Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60Npf.,Platzvorschrift oder schwieriger datz 25% mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen:, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Vpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Vtilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild-Die Scholle Monatr-Vezngrpreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ y-25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anlchrist für Drahttiach- richten: Anzeiger Sietzen poftschelNont«: Frankfurt am Main 11086 General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr-Such- und Steindruckerei «.Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Lchulstrahe 7 Nr 179 Erstes Blatt 184- Jahrgang Freitag, 3. August 1934 Gietzener Anzeiger Aufruf der Reichsregierung an das deutsche Volk August 1934 herbeizuführen: 1. Die des Innern mit der Durchführung dieses Beschlusses. In Ehrfurcht und Erschütterung beugt die Nation ihr Haupt vor diesem großen Toten. Seine nimmermüde Sorge um das Reich soll von seht an unsere Sorge sein. Seinen Kampf um des deutschen Volkes Freiheit. Glück und Frieden aber übernehmen wir als Verpflichtung und Vermächtnis. „Das Amt des Reichspräsidenten wird mit dem des Reichskanzlers vereinigt. Infolgedessen gehen die bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler über. Er bestimmt feinen Stellvertreter." Reichsregierung beauftragte den Reichsminister Berlin. 2.Aug. (DNB) Der Führer und Reichskanzler hat an den Reichsinnenminister folgendes Schreiben gerichtet: ..Herr Reichsinnenministerl Die infolge des nationalen Unglücks, das unser Volk betroffen hat. notwendig gewordene gesetzliche Regelung der Frage des Staatsoberhauptes veranlaht mich zu folgender A n - ordnung: 1. Die Gröhe des Dahingeschiedenen hat dem Titel Reichspräsident eine einmalige Bedeutung gegeben. Er ist nach unser aller Empfinden in dem. was er uns sagte, unzertrennlich verbunden mit dem Namen des großen Toten. Ich bitte daher Vorsorge treffen zu wollen, daß ich im amtlichen und auheramtlichen Verkehr wie bisher nur als Führer und Reichskanzler an. _______ Herzens verschließen. Ruhm seiner Taten im Krieg und Frieden wi gesprochen werde. Diese Regelung soll für alle Zukunft gelten. 2. Ich will, dah die vom k a b i n e t t beschlossene und verfassungsrechtlich gültige Betrauung meiner Person und damit des Reichskanzleramles an sich mit den Funktionen des früheren Reichspräsidenten die ausdrückliche Sanktion des deutschen Volkes erhält. Fest durchdrungen von der Ueberzeugung. dah jede Staatsgewalt vom Volke ausgehen und von ihm in freier und geheimer Wahl bestätigt sein muh, bitte ich Sie. den Beschluh des Kabinetts mit den etwa noch notwendigen Ergänzungen unverzüglich dem deutschen Volke zur freien Volksabstimmung vorlegen zu lassen. Berlin, den 2. August 1934. Gez.: Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler." Enkel zu _..... weitergetragen werden. Wir aber wollen uns glücklich preisen, den großen alten Mann noch mitten unter uns gesehen zu haben, der eingegangen ist in unsere Gechichte als „Generalfeldmarschall von Hindenburg". ihm nicht geführt wird, da die Gröhe des Dahingeschiedenen diesem Titel eine einmalige Bedeutung gegeben hat, und in dem er weiterhin die Verfügung trifft, dah über das Reichsgesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches vom 1. August eine freievolksabstimmung herbeigeführt wird. Demgemäh beschloh die Reichsregierung, entfpre- chend dem Wunsche des Führers und Reichskanz- lers, am Sonntag, den 19. August 1934, eine Volksabstimmung über das Reichsgesetz vom Berlin, den 2. August 1934. Die HeichSregierung. Trauersihung des Reichskabineiis Volksabstimmung am 19. August. Auf den Führer vereidigt. Berlin, 2. Aug. n öenen et zum Ausdruck brachte, dab er in dem verstorbenen feinen väterlichen Zreund °°rloren hab - „wir dürfen", f° betonte der Reichskanzler, „nicht vergeffen, dab »Dne den °"°w,g.en Reichs- Präsidenten von Hindenburg die jehige Reichsregie- rung nicht zuttandegekommen wäre »e! den wor- len des Reichskanzlers hatten stch d>e Kabmettsmik- glieder von ihren Plätzen erhoben und nähmeti in flutnmer Ergriffenheit diese Erklärung des Führers ^Der Reichsministet für volksaufklärung und pro- paganba Or. Goebbels brachte sodann dem Reichskabine« den Aufruf hör Beicbsregierung a n bas beulfche Volk onMblich des hinscheidens des Reichspräsidenten von Hindenburg zur Kenntnis, der ohne ,ede Erörterung gebilligt wurde. Darauf verlas ber Reichsrninister bes Innern Dr. Frick h„ «»reihen des rühret» und «eiche- kant l e r s in dem dieser anordnel. datz die vezeichnüng „Reichspräsident" von Der Führer an Oberst von Hindenburg. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Der Führer des Deutschen Reiches unb Volkes Adolf Hitler richtete an Herrn Oberst von hinbenburg unb Frau nachstehendes Telegramm: „Noch tief bewegt von der für mein ganzes Leben unvergeßlichen Winute, in der !ich zum letztenmal unseren Generalfeld- mar f ch a 11 sehen unb sprechen burfte, erhalte ich die erschütternbe Nachricht. Wit bem ganzen beutschen Volke in tiefer Traurigkeit verbunben, bitte ich Sie, mein eigenes unb bas Beileib bet Nation entgegennetjmen zu wollen. Abolf Hitler." Feierliche Stille um das Sterbehaus. DNB. Berlin, 2. August. Die Reichsregierung erläßt folgenden Aufruf an das deutsche Voll. Reichspräsident Generalfeldmarschall von Hindenburg ist am 2. August 1934, früh 9 Uhr, in die Ewigkeit eingegangen. 20 Jahre nach Ausbruch des Weltkrieges hat sich der große Soldat zur großen Armee begeben. Das ganze deutsche Volk vernimmt die Trauerbotschaft des Heimganges unseres toten Generalfeldmarschalls mit tiefer Ehrfurcht und schmerzerfüllter Ergriffenheit Tagelang richteten sich die Herzen von 67 Millionen Deutschen ein letztes Mal auf in der bangen Hoffnung, daß es der unverwüstlich erscheinenden greifen Kraft des Reichspräsidenten noch einmal gelingen werde, der unerbittlichen Natur, die sich anschickte, ihr Recht geltend zu machen, Widerstand zu leisten. Die Hoffnung war vergebens. Hindenburg ist tot. Damit hat das deutsche Volk feinen ehrwürdigsten Repräsentanten verloren. In tiefer Ehrfurcht unb Dankbarkeit gebend es in biefer Stunbe ber fast unabmeßbaren Verbienfte, bie der Generalfelbmarschall unb Reichspräsibent sich um ben Stieben, bie Ehre unb bas Glück ber beutschen Nation erworben hat. Wie ein monumentales Denkmal auf ferner Vergangenheit großer deutscher Tradition ragte er m unsere Zeit hinein. In ihm verkörperten sich noch die Erinnerungen an die leidvollen und blutigen Kampfe, die das deut- che Volk um seine staatspolitische Einigung durchechten mußte. Er stand noch als junger Vertreter eines Regimentes im Spiegelsaal von Versailles als das Kaiserreich proklamiert wurde Er hat diesem Reich in langen Friedensjahren als pflicht- getreuer Soldat fein Leben und feine Kraft zur Verfügung gestellt. Schon schien es, als ob dieses arbeitsreiche menschliche Dasein in einem gesegneten Lebensabend feinen Abschluß finden wurde, da brach über Deutschland der Weltkrieg herein. Als Hindenburg, in schwerster Stunde der Nation gerufen, das Kommando über die ostpreußischen Armeen übernahm, sah das deutsche Volk in banger Sorge nach dem uralten Ordensland. Durch die Rettung Ostpreußens von Invasion und Ueberflutung durch fremde Truppen wurde er z u m e r ft e n m a I zum Vater des Vaterlandes. N e u d e ck, 2. August. (DNB.) Feierliches Schweigen und tiefer F r i e d e n liegt über Hindenburgs Sterbehaus. Im ist der gesamte öffen11ick Landstraße Freystadt—Deut1 .SS ÄS W MMMs siO MM MMM W? WM- '"V?r - ^'r/? Die Trauerfeierlichkeiten Bürgersteige durch Taue zum Fahrdamm hin ab- An die Wehrmacht Kundgebungen der Bewegung Aus der Michshauptstadt Ueber dem R°ichsprästd°nt°npalais weht di- Standart- d-L Reichspräsidenten auf Halbmast. Berlin, Maretzky befindenden tunde. Zu gleicher Zeit mit der Trauerfeier im Ian- Ser Oberbürgermeister. I. B.: gez. Dr. Maretzky." Berlins Trauer. 2. Aug. (DNB.) Bürgermeister Dr. hat in Vertretung des sich in Urlaub Oberbürgermeisters das nachstehende immer mit Bangen gedacht haben, ist gekommen. Die Bürger Berlins legen noch einmal all ihre Verehrung und Liebe ihrem toten Reichspräsidenten, Ehrenbürger und Generalfeldmarschall Telegramm an den Sohn des verstorbenen Reichspräsidenten gesandt: „Die Bürgerschaft der Reichshaupt st adt steht tief erschüttert an der Bahre ihres Hindenburg. Die schwere Stunde, an die Millionen Oer Chef des Stabes Luhe an die SA. (MB.) Berlin, 2.August. SA.-Führer, SM.-THänner! das Lied „Ich hat einen Kameraden". Während dieser Musik feuert die außerhalb des Tannenbergdenkmals aufgestellte Ehrenbatterie einen Trauersalut. Alsdann wird der Sarg unter dem Spiel der Nationalhymnen in den Feldherrnlurm des Tannenbergdenkmals überführt. Erfolge aus dem flHfi cf) en Begriff feine sfron ihm mit Trauerflor umrahmt. Auf dem Tisch Preußentumes stets genommen hat. Als steht ein großer Strauß gelber Rosen in einer umjunger Leutnant kämpfte er für die Größe Preu- störten Vase. Auch im Zwischenzimmer zum Emp- ßens. Wenige Jahre später verhalf er an seiner sangsraum steht das Bild der Gattin des Ver- Stelle dazu, daß aus Preußen Deutschland wurde, blichenen mit Trauerflor. Im Vorderraum steht die Als Feldmarschall verteidigte er Preußens wich- Büste des verstorbenen Reichsoberhauptes mit einem tigste Provinz als Pfeiler des Deutfchtumes im Lorbeerkranz und mit Trauerflor geschmückt. Zwei Osten. Zum Schluß aber führte er Preußen Lorbeerbäume zur Rechten und Linken rahmen die in das einige große Deutsche Reich, wirkungsvolle Plastik ein. Die Beamten im Reichs- Das dankt ihm heute sein Preußen, das präsidentenpalais haben sämtlich Trauerflor an- ihm immer so nahestand. gelegt. Aufruf d§s Reichswehr- Ministers an die Wehrmacht (DRB.) Berlin, 2.August. Soldaten der Wehrmacht! Die Reichspräsidentenstandarte geht auf Halbmast. Berlin, 2. Aug. (DNB) Bald nach Bekannt- werden der Botschaft vom Ableben des greisen Reichspräsidenten bildeten sich m der Wilhetmstraße, insbesondere vor der Reichskanzlei und dem Reichs- präsidentenpalais, Menschenansammlungen. Kurz nach 9.30 Uhr ging die Standarte des Reichspräsidenten auf halbmast, der in kurzen Abständen die Fahnen auf den anderen Regierungs- „Der 2. August ist der erste Mobilmachungstag", so hieß es vor 20 Jahren in der Mobilmachungserklärung. heute, genau 20 Jahre später, ist der größte Soldat dieses Krieges zur großen Armee abberufen worden. Der greife Generalfeldmarschall, der als Präsident des Deutschen Reiches den Gefreiten des Weltkrieges, unseren Führer, als den Führer des deutschen Volkes berief, ist für uns, die wir uns mit Stolz die braunen Soldaten Adolf Hitlers nennen, der Inbegriff der soldatischen Pflichterfüllung. heute trauern wir um ihn und gedenken dabei all unserer Kameraden, die in und nach dem Kriege für Deutschlands Freiheit starben. Wir ehren das Andenken nach deutscher Männerart: Durch Pflichterfüllung bis zum Letzten! FürFührer, VolkundFreiheit! Aufruf des Reichsführers der SS. Berlin, 2.Aug. (DRV.) Der Reichsführer der SS., Himmler, hat folgenden Aufruf erlassen: S$.-2Hänner! öffnet und dadurch der Sehnsucht von Jahrhunderten deutscher Geschichte die Erfüllung gegeben. Eingedenk dieser Heldengestalt schreiten wir den Weg in die deutsche Zukunft voller Vertrauen auf den Führer des Deutfchen Reiches und Volkes Adolf Hitler! Oie Vereidigung Berlin, 2. Aug. (DRB.) Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg hat auf Grund des Gesetzes über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches und Volkes die sofortige Vereidigung der Soldaten der Wehrmacht auf den Führer des Deutschen Reiches und Volkes Adolf Hitler befohlen. Die Eidesformel lautet: „Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, daß ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit fein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusehen." Anschließend an die Vereidigung wird auf den neuen Oberbefehlshaber der Wehrmacht ein Hurra ausgebracht, dem die beiden Rationalhymnen folgen. Bewegung. Berlin, 2.August. (DRV.) Hindenburg ist tot! Hindenburg lebt in feinem Volke! Er lebt in unseren Herzen fort als das Symbol ruhmreicher deutscher Geschichte. — Er lebt fort als der Sieger von Tannenberg. — Er lebt fort als der Generalfeldmarschall des Weltkrieges. — Er lebt als der Vater eines großen Volkes! Die Kämpfer für Deutschlands Freiheit senken die Fahnen vor dem großen Deutschen in Trauer, Ehrfurcht und Dankbarkeit: platz staute, schwoll sie in den späteren Nachmittags- Fußen. Ich bitte, Ihnen das ln Ehrerbietung stunden zu Tausenden an, so daß sich die Polizei 'a9en 3U dürfen. gezwungen sah, um Unfälle zu vermeiden, die NuMeg geMrk. Sötting? es DeiHsche geben wird, lebt der Name Hindenburg als Vorbild eiserner Pflicht- treue, hingebender Opferbereitschaft und eines alles überragenden Charakters. Mit mir trauert die deutsche Luftfahrt um einen verständnisvollen Förderer. Ich spreche Ihnen mein tiefstes Mitgefühl zu dem unersetzlichen Verluste aus und versichere gleichzeitig die tiefe Dankbarkeit, die ich stets dem Andenken des Feldmarschalls bewahren werde der in so großer Güte auch mir immer beigestanden hat. Ich bitte, mein Beileid auch der gesamten Familie von Hindenburg auszudrücken. General Göring." „An Oberst von Hindenburg, Neudeck. Das Preußische Staatsministerium, sowie die gesamte preußische Beamtenschaft und vor allem die preußische Lan- despolizei übermitteln Ihnen und Ihrer gan- zen Familie durch mich das aufrichtigste Mitgefühl zu dem unersetzlichen Verlust. Der Generalfeldmarschall hat immer mit Stolz und Ueberzeugung betont, daß er sein bestes Wesen, seine Charakterstärke, aber auch seine unerhörten Reichspräsident von Hindenburg, der große Feldmarschall unserer siegreichen Armee, ist tot. 3n Ehrfurcht stehen wir an feinem Sarge. Gr ist aus diesem Leben geschiedi gegangen in die 21 n ft er l. hen deutschen Heroen. ,eine ar Gin langes Leben preußisch.deutscher Zukunft Trauerkunde hat die Herzen aller deutschen Sol- La*cn 9^°«en: ®cr Reichspräsident, unser General- feldmarschall von Hindenburg, ist zur groben Armee heimgegangen 9 -trü1»beroe9< lenken wir, feine alten J loldaten, die Fahnen vor der Bahre des Mannes, Der unser Führer im Weltkrieg BotfL9? Ekkehard des deutschen C 5 in schwerster Zeit gewesen ist. , bcr Hindenburg uns im Felde 1 5?"?ol der Pflichterfüllung und ifMpin bereikschgfi geworden war, fo /-n « oser Dienst an der Ration in den Iah- ren bitterster Rot unsVorbildundBeifpiel geworden und wird es bleiben für alle Zeit. IBenn wir jetzt Abschied nehmen müssen von dem. Pflichterfüllung hat der Feldmarschall uns allen vorgelebt. Eingedenk seines Geistes wollen wir Deutschland dienen, treu dem Führer heute und immerdar! Der Reichsführer der SS. h. Himmler. Trauer aller Parieigllederungen. ehrJ ‘ 9r'M2'„ au9' (S9tS-'8untfprud>.) Aus An- U Ablebens des Herrn Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg ordnet der Stellvertreter öe$ Führers für die gesamte Partei m allen ihren Gliederungen (PO., SA, SS HI., Arbeitsfront und Arbeitsdienst) eine "tägige Trauer an. Trauerzeit ist zum Dienstanzug Trauerflor über der Armbinde zu tragen, nnnho?"9x be5 Beisetzung einschließlich wird von den Verbanden kein Spiel gerührt. Die Dienst- der Partei stehen bis zum Besietzungstag« einschließlich unter Trauerbeflaggung. Die Trauer -er Frauen. Der preußische Ministerpräsident Göring." ^r3uL9lei?en Stunde versammelte Staatssekretär r ° 1 ’ ' v 1 M Dr. Meißner die Beamten und Ange- stellten des Reichs Präsidenten im ttLzviiviv Gartensaal des Reichspräsidentenhauses zu einer kurzen Gedenkfeier. Dr. Meißner gedachte in tIUIjvIv« tiefempfundenen Worten des hochverehrten Chefs, Doorn, 2. Aug. (DNB.) Der ehemalige Kai- bes ^elbberrn'Staatsmannesbefonbers aber aud) ser hat an den Obersten v o n h i n d e n bu r g ein bes Menschen Hindenburg, der seinen Untergebenen Beileidstelegramm gesandt, in dem er bewegten em wohlwollender Bor gesetzter von besonderer Her- Herzens seiner und seiner Gattin Trauer Aus- ^-5JU/C gewesen ist und der bet allen, die das druck gibt. „Ein von Gott überreich gesegnetes Le- ? uc^ hotten, unter ihm zu arbeiten, auch als salben hat seine Erfüllung gefunden. Der Kronprinz unvergessen bleiben wirb. wird dem verewigten Helden von Tannenberg in Während m den Mittagsstunden sich eine nach Neudeck unsere letzten Grüße überbringen." Hunderten Zahlende Menschenmenge am Wilhelm-! zusperren. Wie eine Mauer steht die Bevölkerung und harrt stumm vor dem Palais aus. Einem Pilgerzuge gleich zogen die Massen besonders nach Geschäftsschluß nach der Wilhetmstraße und von hier aus ergoß sich der Strom der Menschenmenge nach dem Wilhelmplatz, wo die Menge gegenüber der Reichskanzlei unmittelbar vor Dem Propagandaministerium Aufstellung nahm. Kops an Kopf harrt die Menge und erwartet das Kommen des Führers. . erlin, 2. August. An die Frauen m der NS.-Frauenschaft, in dem Deutschen Frauen- ' hew deutscken Frauenarbeitsdienst, in der ^en^rbei^ont ^nb bem Reichsfrauenbund bes Deutschen Roten Kreuzes erläßt die Reichs- blrf. RS.