xÄväiuMiw* s 1 »WMZMiL M v L /WTs K W WM x iÄM D /O MM WSiÄ.i i#z? Ms .■* A ; . * :&M| 184. Jahrgang Gießener Anzeiger vom im zeigt. Neben dieser innen- und außenpolitischen Bedeutung der Volksabstimmung sehe ich noch einen tieferen und letzten Sinn dieses Volksentscheids. Er soll ein Dank werden, ein heißer Dank an den Mann, der das deutsche Volk bisher geführt hat, und der allein die schwere Verantwortung für den künftigen Weg trägt. Der Führer und Volkskanzler Adolf Hitler hat sich in den vergangenen ein- einhalb Fahren die Herzen wohl des ge- samten deutschen Volkes erobert. Ihm gilt das restlose Vertrauen aller Volksgenossen. Deshalb soll die Abstimmung ein Bekenntnis zu dieser einzigartigen Führerpersönlichkeit werden, ein Dank für die bisherigen übermenschlichen Leistungen Adolf Hitlers sein, eine Treue-Kund- g e b u n g für diesen Mann, der nichts kennt als Liebe zu seinem Volk, als die Sorge um die Zu- kunft, als Arbeit für Volk und Vaterland. Fn diesem Sinne ruft die Reichsregierung das gesamte Volk aus, am Abstimmungstage seine Pflicht zu tun! v Heil dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler! Gewiß verkörpern wir eine Regierung der Autorität. Aber wir sind der Ueberzeugung, daß Autorität nicht auf Kanonen und Maschinengewehren, sondern auf der Gefolgschaft des Volkes beruht (Bravo! und Händeklatschen) und daß man die Gefolgschaft des Volkes nicht erzwingen kann, sondern daß man sie sich erarbeiten unb erkämpfen muß, und daß ein Volk einer Regierung oder einem Manne bedingungslos Gefolgschaft leisten wird, wenn es die Ueberzeugung hat, daß diese Regierung den richtigen Weg geht und dem Volke zu helfen entschlossen ist. (Lebhafter Beifall.) Das Volk will nur, daß es a n st ä n d i g regiert wird und daß eine Regierung ihre ganze Kraft dem Volke widmet. Wenn es diese Ueberzeugung hat, vor allem das deutsche Volk, dann läßt es sich auch in der Treue zu dieser Regierung oder zu diesem Manne niemals beirren (Bravo! und Händeklatschen). Run wird es in Deutschland Menschen geben, die sagen: Diese Wahl ist eigentlich überflüssig, denn daß wir zum Führer stehen, das weiß in Deutschland jedes Kind. In Deutschland, aber nicht 1 “ Reiches. Getreu seinem Versprechen, in jedem Jahr einmal das Volk befragen zu wollen, hat der Führer dieses Gesetz zur Volksabstimmung gestellt, die am 19. August stattfinden soll. In welchem Land der Welt wich so demokratisch regiert wie in Deutschland? Ein Tyrann würde sich hüten, dem Volke Gelegenheit zu einem Urteilsspruch zu geben. Der Volkskanzler aber ruft sein Volk in vollstem Vertrauen zu einer neuen Abstimmung, trotzdem noch nicht ein Jahr vergangen ist, seitdem Deutschland sich in überwältigender Mehrheit zu ihm bekannte. Dem Ausland wird diese Abstimmung erneut zeigen, daß Führer und Volk eins sind, und daß es eine Lüge ist, wenn eine gehässige Auslandspresse behauptet, in Deutschland herrsche eine verantwortungslose Diktatur. Nein, in Deutschland regiert eine vom Vertrauen der übergroßen Mehrheit des Volkes getragene Regierung, deren Stärke nicht besser bewiesen werden kann als dadurch, daß der Führer jedes Jahr die Willensmeinung des Volkes in freier, geheimer Abstimmung (Stürmischer Beifall.) Das hatte auch jeder im Volke so erwartet. Als nun durchsickerte, daß diese Lösung auch geplant sei, erklärte die Auslandpresse: Das wird die Reichswehr sich nicht gefallen lassen! (Lachen.) Einige Stunden später war die Reichswehr schon auf den Führer vereidigt. (Erneuter stürmischer Beifall.) Die Auslandpresse erklärte: „Das ist ein Putsch von oben, das Volk wird nicht mehr befragt, das riskieren die Nationalsozialisten nicht mehr, denn sie wissen, daß das Volk ihnen eine abschlägige Antwort geben würde." Kaum aber liefen diese Telegramme aus Berlin in den Hauptstädten des Auslandes durch die Rotationsmaschinen, da wurde in Deutschland schon verkündet, daß der Führer bestimmt hatte, daß das Volk diesen Beschluß des Reichskabinetts noch einmal durch sein in allgemeiner, geheimer Wahl abgelegtes Ja- Wort bestätigen sollte. (Bravo! und Händeklatschen.) Damit hat der Führer fein vor einigen Monaten gegebenes Versprechen, in jedem Iahre mindestens einmal das Volk zu befragen, schneller, als alle das glauben wollten, wahrgemacht. Oer Ginn -er Volksabstimmung. Von Veichsinnenminister Dr. Frick. NSK. lief)er den Tod schreitet das Leben weiter. Der Reichspräsident, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, schläft in dem Mahnmal, das in Erinnerung an seinen größten Sieg errichtet wurde, den ewigen Schlaf. An uns, an das deutsche Volk aber stellt das Leben täglich neue Anforderungen, die wir erfüllen müssen, in der gleichen Treue und Hingabe, mit der Hindenburg seinem Volke diente. Die mit dem Tode des Reichspräsidenten im Staatsleben entstandene Lücke hat die Reichsregierung dadurch ausgefüllt, daß sie die Aemter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers vereinigte. Adolf Hitler, der Führer, dem das deutsche Volk seine Wiedergeburt allein verdankt, ist nun auch das Staatsoberhaupt des Reiches. In seiner starken und glücklichen Hand sind Staatsführung, Oberbefehl über die Wehrmacht und Parteiführung vereinigt. Das von der Partei feit Beginn gepredigte Führerprinzip ist somit in seltener Klarheit in Deutschland durchgeführt. Ein Mann, der beste von allen, führt; wir andern folgen. Der Mann, der das deutsche Volk nach jahrhundertelanger Zersplitterung endlich einte, wird in Zukunft allem nicht nur die Richtlinien der deutschen Politik bestimmen, sondern auch Deutschland repräsentieren. Mit dem Beschluß der Reichsregierung vom 1. August, die beiden Aemter zu vereinigen, ist zugleich ein weiterer großer Schritt zur Reichs - r e f o r m getan. Auch dieser Beschluß fügt sich organisch in die bisherige, auf stärkste Ver- einheltlichung des Reiches abzielende Politik ein. Der Führer hat es nach der nationalsozialistischen Revolution -mit Recht abgelehnt, sofort auf dem Papier eine neue Verfassung zu schaffen. Gar zu oft haftet einer solchen, am grünen Tisch ausgeklügelten Verfassung zu viel Theorie an, die sich im praktischen Leben dann nicht bewährt. Die Weimarer Verfassung von 1919 ist dafür der beste Beweis. Wir im neuen Reich gehen den umgekehrten Weg; wir lassen die Dinge sich organisch entwickeln, bevor wir ihnen die feste Form des Gesetzes geben, und ich glaube, das deutsche Volk fährt auf diesem Wege besser. Das Gesetzgebungs. werk der Reichsregierung in den vergangenen anderthalb Jahren erfährt mit dem neuen Gesetz feine Krönung, denn es stellt den besten Mann, den das Volk hat, an die Spitze d e s Die Emigrantenpresse hatte aus die Stunde des Heimganges des Feldmarschalls ihre große Hoffnung gesetzt. Sie setzte alle ihre Hoffnungen auf den Verfall der nationalsozialistischen Bewegung, den sie mit dem Heimgang Hindenburgs für unabwendbar hielt. Da kann man nur sagen: Sie kennen uns schlecht! Denn was im Kampf geworden ist, das wird im Sieg zusammenhalten. „Die Reaktion ist auf dem Anmarsch!" So meinten die sogenannten Weltblätter in Prag, Paris und London. „Deutschland steht vor dem inneren Zusammenbruch, und das Ende wird der Bolschewismus sein!" (Stürmische Heiterkeit.) Der Wunsch war der Vater des Gedankens. In Deutschland kennt man den Bolschewismus nur noch vom Hörensagen. (Heiterkeit und Beifall.) Er ist eine Legende geworden. Wenn sich jedoch eine Zeitung des Auslandes dazu hinreißen läßt, im Ernst zu behaupten, daß Hindenburg eigentlich schon 24 Stunden früher gestorben sei (lebhafte Rufe: „Pfui!"), daß die Regierung aber nicht gewagt habe, das dem Volke mitzuteilen, weil sie nicht wußte, was werden sollte (Lachen und Pfui!-Rufe), so kann ich nur agen, das deutsche Volk hat für diese Art von Brunnenvergiftung nur Empörung und Verachtung übrig! (Bravo! Händeklatschen.) Auch in diesem Falle hat die Auslandspresse alles prophezeit, was unmöglich war, aber keine Zeitung ist auf den Gedanken gekommen, das einzige, was möglich, wahrscheinlich und natürlich erschien, zu sagen. Denn das ist das, was wirklich geschehen i|t: Das Kabinett faßte schon in der Stunde, als nach menschlichem Ermessen das Leben hinden- - burgs zu Ende gehen mußte, den Entschluß, die ganze Wacht, die ganze Führung und die ganze . Verantwortung dem Führer zu übertragen. Ausland! Denn die damals bei Nacht und Dunkel über die Grenze geflohenen deutschen Emigranten haben nichts unversucht gelassen, dem Auslande klarzumachen, daß in Deutschland nur Terror, Gewalt und Willkür herrschten. Gewiß sind wir alle blind davon, überzeugt, daß die ganze Ration dem Führer ihr Ja-Wort geben wird (Beifall und Händeklatschen), aber ebenso sind wir davon überzeugt, daß es dabei auf jede Stimme ankommt. Wir müssen nicht nur einig sein, wir müssen der Well auch zeigen, daß wir einig sind. Denn die Einigkeit ist unsere einzige Waffe. Der 19. August muß der Welt ein gleiches Beispiel deutscher Geschlossenheit und Einheit geben wie der 12. November des vergangenen Jahres. Denn es gilt, die Welt davon zu überzeugen, daß das nationalsozialistische Regime fest und unerschütterlich steht und daß alle Hoffnungen auf seinen Zusammenbruch Fehlspekulationen sind. Das weiß auch heute in Deutschland jedermann, daß nur der sein Volk nach außen vertreten kann, der es im Innern hinter sich weiß. Die schwierigen Probleme, die wir mit der Welt auszumachen haben, Fragen des Exports, der Devisenknappheit oder gar der Abrüstung, sie alle können niemals von einem uneinigen Volk gelöst werden. Sie werden nur gelöst von einem Manne, der das Recht hat, im Namen d e r ganzen Nation zu sprechen. (Beifall.) Die Welt soll wissen, daß Adolf Hitler wirklich der unumschränkte Führer der deutschen Ration ist. (Beifall.) Es kamen Auslandsjournalisten zu mir, die er- ftaunt fragten: „W arum gerade Hitler?" (Heiterkeit.) Ich gab ihnen zur Antwort: „Nennen Sie mir an seiner Stelle einen anderen!" Sie ließen Fürstlichkeiten aufmarschieren, von denen ich geglaubt hatte, daß sie bereits gestorben seien. (Stürmische Heiterkeit.) Wie verkennen sie das deutsche Volk! Das deutsche Volk schaut auf die Lei- ftung, es ist der Ueberzeugung: Der Beste muß führen, und es hat sich angewöhnt, den Besten nicht nach seinen Worten, sondern nach seinen Taten zu finden. (Beifall.) Deshalb ist der Führer auch der einzige, der diese Nation der Welt gegenüber vertreten kann. Es gibt keinen anderen. (Beifall.) Es gibt keinen Kaiser, keinen König und keinen ehemaligen Parteifürsten, der auch nur annähernd ein Gleiches von sich behaupten könnte. (Bravo! und Händeklatschen.) Der Führer findet Zustimmung bei jedermann, bei hoch und Riedrig, bei Arm und Reich, bei Arbeitern, Bauern, Unternehmern, bei Bürgern und Soldaten. Es gibt niemanden im Lande, der sich dem faszinierenden Eindruck dieser einzigartigen Persönlichkeit entziehen könnte. 