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3.11.1902 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

ISS. Jahrgang

Montag 3. NovemberlSOS

politische Wochenschau

ein Ding der Unmöglichkeit war.

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aus kraftvollen Abschluß geben, verlangen eigentlich ein all­mählicheres Aufwärtsstreben. Die Krönung ist zu gewaltig für diese Front, der Säulenvorbau steht nicht im rechten Ver­hältnis dazu, macht schier den Eindruck des Gedrückten. Auch scheinen die Fenster gar so klein.

Dagegen ist das Innere durchweg auf das Beste ge­lungen. Man merkt überall, daß seines Meisters Geist und Angaben die vielen Einzelheiten durchdrungen und mit Liebe behandelt hat. Darin liegt übrigens ein großer Wert für das Frankfurter Kunsthandwerk, dem auf der neuen Fährte, die es zu wandeln hat, eine führende Hand gereicht wurde, ein Gewinn und ein Erfolg, der wohl Beachtung finden wird. Hier sieht man in der prunkvollen, aber keineswegs überla- denenen, sondern durchaus vornehm und zugleich durch die Fülle von Rot, Weiß und Gold heiter wirkenden Orna­mentik, die strengen schönen Formen der griechischen Renais­sance ins Naturalistische übersetzt durch astartiges Ranken- und Stengelwerk. Das Deckenfeld aber wird z. Z. noch von einem langweiligen blaugcauen Wolkenhimmel autgefüllt, an

Sie tzröffnuug

des neuen Irankfurter Schauspielhauses.

DeS einstigen Frankfurter Oberbürgermeisters Miquel Dort:Die Kulturaufgaben leiden nicht," findet seine Bestä­tigung erfreulicherweise vielerorten. Wir Gießener stehen im Begriff, einen praktischen Bibliotheks-Neubau zu erhalten, von dem am Samstag an dieser Stelle ausführlich die Rede war, und unsere Träume von einem würdigen Schauspiel- und .Konzerthaus werden hoffentlich bis zum Jahre 1907 zur Wahrheit werden. Ein solches Haus ward neulich in Gera, der grüßten thüringischen Residenzstadt, geweiht, das für uns in mancher Hinsicht als Vorbild gelten kann. Leipzig hat unlängst zwei neue Theater, Köln eines eingeweiht, und Frankfurt feierte am letzten Samstag das Fest der Weihe des neuen, der dramatischen Kunst geweihten prunkvollen Palastes en der Ecke der Kaiserstraße und der Gallusanlage.

Vom hochseligen Serenissimus sagt man, daß er, als er gum ersten Male auf dem Kölner Domplatz stand, seinem getreuen Kindermann die erstaunte Frage vorlegte:Ist das Haus hier gebaut?" Ich habe einen Freund, der em Original ist. Wäre ihm Serenissimus im Erfinden solcher unfreiwilliger Bonmots nicht zuvorgekommen, er hätte sicherlich diese Witzatt höchst absichtsvoll geschaffen. Ich stand mit ti)tn auch einmal vor dem Kölner Dome. Und er klemmte sein Monocle ins Auge, setzte die Miene eines jovial-feudalen Gönners auf und sprach mit schnarrender Stimme die ge­wichtigen Worte:Kolossal schneidiges Lokal!"

Ein solcheskolossal schneidiges Lokal" ist auch das neue Frankfurter Schauspielhaus. Diese pompöse Neuschöpfung verursachte einen im Verhältnis zu der geschaffenen Schönheit Überraschend geringen Kostenaufwand. Die Bausumme be­trägt rund 2 170 000 Mk., während da§ Frankfurter Opern- lDius 9 Millionen verschlang, und das neue Kölner Theater 4=878 000 Mk. beanspruchte. Das Haus ist modern. Nicht in dem falschen Sinne, den man dem Modernen so gern unterlegt, daß es alles Ueberkommene ohne weiteres ver­kennt, sondern im Gegenteil dieses erkennt, es aber zeit- gemäß ausgestaltet, es künstlerisch eingliedert in die modernen Lkbensoerhältnisse, die auch dem Geschmack eine besondere Richtung geben. Die moderne Architektur blättert mit Vor­liebe in dem Musterbuche der ältesten Vergangenheit. Sie gestaltet für unsere Tage die assyrische und egypttsche Kunst um.

