Ausgabe 
18.10.1800
 
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gegen Südosten, nicht vollkommen ge­gen Süden an. Sie können den Mist ganz weglaffen. Auf dem Boden , un­ser der Erde, geht längst der Rücken­maner und langst der vorder«, ein von dünnen Ziegeln gemauerter Feuer-Ca­nal. Jeder derselben wird an einem ent­gegen gesezten Ende, zur gleicher« Ver­breitung der Hitze, gefeuert. Das Feuer brennt auf einem Heerde, der Heerd wird mir einer Steinplatte verschlossen, die zum Brennen nöthige Luft kommt durch ein Rohr unrer den Heerd, welches mit einem Schieber mehr oder weniger geöf- net werden kann. Man kann aber auch die Einrichtung so machen, daß der Rauch nieder zu gehen gezwungen wird, wie bei dem Runfordischen Kalkofen.

Da man nun ein solches Treibehaus im Winter, wo die Kalte streng ist, be- nuzr, so würde eine Leinewandthüre Schaden bringen. Besser giebt man hier frische Luft, durch eine Röhre welche man über den Rost anbringt. Sie liegt im Feuer, die eine Oefnung ist aussen im freien, die andre Oefnung der Röhre im Haus. Durch jene dringt frische Luft ein , und kommt erwärmt nn Hans her­aus. Durch eine Klappe kann man den Lufrstrom wehren oder mindern, und die Feuerung mit Lohkuchen, Sagspähnen, Torf, Steinkohlen, künstlichen Torfen und Kvhlenballen verschaffen.

Bekanntmachungen.

i) Nachdeme die Theilhaber der beiden Schäfereien zu Grosenlinden hie­sigen Oberamts sich in mehreren Rück­sichten entschlossen, das bisher allda ge­haltene Schmervieh gänzlich ab - und dagegen für die Zukunft reines Vieh anzuschaffen; so wird anf deren Ansu- ehen hierdurch ö/entlich bekannt gemacht, daß das in Grosenlinden befindliche Schaafvieh, so in Hammeln, Schaafen

und Lämmer besteht, sodann gegen 700 Stück ausmacht, aus freier Hand zu Verkauf stehe, damit diejenige, welche von solchem etwas einzukaufen Lüften haben, sich an Ort und Stelle einfin­den und mit den Eigenthümern in Han­delsverkehr rretten mögen. Wobei man zugleich noch anfügt, daß dieses Vieh keineswegs anjetzo angebrochenes, son­dern in gutem Stand erhaltenes Schmer- viel) ist, indem bereits seit 15 Jahren dergleichen Vieh in Grosenlinden gehal­ten worden. Giesen den §. £)ctcbr. ißoo.

Fürst!. Hess. Oberamt daselbst.

2) Mit Martinitag dieses Jahrs geht der Bestand der alleinigen Kaminfegerei, in den beiden Aemtern Giesen und Hüt­tenberg zu Ende. Da nun solche, un­ter Vorbehalt der Ratification Hochfürstl. Rentkammer, anderweit auf 3 oder 6 nach einander folgenden Jahren, mit­telst VerstrichS an den Meistbietenden wieder verpachtet werden soll, und hierzu Termin auf Montag den aoteii Oktober auberaumet worden ; als können sich die­jenige, welche diese Profession treiben, und zu dieser Pachtung Lüften haben, ermeldten Tags Morgens um roUhr bei hiesiger Fürst!. Rentei einfinden, dir weitere Bedingungen vernehmen, und nach Belieben mirbietcn, sich aber zu­gleich wegen ihrer Tüchtigkeit und Si­cherstellung des Pachtgeldes, mit amt­lichen Attestaten versehen.' Giesen am 9. Octobr. rZoo.

Fürsts. Hess. Rente- daselbst.

3> Nachdeme Johann Henrich ThorS hinterlassene Kinder freiwillig entschlos­sen sind, nachstehende Güterstücke, als

Zy R. 3 Sch. Garten auf dem Sand, neben Johannes Kohlermann und Philipp Henrich Kröcker,

Li R. 14 Sch». Gatten ebendaselbst, ne­

ben