184. Jahrgang Nr. 189 Erstes Blatt 184. Jahrgang Mittwoch, 15. August 1934 _ Ä Ä Annahme von Anzeigen ▲ ft^ . . . A .. 41. A A E.w‘S=S ks:i<&* AlrV A-ft* A.'fif Utt4AtAA1r Heimat im Bild Die Scholle ■ WH» ■ ■ W HZ fl W H H fl W ■ MW W W X MM W M ■ ■ y ■ für Anzeigen von 22 mm ää Uf 1* I»* 11* I 2AIIiIlIUIlL sx.7ä£ä äsaar; 's K/ tV I |V I l-V 4 IHV IHV V sss« Sää: VI V SSÄSSÄ*.' ZD^§ General-Anzeiger für Oberheffen ß^M richten: Anzeiger Sietzen 1 w behördliche Anzeigen 6Rpf. granjfm/Äa'n 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche UnwrrsttStr Such- und Steindruckerei «.Lange in Sieden. Schristltitnng «nd Seschästzftelle: Schulftraht 7 M-ngenabfchlüif-Staffeld Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Ein Volk, ein Wille, ein „Ja"! AutounsalldeSMmsierpräsidentenGöring Um 1 W)t stattete der Führer, der zur Zeil nach seinem Befinden zu erkundigen. Boltogtmeilitoa^ heit und Ausgeglichenheit der Kräfte beibehält und damit die Garantie für den Fortbestand des Weltfriedens mit übernimmt. Davon abgesehen aber verlangen alle innenpolitischen Aufgaben gebieterisch die Vereinigung von Macht und Verantwortung in einer Hand. Das große Aufbauwerk, das der Führer sofort nach seiner Betrauung in Angriff nahm, ist mitten im Zuge, und seine großen Erfolge sind bereits seit langem im ganzen öffentlichen Leben sichtbar geworden. Die Wirtschaft befindet sich in einem Zustand langsamer, aber andauernder Erholung. Die Gefahren, die im Verlauf dieses Gesundungsprozesses aufgetaucht sind, wurden zum Teil schon überwunden, zum Teil ist die Regierung damit beschäftigt, sie zu überwinden. Jede Störung dieses Prozesses könnte nur Schaden und Unheil Oberfalzberg. 15. Aug. (DRB.) Der preu-I Um 1 Uhr stattete der Führer, der zur den ßische Ministerpräsident Hermann Göring erlitt in feinem heim auf dem Oberfalzberg weilt, dem am Dienstag. 19 Uhr. auf der Fahrt von München Ministerpräsidenten einen Besuch ab. um sich nach Berchtesgaden in der Gegend von Bad Aibling einen A u t o u n f a l l, der sich dadurch ereignete, daß beim Ueberfahren einer Bergkuppe aus der entgegengesetzten Richtung ein Lastwagen kam und gleichzeitig ein zweiter Kraftwagen, der in diesem Augenblick unvorschriftsmähigerweise den Lastkraftwagen zu überholen versuchte. Die Fahrbahn wurde dadurch blockiert und ein Ausweichen unmöglich. Ministerpräsident Göring, der scharf rechts fuhr, versuchte, zwischen den beiden Kraftwagen hindurchzusteuern, was ihm aber infolge der Enge der Fahrbahn nicht gelang, so daß sein Wagen mit voller Wucht gegen das Lastauto prallte. Die linke Seite des Wagens des Ministerpräsidenten wurde vollkommen zertrümmert, die Insassen leicht verletzt. Ministerpräsident Göring erlitt eine harte Quetschung an der rechten Rückenseite, sowie leichte Schnittwunden im Gesicht und an den Knien. Die Verletzten wurden durch das Vegleitkom- mando dem Krankenhaus Rosenheim zugeführt, wo sofort Röntgenaufnahmen gemacht und Rotverbände angelegt wurden. Die Aerzte konnten feststellen, daß zu besonderer Besorgnis kein Anlaß besteht. Rach mehrstündigem Aufenthalt im Krankenhaus konnte die Fahrt zum Landhaus Görings in Oberfalzberg fortgesetzt werden, wo der Ministerpräsident kurz nach Mitternacht eintraf. Das Befinden des Ministerpräsidenten ist den Umständen entsprechend gut anrichten. Darum fordern wir: AlleMacht inhitlers Hand! Die Regierung hatte verfassungsmäßig die Möglichkeit, von sich aus diesen Entscheid zu treffen. Es war der ausdrückliche Wunsch des Führers, daß dieser Entscheid noch einmal der Bestätigung des ganzen Volkes in einer allgemeinen, geheimen Wahl unterworfen wurde. Das Volk s e l b st soll zum Entschluß der Regierung sein Ja-Wort geben und damit feierlich vor aller Welt beteuern, daß es sich m t t dem Führer und seiner Regierung Staatsbesuch des Führers in Hamburg. Große Rede des Führers an die Nation. Berlin. 14. August (DRB.) Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wird am Freitag, dem 1 7. August 1 934. der Freien und Hansestadt Hamburg einen Staatsbesuch ab- statten. Bei Gelegenheit dieses Staatsbesuches wird er abends von Hamburg aus zum ganzen deutschenVolk sprechen. Diese Rede beginnt um 20.30 Uhr und endet gegen 22 Uhr. Sie wird auf alle deutschen Sender übertragen. Gemeinschaftsempfang ist angeordnet Hitler-Worte. Der deutsche Arbeiter wird nicht über dem Umwege schwächlicher Verbrüderungsszenen in den Rahmen der deutschen Volksgemeinschaft gehoben, sondern durch bewußtes heben seiner sozialen und kulturellen Lage, so lange bis die schwerwiegendsten Unterschiede als überbrückt gelten dürfen. ♦ Die Gesinnung, die das Interesse des eigenen Ichs zu Gunsten der Erhaltung der Gemeinschaft zurücktreten läßt, ist wirklich die erste Voraussetzung für jede wahrhaft menschliche Kultur. Das deutsche Volk ist aufgefordert, am 19. August einem von der Regierung beschlossenen Gesetz seine Zustimmung zu geben. In diesem Gesetz wird die Nachfolgeschaft des verstorbenen Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg auf das einfachste und natürlichste geregelt. A d o l f h i t l e r nimmt nach ihm auch die Höch st e Spitze des Reiches ein und vereinigt die ganze Macht in seiner Hand. Nur böswillige Menschen können in dieser Regelung etwas merkwürdiges oder verwunderungswertes sehen. In Wirklichkeit entspricht sie dem tiefsten Denken und Empfinden des ganzen deutschen Volkes. Es gibt wohl keinen Vernünftigen, der überhaupt etwas anderes für möglich hielte; denn Adolf Hitler ift heute in der Tat der Repräsentant der Nation, nach innen und nach außen. Er spricht und handelt im Namen von < 66 Millionen Deutschen. Seine autoritäre Führung des Volkes ist souverän und über jeden Zwei- : fei erhaben. Man kann sich niemanden denken, der über ihn gesetzt werden und von dem I er Anordnungen und Befehle entgegenehmen könnte. । Diese Tatsache kann als der w i ch t i g st e und entscheidungsvoll st e Faktor in der gesamten deutschen Politik gewertet werden. < Denn dadurch, daß Adolf Hitler in sich die Gesamtfülle der Macht vereinigt, ist er gleicherweise auch der Garant der deutschen Einigkeit und sie wiederum wirkt allein für die Lebenssicherheit des deutschen Volkes. Je mehr es uns an Waffen und Kanonen fehlt, um unser nationales Dasein zu verteidigen, um so fester und unerschütterlicher muß sich die deutsche Nation zusammenschließen, wenn sie sich unter den anderen Weltvölkern behaupten will. Die Ueberwindung der inneren Zerissenheit bietet auch die einzige Möglichkeit, die infolge einer 14jährigen Bankerottpolitik noch außerordentlich leidende deutsche Wirtschaft in zielbewußter und zäher Arbeit zu neuer Blüte emporzuführen. Alle schönen Theorien und Programme wären zur Wirkungslosigkeit verurteilt, wenn hinter ihnen nicht ein entschlossenes und opferbereite s V o l k stünde, das sie unter der lenkenden und weisenden Hand des Führers auch in die Tat umsetzte. Wer es heute ernst meint mit der Wiederaufrichtung der deutschen Nation und der Neuerkämpfung ihrer natürlichen Lebensrechte, der kann sich deshalb nur für den Führer und seine unum- chränkte Autorität entscheiden. Das trifft oor allem auch auf dem Gebiet der Außenpolitik zu. Deutschland, ohnehin mit Freunden in der Welt nur wenig gesegnet, hat in Verfolg seiner nationalen Revolutionierung einen Zustand innerer Festigkeit angenommen, der in einer von schweren sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krisen heimgesuchten Welt nur Neid und Mißgunst Hervorrufen konnte. Das liegt nicht so sehr an uns, als an denen, die nicht zur Vernunft kommen und einsehen wollen, daß der , Faktor Deutschland heute von ande- , rem Rang und Wert ist, als etwa vor fünf Jahren. Und trotzdem ruht bei ihm die einzige I Sicherheit für die Stabilität und den Frieden Europas. Denn ein feiner Ehre und feiner nationalen Verteidigungsmöglichkeiten vollends beraubtes deutsches Volk wäre für mißgünstige, bis an die Zahne bewaffnete Gegner und Nachbarn nur eine Einladung, es mit Krieg zu überziehen, um sich an ihm und seiner Not schadlos zu halten, oder gar zu bereichern. Es liegt deshalb auch im wohlverstandenen Interesse aller anderen Völker, daß Deut s ch- land seinen Zu st and innerer Sicher- solidarisch f ü h l t und in ihm die einzige Ge. währ für die Fortdauer der allmählichen und organischen Wiedergesundung der deutschen Nation Ungeheures wurde schon geleistet, seitdem der Führer das Steuer des deutschen Staatsschiffes in seiner Hand hält. Vieles gibt es noch zu tun, bis wir über dem Berg sind. Nur mit Mut, Kraft, Vertrauen und Einigkeit werden wir die Gefahren überwinden, die Deutschland als Volk unb Nation umgeben. Voll Begeisterung und Dankbarkeit werden am 19. August die Millionenmassen in Deutschland an die Wahlurne treten und dem Führer ihr heiliges und unerschütterliches Jawort geben. Sie legen ihm damit ihr ganzes Vertrauen in die Hand und sind entschlossen, unter seiner Führung jede Krise zu überdauern und alle Hindernisse niederzurennen. Voll Ekel und Verachtung schiebt das deutsche Volk jene Dokumente einer lügnerischen Emigrantenpropaganda beiseite, die davon wissen wollen, daß das nationalsozialistische Regime gefährdet sei. Gebe Gott, daß überall die Regierungen aus so festem Boden stehen, wie in D e u t s ch la nd die Adolf Hitlers. Das deutsche Volk bekennt sich zum Führer, wie der Führer sich zu ihm bekennt. Und die Welt soll am 19. August eine neue Bestätigung des deutschen Wunders erleben. Warum Ja? Von Reichsminister Or. Goebbels Oer Mann des Bottes. Zum dritten Male während seiner bisherigen Staatsführung seit dem 30. Januar 1933 ruft der Führer und Kanzler Adolf Hitler das deutsche Volk zur Entscheidung über das Handeln seiner Regierung auf. Am 5. Ätärz 1933 suchte der Führer, nachdem er aus den Händen unseres Feldmarschall- Reichspräsidenten von Hindenburg die Regierungsgewalt empfangen hatte, zum ersten Male die Untermauerung seiner politischen Stellung durch das Volk selbst nach, die ihm in einem wuchtigen Bekenntnis des Volkes gegeben wurde. Der für alle Zeiten denkwürdige 12. November 1933 als zweite Befragung des deutschen Volkes über eine grundlegende Wendung seines politischen Kurses brachte Adolf Hitler ein Vertrauensvotum, wie es noch keinem oeutschen Staatsmanne je vorher zuteil wurde; das deutsche Volk bekannte sich an diesem Tage i zur vollendeten Einheit mit dem Führer j und der von ihm verfolgten Politik. Der kommende ' 19. August, der zum dritten Male unter Hitlers ' Regierung das deutsche Volk zu aktivem politischem Handeln in das Getriebe der Staatsführung als 1 bestimmenden Faktor einschalten wird, gilt der Bestätigung eines Regierungsaktes, der für unser staatliches Leben und für den Neubau unseres Vaterlandes von grundlegender Bedeutung für alle Zeiten ist: der Zusammenfassung der beiden Höch st en Aemter der Reichssührung in der Hand des Führers des deutschen VolkesAdolfHitler! In diesen drei Appellen Adolf Hitlers an sein Volk bestätigt sich in eindrucksvollster Weise die von dem Führer und Kanzler immer wieder betonte grundsätzliche Einstellung, daß er seine Staatsfuh- rung nur in Uebereinftimmung mit dem Willen des Volkes ausüben will. Adolf Hitler, der aus dem schaffenden deutschen Volke in hartem Lebenswege zur Führung des Deutschen Reiches emporgestiegen ist, will eben nur als ein Glied dieses Volkes leben und wirken, er will dieses Volk nicht beherrschen, sondern er will es mit seiner heißen Liebe zum deutschen Volkstum führen und es mit feinen Idealen in eine bessere Zukunft geleiten. Der Mann, der als unbekannter Gefreiter den gewaltigen Krieg in vorderster Front mitgemacht hat, der schon vorher und während des Ringens gegen eine Welt von Feinden, aber auch in den Nachkriegsjahren das schwere Los des schaffenden deutschen Menschen in der vielfältigsten Weise selbst durchkostet hat, dessen Persönlichkeit durch die schweren Erlebnisse der eigenen Jugend und des Kampfes für seine Ideale ihre Prägung empfing, will bewußt den Zusammenhang mit seinem Volke ausrechterhalten, auch jetzt, da er als Führer und Kanzler an der Spitze des deutschen Volkes für das Vaterland wirkt. Mit dieser innigen Volksverbundenheit, die durch das gewaltige Erlebnis des Schützengrabens des Weltkrieges geadelt ist, steht unser Führer und Kanzler als Kamerad neben allen deutschen Kameraden und Kameradinnen, beseelt von dem Willen, all seine Kraft und seine hohen Geistesgaben einzusetzen für das Glück und das Wohlergehen des deutschen Volkstums, es zu schützen und zu verteidigen gegen die Welt von Feinden, die stets dann gegen das deutsche Volk aufstand, wenn sich Anzeichen dafür bemerkbar machten, daß das deutsche Volk e i n i g war und in Geschlossenheit sich der Führung eines genialen Mannes aiwertraute. Diese kameradschaftliche Haltung des Führers und Kanzlers, die den besten soldatischen Tugenden unseres Volkes entspricht, in Verbindung mit seiner vorbildlichen Selbstlosigkeit und Hingabe für das deutsche Volk hat die Herzen aller deutschen Mariner und Frauen für diesen Führer warm gemacht. Unser Volk in allen seinen schaffenden Schichten hat in zunehmendem Maße mit dem Verstände erfaßt und mit dem Herzen erfühlt, daß es in Adolf Hitler den Führer besitzt, der von dem lautersten Wollen beseelt ist und sein persönliches Gluck dann erblickt, dem deutschen Volke eine bessere Zukunft zu erringen. Wie stark diese Erkenntnis in unserem Volke Wurzel geschlagen hat, zeigt sich immer wieder an der Verehrung und herzlichen Zuneigung, die überall in deutschen Landen dem Führer und Kanzler bei seinem Erscheinen entgegengebracht werden. Man denke nur daran, wie lebhaft und herzlich die schaffenden Volksgenossen aller Kreise ihm zujubeln, sobald er sich irt ihrer Mitte aufhält. Die Bilder von seinen Besuchen an den Stätten der Arbeit sind dafür eindrucksvolle Beweise; da offenbart sich keine künstliche Mache, keine geschickte Regie, sondern nur der spontane Drang aus übervollem Herzen dankbarer deutscher Menschen für den Mann, der ihnen neues Licht in ihr schweres Dasein gebracht hat, der ihnen Arbeit und Brot gab und sie als gleichwertige Volksgenossen in die deutsche Gemeinschaft stellte. Wie unserem Feldmarschall und Reichspräsidenten von Hindenburg, den Adolf Hitler als väterlichen Freund bezeichnete, die uneingeschränkte Liebe aller Deutschen gehörte, so ist auch Adolf Hitler als echter Mann des deutschen Volkes, als bester Kamerad im Besitze der vollen Liebe und Verehrung aller derer, die das Glück und die Wohlfahrt des ganzen deutschen Volkes erstreben. Diese vertrauensvolle Liebe seiner Volksgenossen wird unserem Führer und Kanzler Adolf Hitler am 19. August mit dem Ja-Stimmzettel für alle Welt sichtbar bekundet werden! Der Stellvertreter des Führers über Mer und sein Werk Der Vlilk des Auslandes auf Deutschland uns auch in der nach außen im Arbeit macht freu Führer am 19. August: einer unlöslichen großen im Kampf um Deutsch- Völker einnehmen. Wir sagen unserem Wit dir sind wir in Einheit verschworen Der Schirmherr des Bauernstandes, dem er die ureigene Aufgabe wieder gewiesen hat, Lebensquell des Volkes zu sein. Wir sind glücklich und stolz, einen Großen bet Geschichte zu unseren Lebzeiten unter uns und als Sohn unseres Volkes zu sehen. Er führt uns schon heute. Das Jawort, durch welches wir feine Führerschaft vor der Welt anerkennen, ist zugleich unser Dank an ihn. Deutsche Arbeiter, euch besonders möchte ich zurufen: Seid stolz darauf, daß es ein Mann des deutschen Arbeiter st andes ist, dem ihr am 19. August die Führung Deutschlands bestätigen sollt. Seid stolz darauf, daß es einer der euren ist, dem ihr am 19. August symbolisch zurufen könnt: Wir wollen an dem Platz des deutschen Reichskanzlers und des deutschen Reichspräsidenten dich, Adolf Hitler, einen deutschen Arbeiter, sehen. Dort, wo weithin sichtbar in der Geschichte als Führer des deutschen Volkes Könige. Kaiser und Präsidenten standen, steht nach unserem Willen, nach des deutschen Volkes Willen, zum ersten Male ein vorbildlicher deutscher Arbeiter. Ein Arbeiter, der weiß, wie hart noch immer seine Schicksalsgenossen von einst um ihr lands Zukunft. Mit dir sehnen wir uns nach Erhalt des Friedens und find nach deinem Befehl zum Einfah bereit, den Frieden unseres Volkes zu verteidigen. nur Hitler der Wer wollte auch einen würdiger und fähiger Reichspräsidenten, des daß Hitler und Führer fein kann, anderen nennen, der wäre, das Amt des bisher nach innen und außen für Deutschland getan hat und vertrauen seinen Entschlüssen für die Zukunft. Deutschland sieht in Adolf Hitler den berufenen Rachfolger Hindenburgs, und es ist nunmehr das ganze deutsche Volk, das Adolf Hitler den Ehrennamen gibt, den ihm die nationalsoziall- stifche Bewegung feit langem gegeben hat: Der Führer. Dies Wort ist viel mehr als eine Anrede, es ist ein Bekenntnis und eine Gewißheit: Mein Führer. Und weiter sagt das deutsche Volk dem Ausland: Adolf Hitler soll unser Führer sein und bleiben, weil dessen Politik die Politik des ganzen deutschen Volkes ist. Wir wollen, daß in Hitlers Namen fortgesetzt werde, was in seinem Namen begonnen wurde: die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Befriedung der Gewissen, die moralische Erneuerung der deutschen Jugend, die Befestigung des Ehrbegriffes, Deutscher zu sein. Wir Deutsche zeigen, daß Hitler will, was wir alle wollen: wirtschaftlichen Ausgleich mit allen Völkern der Welt, die das gleiche Bedürfnis haben, politischen und militärischen Frieden mit den Völkern der Erde, auf daß Wohlfahrt und Kultur nach Jahrzehnten des Niederganges und der Zerstörung wieder die ihnen gebührenden Rechte im Leben der karges tägliches Brot ringen müssen und dessen Sinnen und Trachten vor allem mit darauf gerichtet ist, ihr Los so schnell als möglich zu bessern. Dort werdet Ihr ihm Eure Ja-Stimmen geben, und wenn