Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgang 1957 Zreitag, den 17. Dezember Nummer 98 Die Insel öer fünf Millionen Pinguine Don Lherrg kearion Deutsche Rechte durch 3. Engelhorns Nachf., Stuttgart Nachdruck verboten 3. Fortsetzung. Fünftes Kapitel. Honigmond. — Das erste Ei. — Der vorbildliche Familienvater. — Schutz vor den Feinden. — Wunder der Schöpfung. — Fütterung und Erziehung. — Erster Gang ans Meer. — Aller Anfang ist schwer. — Jeder geht seinen Weg. Das Schlimme an der friedlichen Honigmondstimmung pflegt zu sein, daß sie nicht von Dauer ist. Zuerst ist alles wunderschön. Selbst wenn wie bei den Pinguinen Mann und Frau so häuslich und besorgt vor Einbrechern sind, daß sie nicht beide miteinander ausgehen, gewährt doch das neue Heim und überhaupt das ganze Leben so viele Freuden, daß das kaum mitspricht. Die kurzen Trennungen scheinen das Glück sogar eher noch zu erhöhen, weil sie doch einmal ein Ende nehmen müssen und dann die Wiedersehensfreude bevorsteht. So macht sich zum Beispiel Herr Pinguin nach dem Strand auf, um dort zu Abend zu speisen, während die junge Frau daheimbleibt und im Halbschlaf über die Wonnen des Ehelebens nachsinnt. Sie ist sehr glücklich und denkt sich vermutlich, daß ihr nichts zu wünschen bleibt, wenn nur das Leben immer so fortgeht. Ebenso zufrieden ist Herr Pinguin, bei dem zudem in diesem Augenblick noch das Vergnügen des Seebads und eines saftigen Fischfangs hinzukommt. Er hat heute Glück bei der Jagd und hält eine Mahlzeit, die rot im Kalender vermerkt werden müßte. Er kommt zurück, klimmt den Fels hinan und beginnt den Abhang hinauszuwatscheln, ein bißchen mühselig vielleicht, weil er, um die Wahrheit zu gestehen, wirklich außergewöhnlich, ja übermäßig vollgefressen ist. Aber langsam zwar, doch sicheren Schritts geht er auf sein Haus zu, froh, bald sein junges Weib wiederzusehen. Er versucht Laufschritt zu machen, purzelt in seiner Hast beinahe hin, hält kurz vor dem Nest einen Augenblick inne, um sich wieder einmal davon zu überzeugen, wie reizend sie doch ist, und beugt sich, sobald er angelangt ist, zärtlich nieder, um seinen Kopf an den ihren zu legen. Dann steigt er zu ihr ins Nest, liebkost sie und umarmt sie mit feinen Flossen. Wie gut, wieder daheim zu fein und nach einem so delikaten Mahle von einem liebenswerten Weib empfangen zu werden! Natürlich weiß ich nicht besser als jeder andere, inwieweit es den Pinguinen möglich ist, sich miteinander zu verständigen. Beobachtet man aber ein solches Pärchen, bann scheint es ganz sicher, daß sie das irgendwie bewerkstelligen. Jedenfalls spielt die Liebe eine große Rolle in ihren Leben, und zwar eine äußerst gefühlsselige Liebe. In solchen Augenblicken hat der Pinguin einen ganz bestimmten Ausdruck. Seme Halsfedern plustern sich auf, er zieht den Kopf in sie zurück, so daß er wie ein Fragezeichen aussieht. Auch feine Augen treten etwas scharfer herum, er legt den Kopf ein wenig auf die Seite, und sein Mienenspiel gleicht in jeder Einzelheit dem eines liebeskranken Niggers. Ich bin sicher, daß er wirkliche Liebe empfindet. Er ist kein Opportunist, der feine Zärtlichkeit auf die Zeit der Begattung beschrankt, sondern zeigt sie während seines ganzen Ehelebens, und wenn er feine Frau küßt und umarmt, will er oft nur feiner Freude über fie Ausdruck geben. Fast jede Trennung endet mit einer Umarmung, und oft sieht man, wie Herr und Frau Pinguin plötzlich aus dem hellsten Nichtstun heraus zu Liebkosungen übergehen. Doch wenngleich die Freude aneinander fortbauert, tritt doch, wie ich schon sagte, eine Störung von Ruhe und Frieden em. Mit andern Worten: unser Pinguinpärchen, das so jungverheiratet ist und „gern noch etwas von feinem Leben hätte", sieht sich plötzlich ernsten Ehepflichten gegenüber. Das Ei, das die erste dieser Pflichten birgt, erscheint gewöhnlich in der zweiten Woche nach der Eheschließung, manchmal auch ein wenig früher ober später. Kommen aber tut es säst mit Bestimmtheit, und feine Ankunft ruft große Aufregung hervor. Frau