M. Jahrgang Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Nr. 108 Erster Matt - 184. Jahrgang Zreitag, 11. Mai 1954 Stt'Üb’&SS O -nnahm. -on »njeigen Heimat im Bild - Die Scholle fl Hw ■ fl ll g X | B 9 9 ■ ■ ■ ■ W Ä E HW Grundpreise für 1 mm höhe Monatr-Vezugrpreir: ■ ■ H 84 Dw ÄX B B D W HIB B^r B fl B Wx B für Anzeigen von 22 mm Mit 4 Beilagen RM.1.95 *1 II M 91BT B B BT B / ■ BB B ■ B B Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte „ Bf M ■ W | ■ M . A | ■ B Ä. | B| Wk, B anzeigen von 70 mm Brette Zustellgebühr .. „ W ^B^ ■ | | W B Wr B ^B^ Ä 60 Rpf.,Platzvorschnst oder Auch bei Nichterscheinen I M ~ ~ — schwieriger Satz 25°/o mehr ^Ä««9h‘~ V "V ermäßigte 6run6pr.il«: -WL General-Anzeiger für Sberhessen WZ gtanifurt am Main liess Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStrSuch- und Steindruckerei «.Lange in Sieben. Schriftleitung und SeschSftrftelle: Schulstrahe 7 M^ng°nab|chm^s't°1ftM Oer deutschen Mutter! Von Gertrud Gcholh-Klink, Führerin des Deutschen Frauenwerks. Am Muttertag gibt die deutsche Frau chrem Volke zum Geschenk den „R e i ch s m ü t t e r - dienst im Deutschen Frauenwerk". Aus dem Gedanken heraus, im großen nationalsozialistischen Ausdau und Erziehungswerk die deutsche Frau einzugliedern, ist das Deutsche Frauenwerk entstanden. In seiner heutigen Form umfaßt es alle Frauen und Mädchen, die in irgend einer Form ihrem Volke dienen, sei es als Hausfrau, fei es als geistig oder körperlich schaffende Volksgenossin. Es schließt in sich alle Frauen- verbände, die es auf politischem, kulturellem, wirtschaftlichem und sozialem Arbeitsgebiet in unserem Volke gibt, wodurch eine einheitliche Zusammenarbeit aller Frauen im Volke im Entstehen rst, wie sie bisher in Deutschland nie Wirklichkeit war. Weil die nationalsozialistische Weltanschauung ein organisches Ganzes ist, ein klares und unzweideutiges, gibt sie jedem Volksgenossen die Rechte und verlangt von ihm die Pflichten, die ihm artgemäh und wesensbedingt sind. Die Aufgabengebiete der deutschen Frauen, als einem wesentlichen Bestandteil des deutschen Volkes, sind außerordentlich vielgestaltet und reichhaltig und müssen gerade deshalb vom Gesichtspunkt des organischen Ganzen gesehen werden. Heute zum Muttertag steht eine" Seite der Frau im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, eine Aufgabe, die den Ausgangspunkt allen Seins für ein Volk enthält: die Mutter. Diese Formel birgt in sich das Schicksal eines Volkes. Muttersein und Muttertum ist oft besungen und verherrlicht worden und daneben sind Hunderte und Tausende von Müttern still und selbstverständlich ihren harten Weg gegangen, ohne eine Anerkennung, ohne Hilfe, unter dem Sammelbegriff: „nur eine Mutter, sonst nichts". Viele deutsche Frauen und Männer haben sich schon bemüht, den deutschen Müttern gerecht zu werden, doch sind es bei ollen anerkennenswerten Leistungen, vom Großen und Ganzen aus gesehen, Einzeloersuche geblieben. All diesen guten Willen in eine geschlossene Einheit zu bringen zugunsten von der Mutter und rhrem Kinde, ist ein Teil des Aufgabengebietes des Deutschen Frauenwerkes, dos von ihm Reichs- mütterdi enst genannt ist und die Mitarbeit der Frau überall tätig werden lassen will, wo es sich um Mütterschulung, Mütterfürsorge, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Frau und Mutter handelt. Der „Reichsmütterdienst im Deutschen Frauenwerk" stellt sich für diese Belange der RS. - Dolkswohlfahrt als dem Träger der Aktion „Mutter und Kind" und ebenso allen behördlichen Stellen, die auf den Gebieten: Mütterfürsorge und Mütterschutz, schon arbeiten, zur Mitarbeit zur Verfügung. Dollverantwortlich tätig wird er besonders werden als Träger der Mütterfchulungsarbeit, und er hat bereits eine Vereinheitlichung aller Kräfte, die bisher in dieser Arbeit tätig waren, herbeigeführt. Die „Reichsarbeitsgemeinschaft für Mütterschulung im Reichsmütterdienst im Deutschen Frauenwerk^ arbeitet nach großen einheitlichen Richtlinien, die wir hiermit der Öffentlichkeit übergeben. 1. Die M ü tte r s ch u lu n g ist getragen von dem Willen zur Volksgemeinschaft und von dem Bewußtsein der Bedeutung der Mutter für Volk und Staat. Aufgabe der Mütterschulung ist die Heranbildung von körperlich und seelisch tüchtigen Müttern, die überzeugt sind von den hohen Pflichten der Mutterschaft, die erfahren sind in der Pflege und Erziehung ihrer Kinder und die ihren haüswirt- schaftlichen Aufgaben gewachsen sind. 2. Die Reichsarbeitsgemeinschaft für Mütterschulung im Reichsmütterdienst im Deutschen Frauenwerk setzt sich zusammen aus folgenden Verbänden: 1. RS.-FrauenschaW 2. Evangelischer Mütterdienst, 3. Reichsgemeinschaft Deutscher Hausfrauen, 4. Deutsche Vereinigung für Säuglings- und Kleinkinderschutz, 5. Deutscher Fröbelverband. In den Gauen sind Gau-Arbeitsgemein- schäften in gleicher Zusammensetzung wie die Reichsarbeitsgemeinschaft zu bilden. Sie haben für die einheitliche, diesen Richtlinien entsprechende Durchführung der Mütterschulung zu sorgen und sind der Reichsarbeitsgemeinschaft unmittelbar dafür verantwortlich. Als spezielle Aufgabe ist ihnen Oie Durchführung von Wanderlehrgängen auf dem Lande und in kleinen Städten zu übertragen. O e r t l i ch werden ebenfalls Arbeitsgemeinschaften gebildet. In ihnen sind alle an der Schulungsarbeit interessierten Frauenverbände, Einrichtungen und Anstalten vertreten. Sie stehen in enger Fühlungnahme mit den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, den kommunalen und kirchlichen Stellen. Ähre Aufgabe ist die praktische Durchführung der Mütterschulung. Träger des einzelnen Mütterschulungskurses ist die Arbeitsgemeinschaft. 3. Bei der Gestaltung des Unterrichtes ist jeweils auf die religiöse Grundhaltung der Teilnehmerinnen Rücksicht zu nehmen. Für die Behandlung religiös-sittlicher Fragen ist den zuständigen kirchlichen Organen genügend Raum zu geben. 4. Die Mütterschulung kann durchgeführt werden: in geschlossenen Mütterschulen, in Mütterschulungskursen, während der Erholung und Freizeit von Müttern. 5. Die Mütterschulungskurse sind nach dem untenstehenden einheitlichen Lehrplan durchzuführen. Der Unterrichtsstoff kann auf verschiedene Kurse verteilt werden. In größeren Städten ist die Erricktung von Mutterschulen, an denen auch einzelne Kurse belegt werden können, anzustreben. Die Mütterjchulung auf dem Lande ist durch Wan- Macdonald will selber nach Gens fahren. Oer englische Premierminister setzt seine letzte Hoffnung auf einen persönlichen Appell an die Mächte. Widerstand im Kabinett. Henderson kehrt noch einmal nach London zurück. London, 11. Illai. (Funkspruch.) Der Präsident der Abrüstungskonferenz Henderson, der auf der Reise nach Gens in Paris Station gemacht hatte und eine Aussprache mit Barthou hatte, wird nunmehr nicht direkt nach Gens weiterfahren, sondern nach London zyrückkehren und heute abend eine Zusammenkunft mit Eden haben. Dieser wollte ursprünglich erst am Sonntag die Reise zum Völkerbundsrat nach Genf antreten. Da aber Barthou sich Samstag im Rachtzug nach Gens begibt, wird Eden bereits Samstagvormittag nach Paris abfahren und die Reise im gleichen Zuge wie der französische Außenminister machen. Ursprünglich ist erwartet worden, daß Simon nach seiner außenpolitischen Rede am nächsten Mittwoch auf dem Frauenkongreß dem Siegelbewahrer nach Genf folgen würde. Da aber die' Arbeiterpartei beschlossen hat, am Freitag nächster Woche im Unterhaus eine außenpolitische Aussprache herbeizuführen, werde Simon vielleicht genötigt sein, in London zu bleiben. — „INorning Post" schreibt, es verlautet, daß Rlacdonald sich bereithalte, persönlich nach Gens zu gehen, um die versammelten Vertreter der Staaten in letzter Minute Z u Zugeständnissen zu ermahnen. Das wesentliche sei in diesem Augenblick, daß niemand Krieg wünsche, daß aber Deutschland beabsichtige, seine Rüstungen zu vermehren. Wie diese Tatsache durch ein Abkommen ernstlich beeinflußt werden könnte, sei nicht zu entdecken. Denn auf der anderen Seite die ganze Frage der Rüstungen beiseite geschoben werde, dann würde eine wichtige Ursache internationalen Streites beseitigt werden. Deutschland würde mit seiner Aufrüstung sortfahren, während Frankreich die Ruhe bewahren würde, im Bewußtsein der eigenen Stärke und imVertrauen aus die Treue seiner Freunde, zu denen man im äußersten Rotfalle immer Großbritannien zählen könne. Rach einer Reihe von Jahren würde Deutschland dann imstande sein, auf gleichem Fuße zu sprechen, und dann würde eine Grundlage für eine realistische Vereinbarung gegeben sein, falls eine solche dann noch notwendig sein würde. Es verlautet, daß dies die Auffassung der Mehrheit der Kabinettsmitglieder sei. Man glaube, daß ihre Ansicht gegenüber der Minderheit, zu der Macdonald gehört, durchdringen werde und daß es gelingen werde, Macdonala zur Aufgabe seines Planes, in Genf den „deus ex machina“ zu spielen, zu veranlassen. Eden »st besorgt. Die englischeLandesverteidigung wird nicht vernachlässigt werden. London, 10. Mai. (DNB.) Lordsiegelbewahrer Eden sprach aus der Jahreskonferenz des Konfer-' vativen Hrauenbeirates in London über die Abrüstungsfrage. Er sagte u. a.: Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, daß die Aufnahme, die der englischen Denkschrift vom 29. Januar bereitet wurde, enttäuschend war. Ich bin der Ansicht, daß unsere Denkschrift ein besseres Schicksal verdient hätte. Es ist fetzt an den Regierungen, die der Ansicht sind, daß sie unsere Vorschläge nicht annehmen können, eine andere Politik vorzuschlagen. Wir können weder Fortschritte machen, noch lange auf einem negativen Punkt bleiben. Wir sollten darum bemüht sein, die Schwierigkeiten weder zu verkleinern, noch zu übertreiben. Obgleich der Ausblick besorgniserregend ist, fehlt es nicht an ermutigenden Elementen. Die englische Regierung ist veranwortlicher Treuhänder für die englische Landesverteidigung und wird diese Treuhänderschaft nicht vernachlässigen. Frankreich, das Friedenslamm. Paris, 11. Mai. (Funkspruch.) Das „Echo de Paris", das dem französischen Generalstab nahe- London, 11.Mai. (DRV. Funkspruch.) Der Beauftragte der Reichsregierung für Abrüstungsfragen, von Ribbentrop, hat sich für kurze Zeit nach London begeben, um sich über die englische Auffassung in Abrüslungsfragen zu unterrichten. Er hatte am Donnerstagnachmittag mit den englischen Ministern Simon und Eden eine Besprechung, die etwa eine Stunde dauerte. „Times" meldet, auf der Zusammenkunft sei die jetzige Lage der A b - rüstungskonferenz besprochen worden. — „Daily Telegraph" sagt u. a., Herr von Ribbentrop sei nicht ermächtigt, zu verhandeln, sondern er solle das Terrain sondieren und Hiller die Ergebnisse seiner Rachforschungen berichten. Herr von Ribbentrop wünsche besonders dringend, von den britischen Ministern zu hören, welche Haltung England vor oder nach der Zusammenkunft des Ausschusses der Abrüstungskonferenz am 29. Mai einzunehmen gedenkt. Das britische Kabinett müsse aber erst über seine künftige Haltung noch Beschluß fassen. Immerhin werde Herr von Ribbentrop und die britischen Minister von der gegenseitigen Lrörte- P a r i s, 10. Mai. (DRV.) Der Präsident der Ab» rüstungskonferenz Henderson hatte am Dönners- tag eine Unterredung mit dem Vizepräsident der Abrüstungskonferenz Politis. Hierauf begab er sich in Begleitung des Leiters der Abrüstungsabtei- lung des Völkerbundsrates A g h n i d e s zum Quai d'Orsay, wo der französische Außenminister ihm zu Ehren ein Frühstück veranstaltete. Die Unterredung Barthous mit Henderson wurde am Nachmittag fortgesetzt. „Petit Parisien" schreibt über den Verlauf der Unterredung: Henderson habe an die Hoffnung erinnert, die er von seiner letzten Zusammenkunft mit Barthou bezüglich einer Einigung zwischen Paris und London nicht nur über die Frage der Sanktionen, sondern auch über die Konvention mitgenommen habe, zumal diese Hoffnung es gerechtfertigt habe, daß ein Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Genfer Arbeiten in Aussicht genommen worden sei. Er bedauere es sehr, daß die französische Note vom 17. April diese Hoffnungzunächst zunichte gemacht habe. Henderson habe dann auf die Gefahr eines Wettrüstens hingewiesen, das sich aus dem Scheitern der Abrüstungskonferenz ergeben würde, und gefragt, wie sich der französische Außenminister die Zukunft oorstelle und welche Haltung Frankreich einzunehmen gedenke. Barthou habe geantwortet: Der Umstand, der die Lage geändert habe, könne nicht Frankreich in die Schuhe geschoben werden, sondern liege in der» Wiederaufrüstung Deutschlands, diel steht, schreibt: Die französische Regierung wünsche einen möglichst baldigen Wiederzusammentritt der Abrüstungskonferenz, damit jeder seine Karten aufdecke. Zu lange habe die Konfe- renz als moralische Deckung für die Aufrüstung Deutschlands gedient. Im Interesse Frankreichs liege es, daß diese Verwirrung beseitigt werde, damit Deutschland endlich sein wahres Gesicht als Land, das sich gegen die Verträge auf- lehne, zeige und Frankreich in der Stellung der Abwehr erscheine. rung der jetzigen Schwierigkeiten und Möglichkeiten vorteile ziehen. Der Bericht, daß Herr von Ribbentrop in Genf als eine Art Beobachter am 29.Mai anwesend fein werde, sei völlig unbegründet. Der Korrespondent fügt hinzu: Während der letzten Tage habe die italienische Regierung den hauptsächlich an der Abrüstungsfrage interessierten Regierungen gegenüber erneut mit Rachdruck hervorgehoben, daß sie es ablehnen werde, an einer Kundgebung oder Vereinigung von Mächten teilzunehmen, die sich gegen Deutschland richte. Es werde erwartet, daß Frankreich eine solche Kundgebung in Gens veranstal- t e n werde. Frankreich werde dort durch den Mund seines Außenministers Barthou dieangeblichen Verletzungen des Versailler Vertrags durch eine deutsche Aufrüstung schildern und sich darauf berufen, daß diese Vertragsverletzungen der Hauptgrund dafür feien, daß es sich weigere, seine eigenen Rü st ungen z u vermindern oder zu begrenzen. Berlin bisher noch nie zugegeben habe. Die Bestätigung sei aber zunächst in dem deutschen Haushaltsplan zu sehen und ferner in den Aufklärungen, die dem englischen Botschafter erteilt worden seien. Infolgedessen habe die Regierung Doumerque keine Wahl gehabt und habe London nichts anderes antworten können, als sie es am 17. April getan habe. Auch heute könne sie nur an diesem Standpunkt festhalten. Nicht nur das Parlament würde eine Aenderung dieser Haltung nicht billigen, ganz Frankreich würde sie nicht dulden. Wie Reuter aus Paris meldet, habe Barthou weiter erklärt, die französische Regierung lehne den britischen ebenso wie den italienischen Plan in seiner jetzigen Form endgültig ab. Sodann habe er mit Henderson die Möglichkeit erörtert, der Abrüstungskonferenz aus ihrer schwierigen Lage herauszuhelfen. Hender- fon habe die verschiedenen Pläne der britischen Regierung erläutert, darunter ein Abkommen über L u f t r ü st u n g e n. Nach zuverlässigen Berichten habe sich Barthou von diesen Auswegen nicht sonderlich beeindruckt gezeigt. Barthou soll am Mittwoch von dem italienischer Bot- s ch a f t e r eine Mitteilung erhalten haben, derzu- folge Mussolini mit der französischen Regierung der Meinung sei, daß nur ein neues Angebot der britischen Regierung die Abrüstungskonferenz retten könne, und zwar ein Angebot, das eine Garantie der französischen Sicherheit enthält, die über den Pakt von Lo - carnohinausgeht. . Deulschland unterrichtet sich in London. Oer Beauftragte für Abrüstungsfragen von Ribbentrop hat eine Unterredung mit Simon und Eden. Hendersons Mißerfolg in Paris. Frankreich beharrt bei der Ablehnung aller vorliegenden Abrüstungsplclne. berfurfe, die jeweils ein Aufgabengebiet der Mütterschulung in den Vordergrund stellen, durchzuführen. 6. Als Lehrkräfte für die Mütterschulung kommen nur Personen in Frage, die auf dem Boden des nationalsozialistischen Staates stehen. Genügende Fachkenntnisse, sowie persönliche Eignung und Lebensreife sind weitere unumgängliche Voraussetzungen. ' 7. Die Leiterinnen von Mütterschulen bedür- en der Bestätigung durch die Reichsarbeitsgemeinschaft. Die Schulung, bzw. die Nachschulung der Lehrkräfte und Leiterinnen ist Angelegenheit der Reichsarbeitsgemeinschaft, die die Gauarbeitsgemein- i chaft damit beauftragen kann. 8. Alle Ausbildungsstätten für Leiterinnen oder Lehrkräfte an Mütterschulen unterstehen der Aufsicht der Reichsarbeitsgemeinschaft. Neugründungen bedürfen der Genehmigung durch sie. Ein Musterlehrplan für Mütterschulung Allgemeine Schulung. Mütterschulung und nationalsozialistische Weltan- chauung. Aufgaben der Frau im neuen Staat. Die Frau als Trägerin des Volkes (Devölkepungsfrageir). Erblehre und Erbpflege als mütterliche Aufgabe. Die Frau im deutschen Recht. Deutsches Brauchtum und deutsche Feste. Haushaltführung. Kochen: Richtige Auswahl und richtige Zubereitung der Speisen mit praktischen Hebungen. Besprechungen über den Nährwert der gebräuchlichsten Nahrungsmittel. Haushalt: Praktische Winke für den Haushalt. Wie schaffe ich mit beschränkten Mitteln eine gemütliche Wohnung? Nähen: Ausbessern und Aendern von Kleidung. Anfertigung von Kinderkleidung. Haushaltführung im engeren Sinne: Der Einkauf. Einteilung des Wirtschaftsgeldes. Häusliche Buchführung. Die Muller und ihr Kind. Schwangerschaft. Geburt und Wochenbett. Pflege, Ernährung, Kleidung des Säuglings und Klein- kindes mit praktischen Hebungen. Die körperliche und seelische Entwicklung des gesunden Kindes. Schwer erziehbare Kinder. Kinderspiel, -fingen und -lesestosf, Kinderbeschäftigung mit praktischen Hebungen, Gesundheils- und Krankenpflege. Gesunderhaltung der Familie. Gesunderhaltung der Mutter. Kinderkrankheiten. Infektionskrankheiten. Häusliche Krankenpflege, einschließlich Zubereitung von Krankenkost. Krankenbeschäftigung. Religiös-sittliche Erziehung. Die Ehe im Lichte der Religion. Kind und Religion. Pflege religiöser Sitte im Hause. • Die Mütterschulungskurse werden das junge heiratslustige Mädchen, die junge, aber auch die ältere Frau bis in jedes Dorf hinein erfassen. In ihnen soll sie in der Verantwortung ihrem Volke Gegenüber gestärkt werden und in Wiederholungskursen immer wieder Neues für sich und ihre Kinder lernen. Eine Sonderaufgabe wird es sein, alle Frauen, die ein Ehestandsdar- leh n erhalten, in rechter Weise aufden Beruf der künftigen Mutter v o r z u b e r e i t e n. Die Kurse stehen unter nationalsozialistischer Füh- rung; die künftigen Gauschulungsleiterinnen werden Mitte Mai in Berlin zu einem richtunggebenden Kursus zusammengerufen werden, und sie werden die Gauarbeit SnheitSch und deu Reichs ter Wa h ru n des und einer Haken- o r p s - gesund. 3n diese (rnt- Mecklenburg ausgehend e r s Or. Ludovici Stellvertreter des Reichs- kommiffars für das Siedlungswesen. Berlin, 9. Mai. (DNB.) Amtlich: Der Herr Reichspräsident hat Dr.