m. 106 Erster Blatt 184- Jahrgang Dienstag, 8. Mai 1934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - DieScholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Kranlfurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitatr vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. 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Die englische Regierung wird ihre Von zuständiger englischer Seite wurde mitge- Bemühungen fortsetzen, solange auch nur die Spur | teilt, daß die Unterhauserklärung nicht etwa einen Blätter berichten, daß die britische und die italienische Regierung im Hinblick auf den Krieg im Jemen enge Fühlung miteinander halten, daß aber an einEin; tien" seien angesichts der französischen Note ins Wasser gefallen. Die englische Regierung wird abwarten, was die Vollversammlung Ende dieses Mo- macht, nur denkt er dann gleich wieder an sein nach Deutschland hergeliehenes Geld, das er vertrauensvoll gab und das nun festgefroren ist. Daß er wegen der Transferschwierigkeiten verstimmt ist, können wir ihm nachfühlen. Nur fehlt es uns an Gold und Devisen, um normale Erfüllung zu leisten. Ein paar Unterhaltungen auf dieser Spritztour ergeben schon, daß das Schicksal hüben von dem drüben nicht einfach zu lösen ist. Streifen wir einmal hinüber an die Küsten. Gleich hinter dem Haag, dieser schönen ruhig vornehmen Residenz mit ihren vielen tausend schwerreichen ehemaligen Pflanzern Niederländisch- Jndiens, liegt Scheveningen. Weltbad, Seebad mit großartigem Strand und gewaltigen Anlagen. Eine Front bester Hotels zieht sich an der Dune hin. Sie sind gewiß preiswert, denn geboten wird für das Geld sehr viel. Es gibt bei uns vermögende Familien genug, die es sich unter normalen Verhältnissen leisten könnten, ein paar Wochen des Sommers im heißen Sand des Scheve- ninger Strandes zu liegen, wie das vor dem Kriege der Fall war. Aber kann ein Volk, das selbst kaum Bruch zwischen Japan und England andeute. Im Gegenteil blieben England und Japan nach wie vor gute Freunde, und man hoffe in London, daß es gerade durch die englischen Abwehrmaßnahmen möglich sein werde, zu einer Vereinbarung mit Japan zu gelangen. Die Mitteilung Runcimans ist in Form einer Denkschrift dem japanischen Botschafter in London überreicht worden. Ruhige Aufnahme in Tokio. Ersatz auf anderen Märkten. — Höchstzölle auf britische Waren. Tokio, 8. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Mitteilung von der Einführung der britischen- Kontingentbeschränkungen gegenüber japanischen Waren ist unerwartet gekommen, aber mit Kaltblütigkeit ausgenommen worden. Man glaubt, daß die praktische Durchführung der britischen Einschränkungen in tropischen Ländern sehr schwie» r i g sein wird. Der Gesamtbetrag der japanischen Ausfuhr nach den britischen Kolonien ist zwar beträchtlich, aber man meint, daß der Ausfall nicht sehr hoch sein und durch Erweiterung der Märkte in Südamerika und der Mandschurei ausgeglichen werden wird. Die Zeitung „Asahi Shimbun" erklärt, Japan werde die Denkschrift Runcimans nicht mit Gegenvorschlägen beantworten. Wenn Großbritanien die Einfuhr der japanischen Waren einschränke, dann werde Japan vielleicht auf Grund eines vor kurzem angenommenen Gesetzes Höchstzölle auf britische Waren legen. Im allgemeinen zeigt die japanische Presse größeres Interesse für die D e r- handlungen mit Indien, wo die Einfuhr aus Japan letztes Jahr einen Wert von 150 Millionen Pen erreicht hatte. schritt in der Rüstungsfrage. einer Hoffnung auf das Zustandekommen einer Ab- rüstungsoereinbarung vorhanden ist." Keine Einmischung in den arabischen Krieg. London, 8. Mai. (DNB. Funkspruch.) Mehrere Zweierlei Meinung im britischen Kabinett Macdonald mit seinem Wunsch nach weiterem Entgegenkommen in der Minderheit. Man erschwere also nicht den Reiseverkehr, sondern suche nach Wegen, um ihn nach beiden Richtungen hin zu erleichtern. Oer deuisch-südstawische Handelsvertrag. Nach langen Verhandlungen ist bekanntlich in Belgrad ein neuer Handelsvertrag zwischen Süd- slawien und Deutschland unterzeichnet worden, der an die Stelle kurzfristiger Provisorien treten wird. Beide Vertragspartner waren sich einig in dem Streben nach Ausdehnung des beiderseitigen Handelsvolumens. Und die letzten deutschen Handelsabkommen mit benachbarten Ländern haben gezeigt, daß Deutschland unbeschadet feiner Agrarschutzpolitik in der Lage ist, auch den agrarischen Ausfuhrländern wichtige Angebote zu machen. Besonders die Vereinbarungen mit Ungarn über eine gemeinschaftlich gelenkte Anpassung der ungarischen Agrarzeu- gung an gewisse Ergänzungsbedürf» nijjö Deutschlands haben die Aussichten der noch Devisen zur Bezahlung des Allernotwendigsten besitzt, zulassen, daß für ein reines Vergnügen die Goldbestände in Anspruch genommen werden? Die Scheveninger Fremdenindustrie ist ganz gewiß nicht deutschfeindlich, sie ist deutschfreundlich, schon weil es zum Beruf gehört. Aber wo sollte es hinführen, wenn nun gar aus den Reihen des Hotelgewerbs der Ruf kommen würde, so etwas wie Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um die Holländer von deutschem Boden fernzuhalten? Man vergesse doch niemals, daß nicht der eigene Trieb die Devisenbe- schränkungsmatznahmen diktiert, sondern fremde Mächte, gegen die wir bisher vergeblich Sturm gelaufen sind. Der Holländer würde es zudem nicht begreifen, wenn man ihm die Ausreise nach Deutschland erschweren sollte. Er reist gern und viel. Er fühlt sich von jeher in Deutschland wie zu Haufe, man sieht ihn in Massen vor den Auslagen des Deutschen Reisebüros in Amsterdam stehen, dessen Fenster für ben Besuch der Oberammergauer Fest- spiele wirbt. Des Holländers Interesse für die Schönheiten Deutschlands macht sich gerade jetzt zu Beginn der rvarmen Jahreszeit wieder bemerkbar. besorgte Debatte im Oberhaus. England will die Genfer Ausschutzsitzung abwarten. London, 7. Mai (DNB.) Im Oberhaus fand am Montag eine Aussprache über die Politik der englischen Regierung im Fernen Osten und in der Abrüstungsfrage statt. Der Führer der Arbeiteropposition, Lord P o n s o n b y , forderte die Regierung dringend auf, eine entschlossenere und kraftvollere Politik sowohl im Fernen Osten wie auf der Abrüstungskonferenz zu verfolgen. Auch Lord Cecil wandte sich scharf gegen die japanische Fernost-Politik. Der konservative Lord R e n n e l l erklärte: Seit langem ist es ersichtlich, daß Deutschland nicht mehr in seinem Z u - stande der Zweitklassigkeit gelassen werden kann. Ich hoffe, daß die englische Regierung bei der Wiederaufnahme der Abrüstungsvorhandlungen eine aktive und fefte Rolle spielt, indem sie diejenigen Punkte des deutschen Abrüstungsmemorandums zur Sprache bringt, die für die große Mehrheit annehmbar sind. Lord Reading warnt die Regierung davor, irgend welche Sicherheitsverpflichtungen einzugehen, die England automatisch in Verwicklungen auf dem Festlands hineinziehen würden. Unterstaatssekretär Lord Stanhope äußerte sich zunächst zur Fernost-Frage. England habe im Neun-Mächte-Bertrag keineswegs die Verpflichtung übernommen, die Unversehrtheit Chinas zu unterstützen. Vielmehr habe England lediglich versprochen, die Politik der offenen Tür aufrechtzuerhalten. Dieser Verpflichtung sei England nachgekommen. Sanktionen gegenüber Japan wären ohne die Unter st ützung Amerikas unmöglich. Amerika habe aber nicht im geringsten zu erkennen gegeben, daß es derartige Schritte ergreifen wolle. China habe den Japanern Sonderrechte eingeräumt. Die englische Regierung könne niemals ihre Zustimmung dazu geben, daß Japan das Recht habe, die Gewährung von Unterstützung an China zu verbieten. Der Unterstaatssekretär wandte sich dann der Abrüstungsfrage zu. Die englische Regierung erkenne, daß sie Frankreich und Deutschland nicht dazu bringen könne, miteinander überein« 3 u ft i m m e n. Die deutsche Antwort erschwere die Erzielung eines Abkommens für das Verbot des Bombenabwurfes aus der Luft. Die englische Regierung habe nämlich immer als unerläßliche Voraussetzung für die Abschaffung des Bombenabwurfes gefordert, daß ein Kontrollsystem für di e Zivilluftfahrt eingeführt werde. England habe öfter erklärt, daß es keinen Zweck habe, Marine- und Militärflugzeuge abzuschaffen, bevor nicht eine angemessene Kontrolle über die Zivilflugzeuge geschaffen sei. Die englische Regierung habe ganz eindeutig erklärt, daß die Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund eine wichtige Bedingung für eine Abrüstungsvereinbarung sein müsse. In der deutschen Antwort sei nur ein Versprechen enthalten, nach Genf zurückzukehren, nachdem die Abrüstungsfrage geregelt sei. Frankreich sei nicht bereit, die englischen Vorschläge anzunehmen, ganz gleich, ob sie mit Garantien versehen seien oder nicht. Die englische Regierung verspreche sich daher im Augenblick nichts von der Fortsetzung der Verhandlungen mit anderen Regierungen und schlage vor, daß die Angelegenheit vo r der Vollversammlung der Abrüstungskonferenz Ende dieses Monats behandelt werde. Die Regierung beabsichttge keine weiteren Vorschläge zu machen. England stehe beim Vertrage : von Locarno. Vorschläge für „Ausführungsgaran- England wehrt sich gegen die japanische WittschMonknrrenz. London hofft auf eine friedliche Regelung. London, 7. Mai. (DNB.) Der Präsident des Handelsamtes, Runciman, kündigte zum Schutz der Industrie Groß-Britanniens und seiner Kolonien gegen den japanischen Wettbewerb neue Zölle und Kontingente an. Runciman fuhr fort: „Ich habe dem japanischen Botschafter versichert, daß die Schritte der britischen Regierung nicht einem unfreundlichen Geist entspringen. Der Schatzkanzler hat den beratenden Ausschuß für Einfuhrzölle ersucht, seinen Bericht über die Seiden- zölleso rasch wie möglich fertig zu stellen. Außerdem werden Kolonien und Protektorate, für die derartige Maßnahmen in Frage kommen, ersucht werden, Einfuhrkontingente einzuführen, die, ausgenommen von Westafrika, auf alle auswärtigen Einfuhren von Baumwolle und Kunstseidewaren Anwendung finden würden, um England auf diesen Märkten wieder in seine frühere Stellung zu bringen. Der englisch-japanische Vertrag ist, soweit er Westafrika betrifft, gekündigt worden. Die Maßnahmen Westafrikas werden daher auf japanische Waren beschränkt sein. Weiter bemerkte Runciman, die Regierung sei sich voll bewußt, daß der japanische Wettbewerb nicht auf Baumwoll- und Kunstseidewaren beschränkt sei. Sie erwäge die Angelegenheit auch für jede andere I n d u st r i e. Runciman schloß: Die britische Regierung ist natürlich jederzeit bereit, alle Vorschläge, die die japanische Regierung für eine Lösung dieser schwierigen Frage durch gegenseitige Vereinbarung vorzubringen wünscht, sorgfältig zu Kriegsschauplatz vorliegenden Meldungen bestätigen, daß die Truppen des Königs Ibn Saud vorbildliche Manneszucht zeigen. „Daily Telegraph" berietet, daß die britischen Militärflugzeuge, die vorsichtshalber nach Hodeida geschickt worden waren, zurückgezogen worden sind. Nach Sonderberichten aus Mekka ist der Sohn Ibn Sauds Feissal zum Emir von Hodeida ausgerufen worden. Man nimmt in Mekka aüge- Sicherheit Genüge z u tun. Die Mehrheit des Kabinetts ist gegen neue Verpflichtungen in Europa. Ob Macdonald Festigkeit zeigen wird, bleibt abzuwarten. Es verlautet, daß die britische Abordnung für die Abrüstungskonferenz außer Sir John Simon und dem Lord- siegelbewahrer Eden noch andere Kabinettsmitglieder umfassen werde, um bei irgendwelchen Veränderungen der Lage sofort an Ort und Stelle Rat pflegen zu können. Nach anderen Blättern sind die Minister der Meinung, daß es jetzt, wo die britische Denkschrift als Grundlage einer Vereinbarung endgültig abgelehnt worden ist, die Pflicht einer der anderen Mächte fei, Vorschläge zu machen, falls die Arbeit Der Konferenz nicht Ende dieses Monats abgeschlossen werden soll. Die englischen Minister wünschen zwar dringend, alles mögliche zu tun, um die Konferenz vor einem Fehlschlage zu retten, sie prüfen aber auch d i e Lage, die unvermeidlicherweise entstehen muß, wenn die Konferenz ohne Ergebnisse ihr Ende findet. mal holländischer Tüchtigkeit. Rasch und sicher setzt die große Junkers mit den weithin leuchtenden Hoheitszeichen des neuen Reiches auf den grasbewachsenen Boden des ehemaligen Sees von Schiphol auf, freudig werden wir begrüßt und schon gehts hinüber nach Amsterdam mit feinem lebhaften Verkehr und, was unsere Aufmerksamkeit am stärksten beansprucht, seinen unzähligen Grachten. Mehr oder weniger breit ziehen sie sich durch die Stadt, umrahmt von alten Bäumen. Doch nirgends sind Gitter oder Geländer zu finden, weder hier noch draußen. Ganze Schwärme Radfahrer — das Fahrrad ist in Holland offenbar einer der wichtigsten Gegenstände des täglichen Lebens — eilen neben Automobilen an den Rändern der Kanäle hin. Unglücksfälle soll es selten geben. Dennoch haben alle Autoomnibusse die polizeilich vorgeschriebene, leicht zu handhabende Sicher- heitsössnung im oberen Verdeck. Wohin man auch seinen Schritt lenken mag, es dauert nicht lange und vor einem hegt ein Kanal. Das ist in den Städten ebenso wie draußen. Brücken gibt es alle Augenblicke, teils feste, teils Zugbrücken. Wer in Holland mit Dem Auto über Land fährt und einen Weg von drei Stunden Länge zurückzulegen hat, tut gut Daran, noch 45 Minuten hinzuzufügen. Denn damit mutz der Mann am Steuer rechnen, daß ihm kurz vor einem Uebergang ein Halt geboten und nun erft einmal die Brücke in die Höhe g eh o den wird, weil ein Wasserfahrzeug vorbei will. Die Schiffahrt aber hat das Vorrecht, zuerst bedient zu werden. Sie ist ja auch ein sehr wesentliches Glied des holländischen Wirtschaftslebens Zurzeit aeht es ihr nicht sehr gut aber wo ist die Schifffahrt ober der Schiffbau heute auf Rosen gebettet? Wie das Auto in jeden Winkel des Landes hinein kann, fo ungefähr kann auch der Lastkahn überall hin dirigiert werden. Denn von jeher Wasserstraße gehen eine Unzahl von Seitenarmen ab, die bis mitten in die Treibhausanlagen der Blumen- und Gemüsezüchter hineinreichen. Hier wird der Kahn beladen, von hier aus gelangt er dank ^r Unzahl von Kanälen wieder beinahe bis zumAbnehmer, mindestens bis zur nächsten Bahnstation. Blumen und Gemüse: zwei wichtige holländische Exportartikel. Nur steht es auch mit diesem Ervort nicht mehr so gut wie in vergangenen W renP ÄS Großabnehmer für holländische Gärtnereierzeugnisse, fällt mehr und mehr aus. Man ist im vorigen Herbst gezwungen gewesen, erhebliche Mengen Blumenkohl den Misthnusen ergemiuje - » in Blumenzucht 2urch°eine Präm e^u Helsen, die jeder Gärtner be- kommt der -ine bestimmt- Zahl non Tulpen- imipheln wr Vernichtung abhefert. Die Hollander sind schwer verärgert, daß sich der deutsche Markt mehr und mehr abriegelt. Von Autarkie wird gerochen und dabei das Problem falsch Q» Nickt Autarkie ist es, die uns zwingt Zolle auf Blumen zu legen, die, um bei diesem Beispiel zu Sn, einen Fliederstlel einschließlich der Frach mit 17 Pfennigen belasten. Wir wollen nicht mit Gewalt die einheimische Gärtnerei aufpappeln, wir können aber einfach nicht mehr dieD e di s e n aufbringen, die zur Bezahlung der Blumen und des Frühgemüses erforderlich s'^D°s sieht auch der Holländer ein. wenn man ihm das klar Spritztour nach Holland. Don unserem WS.-Korrespondenien. Amsterdam, Ende April 34. Drei zünftige Motoren ziehen unsere Lufthansa- maschine D 2624 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 270 Kilometern durch den deutschen Luftraum. Schnurgerade geht es vom Berliner Flughafen Tempelhof nach dem Lufthafen Schiphol Der niederländischen Handelsmetropole Amsterdam. Die Königliche Luftverkehrsgesellschaft hat uns zu einer Spritztour nach Holland eingeladen. Wir folgen gern und lassen uns nun im fast verfünffachten Schnellzugstempo durch die Lüfte tragen. Bei Nordhorn kreuzen wir die Grenze, noch schweben wir über den Ausläufern des Bourtanger Moores, dann aber fällt schon der Blick auf einen breiten Silberstreifen am Horizont, der sich rasch nähert: die Zuider See. Ganz fern liegen die neuen Deichbauten, kaum erkennbar für ein unbewaffnetes Auge. Wir schauen hinab auf die durch die Wellen kreuzenden Fischkutter, wir können aus siebenhundert Meter Höhe alle Tiefen und Untiefen ausmachen, wir sehen die mächtigen Sandbänke, die das gierige Meer bei seinem Einbruch nicht hat verdauen können und die einstmals, wie das schon weiter draußen geschehen ist, aus den Fluten emportauchen und fruchtbares Ackerland werden. Die bisherigen Erfahrungen mit der Trockenlegung haben nur ermuntert. Glaubte man zuerst, in zwei bis drei Jahren soweit zu sein, daß der neugewonnene Boden vom Meersalz frei ist, so stellte sich schon nach Ablauf der ersten zwölf Monate zur allgemeinen Ueberraschuna heraus, daß das neue Ackerland, kaum daß Die Wasser verlaufen waren, auch schon feinen Salzgehalt verloren hatte. Schiphol: Flughafen von Amsterdam, vier Kilometer in der Luft, vierzehn Kilometer Chausseeweg von dieser Stätte regen Kaufmannsgeistes entfernt. Unter dem Meeresspiegel liegt der Flugplatz. Dort wo sich heute die Startbahn entlangzieht, war vordem ein See. Erfahren im Kampf gegen das Wasser, wußte der Holländer alsbald Land hervorzuzaubern. Ein großer Deich wurde herumgelegt, dann traten die Pumpen in Tätigkeit, die die Wassermassen in einen nahe vorbeifließenden Flußarm leiteten. Diese Wasserstraße aber liegt höher als der Flugplatz, gut eingedeicht und durch Schleusen wohlbewahrt, damit kein Unheil geschieht. Schiphol ist also nicht nur Flugplatz mit ausgedehnten modernen Anlagen, sondern gleichzeitig ein Denk- London, 8. Mai. (DNB. Funkspruch.) „Daily Herald" schreibt: Eine ernste Krise ist innerhalb des Kabinetts entstanden, wo die Tory-Mi- n ijt e r (die Ultra-Konservativen) unter Führung des Krieasministers Lord H a i l s h a m dem Premierminister Macdonald in der Abrüstungsfrage entgegentreten. Macdonald, der für Auf- fteUung eines umgeänderten Ab - rüftungsplanes ist, befindet sich gegenüber feinen Kollegen in der Minderheit. Mehrere Minister find abgeneigt, bei der Suche nach einem Abkommen noch weiter zu gehen. Lord Hailsham und Sir John Simon sind besonders der Meinung, daß Großbritannien genug getan hat. Sie wollen den Dingen ihren Lauf lassen. Ein anderer Teil des Kabinetts, dem Macdonald, Lord Halifax, Lord Sankey und andere angehören, ist dafür, daß noch eine weitere Anstrengung unternommen werden soll, um ein, wenn auch noch so begrenztes Abkommen zu erreichen. Diese Minister sind bereit, eine beträchtliche Strecke Weges zu gehen, um der französischen Forderung nach politische Sorgen eines Weltreiches. Oie englischen Interessen in China. — Oas japanische Wirtschaftsdumping. — Kein Kort- Verständigung zwischen Belgrad und Sofia. Oer südslawische Außenminister in Bulgarien. Donauländer als klimatische Ergänzung Mitteleuropas klar erwiesen. Da die neue deutsch-südslawische Zusammenarbeit nicht mit einmaliger Festsetzung von Zollkontingenten und ähnlichen Vergünstigungen für Eier und Dörrpflaumen, Mais und Weizen getan ist, wird von beiden Partnern ein Ausschuß gebildet, der nicht nur für die Vermehrung des Handelsverkehrs in bekannten Bahnen sorgen, sondern gleichzeitig produktionstechnische Anpassungen an die Marktbedürfnisse anbahnen kann. Deutschland erlangt für sein Entgegenkommen nicht nur die volle Meistbegünstigung bei der Lieferung aller industriellen Erzeugnisse, sondern bei etlichen, die deutsche Wirtschaft besonders interes- fierenden Positionen auch die vertragliche Bindung des Zollsatzes, dazu Beseitigung einiger hinderlicher Formalitäten. Zur Erleichterung der Auftauung eingefrorener deutscher Dinar- Guthaben wird außerdem der deutsche Reiseverkehr nach der Küste Dalmatiens und anderen südslawischen Reisegebieten neu geregelt. Wenn auch kaum an eine Rückkehr zu den früheren Aktivsalden Deutschlands im Warenverkehr mit Süd- slawien gedacht werden kann, so ist der neue Vertrag zweifellos geeignet, das Volumen dieses Wirtschaftsverkehrs zu vergrößern und vielleicht auch die deutsche Rohstoffversorgung organischer zu gestalten. Der VDA. im deutschen Westen. ZurPfingsttagung anRhein,Mosel undSaar Da die Regierungskommission des Saargebietes die Abhaltung der diesjährigen VDA.