Ausgabe 
13.5.1943
 
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Gewöhnlichen zum Vorbild für feine Grenadiere uni) Pioniere, sie sich an feinem Beispiel erhärte- ten und hielten. Er zwang das Drohende, die Flut des Durchbruches in die Schranken zurück, die die Leiber hessischer Soldaten aufrichteten.

Die Fronten schienen unter dem Leichentuch des Winters uergeffen. Da brach nach einer Nacht voll unheilschwangerer Rrche vulkanarrig die sowjetisä-e Massierung los. Eine ganze Armee war in einem nach Osten offenen Halbbogen mit einer Sehn en - länge von nur 13 Kilometer aufmarschiert: Infan­terie, ein Panzerkorps und Kavallerie, Gardever­bände, zügellose Reiterschaften. All das wälzte sich zu einem ungeheuren Stoß geballt schwerpunktbil­dend nrf die deutschen Linien zu. Die Bataillone standen und kämpften. Drei, vier Wellen starben vor ihren Gewehren und Geschützen. Panzerwracks glüht-m im Schnee, Fanale ungebrochenen Abwehr­willens. Doch einmal ist die letzte Patrone ver­schossen, die letzte Pak niedergewalzt von immer neuen Kampfwagen. Der Frontbogen spannte sich. Unerträglich wurde die Last, und die sie trugen, fielen in den Schnee. Da riß der Front, und wie durch einen Dammbruch quoll der Strom der Masse über die bloßen Breiten. 3n dieses Aneinander, in dieses wirre Verschlingen der Kräfte wurde das Re­giment des Majors Wesche befohlen. Er sollte mit feinen Kompanien Damm werden, ein Riegel gegen die Wucht des Nachdrängens des Gegners, der die erste Phase seines Planes erreicht sah. Aus der Ruhe geriffen, schnell auf die Bahn verpackt, rollte es nach dem Süden. Ohne auf weitere Transporte warten zu können, ging der Kommandeur mit sei­nem I. Bataillon und seinen Stabstruppen daran, sich an die Bruchflanken heranzuschieben.

In windvollen grauen Tagen, in hoffnungslosen Nächten voller Neuschnee, in der die Magnesium- lichter die einzigen Sterne waren und die Glut der Brände schaurige Brunst, da tobte der Kampf um die Wiederbesetzung der Hauptkampflinie. Bun­ker um Bunker, jedes Grabenstück, jede Sappe, jeder Kampfstand mußten hart erkämpft werden. Wo die Sache schief hing, der Widerstand sich zu einem schier unlöslichen Knoten schürzte, stand der Major, das Gewehr in der Faust. Er kämpfte wie jeder Pionier seines Regimentszuges, lag neben seinen Grenadieren im Schnee und maß seinen Gegner über die Kimme hinweg. Und wo der Kom­mandeur war, von dem feine Offiziere sagen, daß kein Zoll eines schwachen Gefühls an ihm ist, da ging es voran, da drosselten die Fünfte die Flut und würgten sie db. Schon stand die neue Front. Hes­sische Grenadiere und Pioniere hatten sich in die Bresche geworfen. Doch unerhört drohte neue Ge­fahr. Der Strom der durchgebrochenen Kräfte war im rückwärtigen Frontgebiet auf Einfatzreserven gestoßen.

Nun lagen die braven Hessen zwischen zwei Feuern. Die Kampfwagen waren bis an die Bunker herangefahren. Don der alten sowjetischen Front wurde alles getan, um den Restoerbänden den Weg frei zu machen. Es war ein wütendes Kämpfen zwischen den Panzerobwehrwaffen und diesen Stahlkolossen, zwischen den ausgebooteten Kamps- wagcnbesatzungen und den Bunkerverteidigungen, die ihre Stützpunkte rundum streitbar machen muß-

Unsere unvergleichliche Infanterie.

Besuch eines Infanteriestoßtrupps im Gau Hessen-Nassau.

