Mittwoch. 30. Mal 1934 Nr. 123 Erstes Matt 184. Jahrgang riet I In Illi 1 die An HL er n a 18 tim lährLij icffolfc •r Hielt 8«' Litwinow schlägt eine ständige Friedenskonferenz neben dem Völkerbund vor. 934, I.) A )aftunc ng bi! renein- mb di, OPrv. Um dir er glei- kteilung [sftellen t, Las!' ii 19 Dorben. ehr im {jungen der be- iberma- nstellen es sich heute nicht mehr um Abrüstung, sondern Völkern, die gegen ihren Willen und für Zwecke, nur darum handele, den Frieden zu sichern, müsse die ihren eigenen Wünschen fremd sind, in den ein anderer Weg als der der Konferenz gefunden Glutofen blutiger und abenteuerlicher Experimente werden Ein solcher Weg sei zweifellos d a s' geworfen werden konnten. Heb in den beträgt । ib 5410 >rte der zes Der« irarbeil Neuem« n kam. kt. Rinder onfags« >6 Bub ' (301), 2). No- i Mark: !, d) 27 l, c) 28 ) 27 bis I 34 bis . Kälber i bis 53, Ml unb notiert s 41, d) n Preis- t Octz'cn i Fächn 3 Mri dverlauf r, Hani- e M marft nge H®' reis ß [en« ueb lenflei^ ; bis 3t äftsB jng«J: b) $ SltM * 17 Stw*1 einigten Staaten seien aber auf Abrüstung in allen Waffenarten gerichtet und nicht auf einen Rüstungsstillstand oder gar auf eine Aufrüstung. Die Konferenz müsse sich darüber klar werden, ob man das Ziel einer kontrollier» ten Abrüstung im Auge behalte oder sich mit einer einfachen Begrenzung derRüstun» gen abfindcn wolle, die bei der gegenwärtigen Höhe der Rüstungen von sehr zweifelhaftem Nutzen sein würde. Sonst bliebe nur ein unkontrolliertes Wettrüsten übrig, dessen Wirkungen verhängnisvoll sein müssen. Norman Davis schlug der Konferenz vor. zu den Entschließungen vom 8. Juni v. I. zurückzukehren. also zur Annahme des Wacdonald- Vorschlages durch alle Nationen e i n s ch l i e h - lich Deutschlands, als Vasis eines zukünftigen Abrüstungsabkommens. Wenn Deutschland eine Abrüstungskonvention wünsche, was zweifellos der Fall sei, dann könne er nicht glauben, daß es nicht bereit sein würde, die Verhandlungen wieder aufzunehmen auf einer Grundlage, der es früher selbst zugestimmt habe. trtienW 9t 0,153 9t 81/$ 11J ie,z 169-$ O,Z 9>t 47,J IbJ 81-8 J4,j tü Roosevelt zeigt den einzigen Weg zu wahrer Sicherheit. Amerika zu jedem praktisch wirksamen Abrüstungsabkommen bereit, aber gegen jede Teilnahme an Sanktionen in einem europäischen Streitfall. h h * 3 «,9 t z ß » Litwinow sprach dann über die Gleichberechtigung und sagte, daß es sehr darauf an- komme, ob diese Gleichberechtigung einem friedfertigen Staat gewährt werde oder einem Staat, der ein E r o b e r u n g s p r o - gramm vertrete, und zwar zweifellos ein Eroberungsprogramm mit kriegerischen Mitteln, da doch niemand sein Gebiet freiwillig abtrete. Da Litwinow nahm nach dem amerikanischen Delegierten das Wort. Der russische Außenkommisfar bemühte sich — zum Teil zweifellos mit treffenden Argumenten — den vollkommenen Fehlschlag der Abrüstungskonferenz festzustellen. Der einzige gangbare Weg: die sofortige totale Abrüstung aller Staaten sei verworfen worden; daraus seien die Schwierigkeiten dann zum großen Teil erwachsen. Die schweren Gegensätze zwischen den einzelnen Staaten bestünden in voller Schärfe weiter. Es komme hinzu, daß politische Ereignisse eingetreten seien, die die Lage kritisch gestaltet hätten. In diesem Zusammenhang sprach Litwinow von „kriegsähnlicher Aktivität auf dem Boden benachbarter Staate n". Einige Staaten, die noch im Besitz genügender Kräfte seien, um diese Politik durchzuführen, begnügten sich zunächst mit der mündlichen und schriftlichen Propaganda der Idee einer Expansion und der Eroberung fremder Gebiete mit Waffengewalt. Könne man überrascht sein, so fuhr Litwinow fort, daß diejenigen Staaten, die an der Aufrechterhaltung des Friedens interessiert seien, heute ernsthaft beunruhigt seien und noch viel mehr zögerten als früher, bevor sie an die Abrüstung heranträten? Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen System der Nichtangriffspakte, das Rußland schon weit ausgebaut habe. Ein anderer Weg sei der der regionalen Pakte zur gegenteiligen Hilfeleistung nach französischen Vorschlägen. Als wichtigsten russischen Borschlag nannte Litwinow die Ueberleitung der Abrüstungskonferenz in eine ständi ge und regelmäßig tagende Konferenz, die keine andere Aufgabe habe, als mit allen Mitteln den Frieden zu sichern. Bis- her hätten Friedenskonferenzen nur nach Beendigung eines Krieges getagt. Sein Vorschlag ging auf eine Konferenz hin, die den Krieg und seine Folgen verhindern solle. Diese hätte die Aufgabe, alle Mittel zu vervollkommnen, die die Sicherheit stärken könnten und rechtzeitig alle Maßnahmen treffen zu lassen, um den Frieden zu sichern, wobei es sich um moralische, wirtschaftliche, finanzielle ober auch andere Mittel handeln könne. Litwinow behauptete, daß er dem Völkerbund alle Befugnisse lassen wolle und ihn nur von einer Aufgabe zu entlaßen wünsche, die von einem anderen Organ besser und wirksamer wahrgenommen werden könnte. Die Friedenskonferenz könne dabei wohl als ein Organ des Völkerbundes angesehen wer- den. Litwinow hat sich also nicht klar über die Frage des Eintritts Rußlands in den Völkerbund geäußert und alles hier noch offen gelassen. Einige Politiker, so behauptete Litwinow weiter, trösteten sich damit, daß eroberungslustige Staaten sich mit der Ausdehnung ihres Gebiets nach einer Richtung begnügen würden. Die Geschichte beweise aber, daß sich die Eroberungssucht solcher Staaten an allen Grenzen auswirke. Deshalb müßten alle friedfertigen Staaten hier Hand in Hand arbeiten. Damit würden sie nicht nur ihren eigenen Völkern | einen Dienst erweisen, sondern auch denjenigen Erscheint täglich, außer Ä Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags für die Mittagsnummer v.I!-g-n: Die Illustrierte ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ A. ▲ AA bir8-/.uhrd-s«°rm,tt°g, •;=~ /IWWi iS««; Mit 4 Beilagen RM.I.SS M W ■ ■ Mf ■ M Mr ■ ■ Mr ■ Z WWW WWW W W von 70mm Breite Ohne Illustrierte „ WT f fi.1L I I V I L V 1. A./B. B M IwLM WW KORps..Plah°°rschrist°der WV I 1 V ■ W ■ V ▼ W schwt-riger Satz 25% mehr von einzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise, infolge höherer Gewalt Stellen-, Vereins-, gemein- MZM General-Anzeiger für Oberhesfen ßWW Postscheckkonto: , behördliche Anzeigen 6Rpj. Frankfurt am Main 11686 Druck tttiö Verlag: vrühl'sche UniverfitatZ Such- und Zteindruckerei R. Lange in Giehen. 5chriftle:tung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Mengenabschlüsie Stasfe dadurch hinfällig werden. Auch vom Gesichtspunkt der Abrüstungsschwierigkeiten aus betrachtet, hätte der Vorschlag Litwinows etwas für sich, denn gebe die Möglichkeit, Deutschland ..„ci) Genf zurückzubringen, ba seine Teilnahme an der Abrüstungskonferenz nicht eine Mitarbeit und einen Wiedereintritt in den Völkerbund London, 30. Mai. (DNB. - Funkspruch.) Der Vorschlag Litwinows hat die Presse völlig überrascht. Der Genfer Berichterstatter der „Morning Post" sagt, bei der Einsetzung eines ständigen Friedensausschusies würde es sich um einen zweiten Völkerbund handeln. Offenbar hoffe Litwinow, durch, seinen Vorschl-ag Rußland die Verantwortlichkeit eines regelrechten Dol- kerbundsmitgliedes zu ersparen. Trotzdem habe sein Vorschlag viel für sich, weil er in der jetzigen unruhigen europäischen Lage eine Lösung schaffe. Der Vorschlag Litwinows sehe vor, daß die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten durch eine Hintertür in den Völkerbund kämen. Die Einwendungen, die die Vereinigten Staaten immer erhoben hätten, daß durch die Unterschrift unter die Dölkerbundssatzung im Falle eines Verstoßes gegen die Satzungen durch irgendeinen Staat eine Einmischung in b i e Angelegenheiten ernes anderen Staates nötig sei, würde anderen Worten die Aussichten eines erfoigmajen Angriffskrieges zu vermindern — durch eine allmählich sich steigernde Abschaffung der je- nig en Waffen, die sich besonders für e ine n Einfall eignen, d. h. der schweren beweglichen Artillerie der Tanks, der Gaswaffen und der Born- benflugzeuge Diese Abrüstungsmethode wurde eine wirkliche Hilfe für die Aufrechterhaltung des Friedens sein Diese Methode ist tatsächlich am 23. Ium 1932 von der Konferenz angenommen worden. Die amerikanische Regierung ist überzeugt, daß nur dieser zweite Weg - der der Ab- rüstung — Friede und Fortschritt in der Welt und die nationale Sicherheit jedes Landes verbürgen kann. Leider ist die entgegengesetzte Strömung in Europa gegenwärtig vorherrschend. Ein Fortschreiten auf diesem Wege würde wieder Bedingungen schaffen, wie sie dem Weltkrieg vorangingen. Wer also diese Politik verfolgt, anstatt die Sicherheit durch eine Verminderung der Rüstungen herbeizuführen, ladt eine schwere Verantwortung für die Zukunft auf sich. Präsident Roosevelt hat mich beauftragt, die Haltung und Politik der vereinigten Staaten folgendermaßen zusammenzufassen: wir sind bereit, jeden praktischen Weg zu beschreiten mit dem Ziel, ein allgemeines Abrüstungsabkommen zu erreichen uno so dem allgemeinen Frieden und dem Fort- schritt der Welt zu dienen. Wir sind weiter bereit, in Verbindung mit einer allgemeinen Abrüftungskonvention ebenfalls über einen allgemeinen Nichtangriffspakt zu verhandeln und mit anderen Nationen über alle Probleme zu sprechen, die aus Vertragen erwachsen können, an denen wir teilnehmen. Die vereinigten Staaten haben aber nicht die Absicht, an den politischen ver- Handlungen und Abmachungen europäischer England von Litwinows plan Überrascht Durch eine Hintertür in den Völkerbund. Das sranzösisch-ruZfische Pattgeplänkel. Von unserem se.