man Euch fragt, warum Ihr ihn wähltet, könnt Ihr antworten: Wir wählten Adolf Hitler, weil er der Mann ist, in dem das Front- erle bnis eine Weltanschauung reifen ließ, die die Grundlage ist für alle neue deutsche Geschichte. Weil ihn Kraft und Mut als Vorbild auszeichneten im fünfzehnjährigen Kampf gegen eine feindliche Welt. Weil er im entscheidenden Augenblick immer unter Einsatz seiner eigenen Person handelt und damit zeigt, daß er eine heldische Führerpersönlichkeit ist. Weil er nichts für sich und nichts für den Augenblick tut, sondern alles für Deutschland, und alles für die Zukunft seines Volkes. Weil er das Ideal der Jugend ist und weil er mit diesem Glauben der Jugend an ihn berufen ift, das deutsche Schicksal für morgen zu bestimmen. Weil er uns allen einen neuen Glauben an Deutschland gegeben hat. Weil er unser Leben wieder sinnvoll machte, indem er uns erkennen lehrte, wozu wir deutsche Menschen auf der Welt sind. Weil er der Vollstrecker des Willens einer höheren Gewalt und well er damit der Inhalt des heutigen Deutschlands ist. kurz: Weil er wirklicher Führer ist. Mit allen unseren Ja-Stimmen werden wir Deutsche am 19. August sagen: A n Dich glauben wirk Adolf Hitler — Sieg heil! Müssen diese unbeachtet bleiben? Kann nicht einiges Lob gespendet werden? Muh sich die Presse zusammenschttehen, um England über die menschlichen und fortschrittlichen Maßnahmen in Unkenntnis zu lassen, die das Gesicht des modernen Deutschlands so verändert haben? Welche Macht oder welcher Einfluß hinter der Presse veranlaßt die Zeitungen, gerade das Land anzugreifen und in Verruf zu bringen, das den Mut und die Entschlossenheit hat, den Kommunismus daran zu hindern, Westeuropa mit seinem üblen Einfluß zu durchdringen? Adolf Hitler hat jetzt eine große Verantwortung vor seinem Volke und Europa übernommen. Würde es nicht unseren britischen Traditionen entsprechen, ihm unsere moralische Unter st ühung bei der Erfüllung dieser Verpflichtungen zu gewähren? Er hat Polen die Freundschaftshand hingestreckt und Polen hat sie ergriffen. Er hat eine großzügige Geste gegenüber Frankreich getan — selbst wenn Frankreich sie unbeantwortet läßt, sollten wir ihr Anerkennung gewähren. Er hat ein Volk von 65 Millionen von einem Komplex der Entwürdigung und Demütigung befreit und ihm Selbstvertrauen und Hoffnung gegeben. Er sagt, er wünsche die Freundschaft Großbritanniens. Würde es im Interesse des Friedens und der Eintracht Europas klug sein, ihn im Stich zu lassen? Kronrat in London. London, 14. August (DNB.) Der König hielt am Dienstag einen Kron rat ab, bet de» u. a. der Dominion-Minister Thomas als Ver» treter von Baldwin und der Unterstaatssekretär für Flugwesen, Sir Philipp S a s s o o n, anwesend waren. Erkenntnisse in Pans. Paris, 15. August (DNB. Funkspruch). Die Pariser Moraenpresse beschäftigt sich auch weiterhin mit der Eröffnung des Feldzuges für die Volksabstimmung in Deutschland und ist mehr denn je davon überzeugt, daß die erdrückende Mehrheit des deutschen Volkes sich am kommenden Sonntag hinter den Führer stellen wird. Aber gerade diese Tatsache, daß Hitler das uneingeschränkte Vertrauen aller Deutschen besitzt, beunruhigt die Blätter einigermaßen, weil man französischerseits naturgemäß eine innere Zersplitterung Deutschlands gewünscht hätte, um sie der eigenen Politik nutzbar zu machen. Wladimir d ' O r m e s s o n schreibt im „Figaro", Dr. Goebbels habe vollkommen recht, wenn er sage, daß sich das deutsche Volk fast ein» stimmig für Öen Führer aussprechen werde. Auch das „Echo de Paris" ist von dem großen Erfolg des Führers am kommenden Sonntag überzeugt. Wie groß aber die Stimmenzahl auch fei, das Schwergewicht liege, so schreibt das Blatt, in den wahren Absichten Hitler. Man frage sich, wie er wohl die erhöhte Autorität anzuwenden gedenke, die ihm der Ausgang der Abstimmung verleihen werde. Diese Frage stelle sich heute ganz Europa. Eine englische Stimme der Vernunft. London, 15. Aua. (DNB.-Funkspruch.) „Times" veröffentlicht in ihrem Briefkasten ein Protest- schreiben des konservativen Parlamentsmitgliedes Oberstleutnant Moore gegen die Haltung des größten Teiles der englischen Blätter gegenüber dem Nationalsozialismus. Darin heißt es: Selten lesen wir etwas von den s o z i a - pädagogischen und auch moralischen Lei st ungen der hitlerregierung. Kiel, 14. August. (DNB.) Nachdem der Stellvertreter des Führers Rudolf h e ß am Montag in Breslau in einer großen Massenversammlung über die Entscheidung des nächsten Sonntug gesprochen hatte, nahm er heute abend in einer Riesenkundgebung in Kiel abermals das Wort: Er sagte u. a.: Kaurn je ist mir eine Rede so schwer gefallen, wie diese. Denn es ist schwer, etwas begründen zu sollen, was an sich eine solche Selbst verständlich ke it ist wie die Nachfolge Adolf Hitlers auf Hindenburg. Ich hatte das Glück — fei es durch Zufall, fei es durch Bestimmung — einst im Sommer 1920 im Sternecker-Bräu z u München in ein kleines Zimmer zu kommen, in dem ein mir bis dahin völlig unbekannter Mann, ein gewisser Adolf Hitler, vor einem Dutzend Menschen einen Vortrag hielt. Ein Vortrag, der so klar und logisch und überzeugend ein neues politisches Programm entwickelte, das alles enthielt, was ich als heimkehrender Frontsoldat als Ausweg suchte aus der scheinbar verzweifelten Lage, in der meine Frontkameraden und ich Deutschland vorfanden! Ein Vortrag, der einen unerhörten Glauben und eine fortreißende Leidenschaft ausströmte, wie ich es vorher nie erlebt hatte. Besonders eigenartig war es, daß ich und andere Zuhörer mit gesundem Menschenverstand nicht hell herauslachten, als dieser Redner mit seinen wenigen Mann Gefolgschaft allen Ernstes, wie in einer Vision sagte, es würde der Tag kommen, da die Fahne der neuen Bewegung, für deren Sieg er kämpfe, über dem Reichstag, über dem Berliner Schloß, ja über jedem deutschen Haufe wehen werde, als das siegreiche Symbol eines neuen, ehrenhaften, nationalen und sozialistischen Deutschland. Ich kannte diesen Adolf Hitler, als er noch im abgeschabten feldgrauen Rock und oft mit hungrigem Magen in Begleitung von ein paar Getreuen nachts durch die Straßen Münchens zog Zettel anzukleben; in der einen Hand einen dicken Eichenstock, mit dem er nur zu oft sich in der ursprünglichsten Weise mit Gegnern der damaligen USPD, und des Spartakusbundes, häufig aber auch irgend einer bürgerlichen Partei, herumschlug, weil ihnen das Ankleben dieser Zettel mit primitiven Wahrheiten nicht paßte. Ich sah den Mann in späteren Jahren des Auf und Nieder seiner Bewegung, in den Augenblicken der schwersten Rückschläge, als seine Gefolgschaft oft der Verzweiflung nahe war — immer war er es, der d i e Kleinmütgen wieder auf- richtete, sie mit neuem Feuer beseelte. Ich war mit ihm zusammen in der Festung Landsberg, als alles endgültig verloren schien. Damals, wie stets sonst, zeigte er sich als Meister in der Anpassung an neue Lagen, im radikalen Brechen mit Wegen, die er für überholt oder ungangbar hielt! Sieben Jahre später schrieben wir 1932! Es war das Jahr, in dem die Kräfte der vergangenen Zeit vergeblich versuchten,, den endgültigen Sieg des Nationalsozialismus aufzuhalten. Um Haaresbreite verhinderte es das Schicksal, daß der Führer bereits 1932 an die Regierung kam; mit ihm wären Männer an die Macht gekommen, welche innerlich feine Feinde waren, und später als Mitglieder der Regierung schwersten Schaden hätten anrichten können. So schwer dem Führer 1934 menschlich der Verrat Röhms war, so sehr ihn seelisch das blutige Gericht, welches er halten mußte, belastete, so notwendig war auch dieses Zwischenspiel, das die Führerschaft Adolf Hitlers vor dem Volke endgültig erwies. Der 30. 3unl zeigte den Geführten, daß sie die menschliche Güte des Führers, seine vorsichtige und weise Führung nicht mißverstehen dürften, daß sie daraus nicht das Recht ableiten dürften, sich über den Willen des Führers hinwegzu- fehen oder gar Verrat an ihm und feiner Sache zu üben. Der 30. Juni beugt vor, daß etwa Unterführer in einem kritischen Augenblick Verrat üben aus Unkenntnis über die Härte des Führers — in einem Augenblick, in dem dann der Verrat tödlich wirken könnte. Der 30. Juni mit seiner fast grausam scheinenden Härte beugt vor, daß sich ein solcher Tag wiederholt. Und war es nicht eine waltende Vorsehung, daß der areise Feldmarschall und Reichs- iräsident noch so lange seinen Namen und eine schützende Hand der jungen nationalsozialisti- chen Regierung leihen konnte, bis die Führer- chaft Adolf Hitlers endgültig vor dem Jn- und Ausland erwiesen war und fein Name den Klang erhalten hatte, der notwendig war, um endgültig die Gesamtführung des Reiches zu übernehmen. Sichtbarlich hat die Vorsehung im Leben Adolf Hitlers gewirkt. Ein Wunder hat sich vollzogen, wie wir in der Geschichte kaum seinesgleichen finden. In der höchsten Not rief sein Volk den Mann hervor, dessen es zur Rettung bedarf. So groß die Rot unseres Volkes, so groß Ist der Wann, der kommen muhte, um sie zu mel- obersten Leiters der Geschicke des Reiches, zu bekleiden? Vielleicht möchte einer einwenden, daß schließlich ogar ein Adolf Hitler Gefahr laufen kann, mit Willkür und Unbedacht seine Alleinherrschaft aus« zuüben! ^Da kann ich nur antworten: Ein größerer Schutz geaen den Mißbrauch eines Amtes als parlamentarische Kontrollorgane oder als eine Teilung der Macht ist das Gewissen der sittlichen Persönlichkeit! Und ich weiß aus der Kenntnis des Menschen Adolf Hitler, daß niemand mehr sich sein ejn Gewissen verantwortlich fühlen kann und kraft seines Gewissens seinem Volke, als er. Ich habe es die Jahre hindurch gesehen, wie er mit verantwortungsvollen Entschlüssen rang, die Entscheidung hinauszog, bis er die Gewißheit hatte, einwandfreie Unterlagen zu feinen Entschlüssen zu besitzen. Ich weiß, wieviel schlaflose Nächte ihn allein der Entschluß gekostet hat, Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund zu erklären, ich weiß, wie er wieder und wieder sich die Einwände aller vor- tragen ließ, die Einwände zu bringen hatten. Ich weiß, wie er nicht ruhte, bis er die Einwände durch eine klare Logik widerlegte hatte. Erst dann faßte er den endgültigen Entschluß, und übernahm zugleich die alleinige Verantwortung. Sein Gewissen, die Verantwortung vor seinem Volk und vor der Geschichte, sind seine letzte und höchste Instanz. Die Richtigkeit seines handelns in der ganz großen Linie aber prüft er nach, indem er sich von Zeit zu Zeit an das Volk selbst wendet und sich seine Führerschaft von neuem bestätigen läßt. Er weiß, daß seine Ehre und fein Werk auf dem Spiele stehen. Er kann seine Verantwortung nicht verstecken hinter Beschlüssen unverantwortlicher Parlamentsmehrheiten, wie Führer anderer Staaten! Dafür wird sein handeln aber auch nicht gehemmt, notwendige Entschlüsse werden nicht verzögert und verwässert durch parlamentarische Vertretungen oder sonst eine Zweiteilung der Macht. Er kann, wo notwendig, blitzschnell eingreifen und durchgrei- • / v9 DOr allem ist der Grund, warum in Not- ijeiten der Staaten und Völker der unumschränkte Führer — sofern er die Befähigung zum wirklichen Führer besitzt — eine Notwendigkeit ist, ja die Voraussetzung sein kann für die Erhaltung bes Lebens von Staat und Volk. Wir wissen, daß Adolf Hitler zum Führen geboren und zum Führen berufen ist, da sich in ihm nach seinem ganzen Wirken eine sittlich hochstehende Persönlichkeit offenbart hat. D ° 9“?* I°mit d-md«ut,ch-n Ln1*?; V. Regierunasform, unser ^braucht in seiner Not endlich die beste, heute mögliche Regierungsform. 1 einem Worte Lloyd Georges die Völker in den Weltkrieg hineinstolpern ließen. Adolf Hitler hat nicht nur durch Reden, sondern durch die Schnelligkeit und Entschiedenheit seiner staatsmännischen Entschlüsse gerade erst in den kritischen letzten Wochen für den Frieden der europäischen Rationen entscheidende Wirkung erzielt. Wögen uns feindlich gesinnte Staaten dies heute noch nicht wahrhaben wollen, eine spätere Geschichtsschreibung wird es anerkennen. Deutsche Volksgenossen! Führt euch auch die außenpolitische Bedeutung der Abstimmung vom 19. August in aller Deutlichkeit vor Augen. Das deutsche Volk dokumentiert nut seinem Jawort der Tr e u e am 19. August dem Ausland: Wir Deutsche sehen in Adolf Hitler den uns vom Sch icksal bestimmten Führer. Wir Deutsche heißen gut, was er (Fin Führer, der das Beste seines Volkes will ift nnrh großen Schicksalsfrage des Volkes - o AiUen dur Aufrechterhaltung des Friedens ein besserer Garant, als parlamentarische Mehrheiten, die in mangelnder Entschlußkraft im entscheidenden Augenblick ihre Völ- ker ins Unglück hineinstolpern lassen, wie sie nach stern. Die Vorsehung gab Ihm die Gaben und Kräfte, um die günstigen und ungünstigen Umstände, welche er vorfand, und welche im Laufe der Zeit sich entwickelten, zu verwenden zur Erreichung seines Zieles: der Rettung Deutschlands! Die Vorsehung handelt durch ihn unerklärlich, zugleich aber auch sichtbar für alle, die das Glück haben, ihn in seinem Schaffen aus nächster Nähe verfolgen zu können. Wie oft sagt er mir: ,Hch weiß, daß diese meine Entscheidung ober diese meine Handlung richtig ist; ich kann im Augenblick noch nicht sagen, warum, aber ich fühle, daß es richtig ist, und die Entwickelung wird die Richtigkeit beweisen." — Mit untrüglicher Sicherheit zeigte sich später stets, daß dieses unerklärliche Gefühl den Führer richtig geleitet hatte. Ein großer Geschichtsschreiber hält die Fähigkeit, die Dinge richtig zu sehen, für das Entscheidende für den Staatsmann und für wichtiger, als das Talent. Kaum je hat ein Führer diese Fähigkeit stärker gehabt, als Hitler — den Beweis finden wir in feinen Reden seit 1920. Selten sind politische Zustände und Zukunftsentwickelungen richtiger gesehen und vorausgesagt worden. Selten darüber hinaus die Folgerungen klarer gezogen worden dank seiner Fähigkeit, die schwierigsten und kompliziertesten Dinge und Fragen in die großen und einfachen Grundlinien zu verlegen, sie zurückzufüh- ren auf den klaren Ursprung. Die Fähigkeit, richtig zu sehen, welche der Geschichtsschreiber für fo wesentlich, ja für wesentlicher hält als das Talent, verbindet sich beim Führer nicht nur mit Talent, sondern mit Genialität. Die Fähigkeit richtiger Erkenntnis, verbunden mit der Genialität, und beide verbunden mit dem Wirken der Vorsehung, gibt uns die Erklärung für das Wunder, welches sich in den letzten Jahren und insbesondere feit dem Regierungsantritt Hitlers vor unseren Augen vollzogen Hal. Denn ist die Wandlung, die in unserem Volke vorgeht, nicht ein Wunder: dieses Zurückfinden zu uns selbst, zu den Quellen seiner Kraft, dieses Wiedererwachen seines Stolzes und seines Wertgefühls, des Willens zur Selbstbehauptung vor der Welt, dieses Freimachen von allen internationalen Giften, von den Erscheinungen des Verfalls auf allen Gebieten feines Lebens. Ist es nicht ein Wunder, daß es Adolf Hitler gelang, in fo kurzer Zeit einen solchen überwältigenden Sieg in der Arbeitsschlacht davonzutraaen, die brachliegenden Kräfte einzusetzen sowohl für Werte des täglichen Bedarfs, wie für große Kulturgüter, die einst in Form gewaltiger Autostraßen, in Form von Kanälen und Monumentalbauten kommenden Geschlechtern künden werden von der hitlerzeit des deutschen Volkes? Ist es nicht ein Wunder, wenn eine Nation, die gespalten war in sich, bitter befehdende Klaffen und Stände, in eigenbrötlerische Kleinstaatler, in Preußen, Bayern und Sachsen und was alles mehr, nun zusammenwirkt in gegenseitigem Verstehen für die großen, gemeinsamen Aufgaben und für die Erhaltung von Volk und Nation? Ich weih nicht, wie ich es noch begründen sollte, M MW»« *i* EinMahnwori des Reichsaußenministers aber ist Adolf Hitler wird verhaftet. Sein Wille unerschüttert. 1924. beschlag- Teil der Genf, 14. Aug. (DNB.) Einige Schlußfolgerungen aus dem Brief von Knox an den Generalsekretär des Völkerbundes lauten: „Die Regierungskommission kann dem Rat nicht verheimlichen, daß sie, verantwortlich dafür, die Ruhe und Ordnung im Saargebiet unter allen Umständen aufrechtzuerhalten, was bei der gegenwärtigen Lage und auch aus vielen Gründen täglich immer größere Schwierigkeiten bereitet, diese Verantwortung nicht tragen kann, ohne daß nunmehr sofort auf Rekrutierung auswärtiger Elemente zurückgegriffen wird. Diese Elemente könnten zunächst in den Ländern derjenigen Mitgliedsstaaten des Völkerbundes gefunden werden, wo die deutsche Sprache verbreitet ist. Die Regierungskommission, die sich der schwerwiegenden Bedeutung ihrer Aufgabe und der Notwendigkeit, sie sobald wie möglich zu erfüllen, be- mußt 'ist, hat den Entschluß gefaßt, zweckentsprechende Schritte nach dieser Richtung zu unterneh- m n. Sie hat die Ehre, indem sie sich auf den Bericht und die Entschließung des Rates vom 4. Juni l„o bezieht, den Präsidenten des Völkerbundsrates >- hiffpn, sich s o schnell wie möglich an die Mitgliedsstaaten des Völkerbundes zu wenden mit m Hiel, in dem oben angegebenen Sinne die Forderungen zu erleichtern, die sie selbst für unausweichlich hält, um Einzelrekrutierungen für die Bedürfnisse der Polizei und der lokalen Gendarmerie vorzunehmen.