- Frauenschaft, 'Frau Gertrud Scholtz-Klink, folgenden Aufruf: „Das deutsche Volk trauert um den Reichspräsi- öenten von Hindenburg. Als sichtbares Zeichen tragen mir während der 1 41 ä g i g e n Trauer- Jett eine kleine schwarze Schleife auf der linken Seite des Kleides. Gertrud Scholtz-Klink." Kundgebung des Bundes« führers des RSOFB. ® = 2‘ 2lug. (D3tB.) Der Rund-sführ-r des J,^eul*'n Aronlkämpfcrbundcs (Sfatjifjelm) R-ichsminister Scldle. erläßt aus Anlaß des loöcs des Herrn Reichspräsidenten folgend« fi u n b- g e b u n g : KÄSÄ.V2. SÄ OerSt-llvertr-t-r»eszühr-rs macht, den parleisiellen, den Behörden sowie Otl öt€ ttötiOtlülf non Organisationen und Verbänden abgehalten • ’ □ i I ' werden. Es wird Vorsorge getroffen, daß die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen die Uebertragung der nationalen Trauerfeier im Tannenberg-Denkmal hören können. Sowohl die Trauerfeier im Reichstag, als auch die im Tannenberg-Denkmal wird im Rundfunk über alle Sender übertragen. Die Rundfunkorganisation der NSDAP, trifft Vorsorge für einen weitesten Volkskr->isen zugänglichen Gemeinschaftsempfang. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels fand heute im Propagandaministerium eine Chefbesprechung über die Durchführung der offiziellen Trauerfeierlichkeiten anläßlich des hinscheidens des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg statt. In dieser Besprechung wurde im Einvernehmen mit der Familie von Hindenburg folgendes Programm für die Trauerfeierlichkeiten festgestellt: Am Zttontag, 6. August, 12 Ahr, findet eine Trauerfeier des Reichstages statt, zu der Einladungen an das Diplomatische Korps, an die Reichs- und Länderregierungen, an die obersten Reichsbehörden, an die Wehrmacht und an Organisationen und Verbände der Beamten, der Arbeiter, der Wirtschaft und des Kulturlebens durch den Reichstagspräsidenten ergehen. Auf dieser Trauerkundgebung wird der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler sprechen. Seine Rede wird umrahmt von Trauermusik. Die große nationale Trauerfeier findet am Dienstag, 7. August, 11 Uhr, im Tannenberg- Rationaldenkmal bei Hohenstein in Ostpreußen statt. In der Nacht vom Montag, 6. August, zu Dienstag, 7. August, 24 Uhr, wird die Leiche des verstorbenen Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg in militärischer Trauerparade von Neudeck nach Tannenberg überführt. Der militärische Trauerkondukt endet zwei Kilometer nach Abmarsch von Neudeck. Der Sarg wird von hier bis zwei Kilometer vor das Tannenbergdenkmal überführt. Dort tritt wieder militärische Leichenparade bis zum Tannenberg-Nationaldenkmal an, wo der Sarg in dem Ehrenhof des Denkmals vor dem Kruzifix und einem dort zu errichtenden Altar aufgebahrt wird. Nach dem Einmarsch der militärischen Trauerparade, der Abordnungen und Fahnen und der Traditionstruppenteile des Generalfeldmarschalls, nämlich des 3. Garderegimentes zu Fuß, des Infanterieregimentes Nr. 51 und des Infanterieregimentes Generalfeldmarschast von Hindenburg Nr. 147, beginnt um 11 Uhr die Trauerfeier mit dem Trauermarsch aus der Eroica von Ludwig I van Beethoven. Es folgt eine Ansprache des evan- i gelischen Feldbischofs der Reichswehr, hieran schließt । sich der Choral (Militärmusik und Gesang der ! Trauergemeinde) „Ein feste Burg ist unser Gott' j Alsdann hält der Führer Reichskanzler Adolf i Hitler eine Traueransprache. Anschließend folgt | Hindenburg rief den Führer. — Hindenburg lei- gebäuben folgten. Mit ernstem Schweigen beobach- damit neue deutsche Geschichte ein. tete bie Menge biefen Vorgang. Die Häupter ent- Hindenburgs lebendiges Vermachl- bloßten sich und bie hänbe erhoben sich ehrsurchts- nis für Deutschland ist der Führer. D0«nfhbnanld,'^ln,ebmri) 2um (Bru&. Treu«,» Hindenburg-heiß, Treu« x b k-a^nr Bekanntwerben ber Trauernachricht bem Führer — beifet Treue x u Tiputtih würben die Empfangsraume und das Arbeits- u9rer yeiyl -treue zu Deutsch- 3 1 m m e r d e s Reichspräsidenten mit Flor i „ .. _ geschmückt. Die riesigen Deckenleuchter und die an ftraffen uns zu neuem Kampf um die Suber Wanb finb mit Flor umspannt. Die Spiegel funf* unseres Volkes. sind mit schwarzem Tuch verhängt. Im Arbeits- gez.: Rudolf Heß. zimmer des Verblichenen ist der Stuhl und ein Bild Die Einladungen zu dieser Trauerfeier erfolgen namens der Reichsregierung durch das Büro Des Reichspräsidenten. An dieser Feier werden das I Generalfeldmarschall ien Hindenburg, der Diplomatische Korps, sowie die zu erwartenden Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unser Führer Abge andten fremder Staaten teilnebmen !Reben ।1 j u y i n den Reichsministern, den Reichsstaatssekretären, den !!" ? * ° 9 C ’ 1 ^gongen. In Reichsstatthaltern, den Chefs der Länberregierun- 'iefer Erschütterung stehen wir an feiner gen werben dieser Feier vor allem Offiziere und Bahre. Soldaten der alten Armee, insbesondere die Tan- Das Heldenleben eines großen Sol- nenbergfämpfer, beiwohnen. Auch wird die ost- da t en hat damit feinen Abschluß gefunden, ein preußische Bevölkerung in weitestem Umfange Ge- Leben treuester Pflichterfüllung, das stets nur ein Ä m lt Mben, bei dieser Feier zugegen zu sein. Ziel gekannt hat: den u ner rn Ü d li chen D i en st In Anbetracht des beengten Raumes ergehen zu„„ Volk und Vaterland in hrri c dieser Feier Einladungen nur an männliche Teil- 7,, nehmer. Die Beförderung von Berlin nach hohen- ™ t ^tnem hmscheiden stein erfolgt in Sonderzügen der Reichsbahn. erleiden, mischt sich das Gefühl des Stolzes, daß So- __rr t - t er einer der unseren war. Sein großes vor- fliUenP0®el)«n?(.n«neL,Tnh?le SS Sein Beifpiel des Dienstes am Baferlanöe bis SÄSTJÄÄSft! ziue Verkehrsmittel und alle Fußgänger bleiben um Leben weiter einzufetzen für das neue Deuts ch- diefe Zeit für eine Minute stehen Zum Zeichen land. Seine Tore hat der Feldmarick^ll un« J des Beginnes dieser allgemeinen SSerMj^paufe । <5ewmarfcyall uns ge- werden in ganz Deutschland die Glocken geläutet. Das Glockenläuten dauert eine Viertel- \en aeirfiiphrn nnh »{„ v J nehmen müssen von oem, blichkeit ^>er ata' n* b?m deutschen Soldaten Hindenburg sterb- blichkeit aer gro- lich war, dann tun wir es in dem Bewußtsein, daß Persönlichkeit auch in der ****•' unseres Volkes fyrtrylkkßy Die militärische Gedenkfeier in Berlin Die Trauer der deutschen VoWämme Die Trauer der evangelischen Kirche t e r l a n d. nähme. Thüringen. 2. Aug. (DNB.) Reichsstatthalter Dr. Otto Dietrich, Reichspressechef der NSDAP., veröffentlich in der NSK. zum Tode des Reichspräsidenten von Hindenburg folgende Ausführungen. D. Red. Telegramm an sidenten seinem gegeben. Hildebrand, Reichsstatthalter und Gauleiter für Mecklenburg-Lübeck.' Oie Trauer im Saargebiei. Einstündiges Trauergeläut aller Berliner Kirchen. Gottesdienst statt. In den folgenden Tagen find bis einschließlich zum Tage der Beisetzung die Glocken von 8 bis 9 Uhr abends zu läuten. Die Kirchen find in den nächsten Tagen tunlichst den ganzen Tag über offen zu halten. Für die Beflaggung der kirchlichen Gebäude gelten die entsprechenden Anordnungen des Rei- d) es. Für den Tag der Beisetzung ergeht besondere Allordnung." wird, wegweisend und verpfllchlend für jeden Kämpfer der deutschen Nation. Vir Frontsoldaten vom Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (Stahlhelm), die wir -em Generalfeldmarschall als unserem Ehrenmitglied besonders verbunden waren, geloben in Weser Stunde, seinem Vorbild nachzuleben und niemals müde zu werden, in treuem und bis zum letzten Atemzuge hin geb en den Dienst an Volk und Vaterland. Front heil! Franz Seihte, Bundesführer des NSDFB. (Stahlhelm). Or. Meißner mit Weiterführung der Geschäfte beauftragt. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat den Staatssekretär B e r l i n, 2. Aug. (DNB.) Der R e i ch s b i s ch o f erläßt eine Kundgebung, in der es nach einer Würdigung der Persönlichkeit und Bedeutung Hindenburgs im Kriege, in der Nachkriegszeit und im neuen Deutschland heißt: „Das Leben des Reichspräsidenten Generalseld- marschalls von Hindenburg, zu dem ein ganzes Volk in unbegrenztem Vertrauen emporgeschaut hat, war getragen von einer tiefen Herzensfrömmigkeit; er war ein treues Glied der evangelischen Kirche. Sein letztes wort an den unterzeichneten Reichsbischof lautete: »Sorgen Sie dafür, daß Christus in Deutschland verkündet wird.' Diese Wohnung wird die Deutsche Evangelische Kirche als ein heiliges Vermächtnis des großen Toten bewahren. Unter dieser Losung wird deutsche Ehre und deutsches Wesen zur vollen Entfaltung kommen. In der Hand unseres Führers Adolf Hitler liegt jetzt das geschichtliche Erbe, das Deutschland heißt! Mit ihm bauen wir das Dritte Reich." An den Führer richtete der R e i ch s b i sch o f folgendes Telegramm: „In diesen Stunden gedenkt mit mir die ganze Evangelische Reichskirche Ihrer und der gewaltigen Verantwortung, die Sie neu übernommen haben. Wir erflehen Gottes Segen für Sie und unser Volk; Sie wissen, daß Ihnen unsere ganze Liebe und Treue gehört." In einem Telegramm des Reichsbischofs an den Obersten von Hindenburg heißt es: „Der Entschlafene war uns in der großen Zeit des Krieges, in der schweren Nachkriegszeit und in den gewaltigen Tagen der nationalen Erhebung stets das Vorbild treuer Pflicht- Reichspräsident von Hindenburg, der Generalfeldmarschall der deutschen Heere im Weltkriege und getreue Ekkehart seines Volkes in zwei Jahrzehnten schicksalentscheidender politischer Entwicklung, ist nicht mehr. Er starb auf dem Felde der Ehre, als Soldat feines Volkes, in treue st er Pflichterfüllung bis zum letzten Atemzuge. An seiner Bahre neigt sich heute in Trauer und Schmerz das ganze deutsche Volk. Wie Hindenburg im Leben, in seiner ehernen monumentalen Gestalt die Einheit des deutschen Volkes verkörperte, so gibt heute dieses geeinte deutsche Volk, das in völliger Geschlossenheit vor seinem großen Toten steht, Zeugnis von feinem historischen Vermächtnis. Mit Hindenburg ist eine Gestalt von w e l t - 1 geschichtlichem Format dahingegangen. Wenn heute fein Leben, fein Wirken, seine Leistung und seine epochale Bedeutung nicht nur in Deutschland, sondern in allen Staaten der Welt die verdiente Würdigung findet, dann betrachten wir es als unsere Ehrenpflicht, davon zu sprechen, daß sein Lebenswerk tief innerlich verbunden ist mit der nationalsozia- listischen Wiedergeburt der deutschen Nation. Der Generalfeldmarschall und Reichspräsident von Hindenburg war nicht nur der Repräsentant der Größe des vergangenen Reiches, er war auch der aktive Mitträger des neuerstandenen Reiches, des nationalsozialistischen Deutschland! Er war es, der dem Ralionalsozialismus den Weg zum Staate freigemacht hat, als die Entwicklung reif war für den nationalsozialistischen Staatsgedanken. Er hat die Wiederauferstehung der deutschen Ration im Zeichen des Hakenkreuzes als eine Erlösung aus nationaler Erniedrigung, als Ausdruck seines eigenen nationalen Wollens empfunden. Und deshalb hat er dem neuen Deutschland neben den Farben des alten Reiches die Fahne der nationalsozialistischen Erhebung gegeben. Er hat, seitdem er den N a t i o n a l s o z i a l i s - m u s in seinem wirklichen Wesen und seiner praktischen Arbeit kennengelernt hatte, nicht nur seine segensreichen Wirkungen für das deutsche Volk anerkannt, sondern ihn auch gefördert, wo immer er konnte. Hinter allen den großen Entscheidungen des Kanzlers in den verflossenen 18 Monaten der nationalsozialistischen Regierung stand der Reichspräsident von Hindenburg und setzte sich mit seiner vollen Autorität für sie ein. Er hat den Nationalsozialismus aus tief st em Herzen bejaht, und deshalb haben wir ihn auch ganz besonders schätzen und lieben gelernt. Das, was wir als Generalfeldmarschall in ihm bewunderten, haben wir als Nationalsozialisten in ihm wiedergefunden. Wir wissen, daß gerade unser Führer den Reichspräsidenten von Hindenburg zu tief st verehrt hat. Oft hat er uns davon gesprochen. Ie- präsidenlen an den Führer Dankesworte waren, dann weiß niemand mehr als Adolf Hitler, was er und das ganze deutsche Volk Hindenburg zu danken haben. Was uns Hindenburg war Von Or. Otto Dietrich, Reichspressechef der NSDAP. behütete, von unserem Führer Adolf Hitler vollendete Einheit und Einigkeit des deutschen Volkes mit der größten Entschlossenheit und mit dem bedingungslosesten und äußersten Opferwillen zugleich mit der Ehre des deutschen Volkes zu bewahren. Damit bitte ich Sie, hochzuverehrender Herr Oberst, die tiefste Anteilnahme der Thüringer Bevölkerung, der Thüringer Nationalsozialisten und meine persönliche zu dem unermeßlichen Verlust, der Sie und uns alle betroffen hat, entgegennehmen zu wollen. Fritz S a u ck e l, Gauleiter und Reichsstatthalter." Von der Wasserkante. Hamburg, 2. Aug. (DNB.) Reichsstatt» Halter und Senat haben an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet: „In tiefer Ergriffenheit übermitteln wir Ihnen die Trauer und das Beileid zu dem Hinscheiden des Herrn Reichspräsidenten, Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg. In Dankbarkeit und Ehrfurcht neigt sich Hamburg mit unserem Volke vor der Größe des Entschlafenen, dessen Name die Zeiten überdauern wird, als der des Führers der deutschen Volksheere im größten Kriege der Ge- schichte, als treuen Ekkehart in düsteren Tagen und als Schirmherrn des Dritten Reiches." Auch dem Sohn des verstorbenen Reichspräsidenten, Oberst von Hindenburg, haben Reichsstatthalter und Senat ihr Beileid übermittelt. Schwerin, 2. Aug. (DNB.) Der Reichsstatthalter für Mecklenburg-Lübeck, Hildebrand, hat an Oberst von Hindenburg folgendes Telegramm gesandt: „Wenn auch nicht unvorbereitet, so hat mich die Nachricht vom Ableben Ihres Herrn Vaters, des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls, tief erschüttert. Am Tage der 20. Wiederkehr des Beginns des Weltkrieges, an dem wir unserer gefallenen Kameraden gedenken wollen, sinken unsere Fahnen auf Halbmast. Der größte Soldat des Weltkrieges ist zu seinen Kameraden heimgegangen. In tiefer Trauer steht das deutsche Volk an der Bahre seines großen Toten. In aufrichtiger Teil- Saarbrücken, 2. Aug. (DNB.) Mit tiefer Trauer und Erschütterung hat die Saar- bevölkerung Donnerstag vormittag kurz vor 10 Uhr von dem Ableben des Reichspräsidenten Kenntnis erhalten. Feierliches Glockengeläut kündete das ernste Ereignis an. Wie em Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht durch tue Stadt Saarbrücken und das ganze Saargebiet. Binnen weniger Minuten gab ein überwältigendes Fahnenmeer dem allgemeinen Miterleben der Saar- bcvölkerung Ausdruck. Auch die Regierungskommission und die französische Grubenverwaltung haben anläßlich des Todes des deutschen Reichsoberhauptes ihre Flaggen auf Halbmast gesetzt. Ueberall stehen Gruppen von Menschen zusammen, die den Tod des Reichspräsidenten besprechen. Das JWe Kreuz legt Trauer an. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes hat angeordnet: Anläßlich des Ablebens unseres geliebten Reichspräsidenten und Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes tragen sämtliche Mitglieder der Sanitätskolonnen und die Schwestern vom Roten Kreuz einschließlich der Schülerinnen, sowie die im Dienst befindlichen Hilfskräfte zur Diensttracht f ü r v i e r - zehn Tage einen Trauerflor am linken Oberarm. Die Dienstgebäude und -Anstalten des Roten Kreuzes setzen Flaggen halbmast wie die öffentlichen Gebäude. geboren worden. Vier harte Kriegsjahre hätten in den Herzen unzähliger Deutschen das erste Samenkorn dieser neuen soldatisch-deutschen Weltanschauung gelegt. Im Herzen eines Mannes, der als unbekannter Soldat im Kriege seine Pflicht getan habe, sei der Funke zur hellen Flamme geworden, die Millionen und schließlich das ganze deutsche Volk ergriffen habe. Mit einem Treuegelöbnis für den Führer schloß Generalmajor von Witzleben seine Ansprache. Oie Trauer -es Kyffhäuser-Bundes. Berlin, 2. Aug. Oberst a. D. Reinhard, der Bundesführer des Deutschen Reichskrieaerbundes „Kyffhäuser", richtet an die Kameraden des Kyff- Häuserbundes eine Trauerkundgebung, in der es u. a. heißt: „Kameraden! Generalfeldmarschall von Hindenburg, der allverehrte Schirmherr unseres Kyffhäuser- bunoes, ist nach Gottes Ratschluß in die Ewigkeit hinüberaegangen. In tiefster Trauer senken wir unsere Fahnen an der Bahre unseres großen Kameraden. Sein hohes Vorbild als Mensch und Soldat wird in unserer Arbeit und in unseren Taten fortleben. Das ewige deutsche Soldatentum ist für uns nicht denkbar ohne die heilige Erinnerung an den unvergeßlichen Vertreter unseres soldatischen Denkens. Die Persönlichkeit des großen Soldaten aber wird ihr unvergängliches Denkmal finden in den Herzen seiner alten Kameraden. So wollen wir uns seiner in schlichtem Pflichtbewußtsein und unerschütterlicher Treue würdig zeigen und ihm nacheifern im Dienst am deutschen Vaterland, das das erste und letzte Ziel feines unermüdlichen Denkens und Schaffens war. Der soldatische Abschied von unserem toten Kameraden heißt: Vorwärts mit Gott in feinem Gedenkens" desmal, wenn Adolf Hitler vom Reichspräsidenten zurückkam, war er aufs neue von ihm begeistert. 2Han sagt nicht zuviel, wenn man feststellt: DNB. Berlin, 2. August. Um 20 Uhr beaann für eine Stunde von allen B e r lcn e r Äi r y e I . L„nL,t hon „nnnnpfifdien als auch den katholischen, Weimar, —v- —/-!-—V—7- ein ei n st und?