ober fhtf itfirnfT. Miktelschiile mit Erfolg bis zu Ende durcUausen!
Müssen. Leider sind die hessischen Mittclsckpilen fast alle nur «Eklassig, genügen also den neuesten ministeriellen Bestimmungen nicht. Das Gießencr Frvbelsenrinar mutzte infolgedessen verschiedenen jungen Mädchen die Ausnahme vettveigetti. Um nun diesen ilmgen Mädchen die ^Möglichkeit zu geben, doch den gewi'mschten Beruf zu ergreifen, will das Gießencr Fröbelscminar eine F o r t - dildungsklasse einrichten, deren Schlußprufung zur Aufnahme in die verschiedenen Ausbildungskurse berechtigt. In diese Fortbildungsklasse können ausgenommen loerden die 'Schülerinnen der achitllassigen Mittelschulen, solche, welche die Höhere Mädchenschule nicht bis zu Ende besucht haben und auch begabte Schülerinnen der Volksschule. Mit dem Unterricht soll am 1. Dezember begonnen werden. Anmeldungen müssen möglichst bald erfolgen. Die am Gietzener Fröbelseminar abgelegte staatl. Prüfung gilt als solche auch in Preußen und eröffnet sich dadurch für die Ändcrgärtncrimien ein weites Arbeitsfeld. Schon jetzt sind die Nachfragen nach Kindergärtnerinnen größer als das Angebot. Dies wird nach dem Kriege noch mehr der Fall sein, so daß viele junge Mädchen in Familien, Kindergärten, Kinderheimen und ähnlichen Anstalten eine befriedigende Tätigkeit finden werden. Andern Wünschen entgegenkommend wird das Gießcner Fröbelseminar für die Zunder und junge Mädchen, welche bie höheren Knabenschulen besuchen, eine Handarbeitsstunde einrichten. Wir verweisen hiermit auf die Anzeige im Inseratenteil.
** F-ortbildungs schule. Nach Beschluß des Schulvorstandes soll der UTttemcbt in der allgemeinen Fortbildungsschule am 2. November dH. JH. beginnen. Es werden deshalb alle Knaben, die während der drei letzten Jahre aus der Volks^ckstrle zu Gießen entlassen wurden, sowie die GdjüE« aller höheren Schulen, die nach' Ablmlf des achten Schuljahres austtctcn, ohne mindestens ein Jahr der Obertertia angehört zu haben, mcfgefordert, Donnerstag, den 2. November 1916, nachmittags 2 Uhr, im Schul hause der Stadt- knabenschule — West-Anlage 43 — pünktlich zu erscheinen, um Stundenplan und andere Mitteilungen entgegenzrmehmen. 'Liehe Bekanntmachung.
Diebstahl. In der Nacht zum 26. Oktober wurde in hiesiger Stadt von einem in einem Hofe stehenden Wagen ein Karton Knorrs Hafermehl, 30 Pfund schwer, gez. C. K. 25 011, im Werte von 18 Mk., entwendet.
** AuS dem St ad t theater bu r eau. Auf vielseitigen Wünsch findet eine nochmalige Ausführung von Karl Schönherrs Drama „Der Weibsteufel" statt und zioar am Dienstag, den.31. Oktober. Herr Kurt West ermann vom Tarmstädter Hostlieatcr, der sich bei Gastspielen in Bad-Nauheim als ganz hervorragender Darsteller erwiesen hat, wird als „Mann" des Stückes gastieren; die beiden anderen Rollen werden von Herrn Wesolowski und Fräulein Mähr, die in ihren vorjährigen Engagements in dem Schönherrschen Werke erfolgreich gespielt hatten, gegeben werden. Diese Vorstellung findet außer Abonnement statt. — Die nächste Abonnementsvorstellung Areitag, den 3. November) bringt eine Neuheit, Paul Qüensels .Kleinstadtkomödie „Das Alter". Das Werk, das im vergangenen Jahre am Dresdener Hoftheater seine Uraufführung erlebte, ist seitdem über eine Reihe größerer Bühnen gegangen: wir nennen die Hoftheater Stuttgart, Kassel und Hannover, das Leipziger Sckxmsvielhaus, das Tl)aliathcater in Hamburg, die Stadttheater in Chemnitz, Kiel, Halle, Magdeburg und Erfurt. Ueberall wurde das Westk von Publikmn wie Presse aufs tteundliäKc l^egrüstt. Wir kommen auf die Neuheit, deren besonderer- Vorzug in der idyllischen Kleinstadtmalerei und der gemütvollen Charakteristik liegt, noch zurück.
