184. Jahrgang Gießener Anzeiger in Begleitung des Brigadeführers die Front der in fünf tiefen Zwölferkolonnen angetretenen SA.-, l e r d Formationen unter den Klängen des Präsentier-1 besten umgesetzt hat. _ . . In einem unerhörten Kampf hat es^Adost-Hi - l e r verstanden, noch in der i Menschen um sich zu V nis wurde. Zwar sind die Kräfte in aller Welt gegen Deutschland mobilisiert worden, zwar versuchen alle Gegner der deutschen Wiedergeburt, eine Hetze wie im Weltkriege gegen das deutsche Volk zu entfachen, um so mehr aber ist die Geschlossenheit dieser Nation die Voraussetzung Dafür, diese Gegner abzuhalten im Bewußtsein, eine geschichtliche Sendung zu vollziehen. Denn Deutschland ist nicht etwa zurückgesunken in Barbarei, sondern führt beispielgebend jene inneren Klärungen unseres Zeitalters durch, die in den verschiedensten Formen irgendwie doch auch als lebensentscheidende Probleme innerhalb der anderen Völker des Erdballs auftreten werden. Was draußen gegen uns steht, ist ein altes Geschlecht, welches die Zeiten unseres Jahrhunderts nicht zu deuten versteht; was f ü r uns steht, ist aber das Oraanisch-Ge- s u n d e überall in der Welt, und auf dieses Streben zur Achtung und Ehre vertraut das junge Deutschland. Vor allem aber vertraut es auf die Stimme seiner Seele, auf die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges, und wird sich durch niemand von dieser Sendung abbringen lassen. Am 19. A u g u st bekennt sich also Deutschland zu den größten Ueberlieferungen seiner Vergangenheit und spricht seinen unerschütterlichen Willen aus, Gegenwart und Zukunft so zu gestalten, wie es seiner Art gemäß ist und wie das Geschlecht seiner Epoche es zur Erfüllung seiner selbst wird notwendig erachten. Worum es geht! Don Reichsleiier Alfred Bosenberg. verlas hierauf einen Gruppenbefehl und richtete dann folgenden Appell an die SA.-Männer: Halten wir uns immer vor Augen, ganz gleich, welches Abzeichen wir tragen, daß wir jederzeit mit reinem und treuem Herzen vor den Führer treten und sagen können: Führer, so, wie du zu uns gesprochen hast: Die SA. gehört mir und ich gehöre der SA, so will ich Dir, meinem Führer, sagen: Ich gehöre nur Dir! heil Hitler! Es folgte sodann ein Propagandamarsch der SA. durch die Straßen der Stadt. Am Gutenberg- platz nahm der Brigadeführer den Vorbeimarsch der SA. ab. Alle Deutschen geschloffen hinter dem Führer! Stabschef Lutze erklärt treffend: „Cs gibt nur einen Führer, den Führer Deutschlands: Adolf Hitler!" Reichsstatthatter Gauleiter Sprenger zeigt die pflicht aller Deutschen. Treu dem Führer und Deutschland bis zum Tode. ips hat es wdoit \ Zeit der Zersetzung die scharen und sie in einem Pflichterfüllung! Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat das deutsche Volk zur V o l k s a b st i m m u n g aufgerufen. Es soll am 19. August in freier und geheimer Abstimmung sein Urteil über die Vereinigung des Amtes des Reichspräst- denten mit dem des Reichskanzlers in der Hand des Führers abgeben. Die reinste und edelste Form einer volksverbundenen Staatsführung will Adolf Hitler durch die allgemeine Volksbefragung an diesem Tage erneut vor aller Welt unter Beweis stellen. Er selbst sagte darüber in seinem Schreiben an den Reichsinnenminlster über die Anordnung der Volksabstimmung folgendes: „Ich will, daß die vom Kabinett beschlossene und verfassungsrechtlich gültige Betrauung meiner Person und damit des Reichskanzleramtes an sich mit den Funktionen des früheren Reichspräsidenten die ausdrückliche Sanktion des deutschen Volkes erhält. Fest durchdrungen von der Ueberzeugung, daß jede Staatsgewalt vom Volke ausgehen und von ihm in freier und geheimer Wahl bestätigt sein muß, bitte ich Sie, den Beschluß des Kabinetts mit den etwa noch notwendigen Ergänzungen unver- züglich dem deutschen Volke pur Jreien Volksabstimmung vorlegen zu lassen." Mit diesem Appell an sein Volk zeigt der Führer aller Welt, daß im Deutschland Adolf Hitlers die wahre und edelste Form einer demokratischen, vom Volke ausgehenden Staatsführung in Geltung ist, im Gegensatz zu Oesterreich und zu Rußland, die beide m ber schlimmsten Weise unter dem Terror einer volks- remden, brutalen Diktatur der regierenden Kaste zu leiden haben. Für jedermann, der gerecht denkt und urteilt, offenbart Adolf Hitler wieder- holte Befragung seines Volkes, daß er fid) im Bewußtsein seiner vollsten Pflichterfüllung für Volk und Vaterland mit aller Ruhe des guten Gewissens auf das Volk in breitester Schicht stützen kann und daß alles Gefasel der ausländischen Hetzpresse und der Emigranten- Reptile faustdicke Lüge ist. Diese Sicherheit des guten Gewissens der vollsten Pflichterfüllung und das Bewußtsein der innigsten Verbundenheit nut dem Denken und Fühlen seines Volkes sind die gewaltige Stärke und Stoßkraft der Regierung Hitlers, die das deutsche Volk seit dem unvergeßlichen 30. Januar 1933 vorwärts und aufwärts geführt haben und ihm die Gewißheit geben, daß es mit dem deutschen Staatsschiff unter der von größtem Derantwortungsbewuhtsein und vorbildlichsten Pflichterfüllung geleiteten Führung Adolf Hitlers auch weiterhin gute Fahrt machen Wie in der Außenpolitik, so wurde auch in der Neugestaltung des innerdeutschen Lebens und Wirkens bisher schon vom Führer Großes vollbracht. Seiner hohen Auffassung von taatsmännischer Pflicht und Führerschaft haben Millionen von Volksgenossen die Wiedereingliede- rung in die Arbeit und damit die Rückkehr aus dem Kreis des Elends zu verdanken. Wir wissen aus eigener Verbindung mit allen Kreisen unserer deutschen Volksgemeinschaft, mit welch großer Dankbarkeit und mit wieviel heißen Segenswünschen für den Führer und sein Werk dieser Kampf gegen das Elend der Arbeitslosigkeit vom ganzen Volke begrüßt wurde. Man denke weiter an die in der deutschen Geschichte, wie überhaupt in der Welt bisher ohne Beispiel dastehende Fürsorge aller deutschen Volksgenossen durch das vom Führer und Kanzler angeordnete Werk der NS.-Dolkswohlfahrt, das im vorigen Winter Millionen von deutschen Volksgenossen mit neuer Kraft erfüllte, ihnen neuen Glauben an das eigene Volk gegeben und sie zu Mitstreitern für das neue und bessere Deutschland gemacht hat. Wir 'wollen uns in diesen Tagen weiter daran erinnern, daß Adolf Hitler den deutschen Arbeiter aus den Klauen eines von krasser Selbstsucht und von internationalen Weltbürgergefühlen erfüllten Bonzentums freigemacht und in die Gemeinschaft des gesamtdeutschen, auf feine nationale Eigenart stolzen Volkstums zuruckgefuhrt hat. Vergessen sei auch nicht das große Werk der gründlichen Säuberung unseres ganzen öffentlichen Lebens von dem üblen Schmarotzertum und den Aasgeiern, die ihr Drohnenleben aus den Lebenskräften des deutschen Volkes, insbesondere wiederaus dem Arbeitsertrag des schaffenden Volkes zu Unrecht bestritten und obendrein noch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht mit diesem ehrlichen und anständigen deutschen Volke» Schindluder trieben. Mit aufrichtiger Dankbarkeit wollen wir auch Daran denken, daß durch die kraftvolle und pflichtbewußte Regierung Adolf Hitlers die öffentliche. Sicherheit in deutschen Landen durch Vernichtung des volksfeindlichen und volksfremden Kommunismus und aller feiner Mitläufer und Spießgesellen in einer Weise wiederhergestellt wurde, wie wir sie so vorbildlich und beglückend für ein Volk nirgends auf der Welt mehr sehen. Dazu kommt der schöne soziale Friede, den der Führer in die Gemein- jahrzehntelangen Kampf, der der Gewinnung des deutschen Menschen, der Wiedererrichtung des deutschen Volkes gewidmet war, in seiner braunen Front, in der Nationalsozialistischen Deutschen Ar- beiterpartei, sich jene Gefolgschaft zu schaffen, die berufen war, den inneren Feind zu überwinden und das deutsche Volk als geschlossenen Block zwi- chen die Völker der Welt zu stellen. Als der greise Generalfeldmarschall von Hindenburg dem Führer die Leitung des deut- idjen Volkes und Staates übertrug, gab es nur noch zwei Möglichkeiten: entweder der Führer überwindet das Chaos, oder der deutsche Staat und damit das deutsche Volk gehen unter. Der Führer war — wie dies selbstverständlich — dem Reichsoberhaupl, dem Generalfeldmarschall und Reichspräsidenlen treu ergeben in Kameradschaft auf Leben und Tod. Sie war es, die das unlösliche, unzertrennliche Band um diese Männer schlang, die heule bereits Symbole in der Geschichte Deutschlands geworden sind. Der greife Feldmarschall ist in Walhall eingezogen und doch sehen wir ihn im Geiste bei uns mit seinem festen Willen, Deutschland den inneren Frieden zu erhalten und das Volk nach außen hin so stark zu machen, daß es in der Welt seinen alten Ruf wieder zurückgewinnen kann. Aus dem Dunkel des Todes aber leuchtet die braune Front und an ihrer Spitze Adolf Hiller, der vom D oHe anertannte Führer. Hitler bleibt sich treu und so wie er bei der Uebernahme des Reichskanzteramtes das Volk befragte und um fein Vertrauen bat, fo geht er auch heute in das Volk hinein, denn nur mit dem Vertrauen des Volkes, mit dem er auf Gedeih und Verderben verbunden ist, will er der Führer des ganzen Volkes fein. Dieses Der trauen wird das Volk zum Führer haben. Wir Nationalsozialisten haben noch eine besondere Verpflichtung. Wir haben uns freiwillig dem Führer angeschlossen, nicht nur als Mitglied der Partei; ein jeder von uns, der ehrlichen Herzens gekommen ist, ist von Anfang gekommen mit dem .stummen Gelöbnis der Treue, ja, wenn es sein muß, der Treue bis zum Tode. Die SA. hat in diesem Rahmen ihre ganz besondere Aufgabe. Sie muß genau wie die SS. gewillt sein, wenn es sein muß, für D e u-t s ch - land und seine Erhaltung freudig den Tod zu suchen. An diesem ersten Tag der Appelle soll das Volk sehen, daß die Partei , lebt, daß ihr Leben als ein Vorbild anzusehen ist für mustergültige Treue, für ein mustergültiges Zusammenleben, Nebeneinander, Miteinander, Füreinander und wenn es sein muß, in den miteinander. Dieses Beispiel, das so der einzelne dem ganzen Volk geben muß, wird den noch Fernstehenden in seinem Vertrauen bestärken und zu der Erkenntnis führen: Jawohl, das ist das Deutschland, das auch ich in meiner Brust ersehne. So wollen wir täglich stumm für uns dieses Gelöbnis vor uns selbst erneuern: Unser Leben fei fo, daß wir jederzeit Rechenschaft ablegen können, vor uns, dem Volk, vor dem Führer, vor Deutschland und vor der Vorsehung. Dann wird am 19. August das deutsche Volk eine Geschlossenheit auch nach außen zeigen, die den 12. November in den Schatten stellen wird. Jeder sei sich bewußt, daß der Blick der ganzen Welt, ob gut oder übet ge- finnt, in dieser Woche und am 19. August auf uns ruht, und wir haben zu beweisen, daß wir gewillt sind, zu bestehen. So, SA.-Männer, wollen wir im Gau Hessen- i Nassau in gegenseitiger Treue und Achtung vorein- : ander die alte Kampfgemeinschaft in ■ diesen Tagen erneuern. So wollen wir maschieren, und. so wollen wir beweisen, was es heißt, treu fein s i ch selb st, treu sein dem Volk, treu sein dem Führer der Deutschen, dem größten Staatsmann, den die Gegenwart kennt, Adolf Hitler! Heil! Auf das begeistert aufgenommene Heil folgte die erste Strophe des Horst-Weffel-Liedes. Brigadeführer Dr. von Schimborn M a i n z, 12. Aug. (LPD.) Die M a i n z e r S A. war nach tarn großen Urlaub am Sonntagoormit- tag 10 Uhr auf dem Adolf-Hitler-Platz zu ihrem ersten Avvel l angetreten, der durch die Anwesen- heit und Ansprache des Gauleiters und Reichsstatt- halters in Hessen Sprenger erhöhte Bedeutung erhielt. Eine große Volksmenge säumte bas gewaltige Viereck. Nachdem Gauleiter Sprenger Marsches abgeschritten hatte, richtete er an die SA. eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Parteigenossen, SA.! Ihr Appell findet in einer bedeutungsvollen Entscheidungsstunde unseres Volkes und Reiches statt. Das deutsche Volk hat in der Geschichte immer nur dann bestanden, wenn es sich selbst treu geblieben und in geschlossener Gefolgschaft gewillt war, einem Führer in Not und Tod zu folgen und wenn es diesen Willen in die Tat chaft unseres deutschen Volkslebens hineingetragen und mit der Schaffung der wahren deutschen Volksgemeinschaft gekrönt hat. Wenn wir uns im Hinblick auf den 19. August nur an diese wenigen hier stichwortartig gekennzeichneten Merkmale des deutschen Aufbaues erinnern, so wird uns allen erneut klar, mit welch gewaltiger Liebe zum deut- chen Volke und mit welch großem Pflichtbewußtem der Führer bisher auch innerpolitisch seine gewaltige Aufbauarbeit geleistet hat. Nun tritt am 19. August der Führer und Kanzler Adolf Hitler erneut vor feine deutschen Volksgenossen, um sie über ihre Stellungnahme zu der Neuordnung in der Spitze unseres deutschen Staatslebens zu befragen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß das deutsche Volk, das nur in Adolf Hitler feinen Führer und den Träger des Vermächtnisses unseres großen, verehrten Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten von Hindenburg sieht, die Frage der Volksabstimmung mit einem freudigen 3 a beantworten wird. Mit diesem Ja wird das deutsche Volk nicht nur einen kleinen Teil der großen Dankesschuld abstatten, zu der es dem Führer und Kanzler Hitler verpflichtet ist, sondern es wird an diesem denkwürdigen August auch dokumentieren, baf) es genau wie sein Führer Adolf Hitler von dem Willen zur ernsten Pflichterfüllung für Volk und Vaterland und für die Zukunft der deutschen Nation erfüllt und getragen ist. Dabei wird und muß jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau es als weitere Pflicht und zugleich als Ehre ansehen, an diesem Tage unter allen Umständen an der Urne zu erscheinen und durch Abgabe der Ja-Stimme die enge Verbundenheit mit dem Führer nicht nur vor den eigenen Volksgenossen, sondern auch vor aller Welt zu bekunden. Die ganze Welt muß erneut sehen, daß das deutsche , Volk sich mit der gleichen Entschlossenheit und freudigen Hingabe wie am 12. November 1933 zu seinem Führer Adolf Hitler bekennt, daß dieser Führer und das deutsche Volk mit unlösbaren Klammern miteinander verbunden sind als ein in vaterländischem Pflichtbewußtsein gestählter und zu jedem Opfer bereiter einheitlicher Block von deutschen Menschen! Das große Vorbild unseres Führers und fein unbegrenztes Vertrauen zu feinen deutschen Volksgenoffen ist aber auch eine starke De r psi ich - tung für jeden einzelnen deutschen Mann und für jede deutsche Frau. Wie der Führer in bewundernswerter Weise unter Hingabe feiner ganzen Person unermüdlich für das Wohlergehen des deutschen Volkes arbeitet wie er mit einer staatsmännischen Kunst, d,e die Welt seit Bismarck nicht mehr gesehen hat weise und kraftvoll die Geschicke des deutschen Volkes lenkt und dabei allezeit der liebenswerte und persönlich bescheidene Mensch geblieben ist, so muß auch jeber deutsche Volksgenosse sich bemühen, diesem hehren Wegbereiter einer besseren deutschen Zukunft m treuer Pflichterfüllung für das Volkstänze mit blinder Treue und vorbehaltlosem Gehorsam Gefolgschaft zu leisten. Jeder von uns denke immer wieder daran, wie sehr sich unter der Führung Adolf Hitlers die Verhältnisse in unserem deutschen Vaterlande bisher schon zum Besseren gewandelt haben! Das Deutsche Reich hat durch ihn wieder Geltung und Ansehen bei allen gerechtdenkenden Menschen per Welt gesunden. Es ist durch die Fuhrerpersonlich- keit Adolf Hitlers mit der gewaltigen Starke erfüllt worden, gegen die haßerfüllte und von purem Neid getriebene Kräfte bisher vergeblich angerannt stno und auch weiterhn sich erfolglos die Zahne ausbeißen werden. Er hat dem von unmenschlichen und skrupellosen Feinden jahrelang bedrückten und gequälten deutschen Volke die nationale Ehre wiedergegeben, indem er dem würdelosen und unmoralischen politischen Treiben der „Sieger des Weltkriegs, insbesondere Frankreichs, das von allen guten Kräften des deutschen Volkes schon seit Jahren mit Inbrunst ersehnte unerbittliche deutsche Nein entgegenstellte. Das deutsche Volk stimmte dem Führer und Kanzler am 12. November 1933 dankerfüllt und mit Begeisterung, im vollen Bewußtsein der schwerwiegenden Entscheidung, mit 95 v. H. aller Stimmen zu und gab idion damals dem übelwollenden Ausland die Lehre daß Adolf Hitler und das deutsche Volk nicht zwei getrennte Dinge sind, sondern eine auf Leben und Tod in nationaler und völkischer Gemeinschaft verbundene Einheit darstellen Was an jenem 12. November 1933 in außenpolitischer Hinsicht vom deutschen Volke demonstriert wurde, hat noch heute seine volle Gültigkeit und wird auch weiterhin ohne jeden Abstrich als Dertrauensgrundlage' für die Arbeit des Führers in Kraft bleiben! Am 19. August wird das deutsche Volk aufgefordert, ein Bekenntnis für die Einheit feiner Gegenwart, für die Gröhe feiner Vergangenheit und für den Staatswillen feiner Zukunft abzugeben. Der Händedruck des dahingeschiedenen Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hin - benburg, mit Adolf Hitler war das Hm- überreiche n des Erbes einer großen Vergangenheit, damit es neu 9cfta“et.unÖ mit den Notwendigkeiten des 20. Jahrhunderts verbunden hinübergetragen werden kann als traft’ spendender Ansporn in die Zeit des kommenden Ringens. Hindenburg hat fein Lebenswerk embeutig in die Hände des jungen Führers des Deutschen Reiches gelegt, und dieser hat mit der Verbindung des Amtes des Reichspräsidenten und des Reicks- kanzlers die Möglichkeit erhalten, Deutschlands Schicksal aus einem einheitlichen W 11- len heraus z u gestalten und zugleich zu flC®as ist geschichtlich und politisch die Bedeutung des 19. August. Selten sind Vergangenheit. Gegenwart und Zukunst derart organisch mein- andergewachsen, wohl noch nie ift eine umwälzende Revolution so folgerichtig den Lebenskräften des Volkes gemäß durchgeführt worden, wie das große Geschehen von 1933 und 1934. Die deutsche Nation wird sich dieser Aufgabe gewachsen zeigen und das Bekenntnis zu der völkischer unb staa11ichen Einheit Deutschlan d s so ablegen, wie es im vergangenen Jahre zum Bekennt- Nr. 187 Stiles Blatt 184. Zahlgang Montag, 15. Jnjul W 5 _______ ä Annahme von Anzeigen Erscheint täglich, außer jHHW W W für die Mittagsnummer Sonntags und Feiertags A AA bis ^Uhrdes Vormittags wsesss miAMAitAil lln4AiAAr MM- Vjlvnvllvl UlnvlUvl WM Auch bei Nichterscheinen MM MM Ermäßigte Grundpreise: von einzelnen Nummern Stellen; Vereins-, gemein« ZML General-Anzeiger für Oberhesfen richten: Anzeiger Gießen v behördliche Anzeigen 6Rpf. zranWmMawllk« Druck unbVerlag: vriihl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei rr.Lange in Siehen.Schri,Heilung und s-schästrft-lle: Schulftrah- 7 MengenabschlüsseStaffelS Der Chef des Stabes über den 19. August. Zeder Deutsche muß für das Werk des Führers eintreten! Hannover, 12. Aua. (DNB.) Auf einer großen Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront in Hannover hielt, von stürmischem Beifall begrüßt, der Ehef des Stabes Lutze eine Ansprache, in der er Kampf und Ziele der nationalsozialistischen Bewegung darlegte. Der Soldat des Dritten Reiches, so führte der Chef des Stabes aus, und der Soldat der Arbeit feien sich ihrer Zusammengehörigkeit bewußt geworden. Alle Parteiverbände und Organisationen ständen in einem großen Ziele zusammen, dem Führer Adolf Hitler den Weg zu einem nationalsozialistischen Deutschland bereiten zu helfen. Er selbst habe, an welcher Stelle und in welcher Eigenschaft es immer geschehen sei, stets nur für Len Führer gekämpft. Er tue es auch jetzt. Das deutsche Volk fühle sich eins mit dem Führer, der für den ärmsten Sohn des Volkes kämpfe. Es sei die Pflicht aller, dafür zu kämpfen, daß im neuen Deutschland nur ein Grundsatz Geltung habe: Wer ist der Mann, und was leistet er für sein Volk und Vaterland? Wie das Ziel des Führers innerpolitisch die restlose Eingliederung aller in den Arbeitsprozeß und die Schaffung gesunder Lebensbedingungen sei, so sei es außenpolitisch die Wiederherstellung des deutschen Anseyens vor der Welt. Jeder Deutsche müsse dafür kämpfen, daß der Führer auch nach dem 19. August seine Arbeit am Wohl des deutschen Volkes fortsehen könne. Was die nationalsozialistische Bewegung in den 14 Jahren ihres Kampfes gezeigt habe, der Grundsatz „Treue um Treu e", müsse stets Geltung haben. Es käme nicht in Frage, daß sich aus irgendeiner Säule der Partei, SA., SS., PO. oder welche es immer fei, ein .Führer emporschwinge. Ls gebe nur einen Führer, den Führer Deutschlands — Adolf Hitler! Nach dem Chef Les Stabes nahm Gruppenführer Prinz August Wilhelm Gelegenheit, die Kameraden der Arbeitsfront an die ungeheuren Verdienste und Erfolge des Führers zu gemahnen. Der Tod des greisen Feld'- marschalls lege dem ganzen Volke eine große Verpflichtung auf, dem Mann, dem er selbst vertraut habe, das gleiche große Vertrauen entgegenzubringen Der Führer habe sich das Herz des ganzeMVol- kes errungen, er werde auch die Stimmen der Ration erringen. Oer Kriedensführer. Gaupressechef Woweries zur Volksabstimmung am 19. August. Am heutigen Montag um 8 Uhr sprach Gaupresseamtsleiter W o w e r i e s M. d. R. im Reichssender Frankfurt zur Volksabstimmung. Die nach dem Programm der Reichssendeleitung als erste Dreiminutensendung angesetzte Kurzrede behandelt das Thema „Der Friedenssührer". Wowe- ries führte etwa folgendes aus: „Wir haben den deutschen Feldherrn zu Grabe getragen. Die Anteilnahme der ganzen Welt wurde offenbar beim Hinscheiden des Heerführers, dessen ganze Größe unsere Zeit noch nicht ermessen kann. Wir können das nicht, weil wir seiner Größe noch allzu nahestehen, weil wir alle noch im Schatten seiner Größe leben. Erst spätere Geschlechter werden jenen Abstand haben, wie er nun einmal notwendig ist zur historischen Erfassung und zur Blickweite auf den Gipfel dieser geschichtlichen Größe. Lines aber läßt sich folgern, wenn wlr daran denken, daß unser Volk gegen eine Wett von Feinden siegreich gekämpft hat, nämlich daß Deutschland stärker war als die anderen zusammen und unsere Feldherren größer als die aller anderen. Denn keiner hat die feldgraue Front besiegt. Da aber noch niemals so viele Menschen bluten und sterben mußten, noch nie so viele Völker gleichzeitig im Krieg standen, ist es der weitaus größte Krieg der Weltgeschichte. Somit ergibt sich die Folgerung, daß die größten Feldherren des gewaltigsten Kriegs auch die größten Kriegsführer der Weltgeschichte sind. Diese Größe deutschen Heldentums ist im greisen