Ausgabe 
24.7.1890
 
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schon im Lause des kommenden Herbstes der größte Theil des socialdemokratischen Generalstabes in der Reichshauptstadt versammelt sein wird. Offenbar verfolgt die socialdemokratische Parteileitung mit der Concentration der hervorragendsten Kräfte der Partei in Berlin einen bestimmten Plan und sind hierbei vermuthlich Rücksichten aus die im socialdemokratischen Lager immer unverhüllter austretenden Zwistigkeiten, die einen festeren persönlichen Zusammenschluß der Führer erfordern, mit maßgebend gewesen.

Die Krisis in der Krankheit des Neichscommissars Major v. Wißmann scheint nunmehr überwunden zu sein, denn immer günstiger lauten jetzt die aus Lautcrberg über das Befinden des Neichscommissars eingehenden Nachrichten. Es dürste daher der Zeitpunkt nicht mehr fern sein, zu welchem Herr v. Wißmann als vollständig genesen betrachtet werden kann und dann wird sich allerdings die Frage der Art seiner Wiederverwendung im colonialen Dienste des Reiches ent­scheiden müssen. Die Gerüchte, wonach Herr v. Wißmann sein Entlassungsgesuch eingereicht haben sollte und wonach dasselbe vom Kaiser genehmigt worden wäre, haben sich be­kanntlich als unbegründet herausgestellt.

Der Asrikareisende Dr. Peters ist von Zanzibar nach Berlin abgereist, so daß der kühne Forscher weit eher in der deutschen Heimath wird begrüßt werden können, als ursprünglich anzunehmen war.

- Aus der Insel Helgoland sand dieser Tage eine sehr stark besuchte Volksversammlung statt. In derselben wurde beschlossen, eine Adresse der Helgoländer an die Königin ütfn England abzusenden und sich hierdurch von der Königin in einem Augenblicke dankbar zu verabschieden, da Helgoland mit dem stammverwandten deutschen Volke wieder vereinigt werde. Die Adresse bedeckte sich sofort mit zahlreichen Unter­schriften und wurde alsdann dem Gouverneur zur Weiterbe­förderung überreicht. Der Vorgang spricht gewiß für das Loyalitätsgefühl der Helgoländer und ihre Dankbarkeit gegen­über England, er beweist aber zugleich auch, wie wenig stichhaltig das boshaft-thörichte Geschwätz englischer Zeitungen über den angeblichen Widerwillen der Holgoländer, Reichsdeutsche zu werden, ist. Die Adresse redet ausdrücklich von demstamm­verwandten deutschen Volke" und die Helgoländer würden diese Stammverwaudtschaft schwerlich so betonen, wenn sie eine solche Abneigung gegen die Wiedervereinigung mit. dem Mutterlande empfänden, wie es englische Blätter gern glauben machen möchten.

Neueste Nachrichten.

Wolff? telegraphycheS Lorrespondenz-Bureau

Berlin, 22. Juli. An der Jubiläumsseier der hiesigen Thierarzneischule uahmen Prosessoren der Thierarznei­schulen in Paris, Maisons-Alsort und Lyon Theil, ferner die französischen Thierärzte Chauveau, Nocard und Arloing, sowie Vertreter der Veterinärschulen in Toulouse, Koper-Hagen und Wien.

Berlin, 22. Juli. Die Jury des internationalen Comites des Rothen Kreuzes in Genf erkannte die Preise für die besten Abhandlungnn über die Frage, wie Mißbräuchen des Namens und des Zeichens des Vereins zu begegnen, einstimmig Buzzati-Venedig und Castori-Padua zu.

Aachen, 22. Juli. Es verlautet, die seit Jahren unbesetzte Stelle des Stiftspropstes des Aachener Münsters würde demnächst dem hiesigen Canonikus Buschmann übertragen.

Aachen, 22^ Juli. Die Strafkammer verurtheilte drei österreichische Anarchisten wegen Verbreitung von aus England eingeschmuggelten revolutionären Schriften zu sechs', resp. viermonatlicher Gefängnißstrafe.

Rudolstadt, 22. Juli. Die Wahlen der Abgeordneten zum Landtage des Fürsteuthums Schwarzburg-Rudotstadt sind aus den 1. September anberaumt.