Hessen zu weichen schienen. Der große Teil der Wähler em­pfindet und urteilt nicht parteipolitisch, sondern nach Stim­mungen. Ter wird gewählt, der am meisten goldene Berge verspricht, der am regsamsten sich zeigt und zu agitieren versteht. Das aber haben die Nationalliberalen ganz und aar unterlassen. Die Folge davon ist natürlich, daß die Radikalen immer mehr zu verantwortlichen parlamen­tarischen Mitarbeit gelangen, und diese werden nun mit den thatsächlichen Verhältnissen zu rechnen und allerhand Kon-

P. W. Gießen, 3. Nov.

Die vergangene Woche stand bei uns in Hess km Zeichen der Wahlmünnerwahlen für d..._____

tag, und zwar hat das jetzt so ziemlich aus allen Kreisen vorliegende Ergebnis für viele einige Ueberraschungen ge­bracht, die das am 8. November emtretende Definitivum mit besonderer Spannung erwarten lassen .Die wesent­lichen Thatsachen waren ja freilich unschwer vorauszusehen: eine Niederlage haben die Nationalliberalen er­litten, von der sie sich nicht so bald werden erholen können. Wahrscheinlich werden sie nicht weniger als fünf Man­date verlieren, nämlich die beiden Darmstädter, Fried­berg, Waldmichelbach, wo allerdings neuerdings noch ziem­liche Unklarheit zu herrschen scheint, und auch Lauter­bach-Schlitz, wie unsere neue st en Informa­tionen vermuten lassen. Der Mißerfolg der national- liberalen Partei giebt natürlich vielen zu allerlei bitteren Betrachtungen Anlaß. Wir selber druckten in unserer Frei­tagsnummer an dieser Stelle eine Zuschrift aus national- liberalen Darmstädter Kreisen ab, die eine recht klägliche Tonart einschlug.- Wir glauben indes, gar so resigniert brauchen die Nationalliberalen doch nicht zu sein über diesen Ausgang; vor allem brauchen sie nicht zu glauben, daß Nationalismus und Liberalismus aus den Herzen der

Zessionen zu machen nicht umhin können. Erreichen sie aber nicht, was die Wählerschaft in ihrer Mehrzahl er­wartet hat, so wendet sie sich ihnen ab und probiert es mit einer anderen Partei, für die inzwischen die Entwicke- Jung gesorgt hat. So wiederholt sich der Kreislauf ohne Ende. Indes, manchmal tritt auch ein Rückschlag ein, indem ganze Wählerschichten, durch Erfahrung belehrt, zu der Ansicht gelangen, daß Festhalten an politischen Grund­sätzen ersprießlich ist. Vorläufig ist kein Grund vorhanden, über die Radikalisierung des Hess. Volkes nach links besonders laut zu klagen. Tie Sozialdemokraten haben kein einziges Mandat errungen. Im Interesse der Wählerschaft aber wollen wir hoffen, daß die besten der Versprechungen, die die siegenden Parteien in den einzelnen Kreisen den Wählern gemacht haben, sich im Laufe der nächsten Session einlösen lassen, daß von dem Golde der versprochenen Berge nicht allzuviel Truggold ist.

Im Reichstage erlitten die verbündeten Regie­rungen eine neue Niederlage, indem trotz ihres energischen Einspruches die Vieh- und Fleischzölle nach den Kommissronsbeschlüssen angenommen wurden, die über die Regierungsvorlage Hinausgehen. Schwerer noch wiegt die Ausdehnung der M in de st zolle auch auf Vieh und Fleisch, und obendrein wurden die Bestimmungen be­seitigt, die bisher Zollfreiheit für Fleisch unter zwei Kilo­gramm im Grenzverkehr gewährten. Angesichts dessen erhob sich der Schluß der letzten Rede des Grafen Posa- dowsky zu ernster, fast feierlicher Rhetorik, in der Der Staatssekretär auf die Worte im Buche Daniel, auf das Mene, Mene Tekel Upharsin hinwies und sprach:

Meine Herren, die fast zweitausendjäyrige Geschichte des deutschen Volkes weist auf fast jeder Seite nach, welch unermeßliches Unglück über Deutschland gekommen ist, weil die Deutschen und ihre Parteien unter sich selbst und nach außen nicht einig fein konnten. Wenn bei dieser wichtigen Frage dieser Fall sich wiederholen sollte, dann wird, verlassen Sie sich darauf, das deutsche Volk um eine sehr schwere Erfahrung reicher werden, und die Mehrheitsparteien und ihre Hintermänner werden die Folgen mitzutragen haben. Die warnende Schrift steht bereits an der Wand, und man braucht kein Daniel zu sein, um sie zu lesen und zu deuten."