** Homunculus. Das Problem, das seit Jahrhunderten der Traum mancher Gelehrte!: war, Lebewesen auf künstlichem Wege zu erzeugen, ist mit Hllfe der unbegrenzten reclmischcn Möglichkeiten der modernen Kinematographie in glän- ender Weitst von dem bekannten Berliner Schriftsteller und Re- fifseur Robert Reincrt in seinem Mlm-Kunstwerk „Homunculus"' gelöst worden. Homunculus stellte die Filmkunst vor ganz neue Aufgaben und sie löLc sie in ei-rer WeKcs die allen Kino- Gegnern auf daS NackHrmllichste beweist, daß dre unbeschränkte Mög- ichkeit des FilmS in künstlerisch eiriwandfreier Weise gestaltet werden kann. Die Direktion des Lichtspielhauses, Bahnhof- stratzc 34, in welchem der erste Teil mit verstärktem Künstlerorchester vom 28. Oktober bis 3. November seine Uraufführung erlebt, hat keine Kosten gescheut, dieses Kunstwerk dem GießeneckPublikum vor Augen zu fuhren. Ein Besuch der eigenartigen Filmaufführung ist daher sehr zu empfehlen.
** T a s Sckwarz -- Weitz-Theater, Selterswcg, bringt zum Sonntdg wieder ein reick^iltiges Programm, aus dem besonders die beiden großen Film-Dramen „Das Verschwinden der Gräfin Benita" und „Das zweite Leben", verfaßt und inszeniert von Georg Jacoby, hervorgehoben werden müssen. Außerdem das Lustspiel in zwei Kapiteln „Postlagernd Treues Herz 909", mit Friedrich Buch, einem Liebling des Publikums. Naturaufnahmen und Einlagen vervollständigen das sehenswerte Programm.
** Frankfurter Kriegsaus stellung. Die Krregs- ausstellung im Adolph v. Holzhausenpark wird, wie schon berichtet, nach zehnwöchiger Tauer am Sonntag abend geschlossen. Am letzten Tage finden vormittags und nachmittags im Arkadenhof Militärkonzerte statt; vormittags von 11 bis 1 Uhr ipiclt die Kapelle des Ers.-Batl. Inf.-Reg. Nr. 81, nachmittags von 2 bis 6 Uhr die Kapelle der Bockenheämer Artillerie. Die Ausstellung wurde bisher von ca. 160 000 Personen besucht und der Andrang in den letzten Wochen war ein wachsender.
** Vom Reichs-Kursbuch erscheint Anfang Dezember eine neue Ausgabe zum Preise von 2 Mk. 50 Pfg. Bestellungen nehmen sämtliche Postanstalten und Buchhandlungen entgegen Der Postbezug für mehrere auseinander folgende Ausgaben ist zurzeit aufgehoben.
In russische Gefangenschaft geraten rst der Geometer Heinrich Keil, Sohn von Wilh. Keil I.