Fürst Günther von Schwarzburg ist zum Besuche des Prinzregenten Luitpold nach München abgereist.

Stuttgart, 22. Juli. DerStaatsanzeiger" meldet amtlich: Der König erklärte, das ehrengerichtliche Urtheil bestätigend, den Hauptmann z. D. Miller wegen Verletzung der Srandesehre unter erschwerenden Umständen des Osfizier- titels und der Uniform verlustig.

Paris, 2z. Juli. Den Abendblättern zufolge finden am 1. August die Verhandlungen der vier verurtheilten russi­schen Nihilisten vor der Berufungsinstanz statt. Die Budget-Commission setzte das Kriegsbudget für 1891 auf 675,727,000 Fr., mithin auf 43,200,000 Fr. weniger als für 1890 fest.

Der hiesige italienische Botschaftsrath Reßmann ist nach Rom berufen worden. Es verlautet, demselben sei die Nachfolgerschaft Fortis im Unterstaatssecretariat des Aeußeren angebotcn.

London, 22. Juli. Der heutigen Eröffnungssitzung des zweiten internationalen parlamentarischen Congresses für Einführung der Friedens-Schiedsgerichte präsi- dirte Lord Herschell. Es waren Mitglieder der meisten euro­päischen Parlamente anwesend. Das Executivcomitö legte einen Bericht über den Fortschritt der Idee internationaler Schiedsgerichte vor. Herschell hob in seiner Begrüßungsrede hervor, daß sich gegenüber der ungeheuren Anstrengungen der Wissenschaften im Dienste des Krieges die Friedensfreunde ver­bunden hätten, um den Grundsatz der Einrichtung von inter­nationalen Schiedsgerichten für Streitfälle zur Geltung zu bringen.

London, 22. Juli. Das Unterhaus genehmigte in erster Lesung die Helgoland-Bill- die zweite Lesung findet Donnerstag statt. Fergusson erklärte sodann, daß die Re­gierung niemals irgend welchen Vorschlägen zugestimmt habe, welche bezweckten, die britischen Colonien in den Schire- Districten oder in den Schire-Hochlanden unter portugiesische Herrschast zu stellen. Ferner habe die Regierung keine Kcnnt- niß von der Ernennung Hassan Haira Paschas zum Gou­verneur von Wan. Consulatsberichte sprächen von einer starken politischen Bewegung und von Unsicherheit des Ver­

kehrs an der türkisch - serbischen Grenze und im Norden Albaniens. Es seien Truppen zur Herstellung der Ordnung dorthin entsendet. Von einer angeblichen Niedermetzelung der christlichen Bewohner in Konowo wisse die Pforte nichts, sie versprach indeß, die Nachricht zu untersuchen. Von einer Absicht der Türkei, in Armenien die Kriegsgesetze zu pro- clamiren, sei der englischen Regierung nichts bekannt. Das Unterhaus verwarf mit 228 gegen 69 Stimmen das Amendement Dimsdale zur englischen Volkszählungs-Bill, welches auch eine Zählung nach den Consessionen beantragte.

Gibraltar, 22. Juli. Die Kaiserin Friedrich wurde durch eine Ehrencompagnie begrüßt und fuhr nach der Residenz des Gouverneurs. Später fand an Bord der Königsyacht bei der Kaiserin ein Diner statt, zu welchem die Spitzen der Behörden und der deutsche Consul geladen waren.

Kopenhagen, 22. Juli. Der Strike der Maurer, welcher drei Monat gedauert hat, ist heute beendet. Die Arbeiter acceptirten alle Bedingungen der Meister und die Ausnahme der Arbeit erfolgt am Donnerstag.

Christiauia, 22. Juli. Hammerfest ist Sonntag Nacht zum größten Theil durch Feuer zerstört- die telegra­phische Verbindung war unterbrochen. Am Montag Nach­mittag sandte Tromsoe ein Touristenschiff Lebensmittel nach Hammerfest.

Christiania, 22. Juli. Der Brandschaden in Ham­merfest wird vorläufig aus die Summe von fünf Millionen Kronen geschätzt.

