Messtsche wöchentlich- gcmwlljW UjMlgcn mb VaOrichlcn Vierzigstes Stück.
Dienstags den 6ttn Hctdber 1767;
MitHochfürstl. Hessen-Darmstadtischer gnädigsten Erlaubnis.
bat uns verschiedene Briefe zugeschickt, die wir unfern Lesern heute mittheilen müssen, wenn die Verfasser derselben nicht Ursa- che haben sollen über einen allzu langen Verzug zu klagen. Der erste Brief scheint von einem Manne herzukommen, der die Welt kennt und sich das WoKl und Vergnügen seiner Landsleute laßt angelegen seyn. Er verspricht, einige Vorschläge zu thun, wie die Gesellschaften besonders in unsrer Stadt zu verbessern waren und wovon man sich bey freundschaftlichen Zusammenkünften auf eine nützliche und zugleich angenehme und unschuldige Weise unterhalten könnte, ohne seine Zuflucht zu den verdriesllchen Gesprächen vom Wetter, vom Gesinde, von albernen und nichtsbedeutenden Neuigkeiten uud dergleichen nehmen zu müssen. Sollten diese Vorschläge vernünftig und annehmenswürdig seyn, woran wir nicht zweifeln ; so bitten wir unsre Leser zum voraus, sie zu ihren Vortheilen und zur Abschaffung der mannigfaltigen Gespräche in unfern Gesellschaften von wahren Kleinigkeiten anzuwenden. Hier ist der Brief selbst, der eine vorläufige Anzeige derselben enthält. -Ob uns gleich in demselben der Vorwurf einer Unachtsamkeit gemacht wird; so wollen wir ihn doch hier einrücken , wie er ist, um dadurch einen Beweis von unsrer Unpartheylichkeit gegen uns selbst ab- tulegen.
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