Tas Pathos, dieser Worte ist ungewöhnlich und es klingt daraus, als ob der Vater des Tarifs über sein eigenes Kind erschrocken wäre und nun in der Bestürzung über die tiefen Entzweiungen, die der Tar.ös- nicht nur ins parla­mentarische Leben gebracht hat, die Gefahr zu groß sieht. Wenn auch der Zolltarifan der Scylla oder der Charybdis scheitert", das deutsche Volk wird deshalb nicht zu Grunde gehen. Doch die Worte des Grafen Posadowsky beweisen deutlich, in welcher Stimmung man in den Regierunös- frelfen über die Lage ist. Und dennoch wird die Regierung, wenn man die Worte Posadowskys darauf anwenden wollte ich zur Zurückziehung des Tarifs nach Ablehnung der Getreide- unb Viehzölle nicht entschließen; Graf Bülow wird versuchen, ob esnicht auch so geht".

Nr. 258

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Dem Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflfchen Landwirt die Siebener Kamillen- blätter viermal in der

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Fernfprechanschluß Nr. 6L

Eine Ueberraschung wurde dem Reichstage am Mittwoch bereitet durch einen unvermuteten Schlußantrag zur De­batte. Nachdem die Beratungen und Abstimmungen an diesem Tage bereits bis in die sechste Nachmittagsstunde gedauert hatten, sollte über verschiedene der hundert neuen üojn Abg. Frhrn. v. Wangen heim beantragten Minimal- Mle auf Vorschlag des Präsidenten zugleich abgestimmt werden. Tas stieß bei der Linken auf Widerstand. Nach sehr erregter Debatte nahm das Haus plötzlich einen Antrag Herold an, über die Wangenheimschen Anträge zur Tages­ordnung überzugehen. Und das Zentrum war der ver­neinende Geist. Durch einen seiner Abgeordneten wurde der Beschluß gefaßt, der den Antrag des Agrarierführers gleich einer Bagatelle bewertet. Sollte diese Absage ein weiteres Zeichen für den U m f a l l d e s Z e n t r u m s sein? Wer weiß es? Es herrschen zur Zeit bei den Parteien derartige Wirren, daß jeder Tag eine neue Ueberraschung bringen kann und sich mit einiger Sicherheit nichts über den weiteren Lauf des Hasen sagen läßt. Es ist übrigens auch ziemlich gleichailtig, wenigstens für den Tarif selbst, ob sich Zentrum und Agrarier heute in den Haaren liegen und morgen wieder einander die Hände neuen Kompro­miß mit der Regierung neigt, wenn diese was wir für ausgeschlossen halten der Mehrheitetwas entgegen* kommen" würde; zu einer dritten Lesun g des Tarifs kommt es idoch wohl nicht. Höchstens sieben Wochen bleiben für die Beratung bis Weihnachten; dann kommt der Etat an die Reihe, der ein Vierteljahr in Anspruch nimmt, und die noch übrige Zeit bis zum Ablauf der Legislaturperiode ist zu kurz, um des Monstrums von Vorlage Herr zu werden. Tie Reichstagswahlen werden voraussichtlich die Entscheidung in dieser wichtigen Frage herbeiführen.

Es ist dabei das eine nur bedauerlich, daß durch diese notwendig gewordene Hinausschiebung die wirtschaftliche Unsicherheit im eigenen Lande ebenso fortbestehen muß, wie das Mißtrauen im Auslände wächst. Tie aus­ländischen Preßstimmen über die letzten Beschlüsse des Reichstages bringen Betrachtungen, die für Teutschlaiid keineswegs angenehm Lu hören sind uiw die die Aus­sichten für eine ungestörte weitere Entwickelung unseres Handels und unserer industriellen Unternehmungen nach außen hin jedenfalls nicht verbessern.

Angesichts dieser Thatsachen ist es erfreulich^ daß der Wunsch nach Anbahnung freundschaftlicherer Beziehungen mit Dänemark durch den Besuch des dänischen Kron­prinzen offenkundig geworden ist. Hoffentlich bequemt man sich seitens der preußischen Regierung zu der Heinen Konzession, in der unter Köller beliebten Ausweisungs­politik etwas mildere Seiten aufzuziehen. Es zeigte nicht gerade von Kraftbewußtsein, wenn man preußischersettS glaubte, daß ein paar harte unversöhnliche Tänenköpse das meerumschlungene Schleswig-Holstein dem Reichs wieder abspenstig machen könnten.

Mit der Versöhnungspolitik scheint man es nun auch m England ernstlich zu versuchen, denn Chamber­lains Reise nach Südafrika ist nur in diesem Sinne

Dies heitre Schloß, dies steinerne Gedicht, Von vielen Künstlerhänden um die Wette Geschmückt, von Farben prangend und von Licht", wie Ludwig Fulda in seinem Vorspiel sagt, war am Samstag angefüllt in allen seinen Räumen von einer bunten Menge geladener Gäste, die in der großen Pause in dichten Scharen durch das ganze Haus strömte. Es war ein Theater­kongreß allerersten Ranges. Unsere ersten deutschen Bühnenleiter hatten sich zu diesem feierlichen Anlasse zusammengefunden, und fast alles, was in unserem deutschen Theaterleben an erster Stelle steht, hatte sich eingestellt. Gattes doch, einen Theaterbau einzuweihen, der nach der Bedeutung Frankfurts für die Bühnenkunst in der Geschichte des deutschen Schauspiels eine wichtge Rolle spielen wird.

