Ir. U8 Erstes Blatt Donnerstag, 24. Mai (934 184. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Erscheint täglich, außer Ä Ä Annahme von Anzeigen sonntags und Feiertags JHv " " für die Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte M ▲ w K A, A. ▲▲ bis 8^/,Uhr des Vormittags LLLSKSS: Im 1 Atz An Ar II n rAf AAr ms Meyeiler zinjciucr ms iafolge höherer Gewalt e A ee Stellen-, Vereins-, gemein» MZL General-Anzeiger für Oberhesfen ZMPW Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6Rpf. jrantfurt am Main 11686 Druck und Verlag: Vrühl'sche UniverfitStr Vuch- und Stchtöruderei R. tange in Gießen. Zchristlettung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel ö Sbergewinnung auf der ganzen Erde gewaltig gkreigert al 2,5 S flfcr K f wurde, so daß sie von nicht viel mehr Millionen Kilogramm im Jahre 1880 auf : r 5 Millionen Kilogramm um 1890 anwuchs. ssmr die Union ist das Schicksal des Silberberg- 0125 schon mit Rücksicht darauf, daß erhebliche Ka- itdien darin angelegt sind, nicht gleichgültig. Das : Die wichtigste Erklärung dafür, daß Präsident a.sevelt von Beginn seiner Präsidentschaft an io Mitteln und Wegen gesucht hat, um den Sil- r»reis zu heben. Diese Hebung soll zunächst ein- i erreichen, daß die Silbergewinnung wieder ii.it, was aber nur möglich ist, wenn das Silber »«"nationale Preise erzielt, die seine Gewinnung chr en. Daß die Erhebung des Silbers zum Range s Währungsmetalls eine Preis st eigerung ^eiführen kann, ist an und für sich wahrschein- h aber nicht unbedingt sicher. Diese Sicherheit ii$ nur zu erreichen, wenn es dem Präsidenten ilcinge, das Silber international als Wäh- inzsmetall wieder einzusetzen. Die Aussichten da- iiffind nicht groß. Seit dem Kriege ist auch bte f: hrung gemacht worden, daß die Metalldeckuna ir .eine Wahrung zwar gut und nützlich ist, daß e< Quch gewiß nicht schadet, über einen großen Vavßhort zu verfügen, aber die Sicherheit der Wäh- rm:i an sich ist dadurch nicht bedingt. in 0 Hoofeeelte Silberbolschafi. An sich bildet die Botschaft des Präsidenten R-osevelt über die neue Silberpolitik keine lieber« rc'chung. Es handelt sich ja nicht nur darum, durch irihrungstechnische Maßnahmen aller Art die Mrtschaftspolitik des Präsidenten zu unterstützen, sondern auch darum, den zusammenaebrochenen E: Iberbergbau der Union zu stützen oder weder aufzurichten. Wenn auch die Union schon ft: zwölf Jahren nicht mehr das Land ist, das die äiößte Silbergewinnung der Erde aufzeiat, ein Ahm, den es Jahrhunderte unumstritten für sich tr Anspruch nehmen konnte, so steht es als Silber- Imib noch immer an zweiter Stelle. Seit bin achtziger Jahren bes vorigen Jahrhunberts icrug bie Silbergewinnung ber Union zwei Mil- li-^ien Kilogramm im Jahresburchschnitt, was über dl, Krieg hinaus beibehalten würbe, benn noch ■23 konnte die Union 2,2 Millionen Kilogramm E ber auf den Markt werfen. Wie schwer die E derkrise eingewirkt hat, geht daraus hervor, daß bii Union 1932 die Silbergewinnung auf 770 000 Kvgramm eingeschränkt hat. Jöon einer Silberkrise kann nicht nur seit dem St ege, sondern muß schon seit vierJahr- z «h n t e n geredet werden. Es war in den acht- zi:?r Jahren des vorigen Jahrhunderts, als die lnß ein großer Goldhort, daß sogar die Derfu- mi über ein Drittel des gesamten Goldvorrates k (Erbe nicht verhinbern kann, baß ein großer E:a:it von einer Wirtschaftskrise ohnegleichen heim- aisrcht wirb, bas hat vor allem bie Union fllvst erleben müssen. Roosevelt will benn auch kch vorsichtig vorgehen, benn er schlägt vor, zu- . Ni Hst nur ein Viertel Silber tn bie Jairungsberfe einzufügen, so daß nach wie vor di-i .iertel Golb ben Rest der Wahrungsbecke bilben nrikn. Der Zweck ber Hebung ist offenbar, ber Eltergeroinnung in ber Union roieber einen ange» »s men Preis zu sichern, gleichzeitig aber auch Ibrjorge zu treffen, daß selbst nach einerBefestt- . fai:: des Dollars die Selbstkosten der Wirtschaft in M lUnion durch währungstechnische Maßnahmen । tife'itt werden. Das soll die Wiederzulassung des 1 Elt ?rs als Währungsmetall erreichen, woran sich ■ nihs ändert dadurch, daß der Silberpreis auf 50 6n je Unze festgesetzt wird. Zu diesem Preis kauft tot Staat Silber auf; aber er kann zu diesem Preis ' unbegrenzte Mengen aufhäufen, wenn die ge- Mtch bestimmte Silberdeckung erreicht ist. Die Ö-schr liegt also darin, daß sehr viel Silber a, ■' dem Markt schwimmt, denn die Berg- ir:>2 werden kein Bedenken tragen, die Silberge- titiurig zu steigern, um die Verluste von Jahr- Bhden einigermaßen wieder hereinzubringen. Aber I Jeweilig ging in den folgenden Jahren diese Saigerung darüber hinaus, um schon 1913 über 8 Millionen Kilogramm zu erreichen, bis schließlich dis Jahr 19 2 9 mit 7,6 Millionen Kilogramm bie höchste Gewinnung brachte. Daß diese Stigerung nicht ohne Rückwirkung auf den Silberpreis bleiben konnte, leuchtet ein, trogbem ber Rana als Ebelmetall, den das Silber bi- vor wenigen Jahren behaupten konnte, an sich sch? n dazu beitrug, ein allzu starkes Abgleiten zu veihindem. Roch um die Jahrhundertwende lag der HSiEberpreis zeitweilig bei 90 Mark für das Kilogramm, um nach dem Kriege zunächst auf 75 Mark obnigleiten, bis Anfang 1933 mit 32 Mark für das Kilogramm der Tiefstand erreicht wurde. Ivie Silberleute in der Union sind aber nicht ohne Tiiftuß, insbesondere in der Demokratischen Pirtei, denn die Staaten, in denen die Silber- bkigwerke liegen, haben feit jeher zu den Hoch- I buigen der Demokraten gehört. Das Silber ist tat« siällich schon einmal die Losung bei einer H «i ä s i d e n t e n w a h l gewesen; denn 1896 hat- ben die Demokraten William I. Bryan mit der Plittform aufgestellt, das Silber auf den Thron Zllcheben, d. h. als Währungsmetall zu- V tulasfen. Bilden nämlich Gold und Silber die Mlalldeckung bei der Notenbank, so bedeutet das ^misch bie Doppelwährung. Die Voraus- ctung bafür ist, daß Gold und Silber in einem eien Wertverhältn i s stehen müssen, denn ;s geht nicht an, daß das eine oder andere Wäh- 'iiiZsmetall heftig im Preise schwankt. Diesen 'döroanfungen ist dos Gold nicht ausgesetzt, denn ei« Wertbeständigkeit ist nicht etwa dadurch be- in;it, daß es als Währungsmetall weitaus bevor- uc: wird, sondern vor allem dadurch, daß die l'cchsrage größer ist als das An- e»ot. Die Kleine Lnlenle und die französisch-russischen paklpläne. P a r i s , 24. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Während bisher alle französischen Zeitungen leugneten, daß die Begegnung Barthous mit dem S o w j e t v o l k s k o m m i s s a r Litwinow in Genf der Vorbereitung eines Bündnisses zwischen den beiden Ländern diente, schreibt die „Ere Nouvelle" in einem Leitartikel offenherzig, es sei für niemanden ein Geheimnis, daß Rußland mit Frankreich und der Kleinen Entente einen gegenseitigen Beistandspakt abschließen wolle. Damit ein solcher Pakt die internationale Sicherheit verstärke, sei es wünschenswert, daß der Völkerbund, der ein Aufsichtsrecht über alle derartigen Abkommen besitze, vorher die Sowjetunion als Mitglied a u f n e h m e. „Daily Telaraph" schreibt, wenn der Sowjetplan eines europäischen Paktes gegenseitigen Beistandes Annahme fände, dann würden sich die Schwierigkeiten und Gefahren des Locarnopaktes durch ihn noch mehr vergrößern und es würden sich Fälle vervielfachen, in denen Frankreich das Recht beanspruchen könnte, das entmilitarisierte Rhe.inlandgebiet zu besetzen, um Deutschland anzugreifen. Als der Locarnopakt abgeschlossen wurde, sei Frankreich bereits verpflichtet gewesen, Polen, die Tschechoslowakei, Südslawien und Rumänien zu unterstützen. Zu diesen Verbündeten würde durch den neuen Pakt noch Sowjetruß - land hinzukommen. Ueberdies würde, wenn die Sowjetformel der automatischen Fest- stellung des Angreifers in den neuen Pakt eingefügt werden würde, die Autorität des Dölkerbundsrates ernstlich geschwächt werden, denn seine Mitglieder hätten die Formel der Feststellung des Angreifers nicht einstimmig gebilligt. Auch würde entsprechend der Sowjetformel die Entscheidung des Dölkerbundsrates von einer anderen Körperschaft, nämlich d.e n Unterzeichnermächten des neuen Paktes, vorweg genommen werden. Es verlaute, daß diese besondere Seite des Sowjetplans bei der b r i t i s «h e n und italienischen Regierung in ihrer Eigenschaft als Garanten des Locarnopaktes besondere Aufmerksamkeit finde. Oiplomaienireffen in Genf. Genf, 23. Mai. (DNB.) In Völkerbundskreisen rechnet man in ber nächsten Woche hier mit wichtigen internationalen Verhandlungen. Da die Einberufung des Hauptausschusses der A b r ü • stungskonferenz gesichert erscheint, so werben alle an ber Abrüstungskonferenz beteiligten Staaten Gelegenheit haben, ihre persönliche Ansicht zu äußern. Sowjetrußland wird durch Litwinow vertreten sein. Die Außenminister ber Kleinen Entente, bie sich in Abrüstungsfragen bisher stets restlos für ben französischen Standpunkt eingesetzt haben, werden noch im Laufe dieser Woche in Genf erwartet. , Auch der türkische Außenminister Tewfik Rudschi Bey, der griechische Außenminister M a r i m o s und der neue bulgarische Außenminister Bata l off werden im den nächsten Tagen hier erwartet. Man spricht von einem erweiterten Balkanpakt, an dem Bulgarien te il nehmen soll. Angeblich sollen bestimmte Zugeständnisse an Bulgarien ins Auge gefaßt sein. Allerdings soll Griechenland noch Schwierigkeiten bereiten. Falls der britische Ministerpräsident M a c b o - n a l b wirklich in Gens erscheinen wirb, würde ben Genfer Verhanblungen natürlich eine erhöhte Bedeutung zukommen. Die Saarfrage steht heute als gleichwertiges Problem neben ber Abrüstung. London, 24. 2RaL (DNB.-Funkspruch.) Das konservative Unterhausmitglied Oberstleutnant Sir Arnold Wilson sprach in einem Rundfunkvortrag über seine bei einem Besuch in Deutsch- l a nd erhaltenen Eindrücke, lleber Adolf Hitler, von dem er empfangen worden sei, sagte er, er persönlich glaube, daß Hitler und das deutsche Volk der Sache des Friedens aufrichtig ergeben feien, allerdings nicht auf kosten ihrer nationalen Selbstachtung, kein Staatsmann, den er je kennen gelernt habe, fei ihm als eine zielbewußtere und machtvollere Persönlichkeit erschienen. Es gebe im neuen Deutschland Dinge, die England gut tun würdezuprüfen,anzunehmenundeng- Saarlouis, 24. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Die Bevölkerung der Stadt Saarlouis hat einer Reisegesellschaft französischer Ausflügler in Stärke von etwa 40 Personen, die zum größten Teil aus Studenten bestand, in den Nachmittagstunden des Mittwoch einen Empfang bereitet, der ihr wohl zweifellos noch länger in den Ohren Hingen wird. M i t zwei Autobussen der französischen Grubenverwaltung kamen die Herrschaften auf dem Marktplatz an, wo ihnen der Reiseführer in französischer Sprache kurz die Geschichte der Stadt Saarlouis erläuterte. Seine „Rede" gipfelte in der Feststellung: „Saarlouis war, ist und bleibt französisch". Der ungewohnte Besuch hatte eine große Anzahl von Saarlouisern angelockt. Ein zufällig anwesender Student übersetzte die Worte des Franzosen, worauf die Bevölkerung die Reifegesellschaft über ihre deutsche Gesinnung keinen Augenblick in Zweifel ließ. Die Franzosen begaben sich daraus in ein Re- staurant zum Mittagessen. Hunderte von Men- Von ihrer gerechten, schnellen und vollständigen Lösung wird der Friede und bie Gesundung der Welt mit abhängen. Die neuen Verhandlungen über die noch ausstehenden Streitpunkte hinsichtlich der Saarabstimmung werben bekanntlich gleichzeitig mit dem Zusammentritt ber Abrüstungskonferenz am 28. Mai beginnen mit dem Ziel, bis zur Ratstagung am 30. Mai eine neue Grundlage für die Beschlüsse bes Völkerbundsrates zu schaffen. tische verhältnisfen anzupassen. Die Schärfe, mit ber die neue Rassenpolitik auf bie Silben angeroenbcf werbe, bringe für einige Leute große Leiben mit sich, aber bies werbe nach seiner Ueberzeugung vorübergehen. Der Bürgerkrieg sei in Deutfchlanb baburch oermieben worben, bah bie kommuni st ischen Führer in Konzentrationslagern unlergebracht worben seien. 3n Englanb sollten sich bie Anhänger von Sir Sfafforb Cripps (Sozialist) unb Sir Oswald Mosley (Faschist) bie Vorgänge in Deutfchlanb als Warnung bienen lassen. 50 Jahre mühten vergehen, bevor sich ein Urteil über bie Politik Hitlers bilben lasse. Er zweifle nicht baran, bah bas Urteil gün- st i g ausfallen werbe. scheu hatten sich rasck vor dem Hause angesammelt. Eine Musikkapelle holte ihre Instrumente herbei und veranstaltete ein vaterländisches Platzkonzert. Als sie das Deutschlandlied, das Horst-Wessel-Lied und das Saarlied spielte, stimmte die Menge spontan in den Gesang der Hymnen ein. Inzwischen waren an sämtlichen Fenstern der umliegenden Häuser Hakenkreuzfahnen und s ch warzweißro t e Fahnen in großer Zahl herausgehängt worden. Ein riesiges Schriftoand trug die Inschrift: „D i e Saar bleibt d e u t s ch". Diese unvorbereitete nationale Kundgebung der treudeutschen Saarlouiser muß den Franzosen gehörig den Appettt verdorben haben, denn sie verschwanden so rasch wie möglich in ihren Kraftwagen in Richtung Fraulautern und bezogen schließlich Quartier auf der Grube Duhamel. Bei der Abfahrt der Autobusse schmetterte die Kapelle unter dem Grinsen der Bevölkerung das Lied: „Muß i denn, muß i denn zum Städtle hinaus". „Der Sache des Friedens ausrichiig ergeben." Ein englischer Parlamentarier über seine Eindrücke vom neuen Deutschland und seinem Führer. Saarlouis ist deutsch und bleibt deutsch. Französische Ausflügler erfahren eine eindringliche Belehrung über die wahre Gesinnung der Saarländer. die Wirkung nach außen ist eine wesentlich andere, denn die Union wird auch in Zukunft mit einem Währungsdumping arbeiten können. Außenpolitische Probleme der Vereinigten Staaten. Washington, 23. Mai. Präsident Roosevelt hat mit der Ausarbeitung der Kriegsschuldenbotschaft begonnen, derentwegen die Botschafter verschiedener Schuldnerstaaten, darunter England, Frankreich und Polen, in den letzten Ta- gen beim Außenminister vorsprachen. Im Stadium einer ersten Prüfung befinden sich die Probleme, die mit der nächstjährigen Flottenkonferenz Zusammenhängen. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, daß bas Washingtoner Flottenabkommen nur ein Teil des Gebäudes war, das im Jahre 1922 zur Befriedung des Pazifiks errichtet wurde. Marineminister Swanson gab deutlich zu erkennen, daß Amerika vor die' Frage eines Aus- baues seiner Stützpunkte im Fernen Osten und in der Südsee gestellt werden würde, falls Japan auf einer Vergrößerung seiner Kri-eg sflotte bestehen sollte. Die Tatsache, daß Präsident Roosevelt stets Verfechter einer starken Flotte war, deutet darauf hin, wie ernst man Japans Forderungen nach Müstungsgleichheit auffaßt. Darüber, daß die FlMenkonferenz zu einer sehr gespannten politischen Lage führen wird, besteht auch im Staatsdepartement kein Zweifel, nur möchte man nicht von hier aus den Stein ins Rollen bringen. Eine günstigere Stimmung herrscht hinsichtlich der Verhandlungen mit Lateinamerika und Kanada über die Silberpolitik. Die Regierung der Vereinigten Staaten nimmt zuversichtlich an, daß das Silberkaufgesetz in feiner letzthin eingebrachten milden Form vom Kongreß angenommen werden wird. Das Gesetz bringt weder eine Währungsinflation, noch schafft es genauere Werteverhältnisse zwischen Silber und Gold, es führt — und zwar in einer vom Präsidenten Roosevelt zu bestimmenden Zeit und Methode — lediglich zur Erhöhung der Silberbarrenvorräte des Schatzamtes und zu einer gewissen Vermehrung des Umlaufes an Silberdollars. Die weitere Entwicklung hängt von dem Ergebnis der Verhandlungen mit den silberbenutzenden und silberkontrollierenden fremden Ländern ab. Nebenher laufen die Bemühungen um die Beilegung des Gran-Chaco-Krieges, der durch Vorstöße der paraguaischen Truppen jetzt lieber bedenkliche Formen angenommen hat. In dem Bestreben nach Wahrung voller Neutralität hat Außenminister Hüll in Briefen an die Ausschußvor- sitzenden beider Häuser des Bundeskongresses erklärt, Bolivien sowohl wie Paraguay würden ihr blutiges Ringen um das Gebiet des Gran Chaco nur aufgeben, wenn bie Waffenzufuhr abgeschnürt werde. Gegen diese Absicht legte der bolivianische Gesandte Einspruch ein. Er betonte, daß Bolivien sich stets bereit erklärt habe, eine j u - ristische Lösung des Streites anzuerkennen. Bolivien habe sogar dem Verlangen zugestimmt, den Streitfall dem Haager Gerichtshof zu unterbreiten. Südwestafrika sott in die Südafrikanische Union einaegliederi werden. Die deutschen Abgeordneten Protestieren gegen den Bruch der Mandatsverfassung. London, 23. Mai. (DNB.) Wie aus Windhuk gemeldet wird, hat die gesetzgebende Versammlung am Mittwoch einstimmig eine Entschließung angenommen, in der die Regierung der Südafrikanischen Union ersucht wird, bie Verfassung dahingehend ab- zuändern, daß Südwestafrika in die Verwaltung als fünfte Provinz der Union einbezogen wird. Die deutschen Mitglieder der Versammlung nahmen an der Sitzung nicht teil. Sie hatten das Parlament bekanntlich bei seiner Eröffnung am letzten Freitag verlassen und dadurch ihre vom Führer des Deutschen Bundes Dr. Schwietering angekündigte Absicht, aus dem Parlament auszutreten, durchgeführt. Die deutschen Mitglieder hatten vor ihrem Austritt am Freitag der Versammlung eine Denkschrift unterbreitet, in der erklärt wurde, daß eine Regierung nach dem Fuhrergrundsatz die einzige Lösung für bie augenblicklichen politischen Schwierigkeiten sei, unb baß die Einverleibung des Gebietes in die Union als fünfte Provinz nicht annehmbar fei. Der Systemwechsel in Bulgarien. Batanoff wird Außenminister im Kabinett Georgieff. Sofia, 23. Mai. (DNB.) Der bulgarische Gesandte in Paris Kosta Batanoff hat das Amt des Außenministers im Kabinett Georgieff angenommen. In Anwesenheit des Kriegsminifters Generalmajor Z l a t e f f empfing Ministerpräsident Georgieff den Sofioter Berichterstatter des DNB., den er bat, die haltlosen Gerüchte zu widerlegen, die vielfach im Auslande im Zusammenhang Kimon Georgieff, Bulgariens neuer Ministerpräsident, der vom König mit der Bildung einer autoritären Regierung beauftragt wurde. mit dem Systemwechsel in Bulgarien verbreitet worden seien. Die Nachricht, daß der König wie ein Gefangener im Schloß gehalten werde und nur die »hm von der Regierung oor- gelegten Verordnungen $u unterzeichnen habe, sei eine ebenso haltlose Erfindung wie die am Tage der Staatsumwalzung oerbreUeten Meldungen, wo- die UNS begeben. der e nunq waren wenige Tage vorher die Umrisse für nicht vorübergehen können. Die Errichtung eines die ständische Gliederung des Handwerks, eines wich- Dölkerbundsregimes auf deutschem Boden war ia Ligen Teiles der NS.-Hago, festgelegt worden, doch nur ein Symptom für die deutsche Ent- Durch die Mainzer Kundgebung ist bewiesen wor- rechtung. Es kostet dem Reich und der deutschen den, daß der Gemeinschaftsgeist in diesem Volkswirtschaft laufend große Opfer, um über die Berufsstand bereits tiefe Wurzeln g e- Zollgrenzen an der Saar hinweg den Wlrtschasts- Berufsstand bereits ,3n der (ßub samen Sorgen stammt. Die Lehre aus dem Vugginger Aglülk UI aus dienstführer", in der der Aufbau des neuen 1? Meinden Meschäsl« aangem zeuge i Der her Er Geb Kunst Line A s ch l a g e n hat Als in früher Nachmittugsstunde am Pfingstmontag Tausende von Saarländern auf dem Festplatz erschienen, schallten ihnen die Willkommensgrüße der übrigen Teilnehmer der Kundgebung wurm entgegen. Man könnte sich fragen: Was haben deutsches Handwerk und deutscher Handel mit dem Saargebiet zu tun? Wenn Nuchbar- gebiete, die mit dem Saargebiet in nahen wirtschaftlichen Beziehungen stunden, die Beendigung des unseligen Zwitterzustandes fordern, so wäre die Erklärung hierfür nicht schwer. Was aber haben entlegene Reichsteile wie etwa Oberschlesien und Ostpreußen, mit dem Bergbau- und Industriegebiet im linksrheinischen Deutschland zu tun? Die oberschlesische Abordnung hat von der Fahrt nach der Kundgebung den Saarländern ein Telegramm geschickt: „Tausend Kilometer sind zu nah, um Oberschlesien zu trennen von der Saar." Man könnte daran denken, daß Oberschlesien gleichfalls ein national bedrängtes Grenzland ist und Abstimmungssorgen bestehen mußten. Aber was kann den tausend Ostpreußen, die sich am Montag in Mainz einfanden, viel an der Saar liegen? Es gibt hierauf nur eine Antwort: Die Erkenntnis, daß über den kleinen wirtschaftlichen Interessen das große deutsche Schicksal steht, und daß kein Glied des deutschen Volksverkehr aufrecht zu erhalten, der sich seit vielen Jahrhunderten zwischen den Saarländern und den übrigen Deutschen eingespielt hat. Auch andere Fragen der hohen Politik müssen von den .einzelnen Berufsständen mehr als bisher als vordringliche eigene Sorge empfunden werden. Bei Fragen mehr wirtschaftlicher Art liegt das auf der Hand. Die deutsche Auslandsverschuldung und der daraus erwachsene Kampf um die Aufrechterhaltung unserer Währung gehen jeden einzelnen Berufsstand an. Die Störungen in der Kapitalbildung und der Kreditversorgung sind dem Handwerk und dem Handel nicht weniger verderblich gewesen als etwa der Industrie, dem Bankwesen und dem internationalen Warenaustausch. Die Rohstoffversorgung, die durch die gespannte Devisenlage erschwert wird, ift eine unmittelbare Sorge auch des Kleingewerbetreibenden und des Einzelhändlers. Es fehlte bisher nur daran, daß diese übergeordneten Fragen von den Angehörigen der einzelnen Berufsstände als ihre eigene Angelegenheit empfunden wurden. Das läßt sich natürlich auch nicht mit einem Schlag ändern. Wer aber einmal persönlich miterlebt hat, wie andere Volksteile unter diesen großen Schicksalen leiden, wird auch leichter begreifen, wie viel von der eigenen Not aus den großen gemein- Hemricourt de Grünne, Gra. Baillet-Latour und Herrn Philippe Li p - Wohlfahrtsamt Hannover. Berlin, 23. Mai. (DNB.) Ein jüdischer Ober- spielleiter in Hannover, dessen Name, um ihm in seinem neuen Wohnort keine Ungelegenheiten zu bereiten, nicht genannt wird, hat an das städ ti- sche Wohlfahrtsamt Hannover nachfolgenden Brief gerichtet: Da ich genötigt bin, aus wirtschaftlichen Gründen und um der öffentlichen Wohlfahrt nicht noch weiter zur Last zu fallen, Deutschland auf einige Zeit zu verlassen, fühle ich mich verpflichtet, leider nur auf diesem Wege, dem Städtischen Wohlfahrtsamt meinen tief empfundenen Dank für die mir gewährte Unter st ützung während sechs Monaten abzustatten. Nicht nur die Unterstützung allein verpflichtet mich zum Dank, son- verbracht habe, die berechtigten und nötigen Aufklärungen zu geben, und auf diese Weise meinen Dank abstatten. Aus dem Schreiben geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß die von Emigranten verbreiteten Greuelmärchen, nach denen die Juden in Deutschland rechtlos sein sollen, erlogen smd. Ein Jahr Reichsschule des Oeuischn Arbeitsdienstes. zurrechlen Zeitjederkleinsie Schaden an elektrischen Leitungen, an Automobil- bremsen und -Steuerungen, an Leitern und Treppen, an Rädern und Hebeln, an Seilen und Riemen und an sonstigen Materialien b e- s e i t i g t worden wäre, dann wären heute hunderttausende von INenschsN noch am Leben, die im Laufe der vergangenen Jahre den Unfalltod als Opfer der Arbeit, als Opfer des Verkehrs und auch im alltäglichen Leben des Haushalts, der Freizeit, der Sportbetätigung eines unnatürlichen Todes gestorben sind. Unter diesem Gesichtswinkel gewinnt die Scha- denverhütungsaktion, die das Amt für Dolkswohlfahrt bei der Obersten Leitung der PO. im Auftrage des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda z. Z. in die Wege leitet, erst ihre richtige weittragende Bedeutung. Jeder Volksgenosse muß sich damit vertraut machen, daß nicht nur Verkehrsdisziplin auf der Straße selbstverständliche Notwendigkeit in den Zeiten des gesteigerten motorischen Verkehrs ist, sondern daß er diese Disziplin in allen Lebenslagen zu wahren hat, um Schäden jeglicher Art zu verhüten. Es sind unersetzliche Werte der Kundgebung aus der Mitte des Berufs st andes heraus entstanden sei. Er hat daraus geschlossen, daß das neue Deutschland den Geist der Selbstsucht aus den Herzen der Menschen verdränge und ihn durch einen Geist der Verbundenheit und der Mitverantwortlichkeit ersetze. Wenn man die Abordnungen der verschiedenen Gaue an- und abmarschieren sah, erhielt man einen lebendigen Eindruck von der Richtigkeit dieser Feststellungen. Kein einziger der Teilnehmer an der Kundgebung hat die Anfahrt am Pfingstsonntag, die Kundgebung am Pfingstmontag und anschließend die Rückfahrt ohne erhebliche Opfer an Zeit und Kraft, häufig sogar auch an Geld, mitmachen können. Durch eine Regierungsverord- sicht f Jin $lan 1 „Der 2lrbe°- : tu... rer ", tn der der ÄUsvau oes neuen Dem' . wirtschaftspolitischer Beziehung ntu . II fragen Munfffj tigern lk Werden, d Mark nid ^chachluri Berit Mt Volks löauoei !2dnbei loerfchc Hole Bitte schaffe. und ße den. Dabei Hangen vo :i e g e n b wirken. I N bei wauten b Wer körp Die Katastrophe von Buggingen hat ganz Deutschland in Erregung gesetzt. Mitgefühl mit den Opfern und ihren Hinterbliebenen war das erste Gefühl, das alle beherrschte. Nachdem jetzt aber die erste Erregung abgeklungen ist, sei einmal dieses aktuelle Ereitznis Anlaß zu andersgearteter Betrachtung. Wtr wissen aus den Meldungen, daß der Brand in einer fast 800 Meter tiefen Sohle durch Kurzschluß entstanden ist. Wörtlich wird mitgeteilt, es hätte sich ein Schaden am Kabel gezeigt, der Sicherungsschalter wurde herausgeschlagen. Es sei nun hier nicht etwa die Frage oufgerollt, wer für die Instandhaltung und Wartung all der elektrischen Leitungen, der Kabel und Sicherungen verantwortlich war. Es sei nur dieser Vorfall ganz allgemein zum Anlaß genommen, um auch bei dieser Katastrophe einmal die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit darauf zu lenken, daß derartige Unglücksfälle in den seltensten Fällen durch höhere Gewalt und durch unvermeidbares schicksalhaftes Geschehen hervorgerufen werden, sondern f a st immer durch menschliche Fehler, Schwächen und Unzulänglichkeiten. Denn wenn nicht nur in diesem Falle, sondern in Tausenden und hunderttausenden von anderen nicht so katastrophal auslaufenden Fällen B a s e l, 23. Mai (DNB.) Erzherzog Eugen, der sich nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie in Basel aufhielt, ist am Mittwochnachmittag nach Oesterreich ab gereist, nachdem er die Einreiseerlaubnis erhalten hatte. Voraussichtlich wird er acht Tage in Wien verweilen und sich dann nach dem Sitz Gumpoldskirchen be- Kleine politische Nachsichter.' Nachdem der Waffenstillstand im ar a &‘JA,, Krieg am 21. Mai abgelaufen war, soll tag L auf der Friedensvertrag unters . n e t worden sein. Da aber Ibn Saud bez daß der Imam von Jemen die Bedingung erfüllt, hat er seine Söhne beauftragt, ote seligfeiten am Donnerstag wieder ausZ P feen r tebk fr. r Qrni Berufsstand und Hohe Politik Ein Nachwort zur Mainzer Saarkundgebung der NS.