Nummer 58 Montag, den 29. Juli Zchrgang 1955 iehenerKmilieMimer Unterhaltungsbeilage zum Eichener Anzeiger deine Kraft war in ihm mächtig bin Fiändel-Roman von Ernst Alurm Bright «935 by Deutsch« Verlage-Hnetalt, Stuttgart und Berlin (3. Fortsetzung.) Händel blieb seinem Borsatz treu und sprach mit den beiden, wie er es |U) überlegt hatte. Er stand auf und redete italienisch, aber >m Tonfall l Meine Herren, wir wurden ohne eigenes Zutun Berufskameraden. Lil kurzem einander persönlich noch fremd, stehen wir plötzlich vor einer Ich großen und verantwortlichen Zusammenarbeit. Daß biefe gelingen aiü, daran zweifle ich nicht. Aber bevor überhaupt gearbeitet werden km müssen wir ausbauen. Es gibt eine neugegrunbete unb auch meu Mugte Oper in Lonbon, bie zwanzig kaufmännische einen technischen ui drei musikalische Leiter hat, aber noch kem Orchester unb keine Mger. Diese künstlerische Truppe soll nach ben Wünschen ber Gesell- FftänLl'm™tte ” bo^id) die beiben Italiener rasch Blicke zuwarfen, w schwieg baraufhin. Bononcini. sah sich veranlaßt, etwas zu sagen, «r tat es nach einem spöttischen Räuspern: „ Unb was bleibt mir unb Herrn Ariosti zu tun übrig ? | ,'$in Haufen Arbeit! Wenn ich Sänger suchen soll, mutz ich verreisen. Sibrenb biefer Zeit, meine Herren, obliegt es Ihnen, aus ber großen »I angebotener Werke bie geeignete Oper für bie Eröffnungsvorstellung boch wohl nur einer VON brei ip Tsk'meinerT »eil jeher ber musikalischen Leiter Komponist ist? Aber kL eben wollen wir einem Werten ben Vortritt lassen,, Erst nut ki nächsten Ausführung soll einer von uns zu Wort kommen. | "Subern bas" ftMere Werk gelingt. Ich habe bereits einen schönen ^L"wars^ben^Fehbehänbschuh hin. Bononcini griff ihn auf. Als Sabel Lonbon verließ unb nach dem Festlanb Übersetz e, begann bas |t«r unkrbem Steffel „Oper" zu glimmen. Ehrgeiz unb geheime Wichenschasten schürten ben Branb. ff« mar 1 Die SVahrt nach Deutschlanb stärkte aber Handels Kräfte Es war ■L ihm wie mit Antäus, er berührte den Boden feiner Heimat und hatte Bminn davon in feiner Seele. Sein Weg ging über Holland ^sen Mhlstand unb ruhigen Ernst er liebte, zunächst nach Düsseldorf. D°N »Br» = her vorstellte. Er reifte weiter und war überzeugt, auch in Dressen N StNder'"italienischen Kunst gab es genug in der R°sidenzstabt jenes Uftperaeroaltiaen Barockfürsten, dem nachgesagt wurde, daß er auetn ■imtanbe geroekn wäre, den Kindersegen seines ganzen Landes zu heben. Mrsichtig°näherte sich ber andere befeeltere Gewaltmen ch Ze t Wiissen irdilckes Te l mit ber Küche, aber nichts mit ben Rocken oer Weiber'zu 7un hatte b7m Hofe Augusts des Starken. Es war mch seicht Wi: Händel, hier einzubringen unb sich Leute, die er ^“uc9 @unfj Ih-auszuholen. Er mutzte sogar io tun, als wollte er s -.9 . , üb |»5>ieten. Das führte zu einer Einladung für Klavierspiel. Sanbel ber^ ■**m widerwillig eine Veranstaltung und "fsierte sich f f ) runbroeq ■&>lb, den man ihm dafür zahlte, daß er weitere.,E'n °dungen rundweg »«tichlug. Das erschwerte ihm aber ben Sangerfi chzug unsemem. llilitonio Lotti, dem Hofkapellmeister, war nicht viel z , «ic sächsische Hosmarschall selbst Unwillen über Handel ■Hs dieser aber sah, daß ihm ein diplomatisches To ä h h . ß'chts mehr nützen würde, wählte