Mittwoch. 22.AugufN934 M Jahrgang Itr.tOS Erster Blatt Annahme von Anzeigen bis8'/,Uhrdes Oer Manövergast Der Bund der Saarvereine ruft zur Mitarbeit auf. en ge- zu werben. Ausruf zur Anmeldung für die Volksabstimmung im Saargebiet. des Familienstandes nach dem 28. Juni 1919 den Familiennamen, den sie an diesem Zeitpunkt trug); 2. Die Gemeinde, in der er die Linwohnereigen- schäft am 28. 3uni 1919 hatte. 3. Den gewöhnlichen Aufenthalt zur Zeit des Antrages. 4. Die Anschrift im Saargebiet, an die Mitteilungen zu richten sind. Die vorhandenen Beroeisftüde für die Einwohnereigenschaft im Saargebiet find dem Antrag beizufügen. Befinden sich solche Beweisstücke nicht in den Händen des Antragstellers, so ist in dem Antrag anzugeben, bei welcher Stelle des Saar- gebieles diese Unterlagen erhältlich sind. Sämtliche Abstimmungsberechtigten im Reich werden hiermit aufgefordert, ihren Antrag auf Eintragung in die Stimmlisten bis spätestens 30. August 1934 an den zuständigen Ge- meindeausschuh im Saargebiet gelangen zu lassen. Zur Aufklärung über alle bei der Anmeldung zu berücksichtigenden Gesichtspunkte stehen den Stimm- berechtigten die Saarmelde st eilen ihres jetzigen Wohnorts (das Einwohnermeldeamt, in den Städten die zuständigen Polizeireviere) sowie die Geschäftsstellen des Bundes der Saarvereine — in Berlin befindet sich diese SW 11, Stresemannstrahe 42 — zur Verfügung. Es wird jedem Abstimmungsberechtigten dringend empfohlen, vor Absendung seiner Anmel- düng die vorgenannten Stellen zum Zwecke der Beratung in Anspruch zu nehmen. Oie Iialienreise des österreichischen Bundeskanzlers. Das Ergebnis der Rücksprache mit Mussolini: „Vollständige Llebereinstimmung in Richtlinien und Methoden". - Oie Belebung der wirtschaftspolitischen Protokolle. für die Mittagsnummer bis 81 /.Uhrdes Vormittags Wa6tustdu,deutscherVolksgenoffe, für deine Brüder an der Gaar? sei. Gegenüber Deutschland bleibe die grundsätzliche Einstellung Oesterreichs immer die gleiche. Die österreichische Regierung müsse weitestgehend und Schicksalsgemeinschaft und so den Abstimmungstag 1935 zu einem gemeinsamen Bekenntnis der großen deutschen Volksgemeinschaft werden lassen. Jeder Deutsche kann hierzu Mitarbeiter und Mitkämpfer werden als Mitglied des Bundes der Saarvereine, dessen Ortsgruppen sich in allen Teilen Deutschlands befinden. Anmeldungen sind weiter zu richten an den Führer des Bundes der Saarvereine, Koblenz, Schloßstraße 45, oder an die Geschäftsstelle „Saar-Verein", Berlin SW 41, Stresemannstrahe 42. Der Führer des Bundes der Saarvereine, gez. Gustav Simon, Preußischer Staatsrat. reichisch - ungarischen klärte der Bundeskanzler, Fürst erklärt, daß diese Frage ni« lst. Ich will noch deutlicher sein: „Die Restauration der österreichisch-ungarischen Monarchie beschäftigt uns nicht. Die Frage kommt nicht tn Betracht. hervorgeganaen aus der Zusammenfassung der bis dahin bestehenden losen Saarländer-Ver- einigungen als eine Gründung des Leiters der Geschäftsstelle „Saaroerein", Verwaltungsdirektor Th. Vogel, hat der Bund der Saarvereine seit seiner Bielefelder Gründungstagung (1920) plan- mäßig und systematisch die Aufklärungsarbeit für die Deutscherhaltung der Saar und für die Rückkehr des Saargebietes zum Reiche betrieben und nicht nur seine Mitglieder in den sachlichen Aufgabe y- schult, sondern auch in immer wiederholten Mahn- rufen auf die von Frankreich drohenden Gefahren und Annexionsbestrebungen hingewiesen nud unermüdlich die Rückkehr des Saargebiet^s zum Reich gefordert. Die großen Jahrestagungen des Bundes der Saarvereine wurden überwältigende Kundgebungen für die Deutscherhaltung der Saar. Heute steht der Bund am Ende seiner jahrelangen Dorbereitungsarbeit für den Sieg der Volksabstimmung. Er ruft das ganze deutsche Volk auf, ihm treu zur Seite zu stehen und in den letzten Monaten vor der Abstimmung in Gemeinschaft mit der Reichsregierung für einen klaren Sieg der deutschen Sache an der Saar für eine Wiederherstellung der normalen Beziehungen mit Deutschland verschwinden. Das kleine Oesterreich war immer in der Defensive. Das Aufhören der Angriffe wird keineswegs eine Aenderung der fundamentalen Grundsätze herbeiführen, die der Politik der österreichischen Regierung zugrunde liegen. Diese Grundsätze stehen seit langem fest und stutzen sich auch auf die beinahe tausendjährige Mission der Deutschen im Donauraum, einer Mission, der wir u n s immer beraubt waren. Schuschnigg erklärte weiter, er sei sehr befried i gt von seinen Besprechungen mit Mussolini. Die Aussprache habe sich mehr auf wirt- chöstliche als auf politische Angelegenheiten bezogen. Militärische Dinge seien nicht erörtert roorben. Auf eine Frage über die Möglichkeiten einer Restauration der öfter- reichisch - ungarischen ll erklärte der Bundeskanzler, Fürst hat «den Spitzen der Partei, der Universität Florenz, l d i g e n Freiheit und U n a b h ain g|t gte t1 lämllicher ftäbtWr Sarper,chafien fielen amjätt- d-^Landes, ste^h u r o pa N"ch f «; sten die Abordnungen aller in Floren; üegcnben L . , q; ß a r a f t e r , der auf den politischen und Truppenteile und eine umfangreiche Gruppe Hoyer n)irt|d)a|tIi^en Wiederaufbau Oesterreichs gerichtet Generalstabsoffiziere auf. Mussolini gab zu Ehren Schuschniggs in der Villa Blonlatto ein Frühstück, an dem Staats- _______ sekretär Suvich, Parteisekretär S tar ace, Ba- österreichische Regierung müsse weitestgehend und ron A l o i s i und mehrere Persönlichkeiten aus der tn jeder Hinsicht die Lebensiisteressen des Landes Umgebung des Kanzlers teilnahmen. Die Unter- schützen, wobei sie von der Freiheit ihrer : zur Mtiagss unde in d B.lla de Marmis Schuschnigg fuhr bann fort: „Hat man dies Sofort nach dem Frühstück wurde die Unterredung D . erkannt, so wird jedes Hindernis 1 fortgesetzt und dauerte bis in den Nachmittag I ‘ hinein. Bundesanzler Schuschnigg hat um 17 Uhr l Florenz verlassen und sich nach Genua begeben, wo er sich auf der „Eonte di Savoya nach Nizza eingeschifft hat. von Nizza aus kehrt stehst, daß nicht ihr Kampf und ihre Rot bei uns im Reich vergessen wird. Wir wollen das ganze deutsche Volk aufrufen zur Anteilnahme und Mitarbeit zum Beweis deutscher In dem Augenblick, da die italienischen Truppen von den „fristgerecht" zum 25. Juli angesetzten „Manövern" an der österreichischen Grenze zurück- kehrten, begannen an weniger exponierter Stelle im Innern des Königreiches die eigentlichen großen Heeresübungen der italienischen Wehrmacht. Wurden schon damals die italienischen Truppenbewegungen von der österreichischen Regierung mit wohlwollendem Interesse beobachtet, so bringt auch jetzt der Besuch Schuschniggs in Florenz Gelegenheit, die erregende Atmosphäre großer Manöver auf sich wirken zu lassen und sich über die Leistungsfähigkeit der italienischen Offiziere und Mannschaften zu unterrichten. Denn die schöne Stadt am Arno, in der der österreichische Bundeskanzler Quartier genommen hat, liegt nicht weit vom Hauptquartier der Manöverleitung, aus dem ! Mussolini schnell herbeigeeilt ist, um den nun schon - zur Gewohnheit gewordenen Antrittsbesuch aus Wien zu begrüßen. Freilich, ob die Manöverftim- mung nun gleich zu einem Militärabkommen füh- ; ren wird, wie der phantasievolle Berichterstatter einer Pariser Zeitung behauptet, das erscheint doch recht zweifelhaft. Schuschnigg selber hat denn auch dementiert, daß irgendwelche militärische Dinge erörtert worden seien und die Kommentare der österreichischen Zeitungen betonen ebenfalls, daß keinerlei „Ueberraschungen" von den Besprechungen in Florenz zu erwarten seien. Entsprechend der überaus schlechten wirtschaftlichen Lage, in der sich Oesterreich dank der kurzsichtigen und volksfremden Politik seiner bisherigen Regierungen befindet, möchte man vielmehr den Hauptzweck der Besuchsreise in einer Verbesserung der österreichischen Handelsbe- ziehungen nicht nur mit Italien, sondern auch mit Deutschland sehen. Vielleicht hat man sich mit einem Blick auf die Ziffern der österreichischen Handelsbilanz der Einsicht nicht mehr länger verschließen können, daß es ohne Deutschland einfach nicht geht. Die Auswirkungen der römischen Pakte haben jedenfalls, soweit sie Oesterreich betreffen, bisher keine fühlbare Belebung des gegenseitigen Geschäftsverkehrs hervorgerufen. Die Abweichungen, die die Zahlen des osterreichijch- italienischen Warenaustausches gegenüber dem Vorjahre aufweisen, sind sehr geringfügiger Art, und sie gehen naturgemäß auf Kosten der italienischen Handelsbilanz, die einen wenn auch nur langsam steigenden Einfuhrüberschuß aus Oesterreich verzeichnet. Vergleicht man aber diese Ziffern mit dem Außenhandel zwischen Deut chland und Oesterreich, bann sieht man, daß die italienisch-österreichischen Wirtschaftsbeziehungen n u r e i n e n B r u ch t e i 1 der deutsch-österreichischen ausmachen. Oesterreich führt aus Deutschland wertmäßig etwa v i e r m a Iso v i e l War e n ein wie aus Italien, und es gibt an Deutschland fast um die Hälfte mehr Güter als an Italien. Aber auch der i t a l i e ni s ch -d eutsch e W a- renaustaufd) übersteigt den italienisch-österreichischen um ein Vielfaches. . Aus diesen lleberlegungen wird der m Den Wiener amtlichen Blättern ausgedrückte Wunsch nach positiver deutscher Mitarbeit in den Donauraurm fragen durch wirtschaftlichen Interessenausgleich ebenso verständlich, wie das Verlangen nach Wie- dereinschaltung Deutschlands tn die gesamteuropäischen Fragen mit Hilfe des Viererpaktes den man in Rom noch immer für das geeignetste Instrument zum Neubau Europas hält. Die zur Verwirklichung solcher Ziele notwendige Voraussetzung ist die letzt auch von amtlicher Seite in Wien gewünschte Normalisierung der b e u t f d) = o ft e r r e i d) t - schen Beziehungen, für die sich deutscherseits der von Adolf Hitler beauftragte Sondergesandte von Papen einsetzen wird. Allerdings ist es dazu notmenbig, baß bie Wiener Regierung lhr Poltttk in Uebereinftimmung bringt mit dem Windes österreichischen Volkes und daß sie iede Einmischung einer fremden Macht, von welcher Seite sie auch kommen mag, ausschaltet. Das wird auch der Ma- nÖDergaft in Florenz bei seinen Verhandlungen hoffentlich bedacht haben. OieZufammenkunst in Florenz Eine amtliche Mitteilung über die Aussprache Schuschniggs mit dem Duce. Mailand, 21. Aug. (DKB.) Der asierrenchfiche Bundeskanzler Dr. Schuschnigg fit am Dienstag um 10.42 Uhr in Begleitung non Ministerialrat S e i d e l und Dr. h e r l l s in Floren, emgelrofien. Zu seinem empfang hatte sich der Duce, der am heutigen Manöver-Ruhetag aus dem nördlich Florenz liegenden Hauptquartier Scarperia herbei- neeilt war, in Begleitung des Staatssekretärs im Außenministerium, S u v i ch, des Pressechefs Graf Ciano und zahlreichen Behördenvertrelern ein- gefunden Die Begrüßung zwischen Schuschnigg und Mussolini war sehr herzlich. Anter dem klang der österreichischen und italienischen Nationalhymnen schritt der österreichische Bundeskanzler die ihm zu Ehren aus Eisenbahnmiliz gebildete Front ab. Floren; trägt reichen Flaggenschmuck. Der Empfang des österreichischen kan;lers auf dem Bahnhof hatte eine stark betonte militärische Rote. Reben Grundpreise für 1mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger 5atz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Schuschnigg nach Wien zurück. In der amtlichen Verlautbarung über bie heutige Unterredung heißt es, bah zwischen Mussolini und Schuschnigg bie die beiden Länder interessierenden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen $ r a g e n befpro-i sßunbe5 ber Saarvereine, chen wurden. Es stellte sich eine v oll ständige Staatsrat Simon, hat folgenden Aufruf er- Uebereinftimmung in den Richtlinien und. Iaffen: Methoden heraus, was die Unabhängigkeit $$ bu, ba$ 800000 Deutsche an der und Unverletzlichkeit des öfferreidjl- (5aar DDm deutschen Vaterland durch das Derschen Staates betrifft. Zu dieser Unverletzlich- |ai[Ier Diktat abgetrennt unter art- und feit und Unabhängigkeit gehört auch die voll' Dolfsfrember Herrschaft stehen? ff ä n b i g e Autonomie. Sie stellt ein konkretes du, baß im Saargebiet bie aus Deutscheuropäisches Interesse dar und ein förderndes CEle- [anb desertierten marxistischen und jüdischen ment zur Erhaltung der Ruhe im Donaubecken. Volksverräter unter wohlwollender Duldung Die beiden Staatsmänner hätten ferner, was die der Regierungskommission unsere deutsch- mirtfchaftiiche Dag- bekiff., die MHNchke» der bewußtes.S ° a r b r ch-mps-n Protokolle von Rom bestätigt, deren Af ^gierung unb den Führer Adolf Hitler öffentlich tionsraöius noch gesteigert und verbreitert werdens erleumden Dürfen, ja in ihren Zeitungen könne, und sie seien sich darin einig gewesen, daß offenen Landesverrat begehen? der Geist der Zusammenarbeit zwischen beiden Weißt du, daß dort an der Saar täglich Ländern weiter entwickelt werden soll. Diese Richt- deutsche Arbeiter, weil sie ihr Deutschtum linien, die von dem entschlasenen Kanzler Doll- nicht verleugnen auf die Straße fliegen fuß begonnen unb vertreten würben, würben junger unb (Slenb leiben famt auch in^Zukuufl für dir Beziehungen zwischen Deutschland für >hr Volk und damit für dich, de Italien unb Oesterreich maßgebend fein. üßeifet du daß trotz aller Bedrückungen, trotz Seme militärisch« $lbfprabe nii* bas fiel einer friedlichen Entwicklung Angaben enthalten: nprfolaten eine besondere Note. Zu seiner 1. Die Namen, Vornamen, das Geburtsdatum, den H.n^Befriedigung könne er erklären, daß sowohl>Geburtsort und den Beruf des Antragstellers (tm bei bin allgemeinen Fragen wie auch bei den Fra- 5al[e einer Scrufsänderung denfenigen, den er am aen die die beiden Länder im besondern berühren, 28. Juni 1919 ausübte), sowie die Vornamen seines das vollst- Einaernehmen erzielt war- Taferg unb |erner, falls es sich um eine verheira- : den fei. Er h°be beim Duce ° j ° ° ° r ^belt, die Hamen und Botnamen : ^/ausgehen^van deL srund^ der^v oTl’ft a n: ihres Ehemannes (in. Falle einer Veränderung Erscheint täglich, außer ÄHRS • Ab d Glttzener Anzeiger von einzelnen Nummern Anfchrift ^für, Drahtnach. General-Anzeiger für Oberhesfen z.anfiü^m'main U68S Druck und Verlag: vrvhl's^e UmverfitStr-vuch- und Steindruckere! «.Lange in Siehe». Schrlstleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Argwöhnische Aufmerksamkeit in Paris. Ser Beschwerdeweg für -arteiangelegenheilen. Mißtrauische Kommentare der pariser presse zur Begegnung in Florenz. Sine Verfügung des Stellvertreters des Führers. M großen