farmhaus sähe, aber er kehrte nicht zurück." Dann folgen mehrere Tage lang keine Eintragungen außer einer kurzen Notiz:Für lange Zeit nichts gesehen. Wissen nicht, warum nicht nach uns gesucht wird." Die letzte Eintragung lautete:11. Tag. Hoffnung schwindet." Der eine der Geretteten erzählte, welch außerordentliche An­strengung es ihn gekostet hat, Wasser aus einem Bach herbeizuholen, der nur 200 Meter entfernt war. Er brauchte das letztemal fünf Stunden zu diesem kurzen Weg.

Die Frau, die 25 Tiger tötete.

(k-h) Bangkok.

Hinterindien macht sonst nicht viel von sich reden in bezug auf Rekorde. Aber jene einsame Dschungel­wanderin, die Französin Poilane-Bourdeaudocq, hat soeben zweifellos insofern einen Frauenwelt­rekord aufgestellt, als sie ihren 25. Tiger abschoß. Dabei ist sie keineswegs eine Frau, die nichts an­deres zu tun hätte, als den ganzen Tag Tiger zu jagen. Sie besitzt seit zwölf Jahren eine Farm. An­fangs nahm sie es als Schicksalsschlag hin, wenn die Tiger dann und wann ein Stück Rindvieh hol­ten. Endlich aber wurde ihr das au teuer. Sie be­schaffte sich eine gute Büchse und baute einen Hoch­sitz in der Nähe ihrer Viehweiden.Heute schieße ich selten daneben. Für mich ist das Abschießen eines Tigers genau so eine alltägliche Notwendig­keit wie für die Hausfrau das Mäusefangen. Man muß nur nicht zuviel Aufhebens davon machen!"

Die sinkende Stadt.

(ku) Tokio.

Osaka ist heute eines der großen japanischen Industriezentren. Fast drei Millionen Einwohner zählt diese Stadt, um deren Existenz seit einigen Monaten ernstliche Sorgen erwachsen sind. Schon vor zwei Jahren machte ein Geologe darauf auf­merksam, daß der Boden, auf dem Osaka empor­gewachsen ist, die Neigung habe, sich allmählich zu senken. Man nahm diese Kunde damals für einen Schreckschuß. Heute muß man jedoch feststel­len, daß in jenen vierundzwanzig Monaten das gesamte Stadtgebiet von Osaka sich um zehn Zenti­meter senkte und selbstverständlich alle Häuser und Einrichtungen mit. Da die Senkung ziemlich einheitlich geschah, sind bis zum Augenblick größere Schäden vermieden worden. Aber es ist möglich, daß die 3 000 000 Menschen von Osaka über Nacht eine unangenehme Ueberraschung erleben.

Erstaunliche Selbsthilfe.

(sh) Oslo.

Stig Hassel ist Holzfäller von Beruf. Er trieb sich wie es sein Beruf erfordert auch in die­sen etwas kalten Monaten hoch droben in den ver­schneiten Wäldern umher. Als er eine Baum­wurzel hochstemmen wollte, schoß eine im Winter­schlaf gestörte Schlange hoch und biß ihm in den Finger. Stig besah den Schaden, überlegte, daß der Arzt weit und die Gefahr dringend sei, griff zu seiner Pistole und schoß sich in raschem Entschluß den Finger ab.

Der unzulängliche Korn.

(St. Bl.) Stockholm.

