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28.2.1899 Erstes Blatt
 
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Wien,

wurde aus

Wien,

Tncht. Tagschneidkr ges.

Gebr. Stamm.

1801

1798

Gin Kausöursche ges.

«afL «Hel.

1803

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Ein tüchtiger Arbeiter gegen hohen Lohn gesucht. W.M. Huppert, Asterweg 22.

bauverein im ganzen von den Gemeinden 684 ha unent» I geltlich zur Verfügung gestellt worden Die Bepflanzung I dieses Areals würde aber einen Kostenaufwand von 150000M. verursachen, und ist deshalb beabsichtigt, an jedem der ge- I eigneten Orte des Vogelsberges nur 1 Morgen = 25 a | mit 25 Bäumen zu bepflanzen. Die Gesamtkosten hierfür würden etwa 6000 Mk. betragen, und hofft der Oberhessische Obstbauverein, daß diese Mittel aus der Staatskasse ver- I willigt werden. Im ganzen würden dadurch im Vogels­berg 1200 Obstbäume gepflanzt werden, und dürften diese Anlagen bei Prosperität derselben genügen, das bei den Bewohnern des Vogelsberges teilweise vorhandene Vorur­teil zu beseitigen, sie zum Obstbau zu ermutigen und u)nen als Muster beim Pflanzen und Pflegen der eigenen Obst­bäume zu dienen. Damit wäre der Zweck, den der Ober­hessische Obstbauverein mit seinen Versuchspflanzungen ver- | folgt, erreicht.

Q Grünberg, 26. Februar. Herr Handelslehrer Heckei­mann aus Frankfurt, der erst vor wenigen Wochen im hiesigen Gewerbeverein einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag überdie Bedeutung des Wechsel-Giro- und Checkverkehrs für Handel und Gewerbe" hielt, sprach gestern abend wiederum im Auftrage obengenannten Vereins vor einer sehr zahlreichen Versammlung überDie Buchführung im Dienste von Handel und Gewerbe". In leicht verständ­licher Weise wußte Redner die Zuhörer von der Wichtigkeit und Notwendigkeit einer gewissenhaften Buchführung zu überzeugen. Für Handwerker so führte Redner u. a. aus genüge die sogenannte einfache Buchführung; vor allem sei die Anlage eines Hauptbuches nötig, und jeder Geschäftsmann müsse sich unbedingt die zur Führung eines solchen erforderlichen Kenntnisse aneignen. Hierzu gab nun Redner in anschaulicher Darlegung die nötige Anleitung, indem er die verschiedenen kaufmännischen Bezeichnungen erklärte bezw. übersetzte und an einer Wandtafel zeigte, wie die einzelnen Posten einzutragen sind. Um sich jederzeit über die eigene Vermögenslage klar zu sein, empfahl Herr Heckelmann die alljährliche Ausstellung eines Jnventariums und gab weiterhin noch über Zweck und Führung des Tage­buches (Strazze) und des Kassabuches eingehendeErläuterungen. Aus dem reichen Schatze seiner Erfahrungen erteilte Redner im Verlauf seines sehr volkstümlich und gemeinverständlich gehaltenen Vortrages noch manche praktische Winke und erntete hierfür den Beifall der Versammlung, in deren Namen der Vorsitzende des Gewerbevereins, Herr Rechner Dippel, in herzlichen Worten für die so lehrreichen trefflichen Ausführungen dankte.

Lehrmädchen aus anständiger Familie unter günstigen Bedingungen gejuckt. 1806

Adolf Baer, Sckulstraße 6.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.

Aus der Zeit für die Zeit.

vor 216 Jahren, am 28. Februar 1683, wurde zu Larochelle der ausgezeichnete Physiker Reaumur geboren. Seine Versuche über die Verwandlung des Eisens in Stahl leiteten ihn auf die Methode, Gußeisen in Schmiedeeisen umzuwandeln. Bei seinen Bemühungen, das japanische Porzellan nachzuahmen, erfand er das nach ihm benannte matte Glas. Den größten Ruhm aber erwarb er sich 1730 durch Anfertigung seines Weingeistthermometers, dessen 80-teilige Skala noch jetzt beibehalten ist. Rsaumur starb em 18. Oktober 1757.

Komme Mittwock, den 1. März d. I. mit zwei Waggon

deutscher und dänischer Pferde hier ein. 1796

August FrenSdorf, Gießen, Franksurterstraße, Rheinischer Hof.

Neueste Meldungen.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 27. Februar. In der Philharmonie fand gestern Abend zu Ehren Friedrich Spielhage ns ein Bankett statt, an welchem etwa 600 Personen, zumeist Schriftsteller, Gelehrte und Künstler teilnahmen. Professor Erich Schmidt hielt die Festrede.

Berlin, 27. Februar. Das R eichs-Eisenbahnamt ist seit einiger Zeit mit den Vorarbeiten für eine Reform des gesamten deutschen Personentarifwesens beschäftigt.

