** Die Landes stelle für die Förderung des Goldmünzenumtauschs und verwandter vaterländischer Zwecke gibt bekannt, daß sich auf ihr Ersuchen hin die Landes-HypotheLenbank dankenswerter Weise bereit erklärt hat, entbehrliche goldene Gegenstände gegen Barzahlung zur Weitergabe entgegenzunehmen. Die Landes- Hypothekenba.uk hat sich ferner bereit finden lassen, auch solche Goldgegenstände anzunehmen, mit denen persönliche Erinnerungen verknüpst sind. Ueber diese Gegenstände soll deshalb nur nach Maßgabe besonderer Bedingungen, die von der Hypothekenbank erhältlich sind, zum vaterländischen Wohle verfugt werden dürfen. Die Absicht geht dahin, solche Gegenstände, wenn sie nicht gebraucht werden, späterhin dem Einlreferer zurückz-ugeben. Mit diesen beiden (Anrichtunaen will die Landesstelle den Wünschen solcher Baterlands- freunde entgegen kommen, die zu ihrem Teile den Goldbestand des Reiches vermehren helfen wollen, ohne daß dabei irgendwie der freiwillige Entschluß beeinträchtigt werden soll.
** Viehmär kte in Gieß en. Laut Bekanntmachung des Oberbürgermeisters ist die Abhaltung von Viehmärkten in Gießen bis aus weiteres verboten.
9 * Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird mitgeteilt: Auf die morgige Volksvorstellung von „Mein Leopold" sei besonders hingewiesen, da sie die letzte des bekannten Werkes überhaupt ist.
"'DieDankespflicht der deutschenFran unseren Helden gegenüber. Ueber dieses Thema wird Fräulein Käthe Pavke, Bad-Sachsa, Vorsitzende des Kriegs-Jnvaliden- heims „Heldendank", am Mittwoch, 1. März, abends Uhr, im Hotel Schutz einen Vortrag halten. Näheres ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen.
** Ein orthopädischer Fortbildungskursus für Schuhmacher nahm am Samstag nachmittag im Gewerbehaus seinen Anfang. An dem Kursus beteiligten sich 10 Meister. Der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins wies in seiner Erösffnrngs- anspvache darauf hin, daß dieser Fortbildungskursus nicht mir im tvirtschaftlichen Interesse der Schuhmachermeisier liegen könne; es sollte damit auch eine nationale Pflicht erfüllt werden, bic darin gipfele, denen, die als Fußkranke aus diesem schweren Krieg zurückkehrten, die Leiden so erträglich wie möglich zu machen. Schn hmucherm erster R u ß - Da r m sta d t erläuterte in dieser ersten Zusammenkunft ein ihnr patentiertes Verfahren zur genauen Feststellung der Form anormaler Füße. Weitere Vorträge und praktische Unterweisungen sollen in zwangloser Reihenfolge gehalten werden.
**Gefangene<rusdenKämpfenumVerdun. Am Samstag nachmittag bewegten sich zwei große Gefangenentransporte, überwacht von unsereit Lanostürmern, vom Bahnhof zum Lager. Der Vorbeimarsch in Gruppen zu j vieren nahm jedesmal ungefähr 10 Minuten Zeit in An-j spruch. Schätzungsweise umfaßte der erste Transport 2400 Mlanu, der zweite 1600 Mann. Die Gefangenen waren meist rüstige Leute, die unter ihrer Schmutzkruste dem Gefangeuendasein gar nicht unliebsam entge genblickten. Es schien ihnen allen recht erfreulich, der Hülle unserer schweren Artillerie entkommen zu sein. Eigenartige Gewandung trugen die Durkos, die zwar den roten Fez, beibehalten haben, im übrigen in Uniformen von baunlflechteugwüner Farbe gekleidet waren.
