werde zur Weihestätte der neuen deutschen Jugend. »4 9furi \ Die Reqierungs- des Familienstandes nach dem 28. Juni 1919 den ' * , <‘ <. o acaa Ynrnifionmimpn. den iic an diesem Zeitpunkt trug); ajS k a A Die Knegswolke im Femen Osten Eine unbequeme Lage. - Frankreich möchte vermitteln. ä““ J”?“ eh°m°,ig"AnÄr!g°'L" mtt - dem Hohen Meißner trieben. Der Hohe Meißner kommiffion des Saargebietes hat am 8. 3uh 1934 die Vorschriften über die Aufstellung der Stimm- listen für die Volksabstimmung im Saargebret am 13. Januar 1935 erlassen. Weiterhin hat die Volksabstimmungs-Kommission des Völkerbundes am 20 Juli 1934 eine Bekanntmachung veröffentlicht, die nähere Vorschriften über die Abstimmungsbe- rechtigung und über die Anmeldung der Stimm- berechtigten zur Aufnahme in die Stimmlisten ent- hält, hiernach müssen Stimmberechtigte, die außerhalb des Saargebieles wohne n. einen besonderenAntra g au f Eintragung in die Stimmlisten stellen. Wer nicht in die Stimmlisten eingetragen ist. kann fein Stimmrecht nicht ausüben. Es liegt daher im eigenen Interesse aller im Reich wohnenden Stimm- berechtigten, diesen Antrag mit tunlichster Beschleu- nigung einzureichen. Die Antragsfrist tauft mit dem 31. 21 ugu ft 1934 ab. Familiennamen, den sie an diesem Zeitpunkt trug); 2. Die Gemeinde, in der er die Einwohnereigen. halten. . . .. Mittwoch. 5. September, vormittags, findet oie feierliche Eröffnung des Parteikongref- fes in der Ouitpold-halle statt. Abenos spricht der Führer auf der Kulturtagung der NSDAP. im Apollo-Theater. Donnerstag. 6. September, Appell des Jla- tionalfozialiftifchen Arbeitsdienstes auf der Zeppelinwiese. Ls spricht der Führer. Am frühen Nachmittag erfolgt ein etwa zweistündiger Vorbeimarsch des Nationalsozialistischen Arbeitsdienstes vor dem Führer am Adolf-Hitier- Vlah. Am späteren Nachmittag Fortsetzung des Parteitag beginnt am _ tags, mit einem Empfang der Auslands- preffeoertreter durch den Auslandspressechef der NSDAP. Dr. h a n f ft a e n g t in der Ehrenhatte des Germanischen Museums. Nachmittags empfängt der Reichspressechef Dr. Dietrich sämtliche Pressevertreter im Kulturver- einshaus. Am Abend wird der Parteitag durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürnbergs eingelau- tct, worauf ein Empfang der Spitzen von Partei und Staat im Rathausfaal erfolgt. hier wird der Führer eine Ansprache Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für 1mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von70mm Breite 60Rpf..Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr (Ermäßigte Grundpreise: Der Antrag, der an den ..Gemeindeausschuß" des Bezirkes gerichtet ist. in dem der Abstimmungsberechtigte am 2 8. Juni 1919 die Einwohnereigenschaft hatte, muh folgende Angaben enthalten: 1 Die Namen. Vornamen, das Geburtsdatum, den Geburtsort und den Beruf des Antragstellers (im Falle einer Berufsänderung denjenigen, den er am 28. Juni 1919 ausübte), sowie die Vornamen seines Vaters und ferner, falls es sich um eine verheiratete Frau handelt, die Namen und Vornamen ihres Ehemannes (im Falle einer Veränderung Allftus zm Anmeldung für die Volksabstimmung im Saargebiei. Platz. Montag. 10. September: Vorführungen der aer- chiedensten Waffengattungen der den fchen wehr- macht. 18 Uhr: Fortsetzung und Schluß des Parteikongresses. Es spricht der Führer. Vorbereitungen für den Aeichsparteiiag. Der Chef des Stabes der SA., Lutze der m Begleitung des Führers in Dürnberg die letzten Anordnungen für die Ausmarschplane der SA. für schäft am 28. Iuni 1919 hatte. 3. Den gewöhnlichen Aufenthalt zur Zeit des Antrages. 4. Die Anschrift im Saargebiet, an die Mitteilungen zu richten find. Die vorhandenen Beweisstücke für die Em- wohnereigenfchaft im Saargebiet find dem Antrag beizufügen. Befinden sich solche Beweisstücke nicht in den Händen des Antragstellers, so ist in dem Antrag anzugeben, bei welcher Stelle des Saargebietes diese Unterlagen erhältlich sind. Sämtliche Abstimmungsberechtigten im Reich werden hiermit aufgefordert, ihren Antrag auf Eintragung in die Stimmlisten bis spätestens 30. August 1934 an den zuständigen Gemeindeausschuß im Saargebiet gelangen zu lassen, zur Aufklärung über alle bei der Anmeldung zu berücksichtigenden Gesichtspunkte stehen den Stimmberechtigten die Saarmelde st eil en ihres jetzigen Wohnorts (das Einwohnermeldeamt, in den Städten die zuständigen Polizeireviere) sowie die Geschäftsstellen des Bundes der Saarvereine — in Berlin befindet sich diese SW 11, Stresemannstratze 42 — wr ver- füflunq Es wird jedem Abstimmungsberechtigten dringend empsohien, vor Absendung seiner Anmel- bung die vorgenannten Stellen zum Zwecke der Beratung in Anspruch zu nehmen. parleikongresses. Freitag, 7. September, vormittags. Fortsetzung des Parteikongresses. Nachmittags Tagungen der NS.- Kriegsopferversorgung im Kullur- vereinshaus und des Amtes für Volksge- f u n d h e i t im Katharinenbau. 18 Uhr Appell ber Politischen Leiter auf der Zeppelm- roiefe im Stadiongelände. Rede des Führers. Ab 21 Uhr Abnahme des F a ck e l z u g e s der Politischen Leiter durch den Führer am Hauptbahnhof. Samstag, 8. September: Der Führer spricht um 10 Uhr zu 60 000 Hitlerjungen in der Hauptkampfbahn des Stadions. Am gleichen Tage finden zahlreiche S o n b e r t a g u n g e n statt, auf benen u a. Dr. Goebbels. Walther Darrs. Rudolf Heß. Reichsminister Rust. Dr. Frank. Feder Dr Todt. Alfred Rosenberg. Schemm. Dr. Ley, hrerl. Neef sprechen werden. Um 17 Uhr findet ein Volkssest im Stadiongelände statt. Sonntag, 9. September, 8 Uhr: Appell der SA. und SS. in der Luitpold-Arena mit einer Heldenehrung. Nach der Rede des Führers Weihe von 200 Feldzeichen. Anschließend Marsch der SA. und SS. durch die Straßen und Vorbeimarsch vor dem Führer am Adolf-Hitler- Truppen und Einzelwanderern vor. und während des Parteitages in der Stadt Nürnberg. . Gebietsführertagung der Hitlerjugend Nürnberg, 22. Aug. (DNB.) 3m Nürnberger Rathaus fand am Dienstag die Gebietsfuhrertagung der Hitlerjugend statt. Der Stellvertreter des Reichs- jugendführers, Stabsführer Lauter b a ch e r , überbrachte die Grüße des Reichsiugendfuhrers und kündigte u. a. S ch u l u n g s k u r f e an die für die O b e r b a n n f ü h r e r der Gebiete durchgefuhrt werden, um sie auf ihre neue Aufgabe als Sonderbeauftragte der Gebietsführer vorzuberei en Fer- ner werden in nächster Zeit Schulungskurse für die G e b i e t s j u n g v o l k s ü h r e r der Gebiete durch- Das Programm für den Aümberger Reichsyarieiiag. Der Führer spricht bei Aufmärschen des Arbeitsdienstes, der PO., HZ. und SA Kulturtagung und Parteikongreß. ei. Deshalb müsse man versuchen, durch einen lolitischen Akt diese Expansion zu zügeln, emzu- chränken oder wenigstens zu überwachen. Japanische Siedler sollen Arizona verlassen. Ein Nitimatum amerikanischer Farmer. Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. °,M MM* U.WB* - «*.>»««« ».»»W «■» -»m Die Hitlerjugend nimmt am Reichspartei- taq in der Stärke von 60 000 Jungens teil, die, wie im vorigen Jahre, im Stadion vor dem ____ r ...r.r.i_____ 111 PI IIP m geführt werden. ... Als nächste große Veranstaltungen der Hitler- jugend werden angekündigt die B ann fah ne n- weihe am 15. September und die Weihe der Junqvolkfahne auf dem Hohen Meißner. Mit dieser Feier werde die Hitlerjugend auf- rÄiimpn mit dem falteten romantischen x Der Reichsmini st er des Innern hat Anweisung erteilt, daß den Beamten Äugest e l l t e n und Arbeitern sämtlicher B e h ö r d e n zur Teilnahme an dem bevorstehenden Reichsparteitag der NSDAP, in Nürnberg auf Antrag der erforderliche Urlaub ohne Anrechnung auf den Erholungsurlaub und mit Fortzahlung des Gehaltes und Lohnbezuges erteilt werde. Ostasien. 1 Die neuesten Nachrichten über die Zuspitzung der schon lange bedrohlichen Verhältnisse in Ostasien treffen für Deutschland zusammen mit der Erinnerung an den E i n t r i t t I a p a n s i n d e n W e l t- krieg an der Seite unserer Gegner und an den Bruch ber friedlichen und freundschaftlichen Beziehungen die Deutschland mit der jungen Großmacht im Fernen Osten unterhalten hatte. Am : 23 August 1914 erklärte Japan den Krieg, nachdem ein an Deutschland am 17. gerichtetes Ultimatum : unbeantwortet geblieben war, das in seinen Forderungen und in der Form so eingerichtet war, datz es nicht beantwortet werden konnte. Die Kriegserklärung war ein Friedensbruch, der damals in Deutschland an die Stelle der warmen Sympathien mit dem fleißigen, intelligenten und m vielen seinen Volkstugenden trotz der Rasfenfremd- heit mit deutschen Auffassungen verwandten Nation das bittere Gefühl erlittenen Unrechts gefetzt hat. Das Bündnis mit England verpflichtete Japan keineswegs zum Beitritt zu der feindlichen Allianz, und eine Bedrohung japanischer politischer oder wirtschaftlicher Interessen war durch die • deutsche Erklärung vom 12. August ausgeschlossen, nach der das deutsche Ostasiengefchwader im Falle der spanischen Neutralität sich aller feindlichen Handlungen auch gegen England enthalten wurde. Der Inhal bes Ultimatums und die der Kriegserklärung ol genöen Handlungen zeigten, daß Japan m iW?' loser Verfolgung einer imperialistischen P^U die Lage Deutschlands benützte, um sich das Pachtgebiet von Kiautschau und den deutschen Jn- selbesitzimStillenOzean anzueignen, soweit er nördlich des Aequators und somit in der japanischen Interessensphäre lag. Daß diese Wendung, wie es scheint, wenn nicht herbeigefuhrt so doch begünstigt wurde durch einen innerpolitischen Voraang nämlich die im Frühjahr erfolgte E setzung Aes in feiner Außenpolitik selbstständigeren Kabimts Yamamoto durch eine dem engüschen Kurs verschriebene Regierung O k u m a-Kato märe für die Vorgeschichte des Krieges von großem historischen Interesse, wenn sich aus der spateren Kenntnis der japanischen Akten die Vermutung be- i {tätigen sollte, daß Engi a n d an dieser innerpolitischen Umgruppierung in Japan nicht u n b e t e i- Baris 23. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Für eine ngn iÄ7l Ä" NZt durch ?eeint eUnn, b«? wie'stel- ben^Vim Fernen Osten " m Für Polen konnte dann die 23er= Äna aroß^ sein, sich vollends an Deutsch- Ä ®a nzu s chli e ße n. Sei man sicher daß in diesem Falle ein japanisch-russischer Krieg lokalisiert bleiben würde? Was würde bei einem Kriege m Asien aber aus Französisch-In do ch i n a werden? Die Drohung, die über dem fernen Osten schwebe, könne sich also bis nach 6 r ain f r e i et) hin auswirken. Deshalb müsse man schnell unö energisch handeln. England, die Vereinigten Staaten und Frankreich müßten Verhandlungen MitJapan auf der Grundlage der nun einmal bestehenden Tatsachen in Gang bringen. Gewiß wurde eine herartiae Regelung die Anerkennung ®an- MÄÄtW bringen. Aber den Fr,ed-n im F°rnen,,Ost°n werde m°n um Men ¥„1. Jedenfalls waren die Gefühle des japanischen Volkes bei diesem Akt kühler Staatsrai on kein trabendes Moment. Man hat es in Deutschland, nachdem die erste Erbitterung über den grundlosen Angriff verwunden war, mit Genugtuung vermerkt, baß sich Japan an ber Umwandlung einer ritterlichen Gegnerschaft in Haß und Verleumdung mch beteiligte und nach Beendigung des Krieges berei war, die auf gegenseitiger kultureller Wertschätzung beruhenden Beziehungen w i e d e r a u f z u n e y - men und in den alten Stand zu setzen. W^)er der deutsche Kaufmann, noch der Gelehrte oder Künstler hatte dort die Stimmungshindernisse zu überwinden, die ihnen sonst in fast allen am Kriege beteiligten Ländern entgegentraten und die in manchen auch heute noch nicht völlig abgetragen fmb. Auf dieser Grundlage eines wiederher gestellten freundschaftlichen Verhältnisfes werden m Deutschland, nicht nur von der offiziellen Politik sondern auch von der öffentlichen Meinung, die Vorgänge in Ostasien betrachtet, die trotz ihrer Verworrenheit und trotz des häufigen Wechsels der, ^erum und Rollen nur Teile einer gewaltigen weltgeschichtlichen Wandlung sind, nämlich einer neuen politischen Organisation der Völker des Fernen Ostens, eschlossenen Eintrittes der g e ls ’v ’ ’. v ..... . x 1 P o r m p I ’ Uarsch durch die Stadt antreten. Die kürzlich von ber Reichsjugendführung ergangene Anordnung betraf nur den Besuch von n l ch t g e m e l d e t e n selbst den neuen Staat aner- e Expansion in China werde 'sengewalt verhin- eines geschlossenen Cintrilies , - ben Rasse in d i e moderne Volker weit. Japan beansprucht als das einzige gelbe »ölt bns < diesen Anschluß in einem bewundernswerten 2iuf- ; stieg gefunden hat, in diesem Prozeß die führende , Rolle und hat diese Politik in den knege fchen • und diplomatischen Aktionen, die allen bekannt sind, bis in die neueste Zeit soweit Dorgetrteben, daß der Moment nicht mehr fern fein tann ar bem die Entscheidung darüber fallt, ob die alleinig Führung Oftasiens durch das Elgengewicht de natürlichen Entwicklung Japan zufallt oder ob e um diesen Anspruch mit den Kräften und Machten sich messen muß, die an der Aufrechterhaltung des alten Zustandes, an dem kolonialen oder haw- tolonialen Charakter Ostasiens interessiert sind. Es ist dies vor allem So miet ruß l a n d, das als europäisch-asiatischer Staut mit s?mer u g Heu ren Oftgrenze an die m Garung sich beßudUcye Welt der gelben Völker stößt und von hrem Z sammenschluß bedroht ist, wenn er .pch unter Führung der militärischen und lMperiallstischen Politik Japans vollzieht, deren Kraft RuAaub schon eiw mal, auf den Schlachtfeldern der Mandschurei zu spüren bekam. Es sind dies dann m einigem Ab- hip TU r e in i a ten Staaten, die neben ber Beeinträchtigung ihrer starken Hanbelsinteressen bie Beherrschung bes Pazifiks durch Japan zu fiirrhten haben unb Englanb, besten Hanbel unb6 imperiales Machtgesüge (Indien, Australien!» durch eine einheilliche Zujammenfasiung des fernen Ms unter grundsätzlich andere Bedingungen ge- n"» dieser Rangordnung der Interessen natürlich, datz die japanisch-russische Konkurrenz die ^mifchenfälle hervorrust, bie bisher weniger Ä ben outen Willen, als burch bie Furcht ber hpibtn sich gerüstet gegenüberstehenben Rivalen vor d N Ge ahren eines kriegerischen Zu ammenstotzes hp^pfpat mürben, währenb bas Kraftespiel ber arne- riVnnifSiPn und englischen Wachsamkeit sich mehr hn Dim'kel der diplomatischen Jntrigue abwickelt. Wenm wie Kenne/ der °ußerordentlich kompl.z.er- Frage sein, ob die beiden anbeten ^oimfinter. essenten wie vor dreißig Jahren untätig z u seh , das Ergebnis der Entscheidung htnnehmen oder °b sie diese Entscheidung, die dieses Mal endgültig ein würde, durch Teilnahme an dem Kampf oder durch Intervention zu beeinflussen suchen w . Es ist klar, daß in einer Frage, in der umi die Herrschaft über etwa ein Drittel der Welt gerung werden würde, auch alle anderen, irgend ww wichtigen Fragen der politischen Machtverteilung also auch alle europäischen 5 rag e n eine Rolle spielen. Die Bemühungen der russischen Diplomatie, Anschluß an die doch im wesentlichen europäische Organisation des Völkerbünde6 ß ' den, seine Westgrenzen durch em Vertragssystem zu schützen und dafür vor allem die Garantie der europäischen Militärvormacht Frankreich zu 9 neu, lassen sich nur durch diese Sorge der Sonn jetrepublik erklären, bei einem Konflikt mit Japan zugleich westliche Feinde abwehren zu wüsten, was wahrscheinlich mit °m°m Zusammenbruch des bolschewistischen Spsterns gleichbedeutend ®arcfl . Diese Zu ainmenhänge zeigen, datz die große diplomatische Frage des von Barthou und Lilw.- non, ersonnenen osteuro P-ich - n ® ata n ticpattes starke astatische Zuge tragt und , einem grofeen. Xeiüi em »t fl n ift. die ihm angesonn ne Bete ig ^g^ bie sich erwachsen, noch ö uAen Verhältnis zu RS&swe L5:I^Sstigke°Au7dfch-stt Mt ÄK « neuknZaal Washington, 22. Aug. (DNB.) Wie aus Pho- nix (Arizona) gemeldet wird, ist es m dem fruchtbaren Tale des S a 11 R i o e r zu ernsten Streitigkeiten zwischen den dort ansässigen a m e r i- konischen Farmern und japanischen Bauern gekommen, die sich ^.st einiger Zeit m steigendem Matz sich dort angestede !haben. 600 ameritani die Farmer haben em Ultimatum Der faßt, in dem die japanischen Bauern aufgefordert werden d a s T a 1 b i s S a m s t a g z u v e r las. kn. Die örtlichen Behörden unterstützen die Forderung der amerikanischen Farmer, da ste auf dem Standpunkt stehen, daß die Anwesenheit der Ja- nnner eine Verletzung d e s Agrargesetzes NON Arizona darstelle. Das Staatsdepartement fürchtet, daß etwaige Gewalttätigkeiten gegen die Japaner ernste Schwierigkeiten für die amerikanischen Staatsangehörigen m der Mandschurei hervorufen wurden. Unterstaatssekretar Philipps teilte dem Gouverneur von Arizona mit, daß er bereits von der japanischen Regierung eine e, Mitteilung wegen der Angelegenheit bekommen .-1 habe. nr.196 Liftes Blatt m. Zahrgang voMerrtag, 23. August 1434 s Gietzexer Anzeiger von einzelnen Nummern Anschrift für Drahtnach- General-Anzeiger für Gberhessen richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranksurl am Main 11686 Nürnberg, 23. Aug. (»»»0®« den Reichsp^eitag getroffen ^^ik Dienstag, 4. September, m.t- au6^ güI)rcr Am Mittwoch sind auch der Stellvertreter des F uhr e r 5, Reichsminister Heß, in Begleitung von Reichsleiter Bormann und des Reichsfuhrers der SS. Himmler auf dem Oberfalzberg emgetroffen. Der Tag -er HF. auf -er Berliner Funkausstellung. Dr. Goebbels im Zeltlager der Funkwarte. „Lieber nicht!" Schweizer Miliz als Abstimmungspolizei für das Saargebiet? Genf, 22. Aug. (DNB.) Die „Basler Nachrichten" beschäftigen sich mit dem Vorschlag eines französischen Journalisten, Schweizer Miliz als neutrales Polizeikorvs nach dem Saargebiet zu entsenden. Es wird darauf hingewiesen, daß die Schweiz zweifellos in der Lage wäre, ein^ Polizeitruppe zu rekrutieren, die bis auf den letzten Mann die französische und die deutsche Sprache vollständig beherrscht, was die Saarregierung als einen Faktor von wesentlicher Bedeutung betrachte. Sie könne zwar ein Kontingent stellen, das durch seinen h i st o - rischen Neutralitätswillen sich selber Achtung und Vertrauen und dem Saarland wünschenswerte individuelle geistige Freiheit über den Tag der großen Entscheidung hinaus verschaffen könnte, aber, so schließt der Verfasser, wenn es nicht unbedingt nötig sei, dann solle man es lieber nicht tun. ung entgangen sein dürfte. Sie ■ m diesem Zeitpunkt den Entwurf einer Verordnung vorbereitet, durch welche sie lnstandgesetzt werden soll, gegen Druckschriften, welche sich Ausfälle gegen Staatsoberhäupter zuschuldenkommen lassen, e i n 3 u - schreiten. Der Entwurf liegt zur Zeit den ge- Die deutschen Beschwerden über Exzesse marxistsscherBIätter imSaargebiet werden von der Aegiernngskommissson als begründet anerkannt. Ltmfangreiche Vorbereitungen für die Gaarkun-gebung auf -em Ehrenbreitstein Staat und Kirche - Staat und Wissenschaft Grundsätzliche Ausführungen Alfred Rosenbergs. Oie deutschen Pfarrer tagen in Frankfurt a. M. Der Verband der deutschen Evangelischen Pfarrervereine hält seine diesjährige Tagung in Frankfurt a. M. Die Beratungen beginnen Dienstag, den 4. September, und dauern bis §um 6. September. Der eigentliche Pfarrertag findet in der Aula der Universivät statt. Zahlreiche Besich. tigungen von Frankfurter Kirchen und anderen Sehenswürdigkeiten stehen auf dem Programm« ten eine entscheidende Abfuhr geben. Der deutsche Saarländer denkt nicht daran, am 13. Januar das Saargebiet zu einem offiziellen Asyl für all' die Leute zu erklären, die bei uns der Staatsanwalt sucht. In Bezug auf die Darstellung ausländischer Zeitungen über die Saarfrage erklärte der Saarbevoll- mächtigte, es wäre zu empfehlen, wenn sich diese neutralen Besucher des Saargebietes am Sonntag in Koblenz über den wahren Geist und die unerschütterliche Treue der übergroßen Mehrzahl der deutschen Saarländer unterrichten würden. „D a s gesamte Deutschland", so schloß der Saarbevollmächtigte, „wird am kommenden Sonntag in der großen Kundgebung in Koblenz dem Saarländer als deutschem Bruder im Geiste die Hand drücken mit dem beiderseitigen Gelöbnis: Wir beide sind die gleichen Deutschen!" Ltnerhörte Verurteilung Gaar-eutscher -urch ein französisches Gericht. Saarbrücken, 22. Aug. (DNB.) Die S t r a f. kammer in Metz befaßte sich mit dem sogenannten „Spionageprozeß" gegen Röchling-Beamte, bei dem folgendes Urteil gefällt wurde: Die beiden Angestellten der Firma Röchling in Völkingen (Saar), der Kriegsblinde R a t h k e und F r i f ch m a n n, er- hileten je 18 Monate Gefängnis. Der Generalsekretär wurde in Abwesenheit zu f ü n f I a h- ren Gefängnis verurteilt, Baldes erhielt 18 Monate Gefängnis. Wie erinnerlich, waren die jetzt Verurteilten vor einigen Wochen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen über die lothringische Grenze gelockt und dort verhaftet worden. Ein ge- l r V^rli n 22. Aug. (DNB.) Der Mittwoch die- ser Woche der großen Sendungen aus den Funk« hallen am Kaiserdamm gehörte der Hitlerjugend. Reichssendeleiter Hadamovsky und Gebiets» fuhrer Cerff Leiter der Abteilung Rundfunß der Reichsjugendführung, sprachen von dem fugend« betonten Kulturwillen des deutschen Rundfunks. An der Veranstaltung in der großen Ausstel» lungshalle selbst nahmen Reichsminister Dr. G o e b- bels und die Führer des deutschen Rundfunks, Reichssendeleiter Hadamovsky und Ministerin^ rat D r e ß l e r - A n d r e ß teil, die von der Jugend und den zahlreichen Gästen begeistert begrüßt wur. den. HI.-Spielscharen und Musikzüge aus ganz Deutschland zeigten hier im Volkslied und Volks« tanz das Beste aus ihrer Heimat. Gebietsführer Cerff eröffnete die Veranstaltung im Namen der Reichsjugendführung. Dann sprach nach einigen Vortragen Reichssendeleiter Hadamovsky. Dieser Abend, so führte er u. a. aus, sei ein sichtbares Zeichen dafür, daß im nationalsozialistischen Rundfunk die Jugend siegreich zum Durch- v r u ch gekommen sei. Oberbannführer Franz Koppe gab dann der Reihe nach die Darbietun- gen bekannt, an denen die Spielscharen In» sterburg und Stuttgart sowie die Musik- Zuge Züllichau und Karlsruhe beteiligt lebhafter Beifall folgte den ausgezeichneten und lebendigen Vorträgen. Den Höhepunkt und Abschluß des Abends bil- das Auftreten einer Bergmanns- k a p e l l e und einer Abordnung aus dem Sa arge bi et, die unter dem Gesang des Saar- liedes in die Halle einzogen. Reichsminister Dr. Goebbels ließ einen Jung- volk-Pimpf aus dem Warndt (Saar), der zur Ein- lertung der Abendveranstaltung ein Gedicht gespro- chen hatte, zu sich kommen und trug ihm Grüße an die deutschen Brüder im Sa arge- blet auf Anschließend begab sich Dr. Goebbels bem Zeltlager des Reichsoerbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer für die Gau- und Kreis- funkwarte. Der Intendant des Reichssenders Breslau meldete dem Minister, daß die Gau- und Kreis- funkwarte angetreten seien. Dr. Goebbels schritt dann die lange Front der in drei Gliedern stehen- oen Gau- und Kreisfunkwarte ab. Er besichtigte darauf das Zeltlager und die Feldküche und nahm g e m ein s a m mit den Funkwarten und MahlzeU ein. Erst kurz vor Mitternacht verließ der Minister, von der Volks- menge auf der Straße begeistert begrüßt, wieder das Zeltlager. Saarbrücken, 22. Aua. (DNB.) Die Regierungskommission des Saargeoietes hat an das 2uis- wärtige Amt folgende Note gerichtet: Die Regierungskommission des Saargebietes beehrt sich, dem Auswärtigen Amt den Empfang der Verbalnote II S. E. 1880 vom 14. August 1934 zu bestätigen, welche sich mit der mißbräuchlichen Ausdrucksweise befaßt, die sich einige im Saargebiet erscheinende Zeitungen beim Ableben des Herrn Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg zuschulden kommen ließen. wisser Litzenburger diente dabei offensichtlich als agent provocateur und wurde auch heute für diese seine Bemühungen freigesprochen. Bisher sind nähere Einzelheiten über den Ausgang des heutigen Prozesses nicht bekannt. Es muß jeooch schon heute als ungeheuerlich bezeichnet werden, daß französische Gerichte Saarländer, die mit Spionage nicht das geringste zu tun haben, zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilen. Man hat fogar den Kriegsblinden Ratbke, der offensichtlich von den französischen Behörden über die Grenze gelockt wurde, zu einer Gefängnisstrafe von IVr Jahren verurteilt. Koblenz für -en Empfang -er Gaartreue-Kahrer gerüstet. Koblenz, 28. Aug. (LPD.) Im Laufe des Dienstagnachmittag trafen aus Dortmund, München, Berlin und Beuthen die er st en Saartreue-Fahrer mit Sonderzügen in Koblenz ein. Die Gaupropagandaleitung und zahlreiche Helfer nahmen sich sofort der Volksgenossen an und führten sie zum Train-Depot in Koblenz-Lützel, wo für Tausende und aber Tausende Unterkunft her- gerichtet ist. Peinliche Ordnung und Sauberkeit herrscht überall in den Räumen. Die Wagenhäuser sind zu Gemeinschaftsunterkünften für Männer und Frauen getsennt hergerichtet. In langer Reihe stehen die Feldbetten aufgebaut. Zahlreiche Blumensträuße grüßen zum Willkommen. Der Bayernhilfszug, ein Wunderwerk modernster Technik, ist in Koblenz eingetroffen, um während der großen Saarkundgebung die Verpflegung der Tausende zu übernehmen. Der Hilfszug ist imstande, alle Aufgaben, die eine so riesige Massenversammlung an Ernährungs- und Pflegenotwendigkeiten stellt, mit größter Beschleunigung der Transportmöglichkeiten und weitester Ausdehnung der Arbeitsdauer zu erfüllen. Die Küchenwagen leisten: 30 000 Kafseportionen, beispielsweise früh 4 Uhr: 30 000 Portionen Eintopfgericht beispielsweise 13 Uhr; 30 000 Portionen Tee 18 Uhr. Es ist dabei gleichgültig, wohin die Verpflegung abgeliefert werden muß. Entfernungen bis zu 50 oder 60 Kilometer spielen keine Rolle. Die Gerät- Zweirad-Anhänger enthalten Einrichtungen für Holzbearbeitung, -eine Schlosserei, eine Klempnerei mit Löt- und Schweißvorrichtungen, eine Feuerlöschstation, eine elektrische Licht- und Kraftstation und die Wasserversorgung. Der Operationswagen gleicht dank seiner ungemein reichlichen Ausstattung einer modernen Klinik. So ist die Gesamtanlage des Bayernhilfszuges ein Musterbeispiel deutscher Technik. Die Regierungskommission, welche im gleichen Maße wie die deutsche Regierung diese Exzesse mißbilligt, hatte nicht verfehlt, sich mit denselben bereits vor Erhalt der Verbalnote zu beschäftigen. Bei Erörterung der zu ergreifenden Maßregeln stellte sie mit Bedauern fest, daß keine Gesetzesbestimmung zur Unterdrückung schimpflicher Angriffe gegen verstorbene Staatsmänner vorhanden ist. Diese Fälle unterliegen allein dem Urteil des Anstan- des und der öffentlichen Meinung. Somit vermochte die Regierungskommission nur die Ausdrucksweise, die anläßlich dieses traurigen Ereignisses von einigen Zeitungen des Gebietes geführt wurde, ebenso zu beklagen wie diejenigen anderer Zeitungen bei der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers. Was die gegen Seine Exzellenz, den Führer undReichskanzler, gerichteten Schmähungen anbelangt, hatte die Regierungskommission bereits vor dem 14. August gegen zwei Zeitungen Sanktionen ergriffen, welche nach dem derzeitigen Stand ihrer Gesetzgebung zulässig erscheinen, eine Tatsache, die der Aufmerksamkeit der deutschen Regierung entgangen sein dürfte. Sie hatte ferner vor k:-f— * !I- - v ~ ■ Der Reichsbahn ist die gewaltige Aufgabe gestellt, in der kurzen Zeit von Samstag bis Montag rund 200 000 Volksgenossen nach und von Koblenz zu befördern. Als Ankunftsund Abfahrtsbahnhöfe find außer dem Hauptbahnhof Koblenz noch die linksrheinischen Bahnhöfe Koblenz-Lützel und die rechtsrheinischen Bahnhöfe Ehrenbreitstein und Vallendar ausersehen. Dor allem mußte für ausreichende Aus- und Einsteigmöglichkeiten gesorgt werden. Die Kosten der notwendigen Anlagen stellen sich voraussichtlich auf rund 140 000 Mark. Um den Ab- und Zumarsch zu den Bahnhöfen zu gewährleisten, mürben entsprechende Vorkehrungen getroffen. Das Programm. Koblenz, 22. Aug. (DNB.) Für die große Saartreuekundgebung in Koblenz-Oberehrenbreit- slein am Sonntag, 26. August, wird folgendes Programm bekanntgegeben: 12 bis 14.30 Uhr: INufik, ausgeführt von der 100 Mann starken Kapelle des Freiwilligen Arbeitsdienstes unter Leitung des Musikzugführers Schupf, und Männerchöre, ausgeführt von 2000 Sängern des INittelrheinifchen Sängerbundes unter Leitung von Gauchormeister Dr. Kotig- n o n. 14.45: Einmarsch der Fahnen. 