-Jng. L u d o v i c i unter Berufung in das Beamtenverhältnis und unter Vorbehalt des Widerrufs zum Stellvertreter des Reichskommissars für das Siedlungswesen ernannt. Das ihm übertragene Amt ist ein Ehren- a m t und mit Bezügen nicht verbunden. Diese Entwicklung sollte aber besonders reißende Fortschritte machen, als nach der Bauernbefreiung des Frerherrn vom Stein die von Hardenberg begünstigte Wirtschaftsordnung des Li- treibe ausschließlich für den Markt, dann ist d t Rentabilität um so gesicherter, se große die Flache des einzelnen Betriebe Ausbau -er Reichskirchenverfassung. Einberufung einesBerfassnngsausschnsses. Berlin, 9. Mai. (DRB.) Der Rechtswalter der Deutschen Evangelischen Kirche, Ministerialdirektor Jäger, gibt folgendes bekannt: Der britische Botschafter in Berlin ist beauftragt worden, den deutschen Behörden das tiefste Beileid des britischen Staatssekretärs für Berg- bauwesen zu übermitteln. „Nachdem die Landeskirchen der Altpreußischen Union, Nassau-Hessen und des Freistaates Sachsen eine enge Verbindung mit der Reichskirche eingegangen sind, haben sich schon jetzt weit wehr als die Hälfte aller evangelischen Deutschen der Reichskirche unterstellt und sich damit zu dem großen evangelischen Einigungswerk bekannt. Diese fortschreitende Entwicklung auf dem Wege zur wirklichen Einheit der deutschen evange- lischen Kirche, erfordert es, d i e Verfassung d e r R e i ch s k i r ch e zu vertiefen und auszubauen. Dies wird geschehen in dem Geiste der Botschaft des Reichsbischofs und des Geistlichen Ministeriums der Deutschen Evangelischen Kirche vom 12. April 1934, in der es heißt: Das Ziel ... ist es, u n t e r v o 1 - — ' des Bekenntnis st andes leben begonnen wurde. Der daraus entstandene ZustromanneuenArbeitfuchendenhat einer Abnahme der Arbeitslosenzahl entyegenge- wirkt. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen, die Ende April bei den Arbeitsämtern eingetragen waren, beträgt 2609000. Sie liegt um 2 722 000 unter der Vorjahrsziffer. In den Unterstützungseinrichtungen der Ar- beitslofenhilfe wurden insgesamt 1924 000 Arbeitslose betreut, davon in der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge 1040 000 und durch die Wohlfahrtshilfe 884 000. Im Hinblick auf die Entwicklung der Ge- samtwirtschast in diesem Jahre war es im Berichtsmonat möglich, von dem Ausgleichsmittel der Notstandsarbeiten etwas weniger als bisher Gebrauch zu machen. Die Zahl der Notstandsarbeiter ging daher um rund 31 600 auf rund 600 000 zurück. Folgerichtige Vauernpolitik in Osteibien. Grundsätzliche Rede des ReichSernährungsministers Darrs über die Zukunft des pommerschen Großgrundbesitzes. Das polnisch-rumanischeSündniS Oberst Becks Besuch in Bukarest. Bukarest, 10. Mai. (DNB.) lieber den Besuch des pvlnifchen Außenministers Beck in Bukarest und seine Besprechungen mit dem rumänischen Außenminister wurde am Donnerstagabend eine amtliche Verlautbarung ausgegeben. In ihr heißt es, daß die Außenminister nicht nur Gelegenheit hatten, sich der vollkommenen Ueberernftimmung ihrer Ansichten zu versichern, sondern auch d t e feste Grundlage des polnisch-rumänischen Bündnisses in jeder Hinsicht festzustellen. Die Anwesenheit des polnischen Außenministers gerade am rumänischen Nationalfeiertag sei der besondere Ausdruck des engen Grades der polnisch-rumänischen Beziehun- aen. Die Außenminister haben beschlossen, sich von Zeit zu Zeit zu treffen, um ihre Anfichten auszutauschen und Ihre politische Aktivität in den die beiden Länder angehenden Fragen i n Einklang zu bringen. In einem Trinkspruch sagte der rumänische Außenminister T i t u l e s c u : Polen und Rumänien wüßten, daß der Gebietsbesitz für eine Nation das darstellte, was der Körper für das Leben fei: seine Stütze und die Quelle seines Handelns. Beide verstünden, Herren ihres Gebietes zu bleiben, unter Ausschluß jeglicher Einmischung, von wo diese auch kommen möge. Das polnisch-rumänische Bündnis, das sich gegen niemanden richte, Der April-Erfolg der Arbeitsschlacht 2,1 Millionen Arbeitslose weniger als im April des Vorjahres. kommenen Bergleute 10 0 00 RM. zur Verfügung gestellt. Ministerpräsident Göring hat ebenfalls einen Betrag von 10 000 RM. überwiesen. Gleichzeitig hat die preußische Bergwerks- und Hütten-AG. (Preußag) auf Veranlassung des Ministerpräsidenten und des preußischen Wirtschaftsministers 5 0 0 0 0 RM. für den gleichen Zweck zur Verfügung gestellt. Das Beileid des Auslandes. Berlin, 9. Mgi. (DNB.) Anläßlich des Grubenunglücks in Buggingen haben der französische Außenminister, der französische Minister für öffentliche Arbeiten, der französische Botschafter Francois Poncet, der russische Botschafter und die Gesandten von Norwegen, Belgien, der Tschechoslowakei, der Schweiz, Griechenlands, Luxemburgs und Dänemarks sowie die Regierungskommission des Saargebietes ihr Beileid ausgesprochen. Helft den Hinterbliebenen von Vuggingen! Oie Spenden der Reichsregierung. einerseits und die Möglichkeit der Verwendung von Maschinen andererseits ist. So entstanden dann diese weiten Getreideflächen Ostelbiens, an denen maschinelle Technik auf der Grundlage der Ersparung von Arbeitskräften möglichst hohe Ernten aus dem Boden rentabel herauszuwirtschasten trachteten. Aach Ansicht des Reichsbauernführers hat der ostetbische Großgrundbesitz seine wirtschaftliche Voraussetzung längst verloren. Genau so wenig wie jeder Sndustrieunternehmer des Westens infolge der veränderten Wirtschaftslage vom Staate verlorene Zuschüsse verlangen kann, müssen wir es auch a b l e h n e n , zukünftig oft- elblschen Großgrundbesitz, der sich nicht aus eigener Kraft zu erhalten vermag, durch Subventionen zu unterstützen- Dort, wo Gendarmeriekommandant von Knittelfeld versuchte mit zwei Schutzkorpsmännern die Fahne zu entfernen. Hierbei kletterte der eine der beiden Schutz- forpsmäru|er auf die Schultern des anderen und bemühte Wh, die Fahne abzuschneiden. Im gleichen Augenblick entstand Kurzschluß, und beide Schutzkorpsleute brachen zusammen. Der eine war sofort tot, während Der andere sich wieder erholte. Starkow (Hinterpommern), 10. Mai. (DNB.) Weit über 30 000 Bauern, darunter 10 000 Jungbauern und Angehörige der Hitler-Jugend aus Pommern, waren aus den östlichen Grenzgebieten und von der Wasserkante in Starkow, dem uralten germanischen Siedlungsdorf im Kreise Stolp, zusammengeströmt, um verbunden mit der Ehrung der seit 3 bis 400 Jahren auf ihren angestammten Höfen sitzenden Bauern eine Rede des Reichs- bauernführers D a r r 4 zu hören. Inmitten üppiger Fluren bot die grüne Anhöhe von Starkow mit ihren begeisterten Bauernmassen, ihrem reichen Flaggenschmuck, den Ehrenabordnungen der SA., SS., der Hitler-Jugend und des Freiwilligen Arbeitsdienstes ein Bild festlicher Freude. Nach kurzer Begrüßung durch den Landesbauernführer und den pommerschen Gauleiter K a r p e n - ft e l n sprach her Reichsbauernführer: Wer f üb • und westdeutsche Verhältnisse kennt, weiß, daß hier im großen und ganzen ein ideales Mischungsverhältnis aller Betriebsgrößen vorherrscht, und daß die überwiegende Bebauung des Landes durch ein reichentwickeltes Bauerntum dem ganzen Wirtschaftsleben den Stempel aufprägt. Während i n Oftelbien die Landstädte mit ihrer Kaufmann- schäft und ihrem Handwerk im Zuge der Entwick- lung mehr und mehr verödeten, konnten sich die kleinen und größeren Städte Süd- und Westdeutschlands durch ihr stark bevölkertes Hinterland immer mehr entwickeln. Oftelbien ist ursprünglich ein Bauernlanv gewesen wie die anderen Gebiete Deutschlands auch. Es hatte einen gewissen Prozentsatz größerer Güter, um die sich in reicher Vielgestaltigkeit Bauerndörfer gruppierten. Die heute vielfach beliebte Darstellung, daß^ das Bauerntum Ostelbiens von Anfang an „hörig" gewesen märe, hat keine geschichtliche Unterlage. Die Freibauern Ostelbiens sind die nachgeoore- n e n Söhne west deutscher Freibauern. Der Reichsbauernführer wies in diesem Zusammen- Hang darauf hin, daß auch feine eiaenen Vorfahren im Mannesstamm um 1670 m JTar- kow bei Plathe und um 1700 in Wulkow bei Star- garb ausdrücklich als Freibauern in den Grundbüchern vermerkt stehen. Die französische Ableitung des Namens Darrs hat sich als ein Irrtum herausgestellt. beralismus es ermöglichte, mit wirtschaftlichen Mitteln sich das Land der Bauern anzueignen. Unter Einschluß der Erwerbungen, welche die Gutsherrschaft schon in früheren Jahren ge- macht hat, ist der gesamte Zuwachs auf reichlich ein Drittel der heutigen Gutsfläche zu veranschlagen. Nimmt man eine durchschnittliche Betriebsgröße der gelegten vauernbetriebe von 60 Morgen an, so entspricht die an den Großbetrieb übergegangene Flache von 3 200 000 Morgen einer Zahl von 50 000 bis 60 000 bäuerlichen Betrieben. Wenn man diese Zahlen würdigt, wird klar, warum das gewerbliche Leben der kreis- und Landstädte dieser Gebiete zwangsläufig schrumpfen muhte. Zogen die ersten Kolonisatoren des Ostens Bauern ins c8nb, so wurde dieses gO- sunde Wachstum durch das Linsühren des Liberalismus nicht nur zerstört, sondern in das Gegenteil, in eine allgemeine Landflucht umgewandelt. Diese Dinge müssen deshalb haute so sehr betont werben, weil häufig der Versuch gemacht wird, die Probleme des ostelbischen Großgrundbesitzes mit den Fragen des deutschen Großgrundbesitzes a l s solchem schlechthin zu koppeln. Hier handelt es sich um zwei grundsätzlich verschiedene Probleme, indem nämlich in einem Gebiet Deutschlands und einzelnen Teilen Ostelbiens der Groy- grundbesitz durchaus das Ergebnis einer Jahrhunderte alten organischen Wirtschaftsstruktur darstellt. die von keinem vernünftigen Menschen angegriffen wird, während der sogenannte typische ost elbische Großgrundbesitz seinen Besitz durchaus eigensüchtigen Handlungen verdankt. Nirgendwo in ganz Deutschland trennt ein so scharfer Kastengegensatz Großgrundbesitz und Bauern wie gerade in Mecklenburg und Pommern. Solange in Preußen die ernährungspolitische Unabhängigkeit als Staatsgrundsatz galt, solange war natürlich das Problem der Getreideversorgung akut. Diese Entwicklung führte dann dazu, daß Osteibien im 19. Jahrhundert ein typisches Getreideland wurde. Erzeugt man aber einmal erst Ge- mütterdienst in der Reichsstelle verantwortlich durchführen. Wir sind uns klar darüber, daß wir in der Mütterbildungsarbeit Pionierarbeit leisten und viel Schutt wegräumen müssen, den vierzehn Jahre marxistische Lehre in den Seelen unserer Generation angehäuft haben. Der Weg wird manchmal schwer sein; die Zukunft unserer Kinder und somit unseres Volkes jedoch ist uns auch schwere Wege wert. Wir wollen die guten und die schwe- ren gehen im Dienst an unserem Volke: aufrecht und geradeaus. enden. Der Rechtsverwalter der Deutschen Evangelischen Kirche wird die sofortige Einberufung eines vorberatenden Derfassungsausschus- U s veranlassen, dessen Zusammensetzung und Ar- beit sich nach den vorstehenden Grundsätzen richten wird." . Die Leitung her Lanheskirche Nassau-Hessen. LPD. Frankfurt a. M., 9. Mai. Nachdem die Landeskirche Nassau-Hessen die Befug- nisse der Landessynode auf die Deutsche Evangelische Kirche übertragen hat, hat das geistliche Ministerium am 7. Mai ein Kirchengesetz erlassen, wonach die Deutsche Evangelische Kirche unter Führung des Reichsbischofs durchihreOrgane die Leitung der Landeskirche übernimmt. Der Reichsbifchof erteilt dem Landesbischof Weisung. An die Stelle der Deutschen Evangelischen Nationalsynode tritt die Landessynode. Die Gesetzgebung erfolgt im Wege der Gesetzgebung der Deutschen Evangelischen Kirche. Die Landes- synode wird um gebildet, sie tritt innerhalb zweier Wochen ab Inkrafttreten dieses Gesetzes zur Bildung der neuen Landessynode aus ihrer Mitte zusammen. Die Bildung der Landessynode ist der einzige Punkt der Tagesordnung; eine Aussprache findet nicht statt. Kommt eine Wahl in einmaliger Sitzung durch die bisherige Landessynode nicht zustande, so ernennt d e r Landes- b i s ch o f sämtliche Mitglieder der neuen Landes- synode. Nach der Bildung der neuen Landessynode gilt die bisherige Landessynode als aufgelöst. Das Gesetz tritt mit der Verkündung in Kraft. Arbeitsfront und Evangelisches Männerwerk. EPH. Die Landesobleute des Deutschen Evan- gelischen Männerwerks waren in Berlin zu einer Konferenz versammelt, in der u. a. die Frage der Doppelmitgliedschaft in Arbeitsfront und konfessionellen Verbünden behandelt wurde. Es wurde einmütig festgestellt, daß die ehemaligen Ev an gelischen Arbeiter-Vereine seit dem 10. November 1933 dem Deutschen Evangelischen Männerwert eingegliedert sind. Dadurch ist eindeutig zum Ausdruck gebracht, daß hier nur Bestrebungen vorliegen, die ausschließlich „religiösen, kulturellen und karitativen Zwecken" dienen. Nach der Anordnung von Staatsrat Dr. Ley ist demgemäß die Doppelmitgliedschaft in Arbeitsfront und Deutschem Evangelischem Männerwerk ausdrücklich anerkannt. In einer besonderen Sitzung der führenden Persönlichkeiten des Männerwerks, die unter dem Vorsitz von I). Engelke, Mitglied des geistlichen Ministeriums der Deutschen Evangelischen Kirche, stattfand, wurde auf die demnächst erfolgende kirchengesetzliche Regelung des Män- nerwerks im Namen des Gemeindeaufbaues hin- gewiesen. Berlin, 9. Mai. Ein neuer Rückgang der Ar- beitslosenzahl um rund 190000 ist, wie die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung meldet, der Erfolg der Arbeitschlacht im Monat April. Nachdem in der Landwirtschaft, imBäuge w e r b e und im B a u st o f f g e w e r b e in den ersten Monaten des Jahres die Zahl der Arbeitslosen besonders stark abgenommen hatte, ist hier im April eine Verlangsamung der Abnahme eingetreten. Da die beiden letzten Gewerbegruppen die zurzeit benötigten Arbeitskräfte eingestellt haben, werden sie als Hauptträger einer weiteren Entlastung zunächst ausscheiden. Demgegenüber gewinnen die mehr konjunktur- abhängigen Berufe für die künftige Entwicklung Der Arbeitslosigkeit erhöhte Bedeutung. Ferner ist zu beachten, daß im April mit der Eingliederung eines neuen Jahrganges von Schulentlassenen in das Berufs- Hervorzuheben ist noch, daß es nicht an zahllosen Versuchen fehlte, durch Hissen von Hakenkreuzfahnen und Ausstreuen von Hakenkreuzen nationalsozialistische Propaganda zu entfalten. Bei der Einholung einer kreuzfahne verunglückte ein Schützt mann durch Sturz schwer. In der Nähe von Knittelfeld in Steiermark wurde über der Mur eine große Hakenkreuzfahne gehißt, die mit einer Drahtoorrichtung und mit Rollen an einer Stark st romleitung angebracht war. Der Kundgebungen gegen das Oollfuß-Negime. Zwischenfälle inLalzburg vor einerDollfutz- Versammlung. Wien, 10. Mai. (DNB.) In Salzburg fand am Donnerstag eine Bauern^undgebung statt, an der Bundeskanzler Dr. Dollfuß und Vizekanzler Starhemberg teilnahmen. Schon aus der Rede des Bundeskanzlers war zu entnehmen, daß es zu schweren Sabotagehandlungen, die sich gegen die Regierung richteten, gekommen sein mußte. Tatsächlich erfuhr man auch später, daß eine der Eisenbahnlinien, die nach Salzburg führen, an mehreren Stellen unterbrochen worden war, um die Bauern am Erscheinen zu verhindern. Außerdem waren entlang des Bahndamms noch an verschiedenen Stellen zahlreiche Sprengkörper gesunden worden, die nicht zur Entladung gekommen waren. Der Verkehr konnte erst nach einigen Stunden wieder aufgenommen werden. Auf dem Salzburger Flugplatz, auf dem Bundeskanzler Dollfuß am Vormittag eintraf, war knapp vor seiner Ankunft durch Gendarmeriebeamte eine sogenannte Böllermaschine gefunden, die aus 55 zusammengeschnürten Ammonitpatronen bestand und mit einem Uhrwerk versehen war. Da die Sprengkapseln nicht mit Metallstücken versehen waren, dürfte es nur auf die Herbeiführung einer starken Knallwirkung abgesehen gewesen sein. Bereits am Mittwochabend waren m der Stadt Salzburg zehn Papierböller ausgelegt worden, die größtenteils explodierten. Auf den Salzach-Fuß wurden schwimmende Bretter mit auf montierten Sprengpatronen abgelassen, von denen zwei explodierten. Im Zusammenhang hiermit ist hervorzuheben, daß am 9. Mai bei einer Haussuchung bei Kom - m u n l ft e n in einem Vorort von Salzburg 30 Ammonitpatronen gesunden wurden. Im Auftrage des Papstes sprach Nuntius O r • f e n i g o im Auswärtigen Amt vor und überbrachte bas Beileid des Papstes zu dem Unglück in Buggingen und den apostolischen Segen für die Hinterbliebenen. Gleichzeitig kündigte der Nuntius eine Geldspende des Papstes für die Hinterbliebenen an. der einzelne Großgrundbesitzer aus eigner Kraft auf einem gesunden Betrieb wirtschaftet, soll dieser Besitz auch erhalten bleiben. Auf der anderen Seite muh aber der wirtschaftlich nicht mehr zu erhaltende Großbesih einer Wirtschasts- struktur weichen, die lebensfähig ist. Das bedeutet die weitgehende Wiederauffüllung Ostelbiens mit deutschen Bauern. Wenn die nationalsozialistische Regierung darüber hinaus im Reichserdhofyesetz erklärt, daß alter ostelbischer Famrlienbesitz, der also noch vor der liberalistischen Wirtschaftsordnung des 19. Jahrhundert bereits im Besitze einer Familie gewesen ist, Erbhof werden kann, bann teilt die nationalsozialistische Regierung damit unter Beweis, daß sie die politischen und militärischen Blutopfer der auf diesen alten~ Sitzen ansässigen, reinblütigen Geschlechter zu würdigen weiß. Der Reichsbauernführer schilderte die mutmaßliche Entwicklung Ostelbiens in den nächsten Jahrzehnten. Eine organische Strukturwandlung werde in Richtung natürlicher, bäuerliches und mittelständischer Betriebe wirken. Beim über- chuldeten Großgrundbesitz werde die Schuldenhöhe m wesentlichen den Umfang des Erbhofes bestimmen, der jedoch nicht unter 500 Morgen betragen würde. Die Millionen gelegten Bauernlan- d e s werden auf diesem Wege einer natürlichen Rückentwicklung langsam aber sicher wieder in die Hände von Bauern gelangen. Der Reichsbauern sichrer ging dann auf Die Landarbeiterfrage ein. Durch die vom Nationalsozialismus betriebene Strukturänderung Ostelbiens werde es möglich sein, einen großen Teil von Landarbeitern wieder zu Bauern zu machen. Derjenige Teil der Landarbeiterschaft, der Landarbeiter bleiben will, wird auf der Grundlage des nordwestdeutschen Heuerlingswesens auf dem Gutsland des Gutsherrn auf einem Stück Land und einem eigenen Häuschen wieder seßhaft werden. Im Anschluß an die Kundgebung wurde den 130 alteingesessenen Erbhofbauern aus Starkow und dem übrigen Pommern vom Reichsbauern- ührer eine holzgeschnitzte Ehrentafel überreicht. „ „ „ «v- -.aubensgutes unserer Kirche, wie es in den einzelnen Gauen Aus- prägung gefunden hat, unter Berücksichtigung auch des geschichtlich gewordenen kirchli- chen Eigenlebens, die angebahnte recht- 1 iche Einheit der evangelischen Kirche zu voll- Ursprünglich war genau wie in Süddeutschland bas Verhältnis der größeren Besitzungen zu den bäuerlichen Höfen durchaus gesund. In diese Entwicklung griff zunächst von Mecklenburg ausgehend und dann auf Schwedisch-Pommern übergreifend, eine Vorstellung um sich, nach der der Besitzer eines großen Gutes durchaus das Recht hat, zur wirtschaftlichen Vervollkommnung seines Besitzes das Land der ihm verwaltungsmäßig zur Betreuung zugewielenen Bauern anzueignen. Da der adlige Gutsbesitzer gleichzeitig der Gerichtsherr der Bauern war, konnte sich der Dauer praktisch nicht gegen seine Legung zur Wehr fetzen. Dr.-Jng. Wilhelm Ludovici ist der Siedlungsbeauftragte im Stab des Stellvertreters des Führers. Ludovici ist ein alter Vorkämpfer national- sozialistischer Anschauungen auf dem Gebiete der Siedlung und hat durch eigene praktische Versuche im Kampfe gegen Unverstand, gegnerische politische Einstellung uno Mangel an erforderlichen Mitteln die notwendigen Erfahrungen gesammelt. Ludovici wurde 1896 in der Rheinpfalz geboren. Er hat in München die Schule besucht und ist dort 1914 als Kriegsfreiwilliger eingetreten. Nach Kriegsende widmete er sich hauptsächlich dem Wiederaufbau des Flugwesens und gehörte zu den ersten Segelfliegern in der Rhön. In ausgedehnten Auslandsreisen hat er bann Material und persönliche Eindrücke über die sozialpolitischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den Vereinigten Staaten und im Fernen Osten gejammeü, die die Grundlage für seine weiteren Arbeiten auf diesem Gebiete geworben sind. Karlsruhe, 9. Mai. (DNB.) Der Leiter des Amts für Volkswohlfahrt der NSDAP. Gau Baden, Fritz Argus, erläßt einen Aufruf an alle: Helft den Hinterbliebenen von Buggingen. Ganz Deutschland steht noch erschüttert unter dem Eindruck der Grubenkatastrophe von Buggingen. 