er den Qeraben ®eg tra a s flerr i«f und machte den Sängern, die er brauchen tonnte, 9^9’9* ^ Mote. Vor allem zwei Kräfte muhte er siewr-nen nach denen das Oon Himer Publikum rief: die Primadonna und den Kastraten. Sie w beide in ihrer Art nicht Händels Lieblinge. Aber die Herrin Mode! Und in Dresden waren gerade zur Zeit zwei der berühmtesten ihres Faches. Händel machte es fo, bah er zunächst über bie Provinzstadt Dresden fpofiete, und dann mit mächtigem Nachdruck London Mittelpunkt ber Musik nannte. Das zog. Der verwöhnte Kastrat Bernardo l Senesino war allerdings nicht so leicht davon zu überzeugen, datz man in Englanv schon eine Ahnung von seiner ganzen Herrlichkeit habe: „Wissen die Inselbarbaren, wer ich bin?" ,Jch^möchte wünschen, daß man meine Kunst nicht mit der eines französischen oder gar eines deutschen Sängers verwechselt! „Das wird niemand tun." „Unb ist mein Aufgabenkreis groß genug? Ich bin mit L'ebhabern allein nicht zufrieben unb verkörpere Knegshelden mit mehr Genie als jene. Machen Sie Opern, Direktore, in denen ein Sultan vorkommt, oder Kolumbus, der Seefahrer, oder Pontius Pilatus!" Soll geschehen, Signor. Ueberleaen Sie jetzt nicht lange, unterschreiben Sie! So gefeiert wie in London können Sie gar nirgends "e Geziert [egte der Kastrat seine schmale Hand in die breite Handels Er schlug ein. Nach ihm auch Signora Francesca Durastante, Handel von Venedig her noch gut bekannt. Als dieser die zwei funkelndsten Sterne verpflichtet hatte, fiel es ihm leicht, auch andere zu gewinnen. Besonders war ihm daran gelegen, den Bassisten Bosch, nach London zu bringen unb Berselli, einen zweiten Kastraten, falls ber eine zu piek ^“t^n machte. Alle biefe Sänger konnten aber erst in ber zweiten Lonboner Opernspielzeit auftreten, ba ihr Dresbner Vertrag bis bahm lautete. Italiener hätten wir jetzt genug, buchte Händel als wWerreiste, nun will ich sehen, was bie deut chen Sanger machen! Aber zunächst waren es nicht bie Sänger feiner Heimat, mit Denen er .n Berührung kam, fonbern^ bie Heimat selbst. Ergreisenb suhlte Handel, an die freien ßanDleute Englands denkend, ben Druck über ben deutschen Sauern und ihre Armut. Da hielt ein selbstherrlicher Fürst m Dresden mit Pracht unb Glanz großen Hof, aber er besaß nicht bie etnen Gelbguellen ber enalischen ober hollänbischen Großen, und die teuren Qan^er m ber fiauotftabt bie (Belage unb schönen Geschenke bezahlte nicht bie weite Erbe sonbern bas sächsische Volk. Redliche Heimat, bachte Hanbel, armes deutsches Binnenlanb! Wie würbe meine Musik sein wenn uh hier lebte? Würbe sie sein wie bie bes frommen Leipzigers, ber mit flcinem 2Imt unb Familie sich zufrieben gibt, unb verträumte Werke schreibt? E schreibt für Kirchen! O Gott, ich möchte handeln unb erst spater beten! 2ah mich ein paar Sanbsleute wenigstens in Bewegung bringen! Dock sie gingen nicht mit ihm. Er hielt in einem Sorfe, unweit schon non halle unb hörte in dem Wirtshaus einen jungen Bauernburschen mW Kiger Stimwe, aus ber ganz gut einmal ein schöner Ba& wrben fnnnt<> allerlei Lieber fingen. Hänbel trat zur Tischrunbe ber Bauern, d e chn E auisch an ahen unb sein frembes Deutsch nicht für voll nahmen sprach dem Burschen sein Lob aus unb fragte ob er m bk Welt hinaus unb mit seiner Stimme Gelb oerbtenen mochte. Der Bursch keine Antwort schüttelte nur bie Schultern. Händel setzte ihm ftärtDu3tannft Deinen Leuten hier später einmal helfen. Und wirst vielleicht berühmt! Verstehst du bas?" Ttpr iunae Mensch sah bie älteren Leute an, bie mit verschloßenem Aussthen leise abratend den Kops rückten. Da wurde auch der Bursche unhöflich, drehte Händel halb ben Rucken unb sagte kurz. kWMMMZM Und trotzdem nahm erJk nid)t mit ms^ f^ßanb.