** Geschützdonner aus dem Westen. Aus die Notizen vom vergangenen Freitag und Samstag, in denen verschiedene Einsender ihre Wahrnehmungen von Kanonen- donner mitteilten, ist uns weiter eine große Zahl von Zuschriften aus den verschiedensten Orten der näheren und weiteren Umgebung zugegangen, deren Beobachtungen alle darin übereinstimmen, daß an verschiedenen Tagen der vorigen Woche deutlich „heftiger Donner", „donnerähnliches Geräusch", „Kanonendonner, „heftiges Geschützfeuer" zu hören gewesen sind. DieseBeobachtungen wurden u.a. in Södel, Kr. Friedberg, Freienseen, Merlau, Hattenrod, Dauerw- herm, Blofeld, Marburg usw. gemacht. Verschiedene Einsender erinnern daran, daß ähnliche Geräusche in den letzten Tagen des vergangenen Jahves vernommen wurden. Auch wird der „Geschützdonner" damit erklärt, daß am vorigen Dienstag bei Darmstadt Scharfschießen stattgefunden haben soll; doch stammen die mitgeteilten Wahrnehmungen vom Montag, Dienstag und Mittwoch. Es ist demnach doch wohl anzunehmen, daß es sich tatsächlich um die Schallwirkung der schweren Artilleriekämpfe an der Maas handelte.
Kreis Büdingen.
4t Büdingen, 27. Febr. Das Eiserne Kreuz erhieli der Reservist Herzinger im Res.-Jns.-Regt. 223.
4t Dauern heim, 27. Febr. Einem hiesigen Landwirt gingen die Pferde durch. Das eine Tier wurde dabei eine Strecke weit sortgeschleist und mußte abgeschlachtet werden. Der Besitzer trug beim Abspringen vom Magen Quetschungen und Haut- abschürsungen davon.
Kreis Alsfeld.
e. Alsfeld, 27. Febr. Die beiden Schüler der hiesiger Oberrealschule Otto Heinrichs aus Alsfeld und Hans Klingel h ö f f e r aus Gedern, die vorigen Sommer hier ihr Kriegsmaturun machten und seit vier Monaten vor dem Feinde in Frankreici stehen, sind zu Leutnants befördert worden.
Kreis Schotten.
tt Ulfa, 27. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt de Wehrmann N ü h l im Res.-Jns.-Regt. 254.
§ A u s d e m V o g e l s b e r g, 27. Febr. Gute Geschäfte mache, m diesem Winter die Jaqdpächter mit ihrem Raubzeug. Vorige-
Jahr wurden für den Fuchsbalg 6—9 Mk. bezahlt, während er m diesem Jahre das Dovvelte kostete.
Kreis Friedberg.
4t Friedberg, 28. Febr. Die Hessische Tapse rkeits- rn e d a i l l e erhielt der Unteroffizier Kühner int 21. Reserve- Vionierbataillon.
—.— Butzbach, 28. Febr. Anläßlich der Siege bei Verdun läuteten gestern nachmittag die Glocken der Stadtkirche, und die Stadt trug reichen Flaggenschnruck. Hauptlehrer Storch erschien mrt sämtlichen Schülern aller Klassen auf dem Marktplatze und gedachte in einer kernigen Ansprache der tapferen Truppen. Nach Absingen der Lieder „Nun danket alle Gott" und „Heil dir im Lnegerkranz" entfernten sich die Schüler, nachdem ihnen verkündet worden war, daß aus Anlaß dieses Sieges die Schule geschlossen werde. Auch die sämtlichen Schüler der Großh. Realschule mit ihren Lehrern hatten dieser Feier bcigewohnt. — Am Sonntag fanb in der Stadt kirche zu Butzbach eine Abendmusik zum Besten der Kriegssürsorge statt. Die Kirche war voll besetzt. Beteiligt waren Fräulein Hedwig Banger t-Butzbach Gesang, Paul Hindemit h-Frankfurt Violine, Rud. H i n d e m i t H-Frank- fürt Violoncello, Prof. Tr. Schmidt-Friedberg Orgel.