- Im Anschluß hieran wird in dem Brief von Knox behauptet, daß bei verschiedenen Gelegenheiten, wo versucht wurde, die Befehle der Saarregierung durchzuführen, wie z. B. bei den Haussuchungen, in aller Eile durch Radfahrer und Motorradfahrer eine Menschenmenge zusammengerufen wurde, die den Versuch machte, die Ordnung zu stören und die mit der Ausführung der Aktion betreuten Beamten zu beschimpfen. Eine deutsche Klarstellung. Qu diesem Brief des Präsidenten der Saarregierung an den Generalsekretär des Völkerbundes ist folgendes festzustellen: ler Schuschnigg in seiner Eigenschaft als Verteidigungsminister behandelt werden könnte. Oer Besuch in Italien. Rom, 14. Aug. (DNB.) Der österreichische Vize- kanzler Starhemberg hat sich Montag und Dienstag über ausschließlich im Campo Austria bei Ostia aufgehalten. Montagabend gab Starhemberg im Lager ein Essen, an dem der Parteisekretär S t a r a c e und der Generalstabschef der Miliz, General T e r u z z i, sowie der Generaldirektor der Italiener im Ausland, Minister P e r i n i und verschiedene Milizoffiziere teilnahmen. Am Dienstagabend veranstaltete Starhemberg zu Ehren des Staatssekretärs im Außenministerium, S u v i ch, ein Essen, auf dem ebenfalls eine Reihe amtlicher Persönlichkeiten vertreten waren. Jtinfelen soll vor ein Militärgericht gestellt werden. Paris, 15. Aug. (DRV.) havas berichtet aus London, in englischen diplomatischen Kreisen sei beharrlich das Gerücht verbreitet, daß auf Grund des Aufstandsversuchs, bei dem Bundeskanzler Dollfuß den Tod fand, die österreichische Regierung dieser Tage in London, Paris und in Rom, sowie in den Hauptstädten der Kleinen Entente wegen einer beträchtlichen Erhöhung der bewaffneten Kräfte Oesterreichs vorgefühlt habe. Den gleichen Gerüchten zufolge sollen die englische, italienische und französische Regierung sich bereits dahin geeinigt haben, keine Einwendungen gegen eine derartige „Vorsichtsmaßnahme- zu erheben. Bekanntlich wurde bereits im Frühjahr dieses Jahres von den Signalarmächten des Vertrages von Trianon Bundeskanzler Dollfuß zum ersten Wale eine solche Erlaubnis erteilt. An der Wiener Börse war am Dienstag das Gerücht verbreitet, daß Vizekanzler Starhemberg nach Paris reifen werde, um dort die Frage der Verstärkung der österreichischen Wehrmacht und eventuell auch die Frage der Einführung eines Wiliz Heeres aufzuwerfen. In maßgebenden Kreisen wird uns auf unsere An- tung unserer einseitigen Entwaffnung hergab, und weil er uns die Gleichberechtigung versagen wollte. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat immer wieder feierlichst erklärt, daß wir an internationalen Verhandlungen und Vereinbarungen nur noch auf dem Fuße voller Gleichberechtigung teilnehmen werden. Ohne gleiches Recht und gleiche Sicherheit gibt es kein Gedeihen für das deutsche Volk und für jeden von uns; das haben die letzten fünfzehn Jahre deutscher Geschichte einwandfrei erwiesen. Der Führer und Reichskanzler ist die Verkörperung unseres nationalen Willens zur Verwirklichung unserer Gleichberechtigung und zur Sicherung eines Friedens in Ehre und Freiheit. Deshalb müssen wir alle geschlossen hinter ihn treten und so dem Ausland zeigen, daß sein Wille und seine Forderungen mit denen des ganzen deutschen Volkes identisch sind. So kann jeder einzelne am 19. August für Deutsch, lands Gleichberechtigung, Freiheit und Ehre eintreten. Im Kampf um die Seele des VotlcS. aus und erhält weitere Auszeichnungen, darunter das Eiserne Kreuz I. Klasse. Arn 14. Oktober 1918 erblindet er zeitweilig. Nach Teilnahme an 47 Gefechten, Schlachten und Großkämpfen, erlebte er den schwärzesten Tag seines Lebens und seines Volkes, den 9. November 1918 und beschließt, Politiker zu werden. Frühjahr 1919 beginnt er den Kampf gegen die Novemberverbrecher. Im Sommer tritt er einem kleinen unbekannten Verein bei und macht aus ihm die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. September 1919 spricht Adolf Hitler vor sieben Mann, 14 Tage später vor 11 Mann, dann vor 25, vor 47, im Dezember 1919 vor 111, im Januar 1920 vor 270, am 24. April 1920 in seiner ersten wirklichen Massenversammlung vor 1700 Menschen. Ende 1920 zählt seine Gefolgschaft 3000 Menschen. Ohne Geld, verlacht und verspottet, spricht er jede Woche dreimal in Massenversammlungen, außerdem noch in Sprech- und Schulungsabenden und prophezeit, daß diese kleine Partei einmal Deutschlands Schicksal sein wird. 1921 trägt er den Kampf in das flache Land und gründet die ersten Stützpunkte, sprengt unter Einsatz der eigenen Person die Versammlungen landesverräterischer Separatisten und spricht im Sommer 1921 zum ersten Male im Zirkus Krone vor 5000 Menschen. Nach der ersten von Sozialdemokraten angezettelten inneren Parteirevolte erhält er die diktatorische Vollmacht, schweißt seine Gefolgschaft immer enger zusammen und setzt sich mit seinen neugegründeten Sturmabteilungen gegen den roten Terror durch. Deutsches Volk! Dies ist der Lebensweg deines Führers! keit ein Adolf Hitler übernimmt durch Kabinetts- beschloß das Amt des Reichspräsidenten zugleich mit Dem des Kanzlers. Er ordnet an, daß der Titel „Reichspräsident" mit dem verstorbenen Reichspräsi- beuten verbunden bleibt und er selbst nur mehr den Titel „Führer und Reichskanzler" führt. Die Reichswehr wird auf den Führer vereidigt. Durch das Gesetz vom 2. August 1934 erhält Adolf Hitler endgültig die Gesamtführung des Volkes. Der Sohn des Volkes führt das Volk. Deutsches Volk vertraue ihm wie bisher. Sein Kampf ist dein Kampf. Stimme am 19. August mit Za! 1922. Die Bewegung breitet sich immer weiter aus. Im Sommer marschiert er nach Brechung des Straßenterrors auf dem Königsplatz in München auf. Im Oktober schlägt er mit 800 Mann in Koburg den blutigen Terror der vereinigten Marxisten nieder. Zum erstenmal wird er verhaftet. 1923. Die Partei verboten, das Eigentum nahmt, die Gefolgschaft ohne Führer, ein Unterführer tot, andere verletzt oder auf der Flucht, viele in den Gefängnissen, darunter Adolf Hitler selbst, der am 9. November einen Gelenk- und Schlüsselbeinbruch davongetragen hat. Im März wird er abgeurteilt, der Angeklagte wird dabei zum Kläger gegen das System. Adolf Hitler erhält fünf Jahre Festungshaft. Die Partei vergeht in ohnmächtigem Bruderkampf. Am 20. Dezember öffnen sich für Adolf Hitler die Festungstore. Ohne Mittel beginnt er den Kampf von neuem. 1925. Am 27. Februar vollzieht Adolf Hitler die Neugründung der Partei. 4000 Menschen sind seinem Ruf gefolgt. Ohne Mittel, verlacht und verhöhnt, geht er an den Neuaufbau der Partei und stellt die innere Disziplin und Ordnung wieder her. Dezember 1925 zählt die Partei wieder 27 000 Mitglieder. Der Führer erhält Redeverbot. 1926. Der Kampf geht unermüdlich weiter. Im Juni findet der erste Parteitag nach der Neugründung Veträchlliche Heeresverstärkung Oesterreichs? Starhemberg fährt nach Paris? Die angeblichen Schwierigkeiten, die die Saarregierung bei der Rekrutierung von Polizeibeamten aus der ansässigen Saarbevölkerung gefunden haben will, bestehen in Wirklichkeit nicht. Der Regierung haben sich völlig ausreichende Kräfte aus der ortsansässigen Bevölkerung zur Verfügung g e st e l l t. Die Regierungskommission hat aber von ihnen keinen Gebrauch gemacht. Die in diesem Zusammenhang von Knox genannte rechtswidrige Beschlagnahme der Akten bei der Deutschen Front steht mit der Polizei frage in keinerlei Zusammenhang. Es handelt sich hier um eine völlig andere Frage, die mit der Rekrutierung der Polizei nichts zu tun hat. Der ganze Brief von Knox beweist nur, wie recht die Saarbevölkerung mit ihren Befürchtungen in der Polizeifrage gehabt hat, wonach der Präsident Knox von vornherein es darauf angelegt hat, die ortsansässige Polizei durch eine aus der Fremde rekrutierte Polizei zu ersetzen und sich hierfür die entsprechenden Vorwände zu beschaffen. Das Echo im Saarland. Saarbrücken, 15. Aug. -(DNB. Funkspruch.) Die „Saarbrücker Zeitung" schreibt zu dem Brief des Präsidenten Knox an den Völkerbund u. a.: Herr Präsident Knox begründet seinen erneuten Vorstoß zu Gunsten einer landfremden Abstimmungspolizei mit „verschiede- nen Zwischenfällen". Sie hätte bewiesen, daß die im Saargebiet befindliche Polizei für die Aufrechterhaltung der Ordnung nicht ausreicht. Es bleibt in dem Schreiben unklar, welche Zwischenfälle damit gemeint sind. Die Zusammenarbeit der Deutschen Front mit reichsdeutschen Organen ist doch kein Beweis dafür, daß die Deutsche Front die Aufrechterhaltung der Ordnung bedroht. Wenn Herr Präsident Knox feststellt, daß der Versuch, „die Polizeikräfte durch lokale Rekrutierungen zu verstärken", mißglückt ist, weil keine politisch „unbeeinflußten" Personenkreise vorhanden seien. die einzige Reichstagspartei. Das Jahr 1933 stellt einen gewaltigen Erfolg der Regierung Hitler dar. 1934. Adolf Hitler geht mit unverminderter Kraft an die Lösung auch der schwersten Aufgaben. Trotz des Winters sieht er im Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit einen Sieg nach dem anderen. Am 30. Juni 1934 schlägt er unter persönlichem Einsatz seines Lebens einen Staatsstreich des Stabschefs Röhm nieder und läßt die korrupten Schuldigen standrechtlich erschießen. Am 2. August 1934 ging der Generalfeldmarschall und Reichspräsident von Hindenburg in die Ewig- Gaarpräsideni Knox will fremde Polizei herbeiholen Eine neue Kampfansage gegen die Saardeutschen. 1889. Ein unbekannter Zollbeamter, der sich vom Bauernjungen durch eisernen Fleiß emporgearbeitet hat, dessen Frau ebenfalls einer deutschen Bauernfamilie entstammt, erhält einen Sohn: Adolf Hitler. Mit 13 Jahren verliert Adolf Hitler den Vater, mit 17 Jahren die Mutter. Das unerbittliche Schicksal zwingt ihn in junaen fahren, sich sein tägliches Brot mühsam durch seiner Hande Arbeit selbst zu . verdienen. v Er will Architekt werden, wird Bauarbeiter, Ziegelträger und Betonmischer. Nationalist von Geburt, lehrt ihn das Elend der Großstadtmassen die Bedeutung der sozialen Frage erkennen. Aus dem Grübeln einsamer Nächte entsteht bei ihm der Gedanke der Synthese des nationalistischen Gedankens mit den sozialen Aufgaben. Mit 21 Jahren stellt er sich als Zeichner und Kunstmaler für Architekturen auf eigene Füße, in München lernt er weiter. 1914. Weltenbrand! Adolf Hitler wird Kriegsfreiwilliger in einem bayerischen Regiment. Am 27. Oktober 1914 steht er zum ersten Male in der Schlacht. Am 2. Dezember 1914 erhält der 25jährige das Eiserne Kreuz II. Klasse. Am 7. Oktober 1916 wird er durch Granatsplitter verwundet. Er rückt wieder Unaufhaltsamer Vormarsch. Eine rote Hochburg nach der anderen wird gebrochen! Immer mehr aufwärts führt der Weg. Am 8. November 1923 schlägt er gegen das Weimarer System los, um separatistische Maßnahmen zu durchkreuzen. Durch Verrat verliert er alles, die Erhebung mißlingt. Am 30. Januar 1933 kapituliert das System vor dem unbekannten Sohn des Zollbeamten, vor dem unbekannten Soldaten Adolf Hitler, der nun her- vorgewachfen aus dem Volk, der Führer der Geschicke seines Volkes wird. Der ehrwürdige Generalfeldmarschall von Hindenburg vertraut ihm die Führung des Steuers an. Der Führer übernimmt die Macht. Trostlos ist die Lage, verzweifelt sind die Menschen. Der Kampf aller gegen alle droht zum bolschewistischen Chaos zu führen. Am 1. Februar 1933 erläßt Adolf Hitler den ersten Aufruf 6er neuen Regierung. Er kündet Kampf an der Zersetzung, erklärt, daß eine wahre Volksgemeinschaft allein Deutschland aufwärts fuhren kann, und stellt die Forderung auf, daß inner- halb von vier Jahren die Arbeitslosigkeit beseitigt und Bauer, wie Arbeiter der Verelendung entrissen sein müssen. Er verzichtet auf sein Kanzlergehalt und beginnt in tiefer Liebe au feinem Volke den Kampf gegen alle Volksfeinde. Hindenburg lost auf seinen Vorschlag den Reichstag auf; die Kommunisten stecken am 26. Februar 1933 den Reichstag in Brand. Die Entscheidung ist da! Mit starker Hand, was eine Systemregierung nie gewagt hatte, brennt der Führer den internationalen Krebsschaden aus dem Volkskörper aus. Der Versuch eines Aufstandes scheitert. Der Führer eilt von Versammlung zu Versammlung. Don Königsberg aus richtet er zum letzten Male vor der Wahl einen ergreifenden Appell an alle Deutschen. Die NSDAP, geht mit 17,2 Millionen Stimmen als Sieger aus Kampfe hervor Am 21. März 1933 stehen Hindenburg und Adolf Hitler zusammen am Sarge Friedrichs des Großen in der Potsdamer Garnisonkirche. Auf allen Gebieten des Lebens greift Adolf Hitler mit starker Hand ein. Am 6. April 1933 erklärt feine Regierung die Steuerfreiheit für neue Kraftwagen und verschafft dadurch Hunderttausen- den deutscher Arbeiter wieder Arbeit und Brot. Am 7. April 1933 festigt er durch durch das Reichsstatthaltergesetz die Stärke des Reiches. , Am 1. Mai 1933 stellt er am Tage der deutschen Arbeit die Ehre der deutschen Arbeit wieder her : und reicht dem deutschen Handarbeiter und allen schaffenden Menschen die Hand zum gememsamen Aufbauwerk. Der Klassenstaat ist vernichtet der Gedanke der Volksgemeinschaft Gemeingut geworden. Am 1. Juni 1933 erließ er das elfte ® fefe| jur Regelung der Arbeitslosigkeit und ruft auf zu einer freiwilligen Spende zur Forderung der nationalen Arbeit. Am 23. Juni 1933 wird auf Betreiben des Führers der Bau der Reichsautobahnen beschlossen. SS“ sechs auf 4 Millionen gesunken. Am 26. Juli 1933 erscheint ein Gesetz zur Ver »•»&■ ÄSS mVubelkn«m 14 Oktober 1933 verläßt Deutsch- N auf Betreten de- Führer- die Abrüstung-. Pnnfereni und meldet den Austritt aus dem Volker- bund an Die Welt horcht auf. Der Führer läßt das Vott am 12. November 1933 über feine Politik entscheiden Von 45 Millionen Wahlberechtigten ftimmen 40,6 Millionen für ihn. Die NSDAP, wird der Partei statt. Eine Versammlung folgt der anderen. Dummheit, Bosheit, Gemeinheit, Niedertracht und blutigster Terror verbünden sich gegen die wiederaufstrebende Bewegung. Unter Einsatz seines Lebens kämpft Adolf Hitler an der Spitze feiner Gefolgschaft und durchquert unermüdlich die deutschen Gaue. 3m Dezember 1926 zählt die Partei 59 000 Mitglieder, im Dezember 1927 72 000 Mitglieder, im Dezember 1928 108 000 Mitglieder. 1929. Der Kampf gegen das System von Weimar spitzt sich immer mehr zu. Immer neue Scharen bester deutscher Volksgenossen folgen dem Hakenkreuzbanner des Führers. Immer fester wird die Organisation, SA. und SS. werden verstärkt, die Propaganda wird vertieft, die Vergeistigung der nationalsozialistischen Lehre macht Fortschritte. Am 4. August findet der zweite Parteitag in Nürnberg statt. Überwältigend ist der Eindruck. Trotz Krankheit ist der Führer heute hier, morgen da in deutschen Landen. Im Dezember 1929 zählt die Partei 178 000 Mitglieder. 1930. Wilder wird der Kampf, größer werden die Opfer; ein Kamerad nach dem andern geht ein zu den Toten seines Volkes. Das deutsche Volk beginnt der Stimme Adolf Hitlers zu horchen. Seine Voraussagen über die furchtbaren Folgen der allgemeinen Reichs- und Länderpolitik erweisen sich mit erschreckender Genauigkeit als richtig. Am 14. September 1930 liefert der Führer dem System die erste große siegreiche Schlacht. 6,5 Millionen Wähler geben ihm ihre Stimme. 107 Abgeordnete ziehen in den Deutschen Reichstag ein. 1931. Der Kampf geht der Entscheidung entgegen; eine Schlacht folgt der anderen; eine Versammlungswelle jagt die andere. Immer mehr Kameraden besiegeln die Treue zu Führer und Bewegung mit ihrem Herzblut. Am Ende des Jahres 1931 beträgt die Mitgliederzahl 806 000. Ein mittelloser, unbekannter Arbeiter steht an der Spitze der festgefügtesten größten politischen Organisation in Deutschland. 1932. Die Entscheidung naht. Ein Wahlkampf jagt den anderen. Im März findet die erste Präsidentenwahl statt. Für den Führer werden 11,5 Millionen Stimmen abgegeben. Der Führer aber gönnt sich keine Ruhe. Von Schlacht zu Schlacht trägt er seiner Gefolgschaft die siegende Hakenkreuzfahne voran. Bei der ersten Reichstagswahl des Jahres 1932 bringt es die Partei auf 13,7 Millionen Stimmen und 230 Mandate. Immer wilder, immer härter wird der Kampf. Längst ist der Marxismus in die Verteidigung zurückgedrängt. In letzter Verzweiflung schließen sich alle Gegner zusammen. Der Führer steht unerschüttert, trotzdem er am 6. Nov. 1932 zwei Millionen Stimmen verliert. Sofort beginnt er den Kampf von neuem. 1933. Berlin, 14. Aug. (DNB.) Reichsaußenminister von Neurath veröffentlicht folgendes Mahn- wort zur Volksabstimmung: Bei der Entscheidung, zu der das deutsche Volk am 19. August an die Wahlurne tritt, geht es nicht nur um eine Frage der Gestaltung unserer innerstaatlichen Verhältnisse, sondern ebensosehr um Grundfragen unserer weltpolitischen Zukunft. Das Kernproblem unserer Außenpolitik ist die Frage der Wiedererlangung unserer Gleichberechtigung. Das Versailler Diktat hat sie uns genommen und durch unsere einseitige Entwaffnung uns zu einem Staat minderen Rechtes herabgedrückt. All die Schmach und das viele Böse, das wir seit Versailles zu erdulden hatten, hat seinen Ursprung in der Entrechtung und Entwaffnung durch das Versailler Diktat. Sie zu beseitigen und damit die Grundlage für einen wahren und dauerhaften Frieden zu schaffen, ist der Sinn unserer Forderung nach Gleichberechtigung. Wir haben den Völkerbund verlassen, weil er sich zu einem Instrument für die Ausrechterhal- Wien, 14. August (DNB.) Nach einer offiziellen Mitteilung wird Dr. R i n t e l e n vor ein Militärgericht gestellt werden. Bis zur Erhebung der Anklage werden aber jedenfalls noch einige Wochen vergehen. v. Popen noch Wien abgeflogen Berlin, 14. Aug. (DNB.) Herr von papen frage versichert, daß von einer solchen Reise nichts|ist heute 12 Uhr nach Wien abgeflogen. Er bekannt sei. Wan erklärt ferner, daß die Frage der unterbricht seine Reife in Berchtesgaden und be- heeresverstärkung auf keinen Fall von Vizekanzler gibt sich zu einer kurzen Unterredung zum Starhemberg, sondern nur von Bnndeskanz-• Herrn Reichskanzler. dann (legt In dieser Feststellung die Anerkennung des deutschen Charakters der Bevölkerung. Die „D e u t s ch e Fron t" schreibt zu dem Brief des Präsidenten Knox: Herr Knox vertritt den Standpunkt, daß sich die Lage an der Saar in den letzten Wochen verschärft habe. Wir b e st r e i - t e n dies, wenn wir auch zugeben, daß eine Anzahl (Emigranten mit Unterstützung lothringischer und Luxemburger Marx!» st e n unter dem Regime hiesiger Marxistenführer versucht haben, das Saarvolk zu provozieren. Die richtigste Methode jedoch wäre unseres Erachtens das Unterbinden der Einreise dieser marxistisch-separatistischen Demonstranten jeweils von den Grenzen nach Lothringen und Luxemburg und das Entfernen zum mindestens jener Emigranten, die unter keinen Umständen Ruhe geben wollen. Was den Vorwurf „deutscher Querverbindungen" zwischen Deutscher Front und Reichsstellen betrifft, so wollen wir, ohne auf diese Behauptungen em- zugehen, nur daran erinnern, welche „Q u e r verbi n d u n g e n" nach Frankreich zum Beispiel festzustellen wären _bei Haussuchungen in den Räumlichkeiten der Separatisten! Beunruhigung in Genf. London, 15. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Der Genfer Korrespondent der „Daily Mai l" meldet, die Nachricht, daß die Regierungskommission des Saargebietes eine besondere Polizei macht von 2000 Mann verlangt, habe in den Wandelgängen des Völkerbundes große Aufregung hervorgerufen. In maßgebenden Kreisen ist man sich über die Gefahren der Aufstellung eines besonderen, aus Staatsangehörigen neutraler Länder bestehenden Polizeikorps im Saargebiet völlig klar. (Sin berechtigter deutscher Protest. Saarbrücken, 11. Aug. (DNB.) Die Landesratsfraktion der Deutschen Front hat am Dienstag aus P r o t e st gegen die von der Regierungskommission geduldeten Angriffe auf den verewigten Reichspräsidenten und den Reichskanzler und die entgegen der richterlichen Entscheidung aufrechterhaltene Beschlagnahme der Akten der Deutschen Front die Sitzung des Landesrates verlassen. Verboten. Saarbrücken, 14. Aug. (DNB.) Die Regierungskommission hat die sozialdemokratische „V o l k s st i in m e" auf die Dauer von fünf Tagen verboten. Das Verbot erfolgte wegen zweier Artikel, in denen der Führer Adolf Hitler in der gemeinsten Weise beschimpft und verleumdet wird. Holländisches Zivangscleanng gegenüber Deutschland. Haag, 15. Aug. (DRV.) 3m Niederländischen Staatsanzeiger wurde ein königlicher Beschluß veröffentlicht, durch den mit Wirkung ab 15. A u g u st das vom holländischen Parlament genehmigte Devisen-Elearing-Geseh auf den Zahlungsverkehr mit Deutschland angewendet wird. Demzufolge muß für alle vom 15. August ab aus Deutschland in Holland eingeführten Waren die Bezahlung an die Niederländische Bank geleistet werden, die ihrerseits für die Verrechnung mit der Deutschen Reichsbank Sorge trägt. Die Einführung dieses Zwangsclearings wird damit begründet, daß auf diese Weise eine schnelle Liquidation des von der Niederländischen Bank bei der Deutschen Reichsbank unterhaltenen Sonderkontos erleichtert werde. Zunächst hoffe man, den in der letzten Zeit stark in die höhe gegangenen holländischen Saldo bei der Reichsbank herabdrücken zu können. Die amtliche Verlautbarung besagt, daß die deutsche Regierung von dieser Wah- nahme in Kenntnis gesetzt worden sei. Beurlaubung für den Reichsparteiiag. Berlin, 14. Auq. (DNB.) Der Reichsorbeits- Minister und der Äeichswirtschaftsminister teilen mit: Im Hinblick auf die Bedeutung des Parteitages der NSDAP, wird den Betriebs- l e i t e r n empfohlen, wie im vergangenen Jahre, Gefolgfchaftsmitgliedcrn, die laut Bescheinigung der zuständigen Parteistellen für die Teilnahme an dem Parteitag vorgesehen sind, den erforderlichen U r • I a u b zu gewähren. Berichtigung. Das Gaupresseamt sieht sich veranlaßt, zu der am 7. August in verschiedenen Zeitungen erschienenen Notiz: „Erfunden und Erlogen" folgende Klarstellung zu geben: Die den Reichsjugendführer Baldur von Schirach betreffenden lügnerischen Behauptungen, die durch ausländischen Rundfunk verbreitet wurden, sind nicht auf die Tätigkeit des Luxemburger Senders zurückzuführen, sondern auf den „feiner Wahrheitstreue wegen allseits geschätzten und beliebten Straßburger Sender". Der Luxemburger Sender legt anscheinend mit Recht Wert darauf, mit dem Straßburger Sen- der nicht verwechselt zu werden. Amerika baut 24 neue Kriegsschiffe. Washington, 15. Aug. (DNB. Funkspruch.) Vom 15. August ob nimmt das Warinedepartement Angebote für vebernahme des Baues von 24 neuen Kriegsschiffen entgegen. Es handelt sich um vier Kreuzer von je 10 000 Tonnen, 14 Zerstörer und sechs U-Boote. Aus aller Welt. „Graf Zeppelin" in Friedrichshafen gelandet. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Dienstag um 23.25 Uhr unter der Führung von Kapitän Lehmann nach feiner fünften Südamerikafahrt auf dem Werftgelände in Friedrichshafen glatt gelandet. An der Fahrt von Per- nambuco nach Friedrichshafen nahmen 14 Personen teil. Ferner brachte das Luftschiff 130 Kilogramm Post und 10 Kilogramm Fracht mit. Zwei Paddler im Rhein ertrunken. Dieser Tage unternahmen zwei Oestricher Einwohner, der 65jährige Glasermeister Franz Fied - l e r und die 25jährige Büroangestellte Elisabeth Schweikhardt, eine Paddelbootfahrt auf dem Rhein, von der sie nicht mehr zurückgekehrt sind. Das Boot wurde jetzt im stillen Wasser an der Mariannenau angetrieben. Von den beiden fehlt jede Spur. Vermutlich ist das Boot gekentert und beide Insassen sind dabei ertrunken. Lin weiteres Todesopfer des Eisenbahnunglücks in Halle. Der bei dem Eisenbahnunglück in Halle schwerverletzte Rangierarbeiter Richard Ohme, beschäftigt beim Güterbahnhof Halle, wohnhaft in Halle- Trotha, ist nach Mitteilung der Chirurgischen Klinik in Halle g e ft o r b e n. Grohseuer in einer Lokomotivsabrik. Auf dem Fabrikgebäude der Lokomotivfabrik von Orcnftein & Koppel in Nowawes bei Potsdam brach ein Großfeuer aus. Die Feuerwehren von Nowawes, Potsdam und Neubabelsberg kämpften mit Schläuchen größten Kalibers eine Stunde lang gegen das rasende Element, ehe sie die Flammen soweit eingekreist hatten, daß eine weitere Verbreitung des Feuers unmöglich wurde. Die alte Kupferschmiede, der Führerhaus- und Rahmenbau sind vom Brande schwer betroffen und sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Diese Arbeitsstätten wurden sofort in andere, vom Feuer nicht betroffene Werkgebäude verlegt, so daß keine Betriebsunterbrechung eintritt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 80 000 Mark. Drei Todesopfer durch Pilzvergiftung. Die in Groß-Neukirch (Kreis Kofel, O.-S.) wohnende Familie I a k u w ie tz wurde von einem schrecklichen Unglücksfall heimgesucht. In der vergangenen Woche hatte der Sohn der Witwe Ja- kuwietz Pilze aus dem Walde heimgebracht. Nach dem Genuß des Pilzgerichtes stellten sich bei den drei Familienmitgliedern schwere Vergiftungserscheinungen ein, denen die Witwe, die Schwiegertochter und der Sohn zum Opfer fielen. Ztvei deutsche Bergsteiger an der Jungfrau tödlich abgestürzt. Dieser Tage sichteten Bergführer vom Jungfraugipfel aus auf dem Jungfraufirn einen leblosen menschlichen Körper. Eine sofort alarmierte Bergungskolonne stellte fest, daß zwei deutsche Touristen, die führerlos eine Gipfelbesteigung hatten unternehmen wollen, tödlich abgestürzt waren. Die zweite Leiche lag etwa 30 Meter tief in einer Gletscherspalte. Die beiden Toten wurden geborgen und noch am Abend nach Lauterbrunnen gebracht. Bei dem einen fand man einen Paß, lautend auf Wilhelm Kraus aus Nürnberg, von Beruf Dreher, geboren 1908, bei der zweiten Leiche wurden keine Papiere gefunden; sie sind vermutlich beim Absturz verlorengegangen. Doch fand man ein beschriebenes Stück Papier an der Absturzstelle, wonach es sich um einen gewissen Karl Mayer aus Friedrichshafen handeln dürfte. Der Tod in den Bergen. Auf der Dreitorspitze sind zwei Münchener Bergsteiger namens Kugler und Schweditsch tödlich abgestürzt. Kurz vor Erreichung des Vordergipfels stürzten die am Seil hängenden Männer etwa 300 Meter tief ab. Wegen des schlechten Wetters konnten die Leichen noch nicht geborgen werden. ♦ Kürzlich wurde in einer Gletscherspalte des Domegipfels im Mont Blanc-Gebiet die Leiche eines Bergsteigers gefunden, von der vermutet wurde, daß es sich um Franz Kainzbauer aus Wien handelt, der seit einem Jahr vermißt wurde. Nunmehr hat die Mutter des Vermißten einwandfrei festgestellt, daß die Leiche die ihres Sohnes ist. Frau Kainzbauer hatte sieben Kinder, die alle in den Bergen den Tod fanden. Franz Kainzbauer war ihr jüngster Sohn. Fünf Alpinisten aus höchster Not gerettet. Durch die mutige Tat eiryger Alpinisten wurden fünf mit dem Tode ringende Bergsteiger im Dolomitengebiet gerettet. Ein deutscher Alpinist, der an der Wand des Campanile Alto (Brenta-Gruppe) eine Bergsteigergruppe entdeckt hatte, die sich offenbar in größter Lebensgefahr befand und verzweifelt um Hilfe rief, meldete feine Beobachtungen in der Pedrotia-Schutzhütte. Eine aus italienischen Studenten und Bergführern zufammen- gestellte Rettungsmannschaft ermittelte bei Einbruch der Nacht zwei Männer und drei Frauen notdürftig angeseilt in verzweifelter Lage auf einem kaum zugänglichen Felsvorsprung. Daraufhin erkletterte die Mannschaft trotz der Dunkelheit unter größten Anstrengungen die Wand, deren Steigung durch plötzlich einsetzenden starken Regen und Kälte noch gefährlicher wurde. Endlich gelang es, an die völlig Erschöpften, von denen ein Mann schwer verletzt war, heranzukommen. Während ein Mann der Rettungsexpedition die vier Gesunden durch Seile sicherte und die ganze Nacht bei ihnen blieb, schafften die übrigen Mitglieder der Rettungsexpedition unter größten Mühen den Verletzten zu Tal, wo er in einer Schutzhütte in ärztliche Obhut genommen wurde. Die übrigen vier wurden am andern Morgen geborgen. Der Führer des verunglückten Riviera-0-Zuges verhaftet. Der Zugführer des am Sonntag bei Avignon verunglückten Schnellzuges Genf—Ventimiglia ist nach einem längeren Verhör verhaftet worden. Die Untersuchung scheint ergeben zu haben, daß die Bremsen zu spät gezogen wurden, so daß die vorschriftsmäßige Fahrtgeschwin^igkeit überschritten und dadurch die Katastrophe herbeigeführt worden ist. 20 Jahre Panama-Kanal. Der Panama-Kanal begeht heute (Mittwoch) den 2 0. Jahrestag seiner Eröffnung für den Schiffsverkehr zwischen dem Atlantischen und dem Stillen Ozean. Mehr als 80 000 Fahrzeuge haben ihn während dieser Zeit in beiden Richtungen durchfahren. Unter den ersten britischen Schiffen, die vom Westen her in den Kanal nach feiner Eröffnung am 15. August 1914 einfuhren, waren die Fahrzeuge, die die auftra- lischen und neuseeländischen Truppen nach den europäischen Schlachtfeldern brachten. Vrasilianifcher Dampfer gesunken. — ’ 30 Todesopfer. Nach einer Havasmeldung aus Bahia ist ein brasilianischer Dampfer mit etwa 50 Personen an Bord auf dem Fluß San Franzisko untergegangen. 30 Personen sollen dabei ertrunken sein. Kanadische Banditen entführen einen Brauereidirektor. Der Generaldirektor der Labatt-Brauerei, John Ladatt, ist während einer Autofahrt von Sar- nia nach London (Ontario) von Verbrechern entführt worden. Die Räuber übersandten nach der Tat der Familie Labatts ein Schreiben, in dem sie ein Lösegeld von 150000 Dollar innerhalb 24 Stunden fordern. Sie drohten, ihr Opfer zu töten, falls die Polizei benachrichtigt würde. Der Bruder Labatts erhielt von den Banditen die Anweisung, das geforderte Geld in Toronto von der Bank abzuheben und dort weitere Nachricht abzu- warten. Grubenunglück bei Mukden. — 23 Tote, 30 Verletzte. In der Kohlengrube Fuschun bei Mukden kamen nach einer Meldung aus Schanghai bei einer Schlagwetterexplosion 23 Bergleute ums Leben, lieber 30 wurden verletzt. NSDAP, und Warenhaus. Der Gauwirtschaftsberater der NSDAP, des Gaues Köln-Aachen teilt — wie uns mitgeteilt wird — mit: Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die grundsätzliche Einstellung der NSDAP, zur Warenhausfrage nach wie vor dis gleiche ist, die auch im Programm der Bewegung eindeutig festgelegt ist. Es ist deshalb der Einkauf im Warenhaus mit wahrer nationalsozialistischer Gesinnung nicht zu vereinbaren. Diese Einstellung des Nationalsozialismus zur Warenhausfrage aiU für das Warenhaus schlechthin. Damit, daß gewisse jüdische Warenhäuser eine sogenannte Gleichschaltung vorgenommen haben, deren Wert zudem zumeist zweifelhaft ist, kann in der grundsätzlichen Einstellung selbstverständlich nichts geändert werden. Wettervoraussage. Der hohe Druck hat sich weiter auf das Festland verlagert und wird das Wetter freundlicher gestalten und tagsüber auch Temperaturanstieg bewirken. Die im Norden vorüberziehenden Störungen führen aber immer noch ozeanische Luft heran, so daß zeitweise mit dem Aufzug gewitterdrohender Bewölkung zu rechnen ist. Aussichten für Donnerstag: Teils heiter, teils bewölkt, tagsüber etwas wärmer, meist trocken. Aussichten für Freitag: Vorübergehend Neigung zu gewittrigen Störungen, sonst wenig Aenoerung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 14. August, mittags 17,3 Grad Celsius, abends 12,3 Grad; am 15. August: morgens 13,9 Grad. Maximum 18,4 Grad, Minimum 11,2 Grad.— Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. August: abends 17 Grad; am 15. August: morgens 15,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 4,7 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den üorigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Der Vorverkauf Würden ■ ErstZL Spezial-Weiß. u. schwarz. Haus der Beklei- stände. 03971 Seltersweg731 rechts dungsbranchc stellt per sofort Mädchen oder Stau für täglich einige Stunden gesucht Liebigstr. 77 1 Gut erhaltener MeMMN zu verkaufen.^,« Licherstraße17v Mädchen im Alter von 21 Jahren, erfahren im Kochen und Nähen, «licht Stellung zum 1. September. Schr.Angeb.unt. 03972 a.d.G. A. Kegen Wegzug billig abzngeben: 1 komplettes Bett, 1 Waschtisch, 1 Nachttisch, 1 Kleiderschrank. 1 eichenes Bttlett mit Bticherschr., 1 Sofa mit Umbau, 1 Flurgarderobe, 1 Lederklnbsess., laltd. Tisch mit Lehnstuhl, 1 Nähtisch und sonstige Segen Verkäufe | DKW. scbr gut erhalt., neu auSgeschliff., für Mk. 200 zu verkaufen, oasss WernerwaU49in Einfach Ml. Zimmer gesucht.Möglichst Näbe Biebertal- babnbof.Schriftliche Angeb. mit. 03982 a.d.G.A. MtZimmer für 10-12ur ges. Sckir. Ang. unt. 03976 a.d.G. 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Alle Putzmacherinnen der Provinz Ober- Hessen, die die Gesellenprüfung ablegen wollen, melden sich bei der unterzeichneten Innung bis zum 25. August 1934. MmoMnnong s. ö. Mm Metten Lembke Gießen, Seltersweg 31. 4697D TORPEDO nur RM. 188.— schon für «»d 7.90 monatlich Alleinverkaul Niederhausens Co. Bahnhofstraße 6e6enüb.Hotel Schüti 3000 Mark a. Hppotbek zum 1. 10. 34 auSzu- leihen. AuSfübrl. Angeb. u. 03967 a.d.G.A.erbeten. Turnverein 1846 Gießen. Die regelmäßig. Turnstunden der Franenabteilnng beginnen Donnerstag, den 16. Aug.,i.derTurn' Halle deS Real- anmnasiumS. Reuanm. w. das. angenommen. Der Leiter. 4707D Wittöe Wemirflhing Nt Spengler Uni Weilte Anmeldung zur Gesellenprüfung der Spengler und Installateure in &tabt und KreiS Gießen Montag, den 20., u. Mittwoch, den 22. Stu- gust 1934, nachmittags 14-18 Uhr, b. Obermeister Rudolf Rüdiger, Gießen, Watttorstraße 35. Mit- zubrmgen sind der Lehrvertrag und 6 Mk. Prüfungsgebühren. 4710D Pflichtinnung dcrSvengler.GaS-, Wasser- und Heizungs-Installateure für Stadt u. KreiS Gießern Nachsehen! Ist Ihr Ofen in Ordnung? Besorgen Sie sich rechtzeitig Ersatzteile, Ofenrohre und Knie von J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 4553* Gießen - Ruf Nr. 2145/21 46 GMM I 1 R. M ! ___ Mittwoch, 15. August 19^ Glehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Or.189 Zweiter Blatt an« Gaupreffechef Pg. Wowenes Einbringung der Standarte und der Fahnen. - (Aufnahme: Phato-Psasf.) Schwächen und Mängel, die Rat schaut nach au- immer nur das W^i r^und^da^U n^Mr ihn rtön"b/U“5mUen|c«ßUcbenn^o8tme^igeSei^ gelebt. Larum'müssen wir zu allen seinen ncm Ermessen und Bedürsnissen und Zu- chandlunger> auchzimmer da-: graß- 3« tlnbe - dem wir am nächsten Sonntag Ausdruck geben uns ÖUILUUU^Cll 1*1 IV ■“‘“"ö”! ---..---- ' ' • S. „ vielem heraus, aber wir können uns wieder ein Haus bauen, und w i r brauchen nicht Fremde um Erlaubnis zu f a g e n, und wir L....... — „ ... nach eigenem Ermessen und Bedürfnissen kiinftsformen gestalten. Für das alles war rem Opfer an Blut notwendig, soweit es das ganze Volk angeht, kein Freiheitskrieg. Opfer an Blut wurden nur von der Minderheit gebracht, die Abolf Hitler am nächsten stand, von der A l t en® arbe, die täglich zum Sterben bereit war, weil sie wußte: Unser Führer geht uns voran! Wir von der Alten Garde wußten, wie er sich immer wieder in Gefahr begab, und wir sagten uns: „eg begeben will nid)t vieler Worte über d'e Aufgaben, ^^m^drestn Volksgenossen mögen sich >m Hinblick aus dieLeis,ungen des Auhrers -rAugenhallen baß sich alles zum Guten wenden muh well an der Spitze das Gnte der Rabon steht und e" in dem Sichrer feinen Ausdruck gefunden hat. (Stürmischer Beifall). ( ei-L- hoc i9 November unb bes 19. August D'efes W,^,7„.