86 brave Bergleute haben ihre Pflicht mit dem Tc>de bezahlt. 6 5 Witwen und 107 K inder unter 15 Jahren trauern um den Vater, den Ernährer und den Bruder. Seid Sozialisten der Tat. Schließt Euch zusammen und sorgt für die Hinterbliebenen. Es wurde ein Anschuß unter Leitung der NS.-Volkswohlfahrt gebildet, damit die Hilfe für die Betroffenen im nationalsozialistischen Sinne durchgeführt werden kann. Nach Rücksprache und im Einverständnis mit dem Reichsstatthalter des Landes Baden Robert Wagner führt die NS.-Volkswohlfahrt die Hilfsmaßnahmen durch. Alle Spendeneinzahlungen, die für die Hinterbliebenen der Opfer von Buggingen bestimmt sind, können nur eingezahlt werden auf das Postscheckkonto Karlsruhe 1260 „Hilfswerk Buggingen" der NS.-Volkswohlfahrt ober Sparkassenkonto Karlsruhe Nr. 6500 „Hilfswerk Buggingen" ber NS.-Volkswohlfahrt. Auch nehmen alle ortsguftänbigen Amtsstellen der NS.-Dolkswohlfabrt Spenden entgegen, die obigem Konto zugewiesen werden. Heil Hitler! Fritz Argus Leiter des Amtes für Dolkswohlfahrt der NSDAP., Gau Baden. Reichskanzler Adolf Hitler hat zur Linderung der Not ber Hinterbliebenen der ums Leben ge- t tu & i> 0 n 9 ü i i k h ni de Gl bii ß. b< fir L V gef ein mi Ah 9tc die Fa dulden W in j A ttQ ob f des' tanr &ei k dekc hiot fl t>hi Jen emi !.h Jhn *U)i Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. ftans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An- zeiaen: Theodor Kümmel. 2)21. IV. 34: 11200. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G-, sämtlich in Gießen. rC6£M£i 15 Pl—fiM 1.00 t ÖL; 40 L20 sei der Kern einer mächtigen und zukunftsreichen europäischen Organisation. . Der polnische Außenminister erklärte der Presse: Mit Genugtuung könne er sagen, daß die polnisch- rumänische Freundschaft keineswegs durch den wechselnden Laut der Ereignisse berührt worden sei. In einem Augenblick, in dem die internationalen Beziehungen so wechselnd seien und s o leicht getrübt würden, gebe ihm sein Besuch Gelegenheit, seiner ganz besonderen Anhänglichkeit an Rumänien Ausdruck zu geben. Die Vereinigten Staaten lassen 80 Großbombenflugzeuge bauen. Washington, 9. Mai (DNB.) Das Kriegsministerium hat mit der Durchführung des großen amerikanischen Luftrüstungsvrogramms begonnen und zunächst die Lieferung von 80 Bomben-Grohflug^euaen mit folgenden Mindestleistungen ausgeschrieben: 200 Stundenmeilen mit Volladung in 10 000 Fuß Flughöhe, Flugradius 6 Stunden, Steigfähigkeit mit voller Ladung auf 10000Fuß inzehnMinuten,Steighöhe20000 Fuß (vollbeladen) Bombengewicht etwa 3 Tonnen. Beamte des Ministeriums erklärten jedoch, daß sie in Wirklichkeit eine um 50 v. H. höhere Leistung erwarten. Kunst und Wissenschaft. Oie -14. Schachpartie remis. Die am Mittwoch in München begonnene 14. Schachpartie im Weltmeisterschaftskampf wurde am Donnerstag zu Ende geführt. Bogo - l j u b o w konnte durch ein feines Springermanöver ausgleichen und sogar seine Position wesentlich verbessern. Wäre es ihm möalich gewesen, den Damenaustausch zu erzwingen, so hätte er gute Gewinnaussichten gehabt. So vermochte aber Dr. A l j e ch i n dauernd den feindlichen König zu beunruhigen, und die Partie mußte im 54. Zuae durch Zugwiederholung remis gegeben werden. Im Bürgerbräukeller fand ein M a s s e n s i m u l- t a n s p i e l der beiden Meister statt, die an je 50 Brettern kämpften. Der Abend war überaus stark besucht. Als erster hatte Weltmeister A l j e ch i n seine Partien erledigt. Er gewann 34 Partien, gab 12 remis und verlor 4. Bogoljub ow, der 35 Minuten mehr benötigte, gewann 40 Partien, gab 8 remis und wurde nur von drei Gegnern überwältigt. Seine 51. Partie spielte er gegen die Gattin des Weltmeisters. Vorher hatten Dr. A v j e ch i n und Frau sowie Frau Bogoljubow einer Einladung des Reichsjustizkommissars Dr. Frank Folge geleistet. Sie waren zu Gast im Landhause des Ministers in Fischerbausen am Schliersee. (Bogoljubow ließ sich entschuldigen, da er sich nickt wohlfühlte.) Kultusminister S ch e m m war ebenfalls anwesend; die beiden Minister, eifrige Anhänger des königlichen Spiels, unterhielten sich mit ihren Besuchern aufs Beste. Erste Erfolge der deutschen Himalaja-Expedition. Die deutsche Himalaja-Exveüition hat auf dem Wege über Kaschmir nach Deutschland einen neuen Kabelbericht über ihre ersten E r - folge gesandt. Der Aufbruch, heißt es in diesem Bericht nach Mitteilung des drahtlosen Dienstes, zu dem 3600 Meter hohen Tragbalpaß, den die deutsche Himalaja-Expedition zunächst zu überwinden hatte, erfolgte bei herrlichem Wetter. Dann setzte starker Regen und Hagel ein. Trotzdem wurde der Paßübergang erkämpft. Man erreichte Koragbal jenseits der Paßhöhe völlig durchnäßt, aber wohlbehalten mit allen 500 Trägern und sämtlichen Lasten. Dann wurde bei trübem Wetter der Weitermarsch nach Gurais angetreten, wo neue Träger angeworben werden mußten. Für den nächsten Paß, der überwunden werden muß, den 4000 Meter hohen Burzilpaß, besteht Neuschneegefahr. An Stelle des leider erkrankten Expeditionsteilnehmers Heinz Baumei st er wird der Sport- wart der Reichsbahn-Turn- und Sportvereine Hans Hieronymus aus Altona an der Expedition" teilnehmen und zwar als Kommandant des Hauptlagers. Hieronymus ist in Indien gelandet und stößt jetzt unter der Führung des um die Expedition sehr verdienten deutschen Konsuls in Bombay Dr. Kapp, möglichst schnell zu feinen Kameraden. Oer Brief des Herrn Knox. Aahmngsvemehrung durch Morkullur. Oer elektrische Pflug schafft Ackerland für Gemüseanbau. Seit mehr als 25 Jahren weiß man, daß auch Moore und Sümpfe für die landwirtschaftliche Kultur nutzbar gemacht werden können. Torf ist bekanntlich ein sehr wertvolles Brennmaterial. Die besten wirtschaftlichen Erträge liefert es, wenn in dem Moorbezirk selbst ein Torf-Kraftwerk errichtet wird, aus dem dann der ganze Umkreis mit Elektrizität beliefert werden kann. Die größten deutschen Moore liegen in O st f r i e s - land, und hier hat die Moorkultur auch die größten Eriolae gezeitigt. Auf weiten Strecken, auf denen früher nichts als Sumpf und Moor zu sehen war, hat der elektrische Pflug Ackerland geschaffen, auf dem Getreide und andere Nahrungs- mittel in erstaunlich großen Mengen angebaut werden. Der elektrische Strom, der hier zum wichtigsten Kulturfaktor geworden ist, wird von dem großen Elektrizitätswerk „N o r d w e st d e u t s ch e Kraftwerke A G." erzeugt, deren Aktienmehrheit im Besitz des preußischen Staates ist. Es versorgt nicht nur die ostfriesische Landwirtschaft, sondern auch die Städte Emden und Wilhelmshaven sowie das benachbarte nördliche Oldenburg mit elektrischer Kraft. Sei acht Jahren wird es ausschließlich mit Torffeuerung betrieben, denn Tors ist in den ausgedehnten Hochmooren in großen Menaen vorhanden. Es braucht nur durch Bagger gefördert, getrocknet und nach dem nahen Kraftwerk geschafft zu werden. Auf diese Weise werden die Transportkosten niedrig gehalten, und der elektrische Strom kann billiger erzeugt werden als mit der Kohle, die erst von weither herangeholt werden müßte. Die erstaunlichsten Ergebnisse auf dem Gebiete jber Bodenkultur durck Elektrizität zeigen aber die großen Gewächshausanlagen. In dem letzten Geschäftsbericht der Nordweftdeutfchen Kraftwerke kann man lesen, daß bereits eine Fläche von rnöhr als 32 000 qm unter Glas gebracht ist und zur Gewinnung von Gemüse ausgenützt wird. Da ich diese Kultur als durchaus wirtschaftlich erwiesen )at, sind bis Ende 1933 noch weitere Gewächshäuser I errichtet worden, die nunmehr eine Fläche von fast 45000 qm bedecken. Der elektrische Strom,! mit dem die Gewächshäuser geheizt werden, ermöglicht hier die Erzeugung ausgezeichneter Gemüse, die den deutschen Markt nach und nach von Der holländischen Einfuhr unabhängig machen sollen. Der Gedanke, solche Gewächshäuser zu errichten, entstand, als der aus dem gewonnenen Torf erzeugte elektrische Strom nicht mehr restlos abgesetzt werden konnte. Wenn das Kraftwerk und der große der Torfgewinnung dienende Apparat wirtschaftlich arbeiten sollten, muhte ihre Produktionsfähiakeit voll ausgenutzt werden. Zu diesem Zweck entschloß man sich dazu, dem Kraftwerk nach holländischem Vorbilde eigene Gewächshausanlagen anzugliedern. Dünger und Komposterde müssen freilich aus der Ferne in großen Schiffsladungen herbeigeführt werden. Trotzdem hat sich die Ausnützung des elektrischen Stromes für den Betrieb von Gewächshäusern gut bewährt. Die Erde, die hier nicht mehr gebraucht wird, weil die Gemüsekultur immer neue Komposterde erfordert, leistet zur Verbesserung der Weiden und Oeblandflächen gute Dienste und Hilst das Moorgebiet mehr und mehr in wertvolles Kulturland umwandeln. In den Treibhäusern der Nordwestdeutschen Kraftwerke werden vor allem Gurken und Tomaten, aber auch andere Gemüse und Früchte gezogen. Alljährlich werden bereits eine Million Gurken und 600 000 Pfund Tomaten geerntet. Für die Versorgung Deutschlands mit Frühgemüse spielen diese Treibhäuser auf den ostfriesischen Mooren bereits eine nicht unbedeutende Rolle. Eine erhslüiche Anzahl von Menschen, darunter auch viÄe ungelernte Kräfte, finden hier jahraus, jahrein Beschäftigung und Brot, teils bei der Torfgewinnung, teils in den Kraftwerken, vor allem aber bei der Treibhausarbeit. Das Produkt ihrer Arbeit ist wertvollste menschliche Nahrung. Man hat berechnet, daß der Boden in den elektrisch be- heizten Treibhäusern wertmäßig zweihundertmal so viel trägt wie guter Freilandboden. Bedenkt man aber, daß das Urmaterial, das alle diese Werte heroovbringt, die früher für wertlos gehaltenen Hochmoore find, so erkennt man erst, wie ungeheure Leistungen Technik und menschliche Arbeit hier vollbracht haben. Wer schützt das deutsche Volk au der Saar vor den landesverrüterischen Unruhestiftern? Herr Knox, der vom Völkerbundsrat mit der Leitung der Saarregierung beauftragt ist, hat an diesen Auftraggeber einen Bries geschrieben, der gleichzeitia der Oeffentlichkeit übergeben worden ist. Ist das schon auffällig, jo ist es der Inhalt noch viel mehr, zumal dieser Inhalt von einem sehr umsichtig geleiteten Feldzug in der französischen Presse ausgebeutet wird. Herr Knox hält einenHand- st reich im Saar gebiet für möglich, weshalb er die Ausstellung einer internationalen Polizei für unbedingt notwendig hält. Die französische Presse aber schlägt die Hände über den Kopf zusammen, ruft nach dem Dölkerbundsrat, um die Sicherheit und die Aufrechterhaltung der Orb- nuna im Saargebiet zu fordern. Als vor vierzehn Jahren die Volksabstimmung in Oberfchlesien vorbereitet wurde, war die französische Presse roegen der Freiheit und der Sicherheit der Abstimmung nicht besorgt, obschon das Abstimmungsgebiet selbst durch die Schuld der französischen Truppen zu einem einzigen Kriegsgebiet geworden war. Als während des Ruhreinbruchs, der für ewige Zeiten auch ein Bruch des Völkerrechts sein und bleiben wird, litauische Freischärler widerrechtlich in das Memelgebiet einbrachen, war die französische Presse, leider aber auch die öffentliche Meinung in den anderen Ländern nicht erschüttert. Weil Herr Knox versichert, daß im Saargebiet ein Handstreich bevorstehen könnte, deshalb ruft die französische Presse die Völker Europas auf! Der Zweck Der Uebung ist deutlich zu erkennen. Es droht kein Hano st reich, aber es soll ein Zustand geschaffen werden, daß sich Unruhen vielleicht entwickeln können. Herr Knox hat in dieser Hinsicht schon ziemlich vorgearbeitet, denn er hat nicht nur Landesverräter, die aus kriminellen Gründen über die Grenze gegangen sind, in einflußreiche Stellungen der Saarverwaltung berufen, er führt die Verwaltung auch so, als ob nicht etwa d i e Landesverräter, sondern die Saardeutschen soweit sie zur Abstimmung berechtigt sind, unerwünschte Ausländer wären. Stellen wir uns nur einmal vor, daß in Elsaß- Lothringen eine Volksabstimmung über_ die staatsrechtliche Zugehörigkeit vor der Tür stünde. Auch hier wäre der Völkerbundsrat als Treuhänder eingesetzt, um diesen Auftrag durch Einsetzung eines Engländers als Leiter der Regierung zu erfüllen. Dieser Engländer aber machte sich ein Vergnügen daraus, die wichtigsten Verwaltungsstellen mit Leuten zu besetzen, die zu den Helfershelfern S t a v i s k y s gehörten. Gewiß würde sich die elsaß- lothringische Bevölkerung mit Recht dagegen auflehnen, daß in die Verwaltung des Landes Subjekte übelster Art eingereiht würden. Die französische Presse würde wohl auch nicht ruhig bleiben, wenn es zum Schutz der Stavisky-Leute zur Errichtung einer internationalen Polizei käme. Sicher würde die Abberufung eines so wenig geeigneten Leiters der Regierung gefordert werden, zumal eine solche Abberufung auch das einzige Mittel wäre, um die Ruhe und Ordnung unbedingt wieder herzustellen. Die Ruhe und Ordnung ist von der Saarbevöl- kerung sicher zu keiner Zeit gestört worden, denn bre Saarbevölkerung will nicht nur mit überwältigender Mehrheit sich zum Dritten Reich bekennen, sie will auch im Gleichschritt der Ordnung ein Zeugnis für ihr gutes Recht, für ihren Willen zur Freiheit und Unabhängigkeit oblegen. Bisher war es doch immer jo, daß die Feuerwehr gerufen wurde, um einen Brand zu loschen, nicht aber um bi e Brandstifter z u schützen. Herr Knox will die Brandstifter, will die Landesverräter geschützt wissen, obschon es seine Pflicht wäre, alles aus dem Lande zu entfernen, was geeignet ist, überhaupt erst Gegen- sätze und Unruhe heroorzurufen. Die französische Presse täte besser daran, die Heuchelei nicht allzu dick aufzutragen, sondern der Saavbevölkerung mitzuteilen, was in Wahrheit die Pläne Frankreichs mit dem Saargebiet und mit dem Saarvolk sind. Die Pläne Frankreichs sind die Pläne der französischen Schwerindustrie, für die einzig und allein der wohlfeile Bezug der Saarkohle in Frage kommt. Jede andere Jndustrie- aber Wirtschaftsgruppe im Saargebiet ist für Frankreich ein unlauterer Wettbewerb, so baß vor allem die Arbeiter und Angestellten der Eisenindustrie im Saargebiet mit dauernder Arbeitslosigkeit zu rechnen haben werden. Aus aller Wett. sie wollen und schminken ihre Lippen nicht mehr. Außerdem stellen sich täglich von draußen neue Typen ein, die alle eher häßlich als ansprechend zu nennen sind. Was ist los in Hollywood? Nur das, was einmal kommen mußte: man ist der vielen Magazin-Schönheit überdrüssig geworden, man hat sie sich übergesehen, die glatten Puppengesichter, die Kulleraugen und die süßen Frätzchen. Hollywood schreit nach Charakterköpfchen, man sucht häßliche, aber talentierte Schauspielerinnen. Nun, nach dem Andrang in den letzten Tagen werden die Filmdirektoren ihren Bedarf bald gedeckt haben. Dann wird Amerika von einer Welle von Häßlichkeit überschwemmt werden, man wird in eigenwilligen, charaktervollen Physiognomien schwelgen und sie sich nach kurzer oder längerer Zeit gleich- falls übersehen. Dann kommt das süße Mädel, der niedliche Frechdachs, das bildhübsche Garnichts wieder zu Ehren, und bann fängt es wieder von vorne an. Hochzeit des Danziger Gauleiters Forster in Berlin. In Berlin fand, wie die NSK. meldet, die Trauupg des Danziger Gauleiters SS.-Gruppenführers Wert Forster mit Fräulein Gertrud Deetz aus Danzig-Langfuhr statt. Der Führer hatte es sich nicht nehmen lassen, bei seinem verdienten Gauleiter, einem der ältesten Mitkämpfer der nationalsozialistischen Bewegung, Trauzeuge zu sein. Zweiter Trauzeuge war der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß. Die Hochzeit fand in der Wohnung des Führers mit Rücksicht auf das schwere Bergwerksunglück in einfachster und würdiger Form statt. Dekan Heyn (Wiesbaden) f. Im 77. Lebensjahr verstarb in Wiesbaden der langjährige frühere Vorsitzende des Westerwald- Vereins, Dekan Heyn. Er war auf dem ganzen Westerwald bekannt und man nannte ihn wohl den getreuen Ekkehard des Westerwaldes. 43 Jahre feines arbeitsreichen Lebens verbrachte er in Marienberg, wo er als Pfarrer und später als Dekan wirkte. Er hat acht Auflagen des Westerwald- f ü h r e r s herausgebracht. Den Westerwälder Schauinsland, die Zeitschrift des Westerwaldver- eins, leitete er 16 Jahre lang. Sein grundlegendes Werk „Der Westerwald und feine Bewohner" war die erste zusammenfassende Darstellung des Wester» waldes. Der Wefterwaldverein ernannte ihn zu seinem Ehrenvorsitzenden. An der Stätte seines langjährigen Wirkens, in Marienberg, wurde er begraben. Französisches Flugzeug in den Kanal gestürzt. — Vor 60 Jahren feine Geburtstagsfeier. Wie wir hören, hat die chinesische Regierung an- georbnet, daß mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage Chinas Geburtstage erst mit sechzig Jahren gefeiert werden dürfen. Diese Verordnung bedeutet einen harten Schlag gegen die uralte, geheiligte Fa- milientrabition in China. Die Geburtstage der Ahnen und die der Lebenden wurden mit gleich großem Pomp, nach feftgelegtem Ritus gefeiert. Um die großen Gelbkosten aufzubringen, versetzten viele Familien chr Hab unb Gut und hungerten sich lieber durch, als baß sie ihren alten Sitten untreu wurden. Dieser Uebertreibung tritt nun ber Staat energisch entgegen; wer nicht sechzig Jahre alt ist, barf in Zukunft seinen Geburtstag nicht mehr festlich begehen. Natürlich hat die Regierung von ihrem Standpunkt aus recht; es ist aber sehr zu bezweifeln, ob sie die starren, Jahrtausende alten Lebensformen des chinesischen Volkes mit einem Gesetz abändern kann. ©er geheimnisvolle Mord in der Silberfuchsfarm. Der Mord an der Verwandten des französischen Abgeordneten Henriot in ber Silberfuchszuchtfarm bei Lorieckt scheint noch mehr Geheimnisse zu bergen, als man anfänglich annahm. So wird jetzt bekannt, baß Herr H e n r i o t, ber Gatte ber Er- morbeten, vor einem Monat eine Lebens v e r - i ch e r u n g in Höhe von 800 000 Franken f u r eine Frau abschloß, bie ausbrücklich eine 3e« timmung enthielt, wonach gewaltsamer Tod als Versicherungsfall gelten sollte, tfrau Henriot hat ihren künftigen Mann, den sie im September vorigen Jahres heiratete, durch ein Zeitungsinserat kennen gelernt. Sie soll ihm 185 000 Franken Mitgift mitgebracht hoben, die in den Betrieb der. Silberfuchszuchtsarm hinein gesteckt worden seien. Frau Henriot litt an zwei Gebrechen. Infolge eines Falles als Kind war sie linkshändig geworden unb hatte eine Kropf- operation durchwachen müssen, als deren lieber- bleibsel ein Sprachfehler zurückblieb. Andererseits war auch Herr Henriot wegen Nervenüberreizung vom Militärdienst dispensiert rooroen. Der Karabiner, mit dem die fünf tödlichen Schüsse abgegeben worden sind, gehörte Herrn Henriot. Es handelt sich um ein ziemlich selten vorkommendes Modell, dessen Handhabung nicht jedem möglich ist. Die Un» tersuchungsdehörden zwei fein daher daran, daß sich einLanb st reicher zur Durchführung seiner Tat einer im Hause befindlichen ihm nicht bekannten Jagdwaffe bedient haben sollte. Das Dienstmädchen des Ehepaares Henriot sagte im übrigen aus, daß die Eheleute Henriot in bestem Einvernehmen gelebt hätten. Sie habe nur einmal unvermittelt Frau Henriot getroffen, als sie ganz ohne Grund einen Revolverschuß