Fragen der Nation, die a l l e in der litler if che Leute gibt es immer und überall in der Wett, sie sind wahrlich keine Besonderheit des national» sozialistischen Deutschland. Wir werden sie nicht da» für bestrafen, daß sie mit Nein gestimmt haben. Sie mögen es sich aber gesagt sein lassen, daß wir es auf keinen Fall dulden werden, wenn sie mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Staatsführung irgendwie und irgendwann im Volke Propaganda tret» b e n, und wir werden mit eiserner Faust zuschlagen, wenn sie sich zu verbrecherischen Handlungen hin» reißen lassen, die die Sicherheit und Ordnung im Staate bedrohen. „Echo de Paris", das Blatt der Militärkreise, fragt, ob Mussolini etwa an einem von Frankreich und England mit zu unterzeichnenden Pakt zur Der Aationalsozialismus wird durch Leistung und Erfolg auch den letzten Deutschen überzeugen. Ministerpräsident Göring über den Ausgang der Volksabstimmung. ziehung des Beschwerdeführers zu prüfen oder prüfen zu lassen haben. Darüber hinaus steht jedem Parteigenossen auf Grund meiner verschiedenen Verlautbarungen der Weg der Beschwerde an den Führer oder mich offen, den er nach Möglichkett aber nur dann beschreiten soll, wenn von unteren Dienststellen der Partei — also Ortsgruppen», Kreis- oder Gauleitung — eine Bereinigung seiner Beschwerden nicht erfolgt ist. Jeden Parteigenossen aber, der sich in Zukunft noch in Dingen der Partei beschwerdeführend an außerhalb stehende staatliche oder an» dere Stellen bzw. deren Leiter wendet, werde ich künftig rücksichtslos aus der Partei aus» schließen. Ich erwarte im übrigen von jedem Parteigenos» sen, daß er sich ganz allein voll verantwortlich für ein von ihm unterschriebenes Beschwerdeschrei» den fühlt und seinen Namen nicht für Sammel u n t e r s ch r i f t e n, die als Meuterei anzu» sehen sind, hergibt." Der Selbstmord Dr.Rintelens. Eine amtliche Darstellung. Wien, 21. Slug. (DNB.) Das Bundeskom» missariat für Heimatdienst wendet sich gegen die Gerüchte von einem Mordversuch an Dr. Rintelen und gibt folgende Darstellung der Vorgänge: Dr. Anton Rintelen wurde am 25. Juli nach» mittags bekanntlich angewiesen, sich in den Räumen des Landesverteidigungsministeriums zur Verfü- g u n g z u h a l t e n. Am 26. Juli gegen 1 Uhr früh erschienen im Landesverteidigungsministerium zwei Kriminalbeamte, die den Auftrag hatten, Dr. Rintelen zu seiner Einvernahme bei der Staatspolizei vorzuführen. Die Krimi- nalbeamten wurden von einem hohen Offizier emp- angen. Nachdem sie Meldung erstattet hatten v e r- ließ der Offizier den Raum. Die 'beiden Kriminalbeamten blieben in der Nähe der Tür zu dem verschlossenen Nebenraum. Nach unqe- führ zwei Minuten hörten sie aus dem Neben- raum einen Schuß. Sie drangen sofort ein und fanden Dr. Rintelen im Sessel vor dem Schreibtisch sitzend. Er war an der linken Brustseite verwundet. Aus dem Tisch lag eine Pistole mit der sich Dr. Rintelen angeschossen hatte. Dr. Rintelen war vollkommen bei Sinnen. Einer der Kriminalbeamten rief: „Herr Minister, was machen Sie?", worauf Dr. Rintelen antwortete: „Weil man mich so behandelt." Er übergab den Kriminalbeamten zwei Zettel mit einem Abschiedsbries an feine Angehörigen. lnn n2n 3" unterzeichnenden Pakt zur durch die römischen Protokolle zwischen Italien, Garantierung der Unabhängigkeit und territorialen Oesterreich und Ungarn geschaffene System a u f Unversehrtheit Oesterreichs denke, der Mussolini das die Kleine Entente und auch °ü & fu,r Me Unabfjangigteit Sorge zu Deutschland auszudehnen, falls letzteres einem Oesterreich z u den „Zusicherungen des Herrn von Papen ent- einem italienischen Protektorat machen|sprechend" handele. bewegungen meist nachts ausgeführt werden. Äls Spezialtruppe spielen neben der Luftflotte Diesmal noch die „reparti celeri", die sogenannten S ch n e l l t r u p p e n , die mit Fahrrädern ausgerüsteten Bergsalieri eine besondere Rolle; ihr Wert probt ""gesichts schwerster Aufgaben en Sieben den eigentlichen Gefechtsprüfungen kommt wahrend dieser Manöver vor allem auch die Er- probung rasch st er Verproviantierung d e r T r u p p e n zur Abwicklung. Auch aus diesem Grunde hat man ein besonders schwieriges Uebungsgelände ausgesucht, in dem es, trotz vieler Flußlaufe, beträchtlich an Wasser mangelt. Ferner wird derstrategischeWertdreierEisen- bahnlmien erprobt, die das Gebiet durchschneiden. Vor allem handelt es sich um die erst im letzten Jahre eingeweihte „D i r e t t i s s i m a'' öie neue Verbindungslinie zwischen Bologna “rL?« m°,r e.n^'. e*ne ausgesprochen „strate- S> «?• J°a^n ?’cfem Gelände der verschiedensten Verbindungsschwierigkeiten ist und sozusagen zur Unterstützung der „Porettana", der alten Bahnver- Dinöung zwischen den beiden genannten Punkten gebaut wurde, deren Fahrzeit sie um rund vierzig h^l^Udas Vorkommen von Wölfen in diesem Gebiet des Appenins. Venzlnexplosion bei einem Feuerwerk. Bei einem Feuerwerk in der französischen Hafenstadt La Rochelle fiel ein Funken auf den Bezin- behälter eines vor Anker liegenden Vergnügungsdampfer der Behälter explodierte. Das Feuer griff sofort auf eine Kiste mit Feuerwerkskorpern über, die unter mächtigem Getöse in die Luft flog. Zwei Frauen sprangen über Bord. Rur eine von ihnen konnte gerettet werden. Die Leiche der anderen ist noch nicht geborgen. Der Besatzung des Dampfers gelang es in kurzer Zeit, den Brand zu löfchen. Hilferuf eines englischen Fliegers. teiaerte sich von Stunde zu Stunde und wurde chließlich zum Orkan. Roch leistete jeder Mder- Land gegen die entfesselten Elemente, aber der Traum vom Sieg war ausgeträumt. Es galt jetzt, Die Einzelhandelsumsätze. . Auf Grund der Ergebnisse der Betriebs- I zählungvon 1933, die in voriger Woche ver- । öffentlich! worden sind, hat die Forschungsstelle für l den Handel eine Neuberechnung der Ern- zelhandelsumsätze und ihrer Verteilung auf die einzelnen Handelszweige und Betriebs^r- men des Handels vorgenommen. Aus dieser Berechnung geht die bemerkenswerte Feststellung hervor, baß d i e H ä l f t e des gesamten Volkseinkommens auf dem Wege über d en Einzelhandel wieder verausgabt wird. Auf Grund der Neuberechnung ergibt sich ferner, daß der Wert der Einzelumsätze im Jahre 1933 insgesamt auf 20,8 Millionen Mark veranschlagt werden kann. In dieser Ziffer sind allerdings manche Umsätze, die man eigentlich ebenfalls zum Einzelhandel rechnen müßte, wie z. B. die Umsätze des Kraftfahrzeughandels, die allem 400 Millionen Mark betrugen, ferner die Umsätze der Bäckereien, Fleischereien und des übrigen Hand- wcrkshandels und ebenso die Umsätze der Gastwirtschaft im Verkauf über die Straße nicht enthalten. Würde man auch diese Umsätze embezlehen so würde sich ein noch wesentlich höherer Gesamtum- ^Gine^nbere interessante Tatsache, die durch die neue Betriebsstatistik aufgezeigt wird, ist die Z u - nähme der Einzelhand e l s g e s ch a ft e. Man hat vielfach geglaubt, daß die Wirtschaftskrise die Uebersetzung im Einzelhandel vermindert hotte. Das ist nicht der Fall gewesen. Vielmehr ist die Zahl der Einzelbetriebe in der Zeit von 1925 bis 1933 noch um 7,6 Prozent gestiegen. Allerdings ist das teilweise- auf das Entftehen neuer Handelszweige und Handelsformen, wie z. B. des Funkhandels und der Einheitspreisgeschäfte, zurückzuführen. Endlich darf man noch darauf Hinweisen, daß nach der Umsatzstatistik mehrals45 Prozent aller Einzelhandelsumsätze auf den Lebens- und Genußmittelmarkt entfallen. Würde man auch noch die Umsätze der Fleischer, Bäcker, Gastwirte usw. berücksichtigen, so würde sich wahrscheinlich ergeben, daß die Hälfte aller Einzelhandelsumsätze Nahrungs- und Genußmittel betreffen. Auf den Einzelhandel in Textilwaren und Bekleidung entfällt ein weiteres Viertel der Gesamtumsätze. Die Umsätze in Gegenständen des Kultur- und Luxusbedarfs sind mit einem Zehntel an den Gesamtumsätzen beteiligt. Die englische Saumwollindustne und der deutsche Markt. London, 21.2Iug. (DNB.) In einer Sitzung der englischen Baumwallgarnsabrckanien und -expor- teure in Manchester wurde am Dienstag der fjoff. nung Ausdruck gegeben, daß eine b al bi ge JU qelunq der Schulden deutscher ®arn- Importeur« an die englische Industrie zustande, kommen werde. Es wurde zwar mitgeteilt daß das englische tzandelsamt nichts oon irgendwelchen unmittelbaren Schritten für die Regelung der bestehenden Schulden wisse. Sir George chaldon, der Führer der englischen Abordnung, die kürzlich Deutschland besuchte, teilte jedoch mit daß man ihm gewisse Bedingungen für eine 'Regelung vorgeschlagen und ihn gefragt habe, ob die Gamerporteure auf volle Bezahlung bestehen wer den bevor sie neue Lieserungen empfeWn tnurben, Öunge^n mit Ä werde, um eine Regelung der Schulden ms Auge -»n fiaffen In der Versammlung wurde der anpajr Mud gegeben, 4 eine Wiederau nähme des Garngeschäftes mit Deutschland unmöglich sei, bevor nicht befriedigende Dor- tschläge für die S ch u l d e n l i g u i d i e r u n g vorgelegt würden. Kein Friede im Zuckerkrieg. Paris, 22. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Ein Pa- rifer Verlag bringt ein Buch von Essad Bey über die Geschichte ber GPU. heraus, das über den Ursprung der bolschewistischen Revolution und der geheimen Sowjetpolizei Aufschluß gibt und sich auch eingehend mit der Frage der „bolschewistischen Verschwörung gegen die Welt" befaßt. Zum Beweise der „bolschewistischen Barbarei" skizziert der „Matin" aus diesem Wert folgende Statistik, die wie das Blatt erklärt, jeden Kommentar überflüssig mache: von 1917 bis 1923 wurden hingerichtet Bischöfe, 1215 Geistliche, 6575 Angehörige des Berlin, 21. Aug. (DNB.) Don der deutschen Himalaja-Expedition ist dem Drahtlosen Dienst nunmehr ein ausführlicher Bericht zugegangen über das Unglück am Nanga Par- bat, das den deutschen Bergsteigern Mer kl, Wieland und Welkenbach, sowie sechs Darjeeling-Trägern das Leben kostete. Der Bericht lautet: Bis zum 6. Juli wurde der Angriff planmäßig gegen den Gipfel des Nanga Parbat vorgetragen. Infolge der Anstrengungen war schon an den vor- hergehenden Tagen eine große Anzahl Darjeeling- Hochträger kampfunfähig geworden und m die tieferen Lager zurückgekehrt. Durch diesen Ausfall konnten die fünf Bergsteiger A s ch e n b r e n n e r, Mer kl, Schneider, Welzenbach und Wieland nur mit elf Trägern zu den höchsten Lagern starten. v , .v Bekanntlich sind Aschenbrenner und Schneider an diesem Tag bis 7900 Meter Höhe vorgedrungen. Sie waren an dieser Stelle nur noch vier Stunden vom Gipfel entfernt. Sie befanden sich in bester Form und warteten hier, wo ur- sprünglich Lager 8 errichtet werden sollte, auf die anderen. Die Träger gingen aber nicht so weit, so daß Lager 8 bereits in einer Höhe von 7600 Meter aufgeschlagen werden mußte. Aschenbrenner und Schneider kehrten in dieses Lager zuruck. Das Wetter in der Höhe war bisher verhältnismäßig gut. Die Spitzengruppe war meist über den Wolken. Nur an den Nachmittagen wurde der Grat eingenebelt. An diesem 6. Juli ragte der Nanaa wie eine Insel über das gewaltige Wolkenmeer, das sich aber nicht über 6800 Meter Hohe erhob. Die Bergsteiger waren guten Mutes und voll Zuversicht, am nächsten Tag den Gipfel zu erreichen. Das Schicksal entschied es anders. Es begann eine Tragödie am Berg, die in der Erforschung des Himalaja und in der ganzen Geschichte des Alpinismus ihresgleichen nicht hat. In dieser Nacht setzte h e f t i g e r S t u r m em. Trotz dichtester Verschnürung der Zelte lag schließlich der Schneestaub z e n t i m e te r h o ch auf den Schlafsäcken. Unter der Gewalt des Wmdes brachen die Zeltstäbe. Am Morgen war dichter Nebel, es schneite, und der Sturm raste mit um heimlicher Wucht über die Hochfläche. Man konnte im Freien kaum atmen. Der Sturm war derartig stark, daß die Kocher nicht brannten. Daher war es unmöglich, Tee und Essen zu bereiten. Die zweite Nacht war noch schlimmer als die erste. Wieder wurde sie 'schlaflos verbracht. Der Sturm DNB Berchtesgaden, 21. August. Reichskanzler Adolf Hitler traf heute nachmittag auf dem Obersalzberg ein. Bevölkerungund © o m m e r g ä ft e des Berchtesgadener Landes hatten fichzuvielenTaufenden eingefunöen und begrüßten den Führer begeistert. Bereits bei feiner Ankunft wurde er am Untersalzberg durch Böllerschüsse empfangen. Um 21 Uhr veranstaltete die Berchtesgadener Neujahrs - und Weihnacht s f ch ü tz e n g i l d e auf dem Obersalzberg vor dem Haus Wachenfeld zu Ehren des Führers ein Schießen. Tausendfach hallte d^s Echo der Schüsse durch die Täler des Berchtesgadener Landes. Anschließend ließ sich der Führer vor seinem Haus die Schützen einzeln vorstellen, dankte ihnen für bie erwiesene Ehrung und lud sie zu einem Glas Bier ein nahegelegenes Gasthaus ein. Michsguiachierausschuß Der Fischdampfer „Dervish" aus Hüll hat einen Funkspruch des britischen Fliegers John Grier- | o n aufgefangen, der berichtet, an einer einsamen Küste im arktischen Meer zu einer N okia n bung gezwungen worden zu sein. Der Flieger hatte beabsichtigt, auf der nördlichen Route über Island- Grönland nach Ottawa zu fliegen. Er hatte am 21. Juli Rochester verlassen. Seine Maschine war bei der Landung in Reykjavik beschädigt worden. Am Dienstag dieser Woche trat er nach erfolgter Wiederinstandsetzung den Weiterflug nach Grönland an. Am gleichen Tage um 20 Uhr fmg der erwähnte Fischdampfer folgende Botschaft auf: „Eisfreier Fjord, glatte Landung ungefähr 5 Kilometer von Küste, wo sie von Osten nach Westen zieht. Ich habe Lebensmittel für 10 Tage. Bitte stellt Nachforschungen an." Wettervoraussage. Eine kräftige Störung mit ihrem Kern über den Farveren bringt weiter östlich vor. Die an ihrer Vorderseite zunächst noch herrschenden südlichen Winde werden späterhin beim Weiterzug des Tiefs mehr auf Westen zu drehen und auch uns etwas kühlere Ozeanluft zuführen. Obwohl sich bei. uns vorerst der hohe Druck noch behauptet, wirb jeboch beim Eintreffen der kühlen Luft Anlaß zu Gewitterstörungen mit Gewitterregen und nachfolgen, ber Abkühlung gegeben werden. Aussichten für Donnerstag: Zunächst noch warm und zeitweise aufheiternd, doch auf- kommende Gewitterstörungen nut nachfolgender A A^u s"s"i9ch t e n für Freitag : Teils wolkig, teils aufheiternd, noch Neigung zu Gewltterstvrun- aen oder gewittrigen Niederschlägen. Lufttemperaturen am 21. August: mittaas 24 8 Grad Celsius, abends 14,3 Grad; am 22. August: morgens 11 Grad. Maximum 26,2 Grad, Minimum 6 Grad. — Erdtemperaturen io 10 cm Tiefe am 21. August: abends 23,5 Grad; am 22. August: mor- gens 