-Äerichterstatier. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Paris, Ende Mai 1934. Mit dem Nahen der Entscheidung in der Abrüstungsfrage haben sich auch die Gerüchte von einer neuen entscheidenden .Paktaktion der Russen verstärkt. Und das Gerede, zwischen Rußland und Frankreich seien die Dinge bereits soweit gediehen, daß in wenigen Tagen ein „mitteleuropäischer Beistandspakt" oder gar ein „M i l i t ä r b ü n d n i s" zu erwarten sei, hat zugenommen. Die Tatsache, daß der sowjetrussische Außenkommissar Litwinow mehrere Geheimbesprechungen mit Barthou hatte, lange bevor die eigentliche Konferenz in Genf begonnen hat, trug natürlich das ihrige dazu bei, daß derartige Dinge geglaubt worden sind und daß manche Kreise bereits den vollzogenen Abschluß des Militärbündnisses zwischen den beiden Ländern glaubten berichten zu können. Was prompt ein sehr deutliches Dementi zur Folge hatte, aus dem eben hervorging, daß die Dinge soweit noch nicht gediehen sind. Dagegen hat es sich bestätigt, daß zwischen Barthou und Litwinow über den Eintritt Sowjetrußlands in den Völkerbund verhandelt wurde, und daß Frankreich eine solche Politik sehr warm unterstützt; aus Gründen, die recht nahe liegen. Man tut daher gut, zwischen den drei Komplexen, die anscheinend besprochen worden sind, scharf zu unterscheiden, um zu verstehen, worum eigentlich in diesem ganzen Spiel hin und her verhandelt wird: Da ist zunächst heroorzuheben, daß der Abschluß eines Militärbündnisses, also eines Abkommens auf gegenseitigen bewaffneten Beistand im Falle eines Krieges, als gänzlich ausgeschlossen gelten muß. Denn ein solches Abkommen würde sich direkt gegen Polen richten müssen und in Widerspruch zu den be- stehvden Bestimmungen des polnisch-französischen Militärvertrages stehen. Da dieses Abkommen bei dem letzten Besuch Barthous in Warschau ausdrücklich noch einmal b e st ä t i g t wurde, ist nicht anzunehmen, daß Frankreich auf dieses immer noch sehr hoch bewertete diplomatische Instrument zu verzichten bereit ist. Es scheint sich denn auch in den Verhandlungen militärischer Natur um etwas anderes zu handeln: um das Bestreben der Franzosen, e n g e F ä d e n z w i s ch e n d e n b e i d e n (3 e n e- ralftäben zu knüpfen, etwa in ähnlicher Art, wie derartige Beziehungen zwischen Engländern und Japanern vor dem Kriege bestanden Haden. Das würde also heißen, daß man technische und organisatorische Erfahrungen auf militärischem Gebiet austauscht, etwa in der Form, daß man größere Militärmissionen als üblich unterhalt. Eme politisch zwar recht bemerkenswerte Tatsache, aber eben doch kein Bündnis und keine feste diplomatische Bindung. Wenn ein solches Übereinkommen militärischer Natur zustandekäme, waren Swe'ftllos die Franzosen o i e treibende K^r a f t, ba sie die Russen im Besitz verschiedener und hoch zu bewertender militärischer Geheimnisse vermuten. Mächte teilzunehmen, und werden sich a u f c keine Vereinbarung einlaffen, die ( den Zweck haben könnte, ihrebewaffnete ( Macht für die Regelung irgend ' eines Streitfalles einzufehen. Die , Politik der Vereinigten Staaten hat das Ziel, sich außerhalb jedes Krieges zu halten, aber auf jede Weife zu helfen, wenn es gilt, den Krieg zu verhüten. Norman Davis erklärte weiter, der amerikanische Präsident sei überzeugt, daß der Friede der Welt bedroht sei durch die unkontrollierte Tätigkeit der Waffenfabriken und Waffenhändler, es gelte nun, durch wirksame Schritte diejenigen Kräfte zu kontrollieren und zu unterdrücken, die ein materielles Interesse daran hätten, Mißtrauen und Zwietracht zu fördern. Obwohl Amerika es für notwendig gehalten habe, sein Schiffbauprogramm bis annähernd an die vertragliche Grenze heran durchzuführen, wäre es, wenn andere Staaten ebenfalls dazu bereit wären, auch bereit, die Flotten- ru ft ungen in einem angemessenen Verhältnis, herabzusetzen. Die ' Bemühungen der Ver-1 bedeuten würden. Der Vorschlag würde auch Japan nach Genfzurückb ringen. Litwinows Vorschlag sei so überraschend gekommen, daß die holen würden. Der zweite Weg ist folgender: Es gilt, die Verteidigungskräfte zu stärken und ‘ griff straft zu schwachen, mit Worten die Aussichten eines erfolgreichen I Vertreter der anderen Staaten nicht in der Lage gewesen seien, sich dazu zu äußern. Es verlaute aber, daß in französischen Kreisen d i e Anregung begrüßt werde, weil sie die russische Mitarbeit am Völkerbund bringe und Deutschland möglicherweise nach Gens zurückbringen könne. In britischen amtlichen Kreisen sei man sehr zurückhaltend, aber in den Wandelgängen des Völkerbundes werde auf die Ähnlichkeit des Litwinowschen Planes mit dem britischen Abkommensentwurf hingewiesen. „Daily Telegraph" unterzieht den Litwinowplan einer abfälligen Kritik. Das Blatt erblickt darin den Versuch, die Abrüstungskonferenz in eine Sicherheitskonferenz zu verwandeln. Der Sowjetvertreter habe seinen Plan gegenseitigen Beistandes aufgegeben zugunsten des Vorschlages der Umwandlung der Abrüstungskonferenz in eine „ständig und regelmäßig sich versammelnde Friedenskonferenz". Wenn Litwinow den Gedanken an Abrüstung aufgebe, so könne dies nur bedeuten, daß Rußland, das die größten militärischen Rüstungen der Welt besitze, nicht abrüften wolle. „Daily Telegraph" schließt, Litwinows Plan eines ständigen Friedensausschusses, der sich auf Sanktionen gründet, erinnere allzu sehr an das trojanische Pferd, von dem Laokoon faate, es stecke entweder voll bewaffneter Männer oder berge irgend eine andere Tücke in sich. „Daily Expreß", der stets eine Jsolierungspolitk Ein Abkommen dieser Art wäre aber nur mög- lidi wenn es Hand in Hand mit anderen politischen Abkommen ginge: Rußlands Dedmgungenfur ein solches Militärabkommen nämlich wäre zweifellos der Abschluß des mit dem Militarabkommen häufig verwechselten Beistandpak t e s , ja sonst doch wohl zuviel preisgeben wurde^ Dieser Beistandspakt sieht vor, daß innerhalbeines bestimmten sich bis zur aktiven militärischen Assi- te^ Beistandes - daher der Name!) steigenden Schemas ein Vertrag abgeschlossen wird der nut n m a t i f d)" zum Beistandleisten verpflichtet. K srs."1 «j-i >»> ■K;ä8™;„s ä.»”« SyTSÄ®? Ä F ° lll ° n d°r WlchMv ' (ä'nber haben be- setäA s tir« Frankreichs Haltung sich essen möchte, Haltung eines Hungrig , ,u heiß ist. aber nicht kann, well das Gericht noch 3 ^P In Paris scheint man, möd)h> al5 es russische Elsen so lang 'N gekommen zu warm ist, infolgedessen aus^ Beistandspaktes i m fein tue ganze ^rage verhan- Rahmen b e 5 B o u a(g Baustein zum dein, bezw. den Delstand Pa“ man wohl Völkerbund" zu behandeln. Dave.hatten von der Erwägung aus, daß « anb5paft etwas doch nur W®er fleflen 3 dez Oeo- lioerfb unter lenste Ruhe. eorb- Woche ttlvoch, l i seine« sie W hon em1 lenüber^ üte lit * * X t we^" hrlich J ßeitimJ ; blei^ I« für* nddK ns J, ebun^ * jjiiir i** Sippenforschung und Schule Winke und Anregungen. Von Walter Giebing. ren gegeben haben. Schließlich darf noch darauf hingewiesen werden, daß ja die Kinder selbst auch für die biologische Familienkunde ein ausgezeichnetes Material abgeben. Dr. Thysen hat in seiner Untertertia in Varel die Kinder zu einer genauen Beschreibung ihres eigenen Körpers veranlaßt. Er hat dann Körperabbildungen und Körpermessungen vornehmen lassen, und ist so ganz von selbst zu dem Begriff der „Rasse" vorgedrungen, der vorher nicht gegeben war, und der auf diese Weise den Abschluß des ganzen Unterrichtsgebietes bilden konnte. Durch die vorangegangenen ahnentundlichen und anthropologischen Untersuchungen war bei den Kindern ein gutes Verständnis für die Erfassung der wich- tigsten Rasseunterschiede vorbereitet. Wenn es so wirklich ein Gebiet gibt, in dem die Schule für das Leben arbeitet, so ist es das Gebiet der Sippenforschung. Durch die Aufstellung der Ahnentafeln werden nicht nur die Kinder selbst zu forschender Arbeit angeregt, sondern das Interesse wirkt fort und weiter auf Eltern und Anverwandte. Auf diese Weise können Ahnen- bestandsaufnahmen in ganzen Dörfern oorgenommen werden. Und so liefert auch die praktische Anwendung der Sippenkunde in der Schule mit das Material für die große Ahnen- und Erbbestandsaufnahme des deutschen Volkes die noch auf Jahre hinaus eins der Großziele der Sippenforschung bilden wird. kund zu tun. Unmittelbar vor den Toren der Stadt lag Das geräumige Zeltlager, das mühelos die 500 Aktiven aufnehmen konnte, die sich zum Schulungslager em« gefunden hatten. Das Laaer wurde durch eine feierliche Fahnenhissung eröffnet und Gruppenführer Dr. Hecker (Straßburger Rormannia, Gießen) mit der Lagerführung betraut. Als erster Schulungsvortrag folgte die Rede von Gauredner K t n- kelin (Franko-Bavaria) über das Thema „Durch Sozialismus zur Nation". Der nächste Tag begann mit einer Ausfahrt nach den Externsteinen. Dies ist eine altgermamsche Kultstätte, an der auch das alte Sachsenheiligtum, die Jrminsult gestanden haben soll. Prof. Dr. Teudt hielt einen interessanten Vortrag, in dem er besonders von der allzu großen Verehrung Karls des Großen abrückte. Anschließend folgte eine kurze Besichtigung der Ruine Falkenburg, die der Wehrschaft in Köln den Namen gegeben hat. Am Abend fand der große Kommers der Wehr- schäft statt, zu dem