-Pfingsttagung in Saarbrücken, zu der die Stadt Saarbrücken eingeladen hatte, untersagt hat, ist die Tagung nach Mainz und Trier verlegt worden. In Mainz werden vor allem die Arbeitssitzungen, Frauentagung, Lehrertagung, Studententagung und Hauptversammlung des VDA. stattfinden. In Trier werden die großen Kundgebungen der Jugend ihren Verlauf nehmen. Höhepunkt der Veranstaltungen in Mainz bildet ein Festakt im Stadthallensaal, der ein Bekenntnis aller auslanddeutschen Volksgruppen sowie eine feierliche Kundgebung des VDA.-Reichsführers Dr. Steinacher umrahmt von musikalischen Vorträgen bringt. Den Höhepunkt der Kundgebungen in Trier bildet die feierliche Morgenfeier mit Ansprachen hoher Geistlicher beider Konfessionen, die daran sich anschließende Dankkundgebung an die Abstimmungsgebiete, bei der Vertreter aller deutschen. Abstimmungsgebiete zugegen sein werden, und ein Festzug. Am Abend werden die Feuer vön allen Bergen rings um das Saargebiet aufflammen. Eine Kundgebung auf der Feste Mont Royal, dem wieder ausgegrabenen „Rheinlanddrachen" Ludwigs XIV., wird die Tagung beschließen. Die diesjährige Pstngsttagung erhält ihre besonders weitreichende Wirkung auch dadurch, daß die Sonderzüge der Landesverbände auf der Rückfahrt in zahlreichen Städten bis nach Mitteldeutschland hinein Kundgebung en abhalten, durch die sie den Geist der Pfingsttagüng, das Gelöbnis der gesamtdeutschen Verbundenheit, weit ins Land hineintragen. Achtung! Gaar-Abstimmung! Ein Aufruf der Reichsregierung. Berlin, 3.21taL (DRB.) Die Reichsregle- r u n g erläßt folgenden Aufruf: Der Zeiftmnkt, an dem die Saarbevölkerung nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages im Wege der Volksabstimmung über ihr künftiges Schicksal entscheiden soll, rückt heran. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest; fällig ist die Volksabstimmung vom 10. Januar 1935 ab. Abstimmungsberechtigt ist ohne Unterschied des Geschlechts, wer am Tage der Unterzeichnung des Versailler Vertrages, d. h. a m 2 8. I u n l 1919, im Saargebiet gewohnt hat und am Abstimmungstage wenigstens 20 Jahre a l t ist. An alle im Reich, außerhalb des Saargebiets wohnhaften Personen, die am 2 8. Juni 1919 im S aargebiet gewohnt haben und vor dem 11. Januar 19 15 geboren sind, ergeht die Aufforderung, sich in der Zeit von Donnerstag, den 3. Ifiai, bis Samstag, den 12. 2H a i, b e i ihrer Gemeindebehörde (Einwohnermeldeamt), in den Städten auf den Polizeirevieren ihres jetzigen Wohnsitzes zu melden. Das gilt auch für Personen, die sich schon f r ü h e r als Saar- abstimmungsberechtigte gemeldet haben. Personalausweise und, soweit möglich, Rach - weise über den Wohnsitz am 28. Juni 19 19 (An- und Abmeldebescheinigungen, Beschäf- tigungszeugnisfe usw.) sind mitzubringen. Wo und zu welchen Tageszeiten die Meldungen entgegengenommen werden, wird durch jede Gemeinde rechtzeitig besonders bekanntgegeben. Schon heute 93 Prozent der Abstimmungsberechtigten des Saarlandes in der „Deutschen Jront". Saarbrücken, 7. Mai. e unb th 9e* u her- t um rneuert Kenner rtlichen Aula uf her st, der i Kern n dem rofessor ldischen stellun- heran- st Pro' lhronik h aus Pro- landes- Manen ab- nd für hüb- ils d°s 1t auf1 in d-. Der rofessor )inrvc>s I ihrer ■ W glifche» W 0 rr--' tulars? 1015 Meter |Uf|* 'S 5$ i&l &ie S^tßangung ein&K fr&cfi en^cmc/ze&cn 3aßakqu&£blcbk ERNTEN 28 BIS 30 * MUSTERCIGARETTEN * MISCHUNGSNUMMER R 6 o/M Diese Cigaretten werden In den Famika' saÄlagen unseres technischen Muster- völlig neuen Methoden hergestellt. betriebes in Altona-Bahrenfeld nacl Der ungewöhnlich zarte und reine CharäMer dieser Mischung beruht darauf, daß MrZIe wird ausschließlich ohne )ltri^)^plerlerlz^^timTr^^aus folgenden Distrikten: 1 a o . Qi. .INeeffr. 5Mfrgi.l?Sssol^k. ^WBun. Der Schulhaus-Einsturz in Württemberg ü V In dem kleinen Ort Winterbach bei Stuttgart stürzte das Schulgebäude während des Unterrichts in sich zusammen. Auch der vermißte Schüler Karl E i s e m a n n wurde jetzt bei den Aufräumungsarbeiten t o t unter den Trümmern gefunden. Im ganzen ruhen neben dem toten Hauptlehrer K o h n l e sieben Kinder in Särgen. Die Beerdigung der Opfer findet am Dienstag statt. Sehr groß ist die Zahl der Verletzten. Man zählt etwa vierzig Verletzte, davon zehn Kinder schwer. Schwere Brandkatastrophe in einem badischen Kalibergwerk. 86 Bergleute im brennenden Schacht eingeschloffen und durch Kohlenoxydvergiftung umgekommen. Karlsruhe, 7. Mai. (DftB.) 3m Kaliwerk Buggingen ist Montag, 10 Uhr, ein Grohbrand ausgebrochen. Durch Knicken eines Pfeilers wurde die elektrische Leitung durchschlagen. Es entstand Kurzschluß. Der größte Teil der Belegschaft konnte sich sofort retten, doch befinden sich noch 86 Mann im Schacht. Das Schicksal der im brennenden Schacht eingeschlossenen Bergleute ist besiegelt. Nachdem alle Rettungsversuche aussichtslos waren, ist der Schacht abgeriegelt worden. * Oberbergrat Ziervogel vom Bergamt Karlsruhe machte der Presse Mitteilungen über die Ursache und Auswirkung des Unglücks. Der Brand entstand unterhalb der 793-Meter-Sohle, und zwar bei der sogenannten „einfallenden Strecke VI" durch Kurzschluß. Es hatte sich ein Schaden im Kabel gezeigt. Der Sicherungsschalter wurde herausgeschlagen. Der Elektriker sowie der Grubensteiger Hintzer bemerkten eine 6 bis 8 Meter lange Stichflamme. Durch diese Stichflamme wurde der Holzausbau in Brand gesetzt. Das Feuer brach gegen 10 Uhr aus und ist sofort bemerkt worden. Es entstand sogleich überaus st arte Rauchentwicklung. Die Rettungsmannschaft drang in Stärke von 14 Mann in den brennenden Schacht ein. Dort war die Rauchentwicklung so dicht, daß nichts mehr zu erkennen und an Rektungsmoglichkeiten auch mit Sauer ft offapparaten nicht zu denken war. Die Belegschaft war in Stärke von 150 Mann heute früh um 6 Uhr in die Grube eingefahren und arbeitete in den Grubenbauten in der Nähe der Unglücks st elle. Derjenige Teil der Belegschaft, der vor der Unglücksstelle arbeitete, konnte ins Freie gelangen, während durch die Geschwindigkeit der frischen Wetter der dichte Qualm in die übrigen Baue ge- München irtenkchi L7 Jnnsbruckb Erreich Nürnberg KtSMgarf .^-Nördlingen tragen wurde und somit den dort beschäftigten Bergleuten den Rückweg abschnitt. Sie find durch Rauchvergiftung, besonders durch Kohlenoxyd, ums Leben gekommen. Man hat versucht, die Wetterführung auch in umgekehrter Richtung laufen zu lassen, um etwa noch eingefchlossene Bergleute retten zu können. Doch war auch dies infolge der großen Wettergefchwindigkeit und des dichten Qualmes unmöglich, so daß nichts anderes übrig blieb, als schließlich die Grube abzudämmen. Diese Maßnahme war notwendig, da sonst infolge der hiße die Grubenbaue zufammen- brechen würden, so daß später jede Bergungsaktion überhaupt unmöglich würde. Die Alarmierung der Rettungsmannschaft erfolgte kaum eine halbe Minute nach Ausbruch des Brandes. Man versuchte noch auf telephonischem Wege mit den Eingeschlossenen in Verbindung zu kommen, was auch in einem Falle gelang. Spätere Versuche blieben erfolglos. Eine Stunde nach dem Ausbruch des Brandes konnte der Betriebsführer einen der Eingeschlossenen noch lebend bergen, jedoch mit schwerer Vergiftung und einigen Brandwunden. Der Schwerverletzte st a r b bereits auf dem Transport zu Tage. Es ist dies der einzige, der von den Eingeschlossenen bis jetzt geborgen werden konnte. Die Gesamtbelegschaft der Grube beträgt zur Zeit 450 Mann, die in mehreren Schichten arbeiten. Sie stammt zumeist aus der näheren Umgebung, aber auch aus dem badischen Oberland. Die Grube bleibt etwa 10 bis 14 Tage hermetisch geschlossen. Erst dann kann an die Bergung der Leichen herangegangen werden. Reichsstatthalter Wagner sowie Ministerpräsi. dent Köhler trafen bald an der Unglücksstelle ein. Auf Veranlassung des Reichsstatthalters soll den Hinterbliebenen der Opfer eine Lohnvorauszahlung gewährt werden. An der Unglücksstelle trafen ferner die alarmierten Feuerwehren aus Freiburg, Mühl- heim und der näheren Umgebung sowie die Sani» tätsmannschaften von Freiburg und Mühlheim ein, ohne jedoch irgendwie in Aktion treten zu können. Vor dem Unglücksschacht stehen Hunderte von Menschen, Frauen, Kinder, Eltern der Eingeschlossenen, die immer noch auf eine Rettung der Angehörigen hoffen. Der Grubenbetrieb wird bis auf weiteres stillgelegt, um der Gefahr vorzubeugen, daß durch das Feuer Sprengstoffexplosionen entstehen. 0er erste Augenzeuge des ttn- glücks berichtet. Steiger hinher, der als erster den Kurzschluß bemerkte, erzählt, daß er sofort seine Leute alarmiert habe, die sich noch in Sicherheit bringen konnten. Weitere Maßnahmen seien nicht möglich gewesen, da der Stollen sehr schnell in Hellen Flammen gestanden habe. Die Rauchentwicklung sei so stark gewesen, daß selbst der Scheinwerfer der Feuerwehr nur drei Meter durch- gebrungen sei. Die hiße, die in den etwa 800 Meter tiefen Stollen auch unter gewöhnlichen Umständen fast 40 Grad betrage, sei unerträglich geworden. Zu allem Unglück habe der Brandherd in der Nähe des Ausganges gelegen. Der teilweise sehr lange Anmarschweg der Belegschaft sei durch Rauch und Gase schnell unpassierbar geworden. ©er neue Iieichsführer der Technischen Nothilfe. Der Reichsminister des Innern hat den SA.- Gruppenführer, Reichstagsabgeordneten Hans Weinreich aus Merseburg zum Reichssührer der TN. bestellt. Anläßlich seines Dienstantritts erklärte der neue Reichsführer, er trete diese Stelle an in der festen Ueberzeugung, eine Organisation zu übernehmen, die bisher in selbstloser Weise ihre Pflicht zum Wohle des Volksganzen getan habe. Große Aufgaben ständen der Technischen Nothilfe noch bevor. Diese restlos im Sinne unserer Regierung durchzuführen, werde für ihn oberstes Gesetz sein. Mit der gesamten Nothelferschaft und auch dem letzten Nothelfer werde er in Fühlung treten. Von allen Angehörigen der TN. erwarte er nach wie vor Erfüllung der einmal übernommenen Pflichten. Der Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz, Kameradschaft und Pflichterfüllung" werde für das Arbeiten der TN. maßgebend sein. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IV. 34: 11 200. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. Mülterfche Badeanstalt ist eröffnet Ä - — _ _ _ Vereine 2752 D 2775 D BilligeLßbensiittel[ 02434 werden, wenn alles versagte, durch 02427 Großen-Linden, Gießen, den 8. Mai 1934 Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief sanft mein lieber, guter Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Kaufgesuche | Meums jetzt Kaplansgasse 10 T elefon. BesteUg. unter 2671 Streng reell! Welches geiund., häuslich., tücht., ansehnlich. Mäd- i. gut. Lage, von Privatmanngeg. Kasse z. kauf, gesucht. Schr.Ang. unt. 02436 a. d. Gieß. Anzeiger. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 9. Mai, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 12 SlillilWezllge mit 24 passend. Kissen u. Tischwäsche für den spottbillig. Preis von 100 Mk. von Geschäffsm. zu verk. Schr. A. u. 02437 a.ü.G.A. Am 6. Mai verschied unser Kollege Herr Jacob Friesleben der lange Jahre unserem Verband als treues und eifriges Mitglied angehörte. Wir verlieren in ihm einen aufrichtigen und guten Freund, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 9. Mai, nachm. 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Wir bitten um vollzähliges Erscheinen. Ortsbezirk Gießen im Reichsverband des Deutschen Einzelhandels mit Tabakwaren. In tiefer Trauer? Marie Magnus, geb.Volk und Kinder Frau Ludwig Magnus V. Wwe. Familie Ludwig Magnus Familie Wilhelm Magnus Familie Wilhelm Volk Die trauernden Hinterbliebenen? Mete Friesleben, geb. Reuter Gießen (Bleichstraße 5), den 6. Mai 1934. Wir beklagen den Verlust unseres Ehrenmitgliedes Jacob Friesleben Der Radclub verliert in ihm einen langjährigen, treuen Freund von aufrichtiger Güte nnd Fürsorge. Die Beerdigung findet am Mittwoch» dem 9. Mai, nachmittags 2lA> Uhr, statt- Beteiligung ist Ehrenpflicht. Radclub Germania. 2773 D Am 7. Mai wurde unser Kamerad Heinrich Magnus in Großen-Linden zur großen Armee abgerufen. Nationalsozialistischer deutscher Frontkämpferbund (Stahlhelm) Ortsgruppe Gießen. Die Beerdigung findet am Himmeltahrtstag, 3% Uhr, in Großen-Linden statt. Zahlreiche Beteiligung ist Pflicht. Abfahrt 2." Uhr Bahnhof Gießen mit Sonntagskarte. ---------------------27h? D T. V. 1846 WlllklsMl- ronnöerung: Kafienfurt- Greifenstein- Dianaburg- Braunfels. Ab fahrt 6.49 Ubr Sonntagskarte Katzenfurt. 27s?o 4 z Betrifft: Elternsprechstunde des Schularztes. Alle Eltern, die irgendeine Sorge hinsichtlich der Gesundheit ihres volks- und berufsschulpflichtigen Kindes haben, können den Schularzt Dr. Vetzberger zunächst jeden 2758C Donnerstag, von 14 bis 15 Uhr, im Asterweg 25, 1. Stock rechts, kostenlos um Rat fragen. Zu untersuchende Kinder sind mitzubringen. Gießen, den 7. Mai 1934. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: B a r t h o l o m ä u s. Karl Schaul Mechaniker Meister Gegen Pickel. Mitesser Stärke A Arxtlich empfohlen. Laufen Sie 3 nicht länger so blBlich herum. Drogerie Winterhoff, Kreuznl 9/10 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiii Jakob Friesleben im Alter von 60 Jahren. Putz- u. Scheuermittel. Der Berkaus Hortt-Wess.-Wall 1, Ecke Frankfurter Straße (Hintergebäude, .Kellerraum) geht am Mittwoch-Nachmittag, 2-5 Uhr, weiter Nur noch kurze Zeit. 2765D H. Kirchner, Treuhänder. Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden Gestern verschied ganz plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Magnus HI., Schlosser im 41. Lebensjahre Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 10. Mai. nachmittags um 3.30 Uhr, von Bahnhofstraße 103 aus statt Gießen. 10. Mai Sternwanderung nach Weirlar (siehe Aushänge) 18. Mai 20'/? Uhr Monaisversammlunfl bei Hopfeld. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIM SlMWlel Gießen. 27isD Mittwoch, 9. K. 19,30—22 Ubr: 29.Mtttw.-Abon. Overettenvrene. Sie MslerAlstl Operette i.3Akt. v.B.Buchbinder. Mus.v.G.Jarno. UIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIU SoeiWmlner: eiche fonrniert, Büfett, Sofa, Kredenz, großer Ans- ziehtisch, Serv.- Tisch. 6 Stühle. 5 Wimmer: massiv eiche, 2 Betten, Waschtisch m. Ularmor- platte n. Spiegel, Weißzengschr.m. Spiegel, 2 Nachtschränkchen mit Marmor, 2 Stühle megzugshalber sehr billig zu verkaufen. 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Gieß. Anz. Verkaufe ßleinprderö lilMtnWge mit boh. Schale brll.abzugeb.02438 Löberstraße 19. Dienstag, 8. Mai 1934 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Kr. 106 Zweites Blatt elln- Der ZU deshalb bewußt darauf hinarbeiten, daß Hoch- dadurch, Aus aller Welt seres ereine Ul* der Universität Marbur Element. Außerdem Alexa Engst Ostyn, Albert Paulig und Euc ugen Rex. — vierte letzten in der Lage sind, für den Nationalsozialismus arbeiten." Straßenschießerei, die sich innnerhalb der 14 Tage in Neuyork ereignet hat. . Insult in Amerika gelandet. Lange. Wilhelm , für den genleiter: ! der An- IM Dxti uch- d) n Gießen. Lüia- E roch» itatt- _on Und Wo ,Es liegt mir „die Korpo- sein werden. Den Korporationen weist für die Zukunft der Reichsschaftsführer die Bedeutung von „Zellen der Studentenschaft" zu. Sie werden den Namen Korporation verlieren und statt dessen „W o h n k a m e r a d s ch a f t" heißen. , ~ vollkommen fern", sagte Dr. Staebel, vom Home Office mitgeteilt, daß der gegen ihn erlassene Ausweisungsbefehl immer noch in Kraft sei; man bot ihm an, daß er am Montag nach Antwerpen weiterfahren könne. Lincoln lehnte dies Anerbieten jedoch ab. Seine Schüler, die sich weigerten, Lincoln zu verlassen, wurden in einer Pension untergebracht. Mit dem in den nächsten Tagen nach Kanada abgehenden Dampfer werden Lincoln und seine Anhänger, nach Kanada zurück- gebracht werden. Nachdem mehrere Tage lang nicht die geringste Spur von dem flüchtigen Schwerverbrecher Dillinger gefunden werden konnte, versammelten sich plötzlich am Sonntag starke Polizeikräfte im südlichen Teil des Staates Wisconsin, da Gerüchte aufgetaucht waren, daß sich Dillinger dort in einem Farmhaus aufgehalten habe. Diese Gerüchte beruhten tatsächlich auf Wahrheit; denn die Frau des Farmers B e t h g r e e n hat vor dem Bundesgericht in St. Paul eingestanden, Dillinger eine Zeitlang in ihrer Wohnung beherbergt zu haben. Während also die Polizei den Schwerverbrecher in fünf Staaten fieberhaft suchte, hatte Dillinger Gelegenheit, sich in Ruhe und guter Pflege für weitere Taten vorzubereiten. Wüste Verbrecherjagd in den Zkraßen von Neuyork. Der vornehme Flatbush - Bezirk im Stadtteil Brooklyn war der Schauplatz einer wilden Straße n s ch i e ß e r e i. Ein Bandit war auf einen Milchwagen gesprungen, hatte den Fahrer aus- geraubt und dann die Flucht ergriffen, wobei er aus den verfolgenden Mischwagensahrer ein wildes Im Beiprogramm gibt es einen Landschaftsfilm von Pommern, die neueste Wochenschau und einen ungewöhnlich geschickt und lustig aufgenommenen Reklamesketsch. — (Lichtspielhaus.) Professor Dr. F. G e n z m e r , Ordinarius an der Universität Marburg, hat den Ruf auf den Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Universität Tübingen angenommen. Dem o. Professor Dr. E. R. Huber von der Universität Kiel ist der Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Universität Tübingen angeboten worden. Dr. W. Felgentraeger, Privatdozent für römisches und deutsches bürgerliches Recht an der Universität Freiburg i. B., hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für bürgerliches und römisches Recht an der gleichen Universität erhalten. Glück gemacht haben, was ja allerdings in dieser Form nur im Film passiert. Regie führt Hans S t e i n h o f f; er hat das Abenteuer mit allerlei drolligen Einfällen verziert, die die Leute zum Lachen bringen. Jenny Jugo, sehr niedlich anzusehen, und Fritz Schulz, von der Berliner Operettenbühne zum Tonfilm abgeschwenkt, machen mit Humor das verliebte Pärchen. Inmitten eines wilden Durcheinanders von unmöglichen Situationen: Szöke Szakall in seinem eigentlichen Element. Außerdem Alexa Engstrom, Berte einfach ungeschmücktem Wort getragen, meine ganze Seele nimm darin; man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen. Das Einsteigen am Dachauer Bahnhof war ja nicht mit großer Schwierigkeit verbunden, aber das Passieren der Münchner Sperre war nicht so einfach: Da benutzte der Hund die Beine der Menschen, die sich an der Fahrkartenkontrolle zusammendrängten, als Deckung, — und schwupp-schwupp — war er hinaus. Und ebenso schlich er sich wieder, indem er so tat, als ob er zu irgend jemand gehörte, in den Bahnhof hinein. Den Zug hat er niemals Der» säumt. Gewohnheit