15 Uhr: Beginn der Kundgebung: Männerchöre „Freiheit, die ich meine". Rede des Präsidenten des Bundes der Saarvereine Gauleiter Simon. Allgemeiner Gesang „Saarlied". Eintreffen der Reichstreuestaffeln aus allen Grenzgauen Deutschlands. Ueberreichung kurzer Sendbotschaften an den Führer. Sprechchöre der HI. Ansprache des Gesandten und bevollmächtigten Ministers des Reiches in Oesterreich Herrn von P a p e n, Ansprache des Saarbevollmächtigten der Reichsregierung Gauleiter Bürckel. Männerchor „Was ist des Deutschen Vaterland". Rede des Führers. Deutschlandlied, Horst-Wessel-Lied. Aufflug von 1 0 000 Brieftauben. Staffelflüge, Marschmusik, Männerchor, F e u e r w e»r k, Beleuchtung der Feste Ehrenbreitstein. Am Vormittag des 26. August finden für die Teilnehmer der Saartreuekundgebung auf dem Kund- gebungsplah auf dem Ehrenbreitstein evangelische und katholische Feldgottesdienste statt. Oie Aufgaben -es Gaarbevollmachtigten. * .Das Wichtigste an dieser Note scheint uns zu sein, daß die Regierungskommission die deutschen Beschwerden als begründet anerkennt. Sie versucht zwar, dies Anerkenntnis dadurch abzuschwächen, daß sie ihrerseits Beschwerden über die Haltung der deutschen Presse unb des deutschen Rundfunks ihr gegenüber vorbringt. Dieser Versuch scbeitert freilich völlig. Denn wenn die deutsche Presse die Haltung der Regierungskommission einer zuweilen scharfen Kritik unterzogen hat, fv haben dafür gewisse, von der Regierungskommission geduldete Zu- stände im Sa ar gebiet, die zu den letzten beispiellosen Exzessen einiger im Saargebiet erscheinenden Blätter geführt haben, allen Anlaß gegeben. Negern abspricht unb die Kolomalvölker zu eine« Revolte gegen die weiße Rasse aufruft, so hat das nichts mehr mit der Freiheit des Forschens zu tun, sondern ist eine weltkommuni st ische Pro« p a g a n d a gewesen. Wenn ein Professor (Bum« bei in Heidelberg, auf einer deutschen Hochschule also, erklärt, die deutschen Soldaten seien aus dem Felde der U n e h r e gefallen, so hat er da« mit nach unserer Anschauung das Recht Der« wirkt, auf einer deutschen Hochschule zu lehren, deren Existenz durch die Verteidigung des deutschen Soldaten überhaupt ermöglicht worden ist. Das sind nur einige Beispiele von Hunderten, die wir zu unserer bitteren Schande im Laufe bei? 14 Jahre in Deutschland beobachten mußten. Im übrigen glauben wir, daß ebensowenig, wie der Neger imstande fein wird, die europäische Kultur in ihrem Wesen zu erfassen, auch der aus Syrien stammende Jude dies nicht tun kann. Und wenn man dies geglaubt haben sollte, so hat Deutschland jedenfalls an [.einem Leid die Tatsache tausendfach erlebt, daß dies nicht möglich war, sondern daß nahezu alle jüdischen Gestalten auf deutschen Lehrstühlen sich politisch gegen die deutsche Staatlichkeit und weltanschaulich gegen das deutsche Wesen eingestellt hatten. Was wir fordern, ist bloß die Freiheit der deutschen Nation, über ihre geistige Haltung selb st zu bestimmen. Auch das gehört zur Gleichberechtigung innerhalb der anderen Nationen, und ich glaube, wenn die Beweggründe richtig verstanden Derben, so wird balb ein besseres Verhältnis zwi^ chen Deutschland unballen jenen, die guten Willens mb, das neue Leben zu begreifen, hergestellt werden können.' Oie Vereidigung -er Beamten un- Gol-aten -er Wehrmacht , D-rlin, 22. Aug. (DNB.) In Verfolg des Ee. sttzes über bas Staatsoberhaupt bes Deutschen Reiches unb ber Volksabstimmung vom 19. August , die Reichsreaierung bas folgenbe Gesetz 'A v Beeidigung der Beamten unb ber Soldaten ber Wehrmacht" beschlossen, bas in ber ycr. 98 bes Reichsgesetzblattes Teil I veröffentlicht ist: 1. Der Diensteib ber öffentlichen B e - amten lautet: „Ich schwöre, ich werbe bem Z^rer des Deutschen Reiches unb bes Volkes r Hltler treu unb gehorsam fein, bie (Zeetze beamten unb meine Amtspflichten gewissen- haft erfüllen, so wahr mir Gott helfe " 2 Der Diensteib ber Solbaten der ?;r^rnka>$ sHwöre bei Gott diesen heiligen Elb, baß ich bem Führer bes Deutschen Reiches unb Volkes Abolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehör- [am leiste unb als tapferer Solbat bereit fein will leberzeit für biefen Eib mein Leben einzusetzen." Die im Dienst befinblichen Beamten finb un- verzüglich zu d e r e i b i g e n. Das Gesetz über die Dereibigung ber Beamten unb der Soldaten der Wehrmacht vom 1. September 1933 (RGB I S. 1016) und die Verordnung vom 2. gleichen Monats (RGB. I 6.1017) werben a u f g e h o b e n. Auf Grunb biefes Gesetzes, nach bem alle öffentlichen Beamten auf bie Person des Führers und Reichskanzlers Abolf Hitler zu oereibigen finb, wie dies bei ben Solbaten ber Wehrmacht bereits ge- chehen ist, hat ber Reichsminister bes Innern ämtliche Behörben angewiesen, bie Dereibigung ber im Dienst befinblichen Beamten unverzüglich vorzunehmen. B er 11 n, 22. Aug. (DNB.) Der „Wlkische Beob- achter veröffentlicht eine Unterrebung des Beauftragten des Führers für die Ueberwachung ber ge« weltanschaulichen unb geistigen Erziehung ber 211 f r e b Rosenberg, mit bem Vertreter des International News Service Pierre M die Frage: „Welches ist die Stellung ber NSDAP gegenüber Katholiken unb o te st a n t e n?" antwortete Rosenberg u a • ' Die NSDAP, ist zwar eine weltanschaulich-politische Kampfbewegung, hat aber den Grundsatz religiöser Duldsamkeit stets vertreten und, nachdem sie staatlich zum Siege gelangt ist, dAen Schutz der Bekenntnisse auch staatlich gesichert. Der Führer hat mehr als einmal erklärt, s »-r Jn die bekenntnismäßige Sphäre der Kirchen nicht e i n g r e i f en wolle. Was sich ^Gebiet bes protestantischen Kirchenwesens abgespielt hat, war eine organisatorische V V? Uh? 9 verschiedener kirchlicher -nd°4 kein. Eingreifen in die verschiedenen »efenntmffe. Allerdings darf ber Staat auch reli- gwfe Bekenntnisse nicht unterdrücken, wenn sie in bem einen ober anderen Punkt nicht mit den Dogmen der zwei anderen großen Kirchen übereinstimmen. Unangefochten unb staatlich begrüßt ^soeben m Berlin ein B a p t i st e n k o n g r e ß stattgefunben und wir hoffen, daß seine Teilnehmer hoUrGh Do” der religiösen Duldsamkeit der deutschen Nation mit in ihre Heimat genommen haben- Wogegen wir aber protestieren, das ist, daß die alten Bekenntnisse die Macht des Staates fordern, um kleinere religiöse Gruppie- rungen zu unterdrücken. Und weil das nicht ge- !.?ieht, so ist manchmal eine nicht berechtigte Klage über Unfreiheit groß geworden. Die NSDAP, steht also auf dem Standpunkt, daß die Religionsfrage der persönlichen Entscheidung des ein- Berlin, 22. Aug. (DNB.) Der Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers Gauleiter B r ü ck e l äußerte sich in der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz über seine Aufgaben folgendermaßen: Meine Aufgabe als Saarbevollmächtigter ergibt sich aus ben Zustänbigkeiten des Reiches,'die in den bestehenden Verträgen unb Abmachungen beim Völ- - terbunb festgelegt sind. Es besteht ohnedies nicht ber geringste Zweifel barüber, baß bie eigentliche Saar- trage bas Bekenntnis ber Saar zum Reich, schon deshalb eine innere Angelegenheit ber Saarbewohner selbst ist, weil biefe es als Beleibigung auffassen müssen, wollte man ihnen bei 'hrem Bekenntnis zu Deutschlanb Hilfe von außen anbieten Wenn heute oft im Zusammenhang mit Der ■äuffteUung von Polizeiorganen bie Forberung nad) „neutralen" ©aarlänbern zum Zwecke ber polizeilichen Verwendung erhoben wird, so muß dabei bedacht werden, daß kein Mensch als „Neutraler" geboren wird, und ganz besonders der Saarländer wird durch seine erste Abstimmung bezeugen, daß er als Kind einer deutschen Mutter geboren wurde. . Wenn der Gau Pfalz am 19. August sich mit einem 96prozentigen „Ja" zum neuen Deutschland bekannt hat, so sehen die Saardeutschen dieses offene Bekenntnis ihrer Nachbarn und Stammesbrüder als einen besonders eindrucksvollen Beweis der Verlogenheit, mit der die separatistischen Hetzer das Deutschland Adolf Hitlers verleumden. Das Abstimmungsergebnis der Pfalz ist auch deshalb bemer- kenswert, weil sie durch das unmittelbare Angren- 3en an das Saargebiet wahrhaftig nicht verschont bleibt von all' den Greuelmärchen und der Hetzpropaganda, die durch die Emigranten und S e p a r a t i st e n, die diesen Lügenfeldzug für ihren Entscheidungskampf in steigendem Maße organisieren, verbreitet werden. Und ebenso wie der Pfälzer, so wird auch ber Saarlänber diesen dunklen Giemen- meinen Menschen unterliegt. Was der Staat fordert, ist der völlige Einsatz des Menschen für sein Volk und für diesen neuen, das Volk schirmenden Staat." Huf die weitere Frage: „Wie stellt sich die NSDAP, zur Freiheit der Wissenschaft?" antwortete Rosenberg u. a.: Die NSDAP, steht auf dem Standpunkt daß die Erringung der freien Forschung vor einem halben Jahrtausend mit zu ben größten Errungenschaften europäischer Kultur gehört und niemals mehr ausgetilgt werden darf. Wir stehen aber auch vor der Tatsache, baß feit Jahrzehnten auf Lehrstühle nur Professoren berufen wurden, welche auf wirtschaftlichem Gebiet entweder marxistische oder liberali- stische Ideen oortruaen. Große Denker auf diesem Gebiet aus ber beutschen Vergangenheit finb nicht 3 uge la ff en worden. Aehnlich verhält es sich auf philosophischem Gebiet, auf bem Gebiet der Geschichte usw. Was der nationalsozialistische Staat getan hat, ist, einmal auch jenen Kräften freie Bahn zu geben, die seit Jahrzehnten in Deutschland auf weltanschaulichem und biologischem Gebiet wirkten, ohne anerkannt zu werben. Der nationalsozialistische Staat beansprucht also das gleiche Recht, das alle anderen Staaten für thre Universitäten in Anspruch nehmen. Auch heute lehren Menschen sehr verschiedener Denkungsart in Deutschland, und die freie Forschung roirb nirgenbs unterbrücft. Was zu dieser Meinung geführt hat, ist bloß die Tatsache, baß leider eine . Anzahl jüdischer, aber auch deutscher Hoch- L s rer Freiheit des Forschens mit ber Frei- heU bes Beschimpfens des beutschen Namens verwechselt haben. Wenn ein Herr Einst ein der weißen Rasse überhaupt das Recht auf bie Behauptung einer moralischen Höherwertigkeit gegenüber wählten Vertretern ber Bevölkerung zur Abgabe eines Gutachtens vor. Die Regierungskommission hat damit im voraus die Berechtigung ber in oben genannter Note vorgebrachten Beschwerben gegen bie Exzesse einer unabhängigen Presse anerkannt. Sie kann indessen nicht umhin, ihrem Erstaunen darüber Ausdruck zu geben, daß die deutsche Regierung seit vielen Monaten und trotz ber unbeantwortet gebliebenen Proteste ber Reaierungskommission in einer gesetzlich der Kontrolle des Staates unterstellten Presse einen heftigen Feldzug gegen d i e Reglerungskommission, ihre Mitglieder und ihre Beamten duldet. Mehr noch: Angriffe oft schimpflicher Art — um dies festzustellen genügt ein Hinweis auf eine von einem verantwortlichen Reichsminister an ber Grenze bes Saargebietes gehaltene Rebe — würben fast täglich durch die amtlichen deutschen Rundfunksender verbreitet. Da die Note der deutschen Regierung der Presse mitgeteilt worden war, wird bie Regierungskommission biefes Antwortschreiben veröffentlichen, sobald es in den Besitz der deutschen Regierung ge- laiwt sein wird. Saarbrücken, 21. August 1934. Aus aller Welt eine September ein- Uut-rfchied zwischen dem Brun- T M'aximüm' 29,1 illon und der Montgolfiöre be- mrns fFrhfpmnpraturen in 10 cm Pf. 703» IllUlUVlli’ --- • / * * *** G q,. - 11 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 22. August abends 23,8 Grad, am 23. August morgens 19 Grad. Niederschläge 4,8 mm. Sonnenscheindauer 9,1 Stunden.— Das Aordbuch der belgischen Stratosphärenflieger. geleitet. Hindenburg und die Herrnhuter Losungen. In den Berichten über Hindenburgs Heimgang war, wie man sich erinnert, von einem Spruchbuch die Rede, in dem der verstorbene Generalfeldmarschall noch in den letzten Stunden seines Lebens gelesen hat. Es hieß auch, daß Hindenburg einen Spruch besonders angestrichen habe, nämlich: „Mit der einen Hand führte er das haben. Lin unbekanntes Flugzeug ins INeer gestürzt. Bei Dieppe ist ein blau angestrichenes Flug« zeug ins Meer gestürzt. Es kam aus der, Richtung von England und kehrte kurz vor Erreichung der französischen Küste um. Augenzeugen wollen gesehen haben, wie das Flugzeug etwa drei Kilometer von der Küste entfernt ins Meer stürzte. Man behauptet, daß es die Zeichen G. A. G. t. R, trug. Von Dieppe aus find mehrere Rettungsboots und ein Flugzeug entsandt worden, um nach dem Flugzeug zu suchen. ' Kunst und Wissenschaft. Nürnbergs Trauerfeier für den Architekten Professor Ruff. NIVEA mild, leicht echäumend. ganz wundervoll Im Geschmack. Rechtsstellung ausschließt: die Aechtung. Diese Aechtung soll für Len Verurteilten Len Ehrentor» bedeuten. , ... . Die Geldstrafen sollen sparsamer verhängt werden und in ihrer Höhe zu dem Einkommen des Verurteilten in einem Verhältnis stehen, ftas Vorbild der schwedischen Tagesbuße, der t r a | • mar k", könne richtunggebend sein. — Die Anprangerung von Verurteilten wird a fl e ■ lehnt, wohl aber könnte als „symbolischer Pranger" die öffentliche Bekanntmachung bei einzelnen Straftaten Anwendung finden. Weiter wird das Strafensystem ergänzt durch Vorschläge über sichernde und bessernde Maßnahmen. Das System der Strafen im neuen Strafrecht Vorschläge aus der Slrafrechlskommifsion. München, 22. Aug. (DNB.) Der amerikanische Zeitungskönig H e a r st erklärte dem Auslandspressechef der NSDAP. Dr. Hanfstaengl über die politische Lage u.a.: Sie kennen mich nun seit 30 Jahren und wissen, daß es mich immer wieder nach Deutschland gezogen hat — nach München, Nördlingen Dinkelsbühl, Nürnberg, Frankfurt a.M. und seit' einiger Zeit leider auch nach Bad-Nauheim wo ich mich hin und wieder um meine Gesundheit kümmern muh, um einer neuen Etappe aufreibender Arbeit wieder gewachsen zu sein. Zu -Ibren Aerzten in Deutschland habe ich immer uneingeschränktes Vertrauen ge- Deutschlands Kamps nm Friede und Gleichberechtigung ist ein Kampf für die Menschheit. Der amerikanische Zeitungskönig Hearst über das Ergebnis des 19. August. Luft gewesen war, landete er glatt im Norden von Eberswalde auf einer Wiese. Die Versuche werden auf dem Eberswalder Flugplatz unter Leitung des Ballonkapitäns Major Hildebrandt fortgesetzt. Line echt amerikanische Angelegenheit: Der Mann, der sich selbst entführte. In ganz Amerika hatte vor einigen Tagen dis Entführung des Reverend A s k e w erhebliches Aufsehen erregt. Askew, der als Prediger bei einer der großen amerikanischen Sekten angestellt war, verschwand, wie bereits berichtet wurde, plötzlich aus seinem Wohnsitz Goldsborough. Seine Frau bekundete, daß er schon seit langer Zeit Drohbriefe erhalten habe. Es traf dann auch ein Schreiben ein, in Dem ein Lösegeld für den verschwundenen Prediger gefordert wurde. Bald darauf aber wurde der Vermißte von der Polizei wohlbehalten aufgefunden. Wie der Sheriff von Goldsborough jetzt bekanntgibt, hat Askero ihm gestanden, daß die ganze Entführungsgeschichte [eine eigene Erfindung gewesen sei. Er habe das Bedürfnis geyabt, sich einmal unbehelligt und m aller Stille erholen zu können. Furchtbare Bluttat in den Salzburger Bergen. -* Zwei Tote, mehrere Schwerverletzte. Der Gustav-Adolf-Derein beabsichtigt, in Derbin- Luna mit feiner diesjährigen Reichstagung, Lie am 30. September in Königsberg stattfinLen soll, eine Wallfahrt zum Tan- nenberg-Denkmal zu machen, um am Sarge Hindenburgs, der ein besonders warmer Freund des Gustav-ALolf-Werkes war, einen Kranz niederzulegen. Die Königsberger Tagung wird Lurch Kundgebung in Danzig am 28.September Schwert, mit der anderen arbeitete e r." Es ist die Frage aufgeworfen worden, in ro eiet) e m Spruchbuch Hindenburg gelesen hat. Dazu schreibt der „Aufwärts": „Es steht von vornherein zu vermuten, daß Hindenburg in demselben Spruchbuch gelesen hat, welches auch Bismarck fahr- aus, jahrein täglich benutzte und mit Randnotizen, und sei es auch nur mit einem Strich versah — die „Losungen und Lehr texte der Brudergemeine!" Schlagen wir den gegenwärtigen Jahrgang auf und blättern vom 2 August ab zurück, so finden wir bald das Gesuchte unter dem 16. Juni. Da heißt es in dem Büchlein: 16. Sonnabend, 2. Kor. 6, 1—10. Jes. 12. Mit der einen Hand taten sie die Arbeit und mit der anderen hielten sie die Waffe, Nehem. 4, 11. Darauf folgt der Liedervers aus dem Gesangbuch der Bru- tische Habsburger Angelegenheit, nämlich die der Beschlagnahme des ehemalig en kaiserlichen Besitzes, die durch die Revolutions- gefetze beschlossen worden fei. Möglicherweise werde die österreichische Regierung nach dieser Richtung etwas unternehmen. Schuschnigg wiederholte daß er d i e Politik von Dr. Dollfuß nach den Grundsätzen Unabhängigkeit und Frieden fortzusetzen gewillt sei. Eine Aeußerung über Las Ergebnis Les deutschen Volksentscheids lehnte er ab, La er sich nicht mit .der deutschen Innenpolitik zu beschäftigen habe. Wenn Las „Journal" die Unterredung von Florenz als eine ,/an die Adresse Deutschlands gerichtete politische Demonstration" (!) begrüßt, kommt in anderen Blättern d e r Z w e i f e l ü b e r I t all en s Uneigennützigkeit nicht zur Ruhe. „LOrdre fragt, ob die Versicherung der italienischen Kreise, daß bei Len Besprechungen niemals von einem italienisch-österreichischen Abkommen oder einem Beistandspakt die Rede gewesen sei, wirklich glaubhaft sei. Das Blatt hält, wie auch andere Blatter, es unbedingt für notwendig, daß Außenminister Barthou eingreife und Verhandlungen mit Italien aufnehme. Ausflüge nach dem Rhein und in den Odenwald bilden Den Ausklang. Einführung des lieichsbischofs. Sonntag, den 16. September, vormittags 10 Uhr, wird die feierliche Einführung des Reichsbischofs im Berliner Dom statt- finden. Sämtliche Bischöfe der Deutschen Evangelischen Kirche werden an den Einführungsseierlich- teiten teilnehmen. Außerdem werden die Vertreter der Synoden, des Staates, ausländischer Kirchen usw. zugegen sein. Wallfahrt des Sustav-Adolf-Vereins zum Grabe Hindenburgs. fohlen. Don der Einführung der Prügelstrafe hat die Kommission abgesehen. Die M i n d e st - dauer Ler Zuchthausstrafe wird wie bisher ein Jahr betragen. Dagegen wird die M i n - be ft Dauer für Gefängnisstrafe auf zwei Wochen oder sogar auf einen Monat heraufzu- sehen sein Rach Ausführungen von Ministerialrat Rietzsch wird im künftigen Strafrecht Len Ehre uft r a - fen besondere Bedeutung zukommen. Künftig werde die Unterscheidung zwischen Zuchthaus und Gefängnis gerade darin gefunden werden müßen, daß mit Der Zuchthausstrafe Ehrverlu ft zwangsläufig eintritt. Für die schwersten Straftaten werde aber noch eine besondere Ehrenstrafe zu schas- fen sein, welche die Rückkehr in eine ehrenhafte Bundeskanzler Schuschnigg an derMiera Keine politischen Besprechungen. werden Äm besten würde die Entscheidung Über eine solche Form in die Hände einer politischen Stelle gelegt, nicht in die des Richters. Sodann behandelt Rietzsch bie Formen d H a f t ft r a f e n. Die Festungshaft als Kava- üerftrafe des geltenden Rechtes werde verschwinden. Das gelte auch fur ößn Z w e l - kampf. Das kommende Strafrecht werde ent- scheiden, ob es den Zweikampf als Erdige Form der Austragung von Streitigkeiten unter Mannern anerkennen will. Wird das bejaht, so bleiben nur noch die Fälle der frivolen Anreizung Zum Zweikampf, die durchaus nicht mit Ehrenhaft behandelt P a r i s, 23. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der österreichische Bundeskanzler Schuschnigg ist in Nizza von Pressevertretern geradezu belagert worden, da die verschiedensten Gerüchte in Umlauf waren. Man spricht von einer möglichen Begegnung mit einem französischen Staatsmann, von einer Zusammenkunft mit dem in Aix-les-Bains zur Kur weilenden Stanlen Baldwin und auch von Verhandlungen mit Titulescu, der sich an der Coke d'Azur aufhält. Bundeskanzler Schuschnigg hat es, wie bereits gemeldet, k a t e g o r i \ d) in Abrede gestellt, Laß fein Aufenthalt in Nizza politische Zwecke verfolge. Er weile für zwei Tage als Privatmann hier und werde niemanden sehen. . Ueber seine Besprechungen von Florenz befragt, erklärte er: „Wir haben den römischen Pakt ergänzt. In dem ausgegebenen Kommunique findet man die für unser Programm bestimmenden Erklärungen, Unabhängigkeit Oesterreichs und die Unantastbarkeit seines Gebietes." Schuschnigg bekräftigte, daß die Frage d e r H a b s b u r g e r in Florenz überhaupt nicht an gefchnit- t e n worden fei. Sie fei nicht aktuell. Allerdings gebe es für Oesterreich eine rein tnnenpoli- bergemeine. rp . .... „Reich mir die Waffen aus der Hohe Und stärke mich durch deine Macht, Daß ich im Glauben sieg und stehe. Wenn Stärk und List der Feinde wacht. So wird dein Gnadenreich auf Erden, Darin Gerechtigkeit regiert, Und Lieb und Huld das Zepter fuhrt, Auch von mir ausaebreitet werden." Ebenfalls unter dem 16. Juni sind noch Matth. 