igo Wochenblatt'
eben so eaput wäre, als mein Füllen im siebenten; daß man den Pferden am Fressen wohl anfeben könne, ob sie lustig ober munter waren, und daß man von dem Menschen doch auch sagte, wie er ißt so arbeitet er. DaS bedeutet alles nichts, sagte der Informator; er glaubt doch, wie ich hoffe, daß Thiere, Tbiere, und Menschen, Menschen sind. Nicht wahr? - DaS konnte ich nun nicht abiäugnen. Allo, sagte er, kann das was hier von Thieren gilt, nicht von Menschen gelten. Dadey bliebS nun.
Ob ich es gleich in Cie Kreuz und in die Queere Überdacht habe; fo kann t* doch über diesen Punkt nicht wegkommen. Der Informator bat mich gar zu fest gefaßt, so daß ich bevnabe nrchtS mehr von der Sache glaube. Untervesten habe ich doch bei) Ew. Wohlweisheiten um eine kleine Nachricht bitten wollen: ob dem unerachtet, daß Thiere, Thiere, und Menschen, Menschen sind, etwa durch eine Ausnahme oder sonsten, nicht dennoch wahr seyn könne, daß man bey Menschen, roie bet) den Tbreren, von dem Aeußerlichen auf das Innerliche schließen kann. WeimS so seyn sollte, so würde ich mir das Buch kaufen, nicht etwan um Die Menschen kennen zu Urnen, Denn Damit handele ich nicht, sondern ich dachte, Darin gewiß verschiedenes zu finden, was mir bey meiner nothwendigen Kennt- niß von Pferden und Ochsen nützlich seyn könnte In dieser Kunst lernt man niemals auS. Auch Der Beste kann sich noch irren, Deswegen muß man immer attent seyn, und alles zu lernen suchen was darin zu lernen ist. Man lernt wenig umsonst, manchmal schaffen Kleinigkeiten großen Nutzen, sagten die Alten Bitte also inständig um baldige Nachricht. Es steht ja doch immer in Den Anzeigen: das Jntelligenzcomtoir giebt von allem Nachricht; wird eS mir doch hierin auch wohl Nachricht geben. Ich verharre rc.
Merkwürdige Anecdsee nus dem Journal des Dames gezogen.
Unter der Regierung Raimunds des Sechsten, Grafen von Toulouse lebte ein damabls bekannter Dichter, Wilhelm von Cambestan; dieser liebte eine gewisse Frau von Sullant, die wenn wir dem Aerfaster ihrer berühmten Liebesgeschichte trauen Dürfen ) eben fo viel Schönheit als Verstand besaß. S«e liebte ebenfalls dielen Dichter» aber mit dieser reinen un* schuldigen und zärtlichen Lieoe, die zu der damaligen glücklichen Zeit eben
so