hatte in diesem Tier diesen sehr starken Zeitsinn entwickelt. Freilich, der Magnet, der das Wunder bewirkte, war die Zuneigung zu der Hündin, und diese war keine Terrier-Hündin, sondern eine Barsoy-Dame, die im offenen Fenster am Parterre aus ihren kleinen Freund wartete und mit einem großen, eleganten Sprunge zu ihm hinaussetzte. Der Zeitsinn läßt sich tränieren, aber er kann auch verlottern. Menschen von unregelmäßigen Gewohnheiten sind meist auch „zeitblind". Es sind jene guten Freunde, die immer zu spät kommen, die völlig erstaunt sagen: „Ich wußte ja gar nicht, daß es schon so spät ist!" Alles Zeitgefühl bei Mensch und Tier entsteht daraus, daß wir eingeordnet sind in die ewige große Folge von Tag und Nacht, von Aufgang und Niedergang. Zeitgefühl heißt, wie es auch ent» stel-t, Naturnähe. Wer innere Ordnung seines Daseins besitzt, wird sie in Einklang bringen mit der großen äußeren Ordnung, und darum ist der Mensch ohne Zeitgefühl ebenso zu bedauern wie einer, dem das Gesicht oder das Gehör versagt ist. Die deutsche Flotte zu den Hebungen ausgelaufen. Am Montagmorgen liefen zunächst die Einheiten des Befehlshabers der Aufklärungsstreitkräfte, Konteradmirals Kolbe, die drei Kreuzer „Königsberg", „Köln" und „Leipzig" aus dem Kieler Hafen aus. Gleichzeitig legten von der Blücher-Brücke die vier Torpedoboots-Halbflotillen ab. Die Linienschiffe folgten um 12 Uhr. Noch immer vergebliche Suche nach Dillinger. — Statt feiner findet man Trebitsch Lincoln. Auf Grund des in Chicago verbreiteten Gerüchts, daß sich der berüchtigte Schwerverbrecher Dillinger an Bord des Dampfers „Duchess of York" auf dem Wege nach England befindet, hat die Polizei von Glasgow einen Funkspruch an den Kapitän dieses Dampfers gesandt und angefragt, ob sich Dillinger an Bord befindet. Der Kapitän erwiderte, daß er das ganze Schiff gründlich durchsucht habe, aber keine Spur von Dillinger habe finden können. Trotz dieser erfolglosen Suche werden sich Geheimpolizisten an Bord des Dampfers begeben, sobald er den schottischen Hafen erreicht hat. Eine Aufforderung zur Verhaftung von Dillinger seitens der amerikanischen Behörden in Glasgow ist bisher nicht eingegangen. Als der Dampfer am Sonntag aus Kanada kommend in Liverpool anlegte, wurde er nach Dillinger durchsucht. Die Aktion war vergeblich. An Bord des Dampfers befand sich aber der bekannte Abenteurer Tre- b i t f ch - L i n c o l n mit einer Anzahl seiner Schüler, der auf dem Wege nach der Schweiz war, wo er ein Buddhistenkloster gründen wollte. Lincoln wurde es untersagt, an Land zu gehen. Ihm wurde in Neuyork eingetroffen. Insult wurde von einem Küstenwachboot am Hafeneingang übernommen und schnellstens nach New Persey gebracht, von wo er sofort die Weiterfahrt nach Chikago in Begleitung von Justizbeamten und Polizisten antreten soll. Riefen feuer in einer amerikanischen Korkfabrik. In Lindhurst (New Persey) vernichtete ein Großfeuer einen Teil der Fabrikanlagen der United Cork Company. Die riesigen Lagervorräte, umfassend 25 Korkstapel von je 8 Meter Höhe, sowie eine benachbarte Maschinenfabrik wurden gleichfalls zerstört. Der Brand konnte dis jetzt noch nicht gelöscht werden. Die Feuerwehren aus 13 verschiedenen Ortschaften versuchen, eine weitere Ausdehnung des Brandes zu verhindern. Zwei Feuerwehrleute sind verwundet worden. Der Schaden wird auf eine Halde Million Dollar geschätzt. Eisbrecher „Krassin" unfermegs nach der Wrangel-Jnfel. Der große Sowjet-Eisbrecher „Krassin" ist in Vancouver eingetroffen. Er befindet sich auf dem Wege nach der Wrangel-Jnsel und dem Arktischen Meer, um die Mitglieder der wissenschaftlichen Expedition des Professors Schmidt aufzunehmen. Diese sind bekanntlich inzwischen von Flugzeugen abgeholt worden. Der Eisbrecher soll dann entlang der sibirischen Nordküste nach Leningrad weiterfahren. Falls er dort wohlbehalten eintrifft, wird er das erste Schiff fein, das die Erde auf der arktischen Route völlig umfahren hat. Zwei Tote, ein Schwerverletzter bei einem INolorradunglück. In dem vstfriesischen Dorf Osteel ereignete sich ein schweres Mvtvrradunglück, bei dem zwei Personen getötet wurden. Die Motorradfahrer Arnold Schwarz und Johann L o 11 m a n n aus Heidmühle in Oldenburg tarnen aus der Richtung der Stadt Norden. Der Einwohner S e e b e r g aus dem benachbarten Marienhafen wollte kurz vor den Motorradfahrern die Landstraße überqueren. Er wurde von der Maschine ersaßt und noch eine kurze Strecke mitgeschleift. Das Motorrad raste in voller Fahrt gegen einen Baum und ging vollständig in Trümmer. Alle drei Personen erlitten schwere Verletzungen und zwar Schwarz und Lottmann Schädelbrüche und Seeberg Arm- und Beinbrüche. Die Verletzten wurden sofort in das Städtische Krankenhaus in Norden gebracht, wo Schwarz und Lottmann, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, ihren Verletzungen erlagen. Seebergs Zustand ist sehr bedenklich. en SA.« Hang chssiihrer iftantritts ^se Stelle ifation zu ist ihre ganzen ter Tech, im Sinne für ihn Kothelfer, rbe er in der TN. r einmal „Gemein' d Pflicht. M. maß. Giudeni und Hochschule. Eine Unterredung mit Reichsschaftsführer Dr. Staebel An meine Mutter. Von Annette von Droste-Hülshoff. So gern hält ich ein schönes Lied gemacht Don deiner Liebe, deiner treuen Weise, Die Gabe, die für andre immer wacht, Hütt ich so gern geweckt zu deinem Preise. Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr. Und wie ich auch die Reime mochte stellen, Des Herzens Fluten wallten drüber her, Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen. So nimm die einfach schlichte Gabe hin, „Kopfüber ins Glück." So nennt sich ein von Walter Kollo instrumentierter Tonfilm von Richard Arvay und Charlie Roellinghoff im Verleih der Vereinigten Starfilm-GmbH., Berlin. Ein Operetten» haft aufgezogener Schwank mit taufend Verwechslungen und Mißverständnissen, dessen Handlung auf dem schwindelhaften Motiv beruht, daß ein kleiner Verkäufer und ein kleines Schokoladenmädchen sich gegenseitig vorzaubern, sie seien Herr Baron und Frau Gräfin, einen vergnügten Abend miteinander verleben und am nächstem Morgen wahrhaftig ihr ? QUi "Hi ent. Sochschulnacii richten. Mit der vertretungsweisen Uebernahme des freien Lehrstuhls und der Leitung des Instituts für gerichtliche Medizin an der Universität Frankfurt ist für das Svmmersemester 1934 der Privatdvzent Dr. Otto Schmidt von der Universität Breslau beauftragt worden. Professor Dr. Heinrich Henkel, Ordinarius für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Staatsrecht an der Universität Frankfurt a. M., ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Marburg versetzt worden. Kunst und Wiffenschast. Ein neuer Windkanal für das Göttinger Aerodynamische Institut. Im Göttinger Aerodynamischen Institut fand' der erste Spatenstich für den Bau eines neuen Windkanals statt, der vom Reichsminister für Luftfahrt Göring gestiftet worden ist. Zu der Feier waren außer Vertretern der Göttinger Universität u. a. erschienen Staatsminister a. D. Exzellenz Schmidt-Ott, der Vorsitzende des Ku- Sutp H Noch Weitere do bet Slam. '9 sei "erser durch, en etwa ähnlichen rirög. de bet 15 g an. >Nliiorsch. ch und rden. schule und Studium wieder zu ihrem Recht kommen. Wir werden es erreichen daß der S A. - D i e n st auf ein gesundes Maß zu- 1 inen auf- Ö Sein, O|N. Dampfer „Exilona", der den Großbetrüger I n f u l l aus der Türkei nach Amerika brachte, ist Berlin, 5. Mai. Dr. Staebel, der Führer der Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch- uno Fachschulen, erklärte in einem Gespräch, das in der „Kreuzzeitung" veröffentlicht wird: Es l eien vier Faktoren, die auf den Studenten während einer Studiumzeit einwirken. Zunächst die Hoch- chule, dann die SA., dann die Studentenschaft und rann die Korporationen. „Zweifellos", so erklärte der Reichsschaftsführer, „ist der Student in den letzten zwei Semestern zuviel beansprucht worben, denn jeder dieser Faktoren meldete einen Totalitätsanspruch an, und da die Hochschule und die ernste Arbeit in den Seminaren und Hebungen zunächst am wenigsten verlockend schienen, mußte das Studium leiden. Es ist uns Führern in der Deutschen Studentenschaft klar, daß hier eine schwere Gefahr für den Staat droht. Denn wenn die Leistungen nachlassen, wenn in den Seminaren nur noch diejenigen sitzen, die dank ihrer Abstammung oder politischen Einstellung nicht Mitglieder der Studentenschaft sein können, da muß es sehr bald zu einer Katastrophe kommen. Wir werden * C E' # Sä rationen zu zerschlagen, besonders da ich zur Zeit nicht in der Lage bin, etwas Besseres an ihre Stelle zu setzen." Aehnlich wie die Stürme der SA. vor der Machtergreifung ihren Wert dadurch bewiesen hätten, daß sie in ausgeprägtem Eigenleben für den Nationalsozialismus warben, „ebenso brauchen wir nationalsozialistische Einzelzellen, die in eigener Arbeit für den Nationalsozialismus eintreten/' „Ich persönlich bin der Ansicht, daß die Korporationen diese Aufgabe erfüllen werden, wenn wir ihnen in einer längeren Entwicklung Ziel und Richtung weisen können. Ich bin aber Nationalsozialist genug, um die Korporationen in dem Moment aufzulösen, in dem es klar wird, daß sie nicht lieber Alter, sie geht bestimmt 25 Minuten nach!" Und siehe, es stimmt haargenau. Aber etwas, was viel merkwürdiger ist: auch der Mensch, der ohne Uhr aufwächst, entwickelt durch Gewohnheit und Beobachtung seiner Umwelt diesen sechsten Sinn. Ich habe einfache Menschen aller Zonen und Rassen gekannt, die in der Nacht aufwachten und genau wußten, wie spät es war. Doch dieser erstaunliche Zeitsinn ist nicht nur uns Menschen eigen. Tierfreunde wissen, daß Katzen, Hunde, Pferde, Rinder, Affen, Vögel aller Art diesen Sinn entfalten. Bei Haustieren wird die Gewohnheit und Regelung vor allem durch die Fütterung angeregt. Daß das bei wilden Tieren auch der Fall ist, darüber weiß jeder Besucher des Zoologischen Gartens Bescheid. Dieser Zeitsinn ist be- onders eigen den großen Raubkatzen. Der Jäger weiß wenn ein Leopard, Tiger oder Löwe eine Beute geschlagen hat, daß in der folgenden Nacht die Katze genau um ihre Stunde zur Stelle ist. Freilich, ob sie sich sehen läßt, das ist eine andere Frage; denn sie sichert und umkreist die Stelle, bevor sie sich an das Luder heranmacht. Und ebenso regelmäßig erfolgt der Wechsel des Wildes von Standort zu Standort, wenn es nicht irgendwie ver- grämt wird. . Was Tiere an Zeitsinn leisten, erscheint uns manchmal ganz unglaublich. Ich hatte einen Dackel, der sich daran gewöhnt hatte, in München einen Stammtisch mit mir in der Schwabinger Brauerei des Abends halb neun aufzusuchen. Als ich das Tier während einer Reise allein gelassen hatte, bat es um die abendliche Zeit lebhaft, von der Zimmerbesorgerin herausgelassen zu werden. Der Hund verblieb bei seinen Freunden am Stammtisch genau drei Stunden und stellte sich um halb elf am Haustor wieder ein, begehrte durch ein tiefes und rauhes Gekläff feinen Einlaß, den es regelmäßig erzwang. In der dackelliebenden Stadt München fand sich immer einer, der dem armen Tierchen öffnete. Noch Größeres im Zeitsinn leistete ein Terrier, den ein Maler einem Freunde zur Pflege übergeben hatte. Der eigentliche Herr des Hundes pflegte um drei Uhr von Dachau nach München zu fahren. Der Terrier begleitete ihn und freute sich darauf, weil er eine Freundin in der Stadt besaß, die achtzehn Minuten weit vom Bahnhof entfernt in der Barer Straße wohnte. Abends um acht Uhr pflegte der Maler von München nach Dachau zurückzukehren, und fein Terrier fand sich munter am Bahnhof ein. Dieses Tier verschwand auch während der Abwesenheit seines Herrn um drei Uhr, lief zum Bahnhof, fuhr in die Stadt, passierte die Schranke, schlich sich um acht Uhr wieder in den Zug und fuhr nach Dachau zurück. Ganz zufällig wurden wir daraus aufmerksam und beobachteten das Tier. Es verfuhr mit der größten Hundeschlauheit, legte sich im Zug unter eine Bank und verhielt sich ganz still. Schnellfeuer eröffnete. Da die Straße außerordentlich belebt war, gerieten Hunderte von Erwachsenen und Kindern in die größte Lebensgefahr. Ein Mann wurde auch durch einen Schuß getroffen und schwer verletzt. Schließlich erschien ein Polizist, der mit seinem Revolver auf den Räuber schoß, der inzwischen auf einen anderen Wagen gesprungen war. Der Räuber sank sodann cheinbar getroffen zu Boden und rief dem Polizisten zu, daß er sich ergebe. Als jedoch der Beamte näherkam, erhob sich der Verbrecher blitzschnell und choß auf den Beamten, ohne ihn jedoch zu treffen. Dann lief er davon und verschwand in einem Mietshaus. Nun wurde ein ganzes Heer von Polizei- beamten mit Tränengasbomben, Gewehren und Revolvern zufammengezogen, die das Haus stürmten und durchsuchten. Jedoch hatte der schießwütige Räuber bereits das Weite gesucht. Es ist dies die rückgeschraubt wird und dadurch, daß Studentenschaft und Korporationen nicht mehr nebeneinander den Studenten beanspruchen, sondern daß d i e Korporationen als Zellen der Studentenschaft die Hauptaufgaben der Erziehungsarbeit der Studentenschaft übernehmen. Gegen alle diejenigen, die glauben, daß sie in Zukunft allein auf Grund guter Parteidienstzeugnisse etwas erreichen können, werden wir mit schärfsten Mitteln vorgehen, und in der neuen Disziplinarordnung wird ein Paragraph stehen, wonach jeder, oer nicht zur rechten Zeit sein Studium beendet, von der Hochschule verwiesen wird. Da uns durch den Ausbau der studentekischaftlichen Organisation alle Druckmittel zur Verfügung stehen, da es uns nunmehr möglich ist, jeden Studenten zu erfassen, und wir nicht besorgt sein müssen, daß er uns in den Ferien jedesmal wieder davon läuft, werden wir einen großen Teil der Arbeit in di« langen Hochschulferien legen können. Schulungslager, Ausbildungslager, längere Kurse usw. werden nur noch in den Ferien stattfinden, während im Semester wesentlich weniger Zeit für die studentische Arbeit benötigt wird. Ich bin der festen Ueberzeugung, daß die Unruhe, die durch die Revolution auf die Hochschulen getragen worden ist, in allerkürzester Zeit abebben wird, und Raum und Zeit für eine ernst e Aufbauarbeit geschaffen wird." Auf die Frage, warum neben der Deutschen Studentenschaft, die doch ebenfalls nationalsozialistisch geführt werde, noch der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund existiere, erklärte Dr. Staebel, daß der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund die Führerorgnisa- t i o n darstelle, und daß sie eine ähnliche Ralle spielen solle wie etwa die NSDAP, im Staate. „Wir werden in diesem Semester im NSDStB. bewußt den Weg van einer Massenorganisation zur Ausleseorganisation gehen. Etwa 5000 Studenten sollen zu einem festen Bund oder besser zu einem Orden zusammengefaßt werden." Kein Amt und keine einflußreiche Stellung der Deutschen Studentenschaft werde künftig von anderen als von Mitgliedern des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes eingenommen werden. Dr. Staebel wies weiter darauf hin, daß die K a - m e r a d s ch a f t s h ä u f e r in Zukunft rm wesentlichen zugleich „Wohnkameradschaften des NnDstB. lötlW leit,»».*' ifenflti«' itabK'f "Nt-S^Ä ratoriums der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft, Ministerialrat Baeumker vom Reichsluftfahrtministerium und Ministerialdirektor Greiner vom Reichskultusministerium. Der Führer des Göttinger Instituts Prof. P r a n d t l hob in feiner Begrüßungsansprache besonders das Verdienst des Reichsluftfahrtministers Göring um diesen neuen Bau hervor. Ministerialrat Baeumker überbrachte die Grüße des Reichsluftfahrtministers und wies auf die Bedeutung des Göttinger Aerodynamischen Instituts für die Entwicklung der Luftfahrt hin. Wenn Deutschland im internationalen Wirtschaftskampf bestehen wolle, so dürfe es seine wissenschaftlichen Institute nicht vernachlässigen. Den ersten Spatenstich tat dann Staatsminister a. D. Exzellenz Schmidt-Ott. Der neue Windkanal müsse gebaut werden, damit Deutschland auf dem Gebiete der aerodynamischen Forschung nicht ins Hintertreffen gerate. Das Grab des Dichters Hermann Löns aufgefunden. Das Zentralnachweisamt für Kriegsverluste und Kriegergräber Berlin-Spandau hat seit langem die Nachforschungen nach dem Grabe des am 26. September 1914 bei Loivre (etwa 20 Kilometer nordwestlich von Reims) als Kriegsfreiwilliger in den Reihen des Füsiler-Regiments 73 gefallenen Volksund Heidedichters Hermann Löns auf Grund der früheren Vermutungen und Nachrichten fortgeführt. Jetzt endlich ist es dem Amt gelungen, das gejuchte Grab zu ermitteln. Bei den französischen Umbettungsarbeiten in der Gegend von Loivre wurde auf dem Gefechtsfelde des 26. September 1914 ein deutscher Toter mit der Erkennnnäsmarke Nr. 309 des Füsilierregiments 73 geborgen. Als einziger Träger dieser Erkennungsmarke wurde mit Hilfe der Kriegsstammrolle der Dichter Hermann Löns festgestellt'. Die sterblichen Ueberrefte sind vom französischen Gräberdienst auf dem deutschen Kriegs- friedhof von Loivre unter der Grabnummer 2108 zur letzten Ruhe bestattet worden. ließe0, i0>„ OB MÄ MM" Die Sängerin mit dem höchsten Ton. Auf den Ruhm, den höchsten Ton in ihrer Kehle zu haben, der bisher von einer Sängerin gesungen wurde, macht die sechsundzwanzigjährige Koloratur-Sopranistin der New Parker Metropoli- tan-Oper Lily Pons Anspruch, die jetzt zum ersten Mal auch in Europa ihre Kunst zeigen will. Die junge Dame, die in Cannes als Kind eines französischen Vaters und einer italienischen Mutter das Licht der Welt erblickte, bildete sich zunächst als Pianistin aus und nahm erst mit einundzwanzig Jahren Gesangunterricht. Dann trat sie in kleinen französischen und italienischen Städten auf, wurde in Montpellier von einem früheren Tenor der Metropolitan-Oper entdeckt und nach New Pvrk gebracht, wo sie sofort einen fünfjährigen Vertrag erhielt. Sie ist die kleinste Primadonna der Welt, mißt nur 1,58 und hat ein Gewicht von wenig über 100 Pfund. Ihr Stimmumfang reicht vom mittleren C über das hohe C hinaus bis ans hohe A. Die berühmtesten Sopranistinnen der Vergangenheit, wie die Patti, die Melba, die Sem- brich und die Gerster, gingen im öffentlichen Vortrag nie über bas hohe F hinaus, obwohl Etelka Gerster auch das hohe G erreichte. Oer sechste Ginn. Lon Friedrich Ireksa. Ein jeder kennt wohl Menschen, di« unweigeMch xu einer bestimmten Stunde des Tages aufwachen gen und Tag Jugenderziehung em, und dieses £Uf wackenmüfsen zur bestimmten Stunde wird ein Erb wacyenmu^n a Envern Seeleuten, aber auch nnn Arbeitern und Angestellten in großen Werken. habe einen lieben greunb, der im Kriege als üsn,“»""'s bta siins und sieben Uhr. Das waren Weckze.ten ^eiX^Ä Sinn, erwächst aus der ge- M sä»MÜS rtteüSWWä milttärischen Dasein sehr bald em genaues Zeit- JELffi mu Unteroffiaiere wissen, ohne auf die Bi schauen, beim Marsch wi-m-l Kilometer m einer gewissen Zeit verbraucht sind^ Und der Zeit» sinn vermag sich wie jeder andere Sinn so zu üben nb au scharfen, daß es Leute gibt, die es nie notig haben Ä der Uhr zu schauen. Sie wissen es un- Kid;, wo der Zeiger steht, und sagen, dem an- d»en der sich auf sein« Taschenuhr verlaßt: „Mem Geschäftsgang des Wirtschaft Schafft Erholung für hilfsbedürftige Kinder! Landpflegestellenkarte Ortsgruppe: Kreid: Wohnort:. □Tit Tinte deutlich ausfüllcu Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Frankfurt a.M. Devisen markt Berlin — Arankjurl a. M. 6.5. 5.5. 6.5. 