17,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 10,5 Stunden. das Leben zu retten. „ Am Morgen des 8. Juli wurde der R u ck z u g beschlossen.Aschenbrenner und Schneider brachen mit drei Trägern auf, um im tiefen Schnee zu spuren. Mer kl, Welzenbach und Wieland folgten mit acht Trägern, von denen einer kurz nach Verlassen des Lagers starb. Wahrscheinlich infolge des dadurch entstandenen Aufenthaltes und eigener Erschöpfung kam diese Gruppe kaum vorwärts und war gezwungen, noch vor Erreichung des Lagers 7 ein Zwischenlager zu beziehen, wo wieder ein Träger starb. Bei unvermindertem Sturm mußte die Nacht ohne Zelte verbracht werden. Schwere Erfrierungen waren die Folge. Am nächsten Tage, dem 9. Juli, starb Wieland während des Abzuges, Merkl und Welzenbach er» reichten Lager 7 (7100 Meter), wo ein Zelt stand. Vier Träger gingen weiter, aber nur drei von ihnen tarnen später mit einem Ueberleb enden der Trägertruppe von Aschenbrenner-Schneider ins Lager 4. Willi Welzenbach starb im Lager 7. Am 13. schleppte sich Merkl, der seit Tagen ohne Nahrung war, mit übermenschlicher An- ftrengung in Begleitung der Träger Angtsering und Gay-Lay nach Lager 6 (6900 Meter), das ent- weder weggeweht oder vom Schnee begraben war. Deshalb mußten sie in einer selbst gehobenen Schneehöhle Zuflucht suchen. Angtsering schlug sich am folgenden Tage mit erfrorenen Gliedern nach Lager 4 durch. Der treue Gay-Lay blieb bei Willi Merkl, seinem Bara Sahib, um mit ihm zu sterben. Die Darjeeling-Leute haben .bie Sache der deut- schen Bergsteiger zu ihrer eigenen gemacht und, furchtlos und treu, ihr Leben dafür eingesetzt. Sechs Todesopfer hat der Nanga Parbat von ihnen gefordert. In unerbittlicher Größe und Grausamkeit hat an diesem „Berg des Grauens" das Schicksal gegen alles menschliche Wollen und Können sich entschieden. Was auch die Ueberlebenden zur Rettung der Gefährten unter Einsatz aller ihrer Kräfte unternommen haben, es war ver- Die Mark bleibi fest! „Wie werden nicht devalvieren", sagt Reichsbankpräsident Dr. Schacht. Prag, 21. Aug. (DNB.) Der volkswirtschaftliche Redakteur des „Ceske Slovo", Dr. Heyda, hatte ein Interview mit dem Reichsbankpräsidenten unb Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, den er als eine der interessantesten Persönlichkeiten des heutigen Deutschlands, als fast absoluten Herrn der deutschen Wirtschaft bezeichnet. Dr. Schacht erklärte u. a.: Mein festes Bestreben wird es sein, das abjolute Vertrauen zu den Zahlungen zu erneuern. Wer mit Deutschland Geschäfte macht, muß wissen, daß er seine Ware bezahlt bekommen wird. Ich werde dafür Sorge tragen, dah das Vertrauen zu den Verträgen wieder hochkommt. Deutschland wird gegen feinen Willen in ein Zwangsclearing getrieben. Das ist keine vorübergehende Erscheinung. Ich kann mir nicht gut vorstellen, daß alle Kapitalien, die heute in der Ersatzindustrie investiert werden, entwertet werden könnten, wenn einmal diese Industrien nicht mehr nötig sein werden. Wenn im Clearingverkehr eine Spitze erscheint, so ist schon das Bestreben da, dieselbe auszugleichen. Aus Deutschland fließt jetzt auch viel Geld über die Grenze im Fremdenverkehr. Sie wissen ja, der Deutsche ist von einer großen Wißbegierig- feit und darum sind wir solche Kosmopoliten, und so werden Sie Deutsche in Italien, Frankreich, England, bei Ihnen in Marienbad und Karlsbad usw. finden. Ich hoffe nicht, daß wir auch noch zu Einschränkungen im Reiseverkehr gezwungen werden. Auf die Frage: Ihren Entschluß, die Mark zu halten, haben Sie nicht geändert?, antwortete Dr. Schacht: Nein, die Mark ist fest, und wir werden nicht devalvieren (abwerten). Bei den heutigen Ausfuhrverhältnissen hat dies keinen Wert. Es wird viel von unserer Golddeckung gesprochen. Ich habe aber schon in meinen früheren Arbeiten verschiedene Male darauf hingewiesen, daß das Gold nur bei dem Ausgleich der Spitzen bei der Zahlungsbilanz nützlich ist, deckungs- mäßig aber keine Bedeutung hat. aus Devisenrücksichten seine Zuckerausfuhr m ver- stärktem Umfana wieder aufzunehmen. Die Aus- fichten, daß fid) USA. und England anschließen werden, sind nun in weite F^ne geruckt. Auf die Märkte blieb der Ausgang in Brussel fast ohne Einfluß. Die Ernteaussichten werden, namentlich auch in Deutschland, günstiger beurteilt. Bauern und 192 000 Arbeiter. Kunst und Wissenschaft. Paul krannhals, der kutturphilosoph des Dritten Reiches. Die Reichspressestelle der NSDAP, veröffentlicht einen Nachruf für den vor einigen Tagen v erstorbenen bekannten Kulturphilosophen Dr. h. c. Paul Krannhals, worin es u. a. heißt: Krann- hals, geboren in Riga 1883, studierte in Leipzig und Berlin Naturwissenschaften und Philosophie und wirkte dann als Chemiker in Riga. Nach Beendigung des Weltkrieges und der Baltikum-Kämpfe 1918/20, an denen er aktiv als Frontsoldat teilnahm, wurde Krannhals aus der Heimat wegen letten- feindlicher Propaganda ausgewiesen. Don da ab schriftstellerische Tätigkeit auf kulturpolitischem Ge- biet. Als philosophischer Begründer der organischen (ganzheitlichen) Natur und Kultur als lebendige Einheit erschauenden Weltanschauung — deren politische Ausdrucksform der Kern der nationalsozialisti- schen Bewegung ist — bereitet Krannhals die Wende geistig mit vor und verwies auf das geistig- seeli che Fundament einer kommenden wahrhaft deutschen Kultur. Die folgenden Werke prägen fern weltanschauliches Bekenntnis aus: „Das organische Weltbild, Grundlagen einer neu entstehenden deutschen Kultur", „Der Weltsinn der Technik, als Schlüssel zu ihrer Kulturbedeutung", „Religion als Sinnerfüllung des Lebens, ein Bekenntnis zur schöpferischen Weltheiligung", „Revolution des Geistes , eine Einführung in die Schöpfungswelt organischen Denkens, „Die absolute Wertordnung", (erscheint als Nachlaßwerk). In Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Volksgemeinschaft verlieh ihm die M a r b u r g e r Philosophische Fakultät einstimmig die E h r e n d o k- t o r ro ü r b e als dem Denker, der die neue Ziel- richtung des Lebens früh und klar erkannte, dem Deutschen, der unserem Volk seine hohe Aufgabe an der Zeitwende gibt, dem Manne der das als richtig Erkannte durch alle Widrigkeit des Schicksals unbeirrt vertrat. Internationaler Kongreß für hauswirtfchaftsunterricht in Berlin. Auf Grund eines Beschlusses des Internationalen Amtes für Hauswirtschaftsunterricht in Freiburg (Schweiz) findet der 5. Internationale Kongreß für Hauswirtschaftsunter, richt in Berlin statt. Mit dem Kongreß ist eine große Ausstellung aus dem gesamten Gebiet des Hauswirtschaftsunterrichtes verbunden, die in den Räumen des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht ftattfindet. Etwa 440 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 20 Ländern haben sich em- gefunben, barunter etwa bie Hälfte aus Deutsch- land. In ber Eröffnungssitzung begrüßt« St-As- lekretär Dr. Stuck art in Vertretung des Reichs- erziehungsminifiers den Kongreß im Namen der „ffiraf Zeppelin" in Pernambuco. Bas Luffsihsif 3"® ^ra ^Pernambuco D‘Creiad)'t unb wird heute Mittwoch von bort aus Die Neuyorker Vorstabt Brooklyn war Schauplatz eines nicht alltäglichen BanbenÜberfalles auf einen Gelbtransport. 15 mit Maschinenpistolen bewaffnete Räuber umzingelten einen mit Bankgelbern gefüllten Panzerwagen, als bie- jer vor einer Fabrik vorfuhr, um Lohngelber abzuliefern. Die Verbrecher hielten ben Fahrer und zwei bewaffnete Begleiter in Schach, warfen bie Gelbsacke mit einem Inhalt von 4 5 7 0 0 0 Do 1 - l a r in ein bereitstehenbes Auto unb enttarnen unerkannt. Einen Gelbsack mit 29 000 Dollar Inhalt ließen sie „versehentlich" zurück. Die Polizei nahm bie Verfolgung ber Banbiten mit 20 ^ßraftroagen auf. — Der Raubüberfall hat sich inzwischen als ein überaus sorgfältig vorbereitetes Verbrechen heraus» gestellt. Die Räuber waren zum Teil als Schlächter unb Hänbler mit weißen Schürzen betleibet; ein Maschinengewehr war in einem Straßenhänblerkarren verborgen. Der ganze Raub war mit solcher Ruhe ausgeführt wor- ben, bah nur bie Nächststehenben merkten, was vorging. Die Polizei hat bie größten Anstrengungen gemacht, durch Flugzeuge bie Motorboote zu entbeden, bie bie Beute von Brooklyn nach ber Küste von Jersey bringen sollten; vorläufig hat ich inbeffen noch nicht bie gering ft e Spur feftftellen lassen. Aus ber Art unb Weise je- boch, wie ber Raub vorbereitet und durchgeführt wurde, glaubte die Polizei auf die Person des Verbrechers schließen zu können, der den Ueberfall leitete. Die Höhe der Beute stellt übrigens, wie die Polizei mitteilt, eine Rekord summe bar. Es würben zwar verschiedentlich in Neuyork unb Chi- kago Raubüberfälle ausgeführt, bei benen ben Räubern Wertpapiere in Höhe von zwei bis drei Millionen Dollar in bie Hänbe fielen. Die gestrige Beute von fast einer halben Million Dollar stellt jedoch bie größte jemals in ben Vereinigten Staaten geraubte Bargelbsumme bar. Ueberschwrmmungskatastrophe in der Südmandschurei. Die Verwaltung der südmanbschurischen Eisenbahn teilt mit, daß infolge von U e b e r s ch w « m m u n - gen bie Eisenbahnverbindung zwischen Antung und Mukden unterbrochen ist. Rach bisherigen polizeilichen Feststellungen fielen 122 Personen ben Fluten zum Opfer, darunter 42 Personen, bie auf einer Fähre in ben Wellen umkamen. Zur Bekämpfung der Wafserkatastrophe haben die Regierungsbehörden alle Maßnahmen getroffen. für Bauvergebung. Die bekannten Mängel bei der Vergebung öffentlicher Aufträge haben den Reichshandwerksfuhrer W G. Schmidt veranlaßt, diese in Zusammenarbeit mit ben beteiligten Reichsressorts unb ben Wirtschaftsstänben eingehenb zu prüfen. Als Ergebnis biefer Prüfung hat ber ^.et^5^anb!Df 2 sichrer einen R e i ch s g u t a ch t e r a u s s ch u ß ü r Bauvergebung gegrunbet, ber emen Interbau in Gestalt von Lanbesgutachterausschussen unb Bausachverständigen erhalt. Die Aufgaben des Reichsgutachterausschusses sind u. a. Klärung der großen unb grunbsätzlichen Fragen auf bem Gebiete ber Bauvergebung, insbesonbere beim Mahnung s- unb S i e b l u n g s b^u in Stabt und Land in Gemeinschaft mit allen beteiligten<5eilen, Schaffung einer vertrauensvollen natlonalsoMlstl schen Gemeinschaftsarbeit Zwischen Bauauftraggebern unb B au a u f t r a g nehmern; Förderung von Untersuchungen zur Schaffung wissenschaftlich °in"°ndfr-,-Jin erlagen für die Feststellung emroanbfreier ^auieiiiungen, für bie Klärung ber Frage bes angemessenen Preises usw.; Entscheibung lchwie^n E.nze^ fragen von Bebeutung auf dem Gebiete oer ^au Vergebung. Die Arbeiten bes Nelchsgutachteraus schusses sollen ferner bazu bienen, auf dem Geb'ete ber Bauvergebung nach sachlicher und grunbsatz licher (Seite Unterlagen für d'e Mahnahmen ber, Reichsregierung unb ber Wirtschaftsgruppen z schaffen, um gegen Störer des nationalen Aufbaues einzugreifen, ohne bie gutwilligen W sch f ^Dcr^R-ichsgutacht-rausfchuß W sich zusammen aus den stüL-n Vertretern der b-^-gten R«ch.- vernehmen mit!dem im Reichsund Lanbwirtschaft hat ber* '^ommler ben «’S“ M««uU°da^S ün> Staat 7in° wesentliche Forderung erfahren. Die Zuckerkonferenz in Brüssel ist gescheitert; bie Gegensätze in ber Quotenfrage finb zu groß gewesen. Von ben iava- n i l ck e n Unterhänblern ging von Anfang an em Uarfer Wiberstanb aus. Vergrößert würbe bie Nwerigket Javas daburch, baß bie Philippinen mit einem Teil ihrer Probuktion an ben feeltmarft kommen wollen, weil sie nach ber neuen Einfuhrregelung von USA auf bem amerikanischen Markt nickt mehr Unterkommen können. Selbst Deutschland si-ht sich °°r die Frage g-stellt.'er Oberheffen. 3n sämtlichen Gemeinden des Kreises Schotten Freiwillige Feuerwehren. OO Groß -E ichen, 21. Aua. Am vergangenen Sonntag fand in der Turnhalle eine Versammlung der Feuerwehr statt. Bürgermeister F a u st begrüßte die Anwesenden, besonders Regierungsrat Schwan und Feuerwehrinspektor E b e r w e i n. Regierungsrat Schwan sprach über alle Fragen einer freiwillige nF euerwehr. Es kam auch zur Gründung einer Wehr, der sofort 38 Mitglieder beitraten. Weitere Mitgliedsmeldungen dürften noch folgen. Es besteht nun in allen Orten des Kreises eine Freiwillige Feuerwehr. Es ist dies das besondere Verdienst des Regierungsrats Schwan, der von den 53 im Kreise bestehenden Wehren allein 39 gegründet hat und der darum mit Recht der „Vater der Freiwilligen Feuerwehren" genannt wird. Als erster Kommandant mürbe Heinrich Burk bestimmt. Regie- rungsrat^S ch w a n brachte ein Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler aus. Rach herzlichem Appell und Beglückwünschung der neugegründeten Wehr durch Feuerwehrinspektor E b e r w e i n schloß Bürgermeister Faust die Versammlung. Lnnvtrets (hielten. wg. Großen-Buseck, 21. Aug. Die G a u - filmstelle der NSDAP, veranstaltete am Samstagabend im Saale des Gastwirts Wilhelm Wagner eine Tonfilm-Vorführung, bei der ein heiterer Film gezeigt wurde. Die Darbietung fand bei den zahlreichen Besuchern lebhaften Anklang.— Am Montagmittag wurde hier ein 13 Jahre alter Junge, der ohne Schuhwerk auftauchte, angehalten. Der Junge erklärte, nach Nidda gehen zu wollen. Da die Sache verdächtig war, wurde die Polizei verständigt, die dann feststellte, daß man es mit einem Pflegling aus der Heil- und Pflegeanstalt in Gießen zu tun hatte, der dort entlaufen war. Der Junge wurde von einem Wärter abgeholt. — Heute wurde hier das Grummetgras der Gemeinde verstei- g e r t. Infolge der großen Futtermittelknappheit waren die Preise hoch. Es wurden bezahlt: für einen Morgen Grummetgras bester Qualität 24 bis 26 Mark, mittlerer Qualität 15 bis 18 Mark, geringerer Qualität 5 bis 8 Mark. — Bei der Durchführung unserer Feldbereiniaung werden jetzt einige weitere Erwerbslose Beschäftigung finden. Es handelt sich dabei um den Bau einer neuen E i senbetonbrücke über die W i e s e ck. Der Brückenbau, der für einige Zeit lohnende Beschäftigung bieten wird, wurde den hiesigen Maurermeistern Wilh. Harbach III. und Wilhelm Melchior Hahn zum Preise von 2 798,44 Mark übertragen. Die Brücke, deren Errichtung von unseren Bauern sehr begrüßt wird, soll die Verbindung zwischen den Rechtenwiesen und den Wiesen auf dem Brühl herstellen. Da unsere Feldbereinigung bis Ende September vollendet sein soll, muß mit dem Bau der Brücke sofort begonnen werden. Etwa Mitte Oktober soll die Uebergabe der neu vermessenen Grundstücke stattfinden. Die Vermessungsarbeiten sind gegenwärtig im Gange. > Holzheim, 21. Aug. Am Samstag und Sonntag fand hier die 2. Jungtierschau des Kaninchen- und G e f l ü g e l z u ch t v e r e i ns Holzheim im Hofe des Gastwirts Reitz statt. Als Preisrichter fungierte Herr Dietrich -Klein- Karben. Die Ausstellung war sehr gut und mit schönem Material beschickt. 