^^^^ lieber Hamburg, B ß0nbon gewinnen konnte, führte sein Sanger deutscher Abstammung für 9 mehr während Weg in Elle nach Engwno zuruu , bje Mitarbeiter an der Oper &KS ÄÄÄ.» S,.b„ U L. W- i bannen. Das Orchester des früheren Haymarkettheaters war zum größten Teil schon in seinen Händen gewesen und brauchte nur wenig ergänzt zu werden Es stand bereits im Probenfieber, als Händel heimkehrte. Man hatte ihm während der Reise berichtet, welches Werk die erste Spielzeit eröffnen solle. Es hieß „Numerato", und sein Schöpfer war Giovanni Porta Das Werk war Händel unbekannt. Doch er kannte den Komponisten eine mäßige Begabung aus der Schule Bononcinis, und ärgerte sich, daß eine solche Null das von den Zeitungen lange vor der Eröffnung schon als Ereignis hingestellte Opernhaus einweihen durfte. Anderseits konnte es Händel nur recht sein, wenn das Publikum erst später das Starke kennenlernte. . Sein starkes Werk! Er hatte noch in Cannon den größten Teil davon geschrieben, während der Reise weitergearbeitet, und brachte es nun in London sehr rasch fertig. Das ging nur so zwischen einer Ueberlast von Geschäften. Eitel begnügte sich Bononcini mit Arbeiten, die ihm Spatz machten und meinte, Händel würde eine Oper in dieser Spielzeit überhaupt nicht mehr fertigbringen. Der Italiener Netz sich daher ruhig Zeit für fein eigenes neues Werk. Im Februar, als die Proben zu „Numerato" schon sehr heftig im Gange waren, ging Bononcini einmal mit dem Spazierstock an der Oper vorbei, trat ins Gebäude und kam dazu, wie Händel gerade die Musiker zu Mehrleistungen antrieb. Eine Weile sah er vom Parkett aus die Arbeitswut des Uebereifrigen mit an, darauf ging er an die Orchesterrampe heran und meinte spöttisch: „Teurer Herr Händel, warum dieses Fieber? Bis April ist noch lange Zeit!" „Wenn man gleichlaufend zwei Opern einftubieren will, sind die Wochen bis dahin verdammt kurz!" „Zwei —?" „Ja, morgen beginnen die Proben zu meinem neuen Werke. Es freut Sie doch, daß nufer Spie'plan nicht einförmig bleibt?" Bononcini war blaß geworden und verbarg unter einem erzwungenen Lächeln feinen Zorn. Mit mühsamer Beherrschung ging er von Händel. Und ohne Aufenthalt eilte er vom Opernhaus geradeswegs zu Lord Burlington. Wie in Stichflammen brach [ein Aerger in spitzen Worten hervor: „Dieser Händel tut ja geradezu, was er will! Wo steht geschrieben, daß er ein Werk von sich als nächste Aufführung auf den Spielplan setzen darf?" „Wir und die Besucher der Oper empfinden gleiches Interesse, ob Sie oder Händel den Bortritt haben." „Ich begebe mich nicht zum rohen Zweikampf in eine Arena! Händel hätte fragen muffen, ob ich mein neues Werk noch nicht vollendet habe!" „Ist es inzwischen fertig geworden?" „Der Grundsatz italienischer Musikkunst lautet: feile und feile! Wir werfen nicht