10,24.25 zu finden und ein weiterer Gefangbuchvers. Präsidialkanzlei. Berlin, 22. Aug. (DNB.) Auf Anordnung des Führers und Reichskanzlers hat das bisherige Büro des Reichspräsidenten die Bezeichnung „Präsidialkanzlei" erhalten. Die dem Büro des Reichspräsidenten bisher obliegenden Aufgaben bleiben unverändert. Das offizielle Nürnberg hatte sich im Rathaussaal zu einer Trauerfeier Der Stadt zu Ehren Les verstorbenen Architekten Prof. Ludwig Ruff, Des Schöpfers Des Entwurfes für die Kongreßhalle Der Reichsparteitage, eingefunben. Oberbürgermeister Liebel betonte, Daß Nürnberg und nationalsozialistische Bewegung Durch den Tod des großen Architekten einen unersetzlichen Verlust erlitten haben. (Bauleiter Streicher hielt Die GeDächtmsrede. Der wahre Künstler schaffe nicht für eine Volksschicht, sonDern für alle, Die gleichen unD guten Mutes sinD. LuDwig Ruff war nicht Das Erziehungs- erqebnis einer akaLemischen Unterrichtsanstalt, sondern er war aus sich selbst geroorDen. Das Große offenbare sich immer im Einfachsten, unb bei LuDwig Ruff gewinne man immer roieDer Die Achtung vor Dem unverrückbaren Gesetz Des Zusammenklangs von Maß, Stoff und Farbe. Vom einfachsten Siedlerhaus bis zur Kongreßhalle des Dritten Reiches ging Ludwig Ruff Den Weg Der Klarheit, Der Wahrhaftigkeit und ergreifenden Große. Scherenschnitte von Ruth Schaumann. Bildhauerin, Malerin, Dichterin — kein Wunder, daß aus solchen Talenten eine besonders reizvolle und kunstfertige Art des Scherenschnitts kommt. Es dürfte die vielen Freunde der Künste Ruth Schaumanns interessieren, daß im Schwabin-' ger Kunstverlag, München 13, zwölf feine Scherenschnittkarten erschienen sind. Wettervoraussage. Die beiden belgischen Stratosphärenflieger C o s y n s und van der Eist werden Heu e (Donnerstag) in Brüssel erwartet. Koma Leopold hat dem belgischen Gelehrten und seinem Assistenten ein herzliches Glückwunschtelegramm übersandt und Cosyns zum Offizier des K r o n e n o r d e n s, feinen Begleiter zum Ritter des gleichen Ordens ernannt. — „Soir" veröffentlicht unter Cobynght das Bordbuch von Cosyns, das den Verlaus des Fluges anschaulich schilbert. Danach erhob sich der Ballon am Samstag um 6 Uhr mit einer anfänglichen Aufstiegsgeschwindigkeit von 4 jDleter in der Sekunde. Um 7.30 Uhr befand sich der Ballon in einer Höhe von 11000 Meter, also an der Stratosphärengrenze. Mehrfache Versuche, nut den belgischen Funkstationen in Verbindung zu kommen, hatten keinen Erfolg. Gegen 10 Uhr war die Gegend von Nancy erreicht. Schwere Wolken verhinderten meistens die Sicht. Wenn die Erde zeitweise sichtbar war, wurden photographische Ausnahmen gemacht. Kurz nach 11 Uhr wurde der Rhein bei Straßburg gesichtet. Erne halbe Stunde später befand sich Der Ballon im Norden der Schweiz. Die Geschwindigkeit betrug um diese Zeit 80 Kilometer in der Stunde. Gegen 13.30 Uhr wurde beschlossen, hoher zu (teigen. Es wurden innerhalb einer Stunde sieben Sacke mit Ballast abgeworfen. Die Aufstiegsgeschwindigkeit betrug drei Meter in Der Sekunde, während Die Fort- bewegungsgeschwinDigkeit sich auf 55 KUometer in Der StunDe verringerte. Um 14 Uhr befand sich Der Ballon zwischen 1 5 5 0 0 und 16 0 0 0 Meter Höhe oberhalb Der Alpen. Um 16 Uhr machten sich Kälte und F e ut i g f e i t i n Der Gondel unangenehm bemerkbar. Tie Atmung wurde schwierig, und die beiden Flieger hatten zeitweise unter starken Hustenanfällen zu leiden. Gegen 18 Uhr wurde als Standort Kärnten ermittelt. Die Flieger beschlossen daraufhin, meder- zuaehen. Um 19 Uhr war der Ballon noch etwa 10000 Meter hoch. Die Abstiegsgefchwindlgkeit betrug vier Meter in der Sekunde. Vor Anbruch der Dunkelheit ging die Landung unter den bekannten Umständen vor sich. Während der ganzen Fahrt wurden Beobachtungen und Messungen der kosmischen Strahlen anaestellt. lieber das Ergebnis Der Forschungen spricht sich Cosyns in seinem Bordbuch noch nicht näher aus. Lin Freund des Rechts und der Völkerversöhnung. Der Bischof von Ripon, Dr. Edward Arthur B u r r o u g h s, ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Sein Name ist dadurch bekannt geworden, als er als erster die Anregung gab, am W a f - , fensti11stand auch die Toten der vormaligen Feinde zu ehren. Die britische Reaierung fntl- fierte er mit Schärfe wegen Des Ruhreinmarsches der Franzosen, indem er erklärte: „Wäre Großbritannien energisch gegen seinen vormaligen Alliierten angesichts der abscheulichen Ruhrpolitik aufgetreten, so würden wir Frankreich gegenüber nicht dastehen wie ein Vasallenstaat". Nach fünf Jahren aus Eis und Schnee gerettet. Dem fowjetruffifchen Eisbrecher „Krassin" ist es gelungen, an der Wrangelinsel vor Anker zu gehen und die seit fünf Jahren dort weilende In- selbesatzung an Bord zu nehmen. Die Besatzung, die zum größten Teil aus sowjetrusstschen Forschern und wissenschaftlichen Hilfsarbeitern besteht, war seinerzeit für die Dauer von zwei Jahren auf die Insel gegangen. Da es jedoch der Hilfs- expedition nicht gelang, über das Eis bis zur Insel vorzudringen, mußten die Forscher notgedrungen fünf Jahre auf der Insel zubringen. Durch die Er- schöpfung der Batterien für Die Rabioempfänger waren sie von Der Außenwelt völlig ab« geschnitten. Infolge Des Lebensmittelmangels haben die Forscher große Qualen Durchmachen mus- en. Der Eisbrecher „Krassin" geht dieser Tage mit Den Geretteten in See. Elly Beinhorn in Guatemala. Die deutsche Fliegerin Elly Beinhorn, Die, wie bereits gemeldet, ihren Weiterflug in Coftanca infolge eines Propeller-schadens unterbrechen muhte, befindet sich seit Mitte voriger Woche als Gast des deutschen Paters Roßbach im Hochland von Guatemala, wo sie Die Ueberrefte der alten Mayakultur besichtigt. Die Fliegerin wird im Deutschen Klub von Guatemala einen Vortrag hatten und bann gegen Ende des Monats nach San Jos6 m Costarica zurückkehren, um Den mit Dem Zeppelin Dort eintreffenhen Ersatzpropeller in Empfang zu minifterium hat in Der neuen ©efinft über tommenDe deutsche Strafrecht (Verlag Franz Bahlen) wichtige Leitsätze über das System der Strafen aufgestellt, die nach der Ansicht ihres Verfassers im künftigen Recht geltend sein sollen. Die Todesstrafe soll beibehalten werden. Das neue Strafrecht müsse auch die V oll st re k- tung dieser Strafe regeln. Italien sieht Erschießen vor, Polen Erhängen, der französische Entwurf von 1932 das Fallbeil. Nach deutschem Empfinden sei Das Erhängen d i e schimpf 11 ch sie Fo r m Der Vollstreckung, Dem trägt Das Gesetz vom 29. März 1933 Rechnung (Lex Lübbe), wonach Die Regierung Das Erhängen anorDnen kann, wenn Die Straftat sich gegen Die öffentliche (öidjerljett richtete. Wollte man Dem Empfinden der Mitwelt entsprechen, müßte die Hinrichtung öffentlich vor sich gehen; dagegen sprechen jedoch naheliegende Gründe. Ministerialrat Rietzsch gelangt zu Dem Ergebnis, daß Das Erschießen dem M i I i t a r - ft r a f r e d) t, Dem Kriegsrecht unD Dem A u s- nahme recht oorzubehalten sei. Als R e g e l- form solle die Enthauptung weiter gelten, wobei die Frage, ob das Handbeil oder das Fallbeil benutzt werde, eine mehr praktische Bedeutung höbe Der Verfasser erwägt sodann die Frage, ob hem Aum Tode Verurteilten das T r i n k e n e i n e s elf b" ch-rs V ft ° tt e t werten foltte ober ob man ihm in Au-nahm-sallen - 'ne Schuß, mässe bereit stellen solle. So konnte der Verurteilte die Strafe an sich f e l b ft vollziehen. Die Voraussetzung wäre allerdings das Vorhandensein eines schnell, zuverlässig und schmerzlos wirkenden Giftes. Mit der Möglichkeit, die Strafe an sich selbst zu vollziehen, käme der alte Gedanke zu einem Recht, einem zum Tode Verurteilten einen werden müssen. m Ax „ „ „ ■ _ Die Unterscheidung d oin ®ef an0nis und Zuchthausstrafe soll bestehen bleiben. Die Haftstrafe wird für Die große Mehrzahl der aus a D Jt ä f f i 0 f egegangenen ©trab taten vorzusehen sein, aber nicht f d aus fahrlässigem HanLeln entstanden s (s 3- bei Gefährdung von Menschenleben usw^ Ein besonderer Ab chmtt gilt Den <5 trän“) ar funaen Die Strafrechtskommission, habe erwo- q^di- in Kombination aller Schärfungen ver- äugte Zuchthausstrafe zueiner besonderen S.ra - r V, "bnsie rifh feinere Unter cheidungen IN Der Araxis'nur allzuleicht verwischen. Die Sommtlfioe habe ferner die Einführung emer weiteren Frev heitsstrase, der „Zwangsarbeit ober „Fron erwoaen Die Zweckmäßigkeit einer derartigen Strafe sei jeboch eher zu verneinen. Dagegen werde die Zwangsarbeit im Freien als eine F o r m beä Vollzugs der Zuchthaus st rase emp- nehmen. Lin heihluftballon mit Passagier 800 TNeter hoch. Auf Dem Flugplatz Der Eberswalder Fliegerorts- gruppe in Finowfurth hatten sich zahlreiche Inter- eHenten zum Aufstieg eines Heißluftballons Der« sammelt. Es.handelte sich um einen Ballon, der nicht wie üblich mit Gas gefüllt wird, sondern feinen Auftrieb durch heiße Luft erhält, die mittels einer mit Rohöl gespeisten Heizanlage erzeugt wird. Es handelt sich Dabei aber nicht um eine Rückkehr zu Den Anfängen her Luftfahrt, zu der Montgolfiere. Der Unterschied zwischen dem Brun- nerschen Heißluftballon "“D d:- ha- st'eht darin, daß jener eine regulierbare Dauerheizung erhält, demnach auch beliebig lange in der Lust bleiben kann. Die Montgolfiöre hingegen wurde bekanntlich am Boden solange mit Stroh und anderen Brennmaterialien geheizt, bis sie aufsteigen konnte. Erkaltete dann die Luft, fo kam der Ballon allmählich wieder zu Boden. In der Gondel Des Ballons, der 1500 Kubikmeter groß ist, nahm der Erfinder, der Oesterreicher Brunner, Platz. Der Ballon erhob sich langsam und erreichte in kurzer Zeit ein Höhe von 600 bis 800 Meter. Er trieb über Finow und später über Eberswalde, wo sich die Passanten in Den Straßen stauten, um Die leuchtende Kugel, die langsam nach Osten trieb, zu bewundern. Nachdem der Ballon 30 Minuten in der Die wir jetzt gelernt haben, f ast rote selbstver- tänhlid) hinzunehmen, eröffnen in gewissem Sinne eines Der Kapitel Der moDernen Geschichte. Ich hege Den Glauben, daß alles, was Deutschland in irgendeiner Weise nutzen kann, der ganzen Welt zugutekommt. Gelingt es Hitler, seinem Volk Frieden, Ordnung und Wege gu jener gesitteten Entfaltung zu erschließen die der Krieg auf der ganzen Welt in weitem Umfange vernichtet hat, so tut er damit Gutes, nicht allem ur fein eigenes Bott, fondern für bi e gesamte Menschheit. Deutschland kämpft für seine Befreiung von den frevelhaften Bestimmungen des Versailler Vertrages und für feine Erlösung von der boshaften Unterdrückung und Einschnürung, denen es unterworfen ist, unterworfen von Polkern, die in ihrer Selbstsucht und Kurzsichtigkeit nur Feindschaft für Deutschlands Erfolge übrig haben, der in Wirklichkeit nichts anderes ist als em Kampf, । her von allen freiheitsliebenhen Volkern mit ocr« | stcmhnisooller Teilnahme verfolgt werben sollte. In hen Salzburger Bergen ereignete sich eins furchtbare Bluttat. Zwei Burschen brangen in Die St. Pöltener Hütte auf Den Felsentauern ein unb schossen den Hüttenwirt Fritz Steinberger, der sich ihnen entgegenstellte, und das Vor« tandsmitglied her Sektion St. Pölten des Deutschen und Oesterreichischen Alpenoereins Pirtl nieder. Beide waren auf der Stelle t o t. Die beiden Mor- der eröffneten darauf auf die anwesenden Gäste ein rasendes P i st o l e n f e u e r. Mehrere Touristen, darunter ein Holländer, sanken schwer Der letz t zu Boden. Hieraus flüchteten die Verbrecher. Fünf Stunden nach der Tat konnten die beiden Täter, ein 17jähriger und ein 23jähriger Bursche aus Der Steiermark, oerhaftet werden. Sie sind geständig und behaupten, die Tat im Rausch begangen zu Die Luftdruckoerhältnisse haben sich nur wenig geändert. Immer noch Derbleibt Deutschland an der Südseite der nordwestlichen Störung, so daß bet Zuführung ozeanischer Lust bas Wetter weiterhin etwas unbeständig bleibt und oereinzelt Gewitter- Störungen ober gewittrige Nieberschläge auftreten. Aussichten für Freitag: Dunstig unb be- wölkt mit Aufheiterung, im ganzen warm. Der- einzelt auftretenbe gewittrige Nieberschläge. Aussichten für Samstag: Weiterhin etwas wechselhaftes Wetter mit vereinzelten Schauern, kühler. Lufttemperaturen am 22. August: mittags 28,9 Grab Celsius, abends 19,4 Grad; am 23. August -- - ~ *- onr'—!----- on 1, Minimum — — fürdie grosse Tube rULr ^hinsichtlich der Volksabstimmung vom 19 August äußerte sich Hearst u. a. rote folgt. „Eigentlich kommt das Resultat einer einstimmigen Willensäußerung gleich. Diese überwältigenden Majoritäten, mit benen Herr Hitler als erster die Welt in Staunen versetzt hat, unb | Der Kampf um die Arbeitsfreude. Gespräch mit einem fortschrittlichen Betriebsführer*. t Ein sauberer Treppenaufgang, wie man ihn nicht in allen Geschäftshäusern findet, führt mich zwei Treppen hoch in den Kundenraum einer großen Fahnenwerkstatt. Man hat mir erzählt, daß der Betriebsführer ein alter Parteigenosse sei und seine Arbeitsräume im Sinne des Amtes für „Schönheit der Arbeit" ausgestattet habe. Er war auf meinen Besuch nicht vorbereitet und meinte halb vorwurfsvoll: „Ja, wenn Sie mir das vorher gesagt hätten, dann hätte ich doch..." Aber das wollte ich gerade vermeiden, ich will mir die Räume nicht so ansehen, wie sie eigentlich gedacht sind, sondern so, wie sie in Wirklichkeit sind. Und es ist eine recht erfreuliche Wirklichkeit, die mich umfängt: Große, hell, aber nicht zu grell tapezierte Räume, Fenster, die durchwegs eine volle Zimmerbreite einnehmen, Licht, Farben... ich muß unwillkürlich an eine sehr gut gehende Papierfabrik denken, die ich tags zuvor besuchte, und deren Arbeitsräume unsauberen Mauselöchern glichen. „Die luftigen Sonnenschutzgardinen brauchten sie ja nur ihrem Lager zu entnehmen", sage ich. Aber ich kenne die Holzwarenwerkstätten, in denen die Arbeiterinnen auf unbequemen und wackligen Stühlen sitzen. Der Betriebsführer lacht: „Ich bilde mir gar nichts auf meine bunte und helle Werkstatt ein. Ich habe selbst die größte Freude daran, zwischen frohen Gesichtern zu arbeiten. Mit etwas gutem Willen geht alles. Das hat nicht viel Geld gekostet, und seitdem ich die Fenster'verbreitern ließ, freue ich mich jeden Tag, an dem ich hier arbeite, an dem kostenlosen ,Licht- und Luftbad'". Dann erzählt mir der Meister, wie er sich die praktische Auswertung des Leitsatzes von der „Schönheit der Arbeit" denkt: „Sehen Sie, da habe ich drei Arbeiterinnen eingestellt, die jahrelang bei schlechter Heimarbeit in dunstigen Kellerwohnungen hausen mußten. Gerade die schlechten Wohnungsverhältnisse so vieler Mitglieder der Gefolgschaft machen es dem Betriebsführer zur Pflicht, Arbeitsräume zu schaffen, die freundlich ausgestattet, vor allem geräumig sind und deren Farbtöne dem Auge keinen Schmerz zufügen. Ich habe viel helles Grün verwandt und übrigens — wie Sie sehen — auch lebendes Grün." „In Ihrem Gewerbe werden doch zu einem großen Prozentsatz Heimarbeiterinnen beschäftigt? Wie halten Sie es denn damit?" „Im Sinne des Arbeitsbeschaffungsplanes des Führers habe ich alle Mitglieder der Gefolgschaft fest angestellt. Das System der Heimarbeit verleitet oft zum Zahlen unsozialer Löhne. Das Schlimme daran ist, daß die Heimarbeiterin zu sogenannten Scheinoerdiensten kommt. Sie beschäftigt Ver- wandte, die Erwerbslosenunterstützung beziehen und kommt selbst, wenn sie die verdiente Summe durch die Zahl der Mitbeschäftigten dividiert, oft zu lächerlich geringfügigen Verdienstziffern. Sie merkt so gar nicht, wie wenig sie verdient, und so führt sie den Arbeitgeber zu unsozialen Lohnzahlungen. Arbeit muß menschenwürdig sein, sie gehört nicht ins Heim, sondern in die Werkstatt. Dann ist Arbeit schön und erhöht den Menschen." „Ich sehe, daß Sie Ventilatoren einbauen lassen." „Ja, das ist nun freilich etwas kostspieliger, aber dafür habe ich es auch als letzte Maßnahme gewählt. Die Haupterfordernisse bleiben Raum, Licht und Farbe. Ganz abgesehen von der Sauberkeit, die Schönheit erst schön macht. Außerdem zahle ich meinem Hausherrn eine monatliche Mehrgebühr für die Pflege des Treppenhauses. Ich meine, es macht einen Menschen froh, wenn ihm schon auf dem Wege zur Arbeit bewußt wird, daß er nicht nur als Arbeitskraft, sondern auch als Persönlichkeit gewertet wird. Die Treppe ist die Visitenkarte des Betriebes. Meine Arbeiter sind meine Volksgenossen, die den größten Teil des Tages in meinem Betriebe tätig sind. Sie müssen heimischer werden, wenn sie nicht eine Abneigung gegen die Arbeitsstätten empfinden sollen." „Sie haben doch große Fenster, wozu brauchen Sie eigentlich Ventilatoren?" „Nun, sehr einfach, im Winter wird die Luft nicht gerade besser, wenn in ihrer Wärme viele Menschen nebeneinander arbeiten." „Wie steht es bei Ihnen mit der Garderobe?" „Ich habe geräumige Spinde bauen lassen. Das Ankleideraumproblem ist in meinem Betriebe leichter zu lösen als in Fabriken, deren Werkgang viel Staub verursacht. Aber auch dort müßte man dazu übergehen, die häßlichen, engen Spindchen, die „Ja, ich wollte Sie schon fragen, haben Sie denn Ihren Arbeiterinnen eine Art Wintergarten einrichten wollen?" — „Das nun gerade nicht, aber in den Arbeitsraum gehören Blumen, soweit sie nicht durch schädliche Einflüsse verderben. Die langen, öde wirkenden Räume einer Textilfabrik — beispielsweise einer Spinnerei — erhalten Blickfänger für das Auge, freundliche Punkte, die das Beklemmende eines eintönigen Arbeitsraumes auslösen können. Das Neroentötende, Monotone wird aufgehellt und verliert feine schädliche Wirkung auf die Seele des Arbeitenden. So fällt mir immer eine große Spinnerei auf, die die gesamte Gebäudefront mit Hunderten von Blumenkästen geziert hat. Und so habe ich jeder meiner Arbeiterinnen erlaubt sich Grünpflanzen und Blumen mitzubringen. Einige haben es in der Pflege ihrer bunten Lieblinge recht weit gebracht. Manche hat mir schon verraten, wie sehr sie sich jeden Morgen freut, in ihrer luftigen und freundlichen Werkstatt am Stickrahmen oder an der elektrischen Nähmaschine zu sitzen und der unfreundlichen Enge ihrer Wohnung entronnen zu sein. Die Arbeitsfreude beginnt schon auf dem Wege zur Fabrik." * Von der Bezirksleitung der Deutschen Arbeitsfront Hessen, NSG. „Kraft durch Freude", wird uns dieser Beitrag zur Veröffentlichung übermittelt. D. Red. tofbröxjl- «UM E 'M W Blumenkohl* Einm&chqurken jeden Schmutz durchlassen und oft im Arbeitsraum selbst aufgestellt sind, abzuschaffen." „Wie denken Sie sich die wirtschaftliche Seite Ihrer Bestrebungen? Erhöhen Sie durch diese Maßnahmen auch die Arbeitskraft?" „Ich finde es falsch, wenn ein Betriebsführer die Schönheit der Arbeit von rein wirtschaftlichen Erwägungen bestimmen läßt. Das erinnert stark an die egoistischen Prinzipien der liberalistischen Rationalisierung. In freundlichen und sauberen Räumen wird ein Arbeiter seine Arbeit mit frohem Sinn lei st en. Der Deutsche ist bekanntlich ein ausgesprochener Qualitätsarbeiter. Er gibt auch unter unwürdigen Verhältnissen sein Bestes her. Ein nationalsozialistischer Betriebsführer darf einer solchen Erwägung nicht Raum geben. Für ihn muß oberste Pflicht sein, mit frohen Volksgenossen sein Werk gemeinsam zu vollenden. Je weniger wird bei den einzelnen die Arbeitskraft erlahmen und um so weniger wird kameradschaftlicher Geist seinen Einzug halten." „Stellen Sie auch Rundfunkapparate in den Arbeitsräumen auf?" „Jawohl, und zwar aus zwei Erwägungen: Erstens bin ich der Auffassung, daß es nur ganz wenige Arbeitsvorgänge in den Fabriken gibt, denen Rundfunkmusik abträglich sein könnte; im allgemeinen kann die Arbeitsfreude nur gehoben werden. Zweitens aber ist für einen Betrieb heute unerläßlich, durch die Aufstellung von Rundfunkapparaten wichtige Reden der Gefolgschaft zu vermitteln." Ich ging und dachte: So wie dieser wahrhaft sozialistische Betriebsführer müßten alle Betriebsführer denken, dann ist die nationalfozialistischs Idee und besonders die Ziele des Amtes „Schönheit der Arbeit" bald in die Tat umgesetzt. HW nein Mirabellen •Äpfel •‘Pflaumen William Veebe frittiert auf dem Mrresbofren. Die Wunder der Tiefsee — gesehen aus der Taucherkugel der amerikanischen Naturforscher. Schon in den Zeiten des Altertums, ja der Vorgeschichte, und später im Mittelalter haben wagemutige Männer aller Völker und Rassen es immer wieder unternommen, den geheimen Kräften und Wirkungen der Natur auf die Spur zu kommen. Die fortschreitende Technik unserer Zeit hat diese Versuche weiter vorgetrieben. Die Menschen sind im Laufe der Zeit bis in die tief st en Tiefen der Erde eingedrungen, sie haben f a st alle Gipfel der Welt bezwungen, sie haben mit ihren künstlichen Riesenvögeln die Pole überflogen, sie überqueren in wenigen Stunden Kontinente und Weltenmeere. Nachdem erst in diesen Tagen die Zeitungen von den verschiedenen Starts in die Stratosphäre gemeldet haben, lesen wir nun auch von dem gelungenen Versuch des Amerikaners Dr. William Beebe, der Baty- shäre ihre Geheimnisse abzuringen. Es ist dem Forscher gelungen, östlich der Nunesuch-Jnsel, die zu den Bermudas gehört, mit einer Taucherkugel in einer Tiefe von 9 0 0 Meter vorzudringen. Die 199 Minuten seines Aufenthalts auf dem Meeresboden der Tiefsee wurden nach seinen Schilderungen zu einem einzigartigen und wunderbaren Erlebnis. Fassungslos hatten die Männer der Besatzung neben dem Zahnrad der Drahtrolle auf dem Kutter gestanden, als das Seil ablief. Nach den Karten mußten die Taucher längst auf Grund gekommen sein. Immer noch rollte das Seil ab, 2000. Fuß, 2300, 2500 und 2510. Jetzt kam das Signal „Stop" aus der Tiefe. Weitere Befehle folgten, das Licht mußte eingeschaltet werden, die Sekretärin mußte mit dem Stenogram m b l o ck an die Hörmuschel des Telephons. Und dann diktierte der Forscher aus lebendigstem Erleben all das Wunderbare und schier Unfaßbare, was er dort in der Tiefsee zu schauen bekam. I Strahlenbrechungen des Lichtes in den verschiede-1 nen Tiefen, die seltsamsten Tiere, leuchtende Fische,! riesige und nie zuvor gesehene Meerbewohner — Beebe kurbelte dabei wie wild darauf los, und wenn die Aufnahmen geraten sind, dann werden dem Wunderland der Tiefses tausend neue Geheimnisse entrissen sein. Die Wissenschaft wird vor neue Aufgaben gestellt werden. Diese Versuche des Amerikaners krönen eind langjährige stille und zähe Arbeit. Seit dem Jahrs 1930 war er mit dem Problem des Tieftauchens beschäftigt. Zuerst wurden 800 Fuß erreicht, und alle Welt sprach damals schon von einem großen Erfolg — eine Tiefe, die heute allerdings von Tauchern in Spezialanzügen ohne weiteres erreicht wird. Schon zwei Tage später gelang es Beebe, 1420 Fuß tief zu tauchen. Da erklärten die „Fachleute", daß es nun Schluß fei. Vier Jahre später ist er nun über 2500 Fuß hinabgetaucht. In seiner „Tiefseekugel", rund wegen des ungeheuren Drucks, der gebrochen werden muß, knapp zwei Meter Durchmesser, mit vier Fenstern aus 7,5 cm starkem Quarzglas und je 20 cm Durchmesser. Nur die Kugel kann es statisch verhindern, daß die Menschen mit ihrer ganzen schönen Erfindung unter der Last des Wassers nicht einfach erdrückt werden. Die Kugel wurde übrigens von dem Begleiter Beebes, Ortis B a r t o n , unter der Bedingung konstruiert und gebaut, daß er an dem Tauchversuch teilnehmen dürfe. So werden die Forscher auch unserer Tage nicht ruhen und rasten, der Natur ihre (3e* heimnisse abzulauschen zum Segen der Menschheit. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. D Wiv zahlen hohe Provision bei wöchentl. Vor- auszahl.aneingeführt.Bertreterün) mit großem Kundenstamm z. Berk, uns. bek. „Rhenania - Bestecke" in Stadt- u. Landkreis direkt an Private. Zahl.-Erleicht., günst.Preise. Berk.-Unterstiitzung. Ang. an: Vüui Burger. Rhenania-Siiüerroaren, vüsselvorf. Wiim Strotze 5 4802V Werks-Apotheke Alles für die Jeder Handwerker braucht in seinem Betrieb unbedingt eine Werks-Apotheke. Wie schnell ist etwas passiert und dannsinddiewichtigstenVer- bandstoffe nicht zur Hand! Werks -Apotheken setze ich Ihnen in jeder Preislage und für jeden Betrieb richtig zusammen. — Lassen Sie sich bei mir Auskunft geben. Drogerie 4863a Kreuzplatz 10 | Stellenangebote| Lehrling mit ausgeprägt. Neigung u. Veranlagung f.Tech- nik für den aussichtsreich.Büro- maschin.-Mecha- niker-Beruf von Gießen.Svezial- werkstatt gesucht. Lchr.Angeb.unt. 4872D a.d.G.A. 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ZrveckSBekampsungoer Schwarzarbeit können ArbeitS'Aoge. bote von Handwerkern nur mit Ramensnew nung u. unter Vorlage d esSewerbenachweises ausgenommen werden. Derlag bedSiebeuerAnzeigers Lw. E. 25 (a) /1934 Beschluß. lieber den landwirtschaftlichen Betrieb des Ludwig Sommerlaö II. und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Kern, in Diefeck wird das Entschuldungsver« fahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhältnisse vom l.Juni 1933 heute um 9 Uhr 30 Minuten eröffnet. 4866D Die Landesbauernkasse Rhein-AIain-Neckar e. G. m. b. h. in Frankfurt tu 211. wird zur Entschuldungsstelle ernannt. Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 15. Oktober 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Absatz 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnac^teile. Gießen, den 20. August 1934. Hessisches Amtsgericht. Bücherfürden Naturfreund und Wanderer Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm.VonK.O.Bartels.164Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben u. ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin. Preis kartoniert RM. 3.90, gebunden RM. 4.80 Waldweben.DieLebensgemeinschaftdesdeutschenWaldes in Bildern. 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext v.K.Gerhard u.G. Wolff. Ganzleinenband RM.4.80 Umgang mit Mutter Grün. Ein Sünden- und Sittenbuch von W.Scnoenichen. BroschiertRM.3. —, gebunden RM.4.— Die deutsche Landschaft. Von E. L. Schellenberg.... .................Broschiert RM. 2.-, gebunden RM. Z.- Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag > Berlin-Lichterfelde b t t) it 18 re 15 lb !1l U’ ht e, h' er ei- '/! i * n ir er ie 5, rf I» r t. fr ?n tf, ir I B I ■ 9V 56 en bot r. .0 ib- ih» irrt- ite )D G. gs- lm er- cen M des ile. r । 