Feldmarschall Symbol und Mythos geworden. So ragt die ehrwürdige Gestalt des größten aller Feldherren aus den Tiefen unserer Zeit hinauf zu den Sternen der Ewigkeit. Wir aber stehen bewundernd zu den Füßen dieses ragenden Monuments. Wir fühlten die Auszeichnung des Schicksals und die edle Hochstimmung des Erlebens einer weltgeschichtlichen Persönlichkeit. Dienst für Volk Amberg, 12. Aug. (DNB.) Im Rahmen der 900-Jahrfeier der Stadt Amberg sprachen am Sonntag auf einer Grenzlandkundgebung die Staatsminister Schemm und Esser. Staatsminister Hermann Esser führte u.a. aus, die Welt habe in diesen Tagen erkannt, daß Deutschland als Volk ein Faktor in dieser Welt ist und bleibt, weil es zurückgekehrt ist zu jener Kraft, die in der Einigkeit einer Nation liegt. Das Ergebnis des 19. August werde sein: Ganz Deutschland gibt jenem die Hand, dem der tote Hindenburg seinen letzten Händedruck gegeben hat. Deutschland, das größte Arbeitsvolk der Welt, könne nur vertreten werden durch einen deutschen Arbeitsmann. Deutschland, das größte idealistische Volk der Welt, könne keinen anderen Führer haben als den, der für sein Ideal gehungert und gekämpft hat, Adolf Hitler, der uns das schönste Programm geschenkt hat: Gemeinnutz geht vor Eigennutz, das Volk über dem einzelnen! Staatsminister Esser streifte dann den Jahrhundertbedanken der Stadt Amberg und erklärte, wenn einmal nach hundert Jahren ein Geschlecht zurückblickt auf das heutige, dann solle man sagen, Die Kriegsopfer frei Der Führer des deutschen Frontheeres, der Marschall des Weltkrieges Paul von Hindenburg ist zur großen Armee einberufen worden. An seinem Grab stand mit trauerndem Herzen das gesamte deutsche Volk und dankte in stiller Ehrfurcht dem Nationalheros für das opferreiche Leben, das in deutscher Treue bis ins hohe Alter hinein nur die Sorge um die deutsche Zukunft gekannt hat. Die letzte Tat des in die Ewigkeit und in die Geschichte eingegangenen Feldmarschalls war tatkräftige Hilfe für feine Kameraden im Weltkrieg und eine besondere Ehrung derer, die im Weltkrieg für Deutschland gekämpft, geopfert und geblutet haben. Reben den Marschall des Weltkrieges ist im Januar 1933 unser Frontkamerad und Führer Adolf Hitler getreten. Das Bündnis dieser beiden Männer war das Bündnis einer großen Vergangenheit mit einer ebenso großen Zukunft. Wir deutschen Soldaten sind stolz darauf, Da aber greift das Schicksal heran, greift an die deutschen Herzen und sagt in diesen Tagen zu jedem deutschen Menschen: Wähle den Friedensführer! Wir können kaum ermessen, wieviel zu erleben uns vom Schicksal vergönnt ist. Denn dem größten Krieg der Geschichte folgte der größte Verrat und der jäheste Sturz. Dann ging der größte Krieg mit allen Völkern gegen gefallenes Volk weiter. Und einer stand auf gegen alle — einer hob die reine Hand — und der eine brachte den Frieden ins Volk. Gegen den Willen aller unserer Feinde, gegen den Willen der Welt, der Weltfinanz, des Weltjudentums, der Weltfreimaurer, der Weltinternationale gelang es dem Mann, den Frieden ins Volk zu bringen. * Weil ihm das gegen alle anderen gelang, weil er den heimlichen Weltkrieg bezwang, deswegen ist er der größte Frledensführer geworden. So steigert sich das Erlebnis unserer Zeit: Dem größten Krieg folgt der schwerstens errungene Frieden, dem größten Feldherrn folgt der größte irdische Friedensführer. Der deutsche Mensch erkennt die Größe feines Schicksals, denn er ist erwacht und kennt seine Zeit. Wo andere Völker schrien „Kreuzige, kreuzige" und wo sie nur im haßerfüllten Nein denken konnten, bis ihnen die Sonne unterging, da grüßt der Deutsche feinen Friedensführer in freudiger Bejahung. Dazu ist ihm der 19. 21 u g u ft gegeben und dafür dürfen wir der Sonne entgegengehen." * Heute wird um 20 Uhr, also einer allen Hörern besonders günstigen Empfangszeit, der Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger das Wort ergreifen. Die nächste Sendung des Gauleiters findet zur gleichen Stunde am Freitag statt. und Vaterland. unsere Großväter und Urgroßväter der damaligen Zeit haben in Wahrheit den Grund wieder gelegt für die Existenz der künftigen G e s ch l ech t e r.-Größer und gewaltiger sei noch nie auf eines Menschen Schultern die Verantwortung gelegt worden als auf Adolf Hitler. Staatsminister Schemm ging von dem Ereignis am Tannenbergdenkmal aus und lenkte dann den Blick der Zuhörer auf den 19. August, an dem das deutsche Volk zum Dien st für Volk und Vater- land antrete. Die Ostmark habe am 19. August eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen. Das Wahlergebnis in der Ostmark sei von um so größerer Bedeutung, weil nebenan eine artfremde Bevölkerung sitze. Es gelte, ein Ergebnis zu erzielen, das noch über dasjenige der letzten Wahl hinausgeht, und ein solches Ergebnis sei identisch mit einem außenpolitischen Erfolg. Es gebe am 19. August keinerlei Entschuldigung, seiner Pflicht nicht zu genügen. Es sei hochqualifizierte Grenzlandarbeit, die am 19. August geleistet wird. Schließlich richtete der Minister den Appell an die Versammlung, am 19. August die Stimme Adolf Hitler zu geben, dem Testamentsvollstrecker des oer- storbenen Reichspräsidenten. i hinter dem Führer. daß aus den Regimentern der Einigungskriege und des Weltkrieges zwei so große Gestalter deutschen Schicksals hervorgegangen sind, und wir fühlen uns beiden Männern in jener Treue verbunden, die uns über die tausend Schlachtfelder des Weltkrieges und über die bitteren Röte der Rachkriegszeit das deutsche Schicksal hat meistern lassen. Wir sehen in der H ebertrag u n g der höchsten Reichsgewalt auf den Führer die einzig wahre V o l l- streckung des letzten Willens des verewigten Reichspräsidenten. Deshalb marschieren die Soldaten des Welt- krieges und die Frauen und Kinder und die Eltern ihrer im Kriege gebliebenen Kameraden am 19. August in feierlichem Zuge z u den Wahlurnen, um mit dem Akte der Stimmabgabe dem toten Marschall die letzte und höchste Ehre zu erweisen und seinem einzigen würdigen Erben, dem Gefreiten des Weltkrieges, Adolf Hitler, treueste Gefolgschaft zu geloben und zu leisten. Heil dem Führer! Heil dem neuen Deutschland! Hanns Oberlindober, Reichskriegsopferführer. Vorbereitungen im NSDFB. (Stahlhelm). Berlin, 11. Aug. (DNB.) Durch feinen Aufruf zum 19. August hat der Bundesführer des NSDFB. (Stahlhelm) Reichsarbeitsminister Franz Seldte den Bund in den Dienst der Vorbereitung für die Volksabstimmung gestellt. Aus diesem Grunde ist auch der an sich bis zum 18. August für den NSDFB. (Stahlhelm) angeordnete Urlaub soweit beschränkt worden, daß die Angehörigen des Bundes für die Werbung voll eingesetzt werden können. Öen Hetzern ins Stammbuch. Eine treffende Zurechtweisung der Pariser Pressemeute. Paris, 11. Aug. (DNB.) Der „Franciste", das Organ der Bewegung gleichen Namens, schreibt über die Haltung der französischen Presse 3ur Zusammenlegung der beiden- obersten Aemter im Reich: „Unsere Presse machte zuerst ein großes Geschrei und behauptete, der Führer mache sich über das deutsche Volk lustig und hüte sich, das Volk zu befragen, denn er wisse zu genau, daß eine geheime und allgemeine Wahl einer Niederlage gleichkäme. Als Hitler aber einige Stunden später feierlich bestätigte, daß die Souveränität des Volkes unangetastet bleibe und er selbst einen Volksentscheid verlangte, waren plötzlch unsere Journalisten aus der Fassung gebracht. Allerdings nicht für lange Zeit, denn man erklärte sofort, daß der Volksentscheid nur eine scheinheilige Handlung sei. Das ist eine wirklich billige Beweisführung. Schließlich hat die Regierung des armen Dollfuß, in Oesterreich nie gewagt, einen Volksentscheid herbeizuführen aus Angst, daß der Sieg einer neuen und jungen Partei zufalle. Auch Stalin hat niemals gewagt, das russische Volk zu befragen, ob feine Anwesenheit im Kreml erwünscht sei. Er zog es vor, fein Regime durch blutige Unterdrückungen und soziale Ungerechtigkeit auf jener kleinen Beamtenclique aufzubauen, die ihn umgibt und die ihm treu ist, weil sie in schändlicher Weise bevorzugt wird. Wahrheit ist, daß H i t- l e r aus den kürzlichen Ereignissen stärker denn je hervorgeht. Diese Tatsache könne die Wortführer unserer verwässerten Demokratie nicht verzeihen. Der Stimmzettel am 19. August. So mutz das Kreuz gemacht werden! Erlaß des Reichskanzlers zum Vollzug des Gesetzes über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs vom l. August 1934 lRelchsgesetzbl. I 6.747). vom 2. August 1934. ktenrti egal bnn $itd WtldjepriUftrat du dnauUet Brtatnraj ygtbcn. «t ist nach unftr «Bar »tnpflnfrm bi bnn, wo. er un. sag,«. irayrtronM orr- buibn imv bce Rann tx« grefrn Xetce. 0ch bitte hebet. Derfergc trrfni p »oOrx, M ich im emtUd)ra ms» euVramllkhm OtrMrtir mir bl»bn nr «la gül)m ne «{rfprodero tcxrtx thefe Regelung foO für alle 3ukm>fl gelte, 2, 3d) eltl, »eg Ne vom Kabinett beschlossene unb veesassuag.techtllch gültige Betrammg «einet Persilt> trab bemll de» Reichaitanzieramtea aa sich mit ben Sunbttoara bea frühere» «eicht>ptiMbeulen Ne euabrüddld)e Sandtiaa bea deutschen Oolkre erMIt Jefl burdjbruage» von der Überlegung, dass jede etantagerell vom Volke au »geben na» »en tim In freier trab gebetener Wadi beplhgl sein muss, bitte Ich Sie, de» Beschluss de» Kabinett» mit de» rttro noch notwenblgen Orgänjnngen mtoerjüglich dem deutschen Volke jur freie» Volk», abstnnnnrag oerlegen ju lasen. «erfia, de» Z ttugup ISO* Der Reichskanzler «bei» eitler n. Deschlutz der Reichsregierung zur Herbeiführung einer Volksabstimmung. vom L August 1934. «ntTpeedtenb dem «trasche de» Sübrer» traft Jtdd)»»anjler» beschliesst N» Betcharrgtertrag, an Sonntag, dem 19 tiugufl 1934, eine Volk»absttmmtrag Ober da» »eichagesetz vom l.flitgug 1834 Meich»gesessbl. I 6. 747) bobeijufüftree -Da» timt de» Veich»pr4stbentra ebb mit dem be» Reid)»Im»jbr» Bereinigt vnsolgedessen geben Ne blätterigen Befugnisse fte» Keich»prlssftentra auf de» Süftrer trab Seid)3*an)ler tibass -Hier über. Or bestimmt feinen ktestvertreter.- ub beauftragt fte» «eichomlttcher fte» 3airra alt der thud)|üftra»g tiefe» Vesschbchem Berta, 6t» 1 August 1934. Die Reich,regieruvg klimmst Du, deutscher Mann, und Du, deutsche Frau, der in diesem Gesetz getroffenen Regelung zu) 3a Nein Gegen denRechisbruch derSaarregierung Klage der Deutschen Front gegen Knox. Saarbrücken, 11. Aug. (DNB.) Der Landesleiter der Deutschen Front hat beim Verwaltungsausschuß der Regierungskommission Klage gegen Präsident Knox wegen der entgegen den Entscheidungen des Untersuchungsrichters aufrechterhaltenen Beschlagnahme der Akten der Deutschen Front erhoben. In der ausführlichen Begründung dieser Klage wird u. a. ausgeführt: Der angegebene Grund der Beschlagnahme, daß sie als polizeiliche Beschlagnahme notwendig sei, um die nötigen Anstalten zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung und zur Abwendung der dem Publikum oder einzelnen Gliedern desselben bevorstehenden Gefahren zu treffen, ist heute ebensowenig gegeben, als zur Zeit der Beschlagnahme am 24. Juli 1934. Hat nun der Untersuchungsrichter schon betont, daß die tatsächlichen Gründe des „begründeten Verdachtes" nicht angegeben worden sind, so muß jetzt heroor- gehoben werden, daß auch in der Verfügung des Präsidenten Knox wiederum keine tatsächlichen Gründe für die Beschlagnahme angegeben sind. Es ist darin nur gesagt, daß sie notwendig sei. Mit einer derart dürftigen Begründung könnte jederzeit durch eine einfache, unsubstantiierte Erklärung der anordnenden oder ausführenden Polizeibehörde das dem Staatsbürger bei Beschlagnahmen gesetzlich gewährte Nachprüfung s- recht dur ch einen Richter illusorisch gemacht und vereitelt werden. Gegen ein derartiges Vorgehen der Polizei muß jedoch jeder Staatsbürger geschützt werden. Der Landesleiter bittet daher, die ohne jede tatsächlicbe Begründung erfolgte polizeiliche Beschlagnahme zur Vermeidung von Rechtsunsicherheit im Saargebiet aufzuheben. Die Saarfrage vor dem Völkerbundsrat. < Genf, 11. Aug. (WK.) Das Programm für die 81. Tagung des Völkerbundrates, die am 7. September beginnen soll, wurde am Freitag vom Völkerbundssekretariat veröffentlicht. Als letzter Punkt steht auf der Tagesordnung die bei weitem wichtigste Frage: die Saarfrage, von der es kurz heißt: „Vorbereitende Maßnahmen im Hinblick auf die Volksabstimmung, Arbeit des Dreierkomittees und der Abstimmungskommiffion". Attentat auf einen deutschen Kämpfer. Saarbrücken, 11. August. (DNB.) Das „Saarbrücker Abendblatt" berichtet aus Sulz- bad): Heute nacht um 1.30 Uhr wurden auf den Organifations- und P r o p a g a n d a l e i- ter d e r „D e u t f ch e n Front" in Sulzbach, Klaus L o t h, auf dem Heimweg in einer unbeleuchteten Straße von einem Unbekannten fünf scharfe Schüsse abgegeben. Der lieber» fallene flüchtete in den Vorgarten eines Hauses, wo er in Deckung ging. Als der gefährliche Strauchritter seine Munition verschossen hatte, flüchtete er in den nahen Wald. Der lieber» fallene setzte dem Feigling nach, der allerdings, ohne erkannt zu fein, in dem Dunkel des Waldes verschwand. Der Druck, der die verbrecherischen Elemente veranlaßt haben mag, zu solchen Mitteln zu greifen, ist nur allzu ersichtlich. Der Organifations- und Propagandaleiter der „Deutschen Front" entfaltete nämlich in den letzten Wochen eine außerordentlich rege Werbetätigkeit, die der sogenannten Einheitsfront in Sulzbach fühlbar Abbruch tat. Auf solche Weise sich einer geistig unbequemen Uebermacht zu erwehren, ist ein un» glaublicher Terror, der den Herren der Regierungs- und Abstimmungskommission wieder einmal klar beweisen wird, w o die eigentlichen Aufrührer und Volksverhetzer sitzen. Starhemberg bei Mussolini. Ein überraschender Besuch. — Wiedereinsetzung der Habsburger im Vordergrund? — Wechsel in der Dundespräsidentschast, Starhemberg der kommende Mann? Rom, 11. Aug. (DRV.) kurz nach 12 Uhr ist der österreichische Vizekanzler Fürst Starhem- berg mit dem Flugzeug auf dem römischen Flughafen Litlorio eingetroffen. Starhemberg begab sich sofort von dort aus nach 0 ff i a, um das dort befindliche Lager der 200 österreichischen Zungen zu besichtigen, das von den Italienern unter dem Ramen „Lampo Austria" eingerichtet ist. Mussolini hat sich heute nachmittag in Begleitung des Staatssekretärs des Auswärtigen S u v i ch nach Ostia begeben, um dort dem Erholungslager der österreichischen Iugend einen Besuch abzustatten. Im Lager wurde er vom Fürsten Starhemberg, dem österreichischen Geschäftsträger und dem Gouverneur von Rom begrüßt. Mussolini besichtigte die 200 Insassen des Lagers. Wie Agencia Stefani berichtet, hielt Fürst starhemberg bei dieser Gelegenheit eine Rede, in der er erneut betonte, Oesterreich sei von dem besten Dillen erfüllt, feine Unabhängigkeit aufrecht zu erhalten, was es auch koste. Weiterhin feierte er Italien und seinen Regierungschef. Mussolini zog sich bann mit Vizekanzler Starhem- b e r g und Staatssekretär S u v i ch in ein Zelt jurücf, wo eine Besprechung stattfand, die über eine Stunde dauerte. Echo aus Paris. Paris, 13. Aug. (DNB.) Die Reise des österreichischen Bundeskanzlers Schuschnigg nach B u d a p e st und noch mehr die unvermutete Ankunft des Vizekanzlers Starhemberg in Stallen und feine Besprechungen mit Mussolini halten die hiesigen politischen Kreise in Atem. Während man sich arntlicherseits in Schweigen hüllt, läßt die Presse ihren Vermutungen freien Lauf. Die Erklärungen Starhembergs, daß die Frage der Wiedereinsetzung der Habsburger nicht aktuell sei, geben reichlich Stoff zu Betrachtungen über die Folgen einer Maßnahme, deren Möglichkeit man nicht mehr völlig ausschaltet, wenngleich man sie nicht für geeignet hält, das Problem Oesterreich zu lösen. Der römische Berichterstatter des „M a t i n" macht daraus aufmerksam, daß man an zuständiger Halte- nischer Seite erkläre, der Besuch Starhembergs habe mit der Frage der Wiedereinsetzung der Habsburger nichts zu tun. Gewissen Gerüchten zufolge sei Starhemberg vor allem an einem mit Italien auszuarbeitenden Programm gegen den Nationalsozialismus interessiert. Möglicherweise würden seine Besprechungen die Schaffung einer neuen innerösterreichischen Organisation nach dem Muster der faschistischen Miliz und der italienischen Opera di Vigilänzi zur Folge haben. vielleicht sei auch die Frage der Rachfolge des solcher 0 h°mu"s-bv°chl D°s M°- j Pour le merite ausgezeichnet wurde, ist jetzt in Maschinengewehr genau nach-1 Berlin einem Herzschlag erlegen. sich Umfassungsmauern nieder gelegene die die Kinderspielzeu dell ist dem richtigen um und auf Mitteln. Auch diesmal soll wieder Brandstif. t u n g die Ursache des Feuers sein. Der Schaden dürfte nach vorläufigen Schätzungen rund eine Million Mark betragen. Neben bedeutenden Werten an Gebäuden, landwirtschaftlichen Maschi- neu, Erntevorräten und dergleichen sind ungefähr 25 Stück Rindvieh, etwa 80 Schweine und viel Federvieh in den Flammen umgekommen. Flammen bewahrt. Dies ist die dritte Brandkatastrophe im Dorf innerhalb von fünf Jahren. Im Herbst 1929 brannten 18 Gehöfte und im Spätsommer 1930 lnsgesamt 12 Gehöfte nieder. Damals wurde Brandstiftung festgestellt, ohne daß es gelang, die Täter zu er- Berlin 11.August. (DNB.) Der mit der Füh- rung der Geschäfte des Reichswirtschaftsministers beauftragte Präsident des Reichsbankdirektoriums Polizeioberft Haupt, der als Hauptmann int In« fanterie-Regiment Nr. 99 an der Erstürmung des stärksten Verdun-Forts Douaumont im Jahre 1916 aktiv beteiligt war und hierfür mit dem Orden • 1Q marilo nllCi!» 2Ptfhn pt niurde. ift iekt in ist Sonntag früh kurz nach 4 Uhr 200 Meter vor der Einfahrt in den Bahnhof von Avignon entgleist. Sämtliche Wagen sprangen aus den Schienen. Der Gepäckwagen wurde völlig zertrümmert, der Postwagen legte sich um und fiel auf einen neben haltenden Güterzug, von dem zwei Wagen umschlugen und ihrerseits Wagen eines Nebenzuges mitrissen. Auf diese Weise sind die vier Hauptlinien des Bahnhofs Avignon unbefahrbar geworden. Die Bahnhofseinfahrt gleicht einem Trü- merfeld. Die sofort aufgenommenen Bergungsarbeiten werden durch Zerstörung der elektrischen Leitungen erschwert. Nach den letzten Meldungen sind 8 Personen getötet, 30 schwer und 15 leicht verletzt worden. Die meisten Verletzten haben Beinbrüche davongetragen. Die Ursache des Unglücks scheint nunmehr festzustehen. Der Zug, der vorschriftsmäßig mit nur 20 Kilometer Stundengeschwindigkeit in den Bahnhof einfahren durfte, hatte eine Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometer. Der Zugführer und der Heizer behaupten, daß die Bremsvorrichtungen versagt hätten und sie deshalb die Geschwindigkeit nicht auf die vorgeschriebene Grenze hätten verringern können. lieber die Haltung der kleinen Entente gegenüber einer etwaigen Wiedereinsetzung der Habsburger heißt es in der „Times", verantwortliche Staatsmänner der drei Staaten der Kleinen Entente hätten sich in deutlichen Wor- 8 Tote, 30 Schwerverletzte. Paris, 12. Aug. (DNB.) Der zwischen Genf und Ventimiglia (Riviera) verkehrende Schnellzug Aum Generalkonsul in Batavia. Der Generalkonsul in Memel Dr. Toepke zum Generalkonsul in Istanbul. Oer deutsche ReichStonnmffar für d,e Brüsseler Weltausstellung. Ein Erstürmer von Douaumont gestorben. Mutter und Kind vom Güterzug überfahren. DNB. Münster i. W., 12. August. Die Reichs- bahndirektion Münster teilt mit: Am 11. August gegen 18.45 wurden zwischen den Bahnhofen Mesum und Emsdetten auf der Bahnstrecke Munster — Rheine die Ehefrau Johanna Hummert und deren zweijährige Tochter Maria von einem Guter- zug überfahren und getötet. Das Kind war kurz vor dem ankommenden Zuge durch die mit Gitterbehang versehene fernbediente Schranke gekrochen und auf den Bahnkörper gelaufen. Die Mutter lief im letzten Augenblick hinzu, um das Kind zurückzureisen. Beide jedoch wurden von der Lokomotive erfaßt und getötet. Italien habe von jeher viel zur Finanzierung der heimwehr beigetragen, und man glaube in Wien, Starhemberg werde versuchen, Mussolini von der Notwendigkeit zu überzeugen, der heimwehr noch weitere Unterstützung zuteil werden zu lassen. In der „Times" heißt es, in Ermangelung einer amtlichen Erläuterung dürfte der Hauptzweck des Besuches sein, darzutun, daß die Z u s a m m e n a r- beit zwischen Italien Oesterreich und Ungarn so stark wie je sei. Wahrscheinlich sei auch Herrn von Papens Mission erörtert worden. Ferner sei vielleicht die Frage sm an- zieller Hilfe erwogen worden. Die österreichische Finanzlage sei durch die kost- spielige Unterdrückung der Juliereignisse sehr schwierig. Andererseits sei nicht anzunehmen, daß den Besprechungen, die der Bnudeskanzler Schuschnigg Ein furchtbares Vrandunglück ereignete sich, wie aus Münster (Westfalen) gemeldet wird, beim Dreschen in der Scheune des Landwirts Stie- necke in Ladbergen (Treis Tecklenburg). Aus bisher ungeklärter Ursache fing das Stroh an der Dreschmaschine Feuer. Der starke Wind trieb die Funken in die Scheune. Die in der Scheune be- chäftigten Personen konnten sich nur zum Teil retten. Zwei Personen, der 52ährige Maurer Esch- manu und die 19jährige Meta k ö t t e r aus der Nachbarschaft verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Die Landwirte Elshoff und Fliegen- bannt erlitten so schwere Brandwunden, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt werden muh. Das Feuer griff mit rasender Geschwindigkeit und erfaßte auch das massive Wohnhaus Stallungen. Das Wohnhaus brannte bis Seil dem Tode von Dollfuß fei bei der österreichischen Regierung, deren politische Stellung selbst ziemlich verwirrt erscheine, jedes Gefühl für Sicherheit verschwunden. Man versuche vergeblich, die Volkstümlichkeit und moralische Stühe zu erweitern, um dem Kabinett, dessen Aufbau ein wenig leicht sei, eine feste Grundlage zu geben. Der marxistische „Populaire" hebt ebenfalls die Bedeutung der Tatsache hervor, daß man schon heute die Wiedereinsetzung der Habsburger als letzte Rettung Oesterreichs bezeichne. Bei den Unterredungen Starhembergs mit Mussolini, so betont das Blatt, habe der Schwerpunkt aber wo anders gelegen. Der Duce fei mit dem österreichischen Bundespräsidenten Miktas unzufrieden, weil dieser eher den Ehristlichsozialen, als den heimwehren zuneige, während man in Rom eine von den heimwehren beeinflußte Politik wünsche. Auf alle Fälle hätten die Habsburger in den letzten Wochen einige Erfolge zu verzeichnen. Der Q u o t i d i e n" warnt davor, an dem gegenwärtigen Regime in Oesterreich etwas zu andern. Oesterreich stelle in Mitteleuropa ein Pulverfaß dar; der erste, der daran rühre, laufe Gefahr, alles in die Lust zu sprengen. Ein römischer plan? Paris, 12. Aug. (DNB.) Zu der Unterredung die S t a r h e m b e r a |o(ort nach ferner Ankunft in Ostia mit Mussolini hatte, bemerkt der römische Berichterstatter von Havas, Italien sei mehr denn je der eit, mit al l e n Mitteln d i e österreichische Unabhängigkeit zu unter st ütze n. Man habe Grund zur Annahme, daß man in Rom unlängst die Maßnahmen geprüft habe, durch die die Unabhängigkeit Oesterreichs wirksam gestärkt werden könnte. Anscheinend sei man noch nicht zur Aufstellung eines endgültigenPlanes gelangt, aber die heutige Besprechung dürfe dazu beigetragen haben, ihn reif zu machen. Ein Havas-Oementi. Das im Kreise Friedland (Mecklenburg) Bauerndorf Schwichtenberg wurde in einer der letzten Nächte von einem verheerenden Groß- feuer heimgesucht. Das Feuer breitete sich infolge der Trockenheit und des starken Windes mit rasender Schnelligkeit auf die angrenzenden Gebäude aus. Insgesamt wurden 15 Gehöfte mit 48 Gebäuden, davon elf Wohnhäuser, ein geäschert. Zahlreiches Vieh kam in den Flammen um. Die Geschädigten stehen vor dem Nichts. Die aus der Umgegend erschienenen Feuerwehren konnten in der Frühe das Feuer eindämmen. Die unmittelbar an der Brandstätte stehende Dorfkirche blieb vor den Die Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit Oest^- reichs muß der wichtigste internationale politische Grundsatz Europas sein, aber die Methoden, die ocn dem Faschismus zur Losung dieses Problems angewandt werden, sind gefährlich und unfruchtbar" Veränderungen im Auswärtigen Dienst. Paris, 13. August (DNB. Funkspruch). Der römische Berichterstatter der französischen Nachrichtenagentur Havas dementiert die^ Gerüchte, wonach die italienische Regierung die Absicht habe, die italienische Gesandtschaft m Wien zu einer Botschaft zu erbeben. An den diplomatischen Einrichtungen Italiens in Oesterreich werde nichts geändert werden. Otto von Habsburg in Schweden. Stockholm, 12. 