Junge wie Bären, wir stellen unsere Geburten in die Sonne der Seele, wo sie reifen können." „Ich muß Händels Kunst verteidigen. Sie ist selten unreif." „Muß es nicht Zweifel bei Fachleuten Hervorrufen, wenn ein Komponist in so fliegender Eile Opern schreibt?" „Nun — dem Werke bleibt ja die Beurteilung nicht erspart." „Händel wird gespielt und ich soll warten?" „Meister Bononcini, Sie verlieren kaum etwas dabei. London geht nicht nach der Reihenfolge, was nachher kommt, wird auch da fein! Und Ihr Gehalt läuft. Unser Wunsch geht dahin, Ihren schon berühmten „Astarto" hier herauszubriugeu. Sie brauchen also keine neue Oper zu schreiben für diese Spielzeit. Erfreuen Sie uns durch gute Laune und durch Ihr wundervolles Cellospiel!" „Aber ich bin doch Opernleiter!" „Neben einem Kolosse, der Ihnen Schwerarbeiteu erspart." Ja, diese nahm niemand von Händel. Die beiden Mitdirektoreu, die Herren des Borstands, besondere Freunde der Oper aus kaufmännischen Kreisen tarnen täglich mit Schützlingen, die sie in der Spieltruppe des Hauses untergebracht haben wollten. Händel hörte fast Tag für Tag Probesingen oder -spielen, jede Absage war zu begründen, dazwischen bestürmten ihn unaufhörlich die Zeitungsleute und wollten schon heute den Spiel^lan und die Sterne der nächsten Spielzeit genannt hören. Die kaufmännischen Leiter des Hauses hielten bei jeder Gelegenheit Händel den Voranschlag des Verbrauchs unter die Nase, da seine Betriebsamkeit mächtige Ausgaben befürchten ließ. In Wahrheit ersparte er allein an Geldern für die Musiker, die neben ihrem Gehalt auch Zulagen für die Proben bekamen, schöne Summen, da er die Zeit mit doppelten Leistungen ausfüllte. Schon jetzt bildete sich im Keime bei den ausübenden Künstlern die Neigung, Händel mit dem „Tyrannen des Geldes", dem Finanzminister Walpole, zu vergleichen. Und der Witz vom „eigentlichen Gouverneur" tauchte auf. All dies bekümmerte den Komponisten nicht. Er zwang in diesen Wochen vor Opernbeginn die Sänger, welche er vorläufig hatte, wenigstens äußerlich zur Einheit. Händel erkannte von Anfang an, daß es viel Erzieherwillen brauchte, gegensätzliche Naturen wie die tugendhafte Robinson und die vergnügungssüchtige Salvi oder Pepuschs, seines Vorgängers auf Cannon, leicht beleidigte Gattin Margherita de l’Gpine unter einem Dach zu haben. Und doch fehlten in dieser Spielzeit noch die Schrecken der Oper, die ganz großen Primadonnen... Die Erstaussührung „Numerato" kam, das Haus war ausverkauft. Händelsche Fanfaren begrüßten das Publikum, dann erst folgte die Ouvertüre Portas, der selbst dirigierte. Während der Akte Langeweile, in den Pausen großes Geschwätze. Die Kritiker rümpften die Nase. König und Adel, die Teilhaber der Gefellfchaft, alle feierlichst anwesend, legten dem ersten Gouverneur, dem Herzog von New Castle, die Frage vor, ob keine schwungvollere Eröffnungsoper hätte gewählt werden können. Die Frage klang auch Bononcini in den Ohren, der hinter Händels Rücken dem Vorstand Portas Werk vorgeschlagen hatte. Die Londoner Gefellfchaft wäre an diesem Abend ohne Vertrauen auf eine künstlerische Zukunft der Oper und nur mit dem Eindruck, daß diese kostspielig her- gerichtet worden sei, auseinandergegangen, wäre nicht Händel im letzten Augenblick aus