oo Vilbel, 23. Febr. Annähernd 600 Familien erhalten K r i e g s n n t e r st ü tz n n q e n. Hierzu wurden durch die Gemeinde nach und nach Kriegsanleihen, zusammen in Höhe von 130 000 Mark, ausgenommen. Bei der letzten Jahresrechnnng der Gemeinde mnßlen 4053,02 Mk. rücksländige Koimnunalqesälle liquidiert und 4892,94 Mark Gememdesieuern als uneinbringlich niedergeschlagen weiden. Zur teilweisen Linderung dieser im« günstigen Verhältnisse, welche in den vor den Toren einer (Großstadt gelegenen Gemeinden am meisten üoräufommen pflegen, hat der hiesige Gemeinderat einstimmig beschlossen, bedüriligen Familien unentgeltlich G a r t e n g e l ä n d e zur Bewirtschaftung während des Krieges zu überlassen, ebenso das H 0 l z s a m m c l n im Gemeindewald an bestimmten Tagen zu gestatten.
44 Reichelsheim, 27. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier H ö r e s.
44 Nieder-Wöll st adt, 27. Febr. Die Hessische Tapfer» teils Medaille erhielt der Pionier Schneider.
Starkenburg und Nheinhessen.
rb. Darmftadt, 28. Febr. Die feierliche Beisetzung des in Wilhelmshaven verstorbenen Kontreadurirals Karl Zimmermann (ein Sohn des früheren hiesigen Oberstabsarztes) erfolgte gestern nachmittag auf dem hiesigen alten Friedhof mit allen militärischen Ehren. Unter den zahlreichen Leidtragenden bemerkte man viele hohe Militärs und behördliche Vertreter^ Tivisionspfarrer Schäfer hielt eine ergreifende Gedächtnisrede, und dann erfolgte an der offenen Gruft die Niederlegung einer großen Zahl von Kränzen, so namens der zweiten Marine-Inspektion, des EWss und der Offiziere der Oftseestativn, der Offiziere der Staats-B. d. A., des Deutschen Marinevereins Wilhelmshaven, der Offiziere der zweiten Baudivision u. v. a. Znm Schluß der Tranerfeier erfolgte die Abgabe der üblichen militärischen Ehrensalven. — Die Direktion der Professor PH. S ch m i t t' s ch c n Akademie für T 0 n k u n st h er schreibt je eine Freistelle in den Ausbildungsklassen für Violine und Viola ans. Diese Heiden Freistellen sind verbunden mit einem Stipendinni der Geueraldirektion des Großh H e s s i s ch e n Hof- theaters inr Betrage von je .300 Mark jährlich, das den Frei- stelteinhabern als Beitrag zum Unterhalt dienen soll.
= Darmftadt, 28. Febr. Am Samstag kamen im hiesigen Gefangenlager etwa 7 — 8000 gefangene Franzosen aus den Kämpfen um Verdun an. Die Leute waren ersichtlich froh, in sicheren Händen zu sein. Viele gaben ihrer Kriegsmüdigkeit sehr lebhaften Ausdruck.
Kreis Wetzlar.
nu Hohensolms, 28. Febr. Die Schweinezucht ist im Hohensolmser Land im Aufblühen begriffen. Znchtschweme werden selbst in den kleinen Orten auf der Lemp in ansehnlicher Zahl gehalten und an Ferkeln besteht kein Mangel. Da diese hoch m Preise stehen, wird die Zucht in verstärktem Maße betrieben.
Hessen-Nassau.