3 ©• Farben-Jndustrie.. Scheideanstall.......... PHUtpp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. 62 62,5 170,5 170,5 170 Die angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt defchiosfenen Dividende 65,57 80,82 34,08 2,466 58,48 57,06 12,76 16,52 169,79 Schluß- kurt 26 64 84,5 40,25 51,25 58 148,5 26 64,25 85 40,25 51,25 58 149 7 9 0 0 0 58,5 63 46,5 39,5 43 54,75 16,75 158 168,5 141 128 58,9 52,75 80 58,24 56,84 12,70 16,46 169,11 21,23 63,87 5,634 47,20 10,42 3,047 169,53 64,04 56,89 65,73 12,745 0,563 2,494 58,38 21,30 16,50 81,04 34,22 81,64 0,755 0,211 5,664 11,61 23 62,5 84,5 40 51,5 58 147,25 Schlußl. Abendbörse 24,25 129 95,5 102 54. 97 91 87,25 132,5 117 72 111,5 61 88 110 62,5 65 6,65 4,25 7 3,65 30,4 21,25 127,25 182 58 52,4 79,5 60,5 102,5 115,5 5,634 47,20 10,42 3,047 169,53 64,04 56,89 65,73 12,745 0,563 2,493 58,39 21,30 16,50 81,00 34,25 81,64 0,756 0,211 5,664 11,61 71,5 109,75 59 88,5 136 59,65 62 22,65 128 96 101,25 54 96 92,5 87 131,5 98,5 58,9 62,75 47 39,75 119,25 43,13 55 60,25 16,65 157 168,5 141 7 3,75 30,13 21,25 20 24 62,5 85 40 51,75 58 147,75 129,25 60 54,4 80 7,5 7,2 Goldschmidt .... RüigerSwerke ... Metallgesellschaft. Für wlevlel Pflegekinder wird Aufenthalt gewährte A ufenthaltsdauer: ________________ Straße und Hausnummer: Bahnstation: Harne und Vorname der pflegeeltern: Beruf: 5,646 47,30 10,44 3,053 169,87 64,16 57,01 65,87 12,775 0,567 2,498 58,50 21,34 16,54 81,20 34,28 81,80 0,757 0,213 5,676 11,63 Laufende t7r._ Morn Gau ausjufüUm) 65,83 81,14 34,22 :::S| 24,25 0,90 7,2 7,13 8 6,75 6,65 24,5 129 96,75 102 53,75 97 91 87,25 133,25 117,25 72 111 61,25 87,75 72,5 110,75 62,5 64,5 22,65 128,13 95,5 101 52,5 95,75 86 132,25 115,25 71,5 I 109,5 1 59,5 I 87,75 ! 70 136 110 60 62,75 24 0,90 7,3 7,2 7,25 8,05 6,75 6,65 102,65 59,25 67 47 40,25 123 44,5 56,5 62 17,5 168 24,5 1,05 7,5 7,25 7,25 8,1 6,8 6,8 6,8 7 3,9 30,13 21,75 Schweinefleisch I 60—66. Fleischgroßmarktes: ruhig. 59,5 66,5 47,5 40 44,5 56 17 168,75 145 nicht notiert. Helstngfv«».. Wien....... Prag....... Budapest ... Sofia Holland .... OSlo....... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Neuyork.... Brüssel..... Italien..... Paris...... Schweiz .... Spanien.... Danzig..... Japan ...... Rio de Ian. . Jugoslawien. Lissabon.... helft alle mit, Tausenden von armen Kindern Freude und Erholung zu schenken! Jugend: Eine Wildnis wird Weinberg. Ein Hör- bericht aus dem DAD.-Lager Nassau a. d. L. der Gruppe 25/251. 18.20: „Der Feldererkarli, ein Schalk und Wilderer auf dem Hochschwarzwald." Don Alfred Erich Unger, Furtwangen. 18.35: Junge deutsche Dichtung: Fritz Woike. 18.50: Griff ins Heute. 19: Alt-Heidelberg, du Feine! Hörfolge von Paul Laven. 19.40: „Schiller lebt!", Vortrag zur Eröffnung des Schiller-Jahres im deutschen Rundfunk von Dr. Alfred Bofinger. 20.10: Reichssendung: J?aar; Den Weg frei zur Verständigung! zu.öO: Tanzabend. Herrenpartie nach Treuenbrietzen. 22.40: Kleine Unterhaltung. 23: Zu Schillers Todes, tag. Hörfolge in Wort und Ton. 24 bis 1: Nacht- mustk. Sinfonische Dichtungen. Hammelfleisch 75. Schaffleisch Kundfunkprogramm. Mittwoch, 9. Mai. 6.05 Uhr: Gymnastik. 7,10: Frühkonzert. Ausführung: Musikzug II/2. SS.-Standarte Frankfurt: Leitung: Muftkzugführer Curt Kretzschmar. 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10.10: Schulfunk. 11: Werbe- koWrt. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I: Schiller-Dramen als Opern (Schallplatten). 13.20: Mittagskonzert II: Marschmusik der SA.-Standar- tenkapelle 119; Leitung: Rudolf Hanker. 14: Mittagskonzert III (Fortsetzung). 14.30: 3 mal 15 Minuten aus dem Sendergebiet. 15.50: Wirtfchafts- bencht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Laßt Blumen Helsen! Em Zwiegespräch. 17.45: Stunde der Die Gauamtsleitung der NSV. bittet alle Volks- ausgefüllt der zuständigen NSV.-Ortsaruppe zugenossen, die es ermöglichen können, e i n bedürf- stellen zu wollen. ' ' t i g e s Stadt- oder Landkind als Gast für 4 bis 6 Wochen aufzunehmen, die nachstehende Pflegestellenkarte auszuschneiden und sie 5,646 47,30 10,44 3,053 169,87 64,16 57,01 65,87 12,775 0,567 2,497 58,51 21,34 16,54 81,16 34,31 81,80 0,758 0,213 5,676 11,63 Banknoten. Heidelberg 103, Daimler 44,50, Scheideanstalt 182,50, IG. Farben 129,25, Gesfürel 97, Holzmann 62, Metallgesellschaft 80, Schuckert 87,25, Siemens 132,50, Reichsbahn-VA. 112,40, Hapag 21,25, Norddeutscher Lloyd 26. Nachbörse: Neubesitzanleihe 15,85 bis 15,95, IG. Farben 129,25. Frankfurter Schlachtvieljmarkt. Frankfurt a. M., 7. Mai. Auftrieb: Rinder 1244 (gegen 1186 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 476 Ochsen, 115 Bullen, 355 Kühe und 300 Färsen. Kälber 541 (620), Schafe 31 (24) darunter 26 (19) Hämmel, Schweine 3716 ,(3736). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen al) 36, b 34—35, c) 31—33, d) 27—30. Bullen a) 31—32, b) 29—30, c) 27—28, d) 25—26. Kühe a) 29—31, b) 26—28, c) 22—25, d) 14—21. Färsen a) 35, b) 33—34, c) 30—32, d) 26—29. Kälber Sonderklasse —, andere a) 50—52, b) 47—49, c) 40—46, d) 28—39. Lämmer und Hämmel bl) Stallmasthammel 35—36. Schafe nicht notiert. Schweine al) 50, a2) 40—43, Am Rentenmarkt unterlag die Neubesitzanleihe immer noch Schwankungen zwischen 14,95 bis 15,20 0. H-, Altbesitz waren mit 94,90 v. H. knapp gehalten. Späte Reichsschuldbuchforderungen und Reichsmark-Obligationen lagen ruhig und unverändert. Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich und die Mehrzahl der Kurse war nochmals um durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. höher, die Umsätze waren aber recht klein. Farbenindustrie gewannen um 0,75 v. H. auf 129,50 v. H. Von später notierten Werten gewannen Reichsbank, Klöcknerwerke und Mansfeld je 2 v. H. Am Schiffahrtsaktienmarkt bröckelten Norddeutsche Lloyd geringfügig ab. Am Rentenmarkt schwankten Neubesitz auch späterhin, und zwar zwischen 15.20 bis 15.40 bis 15.30 bis 15,40, fest lagen Stahlverein-Bonds mit plus 1,50 v. H. Altbesitz waren unverändert. Am Pfandbriefmarkt war die Lage etwas freundlicher und die Kurse blieben gut behauptet. Stadtanleihen lagen ruhig und meist unverändert, nur Stadt Darmstadt etwas schwächer. Staatsanleihen und fremde Werte waren ohne nennenswerte Umsätze und meist unverändert. — Tagesgeld 3,50 v. H. Abendbörse freundlich. Angesichts der offenbar günstig fortschreitenden Transfer-Verhandlungen blieb auch die Abendbörse freundlich gestimmt. Zu nennenswerten Umsätzen kam es allerdings nicht, weil seitens der Kundschaft nur m geringem Umfange Aufträge vorlagen und daher auch die Kulisse sich wenig betätigte. Auf Basis der Mittagsschlußkurse zeigte sich aber meist etwas Nachfrage, so daß die Berliner Schlußnotierungen gut behauptet blieben. Hier und da ergaben sich auch Abweichungen, die aber nach beiden Seiten kaum mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. ausmachten. Im Verlaufe blieb es sehr still, Mannesmann lagen weiterhin etwas fester. Am Rentenmarkt war die Neubesitzanleihe weiter mäßig erhöht, während Altbesitz zunächst 0,25 v. H. niedriger einsetzten, ihren Rückgang aber später wieder ausglichen. Späte Reichsschuldbuchforderungen und Stahlverein-Bonds lagen gut behauptet. IJ. a. notierten: Neubesitzanleihe 15,70 bis 15,90, Altbesitzanleihe 94,90 bis 95,13, 6 0. H. Stahlverein- Bonds 69, Schutzgebietsanleihe v. 1914 9,30 Reichs- bank 148,50, Gelsenkirchen 61, Harpener 88, Man- SQSCA,50mb? 65/ Phönix 49, Rheinstahl 91,65, AKU. 59,50, Bekula 129, Bemberg 66,50, Zement Bekanntmachung: Der ursprünglich auf den Donnerstag, 10. Mai (Himmelfahrtstag) fallende Schlachtviehmarkt, wird bereits Mittwoch, 9. Mai, abgehalten. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. Mai. Am Getreidegroßmarkt war die Haltung freundlicher und das Geschäft teilweise belebter, so bei Weizen, Roggen, Hafer. In Roggen war das Angebot knapp und der Preis höher. Hafer war bei laufenden flottem Konsumgeschäft sehr knapp offeriert und zog im Preise merklich an. Am Mehlmarkt erfolgten auf Grundlage der neuen Bedingungen kaum Umsätze, während sich zu den alten Bestimmungen recht lebhafte Nachfrage zeigte. Futtermittel lagen wesentlich stiller und bröckelten teilweise ab. Roggenkleie und Sojaschrot blieben voll behauptet. Es notierten: Weizen 205; Roggen 177,50; Sommergerste 170 bis 172,50; Hafer 167,50 bis 172; Weizenmehl, Type 563 (Spez. 0, aus Jnlandsweizen), Festpreisgebiet W X, 28,90 plus 0,50 Frachtausgleich, do. Festpreisgebiet W VII, 28,30 plus 0,50 Frachtaus- gleich; Roggenmehl, Type 610, Festpreisgebiet R VI und R VIII, 25 plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizenkleie 10,60; Weizenfuttermehl 11,70; Roggen- kleie 11,20; Sojaschrot 15,50 bis 15,65; Palmkuchen 13,90 bis 14,10; Erdnußkuchen 16,10 bis 16,40; Treber 14; Trockenschnitzel 10,25; Heu 6; Weizen- und Roggenstroh 2. Kartoffeln: Industrie, hiesige Gegend, 2,90 Mark (zuletzt 2,85) per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: stetig. Sorge tragen, daß — wenn nötig — der Mutter vier Wochen vor wie nach der Entbindung wirtschaftliche Aushilfen durch den Frauenarbeitsdienst gestellt werden. Besonderes Augenmerk werden wir auch auf die ledige Mutter richten, für die Hilfe so frühzeitig wie möglich einzusetzen hat. Hier muß in erster Linie versucht werden, die Bindung zur Familie wieder herzustellen, also auf die Eheschließung zwischen dem Vater des Kindes und der Mutter hinzuwirken. Die Eheschließung ist gegebenenfalls durch Arbeitsvermittlung des Vaters oder Gewährung einer einmaligen Beihilfe zur Existenzgründung zu ermöglichen. Die hilfsbedürftig werdende Mutter, die nicht in ihre Familie zurückkehren kann, soll in einem Mütterheim untergebracht werden und — soweit sich das ermöglichen läßt — nach der Entbindung einen geeigneten Arbeitsplatz erhalten." Udo Wolter. Fabriken soll die Einrichtung von Still- und Bewahrungsräumen durchgesetzt werden." „Wie ist nun die gewiß nicht einfach durchzuführende Mütterschulung gedacht?" „Hier liegt ein großes Aufgabenfeld für die NS.-Frauenschast. In Verbindung mit der NS.° Volkswohlfahrt wird sie in verstärktem Maße die Aufklärungsarbeit gegen die seelischen und körper- licben Gefahren der Abtreibung übernehmen. Hand in Hand damit geht natürlich die Hilfe für die werdende Mutter. Beratungsstellen in Verbindung mit Säuglingsfürsorgestellen, denen die ärztliche, rechtliche und persönliche Beratung der Mütter obliegt, werden gleichzeitig dafür I Sie ganze Ration für Butter und Kind! (?in Gespräch mit Reichsleiter Hilgenfeld. b) 40—42, c) 39—42, d) 37—41, e) und f) - gl) 36—39, g2) 32—35. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt zogen Kühe 1—2, Kälber 2—3 Mark an, Hämmel gaben 2 und Schweine 1 Mark nach, Ochsen, Bullen und Färsen blieben unverändert. Marktverlauf: In allen Gattungen mittelmäßig, ausverkauft. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 642 Viertel Rindfleisch, 102 ganze Kälber, 1 Hammel, 220 Schweinehälften. Preis für 1 Ztr. frisches Fleisch in RM.: Ochsen- und Rindfleisch I 53—58 II 49—53. Bullenfleisch 48—54. Kuhfleisch II38—46* III 30—36. Kalbfleisch II 70—80, III 65—70. Frankfurter Börse. rNittagsbörse befestigt. Frankfurt a. M., 7. Mai. Zum Wochenbeginn lag die Börse freundlich. Sowohl Aktien, wie Renten zeigten Ansätze zur Erholung, wofür bör- sentechniscb nach den starken Rückgängen in der letzten Zeit Voraussetzungen vorhanden sind. Im wesentlichen ist die Zuversichtlichere Beurteilung über den weiteren Verlauf der Transfer-Verhandlungen gegeben. Dann lagen günstige Fachberichte über die Montan- und Eisenindustrie vor, auch die Rede Dr. Schachts anläßlich der Grundsteinlegung zum neuen Reichsbackkgebäude regte an. Farbenindustrie, gestützt durch erstmalige Steigerung im Farben-Export um 1,50 v. H., Rütgers- werke auf die Bilanzvorlage 1,65 v. H. und Deutsche Erdöl um 0,75 v. H. befestigt. Arn Elektromarkt waren besonders AEG. um 1,65 v. H. gesteigert, daneben Siemens 1,50 v. H., Licht & Kraft 1,65 d. H., Gesfürel 0,50 v. H. höher. Elektr. Lieferungen und Schuckert lagen noch eine Kleinigkeit schwächer. Montanwerte waren fest veranlagt, so Phönix 1,75 0. H., Mannesmann 1,75 v. H., Stahlverein 1,25 v. H. und Rheinstahl 1,25 v. H., Gelsenkirchen 1 vH., Buderus 0,50 v. H. freundlicher. Von Schifffahrtswerten Holten Nordd. Lloyd in Anlehnung an die Berliner Erholung 3,25 v. H., Hapag 0,40 v. H. auf. Im einzelnen eröffneten Daimler 1,25 d. Sy, Bemberg 1,65 d. Sy, Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 0. H. höher. an^ Reichsbankdiskonl 4 d. Sy, Lombardztnsfuß 5 o. Sy 5.5. 6,6 4,25 7 3,6 30,25 20,75 Das Winterhilfswerk ist in feinem größten Umfange beendet. Aufgerüttelt durch die neue Zeit, geleitet von den Forderungen, die sich zwanasläufig aus dem neuen völkischen Bewußtsein ergaben, geführt von den Mahnungen und Aufrufen jener Männer, die dieses gigantische Hilfswerk leiteten, hat sich das deutsche Volk eindringlicher und stürmischer als je zuvor zu seinem ärmsten Volksgenossen und damit zu einem bewußten, tatkräftigen Sozialismus bekannt. Reichsleiter H i l g e n f e l d, unter dessen Führung das W.H.W. durchgeführt wurde, hat zu einer neuen Hilfsaktion „M utter und Kind" aufgerufen. — Welchen Ablauf es nehmen wird, skizziert die nachstehende Unterredung, die der verdiente Organisator unserem U. W.-Mitarbeiter gewährte. „Wird der Aufbau des neuen Hilfswerkes in ähnlicher Form wie das WHW. erfolgen?" „In der persönlichen Hilfe von Mensch zu Mensch, gewiß. Die ganze Aktion wird — auf dem Wege über die NS.-Volkswohlfahrt — wieder von dem ganzen deutschen Volke getragen werden. Das Hilfswerk selbst — über dessen Einzelgestaltung erst die Praxis entscheiden wird, muß naturgemäß wesentlich anders Umrissen und gestaltet werden, als das W.H.W. Denn, wie das Motto „M utter und Kind" bereits sagt, gilt es diesmal nicht nur soziale Not zu lindem, sondern darüber hinaus auch völkische Erziehung zu leisten. Der Aufgabenkreis des Hilfswerkes umfaßt Mütterschulung, Müttererholung, Wirtschaftshilfe, Wohnungshilfe, Arbeitsplatzhilfe und noch weitere verschiedene Sondermaßnahmen für die werdende, aber auch für die ledige Mutter." „Die wirtschaftliche Hilfe ist nicht im Sinne einer laufenden Unterstützung gedacht, denn dafür sind ja in erster Linie die allgemeinen öffentlichen Sozialwerke, wie Krankenkasse, Sozialversicherung und Fürsorge zuständig. Von der N.S.V. wird nur eine mehr oder minder große — sich stets nach dem jeweiligen Notstand richtende — Beihilfe gewährt. An erster Stelle stehen dabei wieder die Sachlei st ungen, wie Ernährungs- ; beihilfe, Kleidungsbeihilfe, Säuglingsaussteuer , und ähnliches." „Natürlich werden die kinderreichen Mütter in erster Linie berücksichtigt werden?" „Bei gleich großem Notstand, unbedingt, wir denken daran, kinderreichen Familien mit mehr als drei Kindern durch den Einsatz des Frauenarbeitsdienstes Haushalts- und Wirtschafthilfen zu gewähren. Unbedingt werden wir jedoch — da es die naturgegebene Hilfe ist — darauf achten und durch unsere Vermittlung dafür sorgen, daß dem Vater ein seiner Lebenslage und der Größe der Familie entsprechender Arbeitsplatz vermittelt wird. Wichtig für die kommende große Arbeitsbeschaffung ist, daß vor allem Familienväter und besonders diejenigen unter ihnen, die eine größere Familie zu unterhalten haben, Arbeit und Einkommen erhalten." „Und die Frauen?" „Sollen, soweit wie möglich, aus dem Erwerbsleben herausgezogen werden, um sich ganz der Familie zu widmen. Besonders Mütter mit mehr als drei Kinder gehören unbedingt in die Familie. Natürlich wird hier nicht ungerecht vorgegangen werden. Verwitwete und (leschiedene Mütter, die Ernährer ihrer Kinder ind, werden natürlich eine ihrer Eigenart ent- prechende Arbeitsstelle erhalten müssen." „Wie ist die nähere Ausgestaltung der Mütterfürsorge gedacht?" „Vor allen Dingen werden wir darauf achten, daß für Mutter und Kind gesunde Wohnungen vorhanden sind. Wir werden uns dabei der Wohnungsämter und der zuständigen Behörden bedienen, die darauf bringen werden, daß gefunb- ^itsschädliche Zustände beseitigt und verwahrloste Wohnungen in Ordnung gebracht werden. Mit der unsozialen Einstellung mancher Hauswirte, die sich weigern, kinderreiche Familien aufzunehmen, wird schleunigst aufgeräumt werden. Weiterhin planen wir eine große Aktion, um die Betten- "?t m vielen Familien zu beseitigen. Daneben wird die Siedlung der erbgefunben, e? n ,.f r.e c n Familien geförbert werben. Jm übrigen werben wir barauf achten, baß jebe futter, soweit sie erwerbstätig ist, minbeftens D VcÄn, Tage Urlaub im Jahr erhält unb in biefer Zeit auch wirklich von allen, auch den hauswirtschaftlichen Pflichten befreit wird. ,roirb der Frauenarbeitsdienst, der für inefe Erholungszeit Aushilfen stellen kann, eine große und notwendige Aufgabe finden. In den Schultheis Patzenhofer 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................o Sellstoff Waldhof 0 HeUßofl Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ......... 7 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum ......0 Orenstein L Koppel 0 Leonhard Tietz............. 0 «habe................... 10 ?^ula1oren.Fabrll......** 0 lontMBammi ............. 0 Gritzne,............... 0. Watnfcaftaerfe Höchst 4 Süddeutscher Zucker —. e| Zeltpunkt des Aufenthalts: Familienstand der Pflegeeltern Berlin Datum , i% desgl. Serie 11 ............. vereinh. Rente v. 1903 s/,7<>Rumän.vereinh.Rentev.i9i3 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 y<% Anatolier ............... vamvurg-Amertla-Paket 0 ^"?"I'Südam. Dampfschiff O Hansa-Dampfschtff....... 0 A°«^"Kchbr Lloyd 0 8UB. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 trm.'/!£T8*^nb Prioat-Bant ... 0 und Dtsconto- ........... O Retchsbant ’ 12 Belegt mit Rind Bartei Nr. (Von 6« (Beuomieltlfung cuejufüDtn). Datum •% Deutsche RetchSanlethe v. 1927 6% ehem.7% Di. ReichSanl. b. 1929 6%% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte...... 6% eöcm.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqut......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ebem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 •% ebem. 7% Franks. Hyp.-Bant Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 ehern. Franks. Hyp^ Bank-Liqu^Pfandbriefe....... IH% ehern. 4fc% Rheinische Hhp.-Bant-Liqu.-Boldpfe 8% Pr. LandeSpfand- brtetanstalt, Pfandbriefe R. 19 ^8_/hem. 7% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Gteuergutsch. Verrechnungskurs.. 4% Oesterretchifche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrcnto v. 1910 4/»% deSgl. von 1913.......... •% abgest. Goldmexikaner von 99 *% Türkische Zollanleihe von 1911 Sagdadbahu-Anlethe Belgische Noten Dänische Noten ........... Englische Noten Französische Noten ............ Holländische Noten .............. Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten......... Spanische Note»................. Uaaarijche Not« 129,25 182,5 60 54 80 I ’«l I 115,5 | S3S:::::::............... Schuckert«Co ........ ? Siemens 8 Halske 2 8ubmn ......... Deutsche Srdbl ® Gelsenkirchener....... « Harpener.... Amtliche Notierung Geld | Lrie Berlin, 6. Mai Geld Brief M. 106"Drifte$ Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Dienstag, 8. Mai (934 Aus der provinzialhauplsiabi ür Dienstag. Stadt- iesko". — NS.-Frauen- Nachdruck verboten! 