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von den verschiedenen Wegen, durch di-uns die sinnreiche te iu Lisiew Zwecke nehmlich zur Ehe hak führen können. „ Em Mädgen von fünfzehn rz Jahren erklärt sich dafür, um d-S Brautschmucks und der Hochzeitfe« rz st- willen. Wenn sie ihre Mck« bis auf die Kinder wirst, dis sie be» n kommen kann, so sieht sie sie beynahe wie ihre Puppen an. Die Liebs rz i«m Vergnügen, die Neugierde, die Lust zu herrschen, der Ueberdrriß» rz einem Vater und einer Mutter zu gehorchen, sind noch sehr starke Be« n wegungsgründe für junge Leute, welche mehr nach Geschmack und blin# rz der Neigung, als nach wohlüberlegten Grundsätzen handeln. „ Unter Leuten von einem gesetzt«» Alter betrachtet man die Heyrakh als em wichtiges Merck, wodurch man seine GlückSumstande verbessern will. Die Philosophen sehen sie als ein Wicht an, zu der die Mensche» wegen des all« Semernen Nutzens verbunden sind. - Welch ein Unterschied zwischen diesen Bewegungsgründen l - Jeder Mensch ist zur Ehe verbunden; dieses wird au« verschiedenen Gründen bewiesen. Einige aber sind von dieser Verbindlichkeit ausgenommen; diese werden angeführt. Nun wird von der Wahl des Gegenstandes geredet, und wie man dabey zu Werke gehn muß. Man muß selbst alle zur Ehe erforderlich- Eigenschaften besitzen. Man muß tin gesetztes Alker haben. „ Kann eine Verbindung, welche das Glück, rz oder das Unglück des ganzen Lebens ausmachen soll, mit einiger Klug« fz h-it inder ersten Jugend geschloffen werden, in «nein Alter, wo di- Ge« Zz setz-s-lbst die Verwaltung über weit minderwichtige Sachen noch nicht ,, gestatten? „ Allein man muß auch nicht aufder entgegengcscr-ken Seit« fehlen, und zu lange warte», weil man eben so viel Nachtheil davon zu befürchte» hat. Bey der Wahl seines Gegenstandes mciß man di- Person, die Familie und die Glücksumstände in Betrachtung zieh». Unter die per« sönlichen Eigenschaften gehört die Gesundheit, eine gute Gestalt, der gute Charakter und der gute Verstand, welcher von dem schönen Geist unter« schieden wird, der zum Glückder Ehe nicht nökhia, und wohl gar schädlich ist. ES muß einiger Umgang vor der Heyrath vorhergegangen seyn, um von den persönlichen Eigenschaften recht zu urchrilen, weil man sich darinn aufblo« s« Nachrichten nicht verlassen darf. Das Alker muß auch in Betrachtung gezogen werden, worum zwischen dem Manne und der Frau ein gehöriges Verhältnis seyn muß. - Nun kamt der Verf. auf das Vermögen. Diese« wird leider h-üt zwTage allzusehr für den wichtigsten Umstand in der Ehe gehalten, „ Seit dem ist es nicht mehr nöthig, sich zu kennen;'
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