Dienstag, 2'.August 1934 Nr. 194 Erstes Blaff 184. Jahrgang Eichener Anzeiger Das Ausland und der 19. August e in- der Hand An den Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg, Berlin. Mann-Wahlkreis-System Regierungen geherrscht, wie z. B. 1924 die der Arbeiterpartei, die tatsächlich nur eine Minderheit der im ganzen Lande abgegebenen Stimmen repräsentierten. Diese formaldemokratischen Regierungen sind also nicht Reprä- entanten des Volkes, sondern einer kleinen Schicht. Es bedarf keines Beweises, daß ein Führer, der 90 v. 5). aller Wähler hinter sich hat, Wähler, die ihn ohne das Mittelglied eines Parlamentariers direkt wählten, ganz anders den Willen des Volkes repräsentiert und eine ganz andere Autorität besitzt als ein im Parteienkuhhandel zusammengeschobenes Kabinett wie das Doumer- gues oder das Macdonalds. Das ungeheure Vertrauensgut und die seelische Wandlung, die aus den Parteideutschen aller Schichten die Rationaldeut- herr Generaloberst! heule nach der erfolgten Bestätigung des Gesetzes vom 3. August durch das deutsche Volk will ich Ihnen und durch Sie der Wehrmacht Dank sagen für den mir als ihrem Führer und Oberbefehlshaber geleisteten Treueid. So, wie die Offiziere und Soldaten der Wehrmacht sich dem neuen Staat in meiner Person verpflichteten, werde ich es jederzeit als meine höchste Pflicht ansehen, für den Bestand und die Unantastbarkeit der Wehrmacht einzutreten in Erfüllung des Testamentes des verewigten Generalfeldmarschalls und getreu meinem eigenen Willen, d i e Armee als einzigen Waffenträger in der Ration zu verankern. gez.: Adolf Hitler. Führer und Reichskanzler. Jugend- und Frauenorganisationen Einzigartiges geleistet. Erfüllt von grenzenlosem Vertrauen zu Euch, bin ich entschlossen, den Kampf um die Seele und für die Einheit des deutschen Volkes erneut aufzunehmen und weiterzuführen. Ihr werdet in diesem neuen Ringen um unser Volk neben mir stehen wie in den 15 Jahren, die hinter uns liegen, und so, wie es uns möglich war, 90 v. h. des deutschen Volkes dem Nationalsozialismus zu erobern, muß und wird es uns möglich sein, auch die letzten 10 v. h. zu gewinnen. Dies wird die letzte Krönung unseres Sieges fein. Berlin, den 20. August 1934. Gez. Adolf Hiller. Dank an die Wehrmacht. Der Führer verspricht erneut Unantastbarkeit des einzigen Waffenträgers der Nation. Berlin, 20. Aug. (DNB.) Der Führer Hal am Wontag, der NSK. zufolge, an den Reichswehr- miniffer Generaloberst von Blomberg, das folgende Schreiben gerichtet: Berlin, den 20.8.34. Des Führers Dank an Volk und Partei. Oer Kampf um die Seele auch des letzten Deutschen nimmt seinen Fortgang. Berlin, 20. Rüg. (DRV.) Die NSK. veröffentlicht folgende Aufrufe des Führers an das deutsche Volk und die NSDAP.: Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, deutsche Volksgenossen! Ein 15jähriger Kamps unserer Bewegung um die Wacht in Deutschland Hal mit dem gestrigen Tage seinen Abschluß gefunden. Angefangen von der obersten Spitze des Reiches über die gesamte Verwaltung bis zur Führung des letzten Ortes befindet sich das Deutsche Reich heute in der Hand der Nationalsozialistischen Partei. Dies ist der Lohn für eine unermeßliche Arbeit, für zahllose Opfer. Ich danke all denen, die gestern durch ihre Stimme mit beigetragen haben, die Einheit von Staat und Bewegung vor der ganzen Welt zu dokumentieren. Weine und unser aller Aufgabe wird es fein, diese Einheit zu vertiefen und in einem ebenso genialen wie entschlossenen und beharrlichen Kampfe auch den letzten Re st unseres Volkes für die nationalfozialiftifche Idee und Lehre zu gewinnen. Noch heute nacht find die Entfchlüffe für die Durchführung dieser Aktion gefaßt worden, sie selbst wird mit nationalsozialistischer Schnelligkeit und Gründlichkeit ablaufen. Der Kampf um die Staatsgewalt ist mit dem heutigen Tage beendet. Der Kampf um unser teures Volk aber nimmt feinen Fortgang. Das Ziel steht unverrückbar fest: Es muß und es wird der Tag kommen, an dem auch der letzte Deutsche das Symbol des Reiches als Bekenntnis in feinem Herzen trägt Berlin, den 20. August 1934. Gez. Adolf Hitler. Parteigenossen, Parteigenossinnen! Der gestrige herrliche Sieg unserer Nationalsozialistischen Partei ist In erster Linie Eurer Treue, (Eurer Opferwilligkeit und (Eurem F1 eihe zu verdanken. Ihr habt als politische Kämpfer der Bewegung, als SA.- und SS.-Wänner, als Witglieder unserer Arbeiter-, Das deutsche Volk wußte bereits vor der Wahl des 19 August, wie ernst die Zeiten sind und daß wir den Helm nicht lockern, sondern fester binden müssen. Das Echo der Wahlen aus dem Auslande beweist, mit welchen kleinlichen Mitteln und Geschichtsklitterungen eine gewisse Presse versucht, die bisher in der Weltgeschichte wohl beispiellose Tatsache umzufälschen, daß ein Volk in freier Wahl sich einen Führer mit einer Stimmenzahl erkor, wie sie niemals ein Staatsoberhaupt auf sich vereinen konnte, weder der amerikanische Präsident Roosevelt noch Mussolini. Die Leute, die nur aus Zahlen schauen und mit Zahlen alles beweisen wollen, was in Wirklichkeit ganz anders aussieht, können diese Tatsache aber nicht bestreiten. Das Echo in Frankreich. Oie preffe warnt davor, den Sieg des Führers zu unterschätzen. Paris, 21. Aug. (DRV. Funkspruch.) Es wäre übertrieben, wenn man behaupten würde, das 2lp= ftimmungsergebnis werde in Frankreich als ein restloser Erfolg des Führers hingestellt, eine solche Beurteilung würde der ganzen Einstellung oer französischen Politik gegenüber Deutschland zuwwer- laufen. Immerhin geben die Blätter zu, daß die Rein-Stimmen nicht ins Gewicht fallen, wett pe einmal keine geschlossene Opposition darstellen, fon- dern sich aus den verschiedensten Elementen zusammensetzen und weil s5e auf der anderen Seit weniger gegen Hitler selbst gerichtet seien, als geg n die augenblickliche Wirtschaftskrise, in der sich Und sie können auch nicht verdunkeln, daß das deutsche Volk die Waage in-der Hand hielt. Wenn es in geheimer Wahl rund 90 v. H. aller Stimmen auf einen Mann vereinte, dann liegt hier doch eine Vertrauenskundgebung und eine Zuversicht von einem Ausmaße vor, wie sie bisher kein Staatsmann der Geschichte auf sich vereinte. ges wie alle Diktatoren natürliche Abneigung. 'Er wolle vielmehr durch eine friedliche Arbeit die feindselige Einstellung des Auslandes brechen. Der „T e m p s" hebt hervor, daß die ablehnende Haltung zum größten Teil aus den Reihen der Katholiken komme. Nichtsdestoweniger habe Hitler aber eine beträchtliche Mehrheit auf sich vereinigt. Da die künftige Entwicklung infolge des Temperaments des deutschen Volkes schwer vorauszusagen fei, hätten alle Länder, die den Frieden wollten, die Pflicht, auch weiterhin stark und geeinigt zu bleiben. Zwei Handlungen müsse der Führer zunächst begehen, um seine Worte mit den Taten in Einklang zu setzen: Erstens Deutschland wieder in den Völkerbund zurückführen und zweitens dem Ostlocarno zustimmen. Scharfe Kritik am Abstimmungsergebnis übt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Senats 'Henry Börenger in der Agence econo- mique et financtere. Man könne dieses Ergebnis nicht lächerlich machen und könne über die 5 Millionen Nein-Stimmen Debatten eröffnen. Das än- ziellften Persönlichkeiten Frankreichs erklärt, daß die Tage des Regimes in Deutschland gezählt seien und es vielleicht sogar angebracht erscheine, schon jetzt Verhandlungen mit den Nachfolgern Hitlers aufzunehmen. Es fei zu hoffen, daß die erdrückende Mehrheit, die der Führer erhalten habe, den führenden französischen Staatsmännern die Schuppen von den Augen nehme. Als lächerlich bezeichnet die „Action F r a n • xaise" (royalistisch) den Versuch, in dem Ergebnis des Volksentscheides Anzeichen für einen baldigen Sturz Hitlers erblicken zu wollen. Viel klüger ei es, sich an die Tatsache zu halten, daß 38 Millionen Deutscher entschlossen seien, Hitler zu folgen. Es sei nichtig, Haarspaltereien wegen des kleinen Teils derer zu treiben, die verneinten. Diese wollten vielleicht das Sowjetregime in Deutschland ein» ühren. Würden die Nachbarn Deutschlands dadurch gewinnen? — Auch „Journal" (im Besitz der Rü- tungsindustrie) warnt, die Stimmen der Nein- Sager überschätzen und den Sieg des Führers unterschätzen zu wollen. Dieser Sieg bleibe vorbildlich. Wenn es Hitler nicht gelungen sei, alle Stimmen auf sich zu vereinigen, so bleibe nichtsdestoweniger die Tatsache bestehen, daß 38 Millionen, darunter die ungeheure Mehrheit der Jugend, die sozu- agen durch Zuruf gewählt habe, ihre Stimmen ab- ;aben auf das Losungswort, gegen das Ausland. 90 v. H. des Wahlkörpers haben sich um den Füh- rer geschart, um mit ihm gegen das Ausland Front zu machen, dem es zu beweisen gelte, daß die deutsche Einheit kein Mythos sei. Wie stets, läßt auch diesmal wieder das dem Generalstab nahestehende „Echo de Paris" seinen hetzerischen Instinkten freien Lauf. Die Bestätigung Hitlers durch das deutsche Volk bringe schwere Gefahren für Europa mit sich. Deutschland scheine entschlossen, die „systematische Aufrüstung" fortzu- setzen. Aufgabe der Mächte sei es, sich eng aneinander zu schließen und eine so feste Front zu bilden, daß Berlin niemals auf den Gedanken kommen könnte, es wäre möglich, diese Front zu brechen. Englische Betrachtungen. London, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die beiden großen Londoner Blätter „Times" und „Morning Post" äußern sich am Dienstag ausführlich über das Ergebnis der Volksabstimmung vom letzten Sonntag. „Morning Po st" (konserv.) beharrt auf ihrem Standpunkt, daß das Stimmergebnis kein Bild von der wahren Stimmung des deutschen Volkes liefere, gibt jedoch zu, daß Hitler einen neuen Beweis feiner Stärke gegeben habe und daß er als identisch mit Deutschland betrachtet werden müsse. Aber gerade diesen Um- stand hält das Blatt für beunruhigend, indem es in bezeichnender Unbelehrbarkeit nach dem Vorbilde Pariser Blätter frühere, kurz nach Beendigung des Krieges gemachte Steuerungen Hitlers anführt und daraus auf kriegerische Pläne schließen will. ~. Beträchtlich objektiver äußert sich die „Times . Das Blatt legt zwar nach wie vor Gewicht auf die Höhe der am Sonntag abgegebenen Nein- Stimmen, erkennt aber an, daß ein beinahe 90- prozentiges Ja unmöglich gewesen wäre, wenn der Führer nicht nach wie vor über eine große und begeisterte Anhängerschaft verfügte und wenn die Mehrheit der Nation nicht der Ueberzeugung wäre, daß unter den obwaltenden Umständen k eine andere Führung als d i e seine möglich sei. Sehr beunruhigt ist das Blatt über verschiedene Steuerungen, die während des Propagandafeldzuges der Vorwoche in Deutschland gefallen sind und die bei dem deutschen Volke zweifellos die Vorstellung erweckt hätten, es sei von Gegnern umringt. Die „Times" meint, die (Erregung solcher fremdenfeindlicher Gefühle könne kaum als ein Beitrag für den internationalen Frieden bezeichnet werden, vergißt aber zu erwähnen, daß ja auch die Aeußerunaen maßgebender fremder Blätter über deutsche Zustände keineswegs immer auf einen deutschfreundlichen Ton abgestimmt sind. Amerikanische Entgleisungen. Ne uy o r k, 20. Aug. (DNB.) Wie schwer es dem Amerikaner fällt, europäische und vor allem deutsche Ereignisse objektiv und vor allem leidenschaftslos zu betrachten, dafür bietet die Beurteilung des Wahlergebnisses in den Vereinigten Staaten wiederum ein klassisches Beispiel. „Der Nationalsozialismus ein Rückfall in das Barbarentum", „Die Wahl ein burleskes Spiel" so urteilt beispielsweise die Neuyorker „W o r l d", während andere Blätter den Volksentscheid als ein Ereignis ohne jede Bedeutung hinstellen. Die Washingtoner Blätter glauben aus dem Ergebnis ein Anzeichen für das Nachlassen der Popularität Hitlers herauslesen zu können. Die Hearst-Blätter, die vor der Wahl das Märchen wieder aufbrachten, daß die Stimmzettel unrichtig gezählt werden würden, müssen heute auf Grund ihrer Berliner Berichterstattung zugeben, daß die Zählung offenbar vollkommen korrekt vor sich gegangen sei. Man möchte hoffen, daß dieses Urteil des Berliner Vertreters der Hearst-Presse, der sich auf Grund der tatsächlichen Verhältnisse zur Wahrheit bekennen mußte, auch in der übrigen amerikanischen Presse Schule machen wird. Unfreundliche Kommentare der italienischen preffe. Mailand, 20. Aug. (DNB.) Die italienischen ■ Blätter bringen lange Berliner Berichte über die i deutsche Abstimmung. Ihr Ergebnis wird, um mit , der „Stamp a" zu sprechen, als ein „unzweifel* : Hafter Wahlerfolg von weitesten Ausmaßen" hinge- : stellt. „(Eorriere della Sera" spricht von dem „absolut positiven Ausgang der Volksabstim- dere aber alles nichts an der Tatsache, daß es nur ein einziges Deutschland gebe, nämlich das Deutschland des Nationalsozialismus und der Reichswehr, d. h. das pangermanistische Deutschland, das sich die Wiederherstellung des heiligen Reiches deutscher Nation zur Aufgabe gemacht habe. Für die unmittelbaren Nachbarn Deutschlands und für die übrigen Teile der Welt gebe es nichts Gefährlicheres. Seit Monaten habe man die groh- fchen schuf, sind am 19. August so sichtbar geworden, daß auch das Ausland sich dem nicht entziehen kann. Man kann nicht wähnen, einen solchen Granitblock echten Dolkswillens mit Schreibfedern zu zerspalten, aber man sollte doch im Ausland statt allen Phrasengeklingels und eines innerlich verlogenen Lobens der Zustände, die in England und Frankreich selbst berechtigte Kritik fanden, einmal sachlich sich überlegen, was einem Volke vorteilhafter ist, die politische Selbstzucht und das F ü h- rertum a u f der Basis des Vertrauens der Nation oder jener parlamentarische Parteienklüngel, der in England und Frankreich behauptet, die Nation zu repräsentieren und mit einer gewissen Presse nichts anderes ist als eine Kaste. Wer wagt im Ausland auch nur ein Gegenbeispiel ‘ ßu dieser Erscheinung aus den Grüften der Geschichte oder gar aus den Wahlerfahrungen der Demokratien der Gegenwart anzugeben! Er melde . sich. - - Seit dem nationalen Durchbruch mußte bie Um» pflügung des deutschen Bodens, die Reinigung des deutschen Ackers vom Unkraut, die Neuordnung des lKuttur- und Gesellschaftslebens und Wirkens ganz maturgemäß hart und unbarmherzig vorgenommen , :roerben; vieles Gewohnte, an dem der Mensch 1 hing, versank jäh. Aus dem furchtbaren wirtschaft- : llichen Zusammenbruch können wir nur stufenweise i und in harter Arbeit wieder nach oben kommen. , 'Alles das hat der Führer dem Volke gesagt, und ; >es ist erklärlich, daß in einem 66-Millionen-Volk . immer noch eine kleine Gruppe abseits steht. Aber . ider Deutsche gesunder Art pflegt d i e T a t auf sich , -wirken zu lassen. Die Erziehung zum neuen Reich und das Wirken des neuen Reiches sind eben so ' nnie die Formung der deutschen Menschen aus Par- । tteideutschen zu Gesamtdeutschen noch in den An- : ffängen, und nach den bisherigen Leistungen wird , »uch ein Teil der Neinsager nach und nach sich in foie Front eingliedern. « Noch vor V/2 Jahren wäre es undenkbar gewesen, , Daß ein Volk, jahrelang von 46 Parteien zerrissen, sich «einer Führung und einer Autorität in Ge- ; ffolgschaftstreue zugesellte. Wir haben erlebt, was rwar. Die Einsetzung des individuellen Urteils zum Richter über alle menschlichen Fragen wurde zur ^Zerstörung aller Autorität, nicht nur in Fragen der »Staatsführung und des Geistes, sondern führte zu »einer Atomisierung des Reiches und der Volkheit. »Es war notwendig, die uns angeborene innere »Grenzenlosigkeit des germanischen Wesens fruchtbar zu machen durch die äußere Begrenztheit des Deutschen Einzelwesens. Diese Notwendigkeit war Die Mutter der deutschen Neuwerdung, eine Not- menbigfeit, bie schon ber alte Germane in seiner Rnterorbnung unter eine freigewählte Pflicht instinktiv gefühlt hat. Das Goethewort: „Nach außen hm begrenzt, im ' Innern unbegrenzt" spricht bieses germanische Prin- mp kurz unb bünbig aus. Statt ber Zersetzung hat sich ber Deutsche selbst bas politische Gesetz ber Zusam- tmenbinbung aller Kräfte aus ben Erfahrungen be- iitruftioer Zeiten auferlegt. 90 Prozent bes Volkes ber Denker unb. Schöpferischen haben nach Wirr- uvahns Zeit erkannt, baß nur biefe große Zufam- snenbinbung ben wirklichen Dolkwi11en mit ber Zielrichtung auf Gesunbung bebeutet unb baß ber Führer, ber biesen Willen rein reprasen- ! tiert unb ihn praktisch bewies, auf bie Nibelungentreue biefer Millionen rechnen kann. Damit ist eine Autorität geschaffen, bie nicht gewalthaberisch ist, fonbern vorn Volke ausgeht unb im Volke verwurzelt bleibt. Die wahre Demokratie besteht doch barin, baß das Volk bas Regierungshaupt Was wir dagegen bisher hatten und in England und ben USA. unb Frankreich heute noch besteht, Lft bie Formaldemokratie, wonach Zwar a u ß er - Cid) der Wähler entscheidet, bie Souveränität bes Dolkswillens aber umgebogen unb oft gegen das Volk zurecht gebogen wirb. Ganz abgesehen davon, daß m Deutschland auch bie Frauen zur Wahlurne gehen, was m Frankreich nicht der Fall ist, ebensowenig wie in Italien, Öa in Wirklichkeit dem Romanen die Frau etwas ' anderes ist als dem Deutschen, ist in der Formal- bemoEratie der Weg der Willensmeinung eines Volkes durchweg so: nach dem Mehrheitssystem werden Beauftragte des Volkes gewählt, Parlamentarier, die nach der Ideologie nur nach hrem freien Gewissen unb nur dem Volke verantwortlich handeln sollen, in Wirklichkeit aber rgendeiner Parteigruppe angehören. Diese Mittler zwischen Volk und Regierung stellen immer nur eine Minderheit bar, unb aus biefer Minderheit wird bie Regierung gebildet, so daß tatsächlich weder in England noch in Frankreich der Premier- minifter bzw. Staatspräsident auch nur ein Drittel aller Wähler hinter sich hat. Es ist doch bezeichnend, »uft der aus freier Volkswahl hervorgegangene imerifanifdje Präsident Roosevelt -um Prost- Lenken erkoren wurde von nur einem Drittel der Wähler' Man hat berechnet, daß in Frankreich seit ^852 noch niemals eine wirkliche Dolksbefra- gung vorgenommen wurde, durch die eine Regierung oder ein Staatsoberhaupt eine Autorität er- mnate man hat auskalkuliert, daß die zumeist zusammengesetzten französischen Kabinette stets Kabinette'der Minderheiten waren, und m England haben Jahrzehnte lang durch das Ein- Deutschland befinde. ,. „ „ , • Hitler, so schreibt der „In t r ansi g e an , \ heute wieder unumschränkter Herrscher de R. ch und könne sich auf eine mächtige Mehrheit stutzen, die sich zu seinen Gunsten ausgesprochen habe. Der „Paris Soir" sieht die Ursache der Neinstimmen in den Ereignissen der Atzten 3®*1 ?n? e_ Man dürfe deshalb aber nicht glauben, daß der Führer dadurch irgendwie sich werde beirren lassen. Gestützt auf die Reichswehr, habe er Deutschland fest in Händen und könne sowohl gegen die Wirtschaftskrise, als auch gegen 'nnerpolttische Krisen Front machen. Die einzigen Wolken, bie sich' Über Deutschland zusammenziehen konnten, könnten von außen kommen und deshalb werde er ettie Hauptaufmerksamkeit nunmehr auch dem Auslande schenken. So diszipliniert das deutsche tVnnen *Kr?eg zu Wnfen. Ver I ten ^Dummheiten über Deutschland und Hitler oer Rührer habe gegen das Vabanquespiel eines Krie- breitet. Noch im Mai d. I. habe ihm eure der öffn Erfchemi täglich, außer ■■■ Ä A Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags ▼ ▼ für bie Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte Ä ▲ kA ▲ A A. A AA AA A ▲ Ä A. A AA bis8-/,Uhrde-V°rm.ttag- 'S™ InWKOTlOr /IWWl r-U-N Mt. 4 Beilagen RM.l.SL MW Eli W MM W I M ■ Z ■ I H MM IKIK H anzeigen von 70 mm Breit- SSCiS VIvllvHVl 44'11'IVssssks von einzelnen Nummern (Ermäßigte Grundpreise: infolge höherer Gewalt Stellen-, Vereins-, gemein- ...»sä, Kent>ral-)lnreiaer für llZberbenen sssss «•Ä 'DvllvlW'fllljWJJW w wvvllfvnvil ssss: voftfckeckkonto: „ behördliche Anzeigen 6Rpf. granifuti am main'llGss Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr-vuch- und Steindruckerel R.Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäfisftelle: Schulstrahe r MengenabschlllsteStaffelb ttwng". Die Blatter versuchen gleichwohl diesen absolut positiven Ausgang nut Hinweisen auf die Geschehnisse seit der letzten Volksabstimmung und auf die starke Propaganda zu verkleinern. Die „G a - zetta del Popolo" geht darin am weitesten. Sie schreibt über die machtvolle Solidarität der nationalsozialistischen Regierung sei zwar nicht zu diskutieren, aber Zahlen bewiesen doch, daß Hitler, verglichen mit den letzten Wahlen, empfindlich an Boden verloren habe. Während das „G i o r n a l e d'Italia" über die Volksabstimmung nur eine ganz kurze Tatsachenmeldung an vsUsteckter Stelle bringt, versuchen „Tribuna" und „Lavoro F a s c i st a", am Ergebnis herumzudeuten, ohne jedoch zu einer klaren Folgerung zu gelangen. Da Silva muß im „Lavoro Fascista" nach einigen abfälligen Bemerkungen doch feststellen, daß das Hitler-Regime aus dieser Abstimmung wieder einmal siegreich hervorgehe, wie das auch seiner tatsächlichen Stellung im heutigen Deutschland entspreche. Das schwedische Echo. Stockholm, 20. Aug. (DRB.) Während ein großer Teil der schwedischen Presse bemüht ist, den großen Abstimmungstdaß die Volksabstimmung vom 19. August in erster Linie außenpolitischen Zwecken dienen sollte. Die Macht- stellung des nationalsozialistischen Regimes sei t m Innern, nachdem die Reichswehr auf Hitler als K B e r I i n, 17. Aug. (DNB.) Die Reichsregie- rung hat am 14. d. M. an die Regierungs- kommission des Saargebiets nachstehende Verbalnote gerichtet: „Einige im Saargebiet erscheinende Zeitungen haben das Ableben des Herrn Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg zum Anlaß genommen, um Deutschland und seine führenden Männer in der denkbar nie- drigsten Weise zu beschimpfen und zu verleumden. Sogar die ehrwürdige Person des Verewigten ist von den unerhörtesten Schmähungen nicht verschont geblieben. Wil stärkstem Befremden muh die deutsche Regierung feststellen, daß ln dem im Ramen des Völkerbundes verwalteten Gebiet derartige Exzesse, die in der ganzen Welt nicht ihresgleichen haben, vor sich gehen können, ohne dah die Regierungskommission des Saargebietes dagegen einschreitet. Diese Haltung der Regierungskommission widerspricht ebensosehr den im Völkerverkehr allgemein befolgten Grundsätzen, wie dem besonderen Charakter des Saargebietes, das kraft des Vertrages von Versailles deutsches Gebiet ist und dessen Bewohner Deutsche sind. Wit alter Entschiedenheit erhebt daher die deutsche Regierung gegen diese Haltung der Regierungskommission Einspruch und erwartet, dah diese alsbald im Saargebiet die notwendigen Vorkehrungen gegen solche Exzesse trifft." * Um die in dieser Note behandelten Exzesse zu kennzeichnen, genügt als einziges Beispiel die Erwähnung der Saarbrücker „Volks st imm e", die die Beisetzung des verehrten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg mit den folgenden Worten begleitet hat: „Wir wollen einen abschließenden Punkt hinter das Bild dieses Mannes setzen und ihn zu den Akten legen als den Repräsentanten des ungeistigen Barbarismus und eines der Zivilisation abholden Deutschlands." Späte Einsicht. Saarbrücken, 18.August (DNB.) Die Regie- rungskommission des Saargebiets hat dem Landesrat noch einen weiteren Gesetzentwurf zugetzen lassen, in dem in Abänderung der bestehenden Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verfügt wird, daß Zeitungen und Druckschriften, durch die ein Staatsoberhaupt beschimpft wird, polizeilich beschlagnahmt und eingezogen werden können. Die Regierungskommission machte sich in ihrer Begründung zu dieser Verordnung endlich die an sich selbstverständliche Ansicht zu eigen, daß die besonderen Verhältnisse des Saargebietes als Abstimmungsgebiet es erforderlich machen, Staatsoberhäupter gegen Beschimpfungen der Presse besonders zu schützen. Der Protest der Reichsregierung gegen öie Regierungskommision hat somit einen unerwartet schnellen Erfolg gehabt. Es muß schon als recht merkwürdig bezeichnet werden, daß es erst dteses nachdrücklichen Hinweises bedurfte, ehe die Regierungskornmission zu dieser Ansicht kam, obwohl ihr die internationalen Gepflogenheiten über den Schutz von Staatsoberhäuptern nicht ganz un- bekannt fein können. Sie hielt sich jedoch erst verpflichtet, diesen Gepflogenheiten zu entsprechen, als ihr vor aller Welt schonungslos die Unhaltbarkeit ihrer nachsichtigen Auffassung bewiesen wurde. Nach den bisherigen Erfahrungen ist der Saarbevölkerung sogar diese Selbstverständlichkeit eine Ueberraschung, die sie jedoch mit der gebührenden Genugtuung zu begrüßen nicht verfehlen wird. in dem er der Greisin für ihre freue vaterländische Pflichterfüllung dankte. Als der saarländische Volksgenosse Maurer-Scheidt am Wahltage um 12.15 Uhr vom deutschen Rundfunk hörte, daß seine 102jährige Namensschwester Maurer in Gräfenthal dem Führer mit freudigem „Ja" zu- gestimmt hatte, telegraphierte er an Reichsstatthalter Sauckel: „Saarbrücken. — Durch den Rundfunk soeben erfahren, daß Frau Maurer ihre Wahlpflicht dem Führer gegenüber mit freudigem ,3a‘ getan hat. Dasselbe tue i ch als Schwerkriegsbeschädigter und Namenskol - lege am 13. Januar 1 9 3 5. Deutsch die Saar! Heil Hitler! (gez.) Maurer-Scheidt, Saar." der Schweiz. :it des nationalsozialistischen Regimes tgen." ihren Oberbefehlshaber vereidigt worden sei, stärker als je. Adolf Hitler werde zweifellos von einem fast unbegrenzten Vertrauen des ganzen Volkes getragen. Mit dieser Tatsache werde sich nach dem 19. August au ch das Ausland abzufinden haben. — Der Chefredakteur der „Basler Nachrichten" (liberal) schreibt, die deutsche Volksabstimmung sei interessanter herausgekommen, als man es innerhalb und außerhalb des Reiches erwartet habe. Der Vergleich mit der außenpolitischen Volksbefragung vom 12. November ergibt eine Verdoppelung der oppositionellen Stimmen, aber eine Bedrohung des Prestiges liege nicht vor, um so weniger, als der 30. Juni gezeigt hatte, daß auf die äußeren Machtfaktoren des Staates Verlaß sei. —1 Die „Neue Zürcher Zeitung" (demokratisch) stellt fest, daß Adol Hitler sich auf Grund der Volksabstimmung au eine 90prozentige Mehrheit berufen könnte, so daß also die Opposition mit insgesamt 10 v. H. der abgegebenen Stimmen als keine alarmierende Erscheinung angesehen werden könne. Das Vertrauen von Neunzehnteln der deutschen Wähler gebe Adol Hitler die Möglichkeit zu unabhängigen Entschlüssen. — Interessant ist der Kommentar des „Berner Bun d" (demokr.), der u. a. schreibt, während es sich bei der Volksbefragung vom 12. November um außenpolitische Fragen handelte, bei denen die Persönlichkeit Hitlers nicht direkt im Spiele stand, sei jetzt das erste unmittelbare Bekenntnis zu ihm abgelegt worden. Es sei eine große Vertrauenskundgebung geworden. Hitler und Goebbels hätten gleicherweise erklärt, daß es sich darum handele, die Welt davon zu überzeugen, daß das nationalsozialistische Regime fest und unerschütterlich dastehe und daß die Hoffnungen auf einen Zusammenbruch Fehlspekulationen seien. Der Beweis sei geluAgen. n die Saarregierung. Saardeutsche im Reich müssen die Eintragungsfrist wahrnehmen. Saardeutsche im Reich! Achtung! Vor dem 31. August 1934 müssen die Anträge auf Eintragung in die Li st en der Saar- A b st i m m u n g s b e r e d) t i g t e n bei den zuständigen Gemeindeausscküssen im Saargebiet gestellt werden. Ohne besonderen Antrag, der für jede Person einzeln gestellt werden muß, wird niemand in die Stimmlisten eingetragen werden. Antragsformulare können von den Ortsgruppen der Saar-Vereine und von der Geschäftsstelle Saar- Verein, Berlin SW 11, Strefemannstraße 42 (Telephon: Bergmann 3243), angefordert werden. Diese Stellen erteilen auch jede Auskunft in Abstimmungsfragen. Saardeutsche! Stellt also eure Anträge vor dem 31. August! 1 Zweitausend Saarländer huldigen dem Führer in Berlin Berlin, 20. August (DNB.) Die feit Donnerstag in Berlin weilenden 2000 Saarländer, Mitglieder des Verbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer an der Saar, veranstalteten eine große Treuekundgebung für den Führer. Der lange Zug marschierte durch das Brandenburger Tor, die Wilhelmstraße zur Reichskanzlei, voran die Bergmannskapelle in ihren Berg- und Hüttenarbeiter-Uniformen, mit rotem Federbusch am Schachthut, und der Quartettverein Neudorf-Saar, ebenfalls in ihren Uniformen — ein nicht alltägliches Bild für den Berliner. Vor der Reichskanzlei intonierte die Kapelle „Deutsch ist die Saar", und 2000 Menschen fangen das Lied der Treue mit. Nach einer Ansprache des Führers der Saardeputation richtete der Kanzler einige Worte an die Deutschen von der Saar. Sie hätten gestern ein Zeichen der Einigkeit des deutschen Volkes gesehen. Genau so einig sei das deutsche Volk in dem drängenden Wunsch, das Saargebiet wieder bei Deutschland zu sehen. Was deutsch sei und durch die Verträge zusammenaehöre, müsse auch zusammen stehen. Am 13. Januar werde daher das ganze deutsche Volk die Abstimmung mit einem heißen Gebete begleiten und alle seien überzeugt, daß damit die Leidenszeit des Saargebietes sein Ende haben werde. Deutschland respektiere die Verträge, es verlange nichts, als daß sie den anderen ebenso heilig seien. Seine glücklichste Stunde werde sein, wenn er die Saarländer nicht mehr in Berlin begrüßen, sondern wenn er zum ersten Male in ihre Heimat kommen könne. — Die Kundgebung endete mit dem Deutschlandlied und in endlosen Jubelrufen der abmarschierenden Saarländer. Oer Führerin Nürnberg. Nürnberg, 20. Aug. Auf der Durchreise nach München besuchte der Führer Nürnberg, um persönlich die Vorarbeiten für die Organisation des Reichsparteitages 1 93 4 mit den verantwortlichen Stellen zu besprechen. Der Führer begab sich sofort zur Besichtigung des Aufmarschgeländes in den Luitpoldhain, wo sich bald viele Tausende Kopf an Kopf drängten, um ihrem Führer jubelnde Ovationen zu bereiten. Man bemerkte auch Leni R i e f e n st a h l, die den großen Film vom vorjährigen Reichsparteitag geschaffen hat. Eine Nummer des ,(Stürmer" in Breslau beschlagnahmt. Breslau, 20. Aug. (DNB.) Der stelloertre-. tenbe Polizeipräsident gibt bekannt, daß er sich veranlaßt gesehen hat, die Nummer 32 des in Nürnberg herausgegebenen Wochenblattes „Der Stürmer" zu beschlagnahmen. Die Zeitung hatte unter der Ueberschrift „Der Ritualmord in Breslau" einen ausführlichen Bericht über den im Jahre 1928 an den Fehse-Kindern verübten Sexualmord gebracht der in den wesentlichsten Punkten völ.' lig unzutreffend ist und weiter geeignet ift dasAnsehenderPolizeibeamteniner. heblichem Maße herabzusetzen. öirfftefer amnestiert. Essen, 20. Aug. (DNB.) In Auswirkung des Straffreiheitsgesetzes sind auch die Angeklagten des Hirtsiefer-Prozesses, der im De. zember 1933 vor der Strafkammer in Bochum stattfand, amnestiert worden. Hirtsiefer wurde damals wegen passiver Bestechung zu sechs Mo. naten Gefängnis und 900 Mark Geld, strafe verurteilt, während drei Mitange. klagte wegen Untreue bzw. Beihilfe mit Gefängnis, strafen bis zu zwei Monaten und mit Geldstrafen von 500 bis 1000 Mark belegt worden waren. Personalveränderungen in der Reichswehr. Berlin, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Dec Führer und Reichskanzler hat mit Wir. kung vom 1. August 1934 befördert: zu General, majoren: die Obersten Kühne, Kommandeur des J.-R. 2: Schr oth, Kommandeur der Jnfan- terieschule: zu Obersten: die Oberstleutnante Nißl, Lehrgangsleiter an der Jnfanterieschule: Bern ard, Chef des Stabes der 2. Kavallerie- Division: Thomas, Chef des Stabes des Heeres. Waffenamtes: zu Oberstleutnanten: die Majore Mittermaier, J.-R. 14: Freiherr von Schleinitz, J.-R. 5; Schirmer, J.-R. 12; Rohde. J.-R. 8; Vöslers, J.-R. 1; Herr, lein, J.-R.16. Personalveränderungen im Reichsnährstand. Durch die Ernennung des Reichsobmannes des Reichsnährstandes, Staatsrat M e i n b e r g, zum Stellvertreter des Reichsbauernführers, ist das bisher dem Reichsobmann unmittelbar unterstehende Verwaltungsamt einem Der« waltungsarntsführer unterstellt worden. Der Reichsbauernführer hat den bisherigen Reichs- Hauptabteilungsleiter II Freiherrn v. Kanne zum Verwaltungsamtsführer bestellt. Zum Haupt- tabsleiter des Verwaltungsamtes wurde Dr. Wil- )elm Haselhoff bestellt. Mit der Leitung der Reichshauptabteilung II ist der Landesbauernführer der Landesbauernschaft Ostpreußen Egbert Otto beauftragt worden. GeheimerDergrat Dr. Hilger gestorben Der Geheime Bergrat Dr.-Jng. e. h. Ewald H i l g e r. der erst vor kurzem seinen 75. Geburts- tag feiern konnte, ist am Montag gestorben. Hilger wurde in Essen (Ruhr) als Sohn des Bergwerksund Hüttenbesitzers Ewald Hilger geboren. Sein Vater war der Gründer der bekannten Zeche Ewald. Auch Hilger wandte sich dem Bergbau zu. Im Dienst der preußischen Bergwerksverwaltüng war er größtenteils im Saargebiet tätig, wo er zuletzt von 1900 bis 1905 Präsident der König l. Bergwerksdirektion Saar- brück e n war. Er hat sich in dieser Stellung große Verdienste um die Entwicklung des Saarbergbaues erworben. Im Jahre 1928 übernahm Hilger den Vorsitz der Fachgruppe Bergbau im Reichsverband der Deutschen Industrie. Er gehörte zu den markantesten Persönlichkeiten des deutschen Bergbaues. Auch auf dem Gebiete der Sozialpolitik hat sich Hilger wirkungsvoll betätigt. Die Preisgestaltung für Agrarprodukte. Auf einer Tagung der Kreisbauernführer in Dresden gab als Vertreter des Reichsministeriums ur Ernährung und Landwirtschaft Ministerial- 1 Jrettor Moritz einen Gesamtüberblick über die £ r/ 1V n f m 1 d 1 u n 9 für landwirtschaft- Iitije Erzeugnisse seit Uebernahme der Macht durch Adolf Hitler. Die Agrarpreife seien für eine Reihe wichtiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse b e - reits wieder auf Friedens st and gebracht worden. Die Reichsstelle für Getreide fei an- gewiesen worden, in Zukunft für Getreide von über Durchschnittsqualität auch entsprechende Qualität s z u s ch lä g e zu zahlen. Sie werde dadurch auf diesem Gebiet zum Schrittmacher beim ganzen Getreideabsatz werden. Jrn Hinblick auf die geringe Kaufkraft der Verbraucherschaft habe eine allgemeine Brotpreissteigerung unter allen Umständen vermieden werden müssen. Dafür werde andererseits in Zukunft auch der Bauer b e V ber Futtermittel ° Preisgestaltung, wo er als Verbraucher interessiert fei, klar erkennen können, daß die Maßnahmen der Reichs- regierung vom Grundsatz der Gerechtigkeit bestimmt seien. Die Oelkuchenpreise würden in Kürze so herabgesetzt werden, daß die Verbraucherpreise für Oelkuchen fortan fühlbar billiger sein würden als bisher. Die Regelung der Kleiepreise sei heute erfolgt. Der Roggenkleiepreis werde in Zukunft ab Mühle 62,50 v. H. des Roggenpreises und der Preis für Weizenkleie 57,50 v. H. des Weizen- preises betragen. Dazu kämen nur noch Fracht und mäßig bemessene Handelszuschläge. Die Landes- bauernführer würden das Recht erhalten, mit Zustimmung der Hauptvereinigung für Oetreibemirt- schäft die Kleiepreise weiter herabzusetzen. Abgesehen davon werden natürlich vor allem die Mühlen selbst nicht gehindert sein, unter dem amtlich fest- gesetzten Preis Kleie zu verkaufen. In entsprechender Weise würde die Preisgestaltung für zuckerhaltige Futtermittel (von der neuen Ernte ab) für Fisch- und Fleischmehl und andere wichtige Futtermittel geregelt werden. Man werde ferner, ohne zur Kriegszwangswirt- schaft zurückzukehren, Maßnahmen treffen, die eine geordnete Versorgung mit Futtermitteln in allen Gebieten des Reiches, besonders auch in den ausgesprochenen Dürregebieten, sicherstellen. Zur Schlachtviehpreisbildung wies Ministerialdirektor Moritz daraus hin, daß man hier sichtbar auf dem Wege zur Gesundung sei. Bei Schweinen könne man bereits von einem gerechten Preisstand sprechen. Bei den Rinder- preisen werde die Marktregelung zu einer weiteren Gesundung führen, ohne daß dadurch eine allgemeine Fleischpreissteigerung eintreten würde. Die Reichsregierung habe genügend Mittel bereitgestellt, um eine gerechte Preisbildung für Schlachtvieh auch dort zu gewährleisten, wo infolge Futtermangel ein den Bedarf überschreitendes Diehange- bot in Erscheinung trete. Der Speisekartoffel' preis dürfe selbstverständlich dem Verbraucher nichts Unbilliges zumuten, werde aber bestimmt Rücksicht nehmen auf den gegenüber den Vorjahren geringeren (Ernteertrag. im • gekauft <1 gegenGegnerdesHeiMehrregimesmOestmeich a r und über die Einmachen kann. Oktober Dezember 4 731 716, Mark. Kunst und Wissenschaft. Tagung der Internationalen ftommiffion für Strafrecht und Gefängniswesen In Bern. wurden: Eintopfgericht: 2 121 244 Mark, November 4 060 993, 4 481 624, Januar 4 400 704, Februar März 4 755 000, insgesamt 24 551281 Uebrige Spenden: [türmt erklären, daß sie keinen Aufschluß über Dinge $u geben hätten, die nichts mit dem eigentlichen Schuldienst zu tun haben. Zwei Vergnügungsdampfer, die mit 300 bzw. 500 Passagieren Liverpool verlassen hatten, mußten des Sturmes wegen umkehren. In Morecambe wurde ein im Freien stehendes Flugzeug vom Wind in die Höhe gehoben und gegen eine Mauer geschleudert, so daß es zerbrach. Außerdem wurden in vielen Teilen des Landes Fensterscheiben Zerbrochen. Hunderte von Telegraphen- und Telephondrahten wurden zerrissen. löjährlges Mädchen als Brandstifterin. In letzter Zeit waren im Dorfe Wieden (Steiermark) vier Gehöfte mit allen Nebengebäuden durch Brandstiftung in Flammen aufgegangen. Die Mehr Steinpilze als Arbeitskräfte zum Einmachen. kürze teile \ rben ® L 66t *4 hier In fteriumi tifteriit' ba bit cha/l' URadjt r eine ,e be- b 91 sei ende M > Qua- baburd) galten gering? le all' [er allen i. Last mer bei Itung sei, llv -Reiche rchtft Bilanz -er Nächstenliebe. Das Winterhilfswerl des Deutsches Volkes 1933/34. Besucht die Ausstellung der jungen Generation „Kampf und Sieg der f)3.“ vom 19. August bis 5. September in Frankfurt am Main auf dem Messegelände. 10 000 Fäuste umklammern 5000 Fahnent Jugend marschiert am 1. und 2. September in Frankfurt am Main. Oie Zeitung als Unterrichtsmittel. Ein bemerkenswerter Hinweis g,dic bayerischen Lehrerbildungsanstalten iorftt Seburts* i. Wl cM B. Äh is ju. dhin^ S, wo der aat' i Wh ^balliger bc au ii geborj eutschr ilpolil DNB. Eine Uebersicht über das, was im Winterhilfswerk 1933/34 geleistet wurde, ergeben folgende Zahlen: 47 Millionen Bolksgenossen opferten, 18 Millionen Volksgenossen wurden betreut. Es wurden verteilt Lebensmittel 130 000 000 Mark, Bekleidung 70 000 000, Kohlen 85 000 000, Spenden von Gutscheinen, Vergütungen und Leistungen 25 000 000, Freitische und Liebesgaben- pakete 10 000 000 Mark. Insgesamt 320 000 000 Mark. Hierin sind enthalten die Sachspenden, die aus nachstehend aufgeführten Geldspenden Flughafen Casclna Malpensa stieß die Maschine infolge eines falschen Manövers gegen einen Schuppen, fing Feuer und stürzte brennend zu Boden. Die Besatzung fand den Tod in der» Flammen. Französischer Bahnwärter wegen fahrlässiger Tötung verhaftet. nes bt g. jw fnfül mmitti Lei morbe Reich fjaup: )r. U ung b<: rnfühw t Dili Ein schweres Sturmwetter hat im mittleren Westen von Amerika den Tod von mindestens sechs Personen verursacht. Diele andere haben Be r - letzungen erlitten. In Duluth und Sankt Paul (Minnesota) schlug der Blitz in 15Häuser em. Da- bei wurden zwei Personen getötet. In Houghlon (Michigan) stürzte der 20 Meter hohe Schornstein eines Krankenhauses ein, und erschlug einen JJcann und zwei Frauen. Sieben weitere Frauen wurden verletzt. Abgesehen von schwerem Schaden, den i Der heftige Wind anrichtete, sind auch weite Streaen Landes von dichten Staubschichten bedeckt word Manche Farmer in Nebraska fürchten, daß s durch ihr bestes Land eingebüßt haben. Verheerender Wasserrohrbruch in Brooklyn. An einer belebten Straßenkreuzung ‘n ber ^.e“‘ porter Vorstadt Brooklyn brach )-- A^Ä-i- rohr non 1,20 Meter DurchmAer 2m Umkre - von etwa 20 Meter wurde die Straßendecke m die Lust geschleudert. Eine riesige Wassers au le ^rickter^von 8^Me^r Tieft^Die" Keller von zehn -Äerblock- wurden. völlig' Überflutet. Der gesamte Tele"phönoerbfndun"en sind unterbrochen. Nach drei. Äiisu« Säsä.“ ' Algerisches Dorf durch Regengüsse zerstört. Durch wolkenbruckartigen Regen ist die Gegend von Sidi Aisse in Algerien unter Wasser gesetzt worden. Das Dorf Sidi Aisse wurde vollständig zerstört. Nach den bisherigen Meldungen sind zehn Eingeborene in den Fluten u m g e k o m - men. Zahlreiches Vieh ist ertrunken. Großer Waldbrand in USA. Bei Boise (Idaho) wütete ein riesiger Wald- brand; 10000 Hektar Wald sind bereits vernich- tet, ebenso drei Kohlenbergwerke und zahlreiche Siedlungshäuser. Infolge des starken Windes und der großen Hitze befürchtet man eine weitere Ausdehnung des Feuers. Zahlreiche Dörfer sind bereits geräumt worden. Man befürchtet, daß auch M e n • schenoerluste zu beklagen sind. Riesenfeuer in einer Bootswerft bei Spandau. Bei einem Riesenbrand in einer Bootswerft in Saatwinkel bei Spandau, der wahrscheinlich durch Funkenflug entstanden ist, wurden 15 Motor- boote vernichtet. Auch die Arbeitsräume, in denen sich wertvolle Maschinen und Materialien befanden, wurden vollkommen vernichtet. Die Feuerwehr, die Wien, 20. Aug. (DNB.) Major Fey sprach heute im Rundfunk über feine Ausgaben als General st aatskommff Maßnahmen, die er jetzt treffen werde. Er führte unter anderem aus. Die Vergeltungsmaßnahmen, die über staatsgefährliche Unternehmer, unbeschadet sonstiger gesetzlicher Bestimmungen, verhängt werden können, sind 1. Entzug aller Aufträge, und Lieferungen, die von der öffentlichen Hand ver- Notmaßnahmen der ; »rstralischen Wollprodukiion. i Kolgen der kurzsichtigen Handelspolitik i gegen Deutschland. Sie australischen Wollerzeuger haben beschlossen, den Wollversteigerungen, die bis Weihnachten hatfinben, nur 1,35 Millionen Ballen Wolle feil- ^eten anstatt 1,60 Millionen Ballen im voriaen sjflj-. Derartige Zurückhaltungen eines Teils der iLaugung von den Märkten sind an sich nichts 'lv[swöhnliches. Sie haben natürlich den Zweck, ,:e Preis zu stützen oder ein allzustarkes 'l'bmken des Preises zu verhindern. Die Schwierig- 'eil die darin besteht, daß die Zurückhaltung großer 'Damengen vom Markt den Erzeugern große -inmzielle Lasten auferlegt, hofft man dadurch losen U «können, daß die australische Bundesregierung ii Millionen Pfund zur Finanzierung der 'Nirktregelung kreditweise zur Verfügung tlllrn soll. Entschließt sich die australische Regie- ung hierzu, so werden sich die internationalen Weltpreise vermutlich schnell wieder erholen. Der > menblickliche Preisrückgang ist bekanntlich zum 'Cti darauf zurückzuführen, daß Deutschland eit:- Wolleinfuhr infolge der Devisenschwierigkeiten reduzieren mußte, und daß auch Italien jen» Bezüge australischer Wolle erheblich ein- je chränkt hat. poincare lobi Ooumergue. !Frankreich kann heute kein Parteiregiment gebrauchen. Maris, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Siü s i d e n t der Republik hat sich am Mon- iog nach dem Landsitz Poincares in Sampigny bee den, um ihm die Glückwünsche zum 74. Ge- L stage zu überbringen. Poincars hat einem Der- Ire: r des „Figaro" erklärt, er bringe dem Burg- riosenskabinett Doumergue v o l l st e s V e r - riuen entgegen. Besondere Anerkennung zolle T >er Tätigkeit des Außenministers B arthou. Die-er habe die herzlichen Beziehungen zu den be- Windeten Mächten gefestigt. PoincarS.äußerte ab- Wehend, er sei überzeugt, daß die im Februar cM kritische innerpolitische Lage sich zu bessern finne und daß niemand die Verantwortlichkeit (irlben Bruch des Burgfriedens übernehmen durfte, gmnkreich brauche heute nicht eine Par - ItiTegierung, mit solchen habe es zu gefahr- litz Erfahrungen gemacht, sondern eine nativ- naF. e Regierung. Protest des französischen Lehrerverbandes. Haris, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Un- tenüchtsminister hat die ihm Nachgeordneten Stellen WSwiesen, eine Untersuchung über ine a u f bim sozialistischen Lehrerkongreß in SU-za gehaltenen Reden einzuleiten. Der Vor- sei ieiiü [tont des Lehrerverbandes proteftiert gegen flutimi kj» unzulässige E i n m i s ch u n g in d I e a u ß e r. unb b« beruflich- Tätigkeit der L-Hrer, m der WiM man eine e r n ft e Zersetz ung der G em e r k - [ad)t[^ftsfreiheit erblickt. Sämtliche Lehrer, die ßanbes1 eivu verhört werden sollen, sollen Höflich, aber be- <- r f- . * Qf.. CI1 • U itnör Hf HAO ■eibemit1' Winterpfennig 790 159 Mk., Christrose 2 774 387, Neujahrsplaketten 966903, Spitzenrosetten 1884889, Glasplaketten 922179, Hitler - Fugend - Nagelung 334 641 Mark. Zu den Besprechungen zwischen Schuschnigg und Mussolini meldet der nach'Florenz entsandte B e • richterstatter des „M a t i n , man behaupte, daß ein ständiges M i l i t ä r a b k o m m e n in Aussicht genommen sei, vielleicht in der Form eines gegenseitigen Beistandspaktes. Die I $n Bern wurde die Tagung der Jnternatio- Fiktion der Gegenseitigkeit würde eine Art 3uge= Laien Kommission für Strafrecht und ständnis an die Souveränität des österreichischen Gefängniswesen in Vertretung des abwe- Staates sein und gewissermaßen eine etwaige senden Vorstehers des Justiz- und Polizeideparte- militärische Intervention der Italiener ments durch den Chef der Sektion für Auswärtiges in Oesterreich legalisieren. Sie würde auch [m Politischen Departement, Minister de S t o u tz, zur Beseitigung der Bedenken beitragen, die bei eröffnet. Der Vorsitzende der Kommission, Reichs- einem derartigen Vorgehen namentlich in Belgrad gerichtspräsident Dr. B u m k e, dankte für die Be- aufgeworfen würden. grühung und wies auf die Arbeiten der Tagung __________ hin, die sich u. a, mit der wissenschaftlichen Untersuchung der Gefangenen und der Internationalen Kriminalftatistik befassen werden. „ich i'l" ■ frf s angsvl bie f in ben & boV^ gse'-s. h; ’-ll io I'L ! d« tk Ri der neuen Lehrordnung für die -Uch bayerischen Lehrer - und Lehr er lnnen- i^i dungsanstalten wird mehrfach auf die M Mutung der Presse für die Lehrervorbildung W in-^wiesen. In der Einleitung heißt es: „Da die s». itJiie die Geschichte der Gegenwart und des Tages ®e!: iarbettt und infolgedessen besondere Lebens- Rita. -.a e zu vermitteln vermag, so mutz aus das fän^ ’! er ft ä n b n t s des zukünftigen Erzie- i.Ci5 für die Bedeutung der guten deutschen iren. .jeiung und Zeitschrift besonderer Wert gelegt liefen." Praktisch wirkt sich diese Auffassung da- j-itt aus, daß der Leseplan der Lehrordnung oor- ihribt, „im besonderen die Presse (Zeitung, Zeit- a . 