Ausgabe 
20.1.1849
 
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99) Gießen. Ein großes Haus in hiesiger Stadt, in welchem seither mit dem besten Erfolge eine Wirthschaft betrieben wurde und dessen Lokale zur Führung einer großartigen Wirthschaft besonders geeignet sind, ist wegen andauernden Unwohlseins des Eigenthümers nebst Scheuer, Stallungen re. mit oder ohne Inventar zu vermiethen. Unter gewissen Umstän­den können dabei auch circa 24 Morgen Acker und Wiesen in Pacht gegeben werden. Lusttragende belieben sich an den Unterzeichneten zu wenden.

H. Elkan, wohnhaft bei Herrn Mctzgcrmeister Plank auf der MäuSburg.

64) Gießen. Der untere Stock meines Ne­benhauses auf dem Seltersberge, bestehend aus 4 Zimmern und Eabiuet, Küche, Keller, Holzplatz u. s. w., ist zu vermiethen.

Gießen den 10. Januar 1849.

Dr. H. v. Ritgen.

72) Gießen. Eine Familienwohnung, beste­hend aus 3 Stuben, 3 KabinctS, Küche, verschließ­barem Holzschoppen und Keller, nebst Mtgcbrauch der Waschküche und deS Bleichplatzes int Hausgar- tcn ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähere ist in der Erpcdition dieses Blattes zu erfahren

Vermischte Nachrichten.

102) Gießen.

Z u r N a ch r i ch t.

Es werden hiermit sämmtlichc Mitglieder der Rindvieh -Assccuranz gewarnt, kein Bich ohne Gc- sundhcitsschein in ihren Stall aufzunehmen, widrigen­falls sie sich der Ausweisung auS dem Verein zu gewärtigen haben; ebenso haben Sie die schriftliche Anzeige des verkauften oder gekauften Viehs auf dem Gesundheitsschein dem Präsidenten innerhalb 24 Stunden zuzuschicken.

Der Präsident

F r. M ü l l e r.

101) Gießen. Ein schwarz-seidener, großer starker Regenschirm, ist vor einiger Zeit irgendwo stehen geblieben. Der redliche Finder wird gebeten, denselben an Unterzeichneten abzuliefern.

Gießen den 21. Januar 1849.

Le sch.

100) Gießen. Mittwoch Abends (d. 17.) ward in der Garderobe des Elubbö ein grün und grau gestreifter wollener Shawl und ein weißes mit Spitzen besetztes Battisttuch, gezeichnet A. W. verwechselt. Man bittet dieselben an den Clubb- diener Sack abzugeben

98) Gießen. Auf das in letzter Nummer dieses Blattes gestellte Gesuch an den Vorstand der Actienbäckerei um Rechnungsablage von Seiten mehrerer Mitglieder, finde ich mich veranlaßt zu bemerken, daß mir bereits Anfangs Nov. v. I. der Auftrag zur Revision der Rechnung um An­fertigung einer Bilanz ertheilt wurde. Bei nä­herer Prüfung der mir übergebenen Papiere fand ich jedoch, daß, um die mir gestellte Aufgabe rich­tig lösen zu können ich die Rechnung von Grund an, neu aufstellen müsse, womit ich nach Verlauf von 14 Tagen bis 3 Wochen fertig zu sein hoffte. Aber obschon ich bis zum 1. Dec. v. I täglich unausgesetzt daran arbeitete, so gelangte ich bis dahin dennoch nicht bis zum Schluffe derselben. Bon dieser Periode an wurde meine Zeit durch an­derweitige Arbeiten so beschränkt, daß ich an der Rechnungsstcllung täglich nur wenige Stunden ar­beiten konnte, so daß ich erst nach Berlalif von circa 14 Tagen im Stande sein werde, das Re­sultat vorzulegen. Ich bitte daher die vcrchrlichen Vereinsmitglieder freundlichst, sich so lange noch gedulden zu wollen.

Gießen den 18. Januar 1849.

Emanuel Stern.

94) Gießen. Die verehelichen Mitglieder des Bürger kl ubbö werden zu einer Generalversamm­lung, insbesondere zur Abhör der Rechnung von 1848 auf Mittwoch den 24. d. M. Abends 7 Uhr in das Local des Hrn. PH. Herbert in der Löwen­gasse höflichst cingcladcn.

Der V o r st a n d.

96) Gießen. Mittwoch den 24. Januar wird Unterzeichneter zu seinem Benefize im Clubb-Saale zur Aufführung bringen:Die sieben Schläfer", Oratorium in 3 Abtheilungcn von Dr. Löwe, wozu er crgebenst cinladet.

Der Tert hierzu, sowie BilletS ä 30 fr. sind in meiner Wohnung und an der Kasse zu 36 fr. zu haben.

Gießen den 18. Januar 1849.

H. Hofmann, Musikdirektor.