ü MarbUrg, 27. Febr. In einer gestern im Fürstenhaus unter dem Vorsitz des Kgl. Landrats von Löwen st ein abge- haltenen Sitzung des Kreistages des Kreises Marburg wurde der Kreis Haushalts vor an schlag mit 1884300 Mk. sestgc- stellt. Die Steuern, deren Ertrag mit 218 070 Mk. berechnet ist, bleiben unverändert. Ferner wurde die Aufnahme eines weiteren Darlehens von 600 000 Mk. bei der Landeskreditkasse in Cassel zur Deckung der Kosten für die Unterstützung von Familien in den Dienst emgetretener Mannschaften beschlossen. Mit den vier ersten Anleihen zusammen betragen diese jetzt 2 Millionen Mark. Tie Rechnung der Kreiskommunalkasse für das Jahr 1913 schließt ab mit 579 751 Mk. Einnahmen, 549 014 Mk. Ausgaben und 30 73? Mk. Bestand. Bei der Rechnungslegung der Wanderarbeitsstätte für 1914 verbleibt bei einer Einnahme von 23 270 Mk. und einer Ausgabe von 21 549 Mk. zum erftenmale ein Ueberschuß, nämlich 1 721 Mk., nicht mitgevechnet ist das lagernde .Holz im Werte von 2 874 Mk. Nach, Erledigung der verschiedenen Wahlen und der sonstigen geschäftlicher Angelegenheiten wurde der Krcisausschuß ermächtigt, den Kreisbeamten und sonstigen Angestellten nach Maßgabe der beim Staate und ber den Kommunen geltenden Bestimmungen Teuerungszulagen Pu gewähren.
Wm. Kirchhain, 28. Febr. Der von den hiesigen Geschäftsinhabern gestellte Antrag ans Einführung des A ch t n h r - L a d e n- s ch l u s s e s ist vom Regierungspräsidenten genehmigt worden.
= Frankfurt a. Wt, 28. Febr. Da die Kartoffelzufuhr nach hier stockt, gibt die Stadt bis auf weiteres nur Mengen von höchstens fünf Kilo ab.
— Cronberg, 26. Febr. Im Filkensterner Jagdgebiet des Hofapothekers Tr. Neubronner wurde am Freitag während eines Jagens aus Hochwild oer als Treiber tätige Holzhauer Philipp Schalk aus Falkenstein von dem Jagdtftiter Merz durch einen Lchuß in den Kopf getütet. Wie das Unglück geschah,
konnte noch nicht festgestellt werden. Ter Erschossene stand im 52. Lebensjahre.
ko. G r 0 ß - E i b st a d t, 28. Febr. Ein weiblicher G e m e i n d e d i e n e r wurde in Groß-Eibstadt angestellt. Die Frau Gemeindediener besorgt auch das Ausschellen.
ob. V 0 m H u n s r ü ck, 28. Febr. Beim Holzfällen im Ge° meindewalde von Wüschheim ist der Landwirt und Holzhauer Peter Wagner aus Hundheim tödlich verunglückt. Der Mann wurde von den Wurzeln einer vom Stuvnie umgeriffenen Fichte, die beim Absäqen in die Erde zurückgingen, ersaßt und der Brustkasten wurde ihm eingedrückt. Tie anderen Arbeiter befreiten ihn so rasch wie niöglich ans seiner furchtbaren Lage, doch war er bereits tot. Er hinterläßt Frau und Kind.
— Fulda, 28. Febr. Seit Jahren n,achte der Holzschuh macher Wagner ans Oberbimbach die Wälder der Umgegend durch seine verwegenen Wilddiebereien unsicher. Ohne festen Wohnsitz fand er immer bei Bauern, die seine Gewalttätigkeit fürchteten, Unterschlupf. Als er im letzten September verhaftet werden sollte, stürzte er sich mit dem Gendarmen aus einer Scheune ab und entkam. Kürzlich wurde er seslgenommen und wurde mm- inehr vou der Strafkammer zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt.
ra. Weilbnrg, 28. Febr. Pfarrer Endres aus Blessenbach ist ab 1. Mai zum Pfarrer in Schuppach ernannt. Die dadurch erledigte P'arrstelle kommt durch Präsentation deS Fürsten zu Wied zur Besetzung.
ob. Sobernheim (Nahe), 28. Febr. Im Walde diesseits der Nahe wurden vier schwere Wildschweine geschossen. Mehrere Wildschweine wurden angeschossen.