Pinguin mag Zwar em wenig überrascht fein, läßt sich aber natürlich nicht aus der Fa fung bringen und weih genau, was mit dem Ei zu geschehen hat. Behutsam läßt fie sich daraus nieder, damit ihre Federn es warm bedecken. Doch so etwas erfordert Uebung; es ist nicht leicht, das Ei in die richtige Lage zu bringen, und fie muh es fortwährend mit dem Schnabel hin und her schieben. Inzwischen fühlt Herr Pinguin das Bedürfnis, sich über den Vorfall gründlich auszufprechen. Er scheint unablässig zu plappern, wobei er zweifellos feine Weisheit auskramt und allen Zuhörern auseinandersetzt, dah er allerhand mit dem Ei zu tun hat! Auch erteilt er sicher seiner Frau Ratschläge über die richtige Sitzmethode und die beste Art und Weise, das Ei in die gehörige Lage zu bringen. Während er s» schnattert, wackelt er mit dem Kopf, und Frau PingiM, die sich nicht ausstechen läßt, wackelt mit ihrem. Doch, wenn er auch ein wenig geschwätzig ist und seinen natürlichen Vaterstolz vielleicht übertreibt, ist der Pinguin doch ein vorbildlicher Familienvater. Er Hilst brüten und fitzt ebensolange und oft auf dem Ei wie das Weibchen, und mit fortschreitender Zeit entwickelt er so gut wie dieses das hervorstechende Merkmal aller Pinguineneltern: eine Art Einbuchtung, die sich in der Mitte der unteren Körperhälfte hinzieht und in der die Eier warm zwischen den Federn liegen. Jeder von den Eltern sitzt etwa zwölf Stunden lang, dann findet mit einer gewissen Feierlichkeit die Ablösung statt. Derjenige von beiden, der dienstfrei war und vom Besuch des Futterplatzes zurückkommt, eilt die letzten zehn oder zwanzig Meter ganz sichtlich in seinem Eifer, sich zu vergewissern, daß daheim alles zum Besten steht. Er (oder auch sie) schiebt den Kopf mit einer ganz eigentümlich zittrigen Bewegung, die ich für ein Zeichen der Freude oder des Stotzes halte, über den Rand des Nistlochs, und dann oollführen Vater und Mutter gemeinsam einen Lärm, der ein Bericht über alles, was sich den Tag über ereignet hat, fein kann oder auch nicht. Zuweilen wird dieser Teil der Begrüßung mehrmals wiederholt. Dann verläßt der brütende Pinguin das Ei, und beide Tiere bleiben einen Augenblick am Rande des Nistlochs stehen, um sich einer weiteren Liebkosung zu überlassen, die häufig mit einem stürmischen Kuß endet. Doch darf selbstverständlich das Ei selbst um einer so reizvollen Zeremonie willen nicht vernachlässigt werden, und so steigt nun die Ablösung ins Nest und setzt sich, während der abgelöste Posten, nachdem er noch ein paar Augenblicke gewartet hat, um sich zu versichern, daß alles in Ordnung ist, nun seinerseits zum Strand watschelt — zweifellos mit dem Gefühl treuerfüllter Pflicht. Zwei bis drei Tage nach dem ersten Ei kommt ein zweites; mitunter auch ein drittes oder gar viertes, allein das ist ziemlich selten. Zwei Kinder sind auch gerade genug. Mehr aufzuziehen ist für die Eltern schon recht schwierig, bedenkt man die Schwierigkeiten des Haushalts in den heutigen Zeiten, und Herr und Frau Pinguin haben ganz genug zu schaffen, um späterhin nur zwei solcher ewig hungrigen Kücken zu füttern, die den ganzen Tag mit offenem Schnabel hin und herfahren, damit ihnen nur ja auch kein Bissen verloren geht. Vorläufig freilich hat es bis dahin noch gute Weile — vorläufig handelt es sich nur darum, die kostbaren Eier mit vereinten Kräften warmzuhalten und sie vor den Feinden zu schützen, die beständig auf der Lauer sind. Das ist eine äußerst aufregende Zeit für die Eltern, denn es besteht höchstens sechzig Prozent Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Eier auch wirklich ausgebrütet werden — alle andern Eier holen die Möwen oder Ibisse. Jedermann hat es wohl schon gesehen, wie in einer engen Grohstadtstraße ein seiner Beinchen noch kaum mächtiges Kind, während die Mutter einen Augenblick den Rücken kehrte, ganz allein in die Fahrbahn lief, mitten hinein unter Autos und Omnibusse. So schlimm das ist, es ist nichts gegen die Gefahren, die dem künftigen Pinguinkinde drohen. Eine Sekunde lang nur