0 h ie Donnerstag, 25.2luguftl954 Gletzenei Anzeiger (Generat-Anzelgel sm Gberheyen) Ur. |96 Zweites Blatt sicherung eine Neuordnung der Steuergesetzgebung Die sozialpoltüsche MWederung der Saar. I schon das Betriebsrätegesetz nicht eingeführt, ge- ^on Prof. Dr Bruno Hauecfer dasSchlich- bestimm ieM E ?s?dleL: SW™ stehen rund 40 000 Arbeitslose Während im letzten Jahre in fast allen Industrie- ' . -rr crv . r . r______ S z>v- QfQi v-Hrr otnAP; Wotan oder Hans Sachs, bilde zusammen das cL muß wohl höchste Wonne sein. men wird die Erteilung von Aufträgen aus dem Reich an das Saar gebiet sein. Während mit dem Anwachsen der französischen Wirtschaftskrise die Ausfuhr des Saargebiets nach Frankreich mehr und mehr sinkt, ist der deutschsaarländische Warenhandel seit Anfang 1933 wieder dauernd gestiegen. Gegenüber einer wertmatzi- gen Einfuhr von erst rund 89 Millionen im Jahre 1932 betrug die Einfuhr des Saargebiets nach dem Reichszollgebiet 1933 bereits rund.116 Millionen Mark. Im ersten Vierteljahr 1934 ist die Ausfuhr dann weiterhin gestiegen, und zwar rnengen- mäßig um 43 v. Sy, wertmäßig um 31,2 v. Sy Wahrend Frankreich Saarfirmen von Subventionen ausschließt, die Kohlenerzeugung zu Gunsten der französischen Produktion drosselt, während französische Kreditgeber ihr Geld rücksichtslos zurück- marktes hat sich seit'dem Kriege katastrophal verschlechtert Rund 142 000 beschäftigten Arbeitern w ealvrL r.J,V7 rnnh zlO O(lß ylrbe ts o e deutschen Dersicherungstrager weist bestehen sollten. Dieser^Auffassung '.s^e^Rey vorausgehen muß. .., , x , Völlig im Rückstand befindet sich auch das saar- und 24, daß die im Saargebiet bis zum 11. November 1918 gültigen Sozialversicherungsgesetze auch nach der Abtrennung in Kraft bleiben sollten. Die Neichsregierung hat diese Bestimmungen so ausgelegt, daß nicht nur die A n s p r u ch e der Versicherten unangetastet bleiben, |n"- dern daß sie auch gegen die früheren 9 Ebenso ist die Arbeitslosenversicherung im Saargebiet bisher nicht eingefuhrt worden Die Betreuung der Arbeitslosen durch die Organe der Erwerbslosenfürsorge erfolgt 311 jroet Sechsteln zu Lasten der Gemeinden, zu wer Sechsteln au Lasten der Regierungskommission, die ihre Zu- O. .... . v < . -j.i innhprn nnm hpm Wir versuchen gemeinsam, die Rechnung aufzustellen wie oft jeder den „Sachs" verkörpert hat. Und dabei stellt es sich heraus, daß Kammersänger Rudolf Bockelmann gerade in diesen Bayreuther Festspieltagen zum hundertsten Male „Hans Sachs" war. „Wußten Sie das, Herr Kammersänger?" ,Ach ja, ich dachte schon eine ganze Weile daran. Und eine Weile wollte ich in diesem Jahre gar keine Auslandsverpflichtungen für die „Meistersinger" übernehmen; ich fürchtete, es könne dann so kommen, daß ich meine Lieblingsrolle zum hundertsten Male gerade in der Fremde singen mußte. Ich wünschte mir aber, daß dies private festliche Ereignis sich doch in Bayreuth abspielen mochte. Nun ist meine Hoffnung in Erfüllung gegangen. In auf. Professor Henry Faifirld Osborn, Präsident des American Museum of Natural History in Neuyork, des größten naturwissenschaftlichen Museums der Welt, ist von der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt zum Ehrendoktor ernannt worden. Die Ehrung gilt dem hochverdienten Gelehrten, der die Kenntnis der Vorwelt durch ebenso gründliche wie großzügige Forschung gefördert und die Entwicklung des Lebens mit weitausblickender Ueberschau zu sehen gelehrt hat. Professor Dr. Waldemar Mitscherlich, Ordinarius für wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität Göttingen, hat einen Ruf an die Universität Halle erhalten und bereits angenommen. Professor Dr. W. W i l m a n n s, Ordinarius für landwirtschaftliche Betriebslehre an der Universität Jena, erhielt einen Ruf an die Universität Leipzig. zöfifchen Besitz übergegangen sind, Zuschüsse überhaupt nicht mehr gegeben worden. Wenn heute rund 36 v. Sy der Bergleute im eigenen Hause wohnen, so ist dies das ausschließliche Verdienst der preußischen Bergwerksverwaltung. Wenn auch die Abstimmung erfolgen wird nach dem unwägbaren Gesetz von Blut und Boden, wenn demgemäß die wirtschaftlichen und sozialen Motive beim Abstimmungskampf nur eine untergeordnete Rolle spielen, so wird doch die Genugtuung und Freude des Saarvolkes über seine Rückkehr zum Mutterland gesteigert werden durch das Bewußtsein, zurückkehren zu können m das sozial fortschrittlichste Land der Welt! Die Tafelrunde der „Meistersinger". Bayreuther Gespräche mit drei „Hans Sachsen". Bon Ernst Wesner. Bayreuth, im August 1934. Scknver ist die Trennung von der „Festwiese im dritten Akt der „Meistersinger von Nürnberg , wie sie- im Festspielhaus m Bayreuth geboten wird. Immer wieder brandet der tosende Beifall gegen den Vorhang, obwohl jeder oun J)em Bayreuthe Gesetz weiß" das die „Vorhänge wie es in der Theaterjprach? heißt, verbietet Und stehe - Regel Güte man daran erwägt, daß I» mal eine Ausnahme vertragt — gegen alk Ueberlief runa hebt sich noch einmal der Vorhang, aber nicht die einzelnen Träger der führenden Rollen zeigen sich,sondern das "ganze Bild wird noch einmal ct.-ir hie Bayreuiyer wunuti umu gelassen sie sind der natürliche Mittelpunkt des Wns der Stadt, der Anziehungspunkt für die Besucher. Wenn man Glück hat, gelangt man nach der Festvorstellung an die Tafelrunde der Meilterfinge r". Nun sitzen sie ab geschminkt, ohne altdeutsche Gewänder barb unb schmucklos, am liebsten m der des Bayernlandes — also in „Krachledernen und mit „Jan- kerl" - beisammen, und es versteht sich von selbst, daß sie nicht allein bleiben. ,, Wenn man es daraus anlegt, kann man danicht einen Hans Sachs, sondern glelch mehrere zu Gesicht bekommen. Denn Bayreuther Brauch 'st es, jede Rolle sogleich mehrfach zu besetzen - emma um keinen der Künstler zu . stark w Anspruch zu nehmen, zum anderen, um für aUe lnoglichen Fall gerüstet zu sein. Heute traf es sich 6"^ den liebenswerten Hans Sachs - „Mister Sachs nennen ihn die von allen ausländischen Besuchern Zahlenmäßig am stärksten vertretenen Engländer und Amer - kaner — gleich in dreifacher Gestalt m der Tast - runde der „Meistersinger" vorzufmden Rudolf Bockelmann, Jaro Prohaska Wilhelm Rode sitzen nebeneinander beim Schoppen, nach dieser sängerischen Leistung des Abends hl 1 verdient erscheint. ... (Y?nn_ „Ja, der Sachs ist gewiß die umfassendste R , die wir in der deutschen Oper haben. Ich habe m ch einmal daran gemacht, sie, nur mit Klav - gleitet, hintereinander zu singen, ich sollte m,r vor es sollte einmal der Versuch gemacht werde , s als eine einzige ununterbrochene Sangeslelstung zu geben. Wissen Sie, wieviel Zeit das m Spruch nimmt? Fast zweiundeinehalbe Stunde kommt bei heraus!" So erzählt Rudolf Bocke l Darauf bin ich noch nie gekommen Aber das Rechenexempel beweist wohl auch dem Bf ch , der die physische B e a n s p r u ch "9 Sängers stets als selbstverständlich und nicht weiter verwunderlich hingenommen hat, daß er dem da oben auf der Bühne, der ihn erfreut, die rechte Die (Saarland in Gehen. In der Nacht zum Sonntag passiert der Hauptlauf 2 der Saarland-Treuestaffel unsere Stadt. Die Läufer des hauptlaufes werden um 2.21 Uhr in Gießen eintreffen und den Lauf nach fünf Minuten fortsehen. Zu dem Hauptlauf werden vom hoherods- topf, von Vilbel und außerdem von Kassel Neben- täufe gestartet, die in Gießen auf den haupttauf 2 treffen werden. Durch Gauoberturnfvart Paul wird der Treuebotschaft an die Saarbevölkerung eine ooji der Stadt Gießen gestiftete Urkunde beigefügt werden, die ein Treue- getöbnis der Stadt Gießen zum Führer darstellt. Auf die Streckenführung der Staffel im Gau XII in unserer engeren Heimat Oberhessen und besonders auch in Gießen kommen wir noch zurück. Achtung Üutibfunff)örer! 3ur Vorbereitung der Saarabstimmung bringt der gesamte deutsche Rundfunk am heutigen Donnerstag in der Zeit von 17.30 bis 17.45 Uhr einen Vortrag zu dem Thema „Die Berechtigung zur Saarabstimmung". Die Feste Ehrenbreitstein, der Schauplatz des St°at-°ktes der Reichsregierung bei der ü Saarkundgebung am 26 August. Berlin fange ich mit meiner neuen Hunderterreihe an in anderen Städten werde ich sie vor der unendlich großen Zahl der „Meistersinger"-Freunde fortsetzen können. Dann wird der zweihundertste Hans Sachs hoffentlich wieder in Bayreuth fein, dazu werden die anderen Sachs-Darsteller mir wohl einen Abend lassen!" „Die anstrengendste, aber auch die schönste Rolle'" So versichern alle drei Sänger. Ueberein- ftimmenb stellen sie fest, daß sie, nicht nur, weil es sich um den letzten Austritt des Festabends handelt, mit besonderer Freude jedesmal fingen: „Zerging in Dunst das Heil'ge römische Reich, Uns bliebe gleich die heil'ge deutsche Kunst! £)od)fd)ulnachncbten. Zum Ordinarius für Zoologie an der Technischen Hochschule D a r m ft a b t ist ber Direktor ber zoologischen Sammlungen bes Hessischen Lanbesmuse- ums unb a. o. Professor an ber Technischen Hochschule, Dr. Th. L i st ernannt worben. Der orbentliche Professor D. Karl Bornh aase n an der Universität Breslau ist mit Wirkung vom 1. November b. I. an bie Philosophische Fakultät ber Universität Frankfurt a. M. versetzt worben unter Verleihung einer planmäßigen orbentlichen Professur unb mit ber Lehrverpflichtung für religiöse Philosophie und systematische Theologie. Professor Bornhausen nimmt seine Frankfurter Lehrtätigkeit mit Beginn des Wintersemesters der reichsgesetzucyen iöc|tnnmungen uutt krankheiten, durch die Nichtanerkennung ber Jßege- Unfälle als Berufskrankheiten sowie durch die geringere Entschädigung hochgelohnter Arbeiter m der saarländischen Unfallversicherung entstanden sind. Erhebliche Unterschiede weist auch die Knappschaftsversicherung auf. Im Saargebiet gilt noch das preußische Knappschaftsgesetz, das teilweise medri- gere Renten vorsieht als das Reichsknappschaftsbringen, bereitet das Deutsche R eich die Erschließung neuer Gruben im Warndtgebiet, die Instandsetzung der alten Gruben, die Anlage eines Saar-Rhein-Kanales, die Ferngasversorgung der Rheinpfalz durch die Saar, die Abnahme von elektrischem Strom usw. heute schon vor. Die Arbeitsgemeinschaft der drei thüringischen Jnbustrie- und Handelskammern hat trotz der schwierigen Lage der eigenen Industrie zu vermehrter Auftragvergebung an die Saarwirtschaft öffentlich aufgerufen. Für den Fall, daß Frankreich nach der Rückgliederung seine Grenzen gegen die Saarkohle völlig sperren sollte, ist der Absatz der überschüssigen Kohle nach Deutschland sichergestellt. Schließlich wird es noch gelten, nach ber Rückkehr bes Saargebietes zum Reich all bas nachzuholen, was in ber Wohnung s- unb Sieb- lungspolitit seit 1919 versäumt worben ist. Für Gebäubeinstanbsetzung, vorstadtlsche Kein» sieblung, Altstabtsanierung, den Bau von Kleinwohnungen, ben Eigenheimbau ist seitens ber Regierungskommission so gut wie nichts geschehen Währenb ber preußische Bergfiskus zur Errichtung bergmännischer Eigenheime bis Enbe 1918 6,2 Millionen Prämien geschenkt unb 9 Millionen unverzinslicher Darlehen zu ben günstigsten Bebingungen zur Verfügung gestellt hat — womit runb 80Ö0 eigene Bergmannshauser errichtet werden konnten —, sinb, seitbem bie Gruben m sran- Anerkennung zollen sollte. Kammersänger Wilhelm Robe, der m em Jahre in Bayreuth angesichts ie'n%^‘rne ftanb' pflichten in Berlin gern nur in der Reseroe stand bestätigt die Anstrengung der »Sachs » fugt hinzu, wie hier erschwerend Ibiefe Parti was heute abenb vielleicht sehr gut war, wuß für die nächste Aufführung immer noch em bißchen besser sein. Manchem unter uns mag bas beim ersten Bayreuther Austreten zunächst unverstanb- lich sein, nach kurzer Zeit hat er es elngesehen. Unb wenn ich in Wien ober in anberen Stabten den „Sachs" singe, mache ich es mir nicht leichter. Bockelmann stimmt zu: „Ach, bas ist ein be- sonberes Kapitel — biese Aufführungen ber großen Wagner-Opern in ben Weltstabten! Wenn mir als Gäste bort eintreffen — ich bin ja in ber letz- ten Zeit, übrigens auch mit Wilhelm Furtwängler zusammen, viel braußen unterwegs ! gewesen — so ist bas erste Enttäuschenbe, baß man sich mit recht umfangreichen Kürzungen absin- ben muß. Zum Teil sinb ba Vorschn.ten bes Gesetzgebers bie Ursache, . bie verlangen, bah bie Bühnen erst zu recht später Abenbstunbe beginnen - ba ist benn fünf Stunben Oper vielleicht wirk- sich zu Diel. Aber doch schmerzt jede Kürzung die Einheitlichkeit bes Werkes wirb außerorbentlich in Frage gestellt." — Ein anberer Hans Sachs fahrt fort- Unb ber Zuhörer wirb um eine Reihe von wichtigen Schönheiten bes Werkes geprellt, bie man schon aus Freube an bem Glück, sie vermitteln zu können, nur ungern fallen laßt Es gwt bei ben „Meistersingern" zwei ober höchstens brei Möglichkeiten, eine Kürzung vorzunehmen aber wir nehmen sie nur in Anspruch, wenn ich als Hans Sachs" fo inbisponiert wäre, daß es m Frage gestellt würbe, ob ich burchhalte Denken Sie an bie zweieinhalb Stunben, bie Rubolf Bockelmann herausgerechnet hat." „Ich habe bisher immer burchhalten können" sagt Kammersänger Jaro Prohaska, „aber vielleicht sang ich bie Partie boch noch nicht so oft rote bie anberen „Hans Sachsen" rungskommission bes Saargebietes indessen nicht beigetreten Nach ihrer Meinung sollten die env I sch agilen Paragraphen nur die Rechte der Versicherten schützen. Im übrigen aber sollte es dem Saargebiet unbenommen sein, eigene Versiche-. rungsträger zu errichten Gestützt auf diese Aus-1 iegung hat der französische Staat bann als Besitzer gT der Saargruben mit Verfügung vom 30. Januar 1920 eine bejonbere Versicherungsanstalt für ben Bergbau ins Leben " Die Organisation der übrigen saarlänbischi ficberungsträger unb Versicherungsbehörden durch die Regierungskommission in Anlehi' das deutsche Vorbild während der Jahre Sehr bald erwies es sich jedoch, daß das Saar- gebiet aus eigener Kraft nicht in ber Lage war, bie bisherigen Leistungen der Sozialversicherung aufrecht zu erhalten. Die Regierungskommission weigerte sich ebenso wie der Völkerbund, den notleidend gewordenen Dersicherungszweigen Hilfe zu leisten. Hätte das Deutsche Reich sich nicht bereiterklärt, die saarländischen Dersicherungstrager j zu unterstützen, die Versicherungsanstalten des, W Saargebietes wären sehr bald zusammengebrochen. Erst die Heidelberger Abrede vom 13. Oktober 1927 hat dem unhaltbaren Zustand ein Ende gemacht. Trotz ihrer überaus schwierigen Finanzlage haben bie deutschen Versicherungsträger seitdem , a h r - I i cf) rund einhundertfünfzig JJiilHO* nen Franken für die Sozialversicherung des Saargebiets zur Verfügung gestellt. Gegenwärtig betragen die Jahresaufwenbun- qen ber deutschen Versicherungsanstalten für bie Saar rund 19,5 Millionen Mark. Das sind rund zwei Drittel der getarnten Aufwendung der saarländischen Sozialversicherung überhaupt und mehr als d a s G e s a m t a u f k o m m e n a n Steuern im Saargebiet beträgt. Bis zur Volkssichtbar. _ ,, .. Unb nun in die nächtliche Stadt. Es geht woh jedem Besucher der Festspiele jo: 9be™aIt^f Sprache der Musik, die m Dielen Stunden, au, mehrere Tage verteilt, geboten unb vermittelt roirb, fester Aufenthalt unb stetigstes Ziel aller Bayreuthpilger ist heute noch ebenso wie vor vielen Jahren bas „Restaurant Eule"' die Kunstlerkneip an ber Ecke zweier winkliger Gäßchen Wer will hier alles hinein! Immer brängen sich yfer oie ei|U,u,m.w ------ Scharen ber Besucher, unb bie Auslanber Jinb ba- 19 9 roie°übrigens auch bie bes „Wotans bei am hef 91 > . nucifnftpn wollen unb des^,',Wanderers" im „Ring"°Zyklus außer- Kneipchens ganz und rvvllem Mit - u erforbert. obligate Schnitzel zu essen, gen t e n ^bes ^^^^s^tz warten. Ueberlegen Sie ohl höchste murine sein. .Keinmal" w°Nas änPraben gekostet haben mag, die Bayreuther KunM°r. Eft, Pü-tz aU? gut und richtig u"S W-ltl Sind da noch viel Proben nötig? Ich habe im vergangenen Jahre ben „Sachs in ieber Meistersinger"-Auffuhrung hier in Bayreuth gesungen, in biesem Jahre wechsle ich barm mit Rubols Bockelmann ab . so berichtet Jaro Prohaska. „Aber glauben Sie, Bayreuth er- \ forbert immer wieder neue Proben bei seiner Abtrennung von Deutschlanb restlos aufzunehmen, hat sein Versprechen nicht gehalten. Wäre nicht zwischen bem Deutschen Reich unb bem Saargebiet im Februar 1928 ein Äv l l a bk o m - men geschlossen worben, bas bem Saargebiet bie zollfreie Einfuhr seiner Jnbustrieerzeugmsse nach Deutschland gewährleistet, so wäre die Lage der Saarwirtschaft vollends. Reichsminister Dr. Goebbels hat auf der Zweibrücker Saarkundgebung vom 7 Mai den Saarländern das Versprechen gegeben, daß wie im Reiche so auch im Saargebiet die Arbeitslosigkeit nach der Rückgliederung restlos verschwinden würde: „Wir haben vier Millionen im Reich wieder in Arbeit gebracht und S"iMch7l°ndern^ Lm fo“ nicht ftrtigbring-n, 40000 Arbeitslosen 2.1,:™.« "iääs.. -r-;Ä B™«-, »exÄÄni'-Ä» £ Ä? 1 SÄ Dersicherungstrager die Summe d r. «ner Bi -! nl 5 000 ta nappen beschäftigt waren, be- SÄ «ÄSÄ S A - - - Bei einer Fortdauer des Status qu° Iamen ISiefe einer Besserung der Konjunktur Zuschutzleistungen naturgemäß m Wegfall was n JefetSaarqebiet noch keine Rede fein. Die Arbeits- Zujammenbruch der I°?rlandMn Sozmlverf che m Deutschland hat non März 1933 bis rung nach sich s>°d°n wurde. Anderseits m sinb & 5g 0 abgenommen, im der Rückgliederung der Saar die Abweiq S s raebiet dagegen im gleichen Zeitraum nur um ausgeglichen werden, die durch die Nichteinsuhrung waargeotei 6a5 sich oerpslichtet der reichsgejetzsichen Bestimmungen uber^ B^^us d Fberschußproduktion des Saargebiets hiirrh die Nichtanerkennung oer LDegc > >. , ......... ™n« mifs ! keinerlei Befugnisse zur Derbindlicherklärung von Schiedssprüchen besitzt. , . Besondrer Nachdruck wird bei der Ruckgliede- * e rung gelegt werden müssen auf die A r b e 111 s b_ e;- inn sckaffun g. Die Lage des saarländischen Arbeits- V.? fi* seit dem Kriege katastrophal ver- ^7- 4 4 ....... Das Siedlungs-Vauprogramm der StadiGießen sicht au Aus der Provinzialhauptffadt. Beobachtungen im Wiesental. Vor einigen Tagen hat das Städtische Hoch« und Tiefbauamt im Auftrage der Stadtverwaltung einen Aufruf an die Gießener Bevölkerung gerichtet, der den Plan eines großzügigen Siedlungs« Bauprogramms auf der Grundlage der vom Reichssiedlungskommissar Gottfried Feder aufgestellten Richtlinien ankündigte. Durch den Aufru; sollte zunächst festgestellt werden, welche Zahl von ernsten Reflektanten für die Durchführung dieses Siedlungsprojektes in Betracht kommen würde, und zwar sowohl für S i e d l e r st e l l e n, als auch für Eigenheime und Mietwobnunaen Der anerkennenswerke Grundgedanke, den untere Stadtverwaltung in dankenswerter weife mit diesen beiden Bauprogrammen verfolgt, ist ja nicht nur der, dem Wangel an Wohnungen so tatkräftig wie möglich abzuhelfen, sondern auch den deutschen Volksgenossen wieder in engste Verbindung zur heimatlichen Scholle zu bringen und ihm damit den hohen ideellen Besitz der Verwurzelung mit der deutschen Erde zu geben. Man kann nur wünschen, daß diesem vorbildlichen Streben unserer Stadtverwaltung in allen Kreisen der Bürgerschaft weitgehendst Folge geleistet werden möchte. Soweit uns bekannt ist, sind die von der Stadt- Verwaltung vermittelten Finanzierungsbedingungen für den Wohnhausbau derart günstig, daß eine hervorragende Rentabilität der Häuser durch die Wohnungsvermietung als gegeben anzusehen ist. Unter diesen günstigen Umständen wäre es nament- ich auch für Arbeiter und Angestellte, die sich in fester wirtschaftlicher Stellung befinden und ein ge- bie Rückfahrt über Regensburg mit Gelegenheit zur Besichtigung und Verpflegung dort. Abfahrt am 29. September abends. Rückkehr am 7. Oktober nachmittags. Anmeldetermin bis 18. September Kosten 31 Mark. Rheinfahrk am 9. September. Die dritte Rheinfahrt der NSG. „Kraft durch Freude findet wegen des großen Winzerfestes nicht am 2., sondern am 9. September statt. Anmeldungen werden noch bis zum 25. August entgegengenommen. Tagen machtlos an Gras und Kraut sitzen, bei Hellem heißen Wetter aber flink und gewandt umherfliegen. $r AusparteramilichenBekannünachungen Der nächste Ortsgruppenabend der R S.- F r a u ° en schäft G i e ß e n - M i t t e findet am morgigen greitag, 20 Uhr, im Haus der Arbeit, Schanzen- straße, statt. Zu dem Abend sind die Liederbücher mltzubmngen. AE.-Gemeinschafi,,Krast durch Freude" Kreis Gießen. wo fahren wir hin? '-1- wlsses eigenes Kapital besitzen, sehr empfehlenswert, mit Hilfe des Planes der Stadtverwaltung ein Stück Eigentum zu erwerben und sich dadurch einen Anteil am deutschen Grund und Boden tu verschaffen. > Das Siedlungs-Dorhaben an der Krofdorfer Straße in der Nähe des Umspannwerkes nimmt nach unseren Erkundigungen an maßgebender Stelle erfreulicherweise ebenfalls festere Formen an. Bis jetzt haben sich bereits über 30 Bewerber um Siedlungsstellen auf dem Gelände im Neustädter Feld gemeldet, die im Hinblick auf das außerordentliche Entgegenkommen des großzügigen Siedlungsplanes des Reichsheimstättenamtes sich ein Eigenheim mit Garten errichten lassen wollen. Auch hier ist es zu begrüßen, daß sich diese stattliche Zahl von Interessenten für den günstigen Siedlungsplan gemeldet hat, zu wünschen wäre nur, daß noch ein weiterer Kreis von Mitbürgern sich ebenfalls den großen wirtschaftlichen und sozialen Vorteil dieses Siedlungsprogramms zunutze machen möchte. Elftes Kapitel. „Ich habe nicht über Helge zu bestimmen. Ich habe sie nur zu bewachen. Und ich habe mir die chwersten Vorwürfe zu machen, daß es nicht sora- faltiger geschehen ist. Meine Nichte Nora wird außer sich sein." Das hott- damals Tante Greta zu Doktor Farn- bringen91’ ^"0" war sie auch nicht abzu- „Dann darf ich um die Adresse Frau Nora Nordstroms bitten", hatte er fest gesagt. f nicht, da ich die Adresse nicht weiß. Aber meine Nichte Nora kommt in sechs Wochen hierher. Und da will ich sie vor- bereiten. Verstehen Sie mich recht, Herr Doktor — id) habe nichts gegen Ihre Persönlichkeit, aber ich fann nicht zusagen. Ich muß alles meiner Nichte Jcora überlassen. Sie hat nun einmal so lange schon gan» allein für Helge gesorgt. Nicht einmal ihren -üruder Erik hat sie daran teilnehmen lassen. Und oavei wissen alle Bekannten Noras nicht einmal, sie noch diese junge Schwester besitzt. Sie will nicht, daß Helge je ein Herzeleid kennenlernt, so wie £5.lv. einst selbst beschieden war. Wenn sie wüßte, oah hier inzwischen--mein (Bott' ich weiß ja nocy gar nicht, wie ich das Nora gegenüber verantworten soll. Ganz bekümmert sah die alte Dame aus, und das graue Spitzenhäubchen war ihr schief gerutscht. (Fortsetzung folgt) nef SinöbI'itC 3U bcm Cotb auf wie ein gescholte- Der Lord lächelte. ^rar 65 ein grausames Lächeln. Aber seine Worte klangen ruhig und bestimmt. „Gnädige Frau, ich ersuche Sie, Schloß Farone zu verlassen, sobald die Beerdigung vorüber ist! Wenn Sie es wünschen, kann er hier ruhen der mehr hier!" $ür Sie aber 'st kein Platz wankte Doris Kreloff. Fetzt wußte sie, wie falsch diese eine, größte Rechnung gewesen war, als sie glaubte em Blick genüge, und Lord Farone werben ^°n bltten' fPater seine Gattin zu Was nun? Drohend erhob sich die Frage. Und Doris wußte keine Antwort. Zuerst mußte sie wohl hierbleiben. Mußte alles abwarten. Und dann mußte sie sehen ?inh^f?<>PlhrtH»Uc^en' ®ar völlig im unklaren.' Unö sie hatte sich das auch immer alles vom halse fegen wiu7nnn ff CinmaI tte Rechnung D°r,s war ftoh.endlich einen Menschen zu haben, der sich ihr so liebenswürdig zur Verfügung stellte Und sie erzählte ihm ihr Leid. Weinte wieder ein blßchen, war aber doch darauf bedacht, daß ihr Aussehen nicht etwa litt, und machte große, schöne Der elegante Kavalier war enttäuscht. Dazu kam noch die andere Enttäuschung, die ihm der ehemalige Freund und Komplice bereitet. Ohne Geld hatte der ihn sitzen lassen, hm! Und nun lief ihm da die 5rau m den Weg. hatte auch nichts mehr' War eine alberne Geschichte. Und er, Kurt Jessen' hatte doch schon geglaubt, ihm fei ein guter Fana oe- gluckt. Er hätte da irgendeine reiche Dame kennen« aeiernt. hm! Das war ein Reinfall. Aber — Kreloffs Frau war schön. Und sie hatte kein her-,! Das war für die Rolle, die er ihr da in aller Eile -uoachte, zuweilen mehr wert als Geld. Vorläufig befaß sie noch Schmuck und die Rente. Vorläufia konnte man also noch gut und gern ein halbes Jahr auf Reifen gehen. Auf dieser Reise würde sich alles andere finden. Kurt Jessen, oder wie er sich ;efat Dons gegenüber nannte, Lord Mürel, küßte Dorn; die Hand. "Sv s^n und so verlassen! Das geht doch nicht Und Ihr Gatte ist ja gar nicht wert, daß Sie um ihn trauern. Reisen Sie mit mir nach Indien. Oder ™ro! Oder Japan! Es ist überall schön. Wollen Doris sah ihn prüfend an. Aber er gefiel ihr und so sagte sie nach einer Weile: „Ich möchte schon, aber meine Kasse wird es nicht erlauben^ Ich bin ja nun solch arme, kleine, ver- la|)ene Frau geworden." Ahnen ^n Freund sein. Ich hoffe er fcif^nen fpatcr wehr sein zu dürfen", sagte 1. Vom 8. bis 16. September: ham- vur g mit anschließender Seefahrt. Dampfer „Monte Olivia", nach Norwegen. Anmelde- termin bis 26. August. Kosten 53 Mark. Vom 15. h i s 23. September: vchwarzwald (Donautal, Quartierorte zwischen Beuron, Sigmaringen und Ehingen). Abfahrt ab Frankfurt a. M. 15. September mittags; Rückfahrt am Sonntag, 23. September; Anfahrt Frankfurt am Main Schwetzingen, Karlsruhe, Offenburg, Tnberg (850 Meter hoch), Donaueschingen; Rück- fahrt Ulm, Stuttgart, Bruchsal, Frankfurt a. M. Anmeldetermin bis 2. September. Kosten 28.50 Mark. Fahrt zur Samländischen Küste am 22. September. Die ür 1. bis 11. September vorgesehene Fahrt an bie arnlandische Küste (Ostpreußen) ist mit Rück- W auf den Aufmarsch der HI. in Frankfurt a. M. unö au den Reichsparteitag auf den 22. September verschoben worden. Die abgegebenen Anmeldungen bleiben für den neuen Termin bestehen. Die Schulgottesdienste am 31. Oktober sollen als Bibelfestgottesdienste begangen werden. Den Genreindekirchenräten wird die Aufgabe zu- gewiesen, die in den einzelnen Gemeinden bestehen- den Bibelstunden weiter auszubauen und die Verbreitung der Bibel nach Kräften zu fördern. Ferner soll der kirchliche Unterricht an die Tat- fache des Bibeljubiläums anknüpfen. Schließlich sind Bibelausstellungen vorzubereiten, bei denen auch alte Bibeln, die sich in Privatbesitz befinden, gezeigt werden können. Oie Bekämpfung derRindertuberkulose Der hessische Staatsminister Jung erläßt unter Aufhebung der Bekanntmachung vom 13. Juli 1931 eine neue Verfügung vom 15. August 1934 betr. die Bekämpfung der Rindertuberkulose, in der die Tötung (Schlachtung) von tuberkulösen Rindern geregelt wird. Die bakteriologische Feststellung der Tuberkulose im Sinne des Reichsviehseuchengesetzes wird dem hessischen Veterinäruntersuchungsamt in Ließen übertragen. Gleichzeitig werden die Grundsätze für das staatlich anerkannte freiwillige Tuber« kulosenbekämpfunasverfahren veröffentlicht. Trägerin dieses Verfahrens ist die Landesbauernschaft Hessen-Nassau in Frankfurt, während die Leitung des Verfahrens dem hessischen Veterinäruntersuchungsamt in Gießen obliegt. 78 Kinder fahren in Ferien. „Leben Sie wohl, gnädige Frau!" ihr o- nete 5r bie Tür und sie ging schnell in iniÄmer ?.,nauf- Dort parfte sie noch schnell Poffer imh §c^ort9e Kleinigkeiten in einen hand- nrnfi? baJ}n 9mg fie hinunter, wo soeben das große gelbe Auto vorfuhr, um das Gepäck auf- ?lst)er f° freundlicher Gast- Änau?"KOmer5mae"n®« 44Ä äs alles gesagt, hatte ihm die Stellung in Kanada angeboten. Dann wäre alles anders gekommen Kreloff^Nii!'