'M) als wichtiges d e u t s ch k u n d l i ch e s 'Incerrichtsmittel planmäßig heran- ' i e h e n, um so die unterrichtliche Arbeit ebnsnah und lebendig zu gestalten, die Schüler W iun richtigen Lesen und zur sprachkritischen Be° ytifat raitung einer Zeitung anzuleiten, sie an das ■utnan: i e en einer guten Zeitung zu gewöh- j ei und schon durch deren Auswertung in der Mlleri} Khile auf ihre spätere Lebensgestaltung einen be« • linrnten Einfluß auszuüben." Desgleichen soll die 11: bt stung auch als geschichtliches Unter- !if)er; ts mittel planmäßig ausgewertet werden, l'R.H.M den Schüler zum rechten Verständnis ijeriibiiiH gegenwärtigen Weltbildes und Mgeschehens zu erziehen und seinen Blick be« ;m!ers für die Gegenwartserscheinungen äu schär- ;'»n'. In der erdkundlichen Unterweisung soll vat der Lehrordnung im besonderen mit Hilfe der Jeiung lebendig unb gegenwartsnah ;efnltet werden. Wettervoraussage. Da sich unser Gebiet noch im Bereich eines Hochdruckrückens befindet, der sich in west-östlicher Richtung über das Festland erstreckt, gestaltet sich das Wetter noch überwiegend aufheiternd und warm. Die im Norden vorüberziehenden kräftigen Störungen werden aber zeitweise den freundlichen Witterungscharakter etwas trüben und unter Zufuhr kühler Luft Bewölkungsaufzug mit Neigung zu Gewitterstörungen oder gewitterartigen Niederschlägen veranlassen. Aussichten für Mittwoch: Wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, warm, Neigung zu Ge- witterstörungen. Aussichten für Donnerstag: Etwas wechselhaftes, aber nicht unfreundliches Wetter. ßufttemperaturen am 20 August: mittags 26,5 Grad Celsius, abends 19,7 Grab Celsius: am 21. August: morgens 15,8 Grad Celsius. Maximum 27,4 Grad, Minimum 11,5 Grad. Erdtemperature» in 10 cm Tiefe: am 20. August abends 23,6 Grad Celsius, am 21. August morgens 18,5 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 8,9 Stunden. Aus aller Welt Lta enüberfchwemmung in einer chinesischen Stabt Zufolge dreitägiger Wolkenbrüche hat der Fch Jalu bie chinesische Stadt Antung vollständig Übe r s ch w e rn rn t. Man glaubt, daß 600 Per so- ntr in den Fluten ertrunken sind. An 60 000 Diiiadjlofe wurden bisher gezählt. Fünf Bruckei [hl fortgespült worden. Der Schaden wird auf fun Mionen Mark geschätzt. Außerdem brachen zwei Scmbecken, wodurch das Unglück noch vergrößert llir de. Diele hundert Häuser wurden fortgerissen. IhlOO Häuser stehen unter Wasser. Die Regierungsbehörden lassen Nahrungsmittel und frisches Wasser hr'mbringen. Schwere Stürme über England und Amerika. heftiger Sturmwind richtete in vielen Teilen Chcilanbe großen Schaden an. Eine Person mürbe (rötet unb niete oertetzt. In Blackpool würbe -m Frau, bie mit ihrem Mann unb Freunben fpa. Är-n ging, non einem durch ben Wmb abgerissenen Lameschild g e t ö t e t Auch der neuernchtete Ls dien t zwischen einer Anzahl wichtiger britischer Stöte litt unter dem schlechten Wetter. An der ilhe von Westcork wurde eine Pacht vom Sturm og-n die Klippen der Küste geschleudert. Die In- K j n wurden von einem Rettungsboot geborgen. mit sieben Zügen am Brandort erschien, hatte Bein Feuermeer von 10 000 Quadratmeter ehnung zu kämpfen. Schließlich stürzte das getarnte Gebäude mit ohrenbeteubendem Getöse ein, so daß von der gesamten Werft nur noch ein Gewirr verkohlter Ueberrefte zurückgeblieben ist. Der Schaden geht in die Hunderttaufende und ist nicht durch Versicherung gedeckt. Vier italienische Militärflieger tödlich verunglückt. Beim Absturz eines römischen Militärflugzeuges sind vier Flieger ums Leben gekommen. Es handelt sich um ein Bombenflugzeug, das einen nächtlichen Uebungsflug unternommen hatte. Die Besatzung bestand aus einem Fliegerhauptmann als Führer, einem Sergeanten, einem Unteroffizier und einem Mechaniker. Bei der Landung auf dem LPD. Groß-Gerau, 20. August. Don den Einwohnern Groß-Geraus wurden gestern außergewöhnlich viele Steinpilze gesammelt und der Konservenfabrik Helvetia zugeführt. Da die Firma nicht über genüge nb Arbeitskräfte verfügt, um diese Mengen Pilze einzumachen, bittet sie Frauen und Mädchen, die beim Einmachen behilflich sein können, sich zu melden. Die Firma glaubt, daß sie durch diese Bitte die vorhandene Not in zahlreichen Familien lindern geben werden, 2. Entzug aller Vergünstigungen bei ; der Bezahlung von Steuern und öffentlichen Abgaben, 3. Entzug der Konzession, Sperre des Betriebes oder der Berufseintragung. Staatsgefährlichen Dienstnehmern gegenüber kann der Generalstaatskommissar, wieder unbeschadet sonstiger gesetzlicher Bestimmungen, sofortige Aufhebung des Dienstvertrages und Entlassung au sdem D i e n st p o st e n verfügen. Eine solche Verfügung wird sofort wirksam und hebt alle in dem betreffenden Dienst- oder Kollektivvertrag etwa vorge- schenen Ansprüche des Arbeitnehmers auf. Die Neubesetzung von auf solche Art frei gewordenen Posten hat der Unternehmer dem Gene- ralstaatskommisfar bekanntzugeb en. Dadurch wird es ermöglicht zu kontrollieren, daß i n Zukunft nur fta'atstreue Leute beschäftigt werden. Der Sicherheitsdirektor für das Bundesland Steiermark hat Viktor Seßler-Herzinger, Groß- grundbefitzer in Krieglach, zunächst einenBelrag von 53 000 Schilling, und dem Ingenieur Franz Pisch- ler, Elektrizitätswerksbesitzer in Weiz, zunächst einen Betrag von 103000 Schilling als Kostenersatz für bie Maßnahmen während der Auf- st a n b 5 t a g e zur unverzüglichen Entrichtung vorgeschrieben. Zur Sicherstellung würbe die B e- ch l a g n a h m e der den Genannten gehörenden Immobilien verfügt. Gleichzeitig wurde die Be- schlagnahme der Villa Dr. Rintelens amt Inventar im Werte von rund 70 000 Schilling sowie der in Steiermark liegenden Bankgut- Haden Rintelens durchgeführt. Der Vizekanzler hat den gesamten Vor- st anddesDeutschenTurnerbundess eines Amtes für verlustig erklärt. Georg Trauner, der Bürgermeister von Weyer a. d. Enns, wurde zum Verwalter bestellt und mit der Fortfuh- rung der Vereinsgeschäfte betraut. Universitätsprofessor Dr. H u g e l m a n n, ocr im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 25. Juli verhaftet worden war, ist im Gefängnis in Kloster Neuburg bei Wien in b e n S) u n g er . st r e i k getreten. Er wurde in bas Rainer-Spital nach Wien gebracht, wo er künstlich ernährt werden soll. Hugelmann war früher christlicher-sozialer Dor- itzender des Bundesrates. Er näherte sich sMer den nationalen Kreisen, ohne indes parteimatzig nationalsozialistisch gewesen zu sein. Gerichtliches Nachspiel zum Aufstand im Ennstal. Gendarmerie stellte nunmehr als Brandstifterin das 16jährige Pflegekind Therese Kirschengast fest. Wien, 20. August (DNB.) Der beim Kreis- Sie hat bereits ein Geständnis abgelegt. 18 Sch--Eb,.ch.- ouo au5 $od,um wollten in Rn.nh^ 3?nR2lqR4 winmmln'fis'JsO 712 Mark 9 Ausübung ihres Dienstes einem Zug ausweichen, Spenden 30 082 934, zusammen 65 480 712 Mark. a(g |lß im Augenblick von einem aus der Eingänge bei den (Bauen, Kreisen und Gegenrichtung kommenden Personenzug erfaßt und Ortsgruppen des | sofort getötet wurden. aus laufenden Gehalts- und Lohnabzügen, Firmenspenden, Veranstaltungen, Sammelbüchsen und sonstigen Spenden 82 109 536 Mark. Insgesamt 179 814 687 Mark. Der Wert der von der Reichsbahn gewährten Frachtfreiheit für Beförderung von Sachspenden, wie Lebensmittel, Kleider, Kartoffeln, Weihnachtsbäume ufw. beträgt 6 Millionen Mark. Schach-Ecke. Bearbeitet von Otto Den kn er. Problem Nr. 373. Von Johann Berger, Graz (1933). Weiß 8 Steine: Kgl; Da8; Sf3; Sd5; Le8; Bb4, Weiß die Absicht, den schwarzen Damenflügel unter Druck zu setzen.) 15. ..Sg6—h4. (Dieser Zug kann nicht gutgeheißen werden. Schwarz sollte lieber etwas für seinen Damenflügel tun.) 16. Sc3—e2, c7—c6. 17. Tal—bl, Te8—e7. 18. a3—a4, Ta8—e8. h2, h3. Schwarz 11 Steine: Ke4; Tbl; Lei; Lfl; Bb2, b5, e2, e3, 14, g7, h7. Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt. Problem Nr. 374. Von I. I. R i e t v e l d, Kesteren (Holland). Weiß 8 Steine: Kd7; Dc2; Ta8; Lei; Lfl; Sa4; Sc4; Bd6. Schwarz 6 Steine: Kb5; Tf3; Sa5; Sd2; Ba3, 17. Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt. Partie Nr. 260. Der Weltmeister geschlagen! Aus dem Internationalen Meisterturnier in Zürich. Weiß: Dr. Euwe (Hollands Vorkämpfer). Schwarz: Dr. A l j e ch i n (der Weltmeister). 1. c2—c4, c7—e6. 2. d2—d4, d7—d5. (Damen- gambit.) 3. Sbl—c3, a7—a6. (Die sog. „Schweizer- Verteidigung. Um die Jahrhundertwende von dem französischen Meister Janowski oft angewandt.) 4. c4Xd5, e6Xd5. 5. Lei—14, Sg8—16. 6. e2—e3, Lf8—d6. 7. L14Xd6, Dd8Xd6. 8. Lfl— d3, Sb8—c6. 9. Sgl—e2, 0—0. 10. a2—a3, Sc6—e7. 11. Ddl—c2, b7—b6. (Hiermit bietet der Weltmeister ein Bauernopfer an: z. B. 12. e3—e4, d5Xe4. 13. Sc3Xe4, S16Xe4. 14. Ld3Xe4, Se7-d5. 15. Le4Xh7+, Kg8—h8. 16. Lh7—15, Lc8X15 usw. Dr. Euwe lehnt jedoch das angebotene Bauernopfer ab, da nach der Annahme desselben der Weltmeister Gelegenheit hätte, sein Spiel zu befreien und in das Fahrwasser taktischer Verwicklungen zu steuern, die er wie kein zweiter Meister beherrscht. Der Verlust des Randbauern hätte dann im Moment keine Bedeutung. 12. b2—b4, Lc8—b7. 13. 0—0, T18—e8. 14. Se2—g3, Se7—g6. 15. TU—cl. (Damit bekundet 19. a4—a5, bb—b5. 20. Se2—14, Te7—c7. 21. Dc2 —c5, Dd6—d7. 22. Tel—el, Sh4—g6. (Siehe Anmerkung zu Zug 15.) 23. Ld3—15, Dd7—d8. 24. S14 —d3, Lb7—c8. 25. Tbl—cl, Sg6—e7. 26. L15Xc8, Se7Xc8. 27. Sd3—e5, Te&—e6. 28. e3—e4. (Dieser Vorstoß sollte Weiß nicht in Vorteil bringen. Allerdings ist ein Weg, der die weiße Stellung weiter verstärkt, schwer zu sehen. Vielleicht kam Dc5—c2 nebst Dc2—15 in Frage.) 28. ..., S16Xe4. 29. Sg3Xe4, d5Xe4. 30. TelXe4, 17—16? (Ein schweres Versehen des Weltmeisters! Dr. Aliechin muß offenbar glauben, daß sein Gegner eine Figur eingestellt hat, denn anders ist das Versehen nicht zu erklären. Schwarz sollte den auf c8 untätig stehenden Springer über e7 wieder ins Spiel bringen, wonach eine weitere Angriffs-Fortsetzung für Weiß nicht zu sehen ist.) 31. Se5—17! (Eine hübsche Kombination! Schwarz darf den Springer nicht schlagen, z.B.: 31. ..., Kg8X17. 32. DcS-H5+, K17—e7 erzwungen. 33. Te5Xe6+, Ke7Xe6. 34. Tel—el+, Ke6—d6, 35. Dh5—c5+, Kd6—d7. 36. Dc5—15+, Kd7—d6. 37. D15—e6+ und matt.) 31. ..., Dd8—e8. (Jetzt geht der Bauer c6 verloren. Es muß noch gesagt werden, daß die Kombination Se5—17 von der Brettseite des Schwarzen aus betrachtet viel schwerer zu sehen ist, als von der weißen Seite; um so mehr, da die durch den Vorstoß e3—e4 und den Wegzug des Springers frei werdende Linie c5—H5 die Hauptrolle hierbei spielt.) 32. Te4Xe6, De8Xe6. 33. S17—d8, De6—e4. 34. Sd8Xc6, H7—h6. (Mit einem Bauern weniger steht der Weltmeister nunmehr klar auf Verlust. Der Gewinn ist nur noch eine Frage der Spieltechnik, die von Dr. Euwe ausgezeichnet gelöst wird. 35. d4 —d5, De4—d3. 36. b2—h3, Dd3—d2. 37. g2—g3, Kg8—h8. 38. Kgl—g2, Dd2—d3. 39. Tel—el, KH8—H7. 40. Tel—e3, Dd3—d2. 41. Te3—e8, Dd2—d3. 42. Dc5—d4, DdT-c4. 43. Dd4—e4+, Dc4Xe4. 44. Te8Xe4, Kh7—g8. 45. Sc6—b8, Kg8—17. 46. SbSXaö, Tc7—d7. 47. Te4—d4, Sc8 —e7. 48. d5—d6, Se7—15. 49. Td4—d5, S15Xd6. 50. Sa6—c5, Td7—d8. 51. Sc5—e4, Sd6—b7. 52. a5—a6, K17—e6. (Falls Td8Xd5, so folgt 53. a6Xb7, Td5—d8. 54. Se4-d6+ nebst Sd6—c8.) 53. Td4Xd8. Aufgegeben. Die einzige Niederlage des Weltmeisters in Zürich! Der holländische Vorkämpfer Dr. Euwe gilt als der nächste Anwärter um den Kampf um die Weltmeisterschaft, die demnächst stattfinden soll. Lösung des Problems Ttt. 371. Von F. Giegold. 1. De2-d3!, Kab-a5. 2. La3—b4+, Ka5Xb4. 3. Dd3—c3+ und matt. 1. .. ... 2. ..., Ka5—a6. 3. Dd3—d6+ und matt. 1. ..., g3—g2 oder h3—h2. 2. Dd3—d6+, Ka6 —a5. 3. La3—b4+ und matt. 1. ..., d7—d5. 2. La3—b4, nebst Dd3—g6+ und matt. 1. ..., auf Ka6—b6 oder d7—d6 oder 14—13 geht sowohl 2. Dd3—d6+ als auch 2. La3—b4 usw. Lösung des Problems Ur. 372. Don Professor Rudolf Dütschke. 1. Ddl—gl! usw. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch Der größte König. Das war noch vor dem Kriege. Irgend etwas hatte der Einjährige verkorkst, und der Feldwebel winkte ihn zu sich heran. „Einjähriger, wen halten Sie für den größten König der Weltgeschichte?" Der Einjährige knallte die Hacken zusammen und meldete: „Friedrich der Große, Herr Feldwebel!" „Nee, mein Herr, der nicht", belehrte ihn auf diese Antwort der Feldwebel, „sondern Herodes. Natürlich wissen Sie mal wieder nicht, warum — werde ich es Ihnen sagen: er ließ nämlich alle ,Einjährigen^ umbringen!" Ein Vater, der seine Tochter auf eine privtzf Handelsschule in Neuyork geben wollte, machte J nächst einen Besuch bei dem Leiter. „Ist man mit Ihren Schülerinnen zufrieden?" „Das will ich meinen. Von vierzig, die im vorige Jahr ihr Diplom machten, sind jetzt fünfundzwanzü mit ihrem Chef getraut." Das gute Geschäft. Ein amerikanischer Millionär hatte hm t. 13 Jahren keinen neuen Mantel gekauft. Nicht ihh- aber feiner Frau war das Ding schließlich ; schäbig. Unter dem Vorwand, daß ein äußert wöhnlicher Gelegenheitskauf zu machen sei, sie ihren Mann in ein Pelzgeschäft, und für fe*,; Dollar kaufte er einen Gehpelz, der in Wirklich^ dreihundert kostete. Den Rest bezahlte sie hj^ rücks. Am Tage daraus ging er aber schon wieder seinem schäbigen Fetzen aus. „Aber", fragte unglückliche Gattin, „warum ziehst du denn schönen Pelz nicht an?" „Denk dir, Kind, mit dem habe ich ein gutes schäft gemacht! Ein Freund auf der Börse hat k mir für bare hundert Dollar abgekauft." Amerikanisches. In Chikago hat man einen Taschendieb in flag. ranti erwischt. Man führt ihn vor den Richter, ihn zu fünfzig Dollar Strafe verurteilt. Der DetG erklärt dem Richter: „Ich habe dem Mann soeben die Taschen dm sucht, er kann eine Strafe von fünfzig Dollar i+ zahlen, denn er hat nur dreißig." Darauf der Richter: „Lassen Sie ihn frei, ch, verlieren Sie ihn nicht aus den Augen. Und brinJ Sie ihn in einer Stunde wieder." Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm ßangt Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lanc> für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrige: Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans BeL verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod.- Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlar Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindrucke« R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. | Verkäufe Dessau und Berlin, den 20. August 1934. 4832 p Grofien-Linden (Bergwerk), Büdingen, Leihgestern, den 19. August 1934. 4B38D llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Waldeslust 4842 D und weiterleben. Rudolf Mohr, General a. D. 4837 D Statt Karten! iHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiii Gießen, den 21. August 1934. 040^ 2326 A 4831 D Preise. 4841A Zur jetzigen Aussaat für Feld und Garten1 46$»* zuverlässig und preiswert im am Flughafen Morgen Mittwoch Konzert mit anschließ. Tanz Kapelle Danbertshänser—Weigand! Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22 August, nachmittags um 4 Uhr, in Grofien-Linden, vom Trauerhause Bergwerk aus statt Winterraps Winterrübsen Winterrübsen, Lembkes Hochzucht Winter- oder Zottelwicken Incarnatklee, früher, roter, seidefrei Luzerne, Provencer, seidefrei Italienisches Raygras Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Obstkuchen backen Winter-Spinat, verschied. Sorten* Feldsalat oder Nüßchen Advents-Wirsing Weißkraut und Rotkraut Frühlingszwiebeln Stiefmütterchen, Vergißmeinnicb Maßliebchen, Silenen Für die wohltuenden Beweise der Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen: Sofie Becker, geb. Plank Die Offizier-Vereinigung des alten Inf.-Rgts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 hat einen sehr schmerzlichen Verlust erlitten. Unser ältester Kamerad Generalleutnant a. D. V. Madai ist am 19. August in Dessau im Alter von 91% Jahren gestorben. Er war und blieb bis zu seinem Tode „unser Oberst“, der nie die Zeit vergaß, in der er als Regiments-Kommandeur in Gießen weilte. Treu bis zum letzten Atemzug, Soldat und Kamerad durch und durch, so wird er stets in unserer Erinnerung bleiben In tiefer Trauert Wilhelm Menges, Steiger i. R., u. Frau Katharine, geb.Textor Wilhelm Krämer und Frau Emilie, geb. Menges. Geschäftsdrucksacht Rechnungen Briefblätter Brlefumschlifl* Postkarten Geschäfts karte» bei Brühl, Schuld' und zum Bauen Äbermann Tüchtige WMiA zum 1.9. 34 ges. Schrift!. Ang. u. 04063 an d.G.A. 2 Fragen waren am Samstag in der Anzeige von Volz zu beantworten. Denke daran, es winken Bretter Sperrholz Latten Dachpappe Carbolineun Happel&Ci Mühlstr.18,Ruf3# ^2= Kinderfest Bücherfürden Naturfreund und Wanderer Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm. 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Zollinger, Klamertechniker und gepr. flofi1 zertstimmei'/ Gießen,mH SelterswegM Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die tieftraurige Nachricht, dafi am Sonntagabend gegen 8 Uhr plötzlich und unerwartet, infolge eines Unfalles, unser einziger, treuer, hoffnungsvoller Sohn, mein innigstgeliebter Bruder und Schwager, unser Pate, Neffe und Vetter Wilhelm Menges im blühenden Alter von 23 Jahren von uns gerissen wurde. Br.EririDÄptte zurück Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Schotten. Polizeiordnung über die Verwahrung von Sensen. Vom 18. August 1934. Auf Grund des Art. 64 des Gesetzes, die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und Provinzen betreffend, vom 8. Juli 1911, sowie des Art. III der Verordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924, wird mit Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung des Hessischen Staatsministeriums, Ministerialabtei- lung la (Polizei) und Ministerialabteilung le (Landwirtschaft) vom 8. August 1934 zu Nr. I/e 16643 für den Kreis Schotten verordnet: § 1. Sensenklingen müssen, solange sie unbenutzt sind, der ganzen Länge nach mit einer die Schneide vollständig bedeckenden und über die Spitze hinausragenden Verkleidung versehen oder durch Umwickeln geschützt sein. Ebenso müssen Heugabeln und ähnliche Geräte, sofern sie beim Radfahren getragen werden, mit einer entsprechenden Schutzvorrichtung versehen sein. § 2. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des § 1 werden mit Geldstrafe bis zu 150,— RM., im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. Für den Vertrieb hochwertigsten 0l0tMllMtl$ WWMWWkkle mit konkurrenzlosen Preisen wird für einige Bezirke je 1 Hießt. Mitarbeiter gesucht. Schriftliche Angebote unt. 4834D an den Gieß. Anz. 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Neben goldenen Bechern und Schalen und goldenen Schöpfgefähen, die wundervolle in Pferdeköpfe auslaufende Henkel haben, wurden im nordischen Kreis mitunter auch goldene Flaschen gefunden. Oer „Goldene Kisch" von Dettersfelde. Einer der seltsamsten Funde ist der „Goldene Fisch" von Vettersfelde. Er erzählt eine ganze Ge- Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler mit seinem Adjutanten Gruppenführer Brückner, Reichspropagandaminister Dr. Goebbels und Reichsminister K e r r l beim Studium der ersten Abstimmungsergebnisse im Garten der Reichskanzlei. Goldschätze aus Alkerfurche und Moor. Ein Bericht über die seltsamsten Entdeckungen mit Pflug und Spaten. vielen Völkern Europas sehr begehrten Bernstein besaßen. Aber auch im Norden hat man das gleißende Gold nicht nur zu Schmuckstücken verarbeitet. Hundert Goldschiffchen im Moor von Lütland. Jütland wurde in einem Moor unter einem lachen Stein nur 5 Zentimeter unter der Ober- läche ein Tongefäß gefunden, dessen Inhalt wohl zu dem seltsamsten gehört, das uns aus alter Zeit erhalten ist. Es waren etwa hundert kleine Schiffchen aus Goldbleck, die ineinander geschachtelt in dem Tongefäß lagen. Abgesehen von dem Metall- wert hat dieser Fund einen so außerordentlichen wissenschaftlichen Wert, wie kaum ein anderer; konnte doch aus der Form dieser goldenen Schiff- Vom neuen belgischen Slralospharenflng. lieber die Landung der Stratosphärenflieger Cosyns und van der E l st an der Nordwestgrenze Südslawiens bringen die Belgrader Blätter zahlreiche Einzelheiten. Sie berichten, daß der Ballon in einem Maisfeld niedergegangen fei. Die Insassen seien sehr überrascht gewesen, als sie er- uhren, daß sie sich in Südslawien befänden. Sie hätten geglaubt, auf tschechoslowakischem Gebiet gelandet zu sein. Mit den Bauern, die ihnen bei der Bergung des Ballons halfen, verständigten fie sich in deutscher Sprache. Die Flieger übernachteten bei einem Lehrer einer kleinen Dorfschule. Pressevertretern erzählten sie am Sonntag, daß sie nicht genau wüßten, welche Höhe sie erreicht hätten, daß sie aber annehmen, auf 16 0 0 0 Meter gekommen zu sein. Der Höhenmesser befinde sich nämlich in einer geschlossenen Kassette, die erst in Brüssel geöffnet werden soll. Immerhin seien sie hoch genug gekommen, um die angestrebten wissenschaftlichen Beobachtungen durchführen zu können. Die Fahrt sei programmäßig verlaufen, nur der Funkapparat habe plötzlich versagt. — Wie unser Bild zeigt, wurde die kugelförmige Gondel des Ballons bis zu ihrem Abtransport nicht nur von einem Doppelposten, sondern auch von der Bevölkerung liebevoll bewacht. Nach einer Meldung der „Prawda" blieb Prof. Cosyns bei der Landung nicht in der Gondel, sondern sprang aus einer Höhe von 800 Metern mit dem Fallschirm ab. Journalisten erklärte er, daß er den Sprung gewagt habe, um bei der Landung des Ballons, die bereits in der Dunkelheit erfolgte, behilflich zu fein, lieber den Flug selbst erzählte er, daß ihm das Versagen seines Funkapparates große Sorgen bereitet habe. Außerdem feien er und van der El st plötzlich von einer solchen Müdigkeit überwältigt worden, daß sie nur mit Aufbietung aller Kräfte einen Ohnmachtsanfall bekämpfen konnten. Sie hätten sich daraufhin zur Landung entschlossen. Der Ballon ist bereits abmontiert worden und befindet sich mit den Instrumenten unterwegs nach Belgien. Bei der Abfertigung der Fracht stellte sich Übrigens heraus, daß die beiden Stratosphärenflieger vergessen hatten, Geld mit in die Luft zu nehmen. Sie mußten sich schleunigst beim belgischen Konsul in Agram auf telephonischen Wege 2000 Dinar (110 Mark) anweisen lassen, um ihre Auslagen decken und die Fahrkarten nach Agram kaufen zu tonnen, wo sie die für die Rückfahrt nach Brüssel notwendige Summe erhielten. Professor Cosyns hat am Montag um 17 Uhr in Begleitung seines Mitarbeiters van d e r E l st und des belgischen Konsuls in Laibach das in der Nähe der Landestelle gelegene Dorf Petrovsi verlassen, um sich im Kraftwagen nach Laibach zu begeben. Von Kurt Von vergrabenen reichen Schätzen raunen die Märchen in fast allen deutschen Gauen. Von der Krone, die im Rhein liegt, von dem edlen Geschmeide, das von Zwergen bewacht wird, von dem Bauern, der seine Seele dem Teufel verschrieb und darum in seinem Acker Geld sand. Märchen sind Märchen, meint man, aber es steckt doch oft mehr Wirklichkeit hinter diesen uralten Erzählungen, als man glaubt. Hin und wieder bestätigen seltsame Funde die eine ober andere örtliche Sage. Es ist immer ein Ereignis, wenn irgendein goldener Reif ober eine Nabel aus Silber ober Golb, ber golbene Anhänger einer Kette ober ein ähnliches Schmuckstück gefunben wirb, obwohl solche Funbe nicht allzu selten finb. In allerältester Zeit, als bas Golb mit andern Metallen zusammen noch Nordeuropa im Austausch gegen Bernstein wanderte, vor etwa drei- bis viertausend Jahren, gab man den Toten goldene Schmuckstücke mit ins Grab oder weihte den Göttern goldene Gesäße. Aber nicht nur Schmuck und Becher, auch manche andere seltsame Gegenstände sind damals aus diesem edlen Metall gefertigt und von ihren Besitzern der Erde anvertraut worben, sei es um ben Schatz zu verbergen, sei es als Gabe an bie Gottheit. Meist sinb es ber Pflug bes Bauern ober ber Spaten bes Arbeiters, bie jene uralten merfroürbigen Zeugen ber Vergangenheit ans Tageslicht bringen.