dreht sich die Mutter um, vielleicht um den heimkehrenden Gatten zu begrüßen, und im Nu schießt eine Möwe aus der Luft herab, faßt ein Ci mit dem Schnabel und fliegt auf uni» davon. Nachher läßt sie das Ei auf einem Stein zerschellen und verzehrt geschwind feinen Inhalt*. Oder auch zwei Möwen lassen sich ganz nahe am Nest nieder, und während die eine mit den Flügeln nach den Eltern schlägt, so daß diese schließlich die Vorsicht außer acht lassen und hinausfahren, um sie zu verscheuchen, stößt wie der Blitz die zweite in das Nest und ergreift das nur einen kurzen Augenblick lang unbewacht« Ei. Oder es kommt ein Ibis zum Räubern — und das geschieht unweigerlich, wenn Herr und Frau Pinguin nicht unabläffig auf ihrer Hut sind. Das Brutgeschäft, das vier Wochen dauert, bedeutet also für di« Pinguineltern eine schlimme Zeit, während welcher jedes zwölf Stunden Dienst und zwölf Stunden frei hat. Endlich aber stellt sich das äußer« sichtbare Zeichen des Wunders * Ebenso öffnen die Möwen auch Muscheln, die sie auf dem Felsboden auflefen, rädern sie sie von hoch herabfallen lassen. Schon sehr zeitig im Leben zeigen sie jenes Interesse an ihrer Umwelt, , für den Pinguincharakter so kennzeichnend ist. Allmählich geht ihnen • _ — . ... l < । <•< orx - ri - _ : 4.k X.H IamIam iwi’oriien xer Mutter Pinguin beipflichtet, wenn auch unter Zittern und Beben denn sie weih, nun wird sie alle Angs! der Welt aus^lehen. Die Jungen werden also ausgeführt. Das gefällt ihnen vortrefflich. Sie mar- toteren bis zum Neftrand, stellen sich oben hin und besehen sich zum erstenmal die^Welt draußen. Sie breiten die Flossen aus und denken gewiß: „Wäre Mutter nur nicht da, so wollten wir schon weiterlaufen I Vermächtnis aus s , unvergessener Instinkt aus Tagen die Pinguine wirklich fliegen konnten. Sobald die Kinder jenes bedeutsame Alter erreicht haben, in bem fie mehr oder weniger unbeaufsichtigt urnherfpazieren dürfen, erleben sie viel Lustiges auf der Insel. Wie alle Kinder haben sie euren ausge- irro ebenen Nachahmungssinn, und alles, was Vater und Mutter tun, i moctoen sie auch tun. Die Alten bringen täglich eine gewisse Zeit mit hcher eigenen und gegenseitigen Säuberung zu, indem sie derart, mi t.dem Schnabel im Gefieder herumstöbern, daß man meinen konnte sie hielten Jagd au Insekten. Ich glaube jedoch nicht, daß das der Fall rst; meiner Meinung nach knabbern sie nur an den kurzen Federchen, die unter de langen wachsen - genau wie sich andere Tiere von denen mar an- nimmt sie suchten sich und ihre Familie von Ungeziefer zu befreien, in Wirklichkeit die kurzen Haare abbeißen. Jedenfalls kamr man auch hier sagen daß der Apfel nicht wert vom Stamm fallt, denn die Pin guinkücken'machen es ihren Eltern in diesem wie in andern Stucken nach. Schließlich kommt aber doch einmal die Zeit, wo Vater Pinguin findet, die Kinder müßten nun lernen, selbständig zu werden, eine Andas für den Pinguincharakter so kennzeichnend ist. Aumayiicy gern lynen auf daß die Sandwände des elterlichen Nestes nicht die letzten Grenzen der Welt sind, und sobald sie kräftig genug sind, sich auszurichten und über den Rand hinauszugucken, tun sie es. Das kann man aber jo kleinen Kindern natürlich nicht durchgehen lassen. Wie dürften sie, die noch nuht weit laufen und noch viel weniger sich verteidigen können, sich den Gefahren der Welt aussetzen — dem Schnabel von Ibis und Möwe? Darum kommt Vater oder Mutter (wer gerade Dienst hat) rasch herbei und versetzt den kleinen Abenteurern einen scharfen Schnabelhieb, zur Erinnerung daran, daß sie nicht ohne elterliche Erlaubnis in den Garten zu gehen haben. Das mögen sie natürlich gar nicht — welches Kmd hat so etwas qern? — aber Mutters Schnabel ist scharf und Vaters womöglich noch schärfer, und wenn man noch kein sehr dichtes Federkleid hat, tut so etwas weh. Die Kleinen ziehen sich also (wahrscheinlich maulerch und heulend) ins Nest zurück und bleiben in der Kinderstube, bis sie denken, daß die Eltern den Rücken gedreht haben, worauf sie sich wieder vorwagen