2Han kann von ihm wirklich sagen: hinter ihm marschiert das ganze Volk, darum gibt es im ganzen Volke auch nur ein 3 a ! Wenn wir heute das Leben des Führers überblicken, fo müssen wir mit Erschauern feststellen: Es ist eine fast märchenhaft anmutende politische Laufbahn, daß ein unbekannter Sohn des Volkes sich bis an die oberste Spitze des Reiches empor- arbeitet und vom ganzen Volke in all feinen Schichten und Ständen getragen wird. (Beifall.) Das hat es in Deutschland noch nie gegeben. Es gab große Fürsten, Kaiser und Könige, aber sie waren auf dem Thron geboren. Hier steigt ein unbekannter Sohn des Volkes über sich selbst empor, und niemand hilft ihm, als nur er selber und die Gnade des Schicksals. Der Führer ist das geblieben, was er war. (Lebhafter Beifall.) Er tritt heute vor das Volk hin wie früher, als er noch um die Macht kämpfte, einfach und eben deshalb groß. Er braucht sich nicht durch fein Auftreten von den anderen im erforscht. Besonders wichtig scheint die außenpolitische Bedeutung dieser Volksabstimmung. Immer wieder kann man in der uns unfreundlich gesinnten Auslandspresse Zweckgerüchte über Zer- setzungserscheinungen in Deutschland, über Zerfall und Zwietracht lesen. Wir selbst haben zwar davon Nichts bemerkt, wir fühlen uns glücklich und stark In unserer nationalen Einheit. Gewisse internationale Intriganten aber setzen solche Gerüchte in die Welt, um ihre dunklen Geschäfte besser durchführen zu können. Das deutsche Volk wird sie am 19. August Lügen strafen. Es wird der Welt erneut klarmachen, daß die Zeiten, in denen man auf deutsche Uneinigkeit und Zwietracht spekulieren konnte, endgültig vorbei sind. Deutschland i st einig und marschiert geschlossen den Weg, den ihm sein Führer Reichsminisier Or. Goebbels über Führer und Volk Die Losung der Deutschen: Millionenfaches Za! Berlin, 13. Auaust (DNB.) In seiner Rede im Stadion in Neukölln führte Reichsminister Dr. Goebbels u. a. aus: Als der nunmehr verblichene Reichspräsident Generalfeldmarfchall von Hindenburg am 3 0. Januar 1933 den Führer in die Macht berief, brach damit für Deutschland ein neues Zeitalter an. Hindenburg selbst aber wurde zum Schirmherrn der Deutschen Revolution. Der Führer hatte seinen großen väterlichen Freund ge- funden. 3n allen Anfeindungen, denen fett dem 30. 3a- nuar Deutschland ausgesetzt war, hielt der greife Reichspräsident und Feldmarschall treu und unbeirrt zur nationalsozialistischen Bewegung, so wie wir Rationalsozialiften zu ihm gehalten haben. Welch ein wunderbares Zeichen ist es für dieses neuerwachte Deutschland, oaß Verrat und Treubruch im eigenen Lager nicht etwa zum Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes, sondern vielmehr zur Festigung und Stärkung der Autorität des Führers führten! Und wie beredt spricht es für die Treue, die der Reichspräsident und Generalfeldmarfchall dem Führer der nationalsozialistischen Bewegung hielt, daß er sich auch jetzt nicht beirren ließ, sondern unerschütterlich zur Deutschen Revolution und zu ihren faktischen politischen Ergebnissen stand und stehen blieb. Der Führer hat ihm seine Treue auf das wunderbarste gelohnt, und es ist wohl die schönste Genugtuung für den sterbenden Riesen gewesen, zu wissen, daß in allen Wirrnissen der Zeitläufte die rühm- und traditionsbedeckte deutsche Armee intakt und unangetastet blieb, daß er also diese Armee als das heiligste Unterpfand deutscher Vergangenheit und Zukunft getrost und ohne Sorge in die Hände des Führers legen konnte, als et seine Augen für immer schloß. I itt. ,88 Crites Blatt 184. Jahrgang Dienstag, 14- Anglist 1954 M--Z IDlvnvIlvl ZMM Auch bei Nichterscheinen ■ ■ Qf Ermäßigte Grundpreise: von einzelnen Nummern Stellen Vereins-, gemein- General-Anzeiger für Oberhessen richten: Anzeiger Gießen V W ' behördliche Anzeigen 6Rps. 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfilSlrvuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Mengenabsthlüffe staffel 8 Der Freund der Jugend. A- w. \ t; Z ’4S>;- ".v/AV. . MM 5Ä/' »X:. K) Volk abzuheben, denn ihn kennt jedermann. So hat das Volk ihn lieb gewonnen (Beifall), denn das Volk will nicht nur zu seinem Führer emporblicken, es will ihn auch mitten unter sich wissen und hin und wieder auch sehen, daß er t m Volke geblieben ist und des Volkes bleiben will. (Bravo! und Händeklatschen.) Der Führer denkt nur an uns. Er ist keiner Kapitalisten- clique hörig. Der Führer hat die ganze Leidens- zeit unseres Volkes mitgemacht. Er kennt das alte Deutschland, denn er hat unter dem alten Deutschland anaefanaen. Er kennt die Gröhe, die das deutsche Volk im Krieg bewiesen hat, denn er bat in seinem Heer gekämpft. Er hat sich nicht, als Die Revolution hereinbrach, auf den bequemen Boden der Tatsachen gestellt, er hat der Novemberrevolution den Kampf bis zur Vernichtung anaesagt und bis zum siegreichen Ende geführt. (Beifall.) Am 30. Januar 1933 begann er dann den Aufbau der Nation. Wehr als er versprach, hat er gehalten. Vier Jahre Zeit bedang er sich aus, um seine ersten Erfolge vorweisen zu können. Nach knapp eineinhalb Jahren steht er als Einzelmensch, als Mann auf sich selbst gestellt vor der Nation und fordert sie zum Jawort auf. Dieser Mann konnte es auch wagen, der Welt die unabdingbaren Lebensrechte seines Volkes abzutrohen. Er hatte keine Waffen, keine Kanonen und Flugzeuggeschwader, und trotzdem hat er das getan, was die vorangegangenen Regierungen für unmöglich erklärt hatten. Lr Hot der Welt gesagt: „Ohne Ehre und Gleichberechtigung werdet ihr uns an eurem Konferenztisch nicht mehr wiedersehen!" (Stürmt- scher Beifall.) Er hat das getan, ohne die Gefahr eines neuen Krieges heraufzubeschwören. Denn das ist das Wunderbare, dah er vor der Welt die vitalen nationalen Lebensrechte seines Volkes mit Ehre und Würde vertritt, ohne dah die Welt leugnen könnte, dah er damit zum sichersten Garanten des europäischen Friedens geworden Ist. Ich frage euch nun, Männer und Frauen, was anderes wäre denkbar, als daß Hitler die Gesamtführung des Reiches und Volkes übernimmt. Und ich bin der Ueberzeugung, daß ihr alle, daß die ganze Nation auf diese Frage antwortet: Das Volk will es so! (Stürmischer anhaltender Beifall.) Das Volk will es so, daß einer seinen Willen und sein Lebensrecht vor der Welt vertritt. Das Volk hat keine Sehnsucht nach der Rückkehr der Parteien und des Parlamentarismus. Es will nicht, daß die Horden des Bolschewismus jemals wieder durch die Straßen der Großstädte ziehen. Es will nicht, daß Unordnung, Unfriede und Bürgerkrieg wieder Einkehr halten, das Volk will, daß der Zustand der Stabilität und inneren F e st i y k e i t erhalten bleibt. Was 2000 Jahre nicht möglich war, nämlich aus Katholiken und Protestanten, Süddeutschen und Preußen, Proletariern und Bourgois ein Volk zn schmieden — der Führer hat es vollbracht! (Stürmischer Beifall.) Er hol damit das Anrecht erworben, Partei, Armee und Volk In seiner Hand zu vereinigen (Zustimmung). Und dah dieser Vereinigungprozeh nun der Welt gegenüber in einer nie gesehenen Demonstration der Geschlossenheit und der Wucht und eines zähen Trohes den Un- billen des Schicksals gegenüber vor sich geht, das ist jedermanns Sache. Das muh sich Jedermann zur Ehre machen, mit dafür zu sorgen, dah am 19. August niemand an der Wahlurne fehlt, dah wir hier eine Demonstration unseres nationalen Lebenswillen vor der Welt vollziehen, vor der die Welt einfach in Schweigen versinken muh. (Stürmischer Beifall.) Gleich, nachdem wir die Macht antraten, haben wir unter der Leitung des Führers mit dem Aufbauwerk begonnen. Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, daß dieser Ausbau schwer und opferreich gewesen ist. Denn Ihr selbst habt an den schweren Opfern dieses Aufbaues Anteil gehabt. Aber Ihr werdet auch nicht behaupten wollen, daß der Führer oder seine Reaierung sich diesen Opfern entzogen hätten. Sie haben den Mut gehabt, neue Wege zu beschreiten, haben auch unpopuläres getan, wenn sie wußten, daß es notwendig war, und in allen Krisen und Gefahren dem Führer die Treue gehalten. Das können wir heute sagen: Was Ihr um den Führer seht, ist wirklich eine V e r ° schwörerschaft der neuen Idee, und nie wird es einen geben, der aus dieser Verschwörer- schäft austritt. Wir sind im Kampfe groß geworden und im Kampfe an die Macht gekommen. Wir werden die Wacht benutzen, um mit dem Führer Deutschland einer neuen Zukunft entgegenzuführen. In allen Krisen und Erschütterungen, an denen unsere Parteigeschichte so unendlich reich ist, hat der Führer standgehalten, hat er Charakter bewiesen, ist er aufrecht und gerade geblieben, ist, ohne nach links oder rechts zu sehen, seinen Weg gegangen. Wieviele Millionen haben nach dem 3 0. Juni d. I., da der Führer die schwersten Tage seines Lebens überstehen mußte, voll banger Sorge auf ihn geschaut, oder vielleicht befürchtet, daß er unter Mmsterpräsident Göring über die Aufgabe der Deutschen. München, 13. Aug. (DNB.) Der Tradi- tionsgau München-Oberbayern begann am Montag die große Werbeaktion für den 19. August mit einer einzigartigen Kundgebung auf dem Konigsplatz. Hunderttausend Menschen nahmen an der Veranstaltung teil. Es sprach Mmsterpräsident Hermann Göring mit stürmischen Heil-Rufen empfangen, der u. a. sagte: In Ehrfurcht stand die Nation an der Bahre des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg. Jetzt aber gilt wieder das starke Leben der Nation. Die Zukunft der Nation ist die Zukunft Deutschlands. Sie jetzt zu sichern und weiter zu gestalten, ist das Wirken des Man- nes, dem der große Feldmarschall das Vermächtnis und Erbe in die Hand gelegt hat, Adolf Hitler. Adolf Hitler ist nicht nur durch die Berufung des Reichspräsidenten, er ist auch durch das Vertrauen feiner Mitstreiter, durch das Vertrauen der Reichsregierung mit den hohen Aemtern belehnt worden, legal, auf vollständig gesetzlichem Wege. Und doch hat er selbst nun die Frage an das Volk gestellt. Das Volk selbst soll entscheiden. Dieses Volk war keinen Augenblick im Zweifel, in Anast oder Unruhe, was nach dem Tode des Reichspräsidenten kommen werde, sondern es war diesem Volk von Anfang an selbstverständlich, daß nur ein Mann das Ruder als Staatsoberhaupt, wie als Kanzler in seine eiserne Faust nehmen dürfe, daß nur ein Mann Deutschland gestalten und das Erbe des greisen Feldmarschalls antreten konnte, das ist der bisherige Kanzler, der jetzige Letter des gesamten Schicksals unseres Reiches, unser Führer Adolf Hitler! (Jubelnde Zustimmung.) Es konnte keine Frage sein, daß das Volk als Nation den besten und stärksten Mann an das Ruder seines Staatsschiffes stellen will (Lebhafter Beifall). heute ruft das deutsche Volk den besten Wann an die Front, den Wann, dem es seine Geschlossenheit erst wieder