°°sd°r Große sein und nlcht^ein^ Dokument der Kleinlichkeit. Wenn wir «ein werden wollten, dann gebe es für 1-ben “■ms ff« ä uns «*• »” *15 ber Niebergang von 14 Jahren nicht in 14 Monaten m i e b e r aufgebau '" In kann, unb noch nie so eifrig geschafft nrh^ift in einem Volke als in ben 18 Monaten "er nationalsozialistischen Regierung. unb schönsten Frau! Er machte^ Doris, auf Tod und Leben die Kur, was Kreloff weiter nicht naheging, denn er kannte ja Spencer/Farone. Farone war inzwischen, seit sie sich nicht gesehen hatten, recht alt aworden. Und vorteilhaft hatte er niemals ausgesehen. Er hatte graues, dünnes Haar, ein von einem Boxschlag vollständig verkrüppeltes Ohr, und die linke Schulter war etwas ausgewachsen. Er hatte zudem ein häßliches Gesichts aber er war ein seelenguter Kerl. Er konnte einen vortrefflichen Freund abgeben, aber feinen Liebhaber für eine schöne verwöhnte Frau. Das wußte Assen Kreloff, und das wußte vor allem der Lord selber! Man verlebte fröhliche Tage in Rom. Dann bat der Lord: „Kreloff, tun Sie mir die Ehre an und kommen Sie mit Ihrer Frau Gemahlin nach Schloß Farone! Ich gebe dort ein Fest nach dem anderen, wenn Sie Das wünschen. Wirklich — kommen Sie mit!" Assen Kreloff überlegte fieberhaft. Das Angebot war verlockenD. Das Schloß Farone war ein Märchen! Er kannte es aus einer Zeit, Da er sich noch nicht gegen Das Gesetz vergangen hatte unD ohne Gewissensbisse in Schloß Farone weilen Durfte. Jetzt war Das anDers. Ganz, ganz anders! Jetzt hatte er fein Recht mehr, nach Schloß Farone zu reifen! Neben ihm flang Die Stimme Des Lords bittend: „Kommen Sie mit! Bleiben Sie Den ganzen Winter, nächsten Winter bei mir. Wir können ins schottische HochlanD, können Dort jagen. Dann können wir Gäste haben in Farone. So viel wir haben wollen. Wir können uns aber auch vollkommen für uns absondern, wenn uns das besser gefällt. Am besten ist es da, wir richten uns immer nach Ihrer Frau Gemahlin. Damen wissen immer das beste herauszuwählen. Na?" „Ich möchte — ich weiß es noch nicht. Ich will mit meiner Frau sprechen." „Ich hab ja alles gehört. Lord Farone, wir nehmen dankend an!" Doris, schön, blond, in einem wundervoll hellgrau schimmernden Kleid, stand vor den beiden Herren. Der große lila Veilchentuff am Ausschnitt des Kleides zitterte unter den Atemzügen der Brust. Und die Augen strahlten Assen Kreloff nickte. Es war doch gut so. Auf Schloß Farone würde er ganz in Frieden leben können. Dort mußte er nickt immer befürchten, daß ihm nun doch noch die Häscher auf den Fersen waren. In Farone war Frieden! In Farone war er sicher. Und in einigen Jahren dachte sicher niemand mehr an den eleganten Hochstapler, der völlig vom Erdboden verschwunden zu sein schien, und der doch einmal vier Jahre lang alle Weltstädte heimgesucht hatte und durch die Rafinesse, mit der er seine Sachen ausführte, selbst bei den Behörden Bewunderung erregt hatte. Achtes Kapitel. Norwegen! Norwegen mit seinen Gewässern, ,einen geheimnisvollen Schluchten, feinen Bergen unD Felsen und seinen hohen, kraftvollen Gestalten. Wie war er gerade hierhergekommen? Fritz Farnhorst fragte sich bas oft. Und gab sich doch memals eine klare Antwort darauf. Er hatte reichliche Ersparnisse machen können — bescheiden, wie er immer gelebt hatte. Und nun war er eben nach Dem Norden gereist. Erst hatte er in Kiel an der Ostsee gestanden, hatte lange in Das Was er gesehen Amerika? AuswanDem? Wozu? Wenn man erst roieDer zur Ruhe gekommen war, Dann würde auch Die deutsche Heimat barmherzig fein und würde irgendwie, irgendwo Arbeit für ihn haben. Und jetzt, auf einige Monate, war es ganz gut, wenn er an nichts gebunden war. Er wußte nicht, daß eine alte, gebeugte, weiß^ haarige Frau ihm einen Brief geschrieben hatte, worin sie ihn bat, die Führung der Sttinbrüche in Den HänDen zu behalten. Der Brief hatte ihn nicht mehr erreicht. Der Brief, Der iyn vielleicht Doch auf eine Art glücklich gemacht hätte. Denn er hätte Das Angebot ja ruhig annehmen Dürfen, weil feine Schuld auf ihm ruhte und weil Dies ja nun auch in aller Oeffentlichfeit befannt geworden war. Also der Brief hatte ihn nicht erreicht. Nun war er hier in Norwegen. Die gewaltigen Naturschönheiten berauschten ihn. Oft stand er an einem der herabstürzenden Wildbäche, und sein Herz schlug rasch und laut. Nora Nordströms Heimat! Ihre wundervolle, gesegnete Heimat! Er wußte nicht, wo sie ihre Angehörigen haben mochte, er wußte nicht, wie sie hießen. Und er hatte niemals Die Absicht gehabt, ihr hier nachzuspionieren. Aber er dachte immerfort an fie, und hier, in Den nordischen Bergen, war sie ihm fast förperlich nahe. Und Die ganze heiße Liebe flammte roieDer auf, schrie, foroerte ihr Recht, wollte sich nicht nieDer- drücken lassen. UnD es war Doch alles vorbei! Vorbei ein köstliches Erleben! Vorbei seines Herzens erste, heiße, junge Liebe! Er hatte gelitten! Vielleicht hatte ihn all Das Grausige, Das kurze Zeit um ihn gewesen war, Die Tragödie, Die Die Fellers betraf unD ihn mit ins große Netz hineinzog, nicht in feinen GrunDfesten erschüttern können, weil ihn Das Leid um feine verlorene Liebe hart gemacht hatte. Hart gegen alles anDerel Fritz Farnhorft wanderte weiter, immer weiter. Einmal wandte er sich lächelnd um. Wie weit mochte er diesmal schon von daheim fortgeroanöert fein? Daheim! Das freundliche weiße Haus mit dem großen, alten Garten war ihm ein Heim ge- worden. Und der freundliche alte Mann, der Seelsorger ber Oegenb hier, war ihm ein Freunb! Manchmal gingen fie zusammen. Unb Der Pfarrer erklärte ihm Dies unD Das. Sprach von LeiD unD FreuD, erzählte von Dem großen Sterben, Das einmal vor Dreißig Jahren hier geherrscht. Er erzählte auch von bem furchtbaren Unwetter, bas ringsum alles vernichtet ijatte. Es mußte furchtbar gewesen sein, biefes Unwetter, und ber Pfarrer sagte, baß Die Wildbäcke alle von den Felsen herabgestürzt seien. Unaufhaltsam, alles vernichtend, was sich ihnen in den Weg stellte. „Das waren schlimme Zeiten. Wir haben ja nickt nur reiche Hofbesitzer hier, wir haben auch viele arme Menschen, denen das kleine Haus, ihre paar Stuck Vieh alles bedeuten, und Die dann arm und heimatlos sind, wenn Naturgewalten dieses wenige Hab und Gut vernichten. Ja, ber alte Herrgott prüft Die Menschen oftmals schwer!" Fritz Farnhorst Dachte, Daß er wohl auch geprüft worDen märe. UnD im Kampfe, wenn man vielleicht verlor, rourDe man hart unD härter. UnD vielleicht rourDe auch Das Höchste, Köstlichste im Menschen für immer getötet! Aber Das wollte der Herrgott nicht! Die Siebe war köstlich! Dichter beschrieben diese Liebe. Jede Kreatur fühlte in sich das große, köstliche Gefühl. Liebe! Wie oft wurde diese große, heilige Liebe mit einer unedlen Leidenschaft, einem Triebe verwechselt! Und es war doch etwas ganz, ganz anderes. Neben Fritz Farnhorst sagte der alte Pfarrer: ' „Das Leben ist ein Rätsel. Das menschliche Leben! Und es wird immer für jeden Sterblichen ein un- eraründliches Rätsel bleiben. Nur Gott selbst kennt alles! Und wenn er i^m Menschen etwas vernichtet, dann weiß er, warum er es tut. Unser Verstand ist viel zu gering, um etwas zu ermessen, zu verstehen, was dennoch letzten Endes etwas Gutes mar.* Da zuckte Fritz Farnhorst empor: „Herr Pfarrer, wie kann Vernichtung etwas Gutes bezwecken?" „Und doch muh man daran glauben. Wenn man etwas nicht begreifen will, etwas unverständlich findet, ist damit nicht erwiesen, daß es nicht doch zum Guten geschah." Das war solch eine Unterhaltung gewesen von den vielen, die sie miteinander gehabt hatten. Meist aber lief Fritz Farnhorft doch allein umher. So auch diesmal. UnD er wollte auch noch ein tüchtiges Stück weiter. Ueber grüne Hänge, Die mit Blumen beDerft waren, ging Der Weg. Dann kamen roieDer Schluchten, kleine Seen. Manchmal lugten Diese Seen wie zwei wunDerschöne Augen hervor. Blaugrün oDer von einem sanften Dunkelblau! Wie Nora NorDströms Augen! Drüben hüpfte etwas über glatte Steine. Sah mit wunderschönen blaugrünen Augen hinunter auf Den steinigen schmalen Weg, Der fick an Den Hängen hinwanD, unD auf Dem ein einsamer Wanderer schritt. Plötzlich sauste diesem einsamen Wanderer ein kleines Steinchen um Die Ohren. Farnhorst blickte sich um. Da sah er Droben am ■ n$Lein Mädel eilig Davonstürmen. Er sah ihr em Weilchen nach. Wer war das? Er sah nur einen blonden Sorten- topf, eine feine, zierliche Gestalt und zwei schlanke Berne. Mit ein paar Sätzen war er den Hang hinauf Er wollte doch dem Mädel wenigstens sagen, daß Das ein dummes Spiel war, einen Menschen mit Steinen zu bewerfen. Solch ein Dummes £Hng! (Fortsetzung folgt.) 1 II s ein jifl ihr in >ch !t d kN' ite jn !ß s s n !t le u* sh Illf rek II. Beschluß der Reichsregierung zur Herbeifühnmg einer Volksabstimmung. Vom 2 .August 1934. 6ntft>t«W Dem W-nsche de« Führer« tmb Reich«k-m»Iee« befchNetzt Me WettJ. reflkeunT^mSonntog, dem 19. August 1934, eine Dvlls-bftimm-ng über da» Reich«, gcsetz »cm 1. August 1934 (Reichsgesehbl. I S. 747) herbeiMführeu .Du« Amt de« Reichspräsidenten wird mst dem be« ReichSk-n,ier« «reinigt. 3E»lgedesfen gehen die bisherigen Befugnisse de« Reich«prnsideaten auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler über. Er bestimmt seinen Stellvertreter, und betmstwagt den Reichsminister de« Innern mst der Durchführung diese« Beschlüsse«. Berlin, den r.August 1934. Die Retchsregierung Erlaß des Reichskanzlers zum Vollzug des Gesches über das Staatsoberhaupt des deutschen Reichs vom 1. August 1934 (Reichsgesehbl. 16.747). Vom 2. August 1934. jfctt Reichsivnenmi nister! Die infolge des nationale« Unglückes, da- unser Volk getroffen hat, notwendig ge» wordene gesetzliche Regelung der Frage de« Staatsoberhauptes veraulatzt «ich -«fol. gender Anordnung: 1. Die Gröhe de« Dahiugeschiedene« hat dem Titel Reichspräsident ein« einmalige Bedeutung gegeben. Er ist nach unser aller Empfinden in dem, waS er m»S sagte, unzer- trennlich verbunden mit dem Namen de« großen Toten. Ich bitte daher, Vorsorge treffen -u wollen, daß ich tat amtlichen und außeramtlichen Verkehr wie bisher nur al« Führer und Reichskanzler angesprochea werde. Diese Regelung soll für alle Zukunft gelten. 2. Ich will, daß die vom Kabinett beschlossene mrd verfassungsrechtlich gültige Betrauung meiner Person mh> damit de« ReichSkanzleramteS an sich mit de« Fuaktionea de« frühere« Reichspräsidenten die ausdrückliche Sanktion de« deutsche« Volkes erhalt. Fest durchdrungen von der Überzeugung, daß jede Staatsgewalt vom Dolle au-gehe« und von ihm in freier und geheimer Wahl bestätigt sein mutz, bitte ich Sta, de« Drs^vh des Kabinetts mit de« etwa «och notwendige« Ergänzuugeu unverzüglich de« deutsche« Doll zur freie« Volksabstimmung vorlege« -«lasse«. Berlin, de« 2. August 1934. Der Reichskanzler Adolf Hitler AM 19. AUGUST wird dem deutschen Volk folgende Frage vorgelegt Das ganze Volk beantwortet diese Frage mit einem einstimmigen UM! M, MN» Mn. mf A W6e M11 to in Wem 6iM octnUtntn tootniM in! II Nein Hindenburg-Gedenken in den Gießener Schulen. Der Wiederbeginn des Schulunterrichts am Montag stand ganz im Zeichen einer ernsten Feier, die in allen Schulen unserer Stadt ab gehalten wurde. Man gedachte des verstorbenen Reichspräsidenten, Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Schüler und Lehrkörper fanden sich in Turnhallen und Aulen ein, die zum Teil festlich geschmückt worden waren. Der Verlauf der Feiern in den einzelnen Schulen sei nachstehend in wenigen Sätzen geschildert. In der Schillerschule leitete ein Orgelvorspiel die Feier ein, eine Klasse sang das Lutherlied „Ein feste Burg ist unser Gott". Rektor S t r o b hielt die Gedenkrede, in der er die Bedeutung und die Persönlichkeit des verstorbenen Reichspräsidenten würdigte. Den Abschluß der Feier bildete das Lied vom guten Kameraden, von einer Klasse gesungen, von den übrigen Schülerinnen schweigend angehört. Die Goethe-Schule hielt ihre Feier in der Turnhalle ab. Ein großes Bild des verstorbenen Reiechspräsidenten, mit Lorbeer- und Eichenkranz geschmückt, war aufgestellt worden. Einleitend wurde der Choral ,Hesu geh' voran" gesungen und durch Lehrer Dietrich ein Gedicht vorgetragen. Der stellvertretende Schulleiter, Lehrer K r a u s ch , kennzeichnete in seiner Gedenkrede die Persönlichkeit des verstorbenen große Deutschen als Heerführer und Reichspräsident und ging dabei aus von den Worten des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, daß „Hindenburg nicht tot fei, sonder lebe". Zwei weitere Gedichte gelangten zum Vortrag, in denen das Wesen Hindenburgs geschildert war. Zum Schluß forderte der Schulleiter die Jugend auf, sich dafür einzusetzen, den Aufbau des deutschen Volkes vollenden zu helfen. Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die Feier. Die Hindenburg-Gedenkstunde in der P e st a l o z zisch u l e wurde durch ein Vorspiel auf dem Harmonium eingeleitet an das sich ein Choral anschloß. Eine Knabenklasse sang das Lied „Ach bleib mit deiner Gnade". Ein Mädchen brachte ein Gedicht zum Vortrag. Die Gedächtnisansprache für den verstorbenen Reichspräsidenten hielt Dr. Scheuerer. Rach einem weiteren Gedichtvortrag und nach dem Gesang des Liedes „Ich hatt' einen Kameraden" wurde die würdige Feier mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied geschlossen. In der Oberrealschule wurde die Hindenburg-Gedenkfeier mit einem Schubertschen Satz, von einem Streichquartett der Schüler gespielt, eingeleitet. Ein Choral folgte. Die Gedenkrede hielt Oberstudiendirektor Leonhardt. Rach dem Liede „Ich hatt' einen Kameraden" beschloß das Deutschlandlied, vom Streichquartett im Originalsatz von Haydn gespielt, in stimmungsvoller Weise die Feier. In der dem Charakter der Feier entsprechend mit Bildern und Flaggen geschmückten Turnhalle hielt das Realgymnasium die Hindenbury- Gedenkfeier ab. Musikstück und Choral leiteten die Feier ein. Zwei Gedichte gelangten sodann zum tim Deutschlands Zukunft willen „Ja!" Vortrag. Die Gedenkrede hielt der Schulleiter Direktor Angelberger, der Wesen und Persönlichkeit des Reichspräsidenten von Hindenburg schilderte und in seiner Ansprache die Feiern der Ueberführung von Neudeck nach Tannenberg und die Trauerfeier im Tannenberg-Denkmal wieder aufleben ließ. Er schilderte den Reichspräsidenten als ein Vorbild der Treue. Ein Melodram, das sich in Inhalt und Form anlehnte an das Lied vom guten Kameraden, beschloß die eindrucksvolle Stunde. Im Ernst-Ludwig-Gymnasium war ein Trauermarsch der würdige Auftakt der Gedenkstunde für den verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg. Nach einem Choral hielt Oberstudiendirektor Dr. W o l k e w i tz die Gedenkrede, in der er die Bedeutung des verstorbenen Reichspräsidenten als Soldat und als Träger einer politischen Mission für das deutsche Volk kennzeichnete. Der verstorbene Reichspräsident sei nicht nur ein Vorbild für sein Volk, sondern auch ein Vorbild für die ganze Welt geworden. Ein Musikstück beschloß die weihevolle Feier. Arn Montag fand auch im hiesigen Lyzeum eine schlichte Trauerfeier für den verstorbenen Reichspräsidenten statt. Die von musikalischen Darbietungen und Gedichten umrahmte Gedenkrede brachte den Schülerinnen ein lebendiges Bild von der großen Persönlichkeit und der Bedeutung Hindenburgs. Ein gemeinsam gesungener Choral schloß die Feier. Oderheffen. Neue kommissarische Bürgermeister und Beigeordnete in Oberheffen. Das Personalamt des Hessischen Staatsministeriums gibt bekannt: Zum kommissarischen Bürgermeister wurde August Becker II. in Stangenrod, Kreis Gießen, ernannt. — Zu kommissarischen Bei- geordneten wurden ernannt: Richard Jakob in Inheiden, Karl K o ch in Odenhausen, Adolf Schäfer in Stangenrod, August Moos in Staufenberg, Karl Müller in Allertshausen, Karl Mül- l e r III. in Bellersheim, Otto Düringer in Ober- hörgern, Wilhelm Biedenkapp in Stockhausen, Johannes Schmidt in Winnerod (sämtlich Kreis Gießen) und Heinrich Gräuel II. in Rinderbügen, Kreis Büdingen. Ein Winterarbeitsbeschaffungsprogramm der Stadt Lauterbach. LPD. Lauterbach, 14. Aug. Die Lauterbacher Stadtverwaltung hat ein großes Winterarbeitsbeschaffungsprogramm aufgestellt, für das 1 14 00 0 RM. aufgewendet werden sollen. Es handelt sich vorwiegend um O e d- landmeliorationen, Wegbauten und Kanal- und Wasserleitungsbau. Durch dieses Arbeitsbeschaffungsprogramm, das bereits in Kürze in Angriff genommen wird, hofft man Lauterbach für das ganze nächste Jahr wieder arbeitslosenfrei zu machen. Besonders wird der soziale Gesichtspunkt von der Stadt dadurch in den Vordergrund gerückt, daß man die in Betracht kommenden Leute 48 Stunden in der Woche gegen einen Studenlohn von 50 Pfennigen beschäftigen will. Darüber hinaus hat die Stadt schon jetzt größere Mittel für ein großes Winterhilfswerk angesammelt, die aus außerordentlichen Einnahmen geflossen sind. Landkreis (Rieften * Heuchelheim, 15. Aug. Der 35 Jahre alte Schlosser Otto Rinn von hier zog sich bei seiner Arbeit eine schwere Handverletzung zu. Er mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. * Lollar, 15. Aug. Einen schweren Unfall erlitt der 21 Jahre alte Metzger Werner Jungjohann von hier. Beim Turnen brach er beide Arme. Der bedauernswerte junge Mann mußte in die Chirurgische Klinik gebracht werden. ** Annerod, 15. Aug. Frau Maria Jünger Wwe., geb. Schäfer, von hier kann am heutigen Mittwoch ihren 9 2. Geburtstag begehen. Sie ist körperlich und geistig noch außerordentlich frisch, versieht noch alle Arbeiten im Garten und im Haus, weiß viel aus dem Leben vergangener Generationen zu erzählen und lieft auch heute noch mit großem Interesse den „Gießener Anzeiger", dessen eifrige und treue Anhängerin sie ist. ? L i ch, 14. Aug. Der Reichsbund „Volkstum und Heimat" Ortsring Lich, unternahm gestern nachmittag einen heimatkundlichen Gang mit Besichtigung der z. Zeit von dem bekannten Straßen- und Bodenforscher Kammerdirektor Dr. Müller (Darmstadt) durchgeführten Ausgrabungen am Hardtberg zur Feststellung der Lage bzw^ Freilegung des untergegangenen Dörfchens und Festungsvorwerkes W e ft w i g. Nach der Besichtigung des „beschlossen Born", einem aus frühester Zeit stammenden Brünnchen vor dem sogenannten Forellenteich im „Frankenrit", dem schon vor Jahrhunderten durch handgeformte Tonröhrchen das vom Hardtberg abfließende Wasser zugeleitet wurde, zeigte und erklärte Kammerdirektor Dr. Müller seine Ausgrabungen und die gemachten Funde aus der Steinzeit und erläuterte, jeweils an Ort und Stelle, den Lauf vorgeschichtlicher Straßenzüge. Auf dem Gebiete der Straßenforschung ist Dr. Müller eine bekannte und anerkannte Forscherautorität, ging er doch allein in den letzten Jahren über 6500 Kilometer ab. Nach dem interessanten und lehrreichen Gange hielt Dr. Müller noch einen kurzen Vortrag im Parkhotel. Der Ortsringführer des Reichsbundes „Volkstum und Heimat", Rektor Erb, und der Vorsitzende des Verkehrs-und Verschönerungsvereins Lich, Lehrer H i l d, dankten Dr. Müller und überreichten ihm in Anerkennung feiner unermüdlichen Heimatforschung, insbesondere