In den letzten Wochen waren die Arbeiter des schwedischen staatlichen Alkoholmonopols in den Streik getreten, weshalb man allmählich auf die Reservelager zurückgrei^n mußte. DerReserve"- Korn hat aber wenig Beifall gefunden, und bald mehrten sich ziemlich lebhaft vorgetragene Klagen, daß das Getränk offenbar seine bekannte würzige Schärfe verloren habe und allzuzahm" geworden ei. Als man schließlich Proben analysieren mußte, teilte sich zur allgemeinen Ueberraschung heraus, ) die Zungen richtiger waren, als die Flaschen­etiketten Die chemische Formel für den Flaschen- tnhalt war nämlich H2O, welche geheimnisvollen Buchstaben im gewöhnlichen Leben Wasser bedeu­ten. Den meisten von uns ist noch der berühmte Schulvers in Erinnerung:Wer niemals war des Lebens froh, der stürzte sich in H2O." Das wollten aber die Käufer des schwedischenMonopol"-Korns ganz bestimmt nicht. Es stellte sich auch heraus, daß zwei Angestellte der Monopolverwaltung die Flaschenumgefüllt" hatten, womit sich demnächst die zuständigen Gerichte zu beschäftigen haben.

Wolfsjagden in England.

() London.

Wenn man in der englischen Geschichte nachschlägt, dann kann man feststellen, daß nach offiziellen Be­richten während der Regierungszeit Heinrichs VII., also zwischen 1485 und 1509, der letzte Wolf in Eng­land getötet wurde. Die Geschichte muß revidiert werden; denn in diesen Tagen sind zwei weitere Wölfe in englischen Wäldern abgeschossen worden. Und einen dritten jagt man noch ... Alle drei stam­men aus dem Zoo von Kidlington und hatten sich unter dem Gitter hindurch einen Weg in die Freiheit gebahnt. Den einen schoß ein Polizeibeamter nieder, den andern ein Landwirt, der im Krieg Scharfschütze war. Der dritte Wolf konnte sich am längsten seinen Jägern entziehen. Aber eine Anzahl Deutscher Schä­ferhunde mußte bei der Wolfsjagd ihr Leben lassen. Sie wurden nämlich von den ein wenig eingeschüch-

US aller Wett.

terten Bauern für Wölfe gehalten und abgeschossen oder mit Knüppeln niedergeschlagen.

Kaiser Franz Josef im Eichbaum.

(ky) Wien.

Die Sache war so: Ein jetzt in Budapest ansässi­ger Kaufmann war vor vielen Jahren als Holz­händler tätig und kam in Ausübung seines Be­rufes auch nach dem ungarischen Orte Bodrogköva- ralja. Dort wollte er auf einem Gute einen Posten Holz übernehmen. Als er auf dem Holzplatz stand, stieß ein in seiner Nähe arbeitender Holzarbeiter gerade mit dem Fuß einen eben gespaltenen Holz­klotz beiseite. Wie groß war das Erstaunen des Händlers, als ihn aus diesem Holzklotz sozusagen das Gesicht des Kaisers Franz Josef anzublicken schien. Bei näherem Zusehen stellte er fest, daß durch ein ganz eigenartiges Spiel der Natur die Maserung des Holzes genau die Züge des ver­storbenen Kaisers erkennen ließ. Das Bild war so deutlich zu erkennen, daß auch die Arbeiter, die der Holzhändler hereigerufen gatte, in Erstaunen gerieten. Der Kaufmann nahm den Holzklotz an sich, ließ ihn sorgfältig behauen und bearbeiten und dann in seiner Wohnung aufstellen. Vor einigen Tagen sah sich der Kaufmann gezwungen, sich von dieser eigenartigen Relique zu trennen. Er verkaufte sie an die Legittmistische Partei in Budapest, die bas Bild in ihren Klubräumen aufstellen will.

Schwerer Junge wird nervös.

(ky) Budapest.

Schon im gewöhnlichen ße'ben ist es mitunter recht unangenehm, wenn man die Nerven verliert. Geradezu verhängnisvoll aber ist es, wenn ein Mann aufexponiertem" Posten aus der Fassung gerät. Das mußte dieser Tage derfleißige Re- czenko", ein schon lange von oer Budapester Poli-