88 Nummern waren zur Schau gestellt. An Preisen wurden vergeben: Belgische Riesen: Karl Müller II. 2 Ehrenpreise, 1. Preis, 4 zweite Preise und 7 dritte Preise; Karl Klee Ehrenpreis, Heinrich Klee 3. Pr. Weiße Riesen: Albert Kuhl Ehrenpreis, 1. und zwei 2. Pr.; Heinrich Jäger vier 3. Pr.; Karl Bingel zwei 3. Pr. Blaue Wiener: Heinrich Klotz Ehrenpreis; Heinrich Zeiß 1. Pr., drei 2. Pr. und zwei 3.Pr. Weiße Wiener: Heinrich Mehl Ehrenpreis, 2. Pr. und zwei 3. Pr. Groß-Chinchilla: Georg Görlach Ehrenpreis, 2. Pr. und 3. Pr Japaner: Ernst Jung II. drei 3- Pr.; Heinrich Klee zwei 3. Pr.; Wilhelm Jung IX. 3. Pr. Hosenkaninchen: Karl Reitz zwei 1. Pr.; Wilhelm Röhrig 2. Pr. und drei 3. Pr. Alaska: Heinrich Müller II. 3. Pr. Schwarz-Silber: Heinrich Görlach Ehrenpreis und 1. Pr. Braun-Silber: Friedr. Wilh. Laux 1. Pr. Grau-Silber: Friedr. Wilh. Laux 2. Pr. Klein-Chinchilla: Heinrich Reitz I. 1. Pr., 2. Pr. und drei 3. Pr.; Heinrich Jäger 3. Pr. Schwarzloh: Karl Bingel Ehrenpreis, zwei l.Pr. und vier 2. Pr.; Adam Balser zwei 2. Pr. und zwei 3. Preise. ? Lich, 21. Aug. Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich gestern gegen 22 Uhr auf der Hattenröder Straße. Die in Eberstadt bei Lich beschäftigte, aus Saasen stammende 25 Jahre alte Marie Jüngel fuhr mit unbeleuchtetem Fahrrad auf ein ebenfalls unbele u ch- tetes Holzfuhrwerk auf. Bei dem heftigen Zusammenprall drang dem bedauernswerten Mädchen einer der langen, hinten vom Fuhrwerk herausragenden Holzstämme in den Unterleib: Mit schweren inneren Verletzungen mußte die Verunglückte in das hiesige städtische Krankenhaus geschafft werden, wo sie in bedenklichem Zustande darniederliegt. Dieser Vorfall diene wieder einmal zur Warnung, nicht mit unbeleuchteten Fahrrädern und Fuhrwerken in der Dunkelheit zu fahren. Kreis Friedberg. Friedberg, 21. Aug. (LPD.) Auf der Strecke Friedberg—Bad-Nauheim warf sich ein Einwohner von Melbach vor einen Zug. Der Lebensmüde war sofort tot. Man vermutet, daß die Ursache zu dem Selbstmord auf die folgen einer schweren Kriegsverletzung zurückzuführen ist. Kreis Schotten. E i ch e I s b o r f, 21. Aug. Die hiesige P f a r r- h a u s, ein großer, stattlicher, hochgiebeliger Fach- Da von sämtlichen Verbänden, die der Deutschen Arbeitsfront angegliedert sind, sowie NS.-Hago (GHG.) und der NSBO. ( Einzelmitglieder) Fragebogen ausgegeben werden, geben wir zur besseren Abwicklung folgendes bekannt: Jedes Mitglied füllt den Bogen in allen Teilen sorgfältig aus und übergibt den Bogen schleunigst an der Arbeitsstätte dem Betriebswalter der Deutschen Arbeitsfront. Ist das Mitglied in keinem Betrieb tätig, oder in einem Betrieb unter 10 Personen, erwerbslos, im freien Beruf tätig oder Kleingewerbetreibender, so ist der Fragebogen der für ihn zuständigen Ortsgruppe der Deutschen Arbeitsfront zu übergeben. Es ist stets darauf zu achten, daß für die Abgabe des Fragebogens die anhängende Empfangs- b e st ä t i g u n g durch den Amtswalter der DAF. werkbau, etwa um die Wende des 18. Jahrhunderts erbaut, soll noch in diesem Jahre äußerlich instandaesetzt werden. Im 19. Jahrhundert wurde die Frontseite mit Brettern bekleidet, die Giebel erhielten Verputz, so daß das schöne Balkenwerk verdeckt wurde. Von sachverständiger Seite konnte festgestellt werden, daß das alte Holzwerk noch' sehr gut erhalten ist. Man will nun Bretter und Verputz beseitigen und das Fachwerk wieder freilegen, um die charakteristische Eigenart der alten, oberhessischen Bauweise zu Ehre zu bringen. In seinem neuen Gewände dürfte das in Dorfmitte gelegene Pfarrhaus mit seinem stattlichen Holzwerk das Straßenbild wesentlich verschönern. Kreis Alsfeld. # Ob er-Oh men, 21. Aug. Unser Dorf ist bis auf einen älteren Arbeiter jetzt wieder frei von Erwerbslosen. Die kürzlich durch Beendigung der Notstandsarbeiten wieder ins Unterstützungsverhältnis gekommenen Arbeiter sind seit einigen Tagen wieder in eine Notstandsmaßnahme untergebracht worden, und zwar beim Wegebau am Göring er Berg. Kreis Lauterbach. * Lauterbach, 21. Aug. Am Sonntagnachmittag fuhr auf der Landstraße Lauterbach — Maar in der Nähe von Neumaar ein Personenauto in voller Fahrt gegen einen B a um. Dabei wurden die drei Insassen des Kraftwagens verletzt, einer von ihnen trug erhebliche Wunden im Gesicht davon. Das Auto wurde schwer beschädigt und mußte abgeschleppt werden. als Quittung ausgehändigt wird. Diese Quittung gibt das Mitglied wieder dem Verband zurück, von dem der Fragebogen ausgehändigt wurde. Schwierigkeiten in der Beantwortung des Fragebogens werden sich nicht ergeben, wenn sich das Mitglied im Zweifelsfalle direkt an die zuständige Ortsgruppe der DAF., oder deren Amtswalter wendet. Für die Stabt Gießen stehen sämtliche Aellen- roalter der Deutschen Arbeitsfront zur Berfügung. Die Anschriften sind: Ortsgruppe Giehen-Mitte. Zelle 1: Wolf, Heinrich, Seltersweg 4. — Zelle 2: Reuß, Karl, Seltersweg 48. — Zelle 3: Hahn, Heinrich, Bahnhofstraße 66. — Zelle 4: Bouffier, Robert, Mühlstraße 32. — Zelle 5: Schnecko, Karl, Löberstraße 7. — Zelle 6t Grümer, Otto, Bleichstraße 46 H. Ortsgruppe Gießen-Nord. Zelle 1: Sauer, Erwin, Wetzsteinstraße. — Zelle 2: Weinbrenner, Otto, Brandgasse 8. — Zelle 3: Schomber, Willi, Walltorstraße 55. — Zelle 4: Klös, Franz, Weserstraße 17. — Zelle 5: Plank, Ludwig, Schottstraße 19. — Zelle 6: Kern, Karl, Krofdorfer Straße 321. — Zelle 7: Z ä u n e r, Erich, Dammstraße 36. Ortsgruppe Gießen-Ost. Zelle 1: Lindsnschmidt, Rudolf, Licher Straße 39. — Zelle 2: Herbert, Eckhard, Friedensstraße 35. — Zelle 3: Lixfeld, Johann, Kaiserallee 57. — Zelle 4: Reibeling, Wilh., Kaiserallee. — Zelle 5: Mack, Heinrich, Roon- straße 31. — Zelle 6: Wagner, Ernst. Bergstraße 3. — Zelle 7: Gurenkoff, Paul, Gnauth- straße 241. Ortsgruppe Gießen-Süd. Zelle 1: Link, Ferdinand, Wilsonstraße 5. — Zelle 2: Heßberger, Hans, Liebigstraße 101. — Zelle 3: Neeb , Frankfurter Straße 29. — Zelle 4: Müller, Karl, Frankfurter Straße 71. — Zelle 5: Fehl, Ernst, Wetzlarer Weg 11. — Zelle 6: Klingelmey er, Ludwig, Ludwigstraße 79. Für die Ortsgruppen innerhalb des Kreises Gießen find die Anschriften der Ortsgruppenwaltec folgende: Ortsgruppen. Allendorf a. d. Lumda: Nagel, Adam, Allen- dorf a. d. Lda., Marktstraße 22. — Allen-Buseckr Wagenbach, Friedrich, Alten-Buseck. — Bersrod: Sack, Erwig, Reiskirchen, Bergstraße 3. — Bettenhausen: Fritz, Karl, Bettenhausen, Unter» gaffe. — Ettingshausen: Sann, Karl, Ettingshausen, Hauptstraße 64. — Geilshausen: Dietz, Johannes, Geilshausen, Obergasse 8. — Großen« Bufetf: Schnegelsberg, Hch., Großen-Buseck, Zeilstraße 37. — Großen-Linden: Steinnagel, Hch., Großen-Linden, Obergafse 21. — Grünbergt Hamburger, Karl Ferd., Grünberg, Winterpl« — Gröningen: Hofmann, Hch., Grüningen. — Heuchelheim: Lotz, Hch., Heuchelheim. — Hungent Weber, Adam, Hungen, Bahnhofstraße 2. —< Klein-Linden: Neußer, Ferd., Klein-Linden, Hü« gelstraße. — Lang-Göns: Müller, K. VII., Lang« Göns, Mohrgasse 7. — Lich: Schwab, Karl, Lich, Oberstadt 5. — Lollar: Hofmann, Karl, Lollar, Bergstraße. — Londorf: Lich, Eberhard, Londorf, Horst-Wessel-Straße. Wainzlar: Vogel, Ldw. X., Mainzlar, Bahnhofstr. 8. — Ober-Belingen: Würtz, Karl, Ober-Bessingen, Hässelstraße 11. — Rodheim an der Horloff: Ulrich, Otto, Rodheim a. d. Hör« Io ff, Hauptstraße 61. — Steinbach: Stoll, Herm^ Garbenteich, Licher Straße 31. — Treis a. d. Horloff: Vogler, Otto, Treis a. d. Horloff, Todsn- weg 61. — Watzenborn-Steinberg: Schneider, Karl II., Watzenborn, Hindenburgftraße 32. —i Dieseck: Jung, Ernst, Wieseck, Schustergasse 9. Stützpunkte. Annerod: Wächter, Ludwig, Annerod, Steinbacher Straße 1. — Bellersheim: Lohs, Richard Alfred, Bellersheim. — Beltershain: Zahrt, Friedrich, Beltershain, Bollnweg 60. — Harbach: Lefch- Horn, Karl Friedr., Harbach, Hauptstraße 93. — Saasen: Kutscher, Wilhelm, Saasen. — Wei- tershain: Schmitt, Hch., Weitershain 441/io. Für 3000 Mk. Schmucksachen bei einem Einbruch erbeutet. Frankfurt a. M., 21. Aug. (LPD.) Am Sonntag brachen Diebe in ein Wohnhaus in der Töplitzerftraße ein und erbeuteten Schmuck- fachen im Werte von etwa 3000 Mark, darunter goldene, mit Edelsteinen besetzte Ringe, eine goldene, mit Brillanten besetzte Vorstecknadel und eine goldene Krawattennadel. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Bis jetzt fehlt von ihnen jede Spur. Die Ermittlungen der Polizei dauern am Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Von den Kanu - Eu ro p a m e ist e r schäften, die in-Kopenhagen zum Austrag kamen und den deuffchen Teilnehmern schone Erfolge brachten (von links nach rechts): Frau Brett- sch n e ide r (Deutschland), die die Europameisterschaft im Damen-Einerkajak gewann; ihre Landsmännin Fräulein Bromeis; Frau Pavlifova (Tschechoslowakei); die Däninnen Frau Lindberg-Hansen und Frau Petersen. Fragebogen für Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen; Wieseck, Gießen, den 21. August 1934. Die Beerdigung findet Donnerstag, den GießenerAnzeig. M Brühl, Schutotr.7 wmitiWHHIIIWlillim Familie Karl Spuck Familie Karl Rohm. | Mietgesuche | 4-5-Zimrltog. m.Badu.Zubeh. z. 1.10. von sich. Mieter ges.Miete evtl, im voraus. Bei niedr. Miete wird Jnstandseh: übern.Schr.Ang. u.4860Da.d.GLL, Familiendrucksachen Verlobungsanzeloen Vermahlungsanzelflen Geburtsanzeigen Hllllllllllllllllllllllllllll Schönes, sonnig. iDöhlierlZiiumer mit Zentralheiz. u. Balkon i. 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ÄndertbsK Mittwoch, Glotzen« Anzeiger iGeneral-Anzelg« Tüt Dberhetzen) m. 195 Zweiter Blatt IJClill, JKUU/tll/VHH; ------------o - , •• r (R\ L Abend in Butzbach, sowie zwei größere Konzerte. Der Gruppeneinteilung nach zerfallen unsere Ein- semble (2 Operngastspiele), 10 Operetten, 1 Märchen^ ' r. 'hre ^in; 4 S[aifirer. 9 Schaufpiele, 8 Lust- Besucher mit den Werken z e i t g e n o| | i q und Schwänke, 4 Opern mit eigenem Sn- Autoren bekannt machten und de p femble 12 Operngastspiele), 10 Operetten, 1 Märchen, unterer Zeit und ihrer Dichtung Raum gaben |o Werbeoeranstaltungen mit 6 Aufführungen 3 kamen ber Tradition getreu in oer opieiöeu m mit =. 9hifführunaen. 6 arohere unb 2 1933/34 unter der Intendanz pön D?cht^rn'°der°°Geg?nwart ’für bie fflegenmart (je- a7ber"Htze.'Im Schaufpiel erreichten schrieben würben: z. »- -W™ ßi " »m K .^r Herr Senator" mit 12, Wenn ber Hahn Einen, Einer für Alle", „U-Boot 11b , 10 Aufführungen b.e chochftzahl. rnel Europas", „Arbeit! Dienst Pflicht ' "«E > _ _ --- tr’AVxV* Robinson soll nicyr ii er oen . Soeiunuu* *-> » *■ I- • । ? hu Intendanz im Hinblick auf ben ber 3933; Erstaufführung .... „ Mut angebracht, keine Urauf- ,ich des Totenfonntags. 3. Januar 1934: Jubiläums- ' 6en *tartey„2; unb sich von künstlerifchen Vorstellung für Herrn Bold anläßlich seines 25iah- I fuVnL?Ken ffiwedmenten ferngehalten. i riqen Berussjubitäums und feiner 25jähr,gen M,. , und gefchaft ichen Exper>m bauert Unb 1 gliebfdjaft am Stadttheater Gießen mit einer Auf- Die Spielzeit hat acht . z« mj( Slei[(5 j/üf)rung „Der Herr Senator . 30 3anuar 1934: wurde offiziell am U Oktobr fn Sal)n, geict anläßlich der Ernennung Adolf Hitlers Drama „Die bildete den zum Reichskanzler mit einer Aufführung von For- Monatos der^Spielzeit find in 248 fters „Alle gegen Emen — Emer für Alle .3. Fe- wuchtigen Abschluß. In der L-P ^^gekommen,! bruar 19341 Großer Bunter Abend zugunsten der Spieltagen 44 Emstudie u^^ zzeran- Gießener Winternothilfe. 25. Februar 1934: anlaß- darunter vier ^^^untprogramme an fünf lich des Volkstrauertages die Aufführung von For- ftaltungen und drei Bu P 9^ bis fecL rter5 ,Me gegen Emen — Einer gegen Alle . Abenden. Es fallt sonnt' m ^nf Gastspiele 20. April 1934: Feier zum Geburtstag des Volks- 1=8« fin neues Stuck Außerdem st ^^e des kanzle?s Adolf Hitler mit einer Auffr1 rung non fowie fechs 9E"6ere u 3™ Einstudierungen Burtes vaterlandMem Schauspiel „Kalte . Von Stadttheater-Orchester-. West i bis Sonntag den 20 Ma Keaenfatz zur Spielzeit 1932/3311934 Sonderfpielplan anläßlich der „Oberheff > naen in 176 Vorstellungen. Ischen Kulturwoche. werden. Eine Erhöhung der steuerfreien Lohnbeträge über die auf Grund der Beschädigung erhöhten Beträge hinaus wird den Beschädigten nur bewilligt, soweit noch größere Ausgaben für Werbungskosten oder Sonderleistungen als infolge der Erhöhung bereits steuerfrei belassen werden, im einzelnen nachgewiesen werden können, bzw. die gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers eine weitere Erhöhung des steuerfreien Lohnbetrages i. e. S. rechtfertigen. Den Kriegsbeschädigten stehen insbesondere wegen einer Beschädigung nach dem Gesetz über die Versorgung der Kämpfer für die nationale Erhebung usw. versorgte Personen sowie nach dem Reichsversorgungsgesetz bzw. dem Altrentnergesetz zu mindestens 30 v. H. rentenberechtigte Personen (Kapitulanten) gleich. Auch kann aus anderen Gründen beschädigten Volksgenossen (Zivilbeschädigten, wie Empfängern von Sozialrenten, durch Geburtsfehler Körperbehinderten) in gleicher Weise eine Erhöhung im einzelnen Fall gewährt werden. Blinde stehen Kriegsbeschädigten gleich, die eine Pflegezulage erhalten. Bei Empfängern einer Hinterbliebenenrente nach dem Reichsoersorgungsgesetz und den Versorgungsbestimmungen der entsprechenden Reichsgesetze werden die steuerfreien Lohnbeträge um 100 v. H. erhöht, wenn die Hinterbliebenen erwerbstätig sind. Ist letzteres nicht der Fall, so kann der steuerfreie Lohnbetrag im engeren Sinne auf Antrag in gleichem Maße erhöht werden. — B e - sondere Vergünstigungen gelten künftig für Kriegs - oder Dien st beschädigte, die Pflegezulage bzw. eine erhöhte Verstümmelungszulage beziehen, bei der Abgabe zur Arbeitslosenhilfe und Ehestandshilfe. Die Anträge auf Erhöhung der steuerfreien Lohnbeträge usw. sind in allen Fällen seitens der Lohn- und Gehaltsempfänger, soweit noch nicht geschehen, zweckmäßig baldmöglichst bei ihrem Finanzamt unter Vorlegung der Steuerkarte zu stellen, da der Arbeitgeber sie erst berücksichtigen darf, wenn ihm die abgeänderte Steuerkarte vorgelegt wird. Steuererstattungen finden auf Grund der neuen Bestimmungen nicht statt. Aus der provinzialhauptstadt. Oie kleine Gartenpforte. Von Peter Bauer. Sie ist das Herzstück des großen Lattenzauns, der zwei Welten trennt, ohne ihnen dabei den Blick für einander zu nehmen. Sie