« es Glockengeläut für den Sauck - l richtete an Oberst von Hindenburg in hJimnpnnnapnen Reichspräsidenten. Außerordentlich Neudeck folgendes Telegramm: mnr die B^elliaung der Berliner Bevöl- „Das unerforschliche Schicksal hat am 20. Jahres- eri n^nn den A b n d g o t t e s d i e n st e n der tag der Mobilmachung zum Weltkrieg einen der n^?s?on«icken Kirchen Während um 21 Uhr sich größten Feldherren, der zugleich eine der größten hpr T)nm der Haupttrauerfeier bis auf den und charakteristischsten Gestalten der deutschen Ge- bfafon Slah füllte strömten die Massen in die schichte war, abberufen. In tiefster Trauer und ^blLene^zü' bX?“* ?eTuhlte^Äfe °Vn"d V Be i^dem Trauergottesdienst im Dom sprach Stände mit dem gesamten deutschen Volk an M ü l l e r. Er legte seiner Predigt das der Bahre des verewigten und von der ganzen S^^ftwort ^uarunde: „Sei getreu bis in den Tod, Welt anerkannten und verehrten Reichspräsidenten (n^miL d?r die Krone des Lebens geben". Unsere des Generalfeldmarschalls von Hmdenbura, mit Trauer fei fein bumpfes Klagen, sondern sie sei dem festen Willen, das große heilige Erke des mannhaft und stolz. Hehr und groß stehe die Per-1 Feldmarschalls, die von ihm immer ersehnte und Anordnung der Reichsfilmkammer. Anordnung des Reichsbischoss. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Gemäß einerAnordnung Berlin, 2. Aug. (DNB.) Die Pressestelle der der Reichsfilmkammer haben am heutigen Tage und Reichsklrchenregierung mbt folgende Anordnung am Beerdigungstage des Herrn Reichsprä- des R e i ch s b , s ch o f s bekannt: sidenten alle Filmvorführungen zu .Ln tiefer Bewegung und Trauer hat das deut- unterbleiben I sche Volk die Kunde vom Tode seines Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten von Hindenburg vernommen. Ich ordne folgendes an: Heute abend find von 8 bis 9 Uhr sämtliche Glocken zu läuten. Um 9 Uhr findet in allen Kirchen Württemberg. erfüllung und selbstloser Hingabe für » Qn Oberst von Hindenburg fol- d e n D i e n st a n D o l k und V at e rl an d. Sein genbß3 Telegramm gerichtet: starkes Gottvertrauen und seine echt evangelische w ü r t t e m b e r g i s ch e Volk ist tief er- Frömmigkeit werden Jem Andenken in unserer f$üttert über das Ableben des greisen Reichspräsi- Kirche lebendig halten." denken und Generalfeldmarschalls. Wir Schwa- des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg! sonlichkeit des Feldmarschalls vor unseren Augen. Dr. Meißner mit der Weiterführung der Fröhliches, glaubendes Gottvertrauen und heiße bisher vom Bureau des Reichspräsidenten geführten Liebe zu Volk und Vaterland feien in dem Menschen Geschäfte beauftragt. I uni) Soldaten Hindenburg lebendige Wirklichkeit Die NG-Lehrertagung findet statt. LPD. Frankfurt a. M., 2. Aug. Die NS.- nur lebendig werden durch Arbeit, Hingabe und Lehrertagung findet wie vorgesehen vom 3. Treue. bis 5. August in Frankfurt a. M. statt. Sie be- In den Abendstunden fanden sich zahlreiche ginnt am Freitag, 16 Uhr, mit der Eröffnung der Katholiken in ihren Gotteshäusern ein, um Lehrmittelausstellung im Bachsaal auf dem Fest- still des in die Ewigkeit gerufenen Reichspräsidenten Hallengelände durch Staatsminister Sche mm. Das zu gedenken. Am Freitag oder an den folgenden weitere Programm der Tagung wird durch die Tagen wird in der S t. Hedwigs-Kathe- Tagespresse rechtzeitig bekanntgegeben. drale ein feierliches Requiem stattfinden. cYofoAtMmm rttl den den waren dem großen Deutschen immer in be- Em werteres Telegramm an ven fonberer ßiebe unb Verehrung zugetan. Ich bitte, Führer im Namen des württembergischen Volkes und in tautet- D-rR-ichsr-gi-rung sprech- ich zum meinem Namen die ausrichtige Anteilnahme ent- Beileid aus. Das Gottvertrauen und tue echt Baden. evangelisch- Frömmigkeit desEntWafenen wird Sar|5rub 2 ä Der badische Mini, m allen deutschen e iR = i» ? ft e r p r ä f i b e n t hat der Familie des Reichsprä- bleiben. Gott der Herr s 9 d^sen sidenten von Hindenburg namens der badischen Re- re gl erung und ihre arbeit in o e, ' und des badischen Volkes telegraphisch fern schweren Tagen der Trauer. Reichsbischof." herzliches Beileid ausgesprochen. . . Der a) im i | (fben|0 der Reichs st atthalter m einem die Familie des Herrn Reichsprätief empfundenen Beileid Ausdruck Berlin, 2. Aug. (DNB.) Unter stärkster An- _ ,, . . teilnahme der Bevölkerung ging Donnerstagabend sie waren sich ans Herz gewachsen, der greise im Lustgarten die große militärische G e - Reichspräsidenl und sein Kanzler, der General- denkfeier der Truppen des Stand- feldmarschall und der Gefreite des Weltkrieges. ortes Berlin zur Erinnerung an den sich zum Der Reichspräsident und der Kanzler des Drit- 20. Male jährenden Tag des Kriegsausbruches vor len Reiches, sie waren gute Kameraden gewor- sich- Die Veranstaltung gestaltete sich gleichzeitig den, seitdem das deutsche Schicksal sie zusam- W einer erhebenden Trauerkundge bung für ' _____/ /..„s den zur großen Armee abberufenen General- mensuhrle. Sie waren be.de Soldaten und in ,.td mansch all des W-ltkri-g-s und Reichsprä- dieser ihrer soldatischen Haltung lag das Fun- sidenten. Unmittelbar vor der Schloßrampe nah- damenl ihrer inneren Verbundenheit. Es hatte men bie Abordnungen des Kyffhäuserbundes, der sich ein echtes und fruchtbares Vertrauensver- ehemaligen Schutztruppen, des Reichstreubundes, hällnis herausgebildet, wie es wohl feit Wil- I SA., HI., Arbeitsdienst, SS., Landespolizei, Schutzhelms I. und Bismarcks Zeiten zwischen Reichs- Polizei, Feldjäger und Deutscher Luftfahrtoerband oberhaupt unh Kanzler nicht mehr bestanden mit Fahnen Aufstelluna. Den linken Flügel nah- ’ v 3 h < men vier Kompanien Der Berliner Garnison em. 9 ' Unter den Ehrengästen bemerkte man den Chef Ich weiß, daß vielleicht niemand in Deutschland der Heeresleitung General von Fritsch, Vermehr um Hindenburg persönlich trauert, treter der Reichs- und Staatsregierung, höhere Po- als Hitler. Er sieht und verehrt in ihm einen SA.- und SS.-Führer. Gbura” 6&ben ‘ b«5 Unf ®en^r Um 20 Uhr marschiert- bi- Ehr-nkampani- der ickwb ttt «tn'enmbd bes Än fiÄ mit 24 Fahn-n d-r alt-n Arm-- an. tote Mnd-nbura war Mitkämpfer auf Nach bem Nieberländischen Dankgebe, sprachen d°r ?r°ub-n-ruh mvv len W eazumR- ich! evangelische und d-r katholische W-hrkr-ispsarr-r. Er war der l-b-ndiae ^-uge für ®bte Größe unb Sie gebuchten zunächst des Heimgegangenen Gene- h»n ßUnni @(ii(errei*e5 2113 Rührer der deut- ralfeldmarschalls und erinnerten dann an den gra. fcken A-er- im a wal asten Ringen aller Zeiten, sten Aufbruch des Volkes am 2. August 1914.. Sie '^rd, er ,um s->-7os des Volke s Er erlebte «-dachten de- Opf-rtod-s d-r zwei Millionen deut- ^tiefften ^turz der Nation und versagte sich W" Menschen, die ihre Liebe zum Vaterland- ge- auch dem Vaterland- nicht in den Zeiten Mmad). ^m£i * $ ÄS Z bie i6Ä e°nnb e"^ Wer^eM N ' o n zu erleben unb t°"g mihugestaltem ^^7„°-fewm^r,chall^ Äbe ftÄ S Am Ende seines Lebens stehl der Beginn einer ten Männern unseres Volkes zugerechnet werden, neuen Zukunft Deutschlands. Die Gewißheit jenem 2. A u gu st 19 1 4 fei zum erstenmal die neuerstehender Größe des Reiches nimmt er innere deutsche Volksgemeinschaft geboren worden, mit ins Grab. Der Kreislauf eines wunder- ^Damals fei der Nationalsozialismus baren Lebens Hal sich sinnvoll geschlossen. Hindenburg ist die Brücke über die zwei Jahrhunderte deutschen Schicksals. Er ist das Bindeglied zweier Epochen deutscher Nation, er hat das große Erbe unserer 23er» Bn^id)9ebor9en unb I)inüber9etra9en in ba5| Trauersitzung monumentaler Größe. Niemals *hat°°er des bayerischen Ministerrais. das verleugnet, worin er nad) Herkunft und Tra- München, 2. August. (DNB.) Aus Anlaß des dition wurzelte, wenn er das ^eue beiahte Todes des Reichspräsidenten trat heute vormittag hat aber auch der Kanzler des ^^onalsozlallstlschen bayerische M i n i st e r r a t zu einer Reiches etwas von seinem Reichspräsidenten gefor- Trauersitzung zusammen, an der auch Staats» bert, dem dieser vor seinem gewissen nicht ha te |efretär Hofmann, der Stellvertreter des zur zustimmen können. Niema s hat Hindenburg^ seinem $ u München abwesenden Reichsstatthalters, Kanzler etwas verweigert, was im Interesse ber gi(nabm } deutschen Nation von ihm erbeten muröe~ Ministerpräsident Siebert gab dem Gefühl Wenn die letzten Worte des sterbenden Reichs- 11 i e f ft-e r Trauer der bayerischen Staatsregierung und des ganzen bayerischen Volkes Ausdruck. Er würdigte die Größe Hindenburgs, seine Bedeutung für das deutsche Volk und erinnerte daran, daß durch Gesetz vom 20. April 1933 der Reichs- , , .... Präsident Ehrenbürger von Bayern, in Dieser Dank, der dem großen Toten nicht I tjeffen Bergen er so oft Erholung gesucht habe, ge- mehr mit Worten abgestattet werden rann, rotrD roorben sej. Sein Leben und seine Pflichtauffassung der ganzen Nation zu einer 9 e 1 * l..9,e. I feien Vorbild für jeden Deutschen. Mit Verpflichtung zur Tat, zum unermüdlich aßen deutschen Gauen vereine sich auch Bayern tätigen Dienst für Deutschland. |tn dem Gefühl der Trauer und Dankbarkeit, aber auch im Sinne des großen Toten in dem Bekenntnis der Treue zu Führer, Volk und Da- Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebiiderten, leichtverständlich geschriebenen Wer- ken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlaßs- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher44 Hugo Bermühler Verlag . Berlln-Llchterfelde Danzigs Beileid. Der Senatspräsident an den Führer. Danzig, 2. Aug. (DNB.) Aus Anlaß des Todes des Reichspräsidenten von Hindenburg, des Ehrenbürgers der Stadt Danzig, haben alle öffentlichen und privaten Gebäude die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Um 12 Uhr begannen von allen Kirchen die Glocken z u läuten. Der Präsident des Senats hat folgendes Telegramm an denFührer nach Berlin gerichtet: „Die Nachricht von dem Hinscheiden des Herrn Generalfeldmarschalls Reichspräsident von Hindenburg, unseres verehrten Ehrenbürgers, stellt uns in Reihen der trauernden Nationen. Für das gesamte deutsche Volk bleibt dergroßeToteSinnbild und Beispiel treuer Pflichterfüllung in Krieg und Frieden. Alle, die wir innerhalb und außerhalb der Reichsgrenzen unter diesem Erbe stehen, vereinigen uns in so schicksalsschwerer Stunde SU dem heißen Wunsche um Kraft für Sie, mein Führer. In Treue! Dr. Rauschning, Präsident des Senats und der Freien Stadt Danzig." Anläßlich des Ablebens des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg hat Präsident Dr. Rauschning heute um 12 Uhr dem Konsul des Deutschen Reiches, von Rado- witz, seinen persönlichen Besuch abgestattet und das Beileid der Danziger Regierung zum Ausdruck gebracht. Auf Anordnung des Senats werden sämtliche öffentlichen Gebäude innerhalb des Staatsgebietes bis zum Abend des Beisetzungstages des Reichspräsidenten H a l b m a st flaggen. Die Offiziere der Landes- und Schutzpolizei legen Trauerflor an. Bundesfagung heimattreuer Schlesier abgesagt. Berlin, 2. August. (DNB.) Die Tagung des Bundes heimattreuer Schlesier (Vereinigte Oberschlesier und Schlesier) vom 3. bis 5. August in Görlitz, ist auf Anordnung der Reichsleitung der ostdeutschen Heimatoerbände mit Rücksicht auf die Volkstrauer abgesagt worden. Oie Trauer des schaffenden Volkes stets das Vorbild des echten Journalisten bleiben wird. Das große Soldatentum Hindenburgs soll uns immer ein Ansporn sein, als geistige Soldaten des neuen Reiches treu dem Führer Adolf Hitler unseren verantwortungsvollen Beruf pflichtbewußt auszuüben. Wilhelm Weiß, Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse. Das Beileid des Führers der deutschen Wirtschaft. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Der stellvertretende Führer der Wirtschaft, Graf von der Goltz, sandte an Oberst von Hindenburg folgendes Telegramm: „Zu dem schweren Verlust, der mit Ihnen das ganze deutsche Volk und insbesondere auch die deutsche Wirtschaft durch das Hinscheiden unseres verehrten und geliebten Herrn Reichspräsidenten betroffen hat, spreche ich Ihnen im Namen der Gesamtorganisation der deutschen Wirtschaft meine tiefempfundene Anteilnahme aus." ©er Reichsstand der Industrie. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Zum Hinscheiden des Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg hat der Präsident des R e i ch s st a n - des der deutschen Industrie Dr. Krupp von Bohlen und Halbach an den Reichs. Präsidenten und Reichskanzler Adolf Hitler fol. gendes Telegramm gesandt: „Einigkeit war die immer wiederkehrende Mah, nung Hindenburgs. Der Reichsstand der deutschen Industrie gelobt, diese Mahnung zu echter Volksgemeinschaft als politisches Te- stament dauernd zu bewahren. Im Namen der deutschen Industrie erneuere ich hiermit, sehr ge. ehrter Herr Reichspräsident, das Gelöbnis der Treue zu Ihnen, auf dessen Schultern nunmehr allein die Führung des Reiches und des Volkes lastet. gez. Krupp von Bohlen und Halbach." Gleichzeitig hat Dr. Krupp von Bohlen und Hal. bach an den Sohn des verstorbenen Reichspräsj. deuten Oberst von Hindenburg namens des Reichsstandes der deutschen Industrie ein Beileids- telegramm gerichtet. Alle deutschen Schiffe flaggen Halbmast Hamburg, 2. Aug. (DNB.) Aus Anlaß des Hinscheidens des Reichspräsidenten ist an alle auf See befindlichen Schiffe über Norddeich-Rügen fol- gende Weisung ergangen: Anläßlich des Ablebens des Herrn Reichspräsidenten flaggen alle deutschen Seeschiffe bis zur Beisetzung H a l b m a st. Der Führer der Deutschen Schiffahrt. gez.: Staatsrat Eßberger. Gegnerische Generäle über Hindenburg 3. 4. hXn T 7in9?n7ni re\ Lnn‘ war der bewundernswerte Tribut seiner Aufrichtigst ¥.em Trauerte ber deutschen Geschichte feit, an die Ehrenhaftigkeit seiner Denkungsart und $ Qf.!Crt bie "ese Liebe für sein Land, die die Grundlage PnmnF H n£e ■*' dessen Lebens- einer ganzen Laufbahn war. Als b e st e r T y p u s tarnpf der U eher Windung der früheren Zerrissen- eines Berufssoldaten verdiente er alle öffentlichen Lebens m Deutschland gegol- Ehren, die ihm zuetil wurden ten hat. .Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei I R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. GroßewBuseck August 1934 Tettau (Oberst.) 4490 D ZwangsversteigerungK \%34 2. unter 03779 an den Gieß. Anz. Photo 44S*A Kreuzplatz 9 Zrmgard Ostecheld Walter Resch, Lehrer Verlobte Ala Anzeigen MlkMseWokl Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitschristen «kll.SAlsWeM.7 Gießen, den 15. Juni 1934. 3m Auftrag des Hessischen Amtsgerichts Gießen. Solüan, Ortsgerichtsvorsteher. Waren Sie schon im Urlaub? Sicher haben Sie hübsche Photos gemacht! Das kann ja heute auch nicht mehr anders sein. Bringen Sie doch mal die besten Aufnahmen vorbei, damit ich Ihnen ein paar hübsche Vergrößerungen davon mache. Diese Arbeit ist eine Spezialität von mir. Gedenken und Gelöbnis der Deutschen Arbeitsfront. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Der Führer der Deutschen Arbeitsfront und Stabsleiter der PO., Dr. Robert Ley, hat folgenden Aufruf erlassen. Der Generalfeldmarschall und Reichspräsident von Hindenburg ist von uns gegangen. Der erste Soldat des Reiches, der getreue Ekkehart des deutschen Volkes, ist Deutschland genommen worden. Er hat noch erleben können, wie sein sehnlichster Wunsch, die Einigung der Nation, durch den Führer Adolf Hitler Wirklichkeit wurde. Er f)at noch erlebt, wie Arbeiter und Unternehmer eine nationale Schicksalsgern e i n s ch a s t wurden. Im Kriege war der Feldmarschall dem Volke Hoffnung, Zuverst ch t u n d Sieg, in den Zeiten der Schande und Demütigung der Nachkriegszeit war er Sym - b o l des Glaubens und der Zuversicht. 3m Dritten Reich war er den Deutschen und den politischen Soldaten das leuchtende Beispiel dafür, daß Zähigkeit, Glaube undDiszi - plin den Wiederauf st ieg unseresVol- kes verbürgen. Gerade der deutsche A r - beiter, der sich im Weltkriege als treuester Sohn der Nation erwiesen hat, verbindet an der Bahre das Gedenken mit dem Gelöbnis: Mit doppeltem Eifer das zu vollenden, was dieser Mann immer wieder dem Volke predigte: bie Einheit der Nation und des Volkes! Anordnung derOeutschen Arbeitsfront. Berlin, 2. Aug. (DNB.) das Presse- und Propagandaamt der Deutschen Arbeitsfront teilt mit: 1. Die im Besichtigungsprogramm des Führers der Deutschen Arbeitsfront Dr. L e y vorgesehenen Veranstaltungen fallen bis zum 7. August aus. Des weiteren unterbleiben alle übrigen Kundgebungen der Deutschen Arbeitsfront und der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" bis einschl. 7. August. 2. Alle Veranstaltungen der DAF. und der NSG. „Kraft durch Freude", deren Charakter in Widerspruch zu der angeordneten Volkstrauer um den dahingeschiedenen Herrn Reichspräsidenten steht, werden für die n ä ch st e n 14 Tage bis , einschließlich 15. August abgesetzt. gez. Busch, i Leiter des Presse- und Propagandaamtes ' der Deutschen Arbeitsfront. i 5k3iNMl WWW l.Stockod.Part. i. Stadtmitte bis spätestens l.Oktod. gesucht. Schriftliche Angebote u. 03781 an d. Gieß. Anz. General Peytonc March, der amerikanische General st abschef während des Weltkrieges, erklärt: Der Tod Hindenburgs rafft von den gro - 6en Weltkriegsfiguren den einzigen Mann dahin, der auch nach dem Kriege die überwältigende Mehrheit seines Volkes hinter sich hatte. Es mißlang Clämenceau, Präsident Frankreichs zu werden, Lloyd George dankte als Ministerpräsident ab, Wilsons Völkerbund wurde von Amerika abgelehnt, kein Heerführer irgendeines Landes erhielt solche Ehren wie der große Deutsche. Das Ehren, die ihm zuetil wurden Bezeichnend für die Trauer, die unter den Kriegsteilnehmern auf britischer Seite herrscht, ist folgende Aeußerung des Gene- rals Sir Jan Hamilton: „Ich habe Hindenburg seit 1908 gekannt: er war ein Mann, den die Sol- bat en ohne irgenbwelchen Beigeschmack politischen Gefühls berounbern konnten. Er staub fest wie ein Fels unter all bem politischen Unsinn. Ich bin überzeugt, baß er aufrichtig für Friebeu war." Es wirb empfohlen, baß die Führer des Hand- werks Trauerabzeichen anlegen, so weit fcies nicht schon durch ihre Zugehörigkeit zur PO. Zu geschehen hat. Auch für alle übrigen Hand- werksmeister soll diese Empfehlung gelten. Am Beisetzungstage rufen die Kreishandwerks- fuhrer die Obermeister zusammen und gedenken in würdiger Weise des Verdienstes des Gene- ralfeldmarschalls und Ehrenmeisters des deutschen Handwerks. Heil Hitler! Der Landeshandwerkssührer. Gez.: Gamer. Mittwoch abend 8 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fran Marie Klotz Witwe, Seh. Onler im 70. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-Linden, Gambach, Viernheim, den 2. August 1934. Die Beerdigung findet Samstag, den 4. August, nachmittags 3*/2 Uhr, vom Sterbehause Grabenstr. 7 aus statt. --- 4489 D Besuch Schuschniggs und Siorhembergs in Rom im September. Paris, 3. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Havasmeldung aus Rom werden der öfter« reichifche Bundeskanzler Schuschnigg und Fürst Starhemberg wahrscheinlich im Septem- ber zu Verhandlungen mit Mussolini nach Rom kommen. Trauer und Gelöbnis der deutschen presse. Berlin, 3. Aug. In der „Deutschen Presse", bem Organ des Reichsverbandes der Deutschen Presse, veröffentlicht der Leiter des RDP. zum Tode des Reichspräsidenten folgenden Nachruf: .o^.^onlag, dem 20. August 1934, vormittags J.01 f Uhr, findet im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleychstraße 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221 bie Zwangsversteigerung ber im Grunbbuch von Aeben, Band III, Blatt 134, unb Banb 42, Blatt 2174, ber Eheleute Luis Hahn in Gießen bzw. deren (fcrben zugeschriebenen Grundstücke statt: 44870 ' ^c«354°/io, hosreite auf dem Vrcmd, 153 qm, Schätzungsbetrag 21 530 RM. Jlur I, Ar. 35431/ioo, ©raßgarten daselbst 65 qm, Schatzungsbetrag 325 RM. 3 Zu Banb 42, Blatt 2174, Flur XXXVIII, „ - 146» Grabgarten am Dißmarer Weg, 879 qm, Schatzungsbetrag 1758 RM. eina,nbcÄrUn9 ^us- Anordnung des Landeshandwerksführers für Hessen. 1. Es wird angeordnet, daß das gesamte Handwerk aus Anlaß des Hinscheidens des Reichspräsidenten von Hindenburg tiefste Trauer an den Tag legt. 2. Alle Tagungen, Versammlungen und dgl., die wirtschaftlichen Charakter tragen, fallen bis einschl. des Beisetzungstages aus. 9m „Echo de Paris" beschreibt der frühere französische Militärattache in Berlin General Tour- n 6 s die Laufbahn Hindenburgs, der, wie er sich ausdrückt, verdiene, unter den größten deutschen Staatsmännern genannt zu werden. Hindenburg sei ein großer deutscher Patriot gewesen. Der „Matin" bringt einen Artikel eines ehemaligen französischen Frontkämpfers, der als Soldat ohne Haß und ohne Mißachtung Hindenburg den Namen eines großen, guten Menschen beilegt, der Charakterstärke und erprobte, streng anständige Gesinnung bewiesen habe. Hindenburg sei ein Mann aus hartem, aber sehr reinem Metall gewesen. „W i r Soldaten", so heißt es in diesem Artikel, „b e u- gen uns voll Achtung an ber Bahre d e s Felbmarschalls, bes Solbaten, ber ben Gegner niemals heruntergemacht hat. Unb keiner von uns benft baran, ihn herunterzumachen. Was Hinbenburg an Wunbern vollbringen konnte, bas hat er an ber Ostfront bewiesen. Wir grüßen in Hinbenburg mit Achtung ben Reichspräsidenten und ben Mann, ber alle Tugenben eines großen Bürgers besaß." Die deutsche Presse von 1934, geeint im Geiste des nationalsozialistischen Staatsgebankens, hat bie Genugtuung, heute in einer Verfassung zu sein, bie es dem greifen Reichspräsibenten ermöglichte, wenigstens an seinem Lebensabend sein Ideal verwirklicht zu sehen. Die gesamte deutsche Presse trauert um den Mann, der in fei- nem treuen, männlichen und charaktervollen Wesen Zwangsversteigerung K ß34 Am. Montag, dem 20. August 1934, vormittags ta Jm ^mtsgeridjtsgebäube in Gießen, Gutfloischstraße 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221 d" Zwangsversteigerung der im Grundbuch von Gießen Band IX, Blatt 422, auf ben Namen a) heck- n°fk b) heckroth, Hedwig, geb. Reusch- Itng, dessen Ehefrau, zu eingetragene Grundstück statt: 4488D 1. Jlur I, Nr. 8884/io, hofreite (Schanzenslrahe 1), auf dem Reichensand, 253 qm, Schäkunas- betrag 11 325,- RM. 0 9 Gießen, den 15. Juni 1934. 5m Auftrag des Hessischen Amtsgerichts Gießen. Soldan, Ortsgerichtsoorsteher. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: 5.23.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den hörigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 34: 10 100. Druck unb Verlag: Paris, 3. Aug. (DNB.) Der amerikanische General Pershing, ber sich zur Zeit in Paris aufhält, hat nach Bekanntwerben ber Nachricht vom Tobe bes Reichspräsibenten erklärt: Generalfelb- marschall von Hinbenburg wirb eine ber markantesten Gestalten bes Weltkrieges bleiben. Die meisterhafte Art unb Weise, wie er bie Operationen an der Ostfront geführt hat, haben seinen Ruf als großen Kriegsmann geweiht. Seine Ergebenheit für Deutschland und für das deutsche Volk auf militärischem wie zivilem Gebiet waren bie am meisten hervortretenben Züge seines Charakters. 5n ben Provinzausgaben ber Morgenpresse finden sich zwei Nachrufe französischer Generäle für Hinbenburg. Jm „Journal" bezeichnet General Maurin Hinbenburg als einen ber größten militärischen Führer aller Zeiten unb aller ßänber unb verweist auf bas von Hinbenburg im September 1919 veröffentlichte Buch, in bem seine schöne Soldaten- seele berounbernsroert zum Ausbruck komme. Hindenburg sei persönlich bescheiden gewesen, aber stolz auf sein Land. FungesEhevaar sucht per l.Sept. oder später mit Küche. Schr. Angeb.m.Preisangabe u. 03785 an d. Gieß. Anz. Hitlcrwall, Scke Walltor schönes rahiges Zimmer von solid. Herrn gesucht. Preis- Angeb. u. 03755 an d. Gieß. Anz. [Vermietungen | 4-Zimmer- Wohnung Küche, Bad und Zubehör zu vermieten. Schristl. Angebote unter 03787 a. d. G.A. | Mietgesuche | H-Zimmer- Wohnung mögl. mit Bad, v. 1. September oder 1. Oktober gesucht. Schriftliche Angebote u. 4492V a.d.G.A. Möbl. Zimmer von Dauermiet. gesucht. Schristl. Preisangebote Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 4493V 2lm 29. 3uni 1934 die Firma Heinrich klaholz in Gi^en. Inhaber ist ber Kaufmann Heinrich Klaholz Am 3.3uH 1934 bei ber Firma Ernst Balke Wwe. in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 4. Iuli 1934 bei ber Firma Wilhelm Hornberger, Gießen: Der Kaufmann Heinrich Trechsler fn Gießen ist am 26. Juni 1934 in bie offene Handelsgesellschaft eingetreten als weiterer persönlich haftender Gesellschafter. Dem Kaufmann Ewald junger von Reiskirchen ist Prokura erteilt. Am 11. Juli 1934 die Firma Karl horst in Bettenhausen. Inhaber ist ber Kaufmann Karl Horst in Bettenhausen. c> Ij^ -Juli 1934: a) bei ber Firma Gössenheimer & <£o., Filiale Gießen, in Gießen: Die Zweignieder- ift erloschen, b) Bei der Firma Ober hessisches Korbwarenhaus Marlin heß in Gießen: Die Firma ist erloschen. • l8' ^uli.1934 bei der Firma Otto Göbel & do. m Gießen: Die Zweigniederlassung in Marburg ist ausgehoben. ° ' Am 21. 3uU 1934 bei der Firma Earl Becker II. in G'ehen: Der Kaufmann Willy Becker aus Gießen 's.* °ls weiterer persönlich haftender Gesellschafter in ?lrH^CLeU^^t eingetreten. Zur Vertretung ber Gesellschaft ist jeder Gesellschafter berechtigt. ,23- -1934 bei ber Firma Emil pistor ■ 7a ‘ rn Gießen: Dem Kaufmann Erwin Schüßler m Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, ben 2. August 1934. Hessisches Amtsgericht. „Nach einem Leben immerwährender unb treuester Pflichterfüllung ist Reichspräsident Generalfeld- marschall von Hindenburg am 2. August 1934 gestorben. An dem Tage, an dem bas deutsche Volk bie Erinnerung an ben Aufbruch .der Nation vor 20 Jahren feierte, geht der erste Soldat des Weltkrieges zur Großen Armee ein. Ein Symbol von geschichtlicher Größe zwingt uns in seinen Bann. Verkäufe | Verkaufe Rest mein. Möb. 1 ovaler Ooldsple- gel, I Trnmean (L Schneid, geeign.), 1 Waschtisch und Nachtschrank m. Marmor, 1 Sessel, 1 Flurgarderobe, Lampen und Vorhänge. 03768 Alicenstraße 20 I. Harlay 350 ccm, sofort zu verkauf. 03793 Haas, Wärter Franks. Str. 94. Für die uns beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Heinrich Hartmann und Kinder. Gießen, den 3. August 1934. 03786 Netz im Ausschnitt Georg Zörb ■ Mäusburg 9 Tel. 2613. 0-789 [Verschiedenes | Gold. Damen- Armbanduhr Nähe Schützen- L^rloren. Geg. Belohnung Hbzugebenl 0377» RodgenerStr.12 Hllllllllllllllllllllllllllli Selektiv K. Gerz Bad-Nauheim Knrstraße 17, erleb. alle vertrau- Ne Privat- und Geschäftsangele- nenbeiten, wie Auskünfte,Beobachtungen, Ermittelungen,Be- ichanungvonBe- weismateriai m Straf- undZivil- vroz., streng diskret. Svrechst.: 9-12V2U.3-6 Ubr. Hllllllllllllllllllllllllllli [ Vereine ] ihm Samstag abend fällt aus» 03780 I Komplette Ladeneinrichtung sowie Schaufenster-Dekorations- gegenstände, : Theken, Sessel, Tische, 2 Kopier- vresien, Leitern usw.billig zuver- , 03782 Marktplatz 7. Gebe. Herd u. klein. Züllofen tM Erkauf. 03774 Hindenbnrgwall 7 Hinterhaus 1. St. 2 WaschtisBe I Naclitscbränkcb. billig z. verk. 03788 Marktplatz 7. | Kaufgesuche | Gebrauchter, gut erhaltener 0377g WensWnl zu kauf, gesucht. Schr. Angeb. an fiariPhliWDiliaHf. Mülle (Hessen). Empfehlungen] Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermahlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 JungerArbeiter sucht ein möbl. oder leeres Zimmer auchBtansarde i. einfachemHause. Schr. Angeb urtt. 03772 a.d.G.A. |Stellenangebote| Suckie per sofort oder 15. August fleißiges,ordentl. Mädchen das schon in bess. Haust), tätig war Lindenvlatz l III EingangKirchen- Vlatz. 4491D Ur. (79 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ßreitag, 3. August 1934 —"7 ------ i -6 H- M - ß B r y-&/ D WEHM W W W 4 1 P $ h 1W Wien, 2. Au, las hat an . Aua. (DNB.) Bundespräsident Mik- den Reichskanzler folgendes Tele- Die fremden Staaten übermitteln ihr Beileid. Mitglieder des Berliner Diplomatischen Korps (in der Mitte der franzdstfche Botschafter F r a n ? o i s>- <ßio n c e t) beim. Betlafl« be« Reichs- prüfidentenpalais, wo sie das Beileid ihrer Lander zum Ausdruck brachten. fönen eingetragen. Ungarns Anteilnahme. Budapest,^ Aug. (DRB.) Kurz nach dem Bekanntwerden des Todes des Reichspräsidenten erschien der persönliche Adjutant des R e i ch s v e r - wesers Horthy, Kapitän Scholz, in dem deutschen Gesandtschaftsgebäude, das die Flaggen auf Halbmast gesetzt hatte, um in Abwesenheit des deutschen Gesandten dem deutschen Geschäftsträger Legationsrat Dr. S ch l i m p e r t im Namen des Reichsverwesers das Beileid auszusprechen. Später erschienen der ungarische Außenminister von Kanya und der Staatssekretär im Ministerpräsidium von Barczy, die das Beileid des Ministerpräsidenten G ö m b ö s und der ungarischen Regierung überbrachte. Ministerpräsident Gömbös hat an den Führer Adolf Hitler folgendes Telegramm gerichtet: „Anläßlich des Hinscheidens des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg, das in allen Kreisen der ungarischen Bevölkerung tiefstes Beileid erweckt hat, bitte ich Ew. Exzellenz den Ausdruck des innigsten Mitgefühls der königlich-ungarischen Regierung entgegennehmen zu wollen. Die ganze ungarische Nation wird dem Prag. 2. Aug. (DNB.) Der Präsident der Republik sandte dem Sohne des verstorbenen Reichspräsidenten folgendes Telegramm: „In Kenntnis von der traurigen Nachricht von dem Hinscheiden Ihres berühmten Vaters, des Präsidenten von Hindenburg, übermittele ich Ihnen den Ausdruck meiner aufrichtig st en Anteilnahme. T. G. M a s a r y k. Außenminister Dr. B e n e s ch sandte dem Reichsaußenminister folgendes Telegramm: „Anläßlich des schweren Verlustes, den das deutsche Volk durch das Hinscheiden seines hervorragenden Präsidenten Marschalls von Hindenburg erlitten habe, habe ich die Ehre, Ihnen im Namen der Regierung der tschecho- slowakischen Republik mein aufrichtig st es Beileid auszusprechen." Gesandter Dr. Flieder fand sich Donnerstag vormittag in der deutschen Gesandtschaft in Prag ein und sprach dort die Anteilnahme des Mimste- riums für auswärtige Angelegenheiten anläßlich des Hinscheidens des Präsidenten Hindenburg aus. Belgien. Brüssel, 2. Aug. (DNB.) Der deutschen Ge- sandtschaft sind bereits in den Vormittagsstunden des Donnerstag zahlreiche Beileidsbezeugungen aus Kreisen der Bevölkerung, der Regierung, des Diplomatischen Korps und der deutschen Kolonie zuge- gangen. In die in der Gesandtschaft aufgelegte Beileidsliste hat sich als einer der ersten Besucher der Ministerpräsident Graf B r o q u e v i l l e, der mit seinem Kabinettschef Graf Lichtervelde in der Gesandtschaft erschienen war, ferner Außenminister I a s p a r eingetragen. Holland. Haag, 2. Aug. (DNB.) Außenminister de ©raeff stattete Donnerstagvormittag sofort nach dem Bekanntwerden des Ablebens des Reichspräsidenten als erster dem deutschen Gesandten Graf Zech einen Besuch ab, um ihm das Beileid der niederländischen Regierung zu dem schweren Verlust auszudrücken, von dem Deutschland betroffen wurde. Dänemark. Kopenhagen, 2. Aug. (DNB.) Bereits im Laufe des Vormittags ließ der dänische H o s dem deutschen Gesandten Freiherrn v. Richt- Hosen sein Beileid zum Ausdruck bringen. Gegen 11.30 Uhr fand sich der holländische Gesandte van Rappard, der gleichzeitig Doyen des Diplomatischen Korps ist, zu einem Beileidsbesuch auf der deutschen Gescmdschaft ein. Zu Beginn der heutigen Sitzung des Lands- t h l n g hielt der Vorsitzende Jensen Kleis folgende Gedächtnisansprache auf Reichspräsident o. Hindenburg: „Vom Außenministerium habe ich die Mitteilung erhalten, daß Reichspräsident von Hin- denburg heute verschieden ist. Ich halte es für natürlich, daß das Landsthing fein Beileid ausspricht anläßlich des großen Verlustes, den unser deutsches Die Meulchenmenge vor dem Reichspräsidentenpalais, die sich dort versammelte, um einige SKuuütil in stillem (Siebenten »n den Heimgegangene SN vecbrstMn. Das Beileid Frankreichs. Baris 2 Aug. (DNB.) Der Präsident s’isfSr.iÄ •••*— Oberst n o n n n nur berühmten Vaters^weg? mich tief, und in dem grau- “ Verlust,°den Sie erhtter, haben brand* « mich, Ihnen mein lebhaftes ^etieio ^Ministerpräsident Doumcrgue hat an m^^nrler Hitler folgendes Telegramm ge- Reichskanz er H Ew. Exzellenz mein tief» sandt. .b b versichere Sie der au - r^Haen Teilnahme der Regierung dl? sranzösischen Republik an der Na- tionaltrauer Deutschlands. Der französische Außenminister Barth ou hat an den Reichsaußenminister Freiherrn «an Reu- ?ntb aus Nancy folgendes Telegramm geri et: Bitte Ew. Exzellenz anläßlich des Trauerfalles, der Deutschland eines seiner großen Diener be- DNB. Berlin, 2. August. Anläßlich des Ab- < lebens des Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg haben heute (Donnerstag) dem Reichsminister des Auswärtigen folgende M i s s i - : on 5 chefs Beileidsbesuche abgestattet: Der Apostolische Nuntius, der sranzösische Botschafter, der königlich-italienische Botschafter, der kaiserlich-japanische Botschafter, der spanische Botschafter, der königlich-niederländische Gesandte, der königlich-belgische Gesandte, der finnische Gesandte, der chinesische Gesandte, der Geschäftsträger der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken, der königlich-ungarische Geschäststräger, der schweizerische Geschäftsträger, der königlich-dänische Geschäftsträger. Ferner haben dem Auswärtigen Amt ihr Beileid ausgesprochen: der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, der chilenische Gesandte, der bolivianische Gesandte, der tschechoslowakische Gesandte, der polnische Gesandte, der neuernannte Ge andte von Haiti, der Geschäftsträger von Panama, der österreichische Geschäftsträger, der komglich- norwegische Geschäftsträger, der königlich-rumänische Geschäftsträger. In N e u d e ck sind im Laufe des Tages überaus zahlreiche Beileidskundgebungen eingegangen. Außer den Telegrammen des Herrn Reichskanzlers und des preußischen Ministerpräsidenten haben der Stellvertreter des Führers, Vertreter der Länderregie- runqen, von Städten und von Vereinigungen, der Reichsbischof sowie zahlreiche Privatpersonen ihrer Teilnahme Ausdruck verliehen. Von fremden Staatsoberhäuptern drahteten der Kaiser von Japan, der König von Dänemark, der König von Aegypten, der König von England, der König von Norwegen, der König von Schweden, der Präsident der Türkischen Republik, der Präsident der französischen Republik, 'der Präsident der Republik Finnland und der Präsident der tschechoslowakischen Republik sowie der italienische Ministerpräsident Mussolini und der griechische Ministerpräsident Tsaldaris. gramm gerichtet: _ , . , , „Tief erschüttert durch die Nachricht vom Ableben Seiner Exzellenz des Herrn deutschen Reichspräsidenten, Generalfeldmarschalls von Hindenburg, spreche ich Ew. Exzellenz und dem ganzen deutschen Volke meine wärm st e und aufrichtig sie Teilnahme aus. Der verehrungswürdigen Gestalt des Feldherrn und Staatsmannes, der au seinem ganzen Lebensweg nur ein hohes