1 Fortsetzung. die Stirn legten. Da schloß er die Augen in einSNr Gefühl wundersamer Geborgenheit und träumte. Wichtig, wie er sich immer vorkam, erschien Ernst Holm mit dem Arzt, der außer einer Prellung des rechten Oberschenkels nichts von Belang feststellen konnte. „Sie können das freundliche Angebot von Frau Ehlers ruhig annehmen und sich einen Tag hier schonen, wenn es Ihre Zeit erlaubt, Herr Rakenius!" So hatte sich der Verletzte kurz vorgestellt. „Das geht leider nicht. Zeit schon. Doch die Mühen, Herr Doktor! Ich werde heimfahren. Vielleicht ist ein Mietwagen aufzutreiben." „Ich rate es nicht, Herr Rakenius! Ich bin für unbedingte Ruhe." „Sie dürfen keine Rücksicht auf uns nehmen, Herr Rakenius! Hören Sie, keine Rücksicht!" Der Verletzte lächelte dankbar. Ernst Holm aber warf einen stechenden Blick auf Ellen. Sollte ihr der Fremde nicht gleichgültig sein? Unsinn!, redete er sich ein. Es wird die mütterliche Sorge in diesem Mädchen sein. Oder Berechnung? Erhofft sie dadurch einen Verdienst für ein Nachtlogis und Bedienung? Es entsprach so ganz Ernst Holms Gedankengängen, Ellen Ehlers Tun solche Motive unterzuschieben. Er stand beiseite und beobachtete unablässig das eifrige Gesicht Ellens, das ihm viel zu denken gab. Der Verletzte schien nicht gewillt, dem Arzt seine Personalien angeben zu wollen. Aus welchem Grunde? Holm überlegte und kam zu dem Schluß, daß es mit diesem Fremden irgendwie nicht geheuer war. Er verfügte auch über ziemlich viel Geld, bezahlte den Arzt gleich für seine Bemühungen. „Rakenius", hatte sich der Verletzte einfach vorgestellt. Ernst Holm fand das mehr als merkwürdig. Er äußerte feine Bedenken ganz offen zu Frau Ehlers und Ellen, als der Arzt schon weg war. „Weiß nicht. Man sollte sich eigentlich hüten, einen wildfremden Menschen nachts unter seinem Dach zu beherbergen." Sein eigentümliches Lächeln löste bei Frau Ehlers tiefste Besorgnis aus. „Es wäre doch aber aus vielem erklärlich...» ergriff Ellen impulsiv Partei. „Erklärlich wohl nur aus dem einen Grunde, nämlich, daß man gezwungen ist, seinen Namen nicht zu nennen. Scheint mir übrigens ein Reisender zu sein. Einer von jenen leichtsinnigen, die man in diesem Berufe nur allzuoft trifft. Wahrscheinlich hat er mit dem Geschäftswagen eine verbotene Spritz- tour gemacht, auf der ihm das passierte. Und damit nun Der Chef nichts merkt, verschweigt er seinen Namen." Holm hängte seinen Worten ein eisiges „Gute Nacht!" an und zog sich mit vielwissendem Gesicht zurück. Fortsetzung folgt. — Tageskalender fi theater, 20 bis 23 Uhr: „F schäft Gießen-Ost, 20.15 Uhr, „Schützenhaus", Ortsgruppenabend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kopfüber ins Glück". — Oberhessischer Kunstver- ein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Aus dem Stadttheaterbureau. Morgen Mittwoch, 19.30 Uhr die Operette „Die Försterchristl". (Siehe heutige Anzeige.) haushalt fein. Sie haben die Aufgabe, die in der Praxis zu sammelnden Kenntnisse zu vertiefen und theoretisch zu ergänzen. Die (Brunb- lage der hauswirtschaftlichen Ausbildung muh die Praxis den jungen Mädchen geben. Wo aber könnten diese Grundlagen bisher erworben werden? Entweder im elterlichen Haushalt oder im Haushalt fremder Familien, die das junge Mädchen als Haustochter oder als dienstbaren Geist beschäftigen. Die meisten Hausfrauen werden bestätigen, daß sie mit der „Haustochter" nicht immer gute Erfahrungen gemacht haben. Das liegt vor allem wohl daran, daß die Haustochter ihren Pflichtenkreis nicht ernst genug nimmt und daß ihr diese Lehrzeit nicht genügend strenge Bindungen auferlegt. Bei der Hausangestellten ist es dagegen so, daß die gute hauswirtfchastliche Schulung hier mehr oder weniger dem Zufall anheimgegeben ist: ob sie eine tüchtige hauswirtschaftliche Kraft wird, das hängt davon ab, ob sie in einen gut geleiteten Haushalt kommt oder nicht. Meist ist Die erste Stelle dafür entscheidend. Je mehr aber die moderne Technik ihre Aufmerksamkeit dem Haushalt zuwandte und die Haushaltführung an sich vereinfachte, um so stärker wurde auf der anderen Seite das Bedürfnis, die hauswirtschaftliche Tätigkeit auf eine ebenso solide Grundlage zu stellen, sie auf eine ebenso sichere Erziehungsarbeit zu gründen, wie die handwerklichen, die kauf- Oie hauswirtschastliche Lehre. Don Berufsberaterin Or. I. Haussig, Gießen. Vor etwa zehn Jahren wurde in verschiedenen Städten Deutschlands der Versuch gemacht, eine neue Form hauswirtschaftlicher Ausbildung, die häusliche Lehre — zu schaffen. Es hatte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte, während den Mädchen und Frauen immer neue Berufe und Tätigkeiten erschlossen und sie im selben Maße dem Haushalt entfremdet wurden, ein wachsendes Bedürfnis nach hauswirtschaftlicher Schulung heraus- geftellt. Die bereits bestehenden Haushaltungsschulen konnten diesem Bedürfnis nicht in vollem Umfang Rechnung tragen, schon deshalb nicht, weil ihr Besuch nur den Töchtern bemittelter Eltern möglich war und auch heute noch ist. So blieb der größte Teil der Mädchen, die nicht in den Beruf der Hausangestellten eintraten, ungeschult. Ohne jede Vorbereitung im Haushalt traten die jungen Mädchen, die jahrelang in den Fabriken, in den Lagerund Büroräumen, in den Geschäfts- und Warenhäusern gearbeitet hatten, in die Ehe. Wohl wurde ein gewisser Ausgleich durch die Fortbildungsschulen mit ihren hauswirtschaftlichen Klassen geschaffen. Aber diese Klassen erfassen ja nur die Mädchen, die entweder sowieso im Haushalt arbeiten, oder die, die in keiner bestimmten Berufsausbildung stehen. Die anderen sind in den Fachabteilunqen der Berufsschulen, z. B. den kaufmännischen Fachklassen untergebracht. Aber auch die hauswirtschaftlichen Klassen der Fortbildungsschule können nur eine Ergänzung zur eigentlichen praktischen Ausbildung im ** Zur Bekämpfung der Schnaken- plage. Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit: Nach § 3 der Polizeiverordnung über die Bekämpfung der Schnakenplage vom 28. November 1911 hat jeder Grundstückseigentümer in den Monaten April dis September einschließlich mindestens einmal monatlich die auf seinem Grundstück befindlichen stehenden Gewässer, die den Schnaken zur Brut dienen (Wassertümpel, Regenfässer, Bassins, Wasserlachen, Jauchegruben, Abortgruben usw.), mit einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Mittel (Saprol, Petroleum usw.) zu übergießen. Nichtbefolgung dieser Vorschrift wird bestraft. ** Die Eltern-Sprechstunde des Schularztes findet jeden Donnerstag im Hause Asterweg 25 von 14 bis 15 Uhr statt. Dort können die Eltern k o st e n l o s Rat erhalten. Man beachte die heutige Bekanntmachung der Bürgermeisterei. ** D i e Erneuerung der Lose zur Preu ß. - Süd d. Klassenlotterie muß bis zum 9. Mai erfolgt sein. (Siehe heutige Anzeige.) ** Der Großzirkus Busch plant für die nächste Zeit einen Besuch in Gießen. Durch eine Anzeige in unserem heutigen Blatte bemüht er sich um die Schaffung der wirtschaftlichen Grundlagen für sein hiesiges Gastspiel. Da es sich dabei um ansehnliche Lieferungen und Arbeitsleistungen handelt, die vielen unserer Mitbürger Verdienstmöglichkeiten bieten, sei auf dieses Ausschreiben besonders hingewiesen. ** Freie Lehrer stellen. Erledigt sind di« Lehrerstellen für je einen evangelischen Lehrer an den Volksschulen in Schwabenrod, Deckenbach, Elbenrod, Udenhausen, Bernsburg, Zellbach, Windhausen und Eifa, ferner die Stelle für einen katholischen Lehrer an der Volksschule in Vockenrod, sämtlich im Kreise Alsfeld gelegen. Dienstwohnungen sind überall vorhanden. Weiter ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Selters (Kreis Büdingen) frei; auch hier ist eine Dienstwohnung vorhanden und frei. Hinein in die Arbeitsschlacht! Gemeinsame Kundgebung der Deutschen Angestelltenschaft und der NS - HAGO. am Dienstag, 8. Mai, abends 8.15 Uhr, im Cafä Leib. Es sprechen Pag. Schimmel und Holländer. Zu dieser Kundgebung erwarten wir insbesondere die Frauen unserer Mitglieder, sowie die im Einzelhandel tätigen männlichen und weiblichen Angestellten. Darüber hinaus sind alle deutschen Hausfrauen herzlichst eingeladen! Deutsche Angestelltenschaft, Unterbezirk Gießen: W. B r a ck. Gießener Wochonmnrttprcise * Gießen, 8. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 bis 1,35 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) Klasse S 10%, Klasse A 10, Klasse B 9%, Klasse C 9, Klasse D 8%, Weißkraut, das Pfund 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 15, Rote Rüben 10, Spinat 8 bis 10, Spargel 30 bis 45, Unterkohlrabi 6 bis 8, Zwiebeln 10 bis 12, Schwarzwurzeln 20, Rhabarber 10, Kartoffeln, das Pfund 3% Pf., der Zentner 3 bis 3,30 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 25 Pf., Salat, das Stück 15 bis 20, Salatgurken 40 bis 50, Lauch 5 bis 10, Rettich 15 bis 20, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bündel 10 Pf. BornoNzen. Flieder und Kastanie. Die Welt ist ein Blütenmeer. Wohin unser Blick sLlt, überall sehen wir die weißen, roten, gelben ir b blauen Sterne leuchten. Der Wald breitet sein giines Laubdach schützend über Tausende von Blu- NLN, die Ostbgärten grüßen und lassen uns auf eine ^künftige Ernte hoffen. Wiesen und Saatfelder hd wie ein glänzender Teppich. Alle Knospen (rben sich geöffnet, jeder Bodenfleck ist bunt be- sickt. Wie das lebt und webt! Dust liegt über dem 2 alb, über den Wiesen, verbindet Himmel und (:be. „Es blüht des Maien Schein". So ewig, herrlich s-ghaft ist der Mai, so wunderbar und unverwüst- Itij. Und mit unvermindertem Zauber packt er unser j.-rj, und seine Wunder locken uns stündlich hin- (ns in Wald und Feld. Schön ist es jetzt überall. Am herrlichsten blüht und duftet es aber drau- t-n beim alten Bahnwärterhaus. Das liegt so ganz dfam und verlassen mitten im Wald. Wie oft bin jc daran vorbeigefahren, bei Tag, bei Nacht, zu j()cr Stunde, und immer hatte ich einen Blick für d»ses Häuschen. Einmal sah ich die Kinder im freien spielen, dann wieder bauten sie einen Schneemann, im Herbst suchten sie Haselnüsse an bin Hecken, immer roar dort bei dem Häuschen eisTges Leben. Jetzt aber im Frühling leuchteten dis dem kleinen Gärtchen die ersten Schneeglöck- ftn, die roten Primeln, die dunklen Veilchen. Und Dir einiger Zeit muhte der Zug gerade dort im Salbe einige Minuten halten, weil auf der Bahn- süecke gearbeitet wurde. Da sah ich alles so nah irb so bunt vor mir, daß ich beschloß, recht bald liimal dorthin zu wandern und mich umzusehen. Der schöne Maitag heute brachte mich ans Ziel, titer hohen Buchenstämmen schritten wir, dann Meder unter dunklen Tannen, Büsche und Farn- fäuter säumten unfern Weg. Da kam eine Lich- ing und dann der Schienenstrang. Rings um« «iben von hohen Kiefern liegt das Bahnwärter- hiuschen mit seinen kleinen Nebengebäuden. Die f-au des Bahnwärters zog gerade Wasser aus dem jehbrunnen. Wir blieben und staunten den Garten an. Wie ms da die Farben der Blumen entgegenleuchteten! niaften5 freundlich und höflich gegen I ich-» b3um'Men6 und"zur Erhaltung umferes himes gib*-" . 6i ( m Augenblick Ellen die | Äng andasGespU, und wieder zwang sie If. ein=m L°L'";<,°istifch gedacht non Ihnen, Ämr fcigte EUen in eine peinliche Minute Liebe überhaupt egoistisch ist." F^nst Holms Blicke saugten sich fest an dem r.ir-n Mädchengesicht, das sich m ,ahem Zorn ^'diesem Augenblick trat Frau Ehlers aus der ■ fc ± L -Äge &nb*u d°e/gr°ben Holm sah wohl die Notwendigkeit ein. Es war ihm nicht gerade lieb, jetzt fort zu sollen. Aber er mußte..." Schweigend warf er noch einen Blick auf den Verunglückten, der mit schmutzigem Gesicht und blutender Wange auf der Chaiselongue lag und in seiner tödlichen Blässe einen grauenhaften Anblick bot. Ellen hatte die Schüssel mit Wasser neben sich und wusch und wusch. Langsam kam die Reinheit der Haut unter dem Schmutz zum Vorschein, und nun zeigten sich die Wunden in ihrer harmlosen Blutung. Die überstürzten Fragen her Mutter fanden endlich Antwort. „Ruhe, Muttchen Nur Ruhe! Ich kann ja auch nichts weiter machen. Ach Gott!, wenn Holm nur nicht lange bleibt." Und dann nach einer Pause: „Ein Glück, die Augen sind durch die gesprungenen Gläser seiner Autobrille nicht verletzt. Vielleicht die Brust eingedrückt am Steuer?" Schon tastete Ellen mit sicheren Griffen alles ab. Nichts. „Es wird nur eine Ohnmacht fein. Vielleicht war der Arme schon lange gefahren. Mein Gott, die Straße ist hier auch entsetzlich glatt. Der Sprühregen dazu..." Da schlug der Ohnmächtige langsam die Augen auf, die staunend in die fremde Umgebung starrten. Ellen Ehlers sah ein warmes, liebes Gesicht. Der schmale, bleiche Mund zuckte und formte sich zum Sprechen. „Habe ich jemand verletzt?" Es klang so rührend besorgt. „Lieber, edler Mensch, Sie...", entrang es sich Ellen. „Sie sind doch verletzt und fraaen als erstes nach anderen? Nein! — Sie haben niemand verletzt. Nur sich selbst. Dach ich habe zum Arzt geschickt. Er wird gleich kommen." „Und Sie? Es ist Nacht. Sie wollen schlafen. Ich mache Ihnen so viel Mühe. Lassen Sie mich selbst zum Arzt..." „Nein!" Die seine Mädchenstimme klang m diesem Augenblick eisenhart. „Ihr Wagen ist entzwei!" sagte Frau Ehlers dazwischen. „Das ist nebensächlich, Muttchen! rief Ellen, entsetzt über die Forderung des Fremden. „Sie sind in Gefahr, so lange der Arzt nicht erst das Gegenteil feststellt, und so lange Sie in Gefahr sind, habe ich die Pflicht, Sie zu schützen." Heber das blasse Gesicht des Verunglückten huschte ein warmes, glückhaftes Leuchten. Er sah ein paar große, blaue Kinderaugen sorglich auf sich gerichtet, sah helle, blonde Haarsträhnen um ein süßes, seines Mädchengesicht. Und schon wieder fühlte er das Streicheln der weichen Hände, die tym eine kalte Kompresse auf außen und scheinen zu rufen: Kommt zu uns! Weiß find die Blütenblätter, aber schön geziert mit gelben Rieden, die später rot werden. Jede Einzelblüte ist wieder ein Sträußchen für sich, so bunt und abwechslungsreich, weiß und gelb, orange und rot, braun und grün! Man merkt doch gleich, daß die Kastanie ein Kind des Südens ist. Auch der Flieder, der dort so duftet. Kaum einige Jahrhunderte sind sie in Deutschland heimisch. Aber sie haben unser Herz gewonnen. Ganze Straßenseiten sind mit hohen Kastanien bepflanzt, freie Plätze werden bald von ihnen beschattet, der Flieder aber steht in jedem Garten. Und immer wieder schauten wir hinaus zu dem Kastanienbaum, immer wieder freuten wir uns an den Fliederbüschen. Da kam der Bahnwärter in eigner Person und freute sich mit und sagte: „Ich habe aber auch noch einen weißen Flieder, ganz dahinten, den habe ich selbst veredelt. Er duftet ja nicht sehr, ist aber sehr schön!" Und er hatte recht. Unberührt und rein wie frisch gefallener Schnee leuchteten diese weißen Wunderblumen. Unter dem Bäumchen.war noch eine kleine Bank. Wohl der Lieblingsplatz des Herrn. „Hier sitze ich manchmal nachts", sagte er, „denn drüben ist eine Nachtigall. Und wenn sie anfängt zu schlagen, ist der Frühling erst richtig da." Ich beneidete den Mann, der da weit draußen im Walde wohnen darf, umgeben von blühenden Sträuchern und Bäumen. Mags auch oft einsam sein. Aber was gäbe ich für eine solche Maiennacht, wenn die Nachtigallen schlagen, hell und jauchzend, als müsse das Blühen und Sprossen umher ausklingen in einem Jubellied, als könne Die Welt das Schweigen nicht länger ertragen und müsse fingen, lobfingen in her nächtlichen Stille ...! MC. KOAI., BezirSieilung (Siesten. Der Schulungsabend am morgigen Mittwoch beginnt — wie in Berichtigung unserer gestrigen Notiz besonders hervorgehoben sei — nicht um 20,30 Uhr, sondern um 1 8,3 0 Uhr (6V2 Uhr nachmittags) und dauert bis etwa 20,30 Uhr. Die Veranstaltung findet im Cafe Ebel statt und bringt einen Vortrag von Stadtbaurat G r a • vert und Architekt Völker über „Die Aufgaben Der Architekten im nationalsozialistischen Staat, Arbeitsbeschaffung Durch SieDlung usw." Zu Dem Vortrag sind auch Gäste willkommen. Der Bezirksleiter erinnert gleichzeitig an Die pünktliche Zahlung Der Beiträge. Es wirD Dabei hervorgehoben, Daß für Mai eine ©onDerumlage in Höhe eines halben Monatsbeitrags m i t Dem normalen Monatsbeitrag zusammen zu entrichten ist. Diejenigen Mitglieder, Die trotz wieDerholter Mahnungen' mit ihren Beiträgen im RückstanD bleiben, roerDen von Der Reichsleitung ausgeschlossen. Bei orDnungsmäßigem Austritt ist Der Beitrag für Das laufenDe Jahr noch zu bezahlen, ebenso bei Ausschließung wegen rücfftänbiger Beitragsleistung. Die Zahlungen sinD an Die KDAJ.- Bezirksleitung, Gießen, Postscheckkonto 6469 Frankfurt a. M. zu leisten. „Kraft durch Freude." Vurgenrundfahrl am himmelfahrlslag. Alle gemelDeten Teilnehmer treffen sich morgens 8 Uhr am DsroalDgarten vor Der Unterführung am Omnibus. Das FahrgelD (pro Person 2.