Neues für dei

Rudolf G. Binding: Angelucia. 68 Seiten. Rütten & Loening Verlag, Potsdam 1937. (602.) Auch diese kleine Erzählung, die früher bereits in einem Novellenbande mit andern zusam­men erschienen ist, fügt sich nach Inhalt, Form und geistiger Haltung selbstverständlich und unverkenn­bar ein in die Reche der Dichtungen, welche Ru­dolf G. Binbings Werk bezeichnen. Es ist eine Er­zählung, die wie eine mittelalterliche Legende zu lesen, wie eines jener höfischen Epen, an denen das deutsche Schrifttum des 12. und 13. Jahrhun­derts überreich war. Die Geschichte der jungen Grä­fin von Nevers aus der Touraine, welche als Ange­lucia im Kreuzfahrer-Lager vor Damiette den Tod findet, ist ein mit edler Gehaltenheit und sprach­licher Zucht geformter, dichterischer Bericht von ir­discher und himmlischer Liebe, von Vision, Ver­zückung und wunderbarer Verwandlung, herz­bewegend nicht nur als die lleberlieferung oder Gestaltung eines einzelnen menschlichen Schicksals, sondern auch höchst fesselnd als kleiner Ausschnitt aus dem Bilde eines hoch erregten, romantischen, abenteuerlichen und vielfachen schöpferischen Zeit­alters. Hans Thyriot

Gertrud Fuffenegger: Mohren- legenbe. 54 Seiten. Geb. 1,80 Mark. Rütten und Loening, Verlag, Potsdam 1937. (601) Gertrud Fuffenegger ist eine junge Tiroler Dichte­rin, deren ersten großen RomanGeschlecht im Advent" wir im vorigen Jahre in dieser Stelle an­gezeigt haben. In derMohrenlegende" erzählt sie die wunderlich-schmerzliche Geschichte eines Kindes aus dem Morgenlande, das als einsamer Begleiter eines todkrank heimkehrenden Kreuzfahrers in der rauhen Fremde ein schweres Schicksal und ein ver­klärtes Ende um die Weihnachtszeit findet. Wir glauben, daß Empfindung und Wärme einer weib­lichen Erzählkunst sich an einem Stoff wie diesem ursprünglicher und natürlicher entfalten konnten als an der männlich spröden Historie desGeschlechtes im Advent." Es wird lehrreich fein, die fernere Ent­wicklung der jungen Tirolerin kennenzulernen.

Hans Thyriot.

G. K. Chesterton: Charles Dickens. Im Phaidon-Verlag in Wien. Preis geb. 5. RM. (581.) Chesterton gibt fein Lebensbild feines großen Landsmanns, dessen Bücher, von den ersten Penny-Heften der Pickwickier bis zu den letzten großen Romanen einen bis dahin unerhörten Buch­erfolgt weit über die angelsächsische Welt hinaus gehabt haben, der aber bis heute nicht aufgehört hat, eine höchst umstrittene Persönlichkeit in der kritischen Literaturgeschichte zu fein. Chesterton untersucht die Gründe für diese so unterschiedliche Bewertung von Werk und Charakter eines Schrift­stellers, der noch heute im Jahre der 125. Wieder­kehr seines Geburtstages eine nach Millionen zäh­lende begeisterte Lesergemeinde aus allen Völkern, allen Ständen, allen Attersschichten um sich zu scharen vermag, während ihn manch namhafte Ver­treter der zünftigen Wissenschaft mit scharfen Wor­ten des Tadels atro dem Kreise der wahren Dichter für immer verbannen möchten, ohne indessen leug­nen zu können, daß die Wirkung seinerKunst" keineswegs auf billigen Spannungseffekten beruht. Diese Wirkung ist um so erstaunlicher, als die Dickensschen Werke mit wenigen Ausnahmen in Thema und Durchführung durchaus zeitgebunden waren, eine sozialkritische Mahnung an seine Zeit­genossen, geboren aus den bitteren Erfahrungen seiner eigenen traurigen Jugend, über dem äußeren Glanz der damals für England eben aufsteigenden Aera des Industrialismus und der bürgerlichen Wohlhabenheit des Liberalismus nicht die Aerm- sten der Armen zu vergessen, die der dahinrasende Wagen des wirtschaftlichen Fortschritts erbarmungs­los in den Abgrund aelchleudert hat. Man hat ae- sagt, daß Dickens, ähnlich wie Turner und Constable nach einem ebenso witzigen wie treffenden Wort von Wilde den englischen Nebel gleichsam entdeckt haben, den vor ihnen niemand gesehen hat, die Atmosphäre des Londoner Ostendsgeschaffen" hat. Und diese eigene Wett der Dickensschen Ge­stalten, die vor ihm niemand gesehen hat, obwohl sie vor aller Augen lag, zeugt für die Schöpferkraft des Dichters, der etwas Allgemeingülttges auf feine besondere Art hervorgebracht hat, eine universale Leistung nach einem Wort Chestertons, die nur ein Engländer hervorbringen konnte Man hat die Dickensschen Charaktere und ihre Taten übertrieben und unmöglich genannt für die moderne Anschau­ungsweise, aber die durch und durch dichterische Phantasie ihres Schöpfers hat ihnen Unsterblichkeit eingehaucht, vor der der Realismus im Wandel der Zeit verfliegt. So verdanken wir Chestertons geistvollem Essay grundlegende Erkenntnisse für Charakter und Werk von Charles Dickens, darüber hinaus aber auch einige kluge Bemerkungen über