Ziel kannte, in Krieg und Frieden seinem Daterlande zu dienen, und der nunmehr nach allzeit treuester Erfüllung seiner Pflicht in die Ewigkeit eingegangen ist, wird für immer ein Ehrenplatz in der Geschichte des deutschen Volkes gesichert bleiben. (gez.) Bundespräsident Dr. M i ck l a s. großen Sohn Deutschlands, dem glorreichen Heer- ührer, ein treues Andenken bewahren. DNB B u d a p e st, 2. August. Reichsverweser Nikolaus von H o r t h y hat an Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Telegramm gesandt: „Sr. Exzellenz, dem Herrn Reichskanzler Adolf Hitler, Führer des Deutschen Reiches und Voltes, Berlin. Tiefergriffen vernehme ich die traurige Nachricht von dem Tode des Herrn Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg, durch dessen Tod Deutschland seinen treuesten Sohn und Ungarn einen aufrichtigen Freund verloren hat. Ich schließe mich mit meinem innigsten Gefühl der tiefen Trauer an, die infolge dieses unersetzlichen Verlustes die Seele des deutschen Volkes erfüllt. Ich bitte, Ew. Exzellenz, den Ausdruck meiner innigsten Teilnahme entgegennehmen zu wollen." Der Reichsverweser hat an Oberst von Hindenburg folgendes Te^gramm gerichtet: „Aufs tiefste ergriffen, vernehme ich die erschütternde Nachricht von dem Tode Ihres hochverehrten Vaters, des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg und ruhmreichen Heerführers des im Weltringen mit uns treu verbündeten deutschen Volkes. Sein Dahinscheiden bedeutet nicht nur für Deutschland einen chweren Verlust, sondern erweckt auch aufrichtige Teilnahme und tiefste Trauer im ganzen ungarischen Volke. Ich bitte Sie, meine tiefempfundene Teilnahme entgegenzunehmen." Bei der Beisetzungsfeier wird den Relchsverweser Außenminister von Kanya und der Berliner Gesandte Masirevich die ungarische Regierung vertreten. Das ungarische Heer entsendet eine Offiziersabordnung unter Führung des Oberkommandanten General der Infanterie von Korpathy. In Vertretung des Stuhlweißen- burger Honoed - Infanterie - Regiments, dessen Inhaber Hindenburg war, begibt sich ebenfalls eine Offiziersabordnung unter Führung des Regiments- kommandanten Oberst von Koos nach Berlin. Die ungarischen Regierungsgebäude haben im ganzen Lande halbmast geflaggt. Das Beileid der Tschechoslowakei. Das Beileid des Papstes. DNB. Rom, 2. August. Kardinalstaatssekretär P a c e l l i begab sich am Donnerstag zur Deutschen Botschaft beim Hl. Stuhl und drückte Botschafter von Bergen im Namen des P a p st e s Pius XL sowie im eigenen Namen das Mitgefühl zu dem schweren Verlust aus, den Deutschland erlitten hat. Das Beileid des Königs von England. London, 2. Aug. (DNB.) Der König von England hat an den Sohn des verstorbenen Reichspräsidenten, Oberst Oskar von Hindenburg, das folgende Telegramm gerichtet: Ich habe mit tiefem Bedauern den Tod Ihres hervorragenden Vaters, Feldmarschalls von ^Hindenburg,' Präsident des Reiches, erfahren dessen hohe Eigenschaften sowohl als Soldat, als raubt, mein aufrichtiges Beileid entgegen- "^Jm^Auftrag^^des Präsidenten der Republik hat sein Adjutant, Oberst B o n n a s s i u e, dem deutschen Botschafter Dr. Koester das Beileid des Präsidenten der Republik, Lebrun, persönlich zum Ausdruck gebracht Havas veröffentlich einen ausführlichen Lebenslauf des Reichspräsidenten, in dem es u. a. heißt, daß der Feldmarschall bereits zu Lebzeiten in die Geschichte eingegangen sei. Italien. Rom, 2. Aua. (DNB.) Der Unterstaatssekretär im italienischen Außenministerium Suvich begab sich am Donnerstagmorgen in die deutsche Botschaft, um Botschafter von Hassell das tiefgefühlte Beileid des Regierungschefs und der faschistischen Regierung zum Tode von Generalfeldmarschall von Hindenburg auszudrucken. Oesterreichs Beileid. vom Besuch des Kanzlers beim sterbenden Reichspräsidenten. Der Führer verläßt in tiefer Ergriffenheit Schloß Neudeck. Rechts neben Adolf Hitler der Sohn des Reichspräsidenten, Oberst von Hindenburg; hinter diesem der Adjutant des Führers, Gruppenführer B r ü ck n e r, und (rechts) Staatsjekretar Meißner; rm Hintergrund (in der Tür stehend) Professor S a u e r d r u ch , der den Reichspräsidenten behandelte. Das Beileid des Auslandes. Bundeskanzler Dr. Schuschnigg empfing am < Donnerstag in Gegenwart des Vizekanzlers Star- । Hemberg, des neuen Außenministers Berger- Waldenegg und anderer Mitglieder des Ka- , binetts die Vertreter der in- und ausländischen Presse im Bundeskanzleramt. Er gab programmatische Erklärungen ab, die er mit einem warmen Gedenken an den verewigten Reichspräsidenten von Hindenburg einleitete. „Die Trauernachricht vom Ableben des Herrn Reichspräsidenten, Generalfeldmarschalls von Hindenburg", so sagte der Bundeskanzler, „h-at Oesterreich 11 e f b e m e g t. Lieber allen Zwischenfällen des Tagesgeschehens hinaus blieb uns jein Name ein Symvoldes deutschen Volkes und als solcher heilig. Zumal die Frontgeneration in Oestere-ich gedenkt seiner in Ehrfurcht. Ehre seinem Andenken! Wien, 2. Aug. (DNB.) Im Auftrag des Bundespräsidenten sprach Kabinetts-ViFedlrektor Schmitz am Donnerstag beim deutschen Geschäftsträger vor, um das Beileid zum Ableben des Reichspräsidenten auszusprechen. Der Bundesminister für Aeußeres Egon B e r - g e r - W a l d e n e g g , der am Donnerstag die Geschäfte übernommen hat, erschien mittags in Begleitung des Staatssekretärs für Aeußeres, Tausch i tz , auf der deutschen Gesandtschaft und sprach dem Geschäftsträger, Prinz zu Erbach, m herzlichen Worten die Anteilnahme der österreichischen Bundesregierung und des österreichischen Volkes an dem Hin- scheiden des Herrn Reichspräsidenten aus. Wie verlautet, wird Staatssekretär Tauschitz sich in den allernächsten Tagen nach Berlin begeben. In allen Straßen verkündeten Extra-Ausgaben das schmerzliche Ereignis. Es bildeten sich Gruppen von Leuten, die sichtlich erregt den Tod des Reichspräsidenten besprachen. Die deutsche Gesandtschaft hat sofort nach Erhalt der Trauerbotschaft die Flagge auf Halbmast gesetzt. In die ausgelegten Beileidsbogen haben sich bereits zahlreiche Per- auch als Staatsmann ihm einen geehrten Platz in den Annalen Ihres Landes 'ichern werden. Ich entbiete Ihnen mein aufrichtiges Beileid zu dem großen Verlust, den Sie erfahren haben." m . Der britische Botschafter in Berlin, Sir Eric P Hipps, fährt Donnerstag abend nach Berlin zurück, um den König bei der Beerdigung des Reichspräsidenten von Hindenburg zu vertreten. Das Bestech des Pölkerbundssekretanats. Genf. 2. Aug. (DNB.» Der G e n - r a 11 e k r e - tär des Völkerbundes Aoenyl hat an den deutschen Reichsaußenminister folgendes Tele- gramm gesandte ..Anläßlich des Todes des Reichs. Präsidenten bitte ich Sie. mein tiefstes Beileid ent- gegenzunehmen." Die Regierungskommission des Saargebiets. Saarbrücken. 2. Aug (DNB.) Die Re- oiernnaskommissian des Saargeb i e - te s hat aus Anlaß des Ablebens des Reichest- deuten von Hindenburg nachstehendes Telegramm nach Berlin gesandt: Berlin, Auswärtiges Amt. Im Namen der Regierungskommlssion des Saar- gebietes bitte ich Euer Exzellenz da- aufrichtige und i - f oefü hlte Beileid anläßlich des Ab° lebens des^ Herrn Reichspräsidenten. Generalfeld. d°n. . unteres Mitgefühls übermitteln wollen vy. vy» ov 11 v Nachbarvolk durch diesen Todesfall erlitten hak, eines Verlustes, der an der Dankbarkeit und tiefen Ehrerbietung gemessen werden kann, mit der das deutsche Volk den hochbetagten Präsidenten für seinen hervorragenden und selbstlosen Einsatz im Dienste seines Vaterlandes umgab. Ebenso wie der verstorbene Reichspräsident vom deutschen Volke geehrt und hochgeachtet wurde, so sah man auch hierzulande mit Vertrauen auf seine Persönlichkeit." Die Landsthingabgeordneten hörten die Ansprache stehend an. polen. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Der Präsident der Republik Polen, Professor M o z i s k y, richtet anläßlich des Ablebens des Reichspräsidenten von Hin- denbura ein Beileidstelegramm an Reichskanzler Adolf Hitler. Der polnische Außenminister Beck sprach in einem Telegramm an Reichsaußenminister von Neurath sein Beileid aus. ferner stattete der polnische Gesandte in Berlin Lrpski in der Reichskanzlei und im Auswärtigen Amt Beileidsbesuche ab. Außerdem richtete er ein Beileidstelegramm am Oberst von Hindenburg. Litauen. K o w n o , 2. Aug. (DNB.) Aus Anlaß der Trauernachricht vom Ableben des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg haben in Kowno alle Behörden und diplomatischen Vertretungen auf h a l b m a st geflaggt. Das litauische Außenmini st erium, wie auch das Diplomatische Korps haben der deutschen Gesandtschaft Beileidsbesuche abgestattet. Lettland. Riga, 2. Aug. (DNB.) Auf dem Staatspräsidentenschloß und sämtlichen diplomatischen Vertretungen wurden Fahnen auf Halbmast sichtbar. Der Staatspräsident und Ministerpräsident Lettlands sandten Beileidstelegramme. Der deutsche Gesandte empfing von den Regierungsstellen und zahlreichen anderen Personen Beileidsbesuche. Finnland. Helsingfors, 2. Aug. (DNB.) Der finnische Staatspräsident S v i n h u s v u d hat an Adolf Hitler folgendes Beileidstelegramm gesandt: „Genehmigen Sie, Herr Präsident, die Ausdrücke meines herzlichen Beileids anläßlich des schmerzlichen Verlustes, den das deutsche Volk durch das Ableben des Herrn Reichspräsidenten, Felomar- schalls von Hindenburg, erlitten hat. Sein Name wird auch in Finnland stets in treue st em Andenken bewahrt. Präsident Svinhufvud." Präsident Svinhufvud hat ferner an Oberst von Hindenburg ein Beileidstelegramm geschickt, in dem er betont, daß er das Andenken an den Feldmarschall stets in tiefer Verehrung bewahren werde. Außerdem hat der stellvertretende finnische Außenminister dem Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath sein Beileid ausgesprochen. Eowjetrußlands Beileid. Moskau, 2. Aug^(DNB.) Der Vorsitzende des D o l l z u g s k o m i t e e s der Sowjetunion, Kalinin, der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der Sowjetunion, Molotow, sowie Auhenkommissar Litwinow haben dem deutschen Geschäftsträger von Twardowski das Beileid der Sowjetregierung zum Ableben des Reichspräsidenten von Hindenburg ausgesprochen. Türkei. Ankara, 3. Aug. (DNB.) Die Nachricht von dem Ableben des Reichspräsidenten hat in der Türkei tiefe Bewegung ausgelöst, da der Generalfeldmarschall des Weltkrieges im Lande des ehemaligen Bundesgenossen besonders hohe Verehrung genossen hat. Das Außenministerium in Ankara hat Halbmast geflaggt. In I st a m b u l, sowie in Ankara haben zahlreiche Häuser Halbmast gesetzt. Die Zeitungen konnten in ihren gestrigen Mittagsausgaben nur noch die Todesnachricht bringen. Dagegen widmen die heutigen Morgenblätter ihre erste Seite dem verstorbenen Reichspräsidenten, bringen ausführliche mit Bildern versehene Schilderungen des Lebenslaufes. Griechenland. Athen, 3. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Präsident der Republik, Zaimis, hat an Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Telegramm gerichtet: „Der Tod des bedeutenden Reichspräsidenten hat mich tief erschüttert. Indem ich Ew. Exzellenz bitte, der Familie von Hindenburg mein aufrichtigstes Beileid übermitteln zu wollen, mache ich mich zum Dolmetsch des schmerzlichen Mitgefühls des griechisch en Volkes in seiner Gesamtheit an der Trauer, die die befreundete Nation betroffen hat." China. DNB. Nanking, 2. August. Der Präsident der chinesischen Republik hat dem deutschen Gesandten telegraphisch das Beileid der chinesischen Regierung zum Ableben des Reichspräsidenten von Hindenburg ausgesprochen. — Ministerpräsident Wangtschingwei und Marschall Tschian- r e i s ch e k sprachen ebenfalls dem deutschen Gesandten ihr aufrichtiges Beileid zum Ableben des großen deutschen Staatsmannes und Heerführers aus. Japan. DNB. Tokio, 2. August. Die Nachricht vom Ableben des Reichspräsidenten von Hindenburg ist den japanischen Kreisen nicht mehr unerwartet gekommen. Der Kaiser hat durch seinen General- adjutanten dem deutschen Botschafter sein Beileid aussprechen lassen. Ministerpräsident Okada Kriegsminlster H a j a s ch i, Außenminister H i r o t a und Marineminister Ozumi haben ebenfalls dem Botschafter das aufrichtigste Beileid übermittelt Auch der ehemalige Kriegsminister Araki sprach dem deutschen Militärattache sein Bedauern aus. । Amerikas Beileid. Ein Nachruf des Staatssekretärs Hüll. Neuyork, 2. Aug. (DNB.) Die Nachricht von dem Hinscheiden des Reichspräsidenten von Hindenburg löste im ganzen Lande t i e f st e s B e - dauern aus. Das amerikanische Volk hat in den letzten Tagen mit größter Anteilnahme die Nachrichten von dem Krankenlager in Neudeck verfolgt. Wie aus Washington gemeldet wird, rotb» mete Staatssekretär Hüll dem deutschen Reichspräsidenten folgenden Nachruf: „Soeben ging mir die Nachricht vom Tode des Reichspräsidenten von Hindenburg zu. Durch sein Hinscheiden hat die Welt eine hervorragende Gestalt ver- loren, deren Charakter, Redlichkeit, loyale Hingabe zu seinem Vaterlande allen Völkern Hochachtung und Bewunderung abnötigten. Ich spreche dem deutschen Volke, zugleich auch im Namen meiner Landsleute, die aufrichtigste Anteilnahme an dem Heimgang seines geliebten Präsidenten aus." Nach Bekanntgabe dieses persönlichen Nachrufes sandte Staatssekretär Hüll im Namen der Regierung der Vereinigten Staaten ein Beileidstelegramm an Reichsaußenminister Freiherr von Neurath. Guatemala ordnet fünftägige Landestrauer an. Mexiko, 3. August (DNB. Funkspruch). Wie aus Guatemala gemeldet wird, hat Präsident U b i c o anläßlich des Ablebens des Reichspräsidenten von Hindenburg eine fünftägige Landestrauer angeordnet, während derer alle Fahnen auf Halbmast zu setzen sind und alle Beamte und Heeresangehörige Trauer zu tragen haben. In einer amtlichen Mitteilung, die in den Vormittagsstunden der deutschen Gesandtschaft übergeben wurde, heißt es: „Guatemala schließt sich der berechtigten Trauer der deutschen Regierung und des deutschen Volkes, mit denen das Volk und die Regierung von Guatemala herzlichste und engste Verbindung pflegen, an. Deswegen hat die Regierung von Guatemala die Pflicht, sich den Schmerz dieser befreundeten Nation zu eigen zu machen." Dreitägige Trauer in Brasilien. RiodeJaneiro, 3. Aug. (DNB. Funkspruch.) Aus Anlaß des Ablebens des Reichspräsidenten von Hindenburg hat die Regierung eine dreitägige offizielle Trauer angeordnet, die heute beginnt. Das Urteil ausländischer Staatsmänner. Gin Engländer. London, 3. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Sir Horace R u m b o l d, der von 1928 bis 1933 britischer Botschafter in Berlin war, huldigte Donnerstagabend in einer Rundfunk- ansprache dem Andenken des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg. Der Redner sagte: Während der fünf Jahre meiner Amtsführung habe ich den Präsidenten von Hindenburg gut kennengelernt. Seine Leistungen als Heerführer und Staatsmann zu beurteilen, ist die Aufgabe der Geschichte. Ich will ihn nur als hervorragendes Beispiel der Hingabe an Pflicht und Vaterland zeigen. Hindenburg hat die Achtung und Dankbarkeit feiner Landsleute in solchem Maße gewonnen, daß viele ihn zutraulich den „alten Herrn" nennen. Die ganze Welt kennt die kraftvolle Erscheinung des Präsidenten. Er machte den Eindruck großer Einfachheit und gründlicher Aufrichtigkeit. Man halle das Gefühl, daß er ein zu großer Mann war, um kleinliche Handlungen zu begehen. In feinem Auftrelen verband er große Würde mit altmodischer Höflichkeit; er war ein „Grandseigneur" im besten Sinne des Wortes. Der Redner schilderte dann einen Besuch, den er im Sommer vorigen Jahres im Landhaus des Präsidenten von Hindenburg in Neudeck abgestattet fyabe. Er bemerkte dabei, daß er der einzige fremde Botschafter gewesen sei, den der Reichspräsident dort empfangen habe. Der Präsident nahm mich, so erklärte Rumbold, in sein Arbeitszimmer und zeigte mir u. a. eine Büste des vormaligen Kaisers und einen Helm, den er im Feldzuge 1870/71 getragen hatte und der von einer Kugel durchlöchert war, ohne daß diese ihm Schaden zugefügt hatte. Bevor ich mich verabschiedete, forderte er mich auf, König George feine Hochachtung auszusprechen. Ich erwiderte, ich würde mich freuen, Se. Majestät mitzuteilen, daß ich den Präsidenten in so guter Gesundheit und Geistesverfassung verlassen habe. Er zögerte einen Augenblick und fugte dann mit Nachdruck: ch bin ein Monarch! st." Dies ist bezeichnend für den Mann: „Ein überzeugter Monarchist, der bis zur letzten Minute feine Tätigkeit loyal und uneigennützig in den Dienst der Republik stellte." Der Redner fügte hinzu, als er den Reichspräsidenten gesehen habe inmitten feiner Familie und umringt von alten Freunden, habe er das Gefühl gehabt und mit sich genommen, daß er von einem sehr großen Patrioten und einem sehr edlen Manne Abschied genommen habe. Nach dieser Rundfunkansprache mürbe die deutsche Nationalhymne gespielt, die, da sie von einer Anzahl von Rundfunkhörern auch im Lautsprecher ausgenommen wurde, auch in den Straßen Londons zu hören war. Dann folgte eine Pause des Stillschweigens, um das Andenken des verstorbenen Reichspräsidenten zu ehren. Gin Amerikaner. Neuyork, 2. Aug. (DNB.) Der ehemalige amerikanische Botschafter in Berlin Schurman bezeichnet den Tod Hindenburgs als einen u n - schätzbaren 93 e r I u ft für Deutschland und für die gesamte zivilisierte Welt. „In einem Jahrzehnt voll Sturm und Gewalt", so betonte er, „war er für beide ein stabilisierender Faktor von ungeheurer Bedeutung. Er zielte stets auf bas hin, was nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere Rationen vernünftig und ehrenvoll war. Gleich George Washington war er der erste i m Kriege, der erste im Frieden und der erste in den Herzen feiner Landsleute. Er stand wie ein vierkantiger Turm für Ideale und Politik, die sich mit Mäßigung, Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit, Frieden und internationalem gutem Willen identifizieren. In Erinnerung an seinen Besuch bei Reichspräsident von Hindenburg im letzten Jahre betonte Schurman: „Sein Andenken bleibt mir ein Gegenstand tiefer Bewunderung, Verehrung und Zuneigung." Die Führung des Reichswirlschaflsministemms. Reichsbankpräsident Dr. Schacht als Stellvertreter für sechs Monate. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Die ernstliche Erkrankung, die kürzlich den Reichswirtschaftsrninister Dr. Schmitt befallen hat, macht einen längeren Urlaub für ihn notwendig. Da die Hoffnung besteht, daß Dr. Schmitt seine Kraft nach Ablauf feines Urlaubs feinem Amt wieder zur Verfügung stellen kann, es aber angesichts der drängenden wirtschaftlichen Probleme nicht möglich ist, die Leitung des Reichswirtschaftsministeriums auf längere Zeit unbesetzt zu lassen, hatte der Reichskanzler dem Herrn Reichspräsidenten bereits in der vorigen Woche vorgeschlagen, den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht zunächst für sechs Monate mit der Führung der Geschäfte des R e i ch s w i r t s ch a f t s Ministeriums zu betrauen. Der Herr Reichspräsident hat die sich hierauf beziehenden Urkunden am 30. Juli 1934 vollzogen. Die Betrauung des Reichsbankpräsidenten mit der Führung des Reichswirtschaftsministeriums ist umso zweckmäßiger, als nunmehr die vordringlichsten wirtschaftlichen Probleme der Devisen- und Rohstoffversorgung, die schon seither das Arbeitsgebiet der Reichsbank berühren, in wirtschaftspolitischer Hinsicht zusammen g e f a ß t sind. Da der Reichsbankpräsident schon bisher an den Sitzungen des Reichskabinetts teilnimmt, ergibt sich aus seiner Betrauung mit der Leitung des Reichswirtschaftsministeriums, daß die grundsätzliche wirtschaftspolitische Linie der Reichsregierung keine Veränderung erfährt. Da der Reichswirtschaftsminister gleichzeitig die Geschäfte des preußischen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit führt, hat der Reichskanzler auf Vorschlag des preußischen Ministerpräsidenten den Reichsoankpräsidenten in gleicher Weise auch mit der Führung dieser Geschäfte beauftragt. Aus aller Well. Ernst von Wolzogens Beisetzung. Die sterblichen Ueberrefte des Dichters Ernst von W o l z o g e n wurden im Krematorium des Münchener Ostfriedhofes den Flammen übergeben. Wie im Leben, hat der Verblichene auch im Tode auf jeden äußeren Prunk verzichtet. Mit der Familie und den engeren Freunden des Verstorbenen waren Vertreter der Stadt München und des Kampfbundes für deutsche Kultur erschienen. Auch ein SA.- Sturm mit umflorten Fahnen und einer Musikabteilung hatte Aufstellung genommen. Sturmführer Jäger nahm in herzlichen Worten Abschied von dem Verblichenen. Er feierte Ernst von Wol- zogen als einen der ältesten Kämpfer für das Dritte Reich, als einen aufrechten Mann, der fein ganzes Leben lang verkannt und zu Unrecht ange= feinoet wurde und für den nur die Heranwachsende Jugend unseres Volkes das richtige Verständnis gehabt habe. Nach dem Lied vom guten Kameraden richtete ncrtnens des Kampfbundes für deutsche Kultur Pg. Rehm herzliche Trauerworte an die Versammelten. Kirchendiebstähle in Koblenz und Rüdesheim. ®om Hochaltar der altehrwürdigen St. Castvr- nrche in Koblenz wurde ein wertvolles Kruzi - । Sestohle n. Das Kreuz ist aus Ebenholz und ur !rem Silberbeschlag sowie einem goldenen Strablenfran3 versehen. Es stammt aus dem 16. ^^dundert und ist 45 Zentimeter hoch. Die Ermittlungen der Polizei nach dem Dieb sind bisher erfolglos geblieben. * Der Küster der Rüdesheimer Pfarrkirche stellte m den letzten Tagen fest, daß ein sehr wertvolles Bild, ein sogen. Ikon, das hinter einem Altar angebracht war, nicht mehr an feinem Platze hing. Es ist 25:25 Zentimeter groß, hat einen Untergrund aus Elfenbein und stellt die Mutter Gottes mit dem Jesuskind dar. Die Gesichter sind aufgemalt, die Gewänder aus ziseliertem Gold. Das Bild ist der Rüdesheimer Kirche von einem Manne vermacht worden, der es aus Griechenland mitgebracht hatte. Der Wert des Bildes beträgt etwa 8000 bis 10 000 Mark. Lebenslänglicher Kerker für d'e hopfgartener Mordbrenner. In Inn f wurde das Urteil im Schwurgerichtsprozeß j gen die Hopfgartener Mordbrenner gefällt. Der Prozeß dauerte mehr als zwei Wochen. Die drei Angeklagten B a ch l e r, C l e m e n t i und Lechner wurden zu lebenslänglichem Kerker verurteilt. Die Bande hatte nicht weniger als 82 schwere Straftaten, darunter drei Raubmorde, drei Raubmordoersuche, 30 vollendete und 33 versuchte Brandstiftungen in der Zeit vom Frühjahr 1929 bis Mitte des Jahres 1933 verübt und die Bevölkerung von Tirol in größten Schrecken versetzt. Die Todesstrafe konnte nicht verhängt werden, weil sie zur Zeit der Begehung der Verbrechen in Oesterreich noch nicht eingeführt war. Meuterei auf einem griechischen Dampfer. Im Hafen von Livorno kam es an Bord des griechischen Dampfers „Eftykya Beravthy" zu heftigen Ausschreitungen. Der Kapitän wurde von der Besatzung schwer mißhandelt. Die Ursache soll in Lvhnftreitigkeiten zu suchen sein. Die italieni- jchen Hafenbehörden entsandten einen Offizier' mit Polizisten und Marinesoldaten an Bord, die auf Anweisung des ebenfalls erschienenen griechischen Konsuls 13 Mana der Besatzung wegen Meuterei verhafteten. Seltsame Brandurfache. In der französischen Gemeinde Chacenay ließ ein Bauer, der vom Felde heimkehrte, sein mit Ge- treiöe beladenes Fuhrwerk in dem Hof einer Farm ,un, 9in9 einen Augenblick fort. Bei feiner Fuhrwerk in Flammen Iteljen. Das Pferd ging vor Schreck mit dem brennenden Wagen durch, wobei fünf Getreidestadel euer fingen. Schließlich brach das Pferd zusammen und verbrannte. Die Löscharbeiten mußten sich aus den Schutz der Gebäude beschränken. Der Brandschaden beträgt etwa 200 000 RM. Die Untersuchung ist zu Dem Ergebnis gekommen, daß ein Funken aus dem auf dem Hof der Farm stehenden Backofen das Fuhrwerk in Brand gesteckt hat. Die Meuterer der „Sieben Provinzen" in Dliffingen gelandet. Auf einem holländischen Dampfer trafen aus Nie- derländisch-Jndien 28 Meuterer des Panzerkreuzers „Sieben Provinzen" unter strenger militärischer Bewachung in Dlissingen ein. Diese Meuterer, die bekanntlich vom Marinekriegsrat in Niederländisch-Jndien zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, werden.auf mehrere Gefängnisse des Landes verteilt werden. Freispruch im Ouehiuer Prozeß. Stettin, 2. Aug. (DNB.) Der Vorsitzende des Sondergerichtes verkündete am Donnerstagabend nach längerer Beratung in dem Prozeß gegen das Mitglied des NS.-Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm) Kummerow folgendes Urteil: Der Angeklagte wird freigefprochen. Die Kosten fallen der Staatskasse zur Last. In der Begründung führte der Vorsitzende u. a. aus: Gegenstand der Verhandlung in diesem Prozeß war eine Bluttat, die alle Kreise tief erschüttert hatte. Ein alter Kämpfer der Partei, ein Mann, lufttoiuts ÄMicimU WERDE MITGLIED IM I Reidis-IuMdiutibunb - W^XoikS IST NATIONALE XPFLICHT!^^ der sich rückhaltlos für den Führer einfetzte, ist ihr zum Opfer gefallen. Dabei drängt sich wohl in jedem 93oifs$enoffen die Frage auf, daß eine solche Tat unbedingt der Sühne bedarf. Voraussetzung ist aber, daß die Tat verschuldet und sich die Schuld einwandfrei nachweifen läßt. Dies verlangt das Strafgesetz. Der Nachweis ist in diesem Prozeß aber nicht voll erbracht worden. Der Angeklagte mußte daher aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden. « Der Staatsanwalt hatte unter Zubilligung mildernder Umstände zwölf Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust beantragt. Wie bekannt, handelte es sich in diesem Prozeß um die Tat bei der Sonnenwendfeier am 23. Juni in Quetzin, wo Kummerow den SA.-Sturm- führer Fritz M o l t z a h n nach der Sonnenwend- feier angeblich getötet hat. Das Goldene Ghrenabzeichen bleibt im Besitz der Familie. DNB. Berlin, 2. August. Im „Völkischen Beobachter" wird folgende Anordnung des Reichs- fchatzmeisters der NSDAP, veröffentlicht: „Aus gegebener Veranlassung wird darauf hin- geroiefen. daß im Falle des Ablebens von Inhabern von Eyrenzeichen diese im Besitz der Angehörigen verbleiben können. Angehörige von verstorbenen Inhabern des Ehrenzeichens haben jedoch gemäß der verliehenen Besitzurkunde nicht das Recht zum Tragen des Ehrenzeichens. Dieses Recht zum Tragen des Ehrenzeichens erlischt gemäß den bestehenden Bestimmungen mit dem Tage des Ausscheidens des Inhabers aus der Partei." Das Staatsbegräbnis für Lyauthey. Paris, 2. Aug.' (DNB.) Ganz Frankreich steht am Donnerstag im Zeichen der National- trauer anläßlich des Staatsbegräbnisses für Marschall Lyauthey in Nancy. Alle öffentlichen Gebäude sind halbmast beflaggt. Unter Glockengeläut setzte sich der Leichenzug in Bewegung. Neben dem Sarg schritten u. a. die Minister Barthou, Tardieu und Marin sowie der Generalresident von Marokko. Im Trauerge» folae bemerkte man die auswärtigen Botschafter, Gesandten und Militärattaches, darunter den stellvertretenden deutschen Militärattache Hauptmann Speidel. In der Kathedrale fand ein trauer- gottesbienft statt. Sodann erfolgte die Überführung auf den Platz Stanislas, wo der Kriegsminister Marschall Pstain im Namen der Regierung die Gedächtnisrede hielt. Er feierte Marschall Lyauthey als einen der Schöpfer des französischen Kolonialreiches, der diesem Werk 30 Jahre der Arbeit, gewidmet habe. preutzeu. Unterwesterwaldkreis. * Vom Westerwald, 3. Aug. Der 77jährige Landwirt Erhard Wehr aus Lichtermöhrendorf wurde am Dienstag, als er die Straße überschreiten wollte, von einem Motorradfahrer erfaßt, zu Boden geschleudert und mußte mit einem schweren Schädelbruch und mit einem Bruch des unken Beines in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert werden. Wettervoraussage. Von der britischen Störung erstreckt sich eine Rinne tiefen Druckes über Deutschland bis nach Polen. In ihr herrscht wechselhafte und verschiedenartige Luftzufuhr, so daß das Wetter noch bewölkt bleibt und vereinzelt auch Niederschläge auftreten. Zwischendurch dürste sich allerdings Der Himmel aufheitern. Au ssichten für Samstag: Wolkig mit vorübergehender Aufheiterung, Temperaturen wenig verändert, einzelne Niederschläge. Aussichten für Sonnten: Noch kein beständiges Wetten Hr.179 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GberWen) Freitag, Z. August Aus der Provinzialhaupistadi Oer Siaatsjugendiag Was man nicht probieren kann .... Kein Krieg, kein Aufstand im Inneren kann unImmer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt: unerschütterlich vorwärts und Erklärung bei Kandidatur. Mein Blick bleibt aufwärts gerichtet. Aerztliche Winke für den Sommer. Von Dr. med. Karl Gruthos. haben. v .. 8. Da im allgemeinen die Zahl der Schuler, Die nicht der Hitlerjugend angehören, gering fein wird, wird die gewöhnliche Klasseneinteilung für den Samstagunterricht nicht beibehalten werden können, es werden vielmehr Abteilungen, die etwa die Größe einer Durchschnittsklasse haben, durch Zusammenfassung nicht zu weit auseinanderliegender Jahrgänge gebildet werden müssen. 9. Diese Unterrichtsstunden werden so zu verteilen sein, daß eine möglichst gleichmäßige Belastung des Lehrkörpers eintritt. 10. Zum Schluß hebe ich noch ausdrücklich hervor, daß der Sonntag der Familie Vorbehalten bleibt, >daß also auch kein anderer Jugendbund berechtigt ist, am Sonntag seine schulpflichtigen Angehörigen für irgendwelche Veranstaltungen in Anspruch zu nehmen. Der Erlaß tritt sofort in Kraft. Es kommt aber nicht darauf an, Gespenster in den Sand zu malen, sondern im Gegenteil, die Freude an der Bewegung in Luft und Sonne nicht durch einen Leichtsinn gefährden zu lassen, der sich durch ein wenig ärztliches Wissen leicht verhüten läßt. Oer zwölste Tag: 3. August. Vorm.: Beratung beim deutschen Reichskanzler: Beschluß zur Absendung der Kriegserklärung an Frankreich. Audienz des Flügeladjulanten des Kaisers Oberst von Kleist bei König Bictor Emanuel. 11 Uhr: Mobilmachung des britischen Expeditionskorps. Rachm.: Rede Greys im Unterhaus: fein Briefwechsel mit Eambon im November 1912 habe England nicht verpflichtet, neben Frankreich am Weltkrieg teilzunehmen. Eingang des Antworttelegra'mms Bieter Emanuels an den Kaiser: der Bünd - n i s f a U trifft nicht zu: Italien wird für die sich zu einer neuen Einigkeit im Gedenken an das Vaterland zusammenfindet. Rundfunkrede am 12. März 1932. mengefaßte Kraft aller Teile und Schichten unseres Volkes eingesetzt werden können. Am Neujahrstage 1927. rechtmäßigen Interessen der Bundesgenossen und die eigenen alles tun und für den Frieden wirken. 17.30 Uhr: Rumänischer Kronrat in Si- naia: König Earol verteidigt seinen Entschluß, „daß, solange er lebe. Rumänien nicht gegen Oesterreich ins Feld ziehen werde", gegen die Mehrheit feiner Minister; Reu trat itäts beschl uh Rumäniens. 18 Uhr: der deutsche Botschafter in Paris Frhr. von Schoen überreicht Deutsch la nds Kriegserklärung. 19.58 Uhr: Der deutsche Gesandte in Brüssel meldet Belgiens Ablehnung der deutschen Durchmarschforderung (Aufgabe in Brüssel um 12.35 Uhr.) 4. Die aufgabenfreien Nachmittage und die Wandertage fallen insoweit weg, als nicht in Ziffer 6 letzter Satz etwas anderes bestimmt ist. 5. An den Mittwochabenden darf das Jungvolk । im Sommer nicht über 20.30 Uhr, im Winter nicht über 19.30 Uhr, die Hitlerjugend nicht über 21 Uhr in Anspruch genommen werden. Für den Dienst des Bundes deutscher Mädels gelten die gleichen Zeiten. 6. Die nicht der Hitlerjugendbewegung angehörigen Schüler und Schülerinnen haben am Samstag pflichtmähigen Unterricht. Dieser Unterricht soll nach einem festzulegenden Lehrplan in mindestens zwei Unterrichtsstunden den Schülern und Schülerinnen das nationalsozialistische Gedankengut nahebringen. Die nichtarischen Schüler sind von diesen Stunden befreit. Die Schulaufsichtsbeamten haben bei ihren Besuchen der Anstalten diesem Unterricht besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Wo die Möglichkeit gegeben ist, wird eine Stunde. Werkunterricht erteilt. Die übrige Zeit ist den Leibesübungen gewidmet. Der aufgabenfreie Mittwoch wird für die der Hitlerjugendbewegung nicht angehörigen Schüler auf den Samstag verlegt Einmal im Monat wird für diese Schüler am Samstag eine ganztägige Wanderung veranstaltet. 7. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Klassen zu stärken und um ein Sichkennenlernen von Lehrern und Schülern außerhalb der Schulmauern auch hinsichtlich der der Hitlerjugendbewegung angehörigen Schülern zu ermöglichen, findet in jedem Vierteljahr an einem Samstag eine gemein« tarne Schulwanderung statt, an der sämtliche Lehrer, auf die Klassen verteilt, teilzunehmen ruhiger, friedlicher Arbeit. Es bedarf vor allem der Säuberung unseres Staatswesens von denjenigen, die aus Politik ein Geschäft gemacht haben, der Annahme der zweiten zu können. Aber schon steht der „Verkehrspolizist der Gesundheit", der Arzt und Hygieniker, mit erhobenem Zeigefinger daneben und muß seine warnende Stimme gegen allzu übereifrige Sonnenanbeter ertönen lassen. Achtung! Falsche Ein- und Zweimarkstücke. Bekanntlich werden die seit dem Jahre 1924 im Zahlungsverkehr befindlichen Silbermarkstucke em- ■ gefaxt iSL-uma Bor 20 Fahren. Die Tragödie der 13 Soge. — Ein Zeitkalender der Tage des Kriegsausbruchs vom 23. 7. - 4.8.1914. Schulen # , zunächst für das Jungvolk die folgenden Anordnungen, denen solche für die Hitlerjugend in Bälde folgen werden. Ich bestimme: 1. Das Abkommen wird zunächst so durchgeführt für alle Schüler und Schülerinnen v o m 1 0. b i s z u m 1 4. Lebensjahre, in den höheren Lehranstalten für alle Schüler und Schülerinnen bis einschließlich U/III, in den Mittelschulen für die entsprechenden Jahrgänge. 2. Die Beanspruchung des Jungvolks am Staatsjugendtag darf im Sommer die Zeit von 7 bis 19 Uhr, im Winter von 8 bis 18 Uhr, nicht übersteigen. 3. Kürzung des wissenschaftlichen Unterrichts soll möglichst unterbleiben. »Krankheit, eigenartige braune Pigmentstreifen auf der Brust oder im Nacken, die, wie die Wissenschaft erst feit kurzem erkannt hat, darauf zurückzuführen sind, daß man die Haut mit Kölnisch Wasser oder Vermächtnis an die deutsche Nation. Hindenburg-Worte aus den Jahren 1918 bis 1932. Ich gebe niemals nach, mag da kommen, was will! Es ist erstaunlich, wie ein großes Ziel, das man vor Augen hat und an dessen restloser Verwirklichung man Tag und Nacht immer und stets denkt und arbeitet, einen frisch erhält. 