sich über 1000 Wehrschafter ein- gefunden hatten. Nach Einzug der Chargen be- grüßte Gauleiter und Staatsrat Florian (Falkenburg) die Erschienenen und gedachte des Kampes der Deutschen Wehrschaft. Ansprachen folgten von Reichsstatthalter Dr. Meyer (Saxo-Nor- mannia), Staatsminister Rieke, der Gründer der Deutschen Wehrschaft, Landrat Gebbers (Cun- bria) u. v. a. m. „ . Am Pfingstsonntag stieg ein großes Thing, in dem zur größten Freude aller Wehrschafter das freundschaftliche „Du" im Verband eingeführt wurde. Am Nachmittag folgte ein großer Aufmarsch zum Hermannsdenkmal. Angeführt von der Standarte der Deutschen Wehrsckaft folgten die Chargen aller Bünde, alle anwesenden Wehrschafter, Ehrenabteilungen der Reichswehr, der SS., SA., des Arbeitsdienstes, der Landespolizei, der Hitler-Jugend und des Jungvolkes. Am Fuße des Denkmals, dem Symbol der Deutschen Wehrschaft, hielt Reichsstatthalter Dr. Meyer eine zündende Rede. Nach einem Vorbeimarsch vor den Gauleitern Florian und Meyer schloß der Tag mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz. Nach einer Ehrung des Wehrschafters Karl Laforce, der am 9. November 1923 neben dem Führer als em- ziger Student sein Leben lieh für Deutschlands Erneuerung, folgte eine Ansprache von Gauredner K i n k e l i n , in der er sich besonders mit der katholischen Kirche auseinandersetzte. Am Pfingstmontag folgten die Schlußwettkämpfe umdieVerbändsmeisterschaft.MitgeringemVorsprung ging Teutonia Elbing als Sieger hervor. Für die siegende Mannschaft hatte der Ehrenführer Adolf Hitler sein Bild mit eigenhändigem Namen gestiftet. Schulungsvorträge hielten ferner Fregattenkapitän Pochhammer (Burgundia) über „Philosophie des Kampfes" und Freiherr von Serener über „Die Wirkungen der Kriegsgefangenschaft". Am 22. Mai fand im Lager die Schlußkund- gebung statt. Gemäß dem Wahlspruch der Deutschen Wehrschaft sollten in diesem Lager die jungen Wehrschafter noch wehrhafter, noch treuer und noch deutscher werden. W. Hanke, Straßburger Normannia, Gießen. wandt sind. Ein Mädchen ist allein mit elf ihrer Mitschülerinnen verwandt. Aber auch bevölkerungspolitische Tatsachen sind in dieser Ausstellung zum Ausdruck gekommen. Aus der Darstellung der Altersschichtung in den 30 Sippen, denen die Mädchen angehören, ergibt sich: Heute kommen auf 356 Menschen unter 20 Jahren 538 über 20 Jahren, während früher das Verhältnis umgekehrt war. Das ist ein deutlicher Hinweis auf die Vergreisung unseres Volkes. Schließlich ist auch die K i n d erfrage besonders interessant. In einem Falle hatte die Urgroßmutter 17 Kinder, die Großmutter 6 unh die Mutter des Kindes, das die Ahnentafel anfertigte, hat nur diese Schülerin als ihr einziges Kind. diese Richtlinien bringen zum Ausdruck, daß es : naturgemäß nun nicht das Ziel fein kann, in der i Schule wissenschaftliche Forfchungsmethoden zur 1 Anwendung zu bringen, sondern es handelt sich i erst einmal darum, die Grundbegriffe der i Familienkunde, der Rasseforschung und der Erbgesundheitslehre den Kindern klar zu machen. Der Wert dieser Unterrichtsgegenstände ist in einem Erlaß des badischen Kultusministers Dr. Wacker zum Ausdruck gekommen. Die Sippenerforschung dient nach diesem Erlaß nicht nur zur Stärkung des vielfach geschwundenen Familiensinnes, sondern eignet sich auch in vorzüglicher Weise dazu, die Schüler aller Schularten auf einfache und anschauliche Art in die elementaren Grundlagen der erbbiologischen und rasse- kundlichen Fragen einzuführen. Außerdem läßt sich an der Hand der Familienforschung leicht die innige Verbundenheit aller Volksgenossen in Stadt und Land, in Heimat und Fremde zeigen. Nach den bis jetzt vorliegenden Berichten hat die Einführung der Sippenforschung in der Schule das allerlebhafteste Interesse der Kinder selbst gesunden. Es ist gleichsam ein Stück eigenen Lebens, das in die Schule Einzug gehalten hat, und es ist für die Kinder ungleich lebendiger, aus alten Briefen und Urkunden der Vorfahren zu ersehen, rote es im vorigen Jahrhundert im Dorf und in der Stadt aussah, als wenn diese Erkenntnisse erst als trockener Lehrstoff vermittelt werden mußten. Es ist auch nicht nur ein Interesse, das dem Strohfeuer gleicht, sondern hier ist für jedes Kind eine Gelegenheit zu schöpferischer Arbeit gegeben, und gerade das hat seine ganz besondere Bedeutung. Der Wert der Familienforschung wird aber nicht nur durch die Berichte der Lehrerschaft gekennzeichnet, sondern er ist praktisch zum Ausdruck gekommen in einer ganzen Anzahl von sehr eindringlichen Ausstellungen, die Schüler und Schülerinnen selbst veranstalteten. Eine Mädchenklasse in der Albrecht-Dürer-Schule in einem Vororte von Frankfurt a. M. hat sich dabei besonders hervorge- tan Hier sind den Mädchen Erkenntnisse offenbar geworden, die ihnen fönst für ihr ganzes Leben unbekannt geblieben wären. SO ist durch die Arbeit dieser Mädchen die Tatsache festgestellt war- den, daß von den 30 Schülerinnen der Klasse 19 durch gemeinsame Ahnen miteinander oer- "errW ®anh^üng^burd)3 bi^orboogefen g°- Worten die Idee der Wanderbühne besprochen und hervorgehoben wurde, daß die Wanderbühne auf altem deutschem Boden deutsche Theaterkunst und beste deutsche Literatur verbreiten wolle. Sofort war mit dieser elsässischen Ansprache zwischen Publikum und unserer Gruppe eine Brücke geschlagen: laut lachten die Bauern, und fröhlich lachten die Kleinen, als der Student Wachtel mit Schwalbe im „Nachtwächter" von Körner seinen Unfug trieb. Wichtig war es, daß die Zuschauer nach dem Stück sich nicht sofort verliefen. Vielmehr wurden öann bei Wein ober Bier Lieder zur Laute gefun gen, und bas Jungvolk, Bauernbursck unb <5tu= bentin, Stubent unb Bauernmöbel drehten sich erst noch einmal im Dreitakt. Als aber die fröhliche Schar sich gegen Mitternacht verlief, wußte me- manb, wer mehr Freude gehabt hatte, die Schauspieler ober bas Publikum. v Die verschiebensten Stücke hatte bie Wanderbühne in dieser Weise aufgeführt. Don Goethe: ,/Die Laune des Verliebtei? unb „Die Geschwister . Von Körner: „Der Nachtwächter" und „Der Ketter aus Bremen". Don Kleist: „Der zerbrochene Krug unb mehrere Schwänke von Hans Sachs. Goethes liebliches Sesenheim, Marlenheim unb Norbheim, Westhofen unb Lützelstein, Ingweiler unb Venbenheim, Schirmeck unb manch anbere Ortschaft werben sich noch lange ber frifch-fröhlichen Aufführungen dieser jungen deutschen Studenten erinnert haben. _ , Es fiele aus dem Rahmen dieser kurzen Darstellung, bie vielen guten Kritiken aus damaligen elsässischen Zeitungen, die just vor mir liegen, wie- derzugeben. Auch sei nur kurz erwähnt, daß die Straßburger Studentische Wanderbühne schon auf der Sonderausstellung „Der Student" der Inter- nationalen Buch- und Gewerbeausstellung, der „Bugra" in Leipzig, 1914, einen mächtigen Sammelrahmen mit Bildern und Plakaten ausgestellt hatte. Am Ende des dritten Semesters bestand unser Trüpplein aus 12 Damen unb 24 Herren, barunter mehreren Altelsässern. Im Straßburger Stubentenleben waren wir bie erste Organisation, in ber Stubent unb Stubentin in froher, begeisterter Arbeit zusammen wirkten. Unb da „Zucht unb Sitte" auf unferm Dagantenprogramm standen, konnten Lästerzungen uns nichts anhaben. Unser Vorbild erregte aber auch in anderen Universitätsstädten bie Lust zur Nachahmung. So hatten aerobe vor dem Kriege München, Freiburg, Marburg, Gießen und Heidelberg eine Wanderbühne gegründet. Zwei junge Straßburger Drivatdozenten für Germanistik waren als außerorbentliche Mitglieder für unsere Wanderbühne gewonnen worden: Hans ermüdlicher Hingabe unserm Trupplem zur ^Verfügung stellte. Tagsüber faßen bie „Künstler im Colleg unb schöpften Weisheit aus allen Fakultäten. Abends trafen wir uns in einer großen, leeren Stube. Da würbe soviel geprobt unb gemimt, bis unser Regisseur sagte: „So, Kinber, nun können wir auftreien!" Dann fuhren zwei Stubenten auf bas Dörflern, in bem gespielt werben sollte: ber Katholik zu Hochwürben, der Protestant zum evangelischen Pfarrer und trugen den Herren unsere Ideen vor. Meistens freuten'sich auch die Pfarrherren über ben frischen Wind, ber ihnen da aus dem Dolklem entgegen wehte, und sie sprachen am kommenden Sonntag ein warmes Wort für bie Sache von ber Kanzel auf bie Gläubigen herab. Große knall- bunte, künstlerisch entworfene Plakate würben an Scheunentoren unb Telegraphenstangen angeklebt, unb ber ©emeinbebiener ging zweimal durch den Ort unb vertünbete mit Schellengeläut und „Es wurde b'kannt g'macht . . . die bevorstehende ^Äm^Aufführungstage kam das Dagantenvolkchen im Ort an, zumeist schon von der ganzen Kinder- schar am Bahnhof jubelnd begrüßt. Nahe Ortschaft kn wurden zu Fuß ober im grün bekränzten Thespiskarren erreicht, weltabgelegene per Bahn unb oft bann noch mit einer Fußwanderung. In bem bazu ausersehenen Gasthaus würbe mit einfachen Mitteln eine kleine Strlbubne hergenchtet, wobei „Prima bonna" unb „Erster Liebhaber froh' lich halfen. Der „Bonvivant" schwang sich! dann nachmittags in buntem Kostüm — nach größerem Borbild — auf einen gemieteten Gaul unb ritt blasenb unb in elsässischer Mundart kleine Reben haltend burch bas Dörflern, von alt und jung be ar$arn»uÄ »and« -uma, im Am iana ihrer Tätigkeit, manchmal etwas mißtrauisch ausgenommen, und verdrießliche. wollten sie kurzerhand mit „Schdudenteplahn. ab tun- Aber eine einzige Ausführung »«-USt- meist, um die Truppe in der ganzen Gegend bekannt zu machen