zei gesuchter Einbrecher, am eigenen Leibe erfahren. Niemals bisher konnte ihn die Polizei fangen. In einer der letzten Nächte war Reczenko wieder ein­mal mit einem Einbruch beschäftigt. In einem Ge­schäftshause am Sandorvlatz in Budapest wollte er einem Geldschrank zu Leibe gehen. Als er mitten in derArbeit" war und gerade den Schrank öff­nen wollte, brach ihm ein Dietrich ab. In seinem Aerger schleuderte er mit einer Verwünschung das Werkzeug in die Ecke. Das hätte er nicht tun sollen, denn von dem Geräusch erwachte der Pförtner, der unter diesem Raume schlief. Schon wenige Minu­ten später wurde Reczenko von der Polizei aufge­fordert, die Hände hoch zu heben.

Die wahre Liebe.

C. K. Belgrad.

In einem kleinen Dorf Jugoslawiens bemerkte- der Bauer Stoja Mijes zu seinem großen Mißver­gnügen, daß sich seine Tochter nicht, wie er ge­wünscht hatte, in einen reichen Freier verliebt hatte, sondern in einen armen Marktschreier. Die Tochter war jedoch fest entschlossen, den Mann ihrer Liebe zu heiraten und wollte von dem reichen Bräutigam nichts wissen. Da entschloß sich der Vater, um seine Tochter gefügig zu machen, an dem Tage bevor diese sich verloben wollte, es ihr mit Gewalt un­möglich zu machen, zu ihrem (Beliebten zu gelangen, nahm ihr alle Kleider weg und schloß sie in einem Zimmer ein. Der Bericht läßt sich nicht genauer darüber aus, ob der Bauer ihr wenigstens das Hemd gelassen hatte oder ob sie sonst in den Besitz eines solchen gelangte, Tatsache aber ist, daß sie nur mit dem Hemd bekleidet fünf Kilometer weit über die schneebedeckten Felder floh, um zu ihrem Geliebten zu gelangen. Angesichts dieser Leistung, die den Vater endlich von der Gewalt der Liebe seiner Tochter überzeugte, gab es keine Hemmnisse mehr. Der Bauer gab seine Einwilligung, und so konnte die Verlobung in großer Freude gefeiert werden.

1 Büchettisch.

die Dichtkunst überhaupt, die die Beschäftigung mit diesem anregenden und einfallsreichen Buch lohnen.

Friedrich W. Lange.