-Hago. ! Mchnftl i lQU5bilb 1 «t un land in wirtschaftspolitischer Beziehung mu . sicht auf die Sicherheit und die gesunde körperliche Entwicklung der deutschen Arbeiteri . als Glied der deutschen Nation eingehend oo stellt wird. Die Idee des Arbeitsdienstes uns Verwirklichung in den Arbeitslagern Leser der Zeitschrift „Deutscher Arbeitsdienst - lin SW 11, eingehend und anschaulich darg gegetz aes aeurtcyen Zevens. 2?er im u . 1,1 r i verkörperte Lebenswille des deutschen Volkes kor- Ringen i; bei den Aufmärschen in Halle und Koblenz F’ ■ _ Ausdruck, über die eingehende Bildberichte p _ An bis der Volksgesundheit, die auf dem Spielt- stehen, unersetzliche Werte aber auch der Volks» wirtschaft, die in sträflichem Leichtsinn Jahr unu Jahr vergeudet werden. Von sachverständiger Seite wird die Belastung des in schwerstem Wirtschaftskampfe stehenden deutschen Volkes durch Schäden aller Art, Unfälle, Krankheiten, Verkehrsunfälle, Brände, Sachwertsvernichtung ufw. auf etwa 5 Milliarden Mark jährlich geschäht. Man bedenke, daß nach sachverständigem Urteil etwa 75 v. h. aller Schäden vermeidbar wären. Viele hunderte von Millionen Mark könnten also gespart werden, der Volkswirtschaft, dem Wiederaufbau, der Arbeitsbeschaffung zu- gute kommen, wenn sie erhalten blieben. 27 000 Menschen verlieren jährlich ihr Leben durch Unfälle, also eine ganze mittelgroße Stadt wird jährlich ausge rollet. Täglich sind das mehr als 60 Todesfälle nur durch Unfall! 1400 Menschen kommen bei Feuersbrünsten um, 3000 ertrinken alljährlich Man bedenke, wieviel Leid und Kummer, Sorgen und Röte dadurch über Zehntausende von deutschen Familien kommen. Und ein erheb- licher Teil davon wäre vermeidbar! Allein in den gewerblichen und landwirtschaftlichen Behieben gibt es Jahr um Jahr rund 150 000 entschädigungspflichtige Unfälle. Also wiederum Schmerzen, Qualen und Sorgen in entsprechend viel Familien und dabei eine Belastung der Allgemeinheit mit ungeheuerlich hohen Summen 'für Heilbehandlung und Rentenzahlung. Die Schadenverhütungsaktion der NS.-Dolk-, Wohlfahrt hat zunächst unter der Förderung bin für die Unfallverhütung verantwortlichen und \r Jahren auf diesem Gebiet vorbildlich für die gan.« Welt arbeitenden Berufsgenossens ch aftex die Aufklärung in die Betriebe hineingetrager! Denn die Neueinstellung vieler Arbeiter, die bur$ oft jahrelange Erwerbslosigkeit der Gefahr erc? wohnt sind, fordert gebieterisch eine erhöhte Un? sallverhütungs- und SchadenverhütungstätiM Alle verantwortlichen Volksgenossen, insbefonbeni aber d i e Arbeitgeber, werden dringend erbeten, mit Einsicht und Verständnis diese AufklL rungsarbeit der NS.-Volkswohlfahrt mit allen Kräften energisch zu unterstützen. Wenn wir tiii Schadenverhütungsdisziplin auf allen Gebiete- unseres öffentlichen und privaten Lebens in bet gesamte Volk hineintragen, so werden gerade hrt Unternehmer die ersten sein, die eine Eni? l a st u n g durch Senkung der sozialen Abgab!" und durch Auftrieb in der gesamten Volkswirtjcho: verspüren roerben. Sie sollten also weitsichüg gib nug sein, diese Dolksaufklärung und Volfserziehrnri zur Schadenverhütung zu unterstützen un! zu fördern. Aber darüber hinaus gehört diese Aktion auch in jeden Handwerksbetrieb, in jede Fach- und Fortbildungsschule, in jeden haushalt, in jede Behörde, kurz in jedes Haus, in jede Familie. Der Rationalsozialismus arbeitet auf allen Gebieten nicht für heute, sondern vorausblickend für weite Zukunft. Schadenverhütung ist in einem um feine Existenz ringenden Volk dringliche Pflicht jedes oeranfroorfungS' bewußten Volksgenossen. Den Ruhen wird et selbst und die Gesamtheit des Volkes in kurzer Zeit verspüren. । A 2>eii |Ä'8 der die Art, wie diese gewährt wurde. Obwohl Jude und Ausländer, wurde mir jede Wohltat erwiesen, ohne nach wie oder wieso gefraat zu werden oder wegen meiner nichtarischen Abstammung irgendwelcher Mißachtung ausgesetzt worden zu sein. Ich werde nicht ermangeln, in meinem nächsten ausländischen Wohnort über das nationalsozialistische Deutschland, wo ich die letzten sieben Jahre Der Sprengstoffanschlag von Braunau das Werk einer kommunistischen Terrorgruppe. E,n amtliches Eingeständnis.-Keinerlei Anhaltspunkte für nationalsozialistische Beteiligung an den Eisenbahnanschlägen. nach der König ermordet und das Schloß abgeriegelt worden sei. Die ganze Aktion sei ohne einen einzigen Schuß und in voller Ruhe verlaufen. Wenn die Armee eingegriffen und dem Parteichaos ein Ende gesetzt habe, so bedeute das noch lange nicht, daß sie politisiert sei. Das Heer stehe geschlossen hinter seinem obersten Chef, dem König. Aus die Frage, ob und wann es zu einer Auflösung der Parteien kommen werde, erklärte der Mi- nisterpräsident, daß die Regierung hierüber noch keinen Beschluß herbeigeführt habe, aber fest entschlossen sei, dem Parteiunwesen für immer einen Riegel vorzufchieben. IN 25. Lab' richtet fiortt fiiM j inpri' I Mel t ärqen u xruchte. !ien fi J heW U heute bei Üben, da -rodet, ai k Vinter jztussühl iiunb Fel Ißalb ai 3ba5 wec ü ini Son ^ferner tu ßBps N Nie körn Bng, tief Produkte Br Abspi WS g>n Weisku gtrxinbt i? ugsselbi r mickelte sozialdemokratisch organisiert war und vielfach dem R e p u b l i k a n i s ch e n S ch u tz ' bunb angehörte, da ferner in letzter Zeit die Bildung kleiner technisch ausgebildeter Terror- gruppen des Republikanischen Schutzbundes bekannt geworden sind, neigt man immer mehr zu der Auffassung, daß es sich bei den Eisenbahnanschlägen um ein planmäßiges Vorgehen kommuni st ischer Gruppen handelt. Dennoch wird von den Behörden planmäßig in der Oeffentlichkeit der Eindruck hervorgerufen, als ob es sich hierbei nur um eine neue nationalsozialistische Anschlagswelle handeln könne. 120 Nationalsozialisten wurden verhaftet, ohne daß ihnen auch nur die geringste Beteiligung an den Eisenbahnanschlägen nachgewiesen werden konnte. Unter den verhafteten' Nationalsozialisten befindet sich auch ein Bruder des früheren Gauleiters Frauenfeld, der selber zusammen mit dem Gauinspekteur Neumann in München eingetroffen ist. Erzherzog Eugen doch nach Wien abgereist. Wien, 23. Mai. (DNB.) In einer amtlichen Mitteilung wird zum erstenmale amtlich zugegeben, daß es sich bei dem Sprengstoffanschlag, durch den in der Nacht zum 20. Mat in Braunau das Transformatorenhaus und der Reser v e w a f f e r t u r m der Stadt schwer bescha- digt wurden, um einen Anschlag kommu- niftifefjer Parteigänger handelt. Es war der schwerste Sprengstoffanschlag der letzten Zett, der zu einer schweren Sachbeschädigung führte. Amtlich verlautet, daß die polizeilichen Nachforschungen nach den Urhebern der Zahlreichen Eisenbahnanschläge der letzten Tage bisher ohne jedes Ergebnis geblieben sind. Bisher konnte noch keine einzige direkt mit den Eisenbahnanschlägen tn Zusammenhang stehende Person verhaftet werden. Es liegen keinerlei stichhaltige Beweise vor, daß Die Eisenbahnanschläge von nationalsozialistischer Seite verübt worden sind. Die Prüfung durch Sachverständige hat vielmehr gezeigt, daß die Eisenbahnanschläge nur von Personen ausgeführt werden konnten, die mit den technischen Einrichtungen de 5 Eisenbahnwesens gut vertraut waren. Sowohl die Auswahl der Orte, an denen die Anschläge ausgeführt wurden, als auch die technische Durchführung bei der Lockerung der Eisenbahnschienen und der Anbringung der Sprengstoffe an den entscheidenden Stellen, insbesondere an den Brücken zeigen, daß Fachleute am Werke waren. Da das Betriebspersonal Eisenbahnen bisher fast ausschließlich Ein Botschewisten-Adel? Seltsame Borrechte und Sondervorteile für die bolschewistische Elite. Paris, 23. Mai. (DNB.) Wie das „Journal" berichtet, soll in Sowjet-Rußland an die Errichtung einer neuen Aristokratie gedacht werden in der Form, daß Personen, die dem sowjetrussischen Staat große Dienste geleistet haben, mit verschiedenen Orden ausgezeichnet werden sollen. Vorläufig seien zwei Orden bekannt, der eine trage das Bild Lenins, der zweite den Sowjetstern. Die Vorteile für die Inhaber dieser Orden sollen in einer Zuteilungvon besseren Wohnungen und Landsitzen sowie in einer zusätzlichen Bewilligung von Lebensmitteln zu herabgesetzten Preisen bestehen. Der Gedanke der Gründung eines sowjetrussischen Adels habe Stalin schon seit langem beschäftigt, und die Verwirklichung dieses Gedankens sei das logische Ende einer Politik, die darin bestehe, die reinen Bolsche- wisten aus der großen Masse hervorzuheben. Im übrigen würden die neuen Aristokraten in Sowjetrußland noch weitere recht erstaunliche Vorteile genießen. So höre man davon, daß ihnen kostenlose Beförderung auf Eisen- bahnen, Schiffen, Straßenbahnen und Autobussen zugestanden werden solle. < Eine belgische Gonderniission kommt nach Berlin. Berlin, 23. Mai. (DNB.) Arn Freitag, den 25. Mai, trifft der Botschafter in besonderer Mission Baron Holvoet mit Be- aleitung in Berlin ein. Die königlich belgische Sondermission, die den Auftrag hat, dem Herrn Reichspräsidenten das Ableben des Königs Albert und die Thronbesteigung de^ Königs Leopold zu notifizieren, wird am Samstag von dem Herrn Reichspräsidenten zu diesem Zweck empfangen. Der Botschafter in besonderer Misston, Baron Holvoet, wird um 12.55 Uhr am Ehrenmal einen Kranz niederlegen. Aus diesem Anlaß wird am Ehrenmal eine Ehrenkompanie Reichswehr Aufstellung nehmen. Die Sondermisston setzt sich aus dem Botschafter Baron Holvoet, Gouverneur der Provinz Antwerpen, dem General de G r o x, Kommandanten der Provinz Brabant, Graf Eugen de 44.U7ULUU., UUCL VIV liegen, und in den Berichten aus den ArbeitsM die einen lebenswahren Ausschnitt aus der feit des Arbeitsdienstes geben. — Besonderes merksamkeit verdient die Beilage , Aus der Saarkundgebung der NS.» körpers g-suud-n kM W teil' t* bk ibilhr W rntlt: sigen'i Auf dem Waldfriedhof in Stuttgart fand die Beisetzung des Ballonfahrers Dr. Martin Schrenk statt, der bei feinem der wissenschaftlichen Forschung dienenden Ballonaufstieg in Rußland den Tod gefunden hat. Ein Flieger-EhrenWährend eines Generalstreiks der jüdischen Bevölkerung in Tel Aviv gegen die Einwanderungsbeschränkung der Regierung kam es zwischen Demonstranten und der Polizei zu schweren Z u - sammenstößen, bei denen rund 50 Personen verletzt wurden. — In Jerusalem hatte die Kundgebung nur kleineren Umfang. Künstler und Meter weiter abermals festzufahren. In einem Sandsturm, der durch die Gewalt der aufprasselnden Sandkörner die Windschutzscheibe wie mit einem Sandstrahlgebläse blind machte, während die Achsen und Bremstrommeln des Wagens wie poliert erschienen, mußten die Fahrer den Vergaser ausbauen und reinigen. Auf der eigentlichen Rekordfahrt fanden sie nachts im Scheinwerferlicht einen Spahi-Offizier, der mit feinem Flugzeug in der Wüste zu einer Notlandung gezwungen war, und benachrichtigten den nächsten Militärposten. Für die Gefahren der Fahrt spricht auch der Umstand, daß die französischen Militärbehörden vor dem Start eine Kaution von 15 000 Frcs., die später auf 2000 ermäßigt wurde, verlangten, um die Kosten einer möglicherweise erforderlichen Rettungsexpedition gesichert zu sehen. Polnischer Ingenieur will eine Brücke über den Aermelkanal bauen. Die Warschauer Zeitung „L’Echo de Varsovie" meldet aus Paris, daß ein polnischer Ingenieur Adalbert K r a m s z t y k, der in Südamerika tätig ist, nach London und Paris gekommen sei, um einen Plan über den Bau einer Brücke, bie England mit Frankreich verbindet, vorzulegen. Die Verbindung Englands mit dem Kontinent soll also nicht mehr, wie früher wiederholt geplant wurde, durch einen Tunnel erfolgen. Die Brücke über den Aermelkanal würde genau 40 v. 5). weniger kosten als der Tunnel. Somit erscheine das Projekt sowohl vom technischen als auch wirtschaftlichen Standpunkt verwirklichbar. Eine private Gesellschaft, zusammengesetzt aus Finanzleuten verschiedener Länder, sollte das nötige Baukapital stellen. Ihre Einnahmen würde die Gesellschaft im Erträgnis der Eisenbahn und der Straße, die über die Brücke geführt werden, finden. Den Hauptgewinn würde jedoch eine künstliche Insel, ausgestattet mit allem Luxus, abwerfen. Die Insel sollte genau in der Mitte zwischen den beiden Ufern gebaut werden. Wenn Ingenieur K r a m f z t y k die Erlaubnis der zuständigen staatlichen Stellen erhält, so rechnet er damit, eine Aktiengesellschaft gründen zu können und mit dem Bau schon zu Beginn des nächsten Jahres anfangen zu können. Die Pleßsche Wisentherbe gepfändet. Zur Zeit werden in den Pleßschen Betrieben in Ostoberschlesien umfangreiche Pfändungen wegen Steuerforderungen des polnischen Fiskus aus den Jahren 1928 bis 1930 vorgenommen. Aebi Aufträge an bildende Künstler un d Kunsthandwerker Eine Mahnung des Reichspropaganda- nnnisters. Serlin, 23. Mai. (DRV.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Hal a n d i e Lc u v e r w a l l u n g e n des Reiches, der ILcnder, der Gemeinden und der Körperschaften des öffentlichen Rechts bie Bitte gerichtet, den kunst-und kultur- fchoffenden Menschen wieder A r b e i t s - enib Gestaltungsmöglichkeit zu gewäh- ren Dabei sollen die oben genannten Vauverwal- lnticjcn voranschreiten und dutch ihr Beispiel a n - reßend auf die privaten Bauherren Der scheidende russische Botschafter C h i n t s ch u k, tu“ Ende Juni Berlin verläßt, weilt in Ur- Ul n st Handwerker aufgewendet wird. Von odiz em- Grundsatz dürfen Bauten ausgenommen »elften, deren Bausumme den Betrag von 10 000 tlocF nicht übersteigen. Schachturnier um die Meisterschaft von Deutschland. |3in der zehnten Runde des Aachener Schachte n i e r s um die Meisterschaft von Deutschland gewann der Hamburger Zonen- |g?r Reinhardt gegen den unter seiner Form M enden Breslauer Altmeister Schmi11. Hein - r c, (Ludwigshafen) errang einen Gewinnpunkt Ir: gen an bildende Die Unglücksfahrt des Ballons „Bartsch von Sigsfelb". Der deutsche Geschäftsträger in Moskau, von Twardowski, übermittelte dem stellvertretenden Außenkommissar K r e st i n s k i den Dank der Reichsregierung für die Unterstützung, die die Behörden der Sowjetunion bei der Auffindung und Bergung des verunglückten Höhenballons „Bartsch von Sigsfelb" geleistet haben sowie für die Ehrungen, die den sterblichen Ueberresten der deutschen Ballonflieger Schrenk und M a s u ch bei der Ueberführung nach der Heimat erwiesen wurden. Grauenvolles Flugzeugunglück in Rußland. Oer betrunkene Pilot. — Passagiere getötet, der Flugzeugführer standrechtlich erschaffen. ren, sofern der Imam seinen Verpflichtungen licht nachkommt. Im englischen Luftfahrtminifterium wird ein 's N . s< ’h ein n j .50; tth ng lllvv mg, 6.1. ruh; Ult bie t d)if igetri bie fahr )öhli jstäfc sbtlr ngd London eine unterirdische d i e Verteidigung der gegen den Bayreuther Hahn. In bem Krause (Leipzig) gegen Elstner (Berlin) die neuerdings von den Japanesen eingeführten Tretschöpfräder. In Sitzungen, bie unter dem Vorsitz von Professor Dr. Krebs- Berlin unb Professor Dr. Mei- n a r d u s - Göttingen standen, wurden Stand und Aufgaben der geographischen Forschung in beachtlichen Referaten behandelt. Professor Dr. Schrep - f e r - Frankfurt a. M. sprach über „Volk, Rasse und Raum' und behandelte drei Fragenkomplexe: Rasse und Raum, Volk unb Rasse, Volk unb Raum, lieber „Geographie unb Deutschtumskunbe" referierte Dr. Rüdiger-Stuttgart. Professor Dr. Waibel-Bonn behandelte neue „Probleme der Landwirtschaftsgeographie", Dr. Louis- Berlin „Probleme der Rumpftreppen" und Professor Dr. Edwin Fels- München „Probleme der glazialen Abtragungslandschaft". In einer Geschäftssitzung des Verbandes Deutscher Schulgeographen wurde die Eingliederung des Verbandes in den Nationalsozialistischen Lehrer- bunb beschlossen. Der Reichsfachberater für Erdkunde im NSLB., Professor Dr. Buchard- Frankfurt a. O., verkündete im Anschluß daran die Gründung der Fachschaft Erdkunde im NSLB. Der Donnerstag bringt eine ausgesprochen schulgeographische Sitzung mit dem Hauptthema: „Die Bildungs- und Erziehungsaufgaben der Geographie im neuen Staate". Am Freitag beginnen die wissenschaftlichen Exkursionen, die ins Lahntal, in den Taunus, Spessart, Rheingau und ins Saarland führen. Frankfurter Geographen haben dazu einen Exkursionsführer „Rhein-mainische Landschaften" herausgebracht, der als wertvolles Heimatbuch bleibenden Wert behalten wird. iinr, i en | "I < j politische Arbeit der gesamten Studentenschaft heraus. Zur Vorbereitung der jungen Burschenschafter auf die inhaltsvolle Tagung ihres Verbandes war ein Schulungslager in Ruhla bem Burschentag vorausgegangen, bei dem Fragen der politischen Erziehung, der Erziehung zu Rassebewußtsein, außenpolitischem Denken und Wehrwissenschaft durch namhafte Redner eine eingehende Behandlung erfahren hatten. Eine Rekorbfahrk durch die Wüste Sahara. Die durch frühere Langstrecken-Motorradfahrten bekannten Brüder 2Iufermann, Essen, haben auf einem serienmäßigen 13/50 PS. Korbwagen die Wüste Sahara von ihrem südlichsten Punkt, dem Fort Gao, ungefähr 500 km östlich von Timbuktu, bis nach Algier, also eine Strecke von 3200 km, ohne Halt in der Rekordzeit von 733/< Stunden durchfahren. Sie trafen fast zwei Tage vor der errechneten Zeit in Algier ein. Außer der Anbringung eines Luftreinigers zwecks Vermeidung des Eindringens von Flugsand in den Motor war der Wagen in keiner Weise für diese Fahrt hergerichtet. Während tagsüber bis zu 50 Grad Hitze gemessen wurde, sank die Temperatur des Nachts bis auf 2 Grad. Mehrere Male versank der Wagen bis an die Achsen im Flugsand unb mußte in stundenlanger Arbeit ausgegraben werden, um mehrere sturm schritt mit zahlreichen Kränzen bem geschmückten Sarge voraus. Unter ben Kran^spen- ben befanden sich auch die Kränze, mit denen Sowjetrußland das Opfer der Luft ehrte. Den Sarg umhüllte die Reichsflagge, bie an ber Gonbel bes verunglückten Ballons hing. In ben Nachrufen unb ben Gebenkworten des Geistlichen erstand noch einmal ein Bild der Persönlichkeit Dr. Schrenks, dessen ausgezeichnete Leistungen für die Flugtechnik unb das Luftfahrtwesen in ehrenvoller Weise gewürdigt wurden. Postwagen uni) Briefkästen sehen künftig rot aus. Die Deutsche Reichspost wirb künftig, wie bereits gemeldet, bei Erneuerung des Anstriches ihrer Fahrzeuge die Farbe der nationalsozialistischen Bewegung verwenden. Die Einführung des roten An- st r i ch s wird schrittweise erfolgen. Der Anfang wird in Berlin, München und Nürnberg gemacht werden. Außerdem wird bei den Kraftomnibussen, Personenanhängern und Lastkraftwagen der bisherige Reichsadler durch das Hoheitszeichen der NSDAP. und die Aufschrift „Reichspost" durch „Deutsche Reichspost" erseht werden. Das Dach der Fahrzeuge wird elfenbeinfarbig, die Kotflügel, Trittbretter usw. werden schwarz lackiert werden. Aehnlich wie die Wagen der Relchspost erhalten auch die Briefkästen und Wertzeichengeber, später auch die Fernsprech- häuschen die rote Farbe. Die Postscheck- und Luftpostbriefkästen behalten ihre bisherige Farbe. Bergrutschkatastrophe in China. 250 Tote. Bei einem Bergrutsch bei Loktschang in der Provinz Kwantung haben, wie befürchtet wird, 2 5 0 Menschen das Leben eingebüht. Line Seite des Kaiman-Berges stürzte plötzlich ein und verschüttete ein Dutzend Dörfer. Die in den benachbarten Fluh rollenden Fels- und Lrdmaffen verursachten eine hohe Flutwelle, die Hunderte von Booten zum kentern brachte. Rach dem großen Erdrutsch zeigte sich die merkwürdige Erscheinung, daß das von den Erdmassen zusammengedrängte Wasser an der einen Seite des Berges wie ein Wasserwall hervorquoll. S2t.-Transport verunglückt. — 3 Tote, 3 Schwerverletzte. In Beringersdorf unweit von Nürnberg rannte ein mit etwa 40 SA.-Männern besetzter, von einem Ausflug zurückkehrenber Lastkraftwagen mit Anhänger infolge Uebermübung bes Führers, an einen Baum. Dabei würben brei SA.