Landkreis Gießen.
ne B e l l e r s he im, 28. Okt. Me Gedenkfeier für den im Februar dieses Jahres als vernritzt und jetzt als fürs Vaterland gefallen gemeldeten Unteroffizier Richard Neusel, Inhaber des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse, fand in lstesiger Kirche statt— Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten der Gefreite Friedrich Moog und der Kanonier Wilhelm Mühl; Musketter Georg Nuppel und Unteroffizier Karl Weil erhielten die Hessisckpe Tapserkcitsmedaille. Vermißt werden der Landsturmmann Johs. Thomas und der Schütze Rudolf von Vulte. — Die Kartoffelernte ist soweit beendet, und man kann mit dem Ertrag wenn er <mcb den vorjährigen nicht erreicht, doch zufrieden sein. Dickwurz sind durchigüngig gut geraten und werden bereits trieb sack mit der Bal/n versandt. — Mäuse und Schnecken haben sich außerordentlich vermehrt. Schneckcnsraß am Wrnterroggcn lässt stellenweist bedeutenden Schaden erkennen; Nachstien der schad haften Stellen wuüde nötig. ^ . .
v/4. 2 t rfi, 27. Okt. Pfarrer Freit a g halt Sonntag, den 29. Oktober, nachmittags um 2 Uhr, in der Stiftskirche zu Lich seine ^lbschiedSpredigt.
utpbe, 28. Okt. Der seit dem 16. September d. I. ver inißte Unteroffizier Karl Weber hat aus einer Karte, datiert vom ?0 Sept., seinen Angehörigen mitgeteilt, daß er sich in russischer Gefangenschaft befinde. Weber kämpfte zuletzt m Galizien.
Kreis Büdingen.
Büdingen, 27. Okt. Das KriegS-Ehrenzeichen erhielten Regicrungsrat Karl Fresenius und Rendant Friedrich Glanz. ^
4- Ortenberg, 28. Okt. Am nächsten Sonntag beginnt der wcichin bck-nnrte „Kalte Markt", trotz ZLttegszeit dürfte n gut beschickt werden, wenn auch alle Vergnügungen selb, wer- ständlich bei dem Ernst.der Zeit unterbleiben. Am Montag und Dienstag findet Fohlen- und Pfcrdemarkt, am Dienstag Rind viel;- und Schweinemarkt, am Dienstag .und Mittwoch Kram markt statt. Tie Verlosung für dre Standplätze zu laterem ist Mts Montag, vormittag von 9 11 Uhr, im Markl-ause sestgosetzt.
R o h r b a ch. 27. Okt. Das Eiserne Kreuz, vom Kaiser persönlich überreicht, erhielt der Jäger Kraul.
nt. U n t c r - W i d d e r s h c i m , 28. Okt. Der Ersatz-Reservist Emil Schäfer im Infanterie-Regiment 390, welcher schon früher
die Hessische TapferkeitSmedaille erhielt, wurde jetzt auch mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Kreis Lauterbach.
z. Gr e benhain, 27. Okt. Vergangenen Sonntag wurde der älteste Einwohner unseres Ortes, Ludwig Bischof, welcher im 79. Lebensjahre stand, zur letzten Ruhe gebettet. Er wurde im Jahre 1878 von Groß-Felda hierher als Sttaßcnwätter versetzt, im folgenden Jahre siedelte seine Familie nach hier über. Bischof war 35 Jahre lang im Dienste tätig. Vor drei Jahren trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Bischof ivar im Kreise seiner Bekannten allgenrein geachtet. Der Ehe entstammen 3 Söhne, welche alle angesehene Veamtenstellen bekleiden, und 2 Töchter, welche ebenfalls bei achtbaren Familien verheiratet sind,
Kreis Friedberg.
nt. Büdesheim, 28. Okl. Dem Unteroffizier Karl Eichhorn von hier. Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, wurde das Eiserne Kreuz 1. K l a s s e vom Kaiser persönlich überreicht.
nt. B ö n st a d t, 27. Okt. Gefreiter G. Wiegand, Artillerie- Regiment 111, dem schon vor 2 Jahren die Hessische Tapserkeits- medaille verliehen wurde, ist jetzt mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden.
nt. Södel, 27. Okt. Ter Ersatz-Reservist Heinrich Zerb, welchem vor kurzem die Hessische Tapserkestsinedaille verliehen wurde, erhielt nun auch für sein tapferes Verhalten, in einer Maschinengewehrkoiupagnie kämpsend, das Eiserne Kreuz 2. Klasse.