Tiere mit Gefühl und Verstand. Eine allgemeinverständliche Darstellung der For­schungsergebnisse über das Seelenleben der Tiere mit praktischen Versuchsanleitungen. Von Dr. Wer­ner Fischel, Leiter der Forschungsstelle für Tier­seelenkunde am Westfälischen Zoologischen Garten zu Münster. 133 Seiten mit 100 Abbildungen im Text. In Leinen 3,60 RM. Hugo Bermühler Ver­lag, Berlin-Lichterfelde. (599.) Wenn wir dieses ausgezeichnete, fesselnde und vielfach anre­gende Buch anzeigen, so möchten wir zunächst auf das im Untertitel zu findende Beiwort allgemein­verständlich mit Nachdruck Hinweisen: hier ist ein von Grund auf sachliches, vom gesicherten Bereich der wissenschaftlichen Methode her geschriebenes Buch , das in jeder Zeile für jedermann leicht les­bar und verständlich ist; überdies nicht allein les­bar, sondern auch sehr lefensroert, denn die Fragen, die hier behandelt und beantwortet werben, inter­essieren und beschäftigen heute allgemein, nicht etwa nur Zoologen und Psychologen, auch nicht nur Jäger, Hundebesitzer und Haustierhalter. Die Fülle der Tierbücher, die heute auf dem Markt erscheinen, beweist, wie tief und allgemein die Liebe zum Tier in unferm Volke lebendig ist. Die Tierseelenkunde ist einer der jüngsten Zweige der biologischen Wissen­schaft; sie- beantwortet hier auf eine so lehrreiche wie reizvolle, oielfältige Aufschlüsse und Anregun­gen vermittelnde Weise eine Reihe von Fragen,

Z2V t / / a

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 7. März.

Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrverwalter Da­merau; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfarrverwalter Damerau; 18: Pfr. Becker; Beichte und hl. Abendmahl für die Matthäus- und Markus- gemeinbe. Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtols- heimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 18: Pfr. Heinemann; Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrvikar Weckerling. Petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrus- gemeinbe; Pfr. Trapp. Saal der Neuen Krippe. 11: Kinberkirche für bie Johannesgemeinbe; Pfr. Ausfelb. Cutasfaal (Liebigstrahe 56 H). 14: Taub- ftummengottesbienft; Beichte unb hl. Abenbmahl; Pfr. Bechtolsheimer. Wiefeck. 9.45: Pfarrassistent Bangert; 11: Kinbergottesbienst; 15: Bibelstunbe. Alten-Buseck. 10: Gottesbienft; Kollekte. Trohe. 13: Gottesbienft. Steinbach. 10: Gottesbienft; Kol­lekte. Albach. 12.30: Gottesbienft; anschließenb Christenlehre; Kollekte. Rödgen. 10: Gottesbienft. Annerod. 13: Gottesbienft. Heuchelheim. 10: Hauptgottesbienst; Kollekte. Klein-Linden. 9.30: Gottesbienft unb hl. Abenbmahl für bie weibliche Jugenb; 11.15: Kinbergottesbienst. Watzenborn- Steinberg. 13: Gottesbienft. Garbenteich. 13: Got­tesbienft. Haufen. 10: Gottesbienft. Langsdorf. 11: Hauptgottesbienst; 20: Abenbgottesbienst. Det­tenhausen. 13.30: Hauptgottesbienst. Muschenheim. 11: Gottesbienft. Birklar. 13.30: Gottesbienft. Münzenberg. 11: Gottesbienft; Kollekte; 14: Teil­nahme am Gottesbienft Arnsburg. Irais-THün- zenberg. 9: Gottesbienft; Kollekte; 14: Teilnahme am Gottesbienft in Arnsburg. Hungen. 10: (Bottes« bienst; 11: Kinbergottesbienst. Reinhardshain. 10: Gottesbienst; Kollekte. Harbach. 12.15: (Bottes« bienst; Kollekte. Beltershain. 14.15: Gottesbienst; Kollekte. Veitsberg. 10: Lesegottesbienst. Kirch­berg. 10: Gottesbienst. Lollar. 13.30: Gottesbienst. Cid). 9.45: Beichte; 10: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte; Abenbmahl; 13: Kinbergottesbienst. Nieder-Bessingen. 13.30: Stiftspfarrer Naumann. Birklar. 13.30: Kanbibat Becker. Muschenheim. 10.45: Kanbibat Becker.