__ Paffenod. Der goldene Hut. In ber Nähe von Schifferstabt bei Speyer am Rhein fanb ber Besitzer eines Ackers in ber Tiefe von etwa einem Fuß ein mertroürbiges Kunstwerk aus Golb. Es sieht aus wie ein golbener Zuckerhut mit einem sich absetzenben unb nach unten zu oerbreiternben halbkugelartigen Fuß, an bem sich eine breite Krempe befinbet. Seinem Aussehen nach hat man biesen seltsamen Fund den „Goldenen Hut" genannt Der Hut ist etwas mehr als 28 Zentimeter hoch, aber an seiner Krempe nicht breit genug, um auf ben Kopf gesetzt zu werben. Da bie Krempe je zwei einanber gegenüberüegenbe Löcher aufweist, so ist ber golbene Hut irgenbroo braus feftgebunben ober festgenagelt worben. Eine 23er« wenbung als Schmuckstück ober Schilbbuckel ist unwahrscheinlich. Das merkwürbige Stück muß irgenb- wie als Krone eines Fürsten gebient haben. Die älteste Krone, bie wir aus unserer Heimat kennen. Unwillkürlich benft man an bie Sage von der Krone am Rhein. Ein zweites ähnliches Stück ist bei Avanton in Frankreich gefunden worden, aber es ist bei weitem nicht so gut erhalten wie das deutsche Stück. Der nordische Kreis, also die Lande an der Ostsee unb der Norbsee, sinb in jener Zeit vor drei- bis viertausend Jahren besonders reich an Gold gewesen, eben weil die Bewohner allein den von V' T rj I i t v&i ' A $ 5 Schaukel, nämlich am Bug des Schiffes, der sich unter der langanrollenden Dünung schwingend um Diele Meter hebt und zitternd steht, wahrend bie Meeresoberfläche tief, tief unter bie Tote Labelinie gesunken ist.-Bis bann bie Woge nach achtern rollt unb ber Bug erst langsam unb bann immer schneller absinkt, wie man stürzt im Traum bis kühler Wassernebel aus bem betäubenben Aufbrausen ber Bugwellen bie Haut überschwemmt, baß das Hemb unter diesem Winbstoß sich bläht, bis ber Schiffsleib von achter her hohl bonnernb ms Zitternd gerat, weil die Schraube aus dem Wasser bricht. Und der Magen, der auf der Höhe der Woge hoch im Hals gesessen l)att ist mit einem befreiendem Gefühl wieder in feine richtige Lage gerückt. Ja, herrlich ist das, unbeschreiblich herrlich. Und nie kann ich müde werden, an der Bugkante senkrecht hinabzuschauen wie an der Schneide einer gigantischen Axt. Nie kann ich nuibe werden, die Halbmonde des aufgeworfenen Schaums zu beobachten. Wie seine Kaskaden wie aus einem unerschöpflichen Springquell aufwirbeln und Zerspritzen in lange Wasserfahnen. Schwindlig wacht die Sacken in die große Tiefe unb erzeugt eine beinahe unbezähmbare Lust, kopfüber sich hlneinzusturzen. Unb man hebt ben Kopf unb l^t: Dunkel ist es geworben, bie Masten taumeln burd) bie ©terne, unb bie Rauchfahne bes Schlots weht über bem auf« fteigenben Monb. Unb fremb sinb bie Sternenbilber, ber Monb liegt auf bem Rucken, was er in ber Heimat niemals tut, wo doch feine Sichel immer aufrecht steht. , , Unb nun beginnt bas Meer 3» leuchten! Nie werbe ich den ersten Eindruck des ^eresleuchtens vergessen. Seltsamerweise geschah es sozusagen gÄ™annein°®unber ob?r an"eine elektrische Ent- N^ktLigkS fr Meffirbel seiner Fahrt verwandeln sich in riesige Auqen von unerhört leuchtend blauem Manz Tau- send Millionen solcher Augen gl-üen ,n ausender an der Bordwand entlang. Die Schleppe des ^elwasiers gleicht einer Milchstraße wundervoller st^das Mee? ein strahlender unterirdischer Palast, ben nur ein dunkler Vorhang unseren Blicken Der« wende mich um und sehe die mattschimmern- den aelben Lichter von den Bullaugen des Karten« daules wie stille, wachsame Augen, und ich weiß: Dort steht der Kapitän über den Kartentisch ge- bemächtigt. r Es ist schwer, die Dinge zu beschreiben, aus denen dies Gefühl erwächst. Man stelle sich vor, auf einem Schiff zu sein, also auf einem großen lebenden Körper, der mit dem starken Schlagen seines Herzens allen auf ihm befindlichen Menschen etwas von seiner Kraft mitteilt. Man stelle sich vor, man hat den ganzen Tag in freier Luft gesunde, nicht zu chwere Arbeit verrichtet. Man hat sich ungewöhnlich wohl gefühlt in der warmen und doch kräftigen Seebrise, man ist federleicht, weil jedes überflüssige Gramm Fett aus dem Körper herausgeschwitzt ist, man ist ganz wunderbar gesund durch ein durchaus geregeltes Leben unb kräftige Kost. Das ßanb mit allen feinen Sorgen liegt gute 2000 Meilen achteraus. Man hat zwar nur eine zerrissene Hose an unb ein ebenso zerrissenes Hemb, aber bie Locher sinb gut zur Lüftung, unb barum, wie man aussieht, braucht man sich nicht zu kümmern Nun ist bie Woche zu Enbe; man. hat sich gewaschen, hat einen Eimer Sußwasser über den Kopf gestülpt, hat Abenbbrot gegessen hat die ^garette gerollt unb angebrannt, Jetzt ist Feierabenb. Man klettert auf bie Back, betritt bamit bas Reich, das Heizern unb Matrosen gehört. Man spurt bie verdunstete Nässe des Wassers angenehm kühlend auf der Haut. Ganz eingehüllt in Ruhe, Frieden und das große Rauschen der Bugwelle hockt man aus ber Reling unb beobachtet ben Sonnenuntergang. Zu beschreiben ist bas nicht. Keine Feber unb fein Pinsel kann bie Pracht eines solchen Sonnenuntergangs in ber Passatgegenb beschreiben. Wenn bie Sonne taucht unb die Wolkenbank im Westen ihr entgegenwächst, als wollte sie sie auffangen. Wenn biefe Wolkenbank sich ganz durchgluht unb burch- leuchtet in einem unerhörten Feuerbrama, wenn große Wolkenballen wie brennenbe Ballone in ben Fimmel steigen, sich zerfebern; in milber Glut über bas Schiff Hinwanbern, wenn bie Dunung in großen metallisch aufglängenben tmb zu tiefen Rot erlöschenden Flächen in endloser Prozession oorbeb rollt bann erlebt nym em Hochgefühl, bas einfach sich nicht beschreiben läßt. Eine ganz entfernte Aehn- lichfeit hat dies Gefühl mit der Wonne, die man als Kind im Schwung einer Schaukel erlebte. Und man befindet sich ja auch jetzt auf einer ungeheuren Glück im Mastkorb. Aus meiner Matrosenzeit. Von Heinrich Hauser. Wenn ber Mensch aus bem Narben zum erstenmal durch tropische Meere fährt, so entwickelt sich in ihm ein ganz unbeschreibliches Glücksgefühl, bas aus bem Körper fommenb sich ber ganzen Person beugt, ben Zirkel in ber Hand unb bas durchsichtige Dreieck. Ich höre ben tiefen ruhigen Klang ber Schiffsglocke, bie bie Glasen schlägt, wie ich als Kinb bie Kirchenglocken bes fernen Dorfes über die Hügel klingen hörte. Und ich fühle mich geborgen, froh, sicher, wie nie in meinem Leben. Und ich wandere über die dunkle Fläche der Back, sorgfältig Wellenbrecher und Ventilatoren meidend; denn ich kenne ja hier jeden Zoll. Und so gehe ich hin zu den kleinen, roten Funken, die aus dem Dunkel glimmen, denn ich weiß: Da sind die Kameraden, die ihren Smoke nehmen an Deck und plaudern, und ich weiß, jeder einzelne von ihnen ist mir jetzt ein guter Freund. Ich habe die Wache von 8 bis 12. Am schönsten ind die anderthalb Stunden, die ich im Mastkorb verbringe. Ich klettere die Eisenleiter empor, deren Sprossen unter meinen Schuhen klingen, und spüre das Beben des mächtigen Stahlrohrs, das im Rhythmus der Maschine schwingt. Ich stoße die Klappe des Mastkorbs auf, und wie ich mich hinaufgehoben habe, festgeklemmt bin auf dem kleinen Stück Brett, das wir als Sitz befestigt haben, da bin ich hoch über dem ganzen Schiff und hoch im Himmel und nicht mehr auf der Erde. Diel stärker find hier die Schwankungen des Schiffes, denn der Mast ist ja nichts anderes als ein ungeheures Pendel. Ganz schmal und lang erscheint der Schiffsleib und eingebettet in einen Kranz von Schaum. Nur der wirbelnde Vulkan des Schornsteins ist mir nahe. Ich sehe hinab auf das leuchtende Glasdach des Maschinenhauses. Ich sehe die Lichter unserer Bullaugen sich im Wasser spiegeln; eine leuchtende Aura zieht das Schiff durch seine nächtliche Bahn. Aber nicht auf das Schiff soll ich achten, sondern auf das Meer und auf den Horizont. Leer ist der Horizont und unendlich weit. Sehr einsam ist das Schiff, ein kleiner Weltkörper für sich. Ganz selten, vielleicht in einer Nacht von dreien kann ich einmal am fernsten Horizont einen winzigen Stern entdecken, der eine winzige Spur von wärmerem Licht enthält als andere Sterne. Dann bekomme ich Herzklopfen vor Erregung, strenge aufs stärkste meine Augen an, damit der Steuermann mit seinem guten Glas mir nicht zuvorkommt, denn das ist eine Schande für den Ausguckmann. Sowie ich die Gewißheit habe, messe ich den Winkel ab zu unserem Kurs, hole tief Atem und rufe im besten Plattdeutsch: „Schipp oörut an Stüerbord, veer Strich." Mit tiefer Befriedigung höre ich die rostige Kehle des Steuermanns sich räuspern und feine Antwort: „Allrigth" und sehe, wie er sein Glas in bie gegebene Richtung führt. Es ist ein wunbervolles Gefühl, bie Sicherheit eines großen Schiffes ben eigenen Augen unb ihrer Wachsamkeit anvertraut zu wissen. Nie ist mir bie Zeit im Korb lang geworben. Das beste Nachbenken meines Lebens habe ich bort oben gehabt, 40 Meter über dem Wasser. Ein Steckbrief gegen Napoleon. Gegen Verbrecher sind Steckbriefe ein allgemein gebräuchliches Fahndungsmittel, daß aber gekrönte Häupter mit Steckbriefen verfolgt werden, ist zumindest ungewöhnlich. Aber selbst Bismarck hat sich eines Steckbriefes bedient, als er während des Karlistenkrieges im Jahre 1874 gegen ben damaligen Thronprätendenten Don Carlos Vorgehen wollte, um sich für den von den Karlisten getöteten preußischen Hauptmann Schmidt die geforderte Genugtuung zu verschaffen. Dieser Steckbrief, auf Grund dessen Don Carlos bei Betreten des deutschen Gebietes verhaftet werden sollte, hat zwar nicht zur Festnahme des Prinzen geführt, aber doch — wie es beabsichtigt war — ihn eine beträchtliche Einbuße an Ansehen und Achtung gekostet. Auch gegen Napoleon I. ist einmal ein Steckbrief erlassen worden, unb zwar während des russischen Feldzuges. Der Kosakenhetman Platosf, der den Kaiser gefangen nehmen wollte, soll sogar demjenigen, ber ! ihm ben Kaiser lebendig einliefern werde, seine wegen ihrer Schönheit vielbewunderte Tochter zur Ehe versprochen haben: jedenfalls aber ließ er zu ber Zeit, als ber Abmiral Tfchitschagoff bem fliehen- ben französischen Heer ben liebergang über bie Beresina sperrte, eine genaue Personenbeschreibung des Kaisers an seine Untergebenen verteilen unb in allen Ortschaften anschlagen, bie bas französische Heer auf seinem Rückzüge berühren mußte. Dieser Steckbrief lautete: „Die Armee Napoleons befindet sich mitsamt dem Urheber aller Greuel unb Verwüstungen Europas auf eiliger Flucht. Wir sind diesem Menschen auf den Fersen, und es ist nicht unmöglich, daß der allmächtige Gott seinem Wüten I dadurch ein Ende bereitet, daß er ihn uns in die ! Hände liefert. Zu diesem Zwecke mache ich hier- i burch die Persönlichkeit dieses Menschen allgemein bekannt. Er ist von kleiner Statur, ziemlich korpu- lent und hat ein bleiches Gesicht; der Hals ist feist unb kurz, ber Kopf ist außergewöhnlich groß unb mit dichten schwarzen Haaren bedeckt. Um seiner gewiß habhaft zu werden, sollen alle Menschen, die dieser Schilderung entsprechen, eingefangen und mir ausgeliefert werden. Von der Belohnung, die denjenigen erwartet, der den Kaiser gefangen nimmt, will ich hier nicht reden: die weltbekannte Großmut unseres erhabenen Monarchen überhebt mich jeden Derfprechens darüber." schichte. Aus dickem Goldblech hergestellt, fast einen halben Meter lang, verliert mit den Bildern von Tieren und Fischen, sowie dem Abbild eines Meeresgottes, stellt er die Arbeit eines griechischen Künstlers dar. Und doch ist er bei Guben gefunden. Seine Geschichte wird noch seltsamer dadurch, daß das Gold stark mit Silber vermischt ist, also weißes Gold darstellt. Bekanntlich lebte in Lydien in Kleinasien der König Krösos, von dem die Sage geht, daß er unermeßlich reich gewesen sei. Nach ihm nennt man heute noch einen besonders reichen Mann einen „Krösus". Die Sage hat wiederum ihren wahren Kern, denn die Flüsse Lydiens hatten viel Gold, und zwar solches, das stark mit Silber vermischt war. Und aus diesem Gold ist der Fisch von Vettersfelde bei Guben gefertigt. Es handelt sich also um die Arbeit eines griechischen Künstlers aus lydischem Golde, die für einen skythischen Fürsten wohl auf Bestellung gemacht worden war. Die Skythen, ein wildes uno tapferes Reitervolk des Altertums, hausten am schwarzen Meer. Da sie oft nach Griechenland wie nach Persien ein» brachen, vereinigten sich Griechen und Perser zu einem gemeinsamen Feldzug geaen die Skythen. Diese wichen nach Norden aus und griffen, wie wir aus zahlreichen anderen Funden wissen, das in der heutigen Lausitz wohnende Volk der Illyrier an. Möglich, daß der skythische Fürst, dem der goldene Fisch wohl als Schmuck seines Pferdes gedient hat, und mit dem zusammen andere goldene Dinge, vor allem Schmuckstücke, ein in Gold gefaßtes Steinamulett und ein goldgefaßter Schleifstein gefunden wurden, in einer Schlacht fiel und feinen ganzen Goldschatz mit ins Grab gelebt erhiell. Möglich auch, daß vor der Schlacht dieser goldene Hort den Göttern geweiht oder nach einem glücklichen Feldzug als Dankopfer der Erde übergeben wurde. Jedenfalls enthüllt dieser seltsame goldene Fisch ein Stück der alten Geschichte Ostdeutschlands. Wirtschaft. Wer darf die Frankfurier Möbelmeffe besuchen? Die im Rahmen der Frankfurter Messe vom 16. bis 19. September stattfinoende Frankfurter Möbelmeffe, die einzige Herbst-Möbelmesfe Deutschlands, ist nur für Wiederverkäufer zugängig. Der Besucher muh sich ausweisen durch polizeiliche Ausweispapiere oder Bescheinigungen von Handelskammern, Handwerkskammern und Gewerbesteuerämtern, aus welchen hervorgeht, daß er ein einschlägiges Gewerbe der Möbelwirtschaft betreibt. Es genügt der Nachweis von Lieferfirmen, mit denen er schon gearbeitet hat. Weiterhin können zugelassen werden Verwandte, die sich einwandfrei als Mitinhaber oder Mitarbeiter ausweisen können, sowie Angestellte des besuchenden Firmeninhabers, soweit sie als solche bekannt sind oder sich auszuweisen vermögen, jedoch sollen auf Grund eines solchen Ausweises niemals mehr als drei Personen zusammen die Halle^betreten. Die Aussteller sind ver- vflichtet, sich vor Tätigung von Llbschlüssen die Ausweise vorlegen zu lassen. Die Kontrolle wird durch den Möbelfachverband Gau XII und das Meßamt gemeinsam durchgeführt. * * D i e Belegschaftsentwicklung bei den Buderus-Werken. Die beachtliche Wirt- fchaftsbelebung im Lahn-Dill-Gebiet hat sich auch bei den Buderus-Eifenwerken in Wetzlar in einer anhaltenden Belegschaftsvermehrung ausgewirkt. Die Belegschaftsziffer bei Buderus einschließlich des mit ihm aufs engste verbundenen Hefsen-Nafsau- ischen Hüttenoereins erhöhte sich von 6655 Mann zu Anfang des Jahres auf 8054 am 1. Mai und konnte bis zum 1. August weiter auf 8277 Mann gesteigert werden. Man hofft, diese Gefolgschaft noch für längere Zeit unverändert beschäftigen zu können, trotzdem für den Spätherbst der alljährliche saisonmäßige Rückschlag zu erwarten ist. An der Belegschaftsvermehrung nahmen in gleicher Weise sämtliche Betriebszweige des Konzerns teil. Frankfurter Börse. Mittagsbörse schwächer. Frankfurt a. M., 20. Aug. Im Frühverkehr nannte man zum Teil noch recht feste Kurse, da der Ausgang der Abstimmung der Börse einen starken Impuls gab. Zum amtlichen Börsenbeginn zeigte sich jedoch, daß nicht sehr umfangreiche Kaufaufträge vorlagen, im Gegenteil hatte die Banken- kundschaft in Erwartung einer festen Börse etwas Derkaufsaufträge erteilt. Die Kulisse hatte sich ebenfalls in Erwartung des günstigen Ausganges der Abstimmung und einer festen Montagsbörfe voreingedeckt und stellte nun wieder glatt. Infolge der Geschäftsstille überwogen die Kursrückgänge. Farbenindustrie gaben 1,13, Erdöl 1 v. H. nach. Gut gehalten blieben Scheideanstalt und Goldschmidt. Am Elektromarkt verloren Siemens 0,65, Schlickert 0,75, Gesfürel bis 1,25, Licht und Kraft 1,50, AEG. 0,50, Bekula 0,13 v. H. Von Montanwerten bröckelten Stahlverein 0,25, Klöckner 0,40, Mannesmann 0,50 v. H. ab. Stärker verloren Harpener 1,75, Rhein-Braun 1,50 v. H. Don Kunstseide verloren AKU. 0,90, dagegen Bem- berg gut gehalten. Am Zellstoffmarkt stiegen Aschaffenburger um weitere 1,65, dagegen Waldhof erneut auf die ungeklärte Sanierungsfrage 0,65 vom Hundert gedrückt. Am Schiffahrtsmarkt verloren Hapag 1, Nordd. Lloyd 0,50 v. H. Gut gehalten waren Reichsbankanteile und Reichsbahn- 2321., Heidelberger Zement und Deutsche Lino. Am Rcntenmarkt waren die Umsätze äußerst gering. Späte Schuldbücher verloren 0,25, ebenso Altbesitz. Auslandrenten ruhig aber behauptet. Im weiteren Verlaufe schrumpfte das Geschäft völlig zusammen. Die wenigen Kurse, die noch zur Notierung kamen, bröckelten noch 0,25 bis 0,50 v. H. ab Sonderbewegungen traten nicht hervor. Pfandbriefe und Kommunalobligationen blieben bei kleinsten Umsätzen behauptet. Im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer 39, Growag 56, Wayß und Freitag 74. Die Börse schloß still. Tagesgeld 3,50 v. H. Abendbörse: still. Die Abendbörse zeigte stille Haltung. Das Fehlen neuer Anregungsmomente verhinderte eine Aufbesserung des Kursniveaus. Im Gegenteil zeigten die wenigen nach Eröffnung zuftandegekommenen Notierungen leichte Abschläge, die indessen kaum stimmungsgemäß bedingt sein dürften. So hatten von Montanwerten Ilse Genüsse einen kleinen Abschlag von 0,50 v. H., ebenso gaben IG. Farben 0,25 v. H. nach, und Zellstoff Waldhof behaupteten sich nur knapp. Im Verlaufe trat gewisse Nachfrage auf, die bei Scheideanstalt angesichts der Enge des Marktes zu einer Steigerung von 8 v. H. führte. Auch Daimler zogen um 1 v. H. an. Der Rentenmarkt lag sehr still, Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen nannte man auf Mit- tagsschlußbasis. Gold- und Liquidationspfandbriefe der Frankfurter Hypotheken-Bank lagen behauptet, von Stadtanleihen Dresdner von 1926 um 0,50 v. H. niedriger. Schweizer Bundesbahn notierten bis 1,50 v. H. leichter. An der Nachbörfe wurden gesprochen: Farben 147,25, Scheideanstalt 235 Geld, Altbesitz 95,40. Kurse: Altbesitz 95,25, Reichsbank 155,25, Buderus 79,65 bis 79,75, Ilse Genüsse 130, Mannesmann 69,50, Phönix 48, Rheinstahl 90, Stahlverein 41,50, AKU. 62,25, AEG. 25,50, Bekula 145,75, Conti Gummi 130, Daimler 48, Farben 147,25, Gesfürel 110,75, Iunghans 45, Metallgesellfchast 84,50, Rüt- gers 39,13, Zellstoff Waldhof 49,75 bis 49,50, Süddeutscher Zucker 184, Reichsbahn-DA. 112,75. Frankfurter Schlachtvrehrnarkt. Frankfurt a. M., 20. Aug. Auftrieb: 1398 Rinder (am letzten Montagsmarkt 1412), davon 464 Ochsen, 136 Bullen, 365 Kühe, Färsen 433, Kälber 584 (520), Hämmel 48 (30), Schafe 11 (24), Schweine 4106 (3762). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen al) 34 bis 35, a2)--, b) 31 bis 32, c) 27 bis 30, d) 23 bis 26. Bullen a) 31, b) 29 bis 30, c) 26 bis 28, d) 12 bis 19. Kühe a) 31, b) 26 bis 30, c) 20 bis 25, d) 12 bis 19. Färsen a) 3A, b) 31 bis 33, c) 27 bis 30, d) 23 bis 26. Kälber a) 46, b) 41 bis 45, c) 35 bis 40, d) 25 bis 34. Lämmer und Hämmel b2) 35 bis 36 c) 33 bis 34. Schafe e) 32. Schweine Klaffe a2) 51 bis 53, b) 50 bis 53, c) 47 bis 52, d) 45 bis 50, gl) 45 bis 48, g2) 40 bis 44. Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, geräumt. Schweine rege, später abflauend, ausverkauft. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 20. Aug. Am Getreidegroßmarkt ist das Angebot in Brotgetreide größer geworden, ohne daß genügend Aufnahmeintereffe seitens der Mühlen besteht. Futtergerste war nicht angeboten. Die Preise für Weizen- und Roggen- mehl blieben unverändert, für Mühlenabfälle stellten sie sich behauptet, doch übten die Käufer Zurückhaltung, da die Festpreise für die betreffenden Futtermittel zahlenmäßig noch nicht bekannt sind. Aus diesem Grunde unterblieb eine Notierung. Oelhaltige Futtermittel liegen unverändert. Die Käufer hielten zurück. Die Gesamtumsätze waren im allgemeinen nur gering. Es notierten: Weizen R 9 197, R 13 201, R 14 205, Roggen R 9 157, R 13 161, R 15 165, Futtergerste G 9, 159, G 11 162, G 12 164, Hafer H 13 157, H 14 159, Weizenmehl W 13 26,90 plus 50 Pf. Frachtausgleich, dto. W 16 26,90 plus 50 Pf. Frachtausgleicy, Roggenmehl R 9 23 plus 50 Pf. Frachtausgleich, dto. R 13 23,35 plus 50 Pf. Frachtausgleich, dto. R 15 23,75 plus 75 Pf. Frachtausgleich. Weizenmehl IV B bis Roggenkleie gestrichen. Soyafchrot 15,80, Palmkuchen 15,70, Erdnußkuchen 17,20, Treber getrocknet 17, Trockenfchnitzel —, Heu 11, Weizen- und Roggenftroh drahtgepreßt 2,90 bis 3, dto. gebündelt 2,90 bis 3. Tendenz: Futtergerfte war nicht angeboten. In Mühlennachprodukten unterblieb die Notierung mit Rücksicht auf die bevorstehende behördliche Regelung. Hun&funfprogratnm. Mittwoch, 22. August. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendedezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: 3mal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 15.35: Wirtsckaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Die sechs Bücher zu Fragen der Zeit. 17.45: Stunde der Jugend. 18.20: Mossul- Del fließt zum Mittelmeer! Bericht über die Eröffnung der Mossul-Oel-Verschiffung in Tripolis. 18.35: Dichter am Bodenfee Heinrich E. Kromer: „Von Schelmen und braven Leuten". 18.50: Griff ins Heute. 19: Eine Weltreise im Paddelboot. 20: Nachrichten. 20.10: Unsere Saar. Den Weg frei zur Verständigung! 20.35: Stunde der jungen Nation. 21: Tanzabend. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen ... 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Nachtmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Donnerstag, 23. August. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Don Bad Orb: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Werbekonzert. 10.30: Eigene Sendung. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sende- bezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Kinderstunde. 15.35: Wirtschaftsbericbt. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Deutsche Gsspräcke: „Ar- beitertunft". Ein Zwiegespräch. 17.50: Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie und Rasse. 18.25: Spa- nischer Sprachunterricht. 18.50: Das Leben spricht! 19: Kammermusik. 19.30: Saarumschau. 19.40: Konzert. 20: Nachrichten und Mitteilungen aus dem kulturellen Leben. 20.15: Sinfoniekonzert. 22: „Schloß Schönfeld". Idyll um ein Lustfchlößchen aus kurfürstlicher Zeit. 22.20: Nachrichten. 22.35: „Brandschaden ist Landschaden". 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Unterhaltungsmusik. 