Lpd. In allen Kriegen ist immer wieder das Lob der Infanterie gesungen worden, jener Waffengat­tung, der einst und jetzt und in aller Zukunft im Kriege die entscheidende Aufgabe zufällt. Denn nur der Angriff gibt den Sieg! Die In­fanterie mißt sich im entscheidenden Nahkampf mit dem Feind, und der Infanterist sieht als Einzeller das Weiße im Auge des Gegners.

Nach der Schlacht von Mollwih sagte Friedrich der Große:Unsere Infanterie seindt lauter Cesars und die Officirs davon lauter Helden!" Was damals der große Preußenkönig sagte, hat auch im jetzigen Krieg immer wieder seine Bestätigung gefunden.

Nach Abschluß des Westfeldzuges konnte 2er Füh­rer am 19. Juli 1940 vor dem Reichstag die Fest­stellung treffen: ,£Sn diesem Kampfe hat sich das deutsche Fußvolk wieder als das erwiesen, was es immer war: als die 6 e fte Infanterie der Welt!"

Der erste Winter in der Sowjetunion mit feinen Unbilden der Witterung und dem damit verbunde­nen Unmaß an Strapazen schrieb ein Heldenepos, in dessen Mittelpunkt der deutsche Infanterist stand. Bei der Würdigung der Leistungen unserer Wehr­

macht im ersten Winterkrieg gegen die Sowjets sagte Adolf Hitler in seiner Rede am 8. November 1941:Db Artillerie, unsere Nachrichtentrupven, unsere Sturzkampfbomber, unsere Jäger oder Auf­klärer oder unsere Marine wen immer wir neh­men am Ende kommt man stets zu dem Resul­tat: die Krone gebührt dem deutschen Infanteristen, dem deutschen Mus­ketier. Er kämpft Bunker um Bunker nieder mit seinen Sturmpionieren, reißt Front um Front auf. Es ist wirklich ein Heldenlied, was er sich selber singt."

*

Männer eines Infanterie-Stoßtrupps von der Ostfront kommen in den nächsten Tagen vor Beginn ihres wohlverdienten Heimaturlaubs in den Gau Hessen-Nassau. Sie werden nach einem Emp­fang durch Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger einige Tage im Rhein-Main-Gebiet zu Besuch weilen, um die Schönheiten unserer Heimat ken­nenzulernen. Auch dieser Besuch wird dazu beitra­gen, die Verbindung zwischen Front und Heimat noch enger zu gestalten.

ten. Do traf es sich auch, daß der Befehlsstand des Regimentes von Panzern umfpurt wurde, die ihre Kanonen bei holten und darein hielten. Später roll­ten die Ungetüme direkt vor die Tür des Unter- standes.

Da war es wieder der Kommandeur, der sich wieder mit feiner ganzen Person einsetzte, ein Vor­bild zu geben. Hieß es doch jetzt, den Erfolg des Vortages verteidigen, zum geglückten Abdämmen des Einbruches nun noch die Vernichtung der Durchbrecher zu erstreiken. Seinem Stabe voran, gelang es baß>, alles zusammenzuschließen, was sich außerhalb der Panzerplatten zeigte. Doch nach kurzem Absetzen brachen die Panzer erneut ein. Wieder tobt um jeden Bunker der Kampf. Mit Sprengkörpern anlaufende Sowjets werden von den Offizieren zusammengeschossen, ehe sie an ihr Ziel denken können. Immer wieder versuchen die Fahrzeuge, Leute abzusetzen. Es heißt, auf Luken und Turmdeckel achten. Wo sich eine Bewegung zeigt, wird eine Kugel daraufgesetzt. Der Major selbst steht in der Bunkertür. Zwischen seinen Beinen liegt ein Grenadier und versendet Schuß auf Schuß auf die Sehschlitze. Einen Augenblick später reißt ein Splitter von einer Minendetonation dem Kommandeur die Hand auf. Es vergeht keine Vier­telstunde, und der Offizier wird ein zweites Mal verwundet: Oberarmdurchschuß. Doch Major Wesche verläßt seinen Posten nicht.