verdankt. Es ist der Wille des Führers, daß das Volk selbst Äwerden soll. Damit beweist er vor der gan- lt wieder einmal in der Tat, daß allein das deutsche Volk in seinen größten und schicksalsreichsten Fragen das Urteil spricht. Mancher demokratische Staat könnte sich ein Vorbild nehmen, wie hier der Satz wahr gemacht wird: „Die Staatsgewalt geht vom Volke a u s." (Anhaltende Zustimmung). Der Ministerpräsident beschäftigte sich dann mit der Frage, die da und dort gestellt werde: „I a, warum denn überhaupt eine Volksbefragung? das alles ist doch selbstverständlich. Es kommt ja überhaupt kein anderer Mann in Frage." Gewiß, so fuhr der Ministerpräsident fort, wir alle empfinden dasselbe, aber vergeßt nicht: Noch regiert die Lüge und nicht die Wahrheit die Welt. Noch behauptet die ganze Welt, dah hier ein deutsches Volk lebte, unterdrückt durch Zwangsmaßnahmen, gedemütigt durch Tyrannen und ausgesaugt bis zum letzten. Nun wollen wir der Welt zeigen, dah dieses deutsche Volk das freieste der Welt geworden Ist und die Freiheit gerade durch den Wann gekommen ist, den es nun an feine höchste und letzte Spitze beruft. Jeder einzelne trage es in sich; die Wichtigkeit dieser Wahl ist so entscheidend, nicht weil es selbstverständlich der Führer sein wird, sondern um der Welt zu beweisen: Deutschland und der Führer sind eins geworden, das deutsche Volk selbst stellt seine inner st e Verbundenheit, seine unauslöschliche Dankbarkeit zum Führer vor der ganzen Welt unter Beweis. Und es ist auch zum anderen wichtig: Nicht weit von dieser Stadt lebt ein Brudervolk. Auch dort wird immer gesagt: Das Volk soll herrschen. Ihnen soll der Beweis gegeben werden, wo in Wahrheit der V o l k s w i l l e regiert. Sie sollen sehen, daß die deutsche Regierung, insonderheit der deutsche Führer es nicht zu scheuen hat, jede Stunde vor das Volk zu treten. Wenn am 19. August der ganzen Welt bewiesen wird, daß Adolf Hitler zum Staatsoberhaupt gewählt ist, dann wird auch der Welt bewiesen, daß der erste, stärkste und beste Garant des Weltfriedens gewählt wurde. Immer wieder hat es Adolf Hitler selbst, der Frontsoldat, gesagt, immer wieder haben wir den Appell an jene Frontsoldaten der anderen gerichtet/ Soldaten, die einst mit oder gegen uns gestanden haben, und haben sie aufgerufen zu erkennen, daß eine Generation, die die Grauen und S ch r e k- ken des Weltkrieges erlebte, nicht noch einmal hineingeschickt werden will in ein großes Blutbad. Diese Nation weiß mehr als alle anderen zu schätzen, was es heißt, einem Volk den Frieden zu erhalten. Deutschland will nicht unterwerfen, Deutschland will aber auch nicht unterworfen werden. Denn die Staatsmänner anderer Völker vor ihren Parlamenten darüber sprechen, dah nicht die natürliche Grenze ihres Landes die Grenze ihrer militärifchen Sicherheit bedeutet, wenn das eine Land feine Grenzen an den Rhein, das andere an die Elbe und das dritte an die Oder verlegt, dann mögen sie es uns verzeihen, wenn wir daraufkommen, auch an unsere eigene Sicherheit und Grenzen zu denken. (Stürmischer Beifall.) Daß in Deutschland Friede herrscht, daß die Fluren und die Ernte gesichert sind, das wollen wir dadurch bezeugen, daß wir den ersten Frontsoldaten Adolf Hitler an die Spitze der Nation stellen. Wir Frontsoldaten wissen, daß wir keinen besseren Repräsentanten herauszustellen haben als den Gefreiten des Weltkrieges. Darum wird am 19. August nickt nur das 'deutsche Frontsoldatentum, es wird alles an- treten. Adolf Hitler ist der Sieger über Not, Schande und Schmach gewesen und darum kann er auch nur allein die gewaltige Aufgabe vollenden. So wichtig alle die Ausgaben gewesen sind, die Adolf Hitler bisher vollendet hat, fo wesentlich ist auch für die Zukunft die gewaltige Aufgabe, die noch vor uns liegt. Denn der innere Aufbau Deutschlands seht gebieterisch die Schaffung der Geschlossenheit unseres Volkes, die Schaffung einer Nation, eines einheitlichen Reiches voraus und in dieses Reich, das vor ein paar Jahren nur ein Phantom war, in dieses Reich haben wir nun den besten Kern eines Volkes gestellt und aus dieser Geschlossenheit wird der innere Ausbau wieder glücken, denn Adolf Hitler hat die Voraussetzung geschaffen. So einig aber Deutschland heute ist, so mißgünstig ist uns eine gewisse Presse des Auslandes. Auch hier wollen wir diesen Kräften im Ausland eine neue Enttäuschung bereiten. Sie haben es dargestellt, als ob das Reichskabinett nur eine Versammlung von sich gegenseitig bekämpfenden Menschen wäre. Könnten sie aber nur einmal einer solchen Sitzung beiwohnen, sie könnten nur den heißen Wunsch aussprechen, daß es bei ihnen eine gleiche Einheit gebe. Heute gilt alles nur einer Zielrichtung: Dem Dienst an Volk und Vaterland! Ueberall regt es sich heute, überall schafft man, überall sieht man, daß das Volk die ganze Kraft aum Aufbau einsetzt. Und doch sind das alles erst Die ersten Anfänge der ganzen Arbeit. Wenn das Schwungrad des Aufbaues sich einmal rascher dreht, dann wird auch die Nation mit diesem Schwungrad fortgerissen und mit diesem Schwung hebt sich auch das Glück des deutschen Volkes und damit das Glück des einzelnen. (Jubelnder Beifall). Die Geschichte der Nachwelt wird feststellen, daß das Volk am 19. August 1934 sich selbst seinen größten Helden zum Füyrer erkoren und darum selbst wieder heldisch wurde. Das Volk fühlt und empfindet das. Darum auch jenes grenzenlose Vertrauen zum Führer, jene einzigartiae Liebe zu diesem Führer. Darum gibt es auch für uns am kommenden Sonntag nur eines: Wir, das deutsche Volk, haben Vertrauen zu Adolf Hitler, well er uns selbst dieses vertrauen gelehrt hat. Wir verehren den Führer, weil er uns selbst wieder gelehrt hat, in Verehrung niederzufinken vor der großen Vergangenheit unseres Volkes. Wir lieben den Führer, weil er auch bei uns den haß wieder umgewandelt hat in Liebe zum Volk. Dir stehen treu zum Führer, weil er uns selbst wieder die Treue gelehrt hat. (Lebhafte Zustimmung). Und darum Volksgenossen heißt es auch am Sonntag: Unser Vertrauen, unsere Verehrung, unsere Liebe und Treue nur dem Manne, der in schwärzester Nacht die Fackeln der deutschen Zukunft entzündet hat, nur diesem Führer unsere Stimme, diesem Führer aber vor allem unser Herz. Und darum, der Führer Adolf Hitler Sieg- Heil! der Last von Treulosigkeit, Enttäuschung und Verrat innerlich zusammenbrechen würde. Und sie sahen nichts anderes als einen Mann fein Werk, das ihm das Schicksal aufgegeben hatte, fortsetzen, und höchstens, dah seine Gesichtszüge ernster und versteinerter wurden. Von alten Kampfgenossen muhte er sich trennen, und er deckte Ihre verbrechen nicht mit dem Wantel der Liebe zu, sondern machte das wahr, was das Volk für rechtens hielt, dah man, wenn man einen laufen lassen will, höchstens den Kleinen laufen lassen, den Grohen aber hängen soll. (Stürmische Zustimmung.) Was ist allein in bieten letzten sechs Wochen über den Führer herein- gebrochen! Und wie ehern fest und in sich selbst ruhend ist er geblieben. Ist es zuviel, wenn wir, die wir um ihn stehen, nun vom Volk verlangen, daß es das Vertrauen, das der Führer ihm entgegenbringt, i h m mit demselben Vertrauen belohnt? (Stürmischer Beifall.) Im Vertrauen auf ihn hat eine ganze Nation mit dem Aufbau begonnen. So wie der Führer uns Beispiel war im Kampf, in der Festigkeit und in der Arbeit, so hat die Nation diesem Beispiel nachgeeifert. Wir wissen es alle: Er wird sein Volk, Wann für Wann und Frau für Frau, am 19. August an der Wahlurne sehen, jedermann wird ihm sein heiliges und unerschütterliches Jawort geben und ihm Treue und Gefolgschaft geloben für die Lösung der schweren Probleme, die uns in der Zukunft noch vorbehalten bleiben. Lassen Sie mich, Männer und Frauen, zum Schluß ein persönliches Bekenntnis zum Führer ablegen. Seit zwölf Jahren habe ich nun das Glück, bei ihm zu sein. Ich sah ihn im Sieg, und ich sah ihn in der Niederlage. Ich sah ihn, wenn er vom Unglück, und ich sah ihn, wenn er vom Glück verfolgt war. Niemals aber sah ich ihn [eine Art ändern. So wie er war an dem tage, an dem ich ihn zum ersten Male sah, so ist er bis zum heutigen Tage geblieben. Und ich alauve, ich könnte mein Wort darauf geben, daß er sich bis z u feinem Ende nicht ändern wird: weil er sich nichtändern kann. (Stürmischer Beifall.) Er ist heute, was er war, und er wird bleiben, was er ist, ein ganzer Wann, ein Wann, zu dem das Volk mit Liebe, vertrauen und Ehrfurcht emporblicken kann. (Beifall.) Ist es nicht etwas Wunderbares, daß wir unter und über uns einen Menschen wissen, lebendig aus »und Blut, der weder Familie noch Frau Inder besitzt, der keine persönlichen Ansprüche an das Glück stellt, der fast bedürfnislos lebt, der nicht raucht, nicht trinkt, kein Fleisch ist, der nur ein Siel kennt: Mein Volk (Brausender Beifall), und der jede Kraft auf das Glück und Gedeihen dieses Volkes verwendet. was wäre Deutschland ohne ihn? Für ein Leben voll Kampf, Mühe, Sorge, Entbehrung und Verzicht auf persönliches Glück ein Bekenntnis zu Ihm! Man hat mir in diesen Tagen in einer wunder» baren Formulierung einen Gegensatz aufgewiesen, Treue um Treue» 1 ÄM ** ■ WO- d y 'Z £ den Sie morgen oder übermorgen an den Plakatsäulen wiederfinden werden: Anderthalb Millionen Kilometer fuhr der Führer in zwölf Jahren in Flugzeug, Auto ober Eisenbahn für die Wiederauferstehung des deutschen Volkes — 500 ober 1000 Meter sollst bu zur Wahlurne gehen, um ihm bafür zu banken! (Donnernber Beifall.) Ich glaube, es gibt in Deutschlanb niemanben, ber sich bieser Pflicht entziehen wollte. Die ganze Nation wird aufstehen und ihm ihr millionenfaches Ja entgegenrufen. In seine Hand wirb sie Schicksal unb Zukunft bes Reiches legen unb am Abenb bes siegreichen 19. August, wie nie in vergangenen Zeiten, mit Inbrunst unb Begeisterung bas Lieb fingen, bas in ben Zeiten ber Opposition so oft unser Kampf- unb Trotzgesang gewesen ist: „Im Volk geboren, erstanb uns ein Führer, Gab Glauben und Hoffnung an Deutschland uns wieder!" (Stürmischer, minutenlanger Beifall, Heil!-Rufe unb Hänbeklatschen.) Der Widerhall in Paris. Paris., 14. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die große Rebe bes Relchspropaganbaminifters Dr. Goebbels wirb in ber Pariser Presse zum Teil sehr ausführlich wiedergegeben unb besprochen. Die Blätter sind davon überzeugt, daß ber Führer am 19. 21 u g u ft d i e gleiche Stimmenzahl auf sich vereinigen werbe, wie bei ber Volksabstimmung vom 12. November 1933. Der Berliner Berichterstatter des „Matin" ist sogar der Auffassung^ daß man diesmal mit einer noch stärkeren Mehrheit rechnen müsse. Auch ber Berliner Korresponbent ber halbamtlichen französischen Nachrichtenagentur Haoas erklärt, daß die Argumente, die Dr. Goebbels in feiner Rede vor» gebracht habe, unbedingt Früchte tragen werden. Die Blätter unterstreichen noch besonders die Angriffe des Propagandaministers gegen die Auslandpresse, durch die sie sich getroffen fühlen. Der Eindruck in Polen. Warschau, 14.Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenpresse vom Dienstag schenkt der Rebe des Reichspropaganbaministers Dr. Goebbels am Montagabenb große Beachtung unb weift insbesonbere barauf hin, baß bas deutsche Volk in beispielloser Geschlossenheit hinter seinem Führ er Adolf Hitler steht. ___________ Betrübte Lohgerber in Moskau. Moskau, 12. Aug. (DNB.) Die Samstagsaus- gäbe ber „I s w e st i j a" beschäftigt sich eingehend mit ber Wirtschaftsverstänbigung zwischen Danzig unb Polen. In ber Besprechung wirb ble enblich erreichte Bereinigung der wirtschaftlichen Streitfragen zwischen Danzig und Polen keineswegs beifällig ausgenommen. Das Blatt scheint vielmehr „vom Sowjetstanbpunkt unerwünschte Rückwirkungen auf bie Ostpaktpolitik" zu befürchten. Der Vertrag Danzigs mit Polen — schreibt bie „Jswestija" — sei im Grunde genommen eine Art wirtschaftlich er Anschluß Danzigs an Polen. Politisch bedeutet dies, daß Deutschland die beutsch-volnische Annäherung wirtschaftlich zu festigen suche. Das sei aber, so betont bas Blatt, kein entsprechender Gegenwert auf einen Verzicht Polens darauf, an der „Festigung der Sicherheit in Osteuropa" teilzunehmen. Abi ie re ReichsarbeitsMrer Hier! über den 19. August heute Heinrich George über den Führer Die Parole des Gauleiters Sprenger allein die ,Wis, schon, wieder ? 3 nch Oes Wen Tie nur oben einer bcn eine Stimmt, da, haben. Sie recht Mir geht s -ja, auch, so. am , um ;r in itunfi hnme, Und »eg' um 14 Uhr Reichsarbeitsführer Staatssekretär Hierl ZU )et- rer, 5 er- Sn- den ebc !h5 Mr di en or in tn n. in, Jemen, ^raft erst das ißtat auch das von Derben, ie Am lölanb- . daß nen iren Voll n;en. Liebe ' uni Frankfurt, 13.Aug. (LPD.) In der zweiten Dreiminutensendung zur Volksabstimmung sprach das Schwungrad der Arbeit wieder in Schwung gebracht. Er hat ohne Ansehen der Person Fäulniserscheinungen schonungslos ausgebrannt. Lr hat die deutsche Ehre in der Wett wiederhergestellt und dem deutschen Volke den Frieden bewahrt. Sein ganzes Dasein ist Sorge für sein Volk und Dienst an seine..» Volk. Adolf Hitler an der Spitze des deutschen Volkes bedeutet kraftvolle Führung, Gerechtigkeit und Frieden im Inneren, bedeutet Frieden und Ehre nach autzen. Für jeden deutschfühlenden, verantwortungsbewußten Volksgenossen ist daher die ausdrückliche Zustimmung zu dem Ge- fetz selbstverständliche Pflicht. W e r hi e r abseits bleibt, st e l l t sich abseits seines Volkes. Zeigen wir am 19. August dem von einer internationalen Lügen- presse umnebelten Auslande, daß Adolf Hitler kein mit Gewalt dem deutschen Volke aufgedrun- aener Diktator, sondern der vom gläubigen Vertrauen und der hingehenden Liebe des ganzen Volkes auf de n Schild gehobene Führer Deutschlands ist. heil Hitler! Die Aufgaben der SA Eine Unterredung mit dem Ehef des Stabes. 3a,,die Nachfrage ist so enorm,. Aber ist das ein, Wunder ?- Eine solche Ggarette 2u,35 H., da, raucht doch, niemand, mehr elwas Anderes. w; ing 6eI ig ndpuA tpoll^ ;olen e- daß _2;wL *. > Geschicke des deutschen Volkes lenken soll. Die Entscheidung ist einfach zu fällen, wenn du, deutscher Volksgenosse, Rückschau in die Geschichte deines Volkes hältst. Die deutschen Stämme, die deutschen Staaten stiegen in der Vergangenheit auf zu Wacht und Ruhm, wenn sie als geschlossene Gefolgschaft hinter einem Führer standen; sie zerfielen, wenn sie sich In hader und Zwietracht zerfleischten. Der Hang zur Selbstzerfleischung wurde zu allen Zeiten von den Feinden des Der Führer in Oberammergau Begeisterte Huldigungen im ganzen bayerischen Hochland. Oberammergau, 13. Aug. (DRV.) Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler besuchte >eute Oberammergau und wohnte, wie bereits 930 auch in diesem Jahre dem Passionsspiel ei. Der Kanzler folgte dem Spiele in tiefer Er- ^Der"^Besuch des Führers gab Veranlassung zu Kundgebungen stürmischer Begeiste- un g für Adolf Hitler, wie sie in dieser berwältigenden Art bisher im bayerischen hoch- and noch nicht zu verzeichnen waren. Wenige Minuten vor 8 Uhr morgens betrat der Führer mit seiner Begleitung den von etwa 6000 Besuchern gefüllten Zuschauerraum, und schon brauste ihm ein tausendfaches heil! entgegen, bis bas Spiel seinen Anfang nahm. In der Pause richtete Bürgermeister Rai- nund Lang in bewegten Worten den Dank des ^Zassionsdorfes an den Führer. Er dankte ihm, daß er gekommen sei, um sich am heiligen Passionsspiel m erbauen. Inzwischen hatte sich im Passionsdorf längst die £unbe von der Anwesenheit des Führers verbreitet. Ueberall gingen die Fahnen hoch. 3n kurzer Zeit bot Oberammergau ein festliches Biß. Bor dem Theater stauten sich die Massen, so daß die Feuerweht Seile zur Absperrung ziehen nutzte. Die Hitler-Jugend und der Bund deutscher Mädel marschierten auf, die Mädel mit Blumen für den Führer in den Händen. Als der Führer rach dem vormittägigen Teil des Spiels das Theater verließ, kam es zu stürmischen jubeln- ben Kundgebungen. Das ganze Dorf jubelte auf, und vor dem Hotel „Wittelsbach" ertönten rach dem Gesang der nationalen Lieder immer vieoer neue Heil-Rufe auf den Führer, den die Menge in Sprechchören zu sehen begehrte. deutschen Volkes benutzt, Wacht über dieses Volk zu erlangen, ja sogar, um es vorübergehend sich dienstbar zu machen. Das traurigste dieser Beispiele, das die Geschichte des deutschen Volkes kennt, haben wir selbst mit- erlebt. Die sog. Revolution von 1918 wurde geistig von Fremdrassigen mit dem Geld feindlicher Völker geführt; die Auswirkungen haben wir alle miterlebt. Deutschland war als Staat, das deutsche Volk als solches dem Untergang geweiht, wenn nicht die Vorsehung in Adolf Hitler den Erwecker des Volkes berufen und feinen Kampf gesegnet hätte. <$.) l'1 ,be d" \t a in ‘seift litt“ ihres Wollens, ihre Handlungen, Einzelaktionen, auf Teilabschnitte eines Landes begrenzt. hier aber leidet einer mit einem ganzen Volk und kämpft einer für ein ganzes Volk. Ein ganzes Volk leidet mit ihm und kämpft mit ihm. Ist das deutsche Volk nicht eins mit feinem Führer? Ist der Führer nicht das deutsche Volk? Er ist heute nicht mehr einer, heute ist er Alles. Er leidet und kämpft, wenn Deutschland leidet, und Deutschland leidet unter Lüge und Mißtrauen, und Deutschland kämpft um Freiheit, Ehre und Vertrauen. Und Deutschland sehnt sich nach Ruhe, Ordnung, Arbeit und Frieden. Und er, der Führer, ist fein Wegbahner, ist fein persönlichster Ausdruck. Wozu noch Volksabstimmung? Und doch großartig und einmalig die Tat, alles durchdas Volk zu sein oder nichts. Alles vom Volke zu empfangen und wäre es auch die schwerste Last, wie Atlas sie zu tragen; nicht Deutschland, nein, die Sorgen einer Welt in seinem Zweieramt au schultern, heroenmut, Titanenkampf! Was ist da „Wallenstein"? Ja, was ist „Götz"'? Und dennoch, wie wurden Goethes Sätze leuchtend und tief in jener Sommerarbeitsnacht aufgerissen zu ihrer ganzen Bedeutung, Götzens Worte: „Treu und Glauben, du hast mich wieder betrogen!" Oder, wenn er von dem Aufstand der Bauern erfahrt, die sich an ihren tyrannischen Herren rächen: „Mich dauert der Herr und der Untertan, wehe denen Großen, die sich aufs Uebergewicht ihres Ansehens verlassen, die menschliche Seele wird stärker durch den Druck". Und nicht zu vergessen die schönsten Worte von Götzens Tod, die Goethe als Schluß seiner Geschichte eines der edelsten Deutschen sagt: „Edler, edler Mann, wehe dem Jahrhundert, das dich von sich stieß, wehe der Nachkommenschaft, die dich verkennt!" Daß das nie sein wird, das wird das geeinte deutsche Volk am Sonntag, den 19. August, der Welt beweisen! Frankfurt, 13. Aug. (LPD.) Am Montag um 20 Uhr sprach in der vierten Dreiminuten- Endung des Frankfurter Reichssenders zur Volks- h Abstimmung Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger: Volksgenossen, deutsche Frauen, deutsche Männer! Die Frage, die ihr am 19. August beantworten sollt, ist die, ob der Führer Adolf Hitler Als der Führer auf dem Balkon erschien, brandete die Begeisterung der vielen Hunderte.nur um so höher empor. Auch als der Führer um 14 Uhr wieder zum Passionstheater fuhr, erneuerten sich auf dem Wege die Kundgebungen. Nach dem Passionsspiel begab sich der Führer ins Bühnenhaus. Bürgermeister Raimund Lang stellte ihm die Hauptdarsteller einzeln vor und gab dabei das Versprechen ab, daß Oberammergau das von den Vätern übernommene Gut erhalten und weiter pflegen werde. Die Oberammergauer versprächen auch, dem Führer zu dienen und damit dem deutschen Vaterlande. , Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler dankte in kurzen Worten der Erwiderung Oberammergaus und brachte den Pasfionsdarstellern zum Ausdruck, daß sie ergreifend und wunderschön gespielt hätten. Er betonte, er werde die Passionsspiele auch in Zukunft fördern. Beim Verlassen des Theaters und des Pasfions- dorfes wurden dem Führer, dessen Besuch ein ganz besonders denkwürdiges Ereignis des Jubiläumsspieljahres Oberammergaus 1934 darstellt, abermals beigeisterte Kundgebungen dargebracht. Auch auf dem ganzen Wege von Oberammergau nach München wiederholten sich die aewaltigen Ovationen. In Murnau, in Weilheim und in allen anderen Orten, die der Führer berührte, waren Menschen herbeigeströmt. Sie brachten in überwältigender Begeisterung dem Führer von Volk und Nation ihre Liebe zum Ausdruck. So wurde der Oberammergauer Besuch Adolf Hitlers zu einer ganz außergewöhnlichen Kundgebung der Liebe und Treue des bayerischen Oberlandes, wie sie schöner und eindrucksvoller nicht gedacht werden kann. Frankfurt a. M., 13. Aug. (LPD.) In der dritten Dreiminutensendung zur Volksabstimmung prach heute im Reichssender Frankfurt um 16 Uhr der Schauspieler Heinrich George: Es ist 20 Uhr, eines Tages Mitte Juli, der dämmerige Vorabend der Eröffnung der Reichs- e ftf p i e l e in Heidelberg auf dem Schloßhof. Es war Generalprobe angesetzt zum „Urgötz" von Goethe; der Beginn wurde verschoben. Der Führer spricht im Reichstag zum deutschen Volk und zu der Welt über die Vorgänge des 30. Juni. Wir saßen versammelt auf den Zuschauer-Tribünen im Schlohhof: Arbeitsdienstlager, Statisterie, Musiker, Feuerwehr, Polizei, sämtliche Schauspieler und Regisseure, kurz: die ganze Belegschaft Reichs- festfpiele Heidelberg. Wolken hingen über dem heiligen Berg, es dunkelt früh. Käuzchen schrien und heulten vom Königsstuyl herunter, eine schwere, gelbe Wolke lag über den Ruinen des Schlosses; wie Alpdruck verschlug sie einem den Atem. In banger Erwartung saßen alle. Da — von irgendwoher aus dem Dunkel der Bäume, aus den Ruinen des Schlosses oder aus der Wolke über uns erscholl eine Stimme; erst dumpf — schwer lastend, dann stoßweise abgehackt, immer klarer werdend, dann hart, dann leidend, schreiend, dann wieder gütig und verzeihend; wie da einer litt und kämpfte, um Deutschland, kämpfte um Treue und Glauben, um Ehre, Freiheit und Gerechtigkeit; wir sahen wie gelähmt. Als wir erwachten, hing die Wolke nicht mehr lastend über uns; einige Regentropfen fielen, als weinte der Himmel selbst, dann gingen langsam Sterne auf. Eine Titanenfaust unsichtbar hatte Blitze geschleudert, die Wolke zerteilt, die Luft ge- säubert. Wir gingen an die Arbeit. Goethes Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand fing an. Was war da Götz, was ist da Wallenstein? Private Schicksale trotz der Gröhe Das zeige sich, wie Viktor Lutze hervorhob, nach außen und innen symbolisch auch ganz besonders in der persönlichen Verbundenheit oes Chefs des Stabes mit dem Obersten SA.