Montag, ben 8. März.

20 Uhr: Frauen- unb Mäbchenabenb (Bibelkreis). Trais-Münzenberg. 20 Uhr: Frauen- unb Mäbchen­abenb (Bibelarbeit).

Mittwoch, ben 10. März.

Gießen. Stadtkirche. 18 Uhr: Passionsgottesbienst. Klein-Linden. 20: Paffionsanbacht. Langsdorf. 20: Paffionsanbacht. Münzenberg. 20: Frauen- unb Mäbchenabenb (Bibelarbeit). Daubringen. 20: Paffionsanbacht. Lich. 20: Paffionsanbacht.

Donnerstag, den 11. März.

Kirchberg. 20 Uhr: Paffionsandacht für Staufen­berg unb Ruttershausen. Lollar. 20: Passions- I andacht.

denen jeder schon einmal begegnet sein muß, wo­fern er nur über das oberflächlichste Verhältnis zur Tier-Welt im weitesten Sinne verfügt: ist das Han­deln der Tiere vorn Instinkt geleitet, vom Verstand, vom Gefühl, von einer Regung, die ein dem unfern ähnliches ober vergleichbares Seelenleben voraus- setzt? Der überaus weitschichtige Stoff ist klar ge­gliedert; die Ergebnisse werden mit Vorsicht und Ueberlegung möglicher Fehlerquellen aus dem Ver­such entwickelt; feber bieser Versuche ist so beschrie­ben, baß auch ber ungeschulte Leser mühelos fol­gen unb verstehen kann; außerbem veranschaulichen zahlreiche vortreffliche Bilder im Text (Photos, Zeichnungen, Schemata) den jeweiligen Vorgang. Wahrnehmungsvermögen, Gedächtnisleiftungen, mehr ober minder selbständige, auf ein bestimmtes Ziel gerichtete Handlungen stehen im Mittelpunkt der Untersuchungen. Der Kreis der Versuchstiere ift weit gezogen; die Experimente befassen sich mit nie­deren Lebewesen wie (Seeanemone und Einsiedler­krebs ebenso eingehend wie mtt den hochorganisier-- ten und intelligentesten, Hunden und Menschenaffen vor allem. Rückschau unb Ausschau fassen bie Er­gebnisse übersichtlich zusammen; Register unb Schrif­tenverzeichnis werden jedem Leser willkommen sein. Auf bas reichhaltige Anschauungsmaterial, ben klaren Druck und die tadellose Ausstattung des Buches sei besonders aufmerksam gemacht.

Dr. Hans Thyriot.