2Iug. (DNB.) Erzherzog Otto von Habsburg ist heute früh aus Dänemark kommend in Schweden eingetroffen. Er landete in Hälfingborg und ist von dort im Auto weitergefahren. Man erwartet ihn Montag oder Dienstag in Stockholm. Dr. Schacht hat den langjährigen Reichskommissar für die Mailänder Messe, Präsident des Reichswirtschaftsgerichtes Dr. W i l l e ck e , zum Reichskommissar für d i e Internationale Weltausstellung in- Brüssel 1935 bestellt. Maschinengewehre als „Kinder-Spielzeuge^. ten darüber geäußert. Die Erklärung, daß ein solches Ereignis Krieg bedeuten würde, sei zwar in letzter Zeit nicht wiederholt worden, aber zweifellos habe die Kleine Entente ihre Ansichten in dieser Beziehung nicht geändert. Daily Herald" erblickt in Starhembergs Reise ein Zeichen, daß der „C h r i st M o s s uli ni" starker werde Das Blatt glaubt, der Fürst hoffe PräsidentvonOe st erreich zu werden und dieselbe Rolle zu spielen, wie Reichsoerweser Horthy sie in Ungarn spielt, d. h. Regent zu sein, ohne durch das Vorhandensein eines Königs in Verlegenheit gesetzt zu werden. In Rom werde vielfach geglaubt, daß die .italienische Lösung^ des österreichischen Pro blems nicht mehr Erzherzog Otto, sondern Fürst Starhemberg heiße. Weitere Lire für die Heimwehr Starhemberg als Regent „die italienische Lösung?^ reichischen Nachfolgestaaten vorgenommen werde. Die Angelegenheit sei weniger einfach, als diejenigen glaubten, die einen Aufruf an das österreichische und ungarische Volk zur Wiedereinsetzung Ottos „in seine dynastischen Rechte für ausreichend hielten. Die Wiedereinsetzung derHabsburger dürfe nur als letzte M o g - lichkeit in Frage kommen, und auch dann wäre mit ernsten Schwierigkeiten zu rechnen. Das „Petit Journal" weift darauf hm, daß die Tatache allein, daß man sich mit dem Gedanken einer Wiedereinsetzung der Habsburger als „letzte Rettung vor d e m A b s ch 1 u ß" befasse, die innere Schwache der österreichischen Regierung beweise. 2 Tote, 17 Schwerverletzte. ! halle, 12. Aug. (DNB.) Lin elektrischer Trieb- , wagenzug stieß innerhalb des Personenbahnhofs halle mit einem Verwaltungssonderzug zusammen. Heber das Unglück gibt die Reichsbahndirektion halle folgenden Bericht aus: Am 12. August um 7.35 Uhr stieß in Kilometer 87 der wegen Umbauarbeiten eingleisig zu befahrenden Bahnstrecke halle—Leipzig innerhalb des Personenbahnhofes halle der ausfahrende Triebwagenzug 1203 auf den auf gleichem Gleis einfahrenden Verwaltungssonderzug 4243 von Meißen nach Goslar. Der Führer des Verwaltungssonderzuges, h o l st e i n - Leipzig, und eine Reisende wurden getötet, und etwa 160 Reisende wurden verletzt, davon 17 schwer. Die Schwerverletzten stammen alle aus Sachsen. Sie wurden sofort in die höllischen Krankenhäuser aufgenommen. Die Leichtverletzten sind mit Notverbänden teils zurück-, teils weitergefahren. — Nach den bisherigen Untersuchungen liegt ein Der- schulden des Fahrdienstleiters vor. Der Präsident der Reichsbahndirektion, M a t i b e l, war an der Unfallstelle. Der höllische Eiltriebwagenzug hatte den Bahnhof Halle mit etwa viertelstündiger Verspätung verlassen, wenig später erfolgte bereits der Zusammenstoß. Bei der ziemlich hohen Anfahrtge- schwindiakeit der Eiltriebwagenzi^e war der Anprall, obwohl erst 800 bis 1000 Meter zurückgelegt waren und der Leipziger Zug sehr langsam fuhr, ungeheuer stark. Allerdings kam der Sonderzug, abgesehen von der elektrischen Zugmaschine, verhältnismäßig glimpflich davon. Nur der vierte Wagen des aus sieben Wagen bestehenden Zuges wurde stärker in Mitleidenschaft gezogen; er sprang aus den Gleisen, riß sich aus dem Zugverband und fuhr eine Strecke neben dem Gleis her. Der Bahnkörper ift an der Unfallstelle vollkommen zerstört; Schienen und Schwellen sind aus ihren Lagern und Verschraubungen gerissen. österreichischen Bundespräsidenten M! k l a s angeschnitten worden, der beabsichtigen solle, zurückzutreten; möglicherweise komme Starhemberg als sein Nachfolger in Frage. Ere Nouvelle" bleibt der italienischen Politik gegenüber mißtrauisch. Weder der deutsch- österreichische Anschluß, noch der österreichisch-ungarische Anschluß in irgendeiner Form könnte den Frieden sichern. , Das „E ch o de Paris" tritt nach wie vor für die Unabhängigkeit Oesterreichs mit allen Mitteln ein Die Wiedereinsetzung der Habsburger würde keine Lösung bringen. Im Gegenteil, die österreichische Jugend befinde sich in vollem Aufruhr. Die Jugend, insbesondere die nationalsozialisti- jche, stelle Forderungen sozialer Art. was bedeute für sie ein Fürst als Erbe des reaktionär- sten Vorkriegsregimes, das Elend würde die Gefühlsmähigkeit und die romantische Begei- sterung, die mit den Krönungsfeierlicheiten verbunden wären, bald wieder beseitigen. Das ganze österreichische Problem sei internationaler 2m, und gerade deswegen hätten am 26. Juli die Mächte wegen ihrer Untätigkeit gegen ihre Pflicht verstoßen. Man dürfe sich nicht verheimlichen, daß Hitler in keiner Weise übertreibe, wenn er behaupte, es sei nicht fein Fehler, wenn Oesterreich Lust habe, deutsch zu werden. Aufgabe des Auslandes sei es, so schließt das Blatt, der Bundesrepublik ihre Unabhängigkeit aufzuzwingen. Der „T e m p s" schreibt u. a.: Man muß die Gerüchte über die Wiedereinsetzung der Habsburger mit größtem Vorbehalt aufnehmen. Man darf nicht vergessen, daß die Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit Oesterreichs in erster Linie eine internationalen Frage ift, die praktisch nur unter Mitwirkung aller am Frieden in Mitteleuropa interessierten Mächte gelöst werden kann. Man habe Grund zu der Annahme, daß der Anschluß den Krieg bedeuten würde, aber auch die Wiedereinsetzung der Habsburger mühte zum Kriege führen, wenn sie ohne vorherige Verständigung mit den Regierungen der öster- Berlin, 11. Aug. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: Es sind ernannt worden: Der Gesandte in Luxemburg Frecherr v o n O w - W a ch e n d o r f zum Generalkonsul in Kalkutta Der Gesandte in Bogota Graf .von Pode' wils-Dürnitz zum Gesandten m ßu^emburg. Der Generalkosul i. e. R. Dr. von H e n 11 g zum Gesandten in Bogota. Q1| Der Konsul in Tirana Dr. von Luckwald zum Gesandten daselbst. Der Generalkonsul t. e. R. Erhardt Graf von Wedel zum Gesandten in Asuncion. Der Gesandte in Riga Dr. Marti us zum Vortragenden Legationsrat im ^wartiQen Der Vortragende ßegationsrat Dr. von Schack zum Gesandten in Riga. , Der Vortragende ßegationsrat Dr. Ballette Generalkonsul in Batavia. gebildet und soll als Uebungswaffs für ftH sowjetrussische Jugend dienen die be- kanntlich eine sehr weitgehende m i 111 a r <•) a) e Ausbildung erhält. Die Moskauer Kinder- Hubs werden im Laufe des Monats September 1UU Kieder-„Spielzeuge" erhalten. Jugoslawien gegen iialienische Hetze Oie verhängnisvolle Rolle des Faschismus in Oesterreich. Moskau, 13. Aug. (DNB. Funkspruch.) Eine Moskauer Waffenfabrik hat ein Modell eines M a - chinengewehres vom System Djagterew^als Verheerende Feuersbrünste in Westfalen und Mecklenburg. Zwei Tote, zwei Schwerverletzte. - 15 Gehöfte in Schutt und Asche. Belgrad, 12. Aug. (DNB.) Unter dem Titel Gewissenlose Verleumdung n schreibt die „Politico": „Wir hätten es nid)t für möglich gehalten, daß die italienische Presse Jugoslawien für die letzten blutigen E r- e i a n i s s e in O e st e r r e i ch verantwortlich machen würde. Aber unter Verzicht auf jede ßogif greift sie plötzlich Jugoslawien an und behauptet, daß dieses bei der Organisation der Verschwörung in Oesterreich mitgeholsen habe. Sie macht das gerade in dem Augenblick, wo Oesterreich Jugoslawien für dessen korrekte und loyale Haltung offiziell dankt. Die faschistische Presse zeichnete sich schon vor kurzem durch ähnliche Verleumdungen aus, auf die wir jedoch nuf)! geantwortet haben. Aber die jetzige Hetze ift charakteristisch für die faschistische Moral. In der Absicht, das, was in dem unglücklichen Oesterreich vorgeht und was Europa seit zehn Jahren in Unruhe stürzt, zu verheimlichen, versucht das faschistische Italien die Verantwortlichkeiten mit Verleumdungen und gemeinen Lügen auf andere abzuwälzen. Wir haben die österreichischen Unruhen neutrcll, aber aufmerksam beobachtet. Wir wußten, daß die italienische Truppenansammlung an der österreichischen Grenze nur eine D emonst r a- tion war und daß Italien angesichts der internationalen Situation nicht weitergehen würde. Das beste Dementi der faschistischen Verleum- düng ist der Dank Oesterreichs an unsere Regierung für deren korrekte und loyale Haltung. Die Rolle, die der Faschismus in Oesterreich spielt, ist für dieses Land und seine Bevölkerung verhängnisvoll und verhindert die Normalisierung der'Lage in Mitteleuropa. Kunst und Wissenschaft. Die wunder der Tiefsee. — Amerikanische Naturforscher 765 Meter unter dem Meresspiegel. Aus Hamilton (Bermudas) wird gemeldet: Die amerikanischen Forscher Dr. William B e e b e und Otis Bar ton stellten mit ihrer kugelförmigen „Bathysphere" acht Seemeilen östlick von St. Georg einen neuen Tiefenrekord auf. Sie erreichten eine Tiefe von 7 6 5 Meter unter der Meeresoberfläche. Die Forscher verblieben drei Stunden unter Wasser und machten in großer Tiefe Kinoaufnahmen durch Quarzfenster mittels Starkstromscheinwerfer. Sie gaben telephonisch fortlaufend eine Beschreibung ihrer Erlebnisse und berichteten, daß das Tageslicht bis in eine Tiefe von 570 Meter bringe, und daß in größerer Tiefe die Tier- und Pflanzenwelt unvorstellbare Formen, Anzahl und Schönheit aufweife. Die „Bathysphere hat 2m Durchmesser, ist 2 Tonnen schwer und ähnlich ausgerüstet wie ein Stratosphärenballon. Das Herbstprogramm der Universitas. Das Herbstprogramm der Universitas Deutsche Verlags-AG. sieht u. a. folgende Neuerscheinungen vor: Jack ßondon, „Drei Sonnen am Himmel"; Cecily Sidgwick, „Sturm im Teeglas"; Josef Maria Frank, „Die letzten Vier von St Paul"; Georg Elert, „Wohin wandern unsre Söhne", „Asien im Gewitter" und „ßeben im Zickzack"; Wilhelm Kohlhaas, „Die Schiller- Ein Sonntag der EisenbahnnnWe. Zusammenstoß bei Hatte. - Riviera-Schnellzug Genf-Ventinuglia entgleist. London 13 Aug. (DNB.-Funkspruch.) Heber im September in Rom haben wird, vorgegriffen ■«. graph" bringt den Besuch mit dem Wunsche Starhembergs in Zusammenhang, die H e i m w e h r z u reorganisieren. Der Wiener Korrespondent des Blattes bemerkt, hrüder"; Marianne von Angern, „Junges Mädchen von übermorgen"; außerdem ein Gedichtband „Kleine Welt vom Turm gesehen" von S i e g - f riet) von Vegesack. Hilfe für Admiral Byrd. Der amerikanische Polarforscher Admiral Byrd, der den Winter in einer Observationshütte in völliger Einsamkeit, 200 Kilometer von seinem Haupt- stühpunkt entfernt, verbracht hatte, ist fetzt von der Hilfsexpedition, die ihn abholen sollte, er- reicht worden. Der Admral ist abgemagert und er s ch öp f t, aber guter Laune. Die Expedition, die von Dr. Thomas Poulter geleitet war, hatte am 8. August „Little America" verlassen. Zwei frühere Rettungsversuche waren mißglückt, da die Expedition beidemal durch Sturm und Unfälle zur Umkehr gezwungen wurde. Aus aller Welt. Standesamt soll Sippenamt werden. — Dr. Gercke wird Führer des Reichsbundes der Standesbeamten. Die Mitgliederversammlung des R e i ch s b u n - des der Standesbeamten Deutschlands in Kassel wählte einstimmig den Sachverständigen für Rassenforschung beim Reichsministerium des Innern, Dr. Gercke, zum Führer des Reichsbundes. Dr. Gercke führte u. a. aus: Der Reichsbund will die Standesbeamten auf eine größere Aufgabe oorbe- reiten. Es gilt, geeignete Kräfte heranzubilden, die persönlich und sachlich befähigt sind, später das Standesamt zum Sippenamt auszubauen. Das zum Sippenamt ausgebaute Standesamt soll die Blutszusammenhänge im Volk urkundlich festlegen und Register über die Familien und Sippen führen, die über den Personenstand hinaus auch die zur erbgesundheitlichen und sozialen Beurteilung notwendigen Daten umfassen. Der Standesbeamte soll über die zahlenmäßige und wertmäßige Entwicklung des deutschen Volkes wachen. Eröffnung der Funkausstellung Freitag 10 Uhr. Die feierliche Eröffnung der G r o ß e n D e u t - fchen Funkausstellung 1934 findet in Berlin am Freitag, 17. August, bereits um 10 Uhr statt. „Graf Zeppelin" auf der Heimreise. Die deutsche Seewarte in Hamburg teilt mit, daß das Luftschiff „Graf Zeppelin" auf seiner Heimreise von der fünften Südamerikafahrt am Sonntag um 12.20 Uhr MEZ. die Kapverdischen Inseln erreichte und sich um 21 Uhr unserer Zeit Halbwegs zwischen diesen und den Kanarischen Inseln befand. Das Wetter, das das Luftschaff antraf, war auch weiterhin schön. Elly Beinhorns Flug durch Propellerschaden unterbrochen. Aus San Jose de Costarica wird gemeldet: Der Weiterflug der deutschen Fliegerin Elly Beinhorn ist durch einen Propellerschaden unterbrochen worden. Der Propeller vibrierte derartig, daß bereits auf der ersten Flugetappe die größten Schwierigkeiten beim Wolkenflug über den hohen Bergketten Mittelamerikas entstanden waren, da der Kompaß durch die Erschütterungen nicht ordnungsgemäß arbeitete. Es bleibt der deutschen Fliegerin nichts anderes übrig, als das Eintreffen eines Ersatzpropellers abzuwarten, da die Mechaniker des hiesigen Fliegerkorps nicht m der Lage waren, den Schaden zu beheben. Der Ersatz- Propeller wird dem Luftschiff „Graf Zeppelin" auf seiner nächsten Südamerikafahrt mitgegeben werden, so daß er gegen Ende des Monats in San Jose de Costarica eintreffen dürfte. Elly Beinhorn hat ihre unfreiwillige Muße dazu benutzt, mit einem ihr zur Verfügung gestellten Flugzeug nach Radeh (Guatemala) zu fliegen, um die Uebcrreste der alten Maya-Kultur zu besuchen. Aufgeklärter Gemäldediebstahl. Vor einigen Monaten wurde aus einer Trierer Privatsammlung eine Anzahl wertvoller Gegenstände, darunter ein Rembrandt, entwendet. Nunmehr ist die Polizei den Tätern auf die Spur gekommen. Es handelt sich um eine größere Diebesgesellschast. Der Polizei gelang es in den letz- ten Tagen, 22 entwendete Bilder und eine Anzahl andere Gegenstände, die ebenfalls aus dieser Privatsammlung stammen, wieder herbeizuschaffen. Mehrer Verhaftungen wurden vorgenommen. Kraftwagenunglück bei Glogau. — Drei Tote, sechs Schwerverletzte. Auf der Straße Berlin—Breslau zwischen Neu- städtl und Polkwitz an der Kreuzung mit der von Glogau nach Primkenau führenden Straße ereignete sich ein furchtbares Kraftwagenunglück. Ein von Berlin kommender Personenomnibus, der mit mehr als 30 Personen besetzt war, fuhr an der Kreuzung mit einem Personenkraftwagen zusammen, Bei dem Zusammenprall geriet der mit hoher Geschwindigkeit fahrende Omnibus ins Rutschen und überschlug sich. Kurz nach dem Zusammenstoß ertönten aus dem Omnibus furchtbare Hilferufe. In der Nähe weilende Leute und die Feuerwehren aus der Umgebung eilten sofort herbei und befreiten die Verunglückten. Drei von ihnen, der Besitzer des Wagens, Röder aus Schweidnitz, und zwei Frauen, waren bereits t o t. Don den übrigen waren der Sohn des Besitzers und fünf Frauen schwer verletzt. Sie wurden ins Glogauer Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht für sie zunächst nicht. Die übrigen Insassen des Wagens kamen mit dem Schrecken davon. Kirchendiebe läuten versehentlich die Glocken. In der französischen Stadt Lorient (Dep. Mor- bihan) spielte sich in der Nacht zum Montag ein eigenartiger Zwischenfall ab, der ein ganzes Stadt- viertel in Aufruhr brachte. Kirchendiebe hatten sich Eingang in die Kirche verschafft und nach einigem Suchen einen elektrischen Schalter gefunden, von dem sie annahmen, daß er die Lichtleitung bediene. Kaum chatten sie jedoch auf den Knopf gedrückt, als sämtliche Glocken der Kirche z u läuten begannen, denn der Schalter bediente das elektrisch betriebene Läutewerk. Die Bewohner der Umgebung, die durch dieses unerwartete Ge- läute beunruhigt waren, liefen zur Kirche und sahen gerade noch, wie die Diebe das Weite suchten. lieber 30 Verletzte bei einem Stierkampf. Ein S t i e r k a m p f, der auf dem Marktplatz eines Dorfes in der spanischen Provinz Granada abgehalten wurde, nahm einen aufsehenerregenden Verlauf. Als die zwei Berufsstierkämpfer durch einen riesigen, besonders bösartigen Stier verletzt und kampfunfähig gemacht worden waren, sprangen etwa 50 junge Burschen aus dem Publikum in die Arena, um ihre Stierkämpferkünste zu zeigen. Der Stier blieb jedoch auch dieser lieber« macht gegenüber Sieger und verwundete etwa 30 seiner Gegner durch Hörnerstöhe mehr oder weniger schwer. Zu viel Salz in Frankreich. Die Salzgewinnung aus dem Meer, die an der Küste von St. Martin de R6 betrieben wird, hat sich einer Pariser Meldung zufolge alsUeber - Produktion erwiesen. Es gelingt den Salz- erzeugern nicht mehr, «ihre Ware abzusetzen. In den Vorratslagern befindet sich noch Salz, das im vorigen Jahre gewonnen worden ist, in großer Menge. Die Salzproduzenten beabsichtigen daher in der Mehrzahl, ihr Gewerbe vom nächsten Jahre an aufzugeben. Panik im Zirkus. — Ein Toter, ein Schwerverletzter. Nach Schluß einer Zirkusvorstellung in der Nähe von Bayonne ereignete sich ein ungewöhnlicher Zwischenfall. Eine Frau, die von der Menschenmenge gedrückt wurde, ohrfeigte deswegen ein Kind. Der Vater des Kindes, empört über die Miß. Handlung, zog einen Revolver und schoß blindlings um sich. Er erschoß einen 60jährigen Mann und traf einen jungen Mann in die Brust, der schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Die empörte Menge versuchte darauf den Mörder zu lynchen, so daß er nur mit Mühe durch die Polizei in Sicherheit gebracht wer- den konnte. Zusammenstoß zweier Venzin-Transportzüge in Rumänien. Bei der Eisenbahnstation Recea auf der Strecke Bukarest—Craiova stießen zwei Benzin-Transport- züge zusammen. Alle Wagen und die Lokomotiven entgleisen. In wenigen Augenblicken war, da das Benzin auslief, die Unglücksstätte in ein Flammenmeer gehüllt, aus dem kurz hintereinander die Explosionen der Benzintanks zu ver- nehmen waren. Das Feuer war auf eine Entfernung von 40 Kilometer zu sehen. Infolge der großen Hitze konnte sich niemand den Unglückszügen nähern, so daß die Zahl der Opfer bisher noch unbekannt ist. Man fürchtet, daß das ganze Zugpersonal den Flammen zum Opfer gefallen ist. Der Bahnhof Craiova wurde geräumt, da der Brand auf die Bahnhofsbauten überzugreifen droht. Der Betrieb auf der Strecke, der sonst sehr lebhaft ist, mußte eingestellt werden. Eine Windhose am Schwarzen Meer. Bei Nowo Rossijsk am Schwarzen Meer richtete eine Windhose auf dem Meer und an der Küste große Verwü st ungen an. Mehrere Fischerboote werden vermißt. Am Ufer wurde wertvoller, zum Teil hundertjähriger Baumbestand um- gelegt. Ob Menschenopfer zu beklagen sind, konnte noch nicht festgestellt werden. Zusammenstoß zweier Autobusse in England. — Dreizehn Schwerverletzte. Auf einer Landstraße bei Romford in Essex stießen am Sonntag zwei vollbesetzte Autobusse zusammen. 