-Führer selbst, da beide als Frontsoldaten in einem besonders nahen immer und ewig als erster S A. - M a n n fühle. Es werde das Bestreben des Chefs des Stabes sein, die SA. künftig wieder wesentlich stärker zur politischen Arbeit heranzuziehen, als dies in den letzten Monaten der Führerverwir- rung möglich gewesen sei. Die SA. sei, so betonte der Chef des Stabes ausdrücklich, ein u n d e r r ü d- barer B e st a n d t e i l d e r Gesamtp artet und der nationalsozialistischen Bewegung. Die SA. vornehmlich stelle die politischen Soldaten A d o l f h i t l e r s , uns sie werde wie in den ersten Kampfzeiten der Bewegung nach Wiederherstellung des alten Vertrauensverhältnisses der t r e u e ft e und zuverlässig st e Helfer Adolf Hitlers sein. Jahrelanger Uebertteferung entsprechend werde die SA. am Reichsparteitag in Nürnberg in diesem Jahre voll teilnehmen, da Deutschland und die Wett sehen sollen, daß Adolf Hitler und seine SA. eins feien. KURMARK ist leider im, Augenblick ausverkauft! Deutsche Volksgenossen, Männer des Arbeitsdienstes! Nach dem Heimgang des verewigten Generalfeldmarschalls von Hindenburg hat die deutsche Reichsregierung durch ein Gesetz das Amt des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers verbunden und damit in die Hand unseres Führers Adolf Hitler gelegt. Der Führer hat die Reichsregierung angewiesen, die ausdrückliche Zustimmung des deutschen Volkes zu diesem neuen Gesetz einzuholen. Adolf Hitler hat unser Volk zu seinem eigenen besseren Wesen wieder zurückgeführt. Er hat Volk und Staat vom Rande des bolschewistischen Lhaos zurückgerissen. Er hat dem Kamps der Parteien und Klassen ein Ende gemacht und unser Volk politisch und sozial geeinigt. Er hat der Arbeitslosigkeit Einhalt geboten und Zieh' die Lehre, Volksgenosse, aus deiner Rück schau, sieh auf Adolf Hitler, deinen Führer, den Erretter aus Rot, hunger und Zwietracht EI n Volk, e i n Reich, e i n Führer — ein ein- heitlicher Lebenswille, eine Gemeinschaft der Tat sind Bürgen der Zukunft des deutschen Volkes vor aller Welt. Es gilt nun, der Welt au beweisen, daß wir heute geschlossener Denn je treu z u Adolf Hitler stehen! Darum Volksaenosse, am 19. August dein jKreuz in den Kreis des Ja! Königsberg, 14. Aug. (DNB.) Im Hinblick tuf die am Mittwochabend in Königsberg zu hallende Rede gab der Chef des Stabes der 6 21., Viktor Lutze, dem Berliner Vertreter ier „Königsberger Allgemeinen Zeitung" eine längere Unterredung, in der er sich über eine Reihe ton Fragen äußerte, die zur Zeit zur Erörterung sehen. Die Beteiligung der SA. am Ab- s. immungskampf, sagte er, werde sich in den blichen und gewohnten Bahnen bewegen. Jrgend- oelche allgemein regelnden Maßnahmen seien von -iten des Chefs des Stabes nicht geplant. Der Ehef des Stabes gab aber der Erwartung Ausdruck, daß die SA. gerade bei diesem Abstimmungskampf wieder in vorderster Linie stehen werde, und daß sie sich nach lleberwin- dung der Führerkrise wieder als das zeigen werde, was sie immer gewesen sei: Als der tüchtigste und treueste Kämpfer Adolf Hitlers. gerade in diesem Zusammenhang betonte der Chef les Stabes, daß das restlose Vertrauens- Verhältnis zwischen dem Obersten SA.-Fuhrer !(bo(f Hitler und seinen braunen Gef olgs- Hannen in dem vollen alten Umfang! Nieder h e r g e st e ll t sei und daß der Führer, beide als Frontsoldl vie er selbst einmal ausgedrückt habe, sich noch I Verhältnis stünden. Finnlands Wehrmacht ehrt die deutschen Gefallenen. Lovisa, 12. Aug. (DNB.) Die Enthüllung eines Denkmals für das deutsche Unterseeboot „U. C. 57", das 1917 in den finnischen Schären auf unbekannte Art sank, gestaltete sich zu einer erhebenden Feier. Von allen Richtungen strebten schon am frühen Morgen die schmucken weißen Küstendampfer und schweren Fischerboote trotz steifen Windes und grober See nach Hamnskär, einer kleinen, nur wenige hundert Quadratmeter aroßen Granitklippe, 20 Seemeilen südlich der Einfahrt von Lovisa. Hier war es, wo „U. C. 57", nachdem es feine Waffenladung für die finnische Armee am 16. November 1917 abgeladen hatte, zum letzten Male gesehen wurde. In der Nähe der Hamnskär-Klippe lag wimpelgeschmückt die finnische Kriegsflotte, ein modernes Panzerschiff, -zwei U-Boote und drei Küstenwachtfahrzeuge. Ein Geschwader finnischer Wasserflugzeuge kreuzte über der kleinen Granitklippe, die wohl noch niemals so viele Menschen wie heute — es mögen etwa 2000 gewesen sein — auf einmal gesehen hatte. Auf der äußersten Südspihe der Schären ragte der mit dem eisernen Kreuz geschmückte granitene Obelisk des Gedenksteines empor mit den Namen der 27 Mann der vermißten Besatzung von „U. C. 57". Abordnungen der finnischen Marine und Armee, des Schutzkorps und des deutschen Segelschulschiffes „Gorch Fock" hatten auf der Klippe Paradeaufstellung genommen, über welcher die finnischen und die halbmastgesetzten deutschen Flaggen wehten. General Valve, der finnische Flottenchef, enthüllte das Denkmal unter dem donnernden Salut der Kriegsschiffe. Der deutsche Ge- andte Büsing dankte in einer auch vom finni- chen Rundfunk übernommenen Ansprache dem innischen Denkmalskomitee, vor allem seinem Vor- itzenden Prof. Gumnieros, und der finni- chen Wehrmacht für die pietätsvolle Ehrung und grüßte die Toten von „U. C 57" im Namen des neuen Deutschland. Ergreifende Worte des Gedenkens sprach Oberst Hägglund namens der finnischen Jäger. Kriegsminister O k s a l a legte den Kranz des durch Krankheit verhinderten Präsidenten S v i n h u f - v u d nieder, Staatsminister K i v i m ä k i den Kranz der finnischen Regierung, Gesandter Büsing den der deutschen Gesandtschaft, Fregattenkapitän M e - w i 5 Kränze von der „Gorch Fock" und dem Stabe der deutschen Marineleitung. Kränze der finnischen Armee und Flotte, der örtlichen Schutzkorps, der Ortsgruppe der NSDAP. Helsingfors, der deutschen Kolonie und zahlreicher deutscher und finnischer Vereine häuften sich in großer Zahl um den schlanken Obelisk des Gedenksteines. * Berlin, 12 Aug. (DNB.) Zur gleichen Stunde, in der in Finnland ein Denkmal für die Gefallenen des deutschen U-Bootes „U. C. 57" eingeweiht wurde, legte heute Mittag der finnische Generalmajor Heinrichs in Gegenwart des finnischen Gesandten in Berlin einen mit Blumen geschmückten Lorbeerkranz am Ehrenmal Unter den Linden nieder. Auf den blauweißen Kranzschleifen stand die Widmung: „Von der Wehrmacht Finnlands den deutschen Soldaten". Vier neue Todesurteile in Wien vollstreckt. Wien, 13. Aug. (DNV.) In dem Prozeß gegen die neun S i ch e r h e i t s w a ch l e u t e der Wiener Polizei, die an dem Sturm auf das Bundeskanzleramt teilgenommen hatten, wurden am Wontagnachmittag vom Militärgerichts- Hof vier Todesurteile gefallt. Zur Hinrichtung durch den Strang wurden verurteilt Iofef Hacker, Franz Leeb, Ludwig M a i h e n und Erich W o h l r a d. Emil Schrott und Johann Dobeck erhielten lebenslängliche Kerkerstrafen. Das Urteil gegen Leopold Steiner und gegen Franz Fröhlich lautet auf 20 Jahre und gegen pangerl auf 15 Jahre Kerker. Alle Angeklagten wurden des Hochverrats, Franz Leeb außerdem der öffentlichen Gewalttätigkeit, begangen durch Freiheitsberaubung an dem Kriminalbeamten Anton Marek, für schuldig erklärt. Die Todesurteile sind in den späten Nachtstunden des Montags v o l l ft r e ck t worden. Kerkerurteil in Linz. Linz, 13. Aug. (DNB.) In Linz trat am Montag der Militärgerichtshof zusammen und befaßte sich mit dem Fall des 24jährigen Gaftwirtssohnes und Zuckerbäckers Felix Urstöger, des Anführers bei den Ereignissen vom 25. Juli in Goisern im Salzkammergut. Urstöger wurde zu 14 Jahren schweren Kerkers, verschärft durch einen Fasttag im Vierteljahr, verurteilt. Kartelle in Güdslawien verboten. Belgrad, 14. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Regierung unterzeichnete eine Verordnung, durch die alle Kartelle verboten werden. Durch eine zweite Verordnung begrenzte die Regierung den Zinsfuß. Geldinstitute und Banken dürfen demzufolge höchstens 4% v. H. über den Diskontsatz der Nationalbank und die übrigen Verleiher höchstens 8 v. H. jährlich fordern. Amerika baut 2-1V0 Marinestugzeuge. Washington, 14. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Vorsitzende des Marineausschusses des Repräsentantenhauses, Vinson, der gemeinsam mit dem Marineamt das Flugzeugbauprogramm für die Flotte ausgearbeitet hat, gab bekannt, daß der Bau von 2100 neuen M a - rineflugzeugen beabsichtigt sei. Von den ungefähr 1000 Flugzeugen, die die Marine gegenwärtig besitze, seien nur etwa 400 für den Kriegsdienst tauglich. Schweres Grubenunglück im Gaß. Paris, 13. Aug. (DNB.) 3n einem Schacht der Kaligrube von Enfisheim (Elsaß) ereignete sich am Montagnachmittag eine Explosion, die einen Grubenbrand auslöste. Das Unglück hat nach den letzten Nachrichten aus Paris neun Tote gefordert. Drei schwerverletzte Grubenarbeiter liegen noch im Krankenhaus von Mülhausen. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Das Unglück ereignete sich im Schacht St. Terese der Kaligrube gegen 13 Uhr in einer Tiefe von 860 Metern. In dem Stollen arbeiten gewöhnlich 150 Arbeiter an drei Tagen in der Woche. Am Montag waren aber nur 12 Mann in den Schacht eingefahren, um ein Kabel des Förderkorbes auszubessern. Vermutlich infolge Kurzschlusses ereignete sich eine furchtbare Explosion, die außerhalb des Schachtes in einem Umkreis von mehreren Kilometern gehört wurde. Der Stollen stand im Nu in Hellen Flammen. Nur vier Arbeitern gelang es, sich einen Weg aus diesem Flammenmeer zu bahnen. Sie wurden wenig später von einer Rettungskolonne mit lebensgefährlichen Brandwunden zum Krankenhaus gebracht. Dort ist der Obersteiger Weber bereits gestorben. Trotz aller Mühen und Anstrengungen gelang es der Hilfskolonne nicht, bis zu den übrigen eingeschlossenen Kameraden vorzudringen, die sämtlich in den Flammen umgekommen sind. Nur drei von ihnen konnten in den späten Abendstunden als Leichen geborgen werden. Aus aller Wett. Verheerendes Feuer in einem Spreewalddorf. In einer der letzten Nächte brach in Neuendorf (Kreis Kottbus) ein Feuer aus, das sieben Gebäude in Flammen fetzte. Wassermangel in den Dorfbrunnen erschwerte das Eingreifen der Wehren. Es mußten etwa anderthalb Kilometer Schlauch gelegt werden, um überhaupt Löschwasser zu bekommen. Alle Erntevorräte sind vernichtet, die landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte bis zur Unkenntlichkeit zerstört. In den Flammen sind wertvolle Viehbestände umgekommen. Es wird Brand- ft i f t u n g vermutet. Grohfeuer in einem polnischen Dorf. 118 Gebäude niedergebrannt. Die Ortschaft M o k r e in der Wojewodschaft Lodz wurde von einem Großfeuer heimgesucht, dem 118 Wohn- und Wirtschaftsgebäude zum Opfer fielen. Insgesamt sind 160 Bewohner des Dorfes obdachlos geworden. Ein Teil des Viehbestandes konnte nicht gerettet werden, obwohl 17 Feuerwehren am Löschwerk beteiligt waren. Eisenbahnräuber erbeuten 150 000 Zloty. Auf der Eisenbahnlinie Zyrardow—Warschau wurde der Postwagen eines Eisenbahnzuges beraubt. Die Täter, die 150 000 Zloty (etwa 70 000 Mark) erbeuteten, konnten bisher nicht ermittelt werden. Sechs Todesurteile in Rußland. Wie aus Wjatka gemeldet wird, sind sechs Beamte eines Lebensmitteltruftes wegen Massendieb- st a h l s von Lebensrnitteln und staatsfeindlicher Umtriebe zum Tode durch Erschießen verurteilt worden. y Neuer Finanzskandal in Frankreich. — Landwirtschaftsgesellschaft stellt die Zahlungen ein. In Vitry-le-Fran^ois (Dep. Marne) hat man einen Riesens kaudal aufgedeckt, in dem eine große Landwirtschafts- und Jndustriegesellschaft verwickelt ist. Das Unternehmen, das sich mit dem Ankauf und Verkauf von Getreide beschäftigte, hat Plötzlich seine Zahlungen einstellen müssen. Seine Passiven sollen sich auf 15 Millionen Francs belaufen. Zahlreiche Kreditanstalten und Händler sind um Millionenbeträge geschädigt worden. Felssturz im Niagarafall. Wie aus Neuyork gemeldet wird, brach mit erdbebenartigem Donner ein Felsstück von 200 Meter Breite und 70 Meter Länge im Niagarafall ab. Der Felssturz ereignete sich am Rande der sogenannten Hufeisenfälle. Der mächtige Felsblock, der 50 Meter hinabrutschte, schleuderte eine riesige Wassersäule in die Höhe. Dies ist der zweite große Felsbruch im Niagarafall in den letzten Jahren. Wettervoraussage. Nachdem sich die Skandinavienstörung wesentlich abgeflacht hat und nordöstlich weitergewandert ist, wird sich bei uns das Wetter wieder ruhiger gestalten. Der hohe Druck lagert zwar mit seinem Kern noch im Westen, so daß weiterhin ozeanische Luft nach dem Festland fließt und somit zeitweise gewitterdrohende Bewölkung aufkommt. Im großen ganzen ist aber mit sonnigem und auch wärmerem Wetter zu rechnen. Aussichten für Mittwoch: Teils auf- heiternd, teils gewitterdrohende Bewölkung, etwas wärmer, meist trocken. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumlchem, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für den vorigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VH. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Statt Karten Ihre Verlobung geben bekannt Dieseck, Im August 1934 03948 los 50 Piks., Doppellos 1 Mk. 46S2D in der Dolkshalle teil Verkäufe 4690 D Stühler, Vorsitzender der Handwerkskammer-Nebenstelle tzen. 4077D Weiß em. Bade-1 Gut erhalt, getr. wanne, Babykb.I [Verschiedenes | L ni verkauf. nfr. um. 03958 a.d.G.A. IJ I Emma Bernhardt Ludwig Wagner 2.45 3.00 11.50 8.00 3.80 fahrb.rn.Behang Waschkommode, Bett, Gramm o- phonm. Platten, 1 Schreibmasch., bitt, abzug. 03955 Landgrafenstr. 61 teuer: Wannen, oval Waschtöpfe mit Deckel Badewannen . . Sitzbadewannen . . Töpfe zum Futterkochen. Photo teoiA Kreuzplatz 9 Kohlen Koks 4675D Briketts Eiform Happel&Co. Mühlstr.18,Ruf3925 llllllllllllllllllllllllllllll Frühäpfel (Gravenstein.)u. Tafelbirnen Pfd. 15 Pf. Eß-u.Einmachbirn. 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Die Beerdigung findet Mittwoch, den 15. August, nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause Emststraße 15 aus statt. Porto und Liste 30 Pfg, extra Zu haben bei) all. staatL LotL- Einnahmen u. rhnnnniW' '<$ /;WÄ^ Das oberhesffche Handwerk zum 19. August Handwerksmeister und Gesellen! Nachdem unser Ehrenmeister und Reichspräsident Generalfeldmarschall v. Hindenburg am 2. August zur großen Armee abberufen worden ist, sind die Funktionen des Reichspräsidenten auf unseren Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler laut gesetzlicher Verfügung der Reichsregierung übergegangen. Unser Führer Adolf Hitler hat nunmehr ange» ordnet, daß durch Volksabstimmung am 19. August 1934 das deutsche Volk seine Zustimmung zu diesem staatsnotwendigen Akt geben soll. Handwerksmeister und Gesellen, Kameraden der Arbeit! Es geht um mehr als um einfache Zustimmung. Es geht um die Friedens- und Aufbauarbeit einer verantwortungsbewußten Reichsregierung, es geht um die friedliche innere Weiterentwicklung der deutschen Ration, es geht um euch selber. Deshalb rufe ich allen Handwerksmeistern zu, seid euch eurer großen Verantwortung bewußt und tretet am 19. August 1934 in Stadt und Land geschlossen an die Abstimmungsurne und gebt freudig euer „3a", damit der Welt bewiesen wird, daß das ganze Volk geschlossen hinter seinem Führer steht^ „Rimmer wird das Reich zerstört, wenn ihr einig seid und treu!“ — Deshalb einstimmig । „Ja“. Heil Hitler! I gez. Stühler, Vorsitzender. Das hessische Handwerk für Adolf Hiller Adolf Hiller besucht die Segelfliegerinnen. kampfgedanken zu sein, dürfte voll erfüllt worden sein. Nachdruck verboten! 14. Fortsetzung. lebend, icyelte. Die Ergebnisse: ' Aktive. Auf dem 1900-Sportplatz kamen am Sonntag die Mehrkampfmeisterschaften des Kreises Gießen zum Austrag. In Anbetracht des kurz anberaumten Doris aber sagte: „Du — jetzt habe ich mich vor dir gefürchtet. An was dachtest du eigentlich?" „Etwas Unangenehmes war es! Aber wir wollen schweigen davon. Wo möchtest du heute abend hin?" „Ich möchte in die Säle, Assen! Ist es dir recht?“ Er krampfte die Hände zusammen. Da hob et ruckartig den Kopf: „Gut! Ganz wie du willst, Doriane!" Er nannte sie zuweilen so. Weil er wußte, daß ihr dieser Name gefiel. Da lächelte Doris strahlend. Er aber wußte, daß jetzt das Verhängnis wieder begann. Zwei Wochen konnte er dem Spielteufel nicht mehr widerstehen, das wußte er. Hatte er denn nicht bereits Folterqualen ausgestanden während dieser letzten Wochen? Vielleicht Vielleicht hielt er sich! Vielleicht widerstand er? Nein! _ c , Assen Kreloff wußte, daß jetzt das Verderben endgültig kam, und in diesem Augenblick haßte er die Frau, die es ihm so schwer machte. Haßte er sie? Nein! Nein! Er liebte sie doch! Siebte sie, weil sie ihm wieder zu einem sorglosen Leben verhalfen hatte. Und — sie hatte ja recht. Warum sollte er sein Glück nicht noch einmal versuchen? Oie deutschen Turner für Adolf Hitler. Für Sonntag, 19. Erntemonds, lst das deutsche Volk nochmals aufgerufen worden, um zu bekunden, ob es mit der Führung von Staat und Volk durch Adolf Hitler einverstanden ist. Dieses Stimmrecht bedeutet Slimmpflicht. Deutscher Turner Art ist es, Volkspflichten im vollen Umfang zu erfüllen. Deutscher Turner Dille ist der Dille zur deutschen Einigkeit, Einheit und Ehre Deutsche Turner und Turnerinnen geben unserem Deutschtum und Turnertum freudigen Ausdruck, indem sie einmütig mit „Ja“ auf die Frage des Führers antworten, kein deutscher Turner, keine deutsche Turnerin bleibt aus Lauheit oder Trägheit der Volksabstimmung fern. Alle bekennen sich an diesem Tag zu Adolf Hitler, unserem Führer und Reichskanzler. Der Führerstab der Deutschen Turnerschaft. Steding. Toyka. Münch. Mehrkampftag der Leichtathleten in Gießen. Der Dresdner Schäfer, der das Rennen im Einer während der Europa-Rudermeisterschaften in Luzern gewann. _____________ Dreikampf (100 Meter, Weitsprung und Kugelstoßen): 1. Dbergren. Rebscher (1. JR. 15), Gießen 1900, 1705 Punkte (100 Meter: 12,1 Sek., Weitsprung: 5,20 Meter, Kugelstoßen: 11,84 Meter): 2. K. Schmidt, Gießen 1900, 1632,55 P.; 3. —---- ~ ~ - * - r- —V - 4. fällig zum Ausdruck zu bringen, daß dieses „3a“ Euch allen ein Herzensbedürfnis ist. Dir Handwerker haben klar erkannt, daß nur ein Einziger es vermag, unser neues Deutschland wieder zur endgültigen Gesundung zu führen. Unser Führer verkörpert in sich all das, was von jeher die Würde eines deutschen Mannes ausmachte: Ehre, Vaterlandsliebe, Gottvertrauen, eisernes Pflichtgefühl! Sämtliche Organisationsführer des Handwerks tragen die persönliche Verantwortung dafür, daß bis spätestens 12 Uhr mittags des Sonntags der Volksabstimmung jeder Handwerksmeister einschließlich seiner Familien- und Gefolgschaftsangehürigen seine Stimme dem Führer gegeben hat. restlos und begeistert dem Führer Euer „3a" sagen werdet, ist eine selbstverständliche Ehrenpflicht. 3hr Handwerker sollt jedoch Euer „3a" dem Führer s ch o n in den Morgen st unden des Tages der Volksabstimmung geben, um so sinn- Mit einem der Nachtzüge verlieh Assen Kreloff Berlin. ♦ Doris Feller hätte nicht eine Minute Angst zu haben brauchen. 3n Monte Carlo erwartete er sie pünktlich. Und das schöne paar erregte Aufsehen, wohin es kam. Bekannte traf man nicht! Das war gut! War beiden eigentlich sehr, sehr angenehm. Man verlebte köstliche Stunden. Man ließ sich in Nizza trauen! Kam wieder nach Monte Carlo zurück. Glückstage! Heiße, wunderschöne Glückstage. Vorerst blieb Kreloff fest. Er spielte nicht! Er blieb nur neben seiner Frau stehen und sah zu, wie sie setzte. Sie hatte ein unerhörtes Glück! Als sie an dem einen Abend hinaufgingen, hatte sie sechzehntausend Franken gewonnen. Kreloff küßte die blonde Frau. Es war ein unendliches, dankbares Gefühl, das ihn gegen sie erfüllte, weil sie ihn von einem gefährlichen Wege zurückgeholt hatte durch ihre Liebe. „Du spielst ja gar nicht", fragte sie ahnungslos. „Möchtest du es gern?" fragte er. Aber es war nur, um irgend etwas zu sagen. Sie lehnte sich an ihn. „Nein! Wie könnte ich wünschen, daß du ein passionierter Spieler bift?» Da kühte er sie. ,Hch möchte noch ein bißchen weiter mit btr. Vielleicht Rom?" „Und ich möchte gern noch hierbleiben, Assen! Noch zwei Wochen. Es ist wundervoll hier. Und so prickelnd ist es, wenn man am Spieltisch sitzt. Und ich beherrsche mich ja. Wenn ich verliere, höre ich auf und versuche mein Glück lieber an einem anderen Abend/ „3a — du kannst dich beherrschen. Manche Leute können das aber nicht. Wenn die erst eine Karte angerührt haben, sind sie dem Spielteufel derart verfallen, daß sie nicht aufhören. Und manchmal bedeutet das dann allerdings das finanzielle Ende." „Das mag fein! Aber solch einen haltlosen Men- schen würde ich verachten. Man verspielt doch nicht Geld und Gut, um eine Nacht seiner Spielleidenschaft