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Wt Gießener
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GßchEtüch breimel kritzel,tzs.
1893
Dienstag dm 25. April
Erstes Blatt
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
8 tert ri teiger JDmm»üFntai 2 Mark 20 Pfß. •» vringcrloha. Durch die Post begSG» 2 «art 60 Pitz.
Rebedten, Ep>edM«» und Druckerei:
Sprecher
Amts- und Anzeig-blatt für den «reis Gietzen.
Hratisbeikage: Hießener Kamikirnbtätttr.
Wttu in » ‘VuTern^ben eine Compagnie Jnsan.erie, eine Compagnie
bcr schone Ton aus der golden . eNckwadron Kavallerie aufgeboten werden.
U»»»h»e eoe Injetgew |u der Nachmtttngs ftr ba ßaltzeudni tag erscheinenden Nummer dis »er*. 10 Ufr.
Bern. 22. April. Zum Empfange Ihrer Majestäten deS Kaisers Wilhelm und der Kaiserin Auguste Victoria . rv__n mn0 IX nwhArttill*
Steuer-Commissariat Gießen.
Amtstage: Dienstags und Samstags Vormittags von 8x/a bis 12 und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr.
gebracht werden, klingt uns 1-. ir,- -
Saite der Liebe zum Herrscherpaare entgegen. Wir legen gerührten Herzens ein ganzes Volk das schöne Fest seiner Königsfamilie mitseiern: ein Wahrzeichen der mntgen Wechselbeziehungen zwischen dem Königshause von Savoyen und dem italienischen Volk. Wir alle vereinigen uns in dem Wun che, daß des Himmels Schutz und Segen auch ferner walten mögen über Eueren Majestäten und dem gesummten Königshause zum Heil Italiens und Europas. (Zum Schluß in italienischer Sprache) : Ich trinke auf das Wohl Ihrer Majestäten des Königs und der Königin von Italien!"
Berlin, 22. April. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Plenarsitzung die Vorlage, betreffend das Zusatz- Protokoll zu dem internätionalen Vertrage wegen Unterdrückung des Branntweinhandels unter den Nordseesischern auf hoher See, vom 14. Februar 1893, den zuständigen Ausschüssen
Deutsche» Reich.
Berlin, 22. April. Unser Kaiserpaar ist in Rom I fortgesetzt Gegenstand der herzlichsten Ovationen seitens der I freudig erregten Bevölkerung, welche sehr wohl die politische I Seite dieses Kaiserbesuches in der italienischen Hauptstadt I ,u würdigen weiß. Bet jedem öffentlichen Erscheinen werden I die Majestäten von dichtgedrängten Volksmassen mit echt süd- I ländischem Enthusiasmus begrüßt und ist es hierbei erfreu- I lieber Weise noch nicht zu dem mindesten störenden Zwischenfall I gekommen, obwohl man in den römischen leitenden Kreisen I unliebsame Ereignisse während der Anwesenheit der erlauchten Gäste aus Deutschland befürchtet zu haben schien. Am I Freitag Nachmittag wohnte das italienische Königspaar mit I den kaiserlichen Majestäten und seinen übrigen Gästen dem Derby Rennen auf dem Capannelle bei Rom bet; um 8 Uhr fand Familientafel beim Königspaare statt, um 10 Uhr er- schienen die sämmtlichen Fürsllichk-ii-n zur Fallswff AuMhrung im Argentina-Theater. Am Sonnabend wurde bei Hofe die 25. Wiederkehr des Hochzeitstages des Königs Humbert und der Königin Margarita festlich begangen.