^"vch jetzt die glückliche Gattin Assen Kreloffs. Nur Farone war an allem schuld. Nur er! -r-r/Ovlv Kreloff hatte keine Ahnung, daß Lord Farone die kleine Rente an sie bezahlte. Daß aus narh Kr?lvffs hervorging, daß in Berlin nach Auflösung des Haushalts noch Schulden da fein wurden, tue Lord Farone bezahlen wollte! e i m e und Mietwohnungen. wir von zuständiger Seite hören, hat sich infolge dieses Aufrufes erfreulicherweise eine größere Zahl von Interessenten gemeldet, die bereit sind, mit einem gewissen Eigenkapital als persön« llchen Einsatz Hauser zu errichten, in denen sie auch Mietwohnungen zur Verfügung stellen können. So erfreulich dieses große Interesse an dem von der Stadtverwaltung mit starker Initiative einqeleite- ten Bauvorhaben ist, so sehr wäre es zu begrüßen wenn sich angesichts der bekannten großen Knappheit an Wohnungen in unserer Stadt und im hin- blick auf die sich noch immer steigernde Nachfrage nach Vier-, Fünf- und Sechszimmerwohnungen noch weitere Gießener Bürger zum Bau von Eigenheimen im Rahmen dieses Bauprogramms entschließen wurden. Der arme Assen! Aber er hatte doch auch solch großes Unrecht an ihr begangen. Sie fjatte ihn für einen reichen Mann gehalten, und er hatte in Wahrheit doch nichts gehabt! Sie hatten ihr Geld verlebet, vertan Beide hatten sie dieses verschwenderische Leben geliebt Aber betrogen hotte sie Assen Kreloff nicht. Weder in der Liebe noch um Geld! Nun war er tot! Sie hatte viel gemeint in diesen Tagen. Aber man mußte ja auch schließlich darüber hmwegkommen. Denn es ging um die Zukunft. Im Abteil des Zuges nach London lernte Doris Kreloff einen Herrn kennen. Noch jung, sehr eleaant voll sprudelnder Liebenswürdigkeit. Er sah bebau« ernb auf ihre Witwenkleidung und fragte ob sie einen schweren Verlust gehabt habe. ' Man kommt auf feinen Wanderungen in der schönen Sommerzeit nach einer herrlichen Waldpartie in angenehmer Abwechselung auch einmal durch em liebliches Wiesental, wo der Naturfreund gar manche Dinge beobachtet und sich an gar manchen Erscheinungen erfreut. Da rauscht das silberhelle Bachlein, die Wellen spielen im Sonnenlichte, die Rohr- und Schilfholme lassen ihre Fahnen wehen Fliegen und Käfer summen leise am Ufer. , ist Hoch mittag, die Vögel, die am Margen so 1v $Hber sangen, sind verstummt, alles ift still und ruhig, wie es im Sommer am Mittag immer so ist. Aber unzählige Tierchen tauchen aus den glän- genben Fluten des schilfumsäumten Wassertümpels l et ^^61110163 und fliegen als neugeborene, feenhafte Geschöpfe durch die warme Luft. Im Wasser leben nämlich zahllose Insekten als häßliche Larven ^..bunten Allerlei, gute und böse, nützliche und schädliche. Eine der häßlichsten von ihnen mit dickem Kopfe, glotzenden Augen, von fahler Schlammfarbe und mit einer sonderbaren Maske, klettert letzt mühselig an einer Binse hinauf, sonnt sich einige Augenblicke, sprengt dann plötzlich die unsaubere hülle, und aus dieser befreit sich nun mit einiger Anstrengung ein ganz anderes, mit einem glanzenden Hochzeitskleide geschmücktes Tierchen. Roch ist es zart und weich, von blasser Farbe und mit schlaff herabhängenden, schleierartigen Flügeln, doch während diese zusehends wachsen, sich dehnen und ausstrecken, geben Licht und Luft dem Körper die nötige Kraft und Härte und einen bunten Farbenglanz, und in kurzer Zeit schwebt es, im linden hauch sich wiegend, lustig von bannen. Das ift bie Wasserjungfer ober Libelle. Bei regnerischem Wetter sitzen die Libellen träge an irgendeiner Hecke, ober an einem Baumstamm unb lassen sich leicht mit der Hand ergreifen; an warmen Tagen aber, wenn die Sanne hoch am Himmel steht, fliegen sie fortwährend ohne Rast und Ruh umher. Während sie umherfchweben fan- gen sie eme große Anzahl van Insekten, namentlich Schnaken, Fliegen, Schmetterlinge usw. Die unverdaulichen Teile, wie Flügel und Beine, lassen ?^-Ä ?oöen fallen. Wenn eine im Raupenzustande schädliche Schmetterlingsart sich irgendwo in großer Anzahl zeigt, kann die Anwesenheit vieler Wasserjungfern einer Raupenplage vorbeugen. Im Larvenzustande sind die Libellen ebenfalls sehr nützlich. Die Larven machen nämlich als gefährliche Raubtiere unermüdlich Jagd auf Wasser- tnfeften, Stechmücken, Schnaken usw., die sie mit der zangenförmigen, vorschnellbaren Unterlippe ergreifen. Die Wasserjungfern machen eine unvollkommene Verwandlung durch, d. h. in der Entwicklung fehlt der Puppenzustand. Die mit Flügel- ftummeln versehene Larve heißt Nymphe. . Die F l o r f l i e g e n oder G o l d a u g e n sind „zierliche, aber nutzlose Geschöpfe im haushalte der ?!°Eur! Die Larven geradezu häßlich, gewiß eher a ! ""tzl'ch! So lautet das Urteil vieler Menschen, das aber höchst ungerecht und der Un- kenntnls und der Oberflächlichkeit entsprungen ist. Die dieser Familie angehörenden Arten besitzen ungefähr gleiche, glashelle, fein geaderte Vorder- unb hmterflugel, welche in der Ruhe einander dachförmig bedecken. Der ziemlich große Kopf hat große hervorragende, halbkugelförmige Augen. Der Hinterleib ist sehr dünn. Die wunderlich gestalteten ,,^en mit langen Freßzangen, borstigen Fühlern und sechs Fußen nähren sich vom Körpersast an- derer Insekten (Blattläuse, Insektenlarven, Rau- pen), bie sie aussagen. Sie sind immer dicker und großer als das vollendete Insekt. Eines der schönsten Wesen unserer an schillernden Farben so reichen Jnsektenwelt ist die ge- meme u I o r f liege mit einem äußerst zarten, blaf3grunen, langen Körper, vier durchsichtigen, ftorahnlichen Flügeln und großen, goldglänzenden Augen. Die Larven, allgemein Blattlauslöwen genannt, vertilgen mit Gier und Ausdauer eine Un- besonders die grünen auf den •Hofen, Dbftbaumen und Fruchtfträuchern. Wir sollten an ihrem nützlichen Treiben Freude haben und die harmlosen, für den Naturhaushalt nützlichen Tierchen schonen und schützen, wenn sie an kühlen . Durch die NSV. Kreäsamtsleitung Gießen wurde bisher 150 Kindern aus dem Kreise Gießen Ferieri- aufenthalt vermittelt. Interessant ist es, zu erfahren, bafe im Gaugebiet bereits 12 500 Kindern Gelegen- heft gegeben werden konnte, Ferien auf dem Lande 3U »erbringen. Für die Zeit der herbstfeoien ist vorgesehen, nochmals Kinder, etwa 200 an der Zahl, in Gießen und Umgebung unterzubringen. Wer sich bereitfindet, ein Kind aufzunehmen, wird gebeten, möglichst bald seine Adresse an die Ortsgruppen oder an die Kreisamtsleitung der NSV. zu richten. Giefzener Wochernnarltpreise ^20erl ?ar alles vorüber. Und Lord Farone sagte ihr, daß ihr, wenn sie das Haus in v^aufe, eine Rente von monatlich vier- J^Qrfr bIJibe- Damit könne sie bescheiden und auskömmlich leben. Sie könne reifen, könne sich -h" nein?c bescheidenes Heim einrichten. T lt>reI kreise, die wohl andern- 7? 9 ' 9enau mftteilen, wie sie sich ent« Grundstück Angelegenheit die ihr Berliner Grunbstuck betreffe, gern regeln, da er einen Bekannten m Berlin besitze. Doris dachte empört: erlich "und"Ä h^E. ~ regelrecht hinaus wirft IkbTmidU W Q aUb™ f°nnCn' biefer Mann fn^hbhQU^e Bedenkzeit. Affen tjat mir ge- °9^ b h wir nichts mehr haben. Also stimmt es wohl mit der kleinen Rente, und ich muß froh sein sie noch zu haben, diese kleine Rente. Ich bitte also' Nr. micLregeln zu wollen. Ich werde mir bie Bnnp6 1 hh 1 Monat in Hamburg bei der Deutschen Bant abheben. Ich gedenke, mir dort eine Heine Farone?9 ne^men- ßeben Sie wohl, Lord Heute morgen verließ der voraussichtlich letzte Ferientransport mit 78 Kindern aus Gießen, Klein- 1.int^n Großen-Bufeck, Harbach usw. unsere Stadt. Vie Kinder, etwa zwei Drittel Buben und ein Drittel Mädchen, werden für 4 Wochen, bis zum 22. September, in Groß-Gerau und Umgebung unter» gebracht. Zum Zeitpunkt, da die Kinder hier die Keife anzutreten hatten, herrschte in der Bahnhofsvorhalle reger Betrieb. Die Eltern der Kinder waren fast alle mit dabei und trugen ihren Spröß- Ungen die mehr oder weniger schweren Koffer. .- ^er Kindertransport, der von der Kinderlandver'- schickung der NSD., Kreisamtsleitung Gießen, aus- geht, wird von dem Sturmhauptführer Ott geleitet. Die Kinder werden von Kameraden der HI und Kameradinnen des BdM. betreut. Die Begleiter und Begleiterinnen werden noch während des Zeitraumes von drei Tagen bei den Kindern bleiben und sich davon überzeugen, ob sie auch alle gut unterbracht sind. Zur Verabschiedung hatten sich wieder Gruppen des Jungvolks und des BdM. auf dem Bahnhof eingefunden und bereiteten den Ferien- kmdern einen freundlichen Abschied. Da dachte Doris Kreloff: Das Glück! Mein Glück verlaßt mich ja gar nicht! Wie konnte ich nur so mit meinem Schicksal hadern? Es mußte durchaus nicht der häßliche Lord Farone sein. Lord Mürel ist mna und elegant. Und er ist lustig und gesellig. Besser konnte es das Schicksal nicht mit mir meinen. Mannes^ ^^9 Cin in bie dargereichte Hand des „Abgemacht. Ich vertraue mich Ihnen an." , ..B^vn Doris Kreloff in dieser Minute geahnt hatte, daß sie einem der herzlosesten Verbrecher die Hande gefallen war! Wenn sie das gewußt hatte, daß sie einige Jahre später mit diesem Manne zusammen zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt wurde! Der Zug ratterte durch die grünen, schon herbst- lugen Fluren. Und die Augen des Mannes ruhten gierig auf dem weißen Hals der Frau, wo eine schmale, aber sehr wertvolle Perlenkette ruhte. Unb Doris Kr-loss lächelte in eine unbekannte Zukunft hmem. Bibeljubiläum am Reformationsfest. ELP. Im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche wird letzt mi,geteilt, daß das ^Mjährige Jubiläum der deutschen Lutherbibel im ganzen □ftiS!*onb einheitlich am Refarma- ttonsfeff 1934 begangen werden soll. Auf diesen Termin haben sich die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen geeinigt. ?ür die Ausgestaltung der Feiern hat der Reichs- dlschof eine Reihe wichtiger Anregungen gegeben. 65 u‘ a’: "Wo nicht durch besondere Verhältnisse neben den Gemeindefeiern eine gemein« ame Feier einer ganzen Landes- ober Provinzial- Arche geboten ist, wird es sich empfehlen, allen Flachdruck auf die würdige und fruchtbare Be- aehung des Gedächtnisses an die Vollendung der ^utherbibel in den einzelnen Gemeinden zu legen. Es wird demnach der R e f o r m a t i o n s f e ft • 9 °k • 3 1 c n ft in diesem Jahre noch stärker und eindrücklicher als in anderen Jahren dazu dienen müssen, die Gemeinde vor Gott zu vereinigen in für die Gabe, die er ihr mit der beut» leben Bibel Martin Luthers in bie Hanb gelegt hat unb in ber Verantwortung, bie bamit auf bie ganze Semembe unb auf jeben deutschen evangelischen Christen gelegt ist." WAkMM Vornan von Gert Nothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf «Türme «Verlag, Halle (S.) 22. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Naiv gab diese Frau kund, um was es ihr zu tun war. Sie wollte nicht aus einem luxuriösen Le- fütinoen’ ei" Mensch über die Klinge Iprmgen. Gr fühlte nur noch Verachtung für diese Frau. N.ch^ weiter. Und doch war fie gewisser- mafeen im Recht. Es konnte ihr von Rechts wegen Ä 3 9emutet ^^den, mit einem Verbrecher zu Trotzdem! ^Welch hohes Lied der Liebe wäre es gewesen, Krolls? h p ^ove Frau sich trotz allem zu Assen 5?tte 1 Gben* weil er so viele ^he Eigenschaften gehabt hatte. Unb 06,1 kein geborener Verbrecher war, fonbern UnbhJr bem wieber herausgewollt hatte, don h/ff. Rosien m Kanaba, ber wäre bei ihm in hätte6 fön»™06" 9erocJen. Denn keinen Pfennig wußte ^runtreut. Keinen Pfennig. Das * »? 1 e n ' 23 Aug. Auf bem heutigen Wochen- kosteten: Molkereibutter, bas Pfunb 1,45 bis 1,50 Mark, ßanbbutter 1,35 bis 1,40, Matte 20 Pf §ose, das Stück 4 bis 10, Eier Klasse S 10VV N?sie A /0, Klasse B 9'/r. Klasse C 9, Klasse D 8,' ^lf?n9 nL15 bis Weißkraut 10 bis 12' ^o^raut 15, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 10, Spmat 20 b's 25 Römischkohl 8, Bohnen (grün) 20 bis 25 (gelb) 25, Erbsen 25, Tomaten 12 bis In @mte?»nr 12z bl5 15, Rhabarber 8, Pilze 40 bis 60, Kartoffeln (neue), bas Pfunb 5 bis 572 Pf b" Zentner 5 bis 5,50 Mark, Frühäpfel, bas Pfunb 12 bis 25 Pf., Fallapfel 5, Pfirsiche 20 bis 45, Brombeeren 30 bis 35, Preißelbeeren 40, ^rnen 10 bis 25, Kirschen 25, Zwetschen 10 bis Rn^ironbern 15, Reineclauben 20, junge S)^ne 90, Suppenhühner 60 bis 70, Tauben, bas Stuck 50, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 10, Salat- 6urken 20 bis 30, Einmachgurken 1 bis 2, Enbivien 10 b's 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, ^etftch 5 bis 15, Sellerie 20 bis 25, Rabieschen, 3 Vom 22. September bis 1.Oktober: r- 6 u § e n. Letzte Bäberfahrt an bie Sam- lanbische Bernsteinküste. Abfahrt am 22. September trüb mit einer Uebernachtung nach Hohenstein, Tannenberg, Königsberg. Von bort erfolgt bie Unterbringung an ben Küstenorten norbwestlich Königsbergs Die Rückfahrt erfolgt am 30. Septem« ber früh. Besichtigung von Marienburg, Uebernach- c9^m Ankunft am Montag, 1. Oktober abends. Anmelbetermin bis 11. September. Kosten 51 Mark. 4. Vom 29. September bis 7. Oktober- 6 fsl et.r Malb. Fährt in ben herbstlichen ^Hwalb ber bayerischen Ostberge. Unterkunftsorte Zwiesel usw am Fuße bes Arbers, mit ben Hoch- Aoldern unb Wilbbachen, mit ben herzlichen Men- pen; bie gute Kost, bie bekannten Glasbläsereien locken zur zweiten Fahrt. Anfahrt über Passau ^un war sie völlig ratlos. Da sagte Farpne: „Qmabige Frau, tun Sie vorerst nimts! Ick merbe Ihnen helfen, Drbnung zu schaffen? ®r verbeugte sich leicht unb ging. mein°fr/mHherHTrf V auf bie Chaiselongue unb roemte roilb. Unb im Nebenzimmer, feinem Zimmer hm p^re!°f s- ?bßr 0inP uicht hinüber zu Sie konnte bie es ernste, chöne, starre Gefickt nicht nach einmal sehen. ' 1 Vornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Schön ist es, verliebt zu sein", vorher „Carlos schönstes Abenteuer". ♦ ** Eine Siebzigjährige. Am morgigen Freitag, 24. August, begeht Frau Marie B o n a - Tiu 5, Krosdorfer Straße 9 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 7Ö. Geburtstag. Die Jubilarin ist seit 1888 treue Bezieherin des „Gießener Anzeigers". ** Promenaden-Konzert des Stadt- theater-Orchesters am heutigen Donnerstag von 19.30 bis 20.30 Uhr. Leitung Konzertmeister Franz K e r z i s n i k. Zur Aufführung kommen: „Mit Standarten", Marsch von F. v. Blon; „Pique Dame", Ouvertüre, von Fr. v. Supp6; „Balse Romantique" von Heineke;- zum 60. Todestag des deutschen Komponisten Peter Cornelius Melodien aus seiner Oper „Der Barbier von Bagdad"; „Frühlingsständchen" von Lacombe; Potpourri aus der Operette „Der Zigeunerbaron" von Joh. Strauß. *♦ Straßensperrungen. Wegen Ausführung von Pflasterarbeiten wird die Provinzial- stratze Homber o — Büßfeld vom 27. Auaust ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Verkehrsumleitung erfolgt über Schadenbach—Deckenbach. Die Sperre des Ortsausgangs Ulfa im Zuge der Provinzialstraße Ulfa—Nidda wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten ist bis zum 2. September verlängert worden. Umleitung erfolgt über Unter- Schmitten—Eichelsdorf. ** Zum Treffen der Hitler-Jugend i n F r a n k f u r t a. M. am 1. und 2. September ljat die Minifterialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und die Kreis- und Stadtschulämter ermächtigt, die zur Teilnahme an dem Gebietsaufmarsch der Hitler-Jugend vorgesehenen Schüler am Samstag, 1. September, vom Unterricht zu befreien. ** Außenfürsorge für Geisteskranke. Vom städtischen Wohlfahrtsamt wird uns mitgeteilt: Personen, die an Geistes- und Gemütsstörungen leiden, sowie deren Angehörige können unentgeltlich Rat und Auskunft in allen mit der Erkrankung zusammenhängenden Fragen in der für den Kreis Gießen eingerichteten Fürsorgesprechstunde erhalten. Insbesondere werden auch Auskünfte über Vererbung, Sterilisation, Eheeingehung, Versorgung, Unterbringung in Anstalten, oder Familienpflege und Arbeitsvermittlung erteilt. Die Sprechstunde wird jeden Dienstag und Freitag von 15 bis 17 Uhr, in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt, Gießen, iefe nach dem Ausland richtig frankieren. Von der Pressestelle der Reichspostdirektion Frankfurt am Main wird mitgeteilt: Es werden immer noch zahlreiche unzureichend freigemachte Postkarten uno Briefe obgehalten ** Br nach dem Ausland abgesandt. Die Sendungen sind ost nur mit Freimarken nach den einfachen, oder doppelten Gebührensätzen des Jnlandverkehrs versehen. Da der Empfänger das doppelte des Fehlbetrags zu entrichten hat, entstehen in Fallen, wo eine nachträgliche Ergänzung der Freimachung durch den Absender postseitig nicht veranlaßt werden kann, häufig für Empfänger und Absender un- anaenehme Weiterungen. Es wird besonders daraus hingewiesen, daß die deutschen Gebührensätze, abgesehen vom inneren Verkehr, nur für Briefsendungen nach dem Saargebiet, der Freien Stadt Danzig, nach Oesterreich, Luxemburg und nachdem Memelgebiet gelten. RVH. Hunde bei Hitze. Bei der Hitze ist besonderes Augenmerk auf den Hund zu richten. Am 1./2. September frifff man sich in Frankfurt am Alain beim Gebietsaufrnarsch der HI. HI. marschiert — HI. stellt aus HI. treibt Sport — HI. spielt am 1./2. September in Frankfurt a. Al. Besucht die Ausstellung der Hitlerjugend aus dem Frankfurter Alessegelände vom 19. August bis 5. September Baldur von Schirach spricht am 1./2. September am „Tag der hunderttausend" in Frankfurt a. Al. Der Maulkorb muß unbedingt so groß sein, daß der Hund den Fang ganz aufmachen kann. Der Hund transpiriert bekanntlich nicht wie der Mensch durch die Haut, sondern durch die Zunge. Ist der Maulkorb zu eng, so kann sich das arme Tier nicht abkühlen. Ein enger Maulkorb ist daher eine Tierquälerei. In Laienkreisen herrscht immer die Meinung vor, daß der Hund Durst hat, wenn er die Zunge aus dem Fang hängen läßt. Diese Annahme ist falsch; denn der Hund hat nur das Bestreben, die heraushängende Zunge abzukühlen. Einem erhitzten Hunde sollte man kein kaltes Wasser geben; denn es ist ebenso schädlich wie beim Menschen, der stark schwitzend kaltes Wasser trinkt. Manche Hundebesitzer lassen ihren Hund bei großer Hitze scheren und nehmen ihm damit den einzigen natürlichen Schutz gegen die Sonnenstrahlen. Der menschliche Körper kühlt sich durch die Schweißabsonderungen ab, die aber doch beim Hunde fehlen. Nimmt man dem Hunde sein Haarkleid, so leistet man dem Tier keinen guten Dienst. Oberheffen nach hier , m s».. einen Gewinn von 16,50 Mark auf. Es wurde be° ber-Bes lngen 22. .OTn6r^e"rm6rft/ ba6 der Umsatz in der letzten elfter unseres Ortes wurde G sehr gestiegen ist. Er betrug im Monat Juli >r ernannt und vervUicmet. ‘Ä 1 * Ober-Bessingen, 22. Aug. Zum Büx • r I r l . . .A /CXti Kn t. » 30 000 Mark. Friedrich Reitz (Hochelheim), gab einen Rückblick auf die Arbeit der Viehoerwertungsgenossenschaften in den letzten Jahren. Die Viehoerwertungsgenossenschaft des Kreises Wetzlar, die seit August wieder selbständig arbeitet, — früher war sie korporativ Butzbach angeschlossen — hat in den letzten Monaten einen recht guten Aufschwung genommen. Kreisstellenleiter Oberreoisor Berg (Wetzlar) erstattete den Geschäftsbericht und die Rechnungsablage. Die Bilanz per 31. Dezember 1933 wies germl , von hier ernannt und verpflichtet, 0 Wetzlar, 22. Aug. Dieser Tage fand , die Generalversammlung der Vieh- verwertungsgenossenschaft des Kreises Wetzlar statt. Der Vorsitzende, Landwirt Schotten gebracht. Preußen. Viehverwertungögenofsenschast für den Kreis Wetzlar. ~ (3 rünb er g, 23. Aug. Am Samstag und ™Sg begingen die Sechzigjährigen eine rsehensfeier. Die Zusammenkunft er« auf die Konfirmanden an Pfingsten 1888 Q»hnhPimird)fPieI Grünberg (umfassend Grünberg, Stangenrod), deren Geburtsdatum R7?fiff\n 1. Oktober 1873 bis 30. September mittlermS den damaligen 62 Konfirmanden s'ud mlttlerw« Derftorben; ba 12 an der leib waren, erschienen 27 zu der hie im Laufe d^>ier Altersgenossen hinzukamen, hera xuaemanbert^it doh auswärts nach Grün- berg SUg^anoeri^ Samstagabend ver- Cbr Röhm zur^ Vorhaben in der Gastwirtschaft S.mf7r ‘^r^itteV- Ansprachen hielten Bank- Aua Tr^nk^us (Dctzeßen) und Postinspektor gemeinsamer Kirchgang ^dt). Am Sonntag fand ebenfalls ein Sechzigjahn^ Dekan Schmidt Bezug auf die Veranstaltm^ahm m der Predigt Kranzniederlegung auf sieb erschließend erfolgte genossen, die auf dem hlestge^Uern v"" Alters wie auf den Gräbern von Leh^edhof ruhen, so- kan Pull mann, welch letzter e u ß und De- die Konfirmation vornahm. Der Ä^ajre 1888 einigte die Altersgenossen nochm^duttag ver- samem Kaffee in der Wirtschaft gemetiy Gedichtvorträge sowie weitere Slnfpra^^ UJcann ■ empfundene Worte des Bahnbeamten ’jg M. tiep ner (Köln) auf die alte Heimat, ließen ^*uh- harmonisch ausklingen. Eine photograph'^^ neier nähme soll die Erinnerung an die schone den Altersgenossen sesthalten. et Kreis Büdingen. co Nidda, 22. Aug. Im Rahmen der vorgesehenen Verbreiterungs- und Jnstandsetzungsarbei- ten an dem Straßenzug Nidda — Schot- t e n schweben zur Zeit Verhandlungen mit der Reichsbahndirektion, den Schienen st rang aus der engen Ortsdurchfahrt von Kohden zu verlegen. Man ist damit von dem ursprünglich erörterten Projekt abgekommen, durch eine Umgehungsstraße den Verkehr aus der Dorfstraße abzuleiten. Für den Fuhrwerksverkehr aus dem Dorfe selbst und die Verkehrssicherheit der Bewohner wäre die Gefahrenquelle aber dadurch nicht beseitigt worden. Eine Verlegung des Eisenbahn- weaes käme den berechtigten Wünschen der Einwohnerschaft weit mehr entgegen, zumal das unmittelbar an Nidda sich anlehnende Dorf auf seine Haltestelle verzichten will. Durch diese Maßnahme könnte auch die Straße zwischen Kohden und Unter-Schmitten, die auf größerer Strecke heute durch die Bahn eingeengt ist, ohne großen Kostenaufwand verbreitert werden. Wie es den Anschein hat, will man die Bahn nicht aus den Ortsdurchfahrten Ober-Schmitten, Eich e l s d o r f und R a i n r o b verlegen. = Aus d e m Niddatal, 22. Aua. Angereizt durch die günstige Witterung ist bereits oie Grummet e r n t e im ganzen Tal im Gange. Von einem weiteren Anhalten der Trockenheit kann nur ein Rückgang des an sich spärlichen Grasertrages erwartet werden. Die Mähmaschinen grasen große Wiesenflächen ab, aber die Grummetwagen füllen sich nicht. Die Futtermittel werden im Winter knapp sein, und doch hofft man, den Viehbestand durchhalten zu können, wenn Futtererbsen und Rüben, die man in die Stoppeln gesät, einigermaßen gedeihen. Kreis Schotten. ' * Ulrichstein, 22. Aug. Am vorigen Sonntag stürzte hier ein 11 Jahre alter Junge, der am Zaun des Schulhofgitters hochgeklettert war, infolge Abrutschens der Hand in die spitzen Eisenstangen des Gitters, die ihm in die Brust drangen und ihn schwer verletzten. Der Junge konnte sich selbst aus seiner gefahrvollen Lage befreien und nach der benachbarten elterlichen Wohnung schleppen, wo er infolge der schweren Wunden zusammenbrach. — Beim F r u ch t a b l a - d e n in seiner Scheune stürzte ein hiesiger Landwirt vom Scheunengerüst in die Scheune hinab und erlitt dabei eine Gehirnerschütterung, Armbrüche sowie Verletzungen im Gesicht. Der bedauernswerte Mann wurde in das Krankenhaus Landkreis Gießen. * Wies eck, 23. Aug. Der Schreinermeister Karl Kreiling von hier zog sich bei der Arbeit eine so schwere H a n d v e r l e tz u n g zu, daß er sofort in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte. * Klein-Linden, 23. August. In der letzten Nacht wurden hier zwei Einbrüche verübt. Der ober die Täter drangen in die Wohnungen des Werkmeisters Schneider und des Zugführers Jung ein, wobei sie sich gewaltsam Zutritt verschafften. Bei dem Werkmeister Schneider wurden alle Behälter durchwühlt, da die Spitzbuben anscheinend nach Geld suchten, gestohlen wurden ein Paar Schuhe. Aus der Wohnung des Zugführers Jung nahmen die Einbrecher Wurst, Eier und Schinken mit. Die behördlichen Ermittlungen sind im Gange. * Watzenborn-Steinberg, 23. Aug. Hier ereignete sich ein eigenartiger Unfall. Der 21jährige Metzger Karl Burk von hier stieß so unglücklich mit dem Kopf gegen eine Wagendeichsel, daß er den Unterkiefer beiderseits brach. Der Verunglückte mußte in die Chirurgische Klinik gebracht werden. (D Bersrod, 22. Aug. Gestern abend wurde im Saale der Wirtschaft Hofmann durch die N S.