der hiesigen Gemarkung, eine Radierung von Lich. Dem vor kurzem errichteten Heimatmuseum in Lich sollen Funde und Photoaufnahmen zugeführt werden. Kirwe und Schule. — Alten-Buseck, 13. Aug. Am Sonntag feierte der Zweigverein Gießen der Gustav-Adolf-Stiftung fein Jahres- f e ft in unserer Kirche. Zahlreiche Frauen von auswärts hatten sich eingefunden. Das Gotteshaus war voll besetzt. Im Festgottesdienst um 14 Uhr predigte Pfarrer Heinz von Mainz-Kastel über Röm. 12, 1: „Ich ermahne euch nun, lieben Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig fei, welches fei euer vernünftiger Gottesdienst". Opfer fei Gottesdienst und Gottesdienst sei Opferdienst. Danach sprach Dekan Guß mann Worte herzlicher Begrüßung. Während der Kaffeepause fanden die auswärtigen Festteilnehmer bei den Familien unserer Gemeinde freundliche Aufnahme. In der Nachversammlung berichtete Pfarrer Becker von Gießen, der Schriftführer des Gießener Zweigvereins, über die Arbeit der Gustav- Adolf-Stiftung im vergangenen Jahr. Seinen Ausführungen lag das Bibelwort zugrunde:. „Wie kann ich zusehen, daß mein Geschlecht umkomme?" In sehr anschaulicher Weise schilderte er die segensreiche Arbeit und die große Bedeutung des Gustav- Adolf-Vereins für Glauben und Volkstum im Ausland. Mit eindringlichen Worten legte er den Zuhörern die Mahnung ans Herz, nicht nachzulasien in ihrem Eifer um das große Werk des Gustav- Adolf-Dereins, der nun feit über 100 Jahren den Brüdern in Not ganz besonders draußen m der Zerstreuung, fern von Heimat und Vaterland, hilfreich zur Seite steht. Pfarrer Heinz zeigte an Hand von Beispielen aus der hessischen Diaspora, wie sehr dort Hilfe nottut, wie sie mit Dankbarkeit entgegengenommen wird und dem Geber zum Segen gereicht. Mit ehrenden Worten gedachte Dekan Guß- m a n n und Pfarrer Becker des Heimgangs von zwei treuen Mitarbeitern des Zweigvereins: des langjährigen Vorsitzenden Kirchenrats Strack und des Professors Hofmann. Sie werden unvergessen bleiben. Posaunenchor und Frauenchor Alten- Buseck trugen zur Bereicherung des Festes wesentlich bei. Der Ortsgeistliche sprach Begrüßungs- und Schlußwort. Er forderte dazu auf, dem Gustav- Adolf-Verein fernerhin die Treue zu halten, wie wir sie auch gegenüber unserem Führer Adolf Hitler am nächsten Sonntag beweisen wollen durch unser „Ja!" (Sinaefanöt (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Anfrage an die Stadtverwaltung. Sollte es nicht möglich sein, auf dem zur Erweiterung vorgesehenen hinteren, von der Kapelle des neuen Friedhofes ziemlich weit abliegenden Teil, eine Art Schutzhütte zu errichten, oder einen grottenartigen Raum in den aufgeschütteten freien Platz einzubauen? Der Dank vieler Friedhofs- befucher wäre unserer Stadtv-erwaltung sicher. Wer dieser Tage nachmittags bei einem plötzlich auftretenden Sturmwetter auf dem Friedhof anwesend war und die Anstrengungen namentlich älterer Leutchen beobachtet fyat, die abgehastet und doch durchnäßt das schützende Dach der Grufthallen aufsuchten, dem tut es leid, daß auf dem großen, viel- , besuchten und schönen Friedhof, außer der Kapelle keinerlei Schutz vor Regenwetter gegeben ist. Einer der oft und gern den Friedhof aufsucht. Frau Ottilie Theis, geb. Strafgeld im Alter von 74 Jahren 4713 d Heute entschlief sanft nach mit grober Geduld ertragenem Leiden unsere liebeMutter, Schwiegermutter, Grobmutter, Schwägerin und Tante Die Beerdigung findet in Darmstadt statt - Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir höflichst abzusehen In tiefer Trauer Familie Karl Theis, Bensheim Familie Otto Theis, Darmstadt Familie Hans Theis, Nassau Familie Adalbert Theis, Offenbach Hugo Theis und Frau Gieben, den 15. August 1934 Arbeitsvergebung. Für den Ausbau der Schlageter-Allee sollen die Lroarbeiten vergeben werden. 4703D Die Erdmassen betragen zirka 24 000 cbm. An- aebotsvordrucke, die bei uns erhältlich, sind bis zum Verdingungstermin am Mittwoch, dem 22. August 1934, vormittags 10 Uhr, bei uns abzugeben. Zuschlags- und Bindefrist drei Wochen. Gießen, den 14. August 1934. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt: Gravert. Von der Reise zurück! Dr.med.Malech Sprechstunden: ey2 - 9i/2 und 2^2-4 Uhr 4117 D Sorgfältige Ausführung Ihrer <704d Photos arbeiten garantiert Löwen-Drogerie und Photohane W. Hoger Ml. Seltersweg 69. Betr.: Volksabstimmung am 19. August 1934. Die WlsMinimiW om 19. WH 1934. Die Wahlhandlung (Abstimmung) zur Volksabstimmung findet am Sonntag, dem 19. August 1934, ununterbrochen von 8 bis 12 Uhr statt. Zur Stimmabgabe dürfen nur amtlich hergestellte Stimmzettel verwendet werden. Die Ausgabe der amtlichen Stimmzettel und Wahlumschläge erfolgt im Wahlraum. Die Abstimmung ist so vorzunehmen, daß der Wille des Stimmberechtigten unzweideutig zum Ausdruck kommt. Die Abstimmungsbezirke der Stadt Gießen mit Gemarkung Schiffenberg und Herrnwald, die Abstimmungsräume, die Namen der Abstimmungsvorsteher und deren Stellvertreter sind aus dem Aushang in den amtlichen Aushängekasten und aus dem Aushang in der Alten Klinik, Liebigstraße 16, im Alten Rathaus, Marktplatz 14, im Stadthaus, Gartenstraße 2, und im Stadthaus, Bergstraße 20, zu ersehen: außerdem sind am Wahltage am Eingang zu den Abstimmungsräumen ebensolche Uebersichten ausgehängt. Es wird ferner noch darauf hinge- wiesen, daß der Abstimmungsraum für den I. Abstimmungsbezirk vom Alten Rathaus nach der Gewerblichen Berufsschule (früher Gewerbehaus), Kirchstraße 16, verlegt worden ist. Das Wahlergebnis für den XIX. und XX. Wahlbezirk (Kliniken, Kranken- und Pflegeanstalten) wird nach beendeter Wahlhandlung im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 8/9 und 3/4 festgestellt. Die Ausstellung von Stimmscheinen für solche Wähler, die sich am Wahltage aus zwingen- den Gründen außerhalb ihres Wahlbezirks aufhalten, erfolgt bis einschließlich Samstag, 18. August 1934, 12 Uhr, durch das Städtische Wahlamt, Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13. Die Entgegennahme der Stimmscheine hat durch die Wahlberechtigten, die sich über ihre Person genügend ausweisen müssen, selbst zu geschehen. Sind dritte Personen mit Entgegennahme eines Stimmscheines beauftragt, so müssen sie sich durch Vorlage einer Vollmacht des Wahlberechtigten ausweisen. 4701C Gießen, den 15. August 1934. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Bartholomäus. Morg. Donnerstag, nachmittags ab 5lh Uhr 458?d ZwiebeUen BäckereiLange Neustadt 37 Mr beteiligt M oder leiht strebi. Geschäftsmann 4-50000. gegen SimeiOeit? Schrift!. Angeb. ir. 03973 a.d.G.A. Gewinnauszug 5. Klasse 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewahr Nachdruck verboten 5. Ziehungstag 13. August 1934 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und II beiden 2 Gewinne zu 5000 M. 10399 6 Gewinne zu 3000 M. 248306 307908 389778 18 Gewinne zu 2000 M. 36784 71806 124302 159340 168966 181095 286143 334431 379918 48 Gewinne zu 1000 M. 353 10839 21200 28540 44360 90949 108683 131440 147950 149445 200531 217102 222387 223944 242417 253221 262436 263602 278602 316973 319473 333266 335607 340753 70 Gewinne zu 500 M. 1603 12609 15513 44829 48140 56089 66052 66392 82461 97801 116745 144196 144888 145142 157110 157546 188666 190069 195655 222842 223802 235394 239993 246640 258009 261107 279570 319448 321276 329739 331404 337736 388011 392097 393013 388 Gewinne zu 300 M. 318 1438 1449 2933 3243 3307 6025 6484 6564 7434 9616 15425 16049 16974 20121 23365 24382 26505 26809 27935 28489 29974 33556 34202 36888 49416 60703 51946 53498 54547 60564 61548 63245 64045 64071 72844 73506 74812 75880 76807 82000 82831 84209 84974 86814 86918 88326 92291 93808 97059 100511 100512 102966 109575 112911 114025 115684 115831 116566 118288 120027 120140 120880 126349 130258 136158 137998 145639 145944 147196 147878 148303 150050 151759 151947 155335 155396 155610 157829 158574 174015 177314 179876 183856 186497 188367 188695 189702 191970 196239 196323 199648 201769 203007 203960 205988 208779 215948 216355 218630 222030 222573 222594 226218 226700 226987 227423 227875 229192 236224 236484 238023 238223 240001 240006 242445 245411 246678 250155 250841 252817 255399 257045 258639 259295 259774 261432 261813 267948 269437 276180 280940 282390 283657 284116 287486 291150 291318 291558 304352 304941 306474 308741 310903 311455 313684 313896 314201 317133 317283 317921 319563 320101 320454 320572 320573 320892 321297 321484 323440 325288 325769 327630 329916 333213 336940 338408 338655 345210 346267 349647 351313 351430 351765 352787 355847 356682 358309 359481 359588 361231 362726 366501 366529 367896 369465 369984 374637 378545 387716 389289 392616 393446 397737 ön der heutigen Nachmiltagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 58854 8 Gewinne zu 5000 M. 11552 198390 216561 272677 2 Gewinne zu 3000 M. 161919 12 Gewinne zu 2000 M. 66308 72932 143965 300573 365857 117022 36 Gewinne zu 1000 M. 6701 24951 32099 41654 67695 82964 114883 123575 148473 188032 193154 212604 243324 312785 352713 369474 387148 335169 84 Gewinne zu 500 M. 6364 36540 56753 I 73533 77260 110705 116120 126291 129250 147633 154486 185211 185661 195067 196027 197450 198528 203211 210633 217333 220358 247237 250944 254111 256502 284852 285769 291001 295836 297024 299650 301905 309368 340065 361369 368905 376761 377217 377785 396414 398911 390935 330 Gewinne zu 300 M. 1678 2208 4352 6270 9050 9797 10226 12613 13454 14080 15359 15482 23868 24598 26346 27660 28125 28503 28679 31502 34809 35560 43854 45469 49220 55266 65791 60586 65354 66213 66395 66535 70940 72600 73022 75379 79992 84356 84498 85125 86838 87416 87830 89713 89793 96226 99040 102738 104010 107278 108038 113566 113916 120172 120435 121452 122974 127763 127892 129129 133308 137417 138141 141178 144236 145773 146100 150208 151929 156295 157167 157857 162122 164384 171647 172449 174443 177517 184301 187676 187767 188500 192007 194285 197721 203810 205560 20/2--6 207410 208076 210682 212374 213173 216555 217783 219678 221758 222729 229338 231610 232030 233379 234012 240477 241832 242411 243814 244737 244839 248948 249096 2494.29 252849 253377 255239 255540 257570 258288 264638 272929 273658 274670 275712 288055 288977 291428 297963 298142 300343 301398 303736 306745 306842 307102 309287 310927 317616 318682 320357 321165 323324 329293 331909 332823 336130 336527 341012 343762 354978 361767 361844 362972 363114 363695 370141 371511 372521 374682 377995 381580 384859 393427 393901 396714 378122 20 Taqesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 NM gefallen, und zwar je eine auf die 2ose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 4873 81838 87655 164706 167743 197589 248226 253215 260809 380009 241 A Zuverlässige Beruisscbuliing S für Industrie, Handel, Gewerbe und Verwaltung Anfragen und Anmeldungen: Gießen, Goethestraße 32 Rcrninn- Änfan9 1 Vnnftrhp Privat-Handelsschulen Beginn. Oktober | vvgidtne OieNen «erborn Lw. E. 8a / 34. Beschluß. lieber den landwirtschaftlichen Betrieb, Pächterbetrieb, der Ludwig Petry Ehefrau, Elisabethe, geb. Friedrich, in Hof Albach bei Lich wird das Ent- schuldungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhältnisse vom 1. Juni 1933 heute um 9 Uhr vormittags eröffnet Die Deutsche Pachtbank, Berlin W 35, Regenten- strahe 11, wird zur Entschuldungsstelle ernannt. Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 15. September 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. Gießen, den 31. Juli 1934. 4714D Hessisches Amtsgericht.________________ Lw. E.l(a)/34 —Lich. Beschluß. Heber den landwirtschaftlichen Betrieb des Heinrich Georg INünster und dessen Ehefrau ITlarie, geb. Schäfer, in Hattenrod wird das Entschuldungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhältnisse vom 1. Juni 1933 heute um 12% Uhr mittags eröffnet. 4715D Die hessische Landesbank (Staatsbank), Darm- stadt, Paulusplah 1, wird zur Entschuldungsstelle ernannt Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 30. September 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. Gießen, den 1. August 1934. _________ Hessisches Amtsgericht.___________ _ Familien- Drucksachen venobungaanzeige» Vermählu ngean zeter' bei Brühl,Schulstraße 7 Geburteanzeige* Mittwoch, 15. August 1934 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Kr. 189 Drittes Blatt Klasse III. gaben, liegt sehr viel an Ihrem Auge und an Ihren Handgebärden. Ihr Auge ist gleichsam mit Händen | bahn Gießen, 46,2 Sek.; 2. Turn- und Sportverein Uly, J.VVO puillic. Viit/Ii -xxi.u, wi., W. ' ---“ —'T---------- g : 1. Feller, Frankfurt a. M., 6,23 Mainz, 47,6 Sekunden; 3. Reichsbahn-Turn- und mAöf Offrhnffonhitrn 5 77 Mk>tk>r- • Snartnerein Frankfurt. 48 Sekunden. Die Gießener LVÄ Ä SÄToie lene 20ten' L bringen. Vor zwanzig Jahren ging mit dem Aufblitzen der ersten Schüsse zwischen den europäischen Völkern eine Epoche der abendländischen Geschichte zu Ende, und das Morgenrot einer neuen Zeit stieg blutig herauf. Zwanzig Jahre, das ist vor dem Antlitz der Weltgeschichte nur eine kleine Spanne Zeit; ihr Atemschlag geht nach anderen Maßen als der des einzelnen Menschen. Für uns aber bedeuten sie fast schon eine Hälfte des Weges, der uns auf dieser Erde beschieden ist.. Kann das denn wahr sein, fragen roiv uns, die wir dabei sein durften, daß so viele Zeit schon vergangen ist? Wjx sind ja doch oftmals, im Wachen und im Träumen, mit unseren Kameraden im grauen Kleid oder im Leinenrock des Verwundeten oder im Elendskittel des Gefangenen zusammen, und sie haben noch immer alle das gleiche Gesicht. Vieles zwar vergaßen mir schon: wie der oder jener Ort geheißen, und ob eine Leuchtkugel blaues oder grünes Licht gehabt; das Rollen der Schüsse hallt uns oftmals nur wie aus einer Sage her, und an manchen einstmals vertrauten Griff an Gewehr oder Geschütz bewahrt der Kopf nicLjt mehr, nur noch die Hand eine tastende Erinnerung. Aber die Angesichter, die Stimmen der Kameraden sind uns noch immer gegenwärtig. Zuweilen wohl zieht uns das Leben, das uns geblieben ist, von ihnen fort; aber es währt bei keinem lange, so treten sie wieder hervor, am unvermuteten Ort oftmals und zur unvermuteten Stunde. Und dann werden wir inne, daß wir Umgang mit Toten haben, und daß wir niedersitzen zu ihnen und Vergessenheit trinken; dann sind die zwanzig Jahre nicht gewesen und Hand in Hand und Blick in Blick mit den Unvergessenen, Getreuen und Geliebten ist es immer noch heut, was einstmals heute geheißen hat. Wie kann denn aber, fragen wir uns, vom Toten solche Gewalt ausgehen und soviel Liebe erweckt werden, die wir ja nicht einmal den Lebendigen entgegenbringen? Denn es leben ja noch viele, Hunderttausende leben noch in ihres Lebens Mittag, die es überstehen sollten gleich uns und sollten sie uns eine viel tiefere staatsbildende Anlage ist. Des Deutschen Organisationstalent ist jedenfalls unübertroffen (siehe Kiautschou!) und seine wissenschaftliche Befähigung bleibt unerreicht: darauf habe ich meine Hoffnungen aufgebaut in meiner Schrift „Politische Ideale". Das Ideal der Politik wäre, keine zu haben. Aber diese Nicht-Politik müßte freimütig bekannt und mit Macht der Welt aufgedrungen werden. Nichts wird erreicht, solange das parlamentarische System herrscht; für dieses haben die Deutschen, weih Gott, keinen Funken Talent! Sein Obwalten halte ich für das größte Unglück, es kann nur immer und immer wieder in den Sumpf führen und alle Pläne für Gesundung und Hebung des Sportverein Frankfurt, 48 Sekunden. Die Gießener in der Aufstellung Siegmund, Rodriquez, R. Fischer, O. Luh. Hier endlich zeigt Rodriguez was er kann. Er hält in der Staffel den Meisterläufer Mährlein glatt. Luh am Schluß tut mit einem 9Beitfprun(,._ v Meter; 2. Spitznagel, Aschaffenburg, 5,77 Meter; 3. Sauer, VfB -Reichsbahn, 5,76 Meter. Hochfprung: 1. Pieh, VfB.-Reichsbahn, 1,57 Meter; 2. Heinzelmann, Mainz, 1,55 Meter; 3. Best, Darmstadt, 1,55 Meter. Schlechte Absprunganlage verhinderte hier bessere Leistungen. K u g e l st o ß e n: 1. Luh, VfB.-Reichsbahn, 13,59 Meter; 2. Baß, Frankfurt a. M., 13,16 Meter; 3. Vaterlandes zu Fall bringen. Aber, ich weiche ab von meinem Thema, denn ich wollte nur von Ihnen sprechen. Daß Sie mir Ruhe Dreikamps: 1. Luh, VfB.-Reichsbahn, 2008 Punkte; 2. Best, Darmstadt, 1625 Punkte; 3. Spitznagel, Aschaffenburg, 1608 Punkte. schon einem armen geplagten Geist Ruhe spenden! Und nun gar, wenn er dem Dienste des Vaterlandes gewidmet ist. verweile er sehr gern an einem solchen Ort. Eine große Freudigkeit sei dann in ihm, aber von besonderer Art, die sich mit keiner Freude über das Lebendige vergleichen ließe. Er fühle ganz deutlich, daß die mächtige Empfindung der Liebe zu diesen unbekannten Kameraden von einst nicht ins Leere verströme, sondern von diesen mit herzlicher Begierde ausgenommen, ja zurückgegeben werde. Da aber der Tod nichts sei, fügte er hinzu, und also auch nichts nehmen und geben könnte, so sei er für feine Zerson von ihrer unsterblichen Gegenwart überzeugt. Möchte ein solches Wort manchem anderen und wohl auch gewichtigeren, das in diesen Tagen der Erinnerung gesagt werden muß und gesagt wird, nicht unebenbürtig zur Seite stehen. Dann feiern wir, wie es sein soll, in dem Vergangenen das immer Gegenwärtige, und an den Gräbern, welche der erneuerte Lorbeer schmückt, erneuern wir den Kameraden das Gelöbnis, ihres Opfers niemals unwürdig zu fein. Spitznagel, Aschaffenburg, 11,19 Meter. Luh gewinnt zum zweitenmal gegen den bekannten Baß. Speerwerfen: 1. Pieh, VfB.-Reichsbahn, 49,90 Meter; 2. Jakob, VfB.-Reichsbahn, 46,07; 3. Reinmann, Mainz, 43,05 Meter. Diesmal gewinnt Pieh sicher. Zu bemerken ist, daß Jakob auch weiterhin für den DfB.-R. starten wird. Keulenwerfen: 1. Luh, VfB.-Reichsbahn, 67,70 Meter; 2. Lortzer, Franksurt, 64 Meter; 3. Habich, Aschaffenburg, 56 Meter. 