ros Giesische wöchentlich 4 gemeknnütztze Anzeigen
Gröse des Landes oder Beets, nachdem es klein oder gros ist, zwey oder drey Handvoll und mit einander untergerechnet. Wann man aber einige Pflanzen als Tabac, Kohl, Zellery rc. versetzen will, so darf man nur so viel Salz nehmen, als man zwischen drey Finger fassen kann und auf den Platz legen, wo die Pflanze gesetzt werden soll, ein Loch mit dem Finger oder Stecken machen, demit ein Theil des Salzes in das Loch, der andere Theil aber auf die Erde bleibe und die Pflanz wie gewöhnlich hinein setzen, so wird man in wenigen Tagen die wunderbare Wirkung des Salzes gewahr werden.
IV. In Weinbergen. Der Stock muß im Frühjahr zum aller- sorderst wohl ausgeraumet werden, damit er von allem Unkraut befreyet seye; hernachgehends nimmt man ungefehr drey Loth von dem Salz, welche man um den Rebstok herum! streuet, und hackt selbigen wieder zu, so wird derselbe vielmehr Holz und Früchte treiben, als gewöhnlich.
V. Bey dem Baumwerk. Wann ein kleiner oder groser Baum, er mag gesund oder krank oder nicht tragen wollen, so darf man ihn im Spathjahr nur um die Wurzel herum graben, daß sie fast ganz blos liegen, sodann nimmt man höchstens ein halb Pfund von dem Dungsalz, welches man rings um den Baum auf die Wurzeln herum streuet, last ihn hernach ohngefähr drey Wochen lang offen stehen; hernachgehends thut man ein wenig andere Erde drauf und last ihn den Winter über also, bis man im Frühjahr Die umliegende Erde darauf ziehet. Ein solcher Baum wird mit Verwunderung zunehmen, einen dicken Wald und viele Früchten bringen. Will man aber junge Baume versetzen , so muß man nur von dem Dungsalz auf die Erde streuen und eingraben, so werden sie gleich anwachsen, ausschlagen und bald Früchte bringen. 1 '
VI. Blumenscherben oder Gewächsen. Die Blume oder Ges wächs mag Namen haben, wie es will; so grabt man im Frühjahr das Erdreich darum auf und streuet ein Loch von dem Dungsalz drein und vermengt es noch ein wenig, aber nicht zu tief, mit der Erde ; so muß auch die Scherb nicht zu voll seyn, damit das Wasser nicht überlaufe, wann das Gewächs begossen wird. Die Blumen bekommen einen stärkeren natürlichen Geruch und werden gröser als gewöhnlich.
VII. Auf Vlchwayden. Diejenigen Städte oder Dörfer, welche schlechte, rauhe und magere Wayden haben, dörfen nur von dem Dungsalz, entweder allein oder mit Heublumen oder Kleesaamen vermischt, darauf streuens lassen, so wird man das schönste Gras und in solcher Menge erhalten, daß ihnen ihre Mühe und Unkosten gar nicht gereuen werden.
-i rin, «auf