13 Personen wurden schwer und 30 leicht verletzt. Endlich Regen im amerikanischen Mllelwesten. Wolkenbruchartige Regenfälle in Colorado, Nebraska, Indiana, Kentucky erlösten endlich einen großen Teil des Dürregebiets im amerikanischen Mittelwesten von der seit vielen Wochen andauernden Gluthitze und Trockenheit. Die gewaltigen Wassermassen verursachten an vielen Stellen größere Ueberschwemmungen, da zahlreiche Flüsse und Bäche über die Ufer getreten sind. Auf den Landstraßen steht das Wasser zum Teil bis zu einem Meter hoch. In dem von dem Beurcreck durchflossenen Canyon westlich von Denver im Staate Colorado wurden zahlreiche Personen von den reißenden Fluten erfaßt. Vier Personen sind ertrunken. Die Todesopfer der Hitzewelle in Amerika. Eine Zusammenstellung der bisher vorliegenden Meldungen ergibt, daß die Hitzewelle, die in der vergangenen Woche den mittleren Westen heim» suchte, 63 Todesopfer gefordert hat. Erdbeben in Panama. In Panama wurde ein Erdbeben mittlerer Heftigkeit verspürt, das drei Minuten dauerte. In den Verwaltungsgebäuden der Kanaloerwaltung in Balboa bildeten sich zahlreiche Risse. Selbstmörderin springt in die Niagara-Fälle. Die Fahrgäste der Seilschwebebahn, die vom amerikanischen zum kanadischen Ufer mitten über die Niagarafälle führt, waren Zeugen eines aufregenden Vorfalls. Als die Kabine der Schwebe- bahn sich mitten über dem Wasserfall befand, überflieg eine Frau in selbstmörderischer Absicht das Geländer der Plattform und stürzte sich in die tosenden Fluten, wo sie den Tod fand. Es handelt sich um eine aus Branford (Pennsylvanien) stam- mcnde Frau. Der Grund der Tat ist nicht bekannt. • Naturkatastrophe in Lhiua. Das Chinesische Reich wird in diesem Sommer wie jo oft in seiner vieltausendjährigen Geschichte von furchtbaren Naturkatastrophen heimge- sucht. In den südchinesischen Provinzen Kwantung und Kwangsi regnet es bereits feit Dielen Wo chen ohne Unterbrechung. Die Flüsse sind über die Ufer getreten. Ganze Dörfer wurden von den Fluten hinweggespült, unzählige Menschen ertranken. Im Gegensatz hierzu leiden die im mittleren China gelegenen Provinzen An hui. Hu- nai, Tschekiang und Kiangsi seit Wochen unter einer ungewöhnlichen Trockenheit und Hitze. Die Ernte ist in diesen Gebieten fast vollkommen vernichtet. Die Leiden der Bevölkerung sind unvorstellbar. Ganze Familien begingen Selbstmord, um dem drohenden Hungertode zu entgehen. In der ■am Jangtse in Mittelchina gelegenen Provinz Hu- peh vereinigen sich die beiden Heimsuchungen. Während der östliche Teil der Provinz unter Dürre und Hitze leidet, wird der westliche Teil durch Ueberschwemmungen verwüstet. Nach den bisher vorliegenden Schätzungen werden ungefähr 10 Millionen Menschen von den Naturkatastrophen unmittelbar betroffen. Wettervoraussage. Noch immer wird unsere Wetterlage von bet Skandinavienftörung beherrscht. Da diese sich weiter südlich nach Deutschland ausgebreitet hat und an ihrer Rückseite kühle Luft abwärts fließt, bleibt das Wetter ziemlich unbeständig und kühl. Bei wechselhafter Bewölkung, die zwischendurch durch Aufheiterung unterbrochen wird, treten vereinzelt noch schauerartige Niederschläge auf. Aussichten für Dienstag: Wechselnd- wolkig, mit vorübergehender Aufheiterung, noch ziemlich kühl, vereinzelte Schauer. Aussichten für Mittwoch: Ruhigeres und etwas wärmeres, aber noch fein beständiges Wetter. Lufttemperaturen am 12. August: mittaas 19,2 Qfrab Celsius, abends 14,7 Grad; am 13. August: morgens 13 Grad. Maximum 19,9 Grad, Minimum 12,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. August: abends 18,3 Grad; am 13. August: morgens 16,1 Grad. — Niederschläge 2,1 mm. — Sonnenscheindauer 3,1 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VH. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. ■ Lichtspielhaus Gießen i Heute Montag letzter Tag des entzückenden Ufa-Films (Paganini) 4663 C Bühnenauftritt Autogramme Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf! 2326 A liehe Angebote an 4665D Karl Schott, Grünberg Hess., Hauptgeschäft Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Verrnfthlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Heute abend in der Pause v. 8 bis 8.40 Uhr Uebertragung der Rede des Reichsministers Dr. Goebbels Hauptrollen; Ivan Petrovich, Maria Beling, Eliza IIHard Achtung! -■ ...... Maria Beling wird am I Dienstag, Mittwoch und Donnerstag persönlich anwesend sein und zum Bauen Abermann Zur Vertretung der Leiterin unseres Photo-Spezialgeschäftes suchen wir baldmöglichst für 3 Wochen eine selbständig arbeitende, gewissenhafte und ehrliche Photo-Laborantin die auch im Verkauf von Photo- Artikeln Bescheid weiß. Schrift- 4 Zimmer- Wohnung oder 3 Zimmer m. Mansard. bis spät. 1. Okt. ges. 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Die Umlage zur Aufbringung der Kosten der Handwerkskammer für das Rechnungsjahr 1934 ist nunmehr festgesetzt worden. Mit Genehmigung des Hessischen Staatsministeriums, Abteilung 3 (Arbeit und Wirtschaft), werden außer einem Stammbeitrag von 6 RM. für jeden Handwerksbetrieb - 24 Rpf. für je 100 RM. Steuerwert des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals erhoben. Die Zahlung der Umlage hat in 4 Zielen zu geschehen, und zwar: 1. Ziel sofort, 2. bis 4. Ziel jeweils bis zum Ende der Monate September und Dezember 1934 und März 1935. 46610 Anforderungszettel weroen den Umlagepflichtigen in Kürze zugestellt. Gießen, den 8. August 1934. Bürgermeisterei Gießen: Ritter.________ Grummetgrasversteigerung. Samstag, den 18. b. 2H.» vormittags 9 Uhr. wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn-Steinberg, das Gras von Schneisen, Mähplatten, dem Petersweiher, der Klosterwiese und vier Losen des Grasaartengeländes am Forsthaus Baumgarten in der Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Watzenborn versteigert. Gießen, den 13. August 1934. 4668D Hessisches Forstamt Schiffenberg. Gez.: Nicolaus. groetfOelämpfungoer Schwarzarbeit können Arbeits-Angebote von Handwerkern nur mit Tlamensnen- nung n. unter Vorlage desSewerbenachweiies ausgenommen werden. Verlag besGiebenerAnzeigers Reichsverbaod Deutsch. Baumeister Montag, den 13. Aug., 20.30 Uhr, im „Hess. Hof": Monats-Versammlung m.Berichterstatt. über den Reichs- üerbanb§tag.4684D Der Vorstand. llllllllllllllllllllllllllllll Kameraden beweist, daß Deutschland hinter seinem Führer steht. Besucht die Dahl- Kundgebung am Dienstag, ««d iiiiiiiitiiiiimiiiiiiiiiiiii Wl-Innung öet malet- und MWimr- meiitet MW-Slnvk. Sämtliche ftn* nungsmitglieoer nehmen an der Kundgebung am Dienstag abend 8 Uhr in der Volkshalle teil. Der InnungsfUhrer. Treffpunkt 7.30 a. Schützenhaus. Kartenausgabs daselbst. 0393« /■' V-",< z MM ■£211 Ht. 187 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Montag, 13. August 1934 Berlin, 11. Aug. (DNB.) Ministerialdirektor s der Folge, dem Konsumenten in jedem Fall nur Dr Moritz vom Reichsministerium für Ernäh- die Preise zuzumuten, die der Kaufkraftlage der . ,-y . . r . r. . i v____ tn _____ cn ... cn ..... thron firmoron (‘-imimtpn Ä n uns fo stehen sah, bereit, mit den Fausten «ch hatten die Leipziger den ?u,einander loszugehen, lochte sie schallend auf und mcht mit Fleischbrühe gekocht.. war verschwunden. Ich durchstreifte den Gartens Dersuch, es mit fremden Polkzgeis^u erfüllen. Als borff die freie Stadt Danzig dann m,t Westpreutzen dem aus dem Rucken, c Bar! Staatsgebilde Polen emverleibt wurde, bewahrte! Ich folgte lyr, na;» Bord und Ein dachte schien Schöne alte Stadt Danzig. Don den Schätzen des „nordischen Venedig". Oer neue Saarbevollmächtigte der Reichsregierung. Bevölkerung gerade in ihren ärmeren Schichten vollauf Rechnung trage. Es sei wohl möglich, daß Preise die aus Saisongründen vorübergehend gesenkt waren, zu gegebener Zeit wieder angeglichen werden Es würden hin und wieder auch Preis- korrekturen mit örtlich begrenzter Wirkung vor- schlug ihn auf. Da fiel ein Zehnmarkschein heraus, der darin gelegen hatte. . Wie konnte der in das Buch gekommen fein? Ich war nie so reich gewesen, daß ich Zehnmark- scheiye als Lesezeichen hätte benutzen und gar achtlos vergessen können. Und Freunde, die das Buch von mir entliehen hatten? Ach, die besaßen ja noch weniger Geld als ich. Seltsamer Zufall! Unschlüssig hielt ich den Schein zwischen den Fingern. Er gehört dir! sagte ich mir zuletzt. Und da er auf so seltsame und unerklärliche Weise in meinen Besitz gelangt war, beschloß ich, ihn auch auf besondere Weise wieder auszugeben. Ich holte meinen Freund ab, und wir fuhren mit einem Autobus irgendwohin. Die Sonne stand schon tief, als wir ausstiegen. Wir gingen durch eine Dorsstraße und kamen bald in den Wald. Es wurde kühler, und die Büsche dufteten stärker. Rach einer Weile war es uns, als ob wir leise Musik hörten: bunte Laternen glänzten zwischen den Stämmen auf, und als wir auf eine Waldwiese traten, fanden wir uns nahe bei einem Wirtsgarten, wo ein Sommerfest gefeiert wurde. Das war uns gerade recht. Wir traten ein und nahmen Platz an einem der langen Tische. Man brachte uns Essen und Wein: wir aßen und tranken, dazwischen tönte immer die seltsame Musik. Es war ein alter Mann, der eine Glasharmonika spielte; mit wasserbenetzten Fingern strich er über die Ränder der Gläser, die, verschieden hoch mit Wasser gefüllt, vor ihm auf einem Klangbrett standen. Mein Freund schüttelte den Kopf. „Daß es so etwas noch gibt!" sagt er. „Seit hundert Jahren habe ich keine Glasharmonika mehr gehört. Er redet manchmal so, mein Freund. Dann trat ein Mädchen an unseren Tisch. Schon mehrmals hatte ich einen sonderbaren Blick von ihr aufgefangen: jetzt kam sie heran, eine große bunte Laterne in der Hand, und streifte erst mich, dann meinen Freund mit der leuchtenden papiernen Kugel. Dabei lachte sie uns an. Wir luden sie em, sich zu uns zu setzen: sie tat es, ohne sich zu zieren. Sie lachte mit uns beiden, sie stieß an mit uns beiden: als bald darauf zum Tanz aufgespielt wurde, tanzte sie mit uns beiden. Wir waren wohl auch beide verliebt in sie und betrachteten uns mit Blicken, in denen mehr Nebenbuhlerschaft als Freundschaft zu lesen war. Sie bemerkte es, und es machte ihr Freude. Es dauerte gar nicht lange, so erhitzten wir uns und gerieten in Streit. Die Sommerabendluft, der Wein, die schwankenden Lichter, die Musik, die Liebe — alles kam zusammen, uns den Sinn zu verwirren. Als das Mad- Der Gauleiter der Rheinpfalz, Joseph B ü r ck e l, der an die Stelle des zum Gesandten in Wien ernannten Herrn von Papen als Saarbevollmäch- tigter des Reiches getreten ist. rung und Landwirtschaft hat dem Berliner Vertreter der Londoner Agentur Reuter, Herrn G. Oer Zehnmarkschein aus dem Eichendorff. Don Hans Seiffert. Es würden auch keinerlei pläne ausgearbeitet, die auf eine Rationierung der Lebensmittel und die Einführung von Lebensmittelkarten in weiterer Zukunft abzielen. schieden, stößt er einen letzten knirschenden Fluch aus —: „Rennenkampf —1" Dann reitet er mit ein paar Getreuen in die Wälder von Willenberg, einen letzten Ausweg aus der Umklammerung zu suchen. Es gibt keinen mehr... Er läßt sich die Abzeichen, die ihn als Kommandierenden General und Armeeführer ausweisen, herunterreihen, irrt weiter auf abgetriebenem, ausgepumpten Kosakengaul. Ihn hetzen die Verzweiflung und die Schande gleichermaßen. Als er kein Loch zum Entwischen mehr findet, ermannt er sich zum letzten Mal: Er schickt die Begleiter beiseite, sie sollen spähen, sie sollen suchen. Und wie er allein ist, jagt er sich einen wohlgezielten Revolverschuß durch die Schläfe. Die Begleiter finden ihn t o t . . . Ein kaiserliches Telegramm. Der Sieg ist errungen — ein nie erhoffter, über alle Maßen glorreicher und entscheidender Sieg. Er wird dem Großen Hauptquartier nach Koblenz gemeldet. Alsbald kommt die Antwort zurück —: „An den Generalober st en v. Hindenburg!" Der Zufall fügte es, so weiß der Generalstabsoffizier in Hindenburgs Stab, der schon mehrfach erwähnte Major v. Stephani zu erzählen, daß mein Zimmer — zur Beruhigung der Frontsoldaten sei gesagt, daß ich seit Tagen zum erstenmal wieder ein Dach Überm Kopf hatte! — gegenüber dem des Oberbefehlshabers lag. Gegen Mitternacht horte : ich, wie der Armeechef ihm die Mitteilung vom Eingang eines Telegramms des Kaisers machte, das er mit etwa folgendem Wortlaut vorlas: B o u n g , Erklärungen über den Stand und die Aussichten der Lebensmittelversorgung in Deutschland abgegeben und sich dabei insbesondere mit den verschiedentlich im Ausland verbreiteten Gerüchten über Lebensmittelknappheit und über die Ausgabe von Lebensmittelkarten und dergleichen auseinander- gesetzt. Auf die Frage nach dem Zustande der Ernte weist Dr. Moritz auf die amtlichen Saaten- standsschätzungen hin, die gegenüber der Rekord- erträgen des Vorjahres im Durchschnitt aller vier Getreidearten eine Verringerung der Ernte um 21 o. H. angeben. Den richtigen Wertmesser findet man aber nur bei einem Vergleich mit dem Erntedurchschnitt der Jahre 1924/33. Danach hat Deutschland für Brotgetreide eine Mttelernte von 11,54 rNillionen Tonnen gegen 11,40 BliUionen Tonnen im Rüttel der letzten zehn Jahre. „Ihr herrlicher Sieg über die Russen hat mir große Freude bereitet. Gern willfahre ich Ihrem Vorschlag, die Schlacht nach dem Ort Tannenberg zu nennen. Als Zeichen meiner Anerkennung verleihe ich Ihnen den Orden ,pour le merite‘ und beauftrage Sie, allen beteiligten Truppen meinen kaiserlichen Dank zu sagen." Darauf ertönte das tiefe ruhige Organ Hindenburg s: _________ und suchte sie überall, aber es war umsonst. Auch mein Freund hatte sie nicht gefunden, wie ich sah, als wir uns an unferm Tisch wieder trafen. Wir waren beide wieder nüchtern geworden und chämten uns ein wenig voreinander. Nun kam der Wirt zu uns, wir möchten zahlen. Er wolle schlie- ;en. Es fei spät. Ich legte den Zehnmarkschein aus dem Eichendorffband auf den Tisch. Er nahm ihn, betrachtete ihn, dann sah er mich argwöhnisch an: „Der Schein ist längst außer Kurs!" Ich hatte kein anderes Geld bei mir. Mein Freund hatte überhaupt kein Geld mitgenommen. Der Argwohn des Wirtes wuchs. „Dann die Uhr zum Pfände, mein Herr ...! Die Uhr war weg. Aber mein Freund hatte feine Armbanduhr noch. Er gab sie dem Wirt. Dann gingen wir durch die Nacht heimwärts. Wo wurde der erste Kaffee gekocht? Das durch feinen Dom und die „Zaubersprüche" berühmte Merseburg darf den Ruhm für sich bean- spruchen, die erste deutsche Stadt zu sein, in der schon 1637 echter Bohnenkaffee gekocht und getrun- ken wurde. Daß dieser erste Versuch mißglückte, weil die damit betraute Merseburger Hausfrau statt des Wassers Fleischbrühe nahm, hat die Einbürgerung des schwarzen Trankes zunächst in Sachsen, dann in Deutschland überhaupt nicht aufhalten können. Schon zehn Jahre später wurde in Hamburg die erste Kaffeestube nach holländischem Muster eröffnet. Und 1694 öffnete jenes andere Kaffeehaus in Leipzig feine Pforten, das unter dem Namen „Zum arabischen Coffe Baum" noch heute besteht und bereits von August dem Starken besucht wurde. es sei denn, daß es sich um etwas sehr Natürliches handelt, wie um die Einfuhr von Oelsaaten und sonstigen Fettrohstoffen für die Verarbeitung von achtzehn Generäle, ferner der Kommandierende General des XIII. Armeekorps: ihr Abtransport auf der Bahn kann nur mit Mühe bewältigt werden. Die gewaltigste Umfasfungsfchlacht der Welt- gefchichte ist geschlagen. Samsonows Ende. Im russischen Hauptquartier ahnt man die im Gang befindliche Katastrophe der Sarnsonow-Armee, als man Rennenkampf im Norden telegraphisch beschwört: „Sie müssen jetzt angreifen, wir stehen vor der Entscheidung, von Ihrem Verhalten wird es abhängen, ob die Armee Samsonow noch gerettet, das deutsche Heer von Ihnen bedroht und aufgerollt werden kann. Marschieren Sie!" Und Rennenkampf? Er sitzt ruhig weiter in Insterburg und beantwortet das verzweifelte Drängen Shilinskis und des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch mit den stereotypen Worten: „Ich greife ja an!" Und in Wirklichkeit fchickt er feine Reiterei planlos im Kreise herum, um Bewegung vorzutäufchen — nie wird das Rätsel Rennenkampf gelöst werden ... — Inzwischen hat General Samsonow längst die unabwendbare Katastrophe seiner Armee, hat er die Falle erkannt, in die er hineingestolpert ist. Verzweifelt und beschwörend reitet er von Truppenteil zu Truppenteil, versucht Angriff, Verteidigung, Rückzug zu organisieren. Es ist alles umsonst: Deutsche im Norden, Süden, Westen und Osten — es gibt keine Rettung mehr! — auch für ihn nicht. . Als die furchtbare Katastrophe endgültig ent- (Urheberrecht: Dammert-Preffedienst, Berlin W 35.) Schluß. Endgültiger Sieg. Man ist dabei, den eingefchloffenen Gegner vol- lends zu vernichten und der Einschließung entgangene Teile zu verfolgen: ferner bemüht sich das Oberkommando im Osten schon, die durch die Kämpfe in unübersichtlichem Gelände durcheinandergekommenen Truppen zu ordnen und für die Armee Rennenkampf bereitzustellen. Da droht em Angriff frisch aus den Kampfplatz geworfener Garde den ganzen Erfolg noch einmal in' Frage zu stellen. Schnell entschlossen, setzt das Oberkommando drei Divisionen ein, um eine neue Umfassung oorzu- bereiten. Aber die örtlichen Truppen werfen den Gegner allein. , . ..... Jetzt ist die Schlacht von Tannenberg endgültig gewonnen! Der Erfolg übersteigt alle Erwartungen: die ganze Armee Samsonow ift d e r n i d) = t e t; Bruchteile fluten chaotisch und in irrer Panik über die Grenze zurück. Ein wildes Gerücht hetzt die Russen —: m „Die Deutschen haben einen Zauberer zuyi General! Er kann mit seinen Soldaten durch die Luft fliegen!" So malt sich in den ungeschulten, halb barbarischen Gehirnen das entscheidende Hauptmoment der Schlacht bei Tannenberg —: die grandiose Umfassung einer ganzen feindlichen Armee — Deutsche im Norden, im Süden, im Westen, im Osten — Deutsche überall — kein Entrinnen möglich...! ... m . Alle Geschütze verloren. Ungeheure Beute an I Waffen, an Munition, an Fahnen, an Bagage. Die I Zahl an Gefangenen übersteigt 90 000, darunter Das gleiche gelte für Gerste (3,04 Millionen Tonnen gegen 2,93 Millionen Tonnen). Die Haferernte werde hinter einer Mittelernte zurückbleiben. Zur ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Mehl seien die erforderlichen Schritte bereits ge- i tan Schon Anfang Juli seien die z u r H e r st e l - i lung von Mehl erforderlichen Getreidemengen sichergestellt worden. Das Brotgetreide, das die Landwirtschaft bequem abzuliefern vermag, werde zusammen mit den Reserven, die das Reich auf eigenen Lägern und bei den Mühlen verfügt, bestimmt dazu reichen, die Brotoerforgung für das ganze Getreidewirtschaftsjahr zu gewährleisten und auch noch gewisse Mengen in das Getreidewirtschaftsjahr 1935/36 hinüberzunehmen. An Vieh und Fleisch habe Deutschland so große Vorräte, daß besondere Regierungsmaßnahmen überhaupt nicht erforderlich seien. Das Viehangebot sei im Gegenteil wohl noch auf längere Zeit so reichlich, daß es den Bedarf Übersteige und die Preisbildung nachteilig beeinflusse und daß deshalb Regierungsmaßnahmen notwendig feien, um ein für die Landwirtschaft unerträgliches Ad- gleiten der Viehpreise zu verhindern. Die Gewinnung von Molkereierzeugnissen und pflanzlichen Fetten sei nachhaltig gefördert worden. Das werde in der Folgezeit sogar verstärkt geschehen. Ohne Zufuhr aus dem Ausland wäre die Versorgung der Bevölkerung mit Molkereierzeugnissen aber doch noch nicht ausreichend. Hier gäbe schon die Durchführung zahlreicher handelsvertraglicher Abmachungen die Möglichkeit, den aus der inländischen Erzeugung etwa nicht gedeckten Bedarf an Molkereierzeugnissen zu befriedigen. Wie wenig die Frage nach einem Steigen der Lebensmittelpreise in diesem Winter am platze fei, zeigen schon die Regierungserklärungen zum Brotpreis und die eben gefchitderte Ber- forgungslage. Zur gefunden Preisbildung bei allen wichtigen Dingen des Lebensmittelmarktes fei ein besonderes Eingreifen der Reichsregierung von vornherein nicht erforderlich. Davon könne überdies schon deshalb abgesehen werden, weil alle Lebensmittelerzeuger und -Verteiler im Reichsnährstand zusammengefaßt sind und unter Aufsicht des Reichsernährungsministers in gegenseitiger Abwägung ihrer Interessen zu einem geordneten Vorgehen gewillt sind mit dem Ziel und Oie deutsche Ernte 1934. Erklärungen aus dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschast. Die Schiüsalsschlacht bei Tannenberg. Genie gegen Maffe. - Hälfet und Wunder. - Spieler und Gegenspieler. Lon Alfred H. Troß. Derjenigen Bezugsscheine, die seit vielen Monaten bereits den Bezug von besonders billiger Margarine gerade nur durch die minderbemittelte Bevölkerung regeln. Diese Margarinekarten dienen aber nicht der Aufgabe, ein unvermeidbares Zuwenig an Margarine gerecht zu verteilen, sondern zwecks Forderung des Absatzes inländischer Fette, insbesondere der Butter, den Verbrauch von Margarine in all den Haushaltungen einzuschränken, denen der Verzicht auf die billige Margarine zugemutet werden kann. Auch eine Streckung der Vorräte oder die Einführung von Ersatzstoffen fei nicht erforderlich, weit wir die Versorgung auf natürliche Weise sicherzustellen vermögen. Der früher eingeführte Zwang zur Beimischung von Kartoffelstärkemehl zum Getreidemehl habe den Zweck gehabt, die großen Kartoffelüberschusse unterzubringen. Dieser Verwendungszwang für Kar- toffelstärkemehl werde 1934/35 nicht erneuert werden, wohl ein untrüglicher Beweis dafür, daß wir keinerlei Veranlassung haben, das Brotmehl zu strecken. Die Vorschrift, den Ausmahlungssatz für Roggen von rund 68 auf 75 v. H. zu erhöhen, entspringe nicht dem Bedürfnis nach Streckung des Brotmehls: man wolle dem Bauern möglichst viel Roggen belassen und ihm damit Bewegungsfreiheit für seinen Betrieb geben, ohne daß andererseits die Interessen der Konsumenten dadurch beeinträchtigt werden. Die Einführung von Ersatzstoffen aus dem Ausland komme njcht in Betracht. Wie es zu jenem ersten Kaffeekochversuch in Merseburg kam, ist merkwürdig genug. Im Mai 1637 schickte der holländische Kaufmann van Smiten in Amsterdam seinem Merseburger Geschäftsfreund Hervano eine Probe des damals noch neuen „Kof- feyi" mit der Bitte um Aeußerung, wie er ge- schmeckt habe. Die Antwort muß wenig freundlich ausgefallen fein. Herr Hervano schrieb nämlich einen groben Brief nach Amsterdam und verlangte Rückerstattung von 16 guten Groschen, die er nach Dem Genuß des Kaffees für Purgiermittel habe ausgeben müssen. Worauf Herr van Smiten zurück- chrieb, Der Kaffee sei gut, das hatten ihm im übrigen auch seine Leipziger Kunden schon bestätigt. Jeder, der dort davon getrunken hat, lobt ihn — ein Beweis, daß die Leipziger einen feineren G-- schmack haben als Ihr groben Merseburger!" Frei- lich hatten die Leipziger den Kaffee wohl auch Das Deutschtum der Stadt D a n z i g, das tief in j den Herzen all seiner Bürger lebt, hat auch eine , Reihe steinerner Zeugen, die gewaltig zum Himmel , aufragen von deutschem Geist und von deutscher 1 Geschichte kündend Das „nordische Venedig", wie , man es genannt hat, zeigt ein Stadtbild von höchster Schönheit, einen wundervollen Zusammenklang von städtebaulichen Meisterschöpfungen des Mittelalters, der Renaissance, des Barocks und des Ro- kokos. Was die ersten Kolonisten Danzigs, die Lübecker Kaufleute, gebaut haben, das ist unter- qeganqen. In das helle Licht der Geschichte und Der Kunst tritt Die Stadt erst, als der Deutsche Orden zu Anfang des 14. Jahrhunderts sie m seinen starken Schutz nimmt. Die sog. Rechtstadt, noch heute der baugeschichtliche Kern und Mittelpunkt des städtischen Lebens, ist von den Deutsch- Hern angelegt roorDen, und Der Charakter des Deutschen Ordensstiles bestimmt die Kirchenkunst