gängelt jeden, der ihre Klinke gefaßt, wie an einer Hand sanft nach innen, ein paar Stufen hinab und schlägt mit hellem Hall hinter ihm ins Schloß. Es tönt wie Freude, aus der Welt der Hast und Last Besuch zu empfangen und ihn einführen zu können in die ruhigen und heiteren Bezirke der Gartenabgeschiedenheit. Es ist lebendige Erde unter den Füßen, die den Schritt leicht und frei macht. Da wehen überall geheimnisvolle Kräfte des Wachstums, nicht nur vom üppigen Ueberfluß der Beete her, sondern sogar noch aus den scheinbar festgetretenen Pfaden, wo die Grasbüschel immer wieder durchbrechen, die Blattrosetten des Löwenzahns emporschießen und die fadendünnen Ranken der Winde auseinanderkriechend nach einem Kletterhalt tasten. Es ist eine Lust, in der überschwenglichen Aufgeschlossenheit der Natur wie in einer kaum merklichen Strömung zu gehen, lieber den Büschen und Bäumen blaut der Himmel in einer Weite, wie sie die Straße nicht kennt und die Strahlen der Sonne, die am frühen Morgen über den Zaun springen, nehmen sich Zeit überall einzukehren, den Blumen Tau und Traum von den schweren Stirnen zu tupfen, neue Blüten mit zärtlicher Wärme zu grüßen und schließlich all ihren Glanz auf die Wege auszuschütten, ehe sie, dem Ruf des Abends folgend, mit hei/nlicher Wehmut durch die Latten entschlüpfen. Soviel Sonne lockt wimmelndes Leben, fliegend und schwirrend, laufend und «kriechend herbei/Ein Rotschwänzchen ist in zierlichen Flugbögen, schräg aus einem Baumwipfel her, auf dem randvollen Brunnenfaß gelandet, um sich mit drolligen Bücklingen Kehle und Gefieder zu erfrischen. Ein Amselpaar „stoppelt" in den höchsten Aesten die hängengebliebenen Früchte, indem es das süße Fleisch von den Kernen pickt, bis sie nur noch wie Skelette samt den Stielen aus dem Laube ragen. Natürlich zankt sich irgendwo, nicht sichtbar aber sehr vernehmlich, eine Spatzenhorde, weil sie sich vielleicht über einen noch auszuführenden Streich nicht einigen kann oder eine mißglückte Unternehmung einander zum Vorwurf macht. Unter einem alten Birnbaum findet vielerlei Jnsektenvolk gedeckten Tisch. Eine im Anprall an die Erde geborstene Birne ist von Wespen besetzt. Trotz aller Gier der emsig naschenden Bohrer, Wühler und Sauger, denen die Unruhe in dem ezvig federnden Körper wippt, scheinen sie sich gegenseitig nichts zu mißgönnen. Denn das weiße Fruchtfleisch ist völlig von ihnen zugedeckt, so dicht drängen sie sich Leib an Leib. Nur wenn ein neuer Gast anfliegt, der sich sofort mit heftigen Fußtritten nach beiden Seiten eine Lücke zu erzwingen sucht, wobei die Flügel rasend weitersurren, will keiner der Zecher abgelöst fein, und es gibt regelmäßig eine kleine Rauferei. An einer anderen Frucht tummeln sich Ameisenscharen, die, Gott weiß wo, ihren Bau haben. Es wäre indes leicht ihn ausfindig zu machen, wenn man ihrer deutlich erkennnbaren Straße folgte, auf der immerzu Kolonnen ab- und anfluten. Hungrig und eilig die einen, satt und beladen die andern. Mit trommelnden Fühlern bekunden die Ankömmlinge ihre freudige Ueberraschung ob des reichlichen Mahls und ohne Säumen beginnen die scharfen Kiefer zu fügen und zu malmen. Schließlich ziehen die Vollgestopften mit kleinen Fruchtstückchen zwischen den Vorderbeinen ab. Manchmal helfen sich mehrere Ameisen beim Vorwärtsschieben und -stoßen eines allzu schweren Klumpens, zumal die Straße sehr holprig ist und oft unvorhergesehene Hindernisse, wie ein herabgewehtes Aestchen, umständlich überwunden werden müssen. Aber die Ameisen sind ein zähes Arbeitervolk. Sie lassen sich keine Mühe und keinen Weg verdrießen, wenn ein Lohn lockt. Eine andere Truppe marschiert in verwegenem Aufstieg die rissige Borke des Baumes hoch, weil irgendwo wurmstichiges Obst aufgespürt wurde. Solchen Strapazen gegenüber erscheinen die über den Kohlköpfen schaukelnden Weißlinge wie Müßiggänger und Taugenichtse. Aber sie können keine Honigtränke aufspeichem, da ihre Nachkommen erst das irdischere erdgebundene Raupendasein durchmachen müssen. Zuweilen zeigen sich da und dort auffällige Erd- verschiebungen: Hügel sind entstanden, wo vorher glatter Pfad war. Da ist der Maulwurf auf einsamer Jagd. Mit jedem Tag gibt es andere Ueberraschungen hinter der Gartenpforte, die den warmen Druck der Dankbarkeit fühlt, mit der man die Klinke leise ins Schloß zieht. Sie freut sich der vollen Hände und Korbe. Aber sie weiß auch um das unsichtbar Geerntete, um des reichen Erlebens, das fein Alltag mehr auslöscht. Aus parteiamtlichen Bekanntmachungen Die Ortsgruppe Gießen-Ost hält am kommenden Freitag, 20.30 Uhr, auf der „Liebigs- höhe" ihre Mitglieder-Versaminlung ab. Pg. Prof. Dr. Hummel wird einen Schulungsvortrag halten. Zu dem Abend haben Gäste Zutritt. Ji©.s<3emeinFd)off,/9rofföurc6$reubez' Kreis Gießen. 2Bo fahren wir hin? 1. Vom 8. bis 16. September: Hamburg mit anschließender Seefahrt, Dampfer „Monte Olivia", nach Norwegen. Anmelde- termin bis 26. August. Kosten 53 Mark. 2. Vom 15. bis 23. Septe mk) e r : Schwarzwald (Donautal, Quartierorte zwischen ©euren, Sigmaringen und Ehingen). Abfahrt ab Frankfurt a. M. 15 September mittags; Rückfahrt am Sonntag, 23. September; Anfahrt Frankfurt am Main, Schwetzingen, Karlsruhe, Offenburg, Triberg (850 Meter hoch), Donaueschingen; Rückfahrt Ulm, Stuttgart, Bruchsal, Frankfurt a. M. Anmeldetermin bis 2. September. Kosten 28.50 Mark. 3. Vom 2 2. September bis 1. Oktober: O st preußen. Letzte Bäderfahrt an die Sam- lündische Bernsteinkuste. Abfahrt am 22. September früh mit einer Uebernachtung nach Hohenstein, Tannenberg, Königsberg. Von dort erfolgt die Unterbringung an den Küstenorten nordwestlich Königsbergs. Die Rückfahrt erfolgt am 30. September früh. Besichtigung von Marienburg, Uebernachtung in Berlin, Ankunft am Montag, 1. Oktober, abends. Anmeldetermin bis 11. September. Kosten 51 Mark. 4. Vom 29. September bis 7. Oktober: Bayerischer Wald. Fahrt in den herbstlichen Hochwald der bayrischen Ostberge. Unterkunstsorte Zwiesel usw. am Fuße des Arbers, mit den Hochwäldern und Wildbächen, mit den herzlichen Menschen; die gute Kost, die bekannten Glasbläsereien locken zur zweiten Fahrt. Anfahrt über Passau, die Rückfahrt über Regensburg mit Gelegenheit zur Besichtigung und Verpflegung dort. Abfahrt am 29. September abends. Rückkehr am 7. Oktober nachmittags. Anmeldetermin bis 18. September. Kosten 31 Mark. Rheinfahrt am 9. September. Die dritte Rheinfahrt der NSG. „Kraft «durch Freude" findet wegen des großen Winzerfestes nicht nm 2., sondern am 9. September statt. Anmeldungen werden noch bis zum 25. August entgegengenommen. Fahrt zur Samländischen Küste am 22. September. Die für 1. bis 11. September vorgesehene Fahrt an die samländische Küste (Ostpreußen) ist mit Rücksicht auf den Aufmarsch der HI. in Frankfurt a. M. und auf den Reichsparteitag auf den 22. September verschoben worden. Die abgegebenen Anmeldungen bleiben für den neuen Termin bestehen. Gau Hessen-Nassau. Die Kreisleitungen der NS-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" werden daran erinnert, daß heute die Veranstaltungspläne für September fällig find. Ferner erinnern wir an die Ablieferung der Inventarverzeichnisse. Meldeschluß bis Donnerstag, 23. August. Trinkt deutschen Wein! Zum 25. und 26. August. Vom Staatspresseamt wird mitgeteilt: Je mehr unser Volk empfänglich wird für gemeinsame Notwendigkeiten, je starker es hineinwächst in die ihm von der Natur gesteckten Grenzen, desto häufiger sammelt es sich um die natürlichen Geschenke des Himmels und lernt langsam, aber beständig ureigene deutsche Werte wieder kennen und schätzen. Unzählige Weinbauern, Gartenarbeiter und -ar- beiterinnen rüsten sich bald zu neuerlicher Ernte. Und mit der Fülle des Segens pflücken sie alle die Sorge um einen erträglichen Absatz. Dahinter stehen die mit deutscher Weinerzeugung in Berührung kommenden Industriezweige, die den Weg vom Faß über die Flasche bis zum Glas säumen. Am 25. und 26. August veranstaltet die Reichsbetriebsgemeinschaft „Landwirtschaft" der DAF. gemeinsam mit der Reichsbetriebsgemeinschaft „Nahrung und Genuß", der NS.-Hago und dem REV. unter Mitwirkung unseres Reichsnährstandes den „Tag des deutschen Wein s". An diesen Weintagen bat das deutsche Volk Ge- leg"nheit, im weitesten Umfange die Erzeugnisse unseres deutschen Weinbaues kennenzulernen. Die Erzeugnisse der Weingebiete des Rheins, der Mosel, der Saar und aller anderen Gebiete werben. Die deutschen Rebensäfte wetteifern, unseren Gaumen zu laben und unser Herz aufzuschließen in Dankbarkeit und Fröhlichkeit, daß das Schicksal unser Land für würdig hielt, des Rebstocks Frucht zur Reife zu bringen. Wie heute ein ganzes Volk berufen ist, teilzunehmen an allen Gütern feines Fleißes, so stall auch jeder von uns an diesen Weintagen die Gewißheit erhalten, daß deutscher Wein wert ist, von seinem Volke getrunken zu werden. Anträge von Baumschulen auf Führung von Markenetiketten. Der Reichsnährstand, Landesbauernschaft Hessen- Nassau, teilt mit: Der Reichsnährstand hat zum Schutze der Käufer von Baumschulerzeugnissen und zur Förderung der Anzucht von Qualitätsware das der Fachgruppe „Baumschulen" gesetzlich geschützte Markenetikett übernommen. Nach den geltenden Bestimmungen steht das Recht zur Führung dieses Markenetiketts denjenigen Baumschulen ohne weiteres zu, welche vor dem 1. August 1933 Mitglied des Bundes deutscher Baumschulenbesitzer, oder des Reichsverbandes des deutschen Gartenbaues waren. Die übrigen Baumschulen haben Antrag auf Besichtigung ihres Betriebes bei der Landesbauernschaft zu stellen und für die Kosten der Besichtigung aufzukommen. Ergibt dieselbe, daß der Betrieb oder sein Inhaber die Gewähr von Anzucht und Lieferung von Qualitätsware bieten, dann wird dem Antrag Folge gegeben und der Antragsteller aufgefordert, die Bestimmungen über Verleihung des Markenetiketts schriftlich anzuerkennen. Hiermit ergeht an alle Firmen, welche die Markenetikette zu führen wünschen, das Ersuchen, bei der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 25 Antrag auf Besichtigung ihres Betriebes zu stellen. Die Kosten betragen mindestens 10 RM. je Betrieb, im übrigen 80 Pf. pro Morgen Anzuchtfläche Obstgehölze. Oie Bürgersteuer der Lohn- und Gehaltsempfänger. In unserem heutigen Anzeigenteil veröffentlicht die Bürgermeisterei eine Bekanntmachung über die Entrichtung der Bürgersteuer der Lohn- und Gehaltsempfänger. In diesem Zusammenhang sei besonders betont, daß der Arbeitgeber für die Einbehaltung und Abführung der Bürgersteuer seiner Arbeitnehmer haftet. Falls ein Arbeitgeber der in dieser Sachlage begründeten Verpflichtung nicht nachkommt, wird die Bürgersteuer von ihm durch Haftungsbescheid angefordert und nötigenfalls im Verwaltungszwangsverfahren beigetrieben. Oie Verteilung von Arbeitskräften. Das Reichswirtfchastsministerium teilt mit: Aus dem verständlichen Bestreben, beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit kräftig mitzuarbeiten, haben in den letzten Monaten zahlreiche Stellen sich auf die verschiedenste Weise um die Verteilung von Arbeitskräften, insbesondere durch den Austausch von Beschäftigten gegen Unbeschäftigte bemüht. Hierdurch sind Unklarheiten über die Zuständigkeiten, sowie über Art und Umfang dessen, was auf diesem Gebiet tragbar ist, entstanden, die bei den beteiligten Kreisen, und zwar sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeiter und Angestellten, eine gewisse Unsicherheit ausgelöst haben. Es hat sich daher als erforderlich erwiesen, die Verteilung von Arbeitskräften nach einheitlichen Richtlinien und unter einheitlicher Führung vorzunehmen. Nach einer soeben im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsminister und dem Stellvertreter des Führers der NSDAP, erlassenen Verordnung vom 10. August ist allein der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittlung ermächtigt, die Verteilung von Arbeitskräften, insbesondere ihren Austausch, zu regeln. Dabei wird es sich vor allem um die Frage des Austausches von jugendlichen Ledigen gegen ältere, insbesondere verheiratete, kinderreiche usw. Arbeitslose handeln, sowie um die Möglichkeit, weibliche Arbeitskräfte durch männliche zu ersetzen. Einwirkungen anderer Stellen auf diesem Gebiete sind künftig verboten. Als solche Einwirkung gilt nach der Verordnung auch das Verlangen von Auskünften aller Art, insbesondere auf Grund von Fragebogen. Der Präsident der Reichsanstalt ist ermächtigt, mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers und des Reichsarbeitsministers die erforderlichen Anordnungen und Richtlinien zu erlassen. Sie sind in Kürze zu erwarten. Borrwtizen. — Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Abenteuer im Südexpreß". — Waldeslust: Kinderfest, anschließend Konzert und Tanz. * ** Straßenerneuerung In der oberen Bahnhof st raße. Im Zuge der umfangreichen Erneuerungsarbeiten in einer Reihe von Straßen tft jetzt auch der Bürgersteig in der oberen Bahnhofstraße, in der Nähe des Bahnhofs, durch die Herstellung einer einwandfreien Asphaltdecke auf der westlichen Straßenseite wesentlich verbessert worden. Dadurch hat der Zugang zur Stadt vom Bahnhof aus eine Verschönerung erfahren, die man im Interesse unseres Gemeinwesens nur begrüßen kann. Die umfangreichen Straßenverbesserungen, die einen Teil der von der Stadtverwaltung mit Nachdruck betriebenen Arbeitsbeschaffung darstellen, verdienen dankbare Anerkennung. ** Ferienkinder aus dem Kreise Gießen fahren nach Starkenburg. Am morgigen Donnerstagvormittag werden von der Kreis- amtsleitung Gießen des Amtes für Volkswohlfahrt der NSDAP. 