zu frönen. Was sollte denn dann aus einem werden?" Am Sonntag, 19. August 1934, soll das deutsche Volk darüber abstimmen, ob die Rechte und Pflichten des Reichspräsidenten mit denen des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler vereinigt werden sollen. Dieser Abstimmung kommt jebod) darüber hinaus ein weit größere Bedeutung zu, als etwa nur ein Bekenntnis zu Adolf Hitler. Diese Abstimmung muh zu einer Demonstration vor der ganzen Wett werden! H andwerker! Diese vom Führer angeordnete Volksbefragung bietet Euch Gelegenheit, Eure Liebe, Euer unerschütterliches Vertrauen und die grenzenlose Dankbarkeit des gesamten deutschen Handwerks zum Führer zu bekunden. Daß Ihr Terminen war die Beteiligung als annehmbar zu >2. K. S ch mid t, Gießen 1900, lb«J2,öö j bezeichnen, auch konnten die Leistungen befriedigen. W. Will, Tv. Ruttershausen, 1620,15 P. Es entspannen sich schöne Kämpfe, und der Haupt- Menges, MTV. Gießen, 1409,75 P.; 5. Pfaff, zweck der Veranstaltung, werbend für den Mehr-1 Gießen 1900, 1343,35 P. ______ Formhals, Harth, Heibertshausen, Klingelhöfer, Lotz, Vsannmüller, Wallenfels und Wallon. — Die Gie« ener Mannschaft stand mit: Flach, Heiß, Hill, Kern, Möckel, Sann, Schmidt, Schmier, Seibert, Strack und Weber, Willi. Deutsche Tennis-Mannschaft gegen England. Für den Tennisländerkampf gegen England am 14. und 15. August in Hannover hat der Deutsche Tennis-Bund seine Mannschaft jetzt namhaft gemacht. Die deutschen Farben vertreten: bei den Herren: Henkel II, Denker, Lund, Kuhlmann: bei den Damen: Frl. Äußern, Frl. Horn, Frau Schneider-Peitz und Frau Schomdurgk. Achttamvf (100 Meter, 800 Meter, Weit- B, Hochsprung, Stabhochsprung, Kugelstoßen, werfen und Speerwerfen): 1. Linden- struth, MTV. Gießen, 4052,59 Punkte (100 Meter: 11,7 Set., 800 Meter: 2:32,8 Min., Weit- sprung: 6,10 Meter, Hochsprung: 1,55 Meter, Stabhochsprung: 2,49 Meter, Kugelstoßen: 12,03 Meter, Diskuswerfen: 32,04 Meter, Speerwerfen: 40,90 Meter): 2. Strack, MTV. Gießen, 3494,46 P.; 3. Malkomesius, MTV. Gießen, 3044,90 P.; 4. Hasfelbach, Tv. Londorf 2928,16 P. Fünfkampf (100 Meter, 400 Meter, Weit- sprung, Kugelstoßen und Diskuswerfen): 1. Kilo, Gießen 1900, 3290,61 Punkte (100 Meter: 11,9 Sek., 400 Meter: 58,8 Sek., Weitsprung: 5,25 Meter, Kugelstoßen: 12,55 Meter, Diskuswerfen: 41,35 Meter): 2. A. 3a tob, Wetzlarer Sportv., 3051,14 P.; 3. Franz, Wetzlarer Sportv., 2976,43 P.: 4. Ploch, MTV. Gießen, 2814,83 P.; 5. Bepperling, Gießen 1900, 2782,13 P. Er schwieg. ' Was hätte er auch sagen sollen? Sollte er ihr jetzt erzählen, daß er einst von seinen Eltern viel Geld geerbt und dieses Vermögen am Spieltisch verloren hatte? Und daß er dann hungerte und sich heimatlos umhertrieb, bis ihm eines Tags der Gedanke kam, sich Geld auf irgendeine Weise zu verschaffen? Und daß er dann allmählich immer weiter auf die schiefe Bahn geriet, bis er eines Tages der elgante Hochstapler wurde? S)otelDieb, Heiratsschwindler, Zechpreller und Urkundenfalscher? Doris sah ihn entsetzt an. Er blickte auf, wie aus einem Traum erroai Sah den entsetzten Blick seiner Frau und la. Alle Herren. . Dreikampf (100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen), Altersklasse I: 1. Zerndt, Wetzlarer Sportv., 1516,90 Punkte (100 Meter: 11,6 (!) Sek., Weitsprung: 5,22 Meter, Kugelstoßen: 8,72 Meter): ( 2. W. Schmidt, Gießen 1900, 1265 P.; 3. Henh, Tv. Grohen-Buseck, 701,50 P.; 4. Baldauf, DsB.-Reichsbahn Gießen, 451,60 P. Altersklasse II: Spengler, Gießen 1900, 480,70 P. Frauen. Fünfkampf (100 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen und Speerwerfen): 1. E. Röhrnig, MTV. Gießen, 171 Punkte (100Meter: 14 Sek., Weitsvrung: 4,42 Meter, Hochsprung: 1,26 Meter, Kugelstoßen: 10,11 Meter, Speerwerfen: 25,15 Meter); 2. G. Gu 1 h und R. Livpert, beide Gießen 1900, je 94 P.; 3. E. Schmidt, MTV. Gießen, 78 P.; 4. D. N i ck e l, Gießen 1900, 55 P. Dreikampf (100 Meter, Weitsprung und Kugelstoßen): 1. E. Bickelhaupt, MTV. Gie- ßen, 114 Punkte (100 Meter: 13,4 Sek., Weitsprung: 4,35 Meter, Kugelstoßen: 8,97 Meter); 2. L. D i e h l, Gießen 1900, 102 P.; 3. E. Ludwig, MTV. Gießen, 65 P.; 4. E. Seim, MTV. Gießen, 47 P. 10X50-Meter-Staffel für Frauen: 1. Männer-Turnverein Gießen 63,6 Sek.; 2. Spielvereinigung 1900 Gießen 65 Sek. Die 10><'/,.Rundestafsel für Aktive mußte wegen der fortgeschrittenen Zett ausfallen. Wettkampf im Kleinkaliberschießen. Post-Sportverein Gießen — Schühenvereln Allendorf (Cba). Zum fünften Male in diesem Sommerhalbjahr traten die Postschützen zum Wettkampf an. Die Elfer-Mannschaft stand unter der Leitung von Herrn Hch. Kern. Die Allendorfer Schützen führte der Kreisobmann der Kleinkaliver-Schützenvereine Herr Förster. Die Bedingungen waren je drei Schuß liegend, kniend und stehend freihändig abzuaeben. 3n ruhiger mustergültiger Weise wurde der Kamp von beiden Seiten ausgetragen. Es wurde den Postschützen nicht leicht, sich gegen die gut geschulten, durchweg jüngeren Kräfte von Allendorf zu behaupten. Das Ergebnis war: Allendorf (Lda.) 793 Ringe, Post-Sportverein Gießen 753 Ringe. Allendorf (Lumda) war vertreten durch: Damm, Förster, Sie blieben! Und auch Assen Kreloff spielte! Gewann, verlor, hatte eine unbändige Freude am Spiel, küßte droben im Hotelzimmer seine Frau, war übermütig und voll toller Einfälle. Ging man tagsüber miteinander spazieren, dann freute sich Doris immer wieder, wie sehr man sie beide bewunderte. Ihre eitle Oberflächlichkeit fand darin vollste Befriedi- S Und ja, sie liebte ihren Mann wirklich. Sie e auch von ihm geliebt. Also war sie vollkommen glücklich. Daß er bettelarm gewesen war, daß das letzte Geld.und die Schmuckgegenstände von Diebstählen herrührten, wußte sie nicht. Sie hielt ihn für reich. Reicher als sie selbst! Und sie hatte ihm die Verwaltung ihres Vermögens übergeben. Sie kümmerte sich um nichts. Rückhaltlos war ihr Vertrauen zu diesem Manne. Und Assen Kreloff hatte es bisher ja auch noch nie mißbraucht. Und wenn er jetzt spielte, so geschah es ja auch nur mit Doris' vollstem Einverständnis. Eines Tages begegnete ihnen auf der Promenade eine Dame. Sie blickte, spöttisch lächelnd, auf das Paar und wandte bann den Kopf. Nur Kreloff hatte das spöttische Lächeln gesehen. Doris blickte nur interessiert auf das elegante Kleid der Fremden. Ein wundervolles weißes Kostüm mit schwarzem Perltuch! Dazu die schwarze Mütze mit der flotten weißen Schleife! Wirklich wundervoll! (Fortsetzung folgt.) Der Wunsch der Herrin wurde laut. Die Dienerschaft schlich mit gekränkten Gesichtern umher. Denn selbstverständlich wurde man nun wieder prompt entlassen. Höchstens der Gärtner blieb, um den Garten zu pflegen und auf das Haus aufzupasien. Das war doch klar. Und nun hatte man sich doch zuerst so gefreut, daß man endlich wieder eine Stellung hatte. Aber bann sahen sich die Leute doch mit ganz er- staunten Augen an. „Nanu?" Die Frage stand auf allen Gesichtern. Die Gnädige muhte ja ungeheuer reich sein, wenn sie hier alle während ihrer Abwesenheit auf einem faulen Posten bleiben konnten. Nun — ihnen konnte es nur recht sein! . ., So stürzte sich nun Doris Feller mitten in ihre Reisevorbereitungen. Zwischendurch schmiedete sie fieberhaft Pläne, wo sie wohl am besten hmgehen könne. , , „ Paris vielleicht? Oder wohin sollte sie? Sie fuhr bann noch einmal in bte Oper Unter den ßinben. Unb biefer Besuch würbe ihr zum Der- hängnis. 3n ihrer Loge saß ein eleganter, großer, breitschultriger Mann. Wohl irgenbein Ausländer Er musterte sie diskret; aber Doris hatte doch sofort das Empfinden, daß sie Eindruck auf ihn machte. Ein lächerliches Manöver! Ihr Handschuh fiel herab. Er hob ihn auf, als hätte er auf diesen Augenblick nur gewartet. Ein paar höfliche Worte, ein Name, der fremd und wohllautend sich der Frau ins Ohr schmeichelte — die Beziehungen waren her- gestellt! Doris Feller fuhr mit dem fremden Manne in eines der vornehmen Lokale, um dort noch zu ^$Aan traf sich noch einige Male. Dann war der Bulgare zum Tee draußen in der Grunewaldvilla. Nun war er über alles orientiert. Unb sein Liebeswerben würbe heißer, bringlicher. Doris hatte alle Ueberlegung vergessen. Der schöne fremde Mann hatte vollständig Macht über sie gewonnen. Ich muh noch in die Schweiz. Habe Dringliches zu' erledigen. Aber ich erwarte Sie am 11. Oktober in Monte Carlo!" „Monte Carlo! 3d) wollte langst einmal hin“, fügte Doris jauchzend. Das war alles abgemacht, und Herr Affen Kreloff reifte ab. _ , ., Nun kannte Dons weiter keine Sorge als die: Wird er mich wirklich erwarten? Wird er dort fein? MMleMMisl. Vornan von Gert Gothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) ii n o e n Ritter! so sinn-1 Der Landeshandwerksführer Hessen: Garner. Ässen Kreloff aber hatte vor seiner Abreise von Berlin in seinem Hotelzimmer noch eine Unterredung gehabt. r „ . „Ist die Sache spruchreif, und wann soll das Ding gedreht werden?" Der hagere Blonde faule es und schob dabei feine Armbanduhr hin uno her. Assen Kreloff sah ihn groß an, dann lächelte er. „3hr bekommt jeder fünftausend und verschwindet für immer. 3ch brauche euch nicht mehr. Verstanden? , „, ,, , .. Der Kleinere, Dunkle, erhob sich, chob sich, die Hände in die Taschen seines Samtjatetts vergraben, an Kreloff heran. . „Ah, ich verstehe! Du willst uns los fein? Na -- auch recht. Und wenn du uns brauchst, dann genügt Mutter Hikles Adresse. Her mit dem Geld! Wir sind blank." _ m f Irgendwie war Ekel um den Mund des Bulgaren Aber er sagte kein Wort. Er gab das Geld und sah dann stumm zu, wie die beiden anderen ihre Mantel anzogen. Ein paar kurze Abschiedsworte, unb bann war Assen Kreloff allein. Er brannte sich eine Zigarette an unb ging langsam hin unb her Und sein Gesicht würbe immer nachdenklicher. Als er sich endlich mieber in seinen Sessel setzte, murmelte er: „Das Glück kommt noch einmal ju mlrl Noch einmal! Das letzte Mal! Diese Dons Feller ist reich! Unb sie ist leichtgläubig unb in mich bereits verliebt! Unb — vielleicht ist sie p bebauern, daß ie gerade mich treffen mußte auf ihrem Ledenswec e. Nun — ich will immer gut zu ihr fein wenn ie mir jetzt die rettende Hand reichtt Denn ftuher oder später wäre doch trotz aller Geschicklichteitmein Weg ins Zuchthaus gegangen. Vielleicht hatte nur sogar Schlimmeres geblüht! Davor bewahrt mich diese Frau. Und schon das genügt, um sie mir liebenswert zu machen. Also — sangen wir ein neues Leben an, alter toller Mffen^Äreloff! Jetzt raffe dich ein letztes Mal zusammen. Der Bulgare erhob sich klingelte. Er ließ die Rechnung bringen und packte dann. "Upte 'schon, weshalb er seinen Weg über die Schweiz nahm. Er muhte vorläufig auf einige Wochen unsichtbar hin Tenn noch war der W beim Baron «ortens, er* nidht aetläd Und die Polizei hatte da ganz besonder? fähige Leute auf die Spur gesetzt. Also