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Artige- und Amtsblatt für hm Kreis Gieße«.
4 „ . _ . _ Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Ps. mit vringerlohn.
©urcau I Schulstraße B. 18. scheint täglich mit Ausnahme bt. Montag» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Deutschland.
Darmstadt, 22. Oktober. DaS Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 25) enthält:
1. Bekanntmachung Großherzoglichen Staatsministeriums, die Bestellung der Wablcommissäre für die Wahlen der Abgeordneten zum deutschen Reichstage betreffend.
2. Uebersicht der für das Jahr 1881/82 von Troßherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bebürfniffen in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Worms.
3. Ordensverleihungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- goädigß geruht: am 17. Seplbr. dem Schullehrer an der Gemeindejchule zu Wald-Michelbach Karl Karrillon das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste", am 28. Septbr. dem Zeichner bet dcm Zeichenbureau der Abtheilung für Bauwesen des Ministeriums der Finanzen Bcumeister Jacob Metnard Bay.er das Ritterkreuz zweiter Klaffe, am 30. Septbr. dem evang. Decan des D<car.atS Lauterbach und Oberpfarrer daselbst Wilhelm Trautwetn das Ritterkreuz erster Klaffe deS Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, an dems. Tage dem Ortseinnehmer Leonhard Weyrauch zu Michelstadt das Allgemeine Eh:rnzeicken mit der Inschrift: „Für 50jährige treue Dienste", am 3. Oktbr. dem Feldwebel Schröder tn der 3 Compagnie 3. Ins. Regiments (LeibregimentS) Nr. 117 das silberne Kreuz deS Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.
4. Namensveränderung.
5. Die« stuachnchten. Le. König!. Hoheit der Großberzog haben aller- gnädigst geruht: am 28. Septbr. den evang. Pfaner Ferdinand Richter von Flomborn die evang. Pfarrstrlle zu Rüfftleheim zu übertragen.
Am 17. Scprbr. wurde der von dem Kretsrathe zu Bensheim, dem kath. Pfarrer und Ortsvorstande zu Biblis auf ilt erledigte erste Lehrerstelle an der Gemeindejchule zu Biblis präsentirte Schullehrer Michael Gruber zu Kolmbach für diese Stelle bestätigt; am 23. Leptbr. wurde der Aspirantin für das höhere Lehrfach 61 se Lchretbrr aus Offenbach die Stelle einer Lehrerin on der höheren Mädchenschule zu Offe. bach übertragen; am 28. Septbr. wurde der von dem Gr. Kreisrathe zu Offenbach dem kath. Pfarrer und dem OrtSvorstande zu Groß'Srcinhetm auf die erledigte erste Lehrerstelle an der kath. Schule zu Groß Steinheirn präsentirte Schullehrer Johanne- Klepper daselbst für diese Stelle bestätigt; am 29. Seplbr. wurde dem Schulamts- aspirauten Philipp Wilhelm Beith aus Ober Wöllstadt eine erledigte Lehrerstelle an der Gemeindefch ile zu Unter-Schönmattenwag übertragen.
6. Ernennung in Beziehung auf den Landtag.
7. Exequatur - Errheilung. Nachdem die bisher ge Consularagentur der Vereinigten Staaten von Amerika in Mainz in eine Handelsagentur umge- war delr worden ist wurde auf Grund Allerhöchster Entschließung Sr. Üönigl. Hoheit des Großhrrzogs, d d. 1. Oktober l. IS., dem Herrn JaweS Henry Smith das Exequatur alS Handelsagent der Vereinigten Staaten von Amerika zu Mainz erthellt.
8. Ruhestandsversehung.
9. Concurrenzeröffnungen. Erledigt find: die evang. Pfarrstelle zu Gronau; dotatio: Smäß ger Gehalt 3265 c#t; das Präsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Herrn Grafen zu Erbach.Läönberg zu. Die evang. Psarr- pelle zu Fürfeld; dotationsmäßiger Gehalt 2756 JL An der Gerne ndeschule zu Viernheim zwei mit kath. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen mit einem nach dem Dienstalter der Betreffenden sich bemeffenden Gehalt von je 1000 bis 1200 JL An der kath. Schule zu Fürth zwei Lehrerpellen mit einem Gehalt von 9C0 und bnw. 1000 mit der ersteren Stelle ist Organistendienst verbmiden. Die Stelle einer Lehrerin an der kath. Schule zu Seligenstadt mit einem Gehalt von 1000 JL Sine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Jugenheim mit einem Gehalt von 900 \
mit der Stelle ist die Hälfte deS Organistendienstes verbunden. Die nut eir.cn evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu WeckeS- heim mit einem Gehalt von 900 Jt; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden; daS Präsentationsrecht steht dem Herrn Fürsten zu Solms-Braun- fels zu.