Die Bittschreiben der Nachbar gemeinden 7m -inen baldigen Besuch hausten sich mehr und ^Der Eintritt zur Deckung der Unkosten belief sich nie hoher al- 30 bis 40 Pfennig für Erwach, lene " für Kinder di- Hälft-. Daneben rourden billig- gute Bücher im R-klam- und Fifcher-B-r. lag mit viel Erfolg abgesetzt. . . Lange vor der Aussuhrung war der Saal dicht aetüllt Dann schellte es, und es wurde still rote , K einer Kirch- Bor dem Vorhang hielt ich nun ch- Th-aterdir-ktor" in elsässischer Mundart -m- , kurze' Ansprache, in der mit drastisch.srohlichen vor Augen, daß hier drautzen jeher einzelne viel er» reichen kann und im Sinne Adolf Hitlers für Deutschland arbeiten kann, denn die Studenten, die heute hier in Ankara sind, werden in nur wenigen Jahren die Führer des Landes sein. Ehe ich schließe dies alles verdanken, ohne ben die Hochschule in Ankara dies alles verdanken, ohne den die Hochschule ini ein Nichts wäre, auf Herrn Geheimrat Falke, der von uns allen und wie sich gegeigt hat, als die türkischen Studenten ihn beim Eröffnungsball auf den Schultern im Triumph durch ben Saal trugen, auch von unseren Kollegen in gleicher Weise hochverehrt wirb. Nur seiner Zähigkeit, Energie unb von morgens bis spätabenbs angespannten Tätigkeit verdanken wir es, daß hier mitten in Kleinasien ein Bollwerk deutscher Kultur entstanden ist. Wir wollen hoffen, daß es unter feiner Leitung noch reckt lange zum Wohl und Nutzen unferes Vaterlandes be- stehen wird. m^r waren durch kleine, abtz-e9en. gekommen. An Berghangen muhten 8eb«5W ' Lauern und Bäuerinnen ,n saurer Arbeit W>r hatten uns gefragt, °b wohl diesen °ll°ststch°n Landsleuten so fernab von Stadt und Kultur oer Name unserer lr-utfch-n Klassiker überhaupt be- könnt sei und bezweifelten das beide. 2ßtr unte » hieften uns auf dem Heimweg mit Kleinen und S”n auf gut Elsäsfevditsch und stellten fest, daß Goethe und Schiller häufig noch nie g-hort-i oder länost wieder vergessene Namen waren. D i-!'°r S°rt°r.U-°°N |°“er$t“’ei;ränl)enten ses „Neue sehr 8 ' Gewerbescheines einmußten wir um Erl tz @e(b verdienen wollten tommen, ba mir ja in9 Gehege »iE » anbere Untoften We * *Treiben an bie Hono- es wurde ein säuberliches Schrew^^ unserer ratioren Straßburgs beizutreten und für Mefem ’'ÄiteU^ei SDtorf Semester ju. be- wknn^rok^ ger Stadttheaters, Karl Ernji, u deutsche Schlager, schwärmt der türkische Student. Wenn wir ihnen deutsche Volkslieder zur Laute Vorsingen, hören sie wohl andächtig zu, klatschen begeistert Beifall, bitten dann aber doch, einen deutschen Schlager zu singen. Sie sind dann sehr enttäuscht, wenn sie hören, daß man diese zur Laute nicht fingen kann. Hohe Wellen schlägt oft die politische Aussprache. Für unser neues Deutfchland zeigen unsere Kollegen zunächst leider wenig Interesse und Verständnis. Sie sind größtenteils französisch, die von Cypern kommenden englisch beeinflußt. Wir bemühen uns natürlich nach Kräften hier für beut« Die Verbindung zwischen allen Gebieten der Sippenkunde und der Schule ist durch den Reichs- minister des Innern Dr. Frick in feinen grundsätzlich bedeutsamen Richtlinien hergestellt worden, in denen gefordert wird „durch Einführung in die Grundbegriffe der Familienkunde und durch Anleitung zu Aufzeichnungen über die eigenen Voreltern wertvolle Anregungen zu geben". Schon Naumann nebst Frau, bie wir zu unferm „künstlerischen Beirat" gewählt hatten, unb Ernst Stäbler, ber Gelehrte unb Lyriker. Am Montag vor Kriegsausbruch trafen sich die Mitglieder ber Wanderbühne in bem behaglichen „Gasthaus zur Krone" in Kork bei Kehl in Baben. Die Feier sollte mehr sein als nur Semefterschluß- afforb: sie war die letzte Zusammenkunft aller Mitglieder! Wenige Tage danach zerstörte ber Krieg auch biefe schöne, erfolgreiche Arbeit. Hans Naumann erzählt von biefem unvergeßlichen Tag in feinem Stadler-Büchlein') wie folgt: „Ein Abenb wirb allen, bie ihn erlebten, unoer- geßlich fein: Montag vor Kriegsausbruch. Fern von Straßburg in später Stunbe bie kleine Gesellschaft in einem Dorfwirtshaus. Der brohenbe Krieg war burchaus schon ber Grunbton ber Stimmung, Abschiebsgefühle unb Gefühl ber plötzlich un- gewiß geworbenen Zukunft einer ganzen schönen jungen Welt. Die Lampen waren verlöscht, unb nur der phantastische Schein ber bort beliebten Feuerzangenbowle, bie Ernst Stäbler selber soeben sachverständig unb geschickt bereitete, flammte auf und ab. Da trug einer — es war ber kleine Schreiber Licht aus bem „Zerbrochenen Krug" — aus dunkler Ecke unaufgefordert unb wie auf eine Eingebung Stäblers Gedicht „Der Aufbruch", bas feinem Buche ben Namen gegeben hatte, langsam und feierlich vor: diesen fabelhaften, fampf- unb abenteuerfrohen, welt- unb fonnefeligen, todestrunkenen Kriegsgefang: „Einmal schon haben Fanfaren mein ungeduldiges Herz blutig gerissen, Daß es, aufsteigend wie ein Pferd, sich wütend ins Gezäum verbissen.---" Am Tage der Kriegszustandserklärung 1914 trafen wir „Direktoren" uns gerade in Heidelberg. Dort fanden wir aber den Kollegen, einen Vize- Wachtmeister der Reserve, schon beim Kofferpacken, und wir trennten uns sofort wieder mit einem „Auf Wiedersehn nach bem Kriege!" Aber nur wenige von uns finb am Leben geblieben. Wir alle eilten unter bie Fahnen zum Kampfe um unser geliebtes Elsaß. Im Osten und Westen unter fremder Erde liegen viele der alten Freunde. Ernst Stadler fiel als einer der ersten. Dor allem er hatte ja längst erkannt, daß man im 20. Jahrhundert ein Land und ein Volk nur noch mit kulturellen Mitteln gewinnen und erobern kann. Unb bann hatte unsere Wanderbühne ihre Hauptaufgabe erblickt. i) Ernst Stadler. Worte zu seinem Gedächtnis von Hans Naumann, Alfr. Rich. Meyer Verlag, Berlin-Wilmersdorf, 1920. In einer anderen Ausstellung, bie in Meersburg am Bodensee von Schulkindern veranstaltet wurde, kam der ganze Kulturreichtum unserer Vorfahren zum Ausdruck. Hier in diesem gesegneten Flecken Erde haben die Kinder auf Böden unb in Winkeln alte Urkunden "gefunden und hervorge- holt, bie sonst verstaubt und achtlos verkommen wären- Da sind Kaufakten, Zunftbriefe und Freikaufbriefe aufgefunden worden, die auch dem Kinde ein fesselndes Bild der Vorzeit und Dorfah- Viel ist in der letzten Zeit über die neue unter deutscher Leitung stehende Hochschule zu Ankara geschrieben worden. Wenn ich es trotzdem wage, mich mit diesem Thema zu befassen, geschieht es, weil ich es unter ganz anderen Gesichtspunkten be- trachten will, unter dem Gesichtspunkt eines deutschen Studenten unter türkischen Kollegen. Eine halbe Tagereise von ' Ankara, die neue Hauptstadt ler von Professor Weygand.Leipzig bin ich im letzten Sommer an die neue Hochschule gekommen, die hier neben vielen anderen Riesenbauten auf Anordnung des Gazis Kemal Pascha entftan- den ist. Dor dem Weichbild der Stadt gelegen, fällt die Hochschule durch ihre kolossalen Ausmaße sofort in die Augen. Einen großen. Teil des Gebäudekomplexes, der alle für eine landwirtschaftliche Hochschule nötigen Institute umfaßt, nimmt das Studentenheim ein. In diesem Studentenheim leben augenblicklich über 300 Studenten. An den sonstigen türkischen Verhältnissen gemessen, muh ich sagen, daß der türkische Staat hier für feine künftigen Führer aufs Beste gesorgt hat. Das Leben läßt sich natürlich nicht mit unserem schönen deutschen Studentenleben vergleichen, es herrscht ein strenger Kasernenbetrieb. Zweifellos ist dies für die Türken das der mit einem R e i ch s f ck u l u n g s l a g e r i bunben war. Ganz Detmold stand zu Pfingsten Zeichen ber Deutschen Wehrschaft, im Zeichen deutschen Studenten im Braunhemd. Aus allen Teilen Deutschlands, von ber Ostmark, von Bayern, von der Saar unb selbst aus bem bedrängten Oesterreich waren sie gekommen, um in Detmold ihre Verbundenheit mit ihrem Ehrenführer Adolf Hitler «4?" t l , | Art und Sitte zu werden unb bie türkischen Kollegen mit bem Wesen unb Ziel unseres großen .ber „Türkei. Al- Schu. | Führers vertraut zu machen. Ts ist f-hr zu be- bauern, baß wir hier nur secks beutfche Stubenten inb. Es gibt hier wohl viele Schwierigkeiten zu Beste, kommen boch bie Stubenten nur zum allergeringsten Teil aus Istanbul unb ber europäischen Türkei; bie meisten stammen aus bem Innern bes ßanbes, bas erst in ben letzten 10 Jahren bank ber angestrengten Tätigkeit bes Gazis mit europäischer Zivilisation vertraut gemacht ist. Doch nun will ich Tatsachen sprechen lassen. Ein schrilles Pfeifen weckt mich aus tiefem Scklas. Ich erwache unb muß mich erst in bie Wirklichkeit hineinfinben. Ich schlafe mit einer Anzahl türkischer Kollegen in einer der Schlafkojen des türkischen Studentenheims der neuen Hochschule zu Ankara. Auf zwei Stockwerke verteilt, gibt es im ganzen 32 Kojen, die alle besetzt finb. In sechs biefer Kojen schlaft je ein beutfdjer Student. Es bleibt keine Zeit zum Ueberlegen, ein zweiter Pfiff ertönt unb nun stürzt alles in Sporthose und Turnschuh, unb bann geht es eilig auf den geräumigen Dachgarten bes Heimes zur Morgengymnastik. Unter Leitung des hiesigen Lektors für Sport, Riedel, wird alle Müdigkeit aus den Gliedern vertrieben. Uns deutschen Studenten bringt diese Morgengymnastik sehr oft noch eine andere Ueberraschung. Können wir doch oft die fabelhaften Farbenspiele der ausgehenden Sonne auf den kahlen Felsenretten ber vor uns liegenden anatolifchen Hochebene bewundern, oder wir sehen ein riesiges Nebelmeer, aus dem hier und da kleine grüne