78 Kinder aus dem Kreise Gießen nach Groß-Gerau und Umgegend zum Ferienaufenthalt geschickt. Die Abfahrt der Kinder vom Bahnhof Gießen erfolgt um 9.56 Uhr. ** Grummetgras-Versteigerung. Bei der am Samstag im Gasthaus Sommer in Watzenborn abgehaltenen Grummetgras-Versteigerung von den staatlichen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Schiffenberg, Watzenborn - Steinberg und Leihgestern wurden sehr gute Preise erzielt, die zum Teil das Doppelte der vorjährigen Preise erreichten. Die starke Nachfrage ist auf die große Futterknappheit infolge der langanhaltenden Trockenheit zurückzuführen. Es wurden im Durchschnitt 25 Mark pro Morgen erzielt, in der Gemarkung Watzenborn brachten vereinzelte Stücke in Morgengröße sogar 50 Mark. ** Sonntagsrückfahrkarten zumRhei- nischen Schützenfest in Koblenz. Zu dem von Ende August bis 9. September in Koblenz stattfindenden Rheinischen Schützenfest werden auf allen Bahnhöfen der Strecke Gießen—Koblenz Sonntagsrückfahrkarten nach Koblenz oder Ehrenbreitstein mit folgender Geltungsdauer ausgegeben: Zur Hinfahrt jeweils von Samstag 0 Uhr bis Sonntag 24 Uhr, zur Rückfahrt jeweils von Samstag 12 Uhr bis Montag 12 Uhr (spätester Zeitpunkt zum Antritt der Rückfahrt). ** Sonntagsrückfahrkarten nach Köln.. Zur Kölner Herbstmesse vom 16. bis 18. September, Zur Westdeutschen Funkausstellung, vom 15. bis 23. September, zur Ausstellung „Heilkräfte der Natur" vom 15. bis 30. September und zur Rheinischen Gartenbauausstellung vom 22. bis 30. September, die sämtlich in Köln stattfinden, werden Sonntagsrückfahrkarten vom Bahnhof Gießen nach Köln ausgegeben. Große Strafkammer Gießen. Der Otto Gustav Bischoff, zur Zeit in Strafhaft in Marienschloß, hatte sich wegen eines Antrages der Staatsanwaltschaft auf Sicherungsverwahrung zu verantworten. Der Angeklagte ist bereits 14mal, meist wegen schweren Diebstahls, vorbestraft. Er trieb sich, wie die verschiedenen Urteile ergaben, in allen Teilen Deutschlands herum, um durch Eigentumsdelikte feinen Lebensunterhalt zu fristen. Die Strafkammer gab dem Antrag des Anklagevertreters statt und sprach kostenpflichtig die Sicherungsverwahrung aus. Sodann hatte sich das Gericht mit dem Bruno Plischke zu befassen, wohnhaft in Friedberg, z. Zt. hier in Untersuchungshaft. Der Angeklagte nahm mittels Einsteigens und Erbrechens von Behältnissen einen Geldbetrag von 18 Mark, außerdem noch Schmucksachen aus einem Haus in Friedberg weg. In der gestrigen Hauptoerhandlung war der Angeklagte, der schon einschlägig vorbestraft ist, im wesentlichen geständig. Bei feiner Festnahme wurde ein Trommelrevoloer bei ihm vorgefunden, obwohl der Angeklagte nicht im Besitz eines Erlaubnisscheines ist. Nachdem der Vertreter der Anklage eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 2 Monaten beantragt hatte, erkannte das Gericht in Anbetracht dessen, daß der Angeklagte geständig war, auf 1 Jahr und 7 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft. Der Georg Walthes aus Frankfurt a. M. wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen schweren Diebstahls im Rückfall zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Da der Angeklagte schon erheblich vorbestraft ist, wurde gleichzeitig die Sicherungsverwahrung ungeordnet. Gegen dieses Urteil verfolgte der Angeklagte das Rechtsmittel der Berufung. Die Strafkammer hob das Urteil der Vorinstanz auf und setzte die Strafe auf 2 Jahre 5 Monate Zuchthaus herab, hinsichtlich der Sicherungsverwa hrung wurde das vorinstanzliche Urteil a u f r e ch t e rh a lte n. Preußen. Sicherheitsverwahrung. ][ Marburg, 21. Aug. Der Großen Strafkammer wurde yeute ein „alter Bekannter" der Marburger Gerichte, der 31jährige Heinrich M a 11 h e i aus Moischt (Kr. Marburg), vorgeführt, der gegenwärtig eine bis zum Jahre 1935 laufende Zuchthausstrafe verbüßt. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn Anordnung der Sicherheitsverwahrung beantragt. Mat- thei ist bereits zwölfmal, meist wegen Diebstahls, mit kürzeren und längeren Freiheitsstrafen vorbestraft. Alle diese Strafen haben jedoch bei ihm keine Besserung vermocht. Wenn er heute, wo die Anordnung der Sicherheitsoerwahrung in Aussicht stand, aus versprach, in Zukunft keine strafbare Handlung zu begehen, so hielt es das Gericht nach Art der Vorstrafen doch für richtig, dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattzugeben. Es ist der Ansicht, daß es sich bei Matthei um einen unverbesserlichen Gewohnheitsverbrecher handelt. Hunderte von Ferienkindern weiften im Hinterland. Biedenkopf, 21. Aug. (LPD.) Das Hinterland hat die so oft bewährte Gastfreundschaft in diesen Sommerferien wieder einmal unter Beweis gestellt. Durch die NSV. kamen aus Hanau, Frankfurt und anderen Bezirken mehrere Hunderte von Kindern in zahlreiche Gemeinden des Hinterlandes. Sie wurden bei Bauersleuten in gute Pflege gegeben. Bei den zum Schluß der Ferien durchgeführten allgemeinen Untersuchungen hat man Gewichtszunahmen bis z u zwölf Pfund bei einzelnen Kindern festgestellt. Diele von ihnen versicherten bei ihrem herzlichen Abschied, daß sie hofften, im nächsten Jahre wiederkommen zu dürfen. Oie Finanzlage von Biedenkopf wesentlich gebessert. LPD. Biedenkopf, 21. Aug. Nach einer Uebersicht der Stadtverwaltung Biedenkopf hat sich die Finanzgestaltung der Stadt gegenüber den Vorjahren erheblich gebessert. Besonders erfreulich ist die Tatsache, daß sich im Haushalts- ahr 1933 die Einnahmen nicht unwesentlich erhöht haben, während die Ausgaben zu- rückgega'ngen sind. Diese Tatsache erklärt sich daraus, daß bei allen Etatposten Einsparungen vorgenommen worden sind, auf der anderen Seite aber auch höhere Einnahmen zu verzeichnen waren, als man sie veranschlagt hatte. Sv schließt z. B. die allgemeine, Verwaltung der Stadt Biedenkopf im Rechnungsjahr 1933 mit einer Mehreinnahme von etwa 5000 Mark. Der Wald, das Äektrizitäts- und das Gaswerk erreichten Mehreinnahmen von etwa 3000 Mark. Auf der Ausgabenfeite wurden etwa 8000 Mark eingespart. Der Haushalt für 1933 schließt mit einem Fehlbetrag von 20 000 Mark ab. Man hofft diesen Fehlbetrag im Haushalt 1934 durch einen größeren Gewinn aus dem Wald ganz beseitigen zu können. Daneben rechnet man mit einer weiteren starken Verringerung der Fürsorgeausgaben, da die Wohlfahrtsbelastungen zurückgehen. Schwerer Motorradunfall. LPD. Dillenburg, 21. Aug. Ein schwerer Motorradunfall ereignete sich in der Nähe von Würgensdorf. Ein mit drei Mann besetztes Motorrad fuhr in schnell st em Tempo gegen einen Baum. Der Motorradfahrer und ein Mitfahrer wurden sehr schwer verletzt und mußten ins Krankenhaus nach Dillenburg geschafft werden. Der dritte Mitfahrer kam mit leichteren Verletzungen davon. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt. Ein reisender Betrüger in Arbeitsdienstuniform. Frankfurt a. M„ 21. Aug. (LPD.) Vor einigen Tagen erschien auf dem Büro des Mieterschutzvereins ein junger Mann namens Heinrich Sauer aus Hersfeld und gab vor, in einem Arbeitsdienstlager tätig und in Frankfurt auf Urlaub zu fein. Da ihm das Fahrgeld für die Rückreise ausgegangen sei, bat er um ein Darlehen. Da Sauer in der Uniform des Arbeitsdienstes erschien, wurde ihm tatsächlich ein Darlehn gewährt. Wie später fest- gestellt wurde, hat sich Sauer ohne Urlaub von seiner Dienstabteilung entfernt. Es besteht der Verdacht, daß er versuchen wird, auch noch andere Betrügereien zu begehen. Aus dem Zug gefallen und schwer verletzt. LPD. Frankfurt, 21. Aug. Gestern ereignete sich auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein schwerer Unglücksfall. In einem aus Kronberg einlaufenden Zug wollte ein Reisender die Tür vor dem Halten des Zuges öffnen. Dabei fiel er aus dem Zuge und blieb mit einem schweren Schädelbruch und anderen Verletzungen liegen. Er liegt jetzt in lebensgefährlichem Zustand im Städtischen Krankenhaus. Kreis Wetzlar. * Werdorf, 21. Aug. Der 14 Jahre alte Willi Nucker von hier hatte das Unglück, in ein Wespe n n e st zu treten, so daß die wildgewordenen Wespen über ihn herfielen und ihn, besonders am Halse, stark verletzten. Der bedauernswerte Junge mußte der Chirurgischen Klinik in Gießen Zugeführt werden. Kür den Bücheriisch. Volk und Wirtschaft Politik und Geschichte Neue Nachschlagewerke ien y zu der Konsequenz, auch im Wirtschaftlichen das Führerprinzip einzuführen. An dem Beispiel des Reichsautostraßenbaues zeigt Feder die Tragfähigkeit dieser Idee, um dann die notwendigen Elemente der praktischen Durchführung des Führer- tums in der Wirtschaft durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit und das Gesetz zur Ordnung der nationalen Wirtschaft zu zeigen, die durch eine allgemeine Reichsplanung, die Feder als die Generalstabskarte der Wirtschaft bezeichnet, ergänzt werden müssen. — D r. Theodor Lüddecke: National- sozialistische Menschenführung in den Betrieben". Leinen 5.70 Mk. Hamburg. Hanseatische Verlagsanstalt. — (48) — Die nationalsozialistische Revolution hat in den Betrieben die Vorbedingung für ein neues harmonisches Zusammenarbeiten aller erst wieder schaffen müssen, lieber die zerklüfteten Klassen und Stände, die durch ihre Kämpfe untereinander oft genug eine Höchstleistung der Produktion verhinderten, errichtete er wieder die Betriebs- und Werksgemeinschaft, in der jeder an seiner Stelle dem Ganzen dient. Das vorliegende Werk kommt auf Grund langjähriger Studien über das Verhältnis von Arbeiter, Unternehmer und Betrieb zu Erkenntnissen, deren Wert in ihrer praktischen Erfahrung beruht. Die Herausbildung eines neuen industriellen Lebensstiles, der die Vblkskräfte nicht zermürbt, sondern zu höchsten Leistungen steigert, ist das eigentliche Ziel des Verfassers. — Als wichtigstes Mittel dazu sieht er Die Werkszeitung an. Sie muß zum Mittler eines neuen Gemeinschafts- und Wirtschaftsgeistes, einer neuen industriellen Lebensform ausgestaltet werden. Dem Arbeiter, der bisher allzu oft nur einen | kleinen Teilausschnitt des Produktionsweges übersah, muß wieder die Gesamtübersicht über Wirtschaftszweig, Betrieb und Mitarbeiterkreis zurück- gegeben werden, damit er das Bewußtsein von dem Wert und der Bedeutung auch der einfachsten Arbeit für die gesamte Wirtschaft wieder erkennt. Jeder Betriebs- und Werkleiter wird diesem Buch weitgehende Anregungen entnehmen können. — Mit dem 3. Band des .Kleinen Meyer"*) liegt das erste mehrbändige deutsche Lexikon, das bereits alle Veränderung des staatlichen, sozialen und kulturellen Lebens Jurtf) die nationalsoziallstl- scke Revolution von A bis Z darstellt, fertig vor. Wenn man z. B. das Stichwort „Sozialverfassung nachschlägt, so findet man einen ausführlichen Artikel über die organisatorischen Maßnahmen der Reichsregierung für den ständischen Ausbau, dre Ordnung der nationalen Arbeit und die Deutsche Arbeitsfront. Oder wollen Sie wissen, welche Verbände in die Reichskulturkammer einaegliedert finp, was die Rangabzeichen der SA. bedeuten, welche Ziele das Schulwesen im neuen Deutschland verfolgt, wie die Neugestaltung des Rechtswesens vor sich gehen wird, aus welchen Posten sich der Reichs- haushalt 1933/34 zusammensetzt? Alles das ist bereits eingehend dargestellt. Ein Anhang über die Geschichte des Deutschen Reiches fuhrt den im 1. Band enthaltenen Artikel bis Anfang 1934 weiter. — Aber auch Oesterreich und die Schweiz, Polen und Tschechoslowakei, Sowjetunion und UwA. sind in ihrer staatlichen Entwicklung bis Anfang 1934 berücksichtigt. In Naturwissenschaft und Technik, Dorgeschichtsforschung und Geographie, Litera- tur und Kunst — überall find die neuesten Fortschritte verarbeitet, die jüngsten Veröffentlichungen benutzt und erwähnt. Auch auf alle Fragen des praktischen Lebens bekommt man knappe, erschöpfende Auskünfte, ob man sich über Unfallhilfe oder Schädlingsbekämpfung, Wohnhaus und Siedlung, Tierzucht und Pflanzenpslege unterrichten.will Die Ausstattung des 3. Bandes übertrifft noch die seiner beiden Vorgänger. Die Anzahl Kar- tenbeilagen und der farbigen Tafeln fft vermehrt. In prachtvollen Offsetbildern lernen w r diealten bunten Volkstrachten kennen, ine Uniformen und Abzeichen der Reichsbeamten, des Heeres und der Marine, der politischen Organisationen usw.. Zier- pflanzen und Vögel, Wappen und Teppiche u. v. a. In vielen Tabellen und Uebersichten werden wls- senswerte Namen und Daten geboten, sämtliche Nobelpreisträger, die Papste von Petrus bis auf Men e r s Kleines Lexikon, S., gänzlich neubearbeitete Auflage 1933/34. Rund 72 000 Stich- »Srter uiü>Wei auf 5050 Spalten, über 4000 Textabbildungen und 270 ^um ^ mehrfarbige Bildtafeln Karten und Uebersichten. 3 Bande, m Ganzleinen je 10 RM, in Halbleder je 15 RM. Vermag Bibliographisches Institut AG., Leipzig. - (279) — — Renä Fülöp-Miller: Führer, Schwärmer und Rebellen, die großen Wunschträume der Menschheit. Mit 130 Bildern in Seinen 7,80 Mark. Verlag F. Bruckmann AG., München. — (239) — Führer, Schwärmer und Re- bellen, große und kleine, erhabene und lächerliche Gestalten der Weltgeschichte, denen uralte Wunschträume der Menschheit ihre historische Funktion zu- weisen Männer, die diese Träume mitträumen und aus ihnen die Kraft zur Erregung und Meisterung der Massen ziehen — das sind die Helden dieses Buches: Meister der Angst und Meister der Verheißung, Rebellen in Christo und Rebellen der Vernunft, gelehrte Narren, die utopischen Weltsystemen nachträumen, geniale Seher, heldenhafte Könige und Krieger, die neue Wirklichkeiten schaffen, romantische Schwärmer und zielbewußte Staatsmänner von grandiosem Format. Und gebannt folgen ihnen die Massen der Geschichte — Völkerschaften der Urzeit, entfesselte Sklavenhorden, Büßerprozesstonen, Geiß- lerscharen, heilige Ritter der Angst, trotzige Bauern unter dem Bundschuh und hinter dem Hussitenkelch, aufschäumender Pöbel in den Straßenschachten des revoluttonären Paris, schwarze Freiheitskämpfer m den Urwäldern von Haiti. Und heute: dort mechanisierte Massen, hier Völker im Aufbruch, dort die letzten chiliastischen Uebersteigerunaen der Marxist:, schen Heilslehre, hier ein leidenschaftliches Ringe um die Neugestaltung der Nationen aus ihrem Mi thos. Schon in seinen früheren Werken hat Nene Fülöp-Miller große Epochen und faszinierende Ge- stalten der Geschichte mit mufjergultiger Objektivität oarzustellen verstanden und dabei doch nie auf ein ganz persönliches Schauen und Urteilen, Bewundern und Verdammen verzichtet. In seinem neuen Werk breitet der Autor diese Gabe der lebendigen kulturgeschichtlichen Betrachtungsweise auf das erregende, aufwühlende Erlebnis unseres Zeitalters, aus. Das Buch ist mit einer Fülle der interessantesten Bilder aus allen Zeiten und Kulturen illustriert, die noch dazu beitragen, die Anschaulichkeit des Textes zu unterstützen und die historische Genauigkeit zu dokumentieren. Untersuchung über die Fragen, wie sich die arbeitenden Massen und die regierenden Klassen im Fa- chismus bilden und welches ihre besonderen Auf- I oben sind. Nach der korporativen Lehre ist der Staat eine politisch geordnete Einheit, beruhend auf dem Gleichgewicht der zur Befriedigung eines höheren Interesses wirkenden Kräfte. Darüber hinaus aber ist er eine Gewalt, die Disziplin ausübt ur Erreichung der gemeinfamen Ziele und ein Dille, der aus den sozialen Notwendigkeiten wächst. Das Merkmal der faschistischen Lehre ist das korporative Prinzip und der korporative Aufbau in einer Klassen übergreifenden Form. Sie vereinigt die Interessen der Berufskategorien gleicht sie aus und bringt sie mit den höheren Interessen der All- aemeinhelt in Einklang. Darüber hinaus hat die korporative Lehre noch eine andere politische Bedeutung: Die Vereinigung aller im nationalen Bereich existierenden Kräfte in einer sie vereinenden, bürgerlichen und echischen Solidarität zur Erreichung der zentralen Staatsziele. Wenn auch der Faschismus von anderen Voraussetzungen wie der Nationalsozialismus ausgeht, so bleibt das Grund- problem, die staatserhaltende und fördernde Einheit von Masse und Führer auch für uns von grundlegender Bedeutung. — Dr. A. Scheffbuch: Helfferich, ein Kämvfer für Deutschlands Größe. Mit 14 Aboildungen in Kupfertiefdruck. Preis kartoniert 2,— RM. Verlag Ehr. Belfer AG., Stuttgart. — (183) — Der Verfasser hat dem deutschen Volk und der deutschen Jugend ein Bild von der Persönlichkeit und dem Schaffen des Staatsmannes, Gelehrten und Wirtschaftsführers zu zeichnen. Hier schreibt einer, der die Größe und Tragik feines Lebens er- Deutsche Gestalten. — Ernst Bertram: Deutsche Gestalten. Fest- und Gedenkreden. 