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" der Tonfilm „Der Traum vom Rhein" zur Aufführung gebracht. Eine große Anzahl neuer Rheinlieder, Melodien von rheinischer Fröhlichkeit, von rheinischem Wein umrahmten die herrliche Spielhandlung, deren Grundmotiv von einer unbesiegbaren Liebe zur deutschen Heimat getragen war. Im Beiprogramm wurde ein Lustspiel „Der Far- merlehrling^ gezeigt. Ferner wurden markante Redewendungen des Führers zu Gehör gebracht, die durch entsprechende Aufnahmen veranschaulicht 'nrben. Am Nachmittag war ber Film für bie ^ulfinber aufgeführt worben. Die geprüfte Hausgehilfin. Man hält im allgemeinen nicht viel von Prüfungen unb Zeugnissen, am allerwenigsten, wenn es sich um einen so ausgesprochen praktischen Beruf wie ben ber Hausgehilfin, ber Stütze ber vielbeschäftigten Hausfrau, hanbelt. Aber tatsächlich ist bie Nachfrage nach gut ausgebilbeten unb geübten Hausgehilfinnen außerorbentlich groß unb kann vielfach nicht befriebigt werben. Das oft sehr umfangreiche Angebot besteht oormiegenb aus Anfängerinnen, ober ungenügenb geschulten Kräften. Der Ruf nach einer systematischen theoretischen unb praktischen Ausbildung von Hausgehilfinnen, die dann ein Zeugnis über die ordnungsmäßig absolvierte erfolgreiche hauswirtschaftliche Lehrzeit erhalten, ist deshalb sehr berechtigt. Er ist es ganz besonders in einer Zeit, in der man einen großen Teil der bisher in Fabriken unb Kontoren tätigen Frauen unb Mäbchen wieber bem hauswirtschaftlichen Beruf zuführen will, um bie Arbeitsplätze für Familienväter unb männliche Jugenbliche freizumachen. Selbstverstänblich kann man biefe häufig ber hauswirtschaftlichen Tätigkeit schon ganz entfrembeten weiblichen Kräfte nicht bem neuen praktischen Beruf als Hausgehilfinnen zu- führen, ohne baß sie vorher grünblich umgeschult unb ausgebilbet worben sind. Auch die Hausfrau sucht heute in erster Linie qualifizierte Kräfte, und nicht jede ist gewillt oder in der Lage, sich ihre Hilfskräfte selbst auszubilden. Man hat die verschiedensten Vorschläge gemacht, um einem möglichst großen Teil des weiblichen Nachwuchses eine gute praktische unb theoretische hauswirtschaftliche Ausbilbung zu geben. Am weitesten geht wohl bie Forderung nach einem 9. hauswirtschaftlichen Schuljahr für bie gesamte weibliche Jugenb. Sie wirb aber schon aus finanziellen Grünben in absehbarer Zeit keine Erfüllung finben können. Weit eher kann ein Voi> schlag praktisch verwirklicht werben, ber von bet Reichsgemeinschaft beutscher Hausfrauen zur Erörterung gestellt worben ist. Jedes junge Mädchen, das sich künftig dem hausgehilfinnenberuf widmen will, soll zunächst ein hauswirlschaftliches Lehrjahr durchmachen, und zwar nicht in irgendeiner Schule oder Vildungsanstalt, sondern im haushalt selbst. Viele Hausfrauen, die heute nicht mehr in der Lage sind, sich eine Hausgehilfin zu halten, würden gern bereit sein, ein junges Mädchen auszubilden und in allen Haushaltsarbeiten zu schulen, die ihnen als Entgelt nur ein wenig Hilfe bei der täglichen Arbeit leisten kann. Zahlreiche Jugendliche und auch zahlreiche bisher auf anderen Gebieten berufstätige junge Mädchen würden auf diese Weise vor der Arbeitslosigkeit bewahrt und als qualifizierte Kräfte dem hauswirtschaftlichen Beruf zugeführt werden können. Natürlich kann unb soll bas hauswirtschaftliche Jahr nur ben Unterbau bilben für eine noch grünblichere Berufsausbilbung. Geprüfte Hausgehilfinnen bebürfen einer zweijährigen Ausbilbung. Wie berichtet wirb, haben schon mehr als 11 000 Hausgehilfinnen biefe Lehrzeit burch- gernacht unb bann bie vorgeschriebene Prüfung mit Erfolg bestauben. Ein internationaler Kongreß ber Hauswirtschaft, ber bernnächst in Berlin zusammentreten soll, wirb Richtlinien für bie hauswirtschaftliche Lehre unb bie Prüfung aufstellen, bamit eine möglichst große Zahl von künftigen Hausfrauen in einer hauswirtschaftlichen Lehrzeit für ben künftigen Beruf aufs beste vorbereitet werben kann. 4 In ber Aussprache betonte Bezirksbauernführer Defch, bie Viehverwertungsgenossenschaft sei ein Instrument bes Bauern. Im neuen Staat werbe sie sich burchsetzen, benn im nationalsozialistischen Staat gehe es nicht mehr nach bem früheren übe» ralistischen Grunbsatz: „Angebot unb Nachfrage regeln ben Preis", sonbern im Sinne bes nationalsozialistischen Wirtschaftsbenkens liege es, baß bem Bauern ein gerechter unb fester Preis gesichert werbe. In ber nationalsozialistischen Marktregelung werbe bies zur Durchführung kommen. Aufsichtsratsmitglieb Bauer Johannes Schäfer (Hörnsheim) roanbte sich gegen bie Nörgler. In ben Vorstanb würben wieber- bzw. neugewählt: Lanbwirt Friebrich Reitz (Hochelheim), Vorsitzenber; Bürgermeister Langsborf (Groß- Rechtenbach), stellvertretenber Vorsitzenber; Bauer Johannes Schäfer (Hörnsheim). Dem Aufsichtsrat gehören jetzt an: Wilhelm Köster (Oberwetz), Vorsitzenber; Bürgermeister Lotz (Steinborf), Hofmann (Kinzenbach), H a r b t (Griebelbach), Süß (Nieberbiel), Bork (Lützellinben). Es würbe noch ber Beschluß gefaßt, ben Sitz ber Genossenschaft von Hochelheim nach Wetzlar zu verlegen. Der Vorsitzende sprach bann über bie Einteilung ber Schlachtwertklassen, bie nunmehr burchgeführt werben solle, währenb sie früher nur auf bem Papier ftanb. Unter „Verschiedenes" wurde aus ber Versammlung heraus beantragt, baß ber Vorstanb sich bei ben maßgedenben Stellen bafür einsetzen soll, baß nun enblich ber Montagsmarkt verschwinbet unb einheitlich im Reich ein Markttag eingeführt wirb. Bezirksbauernführer D e s ch (Oberwetz) betonte, ber genossenschaftliche Grunbsatz „Vertrauen gegen Vertrauen" müsse bei aller genossenschaftlichen Arbeit immer wieber im Vorbergrunb stehen. Mit einem Gruß an ben Führer würbe bie Generalversammlung geschlossen. Der Trauring im Kuhmagen. W e ft e r b u r g , 22. Aug. (LPD.) Im Kreisort Hunbsangen hatte bie Ehefrau des Lanbwirts Steinebach vor einem halben Jahr ihren Trauring verloren, ber trotz alles Suchens nicht aufzufinden war. Nun wurde ber vermißte Goldreif im Magen einer geschlachteten Kuh gefunden, bie ein Metzgermeister aus Limburg von dem Landwirt Steinebach gekauft hatte. Der Ning konnte ber überraschten Eigentümerin wieber zugestellt werben. Kreis Biedenkopf. LPD. Biedenkopf, 22. Aug. In einer Wirtschaft in dem Kreisort Kombach kam es kürzlich im Anschluß an die Abschiedsfeier eines Lehrers zu schweren Schlägereien, an der sich zahlreiche jugendliche Personen beteiligt hatten. Als die Gendarmerie eingriff, wurde diese auf bas schwerste beleibigt. Auf Grunb biefer Streitigkeiten kam bann ein Ermittlungsverfahren in Gang, in bessen Verlauf von ben beteiligten Kreisen Angaben gemacht unb burch Eib bekräftigt würben, bie sich später als unwahr herausstellten. Jnfolgebes- sen würben jetzt fünf junge Leute aus Kombach von ber (Benbarmerie verhaftet unb in bas Gerichtsgefängnis nach Marburg geschafft. Politische Motive liegen biefen Ausschreitungen nicht zugrunde. Starkenburg. Ein„DeutscheSLokomotiv-Bild-Archiv^ in Darmstadt. LPD. D armstabt, 22. Aug. Die Technische Abteilung des Verkehrszentralamtes ber Deutschen Stubentenschaft in Darmstabt hat in jahrelanger Arbeit ein „Deutsches Lokornotiv-Bilb- Archiv" geschaffen, bas hinsichtlich seines planmäßigen Ausbaues, seiner Güte unb seines Umfanges eine einzigartige Lokvmotiv-Lichtbilbsamm- lung für wissenschaftliche, geschichtliche unb Liebhaberzwecke barstellt. In etwa 4000 Abbilbunaen gibt sie einen Ueberblicf über bie Entwicklung oer beutschen Lokomotiven in hunbert Jahren. Die Dampflokomotivgattungen ber Deutschen Reichsbahn unb ber Eisenbahnen bes Saargebiets sinb voll- ftänbig vorhanben, sowie fast alle Gattungen ber ehemaligen beutschen Länberbahnen unb bereu Vorgängerinnen. Auch bie elektrischen Lokomotiven unb Triebwagen aller Antriebsarten sinb fast vollzählig vertreten; bazu kommen zahlreiche Lokomotiven ber beutschen Privat- unb Kleinbahnen mit ihren oft eigenartigen Kalifornien. Das junge Archiv finbet bereits in wissenschaftlichen Kreisen stärkste Beachtung. So bebienen sich z. B. fünf Hochschulen, bas Deutsche Museum in München, bas Verkehrs- unb Baumuseum in Berlin, sowie zahlreiche anbere Lehranstalten unb wissenschaftliche Büchereien laufenb bes reichhaltigen Bilbmaterials. Auch für bie Verkehrswerbung werben bie Aufnahmen, bie bie Eisenbahn im Lanb- schaftsbilb zeigen, nutzbar gemacht. 125. Negimentsjubiliium der 88 er in Mainz. Mainz, 22. Aug. (LPD.) Im Jahre 1808, also vor 125 Jahren, würbe von Herzog Friebrich August von Nassau bas „2. Nassauische Infanterie-Regiment Nr. 8 8" gegrünbet. Die ruhmreiche Regimentsgeschichte sieht bie Truppe zunächst im Dienste Napoleons I. in Spanien kämpfen. 1820 würbe bie Weltkurstabt Wiesbaben, unb bas sollte 50 Jahre währen, als Garnison bezogen. 1866 kämpften bie 88er gegen bie Preußen, um 1870/71 selbst als neugefügtes Preußenregiment bei Sedan, Wörth, Weißenburg und in anderen Schlachten zu streiten. Im Januar 1871 wurde Mainz als Garnison bestimmt, nachdem das erste Bataillon vorher als erste deutsche Truppe in Paris Einzug gehalten hatte. In dem großen Völkerringen 1914= 1918 besiegelten 127 Oftziere, 3934 Unteroffiziere unb Mannschaften bes Regiments ihre Treue zum Vaterlanb mit bem Tob. Nach bem traurigen Enbe 1918 würbe bas Regiment, nachbem es bei Aachen wohlgeorbnet über bie Grenze gegangen war, in Hanau aufgelöst. Am fommenben Samstag unb Sonntag feiert bas Regiment in ber letzten Garnison unb alten Festungsstabt Mainz in würdigem, aber einfachem Rahmen fein 125. Jubiläum. Ein großer Fahrradmarder vor Gericht LPD. Mainz, 22. Aug. Vor ber Großen Strafkammer stauben sechs Angeklagte, nachbem gegen .fünf anbere Angeklagte bas Strafverfahren auf Grunb bes Gesetzes über bie Straffreiheit eingestellt werben mußte. Es waren ber Hauptangeklagte vorbestrafte 34jährige Karl Baber, ber ebenfalls vorbestrafte Franz Leser, ber vorbestrafte 25- jährige Otto S) eib, ber 30jährige vorbestrafte Hermann Weiß, ber 21jährige vorbestrafte Hermann Kaiser unb ber bisher unbestraft gebliebene Johann K a s ch u b e, sämtlich aus Worms. Baber als Haupttäter hatte 25 Fahrräber, ebenso Strümpfe, Hemden, Photoapparate, eine Wolldecke, einen Rollschinken, Frottierhandtücher unb begleichen mehr, bis in bas Jahr 1930 zurück- liegenb, gestohlen, bie einzelnen Angeklagten, insbesondere Leser, machten sich der Begünstigung, Beihilfe unb Hehlerei schulbig. Das Urteil lautete wie folgt: Die Angeklagten Heib, Weiß unb Kaschube werben freigesprochen, bzw. gegen sie wirb bas Verfahren auf Grunb bes Amnestiegesetzes eingestellt. Mangels Beweises wirb ber Angeklagte Kaiser freigesprochen. Leser wirb wegen Beihilfe zum Diebstahl in brei Fällen unb wegen Hehlerei in zwei Fällen zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Der Haupttäter Baber erhält wegen einfachen Diebstahls in 37 Fällen unb wegen schweren Diebstahls in einem Fall eine Gesamt- gefängnisstrafe von vier Jahren unb fünf Jahre Ehrverlust. Sechs Monate Untersuchungshaft sinb anzurechnen. Die Landstraße ist keine Rennbahn. Rüsselsheim, 22. Aug. (LPD.) Zwei junge Motorradfahrer veranstalteten nach dem Besuch ber Kirchweih auf der Straße nach Hofschönau eine Art Wettrennen. Beim Ueberholen eines Fuhrwerks erlitt ber eine einen schweren Sturz, wobei er sich Kopf- unb Gesichtsverletzungen unb einen Bruch des rechten Armes zuzog, so daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Auch sein Freund stürzte beim Zurückschauen, jedoch kam er noch glimpflich davon. Büchertisch. — Hans Braun-Bessin: „...trotzdem lachen!" Die Geschichte einer Arm-Seligkeit. Brunnen-Verlag G. rn. b. H., Berlin SW 68. — (287) — Der Kampf eines Schriftsteller-Ehepaares verkörpert den Kampf ber jungen Generation unb gibt einen Ausschnitt bes Weges von ber Armut zum Erfolg, vom Erfolg zur Enttäuschung unb durch bie Enttäuschung zu neuem Schaffen. In keiner Lebenslage verzweifelnb, immer lachenb, jedoch niemals leichtsinnig, nur mit bem unbeugsam festen Willen, sich durchzusetzen, ist bas Buch so recht für unsere Tage geschrieben. — Sie Nibelungen. Des Helbenliebes beide Teile, neuerzählt von Rubolf Herzog. Leipzig, 1934. K. F. Koehler G. m.b.H., Ganzleinen 2.85 Mark. — (51) — In die 109. „Koehler-Reihe" ist auch das Nibelungenepos in der schwungvollen Darstellung Rubolf Herzogs ausgenommen roorben. Der Glanz ber Sprache wetteifert hier mit ber erschütternden Größe und Menschlichkeit bes Stoffes;' hier haben wir eine populäre Einführung jn bU größte deutsche Heldensage. ^.A.-'Spoit Das traditionelle Schauinsland-Rennen, das in Das traditionelle ^cyaumsiand-^ennen das m. ^asch nen-Klassen und in der kleinen Beiwagm- L>ef«m Jahre zum ersten Male als „Großer Berg- st'2 (i i4)"(cin konnte. „Bobby" Kohlrau,ch Preis von Deutjchland ausgetragen wurde, war , bei den Sportwagen erfolgreich und wieder -in ganz großer Erfolg Bei schönstem g-rnst Burg aller (Berlin, bracht- einen Sport- Wetter umfaum en Zehntaufende d,e kurvenreiche llnh' in,n R-nnwaaen-Laus an sich. und einen Rennwagen-Lauf an sich. scherseits keine sonderlichen Erwartungen gesetzt werden. Besonders die deutschen Amateure hatten Pech, und so war der einzige Erfolg der 4. Platz wäre. Die anderen -orenz, Klöckner, Hasselnberg Deutschland im Gegelslug voran! tätigen gewährt werden muj satz halten wir fest. Mit Beginn der neuen Spielserie haben wir daher für die Erwerbslosen zum Besuch der Sport- Zu dem bereits gemeldeten Volks- und Mannschaftsschießen, das der Schützenverein Gießen Mitte September veranstaltet, sind die Vorbereitungen bereits so weit gediehen, daß mit einem guten Gelingen gerechnet werden kann. Nähere Einzelheiten werden zu gegebener Zeit bekanntgemacht den, daß Arbeitslose beim Lösen von Eintrittskarten den von den Vereinen mit der Kontroll- Kassenführung Beauftragten vom Arbeitsamt -oder vom Wohlfahrtsamt ausgestellte Ausweise vorzeigten, die bei genauer Durchsicht als ungültig an- gesprochen werden mußten. Teilweise waren diese Ausweise letztmalig vor Jahresfrist oder noch längere Zeit zurückliegend abgestempelt worden. Ferner konnte beobachtet werden, daß Sportplatzbesucher Eintrittskarten einmal gegen Vorzeigung alter ungültiger Ausweise, zum anderen auch ohne Ausweise an Erwerbslosen-Kassen lösten, mit der Begründung, ihre Ausweise vergessen zu haben, obwohl bekannt war, bzw. späterhin festgestellt werden konnte, daß alle diese Personen erwerbstätig und demnach zum Lösen von Karten ohne Ermäßigung verpflichtet waren. Diesem Mißstand abzuhelfen, hält sich der Gau im Interesse der Erhöhung der Einnahmen der in Betracht kommenden Vereine für verpflichtet. Wir vertreten nach wie vor den Standpunkt, daß den Erwerbslosen beim Besuch von Sportplätzen unter allen Umständen hinsichtlich der Eintritts- in der Gau-Geschäftsstelle, Kassel, Weißenburgstraße 1, und soweit sie auswärts wohnen, beim zuständigen Kreisführer gegen Vorzeigung ihrer zur Zeit gültigen Arbeitslosen-Stempelkarte unverzüglich zu beantragen. Der Ausweis ist allmonatlich der Gau-Geschäftsstelle oder dem zuständigen Kreisführer zur Abstempelung vorzulegen, denn nur die mit dem jeweiligen Monatsstempel versehenen Ausweise berechtigen in Zukunft das Lösen einer verbilligten Eintrittskarte. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Karten in keinem Falle übertragbar sind. Bei Veretwas in den Knochen zu liegen, denn er fuhr nicht mit der sonst bei ihm gewohnten Tollkühnheit. Am Schluß lag er 26 Sekunden hinter Hans Stuck, und das will bei einem Bergrennen schon etwas heißen. Stuck brauchte für die Strecke 8:06,6 Minuten, was einem Durchschnitt von 88,779 Stundenkilometer entspricht. Er stellte damit die Tagesbestzeit und einen neuen Berg-Rekord aus. Caracciola kam nach 8:32,6 Minuten am Ziel an. Sein Durchschnitt war 84,276 Stundenkilometer. Auf dem dritten Platz landete ebenfalls ein Deutscher, Ernst von Delius (Berlin), der allerdings einen italienischen Alfa- Romeo-Wagen fuhr. preise eine Vergünstigung gegenüber den Erwerbs- lß. An diesem Grund- Einführung von Ausweisen für Erwerbslose beim Besuch von Sportplätzen. Seit der Segelflug besteht — also seit rund fünfzehn Jahren — war der Rhön-Segelflug-Wettbe- werb auf der Wasserkuppe stets ein getreues Abbild dessen, was das ganze Jahr hindurch in diesem schönsten, weil freiesten und erzieherischsten Sport geleistet worden ist. Betrachtet man nun einmal die Ergebnisse der 15. Rhön, dann gebietet die Gerechtigkeit, festzustellen, daß der Deutsche Luftsportverband die Aufgabe, die er sich selbst gestellt hat, tn einer Weise zu lösen vermochte, die größte Anerkennung und Bewunderung verdient. War der Segelflug vor der nationalsozialistischen Revolution trotz allen Gemeinschaftsgeistes doch eine ganz individuelle Betätigung, so hat der Dille unseres Luftfahrtministers Hermann Göring ihn innerhalb ganz kurzer Zeit zu einem Gemeinschaftssport gemacht. Es haben nicht weniger als 20 Segelflugzeuge während des Wettbewerbs Strecken von mehr als 125 Kilometer zurückgelegt, und 15 Maschinen vollbrachten Dauerflüge von mehr als fünf Stunden. Die Zahl derjenigen Piloten, die ihre Startstelle um mehr als 1000 Meter zu Überhöhen vermochten und die Zahl derer, die länger als eine Stunde in der Luft blieben, ist so groß, daß die Liste bei der feierlichen Preisverteilung nicht bekanntgegeben werden konnte. Acht junge Segelflieger, darunter der jüngste Wettbewerber mit I8V2 Jahren, holten sich das Leistungsabzeichen, die höchste Auszeichnung, die jeder Segelflug zu vergeben hat. Diese Ergebnisse sind bestimmt ebenso wichtig wie die großen, hervorragenden Leistungen unserer Besten, wie die Rekordflüge von Wolf H i r t h , von Ludw. Hofmann, von Wiegmeyer und Heini Dittmar, der alle schlug und sich mit seinem Streckenfluge über 375 Kilometer den Weltrekord eroberte. Nicht das Können einiger Weniger entscheidet, sondern das. Leistungsniveau der Allgemeinheit. Und daß dieses sich auf einer Höhe befindet, die man noch vor einem Jahre kaum zu erhoffen wagte, das ist der größte Erfolg dieses erfolgreichsten aller bisherigen Rhön - Segelflug- Wettbewerbe. Während sich früher die „Rhön" zum größten Teil über die Wasserkuppe und der ihr benachbarten Bergmassive abspielte, stand sie diesmal fast gänzlich im Zeichen der Streckenflüge. Gewiß, der erste Teil des Wettbewerbes brachte mit seinen starken Westwinden und großen thermischen Segelflugmöglichkeiten ein geradezu ideales Wetter für Streckenflüge. Aber was nützt das geeignetste Wetter, wenn die Flieger nicht den Mut haben, sich vom vertrauten Hang zu lösen? In diesem Jahre hatten sie den Mut: nicht nur die „Kanonen", die allen Situationen gewachsen sind, sondern auch die Jungen, die vielleicht zum ersten Male auf der Rhön waren. Sie alle zogen aus, manchmal in regelrechten Geschwadern und ließen sich von der Kraft der Luftbewegungen weit ins Land tragen. Es ist nicht leicht, auf Strecke zu gehen; unbekannt ist das Ziel, unbekannt das Lande- gelande. Und die Maschine, die den jungen Flieger tragt, ist nicht nur fein Heiligtum, fon- werden. G-oßer Bergpreis von Deutschland. Hans Stuck Deutscher Bergmeister. sagen Lacquehays im Steherendlauf hinzu, nachdem Paillard schon im Vorlauf ausgeschieden war. Den Sieg in der Straßen-Weltmeisterschaft der Berufsfahrer holtsn sich dafür die Belgier, die nicht nur durch Kaers den ersten, sondern auch durch Daneels den 3. Platz belegten. Scherens war bei den Berufsfliegern auch diesmal eine Klaffe für sich. Besser als erwartet kamen schließlich noch die Holländer mit dem Sieg Pellenaars in der Straßen-Weltmeisterschaft und dem 2. Platz van Dliets in der Amateur-Flieger-Meisterschaft, etwas schlechter als wohl erwartet die Schweizer weg: auch die Dänen spielten gar keine Rolle, von den übrigen beteiligten Nationen nicht zu reden. * Die Lage im internationalen Radsport ist durch den Verlauf und die Ergebnisse der Leipziger Weltmeisterschaftskämpfe in mancher Hinsicht deutlicher oder auch etwas anders als bisher gezeichnet worden. Die Vorherrschaft im internationalen Amateur- fliegersport ist umstritten. Merkens' überragende Stellung hat durch die Leipziger Niederlage eine empfindliche Erschütterung erlitten. Ein gewisser Trost liegt darin, üaß Merkens nun aller Wahrscheinlichkeit nach dem deutschen Amateursport er- Können zeigen würde — und da gab er auf! Die beiden errungenen Weltmeisterschaften im Zweier- Ra d b a l l und im Sechser-Rasenradball durch die Mannschaften der Frankfurter Germania- Wanderlust rundeten das deutsche Gesamtergebnis günstig ab. Jedoch nicht nur Deutschland ist es so gegangen. Für die Italiener war die Niederlage ihrer Mannschaft in der Berufsfahrer-Weltmeisterschaft eine Enttäuschung, um so mehr, als sich Guerra dem bisher noch wenig bekannten jungen Belgier Kaers zum Schluß beugen mußte, Olmo schon vorher aufgegeben hatte und auch Vergamaschi nichts zu bestellen hatte. Dafür bildete in erster Linie der Sieg ihres jungen Amateurfliegers P 0 l a in der Weltmeisterschaft ein Pflaster auf diese Wunde, und schließlich stellte der dritte Platz ihres Stehermeisters Severgnini hinter Metze und Krewer einen schönen Achtungserfolg dar. Für die Franzosen wie die Belgier trifft dieselbe Cbarakterisierung in der Weise zu, daß die enttäuschten Hoffnungen bei den Franzosen, die übertroffenen Erwartungen bei den Belgiern waren. Der französische Radsport ist ohne jeden Titel von Leipzig heimgekehrt. Bei den Amateurfliegern brachte es Leute noch auf den dritten Platz, bei den Berufsfliegern endeten Gerardin und Michard hinter Scherens und Richter. Mit einem undankbaren 2. Platz muhte sich auch Deforge im Amateurstraßenrennen begnügen, und die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Verteidigung der Berufsfahrer-Straßen-Weltmeisterschaft wurden völlig enttäuscht. Der vorjährige Meister Speicher konnte infolge einer Sturzverletzung überhaupt nicht starten, der Vorjahrszweite Magne spielte zum Schluß keine Rolle mehr, Lapebie mußte aufgeben. Und dann kam noch das Ver- So blieb noch die Entscheidung der Steher- weltmeislerschaft, und hier haben die deutschen Fahrer Wehe und krewer die auf sie gefetzten Erwartungen übertroffen. Galten vorher die französischen Teilnehmer als die gefährlichsten Rivalen, so waren gerade sie zum Schluß überhaupt nicht mehr dabei. Paillard gab bereits im Vorlauf, den Metze gewann, nicht zuletzt unter dem Eindruck der ausgezeichneten Leistung des Deutschen Meisters entmutigt auf. Hatte der vorjähriae Lacquehay den anderen Vorlauf über- Die Radweltmeisterschaften 1934 können in die Sportgeschichte eingehen als die Weltmeisterschaften der enttäuschten Hoffnungen und der übertroffenen Erwartungen zugleich. Vor allem für Deutschland, das zu Beginn der Weltmeisterschaften die Niederlage feines heißen Favoriten Merkens in der Weltmeisterschaft der Amateurflieger erleben mußte und auch die Hoffnungen enttäuscht sah, daß es EnMschteHoffnungen/iibeltwffeneEnvMngen Rückblick auf die Raöwel Meisterschaft n in £cipdg. Der Amtlichen Sport-Rundschau des Gaues XII Nordhessen entnehmen wir folgende Veröffentlichung: In den vergangenen Monaten konnte bei dem Besuch der Sportplätze wiederholt festgestellt wer- Auch bei den Motorrädern und Sportwagen gab es spannende Kämpfe. Der erfolgreichste Fahrer war hier der Godesberger Loos, der in zwei Solo- ! mnfrhmpn^fnffpn lind in der kleinen Beiwaam- Strecke und verfolgten mit Spannung die harten Kämpfe der Rennfahrer. Besonders wurde natürlich der Start der beiden deutschen Meisterfahrer Hans Stuck und Rudolf Caracciola beachtet. Die Frage: Kann Stuck „Caratsch" diesmal schlagen, lag in aller Munde. Es gelang Hans Stuck. Allerdings schien dem Mercedes-Ben^Fahrer Caracciola der Sturz beim Acerbo-Pokal-Rennen in Pescara noch Die bestehenden alten Rekorde wurden nicht weniger als 39 mal unterboten, ein Beweis für die große Schnelligkeit der gestarteten Maschinen. Es gab auch zwei Ausländersiege, und zwar von dem Italiener Rosoelle in der 1100-Kubikzentimeter- und von Keßler-Schweiz in der 1500-Kubikzentimeter- Rennwagenklasse. — sind zur engeren internationalen Elite noch nicht zu rechnen. Doch auch in Italien, Frankreich, Holland, Schweiz sind die größeren 'Könner sehr selten. Im Berufsfliegersport ist die Lage völlig unverändert geblieben. Der Belgier Scherens, der Deutsche Richter, die Franzosen Michard, Gerardin, Faucheux, und nur noch wenige andere bilden nach wie vor die erste Klasse. Stärkere Veränderungen sind im Straßenrennsport hervorgetreten. Das Amateurrennen stand im Zeichen der neuen Leute. Unsere deutschen Fahrer — Scheller, Krückl, Weiß — sind bestimmt besser, als das Endergebnis zum Ausdruck bringt. Itebrigens wurde das entscheidende Rennen in einem Durchschnittstempo von 41,920 Stundenkilometer gefahren, d. h. mit einer bisher noch in keinem Straßenrennen der Welt erreichten Geschwindigkeit! Das erfolglose Abschneiden der Italiener und der Franzosen im — doppelt so langen — Berufsfahrerrennen, mag auch darauf zurückzuführen fein, daß es sich nicht um ein Straßenrennen handelte, wie es diese Fahrer in erster Linie gewöhnt sind, sondern mehr um ein Rundstreckenrenn auf dem auch die Vertreter des „Flachlandes" gewannen. Wer den Verlauf beobachtete, konnte feststellen, was es heißt, mit „N a t i 0 n a l t a k t i k" zu fahren. Führten Olmo und Vergamaschi, so versuchte hinten Guerra, das Tempo der übrigen Teilnehmer zu mindern. Lag Guerra vorn, so konnte man den Eindruck Haben, daß Olmo hinten „bremste". Allerdings: zum Schluß half alle Taktik nichts, da Guerra doch noch einen Fehler machte und sich von dem Spurtfahrer Kaers schlagen ließ. Taktisch gefahren wurde auch die Steherweltmeisterschaft von deutscher Seite. Dabei muß besonders die Leistung Krewers anerkannt werden, der ein geradezu unüberwindliches Hindernis für Lacquehay darstellte und damit Metze seine Aufgabe erleichterte. Für den deutschen Stehersport stellt Leipzig einen Erfolg dar, der das Ansehen der deutschen Fahrer weiter zu steigern geeignet ist. E. halten bleibt, was im Falle seines Sieges wohl nicht mehr der Fall gewesen deutschen Fahrer — Lorenz, eins^führer. Letzteren wird empfohlen, zur wirksamen Durchführung einen Abdruck der Maßnahme am Sportplatzeingang auszuhängen. Riemann, Fußball-Gauführer. Fr. V a up e l, Gau-Kassenwart. Terminliste der Dorserie der 2. Kreiö- klaffe Gruppe Biebertal. 9. September: Erda — Fellingshausen, Frankenbach — Hohensolms, Kinzenbach — Krofdorf-Gleiberg II, Vetzberg — Wißmar, Launsbach — Turngemeinde Rodheim. 16. September: Fellingshausen — Frankenbach, Hohensolms — Launsbach, Krofdorf II — Vetzberg, Wißmar — Erda, Kinzenbach — Rodheim. 23. September: Frankenbach gegen Kinzenbach, Launsbach — Krofdorf II, Vetzberg — Hohensolms, Erda — Rodheim. 30. September: Fellingshausen — Vetzberg, Krofdorf II — Frankenbach, Hohensolms — Erda, Rodheim — Wißmar, Kinzenbach — Launsbach. 7. Oktober: Vetzberg — Rodheim, Frankenbach gegen Erda. Launsbach — Fellingshausen, Wißmar — Hohensolms. 14. Oktober: Erda — Kinzenbach, Rodheim gegen Krofdorf II, Fellingshausen — Wißmar, Vetzberg gegen Frankenbach. 21. Oktober: Hohensolms — Fellingshausen, Krofdorf II — Erda, Wißmar — Frankenbach, Launsbach — Vetzberg. 28. Oktober: Fellingshausen — Krofdorf II, Erda gegen Launsbach, Frankenbach — Rodheim, Kinzenbach — Hohensolms. 4. November: Krofdorf II — Wißmar, Launsbach gegen Frankenbach, Rodheim — Hohensolms, Fellingshausen — Kinzenbach. 11. November: Kinzenbach — Vetzberg, Rodheim gegen Fellingshausen, Wißmar — Launsbach. 