— Vilbel, 27. Okt. Die Bürgermeisterei hat zur Versorgung der Einwohnerschaft mit Kartoffeln sämtliche in der Gemarkung Vilbels geernteten und überschüssigen Kartoffeln beschlag» n a h m t. Auch die Ausfuhr nach hessischen Orten wurde verboten. Die Abgabe von Kartoffeln innerhalb der Stadt darf nur gegen Bezugsscheine, die von der Bürgermeisterei ausgestellt werden, erfolgen.
Kreis Wetzlar.
** Wißmar, 28. Okt. Ein schöner Sieg auf wirtschaftlichem Gebiete wurde hier von den „Daheimgebliebenen" errungen. ,Jm vergangenen Herbst wurde auf dem sogenannten „Gemeimert" oder „Schaftveide" zirka 5 Morgen znm Kartofselbau urbar gemacht. Bon fleißigen Händen wurden nun in den letzten Tagen annähernd 300 Zentner Kartoffeln geerntet. An dem ertragreichsten Kartoffelstock würden 36 Speise- und 12 kleine Kartoffeln gezählt.
ra. Rodheim a. d. Bieber, 27. Okt. Unweit Rodheim liegt die uralte „A m t m a n n s m ü h l e", die einst die Burgmühle von Betzberg gewesen ist. Als solche wird sie in einer Urkunde des Jahves 1743 erwähnt, sie ging damals znm Kaufpreis von 2255 Gulden an euren Pächter Jeremias Wadcnknecht über. Ihre adeligen Rechte blieben ihr, bis die napoleonis-che Revolutionszeit all diesen Vorrechten ein Ende machte. Am besten wird die ehemalige Zngehörcg- keit der Amtmannsmühle zu Vetzberg noch dadurch dargelcgt, daß in Vetzberg die Glocken auf her Pforte gezogen wurden, wenn jemand von der Mühle auf dem Rodheimer Friedhof beerdigt würbe.
Hessen-Nassau.
]J Marburg, 27. Okt. Neben neuerlichen Festsetzungen von Höchstpreisen für Adilch ist hier eine neue Verordnung über den Verkehr mit M; i l ch zur Einführung gelangt. Frei Haus kostet Vollmilch 30 Pfg., bei Abholung 28 Pfg. das Liter. Im Großhandel frei Lieserrrng Marburg sind 24V2 Pfg. festgesetzt. Mager- inilch kostet bei Lieferung 18 und bei Abholrmg 17 Pfg. das Liter. Für den Landbezirk kostet Vollinilcli rm Kleinhandel frei Haus 25 und ab Hof 24 Pfg., Magernrilch frei Haus 16 und ab Hof 15 Pfg. das Liter. Nach der neuen Verordnung über den Bezug der Milch erhaltcir Mrrder im 1. und 2. Jahre, die nicht gestillt werden, 1 Liter, im 3. und 4. Jahre 3 /4 Liter, im 5. und 6. Jahre 1/2 Liter, stillende Frauen 1^ Liter, sck-wangere Frauen 3 4 Liter und Kranke 1 Liter.
ra. Biedenkopf, 27. Okt. Wie die Kreisfleischstellc bekanitt gibt, so komncen auch in dieser Woche pro Kopf nur 100 Gramm Fleisch zur Verteilung.