Berlin, 27. Februar. Das Kleine Journal meldet aus Paris: Bei zahlreichen als Orleanistcn bekannten Persön- lichkeiten haben Haussuchungen stattg efunden. Namentlich die Wohnung Monicourts, des Sekretärs des Herzogs von Orleans wurde auf das sorgfältigste durch­sucht Welche Ergebnisse diese Haussuchungen gehabt haben, ist zur Zeit noch unbekannt Jedenfalls nimmt man an, daß die Regierung einer ernsten orleanistischen Verschwörung auf die Spur gekommen ist, und daß vielleicht auch das Unternehmen Döroulöde hiermit in Zusammenhang zu bringen ist. Die Aufregung steigt in Paris immer mehr, weil sich nicht absehen läßt, was die nächsten Tage an Ueberraschungcn bringen werden. Vielfach wird der Rücktritt des Generals Zurlinden in Aussicht gestellt. Man will wissen, er werde durch General Biguet ersetzt werden.

Rastatt, 27. Februar. Als am Samstag Nacht eine Abteilung Festungshäftlinge nach ihrer Kaserne zurück­kehrte, ergriff einer vom 25. Jnf.-Regiment (rheinisches) die Flucht. Trotz dreimaligen Anrufens des Unteroffiziers setzte der Soldat die Flucht fort. Der Unteroffizier gab Feuer auf den Fliehenden, derselbe stürzte, zu Tode getroffen,

Mittwoch brn 1. März I. Ir.,

nachmittags 2 Uhr,

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Justus «. Lenz, Ludwrgstraße.

Versteigerung.

Dienstag ven 28. d. MtS., nach­mittags 3 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 gegen Barzahlung:

1 Rollwagen, 1 Fruchtwagen, 1 wert­volle Tabakspfeife, mehrere Oelgemälde, 1 Sofa, 1 Tisch, 1 Schreibsekretär, 1 Konsol, 1 Waschkommode u. 1 Wasch­tisch, 1 Portiöre mit Gardine, 1 Regu­lator, 1 Nähmaschine und verschiedene Juwelen. ,

1800 Born, Gerichtsvollzieher.

Vermischtes.

Delmenhorster Linoleum-FabrikAnker-Marke", Delmen­horst. Wie wir erfahren, hat die genannte Gesellschaft bei der kürzlich stattgehabten engeren Submission auf Lieferung von Linoleum für die kaiserlichen Werften Kiel und Wilhelms­haven für den Jahresbedarf pro 1899 auch diesmal wieder den Zuschlag erteilt erhalten. Bekanntlich wurden der Delmenhorster Linoleum-Fabrik Anker-Marke auch die sämt­lichen Jahreslieferungen für die kaiserlichen Wersten für die Etatsjahre 1895/96, 1896/97, 1897/98 und 1898/99 früher übertragen.

27. Februar. Der französische Schriftsteller Coiseau, welcher österreichisch-feindliche Werke geschrieben, Oesterreich ausgewiejen.

27. Februar. Der Sohu des Direktors der Nordbahn, v. Lenz, ein Jurist, hat sich aus unbekannten Gründen erschossen.

Bekanntmachung.

Der Entwurf des Voranschlags der Stadt Gießen für 1899/1900 samt den Voranschlägen des Stadterweiterungsfonds, der Armenkasie und des GaS- und Wasierwerks für dieselbe Zeit liegen in Gemäßheit des Art. 83 der Städteordnung während 8 Tagen auf dem Büreau der Bürger« meisteret Zimmer Nr. 15 zur Einsicht der Beteiligten offen.

Gießen, den 27. Februar 1899.

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1787] Die am 1. April 1899 fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereits vom 15. März er. ab an unserer Kasse in Berlin und an den be­kannten Zahlstellen kostenlos eingelost.

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Budapest, 27. Februar. Koloman Szell, die Mit­glieder des neuen Kabinetts und die früheren Minister sind nach Wien abgereist. Am Donnerstag findet eine Ver­sammlung der Nationalpartei statt, in welcher der Obmann Graf Aponyi erklären wird, daß nunmehr kein Unterschied zwischen den beiderseitigen Programmen besteht, und die Nationalpartei sich daher auflösen möge. Die Partei wird die Auflösung sodann beschließen und bereits am Samstag der liberalen Partei beitreten.

Budapest, 27. Februar. Das Amtsblatt publiziert die Liste des neuen Ministeriums, sowie die Enthebung des Kabinetts Banffy. Baron Bauffy wird mit dem Groß­kreuz des Stefan-Ordens, Finanzministcr Lukacs mit dem Großkreuz des Leopoldordens ausgezeichnet. In einer späteren Zeit soll dann der Graf Aponyi das Portefeuille des Innern, der Abgeordnete Horanski das Portefeuille der Finanzen übernehmen.