Inseln hervortauchen, gleichfalls ein phantastischer Anblick. Aber es ist keine Zeit zum Träumen. Punkt 7 Uhr wird gefrühstückt. Leider oder vielmehr Gott sei Dank haben wir cs immer noch nicht gelernt mit der Morgentoilette so schnell fertig zu werden wie unsere türkischen Kameraden. Die Waschgelegenheiten sind sehr ordentlich, es gibt sehr viele Waschbecken, Duschen usw. Punkt 7 Uhr geht es ins Erdgeschoß in ben Speisesaal zum Frühstück. Dieser Speisesaal, ber gleichzeitig als Versammlungsraum bient, fast bequem 300 bis 400 Personen. Ueber die türkische Speisekarte zu spre- chen würde zu lange aufhalten, da eine deuftche Haufrau ohne Einführungskolleg dock kein Der- ständnis dafür aufbringen kann. Von 8 bis 11 uyr sind Vorlesungen, die der türkische Student unentschuldigt nicht versäumen darf. Nach dem Mittag- essen das um 12 Uhr eingenommen wird sind wieder Vorlesungen. Um 6 Uhr wird zu Abend gegessen Darauf haben sich die türkischen Studenten in die Arbeitsräume zu begeben. Auch der Aufenthalt in diesen Räumen ist Pflicht- Natürlich werden sie nicht ausschließlich zum Arbeiten benutzt. Sehr oft wird hier musiziert, alte Volkstänze werden vorgefuhrt, ober aber bie türkischen Studenten tanzen unters- - ander nach Schlagern. Für Schlager^befonders^fur Die Straßburger studentische Oberbeffen. Werbeturnen mit Schlageter Gedenkfeier in Wieseck. * Wieseck, 28. Mai. Der Turnverein 1862 e. V. Wieseck leitete gestern die in ganz Deutschland von der DT. durchgeführte Werbewoche durch eine große Werbeoeranstaltung ein. Nach Aufstellung an dem Vereinslokal Braun bewegte sich unter Dovantritt der Spielleute vom Turnverein Alten-Buseck ein stattlicher Zug durch die Straßen unseres Ortes. Die große Schar der Turner und Turnerinnen in ihrer schmucken Sportkleidung gaben dem Zug ein werbendes Gepräge. Auch die SA. des hiesigen Reserve-Sturmes nahm an diesem Werbeumzug teil, der auf dem Adolf- Hitler-Platz endete. Hier hatte sich bereits eine große Menge Zuschauer eingefunden, um Zeuge der Kundgebung zu sein. Die Anwohner des Adolf-Hitler-Platzes hatten aus Anlaß dieser Veranstaltung ihre Häuser reichlich geschmückt. Als Auftakt der Kundgebung ging eine Sch läge ter-Gedenkfeier voraus, die mit dem Liede „Hier ist dein Land" durch die Gesangsabteilung des Turnvereins eröffnet wurde. Zwei durch die Jugendturner Scherer und Dapper gut vorgetragene Gedichte, dem Gedenken Schlageters gewidmet, sowie die begeisternde Ansprache des Turnvereinsführers Daupert, der in längeren Ausführungen die Art des vortrefflichen deutschen Mannes kennzeichnete, dürfte bei den Versammelten einen tiefen Eindruck hinterlassen haben: Albert Leo S ch l a g e t e r, als letztes Opfer des großen Weltkrieges, war zugleich der erste Soldat der neuen Zeit, der sich !m Ausbäumen der Not gegen Entehrung und Knechtschaft mit seinem Leben opferte. Er starb den Heldentod als Märtyrer seines unerschütterlichen Glaubens an eine bessere deutsche Zukunft. Der Geist dieses wackeren Mannes ist heute mitten unter uns, wir werden ihn nie vergessen. Die Gedenkansprache des Redners klang aus mit den Worten: „Deutschland muß leben, auch wenn wir sterben müssen!" Mit dem gemein» schaftlich gesungenen Liede „Ich hab mich ergeben", sowie einem weiteren Liede „Nach der Heimat möcht ich wieder", vorgetragen von der Gesangs- abteilung, fand die würdige Gedenkfeier mit dem ersten Vers des Horst-Wessel-Liedes ihren Abschluß. Unter den Klängen der schneidigen Musik des Alten-Bufecker Turnvereins, begann alsdann das große turnerische Werbeprvgramm. Demselben war in flotter Folge zu entnehmen: Die Massenfreiübungen der Schüler und Schülerinnen, Völkerballspiele, Gemeinschaftskampf der Schülerinnen am Barren, Keulenschwingen der Turnerinnen, Turner der Sugenb», Unser-, Mittel- und Oberstufe beim Gruppen-Turnen am Barren, Stafettenlauf der Schüler, Schülerinnen und Turnerinnen, Musterriege am Reck, Singspiele der Schülerinnen und Turnerinnen. Die Geiamtdarbietungen wickelten sich reibungslos in bester Disziplin und mustergültiger Ordnung ab. Den mitwirkenden Turnern und Turnerinnen, sowohl wie auch den rührigen Turnwarten Bernhardt, Heller und R e e h gebührt für die dargebrachten Leistungen, die zum Teil auf höchster Stufe standen, besondere Aner- Tönnung. Es wäre zu begrüßen, wenn diese gut aufgezogene Werbe-Veranstaltung auch für den hiesigen Verein sich fruchtbringend auswirken würde. Vereinsführer Daupert dankte in seiner Schluß- acksvrache allen Besuchern, Mitwirkenden, sowie der SA. und deren Führung für ihre Unterstützung. Er wies des weiteren darauf hin, daß das Gezeigte nur Ausschnitte aus dem so regen Turnbetrieb seien und lud die Versammelten ein, sie möchten auch an den Abenden der kommenden Woche als Zuschauer und Gäste den angesetzten Turnstunden beiwohnen, um auch hier den echten Turnergeist kennenzulernen. Die Kundgebung wurde in üblicher Weise und mit dem Abfingen des Turnerliedes beschlossen. Frankfurter Hitler-Jugend in Lich. A Lich, 29. Mai. Gestern vormittag verließen etwa 80 Frankfurter Hitlermädel (BDM.) nach mehr als achttägigem Aufenthalt unser Landstädtchen mit fröhlichem Gesang, um über Arnsburg die, Bahnstation Butzbach zu erreichen, von der aus sie vor Pfingsten zu Fuß hierhergekommcn waren. Die „kleinen Pimpfe" und das recht stattliche Gepäck wurden dankenswerter Weise durch einen Lastwagen der Firma Jhring-Melchior nach Butzbach befördert, damit beide bei der Fußwanderung nicht hinderlich würden. In unserer Stadt hatte die stattliche Schar — Schülerinnen und Berufstätige von 11 bis 17 Jahren — in den Räumen der Club- gefellfchaft, die ihnen von dieser in zuvorkommender Weise aur Verfügung gestellt worden waren, freundliche Aufnahme gefunden. Der schöne Saal war zur gemeinsamen Lagerstätte hergerichtet worden, mehrere Nebenräume und Küche dienten ihren Zwecken und der schattige Garten nebst dem prächtigen Tennisplatz waren zu Speisesaal, Lesehalle und Spielplatz umgewandelt worden. Die Mädchen fühlten sich in den Räumen überaus wohl, zogen aber auch täglich in einzelnen Gruppen mit Gesang in die herrlichen Laub- und Tannenwälder der nahen Hardt, wo sie sich nach ihrer Art Lesen und fröhlichem Spiel unterhielten. Von den Sehenswürdigkeiten unserer Stadt such, ten sie das Wichtigste zu gewinnen, insbesondeä ließen sie sich die Schönheit unserer alten Marien» stiftskirche zeigen und erklären, nahmen auch ant Pfingstgottesdienst teil, so daß sie, körperlich und geistig gestärkt, sich dankbar dieses Ferienaufent. haltes erinnern werden. Die Führerin, Frl. Käth- Nicolai, war ihrer Aufgabe, eine so größt Schar zu betreuen, völlig gewachsen. Das zeigtß sich an dem musterhaften Betragen der Mädchen» ganz besonders aber in dem Ernst ihrer Abschieds! rede, die sie gestern abend bei dem auf dem Hardt« festplatz veranstalteten Lagerfeuer hielt und bi< von gut deutschem Geiste durchdrungen und beseelt war. Trotzdem können wir es ihr nachfühlen, daß sie erleichtert aufatmen wird, wenn sie alle ihr, Pflegebefohlenen wieder heil und gesund an bitf Eltern abgeliefert hat. Allem Anschein nach hat es den Mädchen so gut gefallen, daß sie nächstes Jahr wiederkommen: das' läßt sich schon aus den Beziehungen schließen, die sich zwischen ihnen uni der Licher Jugend (BDM.) entwickelt haben. Oie hessischen Dichter in Butzbach. LPD. Butzbach, 29. Mai. Im Rahmen bet Deutschen Ständewoche, die vom 8. bis 14. Juli in Butzbach stattfindet, wird auch ein Hessische, Dichtertag veranstaltet. Die Vorbereitungen lie, gen in den Händen des Butzbacher Professors Weide, eines alten Volksbildungsvorkämpfers, unb der Gauführung des Reichsverbandes Deutschen Schriftsteller. Sammlung, die jetzt den Packungen der berühmten Zigarette „Alva" 3'h beiliegt. Diese hochaktuelle Sammlung ist ein Dokument unserer Zeit, das auch den kommenden Geschlechtern Mahnung und Ansporn sein wircL^C rührt das Dritte Reich So heißt die neue hochinteressante Bilder- Nacli derZirkusvorslellong Dauerwellen ins Rheingold Ludwigstrabe 6. 3243 d Meiner werten Kundschaft sowie Gästen v. Annerod, Gießen und Umgeb, zurgefl. Kenntnis, daß mein Geschäft morgen,den 31. Mai für jeden Verkehr geschlossen bleibt! Hochachtungsvoll 3240 D Karl Wallbott/Annerod Gasthaus »Zur Krone« Eine gute Kamera ist schon lange Ihr Wunsch. — Die Apparate sind ja auch so billig, z. B.. Die leistungsfähige Agfa Billy Clack mit Anastigmat. Bildgröße 4,5/6 Mk. 17.50; Bildgröße6/9 Mk. 18.50. Das ist eine bequeme Rollfilmkamera. 