---- Frankfurt a. M„ 26. Okt. Me Stadtverordnetenversammlung wählte heute in geheimer Sitzung an Stelle des an die Universität Frankfurt berufenen bisherigen besoldeten Stadttats Professor M. Julius Ziehen den Stadtsyndikus Dr. L a n d - mann aus Mannheim mit 44 Stimmen gegen 11 Sttmmen, die auf den sozialdenwkratischen Klprdidaten Stadtverordneten und Reichstagsabgeordneten Dr. Max Quarck fielen, zum besoldeten Stadttat der Stadt Frankfurt a. M. Für den verstorbenen unbesoldeten Stadttat Mösinger und den zurückgettetenen unbesoldeten Stadttat F l i n s ch wählte man den Stadtverordneten R u p p und Universitätsprofefsor Dr. Ziehen zu unbesoldeten Stadträten. Prof. Ziehen übernimmt die Leitung des höheren Schulwesens, ein Amt, das er bereits als besoldeter Stadttat innegehabt hat. — Me Stadtverordneten-Versammlung beschloß auf Antrag der fottsck)rittlichen Volkspattei gegen die Stimmen der Nationallibcralen und der Sozialdemokraten die Auf- l>ebung der städtischen Kriegskommission; außerdem bewilligte sie erhebliche Mittel für Weihnachtsliebesgaben an Frankfurter Krieger. Me vom Magistrat eingebrachte Vorlage auf eine 100—300prozentige Erhölmng der Hundesteuer begegnete im ganzen Hause stattem Widerspruch, wurde aber ttotzdem einem Ausschuß zur Weiterbehandlung übettviesen.
Fe. Frankfurt a. M„ 27. Okt. Wie es jetzt scheint, ist die letzte hier abgehaltene Milchkonfereuz nicht ergebnislos verlaufen. Wie von beteiligter Seite mitgeteilt wird, hatte die Konferenz das Ergebnis, daß der Preis pro Liter Vollmilch auf 30 Pfennig und der Liter Magermilch auf 20 Pfennig frei Bahnhof der Empfangstation bestimmt wurde. Tie Erhöhiulg wird eintteten, sobald mit dem Milchhandel eine Verständigung erzielt worden ist. Damit hat aber die Konferenz nichts zu tun.
g. Gunters Haufen, 27. Oft. Tie seltene Feier der Diamantenen Hochzeit beging gestern in geistiger und körperlicher R>. ligkeit das Ehepaar Wi ttmer in dem benachbarten Orte N e u m 0 r s ch e n. Ter Jtlbilar ist der Mitbegründer der bekannten Getreidefirma Matzko & Wittmer.
---- Kassel, 27. Okt. Unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten Grasen Bernstorff tagte im Rcgierungsgebäude eine Konferenz zur Besprechung von Maßnahmen zur Versorgung der Bevölkerung des Regierungsbezirks Kassel mit Lebensmitteln. An der Besprechung, die sich hauptsächlich mit der Beschaffung von Milch, Butter, Fett, Fleisch und Kartoffeln befaßte, nahmen die Laibräte aller 22 Kreise des Regierungsbezirks teil.
ke. W i e S b a d e n , 28. Okt. Am 1. November d. IS. sind zehn Jahre vergangen, seitdem der Personenbahnhof Wiesbaden eröffnet wurde, woinit der Anschluß Wiesbadens an den unmittelbaren durchgehenden Weltverkehr erreicht wurde.
ke. Wiesbaden, 27. Okt. 2luf dem Parterrebalkon eines vornehmen Hauses dahier ist ein S ch w e i n e st a l l errichtet worden, in dem jetzt ein Edelschwein auf sechs Wochen Pension bezogen bat.
ra. Wilsbach, 27.-Okt. Wilsbach ist m seiner Bewohwer- und Häirserzahl sehr zurückgegan.wn. Tier beschlossene Schtllhaus- iwuboit ist vorläufig zurückgesbellt, obgleich Pfarrwohrutng imd Schulsaal unter dttemj Dache vereinigt sind. Bei der erfolgten Grundbuchsregttlierung Wtrrde der SckMsaal der Zivil gemeinde zugesprochen: es |miu& daher ein Pfarr- oder Schclchucs erbaut Wer^deir. _ _
Vermischte».