Unter all den Theatergästen fiel mir zuerst der schöne Greisenkopf des uralten Nibelungen-Jordan auf, den ich in einer Parterreloge mit seinen beiden Töchtern sitzen sah. Ihnen gegenüber, auf der anderen Seite, bemerkte ich den ordengeschmückten, recht grau gewordenen Lindau, den dem- nächstigen Direktor des Berliner deutschen Theaters, und neben ihni andere Große der Berliner Theaterwett, Oskar Blumenthal und I. Landau, den Chefredakteur desBerl. Börsen-Curiers", des reichshaupstädtischen Theaterblattes par excellence. Im Foyer sah ich in der Fülle der Gesichter den Stuttgarter Intendanten Edlen zu Putlitz und den Gießener Schriftsteller Alfred Bock, der sich bekanntlich auch als Dramatiker einen Namen gemacht hat und es sollen auch Graf Hochberg-Berlin, Lautenburg-Berlin, Varena- Kömgsberg, Frhr. v. Wangenheim-Braunschweig, Possatt- München u. a. m. dagewesen sein. Außerdem war das Prmzen- paar Friedrich Karl v. Hessen erschienen und eine An- ö^hl hoher Offiziere und mit (Ächenlaub und anderen vor­nehmen Dekorationen geschmückter Persönlichkeiten. Man war, um wieder mit dem Festdichter zu reden,verwundett und verzaubert" von demgoldnen Rahmen", und geblendet von der Lichtfülle und dem Rauschen der eleganten Toiletten, dem farbenreichen Flor vornehmer Frauengestalten.

WaS ein rechtes Glückskind ist, muß zur rechten Zett

Von einer direkten Anlehnung an diese, die moderne Baumeister deffen Stelle gewiß recht bald ein bunt bewegtes Fiqurenbild Darmstadt m ostentativer Form übten, zeigt das treten wird. Prachtvoll ist der große Kronleuchter in der Frankfutter Schauspielhaus nichts, indessen finden sich hier Kuppel, und prachtvoll ist auch das sehr geräumige elegante und da, ^luch im Inneren, leise Anklänge. Viel mehr aber Foyer, das näher zu betrachten indes am Eröffnungsabende hat der Schöpfer des Bauwerkes, Baurat Seeling aus Berlin,l; ä

offenbar einem sehr gründlichen Studium der Barockarchitektur obgelegen und auch oieleRenaissanceformen sich zu eigen gemacht. Eine sklavische Nachahmung oder Verwertung alltäglicher Formen zeigt sich in keinem Teile des Hauses. Alles ist von neuzeitlichem Geiste durchdrungen, ohne die Basis des guten Alten verlassen zu haben. Und darin ruht der Wert des Hauses. Schinkel hat vor 80 Jahren in seinem Berliner Schauspielhaus gezeigt, wie die antike Baukunst für die Her­stellung eines Theaters verwendbar ist, Semper hat in seinen beiden Theatern in Dresden für die römische, Lucae im Frankfutter Opernhause für die hellenische Renaissance den gleichen Beweis erbracht; daß die moderne Kunst nicht zurück­steht, dafür steht nunmehr der neue Bau in Frankfurt ein. Freilich stört ja die Säulenkolonade in gewiffem Grade die Einheitlichkeit. Und die Zufahttsrampe ist doch wohl allzu bescheiden ausgefallen. Der von Säulen getragene Vorbau schafft einen sehr wirkungsvollen Balkon, aber die schwere Massigkett der pylonenartigen Fronttürme, der kolossale Kuppelbau, die zusammen dem Ganzen ja gewiß einen über*

Bekanntmachung.

In dem Gehöft des Ludwig Block zu Obbornhofen ist Schweinerotlauf auSgebrochen. Gehöftesperre ist an« geordnet.

Gießen, den 1. November 1902.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Breidert.

Bekanntmachung

Detr.: Rotlaufseuche bei einem Schweine des I. W. Görlach zu Holzheim.

Die wegen Schweinerotlauf über das Gehöft des I. W. Görlach in Holzheim verhängte Sperre ist aufgehoben worden.

Gießen, den 1. November 1902.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Breidert.

JHF Bezugspreis,

Gießener Anzeiger « M General-Anzeiger "

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW ___________________________________ jciqenteil: Han« Beck.