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Die Belleys, 9 italienische Akrvbaten-Jvckeys, waren, so kann man wohl sagen, auf den Pferden zu Hauie. Sie sprangen auf und ab, ritten ohne Bügel und Sattel, schlugen Saltos auf den Pferden, sprangen allein, dann zu zweien, und schließlich zu drei Der Zirkus Busch traf gestern vormittag um 7 Uhr auf dem hiesigen Bahnhof ein, um 9 Uhr wurde mit dem Aufbau des Riesenzeltes auf dem Platz an der Volkshalle begonnen, am Nachmittag fand bereits ein Werbe-Umzug durch die Stadt und am Abend die erste Vorstellung statt. Der Werbe-' mzua am gestrigen Nachmittag begegnete bei der hiesigen Bevölkerung einem außerordentlich starken In- teresse. Schon lange vor der Zeit säumten große Menschenmengen die Straßen. Es war ein höchst ungewohntes Bild, als bei herrlichstem Sonnenschein die großen, prächtig geschmückten Elefanten durch die Straßen wuchteten. Was gab es da nicht alles zu sehen: die heiligen Rinder Indiens, die rassigsten Pferde, gut gepflegte Kamele, die in stoischer Ruhe einherschritten, Zebus und Büffel, muntere Ponys und schließlich viele Menschen aus anderen Breiten, in allen Schattierungen von braun und schwarz. Die Kinder hatten ihre Helle Freude an dem bunten Bild, das dieser Umzug bot, die Er- Der kleine Clown reitet auf einem Esel im Werbeumzug mit. Mannen mit einem einzigen Satz auf ein Pferd, sprangen schließlich nacheinander alle neun auf einen Gaul und ließen sich um die Manege tragen. Das Wunder-Zebra (3 (Tempers), das sich in den unmöglichsten körperlichen Verrenkungen erging und sich dann als aus zwei Menschen hergestellt erwies, löste ob seiner ulkigen Bewegungen herzerfrischendes Lachen aus. Aller Glanz und alle Zirkus-Tradition wurde W f* */■ Die prächtigen Elefanten im Werbeumzug. wach, als Frau Therese Renz, eine nunmehr 75 Jahre alte Dame in ausgezeichneter Haltung und mit ebenso großem Charme auf zwei der rassigsten Pferde die deutsche hohe Schule ritt und die Tiere im Takte der Musik führte. Die alte Dame erntete für diese für ihr Alter ganz außerordentlichen Leistungen bewundernden Beifall. Dann wirbelten die Araber und Rifkabylen in die Manege und produzierten sich als verwegene Pyramidenbauer. Ein Mitglied der Truppe wartete mit einem ganz besonderen Clou auf: er nahm allein zehn Mann auf seine Schultern. Ein sinnverwirrendes Bild bot die Truppe, als sie einer nach dem anderen in schnellen Saltomortales über die Manege schossen und dabei anscheinend bartun wollten, daß für sie die Gesetze der Schwerkraft nicht so viel Geltung haben wie für andere Menschen. Nach einer kurzen Pause, (während der man Den Zirkus-Zoo besichtigen konnte), folgte die groß« Wasser-Pantomime, die von allen Zuschauern mit großer Spannung erwartet worden war. Unter dem Titel „Die Rache des Kalifen" kam ein phantastisches Spiel zur Ausführung, das wieder eine Fülle guter zirzensischer Kunst in sich schloß. Da sah man zunächst einen reisenden orientalischen Brautzug, der Gelegenheit gab, Das prächtige Tiermaterial zu geigen und viel Prunk zu entfalten; man wurde Zeuge einer romantischen Entführung Der Braut durch einen Beduinenfürsten und Des Racheschwurs Des Kalifen, Der vergeblich auf seine Braut gewartet hatte. Im zweiten Akt wohnte man Dann einer großen Festlichkeit bei, zu Der auch jener räuberische Beduinenfürst eingelaDcn und erschienen war. WährenD Des Festes aber befreiten Die Getreuen Des Kalifen Die geraubte Braut, Der Scheich wurDe gefangen unD Das Fest nahm alanz- ooller in Der eigentlichen Wasserpantomime seinen Fortgang. Große Wassermassen stürzten in Das rasch vorbereitete Becken, ein vielfarbiges Spiel (unter Dem Titel „Grottenzauber") unterhielt, wäh- renD sich Das Becken allmählich füllte, Die Zuschauer, schließlich wurDe Die Manege zum Canale Grande auf Dem eine großartige venezianische Nacht geeiert wurDe. Viel buntes Licht beleuchtete Die viel- ältige Szene, Gesang unD Musik erklangen, Wasser- ontänen stoben empor bis zur Zirkuskuppel, wech- eifarbig beleuchtete Springbrunnen ergossen ihre Wasser in feinen Strahlen unD währenD Die Hand- lung ausklang, aab es noch einige luftige Intermezzi, die die Augenweide Dieses großangelegten Schauspiels vervollständigten. Das Schauspiel, das den ganzen 2. Teil des Programms in Anspruch nahm, wurde von den Zuschauer mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Mit besonderer Bewunderung sah man, wie hier auf ver- hältnismäßib engem Raume ein unzweifelhaft sehr schwieriges technisches Problem gelöst worden war. Sehr befriedigt verließen die Zuschauer den Zirkus. Die gestrige Vorstellung bewies erneut, daß Der großeZirkus feine Lebensberechtigung hat, daß eine Zirkusvorstellung ihren Reiz nicht verfehlt, und die unterhaltsamen Stunden, die man unter Dem Viermastenzelt verbringt, nicht verloren sinD, son- Dern erneuernb unD belebenD wirken unD sicherlich auch lange in der Erinnerung derer verbleiben werden, die einen Abend im Zirkus Busch erleben durften. Kreiskriegerverband Marburg weiht 61 neue Kyffhäuser- Bundesfahnen. js Marburg, 28. Mai. Der gestrige Sonntag bildete einen Markstein in der Geschichte des Kreiskriegerverbandes Marburg. Galt es dock, durch Weihe der neuen Kyffhäuser-Bundesfahnen feiner 67 Vereine ein Bekenntnis zürn nationalsozialistischen Deutschland und seinem Führer Adolf Hitler obliegen. Es mögen wohl 5000 bis 6000 alte Soldaten und Frontkämpfer gewesen sein, welche um 10 Uhr zusammen mit einem Ehrensturm der SA. und dem nationalsozialistischen Frontkämpferbund „Stahlhelm" auf dem von der Bürgerschaft umfäumten Kämpfrasen angetreten waren. Dor einem hort errichteten Feldaltar wehten neben den Fahnen der studentischen Verbindungen und den verhüllten neuen Ehrenzeichen in langer Reihe die alten Fahnen der Vereine als Zeichen einer ruhmreichen stolzen Vergangenheit mit all den Emblemen, aus denen Sinn und Wesen des Kyffhäuserbundes spricht. Eingeleitet wurde die Feier durch den von der Reichswehrkapelle gespielten „Einzug der Gäste aus Tannhäuser". Kreisführer Spiel mann begrüßte die alten Soldaten, die zum Generalappell angetreten waren, um dem neuen Staat unverbrüchliche Treue zu geloben. Der von der Vereinigten Marburger Sängerschaft unter Leitung von Chormeister Dörr zu Gehör gebrachte Chor „Heilig ist der Herr .. .* leitete über zu der Predigt von Pfarrer Seer- hoff, der in seinen inhaltsreichen Ausführungen aus dem Erleben des Frontkämpfers heraus den Heldengeist der alten deutschen Armee und über eine rühmlose 14jährige Nachkriegszeit hinweg den Aufbruch diesem Geistes im neuen Deutschland aufs wirksamste darzulegen wußte. In der Mahnung daß das Vaterland ein Gottesgeschenk ist, das wir treu zu verwalten haben, klang die tiefergreifende Predigt aus. Die Weiherede hielt der Ehrenvorsitzende des Verbandes, Oberst a. D. Immanuel, Der in den Jahren 1922 bis 1932 den Kreiskriegerverband Marburg führte und ihn trotz Widerwärtigkeiten dieser Zeit mit eiserner Tatkraft zu seiner jetzigen Stärke emporhob. Ewig jung ist, so führte er u. a. aus, dieser Kyffhäusergeist geblieben und penn die nationalsozialistische Bewegung unter dem Frontkämpfer Adolf Hitler den ungeheuren Aufschwung nehmen und Deutschland vor Dem Untergang be- wahren konnte, so hat auch Die treue, beharrliche unD im Stillen von Den Kriegervereinen geleistete Arbeit ihren Anteil an Diesem Erfolg. Als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zum Dritten Reich' wurde das einheitliche Symbol der neuen sinnvollen Kyff- Häuserfahne geschaffen. Oberst Immanuel gab Den neuen Fahnen Den Weihespruch „Kameradschaft und Beständigkeit im Vaterland für alle Zeit" mit auf den Weg. In diesem Sinne mochten sie Den alten Soldaten in guten unD schlechten Zeiten voranwehen. — Der erste Gruß Der neuen Fahnen galt Den zwei Millionen Gefallenen des Weltkrieges. Langsam senkten sich die Fahnen, während das Lied vom guten Kameraden erklang. Nach Abschreiten der Fahnenfront durch den Ehrenvorsitzenden und den Kreisführer unter Den Klängen Des Präfentiermarsches schloß Kreisführer Spiel- m a n n Die erhebende Weihestunde mit einem brausend aufgenommenen „Sieg-Heil?" auf Das Vaterland unD seine Führer. Dem Gesang Des Deutsch- lanD- und Horst-Wessel-Liedes folgte dann unter Dorantritt von vier Musikkapellen ein Umzug durch die fahnengeschmückte Stadt. Nie Finanzlage öc« Nilllreises LPD. Dillenburg, 29. Mai. Die finanzielle Lage des Dillkreises war während des zweiten Etats-Halbjahres 1933 weiterhin ungünstig, hat sich indessen durch den erfolgreichen Kampf gegen d i e Arbeitslosigkeit von Monat zu Monat gebessert. Die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen ging von 1052 am 1. Oktober 1933 auf 509 am 1. April 1934 zurück. Nach den bisherigen Ergebnissen wird sich der Haushaltsfehlbetrag für das zweite Halbjahr 1933 um rund 25 000 RM. ermäßigen. S.lJpori auf 21. September nach Warschau angesetzt. 'S Wirtschaft Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Äl. 59 58,25 59 125 Banknoten. Grt-ner 01 22,13 59 99 124 102,13 54,9 63,5 46,13 41,75 123 47,13 62,9 60,75 17,65 167,5 169 151,25 135,65 65,13 39,4 79 7 9 0 0 0 55 64,5 46 42 46 59,5 17 164 169 151,25 134,4 186 63 40,65 79,5 22,13 176,75 135,75 190 65 39,25 79 54,75 64,25 46,25 41,9 46,75 62,75 17,5 168,5 169 151 Dem Kölner Dauerfahrer Dederichs, der vor einigen Wochen bei dem Radrennen von Halle gestürmt und von einer Schrittmachermaschine überfahren worden war, mußte das verletzte Bein abgenommen werden. Zum er st en Male nach demKriege werden sich deutsche Reiteroffiziere an einem polnischen Turnier beteiligen. Bei dem am 1. Juni beginnenden Warschauer Turnier gehen Rittm. Momm, Oblt. Kurt Hasse, Oblt. Ernst Hasse und Dblt Brandt mit 15 Pferden an den Start. Zum Davispokalkampf gegen Frankreich wurden vom Deutschen Tennis-Bund von Cramm, Tüscher, Denker und Nourney als Spieler aufgestellt. Die Besetzung des Doppels wird erst nach dem ersten Kampftag vorgenommen werden. hinterließen einen guten Eindruck und erzielten gegen Hagens Stadtmannschaft ein Unentschieden von 9:9. Schultheis Payenhoser .......0 Mu < Allgemeine Kunstseide) .. 0 103,75 55,13 64,5 46,4 41,5 123,75 46,75 62,13 60,75 17,5 168,5 169,75 151 Mainkraftwerke Höchst a.M—, 4 Süddeutsch« auda ......... 