und das Experiment wiederholen — mit demselben Erfolg. Doch auch das kommt mit der Zeit. Da gehen sie nun auf Ent deckungsreisen, die kleinen Pinguine, wandern zwischen den nachbarlichen Nistlöchern hin und her, interessieren sich für alles und jedes. Manchmal scheinen sie merkwürdigerweise das Gefühl zu haben, ihre Flossen wären Flügel, und mit ein wenig Uebung konnten sie sicher fliegen. Fliegen wie Möwen und Ibisse, ja selbst wie Kormorane Jeden- falls habe ich oft beobachten können, wie junge Vogel m deutlichem Be mühen mit den Flügeln schlugen «1s wären sie ganz ^erzeug daß man's so machen müsse. Ganz besonders einer pflegte sich hmzust. len und sich die größte Mühe mit diese» untauglichen F assen M geben trr- lahmte er, dann stellte ich mich vor ihn hm und schlug mit den Armen — und sofort befeuerte ihn das so, daß er von neuem anfing. Diese Versuche sieht man so häufig, daß «s sich meiner Meinung nach Nicht nur um Entspannung der Muskeln handeln kann. Vielleicht if. es ein nur um cntipannu g ^^ii, ein durch Jahrhunderte hindurch linkt aus Tagen — falls es solche Tage je gab — als Auch Freundschaften mit den Nachbarkindern werden geschloffen i man balgt sich mit ihnen und unternimmt Kletterpartien in den Felsen Das Klettern gehört Übrigens zu den Dingen, die sie einmal können muff, und früh schon beginnen sie sich an kleineren Felsblocken zu uben, mdem sie lernen, sich mit dem Schnabel an vorspringenden Kanten festzuhalten. Endlich aber naht der Tag, an dem das Wichtigste non allem gelernt werden muß, und gewöhnlich fällt es der Mutter zu, diese Kunst zu lehren- die Kunst des Schwimmens nämlich. Zuweilen geht es den kleinen Pinguinen genau wie kleinen Kindern; sie sinden den Gedanken ins Wasser zu gehen höchst unangenehm, und dann muß Mutter Pingum chre Jungen richtig wie ein Schäferhund zum Meer hinunter treiben Mitunter verbinden sich mehrere Elternpaare zu diesem Zweck, si>> daß ein Dutzend Kücken oder noch mehr zum gemeinsamen Schwimmunter^ richt zusammengebracht werden. Dann gehen em paar davon, tapferer als die übrigen, ganz willig ins Wasser, während die — genau wie man es an jedem Sommertag tm Seebad beobachten kann. Es ist eigentlich sonderbar, daß Junge Pinguine, die doch Meervögel sind, sich so oft zuerst vor dem.Wasser fürchten. Die Er-klarung^liegt vielleicht tu der Geschichte der Art: es kann wohl sein, daß die ersten Pinguine statt der Flossen Flügel hatten, so daß neben der Webe zum Meer auch eine Art Haß gegen das Meer w^nen schlummert. W« das sich aber auch verhalten mag, die Tatsache bleibt, daß die erste Bekanntschaft mit dem Wasser oft eine rechte Plage ist. Die Alten fuhren oder treiben die Kücken in das nächste Wellengeriesel hinein, , .ihre Mer Seien, m Leih daß nste'l-n M. «« Armen ■ Diese h nicht es ein mdurch — als dem sie ben sie misge- :er tun, leit mit nit dem : hielten meiner üer den ran an- »freien» an auch >ie Pinien nach. ! en; man M. Das müssen, ; a, indem ■ zuhalten. Ilern ge< । se Kunst t es den Sedanken Pinguin treiben. ', fo daß rammtet’ tapferer zaudern ten kann. Peeroögel ung liegt die ersten Siebe M tert M die erste en füMn ft MM? die Füße mir eine • nicht 1° ra andern , ®ut zu- tme Säte» bei^r «jj ihnen dn° die nasser, »w 1 PinfA I N"N " nie ‘ daß & -igenen en,, Hgtie ltUS bie®’ "Je de"" ne?, fl-enis htin tet Das Fest der Kinder. Von Herybert Menzel. Wieviel Mütter jetzt wohl nähen Puppenkleider, Puppenhüte?! Und die Kinder dürfen lärmen. Und sie lächeln doch voll Güte. Abends, wenn schon alle schlafen, Surrt noch immer die Maschine, Fliegt noch immer hell die Nadel Für die Puppe Josephine. Und die Puppe Josephine Wird zu Weihnacht Herta heißen, Wird mit neuen blonden Locken Und mit Seidenroben gleißen. Keiner wird sie wiederkennen. Und sie wird sich nicht verraten. Denn sogar die neuen Augen Sind ganz wunderhübsch geraten. Seht die Mütter mit den Puppen, Seht die Väter mit Trompeten, Wie sie bann noch glücklich lächelnd Vor der Kinder Betten treten. uns ein bißchen durcheinander, weil wir