Berlin, 23. April. Bei dem gestrigen Galadiner tm Quirinal zu Rom ergriffen Seine Majestät der König | Humbert das Wort zu folgendem Trinkspruch: „Das Herz erfüllt von Freude, danke Ich, zugleich im Namen der Königin, Meinem theuren Bruder, dem Kaiser Wilhelm und Seiner erhabenen Gemahlin, der Kaiserin Augusta Victoria, sowie allen verwandten, befreundeten und verbündeten Prinzen und Prinzessinnen, welche hierher gekommen sind, um die Freuden dieser Tage mit Uns zn theilen. Ihre Anwesenheit ist Mir, Meinem Hause und Meinem Volke ein Unterpfand des Glücks! c>ch trinke auch im Nomen der Königin auf Seine Majestät den Deutschen Kaiser, Ihre Majestät die Kaiserin, auf alle fürstlichen Gäste, die an diesem Tische sitzen, sowie auf die Souveräne und Staatsoberhäupter, die heute durch ihre 23er- wandten ober durch Repräsentanten hier vertreten sind!" — Hierauf erhoben sich Seine Majestät der Kaiser Wilhelm zu folgender Erwiderung: „Euere Majestäten wollen Mir gestatleu, zunächst in Unserer Beider Namen gerührten Dank zu sagen für den herzlichen Empfang, den Euere Majestäten und die E-nwohner RomS und ganz Italiens Uns bereitet haben Ich erblicke in dieser Thatsache den erneuten Beweis Euerer Majestät persönlicher Freundschaft, welche Sie von Meinem Großvater und Meinem Vater auf Mich übertragen haben. In Beider Sinne habe ich gehandelt, als Ich hierher eilte, Meine Glückwünsche zum heutigen Feste darzubrmgen. Hand in Hand mit Unserer persönlichen Freundschaft geht die warme Sympathie, welche die Völker Deutschlands und Italiens verbindet und die in diesen Tagen mit neuer Kraft zum Ausdruck gelangt. Zugleich spreche Ich im Namen der hier vereinigten hohen Gäste den innigsten Dank aus für
Sappeure und eine Schwadron Kavallerie aufgeboten werden. Von Chiaffo bis Basel werden der Oberst-Corpscommandant Wieland-Basel, der Chef des Generalstabes Oberst Keller- Bern und Oberst-Lieutenant RM-Lausanne Se. Ma,estat begleiten. Die Abordnung des Bundesrathes wird von dem General Herzog Aarau, dem Oberst-Corpscommandant Feitz- Bern und dem Hauptmann im Generalstab Gottofrey-Freiburg
Deutscher Reichstag.
81. Sitzung. Samstag, 22. April 1893.
Die erste Berathung des Gesetzentwurfs bett, die Bekampsung gemeingefährlicher Krankheiten wird fortgesetzt.
Abg. Dr. Langerhans (bfrj: Es herrsche injßc
Meinung, daß die verbündeten Regierungen eine Medttinatteform für das Reich schaffen könnten; das sei nach Lage der Gesetzgebung unmöglich. Es könne nur ein Retchsseuchengesetz geschaffen werden. Zweifelhaft könnte es sein, ob es möglichi Jet, b^ verschiedenen In der Vorlage ausgezählten Krankheiten einheitlich> zu behandeln. Sefr nothwendtg sei eine Einrichtung, von der in der Vorlage keine Rede fet. Die obligato>isch! Leichenschau. Dieselbe bestehe in einigen Btmdes- floaten, nicht auch in Preußen. Auch Scharlach, Typhus und Diph- theritiS sollten der Anzeigepflicht unterworfen
halte er es für zweifellos, daß die Annahme des ReichsfeuchengesetzeS eine Reform ober doch Ergänzung her Medictnalordnung der Einzelstaaten fei. Jedenfalls sollte das Zustandekommen des Gesetzes be~ fchle^S?aaE?cretär v. Bötticher erörtert einige Ausstellungen, die Vorredner im Einzelnen erhoben. Die Verantwortung ^r die Durchführung der Schutzmaßregeln im Bereiche der Eisenbahn- Verwaltung habe dieser Verwaltung auf Grund der Erfahrungen des vorigen Jahres im Interesse de« Verkehrs überlasten werdm müffen. Von einer Verschlechterung der Stellung der Aerzte durch diese Vorlage könne keine Rede sein; er würde dazu nicht die Hand bieten. Infolge des Krankenkassengesetzes seien eine große Anzahl von Personen und Familien der ärztlichen Behandlung in Krankheitsfällen zugeführt worden, die früher derselben entbehrten. WenneS jungen Aerzten schwer werde, sich in großen Städten eine Stellung zu begründen, so liege das an dem großen Zuzuge lunger Aerzte nach den großen Städten, während es auf dem platten Lande vielfach an Aerzten fehle. Während auf Ortschaften von weniger als 5000 Einwohner im Durchschnitt je ein Arzt auf 5-6000 Einwohner komme, komme in Städten von 120 000 Einwohner und barübet ein Arzt schon auf 15-1700 Einw., ja in München, Frankfurt a. M. und Leipzig schon auf weniger als 1200. . , ._