-Männer getötet unb brei schwer verletzt. Fünf Menschen durch giftige Gase getötet. In ber Gemeinde Feldkirchen in Kärnten ereignete sich durch giftige Gase in der Senkgrube eines Gemeindehauses ein schweres Unglück, bei bem fünf Personen ben Tob fanben. Einem Knaben fiel beim Fußballspiel ber Ball in die Grube. Er stieg hinab unb kam nicht wieber herauf. Vier weitere Personen, die ihn retten wollten, kamen ebenfalls nicht wieder. Schließlich wurde bie Feuerwehr gerufen, welche nach Ablassen der Giftgase die fünf Toten aus ber Grube bergen konnte. Mit dem Auto ins Schaufenster. — Eine Tote, zwei Schwerverletzte. Am Dönhoffplatz, einer ber verkehrsreichsten Stellen Berlins, ereignete sich ein schweres 23 e r • kehrsunglück. Eine Kraftdroschke streifte einen Personenkraftwagen und sauste bann in bas Schaufen st er eines Schirmgeschäfts. Drei Personen, bie sich bie Auslagen bes Geschäftes ansahen, würben babei schwer verletzt. Eine Frau ist währenb ber Beförderung ins Krankenhaus gestorben. Eine zweite Frau mußte sich einer längeren Operation unterziehen. Ein Mann trug schwere Bein-, Hand- und Gesichtsverletzungen davon. Der Lenker der Kraftdroschke, ber keinerlei Verletzungen erhalten hat, war betrunken. Nach polnischen Pressemeldungen sollen babei Werte in Höhe von a ch t Millionen Zloty ein getrieben werden, so daß in- ben Jn- dustriewerken und auf den Gütern des Fürsten von Pleß sämtliches lebende und tote Inventar ber Pfändung verfällt. So weiß die „Kattowitzer Zeitung" zu berichten, baß auch die berühmte Wisentherbe in den Janowitzer Forsten bei Pleß gepfändet worden ist, wobei der Wert der einzelnen Tiere nur auf etwa 5000 Zloty angesetzt wurde. Prinz von Pleß, der vor einiger Zeit wegen Beschäftigung eines Ausländers (Deutschen) in seinen Betrieben z u drei Wochen Haft verurteilt worden war, hatte am 2. Mai, nach der Rückkehr von einer Auslandreise, bie Strafe sofort angetreten. Am Mittwoch wurde Prinz von Pleß nach Verbüßung der Strafe wieder der Haft entlassen. yilluptstabt gegen feinblidje ßuftan« griffe einzurichten. Von biefer Zentrale aus mürben die Derteidigungsmaßnahmen ber Kampfflug- Ziuge unb der Flugabwehrgeschütze geleitet werden. dB; h ti^' E E - 15 Ak V* trv w;. ■Ti In der ersten wissenschaftlichen Festsitzung des 2". Deutschen Geographentages in Hub.Nauheim sprach u. a., wie schon kurz be- rchtet, Prof. Dr. L a u t e n s a ch (Gießen) über bie Ergebnisse einer Forschungsreise nach ^nrea. Wichtig sind pflanzengeographische Unter- - jungen, die zeigen, daß Korea bis auf den schon ^prähistorischer Zeit stark besiedelten Küstenstreifen r ber wohl ganz bewaldet war. An den Holz- äigen und durch die in Abfallhaufen befindlichen Füchte läßt sich erkennen, daß schon damals in bei Küstengebieten 12 verschiedene Holzarten bcmisch waren. Bis zu 600 Meter Meereshöhe ist hcite der Wald im großen und ganzen verschwun- b(t>, da einerseits das Land zu Ackerzwecken ge« rc et, andererseits der Holzbedarf wegen der kalten Dnter sehr groß ist. Sehr interessant waren bie A.ssührungen über bie Entstehung von Felshängen lud Felsbergen. Die Hauptursachen dieser auch im Bild auftretenden felsigen Partien und Berge sind flfr wechselfeuchte Monsumklima, die starken Regen tu Sommer und damit eine starke Flußerosion, ferner die Frostwirkung im Winter. Allerdings ist bei Auftreten auch von der Gesteinsart abhängig. 2) körnigen groben Massengesteine, ohne Schich- tu g, liefern die tiefgründige Verwitterung, deren PiDdukte an ben steileren Stellen der Oberfläche bei Abspülung anheimfallen. Zum Schluß bes Vor- tygs ging ber Rebner auf bie nasse unb trockene M istultur ein, bie je nach dem Gelände angewandt wird. Die nasse Reiskultur auf Bewässe- ringsfelbern wird besonders in den in Korea breit ejwicfelten Talebenen ber Flüsse angewandt. Zur Acvässerung bienen verschiedene Methoden, auch In Rußland ereignete sich vor wenigen Tagen ein grauenvolles Flugzeugunglück, bei bem mehrere Menschen ums Leben tarnen. Die Katastrophe ist darum besonders bemerkenswert, weil sie lediglich durch ben unglaublichen Seicht- sinn bes Piloten verursacht würbe. Nach Den Berichten aus Rußlanb hat sich bie Tragödie folgendermaßen zugetragen: In den Morgenstunden versammelten sich einige Flugpassagiere in einem russischen Flughafen, der sich auf ber Strecke bes sowjetrussischen Flugdienstes zwischen Charkow und Kiew befindet. Die Maschine, welche die Flugpassagiere nach Kiew bringen sollte, stand flugbereit da. Man wartete nur noch auf den Piloten, der sich verspätet zu haben schien. Als ber Pilot namens Verschkoff auf bem Flughafen eintraf, um wie gewöhnlich auf seinem Führersitz Platz zu nehmen, ahnte noch niemanb die furchtbare Katastrophe, bie sich in wenigen Minuten hoch in den Lüften abspielen sollte. Wie immer war bie Maschine auch an diesem Morgen von den Mechanikern genau untersucht worden. Sie befand sich tadellos in Ordnung. An dem Benehmen des Piloten Derfchkoff war nichts Auffallendes zu bemerken. Er zeigte die gewohnte Ruhe und Gleichgültigkeit, die er bei allen feinen Flügen zur Schau trug. Er war die Strecke zwischen Charkow und Kiew schon sehr oft geflogen, ohne daß ihm ein Unglück zugestoßen wäre. Als die Maschine in den Lüften war, gerieten die ahnungslosen Flugpassagiere in große Aufregung. Obwohl das Wetter vollkommen windstill war, fing das Flugzeug plötzlich auf eine rätselhafte Weise zu schwanken an. Die Leute in der Kabine hatten den Eindruck, als ob am Motor etwas nicht in Itie Deutsche Burschenschaft hielt, wie bereits ge- tebet zu Pfingsten in Eisenach ihren Burschen- ti: ab. Im Mittelpunkt der Beratungen standen Bid tige Fragen ber Erneuerung der Form und der Intiefunq des Inhalts der politischen Ar- b? t der Deutschen Burschenschaft. Die . lursleiter gaben durch ihre Berichte einen an- schlichen Üeberblid über alle Zweige ber bur- t lidenschaftlichen Tätigkeit, besonders über die Flie- >:u5bilbung in den eigenen Lagern ber -Deut- ‘ llei Burschenschaft, über ihre politische Schulungs- , Ibrit und ihre weitverzweigte Wirksamkeit im I IrrLV und Auslandsdeutschtum. Auch die Erfah- I Fingen in der Kameradschaftshauserziehung wurden $ su-hend erörtert. Die einzelnen Burschenschaften hch n bis jetzt für diese Arbeit bereits rund 720 000 Irl aufgebracht. Die vom Bundesfuhrer vorge- n Richtlinien für die Arbeit und den Aufbau br Deutschen Burschenschaft wurden einstimmig geheißen. Der bisherige Bundesführer, Standar- inilihrer Dr Jng. Schwab, erfüllte den em- L gen Wunsch der gesamten Deutschen Burschen- calt, die Führung weiterhin Ö" übernehmen. In W. groß angelegten Rede unterstrich er die hohen letie’ der deutschen Korporation und stellte kl j-i-nbfäfre für ihren^notwendlg^^inbai^n^ie Ordnung wäre. Die Schwankungen wurden immer stärker, ohne daß der Pilot Miene machte, eine Notlandung oorzunehmen. Das Verhalten des Flugzeugführers war den Paffaaieren ein Rätsel. Der Mann mußte entweder wahnsinnig geworden sein oder die Maschine hatte einen schweren Defekt, der bei der Untersuchung übersehen worden war. Als sich das Flugzeug plötzlich in einem steilen Winkel in die Seite legte, bemächtigte sich der Flugpassa- giere eine immer größer werdende Unruhe. Bevor sie noch recht wußten, was geschah, hatte sich bie Katastrophe ereignet. Die Maschine begann abzusacken und stürzte in die Tiefe. Während die Passagiere unter den Trümmern des Fluazeuges nur noch als Leichen geboraen werden konnten, war der Pilot mit bem Leben ba- oongefommen. Er war geistesgegenwärtig mit bem Fallschirm aus der Maschine gesprungen und glücklich gelandet. Als der Pilot von den Mitgliedern der Untersuchungskommission, die sofort an der Unglücksstelle eintraf, verhört wurde, stellte sich heraus, daß er sinnlos betrunken war. Das Sonderbare war, daß niemand etwas davon gemerkt hatte. Nicht einmal den Aufsichtsbeamten war die Trunkenheit des Piloten aufgefallen. Aus einem Kreuzverhör ergab sich, daß ber Pilot mit Freunben bie ganze Nacht durchgezecht hatte. Der Pilot wurde von mehreren Aerzten gewissenhaft untersucht, die alle zu dem gleichen Ergebnis gelangten. Da er durch seinen unerhörten Leichtsinn den Tod mehrerer Menschen verschuldet hatte, kannte das Gericht kein Erbarmen. Derschkoff wurde zum Tode durch Erschießen verurteilt. Das Urteil wurde auf der Stelle vollzogen. mußte schließlich der Berliner kapitulieren. Weiß- g e r b e r (Saar) schlug Heinicke (Hamburg) nach vortrefflich angeordneter Spielführung. Unentschie- ben endete nach leichtem Geplänkel die Partie des Berliner Zonensiegers Wächter gegen den Dresdener G r o h m a n n. Die Partie Dr. R o e b l gegen Dr. Antze blieb ebenfalls unentschieden. Die übrigen Spiele wurden abgebrochen. Ausstellung von Steinzeit-Funben in Nürnberg. In Nürnberg wurde bie Ausstellung der Funde aus der Petershohle bei Velden (Mittel- franken) aus der älteren Steinzeit eröffnet. Prof. Hornung (Erlangen) hielt einen einführenden Vortrag über die Bedeutung ber Funde. Die Petershohle bei Velden, die von Konservator Dr. h. c. Hörmann in 14jähriger Grabungstätigkeit ausgegraben wurde, ist eine ber ältesten Kulturstätten in Deutschland und hat Parallelen in verschiedenen Alpenhöhlen. Diese Höhlen haben gemeinsam, daß in ihnen nur sehr wenige roh behauene Steinwerkzeuge, dagegen über große Mengen gleichartiger Knochentrümmer unb -splitter von bestimmtem Typus gefunden wurden, die nach ber Auffassung verschiedener Forscher, insbesondere des Steinzeitforschers Oswald M e n g h i n (Wien), Werkzeuge dieser frühesten menschlichen Kulturstufe vor etwa 150 000 Jahren darstellten, also eine sogenannte „Knochenkultur". Die Ausgrabung in der Petershohle gewährte außerdem einen überraschenden Einblick in die Kultur der Höhlenbärenjäger, denn es fanden sich verschiedentlich Deponierungen unb Anhäufungen von Hohlenbärenschädeln und Knochen sowie eine kistenähnliche Steinsetzung, in die ein Höhlenbärenjchädel eingebettet war. Diese Ausspeicherung der Jagdtrophäen deutet auf einen primitiven Opferkult hin, wie wir ihn in ähnlichen Formen bei heute noch lebenden Eismeervölkern finden. Hörmann kommt in einer soeben erschienenen Abhandlung zu dem Schluß, baß die Höhle als Heiligtum altpaläolithischer Horden zu denken ist. de8 bisherigen und im Preise höheren DUNLOP Fortuna-Reifens I Oberhesien. Oer Schottener Prämiierungsmarkt. 8 Schotten, 23. Mai. Bei günstigem Pfingst- wetter fani) der altbekannte Schottener Prä- miierungsmarkt in althergebrachter Form statt. Aufgetrieben waren etwa 210 Stück Großvieh, 21 Stück Jungvieh, 10 Pferde, Zuchtvieh und 650 Schweine. Die Preise für Schweine betrugen: 4 bis 6 Wochen alte Ferkel 16 Mark, bis 10 Wochen alte Ferkel 21 Mark, bis 12 Wochen alte Ferkel 23 Mk., bis 13 Wochen alte 25 Mark, Einleger 34 Mark. Der Handel war flott, der Markt wurde ausver- kauft. Die Zahl der Marktbesucher war sehr groß. Außerordentlich viele Marktstände waren aufgeschlagen, das Publikum war kauflustig. Zu bewundern war das prachtvolle R o t v i e h , das zur Prämiierung aufgetrieben war. Die Preisrichter hatten bei der Auswahl der Preise schwere Arbeit. Mit Ehrenpreisen und ersten Preisen wurden bedacht: Vogelsberger Rasse: Hartmann, Damb- mann (Rudingshain), Deubel (Rudingshain), Cel- larius (Schotten), Lingner, Becker (Wingershausen), Schott (Wohnfeld), Schloerb (Schotten); Sim- menthaler-Rasse: Schauermann (Eichelsachsen), Spa- mer, Schmidt (Schotten), Diehl (Gedern). Das Tier- zuchtamt Gießen war durch Oekonomierat Dr. Wagner und H. Richtberg vertreten. Allseitig konnte man sich von dem großen Fortschritt der Vogelsberger Rassezucht überzeugen. Besonders schöne Tiere waren aus Rudingshain, Burkhards und Wingershausen aufgetrieben. Mit dem Markt war erstmalig auch eine Versteigerung von reinrassigem Vogelsberger Herdbuchvieh verbunden, zehn Stück Rotvieh gelangten zum Ausgebot. Das übliche Volksfest schloß sich mittags und abends an den Viehmarkt an, das sehr harmonisch verlief. Seuer in Alsfeld 00 Alsfeld, 23. Mai. Heute morgen gegen 3.30 Uhr brach in dem Anwesen der L a ck f a b r i k Ern st Diegel aus noch ungeklärter Ursache in einem Lagerschuppen ein Brand aus. Der rasch herbeigeeilten Freiwilligen Feuerwehr gelang es, des Feuers Herr zu werden, bevor dieses auf das eigentliche Lagerhaus übergreifen konnte, so daß größerer Schaden vermieden wurde. Dagegen brannte der an das Lagerhaus angrenzende kleinere Schuppen, in dem sich verschiedene leere Oelfässer befanden, vollständig nieder. Die sogleich am Brandort erschienene Gendarmerie nahm alsbald die Ermittlungen auf. Jedoch konnte bis jetzt die Ursache des Feuer nicht festgestellt werden. Landkreis (ließen. 8 Alten-Buseck, 23. Mai. Am ersten Feiertagabend gelangte im vollbesetzten Saale von Philipp Einhäuser durch die NSDAP, der Tonfilm „Kreuzer Emden" zur Aufführung. Die Darbietungen, die den Zuschauern einen Einblick in die vielseitigen und verantwortungsvollen Aufgaben eines Schlachtschiffes km Falle eines Krieges gewährten, wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Besonders starkes Interesse fand auch das Beiprogramm, das unseren Führer als Redner bei zahlreichen staatspolitischen Vorgängen zeigte. Die gesamte Vorführung, die mit dem Deutschland-Lied ihren würdigen Abschluß fand, hinterließ bei allen Teilnehmern einen tiefen Eindruck. <55 Lich, 22. Mai. Einer jahrzehntealten Ueber- lieferung treu bleibend, unternahm die Sänger- F ■i'Vx' ■ ' 'm Mutter den wahren Berater sehen. Er soll verhindern, daß Mütter Fragen hilflos gegenüberstehen, in deren Erkenntnis ihre eigentliche Bestimmung, die Mutter- Der „Ratgeber für Mutter und Kind" ist durch alle Ortsgruppen der RS.-Volkswohlfahrt zu beziehen. Deutsche Mütter? Der gesunde, reine zukünftige Mensch kann sich nur durch eine reine, vollkommene Frau fortpflan- zen. Der materialistische Sumpf ist nicht die Geburtsstätte des Vollkommenen. Kinder, unter Sorgen geboren, erwecken keine „Mutterfreuden". Der quälende Gedanke über die Beschaffung des täglichen Brotes in einer Zeit der Knebelung der deutschen Volksgenossen durch eine rassefremde Ausbeutersippe dämmte das natürliche Verlangen der Mutter nach dem Kinde ein. Angst und Bangigkeit, trauriges Erwarten belasteten den noch ungeborenen Erdenbürger. Sorgen einer vergangenen Zeit. Heute schafft der Führer Arbeit und Brot. Heute geht es vorwärts — aufwärts. Der Führer hat einen Staat geschaffen, der seine Hände schützend über das Höchste breitet, — über die Mutter. Die NS.-Volkswohlfahrt wird besonders den werdenden Müttern raten und helfen. Eine vollkommene Ausstattung für den Säugling, Milch und Verpflegungszuschüsse sollen die mittellose Volksgenossin von ihrer Sorge befreien. Der „Ratgeber für Mutter und Kind" ist der deutschen Mutter gewidmet. In ihm soll die kommende schäft, liegt. Vereinigung Cäcilia am zweiten Pfingsl- feiertagvormittag ihren Pfingstrundgang durch unsere Stadt, um an den freien Plätzen unsere Einwohnerschaft mit dem Vortrag von Chorliedern zu erfreuen. Auch der für das letzte Konzert zusammengestellte Schülerchor hatte sich den Sängern angeschlossen, um gemeinsam mit der Sängervereinigung Cäcilia, beide von Lehrer I l g e (Oppenrod) geleitet, schöne Proben deutscher Lieder darzubieten. Allenthalben wurde den Sängern' den alten und den jungen, für den gebotenen Genuß herzlicher Dank der Einwohner zuteil. Kreis Friedberg. Friedberg, 23. Mai. (LPDJ Im benachbarten Ober-Wöllstadt verlor vor 26 Jahren die Ehefrau eines Landwirtes bei Feldarbeiten den Trauring. Vor einigen Tagen fand nun ein dortiger Landwirt bei Arbeiten auf dem Acker den Ring, der sich in einem Eggezinken gefangen hatte. Der Ring ist noch sehr gut erhalten. An den Eingravierungen konnte man die frühere Eigentümerin feststellen. * Butzbach, 24. Mai. Auf der Straße Gießen —Butzbach ereignete sich am Dienstag ein Verkehrsunfall. Ein Pferdefuhrwerk wurde unterwegs von einem Kraftwagen angefahren. Der Lenker des Fuhrwerks und die Insassen des Autos blieben unverletzt, der 53jährige Maurer Karl Nesseldreher von Butzbach, der auf dem Pferdewagen mitfuhr, erlitt eine Gehirnerschütterung und wurde in die Chirurgische Klinik eingeliefert. Kreis Schotten. □ Laubach, 22. Mai. In einer am Freitagabend im Saale des „Solmser Hofes" abgehaltenen Ortsgruppen - Versammlung der NSDAP, sprach Kreisdirektor Pg. Z ü r tz (Schotten) über die Tagesfragen der heutigen Politik. Seine mehr als einstündigen Ausführungen wurden mit großem Beifall ausgenommen. — An den beiden Pfingsttagen trafen sich in Laubach etwa 650 Mädels der B D M. -Ringe Gießen, Butzbach, Friedberg, Büdingen, Gedern und Schotten. Die Tagung nahm einen guten Verlauf. Ansprachen hielten die Obergauführerin des Gaues Hessen-Nassau Therese Walch er (Frankfurta. M.), Gauführerin Else Stab (Friedberg) und Untergauführerin Jngeborg v. H a r • nier (Friedberg). Die Verpflegung der FesttrN, nehmerinnen wurde von der hiesigen NS.-Frauen» schäft vorgenommen. Kreis Büdingen. * Lißberg, 24. Mai. Der etwa 20jahrig, Mühlenbauer Heinrich Seipel von hier erlitt durch einen unglücklichen Sturz so erheblich, innere Verletzungen, daß er sofort in di. Chirurgische Klinik nach Gießen übergeführt mer.^ den mußte. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrsj stehenden Artikel übernimmt die Redaktion de« Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ruhe vor den Kirchen beim Gottesdienst. Während des Gottesdienstes am zweiten PfinA fei er tage in der Zeit von 10 bis 11 Uhr in dy Stadtkirche war von schul- und nichtschulpflichtig^ Kindern an der Rückseite des Kirchenplatzes eint Störung, wie zum Beispiel gegen die Kirchen türe schlagen, Lärm usw. zu bemerken, wie sie fomn bis setzt dagewesen ist. Der Predigt des Geistliche konnte man nicht folgen, bis die Kinder von einem Kirchenbesucher verscheucht wurden. Dringend empfehlen wäre den Anwohnern der Stadtkir<^ die das Unwesen mit angesehen haben, für die fünft doch Einhalt zu bieten und die Kinder eine; Besseren zu belehren. Auch für die Polizei diich bei dieser Gelegenheit ein Anruf nicht unberechtigt sein, um auch die Aufmerksamkeit der Polizeistreise» auf diese Zustände zu lenken, damit die Gottes bienfte in Ruhe ab gehalten werden können. Selbst, verständlich will ich auch nicht unterlassen, di, Volkserzieher, Lehrer usw. auf diese Angelegenhet aufmerksam zu machen, damit sie dementsprechend aus die Kinder einzuwirken. H.M. Wettervoraussage. Von den britischen Inseln erstreckt sich ein -och. druckgebiet bis über Deutschland und beherrscht ba Wetterlage, so daß bei meist heiterem Himmel taos über kräftige Erwärmung stattfindet. Da ab!, durch die Rückseite der noch über Finnland lagere den Störung vorübergehend kühle Luft heranbesör., dert wird, ist zeitweise, besonders im nördlichen Teil des Reiches, mit dem Aufzug gewitterhaft«! Bewölkung zu rechnen. Aussichten für Freitag: Meist feitet,, doch zeitweise gewitterdrohende Bewölkung, tag«" über kräftige Erwärmung. Aussichten für Samstag: Fortdauer ben heißen Wetters, vorübergehende Gewitterneiguni, Lufttemperaturen am 23. Mai: mittags 21# Grad Celsius, abends 13,3 Grad; am 24. Mail morgens 10,8 Grad. Maximum 22,1 Grad, Minimum 7,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 23. Mai: abends 19,8 Grad; am 24. Mair morgens 16,3 Grad Celsius. — Sonnenscheindaua 8,6 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für beni übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter!: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An» zeiaen: Theodor Kümmel. DA. IV. 34: 11 200. Drufl und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unÄ Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. Elisabeth Gemandt, geb. Sack Frau Hilda Hammerschlag, geb. Herz im 75. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen. im 80. Lebensjahre. Heuchelheim, Düsseldorf, den 24. Mai 1934. 3109 D Treis a.d. Ldan Gießen, den 23. Mai 1934. Die Beerdigung findet Freitag, den 25. Mai, nachmittags 4 Uhr, statt 3123 D 3125 D T, o 02689 Gestern vormittag 9V, Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Heute entschlief sanft unsere innigstgeliebte Mutter und Schwiegermutter, unsere herzensgute, für uns stets so treu besorgte Großmutter, Schwägerin und Tante Alleinverkauf NlederhaoleniCo. Bahnhofstrafte geßenäh. Hotel Schätz Die Beerdigung findet am Freitag, dem 25. Mal, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Ludwlgstraße 15, aus statt. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 25. Mal, nachmittags 4 Uhr, auf dem Neuen Israelitischen Friedhof statt. Georg Becker. Gießen, im Mal 1934. In tiefem Schmerzt Moses Hammerschlag und Frau Max Hammerschlag und Frau. Nat.-Soz. Kriegsoplerversorgung, Bez. Gießen. Von dem DDAC., Ortsgruppe Gießen, in Verbindung mit dem NSKK., ist eine Schwerkriegs- beschädigtenfahrt (keine ftabrtfoften für den Teilnehmer) zum 17. Juni 1934 geplant. Schwerkriegsbeschädigte aus Gießen und nähere r Umgebung, die daran teilnehmen wollen, werden gebeten, sich auf dem Büro der Bezirks-Geschäftsstelle der NSKOV. Gießen, Bahnhofstraße 38, bis spätestens l.Zunr zu melden. sneD Gießen. Sonntag, ® Wanderung! Danksagung. Für die uns beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen in so reichem Maße erwiesene Teilnahme, die vielen Kranzspenden und Beileidsbezeugungen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: u.a.last.Haare w nurd dievonmir angew.,einz.sich. Meth.u.Gar. für lmm.mil d.Wurz. schmerzl.entferm 12 Satire Praxis. Frau B. Gulden. Svrechstd. jeden Freitag,Gießen, Hindenburgw.15 9-7 Uhr durchs. Zuverlässiges Mädchen für einige Vormittage d.Woche zum l.Juni gesucht. 02686 Kaiserallee 83 I 10-20 Uhr. | Vereine__ Turnverein A Freitag narM 18Ubr,u« Turn stand»? derSchülerD Schülerinnen OberturnwaD [Stellenangebote] llllllllllllllllllllllllllllll Suche einen jg. taut »et a. Mit«. Es woll. sich nur wirkl. gute selb- ttänd. arbeitende Gesell, melden. Ang.unt.3116D an d. Gieß. Anz. llllllllllllllllllllllllllllll | Vermietungen | EinWieD-b$ mit Garten und Stallung, Am Kugelberg, sof.z. verm. Nur schr. Bewerb, unserer Mitglieder erb. Baugenoflenfmoft 1894 Ltß.m.ü ö. (Biesen. 81»V 5W* Gießens Cpercttenöi^61- Tosen Over in 3 Mr, von ar® Berlin. Beschluß. lieber die nachstehenden landwirtschaftlichen Betriebe wurde das Entschuldungsverfahren eröffnet: 1. am 12. Mai 1934, 7.55 Uhr, bezüglich der Firma Rübsamen & Co., Gut Mittelsmühle, G. m. b. H., vertreten durch ihren Geschäftsführer (Lw. E 30 (a)/ 34); 2. am 15. Mai 1934, 7.15 Uhr, bezüglich des Jakob Backhaus II. und seiner Ehefrau Elisabeths geb. Clvos, beide in Climbach (Lw. E. 31 (a) / 34); 3. am 16. Mai 1934, 14.55 Uhr, bezüglich des Johann Heinrich Kehr IX. und seiner Ehefrau Anna geb. Gerhard, beide in Treis a. d. Lda. (Lw. E. 37 (a) I 34). 3103D Entschuldungsstelle zu 1: Hessische Landesbank — Staatsbank — Darmstadt. Entschuldungsstelle zu 2 und 3: Landesbauernkasse Rhein-Main-Neckar e. G. m. b. H., Frankfurt o. M., Bockenheimer Landstraße 25. Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 20. Juni 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschul- dungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. Gießen, den 17. Mai 1934. Hessisch^ Amtsgericht. llllllllllllllllllllllllllllll Eine2-Z.-Wohnung m Badez.u.Zu- beh.i.d.Liebigstr. vdof. o 15.Juni z. verm. Nur schr. Bewerb, unserer Mitglied, erbet. Baugenossenschaft 1894 e. 6. m. b. H:, Gießen llllllllllllllllllllllllllllll Dunges Fräulein f. Büro gesucht. Stenographie u. Schreibmaschine Reding.Schristl. Angeb. u. 02692 an d. Gieß. Anz. Zuverlässiges Mädchen im Alter von 16 bis 17 Jahr., am liebstenv.Lande, für sofort ges. Schr.Äng. unter 3096D a.d.G.A. llllllllllllllllllllllllllllll [Verschiedenes | Am 22. d. M. entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden In Elbing mein lieber, unvergeßlicher, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater, unser lieber Bruder und Schwager Herr Joseph Löwenberg im 63. Lebensjahr. Im Namen der tleftrauernden Hinterbliebenen t Sophie Löwenberg, geb. Liebmann und Kinder Gießen, Tel-Aviv, Frankfurt a. M. Ihre Geschäfts-Drucksachen stellen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge, Postkarten, Rechnungen, Ge- echäftskarten Ihres Hauses beurteilt. — Legen Sie deehalb Wert auf gepflegte Druckarbeiten. Wir bieten eie Ihnen I Brühl'sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 | Mietgesuche" 5-Zimmer- Wohnung in gut. Lage gesucht, möglichst m.Zentralheizg. Schr. Angeb. u. 3111k) a.d.G.A. Akadem. sucht z. 1.6.für sich u.seine Ftau kl. möbl. Wohnung oder 2 gut möbl. Zimmerm.Küche oder Küchenben. in gutem Hause. Schrift!. Ang. u. 3108V a.d.G.A. Alleinstehender ruh. Herr, pünktlich. Mietz., sucht 2-Moini. m.Zubeh. Schr. Ang.u.3112V an den Gieß. Anz. Schott. Studentin sucht ab 1. 9?oo. 1934 freundlich möbl. Zimmer Angeb. bis spät. 1. Juni an Prof. I. H. Hamilton, v.Adr.Akad.Aus- landsst., Ludwig- straße 1911. 8uud Laden iLentr.d.Stadt, evtl. m. Wohng. ver 1. Qktob. zu miet. ges. Schr. Ang. unt. 02690 an d. Gieß. Anz. Mk. 500.- geg.8°/o3mf.oe® viels. Sichert). L 6 Monate v. Es schäftsmann gdl Schr. Angeb. m 02693 a.d.G.A Partnerin zwecks gemein!! Beisammen!., Ausfl. usw. iudt? Ostpr. Lehrerin 30jährig. Züschs mögl.mitDil^., 02694 a.d.G.L,, Jung.,glattbaL^ Raltenp*! od.Fort.lRüdO' wd.i.tierl.PflMi übernommen.. Hundest. w. new gütet. Schr.M gebqte u. 026$ a. d Gieß. AM Motow fioUW Chauss. Mack- Gießen verlor-> @ep. BelM.