ul. Limburg, 27. Febr. Seit einiger Zeit ist ber Orgelbauer mit der Aufstellung der neuen lvertvollen Kircherrorgel beschäftigt. In der bald sertiggestellten inneren Ausbesserung, Ausschmückung und Neueinrichtung, besonders auch im Chvr wird die Kirche ein # gefälliges Gewand zeigen. Es sind auch bereits drei neue Kirchenfenstern von Gcmeindegliedern gespendet worden, während von Frauen und Jungfrauen der evangelischen Pfarr- gemeinde anläßlich des 50 jährigen Jubiläums der Kirche, das in diesem Jahre gefeiert werden kann, ein Teppich, eine neue Altardecke und die Kanzelbekleidung gespendet wurden.
Markte.
g Fulda, 27. Febr. Auf dem gestrigen Schweinemarkte waren 140 Ferkel ausgetrieben. Bezahlt wurden 45,50 und 60 Mk. pro Stück. Käufer waren in großer Zahl anwesend, auch aus- wärtige Aufkäufer. Der Handel war bei hohen Preisen äußerst schleppend, infolgedessen blieben viele Tiere unverkauft. _
Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 29. Febr. 1916: Vorwiegend bedeckt, zeitweise leichte Niederschläge, Temperatur wenig geändert. _
Letzte Nachrichten.
Der deutsche Erfolg vor Verdun.
Genf/28. Febr.. Tie militärischen Ereignisse waren gestern nachmittag das Thema aller Unterredungen in Pariser politischen Kreisen. Im Senat und in der Kammer fanden sich die Senatoren und Deputierten zusammen, um ihre Eindrücke auszutauschen. Tie tvidersprechendsten Gerüchte ivaren im Umlauf. Die Stimmung war fieberhaft. Die kürzlich mit einer Mission in das Gebiet von Verdun beauftragten Abgeordneten wurden von ihren Kollegen mit Fragen bestürmt. Im Palais Bourbon drängte man sich um Briand und Genera! Gallieni, um neues über den Verlaus der Schlacht zu erfahren. Etwas später trat der Heeres- ausjckuß zusammen und hörte den Kriegsminister an, der dem Ausschuß präzisere Auskünfte über die letzten Operationen gab. Zahlreiche, dem Ausschuß nicht angchörige Deputierte erwarteten mit Spannung den Ausgang der Sitzung. Gallieni bestätigte ihnen den allgemeinen Eindruck, daß die Lage nicht beunruhigend, aber ernst sei.
Zürich, 28. Febr. Die meisten Schweizer Blätter behalten sich ihr endgültiges Urteil noch vor. Die „Ntuen Zürcher Nachrichten" aber spenden dem deutschen Vordringen das allerhöchste Lob mit folgenden Sätzen: Der Sieg von Verdun hat sich zu einer der größten Waffentaten des Weltkrieges erweitert und dem Heere dös Kronprinzen einen Platz in der Kriegsgeschichte aller Zeiten eingebracht. Der Besitz von Douaumont muß den Deutschen eine riesige Kriegsbeute ein- bringen. — Stegemann rühmt im „Berner Bund" die „Angriffsmethodik, die alle deutschen Unternehmungen auszeichnet", und führt in einer langen Studie aus, daß die unmittelbare Gefahr für die Kernwerke Verduns ständig wachse.
Unterseeboote und Minen im Schwarzen Meer.
Budapest, 28. Febr. Ter „Pester Lloyd" berichtet von der russisch-rumänischen Grenze: In Odessa und in anderen Städten am Schwarzen Meere wird bekannt, daß sich die Zahl der im Schwarzen Meere untergegangenen russischen Dampfer in der letzten Zeit vermehrt hat. Tie Ursache der Schiffsuntergänge sind treibende Minen lutb Untersee-' boote. Ter Schiffsverkehr zwischen den Häfen am Schwarzen Meere und den Donautzäfen hat in letzter Zeit daher starke Einbuße erlitten. 'Trotzdem ist das südbessarabische Truppenlager bei seiner Verproviantierung auf den Schiffsverkehr angewiesen. Tie Beschleunigung des Bahnbaues längs des linken Donauufers bis nach Reni ist auch auf diesen Umstand zurückzuführeu.