Danzigs, die den kraftvollen Grundton für die gesamte Architektur der Stadt abgibt. Alle Gotteshäuser der Stadt, es gibt deren dreiundzwanzig, zeigen die schlichten trotzigen Züge der Ordensbauten: die schwere Backsteinmasse des Untergeschosses, die aufgelösten Formen der Giebel und Gesimse mit den starken Türmen und den Zinnenkränzen, die wie wehrhafte Wächter aufragen. Zu der einfachen Kraft dieser Ordenskunst tritt die reichere Pracht des H a n s e st i l s und vergegenwärtigt uns die einzigartige Stellung Danzigs, das als Mitglied des mächtigen Hansabundes zugleich die bedeutendste Stadt im preußischen Ordensland war und sich dank seiner Handelsmacht auch nach dem Untergang des Ordens noch als freier deutscher Ort gegen öte an= dringenden Polen halten konnte. Ritterliche Wurde und bürgerlicher Reichtum sind vor allem vereinigt in der schönsten Kirche, die der Ordensstil geschaffen hat, in der Pfarrkirche von St. Marien, einem dreischiffigen Hallenbau von gewaltiger Weit- räumigteit, dessen wuchtiger Glockenturm mit seiner stumpfen Haube zum Wahrzeichen Danzigs geroor- kvmmen. jür die Annahme einer allgemeinen Lebensmittelteuerung fei aber schlechthin kein Raum. Die Frage, ob man Beschränkungen der ium Verkauf angebotenen Lebensmittel durch Ausgabe von Karten und bergt in Betracht ziehe, beantwortet Dr. Moritz mit einem glatten Nein. Die Frage gäbe willkommene Gelegenheit, einmal den vielen Gerüchten des Auslandes entgegenzutreten, die für Deutschland die Einführung von Lebensmittelkarten Voraussagen. In der jüngsten Zeit glaube man sogar, die Orte entdeckt zu haben, in denen jetzt schon für den kommenden Winter Lebensmittelkarten gedruckt würden. An all diesen Gerüchten sei kein wahres Wort. den ist. ., ... Auch einige Profanbauten reichen m die gotische «eit zurück, so das Rathaus und der Artushof: doch ist der gotische Kern dieser Bauwerke überdeckt von dem heiteren Gewand der deutschen Renaissance die kurz nach der Reformation in Danzig ihren Einzug hielt. Wie deutsch Danzig geblieben war bewies seine Standhaftigkeit gegenüber jedem iHprfurh ps mit fremden Volksgeist zu erfüllen. Als sie sich dadurch viel Selbständigkeit, daß sie an ihrem inneren Wesen unerschütterlich festhielt. So sind | denn auch die fremden Einflüsse, d,e sich hie und da in der Kunst bemerkbar machen, nur em leichter Hauch, der sich mit süddeutschem und holländischem Baustil vermischt. Diese Mischungen ergeben dann die charakteristische Eigenart des Danziger Baustils, jenes prächtige „Danziger Barock", das sich auch im Kunstgewerbe reich entfaltete. Während in dem sagenumwobenen Artushof, der Versammlungsstatte der Dan^ger Kaufherrn, der Ordensstil mit der deutschen Rena,ssance vereinigt, ist der Glanz der Danziger Renaissance- Architektur in dem großartigen Bilde des Langen Marktes gesammelt. Der Rathausturm nut feiner schlanken Linienführung herrscht über die breitaus- ladenden Giebel der behäbigen Wohnhäuser. Em spezifisches Danziger Baumotw, das eine Eigenart des deutschen Hauses am reichsten ausgesta tet, sind die sog. Beischläge, idyllische Vorbauten den italienischen Loggien vergleichbar, auf denen sich früher ein Teil des häuslichen Lebens abspielte. Zwar sind sie, ebenso wie die meinen Tore der alten Befestigung, von denen als besondere Zierden das gotiche Krantor und das ln edler Renaissance prangende Hohe Tor erhalten sind, den Forderungen des modernen Straßenverkehrs zum graften Teil 3um Opfer gefallen. Aber es gibt noch einige Straßen, in denen die Beischlage zu sehen sind so in der Jopen- und Brotbankengasse m der Heiligen-Geist- und vor allem in der Frauengasse. Als Zeichen des norddeutschen Rokokos sei das Uphaaensche Haus erwähnt. So istDanzig auch m seiner Kunst stets eine rein deutsche Stadt geblieben dkren stolze Bauten Wahrzeichen deutschen Wesens und deutscher Kultur sind. ftür die Gerüchte gäbe es nur eine mögliche Erklü- ionjimtn rung: Es handle sich um die sortlausende Herstellung s Lebensmitteln. wenig müde saß ich in dem Zimmer und ins Leere Es war Nachmittag; die Sonne allzuhell herein. daß ich schon oor einer Weile die Sardine hatte zuziehen müssen. Em Konnenltrakl fand aber doch einen Weg zu nur Srtmbwh über die bunten Rücken der Bucher auf dem Bücherbord an der Wantn Dunkelrot blau, grün, braun glühten sie auf und »Äch n wied-;. PlöWch aber leuchtete es mir oolden in die Augen; das war der Band Eichen- dmft mit dem zärtlichen goldenen Echnörkelwerk ।«X-. cc« tnnr mip Pihp jinrrimn „Sind denn keine Eisernen Kreuze für meine Offiziere gekommen?!" ... der Sieger von Tannenberg hat selbst jetzt nicht an sich, 'sondern an seine Mitarbeiter, seine Untergebenen gedacht... Das Ergebnis. Die zunächst in die Erscheinung tretende Bedeutung der Schicksalsschlacht von Tannenberg war die Befreiung von drohender Ueberflutung durch die Russen und sodann, da man sich jetzt ohne Rücken- und Flankenbedrohung gegen Rennenkampf wenden und ihn in die Masurischen Seen jagen konnte, als zweite Folge die tatsächliche Befreiung des ganz s.n o st preußischen Landes. Wäre die Schlacht nicht geschlagen oder verloren worden, so lagen nicht nur die Provinzen östlich der Weichsel, sondern die gesamten deutschen Ostprovinzen russischem Zugriff offen, die russische Dampfwalze wäre gegen Berlin ins Rollen gekommen ... So stellt sich die Schlacht, deren Gedenken wir in diesem Jahr mit Stolz und Ergriffenheit begehen, als eine der denkwürdigsten nicht nur des an großen Schlachten überreichen Weltkrieges, sondern überhaupt der Weltgeschichte dar! — Hindenburg ging von uns — ewig werden sein Name und seine Taten leben... Ein M, zu dem sich jeder Kommentar erübrigt! o 52^ ' 0 0 f 0' 0 0 o ra*'°"e“”e | kochmaschine nicht -inzusttz-n, s°udern zur Teer Verarbeitung die älteren Kessel zu verwenden, um damit -in- größere Anzahl Arbeiter beschäftigen zu können, als es bei der Verwendung der Teer- maschine notwendig gewesen wäre. „ NeueIugendherbergeinSersfeld/Nhon Gersfeld, der durch di- Segelfliegerei bekannte Rhönort, hat nun auch -in- s-mer Bedeutung ent- sprechende Jugendherberge erhalten. In einem zweckentsprechenden Gebäude, umgeben von -m-m r. knt hör fflau Maln-Rhem-Labn- spielend. . Kein Mensch verträgt ein ewiges Einerlei. Nicht ohne Grund erlaubt man beim Militär den Truppen den Gesang während eines anstrengenden Mar- sches. Man weiß, daß die Abwechselung neue Frische in die erschöpften Menschen bringt. Nicht ohne Grund haben Kinder zwischen jeder Unterrichtsstunde eine Pause. Ohne diese Entspannung waren sie einfach nicht aufnahmefähig. Menschen gehen aneinander zu Grunde, wenn sie das Einerlei ihres Zusammenseins nicht unterbrechen. Aus den Momenten der Entspannung, der Loslösung vom Gewohnheitsmäßigen, dem Sichhin- geben an Dinge, die tief in uns schlummern, kommt die Beglückung, die uns die Kraft gibt, unser Tagewerk und unser Leben im besten Sinne zu vollenden. Wir müssen einsehen, daß die Arbeit allem nicht genügt, daß sie unterbrochen werden muh, um unsere seelischen und geistigen Guter von ihr nicht erdrücken zu lassen. Nur der Zusammenhang — Arbeit, seelischer Entwicklung und geistiger Be- Aus der Provinzialhauptstadl.' Im Schatten des Bahndamms. ; Don Peter Bauer. Mit feinem breiten hohen Rücken überragt der 1 Eisenbahndamm die flache Landschaft der Gärten und Felder und stößt wie ein riesiger Steg, weit ins Meer gebaut, in den blauen Horizont vor. Im- wer sind die gestrafften Drähte gleich in der Sonne funkelnden Schienen, die Nervenstränge dieses wuchtigen Schotterkörpers, in bebender, wenn auch un° Sichtbarer Erregung. Immer klingen sie die wilden Rhythmen der rasenden Räder, so leise beginnend, daß du das Ohr auf ihren Stahl legen mußt, sie zu hören, dann anschwellend im metallischen Tosen bis zum lärmenden Rattern, dröhnenden Donnern und wieder abnehmend in Stärke und Ungestüm bis zum allmählichen Verhallen in der Ferne, das doch nur vorgetäuschte Stille wird. Denn her und hin rollen die Züge im Dienst des rastlosen Verkehrs. Gelassen ziehen rechts und links der Böschung die gewundenen Feldwege, und die holpernden Fuhren knarren, aller Hast abhold, weiter ihren ruhigen Trott. Nur die Landstraße, die in gleicher Richtung mit dem Bahndamm läuft, vor den Ortschaften aber abbiegt, um die Behausungen der Menschen zu grüßen, unterfängt sich oft, auf gerader Strecke ein jagendes Auto staubaufpeitschend einem Zuge nachzuhetzen. Jm nächtlichen Schlummer noch träumen die Fluren von sausenden Ungetümen, deren Schatten dunkel über sie hinhuschte und schrecken plötzlich jäh auf, von dem gleichen Getöse und dem grellen Spuck einer flimmernd vorbeischnellenden Lichter- kette überrascht. Dennoch rückt die Natur nicht von dem gefähr- lichen Bahndamm ab. Unheimliches gibt es für sie nicht. Sie schickt in die Tiefen der Gewässer wie in die Eisregionen der Berge und in die Sandwüsten der glühenden Zonen ihre Pflanzen und ihr Getier, wenn auch in sorgfältigster Auswahl der anpassungsfähigen Arten. Beim Bahndamm macht sie kaum nennenswerte Einschränkungen. Alles, was die offene Landschaft liebt, was sich besonders in feld- und heideartigen Bezirken wohlfühlt, bewohnt und beblüht nicht nur die Böschung, sondern erfreut sich sogar noch zwischen Gleisen und Schwellen eines unbekümmerten Daseins. Mein Schritt schreckt eine Eidechse auf, die wie eine smaragdne Agraffe auf einer winzigen Sand- insel zwischen grünen Stengeln in der Sonne lag. Wie ein kleiner Windstoß schwenkt ihre Flucht sekundenlang in einer Zickzacks pur die Blüten und Halme. Eine Haubenlerche trippelt da und dort pickend zwischen den Schwellen. Vor dem heran- braufenben Zug rennt sie nach der Böschung hin, fliegt kurz auf und kehrt rasch wieder auf die freie Strecke zurück. In herrlichem Blütenbunt, wie un- zählige Feldblumensträuße nebeneinander wogt der Hang. Weiß und gelb: Schafgarbe, Steinklee, Lichtnelke und Rainfarn; blau und lila: Salbei, Flockenblume, Natterkopf und Wegwarte; rot: Ampfer, Mohn, Distel und Steinnelke, lieber ihnen surren und schwirren honiglüsterne Bienen, Sandwespen, Käfer und Kleinschmetterlinge, ähnlich den Spannern und Eulen, die abends um unsere Lichter flie- gen und vielfach als „Motten" sterben müssen Es sind die vielen Arten der farbenprangendeni Blut- flecke und Widderchen, die zuweilen wie Funken oder winzige Blütenblättchen in der Sonne stieben. Der sehr scheue Schwalbenschwanz foltert um die Lieblingspflanze seiner Brut, die wilde Mohrrübe, und manchmal taucht plötzlich, im Schwebeflug saugend, ein Taubenschwänzchen vor den Blüten auf. Als Knaben suchten wir seine rötlichbraune, weiß punktierte und mit gelben Fußstreifen gezeichnete Raupe am gelben Labkraut. Es war ein seltener Fund. Mehr Glück hatten wir an der Futterpflanze des Wolfmilchschwärmers, die uns als genügsames Unkraut fast überall begegnete, aber gerade an einer Bahnböschung in Massen vorkam und unser einträglichster Fangplatz war. Die ihrer Gestalt nach jungen Tannenbäumchen ähnelnde Zypressen- , Wolfsmilch, mit dem klebrigen Milchsaft in den ■ Stengeln, konnte oft die Last der bekannten fingerdicken Raupen kaum tragen. Eine vom Felde heimkehrende Frau, die einmal zusah, wie uns mit wil- den Abwehrbewegungen die Raupen zu erschrecken suchten und uns schließlich ihren grünen Mageninhalt auf die Hand spien, schalt über das „giftige 3euq" und hätte sie uns am liebsten aus der Hand geschlagen und totgetreten. Aber da kam der Bahnwärter hinzu und schilderte der Frau und uns die Schönheit des Schwärmers. Er lächelte über die ängstliche Ansicht der Frau und half uns die Zigarrenkästen füllen. Dann mußten wir noch einen großen Busch Wolfsmilch mitnehmen, den wir zu Hause ins Wasser stellen sollten, damit die Raupen immer tüchtig Futter hätten. Wir sehen dann spater den Bahnwärter noch öfter. Ob wir schon die Raupen des Ligusterschwärmers hätten, fragte er uns gelegentlich und führte uns zu der Hecke um fein Häuschen, wo wir sicher welche fanden, wenn wir die Augen ordentlich aufmachten. Natürlich fanden wir. Und von da an gingen wir nie mehr an dem Bahnwärterhäuschen vorüber, ohne dem Manne, wenn er da war, unsere Beute zu zeigen. Und er wußte immer etwas dazu zu sagen, uns Winke und Ratschläge zu geben oder gar auf neue Fangplätze aufmerksam zu machen. Die Erinnerungen und Erfahrungen scharfen natürlich Auge und Ohr. Der Mann sieht heute mehr als der Knabe und bemüht sich immer mehr zu sehen. So ist jeder Spaziergang eme Forschungsreise im kleinen. Und eine der lohnendsten bleibt der Weg im Schatten des Bahndamms. Rhythmus des Alltags. Jeder hat seinen eigenen Entspannungsrhythmus und muß versuchen, das zu finden, was ihm wahre Beglückung bringt. Es ist sicher im Anfang Jdyoer, sich aus der Arbeit heraus zu lösen und vielleicht nur für ein paar Minuten eine ganz andere Welt einzuschalten. Immer wieder wird der Gedanke an verlorene Zeit uns beherrschen und die Umstellung erschweren, aber mit ehrlichem Willen ist es bald erreicht. , v Nichts ist zu klein und zu unbedeutend, um nicht Entspannung und Beglückung zu werden. Ein Kapitel eines Buches, ein kleiner Spaziergang, der dem Körper wohltut und die Augen erfreut, ein wenig Musik das Spiel eines Tieres, die Umgliederung der Zeit, die Beschäftigung mit irgendeinem Interessengebiet, welches außerhalb der zu verrichtenden Arbeit liegt, kann genügen. Man nimmt oft irrtümlich an, daß eine Unter- brechunq der Arbeit schadet. Das Gegenteil ist der Fall Der Entspannte wird mit viel größerer Kraft und Lust an seine Arbeit Herangehen und sie aus- führen als der müde werdende Mensch. Denken Sie einmal daran, wenn Sie als Kind eine Aufgabe wenn sie den Genuß von Gemüse und Obst so weit als möglich auf deutsche Erzeugnisse einstellen. Unsere einheimischen Erzeugnisse an Obst und Gemüse haben vor den anderen den unbedingten Vorzug der Frische, der völligen Reife und damit des Vorhandenseins größerer Mengen von wichtigen Nahrungsbestanoteilen. Es ist ein Irrtum, zu glauben, man könnte für die Ernährung von Säuglingen und Kranken nur ganz besondere, in unserer Heimat nicht wachsende Gemüse oder Früchte brauchen. Es gibt keine ausländischen Gemüse oder Früchte, denen wir in Bezug auf den Nährwert nicht unsere Erzeugnisse als mindestens gleich zur Seite stellen könnten. Aber nicht nur vom Standpunkt der Zweckmäßigkeit aus müssen wir für unsere Erzeugnisse eintreten; auch an Geschmack werden sie nicht übertroffen. Unsere Säuglinge essen mit dem gleichen Vergnügen einen geschabten Apfel ober trinken Mohrrübensaft, wie irgend etwas anderes. Unser Edelobst wirkt durch seinen überaus feinen Geschmack anregend auf die Eh- lust und ist deshalb nicht nur für den Gesunden von höchstem wert, sondern ist auch für die Krankenernährung in ihren verschiedenen Formen, die sie abwechslungsreich zu gestalten vermag, unentbehrlich. Dabei müssen wir doch auch in Betracht ziehen, daß wir durch den Verbrauch unserer einheimischen Erzeugnisse den Obst- und Gemüsebauern wirtschaftlich helfen, ein Umstand, der für unsere allgemeine Wirtschaft und damit für jeden einzelnen von großer Bedeutung ist, ein Umstand, der es aber auch dem Erzeuger ermöglicht, seinen Anbau zu vermehren und zu verbessern. So gehen in dieser Hinsicht die Belange des Reichsnährstandes und der Gesundhettsführung Hand in Hand. Drum, deutsche Volksgenossen, verschließt euch nicht vor der Werbung des Reichsnährstandes, verbraucht, wo ihr könnt, deutsches Obst und deutsches Gemüse! Bornotizcn. ** Unsere Reichswehr kehrt zu ruck. Das hiesige Reichswehr-Bataillon, das bekanntlich seit einigen Wochen zu einer Uebung auf dem Truppenübungsplatz Heuberg in der Schwäbischen Alb weilte, kehrt am morgigen Dienstag in den Nachmittagsstunden wieder hierher zurück. ** 2 i e Personaleinstellungen bei der Reichsverkehrsverwaltung. Das Reichsoerkehrsministerium weist darauf hin, daß die Auswahl und Einstellung von Angestellten und Arbeitern für die Nachgeordneten Behörden der Reichsoerkehrsverwaltung nicht zu den Aufgaben des Ministeriums, sondern zu denjenigen der örtlichen Dienststellen gehört. Diese sind jedoch — ebenso wie alle anderen Reichsbehörden — verpflichtet, ihren Bedarf an Angestellten und Arbeitern durch Vermittlung der Arbeitsämter zu decken. Auch die bevorzugte Heranziehung und Einstellung alter Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung und sonstiger Angehöriger der NSDAP, und der Wehr- oerbände wird durch die Arbeitsämter vermittelt. Es ist deshalb zwecklos, Einstellungsgesuche an das Reichsoerkehrsministerium zu richten, zumal dadurch den Bewerbern unnötige Kosten entstehen. ** Ferienkind er aus dem Kreise Gießen kehren in ihre Heimat zurück. Am morgigen Dienstag, 14. August, um 17.26 Uhr, werden die im Kreise Gießen untergebrachten Ferienkinder nach dem Ablauf eines sechswöchigen Erholungsaufenthaltes in ihre Heimatorte zurück- qebracht.— Der Kreis Gießen verschickt außerdem am Freitag, 17. August, 9.56 Uhr, 70 Kinder nach Darmstadt und Umgebung. ** Maria Beling in G i e ßen. Am morgigen Dienstag gelangt im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, die Operette „Gern hab ich die Frauen geküßt" (nach der Operette von Lehar „Paganinl ) zur Aufführung. In den Hauptrollen sieht man Ivan Petrovich, Eliza Jlliard, Maria Beling und Adele Sandrock. Maria Beling (früher Stadttheater Gießen) nimmt die Gelegenheit der Aufführung des Filmes in Gießen zum Anlaß, vom Dienstag bis zum Donnerstag in allen Vorstellungen das Publikum zu begrüßen. (Siehe heutige Anzeige.) *♦ Obstbaumzählung. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die beabsichtigte Wiederholung der allgemeinen Obstbaumzählung noch in diesem Jahre oorzunehmen, um einwandfreie Unterlagen für die künftigen Obstertragsermittlungen zu erhalten. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat daher für den Spätsommer d. I. die Durchführung einer allgemeinen Obstbaumzahlung angeordnet. Oberheffen. Tödlicher Unfall beim Dreschen. weglichkeit kann den Rhythmus ergeben, den ein Mensch braucht, um sich wohlzufuhlen und über sich selbst hinaus an der Entwicklung mitzuwirken. Die Pflichtanmeldung zum Reichsnährstand. Ueber den Umfang der Meldepflicht der Betriebe des Landhandels und der Be- und Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse zum Reichsnährstand sind aus den Kreisen der Beteiligten eme Reihe von Zweifelsfragen an das Reichsernah- rungsmimfterium und den Reichsnährstand herangetragen worden. Das Reichsernahrungsministerium und der Reichsnährstand geben hierzu bekannt, daß Anordnungen ergehen werden, daß die am 15. August 1934 ablaufende Frist für die Anmeldung zum Reichsnährstand bis zum 15 September 1934 verlängert werden wird. Die Fristverlängerung wird ®e egen- heit geben, die noch bestehenden Zweifel klarz stellen. st. Kirtorf, 11. Aug. Ein fchweres Unglück, das ein Menschenleben zum Opfer forderte, ereignete sich in dem benachbarten Erbenhausen. Der Polizeidiener und Schreiner Wilhelm Müller, der am Freitag bei den Druscharbeiten des Landwirts Ferdinand Schneider beschäftigt war, versah die Tätigkeit des Abnehmens der Preßballen auf dem Scheunengerust, die von der Maschine bis dorthin gedrückt wurden. Plötzlich stürzte der Unglückliche aus bisher unge- tlärter Ursache kopfüber vom Gerüst in d i e Tiefe, wo er mit schweren Schädel- brüchen in der Scheunentenne liegen blieb. Ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, verschied er nach wenigen Augenblicken. Der zur Stelle gerufene Arzt konnte nur noch den Tod des bedauernswerten Mannes feststellen. Der Verunglückte stand im Alter von 40 Jahren. Landkreis (Rieften. * Kesselbach, 12. Aug. Der Altoeteran, Herr Kgl. Oberbahnassistent i. R. Johannes M e i ß i n - ger feiert am 14. August seinen 8 5. Geburtstag. Herr Meißinger war lange Jahre in Gießen bei der Eisenbahn tätig. Nach seiner Pensionierung zog er sich aufs Land zurück. Er erfreut sich noch bester körperlicher und geistiger Frische. Jedes Jahr reift er noch, er besucht seine fern von ihm weilenden Kinder. Herr Meißinger ist seit 1886 treuer sin in vollem Gange, so daß wohl in eineinhalb Monaten 140 Betten zur Verfügung stehen. Auch diese Jugendherberge zeichnet sich durch die dem neuen Lebensstil angepaßte Einrichtung aus. Schöne Tages- und Schlafräume sowie hygienische Wasch- und Brauseanlaaen sorgen dafür, daß die Wanderer sich in diesem Eigenheim wohlfühlen. Eine gut eingerichtete Küche steht für das leibliche Wohl der Wanderer zur Verfügung. Der Gau Main-Rhein-Lahn-Fulda e. V. im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen hat mit der Errichtung dieses neuen Eigenheimes einem schon lange vorherrschenden Bedürfnis nach einer schönen Jugendherberge im Rhöngebiet Rechnung getragen. Warum deutsches Obst und deutsches Gemüse? Seit vielen Jahren wird immer wieder Darauf aufmerksam gemacht, von welch großem Wert und von welcher Bedeutung der Genuß frischen Gemüses und Obstes ist. Aus der Erkenntnis der Notwendigkeit heraus hat sich der Verbrauch an Obst | und Gemüse außerordentlich gesteigert. Jm Zu- Kreis Alsfeld. ♦ Wahlen, 12. August. Gestern erlitt der hiesige 58 Jahre alte Landwirt Heinrich Henkel einen Unfall. Er stürzte und brach dabei den linken Unterschenkel. Durch die Freiwillige Sanitätskolonne Gießen wurde er in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. * Bernsburg, 12. August. Der 57 Jahre alte Landwirt Carl Decker I. erlitt bei seiner Arbeit einen Bruch d e s rechten Oberschenkels und wurde durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Gießen in dis Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. Preußen. Oeutscherpfarrer-Tag in Frankfurta.M. o Der diesjährige Deutsche Pfarrer-Tag findet vom 3. bis 6. September in Frankfurt a. M. statt. Infolge der sehr günstigen Lage des Tagungsortes dürfte die Beteiligung der evangelischen Pfarrer aus allen Gegenden Deutschlands recht stark werden. Neben dem eigentlichen Pfarrer-Tag, der am 5. September in der Aula der Frankfurter Universität stattfindet, sind die üblichen Sitzungen des engeren und des wetteren Vorstandes des Verbandes Deutsch-Evangelischer Pfarrer-Vereine sowie die Sondertagung der Vereinigung der preu- ßischen Pfarrer- Vereine vorgsehen. Auch wird den Teilnehmern reichlich Gelegenheit gegeben, unter sachkundiger Führung die Hauptsehenswürdigkeiten Frankfurts zu besichtigen sowie Autofahrten in Die nähere unD weitere Umgebung zu unternehmen. Ein feierlicher GottesDienst in der St. Katharinen- kirche wird der Tagung den würdigen Auftakt geben. Kreis Biedenkopf. LPD. Gladenbach, 11. August. In der Scheune des Landwirts Runzheimer im benachbarten Erdhaufen entstand ein Brand, der in kurzer Zeit das Gebäude samt Der Ernte- und Futtervorräte vernichtete. Die Entstehungsursache ist nicht geklärt. Wir stehen zum Führer! Lorbereitungsversammlung der politischen Leiter und der Vereinsführer zur Volksabstimmung in Gießen. Am 19. August wird wiederum, wie im Vorjahre, das deutsche Volk sich hinter den Führer stellen und ihm sein Vertrauen aussprechen. Die letzten Vorbereitungen sind im Gang. So fand am Samstagnachmittag im Stadthaus in Gießen eine Zusammenkunft der Vereinsführer statt, in deren Verlauf der Kreisleiter das Wort ergriff. Zunächst behandelt Pg. Klo st ermann außen- und innenpolitische Fragen, um dann anschließend über den lieferen Sinn und die Bedeutung der Volksabstimmung zu sprechen. Eine Aussprache ergab die völlige Einmütigkeit des Willens, mit Adolf Hitler für Deutschlands Zukunft zu ft reiten. Jeder wird an seinem Platz seine Pflicht tun, getragen von einer glühenden Liebe zu Volk und Vaterland und seinem Führer. Der Kreisleiter Pg. Klostermann hatte am Nachmittag vor den 'Vereinsführern über die Bedeutung der Abstimung gesprochen. Im Anschluß daran begab er sich ins Cafe Leib, in dessen reich geschmücktem Saal die Politischen Leiter, SS.