10 0 Meter: 1. Mährlein, Mainz, 11,5 Sek.; 2. Rodriguez, VfB.-Reichsbahn, 11,6 Sek.; 3. Koch, Frankfurt, 11,8 Sekunden. Rodriguez muß sich nur knapp dem bekannten Mährlein beugen. 200 Meter: 1. Mährlein, Mainz, 23,6 Sek.; 2. Rodriguez, VfB.-Reichsbahn, 24 Sek.; 3. Lohrum, Mainz, 24,4 Sekunden. Hier hätte Rodriguez eine Chance gehabt, aber er läuft zu leichtsinnig und kämpft nicht bis ins Ziel. 400 Meter: 1. Koch, Frankfurt, 54 Sek.; 2. R. Fischer, VfB.-Reichsbahn, 56,7; 3. Bongartz, Frankfurt, 57 Sekunden. 1500 Meter: 1. Bergmann, Berlin, 4:27,2 Min.; 2. Sobezak, VfB.-Reichsbahn, 4,30 Min.; 3. Margus, Bad Homburg, 4,39 Minuten. Sobezak ist dem Endspurt des erstklassigen und bekannten Berliners nicht gewachsen. 5000 Meter: 1. Wied, Frankfurt, 16:56,1 Minuten; 2. Pfaff, VfB.-Reichsbahn, 17:29,2 Min.; 3. Bergmann, Berlin, 17:33,2 Minuten. Pfaff vollbringt das Wunder und schlägt den kräftigen Berliner in einem langen Endspurt. 4X100-Meter-Staffel: 1. VfB.-Reichs- tung in diesem Film, der auf das landläufige happy end der Operette verzichtet und stellenweise sogar an eine der interessantesten und glücklichsten Schöpfungen der stummen Produktion erinnert, an den Film „Casanova", der vor Jahren auch hier gezeigt wurde. E. W. Emo leitet die Inszenierung mit Geschmack und Stilgefühl, mit gutem Tempo, geschickten Steigerungen und einer klaren und sicher geschnittenen Photographie. Den faszinierenden Geiger und abenteuerlichen Liebling schöner Frauen gibt Ivan Petrovich, den man aus manchem Film von ähnlich romantischem Charakter kennt. Ec 'betont in seiner Darstellung mehr die künstle- Keulenwerfen: 1. Jakob, VfB.-Reichsbahn, 64,60 Meter; 2. Lukas, Mainz, 62,10 Meter; 3. Franz, Mainz, 54,95 Meter. Jakob siegt mit guter Leistung. Kugelstoßen: 1. Kerrl, Frankfurt, 11,02 Meter; 2. Schubert, Mainz, 10,80 Meter; 3. Pieh, VfB.-Reichsbahn, 10,77 Meter. D r e i k a m p f: 1. Feller, Darmstadt, 1732 P.; 2. Schneider, Frankfurt, 1650 P.; 3. Jakob, VfB.- Reichsbahn, 1597 Punkte. 10 0 Meter: 1. Lohrum, Mainz, 11,9 Sek.; 2. Siegmund, VfB.-Reichsbahn, 12,2 Sek.; 3. Gebhardt Dillenburg, 12,5 Sekunden. 4 0 0 Meter: 1. Traudt, Frankfurt, 57,5 Sek.; 2. Schön, VfB.-Reichsbahn, 58 Sek.; 3. Hattemer, Mainz, 58,1 Sekunden. Der erstmalig startende Schön überrascht durch schönen Stil und kraftvollen Endspurt. 1500 Meter: 1. Pfaff, VfB.-Reichsb., 4:28,2 Minuten; 2. Darr, Dillenburg, 4:38,1 Minuten; 3. Bendel, Limburg, 4:38,4 Minuten. Pfaff ist in großer Form. Ein glänzender Endspurt von 300 Meter läßt ihn mit etwa 80 Meter Vorsprung siegen. Bei diesem Endspurt geriet selbst das verwöhnte Frankfurter Publikum in Begeisterung. Jugend, Klasse A. 4X100-Meter-Staf sel: 1. Reichsbahn- Turn- und Sportverein Frankfurt, 49,7 Sekunden; 2. VfB.-Reichsbahn Gießen, 52 Sek.; 3. Reichs- bahn-Turn- und Sportverein Limburg, 52,1 Sekunden. VfB.-Reichsbahn in der Aufstellung: Huppert, Möll, Weber, Schneider. 1500 Meter: 1. Weber, VfB.-Reichsbahn, prachtvollen'Lauf das Uebrige. Schweden ft affel (400, 300, 200, 100 Meter): 1. VfB.-Reichsbahn, 2:10,8 Min.; 3. Reichs- Nach zwanzig Jahren. Von Paul A verdes. Stille Worte der Liebe zu den Toten des Weltkrieges find es, die A l v e r d e s, Kriegsfreiwilliger vom August 1914, dem Augustheft der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Das Innere Reich" voranfetzt, und die wir mit Erlaubnis des Dichters zum Abdruck Oie schöne Ohnmacht. In der Mannheimer Theatergeschichte spielt der Intendant Graf Luxburg eine nicht unbedeutende Rolle. Er war ein recht beleibter Herr, dazu ein Grandseigneur alten Schlages, der an den patriarchalischen Sitten festhielt und deshalb manchen Schauspieler und manche Schauspielerin ohne weiteres mit „Du" anredete, wenn sie ihm schon seit längerer Zeit bekannt waren. Das mußte sich auch die damalige Liebhaberin des Theaters Lisetts Kinkel wohl oder über gefallen lassen. Als die Schauspielerin im Jahre 1835 in einem Stück der Birch-Pfeifer „Die Günstlinge" auftrat, faßte der Herr Intendant nach dem vierten Akt, wie Caroline Bauer in ihren Erinnerungen erzählt, fein Urteil in die ebenso aufrichtigen wie gemütvollen Worte zusammen: „Kinkele, Du hascht im ganzen ziemlich schlecht gespielt, bischt aber schön in Ohnmacht g'falle." Die vom Reichsbahn-Turn- und Sportverein Frankfurt am vergangenen Sonntag veranstalteten leichtathletischen Wettkämpfe waren für den Veranstalter in jeder Beziehung ein großer Erfolg. Für' die leichtathletischen Wettbewerbe waren Teilnehmer aus Berlin, Stuttgart, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Aschaffenburg, Limburg usw. erschienen. Natürlich war auch Frankfurt mit großem und gutem Aufgebot zur Stelle. Die Organisation klappte sehr gut, so daß beste Wettkampf- ftimmung aufkam. Durch die gleichzeitige Austragung der Deutschen und Kampfspiel-Meisterschaft im 20-Kilometer-Gehen war ein weiterer günstiger Moment geschaffen. In diesem glänzenden Rahmen wuchsen auch die VfB.-Reichsbahner über sich hin- aus. Der vielbeachtete Kampfgeist der Gießener erwachte im richtigen Augenblick. Jedermann gab sein Bestes und so kam eine Anzahl Siege zustande, wie sie der VfB.-Reichsbahn noch nie bei einer offenen und dazu so guten Veranstaltung erringen konnte. Mit 12 „Ersten", 14 „Zweiten" und 7 „Dritten" war der VfB.-Reichsbahn bester Verein. Leiter und Trainer der Abteilung erhalten in diesem Jahre für ihre mühevolle und langjährige Aufbauarbeit den wohlverdienten Lohn. Erwähnenswert ist noch, daß der VfB.-Reichsbahn beide Staffeln gewann. Die Ergebnisse der Gießener Teilnehmer. Stoffe I. Mein Glauben an das Deutschtum hat nicht einen Augenblick gewankt, jedoch hatte mein Hoffen — ich gestehe es — eine tiefe Ebbe erreicht. Sie haben den Zustand meiner Seele mit einem Schlage umgewandelt. Daß Deutschland in der Stunde seiner höchsten Not sich einen Hitler gebiert, das bezeugt sein Lebendigsein; desgleichen die Wirkungen, die von ihm ausgehen; denn diese zwei Dinge — die Persönlichkeit und ihre Wirkung — gehören zusammen ... Ich durfte billig einschlafen und hätte auch nicht nötig gehabt, wieder zu erwachen. Gottes Schutz fei bei Ihnen! Houston Stewart Chamberlain. beaabt es ersaßt den Menschen und hält ihn fest, bahn-Turn- und Sportverein Frankfurt: 2,11 Mm.; und es ist Ihnen eigentümlich, in jedem Augenblick 3. Turn- und Sportverein Main 212 Knuten Die Rede an einen Besonderen unter Ihren Zu- VsB.-Reichsbahn mit R. Flscher 400), Rodnguez börern zu richten, — das bemerkte ich als durchaus (300), Luh (200) und Siegmund (100) laufen ©er- ckarakteristisch Und was die Hände anbetrifft, sie einsrekord. Besonders Luh und Siegmund stellen sind so ausdrucksvoll in ihren Bewegungen, daß sie durch glanzende Laufe den Sieg sicher. In beiöen hierin mit Augen wetteifern. Solch ein Mann kann Staffeln siegte der Mannschaftsgeist der Gießener. Große Erfolge des VsV./Reichshchn Gießen in Franksurt a. M. 12 erste, 14 zweite und 7 dritte Siege. unser Leben lang. freilich: brüderlich- Schuldner. Schuldner nicht aus Rechnung, fondern Schuldner wiederum aus aus Liebe. Ein Mann, der im Kriege gewesen ist, erzählte jüngst, daß er auf feinen Wanderungen an keinem dörflichen Friedhaf varubergehen könne ahne einzutretcn. Es fei ihm, als rufe es ihn und zöge ihn herbei mit Fr-und-sgewalt, und er folge dieiem Ruf freudig wie zu einem ersehnten Wieder- seh n. Er suche dann fagleich die Sedachtn.skreuz- d-r toten Soldaten auf, d.e dort überall errichtet feien, als lägen sie wirklich dort begraben Oftmals eien fi- mit ihrem Bildnis oerfehen ,n ländlicher Trackt oder auch in Uniform. Er lefe dann ihre Namen und auch das Jahrihrer Geburt, und den Ort und den Tag ihres Todes; be, jedem einzelnen tue er das, und auch das hier landesübliche ehrenge- achteter Jüngling l-f-er mit und bas bunte ihn em herrlich wahres Wort. Es erscheine ihn bann auch der Ort ihres Tobes weber in Frankreich noch im ost. licksten Ruhland wirklich entfernt und die Bergan- "eit von fünfzehn oder zwanzig Jahren gar 4:51,7 Min.; 2. Grünewald, Mainz, 4:51,9 Min.; 3. Stumpf, Frankfurt, 4:52,9 Minuten. Weber siegte tm Endspurt knapp. Weitsprung: 1. Bongartz, Frankfurt, 5,61 Meter; 2. Weber, VfB.-Reichsbahn, 5,10 Meter; 3. Pech, Darmstadt, 5,09 Meter. Kugel st oßen: 1. Rahn, Frankfurt, 12,08 Meter; 2. Laudon, VfB.-Reichsbahn, 11,69 Meter; 3. Bauer, Frankfurt, 9,42 Meter. Keulenwerfen: 1. Stumpf, Frankfurt, 51,60 Meter; 2. Brötz, Limburg, 50,50 Meter; 3. K. Rinn, VfB.-Reichsbahn, 50 Meter. Jugend, klaffe B. 100 Meter: 1. Möll, VfB.-Reichsbahn, 13,1 Sekunden; 2. Lohrum, Mainz, 13,6 Sekunden; 3. Rieß, VfB.-Reichsb., 13,9 Sekunden. Ein Doppelerfolg der Gießener. Kugelstoßen:!. Möll, VfB.-Reichsbahn, 9,92 Meter; 2. Nieß, VfB.-Reichsbahn, 9,90 Meter; 3. Grötz, Limburg, 9,48 Meter. Auch hier Möll und Nieß voran. W e i t f p r u n g : 1. Grötz, Limburg, 5,64 Meter; 2. Möll, VfB.-Reichsbahn, 5,38 Meter; 3. Schneider, Limburg. 5,29 Meter. Für die Z-Klaffe sehr gute Leistungen aller drei Sieger. Dreikampf: 1. Schneider, Limburg, 2208 P.; 2. Möll, VfB.-Reichsbahn, 2191 P.; 3. Brötze, Lim- bürg, 2037 Punkte. 3 tauen: Diskuswerfen: 1. Wolf, Frankfurt, 19,90 Meter; 2. Kreicker, Frankfurt, 17,76 Mtr.; 3. Heinz, VfB.-Reichsbahn, 17,41 Meter. _ Hochsprung: 1. Beuer, Frankfurt, 1,23 Meter; 2. Bürner, Darmstadt, 1,23 Meter; 3. Fischer, VfB.-Reichsbahn, 1,17 Meter. Die nach drei Jahren erstmalig wieder startenden Frauen und Jugendlichen kamen gleich zu schönen Erfolgen. Ja, sie sind wohl auch dabeigewesen, und es verbindet uns mit einem jeden von ihnen unserer aller so veränderten Gestalt große Freundschaft. Gibt stch einer dem anderen als Soldat des großen Krieges zu erkennen, wo immer es fein mag, so geht ihnen beiden das Herz auf, mögen sie sonst getrennt sein voneinander wie sie wollen, und im Geheimen sucht Hand nach Hand, über die zwanzig Jahre hinweg, auch wenn sie> von außen gesehen, just in der Tasche behalten wird. , ...... Aber so geliebt mit ewiger Liebe wie die Toten ist von den Ueberlebenden nicht einer. Das kommt daher, daß wir ihre Schuldiger bleiben unser Leben lang, und daß wir diese Schuld nur abzutragen vermögen mit dem höchsten, dessen der Mensch über- Haupt fähig ist, mit unvergeßlicher unverbrüchlicher Liebe. Denn sie haben für den Olauben, der auch unser Glauben gewesen ist, sie haben für das Vaterland noch mehr getan als alle Ueberlebenben; sie haben getan was schwerer zu tun ist, As alle gute Tat und schwerer wiegt als alle Redlichkeit und aller guter Wille, sie haben den Tod auf sich genommen. und das letzte, das Opfer ihres einzigen einmaligen Lebens gebracht. Mögen dazu auch mtr andern bereit gewesen sein, - Bereitschaft allem sti keinem schon als ein besonderes Verdienst angerechnet. Auch unsere Söhne werden bereit sein für ihren Glauben das letzte Opfer zu bringen und von unseren jüngeren Brüdern hat es mancher wiederum bewiesen, indem er sein Leben für die Erneuerung Deutschlands willig hingegeben hat. Von jenen aber wurde es damals angenommen an unse- jerer statt, und darum bleiben wir ihre Schuldner wort von Ihnen. Es hat meine Gedanken beschäftigt, wie gerade Sie, der Sie in so seltenem Grade ein E r w e ck e r der Seelen aus Schlaf und Schlendrian sind, mir einen so langen erquickenden Schlaf neulich schenkten, wie ich einen ähnlichen nicht erlebt habe seit dem verhängnisvollen Augusttag 1914, wo das tückische Leiden mich befiel. Jetzt glaube ich einzusehen, daß dies gerade Ihr Wesen bezeichnet und sozusagen umschließt: der wahre Erwecker ist zugleich Spender der Ruhe. Sie sind ja gar nicht, wie Sie mir geschildert worden sind, ein Fanatiker, vielmehr möchte ich Sie als den unmittelbaren Gegensatz eines Fanatikers bezeichnen. Der Fanatiker erhitzt die Köpfe, Sie erwärmen die Herzen. Der Fanatiker will überreden, Sie wollen überzeugen, nur überzeugen, — und darum gelingt es Ihnen auch; ja, ich möchte ebenfalls Sie für das Gegenteil eines Politikers — dieses Wort im landläufigen Sinne aufgefaßt — erklären, denn die Achse aller Politik ist die Parteiangehörigkeit, während bei Ihnen alle Parteien verschwinden, aufgezehrt von der Glut der Vaterlandsliebe. Es war, meine ich, das Unglück unseres großen B i s m a r ck , daß er durch den Gang seines Schicksals — beileibe nicht durch angeborene Anlagen — ein bißchen zu sehr mit dem politischen Leben verwickelt ward. Möchte Ihnen dieses Las erspart bleiben! Sie haben Gewaltiges zu leisten vor sich, aber trotz Ihrer Willenskraft halte ich Sie nicht für einen Gewaltmenschen. Sie kennen Goethes Unterscheidung von Gewalt und Gewalt! Es gibt eine Gewalt, die aus Chaos stammt und zu Chaos führt, und es gibt eine Gewalt, deren Wesen es ist, Kosmos zu gestalten, und von dieser sagte er: „Sie bildet regelnd jegliche Gestalt — und selbst im Großen ist es nicht Gewalt." In solchem kosmosbildenden Sinne meine ich es, wenn ich Sie zu den auferbauenden, nicht zu den gewaltsamen Menschen gezählt wissen will. Ich frage mich immer, ob der Mangel an politischem Inftinkt, der an den Deutschen so allgemein gerügt wird, nicht ein Symptom für Houston Stewart Chamberlain, der Seher und Prophet, der glühends«n Bekenner einer für bas Deutschtum, der Schwiegersohn Richard Wagners hat den Tag der Machtergreifung nicht mehr erleben dürfen. Um so großartiger, um so genialer scheint es uns, daß er den Menschen und Staatsmann Adolf Hitler als einer der ersten überhaupt in feiner ganzen Tiefe erkannt und ermessen hat. Er, der in seinem Epoche machenden Werk „Die Grundsätzen des XIX. Jahrhunderts" die Bedeutung des arischen Geistes für die Kulturgeschichte dargestellt und ergründet hat, er, der den großen Deutschen Wagner, Kant und Goethe in feinen Biographien unsterbliche Denkmäler gesetzt hat, er war es auch, dem es wie Schuppen von den Augen fiel, als er dem Führer begegnete. Wenn wir uns auf Chamberlain berufen, dann beschwören wir einen der größten Geister des Deutschtums unserer Tage herbei, darum sei aus seinem Briefwechsel mit Adolf Hitler heute ein schmuckloses und um so tiefer ergreifendes Dokument herausgestellt, zu dem jeder Kommentar sich erübrigt, wenn wir wissen, daß es bereits vor 11 Jahren niedergelegt wurde. Das Schreiben lautet: Bayreuth, den 7. Oktober 1923. Sehr geehrter und lieber Herr Hitler! Sie haben alles Recht, diesen Ueberfall nicht zu erwarten, haben Sie doch mit eigenen Au^en erlebt, wie schwer ich Worte auszusprechen vermag. Jedoch ich vermag dem Drange, einige Worte mit Ihnen zu sprechen, nicht zu widerstehen. Ich denke es mir aber ganz einseitig — d. h. ich erwarte keine Ant- Zeugnis eines Toten. Ein Dries Houston Stewart Chamberlains an Adolf Hitler vom 7. Oktobers 923 rische als die abenteuerliche Seite der Rolle und trifft in Maske und Haltung recht wohl das Bild, das die Vorstellung des Beschauers und Hörers sich von dem genialischen Kavalier der napoleonischen Zeit machen mag. Das Interesse des Gießener Publikums konzentriert sich naturgemäß auf Maria Geling, die die junge Schauspielerin Bella Manzetti spielt und zwar auf eine Weise, die ihren natürlichen Anlagen die anmutigste Entfaltung geftattet; abgesehen von der liebenswürdigen musikalischen Ausgestaltung der Partie bestätigt diese neue Filmrolle, daß Fräulein geling mit entschiedenem Talent aus der reinen Operettensphäre auch in das ernsthaftere dramatische Gebiet hinüberzuwechseln vermag. Aus alter Anhänglichkeit kam Fräulein Geling zugleich mit dem Film wieder einmal nach Gießen und wurde mit herzlichem Beifall von der anhänglichen Gemeinde ihrer einheimischen Verehrer und Verehrerinnen auf der Bühne begrüßt; sie ist in jeder Vorstellung persönlich anwesend, singt ihr Auftrittslied und gibt sogar Autogramme. — Von der übrigen Besetzung, um noch einmal zum Film zurückzukehren, sind neben den bereits genannten Hauptrollen die pikante und rassige Herzogin von Lucca der Eliza I l l i a r d , Theo Lingen und Adele S a n d r o ck in den komischen Chargen, außerdem die von Aribert Wäscher, Erika Gläßner und Veit Harlan hübsch ausgestattete Wanderkomödiantengesellschaft zu nennen. — Der Film läuft feit gestern im Lichtspielhaus. Im Beiprogramm findet man u. a. einen interessanten Bildbericht von den Südamerikafahrten des „Graf Zeppelin" und einen Vorspann zum „Abenteuer im Südexpreß". „Sern hab ich die Frau'n geküßte Lehar schrieb die schnell populär gewordene Musik zu der Operette von Knepler und Jen- b a ch, die sich das Leben des berühmten Geigers Nicolo Paganini zum Vorwurf nahm. Der Film (Produktion: Neues Deutsches Lichtspiel-Syndikat) hat das gleiche Thema auf feine Art gestaltet; zwar blieb der Grundcharakter, musikalisch und yandlungsmäßig, gewahrt, aber das Drehbuch von Georg Zoch hat dem Ganzen eine Wendung gegeben, die den Film aus der herkömmlichen Operettenschablone löst und mehr ins Schauspielhafte verlegt. Bei einer Fabel wie dieser versteht es sich freilich von selbst, daß das Dramatische an den Höhepunkten des Spiels melodramatisch gesteigert und lyrisch-musikalisch untermalt und aufgelockert wird; aber auch die große repräsentative Theaterszene, eine glanzvolle Ausstattung, Kostüm und Milieuschilderung, dazu das immer gern gesehene und wirksame komische Beiwerk kommen zur Gel- Präsident Ar. Liier zur Volksabstimmung werden Volkswirtschaft weiterer Gesundung entgegenfüh- Wirtschaft Frankfurter Börse. werde. Einteilung der Gruppen Gießen 2. Kreisklasse, Gruppe Gießen v. 2. Kreisklasse, Gruppe Biebertal. 