18. November: Vetzberg — Erda, Kinzenbach gegen Wißmar, Hohensolms — Krofdorf II. Schützenverein Gießen. Wiederum kann der Schützenverein Gießen von sehr beachtlichen Erfolgen berichten. Wenn auch vom kürzlich in Leipzig stattgefundenen Deutschen Bundesschießen noch nicht sämtliche Resultate bekannt- gegeben worden sind, so steht doch heute schon fest, daß sich die daran beteiligten Gießener Schützen bestens placiert haben. Mit dem 2. Preis auf Pistole-Meisterscheibe und dem 11. Preis auf Pistole- Festscheibe steht Georg Schilling unter den deutschen Schützen an ganz hervorragender Stelle. Unter zirka 3000 Bewerbern konnte er damit den goldenen Eichenkranz auf Pistolen-Meisterschaft erringen. Willi Georg vermochte auf Kleinkaliber-Meisterschaft einen silbernen Eichenkranz zu sichern. Wie oben erwähnt, sind noch nicht alle Resultate dieses größten und bedeutendsten Schießens Deutschlands ermittelt, und es wird demnächst weiter darüber berichtet werden können. Der vergangene Sonntag sah die Gießener Schützen auf dem Gauverbandsschießen Hessen und Hessen-Nassau in Laubach. Hier holten sich Gg. Schilling, Heinrich Appel und Willi Georg im Mannschaftsschießen den 1. Preis und somit die Gaukette. Als Einzelsieger gingen Gg. Schilling mit dem 2., Heinrich Appel mit dem 6. und Willi Georg mit dem 11. Preis aus dem Wettkampf hervor. Weiterhin erhielten: 300-Meter-Feldfestscheibe: H. Sauer, 6. Preis, Hch. Appel, 8. Preis. 175-Meter-Standfeftscheibe: W. Georg, 5. Pr., Gg. Schilling, 7. Preis, Dippel, 11. Preis. 175-Meter-Wehrmannfeftscheibe: Gg. Schilling 1. Preis (Ehrenpreis der Stadt Laubach). 100-Meter-Auflegefcheibe: Fr. M ö b s, 4. Preis, H. Sauer, 8. Preis, W. Georg, 14. Preis. fehlungen wird die betr. Karte eingezogen. ... . Wir bitten um schnellste und geeignete Bekannt- legen gewonnen, so brachte er im Endlauf eine um so gäbe dieser Anordnung durch die Kreis- und Ver- größere Enttäuschung. Fast 75 Kllometer lang war- ..... ~ ■ ' ■ ' - " ’ * teten die Zuschauer darauf, daß er nun fein großes vorgelegt werden. Wir fordern daher alle heute noch arbeitslosen Sportkameraden auf, sofern sie . ■ . - - zum Besuch von Wettspielen demnächst eine Preis- «n Verlauf der Straßen-Weltmelsterschaft auch noch Vergünstigung zu beanspruchen wünschen, ihren Pech, und so war der einzige Erfolg der 4. Platz Ausweis, soweit sie ihren Wohnsitz in Kassel haben,1 des 'un^n G H u f chke m der Weltmeisterschaft . . -1 - < der Berufsstraßenfahrer. Plätze Ausweise eingeführt, auf Grund deren in - . v ...» •, ~ Zttunft nur noch einzig und allein eine Preisner- : R, cht e r viel eicht gelingen möge, auf deutschem günstigung gefordert werden kann. Diese Ausweise i Boden ben be!gifd)en Titelverteidiger Scherens zu müssen der Gau-Geschäftsstelle, bzw. den zuständi- besiegen. Richter wurde Zweiter. Merkens sogar gen Kreisführern allmonatlich zur Abstempelung nur Vierter Auf die Straßenrennen konnten deut- dern das der gesamten Gruppe. So bürden Slreckenslüge den Flugzeugführern auch ein großes Maß von Verantwortung auf. Es war eine Freude zu sehen, wie sie alles auf sich nahmen und hinauszogen ins Unbekannte. Mehr als ein Viertel des Erdumfanges ist während des Wettbewerbes in Streckenflügen umflogen worden, und ein einziger, der junge Mannheimer P> lot Ludwig Hofmann, konnte allein 1177 Kilometer mit feinem Flugzeug „Lan- desgruppe Baden" bewältigen. Neben diesen Streckenflügen beherrschten die ausgesprochenen Gemeinschastsleistungen, die in diesem Jahre zum ersten Male in der Ausschreibung besonders berücksichtigt wurden, den Wettbewerb. Wer da anfänglich den Kopf geschüttelt und gemeint hatte, Gemeinschaftsflüge seien zwar für Motor- nicht aber für Segelflugzeuge möglich, der mußte sich eines Besseren belehren lassen. Die Segelflugzeug- kette der Landesgruppe Württemberg, die den Ziel- flugpreis für Segelflugketten errang, flog nicht nur zum Heidelstein und kehrte wieder zur Kuppe zu- rück, sie absolvierte den ganzen Flug sogar im geschlossenen Verband und erhielt für diese besond.re Leistung auch eine Prämie zugesprochen. Ähnlich; sind die Streckenflüge der Segelllugketten zu w"r- ten, auf denen 581, 473 und 289 Kilometer zurück» gelegt wurden. Das Beispiel des Deutschland-Fluges hat Schule gemacht: auch im Segelflug sind Ge- meinschastsleistungen möglich. In diesem Jahre ist die 300-Kilometer-Grenze überschritten worden. Heini Dittmar kam mit feinen 375 Kilometer fast bis an die 400-Kilometer-Zone heran. 3n den kommenden Jahren wird es weiter vorwärts gehen, und wir dürfen davon überzeugt fein, daß die Möglichkeiten des Segelflugsports heute noch keineswegs erschöpft sind. Im Gegenteil, jeder Wettbewerb, ja, jeder Flug bringt etwas Neues. Wir Deutsche aber müssen stolz darauf sein, daß wir es waren, denen die motorlose Eroberung des Luftraumes gelungen ist. Aus der Not geboren, entstanden in einer Zeit, da man mit der Willkür von Diktaten den deutschen Aar an den Boden fesseln zu können glaubte, hat der Segelflug einen Siegeszug zurückgelegt, der uns berechtigt, große Hoffnungen in die Zukunft zu fetzen. Doch nicht allein Geist und Können der Piloten entscheiden, eine ausschlaggebende^ Rolle spielt auch das Flugzeug. So sehr die straffe- Organisation des Segelsluges durch den Deutschen Luftsportverband zu begrüßen ist, und so wertvoll' die Beschränkung auf nur wenige, besonders bewährte Segelflugzeugmuster im Hinblick auf die Verbilligung der Beschaffung erscheint, darf man doch die Gefahr einer Stagnation in konstruktiver Hinsicht nicht unterschätzen. Die 15. Röhn hat im Gegensatz zu den vergangenen Wettbewerben neben großen Gruppen von Standardtypen eigentlich nur drei neue und wegweisende Muster am Start gesehen. Die schwanzlose Maschine der Brüder Horten, über die ein abschließendes Urteil noch nicht möglich ist, und die ausgezeichneten Konstruktionen „Fafnir II" von Alexander Lippisch und „Niedersachsen" der Göttinger Gruppe, die bereits erfolgreich ihre Feuerprobe bestanden, waren alles, was technisch neu und wertvoll war. Es ist also an der Zeit, die Konstrukteure wieder auf den plan zu rufen und für das nächste Jahr anreizende preise für Reuschöpfungen auszusehen. Alles in allem jedoch: Veranstalter und Wettbewerber dürfen mit den Erfolgen der 15. Rhön zufrieden sein. Der diesjährige Jubiläums-Segel» flugwettbewerb auf der Wasserkuppe, der ohne jeden Unfall ablief, zeugte deutlich, daß Deutschland im Segelflug führt, daß unsere Jugend sich täglich aufs neue den Luftraum erobert und daß wir dem Ziel, das uns Reichsluftfahrtminister Hermann Göring gestellt hat, nämlich ein JBotf von Fliegern zu werden, ein beträchtliches Stück näher gekommen sind. K. J. Radfernfahrt Berlin-Warschau. Deutscher Sieg auf der ersten Etappe nach Schneidemühl. Die große Radfernfahrt Berlin—Warschau, die gleichzeitig einen Radländerkampf Deutschland gegen Polen barftellt, wurde am Mittwoch mit der ersten; Etappe, Berlin—Schneidemühl, gestartet. Die Fahrt! endete mit einem großen deutschen Siege, konnten doch die deutschen Fahrer nicht weniger als 33/< Stunden Zeitvorsprung herausholen. Zwölf Mannl trafen in kurzen Abständen am Ziel in Schneide-1 mühl ein, und erst bann folgte ber erste Pole,^ Olecki. Sieger ber Etappe würbe ber Bielefelder! Scheller im Enbspurt nach einer Fahrzeit doit 7:35,40 Stunben für bie 249 Kilometer. Als Zweiter kam ber Deutsche Meister Krückl- Münchei ein. Weiß- Berlin, Hauswalb - Siegmar uni Fuhrmann- Breslau waren bie nächsten. Ii ber Länderwertung führt Deutfchlanb mit 45:34:21 Stunben vor Polen mit 48:46:42,6 Stunben. Dek Zeitvorfprung Deutfchlanbs beträgt also gen-' 3:13:15,6 Stunben. Kurze Sportnotizen. 7 0 0 Nennungen liegen für bas vom ™ As 23. September ftattfinbenbe Snternationr turnier vor. Weltmeister Metze siegte am ^^„oDer 10 000 Zuschauern beim Abendrennen-'^°^o°er im 100-Kilometer-Dauerrennen in / ben vor Severgnini-Jtalien, Lacqi^ay ch, Paillarb-Frankreich, Möller-Hanner un Pneto Spanien. et.. .. ec- , - Üniete beim Davispokal- Für bie 1 n 3 c JL.,se folqenbe Auslosung k°mpf gegen Dänemark Ed g z^Eer Ja- norgenommen: Sreita^ « Sonntag: Yen- cob en, von Gramm un " Anker fei II gegen Ulrich, Tramm gegen zinrer Ja- cobfen. * rc • r~ „(•IfTun oon 335 Kilometer bewältigte L" im Uweitbewerb au^bem tg felberg beteilig ba9CJ^xa®0? in der Tschechoslo- der vorn ber fünfte Segelflieger, ”e“r infb&m mehr als 300 Kilometer »eit flog. * Silbernen Sport-Plakette.der Stadt geehrt. - . .„„ha.» Weifter gehen am Wochen- ? r.e L Olnmcha-Werbesportfest in Kassel an ben Star? »TrAmener, Schein und Metzner treffen au, m! n°rdheffffche Elite und zahlreiche wertere Spitzen, fönner aus bem Reich. Ur. 196 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Donnerstag, 25. August 1954 Tannenberg - von der Gegenseite aus gesehen. Vor 20 Jahren: Hindenburgs Befreiungsschlacht in Ostpreußen. Von Rudolf von Wehrt. Rudolf von Wehrt hat in seinem neuen Buch „Tannenberg. Wie Hindenburg die Russen schlug." (Verlag Ullstein, Berlin) für die Schilderung der Vorgänge aus deutscher Seite in erster Linie die Darstellung des Reichsarchivs verwendet. Für das Geschehen auf r u s s i - scher Seite standen ihm in Deutschland bisher unerschlossene, umfangreiche Dokumente zur Verfügung. — Das hier wiedergegebene Kapitel veröffentlichen wir mit Erlaubnis des Verlages. Samsonow (der Führer der zweiten russischen Armee) sagt zum General P o st o w s k i: „Wie beurteilen Sie die Lage, Exzellenz?" Postow- ski antwortet nicht. Er sieht auf das Land, das unter der Gewalt der Schlacht vor ihm zuckt. Samsonow bittet Martos und Poftowski abseits. Sie stehen da. Samsonow hat in den Händen, über den Boden hinter sich herschleifend, eine Karte mitgenommen, er wirft sich auf den Boden und zwingt die anderen, sich neben ihn zu legen Der General Marios sagt sofort: „Exzellenz, wir müssen alle zurück. Geben Sie sofort den Befehl, den einzigen Befehl, der unseren beiden Korps noch Rettung bringen kann." General Poftowski erklärt etwas kläglich, das ginge doch nicht, man könne nicht einfach das Gefecht abbrechen, es fei nicht zu bestreikten, daß eine Krise herrsche, aber immerhin sähe er nicht ein, warum man alles in einem Augenblick verloren geben solle, der doch gar nicht so ungünstig wäre. Gewiß, das Korps Klüew sei in einem schweren Kampf vorn, vor der eigenen Front aber sähe es doch gar nicht so unglücklich aus. Gewiß schlüge sich das Korps Martos sehr schwer, aber das könne sich vielleicht noch wenden. Ein Zurückziehen der beiden Korps sei gleichbedeutend mit der Erklärung „wir haben die Schlacht verloren?" General Martos schreit: „Sie haben recht, Exzellenz, wir haben die Schlacht auch verloren", und er will noch hinzufügen, daß das im allerletzten Grunde mit an Postowskis unglückseliger Tätigkeit gelegen habe, aber er bezwingt sich Da sagt General Samsonow: „Rein, Exzellenz, Sie wissen, wie sehr lch auf Ihr Urteil höre. Sie wissen, wie sehr ich Ihnen vertraue. Diese Befehle können wir noch immer geben, können wir noch immer erlassen." General Klüew soll zunächst einmal angreifen, angreifen bis auf den letzten Mann. Der Generalstabsoberst, der schon vorhin zu Klüew gefahren war, wird herbeigewinkt. Der Oberst hat sofort zu General Klüew zu fahren und ihm zu sagen, daß alles davon abhängt, daß er angreift, so angreist, daß er die Deutschen werfen muß. Der Generalstabsoberst wirft sich in ein Auto und rast davon, den Hügel hinunter in die Richtung auf den Lärm der Schlacht zu. Dann stehen sie wieder auf dem Hügel und horchen, und zu ihrer Befriedigung schwillt der Gefechtslärm, da, wo das XIII. Korps stehen muß, immer mehr an. Es vergeht wohl eine Stunde, da kommt der Generalstabsoberst wieder und meldet, daß die Truppen des Generals Klüew zwar im schweren Kampf ständen, keineswegs aber im Angriff, und daß die Armeeführung von Glück reden könne, wenn es dem Korps Klüew gelänge, sich der Deutschen zu erwehren. Die Deutschen seien im Vorteil. Da springt der General Martos auf, er faßt den General Samsonow mit beiden Händen ... Er erzählt selbst: „Ich wandte mich an Samsonow und sagte: ,Jetzt müssen wir auf eine Katastrophe gefaßt sein.' Ich schlug einen Rückzug auf Chorzelle einen Rückzug nach Südosten vor. Poftowski schwieg hartnäckig." Samsonow aber bestand auf dem Rückzug nach Neidenburg, nach Süden, und wünschte eine hartnäckige Verteidigung dieser Stadt. Der General Martos versuchte noch, den General Samsonow von dieser gefährlichen Richtung abzubringen, aber es gelang ihm nicht. General Samsonow befiehlt, für die beiden Korps Klüew und Martos sofort die Rückzugsbefehle auszuschreiben. Da sieht plötzlich der General Samsonow über den sandigen Weg zum Hügel herauf sich einen Motorradfahrer quälen. Der Mann ist über und über mit Staub und Schmutz bedeckt. Er blutet etwas im Gesicht. Er scheint gestürzt zu sein auf seiner eiligen Fahrt. Der Fahrer sieht von weitem den General Samsonow, er kommt zu ihm und er meldet: Kurz bevor die Apparate der Funkstation abgebaut worden waren, sei noch als letztes Telegramm ein Funkspruch des Generals S h i l i n s k i eingetroffen. Der General Samsonow, in ungeheuerlicher Erregung, reißt dem Meldefahrer das Kuvert aus den Händen, reißt das Blatt mit dem Funkfpruch heraus und liest: Funkfpruch an General Samsonow: „Die mutigen Truppen der Ihnen anvertrauten Armee haben in allen Ehren die schwierige Prüfung überstanden, die ihnen bei den Kämpfen des 25., des 26. und des 27. befchieden war. Ich habe General Rennenkampf, der bis ©erbauen oorgegangen ist, befohlen, mit Ihnen durch Kavallerie in Verbindung zu treten. Ich hoffe, daß Sie am 29. durch vereinte Anstrengungen Ihrer Armeekorps den Gegner zurückwerfen werden." Der General Samsonow steht da, er starrt auf das Papier, er geht etwas abseits, nimmt den Funkfpruch und zerreißt ihn in ganz kleine Fetten Dann geht er schnell zu den Herren seines Stabes, die, auf dem Boden fitzend und liegend. Befehle für die Korps ausschreiben. Auf dem Wege dorthin hält er plötzlich seinen Schritt an. Da braust es zischend aus der Luft heran, und dann schlägt es mit ungeheurem Getöse wenige hundert Meter vor dem Hügel ein, und dann saust es wiederum heran, und bann nicht mehr vereinzelt, bann in ganzen Lagen unb Gruppen, unb auf bem ganzen Hügel springt bie Erbe hoch, lagern sich bie Wolken ber betonierten Geschosse, unb bann wälzt es sich wieber über die Straße, auf der bie so entsetzlich zusammengebrochene Bri- gabe ihre Flucht ausgeführt hat. Der General Samsonow reißt ben Felbstecher hoch, unb er glaubt zu erkennen: bas, was ba auf ber Straße heranrollt sinb beutsche Truppen. Er entsinnt sich ber beiben Bataillone, bie ba unten stehen, unb einen Augenblick lang hat er ben wahnsinnigen Wunsch, sich an bie Spitze biefer beiben Bataillone zu stellen, eine Fahne zu ergreifen unb auf ben Gegner loszurennen, um zu fallen. Aber er bezwingt sich. Er rennt hinunter von bem Hügel, unb entgegen kommt ihm ber Kommanbeur bes Regiments, bem eins ber Bataillone angehört hat, unb melbet sich Wie ber General ihn sieht unb wie er hört, baß er ba vor sich ben Kommanbeur eines der beiden Regimenter hat, die davongerannt sind, da schreit er: „Jetzt lauf, du Hund? Was willst du hier noch? Soll ich dir die Epauletten persönlich von den Schultern reißen. Du Schwein? Scher dich davon, warum läufst du nicht, du Biest!" Dann sieht er plötzlich, wie in guter Haltung bei ben Truppen ein Pionier-Oberstleutnant steht, unb er schreit: „Komm her, bir gehören bie beiben Bataillone, ich ernenne bich zum Regimentsführer, nimm bie Bataillone, greif .an! Sieh, ba vorne, ba steht ber Feinb! Zeig, was bu kannst, zeig, was wir können, greif an!" Der junge Oberstleutnant springt vor, unb er brüllt seine Kommanbos. Er befiehlt: „Nehmt bie Gewehre auf! Vorwärts marsch!" Er springt vor, läuft an bie Spitze ber Bataillone unb marschiert los. Er ist zwanzig Schritte gegangen, ba sieht er sich um und sieht, es folgt ihm niemand. Er springt zurück und faßt einen der Männer an der Brust und schlägt ihm ins Gesicht und sagt: „Warum lauft ihr Schweine mir nicht nach?" Da sagt ein Leutnant: „Euer Hochwohlgeboren, die Mannschaften können nicht mehr!" Und vom Hügel herab rennt, rast der General Samsonow, und er schreit von weitem: ,Was ist denn das? Was machst bu benn ba? Habe ich bir nicht befohlen, anzugreifen?" Der Oberstleutnant ist gleich wieber ba, unb er springt auf bie Straße unb schreit: „Vorwärts marsch!" Er geht wieber vor, er bleibt wieber stehen, unb er sieht zurück. Er sieht, wie bie Leute bie Gewehre erst zusammenstellen und wie sie sie bann nehmen unb in ben Straßengraben werfen. Er sieht, wie sie anfangen, sich aufzulösen, und bann springt er vor. Er reißt einen Revolver aus bem Gurt, unb er baut sich vor seinem Armeeführer auf, kerzengerabe. Er schaut noch einmal zu ben Truppen, und er sieht, wie der Soldat, der die Fahne eines der Bataillone führt, diese Fahne zu den Gewehren in den Straßengraben wirft. Dann sieht er starr auf seinen Armeeführer, der ganz erschüttert dasteht, reißt den Revolver hoch und schießt sich eine Kugel in den Kopf General Samsonow dreht sich um, geht ganz langsam, ein gebrochener Mann, auf ben Hügel hinauf, auf bem noch immer bas schwere Artilleriefeuer ber Deutschen liegt, unb er achtet nicht ber Einschläge, unb SOLDAUe 'Km Rückzug aussen* X X mhleno Tannenberao Ä DEUTSCHE AM 30/31. |d A Koslau X Gallenstein > ORTEtSBURG^ K I S Kaltenborn \__ BUSS. ENTSATZ — VERSUCHE, C^vonXmlawaAUSX gurken k Jedwaonoi ßeicOenauo HOHENSTEIN^. \ Dröbmfgo V-v töschekau 71 ” wgenouw oGrGardienen ^7 oSkottau^ oPauschken /°Salu$k en Bredonk im Sonnenschein. Sonne ist ber beste Arzt, keine Apothekerkunst färbt unb frischt bie Wangen so wie bie Sonne. Aus bem Kinbbettzimmer führte ber Bauer seine Frau Mechthilb gerabenroegs in ben bunten Blumengarten, ber voll ber Sonne dieses heißen Sommers lag. Zwischen Fuchsschwanz und Hahnen- kamm, Rntersporn und Malven saß die junge Mutter, Kraft und Farbe aus bem Himmelslicht trinfenb. Der weiche Lehnstuhl war mit noch weicheren Kissen ausgelegt, ein farbiger Schirm ftanb bereit, Schatten zu geben, sobalb bie Strahlen zu sehr sengten. Wenn Frau Mechthilb bas kleine Menschlein tränkte, wenn sie bem Flachskopf ben Duft einer Levkoje zu riechen reichte, bann war sie lieblicher anzusehen als all die lieblichen Bilder der Madonna im Rosenhag. An ihrem großen Glück hatten nicht nur die Menschen, sondern alle Wesen um sie teil; auch die Blumen des Gartens, denn sie blühten üppiger als je zuvor. Der Bauer aber konnte nicht an ihrer Seite bleiben. Die Ernte rief ihn als Mäher und Schobersetzer. Das erstemal, feit sie aus der Schule, durfte Frau Mechthild nicht bei der Ernte helfen, nicht Garben binden, Karren laden. Die Untätigkeit verdroß, doch was war das gegen das Glück, daß sie eigen leibliche Ernte gehabt. Sie wartete darauf: wenn er heimkäme, alle Zeichen kaum gebändigter Ungeduld an sich, sie liebkoste und das Kleine mit harter Hand, die nicht so zärtlich sein konnte, wie sie wollte, und ihm nichts Netteres zu sagen ein- siel als ihr Name: „Tilleken, Tilleken'. Aber nach einigen Tagen war sie schon so gekräftigt, daß sie auf den Acker gehen konnte. Mit maßvollem Schritt und hochaufgerichtet, so schritt sie, ganz Bäuerin vom schweren Schlage des fäli- schen Blutes, zwischen den Feldern, auf dem Arme den in weiche Wolltücher gehüllten zarten Körper ihres Jungen, zu dem grußwinkenden Manne. Der Nachbarsbub an ihrer Seite trug das Vesperbrot. Solange sie aßen und tranken, saß sie an der Seite des Bauern und streichelte ihm wohl die unwilligen Locken, auf denen der Staub ber Mahb lag. Dann ging sie weiter, bie Ernte bulbete fein müßiges Aushalten. Sie ging, um ihrem Jungen die Grenzen des Hofes zu zeigen. Sie ging bis zum Stein. Weiter durfte sie nicht, das verbot der Brauch. Erst mußten die Nachbarsfrauen sie zur Kirche geführt haben, vor dem Kirchgang durfte keine Mutter gewordene Frau den Boden verlassen, der ihr eigen war. So wollte es das ungeschriebene Gesetz des Bauern, gegen das keiner sich aufzulehnen wagte. Frau Mechthild hatte Raum genug, sich zu ergehen. Bredonks Hof war einer der größten. Wohlabgemessen lagen die Felder um den Hof, weit über hundert Morgen, und das war viel in dieser Landschaft mit ihrem fruchtbarkeitsgesegneten Boden. Frau Mechthild liebte den Hof, um den sie so manche Nacht nicht geschlafen hatte. Ohne den sicheren Besitz dieses Hofes hätte Heinrich, ihr Mann, sie nicht heiraten Dürfen; ihr Vater war dazwischen, der um Bredonks Besitz fürchtete und seiner Tochter hartes Schicksal ersparen wollte. Und den Bauern war es verteufelt schlecht gegangen, manchem hatte der Hammer der Zwangsversteigerung aufgespielt, als er von dem Platz ging, der durch lange Jahre seine Sippe geborgen hatte. Wie die Bredonks auch wirtschaften mochten, Schulden und Abgaben drückten, der Markt brachte nicht ein, was bie Wirtschaft kostete, man werkte sich auf ben Hunb unb berechnete sich müde, und doch wurde es immer weniger. Hätte man sich nicht als Bredonks-Bauer Bredonks-Hof verwachsen und verpflichtet gefühlt, man hätte nicht ausgehalten bis zur Wende Die Wende war gekommen und mit ihr das Gesetz, das den Bredonks ben Hof zum unantastbaren Besitz gab, solange sie orbentliche Wirtschafter unb orbentliche Kerk blieben. Da war Mechthilb Heinrichs Frau geworben. Brebonks Blut, Namen unb Hof zusammenzuhalten, fühlte sie sich berufen. Sie schritt um ben Hof, prüfte ben Stanb ber Rübenäcker unb ber Bachweiben, bie Glätte ber Rinber unb zeigte alles bem Sohne, der ohne Verstehen in den blauen Himmel starrte und geblendet blinzelte. Als Die Mutter Den jungen Bredonk um seinen ganzen Hof getragen hatte und sie wieder zu dem Roggenschlage kamen, lud man gerade die letzte Fuhre. Der Knecht führte den Karren fort. Der Bauer und Frau Mechthild gingen Seite an Seite heim, sein Arm stützte die Ermüdete. Er maß den Schritt kürzer, um sie zu schonen. „Ich habe ihm den Hof gezeigt", sagte sie lächelnd. „Tilleken, du bist auch so glücklich." „Ist doch alles ein Stück von unferm Herzen, alles " .. und immer, nicht wahr?" ... Sie wußte, was er meinte. Es sollte keine Gefahr mehr für den Bestand der Sippe Bredonk sein. Sie wollten tun, was an ihnen lag, Namen und Art zu erhalten, nachdem ihr Sitz ihnen sicher. Durch die Jahrhunderte hatte der Brauch der Bauern allem Freigeist der Gesetze zum Trotz das Gut zusammengehalten, allen Nachfahren, auch denen, die nicht auf dem Hofe bleiben konnten, zum Segen. Bis Gewalt und List einer willkürlich gehandhabten falschen Ordnung das Letzte des deutschen Rechtes zu zerschlagen drohten. Nicht alle Bauern hatten trotzen können. Bredonks Hof aber war geblieben. Daß er bleiben würde, Dafür sorgte Der Wille Des Bauern unp der Frau Mechthild nach einem starken und zahlreichen Geschlecht, Ewiger Bodensee. Von Otto jRombad) Der hochwürdige Dichter Sebastian Sailer, der „Kapitular am Kloster zu Obermarchtal" war, aber Daneben ein Poet seiner Mundart wie ganz Schwaben keinen mehr mit ähnlicher Saftigkeit aufweifen kann, dieser geistliche Herr, dem kein Begriff zu weltlich und zu bauernderb gewesen ist, um ihn nicht zu gebrauchen, hat das Paradies an den Bodensee gelegt. Er ließ Gottvater und die ersten Menschen in seiner „Schöpfung" das herrlichste Schwäbisch reden und mit bem Cherubim bie schwäbischen Kreissolbaten ausmarschieren, als nach bem Sünben- fall ber Garten Eben enbgültig geschlossen würbe. Man könnte baraus beispielhaft entnehmen, baß ber Babensee ben Schwaben fortgenommen wurde, unb in ber Tat sinb es bie Alemannen, bie ringsherum ben Bobensee beherrschen Trotzbem heißt er noch „Das schädische Meer", unb sein deutsches Ufer ist bestes Schwabenlanb. Aber ber alemannische Ring seiner Uferbewohner ist ba, freilich an verschie- bene ßänber aufgeteilt. Zu allen Zeiten saßen Dichter um Den See. In ben Klöstern im unb am See haben Notker, Ekke- harb unb Wahlafrieb ihre lateinischen Verse geschrieben Aus ber Reichenau unb in Konstanz, wo Suso bichtete, unb in St. Gallen regten sich bie klösterlichen Dichterfebern. Hier schwärmten Minnesänger. Sie fanden manche Au unb manchen Hag. An bie witzige Lanbschaft bes Hegaus, besten vulkanische Kegel wie Warzen ber Welt sinb, schließt sich bie Baar mit bem Reichtum ber Scheunen, sumpft bas Rieb gegen bie obere Donau, bie ein romantischer Biiberbogen für sich ist: Insgesamt ein wechselreiches Gäu für Minnesänger mit allen Requisiten, eingeschlossen ber See mit „perlmutternem" Spiegel, mit bramatischen Wogen unb mit starren- bem Eis, mit prallreichen Gärten von Bürgern unb Mönchen unb mit Oasen, bie eigentlich tropische Eilanbe sinb Auf bem kantigen Merowingerturm in Meersburg saß Joseph Freiherr von Laßberg, ber ben Minnesängern auf bie Spur ging, ber in Wien das Nibelungenlied erstand und mehr an Minnesängerschriften zusammenbrachte, als die Benediktinerbrüder von Weingarten bei Ravensburg zu sammeln vermochten. Freilich hat der ritterliche Sänger, ber zugleich ein großer Germanist war, seinen Schatz nach Donaueschingen gegeben, wo bie Fürstlich Fürstenbergischen Bestäube ein Geisteszentrum bes besten, echtesten unb wahrsten Deutschlanbs würben. Be' „Meister Sepp", wie Lubwig Uhland ihn genannt hat, sinb Kerner, Schwab unb bie Brüber Grimm zu Gast gewesen; bie Droste suchte hier Gesundung, als fies von Westfalen aufbrach unb lebte fast legendenhaft ihr Leben still zu Ende, Nun sitzen andere um den See, unb Meersburg wimmelt jeberzeit von Malern. Wilhelm Schäfer unb Scharrelmann, Scholz unb Schüssen haben ben See zu ihrer Heimat gemacht, früher auch Hermann Hesse. Oft pilgert ber länbliche Arzt Lubwig Finkh auf ben Bobman-Rücken, ber bem See seinen Namen gab. Sieht man bie alten Kloster, so leuchtet ein, baß schon vor tausenb Jahren in biefer Gegenb Wein gekeltert würbe; benn immer waren es bie Mönche, bie neben ihren anberen Gottesgaben bie eblen Reben im Schnappsack mit sich brachten. Wie überall in Schwaben, das vor wenigen Jahrhunberten ein Weinlanb war, bas sich in Quantität unb’Qualität mit vornehmsten Provinzen messen konnte, gebenkt man bankbar auch ber Romer, bie mancher Meinung nach bie ersten Wingerte in ihrem Limesraum eröffneten. Sogar ben