« meld. u. 3118® nn d. @ie6j$ M.118 Zweites Blatt Gletzener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 24. Mal 1934 Oer Sieger im 5. Reichs-Segelflug- modell-Wettbewerd. Der 14jährige Günther Marth mit einem seiner Modelle. Dieser Berliner Hitler-Junge konnte bei dem auf der Rhön veranstalteten Modell-Wettbewerb einen außergewöhnlichen Rekord aufstellen. Sein Modell entschwand nach einer Flugzeit von 12 Minuten 35 Sekunden, in der es eine Strecke von 4000 Meter zurücklegte, aus dem Gesichtskreis der Meßinstrumente und landete — wie später fest- gestellt werden konnte — bei Erfurt/ chenden Monaten des Jahres 1931 betrug nicht weniger als 106 Millionen Pfund. Der Erfolg die- ser Politik, Beendigung der Periode der „freien Einfuhr ohne Freihandel", wie man sie hier genannt hat, setzt aber zugleich auch den Rahmen, innerhalb dessen sich die englische Konjunkturentwicklung vollzieht. Das Charakteristische an der englischen Konjunktur ist bis heute noch, daß Konjunklmanstieg m England Von unserem Or^G.-Verichierstaiier. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) London, Mai 1934. Wer Englands Lage im Jahre 1931 zur Zeit der großen Krise kannte und dieses selbe England in seinem heutigen Zustand erlebt, wird erstaunt sein über den großen Wandel, den es in dieser Zeit durchgemacht hat. Damals konnte ein so ausgezeichneter Nationalökonom und hervorragender Kenner Englands wie Andre Siegfried mit seinem Buche über' „Englands Krisis" einen geradezu unerhörten Erfolg In der englischen Oeffentlichkeit erzielen. Wenn man sich auch hier, und zwar mit Recht, gegen die Uebertreibungen Siegfrieds wandte — denn auch Frankreichs relative wirtschaftliche Ueberlegenheit, so glänzend sie damals schien, ist inzwischen längst geschwunden —, so besaß man jedoch Selbstkritik genug, um zugeben zu müssen, daß es schlecht um England stand. Heute kann davon keine Rede mehr sein. Andrä Siegfried selbst hat erst im Oktober letzten Jahres in dem Vorwort zu der Neuauflage seines Buches (das ebenfalls wie seinerzeit ein Teil seines Buches als Artikel in der „Times" erschien), einen großen Teil seiner Meinung, daß es endgültig bergab ging mit England, revidiert. Nur die auf weiteste Sicht gesehenen Tendenzen der englischen Entwicklung haben vielleicht noch heute ihre Gültigkeit. Englands Gegenwartskrisis jedenfalls ist endgültig überwunden. Seit dem Ende 1931, dem Tiefpunkt seiner Depression, erlebt England ein langsames, aber ständiges Anwachsen seiner wirtschaftlichen Aktivität. In der dauernden Abnahme der Arbeitslosigkeit und in der Steigerung der Produktion und Preise kommt diese Entwicklung am nachhaltigsten zum Ausdruck. Die Zahl der Arbeitslosen ist im April d. I. nach den offi- Zum Zutematioualeu Avus-Rennen. Am 27. Mai wird auf der Berliner Avus ein internationales Autorennen gefahren, zu dem die besten Fahrer von sieben Nationen ihre Meldungen abgegeben haben. Unser Bild zeigt die Nordkurve der Avus während eines Rennens. Oben links: Hans v. Stuck, Auto-Union (Deutschland). Oben rechts.: Peter de Paolo, Miller (USA.). Unten links: Manfred von B r a u ch i t f ch , Mercedes (Deutschland). ■ tu den AVUS < $ i X. V-, JÜ wwä’.w/z««"' . ... X , kXM.. ’Wrd ••**!*/*> t < n ziellen Angaben des britischen Arbeitsministeriums auf 2,148 Millionen gesunken. Das sind 53 382 Arbeitslose weniger als im März und 549 439 weniger als vor einem Jahre. Damit zugleich ist die niedrigste Arbeitslosenziffer seit August 1930 erreicht worden. Die industrielle Produktion auf der anderen Seite hat sich, wenn man den Index des Britischen Handelsamtes zugrunde legt, von 93 im Monatsdurchschnitt des letzten Quartals des Jahres 1933 erhöht. Auch die Einzelhandelsumsätze weisen wesentlich erhöhte Ziffern auf. Und nicht zum letzten beweist der außerordentlich beträchtliche lieber» schuß des vergangenen Etatsjahres von rund 30 Millionen die große Verbesserung der englischen Gesamtsituation. Die Gründe für Englands Konjunktur sind zum Teil offensichtlich, zum Teil umstritten. Ganz allgemein läßt sich wohl sagen, daß England, da es sich in seiner wirtschaftlichen Expansionspolitik nie so weit vorgewagt hatte, wie andere große Industriestaaten, auch viel weniger stark von den Rückschlägen aus einer solchen Entwicklung getroffen werden konnte. Das gilt nicht zuletzt auch in bezug auf die Schaffung übertrieben großer Konzerngebilde. Für England ist, abgesehen von einigen wenigen ganz bestimmten Wirtschaftszweigen, das kleine und mittlere Unternehmen immer noch das Charakteristische. England, das sich während des gewaltigen Wirtschaftsaufschwunges bis 1929 oft genug große Rückschrittlichkeit in seiner technischen und wirtschaftlichen Organisation hat vorwerfen lassen müssen, genießt vielleicht bis heute zu einem gewissen Grade die Vorteile aus seinem übergroßen Konservativismus. Nachdem erst einmal die großen Schwierigkeiten überwunden waren, die gerade für England mit Rücksicht auf seine starke Verflechtung im internationalen Wirtschaftsverkehr aus der großen Vertrauenskrise des Jahres 1931 erwachsen mußten, waren hier die Voraussetzungen für eine natürliche Wiederbelebung der Wirtschaft viel eher gegeben als irgendwo anders. Am stärksten in seiner günstigen Auswirkung machte sich nach der Sommerkrise 1931 der allgemeine englische Konservativismus in dem finanziellen Status seiner privaten Unternehmungen bemerkbar. Die ungeheure Verschuldung, die so charakteristisch z. B. für die Vereinigten Staaten von Nordamerika und aus anderen, hier nicht näher zu untersuchenden Gründen auch für Deutschland ist, und die ein Auftauen der Wirtschaftsstarre so ungemein erschwert, fehlt in diesem Ausmaß in England fast gänzlich. Deswegen konnte sich auch die normalerweise gegen Ende der Krise einstellende Verflüssigung am Geld- und Kapitalmarkt verhältnismäßig schneller in England durchsetzen als wo anders. Auf der Grundlage des von jeher vorhandenen allgemeinen Reichtums seiner Bevölkerung konnte eine solche Finanzpolitik früher oder später nicht ohne günstige Wirkungen bleiben. Reichlich vorhandenes billiges Geld und Kapital, verbunden mit einem gewissen Vertrauen in die Zukunft, sind denn auch unzweifelhaft die wesentlichste Ursache für Englands Konjunktur. Der Bankdiskont, der Mitte September 1931 4V- betrug, steht seit Juni 1932 nur noch auf 2 Prozent. Der Satz für tägliches Geld ist von 3V2 Prozent Mitte September 1931 auf 3/4 Prozent seit Mitte Mai 1932 heruntergegangen. Neben diese fundamentalen Gründe treten natürlich, und zwar gerade für die Erklärung des rein relativen Ausmaßes der englischen Konjunktur gegenüber dem Auslande, die Aufgabe des Goldstandards und die Einführung des Schutzzolles. Beide Maßnahmen zusammen sind in ihrer protektionistischen Wirkung außerordentlich bedeutsam für die Belebung des Innen- Marktes geworden. Dieses Ergebnis war bei einem Lande wie England, das sich bis 1931 dem ausländischen Wettbewerb gegenüber in einem Zustande fast vollkommener Ungeschütztheit befand, kaum anders zu erwarten. Ein großer Teil der Produktionssteigerung im Innern kommt denn auch im wesentlichen dem Ausmaß der Einfuhr- drosselung gleich. Der Rückgang des Imports an Jndustrieerzeugnissen während der ersten elf Monate des Jahres 1933 gegenüber den entfpre- Haß überbrückt alle Gegensätze! U55R L?' Die Rettung. Don Frank $. Braun Kurz vor dem großen Wasserfall führte eine Brücke über den Mühlbach, der hier — nachdem er die Stadt durchlaufen und Zufluß erfahren hatte — längst kein Bach mehr war, sondern ein Fluß von ansehnlicher Breite und gefährlichem Gefall. Es stand zwar eine Warnungstafel mitten auf der Brücke und verbot das Ueberklettern der Holzgeländer sowie das Spielen auf den Tragflachen und Pfeilern, aber welchen Jungen hätte das abgehalten, den Kameraden zu beweisen, wiemel dummen Mut er hatte. Wenn sie aus der Schule kamen, mutzten sie über die Brücke und immer wieder war da einmal ein Neuer in der Klasse, der seine Tapferkeitsprobe noch nicht abgelegt hatte. Zwar der Herr Hauptlehrer, erfuhr er diese Streiche bestrafte er strenge; aber schlimmer als eine Tracht Prügel war es, die Mißachtung der Klassenkameraden zu tragen; und also blieb diese Unvernunftprobe, am Brückenpfeiler bis zur bratenden Wasserfläche hinunter- und wieder heraufzuklettern, bestehen. Der Herr Hauptlebrer war machtlos. Sie bestände vielleicht heute noch, genau wie die alte Holzbrück- noch steht. Aber an einem gew, en M.t- tag geschah etwas, das hier Wandel schuf. Der Leitner Franz war aus Passau in die Stadt gekommen und der Osterklasse zugeteilt worden. Er war ein bißchen kleiner und weniger kräftig als die Kameraden unter die er geriet. Seine zwols Jahre mackten das Sie waren alle dreizehn, und ein Jahr bedeutet in diesem Alter viel. Sie behaupteten nachher allesamt, niemand habe den Leitnersranz ausaesordert, über die Brückengeländer zu kletterni Ä- cht war das di- Wahrheit und der Leitner- frnn, hntte aus sich heraus den Ent chluß gefaßt, * U-° stumme Mißachtung spürte. Jedensall^ 1° meinte der Herr Hauptlehrer zornig, habe dem Leitnersranz aber doch überhaupt erst I-mand von dieses verrückten Kraft- und Nervenprobe Mitte.- lung machen müssen! Darauf schwieg die Klasse. Der Leitnersranz aber w her Zeit noch nicht wieder antworten, * im Krankenhaus. Allerdings würde er ohne fnnhandle körperliche Schädigungen mit dem Leben nmmen Sie Angelegenheit wäre sicherlich mit einem Strafnachsitzen der ganzen Klasse erledigt ^m^en wenn nicht so besondere Umstande und eine bemerkenswerte Persönlichkeit bei der Rettung des Jungen mitgespielt hatten. Sie kamen um zwölf Uhr aus dem -schiUgebaude und tobten lärmend über die Brücke nach Hause^ Der Leitnerfranz blieb mit ein paar Kameraden zurück. Er wartete ab, bis keine Erwachsenen auf der Brücke waren; dann überstieg er das Geländer. Unter ihm rauschte das Wasser und sauste mit tarier Strömung dem nahen Fall zu. Die Brückenbögen fingen den Schall auf und verstärkten ihn. Es war 'dunkler hier unten unter der Brücke; Wasserwolken stiegen auf, ein feiner feuchter Nebel legte sich dem Jungen aus die Brust. Oder war es die Angst? Der Himmel und die Kameraden und das Leben überhaupt war so fern, irgendwo da oben im Licht ... er aber war abgeschlossen, aus- geschieden in das Dunkle, Ungewisse, er war verloren. Seine Hände wurden klamm. Er fühlte das nasse Holz gar nicht mehr. Ihm war, als greife er in weiche nachgebende Gebilde aus Algenschlamm. Uebelkeit befiel ihn plötzlich. Er wußte, daß er sich nicht werde halten können, daß er nie die Kraft aufzubringen vermöchte, wieder emporzuklettern. Er stieß einen Schrei aus, der gellend, hoch und schrill bis nach oben drang Dann sanken seine Arme herab. Das Wasser griff nach ihm und ritz ihn mit sich Die Jungen oben schrien auf. Sie rannten wie ein aufgescheuchter Schwarm zwecklos hin und her. Keiner wußte Rat. „Leitner Franz", schrien sie, „schwimme an Land! Hüte dich vor dem Fall, er reißt dich mit!" Aber der Junge hörte sie gar nicht in dem Brausen der Wogen. Er trieb mit dem Strom, tauchte aus, versank für eine Strecke, war wieder an der Oberfläche und sand sich vollkommen der Gewalt des Stromes ausgeliefert. Es waren doch ein paar Erwachsene auf der Brücke. Don irgendwoher waren sie plötzlich da, standen am Geländer, gestikulierten, schrien sinnlos, riefen Ratschläge und konnten auch nicht helfen. Der Junge war schon eine Strecke weit mitgerissen. Rettung schien nicht mehr möglich. Da geschah es. Aus der Tannenschonung am stromab liegenden Ufer löste sich eine Gestalt und trat aus dem schützenden Grün des Waldes an das offene Wasser. Es war ein Mann. Er stand einen Augenblick überlegend. Nicht im Zweifel, ob er die Rettung versuchen solle; nur prüfend, wie er am besten gegen den Strom ankämpsen könne. Dann watete er, an= gezogen wie er war, im Hemd und kurzer Lederhose, in die Strömung, warf sich, als ihm das Wasser bis zum Leib ging, vornüber und schwamm schräg mit der Strömung der Mitte des Flusses zu. Er hatte richtig gerechnet. Der ßeitnerjunge wurde ihm — sozusagen in die Arme getrieben. Cr konnte ihn auffangen, packte den schon reglosen, gar nicht mehr zappelnden kleinen Kerl und schwamm mühselig, selber keuchend und mit Not gegen die Wellen kämpfend, dem Ufer zu. I Er erreichte es nicht zu früh. Wenige Meter roeib ter abwärts fetzten schon die Schnellen und Wirbel des Falles ein und es wäre zu spät gewesen. Am Ufer hatten sich Menschen angesammelt. Sie packten zu. Zwei Landgendarmen waren da. Sie griffen zu. Aber sie nahmen nicht zuerst den bewußtlosen Jungen, den der Retter in das Gras legte, sondern sie legten dem triefenden Mann die Hände auf die Schultern. Während der Junge ins Krankenhaus geschafft wurde, führten sie den Retter mit sich. „Brav, Sandhuber", jagte der eine Schnauzbärtige, „hast recht getan/' Dann hob er für einen kurzen Augenblick den Kopf und sah seinen Gefangenen an. „Hast dich verraten, wir wollten gerade abziehen, dachten, du seiest auf der Landstraße davon." Der nasse Mann schüttelte sich, er schüttelte etwas von sich ab; nicht nur das Wasser. Mit einem verlegenen Lächeln, so, als müsse er sich schämen, schaute er vor sich fyin. „Da kann man halt nicht anders ..." sagte er leise und entschuldigend. Dann ging er willig mit den beiden Gendarmen. Am Mittag wußte die ganze Stadt, daß der Sandhuber, der gefürchtete Wilderer, der den Förster angeschossen hatte, auf der Flucht doch noch gefaßt worden war. Seine Geschichte machte die Runde und sie fanden es alle richtig und gut, daß ein Mann wie er, in solchem Fall, halt nicht anders gekonnt habe. Es wird ihm angerechnet werden, sagten sie und ließen offen, ob sie meinten, daß dies noch hier unten geschehe oder erst viel später beim großen Aufrechnen. Mann und Pflug. Von Franz Hühnlein. Neben dem Grabenrand im unteren Feldzipfel steht der Pstug. Steht und blinkt wie mattes Silber im Morgen. Hügelan geht das Feld und schneidet den Himmel mit seinem Kamm. Rechts und links fliehen die Wälder rückwärts, geduckt und dicht — jo frei stößt das Feld in den Himmel hinauf. Nebel ziehen über die Wälder hin und hinter den Nebeln steigt das Licht auf und greift über das Land. Da kommt der Mann mit den Gäulen auf der Landstraße, selbst wie ein Pferd trottend hinterher, die kurze Pfeife schief im Mund. Die Pferde stehen. Sie recken die Hälse abwärts, schnuppernd schließen sie Freundschaft mit dem vorjährigen Anger, die Riemen spannen sich — sie ziehen an. Knirschend sticht der Pflug in Den alten Boden, hebt die Erde aus und legt die Schollen in sanftem Schwung zur linken Seite ab. In eins verwachsen ziehen sie vorbei, Furche um Furche entlang, von einem End zum anderen. An den Querfeiten angelangt, wirst der Mann den Pflug mit schnellem Schwung herum, während die Pferde sich wie im Tanzschritt wenden, der neuen Furche zu. Hügelan geht es, hin und her, hin und her . . . Wagen fahren vorbei, Menschen kommen aus dem i)orf, Männer und Frauen, Greise und Kin- der. Der Mann wendet den Kopf nicht um, di» Pfeife ist lange schon erloschen. Er hat nicht Zeit, Grüße zu bieten oder zu empfangen. Nur die Erde sieht er, die noch brach liegt, nur die Erde pflügt er, Furche um Furche, ohne zu rasten, ohne zu denken, ohne zu träumen. Hin und her, hin und her — das ist des Pflügers Lied. Aufwärts geht es, — dem Hügel zu, die Nebel über den Wäldern sind längst gewichen. Die Sonne steht schwer am Horizont und feine Schweißperlen tropfen von des Pflügers Stirn, — feucht ist der Pferde Fell. Fern über den Sümpfen fliegt der Fischreiher auf, braune Häher jagen in den Wäldern und ihre Schreie flattern durch die heiße Luft. Er hört sie nicht mehr, der Mann am Pflug, jo gut kennt er sie. Nur, wenn sie nicht ertönten und das Land sich in jähes Schweigen hüllte wie vor nahen Gewittern höbe er den Kopf, um zu lauschen . . . Wie mattes Silber glänzt der Pflug, wenn des Mannes Hand ihn am Ende der Pflugschar herumwirft. Die Pferde dampfen. Mann, Pferde und Pflug sind schon ganz weit im Land. Jetzt haben sie den Hügelkamm erreicht und ziehen, scharf vom Himmel abgetrennt, dahin, zwischen Himmel und Erde gleichsam wie ein einziges Wesen von seltsamer Gestalt. Einmal wird der Abend kommen, dann ist das Feld gepflügt, dann kehren Mann und Pferde heim. Dann glimmt die vergessene Pfeife wieder, dann versiegt der Schweiß von der Stirn, dann kommen Gedanken wieder und Träume. Dann ist getan, was des Tages war. Hin und her, hin und her — das ist des Pflügers Lied. Hochschulnachnchten. Dr. med. Dr. phil. K. Hildebrandt, Direktor der Heil- und Pflegeanstalt in Berlin-Herzberge, hat einen Ruf an die Universität Kiel erhalten. Der 0. Professor für Chemie an der Universität Leipzig Dr. B. H e l f e r i ch hat einen Ruf als Ordinarius an die Universität Breslau erhalten. Der Münchener Ordinarius für Orthopädie, Professor Dr. F. Lange, ist auf sein Ansuchen von der Verpflichtung zur Abhaltung von Vor« lefungen befreit worden. sie sich im wesentlichen nur auf den Binnenmarkt beschränkt. Eine Verbesserung im Außenhandel hat sich nur sehr langsam durchzusetzen vermocht. Erst seit Juli 1933 weist auch der Außenhandel eine Steigerung auf. Berücksichtigt man aber, daß diese Erfolge erreicht worden sind angesichts riesiger Störungsmomente, wie Dollarkrise —Mer war Bartsch von Siegsseld? Die Katastrophe des deutschen Freiballons „Bartsch von Sigsfeld", bei dem zwei Flieger, Dr. ing. S ch r e n ck und Viktor M a - such, ihr Leben ließen, weckt die Erinnerung an den Mann, dessen Name der Unglücksballon trug — und an sein Geschick: das Ende des Hauptmanns Bartsch von Sigsfeld war ebenso tragisch wie das des Ballons und ihm in seiner ganzen Art sehr ähnlich. Ein unvergessener Name. Der Name des Hauptmanns Bartsch von Sigsfeld wird sicher den meisten unbekannt fein; die wenigsten werden wissen, daß er, einer der ersten Vorkämpfer des Ballonflugs und damit der Fliegerei Überhaupt, ein großer Freund Zeppelins und P a r f e v a l s war und vor mehr als dreißig Jahren bei einem Ballonaufstieg tödlich verunglückt ist. Und dennoch ist Hauptmann Bartsch von Sigsfeld kein Vergessener; jedem Flieger ist sein Name geläufig, jeder weiß, was fein Beruf ihm zu verdanken hat. Die Flieger haben ihm auch stets die schuldigen Ehren erwiesen: sie haben sein Grab in fremder Erde, das schon verwahrlost war, wieder hergerichtet und in einen würdigen Zustand gebracht und ihm einen G e - d e n k st e i n gewidmet. Mitten in Berlin. Täglich fahren Tausende von Wagen daran vorüber, stündlich führt unzählige Fußgänger der Weg dardn vorbei — allein, wer von den Berlinern vermöchte wohl die Frage: „Wo ist das Denkmal Bartsch von Sigsfeld?" zu beantworten? Es steht im Vorgarten des Flugverbandshauses, am Schöneberger Ufer — am Landwehrund verstärktes Exportdumping Japans — neuerdings sogar Wirtschaftskrieg —, so beweist das nur, wie außerordentlich widerstandsfähig Englands Wirtschaft ist. England kann zufrieden sein mit den bisherigen Ergebnissen seiner letzten Wirtsctzafts- entwicklung, und es hat Grund genug, mit erhöhten Hoffnungen der nächsten Zukunft entgegenzusehen. gegründeten Königlichen Luftschiffertruppe ausgebildet hatte. Bald hatte sich von Sigsfeld so gut in seinen neuen Beruf eingelebt, daß er sich für feine Versuche sogar einen eigenen Ballon „Herder" Herstellen ließ. Das war ungefähr im Jahre 1896. Bartsch von Sigsfeld, zu dieser Zeit Reserveoffizier des 2. Garde- Ulanen-Regiments, kam um seine Aufnahme in das Luftschifferbataillon ein — und fein Wunscy wurde erfüllt. Er wurde zum Hauptmann befördert, zum Lehrer ernannt — und seine vielseitigen Fähigkeiten wurden auch nach anderer Richtung ausgenutzt. Dabei erwies er sich als ein Mann von großem Weitblick. Damals war gerade die drahtlose Telegraphie aufgekommen. Die meisten hielten jedoch von ihr nicht viel, allein der Kaiser erkannte ihre ungeheuren Möglichkeiten beizeiten und übertrug die weiteren Versuche dem Luftschifferhauptmann, der auch die in ihn gesetzten Erwartungen restlos erfüllte. Wenn heute so oft von den Pionieren des Rundfunks die Rede ist, so bedeutet es eigentlich ein Unrecht, seinen Namen zu vergessen: denn er hat tatsächlich viel zur Entwicklung der drahtlosen Telegraphie beigetragen. Eine unglückselige Fahrt. Die Zukunft des Hauptmanns Bartsch von Sigsfeld schien die denkbar beste; er stand in hohem Ansehen bei feinen Vorgesetzten und in großer Gunst beim Kaiser. Doch das Schicksal wollte es anders. Es war am 1. Februar des Jahres 1902. Hauptmann Bartsch von Sigsfeld unternahm in Begleitung eines Dr. Link wie so oft einen Aufstieg. Zwei andere Ballons machten mit. Das Wetter war gut, die Wetterlage geradezu ungewöhnlich. 790 mm Luftdruck wurde gemessen, so, wie man ihn vorher schon lange nicht gehabt hatte. Die Vorbedingungen für einen Flug waren sehr günstig, und man konnte höchstens mit schwacher Luftbewegung rechnen. Doch auf einmal: Umschlag, Wind, noch mehr Wind — schließlich Oststurm. Die Ballons werden abgetrieben — Richtung Westen. Ihre Geschwindigkeit wächst von Minute zu Minute — 270 Stundenkilometer beträgt sie schließlick, so viel also, wie heute ein gewöhnliches Verkehrsflugzeug gerade noch erreicht. Die Insassen wissen, daß es auf Leben und Tod geht, und kämpfen mit allen Kräften gegen die Naturgewalt an. Den beiden anderen Ballons gelingt es schließlich, glatt zu landen. Doch nicht dem Hauptmann Bartsch von Sigsfeld: der ausgezeichnete Offizier ist machtlos gegen die Tücke des Sturms. Er bringt wohl den Ballon dazu, nach unten zu gehen, die Gondel berührt bereits den Erdboden — da bricht sich sein Begleiter den Arm und kann ihm nicht mehr helfen. Noch schlimmer: Dr. Link verliert den Halt und wird mit voller Wucht aus der Gondel geworfen: schwer verletzt bleibt er liegen. Dadurch ist aber die Last des Ballons plötzlich leichter geworden — der Wind erfaßt ihn wieder. Noch einmal treibt er nach oben, vom Sturm so schnell und überraschend emporgerissen, daß der Hauptmann sich nicht mehr festhalten kann und ebenfalls aus der Gondel geschleudert wird. Sein Kopf schlägt auf den harten Acker auf: er ist sofort t o t. Tragisches Ende eines verheißungsvollen Lebens. Merkwürdig aber auch — mag es Zufall, mag es durch irgendwelche geheimnisvolle Bindungen bestimmt fein, die wir nicht kennen — daß der Ballon, der nach ihm getauft war, auf ähnliche Weife verunglückte und feinen Insassen den Tod brachte. Max Lenz. Aus her provinzialhaupistaht. Wer war Bartsch von Sigsfeld? Das tragische Ende eines Hochbegabten Offiziers. Spitznamen gegeben, aber sonst bin ich immer aut mit ihnen ausgekommen." Das konnte ich ihm bestätigen. Und so soll uns dieser liebenswürdige, 70jährig«, lebendige „Augenblick" ein gutes Beispiel dafür sein, daß. wir solche „Verzierungen" des Lebens gern und' willig tragen. S. Oie Polizeistunde für Eisdielen, Trinkhallen und Getränkewagen. Durch Verordnung des hessischen Staatsministers vom 16. Mai wird zur Regelung der Polizeistunde für Eisdielen, Trinkhallen und Getränkewagen fol- gendes bestimmt: Der Beginn der Polizeistunde wird für Speise- wirtschaften, welche sich auf die Abgabe von Speiseeis einschließlich der dazu gehörenden Eiswaffeln und Früchte zum sofortigen Genuß an Ort und Stelle beschränken und auf die Abgabe anderer Waren ausnahmslos verzichten, auf 24 Uhr festgesetzt. Für alle Betriebe, welche sich nicht auf die Abgabe von Speiseeis nebst den dazu gehörenden Eiswaffeln und Früchten zum sofortigen Genuß an Ort und Stelle beschränken, fällt der Beginn der Polizeistunde mit der Zeit des allgemeinen Ladenschlusses (19 Uhr) zusammen. Der Beginn der Polizeistunde für Trinkhallen und Getranke- roagen wird für die Zeit vom 1. April bis 30. September auf 22 Uhr, im übrigen auf die Zeit des allgemeinen Ladenschlusses (19 Uhr) festgesetzt. Uebertretungen der Vorschriften werden mit Haft und mit Geldstrafe bestraft. Die Verordnung über die Regelung der Polizeistunde für Eisdielen, Trinkhallen und Getränkewagen vorn 31. Mai 1933 und die Bekanntmachung zur Aenderung der Verordnung über die Regelung der Polizeistunde für Eisdielen, Trinkhallen und Getränkewagen vom 19. Juli 1933 werden aufgehoben. Die neue Verordnung tritt sofort in Kraft. AusparteiamtlichenBekanntmachungen Kreispropagandaleiter Schmelz von der Kreisleitung Gießen der NSDAP, teilt mit, daß am 3. I u n i eine große Kundgebung