Amsterdam, 22. Juli. Die Königin und die Kron­prinzessin der Niederlande besichtigten die nach der Aushebung des Einsahrtszolles errichteten kaufmännischen Etablissements und sodann die internationale Unfallverhütungs- Ausstellung. Die Königin sprach ihr hohes Interesse an den Unternehmungen aus.

Brüffel, 22. Juli. Heute Morgen nahm der König eine Revue der Armee und der Bürgergarde ab.

Brüffel, 22. Juli. Köuig Leopold II. der Belgier hat sich anläßlich des nationalen Doppelsestes seines 25 jährigen Regierungsjubiläums und des 60. Jahrestages der belgischen Unabhängigkeitserklärung, welches man am Sonntag und Montag feierte, zu bedeutsamen Kundgebungen veranlaßt ge­sehen. Dieselben bestanden in den Antworten auf die Glück- wunschadreffen des Parlaments, und die Erwiderungen des Königs auf die Adressen des Senats wie der Deputirtenkammer waren von echtem patriotischen Geiste durchweht. Speciell ist aber die Erwiderung des Königs auf die Kammeradresse wegen des in jener enthaltenen Hinweises auf das Congo- staat-Uuternehmen bemerkenswerth, denn bestimmt spricht es der König aus, daß das Land Belgien der Erbe seines großen Werkes, des Congostaates, sein solle, möge dies nun nach seinem Ableben oder schon vorher geschehen, und theilt er bann noch mit, daß er seine ferneren Absichten bezüglich des Congostaates in einem Codicill darlegen werde, das zur Er­gänzung seines Testamentes bestimmt sei.

Brüffel, 22. Juli. Der König dankte in seiner Beant­wortung auf die Adresse des Senats für die patriotische Hingebung desselben und erinnerte daran, daß er im Senat in die öffentlichen Pflichten eingeführt worden sei. Er halte an denselben Gesinnungen fest. Er erstrebe eine dauernde Entwickelung der Hilfsmittel des Landes und Verbesserung der Vertheidigungsmittel, um die nationalen und internationalen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Errichtung einer Hilfskasse für die Opfer der Arbeit sei eine vielversprechende Maßregel. Das afrikanische Werk sei ebenfalls ein Werk des allgemeinen Wohles. Die Conserenz habe diesem Werk eine neue Größe verliehen und die Anstrengungen des Landes ermuthigt. Er hoffe, Belgien werde zukünftig einen noch größeren Antheil an diesem großartigen Unternehmen haben und die gegen­wärtige parlamentarische Session werde einen hervorragenden Platz in der belgischen Geschichte einnehmen. In der Ant­wort auf die Adresse der Kammer wies der König auf die großen Fortschritte des Landes unter dem Schutz der Ver­fassung und der Neutralität hin. In Betreff des Congo­staates sagte der König, er habe von Beginn des Congo­staates an nur an Belgien gedacht - nach 10 Jahren werde Belgien sein Erbe sein und niemals werde er die neuen Besitzungen weder au Ausdehnung noch an Bedeutung ver­ringern. Er werde seine Absichten im Codicill darlegen, welches das Testament ergänzen werde. Wenn die Versügungen in den Bereich der Thatsachcn eingetreten sein werden, hätten sie ein neues Element der politischen Lebensfähigkeit zu er­warten. Die Adresse der Gerichtshöfe beantwortete der König mit einer Anerkennung der hervorragenden Verdienste des belgischen Nichterstandes- Belgien werde auch den überseeischen Gebieten Rechtskundige von gleichem Werthe geben.

Brüffel, 22. Juli. Es verlautet, Kaiser Wilhelm werde am 2. August in Ostende eintreffen und am 3. August abreisen.

Madrid, 22. Juli. In Villajoysa bei Alicante ist ein CH olerasall conftatirt worden.

Belgrad, 22. Juli. König Alexander und Exkönig Milan reisen morgen nach Nisch - Biotitsch begleitet sie. Nistitsch begibt sich zu Belimarkowitsch nach Kranja. Die regierungsfreundliche Resolution der Hauptversammlung der Nadicalen hat im ganzen Lande den besten Eindruck her­vorgerufen.