Pfahlbau-Menschen spricht man bie Kenntnis bes beliebten Trankes zu, weil man Artikel fanb, aus benen man auf Weinbau schließen kann unb weil sie anberen Gegenstänben nach weltweiten Hanbel trieben. An ben Reben liegt es nicht, wenn eine Ernte säuerlich gerät. Man hat Traminer, Gutebel und Ruländer angepflanzt; blauen Sylvaner unb weißen Ebling, Bobenseeburgunber unb Schwarzclevener zieht man in sorgsamer Pflege unb keltert sie in jenen Torkelhäusern, bie stellenweise heute noch mit ihren riesenhaften Pressen im Gebrauch sinb. Die Sachverstänbigen erklären, baß bie langsame Erwärmung ber Wasseroberfläche bes Bobensees von größtem Einfluß auf ben Wein sei. Aber sicher ist, baß biefer Wein trotz aller schlechten Ernten zu allen Zeiten gern getrunken unb besungen würbe. Denn schließlich kommt bie Speisekarte noch hinzu, bie mit bem Felchen einen Ebelfisch verspricht, ben keine anbere Gegend so deliziös zu bieten hat Das Land liegt wie ein reicher Garten um Den See, von Wald begleitet, von Hügelrücken sanft umbaut, unb wo ber Bobensee zum Rhein wirb, brän- gen sich bie Berge eng an seine Ufer. Aber selbst bie Felsenbarriere bei Schaffhausen hält ben verströmenden See nicht mehr auf, nun Deutschlanbs Strom zu werben. Zweihunbertsiebenundbreißig fließenbe Gewässer münben in ben See unb führen boch nur soviel Wasser mit sich, roie ber junge Rhein. Dafür lagern biefe Wasser ein Geschiebe ab, bas zwar bie tiefsten Tiefen vor Romanshorn so schnell nicht zum Versanben bringen wirb — man hat zweihunbertfünfzig Meter ausgelotet —; aber Konstanz unb Rabolfzell stehen auf Seegebiet. „Der verrückte Graf" Ferbinand von Zeppelin hat an biefem See einen Menschheitstraum verwirklicht unb eine neue Zeit beginnen helfen. So penbelt unser Blick kulturhistorisch vom Einbaum bis 3um Schiff ber ßuft, ^in weiter Blick über Jahrtausenbe hinweg. Wirtschaft. * Neuheitenschutz auf der Frankfurter Messe. Für die vom 16. bis 19. September stattfindende Frankfurter Messe mit den Abteilungen Möbel, Haus- und Küchengeräte, Spielwaren und Textilien hat der Reichsminister der Justiz durch Erlaß vom 30. Juni 19ö4 den durch das Gesetz vom 18. März 1904 vorgesehenen Schutz von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen verfügt. Demnach können alle Aussteller auf der Messe ihre Neuigkeiten, zeigen, ohne Gefahr zu laufen, daß unberechtigte Maßnahmen durch Messebesucher durchgeführt werden können, Die Messebesucher selbst haben anderseits den Vorteil, daß die Aussteller auch wirklich die neuesten Erzeugnisse auf der Messe anbieten können, unabhängig davon, ob diese bereits einen allgemeinen gesetzlichen Schutz genießen oder nicht. Frankfurter Bipse. ZNittagsbörfe uneinheitlich. Frankfurt, 22. Aug. Die Börse lag wieder sehr ruhig und uneinheitlich. Im wesentlichen wurden Umsätze in einigen Sonderwerten getätigt. Die Auslassungen Dr. Schachts über das unbeirrte Festhalten an der Währungsfestigkeit, sowie Meldungen aus der Wirtschaft begünstigten die angesichts der Geschäftsstille überwiegend feste Haltung. Farben behauptet, Scheideanstalt erneut 2 v. H. schwächer, da mit einer Dividendenerhöhung nicht mehr gerechnet wird. Goldschmidt auf gute Beschäftigung und Dividendehoffnung zunächst 1 und dann nochmals 1 v. H. fester, auch Metallgesellschaft I v.H. erhöht. Am Elektromarkt gewannen Siemens 0,50 v. H., während die meisten übrigen Werte, so AEG., Schuckert behauptet, oder wie Bekula, Gesfürel, Lahmeyer 0,25 bis 0,50 v. H. leichter lagen. Am Montanmarkt Buderus immer noch lebhafter und um 1,75 v. H. befestigt. Harpener gewannen 1,30 v. H., Rheinstahl 0,40 v. H. Stahloerein dagegen um 0,65, Phönix 0,50, Mannesmann 0,25 v. H. niedriger. Zellstoffwerte wieder ruhiger, Aschaffenburger um 1,13 nach dem gestrigen Rückschlag, Waldhof 0,50 v. H. erholt. Bekanntlich ist die X?age in der Zellstoffindustrie günstig, dagegen bilanzmäßig noch Krisenreste sowohl bei Waldhof als bei Aschaffenburg zu tilgen. Bon Schiffahrtswerten Hapag 0,65 erholt. Nordlloyd unverändert. Erwähnenswert bleibt noch die Beschäftigung von Braubank um 1 v. H., dagegen Daimler um 0,65, Aku 0,75, Reichsbankanteile 0,50 v. H. schwächer. Der Rentenmarkt lag sehr still und neigte infolgedessen zu leichter Abschwächung. Reichsanleihe, so Späte Schuldbücher, Altbesitz 0,25 bis 0,40 v. H. niedriger. Sehr ruhig waren Auslandsrenten. Im weiteren Verlauf hielt die Befestigung von Spezialwerten an, vor allem Goldschmidt bis 89. nach Anfang 86, Buderus bis 85,25 nach 84, Mansfeld bis 77 nach 74,50, AEG. von 26 bis 26,50, Westdeutscher Kaufhof von 23 bis 24 gehandelt. Im Freiverkehr gingen Waiß & Freitag 75, Growag 59, Bockomy 61, Stadtanleihen sehr still. Pfandbriefe zumeist unverändert. Meininger Kommunal um 0,25, Franks. Hyp. Liquid. 0,40 fester. Tages- geld leichter, der Satz wurde auf 3 v. H. ermäßigt. Abendbörse sehr still. Die Abendbörse wies nur denkbar geringe Umsätze auf. Am Aktienmarkt wurden die Berliner Schlußkurse im allgemeinen Geld gesprochen, wobei jedoch Geschäfte zunächst kaum getätigt wurden. Im Verlaufe kamen dann IG. Farben behauptet zur Notiz, Nvdd. Lloyd verloren 0,75 v. H., Zellstoff Aschaffenburg gaben 0,25 v. H. ihrer Erholung her, Buderus waren 0,13 v. H., Ilse Genüsse 0,50 v. H. schwächer. Freundlich lagen dagegen Mansfeld um 0,25 v. H., Conti Gummi und Scheideanstalt um je 0,50 v. H. gebessert. Der Rentenmarkt lag gleichfalls sehr still und zeigte Altbesitz sowie späte Reichsschuldbuchforderungen mit behaupteten Kursen. An der Nachbörse nannte man Altbesitz 95, IG. Farben 147, Scheideanstalt 221,50, Zellstoff Aschaffenburg 67. Kurse: Altbesitz 95, Stahlbonds 78,75, Buderus 85,25, Gelsenkirchen 60,65, Harpener 106, Ilse Genüsse 132, Klöckner 77, Mansfeld 77,75, Phönix 47,25, Rheinstahl 89, Stahlverein 40,50, AKU. 60,75, AEG. 26,40, Bemberg 69, Daimler 46,50, Scheideanstalt 221,50, IG. Farben 147, Gesfürel 109, Holzmann 69,50, Metallgesellschaft 85,25, Voigt & Haeff- ner 12, Reichsbahn-Vorzugsaktien 112'25, Hapag 25,50, Nordd. Lloyd 30. Frankfurter (Getreidebörse. Frankfurt a.M., 22. Aug. Der Frankfurter Getreidegroßmarkt zeigte sich in Bezug auf Brotgetreide nicht ganz einheitlich. In Weizen ist das Angebot stark geworden, während die Offerten in Roggen nicht so drängend sind. Im allgemeinen überwiegt das angebotene Material -die Nachfrage. Am Futtermittelmarkt ist Hafer nur in kleinen Mengen offeriert, Futtergerste überhaupt nicht. Der Absatz ist schleppend, besonders auch in Kleie, zumal die endgültigen Festpreise noch nicht herausgekommen sind. Eine ähnliche Zurückhaltung herrschte auch am Markte der ölhaltigen Futtermittel infolge der Gerüchte über eine Ermäßigung der Monopolabgabe. Indessen sind schwere Futtermittel etwas mehr angeboten, und der Großhandel nimmt Ware auf, wenn sich auch der Konsum abwartend verhält. Am Mehlmarkt ist die Lage unverändert, das Verbrauchergeschäft ist verhältnismäßig klein, da sich die Bäcker mit Vorräten eingedeckt haben. Im großen und ganzen ist die Tendenz am Getreidegroßmarkt als still zu bezeichnen. Es erzielten: Weizen R 9 197, R 13 201, R16 205, Roggen R 9 157, R 13 161, R 15 165, Futtergerste G 8 159, G 11 162, G 12 164, Hafer H 13 157, H 14 159, Weizenmehl Festpreisgebiet W X 26,90 plus 0,50, do. W VII 26,90 plus 0,50 Frachtausgleich. Roggenmehl R11 23 plus 0,50, R13 23,35 plus 0,50, R 15 23,75 plus 0,50 Frachtausgleich. Weizenmehl IVB bis Roggenkleie nicht notiert. Soya- schrot 15,80, Palmkuchen 15,70, Erdnußkuchen 17,20, Treber 17, Heu 11, Weizen- und Roggenstroh drahtgepr. 2,90 bis 3, do. gebündelt 2,90 bis 3. — Tendenz ruhig. Frankfurter SchlachtvieHmarkt. Frankfurt, 23. Aug. Vorbericht. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 84 Rinder, darunter 6 Ochsen, 3 Kühe, 6 Färsen, 1060 Kälber, 163 Schafe, 575 Schweine. Es kosteten: Kälber 25 bis 45 Mk., Hammel 33 bis 36 Mk., Schafe 32 Mk., Schweine 45 bis 33 Mark. — Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe langsam, Schweine rege. Echweinemarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 255 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten: Ferkel bis sechs Wochen alt, 11 bis 14 Mark; sechs vis acht Wochen alte 15 bis 18 Mark; acht bis dreizehn Wochen alte 18 bis 24 Mark. Tendenz: schleppend, Ueberstand. DRunOfunfproaramm. Freitag, 24. August. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9.45: Eigene Sendung. 10: Nachrichten. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert. 14.30: Nachrichten. 14.40: Stunde der Frau. 15.20: Kunstbericht der Woche. 15.35: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Held und Dichter. Zu Ewald Christian von Kleists 175. Todestage. Von Hans Gäf- gen. 17.45: Kleine Unterhaltung. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Die Wahrzeichen des Herbstes. Eine himmelskundliche Plauderei. 18.50: Griff ins Heute. 19: Volksmusik. 19.30: Vom kindlichen Himmelreich. Eine Hörfolge. 19.45: Politischer Kurzbericht. 20: Nachrichten. 20.15: Zwischen Berghang und Halde liegt unsere Heimat. 21: Das Brautpaar. Ein Querschnitt durch vier Jahrhunderte. 22: Der Jäger aus Kurpfalz. Was man von ihm weiß und wissen soll. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten aus dem Sendebezirk 23: Nordisches Menschentum. Eine literarisch-musikalische Hörfolge. 24 bis 1: Nachtmusik. Samstag, 25. August. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9.30: Werbekonzert. 10: Nachrichten: 10.10: Schulfunk. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittags- fordert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Fröhliches Wochenend! 15.10: Lernt morsen! 15.40: Quer durch die Wirtschaft. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Wochenschau. 18.35: Stegreifsendung. 19: „Konservenmusik — frisch ausgeweckt". 20: Nachrichten. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: Doppelkonzert. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen ... 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: 60 bunte Minuten. 24 bis 2: Nachtmusik. Maßnahmen gegen säumige Gteuerzahler. LPD. Dillenburg, 22. Aug. Bürgermeister Schimmel hatte in einem früheren Aufruf an die Einwohner der Stadt Dillenburg die berechtigte Bitte ausgesprochen, die Steuern und Abgaben pünktlicher als seither zu zahlen. Jetzt gibt der Bürgermeister bekannt, daß der Aufruf ohne Erfolg geblieben sei. Daher sei er zu seinem Bedauern gezwungen, von den zur Verfügung stehenden Einziehungsmöglichkeiten Gebrauch machen zu müssen Die Steuern und Abgaben wurden demnächst r e st l o s e i n g e z o g e n, falls die Pflichtigen es nicht vorziehen sollten, ihre Rückstände vorher an die Stadtkasse einzuzahlen. Srieffaften der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitrmg.) G. Sch. in £. Der Besitzer aufgewerteter Alt-Anleihe (Kriegsanleihe) mit Auslosungsrecht kann eine frühere als die gesetzliche Auslosung nicht verlangen, da nach den einschlägigen Bestimmungen jährlich ein Dreißigstel der vorhandenen Kriegsanleihe zur Auslosung gelangt, so daß bis zum Jahre 1955 sämtliche Kriegsanleihestücke ausgelost sind. Beim Vorliegen einer besonderes dringenden Bedürftigkeit kann der Zeichner und Inhaber von Kriegsanleihe mit Auslosungsrecht bei der zuständigen Bezirksfürsorgestelle Antrag auf Gewährung einer Vorzugsrente stellen; ob die Voraussetzungen hierzu vorliegen, erfahren Sie bei der Bezirksfürsorge- stelle. Eewinnauszug 5. Klaffe 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewahr Nachdruck verboten 11. Ziehungstag 20. August 1934 Sn der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und n 2 Gewinne zu 5000 TL 6 Gewinne zu 3000 TL 12 Gewinne zu 2000 TL 87621 215641 282322 52 Gewinne zu 1000 TL 274808 136716 27990 396622 36150 396623 46890 22348 62800 64620 79637 106121 169638 196074 202817 206080 213279 220693 235970 236151 241752 249122 250769 267260 275733 278979 288541 288767 320413 351926 356710 357801 370760 37919 88 Gewinne zu 500 TL 29322 29475 48731 60535 64701 72795 74814 97390 108492 128591 149671 162926 155211 169241 160669 165921 171940 177865 186211 191205 199251 201797 215826 217258 232590 234893 244598 248203 251453 263126 264348 281806 287874 293652 341994 294739 295139 315532 324180 367992 378375 380975 325759 398 Gewinne zu 300 M. 1817 2622 3400 9342 15869 19967 22396 24108 27302 27979 28716 28744 29386 35750 37055 37197 38356 38412 39846 40093 40336 44567 48725 49479 49666 50663 51797 55902 57350 57431 59999 62692 64187 67445 72436 72723 73670 78926 79449 79873 80693 82003 82698 82961 84985 87677 87749 87963 89005 89215 89284 91776 92093 92480 92481 94830 95784 98369 102280 103917 105516 105966 106898 107432 112467 116080 116585 121860 122867 130061 130501 131429 131575- 132061 144674 148457 151890 152025 152068 153360 162233 165578 174624 180162 182605 184757 193695 193774 195809 197418 198140 199766 200426 200869 203065 207081 208828 212664 212949 215195 223478 224816 225525 226646 227145 233456 235618 236051 237494 239061 240716 243279 246170 252087 253422 256330 257418 258025 258418 259918 264474 267216 267744 268683 270500 276129 276212 276795 277072 282341 284837 285370 285887 288715 291569 297641 300622 303502 304275 306278 308041 309011 311055 311316 311990 313937 319475 325751 328277 329417 331892 334201 334272 339387 339645 341720 346773 347477 353047 353791 356740 356806 359226 360575 36306! 367134 367205 372409 372738 375711 376519 379115 380588 383815 385080 394165 115603 130204 146886 155774 184075 197899 206570 217035 233055 239358 255693 261628 271181 282674 293157 306487 312782 329824 341210 354364 364032 37-3388 386852 ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 5000 M. 104096 Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 4 Gewinne zu 3000 TL 319709 348637 173704 20 Gewinne zu 2000 M. 47125 146225 230525 248555 253113 258240 263044 393249 369065 24 Gewinne zu 1000 TL 56414 101255 107823 132140 139474 169517 189714 236351 326014 360200 390827 309173 66 Gewinne zu 500 TL 6120 25269 37150 45917 47445 70170 72957 82810 88223 88697 93391 103647 109205 116554 139837 140395 181859 193647 207028 208339 208594 261761 271143 285749 299794 303476 307636 312247 328627 340030 353419 387242 327719 354 Gewinne zu 300 M. 6435 7065 7718 11816 12470 14996 16394 17550 25651 26706 32817 34658 35768 36952 37256 37512 39209 40765 43390 47653 48637 49197 52791 64673 61820 63903 68291 69103 70767 71013 74133 76780 81543 84275 84712 86284 86817 93772 96271 97279 98690 103277 104432 111748 111889 111926 114732 115539 119090 119155 121413 123290 123745 128897 129264 130207 132807 133105 135082 139253 143203 143312 145281 153260 162058 162094 162164 163814 166044 167595 172171 174570 174582 175378 175428 179101 179154 180411 182141 182783 184798 186113 191382 192456 196095 202871 207009 209477 212746 214250 215290 226205 227207 228902 229216 229967 230193 232106 234389 240027 242454 244592 246666 2480V) 249519 250711 251039 251757 258307 259,84 260538 260981 261600 264358 266144 26£ dJu 2 71012 274927 275798 279628 281606 285428 285460 286866 288897 290842 290866 291082 300243 300463 300834 301109 304010 304657 307205 307369 307819 307858 309828 311256 321618 323456 323740 324512 326915 328753 328893 330815 331715 332462 335264 340404 346602 348077 348477 348882 360687 361071 362968 363055 364359 365194 365945 366585 367645 371322 372318 372410 376653 385617 388818 390168 392814 393897 395288 396487 20 Tagespramien. 398882 24946 25121 55728 69605 70491 72182 86318 107995 224945 232954 Gewinnauszug 5. Klaffe 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar ie einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 12. Ziehungstag 21. August 1984 Sn der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 20000 M. 390860 4 Gewinne zu 5000 M. 147984 172486 6 Gewinne zu 3000 M. 49710 107558 216021 14 Gewinne zu 2000 M. 29285 41334 182627 205912 295972 328521 332576 38 Gewinne zu 1000 M. 8333 55607 155941 174609 191956 210960 238674 247427 248317 248820 249224 284931 290876 309996 343359 368496 370834 386958 396279 90 Gewinne zu 500 M. 2376 3823 15182 22870 43116 55112 59569 72987 87893 88016 102603 104056 108577 116420 141871 141949 149368 152460 155890 159176 165398 173948 191469 195381 196030 196994 203356 207156 225117 243437 245038 248503 250589 258356 260936 269121 275950 282435 305661 311406 345490 350930 359491 359748 387465 360 Gewinne zu 300 M. 970 1561 3574 7549 11174 11516 17446 22112 22456 28403 28861 36963 37807 39380 40346 47155 49210 56360 68555 68731 66175 66588 67147 68214 68900 69231 69703 71031 71193 79333 80624 81558 83702 84716 89066 93639 95583 95695 96414 96541 98512 99592 100723 100809 104499 108872 113717 114892 117008 117028 118511 120157 120366 129748 139691 140004 141046 141274 143092 145628 146289 153320 155744 159157 159583 160587 163499 163672 166484 167196 168571 171543 175737 176044 178964 183463 183959 185783 186571 189963 191257 191788 199550 201044 201484 205215 212281 214104 215038 215870 219060 221518 222111 224443 226733 229770 230131 230790 233364 236238 237986 238337 240191 240945 243134 248360 248544 250896 253873 254686 256516 259268 261775 266394 267113 272117 272386 275270 275995 276586 279979 281982 287224 287247 288046 289242 296813 297836 299000 304760 306124 307129 307522 307680 308706 310075 311240 313636 317341 318756 319087 323058 330959 335787 336354 336900 337988 341964 342000 344608 352198 352208 357584 357777 359886 359981 360191 361203 361865 364343 364362 365321 367429 372664 372955 374595 376952 376999 379180 379593 383243 387794 388562 388731 391921 392070 395905 397322 397828 398450 Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 6 Gewinne zu 3000 M. 76133 175181 348237 117934 20 Gewinne zu 2000 TL 44692 83490 162101 177853 230508 236894 267017 333449 370275 24 Gewinne zu 1000 TL 64795 82350 195725 225092 238658 281584 283842 119768 330529 348073 378190 396182 76 Gewinne zu 500 M. 11177 12241 34270 36500 49170 57734 65500 89194 92377 110690 116589 118931 120095 125542 131275 139532 160609 182331 186107 201651 221035 228328 229377 236407 238084 238900 255904 262739 273039 277412 285202 302928 313992 326504 381278 381638 382563 389249 298 Gewinne zu 300 M. 53 2148 9663 12230 13218 13617 16970 18894 19233 20053 22658 25468 27880 31420 33342 34181 34668 42627 43092 44181 47031 47038 48205 50063 51886 54254 59604 67338 69034 69248 73587 75615 83325 91704 91975 92622 94315 96318 103394 104709 107058 112408 115312 117995 118619 118954 122306 125893 125947 126438 126716 132670 134938 136491 142293 145846 148596 155406 157890 158898 159324 163110 163664 165093 174138 175347 179696 180171 180888 181982 182000 182011 187090 191595 193591 198105 199344 202554 204080 206316 206352 207186 209037 211679 216094 218699 220713 224904 225628 235729 236647 236695 237236 241032 241447 245534 247854 249637 255465 255808 256612 258680 258789 260296 260668 268021 273870 274692 275898 275922 277671 278032 285924 292215 295931 301014 301729 303392 313864 316381 316550 319925 323012 323364 323377 326142 343572 344681 345069 346314 346570 348506 349033 349939 351059 352359 356366 357169 360808 366199 366767 370126 379748 384650 385341 386602 387093 396578 399744 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 53576 55337 68786 79484 116041 237666 250162 275206 371157 384513 Im Gewinnrade verblieben: 860 Tagespramien zu 1000 M. ferner 2 Gewinne zu 1000000, 2 zu 800000, 2 zu 75000, 4 zu 50000, 4 zu 80000, 6 zu 20000, 26 zu 10000, 128 zu 5000, 282 zu 8000, 552 zu 2000, 1158 zu 1000, 2870 zu 500, 11210 zu 300 M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Franksun a. Hl. Lerlin Frankfurt a.M. «Berlin Schluß» hird Schluß». Abend« börse Schluß» für» Schluß» Mittag. T bSrse Schlußkurs Schluß». Bbend- börse Schluß» ture Schluß», mittag» börse Vatum 21-8. 22-8. 21.8- 22-8. Dalum 21-8. 22 8. 21-8. 22-8. •% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 e% efoem.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 6¥i°/0 Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablüi.-Schuld mit Auslos.-Rechten ......... De-gl. ohne AuSlos.-Rechie...... 6% ehern.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. LandeSbank Darmstadt Gold R. 12................ 654% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ciqul........ Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 1% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6H% ehern. <%% Franks. Hyp^ Bank-Liqtu-Pfandoriefe...... 6K % ehern. 4ft% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. - - 6% ehern. 8% Pr. LandeSpfanl» brtefanstali, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. LandeSpfand- briefansialt, Pfandbriefe R. 10 Gteuerguisch. Verrechnungskurs 4% Oesterretchilche Goldrente... 4,20% Oesterreichlsche Sllberrente 93,5 93,5 95,13 92 89,25 90.25 96,5 96,65 89,75 89,75 90 90,5 93 93 101,4 28 1,1 7,4 6,9 7 9 fr 93,65 93,4 95 92 89,25 96,75 96 89,75 89,75 90,4 90,5 93 93 101,4 28 1,1 94 93,5 95,13 92 89,25 96,25 90,65 93 93 101,4 28,25 1,1 94,4 95 92 96,3 90,25 93 93 101,4 1,1 4% bergt. Serie 11 ............. 5% Rumün. verelnh. Rente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Rentev.l91S 4% Rumänische verelnh. Rente .. 214% Anatolier ............... Hamvurg-Amerika-Paket ..... o Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschifs........... o Norddeutscher Lloyd ......... 0 A G. sür Verkehrswesen Mtt .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft ............0 Dresdner Bank.............. 0 Reichsbaal ........ 12 A.«.»..................... 0 Bekula........... q D-ktt. LieserungSgesellschajt'^ 6 VldH und Kraft 6 Fellen & Guilleaume......... 0 ®efeU(d).J.GleIti.Untetnet)niunfl. 6 Rheinische Elektrizität ...... 5 Schuckert S Co............. 5 «lernens g Halske.......... 7 Lahmever L Lo............. j0 Buderus ...................0 Deutsche üiböl ........... 4 8,1 4,3 4,1 35,65 25 29,9 67 90,5 56,75 65,65 68,5 155,75 26 145,25 104,5 112,5 70,5 109,5 99,75 89 143,5 118 82,5 114,5 61 104,5 172,5 131 77,25 69 8,1 4,3 4,1 34,9 25,5 30 66,5 90,5 56,75 65,25 68,5 155,4 26,4 144,75 105 112 70,75 109 100,5 88,5 144 85,25 115,4 60,65 106 132 77 68,75 7,05 4,1 35 25,75 25,5 30,25 66,75 91 57 65,75 68,5 155,75 25,65 145,25 104,65 112,5 70,5 109,65 100 88,65 143,75 118,5 80,9 114,5 61,13 104,5 72 173 131,5 77,25 68,9 6,95 4,1 34,9 25,75 30,75 66,9 91,25 57 65,25 68,5 154,75 26,13 144,5 105 112 70,25 109,25 100,5 88,5 144,5 117,5 85,4 114,9 60,4 106,5 72 132 76,9 68,75 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Siaatsrenle v. 1910 4*4% deSgl. von 1913.......... 6% abgest. Soldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbaha-Alllelhe 7,25 6,9 7 9 8 7,45 7,05 2 fr 7,25 7 Gelsenkirchener...........ö Harpener................ 0 Voesch Gisen—Köln-Neuesseu .. 0 Ilse Bergbau ..............- Ilse Bergbau Genüsse........« Klöcknerwerke ........ 0 ManneSmann-SU brr» ........ 0 ! Franlsun a. M. 3 erlitt Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL Schluß» kurü «Schluß». Abend» börse Schluß» »urs Schluß». Minag. börse 21. August 22-August Amtliche Notierung (9-elh | Lriei Amtliche Notierung Geld | 3ric> Datum 21-8. 22.8. 21.8. 22-8. ManSfelder Bergbau......... 0 Rolsroerte .............. 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen .....10 Rheinstahl ................0 Vereinigte Stahlwerke........0 Olavi Minen .......... 0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.....1¥i 3. G. Farden-Inoustrie.......7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt .......... 0 Rütgerswerke ....... 0 MetaUgeieUschaft.............0 Philipp Holzmann ...... 0 Zementwerk Heidelberg ......0 L-wentwerk Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhofer ..... 0 Wu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg.............. 0 Hellstoff Waldhof ............ 0 8cllitofi Aschaffenburg .......0 Deßauer Gas ............... 7 Dm ml er Motoren............0 Deutsche Linoleum...........0 Orenstein & Koppel..........0 Leonhard Tie» ..............0 Thade....... io ««umuIatoren-Fa-E........0 tonll-Gummi.......... 0 Grttzuer................. 0 Mainkrastwerke Höchst 4 Süddeutscher Zucker - 74 47,5 243,25 89 41,4 14 123,25 124 157 147,25 227 85,5 39,13 84,5 69 10_4 60 68,5 48,25 65 47,13 58 77,75 47,25 89 40,5 14 123,65 123,5 157 147 221,5 89 38,75 85,25 69,5 104 60,75 69 48,13 67 46,25 57 74,25 92,5 47,25 243,5 89,25 40,9 14 123,5 124 157 147,13 86 39 85 69,5 115 60,4 68,13 48,5 64,5 125,65 47 57,5 76,4 23,13 202 168,5 129 । 26,25 77,5 92,9 47 242,5 88,5 40,65 122,75 124 156,75 147 88,25 38,5 85,25 69,5 114,5 61 68,75 48,25 67,25 125,25 46,25 57,5 Buenos Aire» Brüssel.... Mo de Jan. Sofia..... Kopenhagen Danzig.... London.... Helsingfors. Paris..... Holland ... Italien.... Japan ..... Jugoslawien Oslo..... Wien...... Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag...... Budapest .. Neuyork... 0,680 58,94 0,184 3,047 56,38 81,92 12,625 5,569 16,50 '169,73 21,59 0,747 5,664 63,44 48,95 11,46 65,09 81,67 34,32 10,44 2,486 0,684 59,06 0,186 3,053 56,50 82,08 12,655 5,581 16,54 170,07 21,63 0,749 5,676 63,56 49,05 11,48 65,23 81,83 34,38 10,46 2,490 Banknoten 0,682 58,98 0,184 3,047 56,24 82,02 12,595 5,559 16,50 169,73 21,64 0,747 5,664 63,29 48,95 11,44 64,93 81,67 34,32 10,44 2,480 0,686 59,10 0,186 3,053 56,36 82,18 12,625 5,571 16,54 170,07 21,68 0,749 5,676 63,41 49,05 11,46 65,07 81,83 34,38 10,46 2,484 Berlin, 22-August Selb 3rier Amerikanische Roteu.............. Französische Roten............... Norwegische Noten ......------• • Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Ungarische Note» « 2,432 58,82 56,19 12,55 16,46 169,31 21,52 63,12 64,77 81,49 34,18 2,452 59,06 56,41 12,61 16,52 23 207,5 129 1“ 24 199 167,9 130 25 78 76,75 24,25 204 168 129,5 1 - 169,99 21,60 63,38 65,03 81,81 34,32