23.30: Nachtmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Postwertzeichendieb festgenommen. LPD. Frankfurt, 20. Aug. Der 62jährige Hugo T h a u t aus Hanau fertigte sich von Mes- fingplatten geldähnliche Stücke nach Gewicht und Größe eines 10-Pfennigstückes an, fuhr hiermit nach Frankfurt a. M. und benutzte diese als Einwurfstücke bei Po st Wertzeichenapparaten am Hauptbahnhof, Hauptpost und anderen Stellen. Hierbei wurde er von einem Kriminal- und Postbeamten beobachtet und fe ft genommen. In feinem Besitze wurden noch 51 Stück solcher Messingstücke gefunden. Er will angeblich 80 Stück nach Frankfurt a. M. gebracht und bis auf 51 Stück verbraucht haben. Bei feiner Vernehmung gab er zu, bereits im Juli d. I. gleiche Straftaten verübt zu haben. Die so den Apparaten entnommenen Postwertzeichen will er zu Einkäufen verwendet haben. Gleiche Stücke, wie von Th. verwandt, wurden in Apparaten in Höchst, Bad Homburg, Zeilsheim, Offenbach, Seligenstadt und Hanau vorgefunden. Th. bestreitet, hierfür als Täter in Frage zu kommen. OieBerufseinheitskleidung für Kellner LPD. Die Fachgruppe ©aftftättengeroerbe in der Reichsbetriebsgemeinschaft 17, Handel, teilt mit: Die angespannte Rohstofflage Deutschlands verbietet jede Maßnahme, die geeignet wäre, einen künstlichen Mehrbedarf an ausländischen Textilroh- ftoffen zu erzeugen. In Anbetracht dieser Sachlage wird die Festsetzung des Schlußtermins für die vollkommene Einführung der Einheitskleidung für Kellner auf den 1. Oktober 1934 h'-rmit rückgängig gemacht. Wo jedoch Erfatzbefchaffunaen notwendig werden, wird hiermit an die betreffenden Betriebsführer der dringende Appell gerichtet, dem Beispiel des größten Teils der besten Betriebe zu folgen und auf den kostspieligen, unpraktischen und degradierenden Frack im Interesse der Gefolgschaft zu Gunsten des vorschriftsmäßigen Kellner-Einheitsanzuges zu verzichten. Die Zentralverwaltung des Reichseinheitsverbandes des deutschen Gaststättengewerbes schließt sich diesem Appell dahingehend an, daß auch sie unter Hinweis auf den Kellner-Einheitsanzug die Abschaffung des Fracks als Berufskleidung dringend empfiehlt. Taten für Mittwoch, 22. August. 1850: der Dichter Nikolaus Lenau in Oberdöbling gestorben (geboren 1802); — 1856: bet Architekt Emanuel von Seidl in München geboren (gestorben 1919); — 1859: der Maler Walter Firle in Breslau geboren (gestorben 1929); — 1929: der General der Kavallerie und Kaiserlich Osmanischer Marschall Otto Limann von Sanders in München gestorben. Gewlnuauszug 5. Klasse 43. Preußisch-Süddeutsche' (269. Preuß.) Slaats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und n ________ 9. Ziehungstag 17. August 1934 5n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 69990 2 Gewinne zu 3000 M. 170032 16 Gewinne zu 2000 M. 111356 112077 186164 240692 282426 314526 321020 342859 46 Gewinne zu 1000 M. 20493 20846 21550 30184 92366 100635 134319 136227 152463 173145 207911 223181 246406 247981 252736 267385 275374 330587 331930 333399 362898 367115 386400 72 Gewinne zu 500 M. 354 1465 15980 28583 40705 59576 71141 81575 102747 109418 110647 122164 145961 153013 158499 165336 179821 197506 212702 212797 229869 241946 243203 250189 263061 266358 280563 288131 295975 301922 302608 306689 323433 337419 370288 378259 372 Gewinne zu 300 M. 1014 6045 10757 11518 12441 14285 14764 17089 24719 30259 32143 33438 35378 39933 40224 40937 42795 45614 55254 62794 63808 67481 67551 68906 72469 74697 83652 87233 89523 91470 92628 94240 94389 98678 101472 103239 104739 105445 106009 108742 111329 114204 114238 117460 119428 120690 120721 127419 135529 140325 141656 147559 149093 149261 150046 154779 154962 155639 157006 157395 159308 163540 170285 171424 172103 173088 178556 178618 178924 179018 180550 186436 186631 187995 188215 189937 190385 199050 199830 203369 203636 203902 206063 207402 210053 210123 210594 213541 215060 218399 220662 224505 226131 228826 229713 229941 230324 234219 237626 237653 237909 239393 241398 242219 243865 244104 245873 247349 248491 248632 248738 250166 254456 257449 260728 265567 265847 269523 269685 271870 272439 272814 274485 275336 278678 284117 286517 287061 288446 292505 295540 298054 299082 301523 301651 304105 304987 306951 311427 316092 316192 317844 322847 323804 325269 325277 327590 330951 334018 335378 335560 339877 340644 341090 341726 344054 345733 346204 346427 347789 347850 350561 351221 352602 352944 353982 364547 367688 368221 373698 374096 378482 378931 380376 380478 380785 386696 387158 388915 397031 397631 398548 398835 399559 399807 399888 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 30000 M. 376938 2 Gewinne zu 5000 M. 372977 4 Gewinne zu 3000 M. 105586 158150 10 Gewinne zu 2000 M. 49937 90277 167991 239486 321727 34 Gewinne zu 1000 M. 20281 32632 39518 66402 100035 106128 161019 201510 202809 227185 239502 267749 272604 331258 333039 361320 391216 „ _ 78 Gewinne zu 500 M. 6432 7504 9683 13648 20458 21321 23734 23799 39155 39799 44730 54195 61881 63217 64212 64632 87542 99456 108637 113683 113879 127709 156733 171098 171234 172987 178703 196633 198650 215936 222437 253893 258154 301841 312779 359274 371411 390575 395693 306 Gewinne zu 300 M. 352 26.39 3935 4743 6670 8139 11393 14373 14931 17799 30866 32477 32656 34611 35627 35652 36094 37204 38348 39486 40672 41119 43113 46866 47599 48438 49219 50434 62703 60324 66138 66348 67345 67883 68404 69096 75783 80311 84588 84682 87890 90509 98326 103720 107492 109716 111208 112221 118049 121922 122664 124164 125484 126809 130828 137432 143295 143934 144480 145038 146866 147295 147874 154490 154959 156369 156483 158163 168780 160326 162163 171972 174406 174732 175101 177258 179820 180439 181965 182126 186656 187488 190567 194000 196938 197646 200949 201420 202115 202356 204399 207524 214696 220815 220901 230363 230499 238473 241409 242669 247679 247624 261099 262680 265961 267773 267777 268429 271026 273798 278121 279652 282963 286139 292562 297418 299024 299696 306767 307458 310289 323188 325292 325589 326334 331290 332308 333386 334668 336765 341523 346476 348408 349477 351718 359137 359294 369004 369476 377941 378761 379778 381780 383169 385061 385991 386008 386872 389787 392057 396393 396541 397335 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II; 71732 74419 153401 164864 177305 194552 253263 264189 324650 373420 Im Gewinnrade verblieben: 420 TageSpramien zu 1000 M. ferner 2 Gewinne zu 1000000, 2 zu 300000, 2 zu 76000, 4 zu 50000, 4 zu 80000, 8 zu 20000, 28 zu 10000, 146 zu 5000, 278 zu 8000, 666 zu 2000, 1362 zu 1000, 8360 zu 500, 13292 zu 800 M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. __________________________Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 o. H., iVrantrun a. 2)1. 1 Berlin ftranffurt a. TR. Serlin Jrantfun a. 2J1. Lerlin Schluß- hir4 «chlußkl Abend« | dürfe | Schluß hue Schlupf. Mittag« Schlußkurs Schluß!. Abend- bSrse Schluß- hu, Echlußk. Millag- bSrse Gchluß- furd Echlußk. Abend- börse Schluß- kurs E^lußk. Minag- bSrie 'Datum 18.8- 20-8. 18.8 208 Datum 18-8. 20 8- 18-8. 20-8. Datum 18-8. 20.8. 18.8. 20-3. •% Deutsche Reichsanleihe v. 1987 6% ri)em.7% Di. Reichöanl.v. 1929 6/i% Boung-Anleihe von 1980 .. Deutsche Slnl.-Mlöi.-Schulb mti Äu«o|.4Red)ten ......... DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte .... 8% ehem.S% He«. BoWftaai 1929 (rüctzahlb. 102%) .......... •% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 ........ 6y*% hell Lande^ypothekew bank Darmstadt Ltaui........ Oberhelsen Provinz-Anleih« mit Sluslos.-Rechten Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mir AuSlos.-Rechten •% ehem. 8% »Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar big 1936 1% ehem. 7% Kranks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1986 VA% ehem. 41,5 117 77,75 115 62,25 171 129 78,9 69,25 8,1 4,3 7,15 4,1 36 25,25 29,65 67,5 91 56,75 65,5 68,5 155,25 25,5 145,75 103,75 112 70,75 110,75 99,75 89,5 144 118 79,75 114,75 62 105,5 172,75 130 78 69,5 4,7 4,15 35,5 25,4 25,5 29,5 66 91 56,25 64,5 67,5 155.25 24,5 146 103 113,5 70,75 110 89,75 142,5 117,25 78 15,5 62 106,5 75,9 130 78,9 69 7,1 4,1 35,8 25,4 25,9 29 67,25 91,25 57 65,75 68,5 155,5 25,65 145,9 104 112 71 110 89,5 144 117,75 79,5 115 61,75 105,5 72,75 173 130,5 78,25 69,65 Mansfeld« Bergbau.........0 KokSwerke .......... 0 Phonir Bergbau.............0 Rheinische Braunkohle« .....10 Rheinstahl ..................0 Bereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen .............0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth .... ?y, 3. G. Karden-Jnoustrie.......1 Scheide anstatt......... 9 RütgecSwerke ...............0 Metallgeiellfchaft.............0 Philipp Holzmann ....... 0 Zementwerk Heidelbevg ...... 0 Iratetoetl Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhof« .......0 ööu tAllgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg ..................0 HeHltoss Waldhof ............0 Abstoss Aschaffenburg ....... 0 Destauer GaS ........ 7 Daimler Motoren ............ 0 Deutsche Linoleum .......... 0 Lrenstein L Koppel .......... 0 Leonhard Dietz ..............0 Asrumnlatorru-Fabr«........0 lentMhnonu................ Gritzn«................. Q Mainkraftwerke Höchst aJDL— 4 Süddeutsch« AmteT । 74 48,5 746,5 90 42 14,5 19,75 1119,5 154 146,9 213,25 82,25 38,9 81 = 59 66 53,25 66 47 59,75 22,5 129,43 27,5 79,25 74,5 48 246,5 90 41,5 14,25 123 122,75 157 147,25 235 84 39,13 84,5 1 69,75 104 62,9 68,25 49,5 72 48 58 22,25 205 168 130 27,65 79,25 184 74 93,5 48,4 90,5 42 '4,25 121 120 154,5 147 82,75 38,65 = 115,5 59,25 66,25 52,5 67 125,4 46,65 60,5 77 22,13 198 170,5 129,25 74,75 93,9 47,9 247 90,4 41,4 14 123,5 124,25 158 147,5 83,75 38,75 83,75 69,75 115,75 62,25 68,75 49,9 72,9 126 47,75 58,25 77,65 22,5 203 168,13 | 272 Lombardzinsfuß 5 v. H. Devl enmarki Berlin — Frankfurt a. BL 18-August 20-Augufi Amtliche Meld Dotierung | 3riei Amtliche Notierung Geld | Srir Buenos Aires Brüssel..... Rio de Jan.. Sofia ...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... Helstngfov,.. Paris...... Holland .... Italien ..... Japan ...... Jugoslawien • Oslo.....: Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag....... Budapest... Reuyork... 0,685 58,92 0,184 3,047 56,36 81,74 12,63 5,574 16,50 169,73 21,60 0,747 5,664 63,44 48,95 11,465 65,10 81,67 34,32 10,44 2,491 0,689 59,04 0,186 3,053 56,48 81,90 12,66 5,586 16,54 170,07 21,64 0,749 5,676 63,56 49,05 11,485 65,24 81,83 34,38 10,46 2,495 Banknoten 0,678 58,94 0,184 3,047 56,38 81,82 12,625 5,569 16,50 •69,73 21,61 0,747 5,664 63,44 48,95 11,46 65,09 81,67 34,32 10,44 2,487 0,682 59,06 0,186 ' 3,053 56,50 81,98 12,655 5,581 16,54 170,07 21,65 0,749 5,676 63,56 49,05 11,48 65,23 81,83 34,38 10,46 2,491 Berlin, 20-August Geld 23rief Amerikanische Roten.............. Belgische Roten.................. Dänische Roten ................. Lrgltsche No^n ................. Französische Roten............... Holländische Roten............... Italienische Roten................ Rorweaische Roten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Roten.......... .7 Schwedische Roten............... Schweizer Roten................. Ek^lnstch* Roten Roten____T~lllirrr___ 2,239 58,78 56,33 12,58 16,46 169,31 21,49 63^27 64,93 81,49 34,18 2,459 59,02 56,55 12,64 16,52 169,99 21,57 63,53 65,19 81,81 34,32 Dienstag, 21. Augustin Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesien) Hl 194 Drittes Blatt OieGießenerSA. huldigt dem Führer der Deutschen haben die Pflicht, diese Leute nicht zu enl- täuschen, wir müssen sie zu uns heranziehen, damit sie freudig mit uns marschieren. WWW- MA / / -z*l f * X i B w; I W: mir nun die Puppe auf. Ich merke Seltsames Eheschicksal. die Kindheit verbracht habe und die von so fremd geworden, daß sie sich kaum wiedererkannten. Aber die amtlichen Papiere und die Erzählungen der Beiden bestätigten das unerkannte Nebeneinanderleben der Gatten. Nun erhob sich auch eine Fülle schwieriger rechtlicher Fragen. Die Gerichte, die noch immer mit der Klärung des Falles beschäftigt sind, haben bis jetzt lediglich entschieden, daß Mr. Furlonger seiner ersten Frau den wöchentlichen Unterhaltszuschuß gewähren muß, zu dem er 1901 in seiner Abwesenheit verurteilt worden war. Da der zuständige Richter es aber ablehnte, den Ehegatten auch zur Nachzahlung der fälligen Unterstützungssummen für die letzten 33 Jahre zu verurteilen, so ist die Annahme berechtigt, daß er in diesem besonderen Fall es für geboten hält, die Vergangenheit ruhen zu lassen und den Frieden, den diese Menschen in ihrem Alter nach ihrem wechselvollen Schicksal so nahe beieinander auf einem so kleinen Fleck Erde gefunden haben, nicht zu stören. ernannt. Der o. Honorarprofessor für Rechtswissenschaften, Staats- und Völkerrecht sowie Politik an der Uni- versität Breslau, Dr. A. Freiherr F r e y t a g h- Loringhoven, ist zum Ordinarius in der Bres- lauer juristischen Fakultät ernannt worden Professor Dr. E. S woboda von der Universität Graz wurde zum Ordinarius für Bürgerliches Recht an der Deutschen Universität in Prag ernannt. Dem o. Professor der Landwirtschaftslehre an der Technischen Hochschule in D a n z i g , Dr. O. Heuser ist die Professur für Wirtschaftslehre de« Landbaues an der Technischen Hochschule in M ü n- chen angeboten worden. tologie vertritt, hat im Einvernehmen mit Reichsregierung einen ehrenvollen Ruf an Universität Ankara (Türkei) angenommen. Volkes geworden. INit überwältigender Mehrheit hat sich gestern das deutsche Volk freudig zu feinem Führer bekannt. Ein kümmerlicher Rest von 10 Prozent Nein-Stimmen, abgegeben von Menschen aus persönlichen Vorurteilen, persönlichen Ansichten, marxistisch-kommunistischen Ideen heraus verhetzt, diese Nein- Stimmen können wir nur wirtschaftlich werten, d. h. wenn es diesen Menschen demnächst besser geht, kommen sie auch zu uns. Politik ist mit diesen Leuten nicht zu machen, noch viel weniger Staat. Heber 3Ä Millionen ungültige Stimmen sind abgegeben worden von Leuten, die heute noch unbelehrbar sind, in ihrer kleinen Eitelkeit gekränkt sind, die gedacht haben, wenn Hindenburg tot ist, dann würde das Kaiserreich wieder ausgerufen werden, oder einer von ihrer Clique an die Macht kommen. Wir müssen auf diese Leute Obacht geben, und im rechten Augenblick werden wir zugreisen und sie unschädlich machen. Im übrigen werden sie an ihrer eigenen Dummheit zugrunde gehen. Wir Nationalsozialisten wollen uns nicht einbilden, daß diese 90 Prozent heute schon alle überzeugte Nationalsozialisten find. Viele von ihnen haben den Führer in ihrer Herzensnot nur als Retter des Vaterlandes gewählt. Wir Jungfrau Maria Bettstroh Don E. O. Petersen. Qocbsctmlnacb richten Der Herr Reichsstatthalter in Baden hat den Geheimen Hofrat Professor Dr. Wilhelm Salomo n - C a l o i von der Universität Heidelberg auf sein Ansuchen zum 1 Oktober d. I. von seinen Amtspflichten entbunden. Professor Salomon- »lick auf das Feldzeichen der Standarte 116 und einen Teil der Sturmfahnen. (Aufnahmen: Photo-Pfaff.) Der ao. Professor Dr. E. H a u b e r r i s s e r der Universität Göttingen wurde zum Ordina- rius für Zahnheilkunde an der Universität Bonn Zu einer nachdenklichen Betrachtung über „enge Begrenztheit, in die manche wechselvollen menschlichen Schicksale schließlich einmünden, kann UNS eine merkwürdige Begebenheit veranlassen, die kürzlich in einem kleinen englischen Ort bei Hom- wood große Beunruhigung hervorrief. Der dort seit 1917 wohnende pensionierte Soldat Charles Furlonger mußte nämlich plötzlich die Entdeckung machen, daß er im gleichen Ortsbezirk mit seiner ersten Gattin wohnte, die er seit 29 Jahren für tot hielt, lieber seinen Lebensgang weiß er folgendes zu berichten: Als er 1897 als Berufssoldat der britischen Armee in Indien weilte, erhielt er die Nachricht, daß ein Mädchen, dessen Bekanntschaft er vor feiner Ausreise gemacht hatte, ein Kind von ihm erwarte Er suchte die junge Mutter sofort nach seiner Rückkehr auf und heiratete sie. Die Schwiegereltern aber machten dem unsteten Mann bald das Leben zu Hause so unbehaglich, daß er sich heimlich wieder zum Kolonialdienst meldete und seine Frau verließ. Einige Jahre später, es war im Jahre 1905, erreichte ihn' schließlich in Gibraltar die Nachricht, daß seine Frau verstorben sei. Nach weiterem Soldatenleben in allen Ländern der Welt bekam er schließlich wieder Sehnsucht nach der Heickat, heiratete 1912 von neuem und ließ sich gegen Ende des Krieges 1917 mit seiner zweiten Frau in Flint Hill nieder, das zu Hornwood gehört. Hier verbringt er nun auch feine Ruhestandsjahre. Da erfuhr er, daß seine erste Frau noch am Leben fei und feit vielen Jahren in Millbottorn wohne, kaum zwei Meilen von ihm entfernt. Zunächst schenkte er dieser Nachricht keinen Glauben, machte sich dann aber auf den Weg. Und tatsächlich: es war Mrs. Furlongerl In den fast vier Jahrzehnten hatten die beiden Ehegatten sich so verändert und waren sich elegante Dame mit dem verlorenen Schmuck und dem überraschend gefundenen Abenteuer, Karl Ludwig Diehl, der ein Spezialist in solchen Dingen ist, den überaus romantischen Speisewagenkellner mit der geheimnisvollen Vergangenheit. Ralph Arthur Roberts und Richard Romanowski), zwei Komiker von höchst gegensätzlichem Temperament, haben reichlich Gelegenheit zur Entfaltung ihrer Talente. Paul Heidemann und Hans Richter sind vom übrigen Ensemble zu erwähnen. — Im Beiprogramm sieht man die ergreifenden Aufnahmen von der Trauerfeier am Tannenberg-Denkmal. Außerdem: eine interessante Rhem- reife im Flugzeug von Mainz bis Köln. Calvi, d'er in Heidelberg die Geologie und Palaeon- " der Zuerst müssen wir auch heule wieder Nationalsozialisten fein'. IHänner und Führer der SA.! Wir müßen in und außer dem Dienst, in unfe- rem ganzen Lebenswandel fo makellos und tadellos dastehen, daß uns keiner etwas nach- fagen kann. Ebenso geschlossen müssen wir auch auftreten, wenn Denunzianten es wagen sollten, sich an einen der Unsrigen mit ihrer gemeinen Karnpfesweise heranzumachen. Wir wollen nicht viele Worte machen. Bei dem lodernden Feuer wollen wir unserem Führer aufs neue schwören, unsere ganze Tatkraft für den Führer und sein Werk einzusehen, damit für alle Zeit bestehe: ein Reich, ein Volk, ein Führer? SA.! Stillgestanden! Unserem obersten SA.-Führer Sieg-Heil! Mit begeisterten dreimaligen Sieg - Heil - Rufen huldigten die SA. und die riesige Menschenmenge unserem Führer und Kanzler Adolf Hitler. Hieraus folgte der Gesang des Horst-Wessel-Liedes. Sodann erklangen, während die Stürme der SA. stillstanden, die feierlichen Klänge des von dem Spielmannszug und dem Mufikzug gespielten Großen Zapfen st re i ch s über den Platz. Die Der Führer der Standarte 116, Obersturmbannführer Cutter, bet seiner Ansprache. Neben dem Tische stehend, von links nach rechts: Standartenadiutant Sturmbannsiihrer M ü n k e r, Ortsgruppenleiter Gießen-Mitte Kaufmann Horst, Gaumfpekteur und Kreis- leiter Klo ft ermann, Provinzialrat Vogt. „Abenteuer im Südexpretz.« fache Bie Jagd nach dem nachtl.cherweUe gestahle- non fnfthnren Schmuck wird hier auf eine er- JIen' r* i^rtnHftUche Weife betrieben, vielmehr mU^op?rettenha t!n ^der doch lustspielmäßigen Ge- mit operel 0 i komischen Pointen. Daß n"d°e Kriminalhandlung eine Liebesaffäre verfluch- en ist erhöht zwar ohne Zweifel die Spannung, ober dennoch kommt der aufmerksame Beschauer ni.I hpm Staunen über die merkwürdigen Begeben- Arhlafmaqen und im Hotel nicht heraus, - U- sich^zuletzt alles nach Wunsch und Voraus- sicku entwickelt und entwirrt. Unter der Regie von Erich W-fchneck fpielen Charlotte Susa d.e ein arger Stümper unter den ernst gewordenen Kinderblicken vor. Zu meiner Rechtfertiguna bleibt mir nichts anderes übrig, als aus meiner Zigarettenschachtel zwei Köpfe zu schneiden und sie den . . Pferdeleibern aufzusetzen. Hurra, hurra — letzt ist Der hochsommerliche Tag spannt sich wie ein qUc5 jtet! Die Kinder lachen wieder. Sie tanzen blauer Bogen über das Land. Nur einzelne kleine um ^erum und der Sonnenschein steht »hnen weiße Wolken segeln sacht darunter und spiegeln > Aura um das fliegende, flachsblonde im feierlichen Blau etwas von dem emsigen Treiben /z auf den Feldern wider. Die ^^e hat begonnen. o mir nun ^e Puppe auf. Ich merke S».““'ÄÄ£. "S,nS Ss»”‘ SS Ä £ JÄ»« ®"w*m JÄÄ s.»»■». XSN™ "Ä“ blauer Wegeroark und r° er ffiiefentnopf unB o gewordene Kind Mit rührender In- dem feinen gelben Schleier des Lab trautes ]ie g die Brust drückt. Es wird mir nun auch ein starker, Honig,Üher ®uf ™.e em Opfer 3um brunft a B »ruft.Brucn^ es , erntesegnenden Himmel empor. gelbes Labkraut gebettet liegt! - Unb eine freudige Einige Kinder spielen am Wegrand. Zwei Ton- Welle steigt mir zu Herzen — ich fpüre, rme je3 nenaapfen sind als Pferde vor eine Pappschachtel Sonne nicht nur den Kindern, sandern auch aefDamit die mit abgezupftem Labkraut hoch beladen mir selbst wie ein lichter Schein um die Schlafen ?ft Eine Holzpuppe, von vielen Kinderhänden blank- steht. Oder ist es der Widerschein von meine aeatiffen lentt das Gefährt. Als die Leute draußen plötzlichen inneren Erleben - 'st es die Erjnnerung aul dem Acker Brotzeit halten und sich im Schatten . an längst Gehörtes und Vergessenes, das nach। Poeten der auTaSen Garben niederlassen, stülpen d.e Jahren ganz zufällig hier am Wegrand Wirklichkeit Eindt>r ihren Wagen um und betten die Puppe auf wurde? , .. . . h den duftenden Haufen gelben Srautcs. | Dort, wo ich meine Kindheit verbracht habe d Ich komm- den Weg entlang gesch-end-r. und "ut* schaue den Kindern zu. Warum denn die Tannern oonnen. Aber als u» bort das gelbe Lab- äTS "Ä? sste», s:'ä BÄ. in die Zapfen. Vier kurze Strohhalme kommen a s Beine hinein und ein Graswedel als Schweiß Die Kinder jubeln. Vor lauter Eifer, richtig 3"! Hau en zu können, lehnt sich mir eines der kleinen Mädchen über die Schulter - helle Haarsträhnen kitzeln mich an der Backe, während ich mit dem Mester hantiere. Dann aber fällt eine Frage, die die Begeisterung plötzlich verstummen läßt: Warum haben denn die Pferde keine Köpfe? Alle Augen schauen mich groß und erwartend an, 1]ns ich sehe ein, daß meine Einmischung eine Dummheit war. Die Behauptung, daß meine Pferde auch keine Köpfe gehabt haben, und daß ihre Ton- nenzanfen sogar ohne Beine und Schwänze doch Pferde gewesen waren, nutzt mir nicht viel Die Uinderphantasie ist gcftört - Zapfen, die soeben als feurige Rosse den Wagen gezogen hatten, sind fetzt Krüppel ohne Köpfe, weil s,e Beine bekamen. Die Kleinen haben recht, und ich komme mir rote Eine riesige Menschenmenge beteiligt sich in herzlicher Obwohl bei der Kürze der Vorbereitungszeit die Marschstraßen bis zur gestrigen Mittagsstunde noch nicht feftgelegt und auch nicht veröffentlicht werden konnten — bis zu dieser Zeit war es-uns wenig- Die Marschstrecke wurde im Verlaufe des gestrigen Spätnachmittags auf folgende Straßen jeft- gelegt: Vom Landgraf-Philipp-Platz durch die Sonnenstraße, Kreuzplatz, Neuenweg, Neuen Baue, Gartenstraße, Ludwigsplatz, Ludwigstraße, Bleichstraße, Hindenburgwall, Seltersweg, Kreuzplatz, Mäusburg, Marktplatz, Kirchenplatz, Lindenplatz, Walltorftraße, Marburger Straße, Steinstraße zum Oswaldsgarten. Die Sturmbanne der SA., die Technische Nothilfe und der Arbeitsdienst stellten sich von 20 Uhr ab auf dem Landgraf-Philipp-Platz und in den Zugangsstraßen zum Marsch bereit Eine große Menschenmenge säumte schon hier die Fahrbahnen. Gegen 20.30 Uhr wurden die Fackeln der braunen Marschkolonnen angezündet, das Feldzeichen der Standarte 116 und die Fahnen der Stürme wurden feierlich aus dem Standartengebäude abgeholt, dann begann in Sechserreihen der außerordentlich eindrucksvolle Marsch der politischen Soldaten Adolf Hitlers. Unter dem Kommando des Führers der Standarte 116, Obersturmbannführer Lutter, marschierten die braunen Kolonnen unter Vorantritt des Spielmannszuges und des von Musikzugführer Herrmann geleiteten Standartenmusikzuges I ftrammen Schrittes einher, wobei sie, soweit die Marschmusik nicht mehr zu hören war, ihre Marschlieder fangen, die kräftig zum Nachthimmel emporftiegen. Riesige Menschenmengen standen unterwegs und bekannten sich in herzlicher Verbundenheit zur SA. und damit auch zu dem Ober- , ften Führer Adolf Hitler. UeberaU wurde den । braunen Kolonnen herzlichste Sympathie offenbart, ! die Standarte und die Fahnen in ehrerbietigster ' Weise begrüßt, begegneten sich die leuchtenden Der Marsch fand feinen Abschluß mit einer großen Kundgebung auf Oswaldsgar- ten. Hier waren die Sturmbanne in einem Viereck rund um den weiten Platz herum aufmarschiert. Mit ihren Fackeln boten sie, ebenso wie vorher in den Marschstraßen, ein wunderbar eindrucksvolles Bild, an dem sich jedermann herzlich erfreuen konnte. Der Aufmarsch der Sturmbanne war von einer nach vielen Tausenden zählenden Menschen- menge, die dichtgedrängt in vielfachen Gliedern hintereinander die an den Platz angrenzenden Straßen füllte, umsäumt. Nachdem alle Formationen ihre Plätze auf Oswaldsgarten eingenommen hatten, sprach stens möglich, den Fackelzug selbst anzukündigen und als ungefähre Marschstrecke auf die Hauptstraßen unserer Stadt zu verweisen —, war eine _______ , , riesige Menschenmenge auf den Beinen, um nicht Augen der stramm marschierenden SA.