in Gießen stattfindet und andere Veranstaltungen an diesem Nachmittag ausfallen. Die Führer sämtlicher Gießener Vereine werden zu einer wichtigen Besprechung über diese Kundgebung auf Freitag, 25. Mai, 18 Uhr, in das Hotel Hindenburg eingeladen. Angesichts der Wichtigkeit ist das Erscheinen selbstverständlich. kanal. Einer der ersten Lehrer der Lustschiffertruppe. In diesen Tagen jedoch, wo das Geschick des Ballons „Bartsch von Sigsfeld" Trauer im ganzen deutschen Volk hervorrief, ist es wohl am Platz, sich seiner zu erinnern. Rudolf Max Wilhelm Hans Bartsch von Sigsfeld wurde am 9. Februar 1861 geboren, von früher Jugend an für Technik und Naturwissenschaften begeistert. Gelegentlich einer Afrikareise mit dem späteren Ostafrika-Gouverneur Graf G o e tz e n kam von Sigsfeld auf den Gedanken, daß es sehr wertvoll wäre, Freiballons für geographische Zwecke zu verwenden. Nach Deutschland zurückgekehrt, besprach er seinen Plan unter anderem auch mit seinem Freund Graf Zeppelin, der den Vorschlag sofort aufgriff. Damit war Sigsfeld für die Luftschifferei, für die er schon vorher viel Neigung gezeigt hatte, endgültig gewonnen: nun sah er eine Aufgabe vor sich, die zu lösen ihn reizte. Hinzu kam, daß er anläßlich eines Besuches in der Fabrik August Riedingers in Augsburg — dieser Name ist erst vor wenigen Jahren wieder viel aenannt worden, als Piccard dort seinen Stratosphärenballon bauen ließ und von dort aus den Aufstieg begann — den Major von P a r s e v a l kennenlernte: denn damit hatten sich drei Männer gefunden, die von demselben Gedanken beseelt waren. Auf sie ist auch der „Drachen-Fesselballon" zurückzuführen, an den sich noch viele erinnern werden. Bartsch von Sigsfeld lernte bei dem Berufsluftschiffer Opitz fliegen, der als der beste in feinem Fach galt und im Jahre 1884 die Offiziere der neu- „Einen Augenblick, bittet Ich glaube, daß fast bei allen Völkern die Sitte besteht, ihren lieben Mitmenschen, die sich durch irgend eine auffällige Erscheinung oder durch eine gewisse Eigentümlichkeit ausz^ichnen, einen sogenannten Spitznamen zu geben. Das fängt meistens schon in der Schule an. Zuerst hat ja der Lehrer seinen Beinamen weg. Das ist immer so gewesen, denn fünfzig Augenpaare beobachten schärfer als nur einige. Es gibt da die merkwürdigsten Namen. Aber wenn sie noch so komisch sind, jeder Schüler kann das betreffende Wort sofort erklären. Gewiß sind sie manchmal nicht gerade liebevoll, diese Namen, Denn die Kinder, besonders die Buben so zwischen 12 und 16 Jahren, sind unbarmherzig und grausam. Aber im Leben ist es genau so. Wo sich die Jugend trifft, in allen Vereinen, Lagern, in den Kasernen, überall, wo Freundschaft und Kameradschaft gepflegt werden, da stellen sich die Spitznamen gan,3 von selber ein. Sie werden in den seltensten Fällen als unehrenhaft empfunden. Sich gegen einen solchen Namen aufzulehnen, oder gar zu zeigen, daß man sich darüber ärgert, jjt sinnlos. Das hat schon mancher erfahren. „Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist!" Lachen wir selber mit, dann werden wir nicht ausgelacht. „Einen Augenblick, bitte.!" sagte unser Mathematiklehrer, als wir ihn in der ersten Stunde etwas fragten. Wir Buben hatten bald heraus, daß er Dieses „Augenblick, bitte!" immer anwandte, selbst wenn es an die Tür klopfte, war er so höflich zu uns, wenn wir etwas laut waren (und das war oft der Fall!), wenn er eine neue mündliche Aufgabe stellte, wenn er das Pensum ins Klassenbuch schrieb usw. Immer wieder: „Einen Augenblick, bitte!" Und so hieß er denn eine ganze Zeit lang so. Später war uns das zu lang. Wir nannten ihn nur noch den „Augenblick". Daß wir nun unserseits bei jeder passenden und noch mehr bei jeder unpassenden Gelegenheit sagten: „Herr Doktor, einen Augenblick, bitte!" versteht sich von selbst. Wir wollten ihn auf die Probe stellen. Natürlich merkte er es sofort und — lächelte. Hätte er sich geärgert, das wäre schlimm geworden für ihn. Wir aber wären die Herren der Lage gewesen. So ließen wir es bald sein (einem 14jährigen Lausbub liegt das „bitte!" sowieso nicht?), denn es war erfolglos. Aber den Namen „Augenblick" behielt er. Auch die Lehrer unter sich nannten ihn so, wie wir des öfteren feftfteUen konnten... Heute sah ich ihn wieder, nach dreißig Jahren. Sein Spitzbart ist inzwischen weiß geworden. Ich begrüßte ihn aufs herzlichste. Auch in seinem Gesicht leuchtete es auf, als er mich sah. Auf meinen Namen freilich konnte er nicht kommen. „Warten Sie mal, einen Augenblick, bitte!" Richtig! Da war der Satz schon wieder! Ich mußte nun doch lächeln und nannte meinen Namen. Dieses „Einen Augenblick, bitte!" war ihm jetzt noch nach dreißig Jahren so geläufig wie damals, als ich noch Tertianer war. Ich sprach auch darüber mit ihm, und er meinte lächelnd: „Ja, wir Menschen werden mit unseren Anlagen und Schwächen geboren, wir legen dann noch einige Gewohnheiten hinzu und sind fertig. Wir können solche Gewohnheiten nicht einfach ab- ftreifen, wie die Schlange ihre Haut. Wir sind zu sehr damit verwachsen. Sie gehen uns gewissermaßen ins Blut über. Das ist ja auch nicht schlimm. Ich habe jedenfalls mit meinem „Augenblick, bitte!" noch keine bösen Erfahrungen gemacht, auch nicht in der Schule. Meine Schüler haben mir wohl den NSDAP., Amt für Volkswohlfahrt. Kreisamtsleitung Gießen. An sämtliche Ortsgruppen- und Stützpunkt- amtsleiter der NS.-Volkswohlfahrt. B e t r.: N S. - V o l k s d i e n st. Die bestellten Hefte des NS.-Volksdienftes Nr. 7 und 8 sind hier umgehend abzuholen. B e tr.: NS V. - Pl a k e 11 en (Mutter und Kind). Diejenigen Ortsgruppen bzw. Stützpunkte, die diese Plaketten für die NSV.-Mitglieder nocht nicht abgeholt haben, werden hierdurch ersucht, dieselben sofort hier in Empfang zu nehmen. Betr.: Sammlung 1 6. /1 7. M a i 1934 „M utter und K i n b". Die fehlenden Sammel- und Kontrollisten für Straßen- und Haussammlung sind sofort einzureichen. Heil Hitler! gez. K l ö ß, Kreisamtswalter. F.d. Richtigkeit: gez. Mo Haupt, Kreisgeschäftsführer. Deutscher Heimarbeiter- und HauS- gehilfen-Verband. Morgen Freitag, 25. Mai, abends 8.30 Uhr, Zellenabend für die Zellen Mitte und Nord im Hause der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstraße 18. Die Verbandsmitglieder in den Zellen Mitte und Nord, welche am Reichsberufswettkampf teilgenommen haben, erhalten an dem Abend ihre Beteiligungsurkunden ausgehändigt. Deshalb ist restloses Erscheinen Pflicht. Der Verbandsortsleiter. Eine Handvoll wilder Ampfer... Von Sofie von Uhde. Copyright by I. L. A., Wien. Welch holde Macht zuweilen einem Dufte inne-- wohnt! Da kommt er angeflogen, von irgendwann und irgendwo, fortgetragen und verweht auf den Flügeln eines Windes, ein kleiner, nebensächlicher und von niemand beachteter Duft. Aber dir ist er ein Erinnern und ein Gruß eines Glückes; und du stehst einen Augenblick still mitten zwischen Hasten und Sorgen, einen nachdenklichen Augenblick lang ist dir das Leben ein rätselhaft freundliches Geschenk. Als ich heute zwischen Mauern und Asphalt beziehungslos und verwundert ging, streifte mich, durch Staub und Benzin hindurch, der Geruch von wildem Ampfer: Duft einer Kindheit in Wiesen und Wind, Duft eines Glückes zwischen Pferden und Hunden. Und als ich, von einem Ruf empor- gerifsen, um mich blickte, sah ich auf der Schwelle einer Haustüre eine Handvoll wilden Ampfer liegen, vielleicht von spielenden Kinderhänden einem Laubengärtchen entrissen und hier achtlos hingestreut. Er verströmte welkend seinen herben, würzigen Duft; das war das Beste, was er hatte, dieses bescheidene Gerüchlein und mit ihm dankte er Gott noch einmal für Sonne und Regen, für Erde und Wind. Ich las sie auf, die kleine Kostbarkeit; nun steht sie vor mir auf dem Schreibtisch, saugt Wasser mit ihren armen, zerrissenen Würzlein und schenkt mir dafür die Wiesen meiner Heimat wieder. * Wie er weht im Wind, der wilde Ampfer! Er hat alle Glut und Reife des süßen Sommers in sich gesogen, seine Blätter sind gesättigt und gefüllt von dem Tau und der Frische der Nächte so steht er in der Sonne und hält Zwiesprache mit dem Wind und dem kleinen Leben, das unter ihm wohnt. Unter ihm wohnen die stachligen Jgelchen mit den freundlichen Aeuglein und die braunen Häschen mit den schnuppernden, weichen Nasen und dem geknickten Ohr. Er kennt ihre Liebesspiele und die wachsamen Träume ihres Schlafes; er kennt auch ihre Furcht und ihr geducktes Lauschen in der Scholle und er erzählt mir davon, während ich mitten in feinem grünen Dufte liege und feine harten, saftgeschwellten Stengel über mir im Winde wehen. Da erschüttert ein dumpfes Dröhnen die Erde an meinem Ohr, kommt näher, braust heran mit fliegenden Hufen, bremst jäh neben mir: mitten in dem wilden Ampfer steht das schwarze Pferd. Bis an die Knie steht es im Sommergras, um die spielenden Ohren des hochgeworfenen Kopfes blitzen die blauen Fliegen und in feinem freudig glänzenden, jungen Fell spiegelt sich alles lichte Lächeln des Himmels. Der Seewind kommt geflogen, fährt durch die schwarze, mutwillige Mähne, fährt durch mein Haar, fährt durch die grünen Wellen des wilden Ampfers bis hinein in feine verschwiegenen Liebes- oerstecke. Nun rauschen die tausend Halme, die goldenen Libellen schießen darüber hin, die dicken Hummeln brummen bedächtig, die braunen Käfer haben es eilig, und niemand weiß warum, überall lebt und summt und wächst und reift es in der grünen, bewegten Wiesenwelt; und aus Gottvaters freundlichen Augen strahlt das schönste, sommerlichste Lächeln herunter in dies selige Paradies des wilden Ampfers. Längst verlorenes Paradies. Nun auf einmal blüht mir dieses sonnenheiße Mittagsglück, diese dämmergrüne Stille wieder, mitten zwischen den dröhnenden Mauern von Berlin, hergezaubert von diesem bestaubten und geknickten Pflänzlein auf meinem Schreibtisch; nut dem vertrauten Atem seines bescheidenen Gerüchleins bringt es eine ganze Welt voll Heimat und voll Liebe wieder. Ich kann dir wenig dafür bieten, mein kleiner Gast: ein Venetianer Glas, von dem du nichts verstehst und ein bißchen Leitungswasser, das eben gut ist, dein beschlossenes Dasein um ein paar kümmerliche Tage zu verlängern. Ich kann dir weder die Zwiesprache deiner Würzlein mit dem dunklen Leben der Erde zurückgeben, noch das süße Reifen des Sommers in deinen Stengeln, noch das Spiel der Häschen unter deinen Blättern, so gerne ich es auch täte. Ader ich will dich nachts auf den Balkon stellen, da wirst du zwischen den Dächern ein gesterntes Viereck des Himmels sehen; und gewiß erreicht Gottes Tau dich auch hier. Nein, ich glaube es nicht, daß dies nur ein blinder Zufall war, der dich mir in den Weg legte, als ich heute so beziehungslos und so verwundert durch das seltsame Land der Menschen ging, in dem statt selbstverständliche Kameradschaft so unbegreifliche Gefühle regieren, wie Neid und Feindseligkeit und tausend unverständliche und gezwungene Dinge — dies seltsame Land, in dem sogar die Liebe, diese Oase im Sande, Schmerzen bringt und Einsamkeit, weil die meisten Becher nur halb gefüllt sind. Nein, sicher war es kein Zufall, wilder Ampfer, kleiner Freund, daß du durstig auf meinem durstenden Wege lagst. Vielleicht ist es meine Mission im Leben, euch Kleinste zu lieben und dafür aus euren unscheinbaren Händen ein unscheinbares, aber reines Glück zu nehmen — eine bescheidene Mission, sicherlich, und von dunkler und schwerverständlicher Art; aber wer kennt denn seine Straße und ihren Sinn? Liebe ist alles und der Gegenstand ist nichts. Erste Reichssingewoche in Potsdam. Zum ersten Mal haben sich Arbeiter und Studenten zusammengefunden, um an einem andern Teil der nationalsozialistischen Bewegung zu wirken, als an Aufmärschen und Ordnungsübungen. Diese andere wichtige Möglichkeit des gemeinsamen Einstehens für ein Arbeitsgebiet ist die Volkstumspflege. Von diesen Gedankengängen waren die Verhandlungen zwischen der Deutschen Arbeitsfront und der Deutschen Studentenschaft anfangs des Jahres getragen. Das Ergebnis jener Beratungen war das erste gemeinsame Reichssinge- lager in Potsdam, das vor kurzem stattfand. Das deutsche Volkslied, als eines der wichtigsten Bestandteile unseres deutschen Kulturgutes, muß sorgsam gepflegt werden. Dazu sind Volksmusikführer notwendig, die bewußt hinzuweisen vermögen auf den Ursprung alles musikalischen Entstehens, dem echten volkstümlichen Singen, das heute noch die Urkraft enthält, Bindeglied zwischen Kunstmusik und Volksmusizieren sein zu können. Die Pflege des Volksliedes ist der Ausgangspunkt zu einer neuen Musikkultur. Für die kommende Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet zwischen Studentenschaft und Arbeitsfront war dies Lager in feiner Auswirkung und'mit feinen Erfahrungen entscheidend. Die Vertreter der musikwisenschaftlichen Institute, des Reichsbundes für Volkstum und Heimat, der Organisation „Kraft durch Freude", der Hochschulen für Lehrerbildung in Preußen, der Studentenschaften und der Kameradschaftshäuser schlossen sich nach heimatlichen Gesichtspunkten zusammen und werden bei nächster Gelegenheit die Auswirkung des Lagers in der gemeinsamen Arbeit innerhalb ihres Bereiches offenbaren. So wird dann Volkstums- arbeit auf einer geschloffenen Gemeinschaft fußen, die von gleichen Erkenntnissen und Grundgedanken erfaßt ist. Ein straffes Arbeitsprogramm füllte die Woche aus. Am Himmelfahrtstag wirkte die Singegemeinschaft an der Ausgestaltung des liturgischen Gottesdienstes in der schicksalumwobenen Potsdamer Garnisonkirche mit. Ein Konzert, dessen Ertrag für bie Hinterbliebenen von Buggingen bestimmt wurde, fand im Zivilkasino statt. Den Abschluß des Lagers bildete ein Abendsingen im Theater Friedrichs des Großen im Neuen Palais, in dem erstmalig Arbeiter und Studenten wirkten. Der musikalische Leiter der Singewoche war der Kämpfer für deutsches Wesen in den Sudeten, Dr. Walter Hensel, der für das Volksmusizieren eine der bedeutendsten Persönlichkeiten sein dürfte, und dem unendlich viel Arbeit auf dem Gebiet der Liedsammlung und der Herausgabe zu danken ist. Gerhard P a l l m a n, der Leiter des Amtes für Kameradschaftserziehung der Deutschen Studentenschaft, hatte das Lager durchgeführt und war der organisatorische Leiter der Gesamtarbeit. * Das zweite Reichssingelager wird Mitte Juni auf der Burg Gleiberg bei Gießen durchgeführt werden. Diese Tatsache ist von besonderer Bedeutung für die Stadt und die Universität. Es werden auch diesmal Arbeiter und Studenten unterschiedlos Zusammenwirken. Um der Vollständigkeit der Volkstumsarbeit willen, wird sogar an» gestrebt, Frauen und Mädchen mitzuerfassen. Zeitschriften. Der an den neuen Handelsvertragsverhandlungen beteiligte Ministerialdirektor Dr. Sarnow gibt im Maiheft „Volk und Reich" eine eingehende Darstellung der „handelspolitischen Aktivität in Europa", die umfassendste Sachkenntnis mit dem Vorzug klarer Darstellung verbindet. Der Hauptteil dieses Heftes gilt der volkspolitifchen Grundlegung. Hermann Raschhofer zeigt den „Weg zu Staat und Politik deutscher Nation" von der Ze» Napoleons bis zu den entscheidenden Entwicklungen unserer Tage. Theodor Oberländer begründet die nationalsozialistische Volksgruppenpolitik und das vomDeutschen Reich aufgenommene Prinzip gegenseitiger Achtung der Völker und Nationen. Erich Maschke untersucht „Polens neue Verfassung". Aussätze über „Das Land der Basken" (wichtig ange* sichts der baskischen Autonomiekämpfe — mit einer guten Übersichtskarte), über „Verdun" (Betrach' tungen zu dem Buch von Ziese-Beringer), über Eupen-Malmedy und die ungarische Revisionspolitic und das Deutschtum in Rumänien und kleinere -öel* träge geben vielseitigste politische Anregungen. ausgesprochene politische Bedeutung kommt wieder dem von „Volk und Reich" besonders gepflegten Vildteil zu: 15 prächtige Luftbildwiedergaben de Donaulaufes durch das deutsche Oesterreich 00 Passau bis Preßburg. NIVEA Hilfswerk deutscher Techniker in Gießen Hessischer Gemeindelag, Kreisableilung Gießen C8EME: <5 K-RM LOO / ÖLi *0 EL-RM L20 Dolkögenoffen! Zeigt euch dankbar undgebt am SA.-Spendetag reichlich. wW- 115, i1 in. ardü ubeiet bürfu. itet ten i| es st beult"* iar W ♦♦ Straßensperre^ Die Provinzialstraße Freienseen—Stockhausen im Zuge der Straße Laubach—Mücke ist am 25. und 26. Mai (Freitag und Samstag) wegen der Aufstellung eines Seilbahngerüstes für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Grünberg. ** Sonntagsrückfahrkarten zur Haupt- versammlung des DHC. Die Reichsbahn gibt zu der am kommenden Samstag und Sonntag in Gedern stattfindenden Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenclubs Sonntagsrückfahrkarten aus. Die Karten gelten zur Hinfahrt vom 26. Mai 0 Uhr bis 27 Mai 24 Uhr und zur Rückfahrt vom 26. Mai 12 Uhr bis zum 28. Mai 24 Uhr (spätester Antritt der Rückreise.) ** Sonntagsrückfahrkarten zu dem I u b i l ä u m s t r e s f e n der Kriegerkamerad sch ast „Hassia". Die Reichsbahn gibt zu der in der Zeit vom 9. bis 11. Juni in Darm« st ad t stattfindenden Verbandsfeier des 60jährigen Bestehens des Deutschen Kriegerbundes „Kyff- häuser", Landesverband Hessen-Darmstadt, (Kriegerkameradschaft „Hassia"), Sonntagsrückfahrkarten innerhalb eines Umkreises von 100 km um Darmstadt aus. Die Fahrkarten haben folgende Geltungsdauer: zur Hinfahrt vom 9. Juni 0 Uhr bis 11. Juni 24 Uhr: zur Rückfahrt vom 9. Juni 12 Uhr bis 12. Juni 12 Uhr (spätester Antritt der Rückreise). Rundfunkproqramm Freitag. 25.2Hai. 5 50 Uhr: Gymnastik. 6.25: Gymnastik. 6.55: Frühkonzert (Schallplatten). 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 11- Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittags- konzert I (Schallplatten). 13.20: Mittagskonzert II des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 14: Mit- tagskonzert III. 14.40: Stunde der Frau. Was die Mütter und Hausfrauen vom Süßmost wissen sollten. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. Aus den Opel-Werken,- Rüsselsheim. In der Pause: Hörbericht aus den Opel-Werken, Rüsselsheim. 17.30: Etwas von unseren Kinderliedern. 17.45: Kleine Zithermusik. 18: Stunde der Jugend. Wir kommen von der Mosel! 18.25: „Die Gold-Stadt Pforzheim". 18.50: Griff ins Heute. 19: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 20: Von Berlin: Reichssendung: Politischer Kurzbericht. 20.15: Bon Berlin: Reichssendung: Stunde der Nation. Wir arbeiten des Nachts. 21: Slawische Musik. Gespielt vom Rundfunkorchester. 22.40: „Speyer 1689". Hörspiel von Roland Betsch. 23: Vom Schicksal des deutschen Geistes. Annette Droste von Hülshofs. Vortrag von Herbert v. Buttlar. 24 bis 1: Nachtmusik. Eindrücke aus Spanien. Samstag, 26.2Hal 5.50 Uhr: Gymnastik. 6.25: Gymnastik. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 11: Werbekonzert 11.50; Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13.20: Mittaqskonzert II. Kunstpfeifer und Jodler (Schallplatten) 14: Mittagskonzert III. Singspiel und Tonfilm (Schallplatten). 14.30: „Fröhliches Wochenend". 15.10: „Lernt morsen!" 15.45: Quer durch die Wirtschaft. 16: Aus dem Kroll-Garten: Gartenkonzert und Tanz-Tee-Musik. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Der Polizeipräsident spricht! 18.30: Stegreifsendung. 19: „Till Eulenspiegel. Hörspiel von Otto Rahn. Musik von Werner Wen- heuer. 20.05 Saarländische Umschau. 20.15: Bunter Abend. 23: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Kundgebung der Rhein-Mainischen Wirtschaft. Zum 125jähriaen Bestehen der Industrie- $nb Handelskammer Frankfurt a. M. findet am Montag, 2 8. Mai, um 20.15 Uhr in der Fest- Halle zu Frankfurt a. M., Hohenzollernplatz, eine Kundgebung der Rhein-Mainischen Wirtschaft statt. Herr Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, Herr Präsident Dr. Lüer, Herr Ph. Keßler, Führer der Deutschen Wirtschaft, Herr Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Becker und Herr Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt werden m dieser Kundgebung das Wort ergreifen. Karten zum Preise von 50 Pfennig sind bei der NS.-Hago, der NSBO. und der Industrie- und Handelskammer erhältlich. An sämtliche Gaststätteninhaber, Vereinsvorstände und Verbände. Das Gaupresseamt teilt mit: Laut Beschluß der Reichstheaterkammer, Abt. Reichsverband der Deutschen Artistik e. 23., werden Veranstalter von Bunten Abenden und ähnlichen Veranstaltungen ersucht, sich mit der Arbeitsbeschaffungsstelle des Reichsoerbandes der Deutschen Artistik e. 23. Bezirk XI, Main-Pfalz, Frankfurt, Bleichstraße 57 (Telefon 23011) in Verbindung zu setzen, um engagementslose Künstler in Brot zu bringen und auf diese Art und Weise Schwarzarbeiter, Dilettanten, sowie Doppelverdiener auszuschalten. Schwerkriegsbeschädigtenfahrt der NS.-Kriegsopferversorhung. Die Ortsgruppe Gießen des DDAC. in Verbindung mit dem NSKK. plant für den 17. Juni eine Automobilfahrt für Schwerkriegsbeschädigte, bei der unsere schwerkriegsbeschädigten Volksgenossen kostenlos eine schöne Ausflugsfahrt machen können. Anmeldungen der Schwerkriegsbeschädigten aus Gießen And der näheren Umgebung sind bis 1. Juni sinnreichen. (Siehe heutige Anzeige.) Versammlung der landwirtschaftlichen Ortsfachberater im Kreise Gießen. Die landwirtschaftlichen Ortsfachberater und die örtlichen Pressewarte hielten gestern nachmittag im „Hotel Hopfeld" eine Versammlung ab, bei der alle Gemeinden des Kreises Gießen vertreten waren. Nach der Begrüßung durch den Leiter der Ver- -anstaltung, Kreisbauernführer D ö r r s ch u ck - Frie- delhausen, ergriff Pg. Mains- Frankfurt a. M., Referent für das Siedlungswesen der Hauptabtei- Reiben der Haut, durch Abklatschen mit Handtüchern usw. in Gang zu bringen. Nachher ist der Körper in warme Tücher einzuhüllen, damit eine weitere Abkühlung, die infolge Versagens der Herztätigkeit eingetreten ist, vermieden wird. Erst wenn die Herztätigkeit wieder in Gang gekommen ist und der Puls wieder seine normale Schlagzahl und Stärke erlangt hat, ist die unmittelbare Gefahr vorüber. Unfälle bei der Heuernte vermeiden! Landwirte sorgt für Sicherheit und beachtet die Unfallverhütungsoorschriften! Sensen auf dem Weg zur Arbeitsstelle verwahren! Nicht vor die Messer bespannter Mähmaschinen stellen, Störungen von hinten oder von der Seite aus beseitigen, dabei Getriebe ausrücken, auch während der Arbeitspausen. Einrücken erst bei Wiederbeginn des Mähens. Ge- chirr und Fuhrwerkketten, Bindseile, Bindebäume, Bremsvorrichtungen in Ordnung bringen, schadhafte Teile ersetzen. Kindern kein Fuhrwerk anvertrauen. In den Scheunen trittsichere Bodenbeläge Herrichten, auch bei Einbauten in Banseräumen. Die meisten Unfälle sind selbst verschuldet! Gietzencr Wocheninarktprcise Gießen, 24. Mai. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter das Pfund 140, Landbutter 130 bis 135, Kochbutter 110 bis 115, Matte 20 bis 25, Käse das Stück 4 bis 10, Eier, Klasse S 10^, Klasse A 9%, Klasse B 9V-, Klasse C 9, Klasse D 8, Wirsing, grün, das Pfund 20, Rotkraut 15, gelbe Rüben das Bund 20, Spinat das Pfund 12 bis 15, Römischkohl 12, Spargel 30 bis 40, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 15, Rhabarber 8 bis 10, Kartoffeln, alte, 3%, der Zentner 320 bis 330, Aepfel 20 bis 30, Kirschen 50 bis 60, Erdbeeren 70, Tauben das Stück 50 bis 60, Blumenkohl das Stück 50 bis 60, Salat 10 bis 15, Salatgurken 40 bis 50, Ober-Kohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 15, Sellerie 10 bis 35, Radieschen das Bund 8 bis 10 Pfennig. 'LZornonzen. — Tageskalender für Donnerst aa. Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr: „Die Pfingstorgel'. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Früchtchen." — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand- platz, 16 bis 17 Uhr: Ausstellung. Die Berufsgemeinschaft der deutschen Techniker! im Bezirk Hessen hat in einer Reihe von Städten des Rhein-Main-Gebiets Arbeits gemein- chaften für ft ellenlose Techniker gebildet mit dem Ziel, auf diese Weise die berufliche Betreuung der stellenlosen Be- ruföfameraöen zu pflegen, insbesondere die einmal erworbenen Kenntnisse wieder auszu- frischen bzw. zu erweitern und zu vertiefen. Durch diese Arbeitsgemeinschaft wird gleichzeitig eine Reserve gut eingearbeiteter Techniker geschas- en, die bei der Wiederbelebung der Industrie reibungslos in den Produktionsprozeß eingegliedert werden kann. Ferner bietet die Arbeitsgemeinschaft den stellenlosen Technikern Gelegenheit zur Um« tellung auf ein anderes Fachgebiet, auf dem bereits Mangel an Arbeitskräften besteht; so werden z. B. Tiefbautechniker zu Vermessungstechnikern herangebildet. Die einzelnen Gruppen sind der Ansicht tüchtiger Oberingenieure unterstellt, die in ersten Firmen tätig sind, so daß Gewähr für neuzeitliche und wirklich praktische Hebungen gegeben ist. Die in der Arbeitsgemeinschaft ausgesührten Arbeiten werden von den aufsichtführenden Oberingenieuren bewertet, hierüber erhalten die stellenlosen Kameraden später Zeugnisse. Dadurch wird den Firmen die Garantie gegeben, daß sie bei Neueinstellungen wirklich qualifizierte und unbedingt zuverlässige Mitarbeiter erhalten. Damit kommt dieses Hilfswerk — ganz abge- sehen von der nicht zu unterschähenden psychologischen Wirkung auf die stellenlosen Berufskameraden — auch der Industrie selbst wieder zugute. In anerkennenswerter Weise hat die Errichtung dieser Arbeitsgemeinschaften bisher allenthalben regste Unterstützung der örtlichen Industrie und der Behörden gefunden. Zur Schaffung einer derartigen Arbeitsgemeinschaft in Gießen, deren große Bedeutung ohne weiteres klar ist, fand gestern mittag im Sitzungssaale der Industrie- und Handelskammer Gießen eine Besprechung statt, zu der an die in Betracht kommenden Stellen Einladungen ergangen waren. Der Syndikus der Industrie- und Handelskammer Dr. Keim brachte zu Beginn der Sitzung den Gruß und besten Wunsch der Handelskammer zum Ausdruck. Hierauf machte der Führer der Berufsgemeinschaft der Techniker im Bezirk Hessen, Sturmführer Ernst (Frankfurt a. M.), mit den vorstehend geschilderten Grundgedanken der Arbeitsgemeinschaft bekannt. Er betonte dabei u. a., daß es sich für die Weiterbildung der erwerbslosen Berufskameraden als zweckmäßig erwiesen habe, in einem Scheinbetrieb ganz nach den Regeln des Gewerbebetriebes arbeiten zu lassen. Mit der Arbeit in diesen Scheinfirmen habe man bisher im Hinblick auf die Zielsetzung gute Erfahrungen ge- macht. Die Industrie und die Behörden seien sich der großen Bedeutung dieser Förderung erwerbsloser Volksgenossen aus dem Technikerstande bewußt, da auf diesem Wege gedeihliche Aufbauarbeit zum Besten des einzelnen Volksgenossen und auch der Gesamtheit geleistet werde. Alljährlich ertrinkt eine große Anzahl Menschen beim Baden. Deshalb kann nicht eindringlich genug Dor unbedachtem Verhalten gewarnt werden. Wer überhitzt, vielleicht in der Mittagssonne sch sofort iin das Wasser begibt, ohne die notige Abkühlung des Körpers in Ruhe zu erwarten, setzt sich»der Gefahr aus, durch Herzschlag em schnelles Ende zu ffinden. Es darf nicht übersehen werden, daß ge« rabe beim Schwimmen das Herz besonderen Anftren- □ungen ausgesetzt ist, die ein von vornherein ganz Gesundes Herz schnell zum Erlahmen bringen. Wmmt dann noch die schädliche Wirkung großer Hitze auf das Herz hinzu, so tritt diese Erscheinung umfo schneller ein. In allen Fallen baben baper Herzkranke ober solche Personen, deren Herz leicht anfallia ist, das Schwimmen zu unterlassen. Ebenso st es angebracht, daß alle Personen, die körperlich -licht in bester Verfassung sind, sich des Schwimmens enthalten, weil wiederum gerade sie ihr Herz besonderen Anstrengungen aussetzen aussen und die Gefahr des Erliegens der Herzkraft im gefährlich MTb^SefI rbefimbfö nr5ift8rän63ü^en ba6 man NchlanNm auXibtt, damit d°- durch G°h°n und nutzere Hitzeeinwirkung heiße Körpersich ablub en l#ann, und sich erst nach genügender Abkühlung ns Wasser begibt. Eine bestimmte Dauer des Schwim mens anzuraten, ist nicht gut möglich, weil bas schwimmen sich völlig nach der, kvrpe ch ttunasfähigkeit des einzelnen Schwimmers ricyie. Schwächliche Personen sollten aber ein pausenloses Schwimmen nicht über 10 Minuten ausdehnen fmt infolge des Versagens der Herzkraft oder an fOerer Ursachen jemand das Bewußtsein verloren, io ist schnelles Handeln unumgänglich. Dem Unter« gegangenen ist Schlamm, der sich Sei dem Aufenhalt Redner wies einleitend auf das Wort des Führers hin, daß bei der Losung des Problems der Arbeitsbeschaffung jeder einzelne deutsche Volksgenosse mitarbeiten müsse. Er schilderte sodann den Arbeitsdienst in treffender Weise als die neue Pflicht d e s deutschen Menschen, der in Zukunft alle jungen deutschen Menschen im Alter von 17 bis 25 Jahren zugeführt werden. Völlig falsch sei es, in dem Arbeitsdienst etwa eine Erwerbslosenfürsorge ober einen Ersatz dafür zu sehen, vielmehr sei der Arbellsdiensi hohe sittliche Verpflichtung des jungen deutschen Volksgenossen gegenüber der Volksgesamtheit. Durch die Einreihung in den Arbeitsdienst werde das vom Führer erstrebte hohe Ideal der alle Stände und Schichten umschließenden Gemeinschaft der deutschen Menschen erreicht, in der sich die Volksgenossen persönlich kennen und verstehen lernen und daraus auch für ihr ferneres Leben in der Volksgemeinschaft eine ganz andere Einstellung und Einordnung als früher gewinnen. Neben dieser ideellen Seite habe der Arbeitsdienst aber auch noch große praktische Vorteile für die Gesamtheit des Volkes, weil durch ihn Arbeiten geleistet würden, die auf anderer Grundlage nicht zu bewältigen wären, aber für die Gesamtheit des Volkes zur Verbreiterung seiner Lebensgrundlagen von größter Bedeutung find. Der Redner erinnerte in diesem Zusammenhang z. 23. an die Kultivierung von Oedland, Aufforstungen, Straßenbauten, Vorbereitung von Siedlungsland, Bodenuntersuchungen usw. Sodann erläuterte er den Zuhörern die Bestimmungen für den Eintritt der jungen Volksgenossen in den Arbeitsdienst, der Ehrendienst der Heranwachsenden jungen deutschen Menschen ist, dem sich jeder widmen muß. OberregierungSrai Dr. Schönhals-Gießen als Vertreter des Kreisamts wies in kurzen Worten auf die Luftfahrt-Werbewoche hin, die vom 1. bis 8. Juni in ganz Deutschland durchgeführt wird und dem Zwecke dient, zur Forderung der Aufbauarbeit des Deutschen Luftsportverbandes, der nach den Bestimmungen des Diktats von Versailles vom Reich nicht unterstützt werden kann, Geldmittel aus privaten Spenden flüssig zu machen. Der Redner hob die außerordentlich große Bedeutung der Forderung des deutschen Flugsportes für die Gesamtheit unseres Volkes und auch für jeden einzelnen Volksgenossen hervor, die es notwendig macht, daß Im Hause der Deutschen Arbeitsfront fand gestern nachmittag unter Leitung des Vorsitzenden der Kreisabteilung Gießen des Hessischen Gemeinde- togs, Bürgermeisters Euler (Wieseck), eine Versammlung der Kreisabteilung statt, zu der die Bürgermeister des Kreises Gießen bzw. ihre Vertreter in großer Anzahl erschienen waren. Der Vorsitzende, Bürgermeister Euler, begrüßte zunächst die Vertreter des Kreisamts und aab sodann eine Anzahl dienstlicher Rundschreiben bekannt. Hierauf sprach Dr. Lind-Darmstadt als Vertreter des Landesstatistischen Amtes über: „Die Mitwirkung d e r Bürgermeister bei der Anbauflächenerhebung und der landwirtschaftlichen Statistik". Bevor der Redner zu seiner speziellen Erläuterung der Formulare für die bevorstehende Anbauflächenerhebung usw. überging, machte er grundsätzliche, auch für die breite Allgemeinheit bedeutsame Ausführungen über den Sinn und die gesetzlich fest umgrenzte Auswertung der Statistik. Er betonte nachdrücklich, daß bei den statistischen Angaben unbedingt der W a h r h e i t gemäß berichtet werden muß, damit für die aus den Ergebnissen der Statistik aufgebauten Maßnahmen d e r R e i ch s r e g i e r u n g die erforderliche sichere und einwandfreie Grundlage geschaffen wird. Er hob hervor, daß der Bauer selbst an dieser wahrheitsgemäßen statistischen Ausstellung stark interessiert Ist, iveil er seine Forderung nach einer richtigen und gesunden Bauernpolitik der Regierung nur dann erfüllt sehen kann, wenn er dazu die richtigen Unterlagen zur Urteilsbildung liefert. Weiter machte der Vortragende darauf aufmerksam, daß unter gar keinen Umständen die Ergebnisse der statistischen Erhebungen für Zwecke des Finanzamts Verwendung finden, da durch gesetzliche Vorschrift bestimmt ist, daß die statistischen Aemter aus den Ergebnissen der statistischen Erhebungen keinerlei Auskunft an die Finanz- oder Gemeindbehör- den zwecks Festsetzung von Steuern und Abgaben geben dürfen. Ebenso gesetzlich unzulässig ist es, die statistischen Erhebungen für die Ausarbeitung von kommunalen Gebühren zu verwerten. Niemand braucht daher die 23efürd)tung zu hegen, daß seine statistischen Angaben in irgendeiner Weise zu seinem Nachteil verwandt werden. Daraus ergibt sich, daß alle statistischen Angaben getrost wahrheitsgetreu gemacht werden können, weil sie eben nur dem einen Zwecke dienen, als wissenschaftlich -st ati st ische Unterlage für die Maßnahmen der Regierung ausgewertet zu werden. Major a. D. Lindenau-Gießen sprach anschließend als Leiter der Meldestelle Gießen für den freiwilligen Arbeitsdienst über das Thema: „DerdeutfcheArbeitsdien ft". Der In Offenbach z. B. hätten nicht nur zahlreiche Techniker, sondern auch kaufmännisch ausgebildete Volksgenossen in einem solchen Scheinbetrieb Zweck- Weiterbildung Unterkunft gefunden. Die Finanzierung dieses Hilfswerks erfolge zum Teil aus Mitteln der Arbeitsämter, die jedoch für den Zweck nicht ausreichend find. Daher fei es erforderlich, daß auch von der Industrie eine gewisse monatliche Beihilfe gegeben werde, die aber angesichts der Bereitstellung gut ausgebildeter technischer Kräfte ür die Firmen nicht hoch und nutzbringend sei. Daneben wird zur Einrichtung der Scheinfirmen die leihweise Ueberlassung von Materialien erbeten, die jedoch als Eigentum der Firmen erforderlichenfalls jederzeit zurückverlangt werden können. 3m Bezirk Gießen Ist heule noch mit rund 60 erwerbslosen Technikern zu rechnen. Diejenigen arbeitslosen Berufskameraden der Techniker, die sich an diesem Fortbildungswerk beteiligen, sollen bei der Vermittlung von Stellen bevorzugt werden. Der Redner gab zum Schlüsse seiner eindrucksvollen Darlegungen dem Wunsche und der Hoffnung auf ein gutes Arbeiten des Techniker-Hilfswerkes in Gießen Ausdruck. Sodann machte Dr. A h l (Frankfurt a. M.) noch einige ergänzende Ausführungen, in denen er namentlich bie bisherigen guten Erfahrungen mit dem gleichartigen Hilfswerk in Frankfurt a. M. schilderte und dabei betonte, daß die Industrie den großen Wert dieser praktischen Schulungs- und Fortbildungsarbeit anerkannt habe, weil auf diesem Wege der stellenlose Arbeitskamerad unmittelbar wieder in die Praxis des Schaffens hineingeführt wird. Hierauf bat der Bezirksleiter, Sturmführer E r n ft, die Vertreter der Gießener I n d u - ftri e um ihre Stellungnahme zu diesem Hilfswerk. Dabei trat die Tatsache zutage, daß von den durch die Handelskammer eingeladenen 3n- dustriefirmen nicht eine einzige vertreten war. Sturmführer E r n ft machte bei dieser Feststellung aus seinem großen Erstaunen keinen Hehl, und er betonte nicht mit Unrecht, daß dieses g e - schlossene Fernbleiben der geladenen Firmen außerordentlich bedauerlich fei und nur als völlige Verständnislosigkeit bezeichnet werden könne. Es sei für ihn die erste Sitzung dieser Art, in der die Vertreter der Industrie nicht zugegen seien. Er werde natürlich nicht umhin können, den maßgebenden Stellen in Frankfurt a. M. von diesem eigenartigen Ergebnis der Einladungen der Handelskammer Kenntnis zu geben. Bon den Behörden waren sämtlich Vertreter zugegen, die in einen kurzen Meinungsaustausch eintraten, aber angesichts des Fehlens der in Betracht kommenden Firmen natürlich zu keinerlei positivem Resultat kommen konnten. Wir mochten dennoch der Hoffnung Ausdruck geben, daß sich das anerkennenswerte Bestreben der Berufsgemeinschaft der Techniker zur Schaffung einer solchen Arbeitsgemeinschaft auch in unserer Stadt noch möglichst rasch in die Tat umsetzt, denn fördernswert ist der gute Gedanke auf alle Fälle, und die Inanspruchnahme der Industrie ist nicht so erheblich, daß daran das gute Werk scheitern müßte. lung II des Reichsnährstandes der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, das Wort zu seinem Vortrage, aus dem u. a. folgendes mitgeteilt sei: Eine großzügige und planmäßige Siedlung sei -in der Hauptsache im deutschen Osten durchzuführen, wo schon aus bevälkerungs- und staatspolitischen Gründen eine Aufteilung der großen Güter erfolgen müsse. Dem Drucke der slawischen Volksmassen müsse ein Damm aus deutschem Blut entgegengestellt werden. Die Große einer Siedlung -soll je nach den Boden- und persönlichen Verhältnissen 40 bis 60 Normalmorgen betragen. An -Eigenkapital werden dafür nur 10 v. H. der Kauf- •jumme benötigt Der Rest wird von der Deutschen ^iedlungsbank vorgeschossen und ist mit 2,75 v. H. ,zu verzinsen und 1 v. H. jährlich zu tilgen, ein -Satz, der auch bei einer bescheidenen Rente tragbar ist. Als Siedler kommen in erster Linie die in Auswirkung des Erbhof gesetzes freigewordenen uachgeborenen Bauernsohne in Betracht. Auch Sohne von gemischten bäuerlichen und hand- averklichen Betrieben können im Osten siedeln. Die Auswahl der Siedlungslustigen wird von Der Reichsstelle für Siedlungswesen getroffen. Für Den dicht bewohnten 253eften und Südwesten des Vaterlandes ist die Anliegersiedlung vorgesehen. 'Betriebe, die nicht die Größe einer Ackernahrung haben, können durch Zuteilung von Land auf die^ • jen Stand gebracht und zu Erbhöfen gemacht wer- ;.ben. Der hessische Staatsminister hat für solche .Zwecke das für solche Fälle in Frage kommende staatliche Gelände zur Verfügung gestellt. Das bereits in bäuerlichen Betrieben bewirtschaftete Siedlungsland soll möglich in das Eigentum der jetzigen Inhaber übergeführt werden. In seinen weiteren Ausführungen behandelte der Redner noch die Nebenerwerbs- oder Werksiedlung. Durch Zuteilung eines Stückes Land soll dem Ar- Leiter die Lebenshaltung erleichtert werden, so da «er aus Garten- und Obstbau und Kleinviehhaltung und viertägiger Arbeitswoche in der Lage ist, leine Familie zu ernähren. Reicher Beifall dankte Dem Vortragenden für seine klaren Ausführungen. «Eine lebhafte Aussprache schloß sich an. Als zweiter Redner des Tages sprach Pg. «G l a h n , Hauptschriftleiter der Bauernzeitung Rhein - Main - Neckar, über das landwirtschaftliche Pres ewesen. Nach reichen Beifallskundgebungen sschloß Kreisbauernführer D ö r r s ch u ck mit Dan« -kesworten an den Redner und die Versammlung Die Tagung mit einem Sieg-Heil auf den Führer. Gine Besprechung der landwirtschaftlichen Ortsfach- Iberater bildete den Beschluß der Tagung. Wie verhält man sich bei Badeunfällen? unter Master in Rachen und Kehlkopf angesammelt hat, unverzüglich zu entfernen. Dann ist nach Entleerung der Lunge von Wasser die Zunge kräftig hervorzuziehen und mit der künstlichen Atmung zu beginnen, die unter Umständen längere Zeit fortzu- etzen ist. Daneben ist der Anregung der Herztätigkeit die größte Aufmerksamkeit zu schenken. Hat der Verunglückte bereits das Bewußtsein wiedererlangt und kann er schlucken, so ist ihm heißer Kaffee oder auch Kognak und dergleichen als Anregungsmittel einzuflößen. Die Tätigkeit der Hautgefäße ist durch feder Deutsche nach bester INögttchkeit fein Scherflein zur Unterstützung dieser guten nationalen Aufbauarbeit beiträgt. Er gab den Bürgermeistern noch einige Hinweise für die Durchführung Der Sammlungen in den einzelnen Orten, die sowohl als Straßen-, wie als Haussammlung durchgeführt werden. Entsprechend der großen Bedeutung des Flugsportes für unser Volk muß mit aller Kraft nach einem großen Ertrag der Sammlungen gestrebt werden. Regierungsrat Weber-Gießen machte als Vertreter des Kreisamtes zum Schluß darauf aufmerksam, daß nach dem Gesetz zum Schutze des Einzelhandels die Einrichtung von neuen Warenverkaufs st ellen bis zum 1. Juli d. Js. noch verboten ist. Nur in ganz besonders dringenden Ausnahmefällen kann vom Kreisamt evtl, eine Ausnaline gewährt werden. Nicht unter diese Bestimmung fällt die Eröffnung eines Geschäftes, das eine Verbindung von handwerklichem Betrieb und Verkauf dieser handwerklichen Erzeugnisse (z. B. Bäckerei, Metzgerei) darstellt. Mit dreimaligem Sieg-Heil wurde sodann die Versammlung geschlossen. Oer Führer Ehrenpate beim 9. Kind. Limburg, 23. Mai. (LPD.) Für das der Familie Rudolf Kremer hier am 16. Mai geborene 9. K»i n d hat der Führer und Volkskanzler Adolf Hitler die Ehrenpatenschaft übernommen. Der beglückte Vater erhielt dieser Tage die Mitteilung darüber vom Staatssekretär in der Reichskanzlei mit einem Betrag von 50 Mark. DieAusstellung„Handwerk undKunst" in Mainz. Aus organisatorischen und technischen Gründen wird die für Juni 1934 angekündigte Ausstel - lung „Handwerk und Kun st" in Mainz erst im Spätjahr d. I. veranstaltet. Großer Betrugsprozeß vor der Darmstädter Strafkammer. D a r m st a d t. 23. Mai. (LPD.) Vor der Großen Strafkammer begann heute ein auf mehrere Tage berechneter Prozeß gegen den 39jährigen Kaufmann Willibald Lehne aus Heppenheim wegen Versicherungsbetrugs in etwa 167 Fäl- l e n. Lehne ist bereits erheblich wegen Darlehnsund Heiratsschwindeleien vorbestraft. Er hatte in den Jahren 1931 und 1932 in Heppenheim eine „Generalagentur" betrieben und von den geldsuchenden Leuten insgesamt etwa 12 000 Mark erschwindelt, von denen nur ein einziger 300 Mark wiedersah. Mitangeklagt ist der Bautechniker Karl Krichbaum aus Reichenbach i. O., der als „Sachverständiger" fungierte. BOM.-Treffen in Homberg. -er. Homberg, 22. Mai. Am ersten Pfingst- feiertag flatterten von allen Häusern unseres Städtchens die Hakenkreuzfahnen zur Begrüßung der vielen Mädchen des BdM. der Ringe Homberg und Lollar, die im schönen Homberg zusammenkamen. Schon am Samstagabend hörte man helle Mädchenstimmen erschallen, die ersten Mädels des BdM. waren eingetroffen. Um die Mittagszeit des ersten Feiertages kamen nach und nach die vielen Gruppen mit frohem Mavfchgefang an. Gegen 16 Uhr waren sie alle da und erhielten ihre Quartiere zugewiesen. Für die Mädels des Ringes Lollar, ungefähr 200 an der Zahl, hatte man Strohlager in der Stadthalle hergerichtet. Der Homberger Ring mit über 200 Mädels wurde in den Räumen des Arbeitsdienstlagers untergebracht, die bereitwilligst zur Verfügung gestellt worden waren, da die ganze Belegschaft ihren Pfingsturlaub zu Hause verbrachte. Alle freuten sich auf die Nachtlager, hatten sie doch so etwas noch nicht mitgemacht. Gegen 17 Uhr marschierten dann die beiden Ringe in einem stattlichen, wohlgeordneten Zuge vom Arbeitslager aus froh singend auf den Sportplatz, der im landschaftlich schönen Ohmtal am Fuße unseres schmucken Bergstädtchens liegt. Auf dem Sportplatz sang man zunächst gemeinsam das Bundeslied „Und wenn wir marschieren, leuchtet ein Licht, das Dunkel und Wolken strahlend durchbricht..." Nach dem Gedicht: „Deutsch fein" sprach die Führerin des Ringes Homberg Dorothea Goetz herzliche Worte der Begrüßung.' Sie gab ihrer Freude über das zahlreiche Erscheinen Ausdruck, und wünschte, daß die beiden Tage in froher Stimmung und echter Kameradschaft verbracht würden. Unserem Führer gelte besonderer Dank, da er es nach den letzten schrecklichen Jahren überhaupt ermöglicht habe, daß alle so froh und geeint zusammen sein könnten. Als Treugelöbnis erklang das Lied der Hitlerjugend: „Vorwärts, vorwärts schmettern die hellen Fanfaren". Es folgten dann Reigen, frohe Spiele und turnerische Vorführungen. Erst gegen Abend zog man wieder nach dem Arbeitsdienstlager, wo schon Tee bereitet war, der zu den mitgebrachten Broten vortrefflich mundete. Inzwischen war die Obergauführerin Therese Walch er eingetroffen, was der Zusammenkunft eine besondere Note gab und bei allen große Begeisterung auslöste. Nach einem Marsch durch die Stadt wurde um 9 Uhr auf dem Hohen Berg ein Pfingstfeuer abgebrannt. Die Lollarer Ringführerin Lydia Edelmann sprach in begeisterten Worten vom Sinn und Mahnung der Höhenfeuer, die an diesem Abend im ganzen Deutschen Reiche gen Himmel lohen. Bereits um 22 Uhr lagen alle Mädels zur Nutze; mitten unter ihnen die Obergauführerin mit ihren beiden Begleiterinnen. Wie rasch war doch die Nacht vergangen, als früh um 5^ Uhr der Weckruf ertönte. Bald standen wieder alle auf dem Hohen Berge zur Gymnastik, die in der frischen Morgenluft gut bekam. Jetzt schmeckte der Morgenimbiß noch einmal so gut. Die Schlafräume wurden wieder vorschriftsmäßig hergerichtet, und dann traf man sich auf dem Sportplatz, um die Rede der Obergauführerin anzuhören. Begeistert lauschten die Mädels den Ausführungen. Sie verstand es, in schlichten Worten die hohen Ziele des BdM. darzulegen, dafür zu werben, und ermahnte, die gestellten Aufgaben in unermüdlicher Arbeit verwirklichen zu helfen. Dann weihte die Obergauführerin, während die Mädels die erste Strophe des Deutschland-Liedes fangen, einige Wimpel. Bis zum Mittagessen wurden noch schöne Reigen und Spiele vorgeführt. Der Koch des Arbeitslagers wartete mit einer kräftigen Erbsensuppe auf, der herzhaft zugesprochen wurde. Nach einer längeren Ruhepause ging es wieder auf den Sportplatz. Die Gauführerin Else Nab war nun auch erschienen und begrüßte die Mädchen herzlich. Sie freute sich fo recht mit allen über das Schöne, das die Natur hier überreich darbietet und das in den Herzen und Augen der Mädels widerstrahle. Sie sollen ihr Erlebtes denen mitteilen, die diesmal nicht dabei sein konnten, und auch denen, die noch abseits stehen. Beide Führerinnen verließen Homberg mit herrlichen Blumensträußen, die ihnen die Kleinsten der Jungmädels überreicht hatten. Die Ring führerin von Lollar beschloß das Treffen. Sie sagte, jedes Mädel solle die Maienfreuden der schönen Pfingsttage, und die neuen Anregungen für Singen, Spiel und Tanz weitertragen und verwerten. Mit einem dreifachen Heil auf unseren Führer klang die Tagung aus. Daß die Mädels des BdM. mit Freude, Liebe und Begeisterung bei der edlen deutschen Sache sind, haben die Tage in Homberg, die in froher und herzlicher Kameradschaft verliefen, recht bewiesen. Hreutzen. Jahresbilanz des Kreises Biedenkopf. LPD. Biedenkopf, 23. Mai. Der Jahresabschluß des mit dem 1. Oktober 1933 wiederhergestell- ten Kreises Biedenkopf läßt eine günstige Entwicklung der Kreisfinanzen erkennen, wenngleich ihre ßage immer noch als ernst bezeichnet wird. Dank rücksichtsloser Sparsamkeit, dank dem Ansteigen des Steueraufkommens, dank vor allem auch den energischen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, denen zufolge die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen des Kreises innerhalb eines Jahres von 1114 auf 170 zurückging, ist der Fehlbetrag gegenüber den Ansätzen des Haushaltsplans um etwa 25 Prozent zurückgeblieben. Kreis Wetzlar. * Wißmar, 24. Mai. Der hiesige Einwohner Ludwig Weber kam, als er mit seinem Fahrrad unterwegs war, so unglücklich zu Fall, daß er eine Gehirnerschütterung erlitt und sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden muhte. Iahresfest des Erziehungsheims in Arnsburg. )( Kloster Arnsburg, 22. Mai. Unter De, teiligung von nahezu 2000 Menschen und begünstigt von schönstem Wetter fand heute Nachmittag das Iahresfest des Erziehungsheims Arnsburg statt. Nach Eröffnung durch den Lang-Gönser Posaunenchor, der durch Licher Bläser verstärkt war, nach gemeinsam gesungenem Lied und einer liturgischen Einleitung durch Stiftspfar, rer Draudt (Lich) sprach Pfarrer Kornmang i'Laubach) -im Anschluß an Apostelgeschichte Kap. 2, Vers 42, über die Frühlingszeit in der ersten Chri« stenheit und gab dem Wunsche Ausdruck, daß auch Spenden für die NSV. werden eingezahlt auf Konto 7ir. 4513 bei der Bezirkssparkasse Gießen. in unseren Gemeinden und bei jedem einzelnen es wieder heißen möge: „Sie blieben beständig in bet Apostellehre und in der Gemeinschaft und im Brot- brechen und im Gebet". Als zweiter Redner sprach Baurat Kessel (Büdingen) im Anschluß an das Hohelied Salomos Kap. 2, Vers 11 und 12, über den Ruf in den Frühling des Herzens und bet Seele, wie es nur Frühling in den Herzen werben kann durch den heiligen Gottesgeist. Propst Knobt (Gießen) sprach das Schlußgebet, Vaterunser und den Segen. Nach einer Kaffeepause schloß sich int Hofe des Bursenbaues die Nachvevsammlung an< Auch hier wirkte der Posaunenchor von Langgöns unter Leitung von Herrn Boller'mit. Pfarrer Lenz (Darmstadt) gab den Jahresbericht und wies auf die Notwendigkeit einer rechten christlichen Erziehung hin. Pfarrer Kornmann (Laubach) hielt auf Grund von 1. Könige Kap. 19, Vers 11 und 12 die Schlußansprache und zeigte die verschie« denen Wege, auf denen Gott zu einem Menschen» herzen kommen und auf es einwirken kann. (Sturm, Wind, Feuer und Stille.) Mit Gebet, Se« gen und dem Liede „Zieht in Frieden eure Pfabe^ wurde das in allen Teilen sehr eindrucksvoll Der« laufene Fest, das auch in diesem Jahre wieder feine alte Anziehungskraft bewiesen hatte, geschlossen, Eine Festkollekte von etwa 160 Mark konnte dem Erziehungsheim überwiesen werden. Daten für Donnerstags 24. Mai. 1543: Der Astronom Nikolaus Kopernikus in Frauenburg geft. (geb. 1473). — 1686: D. H. Fah» renheit in Danzig geb. — 1699: Der preußische Rei« tergeneral Hans Joachim v. Zielen auf Wustrau geb. (geft. 1786).