Konstantinopel, 22. Juli. Wie dieAgence de Con- stantinople" meldet, erklärt die Pforte, die Gerüchte, nach welchen beschlossen worden sein sollte, den Belagerungszustand in den armenischen Provinzen zu verhängen, strenge Maßregeln gegen die Ruhestörer zu ergreifen und den Ghazi Osman Pascha mit außerordentlichen Vollmachten dorthin zu senden, für vollkommen unbegründet. Die Lage der Provinzen rechtfertige keinerlei außerordentliche Maßnahmen.

Washington, 21. Juli. Der Senat hat heute die Be- rathung über die Tarifvorlage begonnen.

Coeaki «nd ^prooiitjieltes*

Gießen, 23. Juli.

Wir machen unsere geehrten Leser auf die in heutiger- Nummer befindliche Bekanntmachung der Königl. Eisenbahn- Direction Hannover aufmerksam. Danach wird am 9. August ein Sonderzng zu ermäßigten Preisen von Hamburg über Hannover, Göttingen, Cassel, Gießen nach Frankfurt und von da über Heidelberg nach Basel befördert, zu dem Billete mit 45tägiger Giltigkeit zum einfachen Schnellzugspreise u. A.. auch auf Station Gießen zur Ausgabe gelangen. Der Sonder­zug wird am 10. August, Nachts 3 Uhr 30 Min., Cassels Gießen also gegen 6 Uhr Morgens passiren. Fahrtunter­brechungen sind nur auf der Rückreise auf den in den Fahr­karten angegebenen Stationen gestattet. Alles Nähere wird noch durch Anschlag auf den betreffenden Stationen bekannt gegeben.

Aus dem Gauturnfest in Schotten errangen von den 8 entsendeten Turnern des Männerturnvereins Gießen:

Gust. Nuppel i

den 1. Preis mit 602/3

Punkten,

Louis Schaefer

u 4. ,/ 542/3

/r

Ludwig Hamel

// // // 53/6

Carl Wenzel

// // // 517a

Carl Hochstein

24. 451/3

fr

Theod. Brück

bl. 437tz

fr

Carl Bischof

// 38* // // 4176

//

Otto Bergen

59. 33

//

unter 132 Turnern.

Es ist dies ein außerordentlich gutes

Resultat, welches sich

noch günstiger gestellt hätte, wenn das

Wettlaufen nicht ausgefallen wäre und welches beweist, daß

in dem Männerturnverein tüchtig geturnt wird. Den Siegern zu Ehren fand gestern Abend, nachdem dieselben von einer großen Anzahl von Ttirngenossen am Bahnhof abgeholt worden waren, ein Commers auf der Vereinskneipe statt, der in allen seinen Theilen nichts zu wünschen übrig ließ. Man feierte durch Reden und Trinksprüche die Erfolge der wackeren Turner in einer Weise, welche dieselben die Schwierigkeiten und den Aufwand von Mühe, Arbeit und Ausdauer in der Ausbildungszeit gerne vergessen ließ und sie anspornte weiter­zuturnen, damit der Name der Vaterstadt auch bei den her­vorragenden turnerischen Leistungen größerer Feste glänzend vertreten sei.