-Männer mit nur Zuschauer, sondern zugleich mit der SA. begeisterten Blicken der deutschen Männer und ' ’ r- '-----c "-----------Frauen beiderseits der Marschstraßen. nur Zuschauer, sondern zugleich mit der SÄ. auch bei dieser Gelegenheit Bekenner zum Führer und Reichskanzler Ädolf Hitler zu werden. Nach dem überwältigenden Bekenntnis des deutschen Volkes zu seinem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und damit zum nationalsozialistischen Staat drängte es die SA. des Standorts Gießen, dem Obersten SA.-Führer, dem Führer des ganzen deutschen Volkes in besonderer und weithin sichtbarer Weise ihre verehrungsoolle Liebe und unverbrüchliche Gefolgschaftstreue zum Ausdruck zu bringen. Innerhalb weniger Stunden wurde von der Führung der Standarte 116 ein großer Fackelzug aller SA. - Formationen des Standorts Gießen organisiert. Diese Huldigung für den geliebten Obersten, Führer der SA., an der auch die Technische Nothilfe und der Arbeitsdienst sich beteiligten, fand gestern abend statt. Weise an der Ehrung. der Führer der Standarte 116 Obersturmbannführer Lutter: SA.-Kameraden, Nationalsozialisten, deutsche Männer und Frauen! Gestern am 19. August 1934 ist der Schlußstein der deutschen Revolution gesetzt worden. Das große Werk unseres Führers ist vollendet. Der Oberste SA.-Führer ist Führer und Kanzler des deutschen Volkes nach dem Willen des Wir Nationalsozialisten müssen den Orden bilden, der auf Gedeih und Verderb mit dem Führer zusammengeschweißt ist, der sein ganzes Leben -für das Werk des Führers einsetzt, sogar sein Leben dafür hingibt. Die heute noch außenstehenden Volksgenossen müssen auf jeden Nationalsozia- listen als ein Vorbild sehen. Deshalb müssen wir in unseren Organisationen alles Kleinliche beiseite lassen im Interesse des großen Ganzen, wir müssen uns wieder zusammengeschweißt fühlen wie in der ersten Kampfzeit, wo es hieß: „Was bist du?" „Nationalsozialist". Dann erst kam PO., SA., HI., das alles kam erst in zweiter Linie. Aus der Provinzialhauptstadt Heil Hitler! 3.21.: Wallenfels. 20. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Zum letzten Male weilte Generalleutnant von Madai anläßlich der Hundertjahrfeier der 116er im Juli 1913 in Gießen. Der frühere Kaiser hatte ihm das Recht zum Tragen der Uniform des Kaiser- Regiments Nr. 116 verliehen, eine Auszeichnung, die den alten General mit hohem Stolze erfüllte. Er war der einzige General, der diese Uniform im Ruhestand tragen durfte. Sprechstunden des Treuhänders der Arbeit in Gießen. Wie die Industrie« und Handelskammer Gießen mitteilt, hat sich der Treuhänder der Arbeit in dankenswerter Weise bereit erklärt, jeden Freitag von 9.30 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr in der Kammer, Gießen, Lonystraße 7, Sprechstunden abzuhalten. Die erste Sprechstunde wird am Freitaq, 24. August, stattfinden. 12 OOOBrieftauben fliegen von Gießen. Deutscher Zungen Kerienfreuden »Stamm Geusen^ im Ferienlager an den Hungener Teichen. 40, Brombeeren 30 bis 35, Preißelbeeren 30 bi, 35, Birnen 15 bis 25, Zwetschen 10 bis 12, Mira« bellen 15 bis 20, Reineclauden 15 bis 18, Blumen, kohl, das Stück 10 bis 60, Salat 10 bis 12, Salat- gurken 15 bis 25, Einmachgurken IVt bis 2Vi, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5, Lauch 5, Rettich 5 bis 10, Sellerie 20 bis 25, Radieschen, Bündel 10 Pf. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag: NS.» Frauenschaft Gießen-Nord, 20.30 Uhr, Haus der Arbeit, Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Abenteuer im Südexpreß '. Am 18. April 1899 wurde er zum Generalmajor und Kommandeur der 79. Infanterie-Brigade ernannt, am 15. November 1901 wurde er unter Verleihung des Charakters als Generalleutnant zur Disposition gestellt. Bei Ausbruch des Weltkrieges stellte sich der hochverdiente alte Soldat trotz seiner 70 Jahre dem Vaterlands sofort wieder zur Verfügung, er fand daraufhin Verwendung als Kam- mandeur der stellv. 14. Jnf.-Brigade in Halberstadt. Seit seinem Uebertritt in den Ruhestand lebte Generalleutnant von Madai in Dessau, wo er am 11. Januar 1933 die 70. Wiederkehr des Tages seines Eintritts in die deutsche Armee begehen konnte. Norwegenfahrt der NS-Gemeinschast »Krast durch Freude^. LPD. Am Samstag, 8. September, findet durch die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Gau Hessen-Nassau, eine Wiederholung der Norwegenfahrt mit der Monte Olivia statt. Der Sonderzug fährt am Samstag, 8. September, von Frankfurt nach. Hamburg. Eintreffen dort am Sonntagoor- mittag. Die Verpflegung auf dem Schiffe setzt mit dem Mittagessen ein. Die Fahrt geht über die Nordsee nach dem Hardanger- und dem Sonje-Fjord. Die Rückkehr nach Hamburg erfolgt am Samstag, 15. September. Für die Besichtigung Hamburgs steht den Urlaubern der Sonntag (9. 9.) und der Samstag (15. 9.) zur Verfügung. Die Rückfahrt von Hamburg nach Frankfurt erfolgt am Abend des Samstags (15. 9.), so daß alle Urlauber am Sonntag, 16. 9., wieder in Frankfurt eintreffen. Der Fahrvreis beträgt 53 Mark. In den Preis sind eingeschlossen die Bahnfahrt Frankfurt—Hamburg und zurück, Schiffspassage einschließlich Verpflegung, die am Sonntag, 9. 9., mit dem Mittagessen einsetzt, bis zum nächsten Samstag einschließlich Frühstück, ein Gutschein für ein Frühstück bei der Ankunft in Hamburg, ein Gutschein für ein Mittag- und Abendessen am Samstag, 15. 9., ein Gutschein für eine Hafen- und Stadtrundfahrt in Hamburg und ein Gutschein für den Besuch des Tierparks Hagen- beck in Hamburg-Stellingen. Anmeldungen können bis Montag, 26. August, bei den zuständigen Ortsgruppen und Kreisen der Deutschen Arbeitsfront bzw. NSBO. erfolgen. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 21. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,50 Mark, Landbutter 1,35 bis 1,40, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier Klaffe S IOV2, Klaffe A 10, Klaffe B 9'/-, Klaffe C 9, Klaffe D 8, Wirsing (grün), das Pfund 15 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 18 bis 20, Römifchkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 20 bis 25, (gelb) 25, Tomaten 18 bis 20, Zwiebeln 12, Kartoffeln (neue), das Pfund 5 bis 5V2 Pf., der Zentner 5 bis 5,50 Mark, Frühäpfel, das Pfund 15 bis 25 Pf., Falläpfel 4 bis 5, Pfirsiche 25 bis verdienten Offizier wird in feiner alten Gießener Garnisonstadt allezeit in hohen Ehren sorlleben. Kreisleitung Gießen der NSOAp. e Abteilung: Sasse. Betrifft: Marschtetlnehmer am Reichsparteitag 1934. Die Unterlagen der Marschteilnehmer müssen bis spätestens Mittwoch, 22. d. M., auf der Kreisleitung, Abteilung Kaffe, abgeholt werden. „Das ist nun einmal so im Leben. Reichtum allein tut es nicht. Man will auch glücklich mit dem Herzen sein. Ich wünsche Ihnen dieses Glück für olle Zeit. Und — Nora Nordstrom konnte mich nicht lieben. Einen Menschen wie mich! Wäre ja absurd gewesen. Sie nahm den schönen, leichtsinnigen Rennfahrer und hat es büßen müssen in einer furchtbaren Ehe! Vielleicht war ich eine Zeitlang gemein genug, mich an diesem Unglück zu freuen. Lassen Sie gut sein, Farnhorst! Wir Menschen haben eben doch Schwächen, deren wir uns immer mal schämen müssen. Ich habe Nora geliebt! Geliebt, daß ich für sie sterben wollte! Ja, sie hat aber vielleicht nie eine Ahnung gehabt, wie sehr ich sie geliebt habe." „Sie hätten, wie kein anderer, ein großes Glück verdient!" sagte Farnhorst, und war doch bis in fein Innerstes erschüttert, weil es abermals um Nora ging! „Schweigen wir davon! Ich werde mich freuen, wenn wenigstens Sie sich aus Haus Omslö ein wahres Glück holen!" sagte Barinsen und lächelte. Aber dieses Lächeln machte das Gesicht zu einer verzerrten Maske. Zehntes Kapitel. Eigentlich war das Leben sehr schön. Doris dachte es, als sie in ihrem Liegestuhl auf der Terrasse von Schloß Farone lag und aus die grünen Rasenflächen hinuntersah. Die Flächen waren noch grün, aber der Herbst hatte doch schon gelbes Laub von den Bäumen heruntergeholt. Die Rosen dagegen, die Spätrosen, die dachten noch nicht an ^Herbst und Vergänglichkeit, die glühten und blühten und dufteten. Schloß Farone war einzig schön. Und was für Feste man hier schon mitgemacht hatte! Der Lord überbot sich förmlich selber. Immer wieder ersann er Neues, um ihr zu zeigen, wie gern er es wollte, daß sie und ihr Gatte noch blieben. Und sie begriff eigentlich nicht, weshalb ihr Gatte immer so ernst und nachdenklich war. Hier hatte man alles. Hinfach alles. Das Schloß war zur Zeit wieder voller Gäste. Damen und Herren der besten englischen Gesellschaft. Und wie lieb es doch von Lord Farone war, nur alte, verheiratete Menschen einzuladen! Einige Junggesellen waren mit da, aber jüngere Damen nicht. Und so war sie, Doris, hier Königin! Die feine alte Dame, eine Verwandte Lord Faron.es, die dem Haushalt Vorstand, warf ihr keineswegs freundliche Blicke zu; aber das störte sie nicht im geringsten. Sie freute sich ihres Daseins, und sie freute sich über die Anbetung, die ihr von Seiten aller Herren entgegengebracht wurde. Und die alten Damen lächelten nachsichtig dazu. Sie sahen doch, daß Doris Kreloff in ihren Mann verliebt war! Doris liebte ihren Mann abgöttisch! Und er liebte sie auch, wenn er vielleicht auch ein Gefühl der Dankbarkeit mit Liebe verwechselte. Denn durch sie war er wieder in eine ruhige Lebensbahn ge- fommen. Freilich, die Vergangenheit ließ sich nicht auslöschen. Wenn er nachts mit offenen Augen da^Astond sie drohend vor ihm, diese Vergangenheit. Wenn ihn eines Tages jemand erkannte? Wenn Lord Farone wüßte, was er nach der ersten Bekanntschaft mit ihm gewesen war? Farone würde ihm mitleidlos sein Haus verschließen, das wußte er. Und die anderen Menschen, die hier zu Gast waren und sich alle gern mit Assen Kreloff unterhielten? Wie leicht kam der Mensch doch auf die schiefe Bahn! Und wie lange hätte er es sich doch überlegen müssen, daß, einmal diese schiefe Bahn beschritten, es unendlich schwer war — vielleicht war es auch unmöglich —, das seelische Gleichgewicht wiederzufinden. Vielleicht waren andere Menschen skrupelloser! Vielleicht wären sie an seiner Stelle unendlich froh gewesen, wieder in die Höhe gekommen zu sein, und sie hätten die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen. Er war keine Derbrechematur! Im Grunde feines Innern nicht! Und doch hatte er ein unnatürliches Geschick bewiesen, strafbare Handlungen zu begehen, ohne sich erwischen zu lassen. Aber er hatte doch immer das gütige, stolze Gesicht seiner Mutter vor Augen gehabt. Und er hotte sich vor sich selber entsetzt. Aber es war ihm nichts weiter übriggeblieben. Beschreitet man die Verbrecherlaufbahn, finden sich Komplicen! Man braucht einander und wird unlöslich miteinander verbunden. Will man sich trennen, kann der frühere Komplice zum Todfeind werden! rinnen! 65 Ölungen, feinen Komplicen zu ent- Doris auf seinem Lebenswege erschienen war! Nun liebte er sie dafür! Trotzdem er wußte, öafc Diefe tfrau mamtjßs 3U verbergen hatte. Aber er hatte kein Recht mehr, danach zu fragen. Und er wollte auch nichts wissen. Er wollte nur immer £ er durch sie wieder in eine Srn6' Lebensbahn gekommen war. J“ e" Kreloff betrat die Terrasse, küßte seiner Fr«nJre Panb cUsb einige köstliche La- rrance-’Rofen auf den Schoß. s,"Du siehst wundervoll aus in diesem blaßblauen Kleid! sagte er und strich über bas rotblonde fiaar. Dann setzte er leise hinzu: "Sie verehren dich alle, Doris — alle!" Da lachte sie geschmeichelt. Und er wandte sich, leise seufzend, ab. Bon der anderen Seite kam Lord Farone. Er trug einen Riesenstrauß dunkelroter Astern und sagte: Generalleutnant von Madai f. Am Sonntag verstarb in Dessau, wo er im Ruhestand lebte, her Generalleutnant a. D. von M a - dai im 91.Lebensjahre. Der Entschlafene war als früherer Kommandeur unseres Gießener Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess^ Nr. 116 nicht nur bei seinen Soldaten, sondern auch in weiten Kreisen unserer Bürgerschaft sehr beliebt und ^schätzt, sowohl als Offizier, wie als Mensch. Der Verewigte war am 19. Februar 1844 als Sohn des langjährigen Berliner Polizeipräsidenten von Madai geboren worden. Jin Januar 1863 trat er bei dem Jnf.-Rat. Nr. 58 als Fahnenjunker ein, bann nahm er als Leutnant am Kriege gegen Oesterreich teil, im Jnf.-Rgt. Nr. 93 zog er in den Krieg aeaen Frankreich. Nachdem er seinen Aufstieg als Offizier bet verschiedenen Regimentern und in Der- schiedenen militärischen Dienststellungen erlebt fyatte, kam er am 15. April 1896 als Oberst und Kvmman- beur unseres Regiments nach Gießen. Hier stand er drei Jahre lang an her Spitze unserer 116er. Durch sein vorbildliches Soldatentum und seine hohen menschlichen und charakterlichen Eigenschaften erwarb er sich so viel Liebe und Zuneigung, daß seiner bis zum heutigen Tage immer wieder gerne unö mit vollster Wertschätzung hier gedacht wurde. Große Lastwagen mit vielen Jungvolkjungen fahren durch die Gegend. Frohes Lachen und Singen schallt vom Wagen her! Ferienlager an den Teichen bei Hungen! Für viele ist es das erste gemeinsame Lager, und sie freuen sich mächtig auf die bevorstehenden läge. Andere dagegen wissen, was das für eine feine Sache ist, wissen um die Verbundenheit von Führer und Junge, und diese Gemeinschaft, die ganz fein aufgebaut ist, und die keiner entzweien kann! Auf einer Anhöhe soll das Lager errichtet werden. Auf ihr und in ihrer Umgebung sollen jetzt 100 jungen 8 Tage schalten und walten dürfen, so recht wie es ihnen beliebt. Es geht die Anhöhe hinauf — ein leises Lüftchen spielt mit den Fähnlein- sahnen, und der Trommelbube schlägt feinen eintönigen Takt! Singend gelangen die Jungen zu der jetzt noch kahlen und leeren Höhe. Die Jette werden dort errichtet. Bald ragt auch ein schlanker Fahnenmast in der Mitte des Zeltplatzes empor. Ein Windstoß bringt die Spitze des Mastes leicht ins Wanken, der bisher noch keine Fahne getragen hat, tot und verlassen sieht er aus! Die ganze Lagerbesatzung ist vor den Zelten angetreten, eine lange Linie glücklicher Jungen. Der Lagerleiter er- VM,MIkMRisl. Roman von Gert Rothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) Am Sonntag 6.48 Uhr traf im hiesigen Güterbahnhof ein Sonderzug von 16 Wagen mit Brieftauben aus Köln und Umgegend ein. Infolge des dunstigen Wetters konnte der Abflug der Tauben erst nach 9 Uhr stattfinden. Viele Hände waren tätig, um die Käfige auszuladen und zu öffnen, unö viele Neugierige hatten sich eingefunden, um öem Schauspiel des Abfluges beizuwohnen. Die meisten Tauben — es waren diesmal insgesamt 12 000 Stück — schlugen sofort die Richtung nach West-Nord-West ein und verschwanden schon nach wenigen Augenblicken den Blicken der Zuschauer. Nur einzelne kreisten längere Zeit um die Abflugstelle, um dann ebenfalls nach Westen davonzu- fliegen. Fast immer kommt es vor, daß eins oder das andere der Tierchen einen der benachbarten Klein-Lindener Taubenschläge aufsucht und den Flug in die Heimat nicht oornimmt. Fast alle Versuche, diese Vögel ihren Besitzern zuzusenden, schlagen fehl. Die Besitzer melden sich meistens nicht. .Nach Angabe von Fachleuten sollen die Unkosten - -- ---- r , für eine Rücksendung solcher für Flüge ungeeig- Das Andenken an den um unser Vaterland hoch-1 neter Tauben sich nicht lohnen. 1 scheint! Sein Kommando hckllt über den weiten ' Platz, die ganze „Meute" marschiert schweigend um den noch kahlen Mast, die Trommel schlägt ^)azu den Takt. Stillgestanden! Ein Lied ertönt, erst leise, dann immer lauter. Sekunden des Schweigens ver- gehen. Die Jungen träumen in künftige Tage - hinein. Dann spricht der Lagerleiter — Fredi ' Lehrmund, über den Zweck des Lagers. Gespannt lauschen die Jungen den kernigen, nüchter- ! nen Worten des Führers. Trommelwirbel schallt ; über die Wälder, aus einer frischen Jungenkehle ertönt der Fahnenspruch, und dann steigt langsam ' die Fahne in die Hohe! Die Jungen schließen einen Ring um ihre Fahne, ihr heiligstes, was sie besitzen. „Der Himmel grau und die Erde braun..schallt durch die tiefe Nacht, und der Dind tragt das Echo aus den Bergen wieder herbei. Die Lagerfahne knallt und flattert in die schwarze Nacht hinein ... das Lager ist eröfnet Viele Lagerarbeiten sind noch zu verrichten, aber die werden bis zu den nächsten Tagen aufgehoben. — Nachtruhe. — Ein schriller Pfiff ertönt! Der Morgen ist kalt und der Nebel liegt noch über den Bergen unö Tälern. Verschlafene Gestalten schlüpfen aus den Zelten, dann treten sie an, alle in Turnhose unö „Vorläufig noch nicht. Ich will beobachten. Es ist gut, daß ich damals unter einem anderen Namen in Paris abgestiegen bin, um vor den Geldforderungen unseres lieben Neffen Donald verschont zu bleiben. Kreloff hieß damals auch anders. Er stutzte ja ein bißchen bei der Vorstellung hier in Farone; aber ein solcher Mensch, der auf seiner Laufbahn tausende von Gesichtern in Hotels kennenlernt, kann sich sicher nicht an irgendeinen alten Herrn erinnern, der da mal in irgendeinem Hotel mit an seiner Tafel gesessen hat. Dieser Kreloff war damals der Lowe des ganzen Hotels. Alle Damen waren in ihn vernarrt, unö die Ehemänner trugen recht mißvergnügte Mienen zur Schau. Aber sie waren dann glänzend gerächt, als der Schwindler weg war und alles herauskam." „Mein Gott, Kreloff, dieser schone, elegante Mensch! Und — seine Frau! Ob die auch davon weiß? Gehört sie am Ende mit dazu?" „Ich überschaue die Lage so! Kreloff hatte eines Tages alles verloren. Vielleicht durchs Spiel! Was weiß ich. Da wurde er zum Hochstapler. Und auf diesem Wege lernte ihn, wahrscheinlich völlig ahnungslos, diese Frau kennen. Und er hat sie erst vor kurzem geheiratet. Farone erzählte es doch ganz offen, als wir älteren Herren einmal unter uns waren. Vielleicht werde ich Kreloff unter diesen Umständen, um die Frau nicht mitzutreffen, unter vier Augen ersuchen, abzureisen. Dann würde ich unserem guten Farone erst nach dieser erfolgten Abreise die Augen öffnen." „Das ist jedenfalls fürchterlich, wie immer du das auch anstellen willst, Kreloff von hier fort- zubekommen. Die Tatsache bleibt, daß er ein — mein Gott, das Wort will kaum über meine Lippen —, daß Kreloff ein Dieb ist. Und wie wird Farone es aufnehmen?" „Er mußte sich vorher näher orientieren, ehe er feinen übrigen Gästen zumutete, mit einem Verbrecher an einem Tische zu sitzen", sagte Lord Lymor hart. „ Da schwieg seine Frau, aber sie strich begütigend über feine kantige Stirn. An diesem Morgen geschah noch etwas. Assen Kreloff wurde ein Schreiben gebracht. Irgendein unbekannter Mensch brachte es, erhielt eine Belohnung und verschwand. Am Zaun stand Kreloff und las: „Fein aus dem Staube gemacht hast Du Dich. Aber so klug bist Du doch nicht, daß ich Dich nicht fände. Ich brauche dringend zehntausend Mark — horst Du? Dann verschwinde ich wieder. Aber das Geld muß ich noch heute abend haben. Bringe es mir an den See! Ich warte dort bei den Booten. Gegen ein Uhr nachts. Komme also bestimmt! Im anderen Falle verlange ich bas Geld von Farone; gibt er es nicht, erfahren seine übrigen Gäste, wen er beherbergt. Kurt Jessen." (Fortsetzung folgt.) erhebende Darbietung endete mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes. Aus dem starken Erleben der Stunde heraus hielt dann der inmitten der SA. weilende Gauinspekteur Kreisleiter Klostermann eine fune Ansprache, in der er einleitend ebenfalls das Abstirnrnrnunasergebnis kurz beleuchtete, das Bekenntnis der 9 0 v. H. I a - S a g e r zum Führer und Deutschland würdigte und die 10 v. H. Nein-Stimmen kennzeichnete, um dann u. a. wie folgt fortzufahren: Wir wissen, daß der Kampf noch nicht beendet ist, daß wir weiter kämpfen müssen, um den Bestand des Volkes au erhalten. Der Garant des deu° scheu Volkes ist die nationalsozialistische Bewegung. Dir Nationalsozialisten werden uns von heule an noch fester zusammenschliehen und alle unsere Organifalionsformen dazu benutzen, das deutsche Volk noch mehr wie bisher in unseren nationalsozialistischen Gesichtskreis hineinzuziehen. Wir werden dafür sorgen, daß der Nationalsozia- lismus durch die nationalsozialistische Bewegung» „Die Blumen wollten grüßen. Durchaus! Ich mußte sie mitnehmen. Kreloff, Sie gestatten doch?