einen rettenden Einsal! gekommen. Er wußte nicht, ob es schicklich sei, hieß aber nach Schluß der Vorstellung den Textdich»! seiner neuen Oper vor den Vorhang gehen. Der Mann hatte folgen^ zu sagen: Die Royal Academy bringt in ganz kurzer Frist ihre zwest Neuheit heraus, ein Werk Händels, das unter Rücksicht auf große bt* malische Wirkungen und für glänzende Sängerrollen geschrieben ist. lebe der König und das kunstfreudige London! Dieses Erwecken der Neugierde samt Schmeichelei gelang. Man ctJ zieh den heutigen Abend und gab sich Stelldichein zur nächsten (End aufsührung. Bononcini und Porta mutzten hören, wie London händ^ entzückt wurde. Sie gingen mit wenig Vergnügen italienische $eirt| trinken. Irgendeinen Erfolg an diesem Abend hatten höchstens HeideggM Bühnenbilder. v v Drei Wochen später ging ein niegehörtes Rauschen durch dasstv Haus, worin man Wochen früher zu frösteln schien. Die OperngeselsichH welche Händels Einfall neugestärkte Anfangsteilnahme für ihr Untat nehmen verdankte, fetzte alles auf eine Karte und gewährte dem Km poniften großzügig, was er verlangte. Es waren allein einige hundert Pfund für die Ankündigung 1® kommenden Erstaufführung. Täglich stand sie von dem Tage nach Per« 1 Durchfall in allen großen Londoner Blättern. Es wurde also richtig Mi Werbetrommel gerührt, nicht nur in der Gesellschaft und den Klubhäustms wo man kein Unternehmen so viel besprach, wie die neugegründete Opn: Sie hatte jetzt den gewissen Vorglücksschimmer, den so manche Gründuq der Zeit besaß, ehe es schief ging. In den Salons wie in den Künstln! kneipen wurde für und wider Händel gestritten. Niemand aber buch sich vorher ein Urteil anmaßen, denn Händel gab keine Nummer sei« Musikwerkes jetzt schon bekannt. Als er in dieser arbeitserfüüten Zeit d«, einen Abend fand, den er in Gesellschaft verbringen konnte, beftümh man ihn, etwas aus der neuen Oper zu spielen. Das schlug er unroibaw sprechlich ab. Nichts hatten die Londoner in Händen am Aufführungen- als bas Textbuch mit der Widmung an den König. Die Oper fjtai. „Radamisto". Erwartete London denn solche Wunder von dieser Musik? Wit tarnen zunächst alle Eintrittskarten für den Abend, drei Tage vor ta ersten Aufführung? Vornehme Leute hatten sich darauf verlassen, btii für sie immer noch Karten ein paar Stunden vor Beginn zu beftelte seien. Indessen wurden Barone und Grohkausleute enttäuscht. Das fiaiu war ausverkauft. Aber rechtzeitig klopften bei den entrüsteten Reichen die nicht zur bevorzugten Gesellschaft gehörten, Leute an, die noch Girr laßkarten für den Abend anboten. Allerdings mußte diese Gnade taf Himmels fo entsprechend bezahlt werden, daß manchem die Haare » Berg stiegen. Der Zwischenhandel mit Karten dauerte fort bis tnap® vor Opernbeginn. Da gingen die letzten Galerieplätze zum Preise vm zehn Reichstalern das Stück in den Besitz geldblinder Schwärmer übt'. Bezahlt wurde das Ereignis. Mit dem Einlaß der Menge in ta Theater begannen die Ohnmächten, die an diesem Abend kein Gi* nahmen. Manche kamen neugierig, aber doch ganz friedlich, um eie eine Oper zu hören. Aber sie wurden mitgerissen von der Masse, bk hier einmal sogar in Anwesenheit des Königs ihr Wort sprach, unln? schiedslos und 'lärmluftig, als wäre Karneval geroefen. Wohl