-, SA-, HI.- und JD.-Führer sowie die Führerinnen des BdM. und die Leiterinnen der NS.-Frauen- schast bereits versammelt waren. Der stellvertr. Kreisleiter Pg. H o p f e n m ü l - ler sprach dann über propagandistische Fragen, die die Volksabstimmung betrafen. Es spricht der Kreisleiter. Riesengroß steigt vor unserem geistigen Auge das Bild des Führers auf. Die Gestalt des Mannes, der keine Ruhe kannte und kennt, der nur einen Wunsch hat, den Weg in seines Volkes Zukunft zu ebnen und es emporzuführen zum strahlenden Licht der Freiheit. Diesem Führer geloben die versammelten Kämpfer der NSDAP, unwandelbare Treue, geloben ihm, im Kampfe um Deutschlands Zukunft jeder, dort, wohin er gestellt ist, seine Pflicht zu tun. Das Gelöbnis und das Horst-Weffel-Lied sind verhallt, geblieben aber ist eins: ein fester Glaube in aller Herzen und eine überragende Begeisterung, wiederum kämpfen zu können für die Größe Deutschlands. So mögen aus dem Saal die Worte hinausdringen: Deutsches Volk, es geht um Deine Zukunft, Stimme mit „Ja". Fragebogen für Mitglieder derDeutschen Arbeitsfront Da von sämtlichen Verbänden, die der Deutschen Arbeitsfront angegliedert sind, sowie NS.-Hago (GHG.) und der NSBO. ( Einzelmitglieder) Fragebogen ausgegeben werden, geben wir zur besseren Abwicklung folgendes bekannt: Jedes Mitglied füllt den Bogen in allen Teilen sorgfältig aus und übergibt den Vogen schleunigst an der Arbeitsstätte dem Vetriebswalter der Deutschen Arbeitsfront. Ist das Mitglied in keinem Betrieb tätig, oder in einem Betrieb unter 10 Personen, erwerbslos, im freien Beruf tätig oder Kleingewerbetreibender, so ilt der Fragebogen der für ihn zuständigen Ortsgruppe der Deutschen Arbeitsfront zu übergeben. Es ist stets darauf zu achten, daß für die Abgabe des Fragebogens die anhängende Empfangsbestätigung durch den Amtswalter der DAF. als Quittung 'ausgehändigt wird. Diese Quittung gibt das Mitglied wieder dem Verband zurück, von dem der Fragebogen ausgehändigt wurde. Schwierigkeiten in der Beantwortung des Fragebogens werden sich nicht ergeben, wenn sich das Mitglied im Zweifelsfalle direkt an die zuständige Ortsgruppe der DAF., oder deren Amtswalter wendet. Für die Stadt Gießen stehen sämtliche Aellen- walter der Deutschen Arbeitsfront zur Verfügung. Die Anschriften sind: Ortsgruppe Gießen-Mitte. Zelle 1: Wolf, Heinrich, Seltersweg 4. — Zelle 2: Reuß, Karl, Seltersweg 48. — Zelle 3: Hahn, Heinrich, Bahnhofstraße 66. — Zelle 4: Bouffier, Robert, Mühlstraße 32. — Zelle 5: Schnecko, Karl, Löberstraße 7. — Zelle 6: Erümer, Otto, Bleichstraße 46 H. Ortsgruppe Gieheu-Rord. Zelle 1: Sauer, Erwin, Wetzsteinstraße. — Zelle 2: Weinbrenner, Otto, Brandgasse 8. — Zelle 3: Schomber, Willi, Walltorstraße 55. — Zelle 4: Klös, Franz, Weserstraße 17. — Zelle 5: Plank, Ludwig, Schottstraße 19. — Zelle 6: Kern, Karl, Krofdorfer Straße 321. — Zelle 7: Z ä u n e r, Erich, Dammstraße 36. Ortsgruppe Gießen-Ost. Zelle 1: Lindenschmidt, Rudolf, Licher Straße 39. — Zelle 2: Herbert, Eckhard, Friedensstraße 35. — Zelle 3: Lixfeld, Johann, Kaiserallee 57. — Zelle 4: Reibeling, Wilh., Kaiserallee. — Zelle 5: Mack, Heinrich, Roon- straße 31. — Zelle 6: Wagner, Ernst, Bergstraße 3. — Zelle 7: Gurenkoff, Paul, Gnauth- straße 241. Ortsgruppe Gießen-Süd. Zelle 1: Link, Ferdinand, Wilsonstraße 5. — Zelle 2: Heßberger, Hans, Liebigstraße 101. — Zelle 3: Neeb, Frankfurter Straße 29. — Zelle 4: Müller, Karl, Frankfurter Straße 71. — Zelle 5: Fehl, Ernst, Wetzlarer Weg 11. — Zelle 6: Klingelmeyer, Ludwig, Ludwigstraße 79. Für die Ortsgruppen innerhalb des Kreises Gießen find die Anschriften der Ortsgruppenwalter folgende: Ortsgruppen. Allendorf a. d. Lumda: Nagel, Adam, Allen- dorf a. d. Lda., Marktstraße 22. — Atten-Vuseck: Wagenbach, Friedrich, Alten-Buseck. — Bersrod: Sack, Erwig, Reiskirchen, Bergstraße 3. — Bettenhausen: Fritz, Karl, Bettenhausen, Untergasse. — Ettingshausen: Sann, Karl, Ettingshausen, Hauptstraße 64. — Geilshausen: Dietz, Johannes, Geilshausen, Obergasse 8. — Großen- Vuseck: Schnegelsberg, Hch., Großen-Buseck, Zeilstraße 37. — Großen-Linden: Steinnagel, Hch., Großen-Linden, Obergasse 21. — Grünberg: Hamburger, Karl Ferd., Grünberg, Winterpl. — Gröningen: Hofmann, Hch., Grüningen. — Heuchelheim: Loh, Hch., Heuchelheim. — Hungen: Weber, Adam, Hungen, Bahnhofstraße 2. — Klein-Linden: Neußer, Ferd., Klein-Linden, Hügelstraße. — Lang-Göns: Müller, K. VII., Lang- Göns, Mohrgasse 7. — Lich: Schwab, Karl. Lich, Oberstadt 5. — Lollar: Hofmann, Karl, Lollar, Bergstraße. — Londorf: Lich, Eberhard, Londorf, Horst-Wesfel-Straße. lUaimlar: Vogel, Ldw. X., Mainzlar, Bahnhofstr. 8. — Ober-Bessingen: Würtz, Karl, Ober-Bessingen, Hasselstraße 11. — Rodheim an der Horloff: Ulrich, Otto, Rodheim a. d. Horloff, Hauptstraße 61. — Steinbach: Stoll, Herm., Garbenteich, Licher Straße 31. — Treis a. d. Horloff: Vogler, Otto, Treis a. d. Horloff, Toden- weg 61. — Watzenborn-Steinberg: Schneider, Karl II., Watzenborn, Hindenburgstraße 32. — Wieseck: Jung, Ernst, Wieseck, Schustergasse 9. Stützpunkte. Annerod: Wächter, Ludwig, Annerod, Steinbacher Straße 1. — Bellersheim.- Lohs, Richard Alfred, Bellersheim. — Beltershain: Zahrt, Friedrich, Beltershain, Bollnweg 60. — Harbach: L e f ch- horn, Karl Friedr., Harbach, Hauptstraße 93. — Saasen: Kutscher, Wilhelm, Saasen. — Wei- tershain: Schmitt, Hch., Weitershain 441/io. Oie Straße frei den braunen Bataillonen der HI. am „Tag der hunderttausend" Jugend des Führers — im Glauben verschworen zur Tat bereit am 1./2. September in Frankfurt a. 21L Wir bauen eine Ausstellung, die künden soll von unserer Arbeit, der Arbeit der HI. Besucht uns vom 19. August bis 5. Sept, auf dem Frankfurter Messegelände. An die Arbeitgeber der SS.-Kameraden! Der Führer hat die Schutzstaffel in Anerkennung ihrer gefestigten Haltung in den schicksalsschweren Stunden des 30. Juni zur f e I b ft ä n * digen Organisation im Rahmen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei erhoben. Die SS. will dem Führer und Kanzler des deutschen Volkes für dieses Vertrauen durch einen gewaltigen Aufmarsch anläßlich des Reichsparteitages in Nürnberg ihren tiefempfundenen Dank zum Ausdruck bringen. An die Arbeitgeber der SS.-Kameraden ergeht hiermit die Bitte, allen in ihren Betrieben bzw. Dienststellen beschäftigten SS.-Männern, welche zur Teilnahme am Parteitag befohlen sind, in der Zeit vom 25. August bis einschließlich 11. September ohne Benachteiligung Urlaub zu gewähren. Mit diesem Opfer können auch Sie der SS. danken, die in schwerer Stunde das deutsche Vaterland vor sinnlosem Blutvergießen bewahrte. Sie können beweisen, daß Sie den Sinn der Worte des Stellvertreters des Führers verstanden haben, der in seiner Königsberger Rede erklärte: „Der besondere Dank der Bewegung gebührt in diesen Tagen der SS., die gemäß ihrem Wahlspruch: „Unsere Ehre heißt Treue" handelte in vorbildlicher Erfüllung ihrer Pflicht." Für jeden Deutschen ist also die Beurlaubung der Angehörigen der SS. in der angegebenen Zeit eine Ehrenpflicht. Der Führer des SS.-Abschnittes XI gez. Bigler, SS.-Obersührer. Oes Führers Treue: rastlose Arbeit! Deine Treue: Dein Za! Ärei-Mnuten-Kurzparolen zur Volksabstimmung DNB. Der Deutsche Rundfunk bringt in der Woche vom 13. bis 19. August täglich um 8, 14, 16 und 20 Uhr Drei-Minuten-Kurzparolen zur Volksabstimmung. Es sprechen Persönlichkeiten aller Lebenskreise des deutschen Volkes. Wie wir erfahren, lvrechen u. a. der preußische Ministerpräsident Hennann Göring, Reichsminister Walther Darre und Reichsminister Franz S e l d t e, ferner Reichssportführer von Tscham - mer und Osten und aktive Sportler, wie Hans Stuck, Hans Heinz Sievert, Otto P e l tz e r Ein Wille: Ein Führer: „3a und Hanne S o b e ck. Literatur und Bühne sind u. a. vertreten durch Hans Friedrich B l u n ck , Rainer, Maria Schlösser und Heinrich George. Aus der Wirtschaft hört man Krupp von Bohlen und Hallbach und Dr. Dorp- müller. Es werden sprechen der Vater des ermordeten N o r k u s und der Bruder des Hitler- mannes Udo Curth. Es sprechen Winnifred Wagner, Oberst von Hindenburg, Prof. Hans P f i tz n e r , Prof. Hausegger und Prof. Sauerbruch, Reichsbankpräsident Dr. Schacht, Ritter von Epp, Dr. Frank II., Werner Beumelburg, Dr. Hugo Eckener, Baldur von Schirach, Bruno L ö r z e r, General L i tz- man n und Prinz August Wilhelm. Hören wird man ferner Männer der Arbeitsfront und nicht zuletzt alte Kämpfer der Partei, so u. a. Max Grabsch, den alten Schlesienkämpfer mit der Parteinummer 2070. Kurzparolen im Frankfurter Rundfunk. Am heutigen Montag werden vom Reichs» send er Frankfurt folgende Kurzparolen von je drei Minuten Dauer durchgeführt: 8 Uhr: Reichstagsabgeordneter Gaupressewart W o w e r i e s. 14 Uhr: Staatssekretär Hier!. 16 Uhr: Schauspieler Heinrich George. 20 Uhr: Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger. Am Dienstag (14. August) werden vom Reichssender Frankfurt folgende Kurzparolen gesendet: 8 Uhr: Landesleiter der Deutschen Front an der Saar P i r r o. 14 Uhr: Gauleiter Weinrich (Kassel). 16 Uhr: Reichstagsabgeordneter Gaupressewart W o w e r i e s. 20 Uhr: Landesbauernführer Dr. Wagner. Wie sichere ich mein Stimmrecht? DNB. Staatssekretär Dr. P f u n d n e r vom Reichsinnenministerium spricht heute Montag, 2 0 Uhr, über alle Sender zu dem Thema: „Was muß jeder Volksgenosse beachten, um sein Stimmrecht für den 19. August zu sichern?" — Anschließend gibt der Deutschlandsender für den gesamten deutschen Rundfunk Nachrichten. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Nächtliches Drama. Von £. von deppert. Dort, wo der starre, graue Dornbusch sich dichter zusammenschiebt, wo über hohen schlanken Stämmen die schirmartigen Kronen der Kameldornbäume gegen den lichtüberfluteten Himmel- stehen, liegt das Flußbett. Es ist trocken, denn die Regenzeit ist längst vorüber und der helle, körnige Sand wurde von den Feuern der großen afrikanischen Sonne nun seit vielen Wochen erbarmungslos durchglüht. Ringsum herrscht die überwältigende Stille der Wildnis, der sonnenmüden Weiten, die nur selten von dem Schrei eines Hornvogels oder dem schnarrenden Locken eines Perlhuhnes unterbrochen wird. Durch den leicht gewellten Sand ziehen sich vom Rande des Riviers her einige schmale glatt geschliffene Geleise. An ihrem Endpunkt, im Kern des Sonnenfeuers liegt, in schwer ruhende Ringe zusammengezogen, die Puffotter. Sie ist eine alte, behäbige Schlangenmutter von der Stärke eines traf- tigen männlichen Unterarmes. Der breite, dreieckige Otternkopf lagert mit geschlossenen Augen in der Mitte des zusammengeringelten, etwas über einen Meter langen Körpers. Hier ist ihr Lieblingsplatz für die Siesta des Tages. Hier träumt sie ungestört von den Beutezügen der mondfahlen, gespenstigen Nächte, von den ekstatischen Augenblicken ihrer giftigen Bisse, von der langsamen lustvollen Gier des Hinunterwürgens — und vielleicht zu Zeiten von ihrer Liebe und ihren kleinen, züngelnden Schlangenkindern. Die Sonne rückt ins letzte Drittel, die ersten Schatten fallen über den leuchtenden Sand. Die Puffotter beginnt ihre Ringe zusammenzuziehen, zu dehnen, ihre Kreise aufzulösen. Langsam hebt und senkt sich der Kopf, die gespaltene Zunge wird sichtbar, die kleinen bösen Augen funkeln wie dunkle, flackernde Achate. Dann gleitet sie in schwerfälligen trägen Windungen über den Sand der Mitte des Riviers zu. Hier liegt eine aus Gestrüpp und angetriebenem Wurzelwerk gebildete Schwemminsel. Mühelos schiebt sich der schwere Leib der Schlange in die schützende Geborgenheit des Dickichts. Am Horizont glüht die Himmelsglocke auf. Die Sonne verschwindet hinter einem dunkelvioletten Bergzuge. Rasch sinkt die Dämmerung über das öde Buschland. Kleine Vogelscharen schwingen sich im letzten Licht eilig in die Kronen der Bäume, ihr Kreischen und Zwitschern verebbt. Die spärlichen Laute des glutüberfüllten Tages fchwinoen, d-ie Stimmen der Nacht erwachen. Schakale bellen, eine Hyäne lacht gellend auf. Eulenschreie geistern durch das Dunkel. Gleich lautlosen, beschwingten Bällen schwpbev zwei Schleiereulen einige Male an den buschverdunkelten Ufern entlang und lassen sich sodann zur Seite des kleinen Jnseldickichts, in dem die Puffotter verschwand, auf einem grotesk in die Luft gereckten Wurzelast nieder. Reglos verharrend wie steinerne Pagodon hocken sie über Stunden auf ihrem Platz. Werden sie in dieser Vollmondnacht endlich zu ihrem Ziele kommen? Was will die Schleiereule? Ach — sie ist die Erzfeindin der Schlange. Es herrscht eine alte tödliche Feindschaft zwischen ihnen, eine Feindschaft, die dem Gerechtigkeitssinn der Natur entsprungen ist, ein ungeschriebenes Rachegesetz für all die armen, zitternden Geschöpfe, die dem tückischen Biß der Giftzähne zum Opfer fallen. Jetzt steigt der Mond über den Kameldornbäumen auf, zieht die ruhenden Schatten der Nacht vom Flußsand in die Baumkronen hinauf und meißelt ein Heer geisterhafter Wesen aus dem Gewirr des Buschlandes, aus den tief eingerissenen Steilufern und verödeten Schwemminseln. Die reglosen Körper der Eulen schimmern in weichem Glanz; in ihren großen Augen brechen sich opalisierende Strahlen. Wieder vergeht eine Stunde. Die Eulen warten, wie sie viele Nächte an dieser Stelle gewartet haben; bis der Hunger sie forttrieb. Plötzlich dringt aus dem Gestrüpp ein nur für das feine Eulenohr vernehmbares Rascheln, kurz darauf schiebt sich das dunkle Dreieck des Puffotternkopfes hervor. Der schwerfällige dicke Körper folgt — leise, träge über oen mondlichten Sand dem Ufer zu dahingleiteno. Mit dem Steigen des Vollmondes hat sich das Lärmen der Schakale und Hyänen verstärkt, bis ein jäh in die Nacht aufklagender Schmerzenslaut das Konzert für Minuten abbricht. In diese Stille hinein gellt wie ein Triumphschrei das hohe Piuh der einen Eule, die lautlos wie ein Schatten von ihrem Ast auf die ahnunglos sich zwischen Ufern ungeschützt einherringelnden Puffotter niederstoößt. Ein scharfer Schnabelhieb hat den leicht über den Boden gehobenen Kopf der Schlange getroffen. Fast im gleichen Augenblick krallen sich die Fänge der zweiten Eule in den Hinteren Teil des schmerzlich sich windenden Körpers, reißen ihn sekundenlang in die Luft. Der krumme, grausame Schnabel fällt unerbittlich in das Kreuz des Ottern- leides. Hilflos unter schmerz- und wuterfülltem Fauchen beißt die Schlange aufwärts in die leere Luft. Abermals trifft ein schneidender Schnabelhieb den Kopf, der jetzt müde zurücksinkt, während der im Ruckgrad gebrochene Leib in wilden Zuckungen hm und her schlägt, zwei Krallen packen dicht hinter dem Schlanaenkopf fest zu. Hieb auf Hieb zerfetzt das Dreieck des flachen Schädels. Hieb aus Hieb der anderen Eule schneidet in den sich krümmenden Rumpf. Noch einmal weitet sich der giftbergende Rachen, ein letztes pustendes Fauchen, ehe die Kiefern völlig auseinandergerissen sind. Ueber den sinnlos im Sande hin und her schlagenden Leib des besiegten Todfeindes stürzen sich jetzt die Eulen mit grimmigem Heißhunger. Das weite Lichtbett des Flusses herauf trabt unbemerkt ein schmaler Schatten. Vorsichtig den Wind einziehend schleicht er näher und springt zuletzt mit kurzem heiseren Gebell auf den Kampfplatz zu. Die Eulen fliegen erschreckt auf, stoßen aber, als sie den Schakal erkannt haben, sogleich wieder kühn auf den Störenfried nieder. Der Schakal hat indessen die noch zuckenden Schlangenreste vorsichtig beschnuppert und trollt mißtrauisch knurrend von dannen. Piuh — Piuh ... schmähen die Eulen, indem sie ihn verfolgen und seinen Kopf noch mehrmals mit den Schwingen streifen. Der Mond hat seinen Kreis über dem Flußbett vollendet. Schon beginnt ein kühles Wehen das Nahen des Morgens anzuzeigen. Oie „Schrecksekunde" des Kraftfahrers. Die Verkehrs-Schulung des deutschen Volkes fordert auch eine eingehende Beschäftigung mit der psychologischen Haltung des Kraftfahrers. Früher bestand die Vorschrift, der Fahrer müsse im Notfall den Wagen sofort zum Stehen bringen können, aber diese Forderung ist jetzt richtiger dahin formuliert worden, daß dies „auf kürzeste Entfernung" erfolgen müsse. Diese kürzeste Entfernung wird durchweg so ausgelegt, daß man den der Fahrgeschwindigkeit entsprechenden Grenzwert berechnet und die so erhaltene Wegstrecke um den Betrag vermehrt, den das Fahrzeug während einer Sekunde, der sogenannten „Schrecksekunde", zurücklegt. Doch ist diese Berechnung nicht allgemein gültig, denn die Reaktionszeit, d. h. der Zeitabschnitt, den der Mensch braucht, um nach Wahrnehmung eines Ereignisses eine sinngemäße Handlung vorzunehmen, ist bei den einzelnen Menschen und nach den auftretenden Bedingungen verschieden groß. Der Ingenieur Georg Blank, der etwa 50 000 Messungen z-ur Prüfung der Reaktionsarten durchge- sührt hat, berichtet über seine wichtigen Ergebnisse m der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau". Er hat dabei festgestellt, daß fast alle Menschen ihre Reaktionszeit verkürzen können, wenn die Versuche einige Zeit fortgesetzt werden. Die U e b u n g ist also bei der Schnelligkeit der zweckmäßigen Reaktion von großer Bedeutung. Die einzelnen Unterschiede sind nicht sehr groß. Es läßt sich beobachten, daß nur wenige Menschen eine Reaktionszeit von weniger als 0,2 Sekunden aufweisen. Durchschnittlich beträgt diese Spanne 0,25 Sekunden, bei einer beträchtlichen Anzahl 0,3 Sekunden, während nur bei sehr wenigen die Reaktionszeit noch länger ist. Die einmal erworbene Reaktionszeit verlängert sich jedoch, wenn die Uebung einige Zeit fehlt, wenn das Fahren eingestellt wird, und jedenfalls muß man mit Schwankungen von etwa 30 v. H. rechnen. Für den Kraftfahrer ist die optische Reaktion wichtiger als die akustische. Viel hängt natürlich von den Umstünden ab. Wenn z. B. in einer engen Straße die fein Ausweichen zuläßt, plötzlich ein Radfahrer auftaucht, bann bleibt dem Chauffeur nur möglichst schnelles Halten übrig; er hat keine andere Wahl, und deshalb wird die Reaktionszeit mit dem Durchschnitt von 0,25 Sekunden angenommen werden können. Muß sich aber der Fahrer zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden, so beansprucht eine solche „Wahlreaktion" eine längere Spanne, die sich zwischen 0,4 und 0,75 Sekunden bewegt. Bei normaler Fahrt, bei der der Fahrer den rechten Fuß auf dem Gaspedal, der Motorradler auf der Fußraste hat, muß der Fuß zur Bedienung der Bremse erst umgesetzt werden; dazu bedarf es eines Entschlusses, der erst nach abgelaufener Reaktionszeit gefaßt wird. Die Zeit zwischen vollendeter Reaktion und beginnender Bremswirkung ist auf etwa '/< bis Vs Sekunde zu veranschlagen. Im Ganzen ist demnach vor dem Bremsen mit einer Spanne von V2 bis 1 Sekunde zu rechnen, auch bei gespanntester Aufmerksamkeit des Fahrers, die nicht immer vorhanden fein kann. Ist nun die Lage noch derart, daß der Fahrer erschrickt, so tritt eine erhebliche weitere Verlängerung der Reaktionszeit ein, denn der Schreckreiz wirkt nach allen Versuchen niemals verkürzend, sondern stets verlängernd. Im allgemeinen darf man eine „Schrecksekunde* annehmen, dock kann der Einfluß des Schreckens auch mehrere Sekunden anhalten. Diese Feststellungen sind deshalb bei der Beurteilung eines Unfalls von so großer Wichtigkeit, weil sich daraus die normale Zeit erkennen läßt, nach der die Bremswirkung auftreten muß. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 36 Kilometern in der Stunde entspricht der während der Reaktionszeit von 1 Sekunde zurückgelegte Weg einer Strecke von zehn Meter, die sich bei Hinzutreten der Schrecksekunde verdoppelt. Zehn oder zwanzig Meter können aber bei der Beurteilung eines Autounfalles von ausschlaggebender Bedeutung sein, wie die Erfahrung täglich zeigt. An den Kraftfahrer stellt der Großstadtverkehr besonders große Anforderungen, denen er nur gewachsen sein kann, wenn er ein gewisses Ausmaß technischer Erfahrung besitzt und sich außerdem eines gesunden Nervensystems erfreut Guropa-Schwimm-MsteWasten gestartet Die Ergebnisse: Meyer-Andersen '(Dänemark), van Egmond, G. Kurze Sportnotizen. Maier-Quist (Spanien-Australien) — Vodicka-Casca Die beste Zeit des Ta g e s beim Lücken- 6'2 6 4 6'3 dorfer Bergrennen fuhr der Münchener Rudi Meisterschaft im Damen-Doppel: Steinweg auf Bugatti mit einem Stundenmittel Dearmann-Lyle (England) — Adamoff-Couquerque DOn 109,49 Kilometer. Das Rennen war m diesem (Frankreich-Holland) 6:4, 6:2. Jahre nur von 20000 Zuschauern besucht tim die Deutschen Tennismeisterschaften Nachdruck verboten! 