Jürgen Hahn-Butry: Die Mann» schäft. Frontsoldaten erzählen vom Front-Alltag. Band II mit 22 Bildern. Preis in Ganzleinen 4,80 Mark. Verlag Wilhelm Limpert, Dresden-^. 1. (2) Den starken Eindruck dieser ganz unliterari­schen Gemeinschaftsleistung deutscher Frontsoldaten bestätigt auch dieser zweite Band. Wenn auch nicht überall ber Charakter besFront-Alltaas" gewahrt sein mag, so wirb man boch als satanisches Gegen­spiel zum Erlebnis bes Frontkämpfers auch bas büftere Bild nicht missen wollen, das Curt H 0 tz e l von dem besaitistischen Treiben einer gewissen Sorte vonReklamierten",Unabkömmlichen" unb Dauernd untauglichen" in ben Postüberwachungs­stellen entwirft. Auch bas gehört in biefen Rahmen wie Ettighoffers SkizzeVizefeldwebel Links- heraus", die an einem Einzelschicksal uns bie Tra- göbie ber zwischen zwei Völkern gestellten Elsässer näher bringt, als manche langatmige Abhanblung. Für bas gewöhnliche Frontschwein besonbers inter­essant ist auch ber Tag eines Divisionskommandeurs, von besten Dasein sich boch manche von uns ein geruhsameres Bilb entworfen haben werben, als es uns in ber Schilderung des durch viele kriegswisten- schaftliche Arbeiten bekannt gewordenen Generals Kubisch entgegentritt. Eine launige Geschichte, die aber auch einen guten Einblick in die gefahrvolle, ganz auf sich gestellte Tätigkeit unserer U-Bootsbe- satzungen gewährt, hat der Korvettenkapitän Frei­herr von Forstner beigesteuert. Nicht alltäg­lich sind auch die Geschehnisse, die Oberleutnant Agric 0 la alsFront-Alltag" eines Nachrichten­offiziers erzählt. Von den vielen bekannten unb un­bekannten Mitarbeitern dieses Buches wie Schau­wecker, Keienburg, Bloem, Freiherr Grote, Euringer, Dwinger u. a. einige Beiträge herauszugreifen, widerspricht im Grunde dem Geist dieses Buches. Nur um seiner befreienden Heiterkeit willen sei noch genannt die köstlicheMaskerade", von ber Corbt v 0 n Branbis erzählt. Unb Erich Mül - bes SkizzeGasthaus zum Frieden" sei noch er­wähnt, weil sie bas gute Verhältnis zwischen beut- scheu Frontsoldaten unb Bevölkerung auch auf bem italienischen Kriegsschauplatz zeigt. So wird auch bieses phrasenlos-unhelbische Buch vom Frontalltag als ein Denkmal ber Kameradschaft das Band enger schlingen zwischen Frontgeneration und junger Mannschaft, die daraus lernen kann, daß erstim eintönigen (Brau des Alltags" der Soldat zu zeigen hat, was in ihm steckt. Friedrich W. Lange.

/ r / /

Freitag, ben 12. März.

Mainzlar. 20 Uhr: Paffionsanbacht. Nieder- Bessingen. 19.30: Passionsandacht.

Evangelische Stadtmission (Christliche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche), Lobersttaße 14. Sonn­tag, den 7. März. 8.30 Uhr: Morgenanbacht; 13.30: Sonntagsschule; 15: Gemeinschaftsstunbe für Mit- glieber; 16: Solbatenbibelstunbe; 20.15: Eoangelisa- tionsvortrag. Montag, ben 8. März. 15 unb 20: Vorträge von Pastor Mobersohn. Dienstag, ben 9. März. 15 unb 20: Vorträge von Pastor Moder­sohn. Freitag, den 12. März. 20: Zeugnisabend; Prediger Stähler, Peters und Missionsbirektor Seiet (St. Chrischona).

Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch- tiche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, ben 7. März. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunbe. Mitt­woch, ben 10. März. 20.30: Bibelstunbe. Donners- taa, ben 11. März. 20.30: Jugendbunbstunbe.

Neuapostolische Gemeinden, Hänbelstraße 1, Eder» straße 13. Sonntag, ben 7. März: 9.30 Uhr: Gottes­dienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, den 10. März. 20.30: Gottesdienst.

Katholische Gemeinden.

Samstag, ben 6. März.

Gießen. 16.30 unb 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, ben 7. März. 4. Fastensonntag.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion ber Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre- bigt; 11.15: Messe mit Prebigt 17.30: Christenlehre unb Anbacht. Grünberg. 9.45: Hochamt mit Pre­bigt. Hungen. 17.30: Vortrgg unb Anbacht. Laubach. 10: Hochamt mit Prebigt; 14.30: Christen­lehre unb Anbacht. Lich. 7.30: Hochamt mit Pre­bigt; 20: Vortrag unb Anbacht. Nidda. 8.15: Hoch­amt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochanv mit Predigt.

Dienstag, den 9. März.

Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht.

Mittwoch, den 10. März.

Hungen. 7.15 Uhr: Messe.

Freitag, den 12. März.

Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht.

Oeffentttcher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadt postamt: Für Schließfachabholer f bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen:

A e r z t e : Dr. Malech, Dr. Ploch.

Zahnarzt: Dr. Schäffer.

Apotheke: Engel-Apotheke.

Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gieße».