—) ist mitzubringen. JeDer gemelDete Teilnehmer ist zur Zahlung verpflichtet, auch Dann, wenn er aus irgenD einem GrunDe Die Fahrt nicht mitmachen sollte. Ersatzleute können in einem solchen Falle natürlich teilnehmen. gez. Christ Kreiswart „Kraft Durch FreuDe" Holm pflichtete Frau Ehlers eifrig bei, doch seine Augen wandte er nicht von Ellens Gesicht. Hastig, nervös rauchte er an Diesem Abend eine Zigarette nach her anderen. In Die geDämpfte Musik hinein flog Die Unterhaltung Der Drei Menschen, Die allerDings Ernst Holm fast allein bestritt. Von weiten Reisen, von fernen ßänbern sprach er, in Denen er überall wie zu Hause zu sein schien. UnD immer roieDer klang Die Sicherheit hinDurch, Die Das GelD im Kampfe Des Lebens zu verleihen imftanDe ist. ,, , ,r „Gin Protz", Dachte Ellen geraDe, als mit leisem Trommeln ein sanfter Sprühregen auf Das Markisendach Der VeranDa fiel unD so Die Voraussage Holms schon bestätigte. „Sehen Sie, Frau Ehlers! Der Regen kommt, wie ich ihn ankünDigte. Prompt — was?" „Man muß sich allerDings Daran gewöhnen, Ihre Meinung als unumstößlich richtig anzuerkennen", sagte Die Frau ernst unD warf einen Seitenblick auf ihre Tochter. I Heber Dem Garten lag jetzt unDurchdringliche Dunkelheit, Durch Die nur manchmal Der blenDenDe Schein von Autolichtern stach. Doch plötzlich... Singen eines Motors, ein Quietschen von gleitenöen Reifen, unD Dann schon ein ohrenbetäubenDer Knall, Der Die Drei Menschen erstarren ließ. Holz splitterte mit grauenhaftem Krachen, übertönte Die schmeichelnDe Musik Des Lautsprechers. Wie eine Statue saß Ernst Holm Da. Da faßte sich Ellen Ehlers auch schon als erste. Sprang auf. „Da muß ein Unglütf geschehen sein. Dieser Wagen, Der eben Durchkam — er fuhr zu schnell." Schon war sie Die wenigen Stufen hinunter. Jetzt fühlte Holm sich stark roerDen. Er folgte. Lief schneller. BalD stanD auch Frau Ehlers unten am Gartenzaun unD sah in Der Dunkelheit ein Etwas, aus Dem Holm unD Ellen jetzt einen Menschen herauszogen. Frau Ehlers griff sich ans Herz. „Um Gottes willen!" Ihre Stimme klang entsetzt schrill. Sie sah noch nicht, Daß Der halbe Gartenzaun eingerissen roar. Sie erkannte Den SchaDen noch nicht, Den Der Fahrer verursacht hatte. Sie wußte nur um Das LeiD eines Menschen unD roar zur Hilfe bereit. „ , „ m . Mit einer Herzhaftigkeit, Die Der gefahrvolle Beruf einer Laborantin ihr gebracht hatte, behielt Ellen alle klaren GeDanken. „Schnell, ins Zimmer, Herr Holm! Wir müssen Den Armen flüchtig untersuchen. Er scheint berougt5 los zu sein. Lausen Sie Doch bitte schnell zum nächsten Arzt. Ober besser... hier wohnt keiner, fahren Sie mit Ihrem Wagen, Sie haben es ja nicht weit ins Werk... in die Stadt.. Unb nun, Ellen? Roman von Käthe Mehner. llrheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) Aufruf an alle Arbeligeber der Stadl Gießen Sozialt- An alle deutschen Lebensmittelgeschäfie in Gießen Aufruf an die Bevölkerung! wir! Mit einem mus unterstützen. Weniger jedoch uns, als Hiller-Jungen, helfen Sie bitte, indem Sie nur wenig ver- Lagerbeitrag be- Jhren Ihren Arbeitgeber, beweist euern Sozialismus, zeigt, daß Ihr den Nationalsozialismus Hitlerjugend vom 19. bis aus den einzelnen Gefolgschaften zu Ihnen kommen und um eine Spende bitten. Wir können Ka- und Der« Lehrlingen oder Arbeitern, die dienen, ganz oder teilweise den zahlen! Noch eine dritte Bitte haben in Euch ausgenommen habt! Seid st en der Tat! Gebt den Jungarbeitern, die in der kämpfen, frei, wenn sie in der Woche Der Staat sorgt für die Hebung der Volksgesundheit. Hilf mit als Mitglied der NSV.! Die P f i n g st f e i e t f a g e winken! Für den Schüler bedeuten sie acht Tage Jenen, acht Tage losgelöst von Pflicht und Arbeit. Anders der Arbeiter! Knappe zwei Tage stehen ihm zur Verfügung, und teilweise noch nicht diese! Bitt welcher Berechtigung hat der Schüler zu Pfingsten acht Tage Jenen und der Arbeiter nur zwei Tage? Wir von der Hitler-Jugend verdammen diese unsoziale Verteilung von Arbeit und jreizeit. Deshalb veranstalten wir zu Pfingsten ein großes gemeinsames Zeltlager des ganzen Bannes 116 am Gederner See. Nicht nur der Schüler soll hier seine jreizeit verbringen, sondern auch unsere Arbeiterjungen sollen die Möglichkeit haben, heraus zu kommen aus Maschinenlärm und Aktenstaub, heraus aus muffigen Kontoren und engen jabrikstuben. Sie, die Lehrherren, bitten wir hierdurch, helfen Sie uns, unterstützen Sie unser soziales Werk, machen Sie es möglich, daß Ihr Lehrling sich während einer ganzen Woche an unserem Zeltlager am Gederner See erholen kann. Wenn Sie das fedigbringen können, denken Sie sozial, haben Sie Mitempfinden mit unserer Arbeiterjugend. Unser Zeltlager beginnt am Samstag vor Pfingsten und dauert bis Sonntag nach Pfingsten. Wir rechnen bestimmt damit, daß Sie es ermöglichen können, wenigstens einige Tage Ihren arbeitenden Hitler-Jungen Urlaub erteilen zu können. Diese werden es Ihnen zu danken wissen. Bitt frischer Kraft und gesunden Lungen werden unsere Kameraden aus dem Zeltlager zurückkehren und mit jeuereifer ihre Tätigkeit verrichten! Wir wollen Sozial! st en der Tat sein! Deshalb haben wir die Absicht, unser Zeltlager so niedrig wie möglich in finanzieller Hinsicht zu gestalten! Der Lagerbeitrag für den Teilnehmer wird sich auf eine ganze Reichsmark belaufen. , Auch hier können Sie uns durch Ihren Sozialis-1 Lagerbeilrag von 1 B2II. kommen wir vom Bann nicht aus. Ls ist uns unmöglich, von diesem geringen Betrag die Unkosten eines solchen großen Zeltlagers vollkommen zu bestreiten. Andererseits können wir es unserer Jugend nicht zumuten, mehr als 1 RB1. zu bezahlen. Wir erlassen deshalb den Aufruf: helft der Hitler-Jugend! Unterstützt sie dadurch, daß Ihr Lebensmittel und Dauerwaren spendet! Wenn jeder eine Kleinigkeit gibt, reicht es schon weiter! jür den Ort Gießen rechnen wir mit Lebensmitteln, Tee, Kakao, Zucker, Kaffee usw. Und Ihr, Volksgenossen vom Lande, helft auch Ihr unserer Jugend! Was wir gebrauchen können sind Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Wurst, jleisch, Speck usw. Jeder Deutsche muß es als feine Ehrenpflicht ansehen, der Hitler-Jugend, seiner deutschen Jugend, die dereinst die Trägerin des Dritten Reiches fein wird, durch fein soziales Empfinden geholfen zu haben und weiter zu helfen! Deshalb, deutsche Volksgenossen, wenn in den nächsten Tagen die Hitler-Jungen auch bei Ihnen anklopfen, denken Sie an unsere großen Aufgaben, die uns noch bevorstehen und unterstützen auch Sie die Hitler-Jugend. Bereits im voraus danken wir Ihnen für Ihre Gebefreudigkeit, die uns unsere Arbeit erleichtert und unseren Arbeiterjungen unbeschwerte Tage der Ausspannung und Erholung schafft. heil Hitler! Die Bannführung 116, Gießen, Abteilung Organisation. Willy Hanke. 27. Mai an dem Pfing st lager der Hitlerjugend am Gederner See teilnehmen wollen! Denkt daran, wie die Sehnsucht eines jeden Die Hitlerjugend hält in der Pfingstwoche am Gederner See ein Lager ab. Um ganz besonders den weniger gutgestellten Junggenossen die Teilnahme am Lager ermöglichen zu können, wurde der Preis für die Teilnahme am Lager auf eine Mark für die ganze Woche festgesetzt. Daß mit diesen geringen Mitteln in keiner Weise die Verpflegung beschafft werden kann, wird wohl jedem, der weiß, was Jungens wegputzen können, klar fein. Wir bitten Euch deshalb um Eure tätige Mithilfe. In dieser Woche werden hitlerjungen versichern Euch, daß alles mit „gutem hunger' zehrt werden soll. heil Hitler! Der Führer des Unterbanns 1/116. M. d. F. b.: Clarius. jungen Deutschen hinaus geht, die Schönheit der Heimat zu schauen und in sich aufzunehmen. Denkt daran, daß schon vor Jahrhunderten der junge Gefell hinauswanderte, um in der Fremde Neues zu lernen und nie Gekanntes zu erfahren. Laßt sie sich ausspannen von der Arbeit des Alltages, draußen in der freien Natur, laßt sie Kratt schöpfen, auf daß sie dann mit frischem Eifer und neuer Freude zurückkehren an ihre Arbeitsstätte. Sie werden es Euch zu danken wissen. Im Anschluß an meinen in der Samstagnummer des „Gießener Anzeiger" erschienenen Aufsatz „Achtet mehr auf das Eichhörnchen, es ilt schlimmer als sein Ruf", find mir eine Reihe von Zuschriften auf den Schreibtisch geflattert, die sich mit dem Unwesen der st r e u - nenÄen Katzen in den Anlagen und Gärten Gießens befassen und wegen ihrer allgemeinen Bedeutung an dieser Stelle einmal beleuchtet werden sollen, zugleich aber auch mit der Bekanntgabe, daß wir nunmehr entschlossen sind, mit allen uns rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die weitere Naturbedrohung durch verwilderte und herumstrolchende Hauskatzen vorzugehen. Wie groß die Gefahren für die Vogelwelt zur jetzigen Brutzeit von feiten der Katzen find und in welcher Menge diese gerade in den städtischen Anlagen, den Gärten am Stadtrande und auch draußen in den Feldgehölzen sich aufhalten, das vermag der einzelne gar nicht abzuschätzen. Und besonders die Katzenhalter haben die geringste Ahnung davon, wie gefährlich das Treiben der Katzen außerhalb des Hauses ist. Wie - oft habe ich alte Damen, die ausgesprochene Katzenfreunde waren, sagen hören: „Oh, meine Katze geht nicht an Vögel, die tut so etwas nicht." Diese Leute wissen anscheinend nicht, daß gerade die Katze zwei Gesichter hat, draußen völlig andere Gewohnheiten zeigt, als zu Hause und sofort in ihr raubtierartiges Element zurückverfällt, wenn sie sich draußen unbehelligt weiß. Wenn eine Katze zu Hause, wo sie ganz genau weiß, daß sie das nicht tun darf, sich nicht um den Kanarienvogel kümmert, so ist das für den Katzenbesitzer noch lange kein Grund, annehmen zu dürfen, daß seine Katze „vogelrein" sei. Die Katze ist und bleibt falsch, und an ihre Lauterkeit und Reinheit, die noch nicht einmal von Natur aus in ihr lieat, sondern der Spekulation des menschlichen Dressurwerkes vorbehalten bleiben soll, mit ber Ueberzeugungsgewißheit eines Katzenzüch- ters glauben zu wollen, wäre blanker Selbstbetrug. Das sei grundsätzlich als persönliche Vorbemerkung dem Katzenproblem vorangestellt. Aber die Leser sollen ja zuerst die Wahrnehmungen unserer Mitbürger in den bedrohten (9elänbe= •fc en Loren. Da schreibt z. B. Frau M. W. von hatte- ^tzenerlebnissen, die sie in den letzten Jahren „Was wir an Vogelmord beobachtet haben, ist geradezu haarsträubend. Ein Erlebnis von gestern °bend (der Bries ist am 6. Mai 1934 an mich 0ertd)tet morben) veranlaßt mich zu biefen Zeilen. ^Str hatten unsere Freube an einer kaum flüggen Schwarzamsel, bie von ben Eltern in rührender Ißeife umsorgt würbe. Als wir ungefähr um 19 Uhr heimkamen, verzehrte gerabe eine Katze das arme Oberheffen. Aus parteiamtlichenBekanntmachungen Jrn NSLB. Kreis Schotten findet am 9. Mai, 15 Uhr, eine Konferenz des Bezirks G e • b e r n, Gasthaus „Zur Traube", am 16. Mai, 14 Uhr, eine Konferenz des Bezirks Ulr-ichftein bei Behrrnann, am 30. Mai, 14.30 Uhr, die Kreis- konferenz im Singsaal der Turnhalle zu Schotten statt. Landkreis Gießen. 0 Wieseck, 7. Mai. Der Ob st - und Gar» tenbauoerein hielt gestern für seine Mitglieder eine Schulungstagung ab, zu der sich über 50 Teilnehmer eingefunden hatten. Da die An- schauung das Fundament jeglicher Erkenntnis ist, erfolgte ein Gang durch die Baumanlagen der Gemarkung. Der Vereinsführer, Lehrer Beppler, hielt einleitend einen Vortrag über die derzeitige Lage des Obstbaues und führte dabei u. a. aus, daß es Pflicht jedes Baumbesitzers sei, alles zu tun, um aus dem reichen Blütenjahr ein gutes Obstjahr zu machen. Wohl können durch Maiftöste, anhaltende Trockenheit und schwere Stürme bie Hoffnungen zunichte gemacht werden, aber jeder ortschrittlich gesinnte Baumwirt müsse durch richtige Düngung und Bewässerung, sowie durch plan» mäßige Schädlingsbekämpfung seine Schuldigkeit tun, um marktfähiges Obst ernten und verkaufen Zu können. Die Zeit müsse endlich vorbei sein, wo der Obstbauer nur das erntet, was ihm das Heer der Schädlinge übrig ließ. Qualitätsobst lasse sich nur erzielen, wenn die nun fällig werdenden Sommerfpritzungen mit Kupfer-, Arsen- und Schwefelmitteln sachgemäß durchgeführt würden, mit denen den Hauptschädigern im Obstbau, dem Apselwickler und Schorf, zu Leibe gerückt werde. Baumwart Haas rückte dann die Erfolge der Kar» bolineumspritzung ins rechte £id)t und zog praktische Vergleiche mit den unbehandelten Bäumen. Während die gespritzten Baumstücke sich durch dunkle Laubfärbung und gesunden Wuchs aus- zeichnen, find die ungepflegten Bäume derart stark vom Apfelblattsauger befallen, daß eine nennens» werte Ernte nicht zu erwarten ist. Zu einer neuen Plage hat sich auch der Birnblattfloh vermehrt. Weiterhin wurden die Frostspannerlarven, die Made des Apfelblütenstechers, der Knospenwickler, der Vlattwickler, Blut- und Blattläuse, sowie die schädlichen Fraß- und Saugschäden dieser Schadinsekten gezeigt und Mittel zu ihrer Bekämpfung empfohlen. Dem aus der Versammlung kommenden Wunsche, noch mehr solcher Lehrgänge durchzuführen, soll in einigen Wochen entsprochen werden, wobei mehr die schädigenden Einflüsse von pilzlichen Feinden (Schorf, Meltau) vor Augen geführt werden sollen. In der kommenden Woche findet eine Vorführung neuzeitlicher Gartengeräte statt, womit eine Umsonstverlosung moderner Bodenbearbeitungswerkzeuge verbunden wird. Der Vereinsführer kündigte weiter an, daß zur Durchführung der Sommerspritzungen die beiden Der- einsspritzen und die entsprechenden vom Deutschen Pflanzenschutzdienst erprobten und empfohlenen Pflanzenschutzmittel vom Verein aus zur Verfügung stehen. * Reiskirchen, 7. Mai. Ein Handwerksbursche , der in der Nacht zum Sonntag unseren Ort passierte, benutzte dabei eine aünstige Gelegenheit, um ein Fahrrad z u stehlen. Die Gendarmerie ist dem Spitzbuben bereits auf der Spur, so daß feine Verhaftung wohl nur noch eine Frage von Stunden ist. * Lang-Göns, 7. Mai. In der Nacht zum Sonntag wurden hier an zwei verschiedenen Stellen K a n i n ch e n - D i e b st ä h l e ausgeführt. Die Ermittlungen durch die Gendarmerie sind im Gange. tn. Lang-Göns, 5. Mai. Bei dem am Frei- tagnachmittag vorüberziehenden Gewitter erschlug ein Blitzstrahl ein wertvolles Pferd des hiesigen Bauers Albert Drücket. Der hegtet« tende Knecht wurde zur Seite geschleudert und leicht ganz besonders Dauerwaren gebrauchen, z. B. Speck, Erbsen, Bohnen, Nudeln, Salz, Zucker, Tee, kao, Kaffee usw. Wir danken Euch jetzt schon ntSrittlfchSN Sttv ktzttvSlrkschSf?« lichen Berufe das bisher schon taten. Wie dort eine feste vertraglich geregelte Lehrzeit für eine gute Nachwuchserziehung sorgt, muß es möglich fein, Lehrlinge der Hauswirtschaft auszubilden und damit eine planmäßige Nachwuchserziehung einzuführen. Wie ist die Durchführung der hauswirtschaftlichen Lehre gepl/mt? In zweijähriger Lehrzeit soll das junge Mädchen in allen hauswirtschaftlichen Arbeiten, in Hausarbeit, im Kochen, Backen, Waschen, Bügeln und Ausbessern angelernt werden. Die Hausfrau verpflichtet sich außerdem, für das leibliche, geistige und sittliche Wohl des Lehrmädchens zu sorgen. Dieser Verpflichtung der Hausfrau steht die Verpflichtung des Lehrmädchens gegenüber, „die ihr übertragenen Arbeiten nach den Anordnungen der Hausfrau gewissenhaft auszuführen und den wirtschaftlichen und persönlichen Nutzen des Lehrhaushalts jederzeit aufs beste zu vertreten." Manche Hausfrau wird sich durch einen solchen Vertrag abschrecken lassen, wird die vertragliche Bindung scheuen. Aber ist dSr Vertrag nicht gerade im Interesse der Hausfrau unbedingt erforderlich? Wenn die Hausfrau im ersten Halbjahr mehr Mühe mit dem Lehrling, als Hilfe durch ihn hat, so wird in den drei weiteren Halbjahren der Nutzen größer Btt? imS nlch? We? Seff Vähkett SchädttchlkefftzM» der Hauskatze täuschen können und dürfen, sondern daß es höchste Zeit ist, hier entscheidende Gegen, maßnahmen mit durchschlagender Wirksamkeit treffen! Wie oft sind an dieser Stelle und ander, märts die Katzenbesitzer schon gewarnt worden, ih^ Tiere zur Brutzeit zu Hause zu halten und ne nachts nicht streunen zu lassen! Was hat es denn für einen Erfolg gehabt? Wer sich nachts einmal die Mühe macht, durch die Gärten und Anlagen m gehen, der wird erstaunt fein darüber, was sich bQ mengenmäßig alles an strolchendem Katzenzeug her, umtreibt! Ich wäre in der Lage, eine ganze ßifte von Namen solcher Katzenbesitzer zu nennen, die Abend für Abend, unbesorgt über den Unfung, ben sie draußen damit anrichten, und unberührt von den Warnungen, die auch an ihr Ohr gedrungen sein müssen, ihren Katzen das Fenster öffnen, um sie erst am nächsten Morgen wieder hereinzulassen, ohne sich überhaupt nur eine Spur von Gedanken darüber zu machen, was denn ihre Katze in der Nacht alles anrickten könnte. Zu diesen habe ich hiermit g e f pro. chen, denn vielleicht machen sich diese Mitmenschen einmal darüber G e d an. fen, wenn in der nächsten Zeit ihr« Katze am anderen Morgen das Heim» kommen „vergessen" hat. Die staatlichen Vertrauensleute für Naturschutz werden in den nächsten Tagen zusammen mit den Ortsfachamtsleitern für Natur- und Tierschutz im Reichsbund Volkstum und Heimat über die anzu- wendenden Maßnahmen beraten. Nach ihrer Ausarbeitung wird mit Unterstützung der zuständigen Behörden ein entsprechender Abwehrkampf einsetzen. Da das Privateigentum dabei natürlich ausfällt, können sich diese Maßnahmen nur auf öffentliches Gelände beziehen. Da aber weiterhin bei Bekämp, fungsanorbnungen innerhalb der eingefriedigten Gärten, also des Privatgeländes, nicht auf Katzen- mitverfolgung verzichtet werden kann, rufen wir die Gartenbesitzer hiermit auf, unnachsichtlich uns im Kampf gegen das vvgeloernichtende Katzenoolk zu unterstützen. Sie nutzen damit ja auch sich selbst, denn der Wert der Insekten und Schädlinge vernichtenden Vogelwelt für den Kulturgarten ist ge- nügenb bekannt. Ausdrücklich sei an dieser Stelle bemerkt, daß man keinerlei Bedenken zu haben braucht, etwa zu Schadenersatz wegen des Tötens einer streunenden Katze herangezogen zu werden. Seit Jahren bereits hat die praktische Rechtsprechung sich auf den Standtpunkt gestellt, daß der Wert einer Vogelbrut und die Anwesenheit von Insekten fressenden Vögeln im Kulturgarten weit größer und damit wichtiger sei als die Einbuße einer Brut und Vogelbestand gefährdenden Katze. Damit ist der Tatbestand eines bekannten Gesetzesparagraphen erfüllt und die Mithilfe der am Naturschutz interessierten Öffentlichkeit in Sachen Katzenbekämpfung zu» gunften des praktischen Vogelschutzes gewährleistet. Mr gehen gegen streunende Katzen vor! Don Dr. Karl Rudolf Fischer, staatlichem Vertrauensmann für den Naturschutz in Hessen und Kreisfachamtsleiter für Naturschutz und Tierschutz im Neichsbund Volkstum und Heimat. fein als die Mühe! Die Hausfrau hat dann schon bald eine ordentliche Hilfe an dem Lehrmädchen. Und welcher Hausfrau ist es denn angenehm, ihre Haushalthilfe immer nur kurze Zeit zu haben und oft zu wechseln? Auch die Abschlußprüfung wird manche Hausfrau überflüssig finden. Es ist aber hier nicht im geringsten an eine Kontrollmaßnahme gedacht. Diese Prüfung soll sich nicht auf schwierige und besonders komplizierte Haushaltarbeiten, wie sie z. B. in der „feinen Küche" vorkommen, erstrecken. Das junge Mädchen soll in dieser Prüfung den Beweis erbringen', daß sie die einfachen täglichen Arbeiten des Haushalts sauber und ordentlich leisten kann, daß sie sich zu helfen weiß und eine gewisse Selbständigkeit erlangt hat. Als Erziehungsmaßnahme, als Ansporn und Antrieb zu guter Leistung und größerer Mühe- gabe ist die Prüfung notwendig! Es ist zweifellos ein größerer jleih zu erwarten und gesteigertes Interesse, wenn das Mädchen am Schluß der Lehrzeit eine Prüfung ablegen muh. Alle Befürchtungen dieser Art werden überdies dadurch entkräftet, daß der hauswirtschaftliche Lehrvertrag wie alle Lehrverträge eine Probezeit vorsieht, während der beiderseitig fristlos gekündigt werden kann. Nach Ablauf der Probezeit kann das Lehrverhältnis gelöst werden, wenn zwingende Gründe dazu vorliegen. Weiter ist ein Vergütungssatz von 6 Mark im ersten, 8 Mark im zweiten, 10 Mark im dritten und 12 Mark im vierten Halbjahr vorgesehen. Es können jedoch hiervon abweichende Vereinbarungen von Fall zu Fall getroffen werden. Nicht unbedingt erforderlich ist es, daß der Lehrling im Haushalt der Lehrfrau schläft. Lehrstellen lassen sich auch als „T a g e s st e l le n" einrichten. Der Lehrvertrag ist vorn Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine, der Deutschen. Arbeitsfront, dem Hausgehilfenverband und der Fachschaft für Angestellte in Haus-, Garten- und Landwirtschaft vom VWA. ausgearbeitet worden. Beim Abschluß eines Lehrverhaltnisses verbleibt ein Exemplar beim Arbeitsamt und dem Hausfrauenverband. Wie für andere Lehrverhältnisse Handwerkskammer ober Handelskammer zuständig sind, wird für die hauswirtschaftliche Lehre vor allem der Häusfrauenverband diejenige Stelle fein, die Zweifelsfragen regelt, die ben Ausbau der Lehrverhältnisse mit organisiert unb Beratung ber beiben Partner burchführt. Die häusliche Lehre Hai sich in vielen Teilen Deutschlands schon fest eingebürgert. Sie ist nicht nur vom Standpunkt einer guten Nachwuchsschulung aus gesehen eine vortreffliche Einrichtung, sondern auch für eine Anzahl von gehobenen Frauenberufen die zweckmäßigste Vorbildung. Noch entscheidender ist aber heute, daß sie jungen Mädchen, die sich für ihre Ausgaben in Haus und jamilie vorbereiten wollen, eine gründliche hausfrauliche Schulung ohne größeren Kostenaufwand ermöglicht, und daß damit zugleich ein überaus wichtiger Dienst am Volksganzen geleistet wird. Eigeninteresse unb Volksinteresse finb hier aufs engste verbunden. Das eine bient bem anberen. Mehr als je eine Zeit ruft bie Gegenwart auf zur Mitarbeit aller! Mehr als je muß Erziehungsarbeit geleistet werben für bie großen Aufgaben bes na- tlonalsozlalistischen Staates. Die Frauen haben daran stärksten Anteil. Von der Fähigkeit und Tüchtigkeit der kommenden Frauengeneration wird es mit abhängen, ob die ungeheure Aufbauarbeit des Dritten Reiches die Erfolge haben wird, bie bas ganze Volk erhofft! Wenn heute bie Mäbchen von ben Fabriken, ben Kaufhäusern, ben gewerblichen Betrieben ausbrücklich ferngehalten werben sollen so müssen ihnen anbere Tätigkeitsbereiche eingeräumt