aus dem Fenster abgab. Hollywood schreit nach Lharakterköpsen. In Hollywood ist bekanntlich jedes Tippfräulein, jede Verkäuferin unb jede Reinmachefrau bilb- hübsch, von ben Filmstars gar nicht zu reden. Alle, alle sind sie in ber Hoffnung auf ein Engagement in die Filmstadt gekommen unb müssen nun, zu- rückgewiesen, ihr Leben in anberen Berufen fristen. Aber immer noch wirb bas Lärvchen weiter gepflegt, denn es könne ja einmal geschehen, baß ein Film- gewaltiger auf ber Straße aufmerksam wirb. Es muß aber eine schon ein ganz apartes Aussehen haben, um aus der Menge ber zahllosen Schönheiten hervorzustechen. Welch ein anberer Anblick jetzt in biefen Tagen! Da stehen bie Hübschen vor bem Spiegel und machen sich gewaltsam häßlich. Sie vernachlässigen in erschrckender Weise ihr Make-up, sie lassen ihre Augenbrauen wachsen wie Sechs Insassen tot Das französische Verkehrsflugzeug, das am Mittwoch um 11.15 Uhr von Le Bourget nach London gestartet ist, ist auf ber Höhe von Bouloane i n ben Kanal gestürzt. An Bord befanden sich sechs Personen, nämlich ber Führer, der Funker, ein englischer Stewarb sowie drei Fahrgäste, von denen zwei Franzosen und der dritte ein Schweizer sein sollen. Am Mittwochnachmittag wurde auf ber Höhe von Boulogne inmitten des Kanals das Wrack eines Flugzeuges gesichtet, bas endgültig als bas des vermißten Flugzeuges festgestellt werben konnte. Man nimmt an, bah bie Insassen ums Leben gekommen finb. Das Flugzeug hatte bereits am Mittwochnachmittag einen 808- Ruf ausgesandt, ber von bem Londoner Flugplatz Croydon aufgefangen worden war. Man glaubt, daß bie französische Maschine in dichten Nebel geraten war. Die Leichen der Verunglückten konnten bisher nicht gefunden werden. Neuer Weltrekord in Tauchen. Der Taucher Guido Martinelli aus Dia- reggio hat bei seinen, von einem italienischen Schiff unternommenen Versuchen, die Zinnladung eines im Weltkrieg am Kap Bon in Tunesien gesunkenen britischen Schiffes zu bergen, eine Tauchtiefe von 250 Meter erreicht unb bamit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Der bisherige Rekord war um etwa 100 Meter niedriger. Die neue Höchst- leistung wurde bei Versuchen erzielt, bie mit einem neuen Tauchapparat vorgenommen wurden. Schwere Unfälle bei einem Rennen in Frankreich. Währenb des Militär-Hinbernisrennens in Abb6- Dille haben sich mehrere Unfälle ereignet. Der Hauptmann Botsreau-Bonneterre vom 71. Artillerieregiment unb ber Leutnant b e C a - st ries vom 11. Kürassier-Regiment, bekannte französische Reiter, stürzten unb blieben befin- nungslos liegen, so daß sie mit Tragbahren ins Krankenhaus geschafft werben mußten. Der Hauptmann Botäreau-Bonneterre erlitt einen Bruch der Wirbelsäule; sein Zustand ist besorgniserregend. Leutnant be Castries ist leichter verletzt. Anschließend fand ein Hindernisrennen für Unteroffiziere statt, wobei ein Wachtmeister schwer stürzte und beim Aufstehen noch einen Schlag von einem vorbei- galoppierenden Pferd erhielt, der ihm ebenfalls einen Bruch der Wirbelsäule verursachte. Todesurleil im wordprozeh Bollenbach. In ber Nacht zum Himmelfahrtstag fällte das Schwurgericht Zweibrücken kurz vor Mitternacht gegen den 33 Jahre alten Angeklagten Robert Bollenbach aus Pirmasens ein Todesurteil. Die Verhandlung hatte zweieinhalb Tage in Anspruch genommen. Sie ergab, daß der Angeklagte nach wohlvorbereitetem Plan den Werkmeister Seiner aus Pirmasens durch mehrere Revolverschusse getötet hatte. Mit der Frau des Erschossenen hatte ber Angeklagte unerlaubte Beziehungen gehabt. Die Ehefrau war im Lauf der Verhandlung wegen Verdachts der Meineidsverleitung vorübergehend in Haft genommen worden, später, aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Plädoyers dauerten fast fünf Stunden. Der Angeklagte nahm das Todesurteil ohne besondere Erregung auf. Sein Bruder Richard Bollenbach hatte sich in ber gleichen <5adje einer Meineids» d e r I e i t u n a schuldig gemacht und erhielt deswegen ein Jahr drei Monate Zuchthaus. Gegen japanische Siedler in Brasilien. In ber Stabt Tiete bei Sao Paulo ist es zu einem blutigen Kampf zwischen ben eingesessenen Brasilianern unb japanischen Kolonisten gekommen. Der Vater eines verführten japanischen Mädchens hatte einen Brasilianer erschossen. Daraufhin griffen bie brasilianischen Bauern bie japanische Siedlung an unb verjagten bie Kolonisten. Fünf von ihnen würben erschlagen, 16 erlitten schwere Verletzungen. Schwere Stürme über Schweben. — Fünf lote. Am Donnerstag tobte ein schwerer Sturm über Schweben. Im Mälar-See ertranken fünf Personen. Wettervoraussage. Der hohe Druck hat sich weiter behauptet unb wirb sich auch in ben nächsten Tagen durchsetzen. Unter seinem Einfluß bleibt bas Wetter meist heiter unb trocken, stellenweise bürsten sich in ben Morgenstunden Nebelbildungen einstellen. Die Temperaturen werden durch Ein- unb Ausstrahlung be» timmt, so baß es tagsüber heiß wirb unb nachts roieber stärkere Abkühlung stattfindet. Aussichten für Samstag: Stellenweise Frühnebel, sonst meist heiter, tagsüber sehr warm, trocken. Aussichten für Sonntag: Fortdauer ber Schönwetterlage. Lufttemperaturen am 10. Mai: mittags 20,8 Grad Celsius, abends 16,2 Grad; am 11. Mai: morgens 15,8 Grad. Maximum 21,4 Grab, Minimum 8,2 Grad. Evdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Mai: abends 16 Grad; am 11. Mai: morgens 13,8 Grab Celsius. Sonnenscheinbauer acht Stunden. Was Sie in Stoffen Indien, finden Sie bei Bernard TODES'ANZEIGE. Gießen (Goethestraße 19), den 10. Mal 1934. 2852 D SONNTAG MuUetkg u Darf an guter 2790 A 2833 D Die Verordnung tritt am gung in der „Darmstädter Zeitung Gießen, Mäusburg 5 2828 A GF-59 Ein 3 Orchestcrvortr.: Beethoven-Menuett Eintritt frei Gäste willkommen An diesemTag müssen auch Sie der Mutter Ihre Dankbarkeit durch ein Geschenk beweisen. ich Ihnen bei der Wahl !Samstag,den IL.Mai, abds. 8Utzr Katholisches Vereinshaus Verdeveranslallung öerSadWt dieser Gaben helfen? Meine reiche Auswahl 3°/o Rabatt in Marken sofort entrichtet werden. Gießen, den 7. Mai 1934. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Bartholomäus. Schule Krna Schumann Schule Elli Plctz Schule Hilde Plank Preise: 50,30, B.d.M. 20 Pfennig Abendkasse. 2825D Konsum-Sorte Pfund M. 1.80 fff. Qualität . • Pfund M. 3.20 Saub., fleißige^ Mädchen das schon i.Stell. war, für vormitt, ges. Zu melden Montag,ab 9Uhr Wo?sagtdieGe- schäftsstelle des Gieß. Anz. om?« Herzliche Einladung zum 20230! Sahvesßest dev ev^rvchengelangveveine im Dekanat Gießen zu Gießen am ^3. Mai 1934. 1. Festgottesdiensi auf der Waldbühne 13% Uhr (Pfarrer Trapp, Gießen) 2. Nachversammlung ab 15 Uhr „Liebigshöhe". Z.A.:Siaubach, Pfarrer zuWatzenb.-Sieinbg. § 3. Tage nach der Dertündl« Zeitung" in Kraft. HWWI MM; Bekanntmachung. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 26. April 1934 je eine Örtssatzung über die Erhebung einer Filialsteucr und einer Warenhausstcuer für das Rechnungsjahr 1934 in der Stadt Gießen beschlossen. Die beiden Ortssatzungen liegen im Entwurf vom 9. ZHai l. 3. ab während einer Woche im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer Nr. 17, offen. Während der Ossenlcgungsfrist können Einwendungen gegen die Ortssatzungen bei der Bürgermeisterei schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. 2838C Gießen, den 9. Mai 1934. Bürgermeisterei Gießen. 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Mal 1934, 5.15 Uhr nachm. pünktl., großer Hörsaal der Universität Festsitzung 1. OrchestervQrtrag des Collegium mu- sicum der Universität unter Leitung des Musikdir. Prot. Dr. Temesvary Beethoven-Rondo 2. Vortrag von Prof.Dr.Bans Naumann,Bonn: Tacitus und die Germanen Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Gießen. Velr.: Die Freififcherei in der Lahn. Das Kreisamt hat Veranlassuna, auf die nachstehende Verordnung des Hess. Gesamtministeriums vom 4. Mai 1933 hinzuweisen und empfiehlt diese den Interessenten zur Beachtung. 2832C Verordnung über die Frühjahrsschonzeit in der Lahn. In Abweichung von der Bestimmung in §4 Abi. 1 Satz 2 der Ausführungsverordnung zum Gesetz über die Ausübung und den Schutz der Fischerei vom 14. Dezember 1887 (Reg.-Bl. S. 303) in der Fassung der Verordnung vom 14. Mai 1920 (Reg.-Bl. S. 89) wird folgendes verordnet: Zunge technische Lehrerin f.Schneid.,Sport u.Mitarb.runter- nat geg.Taschengeld u.fr.Station gesucht. 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Mai 1934 28370 Borkämpfe IO1/« Uhr. Entscheidungen 15 Uhr. Sievert, Danz, Geerling, Berg u. n. Spitzen könnet am Start. - Gewöhnliche Eintrittspreise! Feld. Dienstag, den 15. Mai 1934, vormittags 8 Uhr (Zusammenkunft in der Hamm- straße an der Wieseckbrücke) 1 Böschung an der Wieseck, die Böschungen an den Kläranlagen, ver- schiedene Klee- und Grasstücke am Leihgesterner-, Aul- und Erdkauter-, Schiffenberger und Heegstrauchsweg, sowie sämtliche Feldwege und Gräben zwischen Lahn und Licher Straße. Alittwoch, den 16.2Hai 1934, vormittags 8 Uhr (Zusammenkunft am Alten Röd- gener Weg an der Sandgrube bei der Liebigshöhe), die Grasnutzung von den Schneisen und Mähplatten der städtischen Waldungen, ferner 4 Kleestücke an der Sandgrube bei der Liebigshöhe und eins an der Alten Marburger Straße, sowie 1 Grasstück an der Ederstraße und 2 an der Lahn unter dem Felsen, weiterhin sämtliche Feldwege und Gräben zwischen Licher Straße und Lahn. 2822C Kleinere Beträge können bei der Versteigerung Stellen Suchenden wird bringend empsoh- lcn,ihrenÄewerbungen feine llrkvrunaszeug- niffe beizufügen.In vielen Fallen sind die Aus- traggeber von Ziffer- anzelgea unbekannt, u. ei kann dann nur Wie- dererlangungverlorcner ÄewerbungSunterlogen nichts getan werden.- Zeugnis- und ähnliche Abschriften, Lichtbilder usw.miiffensietsausber Rückseite bievollständiqe Anschrift desDewerberS tragen. 7tur bei Beach- lung dieser Anregun- gen können die Stellen Suchenden aufNücksen- dung ihres Eigentums v.)iechts wegen rechnen. 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Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Meine innigst geliebte Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Becker wurde heute morgen 2% Uhr im 65. Lebensjahre von ihrem schweren, mit Geduld ertragenen Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Für die trauernden Hinterbliebenem Georg Becker. Meine Zeit steht in Deinen Händen. (Ps. 31, 16) Großen-Llnden (Junkergasse 20), Gießen, Baltimore, 10. Mai 1934. Beerdigung: Samstag nachmittag 3‘/a Uhr. 02472 Heute morgen um 8 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Elisabethe Artz, geb. Magnus im 68. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Artz. llr.W Zweiter Blatt Eichener Anzeiger Holzheim, 10. Mai. Am Montagabend fand hier im Saale des Pg. Sarnes ein Schulungsabend der NSDAP, und ihrer Gliederungen statt. Der Schulungsabend wurde von Ortsgruppenleiter Wenzel lLang-Göns) eröffnet Sodann sprach Pg. Herbst (Lang-Göns) über die innen- und außenpolitische Lage, sowie über die Judenfrage. Der Redner erntete reichen Beifall. — Der Arbeiter Karl Reitz, der beim Holzschneiden beschäftigt war, kam der Kreissäge zu nahe, wobei ihm zwei Finger f a st vollständig ab- geschnitten wurden. Der Bedauernswerte wurde sofort der Chirurgischen Klinik in Gießen über- miefen. — Nächsten Samstag, 12. Mai, läuft hier im Saale des Pg. Sarnes ein Tonfilm durch die NSDAP.: „Kreuzer Emden" und „Die Arbeitsschlacht". b Alten-Buseck, 10. Mai. Die seit dem Jahre 1873 am hiesigen Ort betriebene Zigarren- f a b r i t der Firma Carl Emmelius , Gießen, aing am 2. Mai in den Besitz der Firma Rinn a Cloos, Heuchelheim, über. Die Firma Carl Emmelius, die in früheren Jahren weit über 100 Arbeiter hier beschäftigte, stand infolge ihres sozialen Verständnisses für die Bedürfnisse und Nöte sowohl ihrer Mitarbeiterschaft, als auch der Gemeinde bei der hiesigen Einwohnerschaft in bestem Ansehen. Durch die von dem neuen Besitzer zur Zeit vorgenommenen inneren Umänderungen des 200jährigen Gebäudes, der ehemaligen „Brandsburg" der Freiherrn von Buseck, erfahren die in aesundheitlicher Beziehung seither schon vorbildlichen Arbeitsräume noch weitere vorteilhafte Verbesserungen. Der Wunsch unserer Einwohnerschaft, am hiesigen Ort bald wieder eine Arbeitsstätte für die zur Zeit vorwiegend auf auswärtige Arbeitsgelegenheit angewiesene zahlreiche weibliche Arbeiterschaft zu besitzen, dürfte erfreulicherweise in wenigen Wochen in Erfüllung gehen. Die Firma rechnet mit dem Wiederbeginn des Betriebes zu Anfang Juni. < Que.ckborn, 9. Mai. Unser Bürgermeister Adam Alb ert, der 15 Jahre lang uneigennützig und treu unserer Gemeinde vorstand, trat am 1. April d. I. freiwillig in den wohlverdienten Ruhestand. Er sieht im 69. Lebensjahr; er fühlte sich den körperlichen Anforderungen, die heute an oas Amt eines Bürgermeisters gestellt werden, nicht mehr gewachsen und hat darum einer jungen Kraft Platz gemacht. Von der Regierung wurde der seitherige Beigeordnete Hugo H o rst zum kommissarischen Bürgermeister und der Zellenleiter Joh. Hch. Albert zum Beigeordneten bestellt. In den ersten Maitagen übernahm der neue Bürgermeister seine AmtsKschäfte. Am vergangenen Samstag versammelte sich nun die ganze Gemeinde in Gör- nerts Saal, um von ihrem alten Bürgermeister Abschied zu nehmen. In Ansprachen des Ortsgruppenleiters Weber (Ettingshausen), des hiesigen Zellenleiters Albert und des neuen Bürgermeisters Horst wurden die Verdienste des alten Bürgermeisters anerkennend hervorgehoben und ihm für die 15 Jahre lange pflichteifrige Tätigkeit der Dank der Gemeinde ausgesprochen. Als äußeres Zeichen des Dankes wurde ihm ein Sessel überreicht. Sichtlich ergriffen dankte der Altbürgermeister für die ihm zuteil gewordene Ehrung unb gab einen Rückblick auf seine Amtszeit als Bürgermeister, die in die Zeit der Inflation, der Arbeitslosigkeit, der Marxistenherrschast und der nationalsozialistischen Revolution fiel. Richtschnur seines Handelns sei der Grundsatz des Führers gewesen: Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Unterschlagungen bei der Mainzer Stadtkaste. LPD. Mainz, 10. Mai. Die durch den fünfzigjährigen Verwaltungsobersekretär Otto Rabenau bei der Stadtkasse verübten Veruntreuungen haben sich als viel bedeutender herausgestellt, als zunächst angenommen wurde. Rabenau, der sich in Untersuchungshaft befindet, hatte zunächst nur die Veruntreuung eines Betrags von 2000 RM. zugestanden. Bis heute hat sich nach den Feststellungen der Städtischen Rechnungsprüfungsstelle die veruntreute Summe bereits auf nahezu 25000 Reichsmark erhöht. Die Verfehlungen gehen bis in das Jahr 1924 zurück. Hilfe für die Llnwettergeschcidigten im Solmsbachtal. Die Schäden der Gemeinden Brandoberndorf, Griedelbach und Kröffelbach im Solmsbachtal durch das katastrophale Unwetter am vorigen Freitag machen eine Hilfsaktion erforderlich. Alle Volksgenossen, die den schwerbetroffenen Kleinbauern, welche ihre Aecker samt der Bestellung verloren haben, helfen wollen, werden von der Kreisverwaltung aufgerufen, Spenden auf das Konto „U n w e t t e r h i l f e Brandobern, borf" bei der Kreissparkasje Wetzlar (Postscheckkonto Frankfurt a. M. 1712) einzuzahlen. Eine Not- standsarbeit zur Beseitigung der erheblichen Schäden an den Wegen der Gemeinde, die etwa auf 25 000 RM. beziffert werden, ist bereits eingeleitet. Mitglieder des Freiwilligen Arbeitsdienstes sind auf den Bauernhöfen tätig, um bei den Aufräumungsarbeiten zu helfen. Rundfunkprogramm Samstag, 12.2Hat 6.05 Uhr: Gymnastik. 7.10: Frühkonzert (Schall- platten). 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10.10: Schul- , fünf: „Max Eyth". 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I (Wochenendfahrt). 13.20: Mittagskonzert II der Kapelle Otto Kerm- 1 dach. 14: Mittagskonzert III. 14.30: „Fröhliches , Wochenend." „Deutscher Frühling im Lied": Der Frankfurter NS.-Chor singt. 15.10: Lernt morsen! । 15.50: Quer durch die Wirtschaft. 16: Vom Deutsch- : landsender: Nachmittagskönzert. 17.30: „Hessische । Volkslieder unserer Zeit"; ausgezeichnet von Heinr. ! Tempel. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Der Polt- - zeipräsident spricht! 18.30: Stegreif-Sendung. 19: ! Marschmusik. 19.30: Wie Schwitzen Kätti in den Himmel und wieder hinaus kam. Hörfolge von Hch. Tiaden. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: Gro- i feer lustiger Abend des Reichssenders Frankfurt und I RDR., Ortsgruppe Kassel, in der Kasseler Stadt- । halle. 23: Dom Reichssender Berlin: Nacht-Kabarett ] und Tanz. 0.15 bis 1.15: Alle frohe Heimat „Früh- < kH Pfalz — Gott erhältst". \ Das Frankfurter Stadion war am Himmelfahrtstag Schauplatz des ersten „Lehrspieles" der englischen Ligamannschaft Derby County gegen eine deutsche Nationalmannschaft. 