280 Seiten. Im Insel- Verlag zu Leipzig, 1934. — (272) — Erfüllt von der hohen Verantwortung seines akademischen Wächteramtes, beschwört der als Nietzsche-Forscher besonders bekannt gewordene Kölner Literarhistoriker und Dichter Ernst Bertram in unseren Tagen der großen Wendezeit deutsche Gestalten — nicht um unsere Blicke rückwärts zu lenken, sondern um die ewigen Kräfte deutschen Geistes, die sich in jenen beispielhaft geoffenbart haben, unter uns wach zu halten und von neuem wirksam zu machen. Von Bach bis Stefan George führt die Reihe; im Mittelpunkt steht Goethe, der Gesetzgeber, der gläubige Verehrer der Geheimnisse. Erkenntnis des Gelehrten und schöpferische Ahnung des Dichters haben sich vereinigt, um diese über Die Feierstunde ihrer ersten Veröffentlichung hinaus wirkenden Fest- und Gedenkreden zu prägen — das bleibende Zeugnis des geistigen Mitkämpfers an einem neuen Deutschland. — Lothar Schreyer: Frau Uta in Naumburg. Stalling-Bücherei „Schriften an die Nation" Bd. 26. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O.-Berlin. — (201) — Schreyer ist den Lesern der „Schriften an die Nation^ bekannt durch seine Schrift „Der Bamberger Reiter". Wie im Bamberger Reiter das Sinnbild des heroischen Führers erscheint, so erscheint in den Stifterfiguren des Naumburger Domes das Sinnbild der heroischen Gemeinschaft. Dielen tausend Deutschen find diese erhabenen Kunstwerke in der Verschiedenheit der geschichtlichen Menschen und der Gemeinschaft ihres Schicksals ein unvergängliches Wahrzeichen der Einheit der Nation. So haben die Werke prophetisch die Jahrhunderte überdauert und stehen heute unter uns als ein Denkmal deutscher Erfüllung. 3m Kreis der Stifter ist das steinerne Bild von Frau Uta die deutsche Frau, schön und geheimnisvoll, in keuscher Zucht, fraulich, mütterlich, königlich in den weiten Mantel gehüllt, Hüterin der Ehre. 3n ihr sammeln sich alle Kräfte der Gemeinschaft. Aus dem Schoß der Frau geht das Volk hervor. Darum steht sie unscheinbar im Kreis der anderen und doch hervorleuchtend aus allen. Die Deutungen, die Lothar Schreyer dem Dom, den Stiftern und Frau Uta gibt, sprechen das aus, was alle fühlen, auf die das Geheimnis dieser unvergleichlichen Kunstwerke wirkt: Offenbarung der deutschen Seele. — „D i e deutsche Innerlichkeit" ist der Titel einer Buchreihe, die in zwangloser Reihenfolge vom Frundsberg-Derlag G. m. b. H., Berlin, herausgegeben wird. Mit diesen Büchern wird der Versuch unternommen, die organische Verbindung von Seele und Werk in Wesensdarstellungen führender deutscher Männer der Gegenwart _ aufzuzeigen. In der Erkenntnis, daß in dieser unlösbaren Verbindung von Seele und Leib, Traum und Wille, Innerlichkeit und Macht das Wesen des Deutschen beruht, ist die Reihe begründet worden. Es werden hier Menschen zur Darstellung gebracht, die eine jeweils ganz verschiedene Bedeutung für die Nation besitzen: Hanns Johst so gut wie Ernst Jünger, Werner Krauß, Max Reger und Stefan George, Professor Junkers und der Grönland- forscher Wegener, Agnes Miegel, die Tänzerin Mary Wigman und viele andere. Damit ist für spätere Zeit die Verpflichtung verbunden, jungen und noch wenig bekannten Kräften des Deutschtums zum Durchbruch zu verhelfen. Aus der ersten Serie der Reihe liegen uns folgende Bände vor: „Hanns I o h st" von Curt Hotzel; „W erner Krauß" von Alfred Mühr; „Agnes Miegel" von Paul Fechter; „Franz Schauwecker" von Oswald Claassen. Jeder Band kostet 1.20 Mark. — (572) — faßte und uns den Helden, sein Wirken und Wollen volkstümlich schildert. Dor unseren Augen entrollt sich aber auch ein Stück deutscher Geschichte: die Zeiten frohen, freudigen Schaffens vor dem Weltkrieg, das gewaltige Völkerringen, die verzweifelten Anstrengungen, das Verhängnis abzuwenden, der schmähliche Zusammenbruch, die Wirren der Revo- tionsjahre und das zähe, todesmutige Ringen eines kleinen Häufleins um Deutschlands Wiederaufer- stehen. Helfferich stand dabei in vorderster Linie. — D r. Ernst Meier - Erlangen: D i e Schmach der deutschen Kriegstribute. Die deutschen Verluste und Leistungen durch Reparationen. Mit vielen Bildern. 1,20 Mk. Buchhandlung des Waisenhauses Halle a. d. S. — (96) — Der Verfasser entwirft ein erschütterndes Bild von dem 14jährigen Leidensweg Deutschlands unter der Geißel der Reparationen. Das Buch gehört in die Hand aller nachdenklichen Volksgenossen, da unser aller Schicksal mit der Frage der Reparationen unlösbar verknüpft ist. Die eindrucksvollen Abbildungen geben eine plastische Ergänzung für die Worte und Zahlenangaben des Textes. — Adolf Stein: „Gift, Feuer, Mord." Augenblicksbilder vom Reichstagsbrandprozeß. Herausgegeben vom Gesamtverband Deutscher Ariti- kommunistischer Vereinigungen e. V, Berlin W. Kartoniert 85 Pf. — (33) — Wie ein wirres Phantom sind die Verhandlungen des Reichsgerichts an uns oorübergegeiftert. Täglich schrieb Rumpelstilzchen feine Stimmungsbilder nieder. Sie sind jetzt, um ein Anfangs- und ein Schlußkapitel bereichert, in Buchform erschienen. Hundert anschauliche Kleinigkeiten, die den spröden Stoff lebendig machen, sind darin Seite um Seite enthalten. Pius XI., die Opern und Operetten und ihre Komponisten, die führenden Zeitungen und Zeitschriften des In- und Auslandes usw. Man mag den „Kleinen Meyer" aufschlagen wo man will, überall wird man gefesselt und zum Wei- terlesen angeregt. — Das kluge Alphabet. Konversations- Lexikon in 10 reich bebilderten Bänden. Preis pro Band: in Ganzleinen 3 Mk. Erster Band: A—Bildung. Im Propyläen-Verlag, Berlin. — (72) — Ein neuer billiger Lexikontyp, kein wissenschaftliches Spezial-Lexikon für den Gelehrten, sondern ein praktischer Gebrauchsgegenstand. Wissen Sie, was Alpaka, As, Batzen bedeuten?, bitte schlagen Sie nach, Sie werden sich wundern, daß Sie diese Worte gebrauchen und doch nicht sicher wissen, woher sie stammen. Wissen Sie, daß es mehr Beuteltiere gibt als das Kängeruh? Haben Sie nicht schon von Astigmatismus, von Astrologie gehört und selbst gesprochen, ohne daß Sie damit eine klare Anschauung verbinden? Was ist ein Aquädukt, ein 2Inte- pendium, wie sieht eine Agave aus, eine Aubrietie, der Beifuß, der Baldrian? Was ist eine Dake, was ist eine Boje? Wie muß das Aquarium beschaffen jein (Sie finden eine ganze Seite Text darüber)? Was ist Aufwertung? Was sollte man über die de- fttzten Gebiete, was über die Anschlußfrage wissen? Was sind Arbeitsdienst, Arbeitsspende, Antiterrorgesetz? Alle diese willkürlich beim Durchstöbern der Seiten herausgegriffenen Stichworte zeigen, wie oielseittg und aktuell das »Kluge Alphabet" geschrieben ist. Erstaunlick reich ist die Bebilderung. Es sind viele hundert Abbildungen bei gegeben, teils im Text, teils auf Tafeln. Es ist ein Vergnügen, so geschmackvolle Zusammenstellungen wie Aegypten, Baukunst, Barock, Bildniskunst anzuschauen. Auch die farbigen Tafeln und Landkarten sind lobenswert. — Lexikon der Arbeitsordnung. Don Paul Hart. Heckners Verlag, Wolfenbüttel. —(298) — Das Buch ist ein sicherer Führer durch die Fülle der Gesetzesbestimmungen. Es enthält in lexikalischer Anordnung die wichtigsten Begriffe und Bestimmungen des Gesetzes mit Hinweisen auf in die Frage kommenden Gesetzesparagraphen und Verordnungen. Eine tabellarische Uebersicht am Schluß gibt Auskunft über Führer und Gefolgschaft in ihrem Zusammenwirken und erklärt mit Stichworten die Verteilung von Pflichten und Rechten. Alles in allem ein Nachschlagewerk zu schneller Unterrichtung beim praktischen Gebrauch. — „Art und Glaube der Germanen". Kart. 2 Mk. Hanseatische Derlagsanstalt. Hamburg. — (187) — Der Verfasser, der durch ein langjähn- ges Studium der Quellen mit dem Wesen der germanischen Völker oertraut ist, sucht die vielfach falschen Vorstellungen über Art, Glaube und Wesen der Germanen zu zerstören. Bewußt hält sich der Verfasser von jeder wie auch immer gearteten Glaubensbewegung fern, um zur Klärung dieser für unser völkisches Leben so bedeutsamen Frage beantragen. _ Prof. Guido Bortolo11o: „M affen und Führer in der faschistischen Lehre." Kart. 2,40 RM. Hanseatische Verlagsanstall, Hamburg — (263) — Der bekannte Rechtslehrer des faschistischen Italiens gibt hier eine tiefgründige — Dr. Karl C. Thalheim, a. o. Professor der Volkswirtschaftslehre an der Handels-Hochschule Leipzig: Die natürlichen und gesell- chaftlichen Grundlagen der Wirt- ch a f t. (Wirtschaftslehre 2.) Reclams Universal- Bibliothek Nr. 7229. — (220) — Die Aufgabe des Bändchens ist es, die Beziehungen der Wirtschaft u den übrigen ßebensgebteien und ihre Bestimmt- >eit durch Naturtatsachen darzustellen. Maßgebende Grundauffassung dabei ist, daß die Wirtschaft nicht entscheidend Sacke des einzelnen, sondern als echte Volkswirtschaft Die materielle Grundlage für das Volksleben in feiner Gesamtheit bildet. Der 23er- affer stellt zunächst die natürlichen Voraussetzungen )er Wirtschaft dar, die im Wirtschaftsraum sowie im wirtschaftenden Menschen und seiner „Wirt- chastsgesinnung" liegen, und behandelt dann die Beziehungen zwischen Wirtschaft und Bevölkerung, wobei der moderne Geburtenrückgang und die sich aus ihm ergebende ernste bevölkerungspolitische Lage Deutschlands scharfe Beleuchtung finben. Weiterhin zeigt Thalheim, wie die ©trurtur der Wirt- chaft von großer Bedeutung für Ordnung oder Unordnung Des ganzen Volkslebens ist, unb entwickelt daraus Die Notwendigkeit der staatlichen Wirtschaftspolitik und ihre Erscheinungsformen. Der Schlußabschnitt stellt dar, daß das Ziel der taatlichen Wirtschaftspolitik die Verwirklichung einer organischen Wirtschaft fein mutz. — Gottfried Feder: Wirtschaftsführung im Dritten Reich. (Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. 1,20 Mk. — (258) — Das Buch enthält die Ausführungen, die Gottfried Feder auf Einladung des Hauses der Hansa in Bremen vor einer aufs äußerste interessierten Zuhörerschaft gehalten hat. Die vorzügliche Formulierung und die lebendige Darstellung kommen auch in der Druckschrift zum Ausdruck. Feder baut feine Betrachtungen auf eine Darstellung der Rassenfrage auf, um als wesentliches Merkmal der deutschen Rasse das Führertum aufzuzeigen, das staatspoli- tifch und raffenpolitifch zum Durchbruch gekommen ist. Die glänzenden Ergebnisse des Führerprinzips im Staatspolitischen zwingen, so führte Feder aus, Deutsche Neben. — Wilhelm Schäfer: Der Rückfalk ins Mittelalter. Eine Rede in Berlin. Preis kartoniert 80 Pf. Perlag Albert Langen-Georg Müller, München 1934. — (116) — Kein anderer hat die deutsche Geschichte so sinnvoll zu deuten gewußt, wie Wilhelm Schäfer in den „Dreizehn Büchern der deutschen Seele". Als Berufener also weist er in dieser Rede, die er in den Tagen der deutschen Buchmesse in Berlin hielt, den gehässigen Vorwurf der weltlichen Zivilisation, Deutschland habe den europäischen Gedanken verraten und ein neues Mittelalter heraufgeführt, zurück und wendet ihn ins Posittve: was die Welt uns als Rückfall ins Mittelalter vorwirft, ist nur die notwendige deutsche Ab- age an den Fortschrittsglauben des 19. Iahrhun- >erts und die rettende Heimkehr zu den Tiefen unsres deutschen Wesens. „Es ist kein Rückfall ins Mittelalter und auch kein Rückschritt; es ist nur Heimkehr, daß wir uns auf die Pflicht und das Glück der deutschen Gestalt besinnen, die wir so lange auf fremden Wegen des Fortschritts verlaßen." Diese Rede, die viele neue und überraschende Gedanken enthält, bedeutet einen wesentlichen Beitrag des Dichters zu klarerer Erkenntnis der Grundlagen und Vorgänge unserer Zeit. Sie wird als die deutsche Antwort auf die „Bannsträhle der Weltmeinung" stärksten Widerhall finden. — Hans Friedrich Blunck: Deutsche Kulturpolitik. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München, 1934. — (241) — Die bedeutsame Rede Bluncks über „Deutsche Kulturpolitik" ist als Broschüre herausgekommen. Die Bettachtung der weitverzweigten Probleme der kulturpolitischen Aufbauarbeit kristallisiert sich in der klar formulierten Erkenntnis: Dolkskultur ist da, wo ererbtes und gegenwärtiges künstlerisches Gut bewußt und unbewußt weitergeführt, wo Geschaffenes und Gewonnenes innerhalb der Gemeinschaft des Volkes erlebt wird. Mit Recht weist der Dichter darauf bin, daß die Lösung brennendster Fragen der Stunde — kleinbäuerliche Siedlung, Stärkung des Bauerntums, Wahrhaftigkeit, Ueberwindung des technokratischen Fortschrittsgedankens und der Verstädterung — geradezu die Voraussetzung für die Schaffung und Erhaltung dieser völkischen Erleb- nisgemeinschast ist. Die Schrift wird wesentlich dazu beitragen, auch im Auslande so manches bequeme und gehässige Vorurteil gegen die angebliche Barbarei unseres neuen Reiches endgültig zu zerstören. Erzählungen. — Friedrich G riese. Das Korn rauscht. Dorfgeschichten. Buchausstattung von Hans Meid, Berlin. Wohlfeile Ausgabe. Carl Schünemann, Verlag, Bremen. — (307) — Wie das ganze dichterische Werk Grieses handeln auch triefe Bauernnovellen vom mecklenburgischen Volk und seiner seit tausend und mehr Jahren wenig veränderten Lebensordnung. Das Besondere und eigentlich Bedeutsame ist, daß diese Welt nicht von außen gesehen und nur geschildert wird, daß hier vielmehr einer, der sebst bäuerlicher Herkunft ist, mit der Gebärde, dem Tonfall, der Weisheit und dem Erinnerungsschatz der Bauern zu erzählen weiß. Es wird nicht gesagt: so lebt der Bauer — hier tritt uns vielmehr der Bauer selbst entgegen, scharf und unverwechselbar gezeichnet. — Diedrich S peckma n n : Das goldene Tor. Der Verlag von Martin Warneck-Verlin bringt diesen Roman im 3. bis 115. Tausend zu billigem Preis heraus. — (260) — Es ist die Le- bensgeschichte von Peter Eggers, der, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, Schullehrer wird, aus eigener Kraft sich zu einem brauchbaren Menschen entwickelt, ganz iung ein Mädchen trifft, das ihm das Glück seines Lebens zu werden verspricht, ihm vom tückischen Tod aber allzu früh entrissen wird. Diese Geschichte, die durch einige buntere Nebenzüge ergänzt wird, aber dennoch den verträumten Grund- zug nie verbirgt, ist mit schöner Einfall und in einem zu Herzen gehenden Ton erzählt. — Wilhelm Sebastian Schmerl: Johann Keplers letzte Fahrt. Erzählung. 