1918. * Die Muskeln werden gestrafft, die Nerven gespannt, das Auge geradeaus! Wir sehen das Ziel vor uns: Ein Deutschland hoch in Ehren, frei und groß! , 1918' In der Stunde der Not zeigt es sich, was der Einzelne und was ein Volk wert ist ... Deutschland braucht jetzt sein ganzes, einiges, für die Zukunft unseres Geschlechtes opferbereites Volk. 1918. * Die persönlichen Anschauungen, so schwer es Euch auch fallen mag, müssen zurückgestellt werden. Nur durch solch einmütige Arbeit kann es mit Gottes Hilfe gelingen, unser armes deutsches Vaterland aus tiefster Erniedrigung wieder besseren Zeiten entgegenzuführen. Kundgebung an das deutsche Volk, Februar 1919. * Maßgebend in meinem Leben und Tun war für mich nicht der Beifall der Welt, sondern die eigene Ueberzeugung, die Pflicht und das Gewissen. Bei der Amtsübernahme im Präsidentenpalais am 12. Mai 1925. * Weiter in treuer Liebe zum Vaterlande! Dann werden auch wir wieder zu Ehren kommen. An die Wehrmacht, 15. Mai 1925. * Es gibt kaum ein netteres Vergnügen, als Frauen beim Kaufen zuzufehen. Und wenn es eins gibt, fo kann es nur das fein, selbst Frau zu fein und nach Herzenslust einkaufen zu können. Die Frau kauft gern, sie kauft genau fo gern für sich wie für den Mann, für die fintier, für Freunde und Bekannte — kurz, es ist der Kauf an sich, der ihr Freude macht. Aber gleichzeitig kauft die Frau vorsichtig, besonders die deutsche Hausfrau. Sie weiß sehr wohl, daß alles Geld, was fie ausgibt, schwer erarbeitet werden muß. Deshalb sieht sie darauf, für jede Mark und jeden Pfennig den vollen Gegenwert zu bekommen. Nun ist es ja heute nicht mehr so, daß man beim Kauf probieren und prüfen und dann die Wahl treffen kann. Der Kaufmann wurde sich wundern, wenn die Zahnpasta oder die Zigarette, der Schuhcrem oder das Metallputzmittel in seinem Laden erst probiert würde. Und bei vielen anderen Erzeugnissen entzieht sich die Beurteilung der Qualität überhaupt einer raschen Prüfung. Deshalb wählt man gern eine Ware, die man kennt, die sich im Gebrauch oder bei Taufen- den und Millionen von Menschen bewahrt hat und für die der Hersteller mit seinem Namen eintritt. Das ist der „Markenartikel"! „Markenartikel" bedeutet nichts anderes, als daß eine bestimmte Firma eine bestimmte Ware unter einem bestimmten Namen zu einem festen -Pr?He berausbringt. Sie verbürgt sich damit für die gleich- bleibende Qualität und dafür, daß man überall in den Geschäften diese Ware zu demselben Preis bekommt. Die Marke ist das offene Bekenntnis des Fabrikanten zu feinem Erzeugnis und das Em- ftehen dafür. Und wie man einem Menschen, dessen Namen und Herkunft man kennt, mehr traut als einem Wildfremden, so traut man auch Dem Markenartikel mehr als dem anonymen Fabrikat. Je mehr der Sinn für Qualität wieder in Den ■ Vordergrund tritt, um fo mehr fragt man danach, : ob man für fein Geld den richtigen Gegenwert ! bekommt, und nicht danach, ob man vielleicht irgendwo ein paar Pfennige weniger für das un- ' bekannte Erzeugnis eines ungenannten Fabrikan- ten auszugeben hat. Um fo mehr aber wird der Käufer, wird vor allem auch die vorsichtige Haus- 1 frau bei ihren Käufen bestimmte Marken ver- 1 langen, den an Stelle des „Probierens", das nicht 1 möglich ist, tritt die Bürgschaft des Fabrikanten. Treue um Wcu>-, — — können sozial nur vorwartskommen wenn alle werktätigen Glieder der Nation ehrlich zusammen- Wer an die Spitze eines großen Volkes berufen ist kann keinen höheren Wunsch kennen, als den, sein Volk in Frieden und Gleichberechtigung an den Ausgaben der Welt mitwirken zu Men An das Diplomatische Korps am 14. Mai 1925. * Wir sind reich an Kräften des Geiste- und der Arbeit Wenn sich alte in Gedanken an das Baler- toni) «ufammenftoben, dann brauchen wir um die ZÜkunstd" deutschen Vaterlandes n.cht zu bangem Beim Neujahrsempfang 1930. * fieutß vor sechzig Jahren zählte ich zu denen, 5)eine d i >ö » wiedererstandenen Deut- “hÜ ” Jubel em ©eitbem'haben wir nie- d)en Reiches aujuoeu^ teuer roar unh unseren attm Saldatenherzen auch weiter unuer- unseren wieit (kines aber ist uns geblieben. Das ValÄand. Ihm wollen wir über alle Parteien hinweg in selbstloser Liebe und Treue dienern Bei der Reichsgründungsfeier des Kyffhaufer- bundes am 18. Januar 1931. * So werde ich, wenn ich nochmals gewählt werde, meinem Gewissen und dem deut chen nur G°tt meinem v der des gesamten deutschen Volkes meines Amtes walten f°nnemglun!lfuntrebe am 12. März 1932. * -inst im Kriege die Not des Vaterlandes Trennende aufhob und die Maffen des Volkes - gZch ob sie der Arbeiterschast, dem Landoolk uder dem Bürgertum angehorten — in gleicher Weife hingebungsvoll ihre Pflicht getan hab^l so gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß Deutschland arbeiten^ Arbeiterschaft am 18. April 1927. Haltet die Treue! Denkt daran, daß viele Eurer Väter mit ihrem Blute die Treue zum Vaterland besiegelt haben. An die Jugend am 6. Februar 1928. Chronik", „Der Kriegerfriedhof", „Goethe-Literatur des Jahres 1932", „Neue Heimatliteratur , und den Dereinsbericht 1931/34. — . , — Die Bayreuther Festspiele haben auch dieses Jahr ihre alte Anziehungskraft bewie- {en Neue Bühnenbilder und die besten Künstler der Zeit haben mit dazu beigetragen. In einer reichhaltigen, doppelseitigen Bildertafel „Kreuz und quer durch Die Festspiele" berichtet die Leipziger „I l l u st r i r t e Z e i t u n g (Verlag I. I. Weber) darüber in ihrer neuesten Ausgabe. Dieses Heft bringt des weiteren einen mit zum Teil bisher unveröffentlichten Bildern anschaulich lllustriertey Beitrag „Beim A. O. K. Hindenburgs wahrend der Schlacht bei Tannenberg", in Dem Paul Lindenberg, der dem A. O. K. Hindenburgs als Kriegs« berichterstatter zugeteilt worden war lebhaft die Befreiung Ostpreußens von der Russenherrschaft vor 20 Jahren schildert. Von den bedeutenden sportlichen Ereignissen der letzten Zeit ''Deutsche Kampfspiele in Nürnberg und „Die große 2000- Kilometer-Fahrt" bringt die Nummer je em Tableau mit zahlreichen Bildern. Eine weitere große Bildertafel gilt dem großen deutschen Hilfs- werk „Mutter und Kind". Öod)fd>ulnad)ri(btetL Ernannt wurden: der planmäßige außerordent- liehe Professor der Technischen Hochschule Darmstadt Dr. Otto Stocker zum persönlichen Ordinarius: der Direktor der zoologischen Abteilung des Landesmuseums und außerplanmäßige auberordent- liche Professor an der Technischen Hochschule Darmstadt Dr. Theodor List unter Uebertra- qung des persönlichen Ordinariats für Zoologie zum ordentlichen Professor in Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1934 an; der mit der Verjehu^g der außerordentlichen Professur für Drnammtik und Modellieren an der Technischen Hochschule D a r m st a d t beauftragte Bildhauer Hermann Geibel aus München zum planmäßigen außerordentlichen Professor für Aktzeichnen und ange« wandte Plastik unter Berufung m das Beamten« Verhältnis mit Wirkung vom 1. Juli d. I. an. Der Altmeister der Affyriologie, Geh Rat Pro- : feffor Dr. phil. Dr. theol. h. c. Fritz Rommel, entüfliditeter Ordinarius an der Universität München, vollendete am 31. Juli sein 8 0. Lebens- . fahr. ! Zum ordentlichen Professor der praktischen Theo- . logie an der Universität Berlin ist der Privat« > dozent daselbst, Pfarrer an der Kirche „Zum Heils- : bronnen" D. Leonhardt Fendt, ernannt worden Berlin, 1. Aug. (DNB.) Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Unterricht gibt ein Abkommen bekannt, in dem es u. a. heißt: „Für die Erziehung der Schuljugend im nationalsozialistischen Staate sind Schule, Reichsjugendführung (HJ.-Bewegung) und E l - ternhaus nebeneinander berufen. Um eine fruchtbare Zusammenwirkung zu gewährleisten, find der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und der Jugendführer des Deutschen Reiches über folgende, in der Zukunft zu verwirklichende Maßnahmen einig: 1. Der Sonntag b e r Jugend gehört grundsätzlich dem Elternhaus und der Familie. 2. Für die Erziehungsarbeit derReichs- iugendführung (HJ.-Bewegung) wird den ihr unterstellten Schülern der Samstag als schul- freier Tag eingeräumt (Staatsjugendtag). Daneben steht Äe Reichsführung (HJ.-Bewegung) der Mittwochabend als Heimabend zur Verfügung, der von der Reichsjugendführung zentral gestaltet wird. 3. Für alle übrigen Schüler findet am Samstag Unterricht wie üblich statt. 4. Im übrigen stehen die Werktage uneingeschränkt der Arbeit für die Schule zur Verfügung. 5. Für die beruflich tätige, der Reichs- juqendführung (HJ.-Bewegung) unterstehende Jugend wird bis zum vollendeten 18. Lebensjahre die gleiche Regelung angestrebt. In Ausführung dieses Abkommens bestimme ich im Einvernehmen mit dem Herrn Jugendfuhrer des Deutschen Reiches für alle mir unterstellten Dor allem sehen wir, daß das Barfußgehen aar ; nicht mehr so einfach ist, wie es uns als Kinder । auf dem Dorfe erschien. Die spitzen Steine, die . Baumstümpfe, das scharfe Gras machen den zar- : ten und dünnhäutigen Sohlen recht viel xu schaffen. Jede kleinste Wunde kann hierbei gefährlich werden. In einem großen Geschäftshaus begegneten sich nach einem schönen Freiluftsonntag vier, fünf der Angestellten und klagten über die gleichen eigentümlichen Fußbefchwerden. In allen Fällen lagen kleine Infektionen durch Barfußgehen vor, die, wenn man sie vernachlässigt, recht unangenehme Folgen nach sich ziehen können. Grade die unscheinbaren Stichverletzungen, bei denen kein Blut flieht, durch Dornen oder gar durch verrostete Eisenteile, können zu gefährlichen Blutvergiftungen führen. Bald tut der Fuß weh, der Fußrucken schwillt an, ein feiner, roter Strang, das entzündete Lymphgefäß, zieht sich unter der Haut längs des Unterschenkels in die Höhe, und schließlich, als Zeichen des Alarms, schwellen die Lymphdrusen der Leistengegend an und schmerzen bet jedem Schritt und jeder Bewegung. Man soll diese Erscheinungen niemals leicht nehmen, sondern so früh wie möglich den Fuß in eine absolute Ruhestellung bringen und den nächsten Arzt aufsuchen und um Rat fragen. Sehr bewährt haben sich kleine Behälter oder Stäbchen mit fester oder flüssiger Jodtinktur, mit denen man frische Wunden vorbeugend, sobald man sie bemerkt hat, betupfen kann. Heber die Gefahren der Sonne ist schon allzu oft und allzu viel geschrieben worden. Jeder Erwachsene müßte wissen, daß eine chockartige, allzu intensive Sonnenbestrahlung mehr Schaden als Nutzen für die Gesundheit stiftet. So wohltätig ein Sonnenbad ist, an das man sich langsam und in allmählich steigendem Ausmaße gewöhnt hat, so ; gefährlich find die plötzlichen Sonnenverbrennun- qen, die nicht nur die Haut, sondern den gesamten : Organismus in Mitleidenschaft ziehen und em rich- ' tiges „Sonnenfieber" Hervorrufen können. Den Schwimm-Anzug waschen! Kaum einer von uns hat sich nicht mit dem neuen Strand- oder Schwimm-Anzug eingedeckt. „Die Mode am Strand" wird von Jahr zu Jahr bunter. Aber viele vergessen, daß es unbedingt notwendig ist, diesen neuen wollenen oder baumwollenen Gegenstand vor dem ersten Gebrauch gründlich durchzuwaschen. ri Der Arzt sieht um diese Jahreszeit stets eine Krankheit häufig auftreten: die sogenannte Pitrya- fis rosea oder Kleienflechte, rötlich braune, ring* förmige Flecken auf der Haut, die mitunter auch Juckreiz verursachen und, wenn nichts geschieht, an Zahl und Umfang ständig zunehmen. Es handelt sich um eine oberflächliche Hautpilzerkrankung, die fast immer dadurch entsteht, daß neue Kleidungsstücke: Strümpfe, Hüftgürtel, Hemden, Badeklei- dung ungewaschen getragen werden. Eine um diese Jahreszeit ähnlich häufige, seltsame Hauterkrankung ist die sogenannte Berloque- Jch bin durch Alter und Amt berufen, mit den Alten zu leben und zu wirken. Aber hoffen und glauben will ich mit Euch, deutsche Jugend, die Ihr Zukunft und Kraft der Nation seid. An die Bonner Studenten am 22. März 1926. * Für den Wiederaufstieg unseres Volkes ist die erste Voraussetzung, daß in allen Lebenslagen unserer Nation der heilige Wille und die zusam- Zeitschriften. — Westermanns Monatshefte. Im Augustheft finden wir u. a. zwei beachtliche Gedenkaufsätze: Der verdienstvolle Kämpfer gegen Die Kriegsschulblüge. Dr. A. v. Wegerer schreibt zur 20jährigen Wiederkehr Des Mobilmachungstages in dem Beitrag „Warum wir 1914 marschierten eine neue, geschichtlich belegte Rechtfertigung Der Deut- chen Kriegserklärung und Hans Henning Freiherr Grote erzählt aus Anlaß Des 40jährigen Geburtstages von Albert Leo Schlageter von dessen Leben und Kämpfen. Der Kunsthistoriker Dr Fritz Löffler, weiß durch einen farbig illustrierten Aufsatz „Dresdner Kunst in Aquarellen" vom hohen Stand der Aqurellkunst in seiner Heimatstadt zu überzeugen. In einem ebenfalls mit vielen farbigen Bildern geschmückten Aufsatz schildert die Malerin Hanna Her- tell deutsches Leben und deutsche Kultur m einem „Land zwischen zwei Völkern" in unserem verlorenen Elsaß. Der Weltumsegler Kapitan Kircheiß weist in seinem durch zahlreiche eigene Aufnahmen geschmückten Erlebnisbericht „Blaast bagborb forut.. Walfang in der Antarktis" auf ein lohnendes Betätigungsfeld für die deutsche Seewirtschaft hin Dr. Hellmuth Langenbucher scheidet Echtes von Unechtem in seinen Ausführungen „Vom Schrifttum der Be- wegung". Mit neuen Novellen und Erzählten sind Kurt Martens, Hermann Claudius und Wilhelm Schüssen vertreten. — Im 13. Heft der Mitteilungen des Wetzlarer Geschichtsvereins, heraus- geqeben von Heinrich Gloel und Sluguft. endie Wetzlarer studiert?" (Rotscheidt), „Kleine Wetzlarer ;rf Qp;f in her mir alle wieder gerne UND, Daß man Die 3)aut mit Moinijaj «v« al^=^unbbiein6D® juÄVÄÄ °". dungsftück nach dem anderen wird zu Haufe ge- 6 - unangenehmes „Sommerleiden" find lassen. Nicht wenige Erwachsene findenJogar wie- L^JXgEiwiidien ben Fußzehen. Die ^r den Weg zum ^arfuß-ehen zurück unb,im Schuhwerk entstehende starke Wärmeftauung, beglückt, sich ei nm a lind i e Km derz e tzu r ^^er! etz n ^uernde Berührung der Hautflächen, verbun« nnnon 9th»r frhnn ftoht der DerkehrsvoliXitt den mlt der feuchten Absonderung des Schweißes, bildet einen leider idealen Nährboden für Bakterien und Hautpilze. Diese Entzündung zwischen den Zehen ist ungeheuer hartnäckig und lästig. Vor allem erhöht sie die Gefahr, auf die wir oben hin- aewiesen haben, daß beim Barfußgehen infektiöse Keime durch die Haut eindringen, zumal sonst gerade das Barfußgehen die Beschwerden dieses Leidens zu lindern und zu bessern pflegt. Neuerdings sind aussichtsreiche Versuche unternommen worden, durch Pinselung mit einer Chloroformlösung, die einen geringen Säurezusatz enthält, dieses lästige Leiden in sehr viel kürzerer Zeit zu heilen, als es bisher dem besten Arzt möglich war. Der Tag -er Trauer in Gießen iweren lieh Ein fpftp «Ri rn ii nnfj ** n -r mn' in ^eiuger ^emein cha t zu stehen. Unt) wir jMKäs a-'ys äwä su: & er.» AU uns- £lrh hin hör C-snw h«;» m-iz u 1 «. 0^' iÜe ^05 ScbCTl im Letzten gestaltem Wir sind den L-nschen eLim^n --, —t - ^Z^E^asi Die deutschen Frontkämpfer sind stolz und be- nramicye ^rontkampser-Kapelle Milwaukee Ameri- glückt, daß endlich ihre eindring icke Friebensnmb. can em und wird nun eine Konzert-Tournee durch nunq gehört mu4e unb m Htw mÄ ieutfälanb durchführen. Dem Besuch der amerika-Ider Empfang der amerikanischen ^Frontkämpfer in nn&o9»°htfClmpfer Eommt eine große außen- Deutschland überall dort, wo sie hin kommen noch politische Bedeutung zu. Die „American-Legwn" ist herzlicher sein wird, als ihr Abschied in Amerika! sind nur wenige ihm es lebte eine Ahnunc Fahnen und Matrosenräten, deren Sendlinge allabendlich in den Quartieren herumsaßen, das neue Reich verhießen und die Auflösung predigten. Und dann folgten die schlimmen Tage vor Weihnachten 1918, als das Bataillon in den Dörfern des Spessart herumlag und auf den Abtransport wartete: an jedem Morgen wurde das Verschwinden von einigen Fahrern oder Kanonieren gemeldet, so daß nicht mehr abzusehen war, wie Fahrzeuge und Pferde in die Garnison gebracht werden sollten; hinter dem neuen Evangelium schien die Gestalt des Führers zu verblassen. Pfarrer Bechtolsheimer hielt die Predigt: Der Tag des Kriegsausbruches vor 20 Jahren sei schwer und schicksalhaft über das deutsche Volk hereingebrochen. Auch damals, an jenem ereignisreichen Sonntag, sei das Lied gesungen worden: „Ein feste Burg", das Lied, das nicht nur ein religiöses, svn- Äm 31. Juli 1934 traf in Bremerhaven die amerikanische Frontkämpfer-Kapelle Milwaukee Ameri- Gießener Reichswehrkapelle und Mlwaukee American Legion Vand konzertieren gemeinsam aufrufen zu heiliger Verpflichtung für das Kommende. Das Schicksal unseres deutschen Volkes entscheidet sich in seinem Verhältnis zu seinem Gott. Feierlich klingt als die Antwort und das einmütige „Ja" zu den Worten des Predigers das Bekenntnislied unseres Dr. Martin Luther auf, indem es den Hauptgedanken der Feierstunde noch einmal aufgreift und zugleich zu einem Höhepunkt führt. In stillem Gebet gedachte die Gemeinde unter Glockengeläute der gefallenen Brüder und des Heimgegangenen Reichspräsidenten. Zwei Sologesänge von Frl. Elisabeth Weeg bereicherten die Feier. Gebet und Segen schlossen die erhebende Gedenkstunde. Zn der ZohanneSkirche. Aus Anlaß des 20. Jahrestages des Kriegsausbruchs und gleichzeitig aus Anlaß des Todes unseres allverehrten greifen Reichspräsidenten von Hindenburg fand auch in der Johanneskirche ein Gedenk- und Trauergottesdienst statt, der einen eindrucksvollen Verlauf nahm. Die Kirche war nahezu bis auf den letzten Platz besetzt. Der feierliche Charakter der Stunde wurde erhöht durch die Teilnahme der Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regimentsvereine einschließlich des Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm), deren Vereine mit ihren Fahnen erschienen waren. Auch die Mitglieder der Freiwilligen Sanitätskolonne nahmen geschlossen in Uniform teil. Kerzenschimmer umfloß die