— 1848: Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff auf Schloß Meersburg am Boden« fee geft. (geb. 1797). — 1872: Der Geschichtsmaler Julius Ritter Schnorr v. Carolsfeld in Dresden geft (geb. 1794). Franziska MARG. KUPFER Gertrud, die Perle. wird zum Verhängnis. THEO LINGEN LEOP. KONSTANTIN die heiratslustige Mutter. der diskrete Diener. Gutes Bei- ■ O* Programm! spielt ihrer heiratslustigen Mutter zuliebe die Rolle eines 12jährigen Mädels und bringt dadurch die ganze Männerwelt in Verlegenheit. TIBOR v.HALMAY Hermann THIMI6 der »sittenstrenge« Rechtsanwalt verliebt sich in dieses »12jährige« Mädel, verwirrt und in tausend Nöten spielt er den väterlichen Berater. Lichtspielhaus Gießen Ab heute das entzückende Groß-Lustspiel. — Der ungeheure Lacherfolg I 3104 C Ufa- Ton-Woche UH.... und zum Bauen j j 11...... übermann. ■ ■ Strndieclign sind, unentbehrlich für die hdsso 5omiwri.eit unddit Grundbedingung tinttjesunden.trquiddkhrn Schlafes. Inlett in schöner weicher Qualität für Federbetten Feine weiße füllkräftige Federn, Pfund Mk. 3.30 Schöne weiße füllkr. Halbdaunen, Pfund „ 3.90 Feinste Qualität Halbdaunen....Pfund „ 4.90 Reine weiße Gänsedaunen.....Pfund 9.00 Bahnhofstraße 31 Telephon Nr. 3565 Spezialgeschäft fürTeppiche und Gardinen Große Konkurs-Versteigerung Im Auftrage des Herrn Konkursverwalters versteigere ich Freitag, den 25. Mai, ab 10 Uhr bis 7 Uhr durchgehend, im „Löwen", Neuenweg 28, im neuen Lokal, Eingang durch den Hof: Glas-, Porzellan-, Kristall- und Emaille-Waren. Ferner freiwillig: 4 Büfetts, 1 Kredenz, 2 Schreibtische, 2 Eisschränke mit Glaseinlagen, 2 gr. Sviegel, 1 komvl. Kinderzimm.m. 2 Bett.,Stühle, Tische, Vogelbauer, 1 Räucherofen, 1 Svarherd (geeignet für Gartenhaus), 1 Warenschrank, 1 Gasbadeofen, Kleiderschränke, Wasch-und Nachttische, Blumenständer, Regulatoren, Bilder, 1 Federdecke und Kissen u. v. a. Versteigerung bestimmt. £. Hartmetz u. Taxator, Neuenweg 18 und 28. Mein Lokal ist täglich geöffnet von 8—19 Uhr.3124A Verkäufe | verschiedene Türen z. Teil mit Glaseinsätzen, zu verkaufen. 3114D Hotel SchützJjie&en. | Kaufgesuche | GMMll 3-400 qm gegen sofortige Kasse z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. mit Angabe über Lage und Preis unter 02687 an den Gieß. Anz. PiamÄ Preis u. 02691 a. d. Gieß. Anzeig. | Empfehlungen"] Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stelltelch die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief umschl Age, Postkarten, Rechnungen, Geschäftekarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deehalb Wert auf gepflegte Drucksachen t Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brllhi'sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 Brennholz-Versteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 28. Mal 1934, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 30, 43, 44, 65, 66, 74, 87, 88, 92 und 93 des Sladtwaldes, Förstereien Gießen, Hochwart und Rödgen: 6,2 rm Buchenscheiter 1. Kl., 30,9 „ Kiefernscheiter 1. Kl., 137,0 „ Fichtenscheiter 1. und 2. Kl., 4,8 „ Eichen-, Birken- und Eschenscheiter 1. und 11,2 „ Buchenknüppel 1. Kl., 26,4 „ Eichenknüppel 1. Kl., 34,8 „ Kiefernknüppel 1. Kl., 0,5 „ Birkenknüppel 1. Kl., 108,4 „ Fichtenknüppel 1. und 2. Kl., 30 Wellen Buchenreisig 3. Kl., 29,8 rm Kiefern- und Fichtenreisig 1. Kl., 46,5 „ Kiefernstöcke, 4,9 „ Fichtenstöcke, 12 Fichtenderbstanaen 1. und 2. Kl., 4,2 rm Eichennutzfcheiter, 4,6 „ Eichennutzknüppel (Gartenpfosten) 2,20 m lang. 3107C Das Holz aus den Abteilungen 87, 88, 92 und 93 wird nicht vorgezeigt. Vorherige Besichtigung wird daher empfohlen. Zusammenkunft: Licher Straße, 2. Schneise. Gießen, den 22. Mai 1934. Bürgermeisterei Gießen. 3. 23.: Bartholomäus. Bekanntmachung des Kreisamts Gießen. Betr.: Die Regelung des Eiermarktes. An die Bürgermeistereien des Kreites. Im Rahmen der Neuordnung der deutschen landwirtschaftlichen Märkte ist am 1. April 1934 in Hessen nunmehr auch die neue Marktregelung für den Verkehr mit Eiern in Kraft getreten. Sie stützt sich u. a. auf die nachstehenden Rechtsgrundlagen: 1. das Gesetz über den Verkehr mit Eiern vom 20. Dezember 1933 (Reichsgesetzblatt I, S. 1094); 2. die Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über den Verkehr mit Eiern vom 21. Dezember 1933 (Reichsgesehblatt I, S. 1104); 3. die Bekanntmachung über die Bestellung des Reichsbeauftragten für Geflügelwirtschaft vom 19. Januar 1934 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 16); 4. die Verordnung über die Regelung des Eiermarktes vom 21. Dezember 1H33 (Reichsgesetzblatt I. S. 1103); 5. die Erste Anordnung zur Regelung des Eiermarktes vom 3. Februar 1934 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 29). Auf Grund der in vorstehend aufgeführten Rechtsgrundlagen enthaltenen Vorschriften und Ermächtigungen wurde angeordnet, daß alle Hühnerhalter die in ihrem Betrieb erzeugten Eier an bestimmte Sammelstellen abzuliefern haben. Von der Ablieferungspflicht werden ausgenommen alle Eier, welche 1. im eigenen Haushalt oder Betrieb des Hühnerhalters verbraucht werden; 2. vom Hühnerhalter unmittelbar an den Verbraucher abgegeben werden. Als Verbraucher gilt, wer Eier zum persönlichen Genuß oder zur Verwendung im eigenen Haushalt bezieht. Als Verbraucher mit eigenem Haushalt gelten auch Krankenhäuser, Heilanstalten, Erziehungsanstalten, Wohlfahrtsanftalten und ähnliche Einrichtungen, jedoch nicht Gasthäufer, Hotels, Pensionen, Bäckereien und Konditoreien. Sämtliche nicht von der Ablieferungspflicht ausgenommenen Eier sind von den Erzeugern unmittel- Dose Dose ca2ti> Dose 6m -40 6m .-,75 Rml40 UerstellerThompson-Werke 6.nüiH. Düsseldorf bar durch besondere, vom Bezirksbeauftragten aus« drücklich bestimmte Sammler, den genossenschaftlichen Sammelstellen bzw. Kennzeichnungsstellen zuzufüh- ren. Der übliche Wandergewerbeschein allein ober ein Ausweis vom Reichsoerband ambulanter Ge> werbetreibender berechtigt nicht zum Eieraufkauf. Angehörige des Reichsnährstandes, welche gegen die auf Grund der. ersten Anordnung zur Regelung des Eiermarktes vorn 3. Februar 1934 erlassenen Richtlinien verstoßen, werden mit Ordnungsstrafen fei« tens der Reichsbeauftragten oder des Bezirksbeauf« tragten bestraft. Insoweit es sich um Zuwiderhandlungen nach dem Gesetz über den Verkehr mit Eiern vom 21. Dezember 1933 handelt, kann gemäß §11 des Gesetzes auch eine gerichtliche Bestrafung eintreten ohne Rücksicht darauf, ob es sich um Angehörige des Reichsnährstandes handelt oder nicht. Diese Bestimmung bietet insbesondere eine erwünschte Handhabe gegen Eieraufkäufer vorzugehen, die nicht vom Bezirksbeauftragten als Eieraufkäufer einer Sammel- bzw. Kennzeichnungsstelle bestätigt sind. Da nach § 8 der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über den Verkehr mit Eiern vom 21. Dezember 1933 Betriebe, die im Inland erzeugte daselbst in den Verkehr bringen wollen, hierzu eines Uebernahmescheins der Reichsstelle für Eier bedürfen, solche Uebernahmescheine jedoch nur an Kennzeichnungsstellen und standardisierungsberech- tigte Betriebe gegeben werden, werden Aufkäufer der vorerwähnten Art auf Grund der Paragraphen 8 und 11 des Gesetzes über den Verkehr mit Eiern vom 20. Dezember 1933 zur Anzeige und damit zur gerichtlichen Bestrafung gebracht werden können. Das Kreisamt weist besonders darauf hin, daß 1. der Verkehr von Eiern durch den Hühnerhalter, seine Angehörigen, Angestellte oder von ihm Beauftragte an solche Aufkäufer verboten ist, «e nicht im Besitze eines Ausweises der Kennze'ch- nungsstelle oder des Kezirksbeauftragten sino, und daß .. , , 2. der Ankauf von Eiern nur solchen Aufkäufer erlaubt ist, die im Auftrage der Kennzeichnung / stelle tätig werden und sich entsprechend auszu^ weisen vermögen. 3i4uu l k !<1 ...Ä v w ■ ;» Donnerstag, 24-MaiM^ Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderheffen) Nr. 118 Drittes Blatt Bilder aus dem Zeltlager der HL. am Gederner See g der Gaste. >}n Führungstreffer. Links: Die „Schreibstube" im Freien. Für die pfinMußball der heimischen Mnnschafien seinem Gegner etwas voraus. Nachdruck verboten! 13 Fortsetzung Nach der Pause lief die Gießener Elf zu großer Form auf, während der Gastgeber nicht mehr so recht mitkonnte. Koch zeigte sich von der besten Seite. Er setzte geschickt immer wieder die Flügelstürmer ein. Oft wurde dadurch Sobernheims Hintermannschaft überspielt. Es hätten aber weit mehr Tore fallen müssen. Eine Unfairneß an Koch (1900) sühnte der Spielleiter mit einem Elfmeter, den Koch sicher und geschickt täuschend zum Siegestreffer einschoß. Bei den Gießenern war in beiden In der 15. Minute kamen die Gäste durch einen lerraicdenden Schuß zum Führungstor. Wenige -65 t- mJ.40 ntib ini ify? qh;. > nb wer: ht. er uj sich > nr L lld tt N laubc iers; oerfi enstz : Ir )tU w oll ■ ier Ith idjlofi- ntebr ifus h h- Fch che 8» ettenw llsmola >en geft Donnert aber machte Stielaugen. Die Kleine schien tatsächlich nicht von Pappe zu sein. Jeder zweite Besucher kannte sie fast. Er kniff ein Auge zu und lächelte. Ellen zuckte wie unter Hieben zusammen. Jetzt ahnte sie den Grund ihrer Versetzung nach hier oben. Es war Donnert scheinbar sogar erwünscht, daß diese Männer sie kannten. Oh...! Sie ließ das Publikum passieren und war innerlich zerrissen von tausend neuen Befürchtungen und schlimmen Erwartungen. Angst und Grauen waren in ihr vor den kommenden Tagen. Wurde schon wieder zerstört, was kaum sich zu bilden begonnen hatte? Ach, und sie hatte doch endlich einmal ein wenig aufgeatmet. In der Garderobe löste ihre Versetzung zischenden Protest aus. Man maß die Neue mit Achselzucken und deutlichen Anspielungen. Ihre angeblich gespielte Naivität wurde gehässig belächelt. „Freilich — man muß dem Direktor entgegenkommen, dann macht man schnell Karriere! Es ist dasselbe wie im Büro, wie im Leben überall!" Eine kleine, vermickerte Person mit gelblichblassem Gesicht sagte dies zischend. Ellen wankte hinaus. Ekel und Abscheu erfüllten sie. Die Arbeit im Laboratorium war ja ein Paradies gewesen; das wußte sie schon lange. Ein Trost, daß Bernd Caßler sie draußen erwartete. Es war ein so wunderbares Gefühl des Geborgenseins in seiner treuen Brüderlichkeit, nun, da die Dinge ehrlich zwischen ihnen besprochen waren. Und neben ihm Frau Zimmermann. Ein befreiter Atemzug rang sich aus ihrer zer- quälten Brust. In diesem Augenblick löste sich auf der anderen Straßenseite Holms hünenhafte Gestalt aus dem Dunkel und trat in das helle Licht der Bogenlampen. Wie gut, daß die zwei treuen Menschen hier neben ihr standen! Wie nach einem Halt suchend, griff Ellen nach Frau Zimmermanns Hand. „Sie sehen nicht gut aus, Ellen — gar nicht gut. Hat Sie der Dienst so angestrengt, das lange Stehen?" Ellen suchte mit den Augen in Richtung Holms. Da wandte sich auch Bernd Caßler um — und erschrak. Ein prüfender Blick zu dem Mädchen neben ihm und ein Orientieren in den Augen des Mannes, der jetzt langsam auf die kleine Gruppe zukam und zynisch lächelnd grüßte. Holm war vorüber. Schweigend gingen die drei weiter. Frau Zimmermann hüstelte manchmal verlegen. Eine peinliche Stimmung — geladen von Ungewißheit. Kalt und kraftlos lag Ellens Hand in der Bernd Caßlers, als sie sich die Hand zur guten Nacht reichten. Und ebenso matt gab der junge Künstler den Druck zurück. (Fortsetzung folgt.) M L ff ß Lagerleitung gab es immer viel Arbeit. — Mitte: An der Feldküche. — Rechts: In der Freizeit unterhielt sich die Jugend mit allerlei lustigem Spiel. i llein« onier J jerau^ i*.; nen j traf^ S! einäß v j B K | D ' eilt.: | I e #5 ;iern J j erK nm;. Llnd nun, Ellen? Roman von Käthe Mehner. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) überraschenden Schuß zum Führungstor. Minuten später vergab Wieseck den sicheren Aus- gleich, indem es einen Elfmeter neben den Pfosten jagte. Wieseck drückte nun etwas mehr und erzielte dann doch den Ausgleich und wenige Minuten später das Führungstor. Frankfurt ging jetzt aus sich her- „Extra — außer dem üblichen!?" „Meinetwegen!" knirschte Olsen ärgerlich. „Sie kennen Rakenius' Frau? Sie wird elegant sein, interessant, fesch. Um so weniger wird sie eine Nebenbuhlerin ertragen können!" Holms Gesicht hatte wieder jenen fanatischen Ausdruck, der es zur Grimasse machte. „Stimmt das? — Dann hätten wir leichtes Spiel!" „Und ob! Evelyn von Rakenius duldet keine Götter neben sich. Aber — Sie kennen das Mädchen?" „Sie selber kennen es!" Holm liebte es manchmal, zu bluffen. So auch jetzt. „Unmöglich!" kam es verhalten zurück. „Nicht unmöglich! Ich zeigte sie Ihnen schon. Unter der Maske einer Platzanweiserin sucht man sie allerdings nicht. Dieses schöne Mädchen ist Rakenius' Verhältnis. Ich weiß es. Nun wird Ihnen auch die Aehnlichkeit auf der Reklame klar, wenn Sie noch nicht alle Kombinationsgabe verloren haben, Doktor." Olfens Laune besserte sich merklich. Ein wohlgefälliges Schmunzeln ging über sein Gesicht. „ „Nach dem nächsten Akt verschwinde ich, Holm. Der andere nickte nur. Im Augenblick war nichts mehr zu besprechen. Die Sache mußte ihren Gang gehen. ...... Als Doktor Olsen an Ellen ooruberging, überprüften seine Augen noch einmal mit Kennerblicken die entzückende Mädchengestalt. Er war zufrieden. Elftes Kapitel. „Sie kannten den Herrn da eben?" Direktor Donnert stand neben Ellen. „Nein, Herr Direktor!" kam es verstört. „Er sah Sie so eigenartig an; recht vertraulich eigentlich, möchte ich sagen." „Aber ich kenne ihn nicht, Herr Direktor. Ganz gewiß nicht!" beteuerte Ellen. „Ich habe Sie ja auch nicht umsonst nach hier oben versetzt." Ellen fühlte, wie ihr das Blut ins Gesicht stieg. Sie blickte hilflos zu Boden. Das Licht flammte, stetig stärker werdend, auf. Direktor Donnert ging mit hastigen Schritten in guter Stimmung davon. Das schöne, schüchterne Mädchen reizte ihn. Als er sich gegen Ende der Vorstellung wieder an den Vorhang stellte, ging gerade Holm hinaus. Er hatte den Schluß nicht abgewartet, da er fürchtete, daß das Personal dann nicht mehr anzutreffen fei. Ellen foh ihn kommen. Sie wich angstvoll zuruck. Doch Holm hatte sie schon gesehen, nur den Mann nicht, der sich abwartend in ihrer Nähe aufhielt. „Auf Wiedersehen, Fräulein Ehlers! Vergessen Sie mich nicht!" flüsterte er nach der Richtung, wo Ellen stand. „Ich werde draußen auf Sie warten!" „Unverschämtheit!" Rote Flecke brannten auf Ellens Wangen. Kombination den Siegestreffer und damit begnügte man sich. FL. 03 Sobernheim (Nahe) — 1900 Gießen 1:2 (1:1). Sodernheim nimmt heute noch einen beachtenswerten Platz in der Bezirksklasse ein. Man rechnete mit einer Niederlage der 1900er. Die Gießener Blauweißen überraschten aber noch der angenehmen Seite. Wieder ging der technisch ausgezeichnete Gegner durch einen hohen weiten Ball in Führung. Dieser Erfolg hätte von' Letsch verhütet werden müssen. Dann hatte 1900 (mit dem heftigen Rückenwind spielend), mehr vom Spiel und auch ausgezeichnete Chancen. Es reichte aber immer nur zu Eckbällen, deren einer von Schmidt im Nachschuß verwandelt wurde. Das Spiel begann sehr flott. Friedberg lag zuerst im Angriff und mußte Wieseck gute Abwehr leisten. Auf der Gegenseite zerschellten vorerst olle Angriffe an der guten Verteidigung der Gäste. In der 7. Minute kam Friedberg zum Führungstreffer. Das Spiel wurde nun ausgeglichener. Manch schönen Angriff entwickelte Wieseck, doch blieb ihm der oft in der Luft hängende Ausgleich verfagt. Auch auf der Gegenseite verhinderte das gute Schlußtrio der Gastgeber jeden Erfolg. Gegen Schluß der ersten Spielhälfte war Wieseck etwas überlegen, erzwang auch einige Ecken, die aber nichts einbrachten. Halb- zeit 0:1. Nach Seitenwechsel wurde das Spiel sehr lott weitergeführt. Wieder waren es die Gäste, die nach wenigen Minuten das Resultat auf 2:0 stellten. Wieseck gab sich jedoch noch nicht geschlagen. Vor beiden Toren gab es spannende Momente, da gelang es Wieseck bei einem Gedränge, zum ersten Gegen- tt ejfer zu kommen. Angespornt hierdurch ging Wie- seck aus sich heraus, und wenige Minuten später landete ein scharfer Schuß des Halblinken,zum Aus- gleich im Tor der Gäste. Friedberg wurde nun zerfahren, während Wieseck mehr aufs Tempo drückte und etwas mehr vom Spiele hatte. Ein schöner Durchbruch des Halbrechten brachte ihm dann auch das Führungstor. Noch einmal versuchten die Gäste, den Ausgleich zu erzwingen, doch machte der Schlußpfiff des Unparteiischen dem Spiel ein Ende. im Spielen ab, taten aber ihre Schuldigkeit. Letsch wurde vor keine allzu großen Aufgaben gestellt. Mit der Gesamtleistung der Gießener Elf konnte man an beiden Tagen zufrieden sein. 1900’5 2. und 3. Mannschaft gaben Gastspiele in Schotten. Schotten I — 1900 Gießen II 5:0. Eine verdiente Niederlage der Gießener, die sich nicht anstrengten und auch während dem ganzen Spielverlauf nicht den erforderlichen Zusammenhang fanden. Für Letsch stand Handballtormann Enders im Gehäuse. Die Gießener Leistungen litten unter einer verkehrten Aufstellung. Nur Best konnte gefallen. Schotten II — 1900 Gießen III 2:4. Entgegen der Voraussage siegten hier die Blauweißen ganz leicht nach überlegen durchgeführtem Spiel. Der Ersatztorhüter H. Schneider bewegte sich des öfteren auf der Spielfeldmitte. Zu berücksichtigen ist aber, daß der Gastgeber nur zehn und später gar nur noch neun Spieler im Feld hatte. ©portabteilung des Tv. Wieseck. Wieseck 1 — VfB. Friedberg (kombiniert) 3:2. Für den ersten Pfingstfeiertag hatte sich die Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck die Ligareserve des VfB. Friedberg zum Freundschaftsspiel verpflichtet. Friedberg erschien jedoch mit einer kombinierten Mannschaft aus Liga und Ligareserve, während Wieseck in der bekannten Aufstellung zum Spiel erschien. Friedberg führte zeitweise ein technisch schönes Spiel vor, wies jedoch auch Schwächen auf, die man nicht erwartet hätte. Auch Wieseck zeigte noch einige schwache Stellen in der Mannschaft, bewies aber auch, daß im gegebenen Moment der Einsatz des ganzen Könnens zu Erfolgen fuhren muß. eigentliche Grund ihrer Zusammenkunft berührt. Alles andere hatte in den Hintergrund zu treten. „Sie sind mir reichlich unvorsichtig, Paulsen — äh!, Pardon!, Holm. Man muß sich an den Namen erst noch gewöhnen." „Wird endlich Zeit, Doktor. Doch weiter: Was ist nun zu tun?" _ . . „Ich habe versucht, mit Rakemus Junior und dem Seniorchef zu verhandeln. Natürlich negativ, wie damals mit der Automobilbude." Holm furchte die Stirn. Es war ja dunkel hier, und die leise geflüsterten Worte gingen im Lärm des Tonfilms unter. „Sie meinten unvorsichtig, weil ich Sie draußen im Vestibül erwartete? Unsinn! Ich glaube, daß ich Ihnen den Beweis meiner Vorsicht oft genug gegeben habe. Also weiter." Olsen wurde es unbehaglich. Der kühne Ton Holms behagte ihm in der letzten Zeit immer weniger. Aber er war ja auf ihn angewiesen Sie kannten sich seit Jahren. Wir müssen das Verfahren m allen Einzelheiten kennen. Bedenken Sie die Revolution in der Chemie, wenn die (Entgiftung des Leuchtgases tatsächlich gelungen ist. Und daran zweifle ich nicht. Rakenius ist ein Kopf. Viel zu exakt, als daß er vorlaute Bemerkungen macht." Und auf welchem Wege?" Holm fragte leise zurück Er dachte an den günstigen Zufall, der ihn damals mit Doktor von Rakenius nach jenem Unglück zufarnrnenführte. ± . „Ich kenne Frau von Rakemus sehr gut. Diese Beziehung wird mir nützlich sein. Doch ich weiß nicht, ob sie mir heute noch so ganz ergeben ist. Vermute, habe Anhaltspunkte. Aber ob ich durch sie zu dem Geheimnis des Verfahrens komme? Fraglich. Doch kenne ich ihre Ehe zu wenig. Konnte auch bislang nichts feststellen. Da müssen Sie ein» springen. Sie — kennt man nicht." Holm schüttelte mit dem Kopfe. „Unmöglich! Mich kennt Rakenius. Wenig allerdings, ganz wenig; aber es genügt." „Verdammt!" Olfens Ausruf war etwas zu laut. Man sah sich um. Minutenlanges Schweigen zwischen den beiden Männern, die ja nur der Unterhaltung wegen hierher gekommen waren. In dieser Zeit stand Holms Plan fest. „Ich besitze ein Druckmittel. Könnte nachhelfen. Aber unter anderen Bedingungen. Damals mit dem Stromlinientyp riskierte ich Kopf und Kragen. — Heute...?" _ t .. „Sie kennen mich nicht als Knauser, raus mit der Sprache!" Olfen kannte feinen Agenten. Er wußte, was hier allein wirkte. Seine Hand tastete im Dunkel nach der des angeblichen Diplom- ; Ingenieurs. Papier knisterte. Dorn auf der Leinwand blinkte ein strahlender ■ Sommertag. Die grellere Beleuchtung genügte, • Holm das Geld hastig zählen zu lassen. Ellens Taschenlampe zuckte auf. Zwei Herren lernen. Das helle Licht des Vestibüls blitzte sekun- benlang durch den dicken, lederbesetzten Vorhang itnb zeichnete haarscharf ein' Silhouette, die Ellen rr djauern ließ. Ernst Holm... Im selben Augenblick aber hatte Holm sie auch Ichoü erkannt und grüßte lässig. . Wieder stand das gehaßte, undefinierbare Lächeln In feinen Mundwinkeln. „ „Sieh da! Fräulein Ehlers! So wett also.. fischte Holm gedämpft. Doch schonwar sein Se= * g[eiter aufmerksam geworden und schaute sich nach dem Mädchen um. Vor Ellens Augen aber tanzten rote Punkte Das Blut schien ihr m den Adern zu stocken. Ihre ’ ssiiße versagten. Schwankend ging sie die wenigen ? dritte öffnete mit bebenden Händen die lur zur ^Bittet" faqte sie matt und fühlte mit einem Maie eine zärtliche Berührung ihres Armes. „Ich habe dich alfo doch gefunden — nun ent« ^^icht^ne'ben Ellens Ohr fummten die Worte. In Angs und Schrecken stand das Mädchen wieder auf ihrem Platz neben dem Vorhang am S‘l>9e?net)ef kam. stellte sich wie so oft in ihre Nähe. Merkte9 er nicht, wie sie zitterte? Wie alles auf. "^n"der'Loa/''am weitesten links fast Ernst Holm mü stin-m Ll-ü-r Doktor Olaf Olsen aus Däne- "Manchmal wandte er den Kops herum.doch Ellen Begegnung mit der ÄÄÄ ÄÄ0-ife%atte Cf<2öonDerÖfernen Sie diese Wunderblume. Holm? 8öÜ 'L ich°n7cht°°ache, Wollen Sie auch |J,iÄmmt“ Dabe ich das. Gesicht '4°" irgendwo her Chemie-Attiengesellschast mtt dem .Eos ein. 3eSryebnSI7 metfen schließlich alle Schön- I Mochte* sich°Olsen°den9 Kops zerbrechen. Jetzt war mit dem Stichwort „Chemie-Aktiengesellschast der Wieseck Jugend — Alten-Duseck Jugend 5:1. Vorher standen sich diese Jugendmannschaften im Freundschaftsspiel gegenüber. Zwei gleichwertige Gegner maßen hier ihre Kräfte. Was Wieseck technisch voraus hatte, versuchten die Gäste durch größeren Eifer auszugleichen. Wieseck erzielte bald die Führung und kam durch das bessere Spiel feines Sturmes bald zu zwei weiteren Toren. Durch einen Handelfmeter kamen die Gäste zu ihrem einzigen Erfolge. Halbzeit 3:1. Nach Seitenwechsel war Wie- seck merklich überlegen und erzielte noch zwei wei- tere Tore, denen die Gäste trotz aller Anstrengungen nichts entgegensetzen konnten. Wieseck I — F. Spv. Frankfurt (Sondermannschaft) 4:2. Am zweiten Pfingstfeiertag hatte Wieseck eine Sondermannschaft des Fußballsportvereins Frank- furt a. M. zum Gegner. Die Gäste stellten wohl eine körperlich kräftige Mannschaft ins Feld, erfüllten jedoch nicht die in sie gesetzten Hoffnungen. Wohl sah man ein flottes Spiel, doch reichten die Leistungen nur an den Durchschnitt heran. Auch Wieseck bot nicht die Leistung vom Tage zuvor, war jedoch Odernheim spielte noch im vergangenen Jahr in Ier Bezirksklasse, wurde aber bei der Neueinteilung h er 1. Kreisklasse zugeteilt Diese Mannschaft war !?hr schnell und eifrig, technisch aber den Gießenern lucht gewachsen. Der Platz war sehr klein. Bis sich 1900 gefunden hatte, hieß es schon 1:0 für den Gastgeber. Ein verschuldeter Eckball war aus dem Hintergrund flach und unhaltbar in die äußerste Ecke eingeschossen worden. Die Gießener hatten dann mehr vom Spiel, Torwart und Verteidiger des Gast- cebers waren aber sehr sicher in der Abwehr. Koch 11900) erzielte den Ausgleich durch Weitschuß ins leere Tor Er hatte einen vom Odernheimer Tor- 7br,e.nbÄr,7aÄUm KÄS I 8 pi-l-nHg-dorf'gleich 9üt, J-il-r unbS« Siebener bergauf und wurden bedeutend besser. Luft nur am ersten Tage, Lippert Hambach und Loch schoß Mitte der zweiten Halbzeit nach schöner । Koch dagegen am zweiten. Die anderen wechselten Dpielvereinigunq 1900 im Rheinland Bei herrlichem Wetter verlief die Pfingstreise der Agamannschaft in die Pfalz, an die Nahe und an >en Rhein in jeder Hinsicht recht eindrucksvoll. Ueberaü war die Aufnahme der Gießener die denkbar beste. Die lange Reise wurde im Auto zurück- 5elegt. Die sportliche Ausbeute bestand darin, daß He junge Gießener Elf in beiden ausgetragenen treffen jedesmäl mit 2:1 verdienter Sieger blieb. LL. 1920 Odernheim/Pfalz — 1900 Gießen 1:2 (1:1). Motorradrennen „Rund um Schotten^ fällt in diesem Jahre aus. & Schotten, 24. Mai. Das bekannte M o - torrabrennen „Rund um S ch o 11 e n", das chon feit zehn Jahren regelmäßig alljährlich statt- and, wird in diesem Jahre aus fallen, da die Rennstrecke im derzeitigen Zustand für ein Rennen nicht benutzt werden kann. Die Strecke wird erstklassig yergerichtet, mit den Arbeiten ist z. T. schon begonnen. Die Strecke Schotten—Rudingshain ist ch'ön im vergangenen Jahre wesentlich verbreitert worden. Es wird auf diese Weise möglich sein, auch ein Rennen mit Kleinkraftwagen durchzuführen. Jedenfalls wird im nächsten Jahre ein ganz großes Rennen vom Club veranstaltet werden. Die neue Rennstrecke wird allen Anforderungen entsprechen. aus, tarn jedoch nicht in gefährliche Nähe des Tores der Gastgeber, oder jagte alle Schüsse hoch über die Latte. Bis Halbzeit stellte Wieseck das Resultat auf 3:1. Nach Wechsel wurde flott weiter gespielt, doch brachte auch die Umstellung der Gäste keinen Erfolg. Wieseck erhöhte dann auf 4:1. Ein Fernschuß der Gäste ging über den zu weit vor seinem Tore stehenden Hüter der Gastgeber ins Netz; 4:2. Noch einmal raffte Frankfurt sich auf. Ein Elfmeter wurde jedoch vom Hüter Wiesecks gut abgewehrt. Der Schluß sah Wieseck wieder im Vorteil, doch wurde außer einigen Ecken nichts Zählbares mehr erreicht. , IC.Teutonia^ Watzenborn-Steinberg Erster Feiertag: Vihmar Jgd. — Watzenborn-Steinberg 3gb. 0:11. Leihgestern Schüler — ID.