22 000 Zuschauer umsäumten den Platz. Als der Schiedsrichter Weingärtner (Offenbach) den Ball frei gab, standen sich die Mannschaften in folgenden Aufstellungen gegenüber: Deutschland: Jakob-Jahn Regensburg; Ha- ringer-Bayern München, Busch-Duisburg 99; Ja- nes-Fortuna Düsseldorf, Münzenberg-Alemannia Aachen, Gramlich-Eintracht Frankfurt; Lehner- Schwaben Augsburg, Siffling-SV. Waldhof, Co- nen-FV. Saarbrücken, Noack und Polntz beide Hamburger SV. Derby County: Kirby; Reid, Collin; Nicholas, Barker, Keen; Udal, Hann, Bowers, Ramage, Randale. Skizzen vom Kampfverlauf: Die Engländer waren gleich vom Beginn an gut im Spiel. Mit weitausgreifenden Flügelangriffen brachten sie Jakobs Heiligtum mehrfach in Gefahr, besonders in der 5. Minute, als Udal frei vor Jakob stand und über das Tor schoß. Allmählich fanden sich aber auch die Deutschen besser zusammen. Sisfling, das neue Stürmertalent, leitete einige gute Angriffe ein, bei denen aber die beiden Hamburger meist auf die raffinierte Abseitstaktik der Engländer hereinfielen. Die Engländer blieben weiter leicht im Angriff. Haringer und Busch verstanden sich gut und ließen für Jakob kaum Arbeit übrig. In der 15. Minute? konnten sie aber nicht mehr verhindern, daß die Engländer zu ihrem ersten Treffer kamen. Hann ließ aus 16 Meter einen Bombenschuß los, den Jakob nicht wehr erreichen konnte. Dieser Treffer der Engländer war das Signal zu einem deutschen Generalangriff. In der 35. Minute schoß Lehner auf eine raffinierte Vorlage Sifflings den Ausgleich, und schon zwei Minuten später war es Noack, der zum 2:1 einsandte. Verteidiger Haringer hatte daran nicht geringen Anteil, denn einer seiner langen Abwehrschläge senkte sich erst kurz vor dem Tor der Engländer zu Boden. Wenige Minuten vor der Pause wartete Conen mit einer Prachtleistung auf, die das 3:1 ergab. Bowers konnte aber fast mit dem Halbzeitpftff zusammen Jakob zum zweiten Male schlagen. Pause 3:2 für Deutsch- land. Nach dem Wechsel kamen unsere Spieler womöglich noch besser in Fahrt. Die Engländer waren minutenweise einfach nicht mehr „da". In der 4. Minute verschuldete Busch einen Foulelfmete?, den aber Bowers mit Absicht neben das Tor setzte. Eine Minute später kam Conen gut durch und schon hießt es 4:2 für Deutschland. Sissling und Lehner leiteten immer und immer wieder Angriffe ein. Die Verteidigung der Engländer war aber auf der Hut. Verschiedene schone Gegenstöße sanden in Haringer, Busch und Jakob ein unüberwindliches Hindernis. Die letzte Viertelstunde sah die Deutschen noch einmal in Hochform. Alle Spieler holten ihre letzten Reserven heraus. In der 39. Minute wurde dieser Eifer mit einem fünften Tor belohnt. Noak schloß eine schöne Kombination mit unhaltbarem Schuß ab. Den Schiedsrichter Weingärtner haben wir schon besser gesehen, er war diesmal etwas zu pedantisch und auf Abseits unsicher. kurze Kritik: Das erste Probespiel ist vorüber. Die deutsche Mannschaft hat verdient — und teilweise auch überlegen — mit 5:2 Toren gewonnen. Ihre Spielweise war viel besser, als man es erwartet hatte. Abgesehen von einigen Schönheitsfehlern leistete jeder Mann Gutes. Jakob im Tor hatte erst in den letz- ten Minuten Gelegenheit, fein großes Können zu zeigen. Die beiden Verteidiger Haringer und Busch bildeten eine Einheit, an der der in der W-Forma- tion spielende englische Sturm fast immer zerschellte. Münzenberg war hier auf Geheiß von Nerz der „Dritte im Bunde". Der Aachener löste seine Aufgabe, den englischen Mittelstürmer Bowers nicht aus den Augen zu lassen, vortrefflich. Bemängelt muß fein etwas hartes Spiel werden. Janes und Grämlich elegante und überlegene Außenläufer, Janes verschiedentlich nur etwas leichtsinnig. Im Sturm die rechte Seite Lehner-Siffling der beste Teil, Siffling der überragende Mann. Conen als Mittelstürmer zeigte manches technische Kabinett- tückchen, verriet gute Uebersicht und kargte auch nicht mit Schüssen. Er fügte sich Lehner und Siffling als gleichwertig an. Der Hamburger linke Flügel fiel nicht ab. Er war nur nicht ganz so produktiv wie der rechte. Pollitz flankte etwas ungenau und Noack war im Zuspiel nicht ganz sicher. Alles in Allem aber eine Mannschaft, die uns den Handball im Gau Nordhessen OT. Turnverein Lang-Gons I — Turnverein Holzheim I 3:4 (2:1). Beide Mannschaften standen sich am Sonntag im Aufstiegspiel in Lang-Göns gegenüber. Es war gewissermaßen ein Entscheidungsspiel um den ersten Watz in der Tabelle, den die Gäste mit viel Glück für sich entscheiden konnten. Nachdem die Platzbesitzer nach einigen Minuten Spieldauer die Führung an sich aeriffen hatten, kamen die Gäste bald zum Ausgleich. Aber die Platzmannschaft konnte wieder in Führung gehen, und mit 2:1 wurden die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff waren die Einheimischen den Gästen im Feldspiel jederzeit überlegen, doch konnte sich der Sturm der Platzbesitzer, der durch Krankheitsfälle geschwächt war, nicht durchsetzen, so daß es bei oem 2:1 bis ca. 8 Minuten vor Schluß blieb. Als nun die Einheimischen auf 3:1 erhöhten, kamen auch die Gäste zu ihrem zweiten Tor, und in der letzten Minute durch zwei weitere Strafwürfe zu ihrem dritten und vierten Tor. Die Hintermannschaften waren beiderseits sehr gut Besonders konnte die Hintermannschaft der Einheimischen den Sturm der Gäste jederzeit in Schach halten. Auslandsstart Deutscher Nutzerer. Für die alljährliche große internationale Ruderregatta im belgischen Seebad Ostende, die am 20. und 21. Mai veranstaltet wird, will der Kölner Regatta-Verein den Kölner Verbandsachter melden. Außerdem wird der Wassersportverein Godesberg mit den deutschen Meistern Gebr. Arenz im Doppel- Gefährliche Giftpflanzen unserer Heimat. Genaue Kenntnis der Schädlinge kann schweres Unheil verhüten. In unserer heimischen Planzenwelt befinden sich nicht weniger als vierzig Arten, die giftige Stoffe enthalten, deren Genuß dem Menschen schwere Krankheit oder gar den Tod bringen kann. Manche rufen, je nach Art und Menge, in der sie genossen werden, durch ihren ätzenden Saft schwere Entzündungen hervor, andere wieder lähmen wichtige innere Organe. Leider kennen die roenigften Menschen die bei uns vorkommenden Giftgewächse. Nicht alle sind gleich stark giftig. Während wohl einige in allen Teilen Giftstoffe enthalten, so finden wir bei anderen etwa nur im Wurzelstock, oder der Zwiebel, oder den Blättern, oder den Blüten, oder in zweien zugleich den todbringenden Stoff vor. In folgendem sollen die wichtigsten Vertreter unserer gefährlichsten Giftpflanzen näher gekennzeichnet werden. Wenn noch Schnee und Eis die Erde bedecken, dann entfaltet schon die vielfach in Gärten angebaute Christrose, auch Schneerose genannt, ihre prächtig schneeweißen Blüten. Sie führt auch noch Den Namen Nieswurz. In pulverisiertem Zustand wird die Wurzel zur Herstellung des Schneeberger Schnupftabaks benötigt; daher der Name. Wird sie aber irrtümlich gegessen, so kann sie unter Krämpfen und Koliken den Tod herbeiführen. Im zeitigen Frühjahr, oft schon im Februar, ist ein kleiner Strauch meist in Gebirgswäldern, aber auch vielfach als Gartenzierpflanze anzutreffen. Es ist der S e i d e l b a st oder Kellerhals. Seine rosaroten Blüten erfreuen unser Auge. Sowohl die roten Früchte, wie auch der scharfe Saft der Rinde enthalten aber ein starkes, tödlich wirkendes Gift. Wenn der Mai die Erde in junges Grün gekleidet hat, lockt der köstliche Duft des Maiglöckchens den Waldbesucher an. Er kann sie beruhigt pflücken, doch die roten Beeren, die sich später entwickeln, muß er meiden, um nicht schweren gesundheitlichen Schaden zu nehmen. Ein Zeitgenosse dieses Lieblings der Menschen ist die Kuh- oder Küchenschelle, eine Bewohnerin sonniger Hügel und lichter Wälder. Ihre dunkelvioletten Blüten gleichen einem Glöckchen. Mitunter können die seidenartigen silberflaumigen Blätter beim Sammeln anderer Kräuter mitgepfückt werden. Bei unvorsichtigem Genuß bewirken sie vorübergehende Blindheit und Störungen im Rückenmark und Gehirn. In ähnlicher Weise, nur viel stärker, wirkt die Wurzel des Eisen- oder Sturmhutes, dessen Heimat die Alpen, sowie die mittel- und süddeutschen Gebirge sind und der bei uns in den Gärten gerne gesehen wird. Tritt Vergiftung durch ihn ein, die sich durch Kopfschmerz, Lähmung des Pulsschlages und der Atmung anzeigt, so ist der Tod oft schon nach wenigen Stunden die Folge, wenn nicht ärztliche Hilfe raschestens in Anspruch genommen wird. Oft bewirkt der Sturmhut, im Blumenstrauß getragen, schon ein Anschwellen der Hand. Wohl die gefährlichste aller Giftpflanzen unserer Heimat ist die Tollkirsche, deren glänzende schwarze Beere einer Herzkirsche ähnelt und deshalb leicht, von Kindern besonders, für eine solche gehalten wird. Beeren und Wurzeln sind die giftigsten Teile der ganzen Pflanze. Fast jeden Sommer fordert sie Opfer, selbst Massenoergiftungen durch sie sind bekannt. Drei bis vier Beeren genügen, ein Kind zu töten. Amseln und Drosseln verzehren sie jedoch, ohne Schaden zu nehmen. In früheren Jahren benutzte man den roten Saft der Beeren in Italien zum Schminken. Unheimlich wirkt das auf Schutthaufen und an Wegen wachsende Bilsenkraut, eine allbekannte, sehr giftige Pflanze mit seinen fiebrigen Blättern und seinen violettgeaderten schmutzig-gelben Blüten, die einen betäubenden Geruch abgeben. Im Aberglauben spielte das Bilsenkraut eine große Rolle; sie bildete einen Hauptbestandteil der berüchtigten Hexensalbe. Zur gleichen Pflanzengattung, zu der die beiden letzten gehörten, nämlich den Nachtschattengewächsen, gehören noch eine ganze Reihe anderer Giftpflanzen. Als nächster Verwandte unserer nützlichen Kartoffel sind der Schwarze und Bittersüße Nachtschatten zu nennen. Als lästiges Unkraut in den Gärten und Feldern enthalten namentlich die schwarzen Beeren ein starkes Gift. Der gefürchtete Stechapfel mit seinem übelriechenden Kraut ist ein Nachbar des Bilsenkrautes. Die stachelige Fruchtkapsel enthält die vielen schwarzen Samen, die am giftigsten für uns Menschen sind; von Vögeln aber gerne als unschädlich verzehrt werden. Wer kennt nicht den prachtvollen Goldregen, der in feinen goldgelben Blütentrauben ein gern gesehener und beliebter Zierstrauch unserer Gärten und Parkanlagen ist? Er enthält, besonders in den schoten- artigen Früchten, einen sehr scharfen Giftstoff. Gar manches Kind mußte schon sterben, weil es nur an den Blättern oder Blüten gekaut hat. Auf Waldblößen prangt im Sommer der prächtige rote Fingerhut. Alle Teile dieses Gewächses verursachen beim Verzehren, infolge des heftigen Giftes, gefährliche Erkrankungen. Schlimmer noch als die im Waldesschatten wachsende Einbeere, die, als schwarzblaue Beere von Kindern verzehrt, verhängnisvoll wirken kann, ist die Eibe, auch Taxus oder Lebensbaum genannt. Nicht nur die Samen, sondern auch die breiten Nadeln enthalten ein betäubendes Gift, das alle inneren Organe angreift; Herz und Lunge lähmt, so daß der Vergiftete plötzlich erstickt. Weideplätzen und Straßen muß die Eibe ferngehalten werden. Vieh, das von den Nadeln zu fressen bekommt, muß unter furchtbaren Schmerzen elend verenden. Neben der Weißen Zaunrübe, deren Wurzel stark giftig ist, darf nicht die große Familie der Schmerlinge vergessen werden. Unter ihnen ist der Wasserschierling der schlimmste. Durch Verwechslung seines Wurzelstockes mit dem der Hundspetersilie, sind schon manche Todesfälle unter Krämpfen und Ohnmächten erfolgt. Beim Gefleckten Schierling ist merkwürdigerweise die Wurzel nicht so sehr gefährlich, wie gerade die petersilienähnlichen Blätter und Samen. Mit ihm wurde bekanntlich Sokrates, der den Giftbecher, gefüllt aus dem Safte des gefleckten Schierlings, tanken mußte, hingerichtet. Unserer wichtigen Gewürzpflanze, der Petersilie, täuschend ähnlich, finden wir ebenfalls in Gärten den Gar - tenschierling, auch Hundspetersilie geheißen. Hauptsächlich sind die Blätter gefährlich. Es ist deshalb empfehlenswert, um Verwechslungen vorgu- beugen, die krausblättrige Petersilie im Garten anzubauen. An Zäunen und Gebüschen klettert die Weiße Zaunrübe empor, die eine sehr stark giftige Wurzel besitzt. Wenn der Herbstwind durch die Stoppeln weht, dann sprießt noch eine sehr giftige Pflanze aus der Flur hervor und gibt ihr den letzten Schmuck: die Herbstzeitlose. Nicht nur die Samen und Knollen sind sehr giftig, sondern auch die übrigen Pflanzentelle sind selbst im Heu Dom Milchwirtschaftsverband Hessen wird uns geschrieben: Mit der gesetzlichen Neuregelung des Verkehrs mit Käse und Butter ist auch die Frage der Land- butter akut geworden. Nicht selten geben bei Ueberfülhmg der Märkte gegen Marktende die Preise für ßaiMutter auf die Hälfte der normalen Preise nach und stempeln so die Preise zu einem Zufallsergebnis der jeweiligen Marktlage. Derartige Erscheinungen bleiben aus den allgemeinen Buttermarkt nicht ohne Auswirkung, und die Milcherzeuger in ihrer Gesamtheit sind die Leidtragenden. Die Beschneidung einer solch an und für sich recht fragwürdigen Freiheit der Bauern liegt demgemäß im allgemeinen Interesse. Der Reichskommissar für die Milchwirtschaft hat im Rahmen der durch die Gesetze und die Verordnung gegebenen Möglichkeiten nachstehende Richtlinien ausgestellt. 1. In Gebieten, welche molkereimäßig noch nicht oder nur ungenügend erschlossen sind, wird man dem Bauern selbstverständlich auch bis zur Wandlung dieser Verhältnisse die hof- eigene Verwertung seiner Milch zu Milcher- zeugnissen auch zum Absatz weiter gestatten. 2. Das gleiche gilt in molkereimäßig erschlossenen Gebieten, sofern infolge irgendwelcher Umstände die Zuweisung der Milch zu einer Molkerei für einen Betrieb mit besonderen Schwierigkeiten verbunden wäre, oder wo z. B. in ausgesprochenen Zuchtbetrieben die ganze Magermilch auf dem Hofe verbleiben muß. 3. In allen andern Fällen wird die hofeigene Herstellung von Milcherzeugnissen zum Zwecke des Absatzes unterbunden werden müssen, um jeden marktstörenden Einfluß dieser Erzeugnisse zu vermeiden und zugleich die bestehenden Molkereien im Interesse der gesamten Erzeugerschaft zweckmäßig auszunutzen. Diese Maßnahmen erscheinen vor allem dort angezeigt, wo der betreffende Bauer seither bereits die gan^e oder einen Teil seiner MilH regelmäßig, ober auch nur zeitweilig an eine Molkerei abgeliefert hat. Die vielfach seitherige Gepflogenheit, sich des Molkereibetriebs nur zur konjunkturellen Ausnutzung der jeweiligen Marktverhältnisse zu bedienen, kommt in Zukunft schon dadurch in Wegfall, daß die But- terpreife, wie es bereits heute der Fall ist, sich unbedingt stetig entwickeln, und daß die Land- butter ihrer nicht so guten Qualität und Halt- noch außerordentlich schädlich, weshalb sich Weidetiere — außer Schafen — nicht an ihr vergreifen. Nur fünf Gramm von dem Samen genügen, einen Menschen innerhalb weniger Tage zu töten. Wie eingangs gesagt, sollen nur die wichtigsten bei uns vorkommenden Giftpflanzen aufgeführt werden. Wenn sie auch alle dem Menschen als ein gefährlicher und gefürchteter Feind erscheinen, so werden sie mitunter in der Hand des Arztes zu einem Wohltäter und notwendigen Heilmittel. B e p p le r, Butzbach. barfeit wegen im Preise niedriger ausfällt. Diese Maßnahmen tragen ferner dazu bei, Mißgünstigkeit und Unzufriedenheit in den Kreisen der Erzeuger auszuschalten und sie zu einer völkischen und berufsständischen Einheit zu verbinden. 4. Es bleibt auch in Zukunft jedem Bauern unbenommen, sich eine Einrichtung zur hofeigenen Verwertung seiner Milch anzuschaffen; er muß sich lediglich über die Ausnutzbarkeit dieser Einrichtung je nach Lage der gegebenen Verhältnisse von vornherein im klaren sein. Spenden für die NSV. werden eingezahlt auf Konto Nr. 4513 bei der Bezirkssparkasse Gießen. Auch bei nicht hofeigener Herstellung von Milcherzeugnissen kann die Entrahmung überall dort am Platze sein, wo sich nach Lage des Falles, insbesondere bei schwierigen Wegeverhältnissen u. dgl., die Rahmlieferung mehr empfiehlt, als die Beförderung der ganzen Milch. Bei Unklarheiten und Zweifelsfällen wolle sofort Rückfrage beim zuständigen Milchversorgungsverband gehalten werden." Die Zeit ist also gekommen, daß die Frage der Landbutter einer Lösung entgegengeführt wird. Mit dem alten Zopf, Eigenbrötelei und einer konservativen Einstellung, die mit der heutigen technischen Entwicklung der Milchwirtschaft, sowie mit den Interessen des Volksganzen nicht mehr in Einklang zu bringen ist, muß gebrochen werden. Der Milchwirtschaftsverband Hessen ist deshalb an die Kreisämter (Landratsämter, Bezirksämter) mit dem Ersuchen herangetreten, sämtliche Gemeindebehörden anzuweisen, Anträge auf Ausstellung von Ueber- nyhmsscheinen in allen Fällen zu verweigern, in denen die Möglichkeit der Milchablieferung an eine betriebswirtschaftlich normale Molkerei oder Sam- melstelle gegeben ist. Um eine Ueberschwemmung solcher Molkereien mit Milch zu verhindern, hat die Regelung im Einvernehmen mit dem zuständigen Milchversorgungsverband zu geschehen. üebernahmefcheine fürLandbuiter. wenn man eine so vielbegehrte, so vielgerauchte Ziga- man muß sie rette — nicht überall bekäme! überall, selbstverständlich! — Das wäre ja noch schöner, nicht erst lange suchen: schon deswegen bleibt man . M esgl W =1 bei ALVA!........... Zigarette, bei der man bleibt!“ JETZT AUCH MIT STROHMON-MUNDSTUCK Druckschriften :: sss: B°°”" In gebundenen Ausgaben klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet, sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Landwirtschaft und Behörden. Jede Lieferung schnell, gut und preiswert durch die Brühl'sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 das atfbewährteSeifenpulver itr/ L l.fi Paket 24 Pfq. Doppelpaketnur44Pfg. 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Fast jedes Jahr träufelt der Mai, der als Wonnemonat, als Zeit der Freude und Liebe besungen wird, ein Iröpflein Wermut in allen Sang und Klang: es sind die gefürchteten gestrengen Herren, die, wenn sie auch nach einem bekannten Wort nicht lange regieren, doch so manche Hoffnung vereiteln und gewissermaßen zum Abbild der mannigfachen Enttäuschungen werden, die auch des Lebens Mai der hoffnungsfreudigen Menschheit bereitet. Es lag deshalb nahe, wenn die Alten statt der ursprünglichen Ableitung des Wortes Mai von Maja, der Mutter Merkurs, meinten, der Monat heiße Majus, madius oder madidus, weil er ein „Nasser und feuchter Bruder" sei und das geflügelte Wort prägten: Der Maye ist selten so gut, er setzt dem Zaunpfahl einen Hut ... Die gestrengen Herren bestehen keineswegs nur in der Einbildung. Der Landmann, der in der Regel ein guter Beobachter ist, fürchtet die erste Hälfte des Mai mehr als den Monat April: „Der Bauer in der alten Art trägt den Pelz bis Himmelfahrt, und tut ihm dann der Bauch noch weh. dann trägt er ihn als Bartelme" (Bartholomäus- tag). Die Schuld an den Maifröften trägt nach bäuerlicher Meinung der Maimond, der ein besonders kaltes Licht ausstrahlen soll. Ganz unrichtig ist diese Meinung nicht. Wenn am wolkenlosen Himmel der Mond sichtbar ist, kann die Wärme des Bodens leichter ausstrahlen; die Wolken aber bilden gewissermaßen einen schützenden Mantel, der es zu einer den jungen Pflanzenwuchs gefährdenden Ausstrahlung nicht kommen läßt. Exakte wissenschaftliche Erklärungen hat man für die Fröfteerscheinungen bisher noch nicht finden können. Professor Dove, der erste Forscher, der sich mit den Maifrösten befaßte, wies 1836 nach, daß die Maifröste tatsächlich mit Vorliebe auf die den drei Eisheiligen Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai) geweihten Tagen fallen, daß sie sich auf Mitteleuropa beschränken und mit gewissen nördlichen Winden im Zusammenhang stehen dürften. Dove war der Meinung, daß die vom Nördlichen Eismeer hertreibenden Eisberge als die Ursache des Temperaturrückganges zu betrachten find. Spätere Untersuchungen wichen jedoch von dieser Theorie ab, auch davon, daß die die Sonne umkreisenden Meteoritenschwärme mit den Frösten in Verbindung gebracht werden müssen, und P e tz o l d kam zu dem Schluß, daß die Kälterückfälle nur auf Differenzen im Luftdruck zurückzuführen seien. Der ungarische Froscher H e g y s ö k i ist indessen zu Resultaten gelangt, die der Petzoldschen Annahme widersprechen, auch die Theorie des Professors Ney genügt nicht, die die Temperaturstürze auf den größeren Einfluß der sich entwickelnden Temperatur auf die Witte- rungsverhältnifse zurückführen will. Nachtfröste können übrigens auch noch nach dem Regiment der drei Gestrengen eintreten und verspäten sich bisweilen sogar bis in den Juni hinein, dessen zweite Hälfte in Wirklichkeit meist einen viel gefährlicheren Temperatursturz zu bringen pflegt. Blumen im Frühling — Blumen zum Muttertag! Wer ietzt das Glück hat, durch die Lande zu fahren und die blühende Pracht in Feld, Flur und Garten zu schauen, dem wird das Herz weit und der Sinn froh über so viel Schönheit und Farbenfreude, die Gottes Schöpferhand verschwenderisch über die Erde ausgebreitet, und in tiefer Dankbarkeit empfinden wir es, daß wir den deutschen Frühling in Duft und Glanz erleben und schauen dürfen. Wenn in Feld und Wald und auf der Wiese rote, blaue, weiße und gelbe Farben leuchten, dann wissen wir, daß nach ewigen Gesetzen Mutter Natur ihres Amtes waltet, dann wissen wir, daß der große Schöpfer am Werke ist. Auch im Garten sehen wir seine Gewalt, aber hier sehen wir noch andere fleißige Kräfte am Werk, Gottes Schöpferwillen unterstützend, mit Eifer und Beharrlichkeit Dienst am deutschen Mutterboden zu tun. Ob all' die Menschen, Helft der SS. in Gießen! Gebt überflüssige Möbel für die neue Dienststelle! Die Neugruppierung innerhalb der SS. bestimmt die Stabt Gießen zum Standort der neuen 83. SS.- Standarte. Zur Möbelierung der neuen Stan* darten-Dienststelte reichen unsere eigenen Mittel nicht aus. so daß wir auf die Mithilfe unserer Volksgenossen angewiesen sind. Jeder weiß, daß die Schuhstaffel die materiellen Grundlagen für ihr umfangreiches Aufgabengebiet aus eigener Kraft und mit Hilfe treuer, opferbereiter fördernder Mitglieder schaffen muh. Wir wenden uns daher an die Bürgerschaft von Gießen und Umgebung mit der Bitte, uns durch Zurverfügungstellung von Möbeln aller Art bei der Einrichtung unserer neuen Dienststelle zu unterstützen. Jeder, auch der kleinste Gegenstand ist uns willkommen. helfen Sie. Sie tun es nicht für uns, sondern für die Förderung „der Vertrauensgruppe des Führers für besondere Aufgaben". Heberprüfen Sie bitte Ihre Einrichtung. Sie finden bestimmt auch noch überflüssige Möbelstücke. Benachrichtigen Sie uns bitte, damit wir die Gegenstände abholen können. Der Führer der 83. SS.