Auch afs Liebesgabe im Felde begehrtI
(Im Feldpostbrief portofrei.)
Giess, Hausfrauen-Verein
Kochvorführungen Neustadt 61
Znöerelfnng fleischloser Speisen dnreh Frau Laih
Erste Vorführung mit Kostprobe:
Donnerstag, 2. März, nachm. 4V 2 Uhr.
Karten hierzu werden an die Mitglieder des Hausfrauenvereins gegen Entrichtung von 10 Pfg. in der Geschäftsstelle Mäusburg 5 Monta-r von 6—8 Uhr nachmittags und Dienstag von 3—5 Uhr nachmittags ausgebeben. Daselbst sind auch die „Schuhe ohne Leder“ zu besichtigen.
1^ 3D l opsißßd.
Holzversteigerung
der Gräflichen Oberförsterei Arnsburg.
Mittwoch, den 1. März, beginnend vorm. 11 Uhr, /nerden im Tbörner'sckcn Saale zu Arnsburg aus den Distrikten Danielskops 36, Roterde 23, Hain 17 und 18, Hard 8, Nußgarten 26 und Große-Seiie 27 versteigert: Scheiter Nur: 4548 Buchen, 31.3 Elchen (darunter 10.8 Rn,. Rundscheik. 2 Mir. lang, Pfosten, Nußgarten 26». 4,3 Nadel- und Weichholz: Knüvvel Rm.r 119,3 Buchen, 104,0 Eichen, 11,9 Nadel,- Stöcke Rin.: 126 Buchen, 10 Eichen, 7 Nadel: Reiser Rm.: 422 Budien. 788 Eichenstamm- und 766 Eichenastreiser, 77 Nadelaftreiser: Fichtcnreisstangekk: 16 Rm.
Blau unterstrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Käufer wollen das Holz vor der Bcrsteigerung einsehew Nähere Auskunft erteilt Forftwart Melchior zu Arnsburg, der auch am BersteigeruNgstage um 8 Uhr im Kloster zur Führung der Käufer bereit steht. 1400
Holzversteigerung
in der Fürstlichen Oberförsterci Lich. Dienstag, den 7. März, vormittags S'/z Uhr, werden tm Distrikt Meilbach versteigert: Scheiter Rm.: 462 Buchen: Knüppel Rm.: 90 Buchen, 2 Eichen, 1 Elzbeer, Stöcke Rm.: 140 Buchen, 2 Eichen: Reisholz-Wellcn: 4100 Buchen, 50 Eichen. 1487 B
Lusan,inenkunst aus der Kreisstraße Lich—Hattenrod, wo sie von der Chaussee Burkhardsfelden—Nieder-Bessingen gekreuzt wird. Das Hotz sitzt satt alles an chnnssierten Wegen. 8 Tage später sollen im Distrikt Hard ca. 900 Rm Buchen-Scheil» und Knüppelholz mit sonstigem Brennholz versteigert w e rden. _ _
Bekmnttmachling»
Das Umlugekataster der land- mtb forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschctst für bas Großh-er- Aogtum Hessen für das Jahr 1915 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 2. März bis MM 16. März dieses Jahres, <ruf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablaus der Offenlegungsfrist bei dem Vorstände der land- und forstwirtschaftlichen Berufs- genossenschast in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. 1532
Röthges, den 27. Februar 1916.
Großherzogliche Bürgermeisterei.
Welche Firma kann mir in kurzer Frist zur Einfriedigung von Wald 33000 lfd. Meter 3,8 Millimeter starken verzinkten Eiiendrabt und 9000 Krampen zum Befestigen des Drahtes liefern? Angebote unter Angabe des Preises bitte ich bis spätestens 1. März cr. an mich einzusenden.
Krofdorf, 24. Februar 1916.
_ Der Bürgermeister._ 1476 B
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