war es gut wenn er einstweilen einige Wochen non der Bildfläche verfchwand. Man kannte ihn nicht! ' “ her Seite der rotblonden Frau. Ein ganz neues , Leben wollte er beginnen Aber die spie,le den- schäft, die muhte er auch begraben, die durfte er . als furchtbaren Ballast nicht mit in dieser neue > Leben hinübemehmew Turnerschwimmer im Bad zu Nidda. Bildbericht vom Gauschwimmfest des Gaues XIL 3 W ,, i 5 RÄ» r-ir< reich (Breslau): Zweier-Kunstfahren: Gebe. Strömer (Oderbruch); Sechser-Kun st reigent Radtouristen-Verein Bonn; Achter-Kunstreigen: RV. Mainz-Bischoffsheim; Zweier- Radball: RV. Germania Wanderlust Frankfurt a. M. (Schreiber-Blersch). Golfsieg über Hollands Damen. Die deutschen Damen gewinnen den Länderkampf 7:2. Auf den Plätzen des Frankfurter Golf-Clubs fand am Sonntag zwischen den deutschen und holländischen Golfspielerinnen ein Länderkampf statt, der für die deutschen Golf-Damen der erste offizielle Länderkampf überhaupt war. Die deutschen Spielerinnen hielten sich über alle Erwartungen gut und gewannen das Länderspiel mit dem überlegenen Gesamtresultat von 7:2 Punkten. Der Länderkampf wurde unter Leitung des deutschen Golfführers, Henkell, in drei Vierer-Partien und sechs Einzelspielen ausgetragen. Während die Hol- länderinnen in den drei Vierern punktlos blieben, holten sie in den Einzelspielen durch Frau Kern und Frau Smalt zwei Punkte heraus. Die stärkste Spielerin im Feld war die Hamburgerin Frau Sell- schopp. Totes Rennen im preis der Rationen in Hannover. Das Hauptereignis der hannoverschen Rennwochs war der am Sonntag ausgetragene Preis der Nationen, ein Offiziersreiten über 4000 Meter, das mit 10 000 Mark ausgeschrieben war. Unser bestes älteres Hindernispferd Nobel unter Oblt. von Both und der hervorragende Schweizer Salam unter seinem Besitzer Lt. Mus y, lieferten sich auf der Flachen einen Kopf-an-Kopf-Kampf, der bis zum Ziel unentschieden blieb. Der alte Hyksos kam zum Schluß gut auf und belegte einen achtbaren dritten Platz. Das Ergebnis der Internationalen Alpenfahrt. Da die Ankunftszeit in München um eine Stunde' verlängert wurde, konnten noch eine ganze Anzahl von Fahrern München rechtzeitig erreichen. Insgesamt haben 99 Wagen das Zielband in München überfahren. Von diesen absolvierten 56 Fahrzeuge die Strecke ohne Punktverlust, 43 Fahrer mußten mit Strafpunkten bedacht werden. Den internationalen Alpenpokal, die höchste Auszeichnung für die Mannschaftswettbewerbe errangen von deutschen Teams: Die Adler-Werke auf Adler-Diplomat in der Klasse bis 3000 Kubikzentimeter und auf Adler-Trumpf in der Kategorie bis 2000 Kubikzentimeter, Auto-Union holte sich mit einem Wanderer-Team den Pokal in der Wertungsgruppe III (bis 2000 Kubikzentimeter), BMW. blieb in der Klasse bis 1500 Kubikzentimeter ohne Strafpunkte. Deutschland ist Zweiter. Links oben: Blick aus das Bad während der Schwimmwettkämpfe. — Rechts oben: Die Damen zu einem Gruppensprung angetreten. — Unten links: Frl. Henkel (Marburg), die Siegerin beim Schwimmfest der Deutschen Turnerschaft in Brunn, nahm auch am Gauschwimmfest in Nidda teil. — Mitte: Auf dem Sprungbrett. — Rechts: Die stark interessierten Zuschauer verfolgen vom Sprungturm aus den Verlauf der Wettkämpfe. dem Franzosen Lents geschlagen geben. Neuer Weltmeister wurde der Italiener Pola vor van Miet, Lents und Merkens. Bei den Berufsfahrern rechtfertigte Albert Richter die auf ihn gesetzten Erwartungen. Es gelang ihm zwar nicht, seinen routinierten Gegner Scherens und pola-Ztalien neue Meister. - Merkens nur Vierter. Vor 10 000 Zuschauern wurden am Sonntagnachmittag bei regendrohendem Wetter auf der Bahn in Leipzig-Lindenau die Weltmeisterschaften der Amateur- und Berufsflieger ausgetragen. Nach dem Fahnen-Einmarfch hielt zunächst Radsportführer Ohrtmann eine Ansprache, in der er auf die Geschichte des deutschen Radsports einging und den Sport mit dem Gradmesser für die Leistungsfähigkeit der Völker verglich. Bei den Amateuren erlebten wir leider eine bittere Enttäuschung. Der in aller Welt favorisierte Kölner Toni Merkens belegte nur einen vierten Platz. Der Kölner war in der Vorentscheidung von dem Holländer van Miet behindert worden und hatte nach seiner Niederlage einen Protest eingebracht, der jedoch abgewiesen wurde. Danach fuhr Merkens ziemlich lustlos und muhte sich auch noch Scherens (Belgien) zu bezwingen, doch belegte er einen höchst achtbaren zweiten Platz vor den Franzosen Gerardin und Michard. Steffes war gegen den Franzosen Michard ausgeschieden und Engel bezog von dem Holländer van Egmond eine Niederlage. Ehmer hatte sich überraschenderweise durchgesetzt, verlor jedoch im Viertel-Finale gegen Scherens. Hessen im Endspiel um die polizei- Fuhballmeisterschast. Am Samstag wurde in Berlin bei recht warmem Wetter die Vorschlußrunde zur Deutschen Polizei- Meisterschaft im Fußball zwischen Brandenburg und Hessen ausgetragen. Vor etwa 5000 Zuschauern lieferten die Darmstädter ein überlegenes Spiel und siegten verdient mit 4:1 (3:0). Besonders in der ersten Halbzeit waren die Hessen den Berlinern stark überlegen und kamen auch hier durch Schurr, Becker und Kick zu drei Toren. In der zweiten Halbzeit war das Spiel ausgeglichener und die Berliner kamen durch Lehmann zu ihrem Ehrentreffer, doch konnte Kick noch ein weiteres Tor für Die Hessen erzielen. Die Darmstädter treffen nun im Endkampf um die Polizei-Meisterschaft aus die Polizei Hamburg. Deutsche Gaalsport-Meisterschasten. Die deutschen Saalsport-Meisterschaften im Rahmen der Weltmeisterschaften gingen am Samstagabend zu Ende. Im Zweier-Radball kam der Titelverteidiger RV. Germania-Wanderlust Frankfurt am Main zu einem neuen Siege. Die neuen Meister: Einer-Kunstfahren- G. Heiden- Vei den Ruder-Europameisterschaften. Bei den am Sonntag in Luzern abgeschlossenen Ruder-Europameisterschaften wurde die von der Rennleitung herausgegebene Meldung, wonach Deutschland beste Nation sei, wieder zurückgezogen. Die Wertung erfolgte nicht nach den Siegen und Plätzen, sondern nach einem nach der Bootsgattung festgelegten Punktsystem. Danach ist Ungarn Sieger des Glendaz-Pokals, den die Magyaren nun schon zum dritten Male hintereinander errungen haben. Hinter Ungarn hat Deutschland mit zweieinhalb Punkten (Ungarn drei Punkte) den zweiten Platz belegt. Aus des Volkes Mitte an die Spitze des Reiches! Führer, wir Alle sagen Ia! Ausstellung öer Melewerke In die Räume des Hauses Kassel, Opernstr. 11—13, haben jetzt die bekannten Mielewerke, die seit über 15 Jahren bereits im Stadtteil Kassel-Wilhelmshöhe eine Niederlassung unterhielten, Einzug gehalten. Die neuen Räume sollen Ausstellungs- und Vorführungszwecken dienen. Einen besonderen Anziehungspunkt der Ausstellung bilden die Elektro-Waschmaschinen, deren praktische Vorführung von den zahlreich anwesenden Hausfrauen aus Stadt und Land mit lebhaftem Interesse verfolgt wurde. Waschkesselöfen, deren Konstruktion in bezug auf Feuerung und Luftzufuhr von den bisher gekannten Bauarten abweichen, finden ebenfalls stärkste Beachtung, weil sie dem Rost rwrgewärmte Luft zuführen und daher eine außerordentliche Brennstoffersparnis gewährleisten. Wäschemangeln, Wringmaschinen und Staubsauger vervollständigen das Bild der Ausstellung. Die Landbevölkerung wird auch weiterhin ihr Hauptaugenmerk auf die Milchseparatoren und Buttermaschinen richten, die besonders zweckmäßig konstruiert wurden für die Hofentrahmung und Landbutterherstellung aller Leistungsarten, und ebenso auch für die Futterdämpfer, die heute zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel der Landwirtschaft geworden sind. — Unter den Fahrrädern erregen die beiden mit Fichte! k Sachs-Motoren aus- geftatteten Kleinkrafträder besondere Aufmerksamkeit; sie geben den in den Mielewerken beschäftigten Volksgenossen wieder neue Arbeitsmöglichkeit. Besichtigung der Ausstellung erwünscht. Der Verkauf aller Miele-Erzeugnisst erfolgt nur durch den Fachhandel. MllI>IIIIlIlIIIIIIIIIIIlIIIIlIIIIllIIIIIII>IIIIIIIIIIIIIIIIIIIII,IIIllIIIIIlll!l!iiliiiiimi,IIII,,llllllIIliiiiiIIIIIIIIII MIELE- Erzeugnisse in größter Auswahl zu Originalpreisen am Lager. Um zwanglose Besichtigung wird höflichst gebeten. - Für Händler besondere Vereinbarungen. 247»a J. B. Häuser« Gießen Bans- und Küchengeräte. Am Oswaldsgarten, Fernspr. 2145, 2146 lIllllllllllllllllllliuiiiiiiiiiiiiiiiiiiuuuiiiinniuiiiuniuuiiiiiuiiiiiiiiiuiiiiuuiiuimiiiiiHiiiiiiiiiiiiii üjmtiMile Erna Schumann Mollieslrile l't. Der fiiltmtlil liege! , Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlags- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Gießen. Betr.: Sperrung einer Lahnstrecke. Auf Grund des Artikels 65 des Gesetzes, die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und Pro- vinzen betreffend, vom 8. Juli 1911, wird anläßlich öer XIV. Herbst-Regatta des Lahn-Regatta-Verbandes die Lahn auf der Strecke vom Felsen abwärts bis zum Wehr am 25. und 26. August d. 3. in der Zeit von 7.30 bis 11 Uhr und von 14 bis 19 Uhr für jeglichen Verkehr (Boote und Schwimmer! a«. sperrt. 4686C Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden mit Geldstrafe bis zu 90 Mark bestraft. Zur jetzigen Aussaat für Feld und Garten: Winterraps Winterrübsen Winterrübsen, Lembkes Hochzucht Winter- oder Zottelwicken Incarnatklee, früher, roter, seidefrei Luzerne, Provencer, seidefrei Italienisches Raygras Winter-Spinat, verschied. Sorten Feldsalat oder Nüßchen Advents-Wirsing Weißkraut und Rotkraut Frühlingszwiebeln Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht Maßliebchen, Silenen zuverlässig und preiswert im 46mA Samenhaus Heinrich Hahn Bahnhofstraße / Ecke Wolkengasse „Vetter Justav“ strahlt über seine glänzende Idee. Jawohl der fortschrittliche junge Ehemann kann nicht sehen, daß sich seine Frau abplagt. Für ihren heutigen Ge burtstag hat er ihr eine prakt. Ueberraschung mitgebracht. Eine Boimenscbneide-Maschine. Das Bohnenschnippeln hat ein Ende, im Nu sind alle mit der Maschine geschnitten. Auch Sie sollten sich dies nützliche Gerät einmal ganz unverbindlich bei mir ansehen. 469flA J.B. Häuser,Gießen Am Oswaldsgarten, Ruf 2145/2146 Lichtspielhaus Gießen Heute Dienstag (Paganini) 4673 C J hab'ichdie Frau'n geküßt Erstaufführung des neuen Operettenfilms Hauptrollen: Maria Beling früher Stadttheater Gießen Ivan Petrovich Eliza llliard Theo Lingen, Adele Sandrock. Vier bezaubernde Weltschlager von Franz Lehär in einem Film! ♦ Der Geigenkönig Paganini, eine♦ t der abenteuerlichsten Figuren der x 4 Weltgeschichte als Mittelpunkt einer 4 ♦ prachtvollen spannenden Handlung. ♦ Achtung1 Maria Beling wm am I Dienstag, 14., bis Donnerstag, 16. August in jeder Vorstellung persönlich anwesend sein Bühnenauftritt Autogramme Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr. Karten Vorbestellung unter Telefon 4077.