Fahnen. Weihevolle Stimmung herrschte im Raum. Nachdem das volle Geläute der Glocken verklungen war, leitete ein großes ernstes Orgelvorspiel den Gottesdienst ein. Gemeinsam wurde dann das Lied „Ein feste Burg ist unser Gott" gesungen. Male von Angesicht zu Angesicht sehen, denn im »luge gleiten noch einmal die Kriegsjahre vorüber, sie standen alle im Zeichen seiner Persönlichkeit, alle waren sie von seinem Geiste erfüllt. Er stand immer fest auf der Erde, und war doch immer von bem Gedanken erfüllt, dem Ganzen zu dienen, eine Vereinigung von ruhiger Tatkraft und großer Idee. Weser, selbstsüchtigen Zeit bas Symbol der Entsagung, der Führer, der niemals etwas für sich gefordert hatte. Hindenburg hat die denkbar ungünstigsten Vorbedingungen vor^efunden, als er den Feldherrnstab iqi7 ' UÄrßS als sei die Lage vom August 1914 vorbestlmmend für sein weiteres Leben geworden: er wurde immer berufen, wenn die taktische und strategische Situation gefährlich und verworren war, immer war er ausersehen, eine Wende herbeizufuhren. Von den Millionen seiner Soldaten sind nur wenige ihm von Angesicht begegnet, aber es lebte eine Ahnung in allen, daß es seine Be- stlmmung war in die Bresche zu springen. Daß er sich dieser Aufgabe niemals entzog, daß er zur dienenden Bemühung um das Ganze immer bereit mar Er war während dieser Jahre gewachsen, wie selten ein Mensch zu seinen Lebzeiten, er war Nnho * »^worden, Sinnbild der unerschütterlichen Ruhe, der lauteren Selbstlosigkeit, der Stete, der Unw°nd°lb-rk°it So hat er damals in den Herzen nT„S“; - Oft glaubensstarken Worten legte Pfarrer Becker Zeugnis ab von dem Denken und Fühlen in dieser schicksalsschweren Stunde. Unser Blick wurde zu- ruckgelenkt auf den Beginn jenes großen Ringens Des deutschen Volkes gegen eine Welt von Feinden. Wie gar manchmal erklang da in diesen schi D^ten^ spontan angestimmt, das trutzige Luther- Nach einem geistlichen Lied, nach Vaterunser und Gebet, verharrten die Teilnehmer der Feier fünf Minuten lang im Gedenken an den verstorbenen Herrn Reichspräsidenten und an die Gefallenen . . , . ■.bes Weltkrieges. Vom Turme läuteten während- dem auch em Kampflied fei. Der Jubel und die dem die Glocken. Der geistliche Segen beschloß die Begeisterung der ausziehenden Truppen und der, Feierstunde. Oer Soldat des großen Krieges. Ein Mann, der als einer der ersten das mit teib und Seele durchgekämpfte Erlebnis des Krie. ges zur Dichtung gestaltet hat: Hans Henning Frei- n m Vt?e ^iIborMu Beginn des Augustheftes von Velhagen & Klasings Monatshef- den Soldaten von 1914, wie er sich in den Materialschlachten der Folgezeit seltsam, unheimlich geändert hat. „Ein neuer Mensch war über Nacht erwachsen, er schritt nicht auf Kothurnen daher, be- saß auch kein schimmerndes Gewand, sondern war vielmehr anzusehen wie ein Höhlenbewohner der in Dreck und Schlamm gekleidet. Wenn sich ber Feuerzone ber Schlachten J$nurte er vorsichtig voran wie ber Fuchs, der die Beute wittert, alle Wege, Straßen, Walder der einsame Baum, ber mit bem zerschossenen Stumpf wie m Anklage zum Himmel emporblickte, alles, alles hatte für ihn geheimnisvolle Bebeutung, bie ^Önung ihm vermit- teile. Ob biefer Mensch aus Stabt ober Lanb tammte, ber erjtere später, ber anbere früher unb bnbr olie gemeinsam roieber sehr nahe dem göttlichen Ursprung, ber Mutter Erbe, ber Natur TLSinnen schritt er jetzt durch die Hölle nho,^6110 Warum er, ohne daß Befehl oder sicheres Wissen es ihn geheißen hätte, gerade eindlickon c ' ’• crz Der genau so von einbhdjen Granaten aufgewühlt war wie ber an- nnhe,ft*r -TAba3Ur Marschzeit verkürzte — er einmal Rechenschaft barüber, unb eben jefet heulte es an, Salven von feindlichen Lagen dreier unb l-ichier Kaliber: sie suchten den am unb steten alles auf ihm, was dort sich befinden mochte, Zufall? Nur dann, wenn ÄJ0?' ba& Bogel ihr Nest, das wohl- Ä^e, plotzllch m Eile verlassen, und bald danach chlagt der Blitz m den Baurn, ber bas wohnliche 1916abU 1Q1R ®nfe-r neue Mensch, ber Soldat von o„ho ™ 91£' lft ,ener moderne Typus des kärnp- enden Menschen geworden, ber ber Allgewalt ber aIJ fte schon alles Menschliche triurnphie- rend zuschanden zu machen bestimmt schien, wieder als Herr entgegentrat. Er kennt nur eine Gemein- x u r ^«Lbas Schicksal Deutschlands bis auf den heutigen Tag bestimmt." bas Bekenntnis: Gottes Güte und Barmherzigkeit ist alle Morgen neu. 3n diese Gedenkstunde hinein fällt Wehmut, nicht nur im Gedenken der vielen gefallenen Brüder, die draußen ihr Leben zum Opfer gaben, Wehmut durch bis Nachricht von der Abberufung unseres Reichspräsidenten zur großen Armee. Seine Gestalt hat für uns fast mythische Größe angenommen. 4ber auch in diesem Augenblick danken wir Gott, daß er seine Güte und Barmherzigkeit in diesem Menschen uns geschenkt hat. Wir bekennen uns zu Dem Gott, der uns draußen während der Kriegszeit geführt hat, wir bekennen uns zu dem Gott, der uns durch die furchtbare Nachkriegszeit hindurchqe- leitet hat und der uns den Führer geschenkt hat. Das einfache fchlichte Gottvertrauen ist es, bas unser greiser Feldmarschall verkörperte. Er wie auch der Führer des neuen Reiches, wußten immer bas eine: über aller Sinnlosigkeit dieses Menschenlebens liegt ein göttlicher Sinn. In aller Verworrenheit ber Menschenwege liegt ein Gotteswal- kl-ar zu Tage. Gott vertraute er sich unb bas Schicksal seines Volkes an. Aus ber großen Zeit grüßt uns bas Wissen um Gottes Führung, -auch mitten in ber Sinnlosigkeit menschlichen Lebens und Sterbens und Verderbens. Wir wissen, bas Sterben unserer Brüder war Saat für die Zukunft Saat, an deren Ernte wir nach dem Willen unseres Gottes mitarbeiten sollen. Wir können alles bange Fragen „Wozu? Warum?" nicht besser beantworten, als wie es uns Walter Flex kündet als bie Antwort über bem großen Sterben: Ein Führer, der nichts von Fieber und Ungeduld wußte, der die Entwicklung abwarten konnte obwohl ihm nur wenige Tage zur Verfügung standen, obwohl er an Zahl der Truppen bem Gegner weit unterlegen war. Er hatte wohl den Vorteil'der inneren Stellung, aber er wußte auch, daß sich dieser Vorteil jeden Augenblick in Nachteil verkehren und ihm zur Todesfälle werden konnte, und gleichwohl Durste er nicht eher ausholen, als bis ihm Samsonows Armee griffgerecht gegenüberstand. In diesen bedrängten Tagen bewährte Hindenburg Du menschlichen Eigenschaften des wahren Führers: die tiefe Ruhe, die Zuversicht, die Unerfchütterlich- feit, die immer von feiner Gestalt ausgegangen und. — Als die Ostpreußen eine Woche später fein m den Zeitungen sahen, das Bild dieses ganz unbekannten Paul von Beneckendorff und Hinden- burg, hatte die Geschichte die Frage: wer ist das? schon beantwortet: ber Sieger von Tannenberg! Winter 1918. eine ausgesprochene amerikanische Frontkämpfer- Vereinigung. Die Mitglieber ber Milwaukee Ameri- can Legion Band sind fast durchweg deutschen Stammes und haben zum Teil sogar der amerikanischen Besatzungsarmee im Rheinland angehört. Die 65 Mann starke Kapelle ist wohl überhaupt zur Zeit die beste amerikanische Kapelle und wurde bereits in Amerika viermal mit den höchsten Preisen ausgezeichnet. Es ist bekannt, daß diese amerikanischen Front- kämpfer mit großer Begeisterung an der Heimat ihrer Vater hangen und sich freuen, die während der Besatzungszeit angeknüpften Beziehungen mit Deutschland wieder auffrischen zu können. Sie haben den eindringlichen Ruf unseres Reichs- mtntfiers Rudolf Heß gehört und in sich aufgenommen. Jetzt wollen sie über die Köpfe vieler mißgünstiger Politiker vieler Staaten hinweg ge- rade als amerikanische Frontkämpfer mit dem Volk eine friedliche Verständigung finden, gegen bas sie früher als Gegner gestanben haben. Welch ungeheure Begeisterung der Entschluß die- ser Kapelle in Amerika auslöste, geht daraus her* vor, daß ihr mehr als 50 000 Amerikaner nach ihrem letzten Konzert auf der Weltausstellung in Chikago bei ihrer Abreise das Geleit zur Bahn gaben. 7 gezogen. An deren Stelle sind Einreichsmarkstücke aus Nickel geprägt in den Verkehr gebracht. Diese neuen Nickelstücke sowie auch die im Zahlungsverkehr befindlichen 50-Psennig-Stücke bestehen aus «iner Nickel-Legierung und ziehen magnetisch an. Don diesen neuen Nickel-Markstücken ist im Zahlungsverkehr eine Fälschung festgestellt worden. Die Fälschung sieht dem echten Stück wohl ähnlich, ist aber nicht magnetisch, da die Stücke aus einer Zinn- Legierung bestehen. Es fehlt ihnen auch auf dem Rande die bet den echten Stücken eingeprägten Randzeichen (Arabesken), außerdem greifen sie sich fettig an und haben ein poröses, etwas gelblich schimmerndes Aussehen. Beim Aufwerfen klingen sie dumpf. Sie tragen das Prägezeichen D/1934. Bei den falschen Zweimarkstücken, auf die bereits mehrfach hingewiesen worden ist, handelt es sich gleichfalls um Gußstücke aus einer Weichmetall- Legierung. Durch ihren schlechten dumpfen Klang sind sie den echten Stücken gegenüber leicht erkennbar. Sie greifen sich ebenfalls fettig an und haben vielfach ein graues schmutziges Aussehen. Bei den falschen Zweimarkstücken gibt es auch Fälschungen, deren Kern aus einer Messingplatte besteht und versilbert ist. Der Klang dieser Falschstücke ist ein höherer, ein sogenannter Messingklang, die echten Stücke haben dagegen einen Silberklang. Die Versilberung dieser Falschstücke greift sich in der Regel sehr schnell ab, und sie haben dann < eine durchschimmernde gelbliche Farbe. Bei Fest- Bevölkerung fei nicht das alleinige Kennzeichen des Kriegsausbruches gewesen, sondern vielmehr noch der Abschiedsschmerz hinter Tür und Tor, in ber Familie, in fast jeder Familie. Der Jahrestag der Wiederkehr des Kriegsaus- bruches fei für uns ein Tag großen Ernstes, ein Tag, dessen Bedeutung vertieft werde durch die Kunde, daß des deutschen Volkes getreuer Eckart in Die Ewigkeit berufen worden fei. ’ 1914 habe uns der Glaube an den Sieg erfüllt. Es fei anders gekommen. So, wie es Gott wollte! Immer schwerer sei in jenen ereignisreichen Kriegs« jähren der Strom gegen das deutsche Volk angebraust, bis es den Boden unter den Füßen verlieren mußte. In die Familien seien die Hiobsposten des Todes ihrer Angehörigen gebrochen; das ganze deutsche Volk habe geblutet in Flandern, an ber Somme unb vor Verbun. Manche harte Prüfung habe uns bie Zeit nach bem Kriege gebracht, mancher unserer Volksgenossen fei ber Veryweiflung anheimgefallen. Der Krieg unb alles Leib ber Nachkriegszeit fei über uns gekommen, nach göttlichem Ratschluß; weil Gott wollte, baß wir ihm wieber begegneten, weil er wollte, baß wir uns wieber auf Volk unb Vaterlanb besännen. Der Frontsolbat habe ritterlich gekämpft im Be- wußtsein bes Kampfes um bie Erhaltung ber Ehre, ber beutsche Offizier fei bem Kämpfer stets Vorbilb gewesen. Aller Kampf um Ehre unb Vaterlanb fei im Sinne bes Erlösers. So wie er in ber Stunbe seines tiefsten Leibes ben Glauben an feinen Gott unb Vater nicht verlor, fo bürsten wir nicht ben Glauben an Volk und Vaterland verlieren. In chwerer Zeit müßten wir unserem Vaterlande bie Treue halten, fo wie sie ber Führer Abolf Hitler als Vorbilb immer bem beutschen Volke gehalten habe unb stets halte. Dann werbe alles Leib überwunden. Königsberg 19 24. Die Königsberger haben ihren Befreier erst fpä- ter gesehen als er auf einer ostpreußifchen Reise i>ie Stadt besuchte. Er ist in bie Loge bes Staats- tbcaters getreten, über der noch bas königliche Wappen schwebt, und alle erheben sich von ihren ^bst steht, groß auf feinen Säbel ge- S b.er ™en9e- Er ist in diesen Jahren „“I1? r?caI.te.rA °uch 'darin ein Sinnbild der Un- Rube^ der Unerschütterlichkeit und steten ’ bem iIe- beu Retter chrer Heimat zum ersten Dreimal Hindenburg. Von Peter Warmund. August 1914. Noch niemals hatte Ostpreußen das Gefühl der tiefen Vereinsamung so erlebt wie im August 1914, als sich langsamer als im europäischen Westen, rl -öo^ang oor dem ungeheuren Raum des öst- uchen Kriegsschauplatzes erhob; die heißen Sommertage waren von harten und unerträglichen Spannungen erfüllt... b J p We"n der große Ansturm ber Russen auch zu- nachst unterblieben war, so wußten bie Ostpreußen ihr^r ’m? ÖCn 9fro?£ti9ften Truppenbewegungen an ihrer Grenze die schon vor den Kriegserklärungen begonnen hatten, sie hatten sehr klare Vorstellun- Ottihprff00 h' xaLb’S ^en bestimmt waren, jeden Widerstanb durch die Massen ihrer Millionenheere S h16 Königsberger mußten erleben, daß tiert murh n rl5 mU5 bcn Kasernen abtranspor- nowi ?U bxnk b>?$ Flinte und Bürger die Stadt verließen, daß die Festung jetzt — jetzt erst — mit mürbe moberner Befestigungen umgeben SJShf'r?*« iman ? mit einer Belagerung ber Stabt rechnete, und das bedeutete, daß die Vro- vmz vom Feinde überschwemmt wurde vielleicht oUt^äBnr11^^^0“6 ?stpr°ußen russisch werden sollte. War es schon so wert? Sollte in diesem Sommer ein neuer Abschnitt in der Geschichte Ostdeutschlands beginnen? Man hörte von den fabelhaften Siegen im Westen, von den grandiosen Sh’oFhh-rh ber xCUen Zweiundvierziger-Geschütze, faf) Abbilchingen der zerstörten Forts von Namur h(frr7" ober 'n Königsberg vernahm man in Diesen stillen Nachten den Kanonendonner der von der nahen Deime herüberkam: man sah in den Straßen die Wagenzüge der Flüchtlinge, die sich ouf den Platzen zu ganzen Wagenburgen flauten erlebte Bilder der Verzweiflung und tiefer Hoffnungslosigkeit, horte, daß alle landeinwärts füh- renden Straßen von Flüchtigen bedeckt waren, daß bie Vertriebenen vor bem Schrecken ber Kosaken- horben in breiter Welle westwärts zurückfluteten unb bie Verwunbeten berichteten von bem Riesen- aufmarsch ber Russen, ber sich in ber Mitte bes August m ber ganzen Breite ber östlichen Grenze vollzogen hatte. Dazu bie Nachricht, baß bie Züge nach Berlin für bie Personenbeförberung gesperrt feien — hatten bie Russen bie Stadt schön von Süden her umschlossen, war Königsberg schon eine umzingelte Festung? So wenig wie die Welt ahnte Ostpreußen in Marienburg, daß am Sonntag, 23. August 1914 em unbekannter General über den Karten saß und km Geiste bie Befreiungsschlacht für ben beutschen Osten schlug, bie größte Vernichtungsschlacht, bie bie Kriegsgeschichte bis auf biefen Tag gesehen hat ' stellung solcher Falschstücke ist die nächste Polizeidienststelle zu benachrichtigen. Entsprechende Mitteilungen werden auf Wunsch auch vertraulich behandelt. Aus parteiamtlichen Bekanntmachungen Die Berufsgemeinschaft der Techniker in der Deutschen Angestelltenschaft teilt mit, daß der für Samstag, 4. August vorgesehene Kameradschafts- und Heimatabend auf der Burg Staufenberg bis auf weiteres verschoben wird. Bornotizen. — Tage skatender für Freitag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Einmal eine große Dame sein!" — VHC.: 20.30 Uhr, Monatsoersammlung. * ** Probealarm ber Feuersirenen. Am morgigen Samstag, 15 Uhr, werben probeweise bie Feueralarmsirenen in Betrieb gesetzt. Zur Beunruhigung liegt kein Anlaß vor. ** Fahrrabmarber bei ber Arbeit. In ber Nacht zum Mittwoch würbe aus ber Waschküche im $aufe Bückingstraß 5 ein Fahrrad gestohlen. Beschreibung des Rades: Ballonreifen grau, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, schwarzer Kindersattel an der Querstange, Boschlampe mit Bosch- ömamo, Marke Goldberg, Fabriknummer BGC. 50106. Sachdienliche Mitteilungen erbittet bas Polizeiamt Gießen. Damals, an einem biefer schneeburchwirbelten, feuchtkalten Wintertage ließ ber Kommandeur dieses Bataillons die Leute im Rechteck antreten und hielt eine kurze Ansprache, bie zunächst spöttisch angehört unb von Murren begleitet würbe, bis ber Name Hindenburg fiel, als der Hauptmann die einsame Gestalt bes Felbherrn ben Horben entgegenstellte bie jetzt als verkappte Matrosen burch bie Straß?n zogen. Als er an bie Pflichttreue erinnerte, bie Hmbenburg immer bewiesen habe, bie vorbilblich für ben letzten Solbaten fei; als er fragte: von welcher Seite sie bas Heil erwarteten, von der geschloffenen Persönlichkeit, von ber vollbrachten ßeiftung — ober von ben Schreiern, ben sinnlosen ^°rten unb leeren Versprechungen? Damals fielen Ichon die Worte, die wir dem Sinne nach kürzlich wieder im Reichstag hörten: „Deutschland wird untergehen, wenn wir das Gefühl für die gefchicht- uch gewordenen Verdienste der großen Persönlichkeit verlieren." Dieses Wort stand so ergreifend in Diesem schneedurchwirbelten Vormittag, daß kein Widerspruch mehr laut wurde; es blieb während Der nächsten Mocken so stark in den Köpfen wirksam, daß kein Fall von Fahnenflucht mehr gemeldet wurde. — Nur eine kleine Episode aus ben schweren Tagen bes Rückzugs, über besten Straßen noch einmal bie Gestalt Hinbenburgs erschien, ber wieber bas Jdjmerfte übernommen hatte, ein Symbol der Pflichterfüllung, ber Treue unb Selbstüberwinbuna, eine Gewähr aller Tugenben, burch bie Deut chland roieber erstarken konnte. war auch ein Artilleriebataillon, bas in lan- nnch h»rrUießeu Zu baden in allen Avotberen. m7a • l ed Hausmittel gegen 1 Kopfschmerzen, Migräne _/-*und Nervenschmerzen, Unbehagen und Schmerzzustände. Seil Jahrzehnten behauptet sich CHrovanille dank seiner anerkannt raschen und milden Wirkung. Stets bekömmlich - unschädlich für Herz und Magen. Sie sollten deshalb das bew&hrte CltrovanJIle Immer zur Hand haben. ErhiltGd» in allen Apotheken. 6 Pulver- oder 12 Oblafen-Pdcg. RM MO. Schlafzimmer bester Qualität kaufen Sie zum denkbar billigsten Preis bei 03777 Louis Vetter, Kaiserallee 19,