63 Seiten. Gebunden 1,10 RM. C. Bertelsmann Verlag in Gütersloh. — (102) — Ihrer Kaiserlichen Majestät Hofmathematikus und Astronom Johan- nes Kepler hat's nicht leicht gehabt mit dem Sterben. Niemandem konnte er's so ganz recht machen: den kaiserlichen Herrn drücken die geschuldeten Goldgulden, dem Leibmedikus ist er nicht aufgeklärt genug; Dem Pater ist er ein heimlicher Ketzer, den lutherischen Pfarrherrn bringt er in Gewissensnot, — was mag also Gott zu diesem Sterben gesagt haben? Aber darauf zu antworten, fühlt sich wieder der Erzähler dieser Geschichte nicht zuständig. Und das ist recht so. — Heinz Steguw eit: Frohes Lebern Geschichten. (Die kleine Bücherei 34). Albert ßan- aen-Georg Müller, München, 1934. — 226) — Ein Kranz heiterer Kurzgeschichten, die, von ursprünglicher Wärme und fröhlichem Lebensernst getragen, den unverfälschten Ton des Volksliedes treffen. Eine Fülle urwüchsiger Gestalten — Kleine und Große, Arme und Reiche, Schrullige und Vernünftige, Schlaue und Ueberschlaue —, alle aus dem Leben gegriffen und verblüffend getreu nachgezeichnet. — Hans B rann• Beff in : . trotzdem lachen!" Die Geschichte einer Armseligkeit» gen/Georg Müller, München, 1934. — (226) — Ein — (287) — Der Kampf eines Schriftsteller-Ehepaares verkörpert den Kampf der jungen Generation und gibt einen Ausschnitt des Weges von der Armut zum Erfolg, vom Erfolg zur Enttäuschung und durch die Enttäuschung zu neuem Schaffen. In keiner Lebenslage verzweifelnd, immer lachend, jedoch niemals lelchffinnig, nur mit dem unbeugsam festen Willen, sich durchzusetzen, ist das Buch so recht für unsere Tage geschrieben. — Else Wibel: Das glückselige Iah«. Roman, 281 Seiten Text mit farbigem Buchumschlag 2,60 RM. Leipzig 1934, A. H. Payne- Verlag. — (176) — Die junge Ilsabe von Urten wird die Frau des eitlen verderbten Junker von Kassoth. Sie, die gläubig und voll Vertrauen ihm auf seinen fernen Besitz folgte, erlebt dort das Grausamste, was je einer Frau zu leiden auferlegt worden ist. Aber aus der hoffnungslosen Dunkelheit führt ein Weg zu Hellem Glanz: Das glücffeligi Jahr der Ilsabe von Urten und des Leutnants Friedrich Burchard von Hallerstein bildet das Kerite stück des Romans, der in freier Bearbeitung bett Familienpapieren einer allen AdelsfamM er Staffel allein 3628 Läufer beteiligt. Nach der Durchquerung der Weichsel wurde der Lauf nach Danzig-Hohenstein fortgesetzt. Am Dienstagnachmittag traf die Staffel in D a n z i g ein, und nach einer kurzen Feier ging es weiter nach dem Seebad Z o p p o t. Hier übernahm ein Schwimmer die Urkunden und brachte sie zu einer Segeljacht, die sofort in Richtung Leba in Pommern in See ging. ©oarringer in Gießen. Der 1. Kraft- und Sportklub 1893 hat sich die kampfstarke Ringermannichatt der K r a ft f p o r t • Vereinigung Saarbrücken - West zu einem Freundschaftskampf verpflichtet Die Gäste sind Meister der Oberliga im Bezirk Saar-Pfalz. In ihren Reihen steht der deutsche Meister 1932 und 2. Kampfspielsieger 1934 im Bantamgewicht, O st ermann, der auch schon die deutschen Farben international vertreten hat, und zwar im Länderkampf gegen Schweden. Auch die übrigen Ringer stellen beste deutsche Klasse dar. Gegen solch hervorragende Könner im In der deutschen Turnschule zu Berlin-Charlottenburg fand eine Sitzung her Gauführer und Fachwarte der Deutschen Turner- sch ast statt, bei der der Reichssportführer von Dschammer und Osten das Wort zu einer grundsätzlichen Rede über die zukünftige Arbeit der DT. «m Reichsbund für Leibesübungen ergriff. Der Reichssportführer betonte, daß die Aufgaben der DT. nicht darin zu sehen seien, das bestehende Verhältnis zu den einzelnen Verbänden aufrecht zu erhalten, sondern darin, den von den deutschen Turnern seit jeher gepflegten Geist in den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen hineinzutragen. Es ginge nicht um die Erhaltung der äußeren Form, sondern um die Ausrichtung aller Teile des Deutschen Reichsbundes im nationalsozialistischen Sinn. Auch das Verhältnis zu den staatlichen Stellen und den nationallozialistischen Organisationen würde sich von diesem Gesichtspunkt aus gestalten. Der Reichs- sportführer ging bei dieser Gelegenheit auch noch auf die getroffenen Vereinbarungen mit der SA., HA-, dem Reichsnährstand und den übrigen Organi- fationen ein. Er wünschte zum Schluß feiner Aus- F fuhrungen der Saarland-Treuestaffel einen vollen (fluVIl.x,ltl, |U1 utn unu -v. auaun ^rfolg und bat die Gaufuhrer und Fachwarte der übernommen. Dieser Turnkreis umfaßt die politi- DT., in dem von ihm angegebenen Sinne auch in schen Kreise Alsfeld, Gießen, Wetzlar und Dillen- Zukunst zu arbeiten. bürg. Zur Durdbfübruna der Wettkämvfe hientn Bekanntmachung. Betr.: Die Bürgersteuer der Lohn- und Geholls- empsänger usw. Es wird wiederholt daraus hingewiesen, daß der Arbeitgeber für die Einbehaltung und Abführung der Bürgersteuer für feine Arbeitnehmer hastet. Kommt er seiner Verpflichtung nicht nach, so wird die Steuer von ihm durch Haftungsbescheid angefordert und nötigenfalls im Verwaltungszwangs- verfahren beigetrieben. 4849C Gießen, den 20. August 1934. Bürgermeisterei Gießen. Gez.: Ritter. Lw. E. 9a/34. 1. Wer (Deutschland) 5:07,4 Min.; (Hntt. Kanadier: 1. Koschik (Hamburg) 6:26; Zwei- ej-Äajafj 1. Tilker-Bondroit (Deutschland) 4:35; y - - " ----: 1 Rus-Felix (Tschecho- slowakei) 5:28. Damen: Einer-Kajak (600 Meter): 1. Frau Brettschneider (Dessau) 3:36,8 Min. 1. Kreisllaffe Gießen: 2. September: Orünberg — Vf.-Reichsbahn II; Lollar — Lich; 1900 Gießen II — Heuchelheim. 9. September: Leihgestern — Grünberg; VfB.- Reichsbahn II — Wieseck; Großen-Buseck — Lollar; Lich — 1900 II; Heuchelheim — Krofdorf-Gleiberg. 16. September: Grünberg — Großen-Buseck; Wieseck — Heuchelheim; Lollar — VfB.-Reichsb. II; 1900 II — Leihgestern; Krofdorf-Gleiberg — Lich. 30. September: Leihgestern — Lollar; Großen- Buseck — Krofdorf-Gleiberg; Lich — Wieseck; Heu- chelheim — Grünberg; VfB.-Reichsbahn II gegen 7. Oktober: Lollar — Heuchelheim; Krofdorf-Gleiberg — VfB.-Reichsbahn II; Wieseck — Großen- Buseck; Grünberg — 1900 II; Leihgestern — Lich. 14. Oktober: Heuchelheim — Leihgestern; VfB.- Reichsbahn II — Lich; Großen-Buseck — 1900 II;. Grünberg — Krofdorf-Gleiberg; Lollar — Wieseck. 21. Oktober: Leihgestern — Krofdorf-Gleiberg; 1900 II — Wieseck; Lich — Heuchelheim; VfB.- Reichsbahn II — Gr.-Buseck; Lollar — Grünberg. 28. Oktober: Krofdorf-Gleiberg — 1900 II; Wieseck — Grünberg; Heuchelheim — VfB.-Reichsb. II; Großen-Buseck — Leihgestern. 4. November: Großen - Buseck — Heuchelheim; Krofdorf-Gleiberg — Wiefeck; VfB.-Reichsbahn II gegen Leihgestern; 1900 II — Lollar, Lich gegen Grünberg. 11. November: Großen-Buseck — Lich; Lollar gegen Krofdorf-Gleiberg; Wieseck — Leihgestern. 2. Kreisklasse Gruppe Gießen A. 9. September: Steinbach — Hausen; Wieseck II gegen Lich II; Steinberg II — Leihgestern II; Garbenteich — Allendorf. 16. September: Hause* — Wieseck II; Lich II । gegen Steinberg II; Leihgestern II — Garbenteich; Allendorf — Steinbach. Geschmackvoll D'**e 3 •'•••nWohen Elgensoh.ftsn der guten Familien-Drucksache ________________241 A Morg. Donnerstag, nachmittags ab 5‘/a Uhr «btD Zwiebelkuchen BäckereiLange Neustadt 37 tmn Zuverlässige BeniUM *Vj für Industrie, M Handel, Gewerbe und Verwaltung Anfragen und Anmeldungen, Gießen, Goethesiraße 32 Rpninn' An,an9 1 Vnnferhp Priv5,25 95,13 95,4 95,13 DeSgl. ohne AuSlo,.-Rechte...... •% ebcm.8% Hell. DolkSstaat 1929 (rüctzahlb. 102%) . . . 92 92 92 92 •% Hess. Landesbank Darmlladt Gold R. 12. 89,25 89,25 89,25 öV>% Hess. Lander-Hypotheken- bank Darmstadt Ltqui..... 90 90,25 vberhessen Provinz-Anleih» mU Auslos.. Rechten ...... Deutsche Komm. Sammelabl. An. 97 96,5 — — leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten •% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank 96 96,65 96,2 96,25 Goldpse. 16 unkündbar bis 1935 •% ebem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 89,75 89,75 90,65 90,65 89.75 89,75 — •H% ehem. iy.% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbrtese 89,75 90 WA» ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe 90,5 90,5 — — ehem. 8% Pr. LandeSpsand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 17» ehem. 7% Pr. Landespfand. 93 93 93 93 briesanstalt, Pfandbriese R. 10 93 93 93 93 Steuergutsch. Verrechnungskurs . 101,4 101,4 101,4 101,4 <% Oesterreich« che Goldrente... 4,20% Oesterretcyische Sllberrent» 28,25 i,l 28 1,1 28,25 1,1 4% Ungarische Goldrente ....... 7,4 6,9 7,45 4% Ungarische StaalSrente v. 1910 6,8 — 4^4% deSgl. von 1913..... 7 9,25 7 9 7 9,25 7,05 9 6% äbgest. Soldmexikaner von 99 4% Dürkische Zostanleihe von 1911 4% Lürkilch, Bagdadbahn-Anleihe Mil..................... 8 8 ** 8 Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Frankfun a. Dl. Serlln - Schluß- kurs Schluß«. Abend- börsc Schlußkurs Schluß!. Mittagbörse Datum 20-8- 21.8- 20-8. 21-8. 4% desgl. Serie II 6% RumSn. veretnh. Rente v. 1903 8,1 4,3 8,1 4,3 — 4^%Rumän.vereinh.Rentev.i9l3 7,15 7,1 7,05 4% Rumänische vercinh. Rente .. 4,1 4,1 4,1 4,1 2%% Ölnalolter ....... 36 35,65 35,8 35 pamdurg-Amerika-Paket ..... o 25,25 25 25,4 25,75 Hamburg-Südam. Dampfschiff 0 25,9 25,5 Hansa-Dampfschifs . ..... o __ Norddeutscher Lloyd ........ o 29,65 29,9 29 30,25 für Verkehrswesen Akt. .. o 67,5 67 67,25 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 91 90,5 91,25 91 Commerz- und Prioat-Bank ... o 56,75 56,75 57 Deutsche Bank und DiScontw Gesellschaft................ o Dresdner Bank.............. o Reichsbank ...............zx 65,5 68,5 155,25 65,65 68,5 155,75 65,75 68,5 155,5 65,75 68,5 155,74 L.G.G....................... Bekula.................... q Aektr. LleferungSgesells'chast... 6 Licht und Kraft .... 6 Fetten & Guilleaume........ o föULtV,«eftt-Untcrne$munO- 6 Rheinische Elektrizität ....... 5 Schuckerl L Co.............5 Siemens L Halske........... 7 LahmeverLEo............. 10 25,5 26 25,65 25,65 145,75 103,75 112 70,75 110,75 99,75 89,5 144 118 145,25 104,5 112,5 70,5 109,5 99,75 89 143,5 118 145,9 104 112 71 HO 89,5 144 117,75 145,25 104,65 112,5 70,5 109,65 100 88,65 143,75 118,5 ÖHber» .................... 79,75 114,75 82,6 114,5 79,5 115 80,9 114,5 Gelsenkirchen« ........ 0 62 61 61,75 61,13 Harpener ..................0 105,5 104,5 105,5 104,5 Hoesch Eisen—Kbln-Neuessen .. ö — 72,75 72 Ilse Bergbau ......... .... - 172,75 172,5 173 173 Ilse Bergbau Genüsse........ - 130 131 130,5 131,5 Kldcknerwerke ...............0 78 77,25 78,25 77,25 «anneSmana-Röbee» ........ 0 69,6 69 69,65 68,9 Frankfun a. 2)1. Äerlin Schluß- kurü Schluß!. Abend- börse Schluß- für» Schluß!. Minaa- börse Datum 20-8. 21-8. 20.8. 21.8. Mansfelder Bergbau......... 0 Kokswerke ........ 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Rheinstahl ..............0 Bereinigte Stahlwerke........0 Otaoi Minen — ..... 0 Kaliwerke Aswerslebeni.......6 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth.....IVi I G Farden-Indulirie....... 1 Scheide anstatt............ 9 Goldschmidt ................0 RülgerSwerke ..... 0 Melallgeiellschaft............. 0 Philipp HoUmann ...... 0 Zementwerk Heidelberg ......0 Le «entwert Karlstadt......... 0 74,5 48 246,5 90 41,5 14,25 123 122,75 157 147,25 235 84 39,13 84,5 69,75 104 74 47,5 243,25 89 41,4 14 123,25 124 157 147,25 227 85,5 39,13 84,5 69 104 74,75 93,9 47,9 247 90,4 41,4 14 123,5 124,25 158 147,5 83,75 38,75 83,75 69,75 74,25 92,5 47,25 243,5 89,25 40,9 14 123,5 124 157 147,13 86 39 85 69,5 Schultheis Patzenhoser .......0 2Ihi (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg 0 Zellstoff Waldhof ............0 Ak0stoss Aschaffenburg .......0 Destauer GaS .............. 7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum ..........0 Orenstetn & Koppel..........0 Leonhard Tietz .............0 thade.....................10 Sttumulatoren-Fabrik........0 ionti-Ohnnml.......... 0 Sritzner.................. 0 Höchst 0.BU.. 4 Süddeutscher Luter —. 8 62,9 68,25 49,5 72 48 58 2,25 205 168 130 27,65 79,25 184 60 68,5 48,25 65 47,13 58 23 207,5 129 26,25 115,75 62,25 68,75 49,9 72,9 126 47,75 58,25 77,65 22,5 203 168,13 •5 115 60,4 68,13 48,5 64,5 125,65 47 57,5 76,4 23,13 202 168,5 129 26,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 20.August ___21-August Amtliche Meld Notierung yrlei Amtliche Geld Rolierung Srie Buenos Aires 0,678 0,682 0,680 0,684 Brüssel ..... 58,94 59,06 58,94 59,06 Rio de Jan. . 0,184 0,186 0,184 0,186 3 047 3 0.63 3,053 56,50 Kopenhagen. 56,38 56,50 56,38 Danzig..... 81,82 81,98 81,92 82,08 London ..... 12,625 12,655 12,625 12,655 Helsingfors.. 5,569 5,581 5,569 5,581 Paris ...... 16,50 16,54 16,50 16,54 Holland .... 69,73 170,07 169,73 170,07 Italien..... 21,61 21,65 21,59 21,63 Japan ...... 0,747 0,749 0,747 0,749 Jugoslawien. 5,664 5,676 5,664 5,676 Oslo..... ; 63,44 63,56 63,44 63,56 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,46 11,48 11,46 11,48 Stockholm... 65,09 65,23 65,09 65 23 Schweiz .... 81,67 81,83 81,67 81,83 Spanien.... 34,32 34,38 34,32 34,38 Prag....... Budapest ... 10,44 10,46 10,44 10,46 Neuyork... 2,487 2,491 2,486 2,490 Banknoten. Berlin, 21-August Geld Srlei Amerikanische Roten.............. 2,438 2,458 Belgische Noten. ................ Dänische Noten ................. Englische Noten ................. 56,33 56,55 12,64 Französische Noten............... 16 46 16,52 Holländische Noten............... 169 99 Italienische Noten................ '21'47 21,55 Norwegische Noten .............. §3'27 63,53 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten ............... _ Schwedische Noten............... 65,19 Schweizer Noten................. 81 RI Spanische Note»................. 34+32 Unaaajche Not«