Bestrafte Hamsterei.
— Aus dem Spessart, 27. Okt. Ein wackerer Schuh- ncackier aus dem Preußischen durchzog dieser Tage hamsternd etlidyc Spessartdörfer. Er bitte auch reichen Erfolg, da er fi'ir das Pfand Butter 3 Mark und das Ei 35 — 40 Pfennig, ohne mit der Wimper zu zucken, anlcgte. In einem Dorfe lernte er einen „Freund" kennen, der sich bereitwilligst in sellrstloser Weise erbot, firr den preußischen FiMMd mitzuliamstern. Der Sckmster händigte ilyn 40 Mark aus und schickte ilm ans die Fahrt, während er frohgemut in der Dvrfwirtschaft sein Schöppchen ttank. Er wartete bis an den 9Ibmr>, er hielt im Ott Umfrage nach seinem Sozius, doch dieser bette mit dem Gelde das Weite gesucht. Unter dem Hohngeläckster der Dörfler zog der Gute schließlich aus den: bösen. Bayernland.
Okt.
1916
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Meteorologische Beobachtungen der 5tation Kleszen
Höchste Temperatur am 26. bis 27. Okt. 1916: -J-11,1® C. Niedrigste „ „ 26. „ 27. „ 1916: + 3,3° 6.
Niederschlag 2,9 mm.
Letzte Nachrichten.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 27. Okt. (WTB. Nichtanttlich.) Amtlicher Bericht des Gencralstabes. - ^ -
Mazedonische Front: Me Älgc ist unverändert. , 2 >er Tag verlief verhältnismäßig ruhig. Zwischen Prespa- und ^oiran See schwaches Geschützfeuer. r „ ,
Am Fuße der B e l a s i c a Planina Ruhe. An der Lttuma- Front schwaches Attilleriefeuer. _ ^
An der ägäischen Küste beschoß die feindliche Flotte ine Höhen bei Orsano. __
Rumänische Front: An der Mste des Schwarzen Mee, res Ruhe. .
In der Dobrudscha verfolgen die verbündeten Truppe^ den besiegten Feind. Wir haben die Stadt Harsova besehe Längs der Donau Ruhe.
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Der deutsche Vorstoß in den Kanal.
Berlin, 28. Oktober. Tie „Berliner Morgenpost" schreibt: Tie präckitige Tat unserer Blaujacken wird allenthalben in deutschen Landen herzliche Freude Hervorrufen. Sie beweist den ungebrochenen Unternehmungsgeist und imgebrochenen Wagemut unserer Marine, die den weitaus mächtigeren. Feind an 1 entern Küsten aufsucht und ihn dott schwer zu schädigen weiß. Merkwürdig ist, daß die Engländer, die nun schon zu wiederholten Malen aus so üble Weise überrascht worden sind, aus diesen ihren Erfahrungen nichts gelernt haben. Me „meerbeherrschende" britische Flotte, die sich anheischig machte, die deutschen Schisse aus ihren Fuchslöchern zu jagen, scheint selbst immer, werm es daraus cm- kommt, in solchen Fuchslöchern zu stecken, aus denen sie picht rechtzeitig herauskann. So gelingen alle Ueberraschungen, die der Unternehmungsgeist unserer wachsamen Marine ersinnt, der es diesmal gelungen ist, bis weit in den englischen Kanal vor- zustoßen, der als das ureigenste Herrschaftsgebiet der englischen! Flotte angesehen wird. Das ist die besondere Beoeutung des jüngsten Vorstoßes, der dann auch überall, wo man der englischen See- tyracknei ein schnelles.Ende wünscht, nrit besonderer Genugtuung ausgenommen werden wird.
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