Im Dorf räumen sie schon mit der blanken Waffe Haus um Haus. Neue Reserven sind im Angriff. Es kann sich nur um Stunden handeln, freilich Stunden schrecklicher Härte im Durchstehen dieses schier aussichtslosen Kampfes. Doch die Zeit vertickt, und die Offiziere halten ihren Gefechts­

stand. Und wie sie, halten die hessischen Bataillone die Hauptkampflinie nach beiden Seiten, getreu dem Vorbild ihres Kommandeurs. Im Zusammenwirken mit neuen Verbänden können bann mit beginnen­dem Tage die Einbruchskräfte vernichtet werden. Die Eisenbahnlinie, die Stadt Rschew blieben in deutscher Hand. Die Stoßkraft einer ganzen sowje­tischen Armee war zerspellt, abgebröckelt, die Ein­bruchsstelle abgeriegelt, ein gedrungene Teile auf- gerieben. Es war um das Monatsende, als der Wchrrnachtbericht von erfolgreichen Abwehrkämpfen bei Rschew sprach. Kriegsberichter H. K. Laböck.

Neue Bestimmungen für Deckungsgräben.

Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbe­fehlshaber Iber Luftwaffe hat neue Bestimmunaen für den Bau von Luftschutzdeckungsgräben erlassen. Nach den Erfahrungen hat der vorschriftsmäßig ausgebaute Deckungsgraben eine besonders gute Schutz Wirkung. Als besonders zweckmäßig hat sich die Ausführung mit Fertigbauteilen aus Stahl­beton erwiesen. Mit allem 'Nachdruck soll auf den Bau von Deckungsgräben hingewirkt werden, wo­bei die Bevölkerung zur Selbsthilfe herangezogen werden soll. Hinsichtlich der Baustoffbeschaffung werden die notwendigen Maßnahmen vom Reichs­ministerium Speer veranlaßt.

Luftschutzdeckungsgräben sind langgestreckte, schmale, überdeckte Gräben in gebrochener Linien­führung. Sie werden außerhalb des Trümmer- bereichs von Gebäuden angelegt. Die Mindest­entfernung zwischen parallel verlaufenden Gräben

muß etwa 20 Meter betragen. Der gradlinige Ab­schnitt eines Grabens darf nicht mehr als 50, eine aus mehreren Abschnitten zusammengesetzte An. laae nicht mehr als 200 planmäßige Schutzplätze fassen. Deckungsgräben sollen im Lichten 1,40 Meter breit und 1,95 Meter hoch sein. Sie müssen eine obere Erdüberdeckung von 0,50 Meter und in Deckenhöhe eine seitliche Erdanschüttung von min­destens 1,30 Meter besitzen. Der Deckungsgraben soll möglichst unter Erdgleiche angeordnet werden.

Kinder bei Reinigunasarbeiten.

Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen volksschul- pflichtige Kinder über 12 Jahre mit leichten Ar­beiten im Handelstzewerbe beschäftigt werden. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat klargestellt, daß Reinigungsarbeiten, mit denen solche Kinder in einem Ladengeschäft höchstens eine Stunde om Tage beschäftigt werden, zu diffen leich­ten Arbeiten zählen, soweit sie im allgemeinen auch von Lehrlingen ausgeführt werden. Dagegen fällt die Beschäftigung von Kindern mit Reinigungs­arbeiten, wie sie üblicherweise von Erwachsenen in gewerblichen Betrieben verrichtet werden, nicht unter diesen Begriff.

Wettkämpfe der Aetteren auf der Kapersburg.

Der Sportkreis Wettemu^Süd führt am 23. Mai auf der Kapersburg ein Frühlingstreffen durch, an dem auch die Wanderoereine teilnehmen, und ver­bindet damit einfache volkstümliche Wettkämpfe für die älteren Turner und Sportler. Auf Wunsch des Sportgauführers SA.-Dbersturmbannführer Rieke (Frankfurt a. M.), eines eifrigen Förderers der- artiaer heimatgebundenen Veranstaltungen des NSRL., sind diese Wettkämpfe auch offen für die benachbarten Sportkreise. Die volkstümlichen Drei­kämpfe, aus 50-Meter-Lauf, Weitsprung aus dem Stand und Steinstoßen mit Naturstein bestehend, sind in folgenden Klassen ausgeschrieben: Klasse A (30 bis 39 Jahre), Klasse B (40 bis 49 Jahre), Klasse C (50 bis 59 Jahre), Klasse D (60 Jahre und älter). Die Kapersburg ist auf lohnenden Wande­rungen von Bad-Nauheim und Ober-Rosbach aus bequem zu erreichen. Für den Freund der Hei­matkunde wird die Führung durch die Geschichte und Anlagen der Kapersburg durch Studienrat Dr. H.Roth, den Leiter des Wettevau-Museums in Friedberg, ein Erlebnis sein.