morgen früh Besuch bekommen. Dr. Fabek wird bei uns wohnen. Kennst du ihn?" Erich horchte auf. „Wolfgang Fabek? Der Goldsucher?" Hertha lachte. „Goldsucher nennt ihr ihn? Er hat doch nur Kupfer gefunden. Aber komm her, du sollst Silber von mir haben!" Damit bückte sie sich übermütig und bewarf ihn mit glitzerndem Schnee. Sofort machte sich Erich über sie her und rieb ihr das Gesicht tüchtig mit Schnee ein. „Du —!" keuchte sie lachend und suchte vergeblich, von ihm loszukommen, „du sollst mich nicht so rot machen, sonst merken sie was zu Hause..." Oer Goldsucher. Eine Weihnachtsgeschichte von Kurt Krispien. Nach Schulschluß gingen die beiden Freunde nebeneinander die Hauptstraße hinunter. Der Schnee fiel dick und weich aus grauem Himmel. Von Seit zu Zeit schüttelten sie ihn von ihren Mänteln, stampften ihn von den chuhen oder bliesen ihn erheitert von der Nasenspitze weg. Beide trugen sie die weiße Mütze der Unterprima, deuteten aber schon jetzt den künftigen Studenten an. Arn Mainzer Platz blieben sie unter einem Erker stehen, der Schutz vor dem Wetter bot, und verabschiedeten sich. Der Größere von ihnen, Cato genannt, neigte sich ein wenig vor. „Seh ich dich heut noch, Erich?" Erich Bode beobachtete mit feinen nachdenklichen braunen Augen das Spiel der Flocken auf der Straße. ,Zch glaube nicht", sagte er zögernd, »die Klausurarbeit ..." „Verstehe, du bist mit Hertha verabredet." Erich lächelte verlegen. „Du bist mir doch nicht böse, Cato? Sieh mal, sie kann so schwer von Hause weg, ich muß mich nach ihr richten ..." „Geschenkt! In Ordnung! Sie ist ein nettes Mädchen, hübsch und klug. Man könnte dich beneiden. Wahrscheinlich geht ihr auf die Eisbahn? Na, behalt es nur für dich! Uebrigens, das hält' ich bald vergeßen: der Goldsucher ist wieder da!" „Der Goldsucher? Ach!" Erich erinnerte sich. So nannten sie ihn, als sie noch ganz, ganze kleine Jungens waren, so nannten sie den Wolfgang Fabek, weil er stets etwas am Boden suchte, in der Erde wühlte und immer die Taschen voller Gesteinssorten mit sich schleppte, die er unterwegs aufgelesen hotte. Man hielt ihn allgemein für einen Sonderling, schon weil er nicht nach Jena, sondern nach Berlin studieren ging. Als Geologe! Ein paar Jahre später kam die Forschungsreise nach Südamerika ... „3a, der ist wieder im Lande, Erich. Heute ein berühmter Mann. Großer Sohn der kleinen Stadt! Sie werden ihn vermutlich sehr beweihräuchern. Na, er hat's verdient! Weißt du noch, was alles in der Zeitung von ihm stand, als er verschollen war? In Patagonien, in den Kordilleren! Mensch, stell dir das doch mal vor: von Eingeborenen verschleppt! Daß es das heute noch gibt, Erich! Und bann hat er endlich Glück gehabt und das große Kupfervorkommen entdeckt. Am Tronador, wenn ich nicht irre. Reich und berühmt ist er geworden, reich und — na, Wiedersehen! Da kommt meine Bahn!" , , , , . Er rannte über den Platz, erreichte die Straßenbahn gerade noch und winkte vergnügt herüber. ! ,,. r „ ., Langsam ging Erich nach Hause, den Blick auf die Schaufensterscheiben gerichtet. Vor allem interessierte ihn di« Auslage eines Bucherlabens. Em Buch vielleicht? fo überlegte er. Denn einen Ring hatte sie ja doch nicht tragen können. Ein Buch vielleicht? Es waren immerhin noch fast drei Wochen bis zum Weihnachtsabend, ober das Geschenk für Hertha beschäftigte ihn sehr. Er fummte leise vor sich hin. Zwei Quintaner, die Schneekapuzen über den Kopf gezogen, grüßten ehrerbietig. Er dankte. Den Goldsucher hatte er vergessen. Am späten Nachmittag traf er sich mit Hertha am Schillerdenkmal. Don hier aus gingen sie'ins Wäldchen. Es hatte aufgehort zu schneien Die Luft war kalt und klar. Ein schwacher Wind wehte von Westen her und trug das Gebell der Hunde aus der Försterei an 'M- Ohren Erich ging schweigend und beglückt. Gr hielt Herthas Hand und bruefte sie z - weilen. Einmal, als sie aus der Sicht ber Hauser waren hatten sie sich geküßt, zärtlich unb lange, bis entfernte Schritte sie anaMch ausemanderfahren ließen. Es roch nach Schnee unb