10. Wißmar. SV. Wetzlar, FC. Steinberg, T. u. SV. Naunheim, Sinn, Dillenburg, Gunst und Schulz schossen die vier Treffer. Im zweiten Spiel der Gruppe trennten sich Schweden und Italien unentschieden 1:1. Deutschland führt mit 4:0 Punkten vor Spanien, Schweden, Italien und der Tschechoslowakei die Tabelle an. In der anderen Gruppe führt Ungarn ebenfalls mit 4:0 Punkten. Die Magyaren besiegten Holland überlegen mit 9:1, während Jugoslawien überraschend die Franzosen mit 2:1 schlug. Frohnhausen. Zwei weitere Teilnehmer dieser Gruppe 73,50 v. H. Am Rentenmarkt waren Altbesitz 0,25 v. S). fester, späte Schuldbücher, Reichsmarkobli- 2. Kreisklasse, Gruppe Gießen A. 1. Allendorf a. d. L., 2. Garbenteich, 3. Hausen, 4. Leihgestern II, 5. Lich II, 6. Steinbach, 7. Steinberg II, 8. Wies eck II. ginnt dir folgende: 1. Kreisklasse, Gruppe Gießen: 1. Großen-Buseck, 2. Grünberg, 3. Heuchelheim II, Oie Europameisterschaften der (Schwimmer. Bei desi Europameisterschaften der Schwimmer in Magdeburg gab es am Montag einen ruhigen Tag. Als einziger Schwimmwettbewerb stand der Endlauf zum 100-Meter-Kraulschwimmen der Herren auf dem Programm. Sieger wurde der Ungar Die großen frankfurter Auqustrennen. [atpone*e|t=^ Mit seiner großen Rennveranstaltung am Sonn- Mexikaner nach der vorangegangenen Steigerung tag dem 19. August 1934 setzt der Frankfurter Renn- ruhig und behauptet. klub eine alte Tradition fort. Der Frankfurter Renn-! Im weiteren Verlaufe schrumpfte das Geschäft ' " *■ fast völlig zusammen. Infolgedessen war die Haltung allgemein schwächer. So gaben IG. Farben, die Die Geschäftsstille, die schon im Mittagsverkehr herrschte, übertrug sich in verstärktem Maße auf die Abendbörse Kundschaft wie Spekulation hielten sich soweit zurück, daß bis 17.30 Uhr noch kein Kurs zustande kam. Im allgemeinen hörte man Aktien eine Kleinigkeit leichter, dementsprechend kamen auch im Verlaufe IG.-Farben mit 148 um 0,25 v. H. schwächer zur Notiz, ebenso AKU. 1,90 v. H. und Aschaffenburger Zellstoff um 0,39 v. H. Scheideanstalt dagegen waren gefragt auf die völlige Ueber- nahme des Degea-Aktienbesitzes, auch Rheinstahl lagen gut behauptet. Renten blieben still und nur knapp gehalten. Im weiteren Verlaufe kamen Scheideanstalt mit 213 um 3 v. H. über Berliner Zur Volksabstimmung am 19. August veröffentlicht Präsident Dr. Carl Lüer folgenden Aufruf: „Wenn am 19. Auaust die Nation wiederum zur Wahlurne schreitet, so soll nicht der Sinn dieser Handlung sein, über das Führertum Adolf Hitlers zu entscheiden. Die deutsche Nation hat diese Entscheidung selbst gefällt. Längst schon steht der Führer vor der Geschichte als der oberste Lenker der deutschen Geschicke, getragen vor der in Treue zu ihm bbirnen II 8 bis 10 Dr. Guyotbirnen I 12 bis 15, Dr. Guyot- birnen II 8 bis 10, Williamsbirnen I 12 bis 14, Williamsbirnen II 8 bis 10, Brombeeren 20 bis 25, Heidelbeeren 25, Mirabellen I 10 bis 12, Mirabellen II 6 bis 8, Pfirsich I 18 bis 24, Pfirsich, Ausland 23 bis 30 brutto, Pfirsiche II 8 bis 15, Pflaumen 5 bis 8, Preiselbeeren 28 bis 30, Reineclauden 6 bis 8, Trauben, ital. 18 bis 23, Trauben, ungar. 18 bis 20 Zwetschen 6 bis 10, Zitronen, span. 20. Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 14. Aug. Auftrieb: 46 Ochsen, 17 Bullen, 421 Kühe oder Färsen, 285 Kälber, 806 , • . . ' ry ,, ff die unveränderte Aufwärtsbewegung der Wirtschaft Die diesjährige Verbandsrunbe im Fußball be- un^ zuversichtliche Stimmung zum nächsten ,innt am 2. September. Die Gruppenemteilung ist Sonntag stützen kann. Am Aktienmarkt überwogen unter Hervorhebung einzelner weniger Marktgebiete , die Kurssteigerungen, Renten blieben ruhig und x. tanrv iT kursmäßig gut behauptet. Von Montanwerken ge- o' ?kKEstern, S. Lch' 6. Lollar 7 1900 Gießen rannen, ' gestützt auf weitere Neueinstellungen, Krofdorf - Gleiberg, 0. Mannesmann, Klöckner, Rheinstahl, Harpener 0,13 Wleseck. ,,, . , .... o. H., Mansfeld 0,40 v. H., Stahlverein 0,25 v. H. sollte Heuchelheim nicht aufsteigen, so tritt He dichter, Buderus behauptet. Don Chemiewerten chelheim I für die zweite Mannschaft cm be brodelten Farben-Jndustrie infolge der geringen Stelle. ... . . i Umsätze 0,13, Erdöl 0,25, Metallgesellschaft 0,50 v. H. ab. Am Elektromarkt lagen Siemens um 1,00, l' Licht und Kraft 0,50, AEG. 0,90 v. H. schwächer. Bekula gewannen 0,50 v. H. Besonders freundlich i lagen wieder Zellstoffwerte auf die weitere Besse- -...... r,- . __ rung im Inland- und Auslandgeschäft. Aschaffen- 1. Alten-Buseck, 2. Grünberg II, 3. Heuchelheim II, burger Zellstoff um 0,75 v. H., Waldhof auch 0,75 4. Lollar II, 5. 1900 Gießen III, 6. v - ..........- " bahn III, 7. Treis a. d. Lda., 8. Wiefeck rNittagsbörse still, im Verlaufe schwächer. ulc vcll .... v_____,_________ Frankfurt a. M., 14. August. Die Börse lag Weiterentwicklung der Fußball-Bewegung sein unverändert ruhig .und ohne Sonderbewegungen. Der Auftragseingang seitens der Bankenkundschaft ~z •< _ ist immer noch gering, die Mitläuferschaft zumeist (SinfcifunS öcr ©ruppctl , untätig. Trotz der Geschäftsstille ist die Haltung UN-Aieberial für die neue !?ußbalisene. Überwiegend freundlicher, wobei sich die Börse auf m , - . . ,, ,, , die unveränderte Aufwärtsbewegung der Die diesjährige Verbandsrunde im Fußball be- nnh bie ^versicktlicke Stimmung Aum bahn fällt im Rabmen des Gesamtaufbaues der deutschen Zuchtprüfungen die Aufgabe zu, im y........ , , , r . August in einer Großveranstaltung die Elite des bis 148,50 nach 147,75 sich erhöhten, wieder 147,65 jüngsten Jahrganges, der Zweijährigen zu prüfen nach. Dor allem verloren aber Rentenwerte, so späte und die Stellung der Derbypfevde untereinander Schuldbücher 0,50, Altbesitz 0,65 v. H. Don Stadt- und zu den älteren Pferden zu klären. Frankfurt anleihen 6 v. H. Mainz 1 v. H. niedriger. Gut ge- wird am 19. August die-ser Aufgabe voll gerecht wer-; halten waren Goldpfandbriefe, auch Kommunal- den können, denn seit Jahren nicht mehr stand das ‘ Obligationen. Frankfurter Hyp. Liqu. 0,40 v. H. Pferdematerial in solcher Fülle und Qualität bereit schwächer. Tagesgeld etwas mehr gesucht und auf als es heuer der Fall ist. Landgrafen- und Wäld- 3,25 v. H. erhöht. chenrennen, die ersten in der Reihe der klassischen । Abendbörse weiterhin still. Frankfurter Prüfungen, werden wieder eine Be-1 setzung finden, die ihrer Geschichte würdig ist. Die Besten des Reiternachwuchses werden sich in einem Rennen für die nationalen Verbände treffen, in dem nur Sieger oder Zweitplacierte aus früheren Rennen startberechtigt sind. (Siehe heutige Anzeige!) ^wel weuere ^euneymer omn wyjnb Xr geeinten und deshalb starken Volksgemeinschaft. Die n°ch durch Entscheidungsspiele ermlt^lt und zwar dieser Treue ist das Vertrauen, ist der Kreise Gichen^und Burg - Allendars' im ^eise, G-^b°°n di- Möglichkeit dessen, was gestern noch Dillenburg statt. Di- au- den b-id-n^Spielen her- Unmöglich sch . bürfte M di-s-s vorgehenden Sieger werden d-l Gruppe S'°b-N Glaubens und dieses Vertrauens würdiger erwiesen D,ll zugeschlagen Für di- ,f'°b°nerV-reiN-ist q[5 b b'e|fcn unermüdliche- und segens- d,es° Zusammenstellung nicht d,e glücklichste Losung, y den deutschen Menschen innerlich J™ÄtaSaJtoS lauterte und Millionen unserer Volksgenossen von des großen Umbruchs ,m Sport- alles reibungslos bitteren Sorgen ber Arbeitslosigkeit befreite! °°Die BerbanWle jollen in allen Klaffen und Mit Sicherheit wird unser Führer di- deutsch- in allen Gruppen am 2. September beginnen. Mit einem „Hipp Hipp-Hurra" auf das neue Spieljahr fand die Besprechung ihr Ende. Anschließend tagte der Gau-Jugendwart, Sport« kamerad V o n d r a n, um mit feinen Unterführern die Richtlinien der Pflichtspiele der Jugendmann- schaften zu besprechen. Es wurde besonders betont, daß für die Jugend in der Zukunft mehr denn je gearbeitet werden soll; denn grabe bie Jugenb sei es, bie ben Grundstock für den Fortbestand und die Schweine. Es notierten in C 1 .u^gev ’ '* pro 2er?« ner.in Mark: Ochsen al) 34, b) 28 bis 30, c) 25 bis 29, d) 22 bis 24; Bullen b) 25 bis 28, c) 20 bis 24, d) 18; Kühe a) 30 bis 31, b) 25 bis 29, c) 20 bis 24, d) 12 bis 19, Färsen a) 34 bis 35, b) 31 bis 33, c) 27 bis 30, d) 23 bis 26; Kälber a) 43 bis 45, b) 38 bis 42, c) 33 bis 37, d) 26 bis 32; Schweine b) 50 bis 52, c) 48 bis 52, d) 46 bis 50. Marktverlauf: Rinder gutes Geschäft, geräumt, Kälber lebhaft, geräumt, ausverkauft. Schweine reges Geschäft, kleiner Ueberftanb. Rundfunkprogramm. Donnerstag, 16. August. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15; Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. Im Muskkinstrumenten-Laden. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Übertragung nach.Stuttgart: Mlt- tagskonzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Kinder- Heute Mittwochabend 8 Uhr keiner auf der Straße! Altes hörtamTiundfunkdieKundgebung zur Volksabstimmung in Frankfurt stunde. J5.35: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 17.30: Deutsche Gespräche. 17.50: Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie und Rasse. 18.25: Spanischer Sprachunterricht. 18.50: Südwestdeutsche Schiffahrt. Wirtschaft und Aufbau. 19.30: Saar-Umschau. 19.50: Reichssendung: Ansprache des Reichssendeleiters Pg. Hada- movfky zur Eröffnung der Funkausftelluna. 20: Nachrichtendienst. 20.10: Vom Deutschlandsender: Am Vorabend der großen Funk-Ausstellung: Dein Rundfunk — unsere Sendung. Streiflichter über das Funkschaffen. 21: Konzert. 22: Pälzer Gekrisch. Von Siebet Clauß. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen... 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Nachtmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Belauschte Welten. Große Strafkammer Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit befaßte sich das Gericht mit dem K. K. aus Gießen, dem die Anklage Kuppelei in mehreren Fällen zur Last legte. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte gewohnheitsmäßig und aus Eigennutz seine bereits im März d. I. verstorbene Frau verkuppelte. Das Gericht erkannte unter Annahme mildernder Umstände, daß nämlich der Angeklagte noch nicht einschlägig vorbestraft ist und die Ehefrau einen Teil der Schuld trug, auf 1 Jahr Gefängnis. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte. Der H. B., zur Zeit in der Zellenstrafanstalt in Butzbach, wurde vom hiesigen Schöffengericht zu 2 Jahren 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Die Beweisaufnahme ergab, daß der schon vlelfach vorbestrafte Angeklagte ein Fahrrad nachts in Butzbach gestohlen hatte. Die Kammer änderte das Urteil der Dorinstanz dahin ab, daß sie auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis erkannte. Daten für Mittwoch, 15. August. 1688: König Friedrich Wilhelm von Preußen geboren (gestorben 1740); — 1760: Sieg Friedrichs des Großen über die Oesterreicher unter Laudon bei Liegnitz; 1769: Napoleon I. Bonaparte in Ajaccio auf Korsika geboren (gestorben 1821); — 1771: der englische Dichter Sir Walter Scott in Ddinburg geboren (gestorben 1832). Preußen. Kreis Biedenkopf. LPD. B r e i t s ch e i d, 15. Aug. Ein kleiner Wanderzirkus hatte hier fein Zelt aufgeschla« gen. Auf einem in zwölf Meter Höhe auf« gespannten Sei! hatte ein junger Artist seine Kunststücke vorzuführen. Bei einer dieser Schaustellungen verlor der Mann das Gleichgewicht und stürzte zum Entsetzen der Zuschauer ab. Mit schweren inneren Verletzungen mußte er ins Krankenhaus gebracht werden. An feinem Aufkommen wird gezweifelt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter T Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdi Zörse. rkont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankiur u. Dl Öerhu Franklun a. m. Berlin Frankfun a. m. Leriin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Schluß- furt Schlußk. Abend« bSrfe Schluß« tat Schluß! mittag« bSrfe Schluß« hirt Schlußl. Abend« börfe Schluß« hire Schlußk. mittag« börfe Schlußkurs Schlußk. Abend« börfe Schiuß- kms Schlußk. minaa- börse 13.August Amtliche Notierung 14-August Amtliche Notierung Datum 13.8. 14-8. 13.8- 14-8. Datum 13-8- 14.8. 13-8. 14-8. Datum 13-8. 14-8- 13.8. 14-8. (Reit' 3riei Geld | Drte Buenos Aires Brüssel..... Rio de Jan.. Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... HeljingsorS.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien. Oslo.....: Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neuyork.... ______3 Amerikanische Belgische Not Dänische Not Englische Not Französische Holländische Italienische 9 Norwegische Deutsch Ceft Rumänische Schwedische Schweizer N Spanische N Ungarische N 0,683 58,95 0,184 3,047 56,37 81,74 12,625 5,569 16,50 169,73 21,58 0,747 5,664 63,46 48,95 11,46 65,11 81,67 34,32 10,44 2,478 erlln, l4.Augr Noten....... en........... en ......... en .......... loten........ loten........ loten......... Noten ...... erreich, i 1OO loten ........ Noten....... oten.......... )tee......... n.RR7 n.RftA n ma •% Deutfche RetchSanlethe v 1927 8% ebem.7% Dl. RetchSanl. v. 1929 Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Änl.-Ablöl.-Schuld mtt StuUoj.-Rechten ........ DeSgl. ohne AuSlof.-Rechte...... •% ehem.S"/. Heft. BolUftaat 1929 (rückzahtb. 102%) ......... 6% Heft. Landesbank Darmstadt Sold R. 12 ....... 6H% Heft. LandeS^ypotheken- bank Darmstadt Staut...... Oberheften Prootnz-Anlethe mit Austol.-Rechten Deutfche Komm. Cammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlof.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Soldpfe. 15 unkündbar bls 1985 1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Soldpfe. 16 unkündbar blfl 1936 iy.% ehem. 4y,% Franks. HyP^- Vank.Ltqu.-Pfandbriese. ... •h% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Banr.Ltqu.-Soldpfe. 6% ehem. 8% Pr. Landespfand» briefanstaik, Pfandbriefe R. 19 •% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- vriefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Hteuergutfch. BerrechnunaSkur» 4% oesterretchtlche Soldrente 4,20% Oesterretchtlche SUberrentt 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/i% deSgl. von 1918.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Dücktfche Zollanlethe von 1911 4% Lürktfche Bagdadbaha-Anieihe 92,5 । 92,65 95,5 92 89,25 89,75 96,5 95,4 89,75 89,75 90,25 90,4 93 93 29,5 1,15 7,75 7,15 7,4 9,9 7,9 92,5 95 92 89,25 89,75 96,75 96,65 89,75 89,75 89,75 90,25 93 93 I 101,4 31,25 1,1 7,8 7,25 7,3 9,65 8 93,5 92,65 95,6 91,5 95,75 84 92 93 1,15 7,95 7,25 7,3 9,9 93,75 93,25 95,13 91,9 89,25 96,25 89,25 93 93 101,4 31,25 1,1 7,8 7,45 7,35 9,2 4% veegl. Serie ll ....... 5% Rumän. vereint;. Rente v. 1903 4^,%RumLn.veretnh.Renrev.lS13 4% Rumänische vereint». Rente -. 9%% Anatolier ..... pamvurg-Amenka-Pakel .. o Hamburg-Südam. Dampfschiff . O Hansa-Dampfschifs.......O Norddeutscher Lloyd ......... O A.G. für Verkehrswesen AU. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commer». und Privat-Bank . O Deutfche Bank und DtSronw- Gefellschasl................ O Dresdner Bank..............O ReichSbank ............... 12 ü.E.»......................o Bekula..................... o Dektr. AeferungSgefeklschaft... 6 Ltchl und Kraft ... 6 Felten L Guilleaume......... O Gelellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 öiheinftche Elektrizität ........ 5 Schuckert« Co............... 5 Siemens L Halske........... 7 LahseyerLCo.............IO thjbmtf ........... 0 Deutfche SrdSl ............... Gelfenkirchr»«............... Harpener.................... Hoesch Elfen—Kbln-Neueffe« .. 0 alle Bergbau ...............< Ilse Bergbau Genüss« ........ Klöcknerwerke ........ c NauneSmann-RSdre» .MM,„ 8 4,5 7,1 4,1 37,9 30 90,5 56,25 63,5 65,5 152,5 146 99,75 111,75 108,75 99,75 89,5 143 116,9 79 114,75 62 103,5 171 129,75 77,75 69,13 8,1 4,65 7,1 4,13 38,13 25 29,5 65,5 90,5 56 64,25 67 152 23,9 145,75 99,75 111,5 70,5 108,5 100,5 89,5 142 116,5 78,5 114,5 61,75 103,25 174 130 77,75 69 4,7 4,05 38 25,65 25,9 29,75 66,25 90,75 56,25 63,13 65,5 152,65 24 146 100,25 112 69,9 109 99,75 89 142,75 117 78,9 114,25 62,65 103,25 75,13 171 130,25 77,75 69,4 7A_ 38,2 25,4 22,5 29,25 66 153 24 145,75 100,75 111,9 70,25 109 89,75 142,75 117 78,9 114 61,75 103,75 74,5 172 130,75 77,75. 69 KanSfelder Bergbau.........O Kokswerie ........ .... O Phönix Bergbau....... 0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Rheinstahl O Bereinigte Stahlwerke........O Otavi Minen .......... O Kaliwerke Aschersleben........ 6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.....IVi g G. Farben-Jndustrie.......\ Scheideanstalt....... 9 Goldschmidt ................O Metallgeiellschast.............0 Philipp Holz mann......••••• • Zementwerk Heidelberg •••••• ® Lementwerl Karlstadt.........® Schutthet» Payenhofer .......< Aku (Allgemeine Kmistfeide) .. ( Bemberg.................< Hellstoff Waldhos ............0 Zellstoff Aschassenhurg .......0 Dessauer GaS ......... ' Daimler Mowren ...........< Deutsche Linoleum .......... < vrenstein & Koppel..........C Leonhard Dtetz .............. Lhade......................IC Äerumuiatoren-Fabrik........ lontMhnnmt...............C Grtyner................... Mainkraftwerke Höchst a.SJU.. Süddeutscher Zucker 74 48,5 246 90 41,75 14,9 118,75 118 148,13 207,5 81 39,25 82 1 | 128 64 64,5 51,5 62,5 45,25 60,25 22,5 227 172,25 129,5 >1 24,75 75,25 74,4 48,5 246 90 42 14,75 120 119 148 213 80 39,25 81,5 69,5 63,75 64 52,75 65 45,25 60 22,9 220 170 129 25,75 75,25 183,5 74,13 91,5 48,5 247 90 41.9 15 119.5 118,5 156,75 148,4 80,9 39,4 81,5 70,5 116 64,13 64 51,4 62,5 125 45,13 60,5 74,5 22,65 226,5 170,25 129 1 ” 73,5 92,65 48,5 89,9 41,5 14,65 120 119,5 153,5 148,25 79,25 39,13 81,25 70 116,13 64,13 63,5 52,75 65,4 124,5 45,4 59,5 74 22,5 223 170,5 128,5 । 26,5 59,07 0,186 3,053 56,49 81,90 12,655 5,581 16,54 170,07 21,62 0,749 5,676 63,58 49,05 11,48 65,25 81,83 34,38 10,46 2,482 Bantnot j»____________1 Schilling en 58,97 0,184 3,047 56,39 81,74 12,63 5,569 16,50 169,73 21,58 0,747 5,664 63,48 48,95 11,465 65,13 81,67 34,32 10,44 2,478 «eld 2,43 58,81 56,34 12,585 16,46 169,31 21,46 63,31 64,97 81 49 34,18 59,09 0,186 3,053 56,51 81,90 12,66 5,581 16,54 170,07 21,62 0,749 5,676 63,60 49,05 11,485 65,27 81,83 34,38 10,46 2,482 ___»rief 2,45 59,05 56,56 12,645 16,52 169,99 21,54 63,57 65,23 81,81 34,32