Abg. Dr. Höffel (Rp.) tritt dem Verlangen entgegen, daß das Gesetz auf die Cholera beschränkt wird, damit würde es zu einem Gclegenheilsgesetz werden. Eine Regelung durch das Reich sei angesichts der heutigen Verkehrsentwickelung nöthig; man werde künttig auch an eine internationale Regelung denken müssen. In mancher Beziehung batte die Vorlage etwas melier «ehm können; so wäre eine einheitliche Bauordnung wünschenswerth. Dem Reichsgesundheitsamt sollten gewisse executive Besugnrste erthettt werden. Heute habe dasfelbe weder initiative noch execu'ive Macht. Ihm solche Macht gebot, fei bester als die Schaffung eines G-sundheitsraths neben dem @ClUn^bg.18£?o lr en b u b r (Soc.) monirt, daß die Vorlage die Woh- nungs- und Trinkwasterftage «ußer Spiel laste. Richt nur inHam- burg, sondern auch in anderen großnen Städten fden bte «tbetter
I wohnungsoerhältnisse traurig, selbst in dem sonst gut gebauten
Euerer Majestäten warme Begrüßung. Auß den begeisterten Huldigungen, die Eueren Majestäten in diesen Tagen bar- v ° ° < rjr.”... er__rtnlhprlPr
bC0le®tiiffel, 22. April. Die internationale Münzconferenz, die ihre Berathungen in den nächsten Wochen wieder aufnehmen sollte, wird voraussichtlich nicht vor Ende September d. Js. wieder zusammentreten. Die belgische Negierung richtete an das Washingtoner Cabinet einen Vorschlag m diesem Sinne. Eine Antwort ist hier noch nicht eingetroffen, man nimmt jedoch an, daß die Bereinigten Staaten sich dem Vorschläge Belgiens anschließen werben.
Paris, 22. April. Der M r n'.i st e r r a t h beschloß heute, den Beamten der in staatlichen Werkstätten beschäftigi en Arbeiter einzuschärfen, daß sie am 1. Mai auf ^ren P°s e zu verbleiben, und sich an keinerlei Kundgebungen zu betheiltgen ^^^atcelona, 22. April. Die Vertreter der Arbeiterge- sellfchaften beschloffen, durch Maueranschlage die Arbeiter zu einer Manifestation am 1. Mar aufzufordern. De Polizei überwacht die BergwerkSdistricte von Mazarron. Die Bürgergarde verhaftete einen 60 ko Dynamit tragenden ^"Madrid, 22. April. Aus fast allen Provinzen gehen Berichte über Regen stürme ein, die erheblichen Schaden
— Seit vorigen Donnerstag besitzt Bulgarien auch eine Landesmutter, denn seit jenem Tage ist die Prinzessin Luise von Parma die Gemahlin des Fürsten Ferdinand. Die hohen Neuvermählten reisten am Freitag von Florenz nach Spezzta ab । und gingen hier an Bord des Lloyddampfer „Amphitrite , welcher nach Constantinopel bestimmt ist. Man vermuthet, daß das neuvermählte Paar dem Sultan vor der Weiterreise nach Varna, woselbst es den bulgarischen Boden zuerst betreten wird, einen Besuch abzustatten gedenkt.
Amtlicher Theil.
Steckbriefjurücknahme.
Unser Steckbrief gegen den Taglöhner Carl Koch von Gießen in der Untersuchungssache wider denselben wegen Körperverletzung (Nr. 89 des Blattes) ist erledigt.
Gießen, den 17. April 1893.
Großherzogliche Staatsanwaltschaft. ________________Schilling-Tr.
Bekanntmachung.
Im Interesse des Publikums macht man noch ausdrücklich darauf aufmerksam, daß Reclamationen gegen Einkommen- und Capitalrentensteueransätze 1. Abteilung immer, aber auch Nemonstrationen gegen Ansätze dieser Abtheilung, sowie Reclamationen gegen Einkommen- und Capitalrentensteueransätze 2. Abtheilung möglichst schriftlich und zwar unter genauer Angabe der für eine etwaige Ermäßigung sprechenden Gründe (wenn aber mündlich, nur an den Amtstagen Dienstags und Samstags) während der gesetzlichen Frist bei dem Unterzeichneten vorzubringen sind, damit der Commission das zur Beschlußfaffung erforderliche Material demnächst unterbreitet werden kann.