-Standarte: Schäfer. S S.-Slurmbannführer, Gießen, Polizeiamt. Telephon 2751. Schafft Erholung für hilfsbedürftige Kinder! Die Gauamtsleitung der NSV. bittet alle Volks-1 ausgefüllt der zuständigen NSV.-Ortsgruppe zu- genossen, die es ermöglichen können, ein bedürf- stellen zu wollen. für 4 bis 6 Wochen aufzunehmen, die nach- $c aüc m ’ Tausenden von armen Kindern stehende Pflegestellenkarte auszuschneiden und sie« Freude und Erholung zu schenkend Landpflegestellenkarte Ortsgruppe:--------------------- ^„krnde »r. , COom ffiua auejufüOm) Kreis: ——----------- Hamt und Vorname der Pfleyeeltern: , — — ■ , .. —, ■ Beruf:-------------------------------------*--------------------------- ■ ■ - - ■ ■ - tvohnorl: ——— ----------------------------------- ■■ .................. Straße und Hausnummer:--------- ■ ... ■ - ---------------------------- Bahnstation: ■ . ■■■ .. ------------------------— Süc. wleviel Pflegekinder wird Aufenthalt gewährt: ............—— ■ Aufenthaltsdauer: ..... . - - - ■ ■ ....... Zeitpunkt des Aufenthalts:------------------------------- -■■■■- Familienstand der Pflegeeltern:-------------------------------------------—-- ■ - ----- — - Belegt mit Rind Rartel Nr.——— I (Von ötr (Bauamteltitang auejufüHen». | Mi, deutlich »»füllet. die sich der Blüte und des Duftes der Blumen freuen, wissen, welch' unendliche Mühe, Arbeit, sorgfältige Pflege und Hingabe an den Beruf dazu gehört, diese Blumenkinder so strahlend werden zu lassen? Wohl kaum, denn sonst wären deutsche Blumen mehr bevorzugt und deutsche Gärtner brauchten mit ihrer Familie nicht Not zu leiden. Ja, Not ist noch in unserem Gärtnerstande, mögen es nun die Gemüse- oder die Blumengärtner sein, alle kflmp- fen täglich den bitteren Kampf, ihre Familie zu erhalten und an ihrer Heimatscholle zu bleiben. Wer wollte, wenn er von dieser Not weiß, noch feilschen um Pfennige, die anderwärts viel leichter ausgegeben werden, wer wollte vorübergehen und frohen Sinnes bleiben, wenn er nicht vorher einen leuchtenden, duftenden Strauß oder Blumenstock erstanden hätte, sich selbst und denen, die er liebt und verehrt, zur Freude, denen aber, die in harter, schlecht lohnender Arbeit stehen, zur Hilfe und Ermunterung! Und nun steht der Tag bevor, an dem der Mutter gedacht wird, der deutschen Mutter, der Quelle des Lebens in unserem Volkstum. Wer Gelegenheit hat, der nahen ober fernen Mutter zu gedenken, der soll es tun, indem er ihr die lieblichsten Lenzes- und Liebesboten schickt, die wunderbaren deutschen Blumen, gezüchtet, betreut und mit Fleiß und Liebe hervorgebracht vom deutschen Gärtnerstand. Auch der Mutter, die schon von uns gegangen, gedenken wir in Lieb§ Dankbarkeit und Wehmut und schmücken ihre letzte Ruhestätte mit den deutschen Frühlingsblumen, schenken sie uns doch Leben und Glück tausendfältig, und so sei unser Dank. Wir werden, wenn wir so handeln, nicht nur Freude geben denjenigen, welchen unsere Grüße gelten, wir werden auch Hilfe bringen und neue Hoffnungen hineintragen in unsere notleidenden Gärtnerbetriebe, wir werden fleißigen deutschen Menschen zu Arbeit und Brot verhelfen und auch beim Freudebereiten noch mitbeteiligt sein am deutschen Wiederaufbau. Unsere Losung sei: „Laßt Blumen sprechen, laßt Blumen helfen!" Das Meisterwerk. Ein neues Arbeitsjahr hat begonnen. Es gilt das Meisterwerk einmütiger deutscher Werktätigkeit zu vollenden und allen Völkern zu beweisen, daß das deutsche Volk wieder Schritt gefaßt hat. Taufende haben schon unter Adolf Hitlers kraftvoller Führung ihre Arbeit und ihr Brot gesunden, aber viele warten noch mit gläubigem Vertrauen, sie wissen, daß des Führers größte Sorge ist, die mtf^abe, ihnen baldige Verdienstmöglichkeit zu Im nationalsozialistischen Staat soll jeder begreifen, daß nur eine wahrhaft sozialistische Auffassung der Gemeinschaftsaufgabe ihre Lösung ermöglicht. Möge sich jeder über seinen Egoismus erheben und seine Ichsucht überwinden. Die dritte, große nationalsozialistische Arbeits- deschafsungslotterie will sich nun wieder mit voller Kraft in die Dienste des Gesamtwohles stellen. Sie will wichtige Gelder zur Arbeitsbeschaffung aufbringen. Ihr Gewinnplan ist dem nationalsozialistischen Denken gemäß vollständig umgestaltet worden. Um nicht wie sonst einen einzelnen vom Glück zu begünstigen, wurde von dem üblichen, all zu hohen Hauptgewinn abgesehen und die Gewinnzahl mit vielen mittleren, jedoch auch recht beträchtlichen Gewinnen erweitert. Darum frisch gewagt, das deutsche Meisterwerk bedarf auch der Treibfraft des neuen braunen Loses der Arbeitsbeschasfungslotterie zu einer Mark. Nur noch simultane Volksschulen in Hessen. Das Staatspresseamt teilt mit: Die gemeinsame Schule (Simultanschule) ist die Schule, in der die Kinder der verschiedenen Konfessionen gemeinschaftlich erzogen werden und nur der Religionsunterricht konfessionell getrennt erteilt wird; sie ist in Hessen bereits seit über hundert Jahren eingeführt. Nach der Reichsgründung vom 18. Januar 1871 wurde sie zur Regelschule erhoben. Die Simultanschule hat sich gerade bei der in Hessen fast überall vorhandenen starken Mischung der Konfessionen auf das beste bewährt, ba sie im Gegensatz zu den konfessionell getrennten Schulen sich als besonders geeignet erwies, die zwischen den christlichen Konfessionen bestehenden Gegensätze zu überbrücken und die Kinder im Gedanken der Volksgemeinschaft zu erziehen, andererseits aber auch in ihr eine christliche Erziehung der Kinder durchaus gewährleistet ist. Nur in wenigen früher vom Zentrum beherrschten Orten hatten sich bis vor kurzem die konfessionell getrennten Schulen halten können. Dem Wunsche der jetzt nationalsozialistischen Bevölkerung entsprechend wurden im Frühjahr 1934 Abstimmungen Dorgenommen. Diese Abstimmungen erfolgten auf Grund der Bestimmungen des Hessischen Volksschulgesetzes, die insoweit mit dem im Sommer 1933 mit der katholischen Kirche abgeschlossenen Reichskonkordat vereinbar sind. In einem paritätischen Abstimmungsverfahren wurde mit geradezu überwältigender Mehrheit an sämtlichen Orten die Umwandlung der evangelischen und katholischen Kon- fessionsschulen in Simultanschulen beschlossen. Mit Beginn des neuen Schuljahres 1934 gibt es also nur noch S i m u l t a n s ch u l e n in Hessen. Die Beschaffung von Klavieren und Harmonien für die Schulen. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und die Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung gerichtet: Durch den Reichsminister des Innern ging den Unterrichtsverwaltungen der Länder ein Finanzie- rungsplan der Industrie- und Handelskammer Berlin zu zwecks Beschaffung von 20 000 Klavieren und Harmonien für die Schulen mit dem Hinweis, die Möglichkeiten zur Behebung der Notlage des Musikinstrumentengewerbes zu prüfen. Bei der Erteilung eines dahingehenden Regierungsauftrages an die einschlägige Industrie könn- Begegnung mit wilden Tieren. Von unserem ständigen v.M.-Berichterstaiter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Kalkutta, im Frühling 1934. Die Europäer in Indien haben herzlich wenig Gelegenheit, des Landes wilde Tiere — Elefanten, Tiger oder Leoparden — zu sehen. Die große Mehrzahl von ihnen rechnet es schon zu den bemerkenswerten Erlebnissen, einmal eine Schlange — und dann oft noch eine harmlose — zu Gesicht zu bekommen. Wer einmal den Wunsch hat, die indischen Dschungelbewohner anzuschauen, geht eben einfach in den Zoo! Denn den meisten fehlt es an Zeit und Geld, um längere Jagdausflüge, insbesondere auf Großwild, zu unternehmen. Das ist das Stadtleben in Indien. Aber wenn wir uns über eines nicht zu beklagen brauchen hier draußen, so ist es der Mangel an Gegensätzen. Die haben mir im Uebermaß, und auf allen Gebieten — auch hinsichtlich der Berührung zwischen Mensch und Tierwelt. Wenn wir reisen, insbesondere wenn das auf der Landstraße geschieht, oder wenn wir einmal unsere kurzen ^indischen" (im Gegensatz zum Heimaturlaub) Ferien haben, dann kommen nicht selten Gelegenheiten vor, wo wir unseren lieben Nachbarn im Dschungel näher kommen als erwartet. Ausflügler erlebten in Burma kürzlich folgendes: Auf der Heimfahrt mit ihrem Auto fanden sie die Straße von einer Elefantenherde vevfperrt, durch die durchzufahren nicht gerade erscheinen konnte — denn wo ein Jumbo hintritt, wächst kein Gras — und manches andere auch nicht mehr, selbst wenn er's nur aus Schrecken und Verlegenheit über merkwürdige Fahrzeuge tut. Unsere Freunde riskierten es, das Horn des Wagens zu benutzen. Mit gutem Erfolg; die Herde verschwand im Dickicht. Man stelle sich aber den Schrecken dieser Sonntagsausflügler vor, als sie kurze Zeit später einen Elefanten auf der Straße sahen. Der Elefant ist em Herdentier. Trifft man einen einzelnen, so ist es fast immer ein „rogue“ — ein Wüstling, mit dem nicht zu spaßen ist, und von dem sich auch die Herde sern- hält. Diesmal hatte die Hupe nicht den erhofften Erfolg. Da die Gefahr bestand, daß der Elefant angriff, beschlossen die Ausflügler — die keine Waffen bei sich führten — die Flucht zu ergreifen. Ehe der Wagen genügend Geschwindigkeit erlangen konnte, war der wüste Bursche heran, und machte sich triumphierend daran, den Wagen zu „bearbeiten . Verzweifeltes Beschleunigen. Jetzt bloß kein Versagen in der Zündung, der Venzinzufuhr, keine vtHitenpcmnet Da, — es ist passiert! Einen Augen- blick versagt das Steuer — der Wagen scheint halb in der Luft zu hängen. Und keine Waffe! Krach — Ritschschsch, wo eben noch ein Verdeck war, sieht man den Nachthimmel. Was ist los? Erst einmal beschleunigen, beschleunigen, solange der Karren noch läuft. Es scheint geschafft zu sein. Weiter, weiter, nur schnell. Wie ein Irrsinniger chauffiert der Mann am Steuer. Schließlich wirds Gewißheit: man ist noch einmal entkommen. Aber das Verdeck „war einmal". Und die eine Tür ist so eingebeult, daß sie auf den Schrotthaufen muß. Solange man im Wagen fährt, sind solche Begegnungen mit wilden Elefanten ziemlich die einzige Gefahr. Freilich sind sie nicht auf Burma beschränkt. Auch in Südindien und Orissa muß man auf so etwas gefaßt sein. Das beste Dorbeugungsmittel ist, nicht nachts zu fahren. Um so mehr aber haben die Dörfler auszustehen mit Tigern und Leoparden. Manchmal greifen diese Tiere an, weil sie zu alt geworden sind, um sich anderes „Wild" noch erjagen zu können. Manchmal aber sind es auch Racheakte, die gar nicht so selten sind, wenn die Dörfler die Jungen weggeholt haben, weil sie von den zoologischen Gärten und Tierhändlern gut bezahlt werden. Erst vor wenigen Tagen wurden zwei Waldarbeiter in dichtem Dschungel plötzlich von einem Leopardenpaar angefallen, dem die Leute einige Tage zuvor drei junge Leoparden lebendig weggefangen hatten. Es kam zu einem verzweifelten Kampf, in dem die beiden Arbeiter zweifellos den kürzeren gezogen haben würden, wenn nicht zufällig ihre Kameraden desselben Wegs gekommen wären und die Bestien verscheucht hätten. Kürzlich beobachteten in Agartala einige Straßenarbeiter zwei Tiger, die sich um ihre Jagdbeute stritten. Und am kommenden Morgen fanden die Leute die noch warme Leiche eines ausgewachsenen kräftigen Tigers im Dschungel neben den Ueber- reften eines Büffelkalbs, das offenbar das Streitobjekt gewesen war. In Manikpur, nur drei Kilometer von der Bahnstation entfernt, hörten die Bewohner eines Morgens großen Lärm. Ein Tiger und ein Bär waren sich in die Wolle geraten. Der Kampf dauerte einen ganzen Tag und endete mit dem Tode des Bären. Aber der Tiger war dann auch so erschöpft, daß er sich kaum fortzuschleppen vermochte. Ein kleiner Dorfpolizist konnte sich das „Vergnügen" nicht verkneifen, seinerseits den Tiger zu „erlegen". Schießlich noch eine Elefantengeschichte, die sich auf Ceylon zutrug. Der Nachtzug von Colombo nach Trincomalee kam mit einstündiger Verspätung an. Als der Zugführer nach dem Grund gefragt wird, weist «r auf den demolierten Zustand des „Kuhfängers" und der Jfolierpackung um einen der Zylinder hin. Eine Elefantenkuh hatte sich mit ihrem Kalb neben der Bahnlinie zur Ruhe gelegt. Aufgeschreckt durch das Geräusch des heranrollenden Nachtzuges, und völlig verwirrt durch den Loko- motivscheinwerfer, glaubt die Elefantenkuh ihr Junges in unmittelbarer Gefahr. Das Unglaubliche geschieht — sie nimmt die Lokomotive an! Dem Zugführer, her die Gefahr der Lage — eine mögliche Entgleisung — erkennt, bleibt nichts anderes übrig, als den Zug zum Hdlten zu bringen. Aber die Maschine hat noch Geschwindigkeit genug gehabt, um dem Elefanten einen tüchtigen Stoß zu versetzen. Doch das reizt die Elefantenmutter nur zu neuem Angriff. Wie irrsinnig rennt sie gegen die Lokomotive, bis sie das Unmögliche ihrer Lage begreift und mit ihrem Kalb im Dschungel verschwindet. Alle diese Schilderungen mögen nicht so haarsträubend klingen, wie die, an denen eine gewisse Sorte Indien-Literatur so reich ist. Dafür aber kann gesagt werden, daß sie nur eine Auslese dessen sind, was sich in dieser Hinsicht in Indien in den letzten Tagen zugetragen hat, und tagtäglich zuträgt. Und daß sie den Vorzug haben, wahr zu sein! Die Gerichtsverhandlung. Eine merkwürdige Geschichte von Peter Peppermint. In Amerika ist es möglich, daß ein Richter sich selbst verurteilen kann. Das ist eine, zwar erstaun- liche, aber unleugbare Tatsache, die ihr mir einfach glauben müßt. Und wenn ich jetzt die Geschichte vom Richter Penny W. Dickson erzähle, flunkere ich nicht, sondern berichte die reine Wahrheit. Die Sache war die. Als der ehrbare Richter Penny W. Dickson feine Post durchsah, stieß er auf eine gegen ihn gerichtete Strafanzeige. Er wußte zwar, daß der Briefträger sie heute früh auf den Tisch legen würde, aber dennoch runzelte er die Stirn. Also das stimmte — die Anzeige war schon richtig. Gestern abend, als er bei feinem Freunde Bob Migglewicks zu einem heimlichen Gläschen prohibierten Grogs — ich darf einschalten, daß die Geschichte zu der Zeit spielt, da Alkohol und Methyl- alkohol im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein und dasselbe waren — eingeladen war, hatte er vergessen, die Parklichter seines Autos einzuschalten. Der Wagen blieb unbeleuchtet stehen bis drei Uhr morgens. Hm.., Gut. Der gewissenhafte Richter mußte also sich selbst vor Gericht laden und aburteilen. Deshalb veranlaßte er persönlich den Sekretär seines Gerichts, ihm, dem Richter Penny W. Dickson, eine Vorladung zu einem Termin zuzustellen, die der Richter Penny W. Dickson unterschrieb. Das Gesetz verlangt einen Zeugen — gut, auch der Zeuge Penny W. Dickson wurde durch den Richter Penny W. Dickson geladen. Der Termin war also festgesetzt. Alle drei — Angeklagter, Zeuge und Richter — waren erschienen, obwohl nur Herr Penny W. Dickson zu sehen war. Der hielt eine Art Selbstgespräch, denn er verhörte sich, und mußte schließlich in feiner Eigenschaft als Richter zugeben, daß der Angeklagte unweigerlich zu bestrafen wäre. Der Angeklagte Penny W. Dickson sagte zum Erstaunen des Richters Penny W. Dickson: „Ich zahle gleich bar!" Und richtig, drei Dollar flirrten auf den Tisch. Das ist — ich darf diese Bemerkung wiederum einschalten — natürlich nicht amerikanisch. Wenn der gute Penny W. Dickson bargeldlos zahlen würde, wäre für diese Geschichte eine größere Glaubwürdigkeit verbürgt. Aber das ist meine Sorge, nicht eure! Also: drei Dollars flirrten auf den Tisch. Der Zeuge Penny W. Dickson war eigentlich, wie es zunächst den Anschein hatte, umsonst erschienen, denn er brauchte gar nicht erst gefragt zu werden, weil der Angeklagte Penny W. Dickson sozusagen geständig war. Aber Zeugen haben immerhin Anspruch auf ihre Gebühren. „Wieviel verlangen Sie Zeugengebühr?" fragte der Richter Penny W. Dickson. In einer Art Bauch. rebnertonfaU folgte die Antwort: „Drei Dollar, denfe ich!" „Schön. Sollen Sie haben!" Worauf Richter Penny W. Dickson und die vom Angeflagten Penny W. Dickson erlegten drei Dollar dem Zeugen Penny W. Dickson in die Hosen- tasche gleiten ließ, von wannen sie gefommen waren... Hochschulnachnchten. — Dr. Rudolf Sieverts in der rechts- und staatswiffenschaftlichen Fafultät der Hamburgischen Universität wurde zum 1. August zum planmäßigen ordentlichen Professor für Strafrecht und Kriminalpolitif, einschließlich ausländischem Straf- recht und ausländischer Kriminalpolitif, in Ham- bürg ernannt. Dr. Sieverts hat erst vor einigen Tagen einen Ruf als Ordinarius nach Hall- abgelehnt. 2. 3. 4. Wirtschaft um von 3trlln 8-5. 9.5- 94 Banknoten. 6,8 95 99,9 90,9 95,75 16,2 93,25 91 93,9 91,5 94 94 98 95,25 100 91 95,65 17,35 93,25 91 94,25 94 98 0 ♦ 0 0 0 94,9 99,9 90,5 95,75 16,4 93 91 90,75 94,5 93,65 91 91 91 91,25 94,25 94 98 Schluß- W einbüßten. Am Rentenmarkt war ßorpentt................. Hoesch Eisen—Söln-Neuessea Ilse Bergbau ............. Alse Bergbau Genüsse ...... Rlödnenuerte ............. Dlcmne«ni% MflL von 1918.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Dürkische Zollanlethe von 1911 4%Dürkisch« Bagdadbahn-Änleihe der Reichssportführer. Die Anerkennung wird wie bisher der Hitler-Jugendeinheit bzw. den Sportvereinen schriftlich mitgeteilt. Sie dient als Ausweis gegenüber der Reichsbahnverwaltuna bei Inanspruchnahme der Ermäßigung. Bon den auf diese Weise anerkanten Hitler-Äugendeinheiten und Sportvereinen wird eine Liste angelegt, die in einer zweiten Ausfertigung der Reichsbahndirektion zugeht, in deren Bezirk die Hitler-Jugendeinheiten und die Sportvereine ihren Sitz haben. Don allen Aende- rüngen und Ergänzungen dieser Liste ist der Reichs- bahndirektion Kenntnis zu geben. Die Abgabe der Vordrucke für die Ermäßigungsanträge erfolgt durch die von der zuständigen Reichsbahndirektion bestimmten Stelle nur auf schriftlichen, mit der Hitler-Jugend- oder Vereinsstempeln versehenen Antrag des Hitler-Jugendführers ober des Vereins- vorsitzenden. Jede mißbräuchlich? Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung wird unbeschadet der strafrechtlichen Folgen mit Entziehung der Berechtigung und der Anerkennung geahndet. 5. Der Erlaß tritt am 1. April 1934 in Kraft. Kreistag der südwestdeutschen Studentenschaft. Kreis VI der D. St. auf dem Gleiberg. Gestern und vorgestern sand auf dem Gleiberg der Kreistag der südwsstdeutschen Studentenschaften statt. Seit drei Jahren ist es wieder zum ersten Male gewesen, daß ein solcher Kreistag in Gießen stattfand, lieber 50 Studenten von allen Hoch- und Fachschulen des Kreises VI waren zu dieser Arbeitstagung erschienen. Kreisleiter Askewold (Karlsruhe) leitete die Tagung, bei der in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften die neuen Aufgaben des Kreises eingehend erörtert wurden. Die Gäste verließen mit großer Bewunderung über dieses neue Schulungslager, das wohl jeder Kritik standhalten kann, den Gleiberg. Daten für Samstag, 12. Mai. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzi beschlossenen Dividende an. — Relchsbankdiskoni 4 o H., Lombardztnsfuß 5 o. H Liebig in Darmstadt geboren (gestorben 1873). Rundfunk-Empfangsanlagen auf Probe. Die Pressestelle der Reichspostdirektion Frankfurt am Main teilt mit: Die Deutsche Reichspost kann Unternehmern, die sich gewerbsmäßig mit der Einrichtung von Rundfunk-Empfangsanlagen befassen und Inhaber mindestens einer gebührenpflichtigen Rundfunkgenehmigung find, auf schriftlichen Antrag widerruflich gestatten, unter gewissen Bedingungen bei Kunden Rundfunk-Empfangsanlagen auf achttägige Probe einzurichten. Die Unternehmer müssen neben der allgemeinen Rundfunkgenehmigung noch im Besitz einer von der zuständigen Reichspostdirektion ausgestellten kostenfreien Vorführungsgenehmigung sein. In letzter Zeit ist es vorgekommen, daß Unternehmer Rundfunk-Empfanasanlagen auf Probe eingerichtet haben, ohne diese Vorführungsgenehmigung zu besitzen. Auf solche Unternehmer finden die Bestimmungen des § 15 Absatz 2a des Gesetzes über Fernmeldeanlagen vom 14. Januar 1928 Anwendung, wonach Personen, die vorsätzlich genehmigungspflichtige Fernmeldeanlagen unter Verletzung von Genehmigungsbedingungen errichten, ändern ober betreiben, mit Gefängnis ober Gelbstrafen bestraft werben. Alle Unternehmer, die sich mit der (Einrichtung von Runbfunk-Empfängsanlagen auf Probe befassen unb nicht im Besitze der hierfür erforderlichen Vorführungsgenehmigung sind, werden aufgefor- bert, biefe alsbalb beim zustänbigen Postamt zu beantragen, das die Genehmigung der Reichspostbirektion herbeiführt. Unverstand oder Böswilligkeit? Obwohl her Führer anläßlich bes Beginns der Arbeitsfchlacht eindeutig herausgestellt hat, daß neben dem Vertrauen des Volkes die Bereitstellung von erheblichen Sparbeträgen für einen siegreichen Ausgang der Arbeitsschlacht unerläßliche Voraussetzung darstellt, machen sich immer wieder Stimmen geltend, die in offener oder versteckter Form gegen das Sparen Front machen. So fand sich vor einigen Tagen in einer auswärtigen Zeitung u. a. der Satz: „Es ist völlig unverständlich, daß gerade in diesem Jahr, in dem sich die Regierung die erdenklichste Mühe zur Wirtschastsbelebung gibt, der Höchststand der Spareinlagen bei den Sparkassen seit vielen Jahren. angesgmmelt wurde." Ausführungen dieser Art sind von einer bedenklichen Unkenntnis volkswirtschaftlicher Zusammenhänge getragen. Sie zeigen darüber hinaus, daß ihr Schreiber weit entfernt davon ist, die großen weitreichenden Pläne der Regierung zu erfassen und entsprechend zu fördern. Aus derartigen Erwägungen spricht immer wieder Unwissenheit über die grundlegende Bestimmung von Sparkassen, Banken und anderen Kreditinstituten. Immer wieder wird dem in wirtschaftlichen Dingen nicht immer erfahrenen Leser eingehämmert, das z. B. auf eine Sparkasse getragene Geld bleibe dort liegen und werde bem was hauptsächlich auf die noch bestehende Unübersichtlichkeit über die künftige Handhabung des Mehlmarktes zurückzuführen sein dürfte, so war die Stimmung am Frankfurter Getreidegroßmarkt doch S überwiegend fester. Bei Weizen bestand in em Umfange zum Mühlenfestprris von 205 Mark per Tonne etwas Derkaufsmöglichkeit, Roggen war sehr knapp aus hiesiger Gegend offeriert und aog im Preise weiter an, ferner fetzte Hafer bei fehr knappem Offertenmaterial feine Wertbesserung fort, und auch Sommergerste war mäßig höher. Am Futtermittelmarkt blieb die Haltung ruhig, aber stetig, stark gefragt blieb Roggenkleie, ohne daß die Notiz eine Veränderung erfahren hätte. Am Mehlmarkt war Roggenmehl fester, Weizenmehl noch fast ohne Umsatz. Zu den alten Bedingungen hielt die lebhafte Nachfrage an. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 205; Roggen 178,50; Sommergerste 170 bis 173,50; Hafer 170 bis 172,50; Weizenmehl Type 563 (Spez. 0, aus Jnlandsweizen), Festpreis« gebiet W X, 28,90 plus 0,50 Frachtausgleich, do. Festpreisgebiet W VII, 28,60 plus 0,50 Frachtausgleich; Roggenmehl (0—60 v. H.) Type 610, Festpreisgebiet R VIII, 25,25 plus 0,50 Frachtausgleich, do. R VI, 25,25 plus 0,50 Frachtausgleich, Weizen- kleie 10,60; Weizenfuttermehl 11,70*; Roggenkleie 11,20; Sofaschrot 15,50 bis 15,65; Palmkuchen 14 bis 14,10; Erdnußkuchen 16,10—16,40; Treber 14; Trockenschnitzel 10,25; Heu 6; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt oder gebündelt) 2 Mark. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 9. Mai. Auftrieb : Rinder 91 (gegen 48 am letzten Donnerstagmarkt), darunter befanden sich 33 Ochsen, 4 Bullen, 21 Kühe und 33 Färsen. Kälber 892 (1162), Schafe 26 (15) darunter 21 (10) Hümmel, Schweine 730 (594). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mk.: Kälber, Sonderklasse nicht notiert, andere a) 51 bis 53, b) 47 bis 50, c) 40 bis 46, d) 30 bis 39. Lämmer und Hämmel bl) Stallmasthämmel 35 bis 37, c) mittlere Mastläminer unb ältere Mast- härnrnel 32 bis 34; Schafe wegen bes geringen Auftriebs nicht notiert. Schweine a2) 39 bis 42, b) 39 bis 41, c) 37 bis 41, d) 34 bis 40. Jrn Preisvergleich zum letzten Donnerstagmarkt zogen Kälber um 3 Mark an*; Hämmel gaben um 2 Mark unb Schweine 1 bis 2 Mark nach. Marktverkauf: Kälber, Hämmel unb Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine ruhig, geringer Ueberftanb. F le i s ch g r o ß m a r kt. Beschickung: 916 Viertel Rinbfleisch, 173 ganze Kälber, 10 ganze Hämmel, 609 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- unb Rindfleisch I 53 bis 58, II 49 bis 53; Bullenfleisch 48 bis 54; Kuhfleisch II 38 bis 46, III 30 bis 36. Kalbfleisch II 72 bis 80, III 65 bis 72. Hammelfleisch 75. Schweinefleisch 60 bis 66. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig. Bekanntmachung: Der auf den zweiten Psingstfeiertag (Montag, 21. Mai) fallende Schlachtviehmarkt, wird auf Dienstag, 22. Mai, verlegt. Schweinemarkt in Friedberg. LPD. Friedberg, 9.Mai. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 371 Ferkel. Bei lebhaftem Handel war der Markt rasch geräumt Es wurden folgende Preise bezahlt: bis sechs Wochen alte Tiere 14 bis 16 Mark, sechs bis acht Wochen 16 bis 20 Mark, acht bis zwölf Wochen 20 bis 28 Mark. Der Befchaffungspreis von etwa 800 Mark für ein Instrument könnte entweder von der Gemeinde bei Ratenzahlung übernommen werden; es wäre auch zu erwägen, ob derselbe auf die Schüler umgelegt werden könnte, indem diese monatlich 10 Pfennig in eine Instrumenten- lasse abführten. In diesem Falle müßte die Gemeinde die Vorlage des Betrages über» nehmen. Wenn z. B. 500 Kinder einer Schule monatlich 50 Mark auf die vorgelegte Kauf- iumme an die Gemeindekaffe zurückzahlen, ist diese in 1% Jahren dorthin zurückgeflossen. Die Finanzierung könnte auch durch Stiftungen unb Sammlungen, durch Veranstaltungen von Elternabenden in der Schulgemeinde, durch Schulauftührungen und dergleichen bewerkstelligt werden. Es wäre auch an eine Verbindung der angegebenen Wege zu denken. Wir beauftragen Sie, Ihren Bericht nach beifolgendem Muster bis zum 1. Juni 1934 zu erstatten. Aus pafteiamtlichenBekanntmachungen Das Amt für Beamte der NSDAP., Kreis Gießen, veranstaltet am morgigen Samstag, 20 Uhr, eine Versammlung der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes der Deutschen Beamten im Caf6 Leib. Es spricht Beigeordneter Pg. Bartholomäus, Gießen. Für die Mitglieder der Ortsgruppe ist der Besuch Pflicht, die Angehörigen der Mitglieder sind eingeladen. Der N S L B., Bezirk L i ch, veranstaltet eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" am morgigen Samstag um 15 Uhr mit Vortrag von Lehrer Arch, Bettenhausen. Anschließend findet die Bezirksversammlung statt. Die Arbeitsgemeinschaft des NSLB., Bezirk Lollar, trifft sich am morgigen Samstag um 14.30 Uhr im Schulsaal zu Lollar zu einem Vortrag von Herrn Theiß über „Die Saar". Anschließeno Bezirksversammlung. Höhere Fahrgeschwindigkeit auf oberhessischen Bahnstrecken. Zur Beschleunigung bes Reiseverkehrs und zur besseren Erreichung von Anschlüssen wirb die Reichs- bahnbirektion Frankfurt a. M. auf den Nebenbahnstrecken Hungen —Mücke, (Brünberg — Lollar und Friedberg —Hungen die Höchstgeschwindigkeit der Züge vom 15. Mai ab auf 50 Kilometer die Stunde erhöhen. Fahrpreisermäßigung zugunsten der Jugendpflege. Das Kreisjugendamt Wetzlar teilt uns folgendes mit: Nachdem die NSDAP, unb ihre Organisationen in ein festes Verhältnis zum Staat gebracht worben finb, hat der Herr Reichsminister des Innern bestimmt, baß ab 1. April 1934 nur noch den Organisationen der Hitler-Jugenb unb den dem Reichssportführer unmittelbar unterstellten Sportvereinen Bescheinigungen über die Anerkennung als Jugenb- pflegeoerein zur Erlangung ber Fahrpreisermäßigung bei ber Reichsbahn ausgestellt werben bürfen. Der Erlaß bes Herrn Reichsministers bes Innern vom 20. April 1926 ist aufgehoben und durch folgenden ersetzt: 1. Die Fahrpreisermäßigung zugunsten" ber Ju- genbpflege wirb unter den tariflichen Voraussetzungen (Deutscher Eisenbahn - Personen-, Gepäck- unb Expreßgut-Tarif, Teil I, vom 1. Oktober 1931 Ausführungsbestimmungen E VIII zu § 11 ber Eifen- bahnverkehrsordnung) anerkannten Vereinen zur Förberung ber körperlichen, sittlichen aber geistigen Erziehung ber Juaenb für von ihnen veranstaltete Ausflüge jugenblicher Personen gewährt, die bas 22. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Zur Inanspruchnahme ber Fahrpreisermäßigung sind sowohl die Jugendlichen, wie die sie als Führer begleitenden älteren Personen mit der im Taris (siehe oben) festgesetzten Beschränkung berechtigt. Die Fahrpreisermäßigung wird sowohl zu Wanderfahrten, wie auch zur Beteiligung an sonstigen Veranstaltungen der Vereine, insbesondere auch an sportlichen Veranstaltungen, gewährt. 2. Die zur Inanspruchnahme der Fahrpreis- ermäßiaung notwendige Anerkennung erfolgt künftig ausschließlich durch die Gebietsführer der Hitler- Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 8t 8. Mai 9.Mai Amtliche Jlotierung Amtliche Dlofierung Geld | Driei Geld Srlc* »!?.:: 5,634 47,20 5,646 47,30 5,644 47,20 5,656 47,30 Prag....... 10,42 10,44 10,42 10,44 BudapeA ... —— — — — Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,53 169,87 169,48 169,82 OSio....... 64,04 64,16 64,14 64,26 Kopenhagen. 56,89 57,01 56,99 57,11 Stockholm... 65,68 65,82 65,78 65,92 London ..... 12,745 12,775 12,765 12,795 Buenos Aires 0,568 0,572 0,573 0,577 Neuyorl.... 2,497 2,503 2,493 2,497 Brüssel..... 58,39 58,51 58,41 58,53 Italien..... 21,30 21,34 21,29 21,33 Paris...... 16,50 16,54 16,50 16,54 Schweiz .... 80,99 81,15 81,00 81,16 Spanien.... 34,24 34,30 34,24 34,30 Danzig..... 81,62 81,78 81,60 81,76 Japan ...... Rio de Ian.. 0,755 0,757 0,755 0,757 0,211 0,213 0,211 0,213 Jugoslawien. 5,664 11,61 5,676 11,63 5,664 11,63 5,676 11,65 Frankfurt a. M. Berlin Gchluß- kurS Schlußk. Abendbörse Schluß. kur° Schlußk. Minag- börse Datum 8.5. 9-5. 8.5. 9.5. Mansfeld« Bergbau.........0 Kokswerke............ ... 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohle» .....10 Rheinstahl ............. 0 Beretnigte Stahlwerke........ 0 Otavi Minen ......... 0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerk Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.....7% 3. G. Aarden-Jndustt«.......7 SchetdeanstaU........... 9 70,5 50,5 220,5 92 42,25 13,5 106,5 107,5 140,75 132 183 61,5 55 81 62,5 103,75 115,5 60,25 66,5 39,75 40,13 47 56,5 18,65 158 168,5 146,5 I 25,25 I 170 70,9 50 220 91,75 42,25 13,9 108,5 109 141 132,25 183 61 54,9 82 '16 60,25 67 47,75 42,13 46,5 57 18,25 160,5 168,25 148,5 I 25 ! 69,5 1 130,75 71 95,25 50 220 92 42,65 13,65 106,5 106,5 139,5 132,25 90,5 55 81 1 “ 104 60,25 67 48,75 40 124,75 46,9 56 64,9 18,9 158,5 168,5 146,5 1 25 1 173 70,65 95,4 49,5 220,25 91 42,13 13,9 108,25 109,25 141 132,5 61,13 56 81,75 63,75 103 60,13 66,75 47,5 41 125 46 57,25 63,5 18,25 161 168,5 149,25 s Goldschmidt ..... 0 RütgerSwerke ............ 0 Metallgeiellschaft............. 0 Philipp Hottmann ..... 0 Zementwerk Heidelberg ...... 0 Lemeutwerk Karlstadt......... 0 Schultheis Patzenhoser .......0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................... 0 Hellstoss Waldhof ...... 0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ........ 1 Daimler Motoren ............ 0 Deutsche Linoleum........... 0 Oren stein & Koppel..........0 Leonhard Tietz ....... 0 Lhade......................10 Aerumnlatoren^abrS........0 lonti^Summt........... 0 Grttzner................. < MatnkraftweÄe Höchst a.®U.. 4 Süddeutsch« Zucker 8 Arankfuri a. M. Schluß- kurS Schlußk. Abend- hörfe Datum 8.5. 3.5. Frankfurt a.M Serkin Gchluß- kurö Schluß,. Abend- börfc Schluß- kurS Schlußk. Mittag- börfe Datum 8.5. 9.5. 8-5. 9.5. 4% desgl. Serie 11 .......... 6,75 4,13 7 6,65 6,75 4,2 7 5,65 30 22,5 26,25 66 85,25 41,75 54,5 61 150,5 _ 5% Rumän. vereinh. Rente 0.1903 4y>°/oRumSn.verelnh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente .. »y*% Anatolier 4,25 7 3,65 4,2 7,25 3,7 29,7 22,4 26,5 66,5 85,5 41,75 54,5 61 150,5 26,13 132,9 98,75 103,75 55,25 99,5 95,5 88,5 132,5 119,65 vamvurg-AmerUa-Pakel ..... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschtff...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prtoat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtöconto- Gesellschaft............... 0 Dresdner Bank..............0 23,25 27,25 66 84,75 41,25 53,5 59,5 149,75 26,65 131,9 99,5 103,5 55,25 98 92,5 89 133 23,5 21,25 27,13 66,25 85,5 41,25 53 Reichöbank ........ 12 8L8.®.................... 0 150 26,65 131,9 97,75 103,75 56,25 99 92,5 89 133,4 118 Bekulo.....................0 Sleftr. LieserungSgesellschaft... s Licht und Kraft .... 6 gelten & Guilleaume......... 0 Aeselllch.s.Elettr.Unterne-mung. 6 Rheinische Elekttizttät ........ 5 Schuckert & (Jo..............5 Siemens & Halske............ 7 Lahmever L So............. 10 133,25 98,5 103,75 55,25 98,75 89 132,75 117 Serlin, 9.Mai ®ei$ Brief _ Amerikanische Noten.............. 2,445 2,465 Belgische Noten.................. 58,25 58,49 5fi 94 57,16 Englische Noten ................. 12,72 12,78 Französische Noten............... 16,46 16,52 icq nfi 169,74 Italienische Noten................ 21,22 21,30 Norwegische Noten .............. 63,97 64,23 Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling — Rumänische Noten............... — — Schwedische Note»............... Schweizer Sloten.•••••••••••••••• 65,62 65,88 81,14 Spanische Note»................. 34,24 Log arisch« Note» —————— e h ä K en nb >ei ^8 m er .m -hl ien Je» in sie chl is» io. lisch' ich, en- leie 14 14; M- eiten acht' zM lrkel. ufflt sechs acht oche" tin- tar» ühe :i5) No- Rt: bis 39. 35 fr jen 42, gen Igrt auf: oer- |P6 ,156 7,30 0/46 i,o5 »9,82 17^ 55/ 2,795 ),577 7,497 58,53 21 .Z 16, 81> 6n 34,30 Big 0,757 0,2'3 5,676 11,65 Jier« läm« iner ischl 54; chN 75. chch' X Ll6 76 H l,7< >F ,23 Hon" auch den Müdesten aus seiner Trägheit wach und bildete die Ueberleitung zur Ansprache des Stammführers Karl S ch m u l b a ch. In kurzen, markigen Worten umriß er die Bedeutung eines solchen Abends und betonte, daß wir die Worte unseres Reichsjugendführers Baldur v. Schirach, wahrmachen wollten, die er zu Beginn des Jahres gefugt hatte: „Das Jahr 1934 ist ein Jahr der Schulung!" Jeder Werbeabend fei ein Zeuge unserer Kulturarbeit und wolle den Volksgenossen das Wollen der Deutschen Jugend eindringlichst klarmachen. Den Darbietungen des Spielmannszuges, einem ! Sprechchor, sowie einer Sammlung von alten Landsknecht- und Bauernliedern, die am Lagerfeuer gesungen wurden, folgte ein Theaterstück „Der Trommelbube", dessen Held sich gegen die wilden Sitten der Landsknechte wendet und für das Leben der Bauern eintritt. Dumpf dröhnte dann die I Landsknechtstrommel zu dem Lied der verzweifelten Bauern. Brachte der erste Teil den Kamps in der Vergangenheit, so zeigte der zweite Teil unseren Kampf um die Seele der Deutschen Jungen, die wir durch das gemeinsame Erleben auf Fahrt und im Lager zu richtigen Kerlen erziehen wollen. Rach einem Gedicht unseres Gebietsjungvolkführers Rupprecht H a in e r, das seine Wirkung nicht verfehlte, beschlossen wir mit unserem Kampflied den Abend. Molch. Bornotizen. — Tageskalen der für Freitag: Stadt- tyeater, 20 bis 22 Uhr, „Robinson soll nicht sterben". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Roman einer Nacht". — Eine Werbeveranstaltung der Fachschaft „G y m n a st i k und Tanz" im Reichsverband Deutscher Turn--, Sport- und Gymnastiklehrer im NSLB. wird im heutigen Anzeigenteil für morgen, Samstag, abend im Katholischen Vereinshaus angekündigt. Die Schulen Erna Schumann, Elli P l e tz und Hilde Plank »vollen die Besucher mit den Ergebnissen ihrer Un- iterriclltsarbeit bekannt machen. (Siehe heutige An- Zeige.) ** Goldene Hochzeit. Am Montag, 14. Mai, feiern der Kaufmann Karl S t i e b e r und seine Ehefrau Elisabeth, geb. Knispel, das Fest der Goldenen Hochzeit. Herr Stieber ist ein Sohn unserer Stadt, seine Gattin stammt aus Darmstadt. Der Ehegatte ist ein wohlbekannter und wohlgeschätzter Mitbürger von bester deutscher Gesinnung und bereits seit 56 Jahren Abonnent des „Gießener Anzeigers". • ** Personalien. Zum kommissarischen Sei» geordneten ernannt wurde Ernst Ludwig Schäfer in Langd (Krs. Gießen). Übertragen wurde der Lehrerin Marie Leyerzapf in Großen-Buseck eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gießen. ** Auszeichnung eines verdienten Heimatgeschichtsforschers. Dem Ober- ftudienrat i. R. Prof. Dr. Heinrich Schrohe in Mainz wurde in besonderer Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen um die Erforschung der Heimatgeschichte anläßlich der Vollendung seines 70. Lebensjahres der Titel „Geheimer Schulrat" verliehen. ** Der' gestrige H i m m e l f a h r t s t a g brachte nach den trüben Wetteraussichten vom Mittwoch und vom Donnerstag frühmorgens im Laufe tzes Tages noch herrliches Frühlingswetter, !»as viele Mitbürger zu den üblichen Ausflügen veranlaßte. Während in der Stadt nur die Aus- -allsftraßen regen Verkehr hatten und es im übri- । gen hier sonst recht stille war, herrschte draußen in den Ausflugsplätzen starker Betrieb. Erfreulicher- reife kamen dabei die Ausflugsgastwirte wohl allgemein auf ihre Rechnung. Ebenso erfreulich ist es, )>aß der umfangreiche Verkehr sich nach den bis jetzt vorliegenden Berichten ohne Unglücksfälle abgewickelt hat. ** Gültigkeit der Schauspielgut. scheine für Opern und Operetten. Aus , «m Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Um ||len Abonnenten, die noch im Besitz von Schauspiel- 1 Mscheinen sind, gegen Ende der Spielzeit Gelegen- | leit zu bieten, diese Schauspielgutscheine einzulösen, , !oat die Intendanz Schauspielgutscheine für alle im j kaufe dieses Monats zur Aufführung kommenden | $ pern unb Operetten ‘gum Umtausch gültig erklärt. j*ie Abonnenten mit Schauspielgutscheinen können ien Gutschein gegen Zuzahlung des halben Tages- jreifes einlösen. " Städtische Grasversteigerungen nden am Montag, Dienstag und Mittwoch näch- :»er Woche statt. Interessenten seien besonders dar- uf hingewiesen. ** Die Ortssatzung über die Filial» f euer und die Warenhaus st euer in ließen für das Rechnungsjahr 1934 liegt zur ( eit im Stadthaus Bergstraße zur Einsichtnahme inb zu evtl. Einwendungen offen. Man beachte die Mutige Bekanntmachung der Stadtverwaltuna. ** Oie Gießener Hochfchulgesell- Hast hält am morgigen Samstagnachmittag ihre Z.