Kurze Gpottnstize«.

H e f s e n - N a s f a u s R a d f p o r tl er führten in Frankfurt ihre Gaumeisterschaften in der Halle durch. Meister im Zweier-Radball wurden Nippel/ Peter (Groß-Auheim), während im Radpolo der Frauen Braun/Peters (Frankfurt-Bornheim) siea- ten. Gaumeister im Kunstfahren wurde Rau (GfL. Darmstadt). Im Zweier-Radball belegten Del. bel/Von-Eiff (Gießen) den vierten Platz.

Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange,' für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann, z. Z. Webrmacht. Anzeigenletter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6.

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Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen

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und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Schr. Ang. UNt.

Der Landral des Landkreises Gießen, vr. L o tz. 103137 a. d. G. A.

THL 2.30,4.45.7.30; So. 2.00, 4.30,7.30 ühr

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Erniihrungsami, Abt. B.

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des Ernährungsamtes vorlegen.

G i e ß e n, den 13. Mai 1943.

Krofdorf (Seemühle), den 13. Mai 1943

der Aktion genauestens eingehalten werden. Gießen, den 11. Mak 1913.

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und samstags. Marktzeit: 713 Uhr.

Gießen, den 13. Mai 1913.

Der Oberbürgermeister. I. B.: Nicolaus.

Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürger­meisters der Stadt Gießen.

Betr.: Spirituosen-Sonderzuteilung

im Frühjahr 1943 an Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter. An alle Betriebsführer.

Mit Zustimmung deS Reichsministers für Ernährung und Landwirt­schaft und des Reichsmüttsters für Bewaffnung und Munition wird in Kürze eine Spirituosen-Sonderzuteilung an Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter durchgeführt werden.

Diese Sonderzuteilung erhalten nur die vom Gewerbeaufsichtsamt als Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter anerkannten Arbeiter. Hiet^u gehören auch die Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter, die gemäß den geltenden Bestimmungen als solche anerkannt worden sind, aber die Selbstversorgereigenschaft für ihre Person in Anspruch genommen haben.

Von der Zuteilung sind ausgeschlossen:

1. alle in Gemeinschaftslagern untergebrachten Schwer- und Schwerstarbeiter: diese haben in den Monaten November bis April bereits eine laufende Spirituosenzuteilung erhalten, welche die jetzige Zuteilung erheblich übersteigt,

2. sämtliche ausländischen Arbeiter.

Eine Ausdehnung der Sonderzuteilung auf irgendwelche weiteren Kreise von Versorgungsberechtigten ist nicht möglich.

Zur Durchführung dieser Aktton besttmme ich im Einvernehmen mit den beteiligten Stellen folgendes:

1. Den Betrieben, die zulageberechttgte Arbeiter beschäftigen, werden von den Ernährungsämtern sobald als möglich so viel Bezugs- auswetse für Spirituosen zugestellt, als die Betriebe nicht in Gemein- schastslagern untergebrachte deutsche und deuttchstämmige und als Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter anerkannte Gefolgschafts­mitglieder beschäftigen, ohne Rücksicht darauf, ob sie Selbstversorger sind und als solche keine Zulage- bzw. Zusatzkarten oder nur die Brot­zulagekarte erhalten.

2. Die Betriebsführer haben die Ausweise umgehend an die für die Sonderzuteilung in Frage kommenden Arbeiter gegen Abstempelung der Zulage- bzw. Zusatzkarten für die 3. Woche der 49. Zuteilungsperiode auszugeben.

Nach erfolgter Ausgabe der Ausweise hat der Betriebsführer spätestens bis zum 22. Mai 1943 die Zahl der ausgegebenen Ausweise dem ErnährungSamt zu melden und gleichzeittg die noch resllichen Ausweise an das Ernährungsamt zurüözugeben.