^ Und Lord Farone schüttete die Blumen über Doris Kreloff! Die lachte und freute sich über diese Huldigung. Und an einem der oberen Fenster, dort, wo die Gästezimmer lagen, erschien der weihe Kopf der Lady Lymor. Die Dame sah hinunter, lächelte ins Zimmer zurück. „Lieber Harry, ich meine, unser lieber Farone hat sich gehörig die Flügel verbrannt." Der alte Lord Lymor lachte nicht. Er sagte grimmig: „Warum sollte er das nicht? Er hat die ganzen Jahre über viel zu friedlich gelebt, als daß er sich jetzt nicht gestatten dürfte, Aufregungen in fein Leben zu schaffen." „Wie meinst du denn das, Harry?" fragte die Lady erstaunt. „Wie ich's sage, liebste Maud! Nicht ein Fünkchen mein ich's anders. Das gibt nämlich noch einen Kladderadatsch. Einen gehörigen. Daß du es nur weißt! Dir kann man ja etwas anvertrauen, McÜid, du bist nicht wie die anderen Frauenzimmerchen und tratscht es weiter!" „Ich habe geglaubt, lieber Mann, daß auch du die schöne Doris Kreloff verehrst!" „Ich werde mich ja nicht ausschließen — nicht wahr? Aber ich weiß, was ich weiß." „Nun sag doch bloß —" „Vorläufig sage ich nichts weiter, so hoch ich dich auch einschätze. Ich muß vorsichtig sein. Nur soviel: Kreloff ist nicht der, der er hier scheinen will." „Harry, Farone kennt ihn doch schon lange! Und er war sogar damals auf den Besitzungen mit in Bulgarien." „Das ist möglich! Die beiden sahen sich lange Jahre nicht. Wer weiß, was inzwischen geschehen ist." Der Lord band sich feine Krawatte. Draußen vor der Tür wartete der Kammerdiener längst darauf, daß er zu diesem Dienst hereingerufen wurde. Aber Lord Lymor dachte jetzt gar nicht an seinen getreuen Robert. Und dann kam es dahin, daß die Krawatte schief saß und die Lady sich selber noch bemühte. Dabei versuchte sie ein letztes. Sie nahm plötzlich den Kopf des Gatten in beide Hände, küßte ihn auf öen Munö. „Harry, ich wüßte es so gern!" „Gut! Vor zwei Jahren verschwand plötzlich aus dem Hotel »Grande öe 3eanne‘ in Paris in Marquis unter Hinterlassung seiner sehr hohen Hotel- schulden und unter Mitnahme der ungeheuer wertvollen Derlenkette der Tänzerin Gaby Ferra. Dieser Mann, dem ich täglich im Hotel an der Mittagstafel gegenüberfafj, war Kreloff!" „Harry, ganz gewiß irrst du dich! Das wäre — bas ist ja entsetzlich, wenn wir alle hier mit diesem Verbrecher zusammengebracht worden wären. Das mufji du doch Farone sagen." noch weiter Fuß saßt. Wir wollen uns zusam- menschließen in eine Gemeinschaft, d i e durch nichts zu trennen ist. Wir wollen zusammenstehen wie ehemals im offenen Kampf. Wir wollen arbeiten, damit der Führer seine Freude an uns haben wird. Wir wollen uns freuen mit ihm, daß wir ein Ziel erreicht haben, das wir vor Jahren sobald zu erreichen noch nicht in unseren kühnsten Träumen zu erhoffen wagten. Wir schicken dem Führer unsere Grüße und danken ihm für alles, was er schon für uns tat. Wir wollen ihm geloben: Führer, auf deine Oberhessen kannst du dich verlassen! Führer, wir folgen dir! Führer, wir werden weiterarbeiten für dich! Führer, wir sind deine treuen Gefolgsleute! Dem Führer der Nationalsozialisten, dem Führer des deutschen x Volkes Sieg-heil! Der dreimalige Ruf sand bei der SA. und der Menschenmenge freudigsten Widerhall. Anschließend wurde gemeinsam der erste Vers des Horst-Wesiel- Liedes gesungen. Hierauf erfolgte der Abmarsch der Formationen und die feierliche Ueberführung der Standarte unö der Sturmfahnen nach dem Standartengebäude. ** Neue Postwertzeichen. Aus Anlaß der am 13. Januar 1935 ftattfiinöenben Saarabstim- mung gibt die Deutsche Reichspost zwei Freimarken zu 6 unö 12 Rpf. heraus. Auf öem Bild her Marke zu 6 Rpf. halten zwei Hänöe ein Stück Sa ar erbe mit der Aufschrift „Saar", das Markenbilö zu 12 Rpf. zeigt einen Adler, der ebenfalls die Inschrift „Saar" trägt. Der Verkauf beider Wertzeichen beginnt am 26. August, und zwar zunächst bei den Postanstalten in Koblenz und Köln, einige Zeit danach auch bei den übrigen Postämtern im Reich. Ferner werden zwei Freimarken au 6 und 12 Rpf. und eine Postkarte zu 6 Rpf. aus Anlaß des Reichsparteitages der NSDAP, in Nürnberg herausaege- den. Mit dem Verkauf beginnen sämtliche Postanstalten des Reichs am 1. September. — Die gewöhnlichen Postwertzeichen werden demnächst aus Anlaß des Todes des Herrn Reichspräsidenten für kurze Dauer mit einem Trauerrand versehen, aus- gegeben werden. ** Verkehrsunfall. In der Moltkestraße ereignete sich in der vergangenen Nacht ein Verkehrsunfall. Der Motorradfahrer Alfred Becker von Bersrod stürzte mit feinem Motorrad an einer Stelle in der Moltkestraße, an der gegenwärtig Strafjenausbefferungsarbciten oorgenommen werden. Die Baustelle war beleuchtet. Mit einer Kopfverletzung mußte der Verunglückte in die Chirurgische Klinik gebracht werden. ** Unfall bei der Arbeit. Der Geld- schrankschlosser Willy Bohm v on hier, Licher Straße 9, erlitt während feiner Arbeit eine schwere Handverletzuna, die seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik notwendig machte. Die Rechtsberatungsstellen der Arbeitsfront ist unbekannt. Preußen S.jl-tfportf Oberheffen gegeben. verbreiten. Gez.: Löwer. werden. ueo^L uit zukünftige Zusammenarbeit zwischen der Hitlerjugend und der Turn- und Sportjugend der Missionsdankopferbüchsen Kollekte wurde für die Rhei- erschütterung. Kreis Lauterbach. Chors. Der Ertrag betrug 79 Mark; die nische Mission bestimmt. * Dirlammen, 20. Aug. In dem Grundstück des hiesigen Einwohners Joh. Hansel VI., das von dem Schneider Zinn bewohnt wird, brach heute gegen Morgen in der Scheune Feuer aus, das sich sehr rasch über die ganzeScheune und die Stallungen ausbreitete und beide vollständig in Trümmer legte. Trotz eifriger Tätigkeit der Feuerwehr griffen die Flammen auch auf das Wohnhaus über, das f ch w e r in Mitleidenschaft gezogen wurde, schlietz- lich aber von der Feuerwehr doch noch zum Teil Serettet werden konnte.. Der Schaden ist groß. Die rsache des Brandes erwünscht. .... Irgendwelche Aufforderungen zum Austritt aus den Turn- und Sportvereinen, die nicht nur von Unterführern der Hitlerjugend, sondern sogar von Lehrern aufgestellt werden, haben deshalb als un- r t otDerlefcung mußte gestern der U*,..... ren ?4ulterver.i^^u^ig Appel von hier erwünscht zu unterbleiben. ^Ä^Mrurgische Klinik nach Gießen eingeliefert lieber die zukünftige Z Kreis Büdingen. * Nidda, 21. Aug. Der Tiefbau-Unternehmer Ernst Reuter, der Erbauer eines Teiles der Strecke Nidda—Schotten wurde dieser Tage in die Ewigkeit abberufen. Der Verstorbene war 81 Jahre alt. Seit dem Jahre 1887, dem Jahr des Bahn- baues, war er hier in Nidda ansässig. Geraume Zeit betrieb er einen Steinbruch in Ober-Widders- heim. Ernst Reuter war einer der Mitkämpfer der völkischen Bewegung Oberhessens in den Jahren um 1890. Kreis Alsfeld. wurde gestern nachmittag in Klein-Linden v o n einem Motorradfahrer angefahren und zu Boden geschleudert. Der bedauernswerte Mann erlitt dabei e r h e b l i ch e B r u st q u e t- schungen und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. * Grüningen, 1. Aug. Hier ereignete sich dieser Tage ein schwerer Unfall, dem leider das Leben eines Menschen zum Opfer fiel. Der 59jähriqe Landwirt Wilhelm W o l f von hier wurde von einem Stier angefallen und hef- tig gegen den Leib gestoßen. Dabei er« litt der bedauernswerte Mann eine stumpfe Bauchverletzung. In der Folge stellte sich eine schwere Bauchfellentzündung ein, so daß fed) ber nachträglich hinzugezogene Arzt veranlaßt sah, die sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik anzuordnen. Auf dem Transport unmittelbar vor der Ankunft in der Klinik e r l a g der Bedauernswerte den * M aulb ach/ 21.Aua. Das 5jährige S öh n• chen des Bahnarbeiters Robert B ö ck n e r stürzte so unglücklich, daß es den linken Oberschenkel brach. Das Kind wurde in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. * Großfelda, 20. August. Bei einer Kletter- Übung im Rahmen des Turnunterrichts kam hier ein Kind zu Fall. Mit einer schweren Kopfverletzung mußte es in das Alsfelder Krankenhaus eingeliefert werden. * Bernsburg, 20. August. In unserem Orte ereignete sich ein schwerer Unfall. Der Landwirt Karl Köhler, der erst kürzlich durch einen Brandschaden heimgesucht wurde, erlitt durch einen Sturz in der Scheune schwere innere Verletzungen und außerdem eine Gehirn- Turnschuhen. Waldlauf mit Freiübungen! Eine balbe Stunde tobt die große Schar in der Gegend herum. Anschließend Baden und Waschen in den Teichen. 8 Uhr! Wieder steht die Lagermannschast «uf ihrem zugewiesenem Platz vor den Zelten in einer Linie angetreten, die Gesichter blitzen, die Schuhe blitzten. Der Lagerleiter überblickt die ganze Bande, keiner fehlt, keiner ist krank. Wieder ein Ning, um den jetzt so schmucken Fahnenmast, denn jetzt beginnt der erste Tag im Lager! Unter den Worten eines Morgengrußes, unter Trommelwirbel, steigt die Fahne wieder hoch. An den Morgenkaffee schließt sich die Dienstzeit der einzelnen Fähnlein an. Kräftig packen 2 X 100 Jungenhände zu, um den Aufbau des Lagers zu beenden. Diese vielseitige Arbeit wird nur durch eine kurze Mittagspause und eine notwendige Mittagsruhe unterbrochen. Dann geht es weiter! Am Abend steht das Lager fix und fertig. Eine Stelle, an der das Lagerfeuer abgebrannt wird, bildet den Abschluß der sauren und mühsamen Arbeit. Wiederum Antreten zum Nachtessen. Zuerst werden die noch von zu Hause mitgebrachten Stullen verzehrt. kameradschaftlich wird unter die verteilt, die ihren Vorrat schon aufgezehrt hatten. Feuerwehr leiten. Lanotreis (titelten. * Wieseck, 21. August. Der junge Mann, der gestern gegen Mitternacht am Ortsausgang von Wieseck mit einer Straßenbahn ln Kollision kam und in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte, hat, wie die Untersuchung ergab, einen schweren Schädelbr u ch .r® handelt sich um einen Mann Friedrich Schutz aus Wieseck. CG Klein-Linden, 20. August. In einem außerordentlich stark besuchten Gottesdienste fand om Sonntagvormittag die Einführung der neuen Konfirmanden, 20 Knaben und IS Mädchen, statt. Die Feier erfuhr -in- b-fond-r- B°- r-ickeruna durch die Mitwirkung des Frauen- und Mädchenchors der evangelischen Kirch-ngem-.nd-, her durch ben Dortrag eines Chorals und des Liebe« Th? meikt den Weg", das Marion von Klot -inst"vor ihr?r Erschießung durch di- Bolschewiken ihren Mitgefangenen im Zentralgesangnis von Riga allabendlich vorsang, die Feierstunde verschonte • Grohen-Linden, 20.Aug. Der 62 Jahralte Zimmermann Wilhelm Thiemann von hier Vorbereiiungen zum Grünberger GaliuSmarkt. + Grünberg, 20. Aug. In jedem Jahre beschäftigt sich unsere rührige Gallusmarkt- k ° m m i s s i ° n schon lange vorher mit der Au s ■ gestaltung des G ° l l u s m ar k t e s Ihren Bemühungen war es daher auch zu danken, daß im vorigen Jahre, am zweiten Markttage, eine große Bauernkundgebung stattfinden konnte, bei der Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger und der Landesbauernführer Dr. Wagner Ansprachen Die Kommission hat auch für biefes Jahr erfolgreiche Vorarbeiten geleistet. Als Ergebnis der beiden bisherigen Sitzungen steht fest, daß auch der diesjährige Gallusmarkt wieder etwas Beson- deres bieten wird. Es ist nämlich außer dem bisher Üblichen Verlauf des Marktes: Heimatabend m der Turnhalle am Sonntag vorher, feierliche Markt- eröffnuna am Dienstagabend, Pferde-, Rmdvleh-, Schweine- und Krämermarkt mit Markttreiben auf dem Juxplatz am Mittwoch bzw. Donnerstag als besondere Veranstaltung für den zweiten Markttag eine ar o fee Lu f t s ch utz k u nd g e b u n g oorge- sehen. Die Bedeutung dieser Veranstaltung wird am besten dadurch bargetan, bafe fee von ber Landesaruppe Hessen-Rheinlanb-Süd bes Reichsluftschutzbundes durchgeführt wird. Landesgruppenführer Oberst a. D. Oldenburg und Stabsführer Jäger (Frankfurt a. M.) werden Anspra- chen baro. Erläuterungen über Zweck und Ziel de - artige/ Luftschutzübungen geben. £)ber=23ranbrrieif Frankl (Offenbach), ein Fachmann auf dem ®e- ki-t- d-s Luftschutz--, wird di- Mitwirkung d-r Kreis Wetzlar. G Wetzlar, 20. Aug. Der Lahndurchstich , deiKloster A l t e n b e r g, das größte Vorhaben innerhalb des Arbeitsbeschaffungsprogramms des Kreises Wetzlar, i st v o l l z o g e n. Den Damm, der ' das 600 Meter lange und 50 Meter breite Kanal- tück von dem Flußlauf auf ber ftabtwarts gelegenen Seite noch trennte, hat ber Bagger heute vormittag aufgerissen unb so bie Vereinigung bes neuen und des alten Flußbettes hergestellt. Da seit einigen Tagen die Pumpen innerhalb des neuen NEeiles außer Tätigkeit gesetzt waren, hat sich hier die Wasserhöhe dem Spiegel der Lahn fast angleichen können, so daß die Vereinigung ohne große Flutwellen vor sich ging. Die Gewalt des einströmenden Wassers war aber doch so stark, daß es aus den Seiten des erst einige Meter breiten Durchstiches große Erdbrocken herausriß und die Oeffnung selbsttätig verbreiterte. Die Kunde von dem bevorstehenden Ereignis hatte eine große Menge von Zuschauern nach der Baustelle gelockt, die mit Interesse )ie letzten Arbeiten verfolgte. O Groß - Rechtenbach, 20. Aug. Das Missionsfest ber K i r ch e n g e m e i n b e Groß- unb Klein-Rechtenbach, bas hier gestern auf bem alten Friedhof bei der Kirche zu Groß-Rechtenbach stattfand, erfreute fech eines guten Besuches. Im Festgottesdienst hielt Pfarrer Schmidt (Wetzlar) die Predigt. Er sprach über die enge Verbundenheit von Kirche und Mission. Die Nachversammlung wurde eingeleitet mit dem Lutherchoral „Ein feste Burg ist unser Gott", vor- getragen von dem Posaunenchor Groß-Rechtenbach. Missionar S k ä r von der Rheinischen Mission hielt die Festansprache und berichtete aus seiner 25jah- rigen Missionstätigkeit in Südwestafrika. Die Schlußansprache hielt ber Ortsgeistliche Pfarrer Harth. Das Fest war umrahmt von Gesangs- oorträgen des Männerchors und des Gemischten Ein neuer wichtiger Abschnitt in der praktischen k Arbeit der Arbeitsfront hat mit Aufnahme i der Tätigkeit der Rechtsberatungsstellen t ab 1. Mai 1934 begonnen. < Damit ist ein neuer entscheidender Schritt zur 1 Verwirklichung des Zieles der Arbeitsfront, ' die Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit ihren auseinanderstrebenden Interessen zusammenzuführen, getan. Ist die Zeit der Bewährung der Rechtsberatungsstellen auch kurz, so haben die bisherigen Erfahrungen doch bereits die Möglichkeit und Richtigkeit dieses Deges voll bestätigt. Während bei früheren Streitigkeiten bie Parteien sich auseinanberrebeten und so die Gegensätze sich verschärften, sehen die Rechtsberatungsstellen ihre vornehmste Aufgabe darin, in ausgleichender Form nach Möglichkeit eine unmittelbare Bereinigung der Streitfälle zwischen den Beteiligten herbeizuführen. Die Erfolge find so durchschlagend, daß ein großer Teil ber Fälle, bie früher vor ben Arbeitsgerichten behandelt wurden, bereits durch die Rechtsberatungsstellen beigelegt wird. Die Rechtsberatungsstellen find allein zuständig für alle Fragen, die das Arbeitsverhältnis oder Ansprüche an die Sozialversicherung betreffen. Sie beraten und vertreten vor dem Arbeitsgericht und den Instanzen der Sozialversicherung nur Mit- glieder der Arbeitsfront, fei es, daß sie ihr korporativ oder als Einzelmitglied angehören. Die Rechtsberatung erfolgt getrennt für Ve- triebsführer unb Gefolgschaftsrnitglieder. Ls find deshalb an fast allen Rechtsberatungsstellen besondere Rechtsberater für Betriebssichrer (B.-Vertreter) und besondere Rechtsberater für Gefolgschaftsrnitglieder (G. verlreter) vorhanden. Die beiderseitigen Rechtsberater sind aber nach Möglichkeit räumlich zusammen- gefafet, um jederzeit in gemeinsamen Bemühungen und durch Zusammenführung der Parteien in unmittelbarer Aussprache zwischen ihnen Streitfälle gütlich beizulegen. Der Betriebsführer ist also im gleichen Maße wie die Gefolgschaft in der Lage, sich in den regelmäßigen Sprechstunden oder in dringenden Fallen auch außerhalb der Sprechstunden bei dem für ihn zuständigen Rechtsberater Rat und Auskunft zu T Waldgirmes, 20. Aug. Bei der Kirmes in W e r d o r f wurde bem hiesigen Schießbudenbe- sitzer S ch m i b t in letzter Nacht durchbieHanb geschossen, so baß er in bas Krankenhaus nach Wetzlar gebracht werden muhte. — Heute Mittag schaukelten zwei Kinder auf. einem Brett über einem Ouerholz, wobei das vierjährige Söhnchen des Gastwirts Hermann Schmidt herunterfiel und den Arm brach. Kreis Marburg. □ C Marburg, 20. Aug. Auf der neuen Autoumgehung ft raße in der Nähe des Schülerparkes rannten gestern nachmittag em P e r- sonenauto unb ein Motorrab gegenein- anber. Der Motorrabfahrer, ein junger Mann namens Tänzle r von hier, erlitt neben sonstigen kleineren Verletzungen einen Beinbruch, während seine auf bem Soziussitz befinbliche Schwägerin durch bie Wucht des Zusammenpralles in hohem Bogen auf das Pflaster flog und einen schweren Schädelbruch davontrug. Die beiden Fahrzeuge mußten schwer beschädigt abgeschleppt werden. Die Schuldfrage an dem Zusammenstoß ist noch nicht geklärt. * Fronhausen (Lahn), 20.Aug. Ein langgehegter Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen. Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. hat die Sonntagsrückfahrkarten nach Frankfurt a. M. an allen Sonntagen genehmigt. Eine große Reifeerleichterung wird hier» durch der Bevölkerung zuteil, da sie jetzt die Sonntagskarten nach Frankfurt a. M. direkt losen kann, also eine Zwischenlösung in Lollar oder m Gießen nicht mehr nötig ist. Möge jeder dieses große Entgegenkommen unterstützen. Hitlerjugend und (Sportjugend. In der letzten Zeit sind in Kreisen der Turn- und Sportvereine sowie bei den Eltern der Turn- und Sportjugend starke Beunruhigungen über das Verhältnis und die Zusammenarbeit zwischen der Turn- und Sportjugend einerseits und der Hitlerjugend andererseits aufgetreten. Ich weise deshalb nochmals auf die Vereinbarung zwischen dem Reichssportjührer v. Tschammer-Osten und dem Reichsjugendführer Baldur von Schmach hin, die bereits in der gesamten deutschen Presse veröffentlicht wurde. Nach § 12 dieser Vereinbarung halt der Reichs- jugendführer die Mitgliedschaft ber Mitglieber ber Hitlerjugenb in den Turn- unb Sportvereinen für ll. Nieber-Ohmen, 20. August. Die hiesige Freiwillige Sanitätskolonne kann nunmehr auf ihr einjähriges Bestehen zurückblicken. Die Kolonne besteht aus zwölf aktiven Mitgliebern. Die praktische Ausbildung erfolgte durch Dr. Bitsch von hier. Im Laufe des Jahres wurden einige Instrumente angeschafft, die für eine Sanitätskolonne unerläßlich sind. Es wird auch in Zukunft keine Gelegenheit versäumt werden, die Sanitätskolonne zu fördern. — In der hiesigen Grube werden in den nächsten Tagen vom Reichssport- sührer im Einvernehmen mit dem Reichsjugend' sührer die Durchführungsbestimmungen heraus- Termin für die Iechtmeisterprüfung. Ich habe im Einverständnis mit der Geschäftsführung des Reichsverbandes Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer e. V. im NSLB. den Prüfungstermin für die diesjährige Fechtmeister- Prüfung auf den 28. bis 30. September d. I. festgesetzt. Die Prüfunasbedingungen können auf Anforderung von ber Fachgruppe Fechten des Reichsverbandes Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastik- lehrer e. D., Berlin XV 15, Joachimsthalerstraße 10, bezogen werden. Die Prüfung wird durchgeführt in den leichten Waffen, Florett, Säbel und Degen, im schweren Säbel, Schläger und Reformschlager. Der Meldeschluß für die Prüfung, die in Berlin stattfindet, ist der 10. September Die Prüfungsgebühr beträgt 20 Mark, die bis zum 10. September auf das Konto des Reichsoer- bandes Berlin Nr. 9494 einzuzahlen ist. Eine genaue Bekanntgabe der einzelnen Termine erfolgt nDd)' Gez. Dr. Hoops, Fachgruppenleiter, pokalschichen der Kreisgruppe Sießen- 7!ord der Kleinkaliber-Schühen in Allendorf (Lda). Auf dem sehr schön gelegenen Klein-Kaliber- Schießstand in Allendorf (Lda.) traten folgende Mannschaften zum Pokalschießen an: Schutzenverem Allendorf (Lda.) erste und zweite Mannschaft; Post- Sportverein Gießen (K.-K.-Schützen) erste und zweite Mannschaft; Schützenverein Leihgestern eine erste Mannschaft; Schützenverein Steinbach eine erste ^Unte?^eitung des Kreisobmanns Förster Al- lendorf (Lda.) wurde die Veranstaltung reibungslos durchgeführt. Bedingungen waren neun Schüfe; je drei liegend, kniend und stehend ohne Hilfsmittel. Das Ergebnis war folgendes: Allendorf (Lda.) 1 Mannschaft 412 Ringe; Gießen 1. 385 R.; Stein- bad) 1 376 R.; Gießen 2. 340 R.; Allendorf 2. 322 R.; Leihgestern 1. 320 Ringe. .. Als bester Einzelschüße ging der Jungschutze Dom Do st-Sportverein G , efeen, Kurt Strack als erster Sieger mit 92 Ringen hervor. Der Pokal fiel als Wanderpreis im ersten Jahre bem Schützenverein Allenbors (Lba.) zu. Derselbe Verein hat auch ben vorherigen Pokal der Kreis» gruppe mit 388 Ringen 1931; 367 im Jahre 1932 unb 432 Ringen 1933 errungen. In echter Schützenkameradschaft fanben sich die Gez.: Löwer Unterbeauftragter bes Reichsfportführers für bie Hessischen Teile bes Gaues 13. Oie Turn- und Sportpflicht der Beamten. An alle Turn- unb Sportvereine! Die Verfügung bes Hessischen Staatsministers vom 20. Mai 1934 über bie Turn- unb Sportpflicht der hessischen Beamten bzw. die Ausführungsbestimmungen hierzu haben in der gesamten Sportpresse und bei allen Turn- und Sportvereinen eine freudige Aufnahme gefunden. Bedauerlicherweise wurde jedoch in letzter Zeit die Wahrnehmung gemacht, daß einzelne Vereine (im vorliegenden Falle Wandervereine) versuchen, aus ber Turn- unb Sportpflicht ber Beamten für sich materielle Vorteile herauszuschlaaen unb Mit- glieber zu fangen, inbem sie besonders günstige Eintrittsbedingungen anbieten. Hierdurch wird den Beamten ein Weg gezeigt, wie sie auf angenehme Art und Weise die Turn- und Sportpflicht umgehen können. Abgesehen von dem unmoralischen Verhalten eines solchen Vereins gegenüber einer ministeriellen Maßnahme geht es auch in sachlicher Beziehung fehl, wenn man annimmt, daß einmaliges Wandern im Monat als Turn- und Sportpflicht im Sinne ber obigen Verfügung genügen würbe. Es wirb oaber nochmals barauf hingewlesen, daß mit den strengsten Maßnahmen gegen diejenigen Vereine vorgegangen wird, die versuchen, auf solche ungehörige Art und in so geschmackloser Weise zu werben und hierdurch falscheAusfassungen über die Turn- und Sportpflicht der Beamten holen oder sich von ihm vertreten zu lassen. Soweit vereinzelt an kleineren Orten Nebenstellen mit nur einem Rechtsberater für Arbeiter unb Angestellte eingerichtet worben finb, werben bie Betriebsführer biefer Orte von ben B.-Vertretern ber nächst- gelegenen Hauptstelle mitbetreut. Diese B.