Tannen. Die Aefte knackten unter ber schweren Last, weiß stäubte es von ben Baumen, wenn Vogel auf ben Zweigen flatterten, ober es sprang ein Eichhörnchen burch Ine iipf . Sie kehrten im Walbhaus ein unb tränten wunderbaren, heißem roten Dunsch im Hinterzimmer auf einem Ledersofa, das Hocker ha"e wie ein Dwmedar. Dann zogen sie bas Grammophon auf, ließen alterprobte Schlager spielen unb fangen bazu mit ihren Hellen jungen Stimmen, bw es Zeit zum Abenbeffen würbe und sie beibe nach Haufe mußten. Auf !dem Heimweg, da. wo der Woldpfad in scharfer Biegung fyugetab führte, blieben sie stehen und sahen hinunter auf die kleine Stadt deren Lichter vertraut zu ihnen berüberblinzelten. Groß und butter, ein schwarzer Fleck, lag bas Gymnasium inmitten ber erleuchteten Häuser. _ , „Komm weiter!" brängte Hertha. „Ich muß pünktlich fein. Es geht bet Günther Isenburg, seines römischen Aussehens wegen von den Lehrern und Mit chülern „Cato" genannt, pfiff leise durch die Zahne und blätterte achtlos in dem hübschen, braunen Lederband. Es waren Shakespeare- Sonette. Dann legte er vorsichtig seinen Arm um Erichs Schultern. „Alter Junge", sagte er nur, „alter Junge ..." Und nach einer kleinen Pause: „Kommst du mit?" , , . . , nr,„_ Erich schüttelte den Kopf. In seine Augen trat em ungewohnter Aufdruck der Entschlossenheit. „Nein, ich habe noch zu arbeiten. Ich habe noch sehr viel zu arbeiten ..." . , , Er gab Cato die Hand und ging allein nach Hause. Mehr und mehr Lichter flackerten hinter den Fenstern auf, die Uhr am Rathaus schlug halb acht, und es begann zu schneien. Baron Taugenichts. Eine Weihnachtsgeschichte um Josef von Eichendorfs. Von G u st a v Christian R a s s y. Dezember 1820. Der Konsistorial- und Schulrat Freiherr Joses von Eichendorff, der bis in den Nachmittag hinein auf seinem Amt in Danzig gearbeitet hatte, ging im Dämmern in seine nicht weit entfernte Wohnung. Er stand nun schon im vierten Jahrzehnt seines Lebens und hatte gelernt, mit feiner Zeit hauszuhalten. Wie rasch war immer eine Woche vergangen, wie schnell verstrich ein Monat, und wie bald war immer wieder die Zeit dieser stillen, verschneiten Wintertage da, die ihn jedesmal so sehr an seine Jugend erinnerten, ihm freilich auch schmerzhaft zum Bewußtsein brachten, wie wenig von dem, was er sich vorgenommen hatte, fertiggeworden war. t . Er war ein etwas wunderlicher Beamter, und seine Vorgesetzten mochten mit Recht den Kopf über ihn schütteln, wenn sie von ihm bearbeitete Akten in die Hand bekamen und feststellen mußten, daß er sich um die Schulhauswünsche der Gemeinde zu X nicht einen Deut gekümmert und lediglich ein Gedicht als handschriftliche Arbeit in dem hoch- amtlichen Faszikel hinterlassen hatte. Was war das überhaupt für eine Art, als ausgereifter Mann Gedichte zu schreiben! Darin mochte die Jugend den Ueberschwang ihrer Gefühle ausdrücken. Wie jemand wie er in die gesetzten Jahre gekommen war und sogar den Posten eines höheren Beamten bekleidete, sollte er, wenn er das Schreiben schon gar nicht lassen konnte, politische Leitartikel verfassen oder einen handfesten Roman nach dem anderen veröffentlichen, der ihm wenigstens Geld einbrächte, Geld, das dieser verarmte Baron von Eichendorff doch so gut gebrauchen konnte. Aber nein — er schrieb Gedichte und dazu noch während der Dienststunden. So redete man über ihn, und wenn man es sagte, so war es noch freundlich. Es gab auch Leute, die seinem Tun eine ganz andere Deutung beilegten und ihn im Ministerium in Berlin anzuschwärzen suchten. Er wußte von alledem, hatte es sich aber niemals recht zu Herzen genommen. Außerdem wehrte sich seine Natur gegen alle Beamtenregel- mäßigkeit Wie manchen Versuch hatte er gemacht, sich genau nach der Vorschrift zu verhalten. Zwischen die juristischen Gedanken aber, zu denen er von Amts wegen verpflichtet war, hatten sich immer wieder andere Vorstellungen gedrängt: grüne Wälder, blaue Berge, silberglänzende Ströme, Brücken und Burgen, reifende Felder und verträumte Dörfchen. Ja, und dann hat er immer