Troppau, 27. Februar. Der gestern hier abgehaltene deutsch-schlesische Parteitag beschloß, nachdem der Ab- geordnete Dr. Lecher sehr warm für eine Zoll-Union mit Deutschland qngetreten war, eine Resolution, welche sich für Beseitigung der Sprachen-Verordnungen, gegen die Zer­störung und Panslavierung der deutsch-schlesischen Landes­teile sowie gegen die Anwendung des § 14 bezüglich des Ausgleiches erkürte.

Zürich, 27. Februar. Bei den Tunnelarbeiten aus der Jungfrau bahn fand in der Nacht zum Samstag eine heftige Dynamit-Explosion statt. Ein Aufseher und fünf Arbeiter wurden getödtet. t ,

Paris, 27. Februar. Bei allen Führern der Anti- semitenliga wurden gestern strenge Haussuchungen abaehalten, ' da diese Liga als gesetzwidrig und verdächtig erklärt wurde. Unter den Briefen fand man auch solche Esterhazys. Der antisemitische Deputierte Bernard beav sichtigt, deswegen eine Interpellation an der Kammer ein« äUbU«ari8, 27..Februar. Die Haussuchung bei Döroulüde ergab, daß derselbe an keinem Komplott beteiligt war, er vielmehr nur infolge eines spontanen Einfalles sich gegen das Gesetz vergangen hat. , r . .

Paris, 27. Februar. Einige mit Dupuy ^freundete Abgeordnete erklärten, es sei wohl möglich, daß Däroulooes Putsch-Versuch von dem Gericht nicht als ernst an­gesehen und Döroulöde nur wegen Widersetzlichkeit gegen I die Polizei mit einigen Francs Geldstrafe und wenigen Tagen Gefängnis bestraft werden dürfte.

Paris, 27. Februar. Verschiedene Blätter melden aus Brüssel, der Herzog von Orleans sei infolge der Aus­forderung der belgischen Regierung aus Brussel abgereist.

I Der Graf von Flandern habe ihn von der Maßregelung der Regierung in Kenntnis gesetzt.

Paris, 27. Februar. Die Mitglieder des royalistischen Klubs protestieren energisch gegen die Meldung, daß sie I mit den Antisemiten und den Mitgliedern der Patrioten- I liga gemeinsame Sache machten. Die Royalisten lassen I erklären, wenn sie einen Putsch anszuführen beabsichtigten, I so würde dieser einen besseren Erfolg haben, als derjenige Döroultzdes. , . ,

Paris, 27. Februar. Der Senat wird heute naH- I mittag die Beratung über das Rcvisionsgesetz beginnen. Es sind bis jetzt nur zwei Redner eingetragen und man glaubt, daß die Debatte höchstens zwei Tage in Anspruch nehmen wird. .,

Kairo, 27. Februar. 16000 Derwische bedrohen Omdurman. Trotz der erfolgten Dementi erhalt sich I das Gerücht von der Niederlage der Nil-Armee.

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Spielplau der vereilligte« jnrakfurtrr SMtheater.

Opernhaus.

Dienstag den 28. Fed.u.r: Aiitkanertn. Mittwoch ben 1. März: Dogelhänbler. Donnerstag ben 2 März: Die Jüdin. Freitag ben 3. März geschloffen. GamStag den 4 Marz: Glöckchen beS Eremtlen. Sonntag den 5. März, nachmittags 31/, Uhr: Aschenbrödel. AbendS 7 Uhr: Matteo Falcone.

SchauspielhauS.P

Dienstag ben 28. Fcdrua>: Auf ber ^onnenfeite. Mittwoch ben 1 März: Hamlet. Donnerstag den 2 März. Im weißen Räßl. Freitag den 3. März: Die Befreiten. SamStag ben 4. März: Auf ber Sonnenseite. Sonntag ben 5. März, nachmittags 3«/» Uhr: Zaza. AbenbS 7 Uor: Die zärtlichen Verwanbten. Moutag ben 6. März. Auf der Sonne nseite._____________________

Verkehr, Kand- und Volkswirtschaft.

25 Fibr. Fruchtpreise. Weizen^16.00-16,50, Korn * 14,80-03,00, Gerste X 14,50-00.00, ^"-^14,00-14 50, Erbsen X 00,00-00,00, Linsen X 00.00-00,00, Wicken >t0(UX), Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00-0,00, Samen X 00,0000,00.

Kirchliche Nachrichten.

Evavgeltsche Gemeinde.

Montag den 27. Februar, abends 8 Uhr: didelstuude im Konfirmandenfaal ber JobanneSkircke. Eolofferbnef Kap. 4. Er­mahnungen in Bezug auf Gebet, Wanbel, Rede. Pfarrer Dr. Naumann- __________ '

Eingesandt.

Gießen, 27. Februar 1899.

D«e IBM. Direktion beS Stabtthea'er« wirb wieberhott gebeten, ^Aschermittwochs noch einmal zur Aufführung zu bringen.