Ausgabe 
27.9.1768
 
Einzelbild herunterladen

iH Grefsische rvöchtt tlich--gem erttttStzige Attzeigett

stehet; alsdenn laßt man die Beeren unter beständigem Umrühren mit ei­nem hölzernen Löffel, bis zu einem Safte kochen, und hernach thut mau ftlbrge zwischen zwey Tücher, oder in einen Sack von neuer dichter Leine­wand , "presset den Saft, so stark als möglich, heraus, und behält ihn m einem.ehernen Topfe, der aber wohl glasirt seyn muß, auf.

Die Würkung eines Arzeneymittels gründet sich unstreitig auf dessen Vestandtheile, und deren Verhalten gegen andere sowol leblose als beseel­te Körper. Von den gegenwärtigen Mitteln, dieselben zu untersuchen, aus einander zu setzen, und weikläuftig zu erläutern, würde, wie ich glau­be, überflußig seyn, indem selbige einem jeden Arzeneysterständigen bive länglich genug bekannt sind. Man wird daher aus ihrem Wesen und aus dessen Verhalten gegen die Viehseuche, auf den Nutzen dieses Mittels in dieser Krankheit leichtlich einen vortheilhaften Schluß machen können. Denn setze ich zum voraus, daß durch das Gift das Fermentum des Ma- Ms verdorben, die Galle vermehret, die feinsten Blutgefäße verstovfk, und darauf eine gänzliche faulende Auflösung aller innern , ja zum Tb eil äußerlichen Theile erfolget; so muß der Gebrauch dieses Mittels nutzba- re Würkung dargegen leisten, weil es Kräfte besitzet, deren Würkunaen der Würkung des Giftes ganz entgegen gesetzet sind.

Ich will aber hier wohl bedächtig erinnert haben, daß ich dieses Mittel mcht als ein ganz unfehlbares und untrügliches, nicht als ein sol­ches, welches allem und jeden Siücke zuverkäßig helfen würde, viel we­niger aber für eine Universalmedicin in allen Krankheiten des Hornviehes ausgegeben haben will.

Zugleich will ich hier auch dasjenige Mittel, welches dem gesunden Viehe, damit es nicht von der Seuche angesteckt werden möge, und das mir von eben dem guten Freunde dabey gegeben worden ist, mit anführen Ich verlange aber vorher, daß .solches sofort von dem Kranken abgeson­dert^ werden muß.

Man nimmt Christwurzel, (Rad. belieb, nigr.) Entu'answurres, ( R^. Gentian. rubr.) Diptamwurzel (Rad. Ditiam. alb. S (Herb. Veronic.) Wolftrlky (Herb. Arnic.)Eisenkraut (Herb^Verbe.) Lorbeeren (Bacc, Laur. ) und Tropfjchwefel (Sulph. Stijjar.) jedes ein <oth. Dieses zerschneidet man, kochet es wohl im braunen Biere mit ei­nem halben Maaß guten Eßig, und giebt hievon täglich zweymal einem gesunden Stücke jederzeit einen guten Löffel voll warm ein, wozu man 1 tv V ... ' ' ; allema^