Gießen, den 1. April 1893.
Der Vorsitzende: Süffert.
überwiesen. u _
Berlin, 22. April. Die GeschästSorbnungs-Corn- I Mission des Reichstags nahm heule den Antrag des Abgeorbneten Stabthagen auf Ertheilung der Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung seiner selbst an. Am Montag tritt die Militärcommission zur Entgegennahme des Berichts zusammen. Die Plenarsitzung deS Reichstages fällt am Mon- tQß ^Berlin, 22. April. Ein Artikel der „Nordd. Allgem. Ztg." mahnt, bei den weiteren Berathungen der Militär- I Vorlage fractioneüe Rücksichten zurücktreten zu lassen, nur die Sache ins Auge zu saffen. Es brauche nicht bezweifelt zu werden, daß, wenn der jetzige Reichstag die Vorlage ab - lehne, der aus Neuwahlen hervorgegangcne Reichstag anders beschließen werde, daß er sich bei Entscheidungen über Fragen der Ehre und der Sicherheit des Vaterlandes lediglich von der Vaterlandsliebe leiten lasse.
Berlin, 22. April. Gestern Abend fand in den Ger- maniafälen'eine von vielen hundert Personen besuchte Versammlung selbstständiger Handwerksmeister statt behufs Gründung einer Mittelstandspartei. Es sprachen die Abgeordneten Ackermann (conf.), Bachem und Metzner (Centrum), sowie Liebermann von Sonnenberg (Antisemit). Man beschloß, eine eigene Handwerkerpartei zu gründen, welche ' auf den gesummten städtischen Mittelstand auszudehncn sei. | Hamburg, 22. April. Die schlechten Nachrichten über das Befinden des Fürsten Bismarck sind übertrieben. Der Fürst ist gestern ausgegangen und ausgeritten. Schweninger ist gestern nach Süddeutschland abgereift.
Stuttgart, 22. April. Die Landtagsabgeordneten Ellrichshausen, Wöllwarth und Hermann, die bedeutendsten Vertreter des Bundes der Landwirthe, sprachen | bei der Berathung des Landwirthschafts Etats zu Gunsten i des Bundes, erklärten sich jedoch für die Handelsverträge | und gegen die Doppelwährung. I
Ausland.
Wien, 22. April. Anläßlich der Feier der filKernen I Hochzeit des Königs und der Königin von Italien er« I schienen die Chefs der obersten Hosämter, alle Minister, das I gesammte diplomatische Corps, viele Generale und andere I hervorragende Persönlichkeiten auf der italienischen Botschaft, gaben dort theils ihre Karten ab, theils schrieben sie ihre I Namen auf den aufliegenden Bogen, um so ihre Glückwünsche | auszudrücken.
Nom, 22. April. Aus allen Theilen des Landes laufen I Telegramme ein, welche besagen, daß überall der heutige I Tag festlich begangen wurde; in den Städten haben die I Häuser geflaggt, die Börsen blieben geschlossen, in den Schulen fanden Festucte statt. Die hauptstädtische sowie die Provinzial- «reffe feiern die silberne Hochzeit des Königs paares in schwungvollen Artikeln. Die Spitzen der Behörden begaben sich Vormittag nach dem Quirinal, um dem Herrscherpaare die Glückwünsche zu überbringen; auf dem Wege dahin wurden sie von der Menge sympathisch begrüßt. Beim Empfange der Bureaus der Kammern sagte der König: „Mein Herz frohlockt, da ich mich von so viel Liebe und Anhängigkeit umgeben sehe; mit gerechtem patriotischen Stolze sehe ich am heutigen Tage als Zeugen dieser Anhänglichkeit in Rom meinen erhabenen Bundesgenossen und Freund Se. Maj. den deutschen Kaiser und seine erlauchte Gemahlin, sowie die fremden Fürstlichkeiten und Vertretungen aller Mächte, welche Italien und mir die Beweise ihrer Sympathie und Achtung geben. Das Vaterland weiß, daß ich und meine Familie ganz mit ihm und in ihm leben und daß alle unsere Gedanken einem Glücke geweiht sind.
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