Außer den hier angeführten, von Mitgliedern des Männer - Turnvereins Gießen errungenen Preisen erhielten u. A. weitere Preise: 6. Preis Th. Vaubel, Gießen, T.-V., 12. Preis W. Ziegler, Gießen, T.-V., 14. Pr. G. Nessel- träger , Heuchelheim, 18. Pr. Wilh. Amends, Krofdorf, 21. Pr. Carl Brasch, Gießen, T.-V., 26. Pr. Heinrich Reib, Krofdorf, 29. Pr. Ph. Rodenhausen, Wieseck, 30. Pr. Hein­rich Tspich, Lollar, 32. Pr. Ph. Rinn, Krofdorf, 33. Pr. Wilh. Bender, Krofdorf, 35. Pr. Ludw. Rohrbach, Lollar, 37. Pr. A. Matern, Lollar, 39. Pr. W. Pfeiffer, Krofdorf, 39. Pr. Carl Berg, Gießen, T.-V., 40. Pr. Wilh. Luh,. Wieseck, 41. Pr. Jean Köhler, Gießen, T.-V., 41. Pr. Wilh.. Wacker, Gießen, T.-V., 41. Pr. H. Mauk, Wieseck, 41. Pr. Joh. Roth, Wieseck, 42. Pr. Ed. Rohm, Wieseck, 42. Pr. H. Schmidt, Heuchelheim, 42. Pr. Louis Rohrbach, Lollar, 42. Pr. C. Müller, Gießen, T.-V., 44. Pr. F. Böttcher, Lollar,. 48. Pr. Friedr. Christ, Wieseck, 48. Pr. Gerhard Rohrbach, Lollar, 50. Pr. H. Weller, Gießen, T.-V., 54. Pr. Heinr. Schadeck, Lollar, 55. Pr. Jac. Germer, Heuchelheim, 56. Pr. Ph. Lotz, Wieseck, 58. Pr. Th. Rauthenstrauch, Gießen, T.-V., 58. Pr. Wilh. Krombach, Wieseck, 61. Pr. C. Volkmar,.. Heuchelheim.

Ein Kutscher aus Dillenburg, welcher seither dahier beschäftigt gewesen, sich jedoch in den letzten Tagen vagirend hier herumtrieb, entwendete einem andern Kutscher in der Nacht vorn 21. auf den 22. ds. Mts. aus dem Stalle die Taschenuhr nebst verschiedenen Kleidungsstücken und entfernte sich damit gestern früh in der Richtung nach Wetzlar. Ein ihm von hier nachgeschickter Schutzmann betraf denselben in Dillenburg im Besitze der gestohlenen Kleidungsstücke, die Uhr hatte derselbe in Wetzlar bereits verkauft. Er wurde verhaftet und hierher an das Gericht abgeliefert.

Ein in der Gemarkung Lang Göns gewachsener Hafer­halm wurde uns heute überbracht, der Die stattliche Länae von 1 Meter 85 Ctm. hat.

Heute Vormittag stürzte ein Schreiuerlehrling von einem Baugerüste in der Neustadt drei Stockwerke hoch auf t)a§ Pflaster - derselbe wurde bewußtlos, anscheinend schwer verletzt, zur Klinik verbracht.

E. Butzbach, 22. Juli. Das 19. Gauturnseft des Gaues Hessen findet im nächsten Jahre hier statt.

Laubach, 20. Juli. Wie schon seit einer Reihe von Jahren, befindet sich auch diesen Sommer wieder eine Fer ien-Co lonie in unserem Städtchen. Es sind diesmal 57 Kinder, 30 Knaben und 27 Mädchen. Der Aufenthalt in unserer gesunden und waldreichen Gegend bekommt den Kleinen ganz außerordentlich gut- auch die bessere und reich­liche Kost trägt zur Kräftigung viel bei. Die Kinder nehmen tu den wenigen Wochen stets zu, mitunter bis zu 8 Pfund, an Körpergewicht. Der Aufenthalt, der auf 24 Tage be­rechnet ist, hat Montag den 7. Juli begonnen- der Pensions­preis beträgt 1.15 Mk. pro Kops. Die Aufsicht wird von einem Lehrer und einer Lehrerin ausgeübt. Auch im Nidder­thal, so in Lisberg, in Eckartsborn, in Hirzenhain befinden sich derartige Ferien-Colonien, die sich als höchst segensreiche Einrichtungen erweisen.

Aus dem Kreise Lauterbach, 17. Juli. Wie schon ge­meldet, wurden in Angersbach am 8. und 9. d. Mts. 7 Menschenschädel nebst Knochenresten gesunden, sowie 1 Säbel, 1 Steigbügel, 1 Pferdegebiß und 2 Hufeisen. In der Kirche zu Angersbach sollen Soldaten verstorben sein. DerLauterb. Anz." (11. Juli) bemerkt, es sei nicht unwahrscheinlich, daß es Soldaten aus dem siebenjährigen Kriege seien, die in

Darmstadt Gießen

<3600 t 863500 312632 1360049

1 23, 22, 25, 25, 20, 21,

Offenbach 440 000

Worms 3^0000

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