werben. Dazu braucht es bie Mitarbeit ber Hausfrauen. Nicht müßig sollen die Mädchen im Elternhaus bleiben bis sie heiraten, nicht in solchen Berufen sollen sie ihre beste Iugendzeit verbringen, die mit ihrem fraulichen Sein und Wesen, mit ihren mütterlichen Aufgaben überhaupt nichts zu tun haben. Der erste verpflichtende Wirkungskreis, in den der junge Mensch eintritt, ist meist von ausschlaggebender Bedeutung für sein Leben, weil in ihm die Ideale, die für das weitere Leben richtunggebend werden geformt werden, weil er die Orientierungs- grunbtage schafft, von welcher aus der junge Mensch sein Leden aufoaut. Drum kommt alles daraus an, daß die jungen Mädchen zuerst in den haushalt kommen, daß sie zuerst dort sehen und schassen lernen, wo sie später ihre zentrale Lebensaufgabe finden werden. Hausfrauen, helfen Sie dieses Ziel verwirklichen, s ch a f f e n S i e H a u s l e h r st e l l e n ! Alles Nähere ist beim Arbeitsamt Gießen, Abteilung Berufsberatung, zu erfragen, wo auch der Lehrvertrag eingesehen werden kann. kleine Ding. Dieses ist nun der letzte Fall, den wir selbst sahen, aber unsere Zaunkönige, verschiedene Meisen unb auch Stare, bie alle an ber Wieseck ober in ben Gärten nisten, finb verschwunden. Ich will nun nicht alles auf das Schuldkonto „Katzen" setzen, aber die verschiedenen Katzen, die wir regelmäßig auf ihren Beutezügen beobachteten und die auch schon versucht haben, an unsere kleinen Hühner heranzukommen, haben viel auf dem Gewissen. Gern will ich zugeben, daß viele Menschen sich Katzen halten, ber Mäuse unb Ratten wegen, aber bann sollte auch bafür gesorgt werben, baß die Tiere in ben Häusern, Ställen unb Werk- ftätten bleiben. Unsere Nachbarschaft unb auch wir kommen gut ohne Katzen aus, stellen aber auch sofort Fallen auf, wenn sich Mäuse ober Ratten Mgen. Wir finb hierbei bislang gut gefahren." Diese Worte sagen aus, was Hunberte von Menschen über bas Thema „Katze" benken, bie selbst schon genugsam Gelegenheit hatten, sich von ben Vogelmorbgelüften ber ftreunenben Katzen an Ort unb Stelle zu überzeugen. Ein anberer Fall warb mir von Herrn W. H. aus einem Garten zwischen Bleichstrahe unb Goethe- siraße gemelbet. Dieser Herr steht eines Abenbs an seinem Fenster unb sieht einer Amsel zu, bie bamit beschäftigt ist, einen Regenwurm aus ber Groe zu lotsen. Das Tierchen ist vollkommen seiner Arbeit hingegeben, vollständig in seine Tätigkeit vertieft, achtet daher so gut wie gar nicht auf seine Umwelt unb bemerkt nicht, baß eine Katze, tief an ben Voben gebrückt, hinter bem Gebüsch auf es zugeschlichen kommt. Der alte Herr, ber Gelegenheit genug gehabt hätte, burch Krachmachen bie Katze zu verscheuchen unb ben Vogel auf bas brohenbe Unheil aufmerksam zu machen, will nicht daran glauben, baß ber Katze ber Ueberfall gelingen wirb unb sieht mehr gespannt unb amüsiert als beunruhigt bem Naturschauspiel zu. „Du wirst bich boch von ber Saukatz nicht branfriegen lassen" b-mkt er, sonst nichts. Da wagt bie Katze auch schon „ben Satz", unb ehe er samt ber Amsel es sich versahen war letztere,, ber Katz". Dabei ergab sich benn, baß die Katze noch nicht einmal aus Hunger bie Amsel gefangen hatte, fonbern aus purer raubtierhafter Morblust, aus Freube am Töten unb am warmen Blut, benn nach bem Morb ließ sie ben leblo en Feberklumpen liegen unb machte sich so harmlos aus bem Staube, als ob nichts geschehen wäre. Noch eine weitere Reihe von Schanb- unb Missetaten von Katzen ist mir so aus ber Gießener Bürgerschaft bekanntgegeben worben, unb wenn ich selbst aus meinem eigenen Repertoir bie gleichen laufenden Fälle aus Garten, Walb unb Flur herausgreifen wollte, bann könnte ich bis Uebermorqen am Erzählen bleiben. Jebenfalls erhellen die angezogenen Fälle, daß Oer Sternhimmel im Mai 10 t rte. Der Vorsitzende Hermann S ch Herauf die Versammlung in der üblichen Weise gemeinsam durch das Dorf zu dem neuen Heim, das lameradschaftsführer Geißler nach einer An- ttM.S hröimnftnam dorr-fiaif mit hon SVltflWT iUNGr SP GfZ? VO/v^ [waagE SJlXfpoTi enfleräV f irb. 6 &:* nur 70, , gut abfchnitt, wurden 250 Mark zur Anschaffung neuer Bücher genehmigt. Die Bücherei wird gut benutzt, etwa 1300 Bücher sind ausgeliehen worden. * Schotten, 7. Mai. An der Ecke Schloß- h e r Q hnhau den Zustand -um Mitternacht der Mo• natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden ])1.Viertel @ Vollmond Q letztes Viertel Plaieteru Venus ®Mars (§) Jupiter ^»■Safurt GROSZE BUCHSTABEN Sterner Kleine Buchstaben nZVaZPf. für die gFOSSC Tube (Nachdruck verboten.) Sonnenaufgang von 4.30 bis 3.45 Uhr. Sonnenuntergang von 19.25 bis 20.10 Uhr. Lichtgestalten des Mondes: Letztes Viertel am 6. um 8 Uhr, 1. Viertel am 21. um 16 Uhr, Vollmond am 28. um 23 Uhr. Die vorstehenden Zahlen sehen ja schließlich aus wie andere Zahlen auch! Aber was es alles mit sich bringt, daß die Sonne nun schon 4 Stunden nach Mitternacht aufgeht, das läßt sich kaum in Worten, die derp lei u. a. & sei, alle- )r ein B rch 5Dlap’ Stürme t'-! i, aber W je durch w ie durch N. Schuldig md verkaui!' ibernommen. Der Vorstand der Kredit-Bezugs- und Lbsatzgenossenschaft wurde von 3 auf 5 Mitglieder itrroeitert; diese sind Direktor Wilhelm Konrad Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht* baren Sterne. Unsere Karte zeigt also Pfeil so gedreht, daß dieser duf die Be* obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in Kreis Scholten. m. Schotten, 6. Mai. Der hiesige Volks - >i i l d u n g s v e r e i n hat sich, wie aus dem m der Jahresversammlung erstatteten Bericht hervorgmg, Mt entwickelt. Der Verein verfügt über eine Bu- -'ierei von rund 2200 Bänden und hat 90 Mtt- Meder. Vorsitzender ist Berufsschullehrer Hitz,' ^ücherrvart Frl. Krug. Da die Jahresrechnung An den Ausscheidungskämpfen, die in Alten- Buseck in der Zeit von Oktober 1933 bis April 1934 stattfanden, beteiligten sich 140 Bundesmitglieder. Gekegelt wurde auf Bohle- und Scherenbahn. Ve^- bandsmeifter auf der Scherenbahn wurde Bundesmitglied Ludwig Kreuz-Wißmar bei 600 Kugeln mit 3609 Kegeln, auf Bohle Friedrich Müller- Alten-Bufeck bei 600 Kugeln mit 3547 Kegeln. Der Verband wird sich an den am 20., 21. und 22. Mai in Mainz stattfindenden Ausfcheidungs- unb ®ar< seine TO- ber silf Ä5 Da Mn- rkenntir- ß, Qaen be^- Handball im Gan XII der OT. Aufstiegspiele. Tv. kahenfurt — To. Krofdorf 1:11. fidiK F Seb, 5ti; Naturj^ J?n mit > "zu hck des Töter zu werbe echtsprechw ß der i von Insel,? IU6 3ur ’jffi auf« ier A fuhrt w kl« wchuW i finbet um Bezirks Selb. Ni, 14 i ä)ft ein bei die Kreis- irnfjiille x uaiupyen i! interessier ; ampjung p gewährleist l0*u H % L Nnx “«W 6t .«T.t shließen. i * Dors-Gill, 7.Mai. Dieser Tage wurde hier ins neue Heimder Hitlerjugend eingeweiht. ! ie HI. und der BDM. marschierten mit Gesang 7 JHT-CVD | stäubt. Er nahm keinen Schaden. Das Pferd war ! ;.uf der Stelle tot. ! Aus d e m südlichen Kreise Gießen, .Mai. Das trockene Wetter der letzten Wochen hat sse Feldarbeiten ifricjemetn begünstigt. Die Kartoffeln sind fast überall gelegt, und die jungen Dickwurzpflanzen kommen aus der Erde. 5 l e e ä ck e r und Saatfelder zeigen einen ischten guten Stand. Die Obstbäume blühen in liner kaum beobachteten Fülle, besonders die jcpfelbäume. Aber auch Kirsch-, Birn- und Stein- ibstbäume, die schon ausgeblüht haben, zeigen ,..ichen Behang. Ebenso sind die Beerensträucher i^ich mit grünen Früchtchen behangen. Nur die Erdbeeren haben durch den ersten strengen Teil lieg Winters gelitten und sind zum Teil erfroren. > Holzheim, 6. Mai. Dieser Tage fand die Seneralversammlung der L a n d w. Kredit-, B e- jugs - und Absatzgenosfenschaft auf dem Rathaus statt, zugleich hatte auch die Spar- und darlehnskasse zu ihrer Generalversammlung Ungeladen. Nachdem Kreisbauernführer Dörr- ,ch u k über die Zweckmäßigkeit der Zusammen- l-qung der beiden Institute gesprochen hatte, beschloß die Spar- und Darlehnskasse einstimmig ihre Auflösung. Zu Liquidatoren wurden der seitherige Lechner der Spar- und Darlehnskasse Görlach, ler Rechner der Genossenschaft Buß, sowie der lindwirtschaftliche Fachberater A r ch bestimmt. Die Ntiven und Passiven wurden von der Genossenschaft weit ßröfc e einer Br: gestalt zeigt. Die Blauweißen konnten die Teilnahme an dem Friedberger Jubiläums-Turnier nicht erfolgreich gesteht als hellster Fixstern dieser Himmelsgegend die stalten, sondern wurden durch eine knappe Nieder- Spica, und zwischen ihr und der Deichsel bes Iage aU5 &em Rennen geworfen. Wohl hatte man Himmelswagen (im Großen Bären) steht der hellste Don Anbeginn an im Gießener Lager wenig Hoff- Fixstern des Himmels, der rölliche Arctur. Dem nung, mit der stark geschwächten Vertretung (es Auge erscheint er, zumal jetzt, wo er einen höheren sih^n Grünewald, Heilmann, Roth, Schlarb und Stand hat, etwas heller als die Wega, während diese Wilhelmi) erfolgreich abzuschneiden, die Gesamt- ihres weißeren Lichtes wegen auf die Lichtbildplatte Pistung der Spielvereinigungself war aber überaus stärker wirkt. Zwischen dem Arctur und der Wega mäßig. Der Gegner war auch nicht um so viel ist das halbkreisförmige Sternbild der Krone sicht- besser, daß die Gießener nur als Zweiter Sieger bar, ferner das des Herkules. Unmittelbar unter aus tiefer Begegnung hervorzugehen brauchten, biefem steht der „Schlangenträger", dessen Haupt- $a5 (g^ck war aber auf jener Seite. Bei 1900 fterne ein Trapez bilden, das den vorderen und den Gießen lieferten die drei Schlußleute ein sehr gutes hinteren Teil der vom Schlangenträger getragenen Spiel. Glänzend ließ sich Schlarbs Vertreter Witt- Schlange voneinander trennt. mann (früher Mainz-Kastel) erstmals im Gießener Don den Wandelsternen wäre noch der Saturn $or an Die Niederlage kommt nicht auf fein Konto, zu erwähnen, der zuerst gegen Morgen, dann schon Feldspiel war Lippert überragend, nach ihm bald nach Mitternacht sichtbar wird. Später er- Heinbach genannt. Die Läuferreihe befriedigte scheint die Venus als Morgenstern. Ob gegen überhaupt in ihrer Gesamtheit. Katastrophal war | Ende des Monats der Merkur zu sehen ist, ist trotz öa5 Stürmerspiel. Stürmerreihen waren bis zum Seiten- irbei fein,» hm das N obst lasse ft a werben^ Arsen-, ihrt wuB Obstbau, I-rü« °lg- nd MF lien ■e M * Wuchs g ie derart F eine nennet u einer loh verE erlarven, inospen^ ise, tiefer . Bekamp' konnn^ j Je durchs I Zchen - ässe 6önJ! Augen 0.,, < Woche T ' ’j“iotj, stellvertr. Direktor Moritz Ohly, Rechner isr Kasse Heinrich Buß, Heinrich Georg Görlach md Wilhelm A r ch. Oberrevisor Hartmann- Sießen hielt sodann einen Vortrag, in dem er He verschiedenen Arten des Kleinsparwesens erläu- t rte. Der Vorsitzende Hermann S ch m a n d t konnte geschweige denn in Zahlen ausdrücken! Es bedeutet die schönste Jahreszeit, den vollen Sieg des Lichtes, der aber noch nicht durch oft drückende Hitze erlauft ist. Auf 8 Stunden ober noch weniger ist die sonnenlose Zeit des Tages zusammengeschwunden, und dabei sagen wir ausdrücklich „sonnenlos"^ weil „dunkel" nicht einmal richtig wäre; denn während des größten Teils dieser Zeit herrscht Dämmerung, wenigstens dann, wenn wir diesen Begriff so weit fassen, wie er in der Himmelskunüe gewöhnlich gefaßt wird. Unter „astronomischer Dämmerung" verstehen wir ja die Zeit, während der ein wenn auch noch so schwacher Schimmer des Sonnenlichts übrig bleibt, so daß auch abgesehen vom Sternlicht eine Steigerung der Dunkelheit möglich erscheint. Diese astronomische Dämmerung dauert in den nördlichsten Gegend Deutschlands gegen Ende des Monats schon die ganze Nacht. Wir werden uns also mit den helleren Sternen,------------------ - ... . ... -. begnügen müssen. Glücklicherweise ist auch an ihnen dessen großer Helligkeit seines ungünstigen Standes Beide Stürmerreihen waren bis zum Seiten- kein Mangel! Da ist vor allem der mächtige J u- wegen fraglich. Wir versparen ihn uns also für wechsel unfähig, die gegnerischen Hintermannschaften piter, der als bei weitem erster Stern in der den nächsten Monat. Dämmerung zum Vorschein kommt, um dann auch 1 Aordhessens beste Geräleturner in Kassel. lieber 40 der besten Kunstturner des Gaues XII Nordhessen DT. waren dem Rufe des Gauoberturn- warts Paul-Gießen und des Gaumännerturn- warts Dahms- Wildungen gefolgt und unterzogen sich in der Halle der Kasseler Turngemeinde einer zweitägigen Schulung, der als Vorbereitung für die Olympischen Spiele besondere Bedeutung beizumessen war. Als Lehrkräfte waren tätig: Sinnwell - Bad-Nauheim am Reck; Reuter- Gießen am Barren; G er gs-Kassel an den Ringen und am Pferd (Svrung); Kehrer-Kassel am Pferd quer; Metz- Kassel (Bodenturnen und Freiübungen). So tarnen alle Zweige deutschen Kunstturnens zu ihrem Recht. Es war eine Lust, den Eifer und die freudige Hingabe zu schauen, womit die Turner bei der Arbeit waren, und man nahm von dieser stillen Schulungsarbeit den Eindruck mit nach Hause, daß der neue Gau bereits über eine ganz ansehnliche Schar guter Spitzenturner verfügt und auch um seinen Nachwuchs in keiner Weise besorgt zu sein braucht. Ein ganz neuer Weg wurde damit beschritten, daß nach den anstrengenden Stunden der Arbeit der Lehrgang seinen Abschluß fand in einem völlig unvorbereiteten Wettkampf sämtlicher Teilnehmer. Erstaunlich war dabei, wie trotz der vorausgegangenen Anstrengungen unter Einsatz aller Kräfte des Willens und des Leibes der gesunde Wettkampfgeist die von der Leitung gestellten Aufgaben durchweg gut zum Teil sogar meisterlich löste. Aus dem Wettkampf wuchs die folgende Spitzengruppe heraus: Seth (G r o ß e n - L i n d e n), Ahrens (Marburg), Schneider (Kassel), Sinnwell (Bad-Nauheim), W. Fink (Marburg), A. Fink (Marburg), Niemann (Frielendorf), Schöffmann (W i e s e ck). Daß über dem rein Technischen die andere Seite turnerischer Wesensart, der Kameradschaftsgeist und die Volkstumspflege, nicht vergessen wurde, dafür sorgte der Kameradschaftsabend am Samstag, zu dessen Beginn Bezirksturnwart Ries-Kassel den Turnergästen aus allen Teilen des großen Gaugebietes m herzlicher Weise den Willkomm der Kasseler Turnerschaft entbot. DT.- Gauführer Damer - Hersfeld, von Gauoberturnwart Paul und dem gesamten Lehrgang freudig begrüßt, fand anerkennende Worte für die Gestaltung dieser Feierabendstunde und führte aus, daß die Turnerschaft um ihre Zukunft sich keine Sorgen zu machen brauche. An die Ausführungen seiner Drache und dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer ur Besichtigung freigab. Nach dem Gesang des iiedes der Hitlerjugend und Gedichtvorträgen von jiit>e Jung und Otto Weitz folgte die Auffüh- ung eines Lustspiels, dem sich dann gemeinsames toffeetrinten als Abschluß des Abends anschloß. ? L i ch , 6. Mai. Die N S. - V o l k s w o h l - jnhrts - Ortsgruppe veranstaltete gestern '' ’ ' * — -j, >bie traße und Adolf Hitler-Straße rannte am Sonntag in früher Morgenstunde ein Auto mit m -r m i nb i g t e it gegen ein . , Jei dem starken Anprall wurde der noch vollkommen neue Kraftwagen total zertrümmert, während die drei Jn- asfen erheblich verletzt wurden. Der Lenker des Wagens wurde herausgeschleudert und trug eine Gehirnerschütterung davon, ein Mitfahrer erlitt einen Armbruch und Gesichtsverletzunben, einem weiteren Insassen wurden sämtliche Zähne eingeschlagen. Die Verunglückten wurden von der Sa-1 kämpfen mit je einer Fünfermannschaft auf Bohle nitätsfolonne in das städtische Krankenhaus ver- und Scherenbahn beteiligen. bracht Nach reger Aussprache über Derbandsangeleaen- Laubach, 7. Mai. Vor einigen Tagen heiten konnte der Verbandsführer die 6^ 0^- wurde ein Mann aus Ulfa, der sich im Walde am fern» Sitzung mit einem S g-Heil °uf Re.chsprasi. Rarnsberg Herumtrieb und an Schulkindern und öent unb ^«5£an3Ier f^hefeen, nachdem ^vorher züchtige Handlungen vorzunehmen versuchte, von noch das Deutschlandlied und das Ho s - ss der hiesigen Genoarmerie verhaftet und in gesungen waren. das hiesige Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. — Aünöbafl btV (5ü.«Sa. 1900. Das aus sechs Mitgliedern bestehende Kuratorium , der Realschule beriet in feiner ersten Sitzung 1900 schlägt Auhballsportverein Frankfurt 14:5 (6:2). LLMK•"«sm ausgeglichen | . _________ jportoerein Frankfurt, die beste Frankfurter Mann- I schäft, wurde mit einer empfindlichen Niederlage 1 nach Hause geschickt. Beide Mannschaften hatten Ersatz in ihren Reihen, der sich jeooch bei den 1900ern besser einfügte, als bei den Gästen. Zunächst war das Spiel verteilt. Dann kamen die Einhei- . mischen mehr auf, und Krüger erzielte durch den ganzen Abend- und Nachthimmel zu beherr- scharfen Wurf das Führungstor. Bald darauf kamen schen. Man wird es ihm nicht übel nehnzen können, &ie Gäste durch Strafwurf zum Ausgleich. Dasselbe daß er auch im Wonnemond bei der Jungfrau ver- wiederholte sich wenig später. Nun kamen die Spielweilt, was zudem für den Sternfreund den Vorteil Vereinigungsleute bester in Fahrt. In oft wunderhat, daß er in diesem wohlbekannten Sternbild vollen Kombinationszügen wurde ein überlegenes leicht Richtsterne findet, die ba^u bienen können, die Spiel vorgeführt und weitere vier Erfolge gebucht. Bewegung dieses Wandelsterns durch Vergleich fest- Nach dem Wechsel dauerte die Ueberlegenheit der zustellen. Trotzdem wird diese Beobachtung nicht! 1900er an. Sie ließen die Frankfurter zeitweise leicht sein, denn der Jupiter bewegt sich nur sehr förmlich stehen. Durch die schnelle Ballabgabe wenig nach rechts (rückläufig). Links unter ihm j - — v m *-**- zu überwinden. Bei 1900 war das auch nicht so einfach, aber Bad Homburg hatte gerade hier große Schwächen. 1900 hatte reichlichere und gute'Chancen, es fehlte aber der Mann, der das Leder beherzt einmal in die Maschen schob. Mitte der zweiten Halbzeit war man in den Hinteren Reihen der Gießener etwas allzu sorglos bei einer Steilvorlage des Homburger Angriffs, und ehe man sichs ver- Vorredner anknüpfend, fprach dann Gaudietwart fehen, hatte der Gegner unhaltbar -ingelchosien. V e I p e r - Homberg a. d. E. über die Volkstums- Wittmann hatte vorher schon zweimal fast tot- arbeit, die aufgebaut sein soll aus den Grundsesten: sichere Treffer gerettet. 