m Darmstadt, 24. Oktober. Der Etat des Gensdarmeriecorps, wie er in dem Staatsbudget für die Finanzperiode 1882 85 Aufnahme gesunden hat, enthält ipacn früher mehrere nicht unwesentliche Veränderungen, welche sich weniger m der akgen das ooitge Budget um 2563 geringeren Gesammtforderung für diesen Posten bemerkbar macken, als vielmehr die Organisation der Mannsckatten des Corps betreffen Der seitherige Sollbestand kann und soll naml ch dergestalt geändert werden, daß die Mannschaft zu Pferd um 20 Mann vermindert und deren Ersatz nur durch 15 Fuß-Gcnsdarmen hergestellt wird, so daß alfo das Corps sich um 5 Mann verhindert Der Etat, welcher seither ohne die Osficiere 50 Mann zu Pferd und L93 Mann zu Fuß betrug, würde sich dann auf 30 zu Pferd und 208 zu Fuß stellen. Um aber auch oen Gensdarmen Gelegenheit zu geben, nach einigen Jahren m einen höheren Besoldungsbezug zu gelangen, iollen die Wachtmeister und Gensdarmen in amffteigende Gehaltsklassen eingetheilt werden, ähnlich wie in Bayern, Württemberg umb Baden. Der neue Etat, welcher dieses bezweckt, ohne die bisherige ftaatsbudget- «läßige Summe für die Unterhaltung des Corps zu erhöhen, enthält: 1 Oberwackt- mieifter (Corpsschreiber) 1500 JL, 6 Oberwachtmeister ä 1440 JL, 9 Wachtmeister I. Klasse ä 1260 JL, 9 Wachtmeister II. Klaffe ä 1200 X, 9 Wachtmeister IIL Klaffe
ä 1140 X, 68 Gensdarmen I. Klaffe ä 1080 X, 68 Gentzdarmen II. Klasse k 1020 X und 68 Gensdarmen III. Klaffe 960 X Die jährliche Summe dieser Besoldungen beziffert sich auf 250,620 X. mithin 4940 X weniger alS der Ansatz des voriaen Staatsbudgets. Die Besoldung eines berittenen und e nes Fußgensdarmen ist gleichgestellt worden, da der Dienst eines berittenen Gensdarmen jetzt nicht mehr anstrengender ist, alS derjenige eines Fußgensdarmen. Während in dem letzten Staatsbudget die Localzulage nur für einige Orte vorgesehen war. ist dieselbe wegen der überall hohen Miethprcise der Wohnung für alle Stationen zur Nothwendigkeit geworden und sind dafür 17,004 X vorgesehen Es sollen sämmtliche Stationen in 3 ServiSklassen ein- getheilt werben unb zwar so, daß in die l. Klasse die Orte 1. MilttärserviSclasse, in die II. die Orte 2. und 3. unb m btt III. bie Orte 4. und 5. Milstärsirvisklasse cin- 0treibt werben. Für bie Oberwachtmeister I. ServiSclasse wurden 216 X, für die II. 132 X, für bte Wachtmeister und Gensdarmen I. ServiSklasse 120 X für diejenigen II. und III. ServiSklasse 84 X und dezw. 60 X SeroiS angesctzt. Es ergeben sich 4 Stafonen I., 16 Stationen II. unb 66 Stationen IIL ServiSklasse. Unter Beibehaltung des bisherigen Systems der Selbsteauipirung soll der GenSdarm eine Bekleidungsrulage erhalten Es sind hierfür neu 12,144 X vorgesehen. Die einmaligen Kosten eines berittenen Gensdarmen sind berechnet auf 325 X 31 H, bie jährlichen Unterhaltungskosten auf 154 X 71 die einmaligen Kosten eines Fuß- Gensdarmen auf 172 X 64 H, die jährlichen UnterbalWngskosten auf 93 X 34 Um diese Ausgaben den Gensdarmen zu erleichtern, sind für einen berittenen Gensdarmen 72 X und für einen Fußgensdarmen 48 X BekleidungSzulage vorgesehen. Diese Brkleidvngszulage wird dem Gensdarmen in monatlichen Raten von 6 X und 4 X so lange abgezogen, hiS der berittene Gensdarm 140 X und der Fußgensdorm 80 X Einlage zur Ausrüstungskasse erlangt hat. Nur durch Einführung der Bekleidungs- zulage ist eS nach bcn Ausführungen der Erläuterungen möglich, strengere Vorschriften über Erneuerung ber BekLibungS- und Ausrüstungsstücke zu erlassen, um Mißständen abzubelfei-. Als eine ebenso wohlthätige, wie dringend nothwendige Einrichtung erscheint bie Gründung eines UnterstühungSsonds, aus welchem ber Mannschaft neben bem Ersatz von 2/a der