13. Fortsetzung. Konzert. Am nächsten Tage besichtigte sie die Villa im Grünewald mit dem Herrn zusammen, den die oebrandmarkt Dori-' packte ein, was sie in Koffern und Kstten georanomarr ^rtbrachte. Und es redete chr niemand dazwischen. dastand. ihr im ein Unö der Ruf einer Frau wurde durch alle Gossen geschleift. Und der, der sie immer ritterlich geschützt hatte so widerlich diese Frau ihm im Grunde genommen auch war, der konnte nun nichts mehr für sie tun. Das Geständnis des Verbrecherpaares, denn man hatte auch Marie Katschet mit verhaftet, brachte es mit sich, daß Doris nun “---" Aber er schien auch Order zu haben, kein Wort zu agen. Er stand nur höflich da und notierte, was mitgenommen wurde. Und dann reiste Doris ab. haft. Wohin also dann? Nun — nach Berlin mußte sie schließlich erst einmal. Nun waren ihre Koffer ja nach dorthin aufgegeben, und — eigentlich konnte sie eine luxuriöse Villa kaufen, damit sie ein dauerndes Heim hatte, wenn sie einmal heimkommen wollte. Am Wannsee, Zehlendorf, Grünewald oder irgendwo. Berlin war ja herrlich! Also war es durchaus kein Fehler, wenn sie sich dort ansässig machte. Sie überlegte nicht, daß, wenn Sie jetzt längere Zeit reisen wurde, doch dann der Villenhaushalt unnötiges Geld kostete. Sie glaubte, ihr Geld sei unerschöpflich. Und sie schmiedete weiter Pläne. Vielleicht ging sie einmal nach einem Gebirgskurort? Nein! Das aber ganz langsam. Diese Fahrt war wunderschön. Berlin gefiel außerordentlich, und sie kam angeregt daheim Hotel wieder an. Am Abend besuchte sie Maklerfirma ihr auf ihren telephonischen Anruf geschickt hatte. Die Villa war ein neuerer Bau, hatte allen Komfort und war, nach einigen kleinen Er- Auf der Bahn in Leipzig-Lindenau begannen am; Samstag die Kämpfe um t” 2£ "f *' mei st erschuften mit den Dor- und Hoffnungsläufen zu den Kurzstrecken-Meisterschaften. Bei dem Dearman-Lyle, blieben im Damen-Vierer gegen die den Schweizer Din französisch-holländische Mannschaft Adamoff-Cou- beifällig aufgenom querque ebenso sicher mit 6:4, 6:2 erfolgreich schen Olympiasieg Daß sich das vorjährige Wimbledoner Meister- Engel hielt den paar Frau Sperling-Gottsried von Cramm vierte deutsche 23ent™, - . — - - die Meisterschaft im Gemischtem Doppel nicht neh-, rardin im Vorlauf geschlagen worden war, holte men las en würde, war zu erwarten. Mit 6:2, 6:4 sich dann den zweiten Hoffnungsbauf gegenBerga- war der Sieg über die Engländer Miß Scriven- mini. Außer diesen gelangten noch Weltmeister Tuckey sehr bald sichergestellt. Scherens, Huybrechts (Belgien), Michard, Faucheux «Crnohniffo- W (Frankreich», Falck-hanftn (Dänemark, Anker besuchte, mit den Flaggen der teilnehmenden Nationen geschmückte Bahn einen festlichen Anblick. Don den Deutschen setzten sich alle bis aus den Mitten in der Nacht! Weil sie die gaffenden Gesichter nicht mehr ertragen konnte. Und weil in jedem Gesicht etwas wie Verachtung lag. Und das hatte sie doch nun wahrhaftig nicht nötig, daß sie sich von den ein- ästigen Leuten hier angaffen ließ! Ein Frühlingsabend! So mild und schön und die Erde verjüngend, daß jeder Mensch davon berührt wurde. Aber Doris Feller spürte davon nichts. Sie dachte fieberhaft darüber nach, wo sie wohl Fritz Farnhorst wiedersehen könnte. Doris lächelte hohnvoll. Ihre Schwiegermutter hatte ihr geschrieben, daß sie sie nicht mehr sehen könne. Es sei am besten, wenn jedes seinen Weg ginge. Hatten die Fellers etwa gedacht, sie würde sich ihnen aufdrängen? Jetzt, nachdem der Herr Sohn so an ihr, seiner Frau, gehandelt und sie enterbt hatte? Dafür verdiente er, daß sie ohne jede Trauer an ihn dachte! Und dieser Mann hatte gesagt, er liebe sie! Nun — es war gut, daß sie leben konnte, wo es ihr gefiel! Gut — oh, so gut war das! Und Doris saß dann im Zuge, der sie forttrug. Nach Berlin! Vorerst wollte sie dorthin! Dem Leben, dem Genuß entgegen! Ihre Möbel mochten lagern. Viel hatte sie nicht. Denn Richard hatte ja die Villa von sich aus eingerichtet. Aber immerhin gehörten ihr persönlich doch noch einige wertvolle Stücke, die sie seinerzeit mit aus ihrer ersten Ehe gebracht hatte. Vorerst würde sie in einem der vornehmen Hotels wohnen. Und — ja, die Trauer würde sie ein bißchen wahren müssen! Um diesen Mann mußte sie trauern nach außen hin, der sie enterbt hatte und ihr damit bewies, was sie im Grunde genommen wert gewesen war! Berlin! Wenn sie keine großen Toiletten tragen durfte, jetzt, während der Trauer, dann hatte es auch gar keinen Zweck, in Berlin zu leben. Die oberflächliche, herzlose Frau überlegte fieber« ^'Die Polizisten von Hessen und Brandenden, B. Leene (Holland), Kaufmann, Wägelin (Schweiz), Horn (England), Heusy (Belgien) und Holm-Petersen (Dänemark). Bei den Berufsfliegern fertigte R i ch t e r den Schweizer Dinkelkamp ab, E h m e r trug einen ....... ______i inen en Sieg über den holländi- lu,ul Olympiasieger van Egmond davon und Engel hielt den Italiener Bergamini sicher. Der vierte deutsche Vertreter, Stesses, der von Ge- (Frankreich-Holland) 6:4, 6:2. Meisterschaft im Gemischten Doppel: Sperling-von Cramm (Dänemark-Deutschland) — Scriven-Tuckey (England) 6:2, 6:4. Künfsronienkamps des deutschen Sports Schwimmen - Radsport - Tennis - Rudern - Frauenleichtathletik. Der Leichtathletik-Gaukampf in Saar- brücken zwischen Südwest und Württemberg endete mit einem Siege der Südwest-Leichtathleten von 79,5:75,5 Punkten. Der deutsche Meister im Hammerwersen Becker (Saarbrücken) erreichte in seiner Disziplin die neue deutsche Rekordweite von neuerungen, sofort beziehbar. Und Doris entschloß sich, diese Villa zu kaufen! Der Preis war gewaltig herabgesetzt. Hundertzehntausend kostete sie noch. Die Formalitäten waren bald erledigt, und ein Architekt richtete die Villa nach dem persönlichen Geschmack der neuen Besitzerin ein. Vielleicht ließ er seinen eigenen vornehmen Geschmack bedeutend mehr walten dabei. Aber er war ein geschickter Herr, der es doch so hinstellte, als sei alles nach den Wünschen der Besitzerin auf das peinlichste ausgeführt worden. Die Inneneinrichtung kostete ein kleines Der« mögen. Dann kamen die Möbel! Was da alles angefchafft werden mußte? Aber dann war doch alles fertig, und Doris Feller bezog ihr neues Heim. Dienerschaft war engagiert worden, und einen schönen neuen Wagen hatte sie sich auch gekaufte Ein herrliches Leben. Die ersten paar Wochen dachte Doris kaum noch daran, daß sie hatte reifen wollen. Sie tollte mit zwei weißen Hunden umher, arbeitete sogar zu- weilen ein bißchen beim Gärtner hinten im Gemüse- land und fand das neue Leben entzückend. Eines Tages war es aus damit. Sie langweilte sich, weinte sogar ein paar Tr8- nen, weil sie doch gar so verlassen war, und beschloß nunmehr, zu reisen. (Fortsetzung folgt.) Radweltmeisterschafien in Leipzig. Nm die Titel bei Berufs- und Amateur- Fliegern. Feierlicher Auftakt. Vor 9000 Zuschauern wurden am Sonntag im neu erbauten Magdeburger Schwimmstadion die Europameisterschaften eröffnet. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches zogen die Teilnehmer in das mit den Fahnen der teilnehmenden Natio- 1 nen geschmückte Stadion ein. Die deutsche Mannschaft, von Küppers und Sietas als Fahnenträgern angeführt, machte als letzte Gruppe des Zuges einen sehr vorteilhaften Eindruck. Der Präsident der Europäischen Schwimmliga, der Engländer Fern, begrüßte die Vertreter der 17 Nationen und dankte Deutschland für die Ausrichtung der Veranstaltung. Der deutsche Reichssportführer von Tschammer und Osten gab dann seiner Freude darüber Ausdruck, daß die europäischen Nationen so zahlreich dem Rufe gefolgt feien und erklärte die Meisterschäften für eröffnet. Der Kampf beginnt... Mit den Vorläufen zum 100-Meter-Kraul- schwimmen der Herren begann dann der sportliche Teil, wobei „E t e" Rademacher als Starter fungierte. Die beiden deutschen Teilnehmer Wille- Gleiwitz und Fischer» Bremen konnten sich beide für den Endlauf qualifizieren. Fischer gewann den zweiten Vorlauf überlegen in neuer Freiwafferbestzeit von 59,6, während Wille im dritten Vorlauf im toten Rennen zusammen mit dem Schweden Petterson in 1:01,6 als Erster Hilde Sperling-Krahwinkel siegt... Bei den Internationalen Deutschen Tennis- Meisterschaften in Hamburg wurde am Samstag der erste Titelträger ermittelt. Im Damenein- z e l konnte die vorjährige deutsche Meisterin, Frau Hilde Sperling-Krahwinkel, ihre alte Rivalin Lilly Außem, Köln, glatt in zwei Sätzen mit 6:2, 6:3 schlagen. Frau Sperling war ihrer Gegnerin weit überlegen und siegte auch verdient. Das Endspiel im Herren-Doppel sah das einzige deutsche Doppel am Samstag im Dorschluß- runden-Kampf ausgeschaltet. Das spanisch-australische Paar Maier-Quist besiegte das deutsche Nachwuchsdoppelz Henkel-Denker in drei Sätzen überzeugend mit 6:4, 6:2, 6:4. Das zweite Paar für die Schlußrunde sind die Tschechen Vodicka-Casca, die ihre Landsleute Hebda-Pallada 6:3, 6:4, 6:4 ausschalteten. Für die Endrunde im Damendoppel haben sich Adamoff - Couquerque und Dearman- Lyle qualifiziert. Adamoff-Couquerque triumphierten über die Engländerinnen 6:1, 1:6, 6:1, wahrend Dearman-Lyle schon am Freitag durch ihren 6:2 7:5-Sieg über Sperling-Horn für den Schluhkampf feststanden. Auch im Gemischten Doppel wurden am Samstag die Endgegner ermittelt, nachdem am gleichen Tage die „Letzten Vier" festgestellt wurden. Sperling-v. Cramm schlugen Dearman-Cooper in zwei Sätzen glatt 6:0, 6:3, und Scriven- Tuckey schalteten Adamoff-Quist ebenfalls aus. Aber die Meinung des alten Weibleins war nicht maßgebend. Maßgebend waren die Grunde, die den Doktor Farnhorst stark belasteten. Da — man rechnete schon stark mit seiner Verurteilung, es waren ja nun inzwischen schon Wochen vergangen - hieß es plötzlich, der alte Knmmal- kommissar Thieme hätte den richtigen Mörder ge- fUSart Kodi, ein lang- gesuchter Verbrecher, der der Geliebte des Stubenmädchens der Frau Feller gewesen war! Nein — aber auch so etwas! Der Doktor Farnhorst? Kein Mensch hatte dem je diese Untat zuaetraut. Man hatte ganz bestimmt gewußt, daß sich der wahre Mörder noch finden muffe. Nun freute man sich, daß der junge, sympathische Direktor bald wieder makellos dastehen wurde. So sagte man nun wieder. Eins'ttieb bestehen: Sjerr Richard Feller hatte seinen jungen Direktor entlassen, und die schone Frau Feller hatte eingestanden, daß es aus Eifer- sucht geschehen sei! Bestanden"hatte also etwas! Und »u tuscheln blieb noch übergenug. Aber mit der Tat selber hatte der Doktor nichts zu tun, und das war doch nun wirklich sehr gut. Der wahre Mörder hatte schon alles gestanden. Er hatte sich seit Wochen in der Umgegend Herumgetrieben. Dann hatte er sogar zwei Wochen in dem alten Geräteschuppen gehaust, und seine Geliebte • Marie Katschek hatte ihn mit Nahrungsmitteln ver- sorgt. Er aber hatte schon immer eine Gelegenheit ausfindig machen wollen, um bei Richard Feller in die Villa einzubrechen. Da hatte sich aber dann eine andere Gelegenheit geboten, zu Geld zu kommen. Marie Katschek hatte Geld von ihrer Herrin erpreßt! Zehntausend Mark! Und eigentlich wurde nun gerade durch diese gemeine Erpressung aufgedeckt, daß der Doktor Farnhorst völlig unbeteiligt an adem war. Denn er hatte ja auch noch jede Annäherung Frau Fellers zurückgewiesen. Alles, alles kam ans Licht! Lmopameisterschasten der Ruderer Deutsche Siege im Einer und Vierer „ohne". nungslauf zum Achter war den deutschen Vertretern nicht zu nehmen. Hellas Berlin ging nach 750 Meter unwiderstehlich an die Spitze, um leicht mit drei Längen gegen Belgien zu gewinnen. Im anderen Lauf hatte Jugoslawien die Tschechen geschlagen. Zu zwei schönen Erfolgen kamen die deutschen Ruderer bei den am Sonntag beendeten Europameisterschaften in Luzern. 3m Einer konnte Gustav Schäfer (Dresden) den Titel erringen und den zweiten deutschen Sieg gab es im Vierer ohne Steuermann, den der W ü r z b ur ger R V. gewann. Durch verschiedene gute Plätze in den übrigen Konkurrenzen war Deutschland die beste Ration im Gesamtergebnis. Die Entscheidungen wurden mit dem Vierer mit Steuermann eröffnet. Der deutsche Vertreter, Sturmvogel Spindlersfeld, hatte hier nicht allzu viel zu bestellen und kam nur auf den 5. Plag. Der Titelverteidiger Pullino d'Jstria (Italien) setzte und Gottfried von Cramm auch ... Deutschlands Internationale Tennis-Meisterschaften 1934 gingen dann am Sonntag zu Ende. Bei fonnigem und sehr warmem Wetter hatten sich zu den Entscheidungsspielen im Herren-Einzel, Damen- und Herren-Doppel sowie im Gemischten Doppel auf den Plätzen am Rothenbaum über 2500 Zuschauer eingefunden, die natürlich in erster Linie auf den Kampf zwischen Gottfried von Cramm und dem jungen Amerikaner Burwell gespannt waren. Der Verlauf des Kampfes enttäuschte jedoch etwas. Nicht von Seiten unseres Meisters, der sich wieder in Hochform befand und seinem Ruf als überragender Tennisspieler in jeder Phase des Kampfes gerecht wurde, das Versagen mußte bei seinem Gegner, dem jungen Armerikaner Burwell, festgestellt werden. Burwell hatte buchstäblich nie auch nur die geringste Chance, unserem Meister ernsthaften Widerstand leisten zu können. 3n knapp 45 Minuten war der ganze Meisterschaftskampf erledigt. Gottfried von Cramm siegte mit 6:2, 6:1, 6:4. Dieses Ergebnis spiegelt wohl am besten den ganzen Spielverlauf wieder. Nur im dritten Satz merkte man, daß für von Cramm überhaupt ein Gegner auf dem Platz war. Gottfried von Cramm hat damit das Vertrauen, das man immer in ihn fetzte, wieder einmal glänzend gerechtfertigt. Er hat bewiesen, daß er unser bester Mann ist und bleibt. Bedauerlich ist nur, daß Bochumer Hasselberg durch, der im Dorlauf von dem Franzosen Lents geschlagen wurde und auch im Hoffnungslauf dem Schweizer Wagelin den Vortritt lassen mußte. Der Kölner Klöckner, der im Vorlauf nur Dritter geworden war, gelangte im dritten Hoffnungslauf über den Franzosen Chaillot in die nähere Entscheidung. Meister Toni M e r k e n s, der den Holländer Leene schlug, und Lorenz (Chemnitz), der über Heusy (Belgien) triumphierte, kamen in die Zwischenläufe, ebenso 1 SUovr.kAZ.lnH; SHnfn SPinnm Wpun Italien). noten gezählt. Da war es geschehen! Der Verbrecher hatte sich auf den völlig Ahnungslosen gestürzt, hatte ihn mit einem Stem erschlagen. Das war das grausige Verbrechen dessen Einzelheiten der Mörder mit zynischem Gleichmut em- 9 Ihn traf die gerechte Strafe! Und ein Teil davon fiel auch auf das Mädchen, das feine Braut gewesen war! Aber gutgemacht wurde nichts! m . Ein alter Mann lag todkrank danieder. Der Vater Richard Fellers! Man hatte es ihm nicht sagen dürfen, das Schreckliche. Man hatte ihm: nurr gefagt Richard fei mit dem Auto verunglückt; aber er werde bald wieder hergeftellt fein. Da hatte der alte Herr glücklich gelächelt. Und nun wartete er! Und mitten in biefem Warten schlief er an einem Abend hinüber. Sanft und friedlich. Und eine alte gebeugte non dem Rechtsanwalt ihres Gatten die Anweisung, die Billa zu verlassen. Sie i-i vvllltändia enterbt. Das Vermögen solle an ferne Mutter die damit tun und lassen könne, was ihr beliebe'Und das große Feller,che Vermögen gehöre ia mr Seit noch seinem Vater und nicht ihm. Sie eMa stlber r?ich non ihrer ersten Ehe her da wurde es sie nun wohl auch nicht weiter treffen. Richard hatte das Testament gemacht, weil er befürchten mußte, im Zweikampf zu fallen. Das^war^seine Liebe gewesen? Das hatte er fertigqebracht? Nun gut! Sv loste sie sich eben von den Fellers. Gott fei Dank, daß sie elber Geld batte! Das wurde ihr alles überwiesen. Damit konnte sie tun und lassen was sie wollte. _ - • - -1- —" «• Koffern ur Alle Deutschen im Endkampf. Zweiter Tag der Ruder-Europameisterschaften. Der ©onntagoormittag galt der Ermittlung der restlichen Teilnehmer für die am Sonntagnachmittag ausgetragenen Entscheidungskämpfe. Schönes Wetter und beste Wafferverhältniffe begünstigten die Austragung der Hoffnungsläufe. Sowohl im Vierer m. St. als auch im Ächter fetzten sich die beiden deutschen Boote überlegen durch, so daß nunmehr alle gemeldeten deutschen Boote in die Entscheidung eingreifen konnten. Der Hoffnungslauf zum Vierer m. St. sah zunächst .Sturmvogel und Nereus Amsterdam gemeinsam in Front. Nach 500 Meter zogen die Deutschen davon, wurden später von Holland und Polen abgelöst, doch dem Endspurt der Spindlers- felder war keiner gewachsen. Mit gut 2V- Längen gingen sie als Erste vor Polen durchs Ziel, die nun ebenfalls in den Endlauf kommen, nachdem der FC. Zürich verzichtet hat. Auch der zweite Hoff- einkam. Auch im 200-Meter-Bru st schwimmen der Damen setzten sich die beiden deutschen Vertreterinnen für die Entscheidung durch. Die Krefelderin Martha ©enenger unb Anm Holzner - Plauen gewannen in 3:12,4 bzw. 3:09,6 sicher ihre Vorläufe. Im 100- Meter- Kraulschwimmen der Damen belegte Gisela Ahrendt im zweiten Vorlauf hinter der Holländerin Maftendroeck den zweiten Platz, sie erzielte aber mit 1:09,4 einen neuen deutschen Rekord. Die „Nixe" Hilde Salbert wurde leider im ersten Dorlauf nur Vierte und schied damit aus. Beginn im Wasserball. Deutschland schlägt Italien 5:0. Die deutsche Wasserballmannschaft traf am ersten Tage auf Italien und gewann verdient und überlegen 5:0 (3:0). Die deutsche Mannschaft spielte mit: Heinrich, Mehlberg, Dr. Schürger, Gunst, Aki Rademacher, Heiko Schwartz und Schulz. Schwartz, Gunst und Rademacher schossen vor her Pause dre, Treffer und nach dem Wechsel war „Aki" noch zweimal erfolgreich. Im zweiten Spiel der Runde trifft Deutschland am Montag auf die Mannschaft der Tschechoslowakei, die von Spanien mit 1:0 (0:0) geschlagen wurde. r r „ Die beiden Spiele der anderen Gruppe sahen Ungarn mit 5:1 (1:0) über Belgien und Holland mit 3:1 (1:0) über Jugoslawien erfolgreich. 48,57 Meter. Deutscher Meister im 20-Kilometer- Gehen wurde der Titelverteidiger Schnitt (SC. Charlottenburg), der in Frankfurt a. M. m der Zeit vmoenau Deguuucii um. von 1:41:43 <5tuni)en Bauer (S.tustAvrt), Harn m die Rad-Welt-! (Erfurt) und Wied (Frankfurt) aus die Platze ver- war immer langweilig. Irgendein mondänes Bad mußte es sein. Oder noch besser: die Schweiz! Dort kannte sie niemand. Dort konnte sie tun und lassen, was sie wollte. Konnte Sport treiben, konnte tanzen, konnte weiter reisen, wenn es ihr gefiel. Wie herrlich das Leben doch fein konnte, wenn man frei war! Die Räder fangen: „Frei bist du! Frei bist du!" Und Doris Feller lehnte sich behaglich zurück, schloß die Augen. In Berlin angekommen, fuhr sie ins „Esplanade". Den „Kaiserhof" mied sie, weil man sie dort kannte. Sie ruhte sich einige Tage aus, fuhr nur ab und zu mit einem Mietwagen in die Umgebung Berlins. Dabei entdeckte sie im Grünewald eine große, schöne Villa, die in einem parkähnlichen Garten lag. Das Grundstück gefiel ihr und war zu verkaufen. Ein großes weißes Plakat zeigte den Namen einer bekannten Berliner Maklerfirma. Doris notierte sich diese Adresse, sagte dem Chauffeur, daß er jetzt weiterfahren könne, sich keiner unserer Nachwuchsspieler zu seiner Klasse ^Bedauerlich ist es auch, daß bei unseren deutschen; wie Bambugiotti, Po'la, Rigoni, Mezzo (Italien), Meisterschaften vier ausländische Paare die Titel im Lents, Matos (Frankreich), van Dliet, van der Lin- Herren- und Damen-Doppel ausmachen mußten. ™ wnncim Maier-Quist holten sich die Meisterschaft im Herren- Doppel durch einen 6:2-, 6:4-, 6:3-Sieg über die tschechische Kombination Vodicka-Casca und Dearman-Lyle, blieben im Damen-Vierer gegen die W, Nie Nie MM. Vornan von Gerl Nothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) Meisterschaft im Herren-Einzel: Leene, Van den Hevel (Holland) und Linari (Jta- Gottfried von Cramm (Deutschland) — Burwell den) in die Zwischenläufe. (Amerika) 6:2, 6:1, 6:4. ßuHC (5ü0l*ft10fUCn. Meisterschaft i m H erren - Doppe I: ytu 8 y . Ä’ÄtKns.SWaÄS '4.*ÄKJS!8SS nun tm Endspiel auf Hamburg. Ein- wichtig- Roll- in dem Vernehmungsprozeß I Der Diener, der hier angekommen war, der schien hatten die beiden Freunde Richard Fellers gespielt. Order zu haben, nur auszupassen was sie nutnahm. Sie sagten beide aus, daß zwischen Feller und'"— - .....A Farnhorst ein Duell vereinbart worden sei. Daraus war kaum noch an einer Schuld Farnhorsts gezweifelt worden. Das warf das schlechteste Licht aus ihn. Er hatte den Gegner bereits vor dem Duell unschädlich gemacht! Äber nun war es geklärt! Alles war geklärt! Und Fritz Farnhorst verließ die Gefängniszelle als ein freier, von jedem Makel gereinigter Mensch! _ Und der wirkliche Mörder gestand, daß er an jenem Tage auf seine Braut gewartet hatte. Da war dann auf einmal den schmalen Weg vom Bahnhof her der Herr Feller gekommen. Und er war auf den alten Schuppen zugekommen! War eingetreten. Der Verbrecher hatte sich m die Ecke gedrückt, wo einige ausgestellte Balken em willkommenes Versteck boten. Herr Feller hatte sich auf die Bank gefetzt. Er hatte lange Zelt still bagefessen. Er hatte auch Tropfen eingenommen. schien nicht wohl zu sein. Dann hatte er plötzlich die Brieftasche hervorgezogen, hatte eine ganze Menge Bank- 200-m-Bru st schwimmen (Turner, Ober- tufe): 1. Hübner, E., Wetzlar 47, 3,18; 2. Jakob, Herbert, Casseler Tgde., 3.22; 3. Höhl, I,. Schwimm- klasse): 1. Naumann, K., Tgde. Laubach, 37 m, verein Fulda, 3.20 Min. (Turnerinnen 100-m-Bru ft schwimmen Oberstufe): 1. Sandrock, F., Turn- und Fechtclub - VU VU V v .. \ —----------- ' , telstufe): 1. Fisch, H., Tgde. Bad-Nauheim, 30 m, Hanau, 1.40 Min. gen sicher zu ihren Gunsten entscheiden konnten. 100-m-Bru st schwimmen (Turner Mittel- 'tufe): 1. Kaiser, H., Tv. Wetzlar, 1.32; 2. Wirth, stufe): 1. Kleinhans, H., Tgde. 37 Hanau, 3.17; 2. K., Casseler Tgde., 1.33; 3. Münsch, H., Turn- und den Kampf. Bier Boote von Ungarn, Italien, Däne- Fechtclub Hanau, 1.34; 4. Scheerer, C., Tv. Wetzlar, 1.342/5; 5. Fischer, K., Tgde. 37 Hanau 1.35; 6. mark und Frankreich lieferten sich auf k^r ganzen _ « "ii I — ... .. L 1 Illi •117 Strecke einen erbitterten Kampf. Nach 1500 Meter Döpfer, Walter, Tv. 1846 Gießen, 1.37 Min. konnte Budapest einen knappen Vorsprung erzie- len und diesen auch bis ins Ziel gegen die Dänen z-s. v . . 