1900s Sturm tonnte den Glaube, Volkstum, Heimat, die von selbst hinsüh- Bad Homburger Huker in der Folge mehrmals nicht ren zu dem anderen Ziel: Ehre, Freiheit, Vater- überwinden. In höchster Bedrängnis rettete ein land! In ausgezeichneter Weise zeichnete der Bad Homburger fast im Tor durch Handabwehr. Redner das Bild Friedrich Ludwig Jahns, dessen Des Spielleiters Pfeife versagte aber m dieser Leben und Werk eine nie versiegende Quelle für kritischen Situation, und um allem die Krone auf« die Dietarbeit sei. Das Dietwesen müsse in allen zusetzen, annullierte er em von den Giehnern regel- Vereinen der Turnerschaft und des kommenden recht erzieltes Tor, das Ho f mann dem Der- Reichsbundes Eingang sinden. Das Ziel sei, daß leidiger und Torwart durch die Beine -mg-schossen jeder Turnwart ein löietwart im Sinne und Geiste hatte. Um die Ache zu beschönigen, gab es einen Jahns werde, ©aumännerturnroart Dams hielt unberechtigten Strasstoß gegen die Gießener Els. einen Vortrag über die Weltmeisterschaften in Bu- Dann verfehlte Z-,ler den Ball und den Gegner, dapest. In anschaulicher Weise führte er in die Im Fallen berührte er den durchbrechenden Gegner Wesensart des Internationalen Turnverbandes mit der Hand Em Elfmeter war die Folge, der und in den Uebunasausbau der Wettkämpse ein unhaltbar eingeschossen wurde Das Spiel stand und würdigte zum Schluß die deutsche Mannschast somit 2 :0 für den Gegner, und es war nur noch mit dem Wunsche, daß sie das neue Deutschland knapp eine Viertelstunde zu spielen. Bad Homburg ehrenvoll vertreten möge. Vaterländische Lieder spielte auf Halten. Gießen stellte um und ward umrahmten die Ansprachen des wohlverlausenen dadurch forscher im Angrisf. Bald siel auch ein Abends Gegentor, wobei ein Homburger mitbeteiligt war. iÄ Äm^ü»; 2S* di° Ä d7?L/beschl°ß'warEn de7 G?gne7r1tt°7-1i/öb'er^ durch b« 3äem?6^t ba6 ber 7it der S^ung der spkel über die Zeit, Beide Mannschaften befleißigten Gaubesten beschrittene Weg zu dem erhofften Ziele sich -mer fairen Spi-lweise. führen und den stark ländlichen Gau auf dem Ge- Großen-Vuseck I — 1900 Gießen II 7:2. biete des urdeutschen Geräteturnens weiter vor- x mnrfa hrinnpn m rh Die Gießener konnten, entgegen der Voraussage, marts bringen wird. ben Dorspielsieg nicht wiederholen. Der für Hof- Kealerverband £obtt»35ufCtfcrfoL mann eingestellte Ersatzmann war eine Niete. Nach ö I einer Viertelstunde Spieldauer wurde der Mittel- Arn vorigen Sonntag fand in Alten-Buseck die (äufer Blum (1900) verletzt und mußte ganz diesjährige Frühjahrsoerbandssitzung statt. Anwe- ausscheiden. Der für ihn später eintretende Ersatz- send waren die Vertreter von 15 Vereinen. Der mann siel aus. Aber auch fast alle anderen Spieler Verband zählt zurzeit 600 Mitglieder. Die Rech- brachten diesmal wenig Energie auf. Es wurden nung des Verbandes ergab einen Ueberschuß von wenig Anstrengungen gemacht, die Niederlage er- 211 Mark. Der Verbandsbeitrag für 1934 wurde trciglich zu halten. Der Sieg der eifrigen Gastgeber auf 50 Pf. für das Mitglied festgesetzt. Das Kegler- war verdient. Großen-Busecks Stürmer zeigten sich heim bleibt vorläufig in Alten-Buseck bei Gastwirt überaus schußfreudig. Einhäufer. ■1 * Zum fälligen Aufstiegspiel trafen sich beide Mannschaften in Katzenfurt. Die Gäste befanden sich in ganz ausgezeichneter Verfassung und dik- --- ----- - - „ . . • । tierten die Geschehnisse auf dem Felde souverän. Tu. Mo-1 Di- Mannschaft zeigte vor allem im Sturm, der eingedreht. Für je 5 g .jor de aU5 allen Lagen schoß und in dieser Höhe einen Ta^nach der Monats- Mrbienten Sieg herausspielte, eine geschlossene früher, für je 5 tage nach der [Monats i q -a mitte Vs Stunde später zu stellen. Man Pistung. vergleiche die nächste Monatskarte. De. (Spietoereinigung 1900 Gießen. Mond nimmt die gezeichneten SleUun• I gen ein, wenn er die angedeutete Licht- 1900 I — Bad Homburg I in Friedberg 1:2 (0 : 0). Damit h.* cvend eine öffentliche Kundgebung. aaranhpn ^gleich Schulungsabend der PO. für den Monat fi.ni mnr Tinr nnennmtsleitei NIVEAU mild, leicht schäumend, ganz wundervoll Im Geschmack. Rai war. Der NSV.-Ortsgruppenamtsleiter und k chulungsleiter der PO., Parteigenosse Stiftspfarrer rauht, eröffnete die Kundgebung. Als Haupt- L-bner des Abends sprach Pg. Dr. Kranz (Gie- f-?n) über „Rassenhygiene und Beoölkerungspolitik". !usgehend von der Machtergreifung durch Wolf titler schilderte der Redner die aewaltige Fülle von hifgaben, die Wolf Hitler vorfand und die drin- (?nb der Erledigung bedurften. Mit der Erringung i*r Macht sei natürlich die Mission des Nalional- s'zialismus nicht erfüllt und ebenso natürlich ist es, liß die Lösung all der Aufgaben Opfer von jit>em einzelnen verlange. In großen Zügen umriß byr Redner dann insbesondere das Problem der assenhygiene, führte den Anwesenden an einigen Beispielen vor Augen, wie wichtig auch gerade die Lösung der Aufgaben in biologischer Hinsicht für infer deutsches Volk ist, zeigte an Hand der Geseichte der alten Kulturvölker, daß die Ursachen K s Niedergangs und Zerfalls dieser Völker durch Ire Verstöße gegen die primitivsten Naturgesetze, dr Erhaltung und Reinhaltung der Art und Rasse fcbingt seien, schilderte den ungeheuren Aderlaß am v ertvollsten, erbgesunden deutschen Volksgut durch itn Weltkrieg, die katastrophale Auswirkung der iLssischen Verschiebung in den letzten Jahrzehnten h Deutschland, die im Liberalismus und Mate- ialismus der Jahrhundertwende beruhende Ursache t-rselben, die erst durch die nationalsozialistische Regierung gegen diesen rassischen Verfall ergriffe- T»n Maßnahmen, insbesondere das Sterilisierungs- <»setz, und die von der jetzigen Regierung immer r eiter ins Volk getragene Erkenntnis, daß nur em t bgeiunbes deutsches Volk die Zukunft in sich trage. Sn den weiteren Ausführungen erklärte der Red- isr, daß im Dritten Reich die Volksgenossen, die e-bgesunde Nachkommen zu zeugen und unter= fnlten imstande seien, dies jedoch aus egoistischen Materiellen Gründen unterließen, unerwünscht inen, und er appellierte zum Schluß an alle Anwe- s nden, dafür Sorge zu tragen, daß das Erbgesund- l°itsgesetz der Reichsregierung restlos durchgefuyrt terbe, zum Wohle des einzelnen, wie des ganzen Rutschen Volkes. Reicher Beifall wurde dem Red- isr für seine fesselnden Ausführungen zuteil. An- shließend ergriff Lehrer Same s /Lick)) das Wort M seinem Vortrag „Mutter und Kmd . Er machte ^nächst mit den mannigfachen Aufgaben der NS.- ^olkswohlfahrt in dem nunmehr zur Durchführung ^langenden Hilfswerk „Mutter und Kind^ bekannt, im dann in ausführlicher Weise konkrete Vorschläge lir die Lösung der besonderen Aufgaben der NSV iu unserer Stadt zu vermitteln. Auch dieser Vortrag f:nb viel Beifall. Nach Schlußworten des Leiters t-‘r Kundgebung, Pg. Pfarrer Draudt, in denen t" noch einmal alle Abseitsstehenden aufforderte der SV. beizutreten, um so dem Aufbau unseres Va- inlandes wirksam zu dienen, wurde mit emer Huldigung für den Führer Wolf Hitler die Kund- . k dun^geschl'0ss^ai Un|ere Stadt hatte gest^n bei d'm herrlichen Frühlingswetter zahlreichen Besuch. Morgens waren auf einer „ F ah r t i ns Blau riit einem Sonderzug der Wettertalbahn etwai 3 0 0 Mitglieder der O r t s g r u p p e B a d - N a w Ise i rn der NSDAP, erschienen. Nach Des^ti- cung unserer Stadt begaben sich bte Ausflügler md) Kloster Arnsburg, wo längerer Aufenthalt gekommen wurde. Unter Führung von Lehrer Otz- r alb wurde die Klosterruine eingehend besichtigt. I Gin Teil der Bad-Nauheimer Gaste begab sich nachmittags wieder nach Lich zuruck, von wo der Äonderzug abends zurückfuhr. Der größere Teck toanberte von Arnsburg weiter nach Mu n z en t he r g unb erreichte dort den ^ennfahrtzug n ch 5md-Nauheim. Ortsgruppenleiter ^vtz-Bad-Nau- lüm fand für die von ihm angeregte „Fahrt ms Sllaue", die an Stelle einer Mitgliederversammlung C:5 Monatsveranstaltung angesetzt war, den paur- Inren Beifall aller Teilnehmer, die hoch befneoigt ivaren von der schönen Fahrt ins obere Wettertat. •r ou onjj 'hrer duftänbit: npf ein(eji: .ich Qush i [ öffentli? bei ’öetQir; ngefriediU auf Käufen wifi "ch uns b atzenvvlk i h sich IS laolmge x arten ist dieser Eli schafften sich die Gießener immer wieder Vorteile. .... , > Da die Stürmerreihe (Schüler, Krüger, Betz, Steines, Der die 24 Stundenzahlen von Mitten Bracht) dies auch zahlenmäßig zum Ausdruck AU nacht bis Mitternacht eines Tages ent- \br. vermochte, war das Schicksal der Gäste haltende Kreis und die dick punktierte besiegelt. Daß sie sich ihrer Haut doch noch zu Linie, der sogenannte Horizont, smdjest- wehren verstanden, beweisen die drei Gegentore. stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden 1900 II — Tv. Dorlar I 10:4 (5:2). geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zei- Das zweite Aufstiegsspiel wurde von den 1900ern ger der Himmelsuhr — in 23 Stunden nicht f0 überlegen gestaltet, wie man auf Grund des und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Resultats annehmen mochte. Es wurde ein interef- Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt, santes Treffen durchgeführt, in dem größere Rou- , . "• |-ne und besseres Wurfoermögen den Ausschlag gaben. Die Gäste gefielen durch ihr flüssiges Spiel. 119’ 2 3( 5? \ •schlW, J V tK Und wenn es schmeckt, besteht kein Grund zum Wechsel! Das ist doch klar! Der Pfennig ist doppelt wertvoll, von dem man Die Zigarette, bei der man bleibt!“ Bilanz am 34. Dezember 1933 Aktiva Geschäfts - Ueberitahme! Passiva Restaurant Karlsruhe gebung um ihren Besuch 02422 Theo Meisen und Frau | VermietungenMl-SmiWsWI Bilanzsumme e= 3121638,40 Handels- und Gewerbebank e. 0. m. 6. H. Arnold. Mattern. 2326 A Lunker 2772 D 165252,— 70000,— 5 Minuten von der Straßenbahn Grenzweg Gießen —Wieseck 109545,— 1053270,43 238191,55 734127,18 149856,87 135393,49 1855857,56 332440,55 3715,86 82489,15 94858,95 86003,50 40517,47 Stehen, den 8. Mai 1934. 2199 D 21JC 519872,44 35827,69 21 JC 279000,— 25500,— 11000,— 10000,— 15000,— 165000,— 650,— 3604,76 Gerichtsvollzieher in Gießen, Wiesecker Weg 16, Telefon 3383 Illllll....................... ZweckSBekümpfungoer Schwarzarbeit können Arbeits-Angebote von Handwerkern nur mit Jlamensnen- nung u. unter Dorlage besGewerbenachwetjes au,genommen werden. Derlaa desGtebenerAnzetgerö schon im voraus weiß, daß er — gut angelegt ist! . . . . Und darum bleibt man bei ALVA! I. Geschäftsguthaben 1. Verbleibender Mitglieder 2. Ausscheidend. Mitglieder II. Reserven 1. Gesetzlicher Reservefonds 2. Andere Reserven....... III. Verbindlichkeiten 1. Einlagen: a) mit Kündigungsfrist bis zu 7 Tagen .. b) mit Kündigungsfrist v. 7 Tagen bis zu 3 Mon. c) mit Kündigungsfrist über 3 Monate .... d) Einlag. in lauf. Rechn. 2. AufLenommene Gelder: a) Hypotheken......... b) Bankschulden....... IV. Post. z.Rechnungsabgr. V. Reingewinn Gewinnvortr.aus d.Vorjahr Reingewinn 1933 . ...... Bilanzsumme pVlietgesuche"| 24Zimm.-Wolin, von alleinstehender Dame, Be- amtenwitw.ohn. Kinder, sofort zu mieten gesucht. Schr.Angeb.unt. 02424 a. d.G.A. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bi- 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nadjmillaa geschlossen und zum Bauen Äbermann Wettervoraussage. Rach dem Zustrom kalter Luft hat sich das westliche Hochdruckgebiet über das Festland ausgebreitet und wird für die Gestaltung des Wetters bestimmend werden. Da zunächst von Westen her noch kühle Luft zufließt, tritt zeitweise Haufengewölk auf, doch ist beim Zusammensinken der Luftmassen stärkere Aufheiterung zu erwarten. Die Temperaturen steigen tagsüber wieder an, doch wird es nachts infolge ungehinderter Ausstrahlungen recht frisch sein. Aussichten für Mittwoch: Bewölkt und stärker aufheiternd, trocken, tagsüber wärmer, nachts frisch. Aussichten für Donnerstag: Im wesentlichen Fortdauer der Hochdruckwetterlage. Lufttemperaturen am 7. Mai: mittags 13,9 Grad, Celsius, abends 9,4 Grad; am 8. Mai: morgens 9,3 Grad. Maximum 20,6 Grad, Minimum 6,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Mai abends 15,3 Grad, am 8. Mai morgens 11,9 Grad Celsius — Niederschläge 3,7 Millimeter. — Sonnenscheindauer vier Stunden. Solides freundliches Mädel kinderlieb, musikalisch, in Handarbeiten, Nähen u. Hausarbeiten erfahren, sucht Vassenden Wirkungskreis in gutem Hause bei Famil.-Anschluß geg.rnätzigeVer- Vergütung. Schr.Angeb.unt. 02423 a. d.G.A. Deutschen konnte Gesundheit und Leben gerettet und der Glauben an die Bande der Volkstreue gestärkt werden. Heute ruft wieder das Hilfswerk „Brüder in Not" alle Männer und Frauen und Kinder unseres Volkes auf, ein Opfer der Treue und der Verbundenheit durch Volkstum und Glauben, ein Opfer der Dankbarkeit zugleich für die Rettung aus eigener schwerer Volksnot zu leisten und damit Tausenden hungernder Volksgenossen Hilfe zu bringen. Durch Uebereinkunft mit der Torgsin-Einrichtun-g und durch besondere Maßnahmen ist unbedingte Gewähr dafür gegeben, daß die Sendungen zuverlässig und schnell in die Hand des richtigen Empfängers gelangen. Das Hilfswerk „Brüder in Hot“ bittet um Geldspenden für die Tausende von Anschriften Notleidender. Aus allen Teilen der Welt gehen dem Reichsausschuß „Brüder in Rot" Hilferufe von Freunden und verwandten dieser Rotlei- , denden mit der dringenden Bitte um Hilfe zu. Das Hilfswerk ist auch bereit, die Vermittlung von Ueberweifungen zu übernehmen. Nur Geldanweisungen kommen in Betracht, Warensendungen können nicht geschickt werden. Alle Spenden werden erbeten auf das Postscheckkonto Berlin Nr. 85000 „Brüder in Not", Berlin N. 55, Corneliusstraße 4b. Reichsausschuß „Brüder in Not". Suche zum I.Juni eine Silialleiterin fürMetzgerestdie im Fleisch- und Wurstverkauf perfekt ist. 2769d Fritz Moser Wetzlar Lahn Telefon 2957. Nach Wetzlar wird sofort ein DläOAra gesucht, das in all. Hausarbeit, auch im Kochen erfahren ist. Schriftl. Angeb. unter 27631) an den Gieß. Anz. ihr Vieh, das sie absetzen wollen, auf diese Markt« zu verbringen. Eine Prämiierung und Ausstellung des Rotoiehes in Verbindung mit den Gemeinden Schotten und Gedern, die ihre eignen Prämiierungsmärkte halten, sei zu begrüßen. Das Interesse unserer Bauern an unserer einheimischen Rotviehzucht ist jedenfalls ständig im Wachsen. Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift f. das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften u. ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgeber: Dr. Oskar Prochnow „Der Naturforscher“ ist die allgemeinverständliche, hoch wertige naturwissenschaftliche Monatszeitschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlich en Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. „Der Naturforscher“ bietet Beiträge in Bild und Wort von angesehenen u. bedeutenden Mitarbeitern aus allen Gebieten der Naturwissenschaft. Preis: vierteljährlich nur RM. 2.50. Probehefte u. Werbeblätter kostenlos! Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo BermUhler Verlag Berlin-Lichterfelde BUSCH der Zirkus der großen Qualität "ch GIESSEN und bringt der Geschäftswelt Geld! Die Direktion erbittet Eilofterten über größere Mengen gut.Wiesenheu, Stroh, afer, Quetschhater, frisches und gestempeltes Roßfleisch usw. Ferner über Betriebsstoffe Zechenkoks, Brennöle, Schmieröle, tannenes Sägemehl usw. 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Die kirchlichen und wohlfahrtspflegerischen Verbände Deutscylands, die sich vor Jahren zu dem Hilfswerk „Brüder in Not" zusammengeschlossen haben, find in tiefer Bewegung über das schwere Geschick deutscher Brüder und Schwestern in der Sowjetunion bereits im Vorjahre vor das Deutsche Volk getreten und haben zur Hilfe gegen die bittere Not dieser Volksgenossen aufgerufen. Das deutsche Volk hat diesen Rus gehört. Deutsche Bauern, seit mehr als hundert Jahren mit der Scholle ihrer neuen Heimat an der Wolga, im Kaukasus, auf der Krim, in der Ukraine, in Wolhynien, in Sibirien und Turkestan verwurzelt, sind unter Wahrung der Treue zu dem Staat, dessen Glieder sie geworden waren, trotzdem in Sprache, Glauben und Denken gute Söhne ihres Volkes geblieben. Diese Treue zu Staat und Volkstum wurde seit Beginn des Weltkrieges ihr Schicksal. Bereits in den Jahren 1920/21, als eine furchtbare Hungersnot die Sowjetunion heimsuchte, brachte die deutsche Heimat diesen Bauern Hilfe. Im Jahre 1933, als wiederum bitterste Not diese deutschen Menschen traf, und Tausende an Hunger und Entbehrung starben, erwachte von neuem das Bewußtsein der engsten Verbundenheit zwischen den Deutschstämmi- gen und ihren Freunden und Volksgenossen in allen Teilet! der Welt. Tausende und Abertausende von 1811,84 24480,51 3121633,40 Nach fast 2 jahrzehntelanger erfolgreich. Fachätigkeitt übernehme ich am 9. Mai 1934 die in Oberhessen bekannte Ausflugsgaststätte Burg Staufenberg bei Lollar. — Es wird meine vornehmste Aufgabe sein, meinen Gästen stets das Beste zu soliden Preisen zu verabreichen. — Ich bitte die verehrten Einwohner von Staufenberg und Um« I. Anlagevermögen 1. Bebaute Grundstücke: a) Bankgebäude..... b) Sonstige Grundstücke. 2. Unbebaute Grundstücke.. 3. Geschäftseinrichtung.... II. Beteiligungen III. Umlanfsvermögen 1. Forderungen: a) Festbesrist.Hypotheken b) Vorschüsse geg.Wechsel c) Ford.in lauf.Rechnung 2. Geschäftswechsel....... 3. Einzugswechsel........ 4. Wertpapiere.......... 5. Bankguthaben......... 6. Postsch.-u.Reichsb.-Guth. 7. Kassenbestand......... Girooerbindlichkeiten: RM. 122489,48. Avalverpflichtungen: RM. 280383.—. Jrn dos.„1-2 und enthalten: Forderungen an Mitglieder Reichsmark 240/465.85. Ford, geman § 33 ü. Ab). 4 Gen.-Ge,. RM. 66082,62. Betrag der rückständigen Einzahlungen auf den Geschäftsanteil RM. 74020,24. ßo Nu-*? Genossenschaft hatte am Jabresschluß 1179 Mitglieder. Im Jahre 1933 traten ein Durch Tod, Kündigung und Ausschluß schieden 282 Mitglieder aus. ^.ie (Ä^chastvguthaben verminderten sich in der gleichen Zeit um 36992,46 Reichs- ®ie '^"^"NEn verminderten sich um 237000,— Reichsmark. Letztere betrugen am Jahresschluß 1384000,— Reichsmark. Fortschritte in der Vogelsberger Rotvieh-Zucht. j Schotten, 5. Mai. Der Kreisrinderzuchtverein für Vogelsberger Vieh hielt gestern unter Leitung feines Vorsitzenden, Erbhofbauer Fischer- Hof Zwiefalten, feine Jahresversammlung ab. Immer größere Fortschritte hat erfreulicherweise die Zucht unseres einheimischen, schönen, roten Vogelsberger Viehes gemacht. Dies ging aus dem Jahresbericht hervor. Auch auf der großen Berliner landwirtschaftlichen Ausstellung konnten die ausgestellten Vogelsberger Tiere eine Reihe hoher Preise erringen. Die diesjährige Landwirtschaftliche Ausstellung in Erfurt wird wieder beschickt werden. Eine Reihe von Auktionen, Bullen- oersteigerungen in Frankenberg, Wetzlar und Kreuzthal sorgen für gute Verkaufsmöglichkeiten, ein bei den Auktionen eingerichtetes Schiedsgericht sorgt für Schlichtung etwaiger Streitigkeiten. Die Jahresrechnung des Kreisrinderzuchtvereins schloß günstig ab, so daß auch in diesem Jahre wieder eine B e - zirkstierschau abgehalten werden kann. Sie soll am 8. Juni in Babenhausen stattfinden. Als Geschäftsführer des Vereins wurde Dr. Günther vom Landwirtschaftsamt Nidda bestellt. Bezirksbauernführer Straub setzte sich warm für die Hebung der einheimischen Vogelsberger Zucht ein. Auch der Kreis Schotten hat weitere Mittel für die Hebung bereitgestellt. Im Westerwald sei unser Rotoieh sehr begehrt, dort sei ein gutes Absatzgebiet. Auch Kreistierarzt Dr. M e tz und Erbhofbauer C e l l a r i u s gaben Anregung für eine stärkere und bessere Aufzucht des Vogelsberger Viehes. Die alten Zuchtviehmärkte müssen wieder mehr gehoben werden, die Bauern sind zu veranlassen, auch tun ylNMWrtskag nach Laubach.Schotten, Büdingen und zur Ronneburg. 276io Preis nur RM. 3.60. Anmeldung SünngSeilebllro. Mittwoch, 9. Mi 1934, nachmittags 2 Llhr, versteigere ich dahier, Aeuen- weg 28, „Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: I. An Ort und Stelle, Bekanntgabe in obigem Lokal: 2 Büfetts, 2 Pianinos, 1 Flügel, 2Sofas,lChaiselongue,2Sessel, 3Schreibtische,Bücher-,Kleiderund Wäscheschränke, 1 Kassenschrank, 1 Materialienschrank, 1 Warenschrank, 1 Ladentbeke mit Schubkasten, 1 Gewehrschrank, IStanduhr, 1 Regulator, 1 Nähmaschine, 2 Schreibmaschinen, 1 Holznagelmaschine, 1 Dauer- wellenavvarat, 1 Photoappar., 1 Fernglas, 45 Rehstangen D. Bestimmt: 1 neuer Küchenschrank mit Auf- satz,l Dezimalwaage ohn.Gew., 1 Photoapp.l Steno), 1 Feuer- lösch- undlOelsparapparat,verschiedene Reste Farben u. Ocker, 40 gebr. Oel- und Lackkannen, 3 gemalte Bilder, Silber- und Metallmünzen, 1 Partie gebr. Tisch- und Bettwäsche, 1 Kaffee- und 1 Teeservice, Schrubber, Bürsten,Schwämme,Parfüms, Pfeifen und Muhen, 1 Partie < Sp errh olzplatt., 22-26 mm stark : Ganz einfach: weil sie schmeckt! 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