Ausgabe 
28.5.1765
 
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r und Nachrichtett. x7*

führen, daß sie das fleisige Ackern, besonders eines schweren Bodens, vo» das Hauptwerk geachtet haben. Von einer gegenseitigen Meinung, so vrel man weis, findet sich nichts in guten deutschen Büchern, die jenen Schritt-, siellern so sehr viel zu danken haben. Von Hohberg bat in dem andern Tbeile seines adlichen Landlebens im i^tcn und einigen folgenden Kapiteln von dem Nutzen des Ackerns gehandelt, und von des Camillo Tarello sei­ner merkwürdigen und vorth-eilhafterr Art, das Feld zu bestellen, und ei­nen starken Boden zu der Wintersaat achtmal zu pflügen, Nachricht gege­ben Das den Bauern bekannte Sprichwort; Wer spart eine Art, spart eine Fahrt, oder wer spart eine Ruhr, spart eine Fuhr, empfiehlet eben­falls das genügsame Pflügen; und es ist vernünftiger Welse nicht anders ausmlegen, als daß derjenige weniger eincrntet, welcher wemger ackert, als erfordert wird, das Land locker zu machen, und es von dem Unkraut« und dessen Wurzeln zu reinigen, damit die Früchte recht gut wachjen kön­nen Dieses ist ohne Zweifel der Endzweck des Pflügens, und wer des- balben auch mehr ackert, als hergebracht ist, der wird nichts überfiußrges, sondern etwas nützliches thun, und dem wird vor seine mühsamere Ackerar­beit ein desto grösserer Lohn zu Theil werden. Sollte das einem verstand!- aen und erfahrnen Ackermanne unbekannt seyn können?

J Was in dem Briefe weiter vorgegeben wird, daß Herr du Hamel sich bemühe, den Werth der Dunge herunter zu setzen, das zeiget dessen Ausführung nicht. Er leget ihr vielmehr bey, was ihr beyzulegen ist; , und das erhellet auch weiter aus seiner Einleitung zur Abhandlung von der Dunge in den Anfangsgründen des Ackerbaues, wo er sagt: Es ist nicht genug, wenn man eine völlige Ernte haben will, dass man zu rechter Seit und so oft pflüge, als es nach Beschaffenheit des verschiedenen Erd­reichs erfordert wird; sondern es ist auch nöthig , daß man den Boden mit x auter Dunge verbessere. Gewisse Aecker können auch derselben schlechter­dings nicht entbehren. Herr Tüll, der nicht viel von dem Miste hält, lucht zu beweisen, daß er schlimme Wirkungen hervorbringen, und man wenigstens unterlassen könne, dessen sich zu bedienen, ohne daß man zu be­fürchten habe, daß deswegen "an einer guten Ernte etwas fehlen werde. Die Gründe, welche dieser Ackerbauverständige anführet, seine Meinung zu bestärken, bähen mich nicht abhalten Finnen, der Dunge das Wort zu reden : Ja ich habe geglaubet, ich müßte in diesem Stücke von einigen Grundsätzen Herrn TullS abgehen und sagen; daß man den Nutzen des Mistes nicht läugnen könne, wenn man nicht die Erfahrung aller Zeiten

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