3. Die Bezugsberechttgten lassen bei einem für den Verkauf von Trinkbranntwein in verschlossenen Flaschen zugelassenen Kleinverteller, dessen Verkaufsstelle ihn durch Sonderplakat als Anmeldestelle für die Trinkbranntwein-Sonderzuteilung kennzeichnet, in der Zeit vom 17. bis 22. Mai 1943 den Bestellabschnitt ihres Ausweises abtrennen. Gleich­zeittg hat der Bezugsberechtigte eine leere und saubere Weinbrandflasche (0,7 Liter) bei dem Kleinverteiler abzugeben. Dieser versieht das auf dem Ausweis dafür vorgesehene Mittelfeld mit seinem Finnenstempel unter Beifügung eines handschriftlichen großenG" als Empfangs­bestätigung für die eingelieferte Flasche.

Die Sonderplakate gehen den für die Ausgabe des Branntweins in Frage kommenden Klcinverteilem von der Wirtschaftsgruppe Einzel­handel, Bezirksfachgruppe Nahrungs- und Genußmittel, zu. Die Plakate sind jedoch nicht vor dem 17. Mai 1943 zum Aushang zu bringen, andern­falls Zuwiderhandelnde damit rechnen müssen, von künftigen Ver- tellungcn von Trinkbranntwein ausgeschlossen zu werden.

, Um die Vetteilung durch Nachzügler in der Anmeldung nicht zu verschleppen, sind Versorgungsberechttgte, die die Anmeldefrist versäumt haben, ohne Rücksicht darauf, ob die Versäumnis verschuldet ist oder ; nicht, grundsätzlich zu einer nachttäglichen Anmeldung nicht zuzulassen.

4. Kleinverteiler, bei denen mindestens 24 Anmeldungen erfolgt sind, haben die bei ihnen eingegangenen Bestellabschnitte des Bezugsausweises auf Bogen aufgeklebt bei ihrer zuständigen Kartenstelle gegen EmpfangS- ' bestätigung bis zum 29. Mai 1943 einzureichen.

Kleinverteiler mit weniger als 24 Anmeldungen haben die von ihnen vereinnahmten Bestellabschnitte an ihren zuständigen Ortsfachgruppen- lei ter bzw. Vertrauensmann der Wirttchaftsgruppc Einzelhandel, Be- zirkSfachgruppe Nahrungs- und Genußmittel, weiterzugcben, der seiner­seits sich bei seiner zuständigen Kartenstelle bis zum 29. Mai 1943 eine ' Empfangsbestätigung über die insgesamt von ihm selbst abgettennten und von Kleinverteilern mit weniger als 24 Anmeldungen an ihn weiter-" ' gegebenen Bestellabjchnitte ausstellen läßt. Beläuft sich die Gesamtzahl der bet einem Lrtsfachgruppenleiter bzw. Verttauensmann zusammen­gekommenen Abschnitte nicht auf 24, hat dieser die Mschnitte an einen benachb. Ortsfachgruppenleiter bzw. Verttauensmann weiterzugeben.

5. Die Belieferung der Kleinvetteiler mit weniger als 24 Anmeldun­gen erfolgt durch die Lttsfachgruppenleiter und Berttauensleute des Einzelhandels, an die die Bestellabschnitte zwecks Ausstellung einer gemeinsamen Empfangsbestättgung weitergegeben wurden.

6. Ueber die Ausgabe des Tnnkbranntwcins wird nach dessen Bereit­stellung bei den Kleinverteilern Näheres noch bckanntgegeben.

Ich bitte, darauf zu achten, daß die in vorstehender Anordnung gesetzten Termine im Interesse eines schnellen und reibungslosen Ablaufs

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Obergefreiter in einem Grenadier-Regiment, Inhaber dee R. K. 2 und des Verwundeten-Abzeichens.

In stiller Trauer:

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Lollar, den 13. Mai 1943.

Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 16. Mai, 14 Uhr, in der Kirche zu Kirch­berg sta tt. --------------

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