-Steinberg Schüler 5:0. Zweiter Feiertag: 1. rNannschafl — Liga v. V. L. 07 Siegen 0:2 (0:1). Grüningen I — Watzenborn-Steinberg II 2:2. Watzenborn-Steinberg 3gb. — Wißmar 3gb. 6:0. W.-Steinberg Schüler — Leihgestern Schüler 0:1. Die Jugendmannschaft weilte am ersten Feiertag in Wißmar und konnte einen hohen Sieg erringen, während sie am zweiten Feiertag auf eigenem Platze gegen die verstärkte Jugendmannschaft von Wißmar nur 6:0 gewinnen konnte. Die Schülermannschaft trug eine 23q£= und Rück- fpielverpflichtung gegen die Spielvereinigung Leihgestern aus und konnte gegen die körperlich stärkeren Leihgesterner nicht gewinnen. Auf eigenem Platze verloren die Steinberger durch einen unberechtigten Elfmeter, gegeben von einem Steinberger Schiri. . Die zweite Mannschaft trug ein Vor piel in Grüningen aus und mußte sich mit einem Unentschieden begnügen, obwohl sie in einer ganz chönen Aufstellung das Spielfeld betrat. Die erste Mannschaft hatte mit B. C. 07 Siegen einen guten Griff getan, denn eine Mannschaft mit solch eiper Technik, Ehrgeiz, Schnelligkeit und Körperstärke hat den Platz der Teutonen noch nicht betreten. Die Steinberger Hintermannschaft leistete vorzügliches, sonst wäre das Spiel viel höher ausgegangen. Vom Spiel selbst: Die Gäste gingen sofort mit einem Tempo ans Werk, das bis zum Schlußpfiff durchgehalten wurde. In der Mitte der Halbzeit kam der Halblinke der Gäste schön durch, der Tormann konnte einen Schuß mit dieser Wucht auch nicht meistern. Allerdings kamen auch die Einheimischen mehrere Male schön durch, aber es fehlte an den schußkräftigen Stürmern. In der zweiten Halbzeit spielte Steinberg mit dem Wind, kam deshalb. etwas mehr auf und bedrängte auch oft das Siegener Tor, aber zum Ehrentor langte es nicht. Die Siegener Mannschaft hinterließ einen äußerst guten Eindruck. Fußballabieilung des Tv. Kinzenbach. To. Allendorf a. d. L. II — To. Kinzenbach 3gb. 1:1. To. Allendorf a. d. L. I — To. Kinzenbach I 2:3 (0:3). Im Spiel der 2. Mannschaft der Platzbesitzer gegen die Jugendmannschaft wäre ein Sieg für die Jugendmannschaft am Platze gewesen. Kinzenbach war der Platzelf vor allem technisch überlegen und lag auch weit mehr im Angriff, wie die körperlich weit stärkere Allendorfer Mannschaft. Das Spiel der ersten Mannschaften war überaus abwechslungsreich. Es wurden gute Leistungen geboten, die auf feiten der Kinzenbacher Elf in der ersten Hälfte zu drei schönen Erfolgen führten. Die Mannschaft spielte die erste Halbzeit leicht überlegen und trug, gut unterstützt durch die Läuferreihe, zahlreiche Angriffe vor, wodurch die Hintermannschaft der Platzmannschaft stets stark beschäftigt wurde. In der 10. Minute erzielte der Rechtsaußen der Gäste mit einem unhaltbaren Flachschuß den ersten Treffer. Von links wurde dann das zweite Tor erreicht, und kurz vor der Pause war es der Halbrechte, der ein 3. Tor im Nachschuß erzielte. Weitere Erfolge vereitelten Torpfosten und -latte. Nach dem Wechsel änderte sich das Bild zugunsten der Platzbesitzer, die nun ihrerseits überlegen wurden. Der erste Gegentreffer resultierte aus einem verwandelten Elfmeter, durch Handspiel verursacht, während das zweite Tor aus einem Nachschub erzielt wurde, der Kinzenbacher Torhüter hatte zuvor einen scharfen Ball nur abschlagen können, welches der Halblinke der Platzelf entschlossen ausnutzte. Die Mannschaft kämpfte nun mächtig um den Ausgleich, der auch sehr oft in der Luft lag. Kinzenbach machte sich wieder etwas frei, gestaltete das Spiel wieder ausgeglichener und hatte zum Schluß — durch das tapfere Durchhalten seiner Hintermannschaft bedingt — einen verdienten Sieg errungen. Das Vorspiel endete seinerzeit in Kinzenbach — trotzdem Allendorf mit nur 10 Mann spielte — mit einer 3:5-Niederlage für Kinzenbach. VfB. Krofdorf-Gleiberg I. gegen Frankfurt - Bonames (Reserve). Zu diesem Spiel trat Krofdorf wieder mit oini- gen Ersatzleuten an, konnte aber trotzdem gegen die starke Bonameser Reserve ein ehrenvolles 2:4-Re- sultat erzielen. (Die Mannschaft spielt in der glei- konnten. Gesellschaftsspiele. 22: 2 18: 6 15: 9 9:15 9:15 6:18 3:21 i. Die 11 9 6 4 4 2 1 0 0 3 1 1 2 1 3 3 7 7 8 10 64:11 36:11 37:33 15:22 13:20 10:28 13:62 Naunheim Wetzlar II 1900II VfB. II Lollar II Steinberg II Wißmar spielen. Handball im Gau XII der OT. Aufstiegsspiel zur Vezirksklasse. To. Krofdorf — To. Lützellinden 5:12. Am ersten Feiertag standen sich beide Mannschaften in einem entscheidenden Spiel in Krofdorf gegenüber. Hatte man damit gerechnet, daß das Meister dieser Klasse wurde Naunheim. Mannschaft hat gezeigt, daß sie das Zeug in sich hat, stärkere Gegner zu schlagen. Naunheim hat die Genehmigung zur Teilnahme an den Aufstiegspielen zur Bezirksliga erhalten und wird sich auch dort durchsetzen. . Wetzlar stellt eine ausgeglichene Els, m der kein .schwacher Punkt zu finden ist. Das beweisen insbesondere die Ergebnisse gegen Naunheim (0:1, 2:4). 1900 Gießen steht wie im Vorjahre wieder ziemlich weit vorne. Die Mannschaft würde noch besser abschneiden, wenn die Umstellungen unterblieben. VfB.-Reichsbahn Gießen hat mit weniger guten Leistungen aufgewartet. Die Lollarer haben gezeigt, daß sie zu kämpfen verstehen. Don Steinberg hätte man etwas mehr erwartet. Wißmar, der Neuling, konnte sich nicht behaupten und muß in der nächsten Serie in der zweiten Kreisklasse To. Hochelheim I. — Kickers Offenback I. 3:8. To. Hochelheim II. — Kickers Offenbach II. 6:9. Hochelheim hatte am ersten Feiertag Gaste aus dem Maingebiet zu Gast. Während im Spiel der ersten Mannschaften die Gäste ein klares Plus hatten, hielt sich die zweite Garnitur der Platzbesitzer recht gut. Das Spiel der ersten Mannschaften war überaus schnell und interessant. Die Gäste pflegten ein weitmaschiges Spiel und setzten in der Hauptsache die Flügel recht wirksam ein. Die Mannschaft hinterließ einen recht guten Eindruck. Tv. Garbenteich I.—Turnerschaft Gießen komb. 9:3. Beide Mannschaften lieferten sich einen schnellen und abwechslungsreichen Kampf, der trotz der hohen Niederlage nie einseitig war. Die Gäste besaßen nicht die Schußkraft, um ihre mitunter recht gut eingeleiteten Angriffe erfolgreich abschließen zu können, während die Platzmannschaft in dieser Hinsicht recht gut gefiel und aus allen Lagen schoß, so daß Erfolge nicht ausblieben. Das Spiel zeigte fairen Charakter. Tv. Groh-Felda — Tv. Grohen-Llnben 11:6. Die Gäste traten zu diesem Spiel mit Ersatz für zwei ihrer besten Spieler an und verloren hierdurch recht hoch. Die Mannschaft gefiel trotzdem recht gut und kämpfte ritterlich bis zum Schluß. Zwei deutsche Siege in Paris. Der Auftakt zu den französischen Tennis-rNeisterschafien. Bei den französischen Tennis-Meisterschaften, die am Mittwoch im Pariser Roland-Garros-Stadion ihren Anfang nahmen, traten bereits am ersten Tag zwei deutsche Spieler in Tätigkeit. Der deutsche Meister Gottfried v. Cramm schaltete den Engländer Malfroy 6:2, 6:4, 0:6, 6:2 aus und der junge Berliner T ü s ch e r blieb über den Amerikaner Culley sicher 6:4, 6:1, 6:4 siegreich. Spiel zu einem harten Kampf würde, besten Ausgang mit einem ganz knappen Ergebnis für eine der beiden Mannschaften endete, so sah man sich stark getäuscht. Die Platzmannschaft vermochte der Spielweise der Gäste nur in einigen Spielphasen gleichwertiges entgegenzusetzen und verlor recht deutlich, damit zwei überaus wichtige Punkte preis- gebend, die bei der Entscheidung um den Aufstieg sicher ins Gewicht fallen werden. Die Gästeelf befand sich in großer Form und spielte einen schönen Handball. Die Mannschaft hinterließ den denkbar besten Eindruck, während die Platzbesitzer nicht an die Leistungen früherer Spiele anknupfen chen Gruppe wie Eintracht und Fußballsportverein Reserve.) Gleich nach Beginn des Spieles kam Krofdorf überraschend gut durch und schon in der 3. Minute wurde durch Seel das Führungstor erzielt, aber dann kam Franksurt-Bonames in Fahrt, trug Angriff auf Angriff auf das Tor des Gegners vor, es gelang aber nur der Ausgleich. In der zweiten Halbzeit war das Spiel vorerst ausgeglichen. Krofdorf wehrte sich zwar tapfer, konnte aber nicht verhindern, daß Bonames immer mehr aufkam und noch drei schöne Tore erzielte, denen sie nur noch ein Treffer entgegensetzen konnten. Am zweiten Feiertag weilte die Erste und Jugend von Krofdorf-Gleiberg in Bischoffen. Der Jugend gelang ein 2:1-Sieg, während die Erste mit gleichem Resultat geschlagen wurde. Oie endgültige Tabelle der Kreis- sonder-Klaffe. Wirtschaft. Berg- und Hüttenmännischer Verein ebenfalls für Gtaatsbeihilfe. Zu den Aeußerungen der AG. Buderus in der letzten Generalversammlung über die künftige Art der Staatsbeihilfe für den Eisenerzbergbau, zu denen bereits das Siegerland eine Entgegnung brachte, nahm, wie der Fwd. erfährt, der Berg- und Hüttenmännische Verein zu Wetzlar in seiner Sitzung vom 22. dieses Monats dahingehend Stellung, daß die im Zusammenhang mit der allgemeinen Aufwärtsentwicklung stehende Besserung der Wirtschaftslage noch immer nicht ausreicht, um auf die Hilfe des Staates für den Eisenerzbergbau zu verzichten. Ein Teil der Gruben liege noch immer still. Ihre Baue sind zusammengebrochen. Bedeutende Mittel sind erforderlich, um sie zur Förderung vorzubereiten. Die im Betrieb befindlichen Gruben haben lange vom Kapital gelebt, und es seien keine verfügbaren Mittel vorhanden, um größere Ausrichtungen durchzuführen. Der Berg- und Hüttenmännische Verein zu Wetzlar sei der Regierung für weitere Gewährung der Staatsbeihilfe dankbar. Förderung, Absatz und Belegschaft sind im Eisenerzbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen weiter gestiegen und zeigen steigende Tendenz. Im April betrug die Förderung 44 193 (43 676 im März) Tonnen, der Absatz 54 273 (48 323) Tonnen und die Belegschaft 1913 (1805) Mann. Gegenüber den Höchstziffern von 70 838 bzw 102 937 Tonnen bzw. 3217 Mann im Jahre 1927/28 sei noch ein großer Abstand aufzuholen, um wieder zur vollen Kapazitätsausnutzung zu kommen. * * Wieder 12 Prozent Dividende bei der Rheinischen Braunkohle. In der Bilanzsitzung der Rheinischen AG. für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation, Köln, stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluß für 1933/34 zu. Der Bri- kettabsatz hat sich kaum erhöht, weil der gesteigerte Jnlandabsatz durch verringerte Ausfuhr ausgeglichen wurde. Rohkohlen- und Stromabsatz sind gestiegen. Der Reingewinn (ohne Vortrag) von 6,31 Mill, ist bei wenig erhöhten Abschreibungen wesentlich niedriger als i. V. (8,89 Mill. Mark). Von dem 72,9 Mill. Mark betragenden AK. sind noch 50 519 100 Mark dividendenberechtigt, die eine Dividende von 12 Prozent erhalten. Frankfurter Börse. Wittagsbörse ruhig. Frankfurt a. M., 23. Mai. Auch an der heutigen Börse blieb die schon seit Tagen wirksame außerordentliche Geschäftsstille bestehen, da sowohl Bankenkundschaft, als auch Kulisse mangels jeglicher Anregung weitgehendste Zurückhaltung bekundeten. Trotzdem war die Grundstimmung freundlich und zuversichtlich, wenn auch das Kursbild sehr uneinheitlich war, wobei sich aber Abschwächungen und Besserungen etwa die Waage hielten. Diese Unregelmäßigkeit erklärte sich in den meisten Fällen durch Zufallsäufträge, die bei der Enge des Geschäftes auf den Markt naturgemäß stärker einwirken. Am Chemiemarkt waren Farbenindustrie nach knapp behauptetem Beginn mäßig erhöht, Th. Goldschmidt aber verloren 1 v. H. und Deutsche Erdöl 0,75 v. H. Elektroaktien lagen wiederum nahezu ohne Geschäft, und die Kurse waren ziemlich unverändert. Etwas fester lagen Bekula und Felten, Gesfürel waren kaum, Schuckert ausschließlich Dividende gut behauptet. Montanwerte lagen überwiegend abgeschwächt. Es verloren Buderus 0,65 v. H., Gelsenkirchen und Harpener je 1 v. H., Mannesmann 1,13 v. H., Phönix und Stahlverein je 0,50 v. H., dagegen waren Rhein. Braunkohlen erneut 1,65 v. H. fester, und auch Rheinstahl zogen 0,40 v. H. an. Schiffahrtswerte lagen weiterhin freundlich, Hapag plus 0,25, Nordd. Lloyd gut behauptet. Im einzelnen eröffneten Reichsbank 0,50 v. H. höher, Daimler 0,40 v. H., Bemberg 0,25 v. H. und Cement Heidelberg 1,75 v. H. leichter. Zellstoffaktien waren behauptet. Am Rentenmarkt war die Umfatztätigkeit ebenfalls gering. Neubesitz waren zu 17,70 knapp behauptet, Altbesitz lagen 0,40 v. H. höher, dagegen büßten Stahlverein-Bonds ca. 1,65 v. H. ein. In der zweiten Börsenstunde traten Schiffahrtsakten etwas in den Vordergrund, besonders Nordd. Lloyd, die bei Materialmangel um 1,25 v. H. anzogen, auch Hapag waren um ca. 1 v. H. befestigt. Auf den übrigen Marktgebieten blieben die Anfangskurse ziemlich unverändert, nur Farben und Rheinstahl lagen mäßig höher. Die später notierten Werte lagen schwächer, und zwar Siemens um 2 v. H., Licht & Kraft und Aku um je 1 v. H., nur Conti Gummi waren um 1,13 v. H. befestigt. Abendbörse: geschäftslos. Auch an der Abendbörse herrschte an allen Marktgebieten weitgehendste Geschäftsstille. Die Speku- lation vexhielt sich weiter zurückhaltend, zumal vom Publikum Aufträge vollkommen fehlten und über den Stand der Transferkonferenz jeder Anhaltspunkt fehlte. Im Vergleich zum Berliner Schluß war das Kursniveau nur geringfügig verändert, meist lagen die Kurse behauptet. Etwas Interesse erhielt sich für Farbenindustrie, die leicht erhöht waren, später aber infolge der fortdauernden Geschäftslosigkeit wieder abbröckelten. Am Renten- markt waren Neubesitzanleihe knapp behauptet. U. a. notierten: Neubesitz 17,65, Altbesitz 95,63, 6proz. Stahlverein-Bonds 72, Reichsbank 150,13, Buderus 72,75, Gelsenkirchen 60, Mannesmann 61,63, Phönix 47,25, Rheinstahl 90,63, Stahlverein 40 40, Bemberg 63,75, Canti Gummi 152, Scheideanstalt 185, JG.-Farben 134 bis 133,90, Gesfürel 95,25, Hvlzmann 60, Rütgerswerke 40,75, Siemens 131,50, Reichsbahn - VA. 108,90, Norddeutscher Lloyd 28,75. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 23. Mai. Die Gesamt. Haltung des Getreidegroßmarktes war zwar ruhig, die Grundstimmung aber weiter freundlich. Sommergerste und Hafer waren bei knappem Angebot weiter fest, im übrigen blieben die Preise unverändert. Roggen, Weizen und Futtermittel haben laufend kleines Bedarfsgefchäft. Am Mehlmarkt werden hauptsächlich noch die alten Kontrakte ab- gewickelt, doch bestand auch zu den neuen Be. dingungen Kaufneigung. Es notierten: Weizen 205; Roggen 178,50; Sommergerste 175 bis 176; Hafer 174 bis 176; Weizenmehl, Type 563, Festpreis- gebiet W X, 28,90 plus 0,50 Frachtausgleich, do. Aestpreisgebiet W VII, 28,60 plus 0,50; Roggenmehl, Type 610, Festpreisgebiete R VIII und R VI, 25,25 plus 0,50; Weizenmehl IVB 16,50; Weizennachmehl 15,50; Weizenfuttermehl 11,70; Weizen- kleie (fein) 10,50, (mittel) 10,75, (grob) 11; Roggen- nachmehl 16,50; Roggenfuttermehl 12,25; Roggen- kleie 11,30; Sojaschrot 15,50 bis 15,65; Palm- kuchen 13,90 bis 14; Erdnußkuchen 16,10 bis 16,25; Treber 13,75; Trockenschnitzel 10,25 bis 10,35; Heu 6; Weizen- und Roggenstroh 2. Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 2,95 bis 3 Mark per 50 Kilogramm bei Waggon bezug. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 23. Mai. Am Gemüse- markt hielt das starke Angebot in Salat, Kohl- rabi und Rhabarber an. Daneben bestanden ausreichende Zufuhren in Spargeln, Karotten und Gurken, letztere waren gesucht. Für Spinat liegen die Preise höher, für Spargeln, Karotten und Kohlrabi sind sie weiter rückgängig. Im übrigen ergaben sich keine Veränderungen. Das Geschäft nahm einen schleppenden Verlauf. Es erzielten: Blumenkohl (Treibhaus) I 30 bis 50, II 15 bis 25, Bohnen (Treibhaus) 50 bis 60, Erbsen 18 bis 22, 17 bis 18 ital., Gewürze! gr. Bdl. 40 bis 50, Salat-Gurken (Treibhaus) 10 bis 35, 30 bis 35 holl., Karotten Bdl. 8 bis 10, 22 bis 23 holl., Kartoffeln gelbe 50 Kilogramm 330 bis 350, neue Kartoffeln gelb rund 800 bis 1000 ital., do. lang 1100 bis 1150 ital., weiße rund 800 bis 900 ital., do. weiße 800 bis 850 span., Kohlrabi (Treibhaus) 5 bis 8, Kopfsalat 4 bis 6, Radieschen Bdl. 3, Rettich groß Stück 3 bis 10, Rhabarber 3 bis 3V2, Römischkohl 8 bis 10, Spargeln I 28 bis 32, II 20 bis 22, III (Suppen- spargel) 10 bis 12, Spinat 5 bis 8, Tomaten 40 bis 45 holl., Frühwirsing 10 bis 12, Zwiebeln 700 bis 850 per 50 Kilogramm ägypt. Bei Obst und Südfrüchte verzeichnete man zunehmende Zufuhren in Erdbeeren und Kirschen Obwohl die Preise weiter zurückgingen, war dos Geschäft nicht zufriedenstellend. Es erzielten: Aepfel, Kiste ca. 40 Pfd. rote 775 bis 900 amerikan., Apfelsinen blond 14 span., Blut 13 bis 16 span., Bananen, Kiste 12V2 Kilogramm 600 bis 625 Jam, Erdbeeren I (Treibhaus) 60 bis 90, do. Freiland 50 bis 55, Erdbeeren II (Treibhaus) 50 bis 55, do. Freiland 35 bis 40, Kirschen 16 bis 24, Zitronen, Kiste 150 Stück 450 bis 500. Die angegebenen Preise sind Großbezugspreise und verstehen sich per 1 Stück oder Vs Kilogramm in Pfennigen. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Mai. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 20 Ochsen, 8 Bullen, 14 Kühe, 21 Färsen, 459 Kälber, 16 Schafe und 612 Schweine. Es kosteten: Kälber 36 bis 58 Mark, Schweine 36 bis 42 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schafe lebhaft, Schweine mittelmäßig. Schweinemarkt in Friedberg. Friedberg, 23. Mai. (LPD.) Auf dem Fev fei mar ft wurden folgende Preise bezahlt: Für 6 Wochen alte Tiere 15 bis 17 Mark, , für 6 bis 8 Wochen alte 17 bis 20 Mark, für 8 bis 12 Wochen alte 20 bis 26 Mark. Aufgetrieben waren 293 Ferkel. Bei lebhaftem Geschäft war der Markt bald geräumt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Hohe der zuletzt beleb (offenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o H, Lombardzinsfuß 5 v. H DevisenmarkI Berlin — Frankfurt a. 2TL Banknoten. 8,6 6,75 23,25 0,90 6,9 6,4 6,5 8,4 3,75 6,6 23,5 7 6,5 6,55 8,65 23,4 0,90 6,9 6,5 6,6 8,4 6,75 6,6 65,63 81,37 34 1466 58,51 56,96 13,73 16,52 169.79 i% Oeslerrelchtsche (Bolbrente... 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913.......... 6% abgeft. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlrihe von 1911 4^ Türkische Bagdadbahn-Anleihe •Crtl iee Frankfurt o.M. Serlin 1 Frankfurt a. Ul. Äerlin Schluß« kurü Echiußl. Abend- dürfe Schluß» furd Schluß!. Mittag- dörse Schlußkurs Schluß!. Abend» dürfe Schluß- furd Schluß». Ulinag» dürfe Datum 22-5- 23-5. 22.5. 23-5. Datum 22-5- 23-5- 22-5- 23-5- 4% desgl. Serie 11 ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4V,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 %% Anatolier .............. Vamvurg-Amerika-Paket ..... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschifs........... 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privak-Bank ... 0 6,7 4,3 3,7 30,15 21,75 26,75 65 84,75 47 53,25 6,7 4,2 3,65 30,4 23,25 28,75 64,5 84,75 48,25 53,25 4,15 6,85 3,8 30 21,5 23,25 26,65 64,65 85 47 3,5 30,25 23,25 28,75 64,75 85 48,25 53,25 ManSfelder Bergbau.........0 Aokswerte ........ 0 Phönix Bergbau.......... 0 Rheinische Braunkohles .....10 Rheinstahl ................. 0 Bereinigte Stahlwerk........ 0 Olavi Minen .............0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerte Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth.....7H 3. e. Farben-Jndustrte.......1 68,5 47,5 221 89,75 40,5 14 107 145 133,4 184,5 69 47,25 222,65 90,65 40,4 14 107 144 133,9 185 68,5 92 47 220 90,13 40,65 14,13 109,9 109 145 133,5 94,25 47,25 222 90,5 40,75 14 107 133,9 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ 0 53,25 Goldschmidt ................0 Rütgerswerke ...............0 62,65 41 62,5 40,75 61,5 40,5 63,4 40,5 Dresdner Bant..............0 60,5 150 24,75 133,65 96,25 102,75 53,5 95,9 94,5 133,9 116 59,5 60,5 59,5 150,25 24,65 134,13 95,25 102 55 95,13 93,4 86,5 132 115,25 73 114,65 60,25 89,5 71,25 110,25 64,25 61,65 79,5 79,25 60 100 126 78,5 80 RetchSbank ........ 12 A.G.«......................o Bekula..................... o Elektr. LieferungSgesellschäft... 6 Licht und Kraft ......6 Selten & Guilleaume......... 0 Gesellsch.f.Eiektt.Unrernehmmrg. 5 Rheinische Elektrizität ........ 6 Schultert S Eo............... 5 Siemens L Halske............7 Lahmeyer»Lo............. 10 150,13 24,5 134 95 102,25 54,75 95,25 93,75 87 131,5 115 149,5 25 133,4 96,25 102,75 53,75 94,75 95 89,65 131,75 115,25 72,25 114,75 hiltpp Holzmann...... v ementwerk Heidelberg ...... 0 emeutwerk Karlstadt......... 0 61,5 101,75 60 Schultheis Patzenhoser .......0 Atu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhof ............0 Zellstoff Aschaffenburg ....... C Dessauer Gas ........ 1 55,75 63,75 46 40 46 55,25 63,75 45,75 40 45,65 58 17,25 102,65 57 63,75 45,65 40 123,9 45,9 58 61,5 17,4 103 55,75 63,5 45,5 40,5 123 46,13 58,25 61,75 17,25 Buocrus ......... 0 Deutsche Srdbi...... 4 73 115,25 72,75 114,5 Deutsche Linoleum........... 0 Orenstein & Koppel..........0 Leonhard Tietz ..............0 58 17,25 Gelsenkirchener..............(j Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Alse Bergbau ............... - Ille Bergbau Genüsse........e Klöcknerwerke .......... 0 iÄ