-ihrestagung ab. Dabei findet um 17.15 Uhr im Großen Hörsaal der Universität die Festsitzung statt, bie nach einem Orchestervortrag des Collegium musicum unter Leitung von Universitätsmusikdirek- tnr Professor Dr. Teme^vary einen Vortrag w'N Professor Dr. Hans.Naumann (Bonn) über „Eacitus und die Germanen" bringen wird. Der (Antritt zu dieser Sitzung ist frei. Gäste sind will- kianmen. (Siehe heutige Anzeige.) ** D i e Kirchengesangvereine des evangelischen Dekanats Gießen feiern am 13. Mai ihr Jahresfest in unserer Stadt. Da die M der Chöre über 20 beträgt, mußte wegen Jmummangel in den letzten Jahren das Fest an mehreren Orten getrennt gehalten werden. Doch dseses Jahr wollen alle Vereine wieder einmal zu- lammen feiern. Der Festgottesdienst um 13.30 Uhr findet auf der Waldbühne statt, die Nachversamm- kmg ab 15 Uhr in den Räumen der für diesen Zweck reservierten Liebigshöhe. In der Nachver- Icmmlung kommen die Chöre einzeln zu Gehör. k°i günstiger Witterung ist mit großer Beteiligung p rechnen. (Siehe heutige Anzeige.) ■** Wiederholung d e r großen Saarland geb ung aus Zweibrücken durch !> n Rundfunk. Die große Saarkundgebung in Zweibrücken, die am vergangenen Sonntag, 6. Mai, ftattgefunben hat, wird durch die Sender Stuttgart und Frankfurt a. M. am heutigen Frei- >°N, 11. Mai, in der Zeit von 19.00—20.00 Uhr von Shdjsplatten wiederholt. "* „Die Arbeitsschlacht im Bezirk des "vndesarbeitsamt Hessen, Rückblick Jn b Ausblick" betitelt sich ein Vortrag, den der F'äfibent des Landesarbeitsamts Hessen, Ober- ^ietungsrat Kühne, am heutigen Freitag von ll.25 Uhr bis 18,45 Uhr im Rundfunk halten wird, »lsere Leser seien auf diesen Vortrag besonders si'Igewiesen. RDH. Vogeltränken. Wo das Landschafts- Ii3b durch zunehmende @ntfini»runo stark verändert worden ist, finden die Vögel im Freien vielfach keine geeigneten Trink- und Badeplätze mehr. Um so nötiger ist es, solche zu schaffen, besonders in Gärten und Anlagen, wo man Vögel anzusiedeln sucht. Vogeltränken dürfen keine abfallenden Ränder besitzen und müssen auch in der warmen Jahreszeit dauernd mit frischem Wafser gefüllt und auch sonst in Orönuna sein. Auch empfiehlt es sich, sie mit einem Drahtzaun zum Schutz gegen Raubzeug zu umgeben. Wo man eine Pumpe im Garten hat, hängt man unter das Ausflußrohr mit starkem Draht ein Brett, auf das eine flache Schale gestellt wird. In Gärten kann man größere flache Gefäße eingraben, in deren Mitte man einen Backstein oder dergleichen legt, von dem aus die Vögel bequem 3um Wasser gelangen können. In Springbrunnen, Teichen oder Bächen mit steilen Ufern verankere ober lege man einen Korbdeckel, ein Brett ober ein kleines Holzfloß. An allen solchen Vogeltränken kann man leicht schöne Stubien über bas Trinken unb Baben ber Vögel anfteUen. RVH. W i e sch ützt man Bodenbrüter gegen räuberische Katzen? Einmal lasse man unter Gebüsch das Laub möglichst liegen. Kommt eine Katze bann geschlichen, so kann sie von ben am Boden ober auf niebrigen Zweigen brütenden Vögeln leicht bemerkt werden. Als wirksames Mittel wird Franzosenöl empfohlen. Man bringe mehrere Lappen, bie mit diesem Del getränkt finb, in der Umgebung des Vogelnestes an, um die Katzen zu vertreiben. ** Reisespesen als Geschäftsunkosten. In den vom Wirtschaftsprüfer Herrn. W i l l - Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Nr. 9) lesen wir: Es ist feststehende Rechtsprechung, daß die Kosten von Geschäftsreisen eines Gewerbetreibenden als Geschäftsunkosten nur insoweit abzugsfähig sind, als sie über das hinausgehen, was für den Lebensunterhalt des Steuerpflichtigen aufgewendet worden wäre, wenn er die Geschäftsreise nicht gemacht hätte. Das gilt, wie der Reichsfinanzhof in einem Urteil vom 29. November 1933 — VI A 897/32 — ausführt, auch bann, wenn bie Aufwenbungen für bie Lebenshaltung bes Steuerpflichtigen nicht von ihm persönlich, fonbern von einem anberen, in besten Haushalt ber Steuerpflichtige beispielsweise unentgeltlich verpflegt wirb, getragen worben wären. Der Begriff ber „Haushaltsersparnis" ist also so zu verstehen, baß von ben tatsächlichen Reiseaufwenbun- gen das abgerechnet werben muß, was auch sonst für ben Lebensunterhalt bes Steuerpflichtigen auf» geroenbet worben wäre, gleichgültig, ob biefe Lebenshaltungskosten von bem Steuerpflichtigen selbst ober von einem anberen getragen worben wären. Ausruf an alle Arbeitgeber der Stadt Gießen. Arbeitgeber, beweist euern Sozialismus, zeigt, baß Ihr ben Nationalsozialismus in Euch aufgenommen habt! Seib Sozialisten ber Tat! Gebt ben Jungarbeitern, bie in ber Hitlerjugenb kämpfen, frei, wenn sie in ber Woche vom 19. bis 27. Mai an bem Pfing ft lager ber Hitlerjugenb am ©eherner See teilnehmen wollen! Denkt baran, wie bie Sehnsucht eines jeben jungen Deutschen hinaus geht, bie Schönheit ber Heimat zu schauen unb in sich aufzunehmen. Denkt baran, baß schon vor Jahrhunberten ber junge Gesell hinauswanberte, um in ber Frembe Neues zu lernen unb nie Gekanntes zu erfahren. Laßt sie sich ausfpannen von ber Arbeit bes Alltages, braußen in ber freien Natur, laßt sie Kraft schöpfen, auf baß sie bann mit frischem Eifer unb neuer Freube zurückkehren an ihre Arbeitsstätte. Sie werben es Euch zu banken wissen. A» alle deutschen Lebensmittelgeschäfte in Gießen. Die Hitlerjugenb hält in ber Pfingstwoche am ©eberner See ein Lager ab. Um ganz befonbers ben weniger gutgestellten Junggenossen bie Teilnahme am Lager ermöglichen zu können, würbe ber Preis für bie Teilnahme am Lager auf eine Mark für bie ganze Woche festgesetzt. Daß mit biefen geringen Mitteln in keiner Weise hie Verpflegung beschafft werben kann, wirb wohl jebem, ber weiß, was Jungens wegputzen können, klar fein. Wir bitten Euch beshalb um Eure tätige Mithilfe. In dieser Woche werden Hitlerjungen aus ben einzelnen Gefolgschaften zu Ihnen kommen unb um eine Spenbe bitten. Wir können ganz befonbers Dauerwaren gebrauchen, z. B. Speck, Erbsen, Bohnen, Nubeln, Salz, Zucker, Tee, Kakao, Kaffee "usw. Wir banken Euch jetzt schon unb versichern Euch, baß alles mit „gutem Hunger" verzehrt werben soll. Heil Hitler! Der Führer bes Unterbanns 1/116. M. d. F. b.: Clarius. Aufruf sürdas„HausivirtschasWeIahrsürMdcheu". Deutsche Frauen unb Mütter! Gewaltigen Bemühungen aller Deutschen ist es gelungen, bie Arbeitslosigkeit um mehr als bie Hälfte ihres höchsten Stanbes zurückzubrängen. Be- fonbere Schwierigkeiten liegen aber noch bei ben Knaben unb Mädchen vor, die Ostern 1934 die Schule verlassen haben. Diese Jahrgänge sind annähernd doppelt so stark, wie die Des Vorjahres. Für die Mädchen kommt die Umstellung in der Frauenberufsarbeit noch erschwerend hinzu. Sollen die deutschen jungen Mädchen, Eure Töchter, als ersten Eindruck ihres Arbeitslebens ben ber Arbeitslosigkeit empfangen? Sollen sie ge- rabe in ben Jahren, ba sie. am biegsamsten unb am leichtesten zu beeinflussen finb, ohne regelmäßige, ihren Charakter aufbauenbe Arbeit bleiben? Welche Tätigkeit könnte für bie beutfchen jungen Mädchen geeigneter sein, als die im Hause und an den Kindern? Solche Arbeit ist genug vorhanden! Deutsche Hausfrauen! Ihr müßt nur Eure Häuser öffnen und die Mädchen hereinlassen! Deutsche Eltern, Ihr müßt nur Eure Mädchen lehren, in solcher Arbeit bie Grunblage jeher fraulichen Tätigkeit zu sehen! Die Einrichtung eines „Hauswirtschaftlichen Jahres für Mädchen" soll dazu helfen. Tüchtige Hausfrauen nehmen Mädchen zum Anlernen ein Jahr zusätzlich in ihre Haushaltungen auf und lehren sie die Grundlagen der Hauswirtschaft und Kinderpflege. Jungrnäbchen, die keine Stelle finben ober im Hause ober Betriebe her Eltern nicht arbeiten können unb nicht arbeitslos sein wollen unb sollen, erwerben so lebensnotroenbige Kenntnisse, hie sie ent» roeber in einer späteren Berufsarbeit ober im eigenen Heime verwerten können. Die Aufnahme erfolgt schlicht um schlicht. Die Krankenkassenbeiträge trägt bie Hausfrau. Die Vorschriften über bie Genehmigung von Steuererleichterungen für Hausgehilfinnen finben Anwenbung. Am Jahresabschluß erhält bas Mäb- chen ein Zeugnis als Ausweis für bas erworbene Können, bas ihm als ©runbftein feiner weiteren Arbeit bienen kann. Die Anmelbung ber Stellen erfolgt bei bem örtlichen Arbeitsausschuß. Junge Mäbchen melben sich bei ber Abteilung Berufsberatung bes Arbeitsamtes. Auskunft erteilt gleichfalls bie Berufsberatungsstelle bes Arbeitsamtes. Hausfrauen, Eikern, Jungmädchen, wir rufen Euch zum Werk! NS.-Frauenschaft unb Deutsches Frauenwerk: gez. Frau Gertrub S ch o l tz - K l i n k. Reichsjugenbführung: gez. Balbur von Schirach. Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung unb Arbeitslosenversicherung: gez. Dr. Syrup. praktische Arbeitsbeschaffung ber Stadt Gießen. Bedeutsame Vorschläge des Leiters des Stadtbauamtes. Die Bezirksleitung Gießen des K D A I. (Kampfbund Deutscher Architekten unb Ingenieure) veranstaltete am Mittwoch im Caf6 Ebel wieher einen Schulungsabenh, der diesmal neben einem weltanschaulichen Schulungsvortrag noch ein Thema von unmittelbar praktischer kommunaler Bedeutung brachte. Giadibaurat Gravert sprach über das Thema „Praktische Arbeitsbeschaffung in Gießen". Er schilderte zunächst an Hand des Gießener Stadt- und Gemar- kungsplanes die grunblegenben Gesichtspunkte für die Bebauung und ging anschließend zu den praktischen Vorschlägen für bie Gegenwart unb bie Zukunft über. Dabei behandelte er zuerst die geplanten Kleinfiedlungsbauten auf dem städtischen Gelände zwischen ber Krofdorfer Straße und der Lahn in der Nähe des Umspannwerks. Er legte dar, haß hieses Lanh als ftäb- Uscher Besitz für bie Kleinsiehlung die geeignetste Möglichkeit bietet, vor allem auch Hinsichtlich bes GefteHungspreises der Siedlung, da dieser infolge hes zur Zeit noch rein landwirtschaftlichen Nutzungswertes des Geländes niedrig gehalten werben kann. Auf biefem Gelände sollen zunächst 6 0 Siedler- ft e 11 e n errichtet werden, für später sind weitere 10 0 Stellen vorgesehen. Den Siedlern soll die Möglichkeit gegeben werden, durch ihre Sieb- lung einen Teil bes Lebensunterhalts ihrer Familien aus eigener Arbeitsleistung zu beschaffen. Die für biefen Sieblungssektor vorgesehene Gelände- fläche ist so groß, daß runb 500 Kleinsiedlungen geschaffen werden können. Die Bebauung soll im Laufe her Zeit von ber äußeren Grenze bes Sieblungsfektors her in ber Richtung nach ber Stadt erfolgen. Bei der Errichtung her Kleinsiedlungen müssen bie Siebter durch ein gewisses Maß von Arbeitsleistung sich das Recht auf ben Sied- lungsbesitz oerhienen. Zahlreiche Volksgenossen können bei diesem Projekt Arbeit finben. Ein anberes Projekt ber Arbeitsbeschaffung stellt bie Erweiterung bes Friebhofes am Robberg bar. Bis jetzt finb auf bem Neuen Friebhof in einem Zeitraum von 31 Jahren 14 168 Tote bestattet worben. Dafür war eine ©elänbe- fläche von 68 000 qm erforderlich. Runb 12 000 qm Friebhofsgelänbe finb zur Zeit noch frei. Da alljährlich für bie Bestattung unserer Toten runb 1 Morgen Gelänbe gebraucht wirb, reicht ber jetzige Lanbvorrat noch für 4 bis 5 Jahre aus. Im vorigen Jahre hat bie Stabt bereits Gelänbe nördlich angrenzend an den Friedhof erworben. Das ganze nach Norden zu für bie Friebhofserweiterung in Betracht fommenbe Gelänbe soll nunmehr zu einem großen neuen Friebhofskom- plex zusammengefaßt unb nach Art eines Walb - friebhofes hergerichtet werben. Zur Zeit finb Dort schon Arbeitslose mit Anpflanzungen beschäftigt. Dieses Gelänbe wirb für eine Reihe von Jahren für bie Friebhofszwecke ausreichen. Der f ü b l i ch e Abhang bes Rohberges soll für Friebhofszwecke nicht verwanbt werben, fonbern ber Bebauung Vorbehalten bleiben. Ein brittes bedeutsames Arbeitsbeschaffungsprojekt ist die Herrichtung eines Ersatzes für ben Trieb. In nicht allzu ferner Zeit wirb ber Trieb als Gelänbe für Kunbgebungen unb Sportzwecke nicht mehr zur Verfügung stehen, ba er anberen Zwecken bienftbar gemacht wirb. Als zweckbienliches Gelänbe für bie Veranstaltung von Kunbgebungen und für Sportplätze brachte Stabt- baurat Gravert ben stäbtifchen Grunbbesitz an’ ber Walbbühne bei her Licher Straße in Vorschlag, ber sich infolge feiner ganzen Gestaltung für eine berartige zentrale Anlage sehr gut eignen würbe. Mit Hilfe von Arbeitslosen unb unter Auf- roanb von verhältnismäßig geringen Mitteln könnte hort eine Anlage geschaffen werben, auf ber bis z u 20 000 Menschen untergebracht werben könnten. Der Platz bietet nach ben Darlegungen bes Rebners ben weiteren Vorteil, baß er ebenfalls nicht zu weit von ber Stabt entfernt ist, zwei Anmarschstraßen hat unb her Baumbestand in gewissem Umfang zwecks Schattenfpenbung bestehen bleiben kann. Dort würbe es auch möglich fein, alle großen öffentlichen Veranstaltungen zweckmäßig zufammenzufasfen. Um ber Gießener Bevölkerung eine gute E r - holungsstätte an ber Lahn zu schaffen, brachte ber Redner ein Projekt in Vorschlag, bas die Errichtung einer Schwimmbeckenanlage mit Planschbecken und Sportwiesen oberhalb des Wehrs-auf bem an bie Lahn angrenzenden städtischen Besitztum, den sog. Schwal- bach'schen Acker, vorsieht. Das Wasser ber Lahn soll burch eine Schleusenanlage diesem Schwimmbecken zugeführt werden unb nach dem Durchfluten des Beckens durch eine Ablaufvorrichtung wieder in bas Flußbett zurückgelangen. Da man bei ber Herstellung dieser Erholungsanlage mit ber Gewinnung von Sand unb Kies aus dem Baugrunb rechnen könnte, pürben die Kosten bes Projekts verhältnismäßig gering sein, außerdem könnte Sand und Kies von dieser Stelle bei ben in der Nähe vorgesehenen Kleinsieblungsbauten Derwenbung finden und diese im Preis senken. Auch habet würde es möglich sein, Arbeitslosen Beschäftigungsmöglichkeit zu bieten. Weiter brachte ber Redner ein Projekt zur Sprache, das die Schaffung eines repräsentativen Mittelpunktes unserer Stabt burch bie Errichtung eines Rat Hausbau es vorsieht. Als geeigneten Platz hierfür bezeichnete ber Redner das Gelände ber jetzigen Alten Bürgermeisterei. In Verbindung bamit erwähnte er ben Gebauten ber Nutzbarmachung bes jetzigen Gaswerkgrunb- ft ü d e s für bie Errichtung von ©ebäuben für neue Verwaltungsbehörben. Durch zweckmäßige Gestaltung aller dieser Gebäude würbe es möglich sein, einen großen Jnnenhof zu schaffen, ferner sprach der Redner von einem Rathausturm, ber eine gute Aussicht über die Stabt bieten würbe. Die Errichtung eines Zentralgebäudes für bie stäbti- sche Verwaltung auf dem Gelände des Alten Rathauses sei früher fchon mehrfach vorgeschlagen worden, nunmehr sei es aber vielleicht an der Zeit, den ganzen Grundgedanken noch einmal genau durchzuprüfen mit bem Ziele einer Verwirklichung des Projektes in möglichst naher Zeit. Am Schlüsse seiner Darlegungen sprach ber Vortragende noch über die Beschäftigung von arbeits» losen Volksgenossen nach einem Mobus, bei bem für die Stabt keine weiteren Zahlungsverpflichtungen entstehen, sondern die Mittel der Arbeitslosen- fürsorge nutzbar gemacht werden können. Die Aussprache. Im Anschluß an ben mit starkem Interesse und mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag fand eine rege Aussprache statt. Vor allem nahmen Bürgermeister Dr. Hamm und ber Bezirksleiter bes KDAJ., Pg. Dberingenieur Kurz, Stellung zu den Vorschlägen des Redners, darüber hinaus 30gen sie noch eine Reihe weiterer kommunaler Projekte in den Kreis der Betrachtungen. Angeregt hierdurch beschäftigten sich auch noch andere Redner mit dem ganzen weitschichtigen Fragenkomplex in bem Bestreben, durch den möglichst umfangreichen Gebankenaustausch im Kreise her Architekten unb Ingenieure die Frage der Arbeitsbeschaffung auf bem Wege ber Belebung der Bauwirtschaft in unserer Stadt zu fördern. U. a. wurde dabei auch das Projekt der Verlegung ber Dberbe f s is ch e n Bahn erörtert, ferner der Bau einer Straßenbahnlinie nach Klein-Linben besprochen, bie Schiffbarmachung ber Lahn bis nach Lollar und deren Auswirkung auf Gießener Projekte an der Lahn, die unhaltbaren Zustände auf ber B i e b e r t a l b a h n und in Verbindung damit bie Schaffung einer besseren Verbindung nach bem Biebertal unb ähnliche Gedanken behandelt. In ber Gesamtheit brachte ber Abend eine Fülle von bemerkenswerten Gesichtspunkten und Vorschlägen, deren Weitergabe an die zuständigen Stellen ins Auge gefaßt wurde. Vor diesem Vortrag sprach Architekt Völker über das Thema „Der Architekt im nationalsozialistischen Staat", lieber* diesen Vortrag werden wir noch besonders berichten. Schöffengericht Gießen. Wegen Betrugs unb Urkunbenfälschung würbe ber schon wegen Heiratsschwinbel vorbestrafte I o - s e f Lutz aus Frornrnersheirn zu insgesamt 15 Monaten Gefängnis verurteilt, unter Anrechnung von 9 Wochen Untersuchungshaft. Der Angeklagte brachte es fertig, feinem angeblichen Schwiegervater 2000 RM. zu entlocken unb bamit nach Gießen zu fahren. Hier legte er sich einen falschen Namen bei, ohne polizeilich gemeldet zu sein, unb gab burch bie Zeitung Angebote ab, beren Inhalt nicht ben Tatsachen entsprach. Der Anklagevertreter beantragte insgesamt 13 Monate Gefängnis. Das Gericht befaßte sich fobann mit zwei Kaufleuten von Gießen, benen bie Anklage Pfanbbruch, einem Angeklagten außerbern eine Beleibigung zum Vorwurf machte. Die Angeklagten übereigneten ein Motorrab zur Sicherung. Nachbem biefes gepfän- bet mürbe, brachten sie es zur Veräußerung. Daneben schrieb ein Angeklagter zwei hiesigen Rechts- anroälten einen Brief, in bem er ihrer ungerechtfertigte Bereicherung, einem ehemaligen Richter Rechtsbeugung zum Vorwurf machte. Währenb ber eine Angeklagte freigefprodjen würbe, erkannte bas Gericht gegen ben anberen Angeklagten wegen Pfanbbruchs auf eine ©elbftrafe von 4 0 R M., wegen Beleibigung auf vier Wochen Gefängnis. Das Gericht hatte sich bann mit einem schon elf- mal, zweimal wegen Rückfallbetruges, vorbestraften Mann zu beschäftigen, bem auch jetzt wieher ein Betrug zur Last gelegt würbe. Der Angeklagte, bei bem es sich um einen haltlosen Morphinisten handelt, ging in Bab-Nauheim zu einem Arzt, gab sich als Mitglieb her borkigen Krankenkasse aus und versprach den Krankenschein nachzubringen. Nachdem ihn ber Arzt behanbelt hatte unb er sich feine Mebikamente in ber Apotheke abgeholt hatte, ver- schwanb ber Angeklagte. Die Adresse, die er bem Arzt angab, war falsch, was letzterer bei ber Absicht, seinen Patienten nochmals aufzusuchen, feststellen mußte. Nachbem ber Anklagevertreter acht Monate Gefängnis beantragt hatte, erkannte bas Gericht auf vier Monate Gefängnis. Auf allseitigen Antrag wurde das Verbringen des Ange- klagten in eine Entziehungsanstalt ungeordnet. Continental Fahrt ad-Reifen immer und überall bewährt! Lag für Lag hat sie Dich sorgenü mit Liebe umgeben « Zeige ihr/ was sie für Dich ist « Mache ihr Kreuöe Auf jeden Fall sind es Blumen, die zu jedem Geschenk gehören- sie verleihen dem Ehrentag das Festliche und Feierliche. 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Ihre Mutter kennt meine solide und große Auswahl und freut sich über den Kauf im Modehaus von Zfiuf carlj4OWACK JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER GIESSEN SELTERSWEG 81 __________________________________________________LLLL Ihre Mutter sagt es Ihnen nicht, daß sie sich schon lange eine neue Handtasche wünscht. Um so überraschter wird sie sein,wenn Sie daran denkerr-. für den Sonntag eine solide, schöne Ledertasche, für den Werktag eine praktische Einkaufstasche. Dann haben wir auch hübsche Ledergürtel, Geldbeutel, Neceffaires, mit denen Sie Ihrer Mutter viel Freude machen können. Sie wissen, wir haben solide Ware zu vorteil« hasten Preisen. Berthold Kühne Gegründet 1798 / Seltersweg 26 ____________________________________________________________________2764 D Täglich können (Sie beobachten, wieviel Liebe die Mutter zu ihrem Heim hat und wieviel Sorgfalt sie auf ihre Möbel verwendet. 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