wieder vergessen, daß das Schulhaus in D. einen neuen Dachstuhl haben müsse und bet* Lehrer X. auf der Orgelbank eingejchlafen war, weil er vor der Kirchzeit einen über den Durst getrunken hatte. Eichendorfs, der langsam gegangen war, spürte, wie ihm die Kälte durch den Mantel drang. Er schlug den Kragen hoch und schritt eiliger aus. Da begegnete ihm vor dem Eingang zu einem Keller, in dem er gelegentlich seinen Schoppen trank, der Laternenanzünder Lemke, der ihn zutraulich upd herzlich grüßte: „Ah, guten Tag, Herr Baron! Kaltes Wetter heute, was? Da müssen der Herr Baron einen Grog trinken, Grog ist immer gut, im Sommer und im Winter.", Eichendorff lächelte den Schnauzbärtigen an und sagte: „Das können wir machen, wenn Sie mitgehen und auf meine Kosten auch einen trinken." „Ach, wissen Sie, Herr Baron, ich bin ja im Dienst, und bann ist ja halb Weihnachten, und ich arbeite doch was für meinen kleinen Jungen — ein Schloß! Nichts für ungut, Herr Baron, ein andermal gern-" Er hatte inzwischen die Laterne entzündet und war weitergegangen. Eichendorfs fand sich allein mit feinem Schatten, der im rötlichen Lichtkreis stand, den die Lampe auf die Straße warf. Aus dem Keller klang Gesang. Sauter junge, kräftige Stimmen. — „In einem kühlen Grunde." Sein Lied! Wie lange war es doch schon her, daß er es geschrieben hatte. Der Gedanke, zu den jungen Burschen hinunterzusteigen, war verflogen. Er spürte zum erstenmal, daß er nicht mehr zu ihnen paßt« und allein bleiben mußte. So kam er bald nach Hause und machte es sich in seinem geräumigen Zimmer behaglich. In seiner Stimmung fühlte er sich seltsam verändert, und er hatte in dem Raum, in dem er zur Miete wohnte, und in dem ihm kaum ein Stück zu eigen gehörte, das Gefühl, ganz geborgen und zuhause zu fein. Er setzte sich an den Schreibtisch, auf bvm bie Petroleumlampe wie ein zusriebener Kater vor sich hinschnurrk«. Jebenfalls kam {ie ihm ganz fo vor, unb er mußte leise lachen, als er sah, baß er einem Bücherschrank das Buch eines Dichters entnommen hatte, den er besonders liebte und bewunderte, den „Kater Murr" von E. T. A. Hoffmann. „Da sind denn ja die Richtigen beisammen", sprach er vor sich hin und begann in der Lebensphilosophie des unsterblichen Katers zu lesen. Aber seine Gedanken waren bald wieder abgeirrt, weil er an den Mann denken mußte, der bas schöne Buch geschrieben hatte. Was hatte ber boch aus seinem Leben gemacht, unb wie halte er seine dichterische Arbeit Jahr um Jahr gesteigert! Und dabei war das Leben mit diesem Hoffmann doch gewiß nicht glimpflich umgegangen. Staats, stellung verloren, bann ein Musikanten- unb Vagantenleben geführt, wieder Beamter am Kammergericht in Berlin geworden, die Nächte bei Lutter unb Wegener Derbrauft, verjubelt, verzecht, dabei noch ein guter, gewissenhafter Jurist, auf, dessen Urteil auch bie Gegner etwas geben mußten, unb neben aUebem eine bichterische Arbeit, wie kaum em anderer sie aufzuweisen hatte. , , . , . . Eichendorff fühlte sich bei dieser Uebertegung recht unbedeutend, und er hielt sich vor: was hast du denn geschaffen, was hast du geleistet? Wo bleibt das große Werk nach den kleinen Gedichten? Was hat es schon zu bedeuten, daß die Jugend ein paar von deinen Liedern singt? Sollte am Ende jener Freund aus Wien doch recht gehabt haben, ber ihm vor einem Jahre geschrieben halte, er müsse sich zu etwas Großem auf- rassen. Es schoß bie Hitze in ihm auf unb er hatte keine Ruhe mehr an seinem Arbeitsplatz. Mit großen Schritten ging er in seinem Zimmer auf unb ab unb durchforschte sich, ob da etwas in ihm sei, was nach Ausdruck und Gestalt verlangte. Ja, wenn er es mit dem Verstand« nahm, hätte er nicht übel Luft, ein Buch aus feiner Soldatenzeit wah- renb ber Freiheitskriege zu schreiben, aber im selben Augenblick sah er all die grauen Perücken vor sich, die jedes Wort auf bie Golbwaag« legen unb ihm jede ehrliche Begeisterung für bie Freiheit seines Volkes mißbeuten würben. Nein, bas war nicht seine Aufgabe. Er wußte, baß er weber berufen war, Geschichte