8| o o o , 7 0 0 0 0 .10 , 0 0 Außer Gefecht ist der Frankfurter Eintrachtläufer Grämlich,-der sich bei der Weltmeisterschafts- Expedition in Italien befindet. Grämlich verletzte sich beim Zuisammenklappen eines Strandstuhles zwei Finger der linken Hand so schwer, daß er den Arm in der Binde tragen muß. 134,9 64,25 39,5 79 Suter Absatz in der Dasaltindustrie. LPD. Aus dem Ebsdorfer Grund, 29. Mai. In den großen Dreihäuser Basallbrüchen, die infolge fehlenden Absatzmangels in den letzten Jahren vielfach verödet dalagen, herrscht in Auswirkung der starken Straßenbautätigkeit durch das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung wieder Hochbetrieb. Richt nur die jahrelang arbeitslos gewesenen Steinarbeiter aus Dreihausen und Umgebung sind wieder in Beschäftigung, es konnten sogar Erwerbslose aus Marburg und anderen Kreisorten eingestellt werden. Reben dem vielen Steinmaterial, das mit Lastkraftwagen und Pferdegespannen abbefördert wird, befördert die Kreisbahn täglich 35 bis 40 Waggons Steine. Der Kreis hofft, in diesem Jahre einen kleinen Ueberschuß an der Bahn herauswirtschaften zu können. * Hessische Eisenbahn Ä G., Darrn- st a d t. Die Gesellschaft erzielte 1933 einen Gewinn von 0.48 (0.37) Mill. RM., der sich um den Vortrag auf 497 823 (431057) RM. erhöht. Die 4 Mill. Stammaktien erhalten wieder 10% Dividende, 0.03 Mill, gehen an den Pensionsfonds, 48 646 RM. werden vorgetragen. Die Betriebseinnahmen der Straßenbahn beliefen sich auf 1.53 (1.72) Mill., der Rückgang hörte erst gegen Ende oes Berichtsjahres auf. Die Elektrizitätswerke brachten einen Rohertrag von 4.49 (4.38), die Gas- 3- @. Farben-Jndustrt« Scheideanstalt........ Goldschmidt ......... RülgerSwerke ........ Metallgesellschaft...... werke einen von 0.02 (0.03) Mill. Der Stromabsatz war mit 49.18 (46.32) Mill. kWh der größte seit Bestehen des Unternehmens. In der Bilanz haben sich Rückstellungen auf 1.18 (0.94) Mill, erhöht, Wertberichtigungsposten auf 18.74 (17.42), Verbindlichkeiten auf 11.7 (11.105) Mill. Von den letzt- aenannten betragen Tilgungsdarlehen 6.98 (6.40), sfr-Anleihe von 1929 unv. 4.06, Warenschulden urw. 0.32 Mill. Die Straßenbahnanlagen figurieren mit 8.84 (8.78), Elektrizitätswerke mit 22.41 (22.05), Gaswerke mit 0.60 (0.60). Wertpapiere erhöhten sich durch Rückkauf von Anleihestücken zu Tilgungszwecken auf 1.69 (0.53). Vorräte belaufen sich auf 0.60 (0.63), Warenforderungen auf 0.66 (0.64), Darlehensforderungen 1.48 (1.52), Bankguthaben 1.28 (0.55). Die GV. hat die Regularien bereits genehmigt. * Tantiemen nur für die Angestellten und Arbeiter. Der Aufsichtsrat der Pfalzwerke AG. hat auf Antrag der nationalsozialistischen Mehrheit beschlossen, die Tantiemen (Gratifikationen) an die Direktoren zu streichen und sie in Zukunft nur an untere Angestellte und Arbeiter zu verteilen. nindermarkt in ließen. Auftrieb 720 Stück Großvieh, 151 Fresser, 198 Kälber. Es kosteten: a) Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 330 bis 470 Mk., 2. Qua- |0 3Utti $ ö > der IÄ ::S hin Nige Schweizer Bundesbahn von 1912 153, Reichsbank 152, Gelsenkirchen 60, Mannesmann 61,75, Rheinstahl 90,25, Stahlverein 40,50, Aku 54,75, Bekula 133,13, Scheideanstalt 190, Deutsche Linoleum 62,75, IG. Farbenindustrie 135,65 bis 135,75, Gesfürel 96, Holzmann 59, Metallgesellschaft 79, Schuckert 88,75, Hapag 21,40, Norddeutscher Lloyd 27,90. N a ch b ö r s e : IG. Farben 135,75, Neubesitzanleihe 17,75. Die Goldene Medaille der FAJ. (Föderation A^ronautique Internationale) wurde dem amerikanischen Weltflieger Wiley Post für die beste fliegerische Leistung des Jahres 1933 zuerkannt. Bei diesem Kongreß der FAJ. wurde zugleich der Start zum Gordon-Bennet-Ballonwettfliegen ünsiig war, le? besser hi pie Britei «gen ihre K «r grober Mtlichen s mb bedurfte oe so weit Das deuts ?nb. Die d Grauten, Wr in d Zerstörer hir ph 100, bei )i|ftn geger 4 fast sch! Aeßlich ve Wich hei &rt. lind m Bericht: tnell und i werde t [nötigt, daß jtnen zu nit der er »uzte, ahn Wen. Uni Nein stani Jn 5Bege, l [F, Hörner ■nnce" geri ^.."Thiiril ^'hglühend l’nein. I ? .kehrt, Hum Hein Verlust önnbe, 17 •‘.'"en, aus 0,1 June" nun do sf-eine Er ;'r Deutscl auch • Ml L - '^niähe /'eb die ( '^cord", unser Und t,e «Uten r iliMe bei fes »5« mit b M nichts 3 Zr bei uns Kirteoerhält Lu Seekrie E6 nielleu fi Elendiges fette war l 1 Iberlegenheu Wgsstand kc Eigene W 'n gar nichu ■ ei lakufort! Lren alles,' Ufenc Mater Men gegen Wt die 1 jrneter gegen «Vach, eben' m der Mm «Lindigkeit L an. Ms das j ch „den Tag !ut Sie kc ! tflärung da ■ r den Feind f sn 1914 eine erm für ch t ichtige Geist, ui|te, den dc s die beste rei durchbra ni. Scheer, er, der se i ihrte, wie es Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt veichtosienen Dividende an. — Relchsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. s Mtiatt; m 4 ®ei W .jten: >. pM .Mrtan mehr und mehr überlegen. Trotz aller Anstrengungen gelang es den Gastgebern nicht, auch nur das Ehrentor zu erreichen, während die Gäste bis zum Schluß noch drei weitere Treffer erzielten. Vorher standen sich Grünbergs zweite und die neu erstandene dritte Elf des Turnvereins Wieseck gegenüber. Hier sah man ein völlig ausgeglichenes Spiel. Wieseck zeigte jedoch das größere Stehvermögen. Grünberg mußte sich mit 4:0 Toren geschlagen bekennen. (Halbzeit 2:0.) wieseck II. — VfB. Krofdorf L 2:1. Nach Beendigung der vom Turnverein Wieseck veranstalteten Schlageterfeier trug die zweite Mannschaft des Vereins auf eigenem'Platze ein Freund- scyaftsrückfpiel gegen die erste Elf von VfB. Krofdorf aus. Die Gäste erschienen in kompletter Aufstellung, während Wieseck mit nur neun Mann antrat. Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit lieferten die Platzbesitzer den Gästen ein gleichwertiges Spiel und siegten mit 2:1 Toren. Mercedes-Benz starten beim Eifelrennen. Auto-Union und Mercedes-Benz treffen nunmehr bestimmt am kommenden Sonntag beim Großen Eifelrennen auf dem Nürburgring zusammen. Ihre Gegner sind u. a. der Avus-Sieger Moll auf Alfa Romeo, Chiron, wahrscheinlich auch Varzä und Nu- volari, womit das Rennen eine glänzende Besetzung-gesunden hat. Insgesamt werden 54 Wagen in zwei Abteilungen und 167 Motorräder an den Rennen teilnehmen, darunter noch zahlreiche Fahrer mit bestem Ruf. Oie deulsche Vertretung bei den Kunst- turn-Weltmeisterschafien. Die Kunsttum-Weltmeisterschaften werden von 14 Riegen im Fünfzehnkampf bestritten und zwar: Deutschland, Ungarn, Schweiz, Italien, Polen, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Holland, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Finnland, Luxemburg und Mexiko. Die deutsche Vertretung stützt sich auf: Kröbsch, Sand rock, Winter, Lorenz, Beckerth, Limburg, Volz und Frey, während fünf weitere Kunstturner als Ersatzleute in Budapest sind. Oie französischenTenniSmeisierschasten. Von Lramm unter den „letzten Vier". Bei den französischen Tennismeisterschaften in Paris kam am Dienstag der deutsche Tennismeister Gottfried v. Cramm durch einen schönen Sieg mit 6:2, 6:3, 3:6, 6:3 über Roderich Menzel unter die „letzten Vier". Im Dameneinzel sind die „letzten Vier" noch nicht alle ermittelt, da das Spiel zwischen Cilly Äußern und Miß Stammers am Dienstag nicht ausgetragen wurde. Im Gemisch- t e n Doppel, wo am Montag das deutsche Paar Frl. Horn ° Gottfried v. Cramm durch einen Sieg mit 6:4, 6:2 über Frl. Valerio-Hines den Eintritt in die Vorschlußrunde erzwungen hatte, gab es am Dienstag keine besonders wichtigen Spiele. Kurze Sportnotizen. Schwedens Handball - Nationalmannschaft erledigte das erste Spiel auf der Deutschlandfahrt in Hagen. Die schwedischen Gäste Rundsunkprogramm. Donnerstag, 31. THai. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. Verschiedene Ouvertüren. 8: Skagerrak. 9: Katholische Morgenfeier. 10: Nachrichten. 10.30: Eigene Sendung. 10.45 bis 11.30: Orgelkonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I des Philharmonischen Orchesters. 13: Nachrichten, Saardienst. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Kinderstunde. „Bunter Bilderbogen". Eine Hörfolge für Kinder in Versen und Liedern. Von Rudolf Schmitthenner. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Der böse und der gute Mitmensch. Vortrag von Wilhelm Michel, Darmstadt. 17.45: Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie und Rasse. 18.25: Eigene Erlebnisse in der Skagerrakschlacht. Von Kapitän Werber. 18.50: Das Leben spricht. 19: Volkstümliches Chorkonzert. Chöre fingen. 19.40: Vom Deutschlandsender: Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland — Argentinien. Hörbericht von der zweiten Halbzeit. 20.25: Abendmusik des Rundfunkorchesters. 21.30: Reichssendung: Uebertragung des 3. Aktes „Arabella". Lyrische Komödie von Hugo v. Hofmannsthal. Musik v. Richard Strauß. 22.40: Nachrichten. 22.55: Nachrichten aus dem Senderbezirk, Wetter- und Sportbericht. 23: Tanzmusik. 24: Italienische und deutsche Klaviermusik. 