-Vertreter werben auch jeberzeit bie auswärtigen Betriebs- sührer auf Anruf gerne aufsuchen, um ihnen, soweit sie nicht in der Sprechstunde erscheinen können, gleichfalls die Rechtsberatung zu erleichtern. Die Zusammenarbeit zwischen ben Rechtsberatern für Betriebsführer unb Gefolgschaft, wie auch ihre Schlichtungstätigkeit selbst hat sich so bewährt, baß in der Tat die Arbeitsgerichte nur noch in geringerem Umfang in Anspruch genommen werden. Das gleiche ist im einzelnen von der Gießener Rechtsberatungsstelle zu sagen. Betriebsführer wie Gefolgschaftsmitglieder bedienen sich ihr gleicher- maßen mit vollem Vertrauen auf sachkundige Beratung und Vertretung. Die Geschäftsstelle befindet fech in Gießen, Horst-Wessel-Wall 39, Sprechstunden sind Montag und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 11 bis 13 Uhr. In dringenden Fällen kann auch während ber übrigen Geschäftszeit (Montag unb Donnerstag von 7 bis 13 Uhr unb von 17 bis 19 Uhr, Dienstag, Mittwoch, Freitag von 7 bis 15 Uhr unb Samstag von 7 bis 12 Uhr) bie Rechtsberatungsstelle jeberzeit in Anspruch genommen werben. Die Giefeener Rechtsberatungsstelle Ist zustan- big für bie politischen kreise Gießen, Bübingen, Schotten, Friedberg, Alsfeld, Lauterbach, weh- tar, Oberlahn, Limburg, Oberroefferroatb, Westerburg, Uit untergeordnet sind die Rechtsberatungsstellen in Schotten, Rieder-Ohmen, Lauter- bad), Marienberg, Westerburg, Ferner werden von der hiesigen Rechtsberatungsstelle noch Sprechtage in Friedberg, Bad-Rauheim, Ridda, Büdingen abgehatten, um den betreuten kreisen in den entfernteren kleineren Orten den Rechtsschutz zu erleichtern. Ehe jedoch die Rechtsberatungsstellen in Anspruch genommen werden, muß zunächst gründ- ätzlich im Betrieb versucht werden, auf- , tauchende Streitigkeiten zwischen Betriebsführer und t Gefolgschaft unter Hinzuziehung des Vertrauens» i rates zu bereinigen. Die ganze Lagermannschast sitzt um bas Lagerfeuer herum. Zuerst gibt es natürlich wieder ein Lied! Ein Witzbold aus unseren Reihen gibt uns eine „lehrreich Vorstellung"! Er unterläßt es auch nicht, verschiedene seiner Kameraden durch den „Kakao" zu ziehen! — Aber jetzt gebietet ber Leiter Feierabenb; die Lagerwache wird bestimmt, unb alles anbere verschwindet in seinen Zelten! — Nachtruhe. — Einmal ist es die letzte Nacht, die die Jungen zusammen verleben. Unb bann werben sie wieder zurückfahren in bie arofee, graue Stabt! Es wirb wohl alles roieber so sein, wie es vorher war! Aber nein, nicht so, es soll etwas anberes werben, etwas ganz anderes! Das Lager ist nicht einfach spurlos vorüber- gegangen — es hat uns allen mehr gegeben, als wir wahrscheinlich merkten. Ls gab Schlichtheit, Kameradschaft und Treue! Was hatte uns doch unser Lagerleiter am letzten Abend zugerufen: ... Sollte mal bei uns eine Lücke, ein Zwiespalt entstehen, so wollen wir immer fest zu unserer Fahne auf schauen! Ibn. 1/116. Folgen der Verletzung. * Eberstadt, 20. August 2n der Frühe des Sonntags versammelten sich die Schuler unseres Turnvereins „Gut H e i I au emem schonen Waldspaziergang. Mit wohlgefulltem Brotbeutel marschierten sie unter ber Führung W. Reitschmibt unb PH- Herbert ab,®am berten burch das Feld nach Dorf-Gill und von hier aus burch ben taufrischen Klosterw^d. Auf bem Harbtberg übten sie ein munteres Gelände spiel. Nach dem Frühstück setzten fee Aen Weg nach Kloster Arnsburg fort. Alte deutsche Turn- und Volkslieder schallten durch den Wald Von Arnsburg aus wanderten sie über die Bergermuhle und über Hof Güll wieder der Heimat zu. ! Aus dem südlichen Kreise ® 1 e d en, 19. Aug. Zögernd beginnen bie Bauern mit ber Grummeternte. Der ergiebige Regen beiden Graswuchs noch hätte forbern konn , s ausgeblieben. Aus biesem Grunbe rst der Ertrag der 'Wiesen lehr aerinq. Nur m ben feutfeten Lagen ist bie Mengendes Grummets ^f^/l^g^haben feite gibt es Wiesen, bie so wenig Nachwuchs haben »WES N Beltershain, 20. August. Gestern mittag Eisenkauls sind zur Zeit 20 B^leute be- fanb hier bas erste Iahresfest der landes- schäftigt. Es bestehen gute Forderungsmogllchkeiten, kirchlich en Gemeinschaft statt. Infolge so M die Durchschnittsleistung 550 Wagen ^betragt, des günstigen Wetters konnte die gutbesuchte Versammlung im Freien vor der Kirche abgehalten werden. Die Ansprachen wurden von den Predigern Aßmann (Frankfurt) und Pfeiffer (Grün- berg) gehalten. Zur Verschönerung der Feier truaen ber Gemischte Chor von Grünberg mit zwei Lie- bem, ein Posaunenchor unb ber Gitarrenchor Flensungen mit zwei Liebern bei. Mit einem gemeinsamen Lieb klang bie weihevolle Feier aus. erzielte die Naunheimer Mitte durch langen Rollball den Führungstreffer. Der direkt anschließend Konto des iwei -an- allerdings den Holländerinnen den Sieg ab- Die Schwimmer-Europameisterschaften in Magdeburg wurden am Sonntag beendet. Der Schluhtag brachte nochmals zwei schöne deutsche Siege, die auch den Ausschlag gaben, daß trotz Verlustes der Wasserballmeisterschaft der Europapokal von Deutschland wieder zurückgewonnen wurde. Hermann Stork- Frankfurt gewann das Turmspringen, und im 200-Meter-Brustschwimmen kamen mit S i e» Linksaußen Vorlage in hinter der rinnen treten. Den ersten deutschen Sieg des Tages erzielte Stork im Turmspringen. Verwertung der Damen, dem Kampf um den „B r e d i u s - P o k a 1", mußten unsere Vertre- Der Hamburger S i e t a s kurz vor dem Ziel des 200-m-Brustschwimmens der Magdeburger Wettbewerbe, in dem er den Sieg und damit den Titel eines Europameisters errang. Das Gesamtergebnis sieht im Kampf um den Europa-Pokal Deutschland mit 118 punkten vor Ungarn mit 72 punkten an erster Stelle. Frankreich, Italien und England folgen dann mit deutlichen Abständen. Der Europapokal kam damit zum dritten Male in deutschen Besitz. 1926 in Budapest und 1927 in Bologna waren wir schon Gewinner der wertvollen Trophäe, 1931 in Paris mußten wir ihn an Ungarn abtreten. Sechs deutsche Europameisterschaf- t e n sind das Fazit der Magdeburger Kämpfe, ein überaus erfreulicher Ausgang, denn bei den Meisterschaften 1931 in Paris konnten wir nur zwei Titel erringen. Europameister wurden Leo E s • s e r (Kunstspringen), Hermann Stork (Turmspringen), Rudolf S i e t a s (200 Meter Brust), Hertha Sieche (Turmspringen), Olga Iensch- Jordan (Kunstspringen) und Martha Genen« g e r (200 Meter Brust). Olga Iensch war auch die einzige Europameisterin von 1931, die ihren Titel erfolgreich verteidigen konnte. so die Verteidigung. Was übrig blieb, meisterte de» Torhüter in stoischer Ruhe. Die unteren Manm Der Auftakt der Fußball-Saison 1934/35 in Gießen recht guten Schiedsrichter, der sich noch vor dem Naunheimer Tor befand, entging. Die Gießener säumten etwas im Angreifen und als es geschah, war es zu spät. Keusch konnte gerade noch vor dem Eintreffen Hembachs einschießen. Die Blauweißen ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, die besten Chancen wurden aber nicht verwertet. 1900 drängte mit Energie zum Erfolg und endlich fand eine Flanke von Heilmann durch prächtigen Kopfball von Schmelz das Ziel. 1900 hatte auf 2:1 verkürzt. Nach dem Wechsel kamen die Gießener Gäste zunächst gar nicht ins Spiel. Die Hintermannschaft wurde aber immer wieder mit den zum Teil ungestümen Angriffen der Gastgeber fertig, besonders Schlarb im Tor war wieder in Hochform. Nach und nach machten sich die Gießener wieder frei und richter amtierte sehr sorgfältig und gut. Lediglich die Vorteilsregel ließ er einige Male außer acht. Der Auftakt der Fußballsaison in Gießen sollte ein günstiges Omen sein. Wenn die zum Wochenende gezeigten Leistungen beibehalten werden, sollten die Verbandsspiele bessere Erfolge bringen als im vergangenen Jahre. Turn- und Spielverein Naunheim 1 gegen 190& Gießen I 3:1 (2:1). Der Meister der 1. Kreisklasse und jetziger neuer Bezirksklassenoerein Naunheim (Kreis Wetzlar) gab zu Hause einen gefährlichen Gegner ab. In Naunheim wird es jedem Gegner schwer fallen, Punkte zu erringen. Die Niederlage ist für die Gießener keinesfalls beschämend. 1900 hatte nur eine schwache Elf entsandt, deren Spieler alle bereits ein Spiel absolviert hatten. Der Gastgeber Naunheim ging ausgeruht in den Kampf. Von der Mannschaft des Samstags waren Dörr, Günther, Langsdorf, Mank und Wilhelmi nicht mit von der Partie. Die Gießener ließen sich überrumpeln, nach knapp fünf Minuten Spielzeit stand das Treffen 2:0 für den Platzverein. Auf eine Flanke des Linksaußen t a s - Hamburg und Schwarz- Göppingen zw Deutsche auf die ersten beiden Plätze. In der Lä errungene zweite Treffer kommt auf Schiedsrichters. Der Naunheimer Keusch übernahm eine hohe weite glatter und deutlicher Abseitsstellung aufgerückten Gießener Verteidigung, was dem sonst Ausklang in Magdeburg Deutschland gewinnt den Europapokal. Beteiligten im Gasthaus Ranft zu einer Bespre- s für sich. Im G a u - E n d k a m p f schlug Württem- chung zusammen. Der Kreisobmann machte bekannt,: berg Pommern mit 4:3. daß der Kreis Gießen Süd und Nord i n | Das Turnier war gut aufgezogen und am Sonntag von etwa 500 Personen besucht. Das schöne Wetter wirkte sich für die Spiele, die sämtlich sehr spannend und hart umkämpft waren, sehr vorteil- Er führte schon von der ersten Hebung ab und gewann mit 98,99 Punkten vor dem Deutschböhmen L e i k e r t (92,77 Punkte) und Riebschläger- Zeitz, der 90,72 Punkte erreichte. Damit hat Deutschland alle Springkonkurrenzen in Magdeburg für sich entschieden. Der Nachmittag wurde mit dem 200-Meter- Brustschwimmen eröffnet, das eine sichere Beute unserer Vertreter S i e t a s und Schwarz wurde. In 2:49 und 2:49,4 Minuten belegten sie vor dem Dänen Malmström die ersten Plätze. Das übrige Feld kam erst mit drei Sekunden Rückstand im Ziele an. Im 400-Meter-Kraulschwimmen der Damen gab es totes Rennen zwischen der Holländerin M a - stenbroek und den Ouden in 5:27,4. Willie den Ouden verzichtete zugunsten ihrer Landsmännin auf den ersten Platz. Dieser Ausgang gab auch den Ausschlag zum Gesamtsieg der deutschen Damen, zumal deutsche Vertreterinnen hier nicht im Endlauf waren. Das 150 0-Meter-Kraulschwimmen der Herren war natürlich Jean Taris nicht zu nehmen. Er siegte in 20:01,5 vor dem Italiener Costoli und dem Engländer Wainwright. Der junge Stettiner Gerhard N ü s k e belegte noch vor dem Ungarn Pataky den sechsten Platz, für den Kampf um den Europa-Pokal noch recht wesentlich. Mit dieser Konkurrenz war das Schwimmprogramm beendet. Es kamen dann noch Wasserballspiele an die Reihe. Ungarn sicherte sich die Europameisterschafk endgültig durch einen 9:1 (4:1)-Sieg über Schweden. und Deutschland behauptete den zweiten Platz durch einen knappen 2:1-Sieg über Belgien. Aki Rademacher schoß vor Halbzeit den ersten, Schwarz nach der Pause den zweiten Treffer, und kurz vor Schluß fiel Belgiens Ehrentor durch Caste- leyn. Der knappe Ausgang sicherte Belgien den dritten Platz vor Schweden. Am Vormittag .gewann Frankreich 2:1 (2:1) über Spanien. Damit wurden die Franzosen Sechster. nächster Zeit zusammengelegt werden soll. Da fierr Förster gleichzeitig auch seine Versetzung bekannt gab, wird der Sitz des Kreisobmann wahrscheinlich nach Gießen verlegt werden. Als Sprecher der Gießener Post-Schützen würdigte Herr Mohr die Verdienste des Kreisobmannes und hob hervor, daß nur durch engste Zusammenarbeit der Stadt- und Landvereine die echte Volksgemeinschaft im Sinne unseres Führers her- gestellt werden könnte. Gleichzeitig überreichte derselbe im Namen des Post-Sportvereins Gießen den Allendorfer Kameraden für ihren schönen Erfolg am 12.8. 34 eine kunstvolle Ehrenscheibe. Der Vereinsführer des Schützenoereins Allendorf (Lumda), Herr W ü ft, dankte für den Verein und bekräftigte den von den Gießenern vorgebrachten Wunsch einer engeren Zusammenarbeit aller Kleinkaliberschützen. Klubmeisterschaften der Kegler im Lahn-Äuseckertal. Vorn 3. Juni bis 12. August fand die Austragung der diesjährigen Klubmeisterschaft des Keglerverbandes „Lahn-Buseckertal" im Keglerheim von Gastwirt Einhäuser zu Alten-Buseck statt. Geworfen wurde in Dreier-Mannschaften, je Kegler 100 Kugeln. Es traten zum Start auf Bohle 14 und für Scheere 15 Mannschaften an. Sieger blieb auf Bohle nach fünfmaligem Wurf: „Gut Holz" Alten-Buseck (H. Müller, W. Wagenbach, Fr. Müller) mit 8794 Holz vor „Bahn frei" Lollar mit 8768 Holz (W. Borschel, E. Gan- ßer, L. Kohlberger). Auf Scheere siegte „Gut Holz" Lollar (W. Sehrt, R. Wißmann, M. Schupp) mit 8925 vor „Bahn frei" Lollar mit 8678. Anerkennenswert sind die Leistungen von „Bahn frei" Lollar, die sich in fünfmaligem Kampf auf beiden Bahnen bis zum Schluß gut durchsetzte. — Bei dem Wanderpreiskegeln am Sonntag siegte mit je 20 Kugeln auf Bohle und Scheere Wilhelm Wagenbach mit 126 Holz vor Friedrich Müller mit 125 Holz. Das Tennis-Turnier der OT. in Bad-Nauheim. Das Tennis-Turnier der DT. wurde am Sonntag in Bad-Nauheim mit den Entscheidungsspielen beendet. Sieger im Herren-Einzel wurde der Stuttgarter Wille, der Volgmann in drei Sätzen 6:3, 8:10, 6:1 im Endspiel abfertigte. Bei den Damen endete Frau Reissner durch einen 6:1-, 6:3-Sieg über Eisenbeiß vorne. Im Gemischten Doppel sicherten sich Hubricht-Rudolph mit 1:6, 8:6, 6:0 den Sieg gegen Roloff-Preusser, im Herren- Doppel wurden Wille-Baumann durch 6:4, 7:5 über Kreß-Zwinger Turniersieger und im Damendoppel entschieden Waidemayer-Eyer das Endspiel mit 4:6, 6:2, 6:3 gegen Dolgmann-von Norman Die Fußballsperre ist vorüber! Sechs Wochen lang hatten die Fußballmannschaften Ruhe und Zeit zum Training. Die Pause erwies sich auch für unsere Gießener Mannschaften als sehr notwendig. Was man zum Ende der vergangenen Saison zu sehen bekam, war nicht immer erfreulich. Um jo erfreulicher ist es aber, davon berichten zu können, daß die Mannschaften der Spielvereinigung 1900 und des VfB -Reichsbahn die Wettspielpause dazu benützt haben, unter Anleitung von besonders herbeigerufenen Trainern, ihre Form und ihr rein technisches Können wieder etwas in Ordnung zu bringen und, wo es not tat, zu vervollständigen. Das Training ist nicht vergeblich gewesen. Am Samstag, wie am Sonntag wurden Leistungen gezeigt, die über denen des Ausgangs der vergangenen Saison lagen. 1900 und VfB.-Reichsbahn hatten sich beachtenswerte Gegner verpflichtet. Beide Spiele gestalteten sich zu wahren Freundschaftsspielen. Spielvereinigung 1900 gegen Viktoria Frankfurt Eckenheim 2:0(l:0) Das Spiel fand bereits am Samstagabend auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe statt Nur wenige Zuschauer hatten sich eingefunden. Leider kamen die Gäste reichlich spät, so daß es schwer war, bei der gegen Ende des Spieles herein- brechenden Dunkelheit die Kampfhandlung genau zu verfolgen. Die Frankfurter erwiesen sich in diesem Spiel als ausgezeichnete Techniker. Sie gingen mit dem Ball sehr geschickt um, kombinierten in gutem Aufbau, gaben rascher ab, als ihre Gegner, spielten sehr fair und ruhig'und hielten ein gleichmäßiges Tempo von Anfang bis zum Ende. Ein sehr guter Tormann verhinderte ihnen eine größere Niederlage, die ihnen aber nur dadurch beschieden war, daß sie vor dem Tor von einem sprichwörtlichen Pech verfolgt waren, allerdings auch nicht immer den letzten Einsatz zeigten, der ihnen allein zu Erfolgen hätte verhelfen können. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf entsprochen. Im Feldspiel waren die Gäste meist etwas überlegen. Die Spielvereinigung 1900 stützte sich für dieses erste Spiel auf junge Kräfte. Allerdings setzte man auch einige der bewährtesten Kämpen ein. Die Mannschaftsaufstellung erwies sich als sehr gut. Die Spielvereinigung war vertreten durch: Schlarb Schneider Lippert Langsdorf Mank Hainbach Wilhelmi Schmelz Günther Heilmann Dorr. Die Elf der Spielvereinigung spielte einen sehr guten Fußball. Der Sieg war nicht unverdient. Schlarb im Tor war schier unüberwindlich, die Verteidigung nicht weniger. In der Läuferreihe und im Sturm mangelte es lediglich am Tempo in der Ballabgabe. Man sah sehr feine Kombinationszüge. Die Tore, die den Sieg bedeuteten, fielen auf klare Weise. Eine Vorlage von Heilmann für Dörr wurde von diesem glatt verwandelt. Für das zweite Tor wechselten beide die Rollen. Heilmann schoß auf eine exakte Vorlage von Dörr. Während der ersten Halbzeit lagen die Gäste immer etwas mehr in Front. Ihre Angriffe waren gefährlich, wurden aber immer das Opfer der Verteidigung und des Torhüters. Die Gäste schossen aber auch viel darüber und daneben. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Frankfurter sehr aggressiv, aber der Erfolg blieb ihnen versagt. So wurden mit 1:Ö die Seiten gewechselt. Nach der Pause drehten die Blauverfehlt. Zu Gießener Erfolgen kam es nicht mehk. Jrn Gegenteil, in den Schlußminuten sprang ein harmlos aussehender Eckball vor dem Gießener Tor unvermutet auf den Rücken eines Naunheimer Spielers und von da an den Torpfosten und ins Netz. Die Naunheimer Spieler hatten durch ihre Frische und ihre Forsche etwas mehr vom Spiel. Ein knapper Sieg war verdient. Das Treffen verlies sehr fair und war mit 400 Zuschauern recht gut besucht. Spielleiter war Deih (Nauborn). weißen auf. Die Gäste wurden etwas unruhig,! Zug. Erfolge blieben aber aus. Ein Selbsttor eines spielten eine Zeitlang planloser und ließen die Gästespielers ließ die Grünweihen mit 5:3 Toren Platzbesitzer mehr und mehr aufkommen. Erst all-1 gewinnen. Das Ergebnis ist gerecht. Der Schieds- Erich Metze Weltmeister der Steher. Am Sonntag wurden in Leipzig die Steher- Weltmeisterschaften über 100 Kilometer entschieden. Vor 22 000 Zuschauern konnte sich Erich Metze (Dortmund) den Titel erkämpfen und damit Deutschland die dritte Weltmeisterschaft bringen. Erich Metze fuhr ein taktisch kluges Rennen hinter seinem Schrittmacher Saldow und wurde dabei von seinem Landsmann Paul Krewer, der den zweiten Platz belegte, gut unterstützt. Das ganze Rennen war ein spannender Kampf. Der Titelverteidiger Laquehay (Frankreich) gab nach 150 Runden, nachdem er schon überrundet war, auf. Glückstrahlend nahm der neue Titelträger das Weltmeisterschaftstrikot von dem Präsidenten der UCJ., Breton (Frankreich), entaeaen und legte unter dem nicht endenwollenden Beifall und den Klängen der deutschen Nationalhymne, mit einem riesigen Lorbeerkranz geschmückt, die Ehrenrunde zurück. Deutschland-Rumänien 5:0. Abschluß des Davispokalwettbewerbes. In Berlin wurde am Sonntag der Davispokal- Ausscheidungswettbewerb für 1935 zwischen Deutschland und Rumänien abgeschlossen. Nachdem die Deutschen bereits am Samstag mit 3:0 geführt hatten, gewannen sie auch die letzten beiden Einzelspiele, so daß der Gesamtsieg mit 5:0 recht deutlich ausfiel Henkel II schlug den Rumänen Hamburger 6:2, 6:3, 6:3 sehr sicher und Gottfried von (Tramm gewann gegen Schmidt mit 7:5, 6:4, 6:1. Deutschland trifft nun in der nächsten Runde auf Dänemark, das kampflos durch den Schweizer Verzicht unser Gegner wurde. Dieser Kampf wird vom 24. bis 26. August in Kopenhagen ausgetragen. Die Grünweißen gingen bald mit 2:0 in Führung. Ein völlig ausgeglichener Kampf füllte die ganze erste Spielhälfte. Verschiedene zwingende Chancen wurden auf beiden Seiten vergeben. Ein Elfmeterball für Sinn ließ die Gäste aufholen. 2:1! (Eine Minute später aber fiel gar der Ausgleich, x,n J^ner entschlossener Schuß des Halblinken der Gaste war zum Tor verwandelt worden. Das Spiel gewann nun an Tempo. Es ging um die Führung. Die Gäste tarnen mehrfach gefährlich vor i ?or Hefigen. Aber sie schossen entweder auf den Mann oder hoch darüber. Die Führung rissen dann die Grünweißen durch Fehling an sich. Er konnte tm Anschluß an einen Eckball tadellos verwandeln. Wenig später fiel durch ihn das vierte Tor für VfB.-Reichsbahn. Beim Stande von 4-2 Toren wurden die Seiten gewechselt. Die Gäste gaben den Widerstand nicht auf. Sie verkürzten zunächst auf 4:3 und bemühten sich weiter um Angriff und Erfolg. Vergeblich! In Gegenangriffen kamen auch die Grünweißen zum mählich wurde bas Gleichgewicht im Feldspiel wieder hergestellt. überraschend fiel für die Gäste ge- gegen Ende der zweiten Halbzeit das zweite Tor. Die ihnen sicherlich überraschende Niederlage nahmen sie mit Ruhe hin. Das Spiel hatte einen gerechten Leiter. Die Mannschaften machten ihm das Amt aber auch sehr leicht. Es gab kaum einen Strafstoß. Freundschaftsspiele in diesem Geiste sind die beste Werbung für den Fußballsport. VfB.-Neichsbahn-BfB.Sinn5:3(4:2) Das Spiel am Sonntagnachmittag auf dem Wald- sportplatz verlief in gleichem Geiste. Die Zuschauer bekamen ein sehr lebendiges Spiel vorgeführt. Auch dieser Kampf wurde sehr fair ausgetragen. Die Mannschaft war durch einige junge Kräfte ergänzt worden, die sich gut einfügten und mit den älteren bewährten Spielern ansprechend zusammenarbeiteten. Die Elf trat in folgender Aufstellung an: Schwan Leutheuser Kreß Heß Knauß Feuster Heinzmann Schmidt 3. Lehrmund Fehling Mattern 3. Für Heinzmann ging in der zweiten Halbzeit der Trainer in den Sturm. In der Verteidigung sah man diesmal Leutheuser überragend. Der Tormann hielt sehr sicher. In der Läuferreihe gefielen Knauß und Feuster. Im Sturm wirkte Fehling recht glücklich. Alle waren sehr eifrig. Man verstand sich gut, so daß immer wieder Angriffe zustande kamen, die die gegnerische Verteidigung bis zum Aeußersten herausforderten. Die Gäste, durchweg schöne, durchtrainierte Gestalten, waren sehr ernst zu nehmen. Sie verfügten über eine feine Kombinationstechnik. Mit großer Geschicklichkeit stand immer der richtige Mann frei. Dadurch mußten die Grünweißen immer etwas mehr laufen wie die Gäste. Es gab dann jeweils harten, aber nie unfairen Kampf Mann gegen Mann um den Besitz des Balles. Man sah eine Reihe von Angriffen, die zügig über das ganze Feld vorgetragen wurden. Hier waren die Einheimischen ebensogut wie die Gäste aus dem Dillgebiet. In der Ballbehandlung waren die Leute aus Sinn etwas besser. Die Grünweißen spielten aber ihrerseits energischer auf Erfolg: sie waren auch vor dem Tor jeweils entschlossener. Eine höhere Niederlage wurde von dem Torwart der Gäste verhindert. Die Ligareserve fand sich im ersten Spiel der Saison noch nicht richtig zusammen und diesen Umständen hat sie das nur unentschiedene Resultat (1:1) gegen die gleiche Elf der „Teutonia" Watzenborn-Steinberg ßu verdanken. Das Spiel fand auf dem kleinen Steinberger Platz statt. Bei den Blauweißen versagte der Angriff. Das Endergebnis stand schon beim Seitenwechsel fest. Die 1. Jugendmannschaft hatte im ersten Spiel der Saison die gleiche Elf vom Sportverein 05 Wetzlar zum Gegner, der sie in allen Belangen überlegen war. Beim Seitenwechsel führten die Einheimischen durch schöne Treffer schon 3:0, denen nach der Pause noch zwei weitere angereiht wurden, obwohl 1900 nur noch neun Spieler im Feld hatte. Wetzlar kam nur zum verdienten Ehrentor. Endresultat 5:1. Wetzlars Schüler traten zum vereinbarten Gesellschaftsspiel nicht an. epidveremigung 1926 Leihgestern. Leihgestern I — Steinbach I 8:1 (2:0). Am Sonntag empfing die 1. Mannschaft bet Spielvereinigung Leihgestern die gleiche des FSV. Steinbach zu einem Gesellschaftsspiel. Die Gäste vermochten in der ersten Hälfte des Spieles Widerstand zu leisten, um in der zweiten Hälfte eine katastrophale Niederlage entgegenzunehmen. Dis Gastgeber fanden sich in der ersten Halbzeit nicht so zusammen, wie man es in den früheren Spielen gewohnt war. In der zweiten Hälfte aber sah man wieder einen schußfreudigen Sturm, der in regelmäßigen Abständen sechs weitere Tore buchen konnte. Die Läuferreihe arbeitete zuverlässig, eben- haft aus. Fußball-Freundschastsspiele in Süd- und Süd-Westdeutschland. SV. Wiesbaden — Bayern München 0:2. FSV. Mainz 05 — Union Niederrad 3:1. Hanau Stadt — Hanau Land 0:2. VfB. Friedberg — Kreis Friedberg 6:1. Spielv. Kassel — Kurhessen Kassel 2:2. Kickers Offenbach — 1860 München 1:2. FSV. Frankfurt — Eintracht Frankfurt 2:5. SC. Kassel — Bayern München 4:5. Süddeutsche Vereine auf Reisen. Hamburg SV. — Spvgg. Fürth (18.) 0:3. Viktoria Harburg — Spvgg. Fürth 1:1. Polizei Chemnitz — 1. FC. Nürnberg 1:3. VfB. Glauchau —- 1. FC. Nürnberg 0:2. Leichtathletik-Länderkampf Deutschland - Schweiz 88:50. In der Stuttgarter „Adolf - Hitler - Kampfbahn" kam am Sonntag vor 20 000 Zuschauern der 14. Leichtathletik-Länderkampf Deutschland—Schweiz zum Austrag. Die deutsche Vertretung kam, obwohl nicht allererste deutsche Klasse darstellend, zu einem einwandfreien und verdienten Siege mit 88:50 Punkten. Die Schweizer konnten in dem fünfzehn Wettbewerbe umfassenden Programm zu 3 Einzel- fiegen kommen. Der ewig junge Dr. Martin gewann die 1500 Meter und lief in 3:58,1 Minuten einen neuen Schweizer Rekord. Der Freiburger Stadler mußte hier badischen Rekord laufen, um in 3 :58,3 den zweiten Platz zu belegen. Den zweiten Schweizer Sieg gab es im 5000-Meter-Laufen, wo der schon 37jährige S ch a tz m a n n in der letzten Runde dem geschlossenen Felde enteilte und in 15 :47,4 siegreich blieb. Im Stabhochsprung teilten sich der Schweizer Meyer und der DT.-Altmeister Müller-Kuchen mit je 3,80 Meter in den ersten Platz. In den meisten Konkurrenzen gab es deutsche Doppelsiege. Heber 100 Meter schob sich der Schweizer Rekordmann Hänni zwischen Borch- meyer und Hornberger, über 200 Meter ließen die beiden Deutschen den Schweizer aber nicht aufkommen, es gelang ihnen sogar, die bisherigen Jahresbestzeiten zu unterbieten. Im Speerwerfen erschien Meister Weimann nicht am Start. Für ihn nahm Huber teil, der auch den Sieg errang, während Weltrekordmann Sievert, der einen Doppel- fieg im Kugelstoßen und im Diskuswerfen feierte, hier nur Vierter wurde. In den beiden Staffeln gab es deutsche Siege. In allen übrigen Wettbewerben tarnen die deutschen Farben zu Doppelerfolgen. setzten ihrerseits zu mehrfachen Angriffen an, wobei sie sich mehr des linken Flügels bedienten, j Torhüter in stoischer U Einigemale wurde in der Aufregung das leere Tor I schäften waren spielfrei. WMM MM r M,