zu machen, noch Geschichte zu schreiben, unb in biefer Stunbe überkam ihn bie Angst, daß es bei ihm nicht einmal zum Geschichtenschreiben reiche; benn je tiefer er in sich hinein- horchiö, um so mehr Hörle er eine stille, leistlingenbe Welt. — Musik, Klang war bas alles, aber es geschah nichts, es würbe nicht gehanbelt. Ein schlechter Beqmter, ein mäßiger Dichter — ein rechter Taugenichts war er geworden uftb sah keine Möglichkeit, diesen Zustand zu ändern. Jahr um Jahr ging er in seiner Erinnerung zurück unb stanb schließlich roieber als Knabe, ber seinem Steckenpferd mit ber Peitsche um bie Ohren knallt, auf ber beblümten heimatlichen Erbe. Bilb reihte sich an Bilb, unb bie Menschen, an bie er sich erinnerte, begannen zu reben, zu hanbeln, bie Schauplätze wechselten unb in einem unfaßbaren Glück erkannte er eine märchenbunte Welt, von ber er würbe erzählen können. Was er noch nie erlebt hatte: es überkam ihn ein Arbeitsfieber, und bis tief in bie Nacht beschrieb er bei ber schnurrenben Lampe Bogen um Bogen. Am nächsten Tage ging er unter irgenbeinem Vorwand eine Stunde vor der Zeit aus seinem Büro eilig nach Hause, um bas Begonnene fortzusetzen, unb fo hielt er es burch brei Wochen. An einem stillen Nachmittag, als brausten ber Schnee in bitten Flocken fiel, las er die Hand- fchrist feines ersten richtigen Buches, in dem alle Sommerfeligkeit schwingt: „Aus dem Leben eines Taugenichts" und hatte [eine Freude daran. Er trat zum Schreibtisch, um Namen unb Datum an den Schluß zu setzen. Da gewahrte er, ber in biefen Wochen alles um sich vergessen hatte, auf dem Kalender, baß es ber 24. Dezember war — Weihnachten! Unb es überkam ihn bas süße Erinnern an ferne Kinberzeit, in ber im Festsaal bes väterlichen Schlosses ber mächtige Lichterbaum geftanben hatte, an biete Stunben glücklicher Feier, in ber bie Menschenaugen vom Freiherrn bis zum Hütejungen heller leuchteten als alle Kerzen und aller Herzen heißer brannten als bie Flammen im Kamin. Nun war bas alles anbers, aber glücklich war er bennoch, ber Freiherr von Eichenborff, ber Baron von Taugenichts, unb es fiel ihm ein, baß bas Freubemachen auch jetzt noch möglich fei. Er nahm Mantel und Hut, ging in ein Spielwarengeschäft unb kaufte Steckenpferb unb Peitsche, so wie sie ihn beseligt hatten, als er noch ein Knabe gewesen war. Als er zum Laternenmann Lemke kam, war biefer just bamit beschäftigt, bas Schloß, bas er feinem Jungen gebaut hatte, unter bcm bescheidenen Tannenbaum aufzustellen. — „Hier, Lemke, nehmen Sie bas noch dazu. Zu einem richtigen Schloß gehören auch Steckenpferb und Peitsche. Das war schon in meiner Jugenb so, unb ich freue mich, baß ich nun roieber alles beieinander sehe." — „Aber Herr Baron, herzlichen Dank! Wie können Herr Baron nur! Wollen Herr Baron vielleicht bei mir einen Grog? Grog ist —" „Ich weiß, LeMke, Grog ist immer gut im Sommer unb im Winter. Lassen Sie sich ihn schmecken unb trinken Sie einen für mich mit. Sie haben ihn oerbient. Dann ging Eichenborff über ben weichen Schnee burch bie weihnachts- stille Stabt bis vor bas Tor, besonnener unb glücklicher als je zuvor in seinem Leben, unb ein Klingen hob in seinem Herzen an, unb in süßem Schauer fügte sich Wort an Wort: „Markt unb Straßen stehen verlassen, Still erleuchtet jebes Haus, Sinnend geh ich durch die Gassen, Alles sieht so festlich aus. An den Fenstern haben Frauen Buntes Spielzeug fromm geschmückt, Tausend Kindlein stehen und schauen, Sind so wundervoll beglückt. Und ich wandre aus den Mauern Bis hinaus ins freie Feld. Hehres Glänzen, heil'ges Schauern, Wie fo weit und still die Welt. Sterne hoch die Kreise schwingen, Aus des Schnees Einsamkeit Steigt's wie wunderbares Singen — O du gnadenreiche Zeit." Als er zu später Stunde nach Hause kam und das Gedicht ausgeschrieben hatte, strich er mit linder Hand über bas Papier und jagte: „Das schenkt ein gütiges Geschick bem Taugenichts zu Weihnachten.' Verantwortlich: vr. Hans Thyrivt. — Druck und Verlag: Drühlfche Universitätsdruckerei L. Lange, Gießen.