Medicin- unb Kurkosten in eigenen ober ihrer grauen unb Kinder unter 14 Jahren Erkrankungssällen. auch in sonstiger Noth Unterstükunge > und Darlehen, ferner Remunerationen für vorzügliche Dienste gewährt werden können. Dieser Fonds soll gebildet werden aus einem in bas Budget aufgenommenen jährlichen StaatSzu ckusse von 1000 X. und auS monatlichen Beiträgen der Mannschaften. Für Medicin- unb Kurkosten für Pferde werben 2183 X. für Fourage 18101 X, für aniutaufenbe Pf rbc 1050 X weniger als im letzten Staatsbudget angeforbert, eine Folge d r Reducirvng ber berittenen Mannschaft. Im Ganzen erforbert das GenSbarlncn^corps iuen Staatszuschuß von 345,563 X
Berlin, 23. Oktober. Die „Köln Ztg." macht zu den Wahlen ein» beherzigenswerthe Bemerkung, indem sie schreibt: Jede einzelne Stimme welche für einen liberalen Sanbibaten gewonnen wirb, hat ihren nicht zu unterschätzenden Werth auch dort, wo daS Ergehn ß ber Wahl in bem hetr. Wahlkreise daburch nicht veränbert wirb. Die Stimmen, welche auf sammt- licke Sanbitatcn jeber einzelnen Partei im ganzen Reiche fallen, werben bekanntlich zusammenqezäh't, unb bie Anorbnungen, welche bie Regierung getroffen hat, lasten erkennen, baß ber Wahlstatistik bieSmal ein besonbereS Gewicht beigelegt wirb. In bieser Beziehung stehen alle Abschattungen ber liberalen Pai tei einig zusammen, bamif bie Regierung erkenne, ob Centrum unb Deutsch- conseivative in ber Bevölkerung an Zustimmung noch gewinnen ober schon verlieren. Eine Belehrung hierüber hat für bte Entscheibung bes Kanzlers in ber Frage, wo er feine Mehrheit suchen soll, große Bedeutung. „Jede einzelne Stimme zählt!" Mögen alle unsere Freunde besten im entscheibcuben Augenbl'ck-' ergeben! sein!
— Ucber bte Reise des General.Felbmarschalls Grafen Moltke tn Begleitung einer Anzahl Generalstabs.O'ficiere nach Kiel erfährt man, baß bie für bie boTtigen Höhen projectirten neuen 11 Fort- genau bezeichnet worben ftnb. Der Bau ber reuen Werke wirb wahrscheinlich schon (m nächsten Frühjahr beginnen, die FrttbenSbcsatzuna derselben soll gegen 4000 Mann betragen. Die M'ttel zu dieser neuen Befestigung KielS sollen aus den im Retchs- Festungs-NkubaufondS vorhandenen Beständen genommen werden, die nach dem diesjährigen ReichshauShalrS-Etat noch ein Capital von 56 Millionen Mark repräientiren.
— Der Kronprinz bat auf bie GeburtStagSwünfche bes hiefizen Magistrats mit folgenbem Dankschreiben geantwortet :
Es ist Mir eine befonbere greube gewesen, auch an Meinem biesjährigen Geburtstage bem Ausdruck jener warmen urb herzlichen Theilnahme zu begegnen, welche ber Magistrat ber Hauptstabt Mir bet festlichen unb bedeutungs- voll-n Anläffen immer bekundet. Ich bitte, Meinen aufrichtigen Dank dafür zu empfangen. Wenn em Rückbl ck auf die Vergangenheit Mir bie Genug- tbuung gewährt, Zeuge der großen E eigntffe gewesen zu sein, welche unser Vaterland geeint unb gestärkt, so erfüllt er Mich nicht minber mit der festen Zuversicht, baß bas deutscke Volk auch bie Prüfung in Ehren bestehen wirb, ob es bas Gewonnene zu nützen, das Errungene vor Bedrohung unb Gefahr zu sichern vermag.
Neues Pala s bet Potsbam, ben 20. Oktober 1881.
(gez.) Friedrich Wilhelm, Kronprinz.
— DaS Verlangen ber Zünftler nach obligatorischen Innungen macht sich in zahlreichen Eingaben immer entschiebener geltenb. ES verlautet, baß baS Normal-Jnnungsstatut, welches gegenwärtig im Reichsamt bes Innern ausgearbeitet wirb, ben Innungen sehr weitgehenbe Rechtsbefugniffe etn- riumen wirb.
— Der Etat über den Reichs-JnvalibenfondS für daS EtatSjahr 1882/83 veranschlagt bie Summen ber Ausgaben auf 30,129,567 JL Im Vorjahre waren ausgesetzt 31,071,344 JC., mithin für bas nächste EtatSjahr weniger 941,777 JL