1 r x . CO-wImaIam CX All lUrtrfm verteidigen. Der deutsche Vertreter Hellas Berlin 2. Köhlinger, M., Tv. 46 Gießen 1.43; 3. Braun- kamen hier nicht ganz mit und endete weitab ge- well, K., Turn- und Fechtklub Hanau, 1.49; 4. Eiser- 1.05; 2. Natale, K., Gedern, 1.13; 3. Eyermann, mann, G., Turn- und Fechtklub Hanau, 1.50; 5. Schminke, I., Schwimmverein Fulda, 1.503/s; 6. von Deschwanden, R., Tv. Gießen 46, 1.52; 7. Heuser, 1. Turn- u. Fechtklub 69 Hanau 7,05; 2. Tv 46 H., To. Gießen 46, 1.52,2 Min. übernahm der Würzburger RV. 1875 die Führung Gießen 7,17; 3. Tv. Wetzlar 47 7,33; 4. VfB. Deutschlands Leichtathletinnen unübertroffen Turn- u. Fechtklub 69 Hanau 5,06; 2. Kasseler TG. e. V. 5,20; 3. To. 50 Corbach 5,27 Min. Turmspringen für Turner: 1. Rode, Henkel, Tuspo Marburg, 102; 5. Ernst Decher, Tv. Glänzendes Abschneiden der Deutschen bei den Wettspielen Schlitz' 92; 6. Willi Weber, Tgde. Laubach, 89; 7. Heinz 'Köhler, Tuspo Marburg, 88; 8. Otto Höhn, Gisela Mauermeyer schaffte mit 377 Punkten Die IV. Frauen-Weltspiele in London l.Turn- u. Fechtklub 69 Hanau 2,56; 1. Tv. 1850 einen neuen Weltrekord im Fünfkampf. Den dritten wurden am Samstag abgeschlossen. Sie ende- Corbach 2,56; 2. Tv. 59 Nidda 3,09; 4. Tgde. Bad- ten mit einem in diesem Ausmaß nie erwarteten Schlitz, Willi Bilkheimer, Tv. Nidda, je 83; 10. Lud Sieg der deutschen Vertreterinnen, denn nur drei Konkurrenzen des zwölf Wettbewerbe umfassenden Programms wurden von Vertreterinnen anderer feier TG. e. V. 6,11; 2. Tv. Wetzlar 1847 6,ll1 /.; Nationen gewonnen. Neunmal ging die deutsche Flagge am 100-m-Rückenschwimmen (Turner Ober- Siegesmast hoch stufe): 1. Horeyseck, Kurt, To. Gießen 1.28; 2. Man und in den nicht von Deutschen gewonnenen Wettbewerben gab es — besonders im Diskuswerfen — 3 X 100-m-La gen staffel (Turner): 1. stufe): 1. Herbert, H., Tv. 46 Gießen, 43; 2. Den- wenigstens achtbare Plätze. Die deutsche Mannschaft hat damit einen überlegenen Gesamtsieg errungen. >er= stufe): 1. Stübner, G., Tv. Wetzlar, 33V-; 2. Koch, treterinnen errungen und erst mit 33 Punkten folgt Das Gesamtergebnis: 1. Deutschland 95 Punkte; 2. Polen 33 P.; 3. tages befinden sich erfreulicherweise auch zwei Weltrekorde. 11 P.; 8. Japan 10 P.; 9. Oesterreich 9 P.; 10. Die Berlinerin Ruth Engelhardt gewann die Holland 6 P.; 11. Frankreich 2 P. Fest der Turnerschwimmer in Äidda 4. Gauwettschwimmen des 42. Gaues der Deutschen Turnerschast Aordhessen. 24597 173980 271636 169923 228390 247922 171165 30754 Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen) wurden noch am Samstagnachmittag abgewickelt. Dabei wurden der vierten Minute ging er mit einem weiteren Leistungen gezeigt, die aus recht beachtlicher Höhe Tor in Führung. Halbzeitstand 2:1 für Bezirk 2. Ohne Pause ging es in die zweite Halbzeit. In Begrüßungsabend den der Niddaer Turnverein 1859 veranstaltete. In der stimmungsvoll und würdig ausgestatteten Turn- Die Ergebnisse. neu Reichspräsidenten und seines Verhältnisses zur Altersturner, Sechskampf und Springen: DT. Turnbruder Dr. Karl Kraft feierte mit beredten Worten Turnvater Jahn als den Vorläufer 1. H. Zapf, Kasseler Tgde., 71,90 Punkte 2. 21. Sie- und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß das der Anereknnung an die alte Turnerfahne vom 2 Gewinne zu 10000 M. 95468 292719 inneren Sammlung und Stärkung des Volksbe- 208563 218041 239792 245131 dann gemeinsam gesungen. Die Wettbewerbe. 499 352 Gewinne zu 8200 8629 300 M. 1305 414 Gewinne au gen mit gut anzusprechen. Die Entscheidungen des SonntaqnachmittagS. Am Nachmittag wurden die Wettkämpfe fort- Mittelstufe): 1. H. Franz, Tv. 47 Wetzlar, 1,32 lebhaften Anteil. Einen ganz erbitterten Kampf lieferten sich der Turnverein 1850 Corbach und Turn- und Fechtklub Hanau in der 4X50-m- Brust- 50-Meter-Kraulschwimmen (Turnerinnen, Mittelstufe): 1. E. Schreier, Tv. 47 Wetzlar, 20 Tagesprämien. mit Vs Sekunde Vorsprung Sieger. Hervorragende 10 0 = M e ter-Rückenschwimmen (Turne- 100-Meter-Bru st schwimmen (Turner, Altersklasse): 1. K. Gert, Tgde. Bad-Nauheim, 1,36 20 Tagesprämien. Aus jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu |e 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 3139 13857 30576 48872 73203 82138 93274 193442 315081 43680 125534 22949 162900 315593 99913 390604 123686 299940 73181 357827 20618 125818 111582 278823 119888 304061 191893 377703 18534 113705 296013 105116 269763 4995 14567 29696 45454 57863 66949 75475 96410 86941 197522 324131 61530 166489 286617 84038 334764 111964 126138 147125 208117 250327 285214 305542 350765 384238 82385 375044 114499 127129 135684 149274 162376 177555 183454 193171 203555 211682 233662 245146 260858 271693 281017 290307 307273 315968 335062 338588 345104 354365 368661 385294 398188 116437 129934 136798 155032 163265 180645 187530 196512 204117 226225 236723 255213 263544 275813 283622 297299 313147 318261 336212 341202 346937 358063 372221 388744 103016 154604 190055 285258 354694 95645 120165 133163 193605 234364 279751 238244 336428 399583 7467 1 15795 ' 30007 ; 46286 < 61802 ( 68516 ' 84153 1 99608 105035 111712 123919 129822 146809 168981 172692 187176 196698 204303 214325 227090 230932 250838 271098 280558 297677 306760 312255 316872 332304 345044 370110 383057 391939 107307 123578 140556 197009 246923 281655 304907 349629 129271 179273 43606 348299 58095 141002 279295 114665 128166 156162 215667 254843 286498 314646 368381 5303 15426 29983 45540 59238 67157 83831 98448 101510 110188 121065 128645 142061 160951 172272 183937 196471 s 202731 208809 224964 230129 247158 263100 277688 294560 306266 311556 316268 331927 343327 366799 382519 388887 111049 165569 221097 316994 363433 112321 169739 233737 317994 367095 123888 362165 23118 150009 268758 119850 134645 143842 155924 166190 181409 189758 201978 209287 229975 243740 258342 270474 279545 288563 303139 313392 330864 337586 342624 349900 365490 377573 394087 178902 378119 37783 177388 306189 1000 M. 110389 289757 26375 245444 15949 94138 117793 129871 188201 232805 256620 288091 325693 389637 113682 123119 134663 146870 162269 166277 181939 189900 202149 209994 231132 243851 258971 271095 279907 289162 303712 313881 335008 338416 344708 351773 367173 381339 395465 19453 35364 61629 76291 86374 98524 112385 123538 137269 156900 167965 173480 188258 202505 211895 219419 228660 239628 249674 265076 286673 312374 329158 347221 358623 376791 395223 115056 129599 135797 150304 162450 177652 186451 196301 203578 220833 235915 252511 261006 274064 282065 295663 309972 316556 335486 338918 345131 355398 370844 387156 398246 102244 117824 125863 140999 160743 169641 181820 191824 208033 213983 222320 235714 240750 257772 275144 295257 317366 342825 348230 366383 381115 399803 4959 i 18349 35008 51922 75683 83806 95886 109111 11201 . 26045 38004 68965 ' 79984 i 91841 103756 121650 134160 196086 238022 281398 288666 346687 12686 22882 31973 50473 62195 71100 86132 12921 23837 34046 53611 64986 71333 88374 100843 109292 118456 128209 138484 158413 171599 181140 194647 201921 207444 222560 229692 245877 261849 277637 292720 302501 311185 315317 328978 341646 362117 378288 387702 2858 13283 27695 48816 69256 81730 92068 1247 29639 60878 64283 98588 130427 203133 225886 275751 324208 4312 16746 33371 50125 73471 83664 93594 108517 119798 131767 154838 163835 171473 185953 196649 208711 214699 226914 236842 248071 262191 276445 303488 320337 346800 352989 372190 386048 22265 37671 65401 76637 86716 101384 117483 124219 138317 160265 168614 175423 189085 202892 212874 220243 229888 240306 256693 267030 288308 316137 336037 347269 365685 379322 397756 136523 172603 265068 332793 398766 208194 186196 204417 100740 108245 114506 126158 132202 150259 170810 177260 193061 201033 206656 219292 228318 240171 254514 276560 286690 298579 309309 313237 323777 337969 350810 374993 385460 396112 100771 109247 115054 127641 134684 154797 170967 179223 193524 201662 206731 220793 229558 244092 255907 277131 292433 300958 309511 313633 326507 338970 355061 375966 386428 398260 • 2198 14252 25106 41381 55694 66236 71782 89843 121636 135299 154862 166303 171833 187061 199600 210656 217243 228182 237398 249031 262566 277811 303643 324447 346802 357401 376670 387798 136375 171506 236562 321475 398380 300 M. 102517 118706 128879 147446 161276 171327 185110 193862 208440 214520 225553 236268 246968 260982 275557 300139 317731 345319 350421 371187 385486 143683 176137 270279 345671 10402 16761 31554 46462 61893 70548 84381 100149 107070 111930 125203 131267 149312 170628 176493 190211 197161 205081 218153 227970 237045 252444 271124 283311 297953 307387 312499 316964 333824 348456 373183 385107 392391 10 Gewinne zu 3000 M. 284707 376014 205379 209938 267869 271466 317450 370974 8 Gewinne zu 3000 M. 258747 117011 132628 140140 155146 163990 181379 189493 197495 204204 226788 239900 257086 267949 278494 285920 ’m 797 813338 3222'29 336720 341409 349158 360840 375302 389111 120 Gewinne zu 500 M. 2925 9144 14960 16819 20816 42661 67555 76354 80510 2 Gewinne zu 5000 M. 4 Gewinne zu 3000 M. 20 Gewinne zu 2000 M. 207284 341327 342003 397314 34 Gewinne zu 1000 M. 65693 71186 73882 326451 371567 34 Gewinne zu 89103 92462 226724 288702 339015 394347 96 Gewinne zu 500 M. 6320 8275 8820 stufe): 1. Dückhardt, H., Turn- und Fechtklub Hanau, 1.12-/°; 2. Fix, A., Tgde. 37 Hanau, 1.16 25Vs Sek. 200-m-Lagenschwimmen (Turner Ober- 22 Gewinne zu 2000 M. 8327 196956 217420 227813 306489 330826 338908 78 Gewinne zu 500 M. 4827 9526 14812 36529 62974 87883 87980 90733 97437 102130 ----- 22 Gewinne zu 2000 M. 135711 160589 2 Gewinne zu 5000 M. 8 Gewinne zu 3000 M. 366062 18 Gewinne zu 2000 M. 209960 226457 273892 34 Gewinne zu 1000 M. 68932 71956 90418 1. Tv. 46 Gießen 3,14 Min. 4 X 100-m-Bruststaffel (Turner): 1. Kasi Min.; 2. G. Wolf, Tv. 47 Wetzlar, 1,42; 3. G. Grandpieer, Tv. 44 Idstein, 1,47 Min. Nauheim 3,13 Min. 4 X 50-m-Kraulstaffel (Turnerinnen)? Hans, Kasseler TG. e. D. 47,60 P. 4 X 50-m-Bru st staffel (Turner V. o. W.): 3 X 1 00-m-Lagenstaffel (Turnerinnen): 1. To. Wetzlar 1847 (Alleingang) 5,40 Min. 383525 399638 20 Gewinne zu 1000 M. 200142 233551 263626 322877 gesetzt. Nach Erledigung von verschiedenen Einzelwettbewerben folgten die Staffelkämpfe. Das zahlreich erschienene Publikum nahm an den Kämpfen Polen an zweiter Stelle. Unter den sieben deutschen Siegen des Schlutz- standen. Der Hauptkampftag wurde eingeleitet durch einen wlv ll 1,11) O • **-' **' - Reichsbahn Gießen 8,06 Min. 4 X 1 0 0 -m- Kraul staffel (Turner): 1. 38; 2. Wolf, O., Tgde. Wetzlar, 32 m, 32 Sek. 30-m-Streckentauchen (Turnerinnen Mit- Natale, K., Tgde. Gedern 3.25 Min. 1 0 0 - m - Kraulschwimmen (Turner Mittel- W., Tv. Orunberg, 37; 3. Enders, A., Tv. Jahn Neuhofs 373/s; 4. Kreuz, E., Tv. Nidda, 402/s Set. 40-m-Streckentauchen (Turner Alters, 200-Meter-Bru st schwimmen (Turner, Mittelstufe): 1. K. Kleinhans, Tgde. Hanau, 3,22 Min.; 2. H. Kaiser, Tgde. Wetzlar, 3,24; 3. W. Schunke. 1. Schwimmverein Fulda, 3,31 Min. Hard, H., To. 47 Wetzlar 432/s Sek. 40-m-Streckentauchen (Turner Mittel- Meter in 24,9 Sekunden. Traude Göppner (Danzig) gewann den Weitsprung mit 5,81 Meter, die Münchnerin Gelius siegte im Speerwerfen mit 42,43 Meter und den letzten Erfolg holte sich Deutschland in der 4 X 1 0 0 - M e t e r - S t a s f e l A/CU1- UICII yuvi u -y-v ---" . '- waren schon nach 1500 Meter ge^lagen. Die Schweizer Mannschaft siegte hier knapp in 7:0b mit berling, Tv. Gettenau, 50,50 Punkte. Hauptspringen der Turnerinnen, v_________ v mtsieg errungi mit dem der seinerzeitige Sieg von Prag weit übi troffen wird. 95 Punkte haben die deutschen Ver- -L.uu, c. ytuiuic, jv., 27* W., Tum- und Fechtklub Hanau, 1.132/s Min. 4 X 100-m-Bru st st affel (Turnerinnen): Weltrekord des Tages schuf die Tschechin Koubkova, die den 800-Meter-Lauf in 2:12 Minuten gewann. Käthe Kraus (Dresden) wurde Doppelsiegerin, sie gewann die 100 Meter in 11,9 und die 200 einer Sekunde gegen die Franzosen. Im A ch t e r gab es wieder einen äußerst packen- Minuten. 100-m-Kraulschwimmen (Turner Ober« stufe): 1. Mannfeld, W., Polizeisportverein Hanau, Am Sonntag fand um 7 Uhr eine Kampfrichtersitzung statt. Sodann wurde mit den Einzelwettkämpfen begonnen. Sprünge vom 1- und 3-Meter-Brett ließen bei den Turnerschwimmern große Fortschritte erkennen. Im 50- und im 100- Meter-Brustschwirnmen der einzelnen Turnerstufen spielten sich erbitterte Kämpfe ab. Oft fiel erst im Ziel die Entscheidung. Sehr spannende Kämpfe gab es beim Kraulschwimmen. Hier waren die Leistun- Dolkstümlicher Mehrkampf: 1. Erwin Stuckmann, Tgde. Kassel 118 P.; 2. Otto Jüngst, Tv. 1846 Gießen, 111; 3. Otto Blank, Tgde. Kassel, 107; 3. Harry Denhard, Tv. Wetzlar 107; 4. Heini 23509 56105 91309 95069 147462 237652 241252 244413 340081 351596 Im Gewinnrade verblieben: 520 Tagesprämien 8^ 1000 M. ferner 2 Gewinne zu 1000000, 2 zu 300000, 2 zu 100000, 2 zu 75000, 4 zu 50000, 6 8" 80000, 10 zu 20000, 86 zu 10000, 176 zu 6000, 338 zu 8000, 830 zu 2000, 1730 zu 1000, 4218 zu 500, 16856 zu 300 M. Tv. Idstein, 86; 9. Alois Enders, Tv. Jahn Neuhof, Willi Koch, Tv. Grünberg, Willi Schmidt, Tv. Hindenburg. In einer Ansprache gedachte auch der Dietmar! des Vereins 'F. Geiger des oerstorbe- aus der Körperschule zeigten. Eine besondere Note erhielt der Abend durch die Verleihung einer Fah- rinnen, Mittelstufe): 1. G. Sauer, Tv. 47, Wetzlar, 1,56 Min. 100-m-Bru st schwimmen (Turnerinnen Mittelstufe): 1. Fisch, H-, Tgde. Bad-Nauheim, 1.42; wiq Malkomesius, Männerturnverein Gießen 82 P. 10mal50-m-Lagenstaffel (offen für Arbeitsdienstlager): 1. Arbeitsdienstlager Büdingen 9.05; 2. Arbeitsdienstlager Nidda 9.09 Min. Längen. Auch im Vierer „o h n e" feierte die deutsche Mannschaft einen Sieg. Schon nach 500 Metern Jahre 1862. Der ganze Abend stand im Zeichen der Einfachheit, der Trauer, war ein Abend der England 31 P.; 4. Kanada 22 P.; 5. Tschechoslowakei 18 P.; 6. Südafrika 14 P.; 7. Schweden ders durch besseren Stabwechsel, als klare Sieger hervor. Anschließend folgte ein Wasserballspiel zwischen Bezirk 1 und 2. Uederraschenderweise ging Bezirk 1 schon vom Anwurf weg in Führung. Bezirk 2 hatte sich nun schnell gefunden, und in der dritten Minute fiel nach wunderschönem Zu- Min.; 2. H. Münsch, Turn» und Fechtclub Hanau, 1:38,6 Min.; 3. K. Knickrehm, Kasseler Tgde., 1,43 Min. Den ersten deutschen Sieg gab es im Einer. In diesem Rennen gab es einige Zwischenfälle, so kenterte der Favorit R u f I i (Zürich) schon nach dem ersten Viertel der Strecke und kurz danach schlug auch das Boot von Zvonko (Südslawien) um. Schon hier führte der deutsche Meister Schäfer (Dresden), und er konnte bis zum Ziel alle Angriffe des Italieners Amante, des Franzosen Saurin und des Titelverteidigers Verey (Polen) abwehren. Schäfer siegte sicher in 7:38,2 mit IV2 schlagen als Letzter. Das einzige Rennen ohne deutsche Beteiligung war der Zweier „0 h n e", den Hungaria Budapest in 7:48,2 vor SN. Paris gewann. wenig schönen Szenen durch die Mannschaft des Bezirks 1, so daß das Spiel mit 5:1 Toren für den Bezirk 2 abgebrochen werden mußte. Der Schiedsrichter, Bezirksfchwimmwart des DSV. Pascoe- Gießen, leitete das Spiel vollkommen einwandfrei. Mit einer eindrucksvollen Siegerehrung in der Turnhalle fand die große Veranstaltung ihren Abschluß. 80 Meter Hürden in der neuen Weltrekordzeit von 11,6 Sekunden und die ausgezeichnete Münchenerin des Nationalsozialismus, dessen Ziele jetzt durch Adolf Hitler Erfüllung erführen. Beigeordneter A. L u p p (Nidda) begrüßte die auswärtigen Gäste wußtseins. Der Vereinsführer Dr. Koch schloß nach Worten des Dankes an die Mitwirkenden den kommen. Den Abschluß des Großkampftages bildete die Hessen staffel (10 X 50 m). Teilnehmer waren die Turnkreise 6, 8, 11 und 12. Mit 3,38 Minuten gingen die Wettkämpfer des Turnfreifee 12, balou» Leistungen wurden beim Streckentauchen gezeigt. Dabei erreichten fast alle Teilnehmer die vorgeschrie- bene Strecke. Die Zeiten waren durchschnittlich sehr gut. Ein eingelegtes Schauspringen ließ die Zuschauer auch auf diesem Gebiet auf ihre Kosten staffel. Beide Gegner waren gleichzeitig im Ziel. Das Ergebnis löste bei den Zuschauern großen sammenspiel der Ausgleich. Schnell schälte sich eine Überlegenheit des Bezirks 2 heraus und schon in der zweiten Minute fiel das dritte Tor für Bezirk 2, dem sich in der vierten und fünften Minute je ein weiteres Tor anreihte. Leider kam es dann zu 3. Schwimmverein Fulda 6,30; 4. VfB. Reichsbahn Gießen 7,42 Min. Turn» u. Fechtklub Hanau 4,22Vs; 2. TG. Friedberg 4,27; 3. Kasseler TG. e. V. 4,29; 4. Tv. Sieben 46 4,32 Min. Oberstufe: 1. E. Neinens, Tv. 61 Eschwege, 65,10 Punkte; 2.. H. Gers, Kasseler Tgde., 58,80 Punkte. Hauptspringen der Mittel st ufe der Turnerinnen: 1. Hilde Huisgen, Tv. 47 Wetzlar, 38,50 Punkte. 50-Meter-Bru st schwimmen der Altersklasse II: 1. Waller Kleingünter, Fulda, 46,4 Sek. 50-Meter-Bru st schwimmen fürTur» nerinnen 0. Winterbad: 1. Brünning, Turn-u. Fechtclub Hanau, 46,2 Sek.; 2. Schleicher, I. Tv. 1850 Corbach, 50,2 Sek. 50-Meter-Bru st schwimmen f ü r Turner (Vereine ohne Winterbad): 1. Hans Münch, Turn» u. Fechtverein Hanau, 40,2 Sek.; 2. Walter Högy, Tgde. Laubach, 43,6 Sek.; 3. Georg Wellig, Tv. Alsfeld, 45 Sek.; 4. Konstantin Nöller, SV. Fulda, 45,4 Sek.; 5. Walter Bechtold, Tv. Nidda, 45.6 Sek. Achtkampf (Hauptfvrinaen, Turner. Oberstufe): 1. Hans Rod, Kasseler Tgde., 62,50 Punkte. Mehrkampf für Turner: 1. Wilhelm Schäfer, Tgde. Friedberg, 164,90 Punkte. 1 0 0 - Meter Bru st schwimmen für Turner, Oberstufe: 1. Karl Hübner, Tv. Wetzlar, 1:28,4 Min.; 2. Herbert Jakob, Kasseler Tgde., 1:30,4 Min. Hauptspringen, Turner, Mittelstufe: 1. W. Meyer, Tv. Großen-Linden, 63,45 Punkte; 2. K. Greger, Tgde. Bad-Nauheim, 59,60; 3. H. Eckardt, Kasseler Tgde., 59; 4. G. Stübner, Tv. Wetzlar, 53 Punkte. Mehrkampf der Turner (Neunkampf, Mittelstufe): 1. W. Meyer, Tv. Großen-Linden, 145,25 Punkte; 2. G. Stübner, Tv. Wetzlar, 117,80; 3. G. Ernst, Tgde. Friedberg, 114,85; 6. H. Köhlinger, Tv. 46 Gießen, 100,65 Punkte. 100-Meter-Rückenschwimmen (Turner, seid, Werner, Polizei-Sportv. Hanau, 1.31 Min. 50-m-Streckentauchen (Turner Oberin 48,6 Sekunden. In den übrigen Konkurrenzen waren noch die beiden Polinnen Walasiewicz, die den 60- Meter-Lauf in 7,6 Sekunden gewann und Hedwig Weiß, die im Diskuswerfen mit 43,79 Meter gewann, erfolgreich. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleiche- Nummer in den beiden Abteilungen I und II: sich wieder burch und gewann in 6:54,6 vor den Franzosen und Ungarn. Im Zweier ohne Steuermann lieferten sich die deutschen Meister Braun-Möller und die Oesterreicher Gebrüder Kopetzky einen überaus harten Kampf, den die Wiener schließlich mit zwei Län- Bei freundlichem Wetter fand am Samstag und am Sonntag das erste Gauwettschwimmen des Gaues Nordhessen im Niddaer Schwimmbad statt. Durch verschiedene Nachmeldungen hatte sich die Zahl der Einzelmeldungen auf 166 erhöht. Die volkstümlichen Wettkämpfe (400-Meter- erste Gauschwimmfest in den Mauern Niddas abgehalten wurde. Die Turnerkapelle verschönte den Abend durch musikalische Darbietungen, während eine Turner» und eine Turnerinnenriege Ausschnitte halle begrüßte der Vereinsführer Dr. Koch (Nidda) die zahlreich erschienenen Gäste. In seiner Ansprache hob er hervor, daß die ganze Veranstaltung im Zeichen des Dreigestirns Jahn, Hindenburg und Hitler stehe. Besonderen Ausdruck fand die Trauer um den Heimgegangenen Reichspräsidenten von Begrüßungsabend mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler. Das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied wurden so- Beifall aus. Ebenso scharf wurde in der 4 X 100-m- Bruststaffel gekämpft. Hier blieb die Turngemeinde und vergrößerte dann seinen Vorsprung bis zum Ziel. Mit über zwei. Längen blieben die Deutschen in 6:40,4 klar in Front vor dem FC. Zürich. Einen vierten Platz belegten die deutschen Meister im Doppelzweier, Roßmann-Wollert. Die Deutschen gaben ihre Kräfte vorzeitig aus und 41,8 Sek.; 2. H. Fisch, Tgde. Bad-Nauheim, 42,6; 3. E. Kampf, Tv. Gießen, 44 Sek. ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen neüschleife vom Stuttgarter Turnfest. Gau-Ober- turnmart Paul (Gießen) heftete sie mit Worten 31311 50168 56880 58265 68930 79999 96665 90 Gewinne zu 500 M. 704 3363 15045 19966 106837 125878 133193 137647 141873 149461 21854 40884 56254 71649 72347 125063 137230 170683 182459 203364 206165 227797 244059 148903 149913 166299 174975 176440 178837 245594 247830 248141 259981 261968 266609 190915 195669 210222 210270 216116 222280 267601 270233 270695 279384 287220 301492 238330 242961 254931 256365 267220 275747 319359 321746 322011 329410 337791 340365 294063 294840 299431 312527 346387 347306 341432 369776 374641 373079 381611 383215 361783 362691 374373 378556 386882 387410 398600 394 Gewinne zu 300 M. 2964 6885 11288 16515 388962 390944 396470 396568 416 Gewinne zu 300 M. 1548 4505 9317 9483 24154 28181 36745 46004 48605 50980 51891 10100 10821 11098 12149 13094 16447 20021 65169 67080 67171 67269 69424 70302 71077 21195 21289 21661 22379 26148 26807 27024 74206 76389 80209 82637 86615 87550 88818 30831 34130 34819 35066 37107 37502 38600 90415 91825 91840 92970 95346 98776 99020 38893 41838 44296 44760 46801 49166 49232 99302 99834 101049 101565 101981 103933 49838 50027 68293 59774 64315 66705 69509 105397 105402 106670 107009 107710 107989 71618 74818 75992 77033 80297 80648 82283 108271 108712 111161 112180 112966 113316 82952 86390 90069 92674 95882 98653 100102 100328 104243 105541 106170 109066 109315 109875 112690 113588 115693 117119 117287 117606 121409 122300 123416 125195 129290 134594 136840 137966 139379 139597 139784 140774 145525 145813 145894 151707 163819 154648 154768 155419 155595 156266 157779 158141 162294 162601 163858 164702 168450 168864 170152 170224 173781 175727 180726 184601 185519 186043 187999 189504 190019 190148 191153 191832 192280 192909 194590 195189 196102 196848 198813 202308 202674 202684 207823 209660 210737 213418 213579 214301 214634 218981 221375 221976 227114 227659 232550 233894 234380 237858 238168 238823 239975 240552 246931 247610 249161 265021 256436 256679 268134 259454 260040 263286 265041 269250 274590 275171 276667 279983 281587 288139 294047 295728 295793 299539 301520 301574 304441 305838 306619 306725 307680 309767 314442 319732 321048 321801 323698 324007 328076 328665 329881 330859 331358 333358 333808 337174 344244 351036 351280 354542 361351 362294 365600 366750 371828 373485 376598 378060 383806 386055 387464 388783 389597 390246 390393 390670 392766 393723 395882 398888 Ohne Gewähr Nachdruck verboten Ohne Gewähr 3. Ziehungstag Nachdruck verboten 10. August 1934 24642 86870 Gewinnauszug 5. Klaffe 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie Gewlnnauszug 6. Klaffe 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie Ön der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4. Ziehungstag 11. August 1934 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne »u 1OOOO M. 116349 123621 8 Gewinne zu 5000 M. 7394 163805 Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II