0.30 bis 1: Nachtmusik. Franz Schubert: Unvollendete Sinfonie H-Moll. Oer Kreisbeaustragte des Relchssporlführers für den kreis Gießen. Freitaa, 1. Juni, 19.30 Uhr in der Gastwirtschaft Boller Besprechung der Leibesübung treibenden Vereine. Zu erscheinen haben die Vereinsführer und Werbewarte. Terminkalender find mitzubringen. Dauer der Besprechung IV- Stunden. gez.: Mohr. Oer Besuch von Gaarturnern und Sportlern in Deutschland. Zahlreiche Turn - und Sportvereine aus dem Saargebiet unternehmen zur Zeit Bssuchsreisen nach dem deutschen Reichsgebiet. Derartige Reisen haben nicht nur rein turnerische bgw. sportliche, sondern auch politische Bedeutung. Der Empfang einer Saarmannschaft darf niemals eine Vereinsangelegenheit fein, sondern muß die ganze Bevölkerung erfassen, um den Gästen aus dem Saargebiet den Eindruck mit nach Hause zu geben, der notwendig ist, den Saarländern den moralischen Rückhalt in ihrem harten Existenzkampf zu stärken. In vorbildlicher Weise wurde auf diesem Gebiete bei dem Empfang der Saarturner x\x Pfingsten in Darmstadt gearbeitet. Um den gleichen Erfolg auch an anderen Orten zu erzielen, ist das Staatliche Tury- und Sportamt gern bereit, über die Organisation derartiger Veranstaltungen Auskunft zu geben. ^900sHandbatterimponiereninMainz SL. Mainz I — 19001 7:11. Am vergangenen Sonntag stand 1900’s erste Mannschaft in Mainz zum Rückspiel dem dortigen Sportklub gegenüber. Beide Parteien hatten ihre zur Zeit stärksten Vertretungen zur Stelle. Die 1900er traten an mit Lott; Birksnstock, Volkmann. Hoffmann, Cremers, Mann (später Schott!); Schüler; Krüger, Steines, Betz, Schott II. Die Gießener fanden sich ziemlich rasch und führten schon bald 3:0. Jetzt setzten die Gastgeber Dampf auf und bewiesen, daß ihr Ruf als beste Mainzer Handballmannschaft gerechtfertigt ist. Auf beiden Seiten fielen Tore. Beim Stand-von 6:4 für 1900 ging's in die Pause. Nach dem Wechsel hatte die Gießener Hintermannschaft zunächst eine schwere Belastungsprobe zu bestehen, denn die Sportklubleute griffen ungestüm an. Aber Lott im 1900er-Tor hielt bravourös. Allmählich wandte sich das Blatt. Die Mainzer hatten scheinbar ihr Pulver verschossen, und die 1900er legten nun ihr wirkliches Können an den Tag. Binnen kurzer Zeit hatten sie das Ergebnis auf 11:5 gestellt. Dem Gegner gelangen dann bis zum Schlußpfiff noch zwei Gegentore. Zur Kritik der Mannschaften ist zu sagen, daß die 1900er wieder eine ausgezeichnete Partie lieferten. Ob ihres fairen und technisch hochstehenden Spieles war das Mainzer Publikum restlos begeistert. Die erzielten Tore verteilen sich auf die gesamte Fünferreihe. Die Mainzer hatten eine weit kampfkräftigere Mannschaft als beim Vorspiel in Gießen im Feld. Die Leute, waren körperlich gut durchgebildet und eminent schnell. S(£. Mainz II — 1900 II 5:3. Die zweite Garnitur vermochte keinen Sieg mit nach Hause zu bringen, war auch nicht in glücklichster Aufstellung gefahren; besonders im Sturm wollte es nicht klappen. Balser im Tor hatte alle Hände voll zu tun. Er hielt wieder die unmöglichsten Bälle. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Am Samstagmittag erledigte die 1. Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern das Rückspiel in Gießen und verlor mit 2:1 Toren. Die Jugend verlor zu Hause gegen die 1. Jugend der Spielvereinigung 1900 Gießen erwartungsgemäß mit 7:1 Toren. Die Kleinsten retteten die Ehre des Tages, denn sie behielten über die Schülermannschaft von 1900 Gießen mit 5:2 Toren die Oberhand. Sportabteilung des Tv. Wieseck. Grünberg I. — Wieseck I. 0:9. Die erste und dritte Mannschaft des Turnvereins Wieseck kamen am vergangenen Sonntag einer Freundschaftsrückspielverpflichtung in Grünberg nach. Das Spiel der ersten Elf sah beide Mannschaften in kompletter Aufstellung. Es entwickelte sich ein flottes Spiel, das zuerst ziemlich ausgeglichen verlief. Wieseck lieferte jedoch dann das bessere Spiel und war seinem Gegner technisch überlegen. Wieseck ging nach einer Viertelstunde in Führung. Grünberg ging nun mächtig aus sich heraus, konnte jedoch das sichere Schlußtrio der Gäste nicht überwinden. Auf der Gegenseite erhöhte Wieseck in gleichmäßigen Abständen das Resultat 5:0. Nach dem Seitenwechsel sah man vorerst ausgeglichenes Spiel. Wieseck erhöhte dann auf 6:0 und wurde Philipp Holzmann........... O| Zementwerk Heidelberg ......0 100,25 lemtntoeri Karlstadt......... O| Frontsuri a. Vl Berlin Schluß« kurS Schluß!. Abendbörse Schluß- kurS Schluß!. Mittag. börse Datum 26.5. | 29-5. | 28-5. 29-5. i% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 94,65 96,9 95,9 — •% etjem.7% Dl. ReichSanl. v. 1929 99,8 99,8 99,8 99,8 5Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. 91,25 91,25 91,4 91,5 Deutsche Anl.-Ablös..Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. 96,5 96,4 96,4 DeSgl. ohne Auslos.-Rechte...... 17,5 17,8 1L9 17J «% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)........... 94,9 94,5 94,25 94 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12................. 90,75 90,5 - 90,75 654% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqüt......... 89,75 90 — Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .......... 95 95,25 — - - Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auölos.-Rechten 93 92,75 93 93 •% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 90,5 90 1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 90,5 —— «■* 1%% ehem. *y.% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu^Pfandvrtese....... 89,25 ih% ehem. 4£% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse. ... 90,5 90 —— — •% ehem. 8% Pr. Landespfand- brtesanstalt, Pfandbriefe R. 19 94 94 94,25 _ •% ehem. 7% Pr. Landespfand, oriefanstalt, Pfandbriefe R. 10 94 94 94 _ Steuergutsch. Verrechnungskurs 98,4 98,4 98,4 98,4 *% Oesterretchtsche Golbrente... 24 __ 24,5 25,75 4,20% Oesterreichische SUberrentr 1,1 1,05 1,5 4% Ungarische Goldrente....... 6,9 7,4 7,45 7,5 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 6,75 7 6,95 7,2 454% desgl. von 1913 ....... 6,8 7,13 7,1 7,9 5% äbgestl Goldmexikaner von 99 8,25 7,8 7,65 4% Türkische Zollanleihe von 1911 6,75 6,75 6,75 6,75 t%£ücftf4e Bagdadbaha-Anlethe Ml i ••••••••»•••••••••••• 6,6 6.6 Frankfurt a. M. Berlin Gchluß« furd Schloßt. Abend- Wtie Schluß« kurs Schlußk. Mittag« börse Datum 26.5. 29-5. 28.5. 29-5. 4% desgl. Serie 11 ............ 6,7 — 6,7 — 5% Rumön. vereinh. Rente v. 1903 4,1 4 4,1 — 4^,%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 — 4% Rumänische vercinh. Rente .. 3,65 3,6 3,6 3,65 8y,% Analotter ........... 30,5 31 30,65 31 Hamvurg-Amerika-Paket ..... 0 22,5 21,4 22 21,5 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 24,25 Hansa-Dampfschifs.....o — — — Norddeutscher Lloyd .........0 27,65 27,9 28 27,75 A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 64,5 64,5 63,9 64 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 84,75 84,5 84,75 84,75 Cammer), und Privat-Bank .. 0 50,5 51 51 51 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft.............. o Dresdner Bank .........y Retchsbank ................ 12 53 59,25 53,5 59,25 53,25 59,25 53,5 59,25 150,5 152 152,4 152,4 A.S.G.................... o Bekula.............. q Dektr. LiefeningSgesellsch'aft *** 6 Licht und Kraft ........... 6 gelten & Guilleaume......... o Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ....... 6 schuckert & Co. - Siemens« Halske..... , 24,25 24,4 24,25 24,13 133 97 133,13 98,5 133,13 98,9 133,13 99,5 103,9 55,4 95,5 103 56,5 96 94,5 103,5 55,75 95,75 94 103,25 57,13 96,4 95 89 •32,5 116 88,75 134 89 133,5 116,5 88 132,65 116,75 Buderus .................... 73 74 73,5 74,5 Deutsche (hWI..............\ H5 117,75 117 117,75 Gelsenkirchen«............... 60 60 59,75 60,25 Harpener........... q Voesch Eileu-Küin-Neuesseu .. o Ise Bergbau ... % M Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke .............. q «arutt-mauEbrk» . a 91 63,5 62,13 93 110,75 64 61,75 93,4 70,5 109 64 60,65 93 70,9 140 110,75 63,75 61,13 1 Frankfun a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Minag- börse Datum | 26-5. 29.5. 28-5. 29.5. Mansfeld« Bergbau.........01 — Kokswerke 0 — Phönix Bergbau.............0 47 Rheinische Braunkohle» ..... 10 222 Rhetnstahl ................ 0 90,75 Bereinigte Stahlwerke........ 0 40,75 Otavi Minen ..............0 14 Kaliwerke Aschersleben........5 io? Kaliwerke Westeregeln........6 107 Kaliwerke Salzdetfurth.....7tzj 144 72 47,75 224 90,25 40,5 13,75 107,25 105,65 143 70,25 94,13 47 224 90,9 40,4 13,5 108,25 106,4 142,25 71,5 94,25 47,75 225 90,5 40,5 13,75 107 105,5 142,5 28-Mai 29-Mai Amtliche Notierung Amtliche Notierung Meld Brie! Geld Brie Buenos Aires 0,580 0,584 0,580 0,584 Brüssel..... 58,53 58,65 58,52 58,64 Rio de Jan. . 0,131 • 0,133 0,131 0,133 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 56,84 56,96 56,79 56,91 Danzig..... 81,60 81,76 81,60 81,76 London ..... 12,73 12,76 12,72 12,75 HelsingforS.. 5,629 5,641 5,624 5,636 Paris ...... 16,50 16,54 16,50 16,54 Holland ... 169,53 169,87 169,53 169,87 Italien..... '21,31 21,35 21,32 21,36 Japan ...... 0,756 0,758 0,756 0,758 Jugoslawien 5,664 5,676 5,664 5,676 Oslo.....: 63,94 64,06 63,94 64,06 Wien....... 47,20 47,30 47,45 47,55 Lissabon .... 11,59 11,61 11,58 11,60 Stockholm... 65,63 65,77 65,58 65,72 Schweiz .... 81,32 81,48 81,32 81,48 Spanien.... 34,27 34,33 34,27 34,33 Prag....... 10,43 10,45 10,43 10,45 Budapest ... —— Neuyork... 2,505- 2,511 2,504 2,510 Berlin, 29-Mat Geld Briel Amerikanische Noten.............. 2,457 2,477 Belgische Noten.................. 58,36 58,60 56,64 56,86 12,675 12,735 Französische Noten............... 16,46 16,52 169,11 169,79 Htalientsche Noten................ 21,20 21,28 Nni-sn-gischp chnt-a .............. 64,03 Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... — — 65.42 81 14 81,46 34J3 34,27 üoAavjche Not»