gab e< verteilt im Hause, beauftragte Händeklatscher, aber es hätte ihrer go nicht bedurft. London, das korrekte und steife, machte sich einmal w« jedem Zwange frei, Damen schütteten übermütig ihre Riechfläschchen cm und warfen mit Spitzentüchern um sich, eine große Äaufmannsfan* im Parkett machte bei einer schmeichelnden Melodie den 2Irmeinfjaet| und wiegte sich Kops an Kops hin und her... Händel, in Festkleidung und hoher Perücke, begrüßte den König m' einem Tusch, bann ließ er selbst sich vom Publikum huldigen. Er mar i bester Stimmung und wußte, was der heutige Abend für ihn bebeuMr- Deshalb gab er sich auch am Dirigentenpult mit einer glanzvollen Gewalt bie bem vorgetragenen Werke zuviel Gewicht verlieh. Wohl schlug d« „Rabamisto", reich in der Farbe, dramatisch, in einigen Stücken beMi bernb, hinreißend einstudiert und mit allem Aufwand an Prunk im Spiel gesetzt, bei den Hörern blindlings durch Das übervolle haM klatschte nicht nur, es ries und raste nach den Aktschlüssen, doch auch noM den meisten Nummern, und Stücke wie „Sposo ungrate“ ober dM schönste der Oper — „Ombra cara“ — mußten vielmals wiederholt nw1 den. lieber diese Arie sprach in einer Pause der Vorstellung, als ©tirr menge,djroirr und Lobhudeleien die Gänge erfüllten, sogar ruhige Seeln> | verwirrend, zu Arbuthnot, bem einen stillen Menschen, ein anbeW j tiefer Beobachter von Hänbels Leben und Kunst, ber Geschichtsschreiber ; Burney: J „Dieses ,Ombra cara* ist ungewöhnlich schön, finben Sie nicht aM Soviel Auf unb Ab wie in feinem neuen Werk bürste auch in fiänM sein, Unruhe unb Herrschsucht. Aber baß seine Ziele erhaben finb, beweise solche Eingebungen. Die eine Arie mit ihrer Sprache ber Weisheit um) bes menschlichen Wissens abelt bie ganze, etwas brutale Oper.. .* So würbe Hänbel verstauben unb ein Stück feines Weges voraw? gesehen. Arbuthnot wollte ihn nach Schluß der Vorstellung beaW wünschen, doch war es ihm nicht möglich. Am Bühneneingang bränap sich über die Hälfte ber Opernbesucher, um ben Komponisten ganz na® zu sehen... Wie jeder Erfolg, verlieh auch dieser ganz große Händel neue» Schwung. Seine Stellung als Leiter der Oper war anscheinend etst® gefestigt. Nun konnten Bononcini oder Ariosti es anstellen wie lf-' wollten — Händel beherrschte die Royal Academy. Er beherrschte nitf auch London und wurde mit Einladungen schmeichelhaftester Art übt'1 häuft. Selten kam er dazu, ihnen zu folgen. Die Arbeit an ber Dpc würbe keine Stunbe geringer. Noch lange war er mit ben vorhandenen Sängern nicht zufrieden und verpflichtete schon seht wieder neue ba'i Mehrere Rollen im „Radamisto", der auch die Kassen während der Spi®‘ zeit füllte, wurden umbefetzt. Das bedeutete bei Händels Genauigkeit bei nahe eine Neueinstudierung. Kaum war diese Arbeit getan, begannst; die Proben zu einem dritten Werk. (Fortsetzung folgt.) Sommerlred am Attrhein. Von Wer« Wagenschein. Gräser und Grillen dem Winde zu Willen sausen und singen sein Lied. Wolken und Wellen, Lüfte, Libellen segnen den Sommer im Ried. »Am Brunnen vor dem Tore ..." Poesie und Brauchtum um den deutschen Brunnen. Von Dr. Wolfgang Frahm. Wir drehen heute einfach den Hahn der Wasserleitung auf und betrachten es als eine Selbstverständlichkeit, dah uns das unentbehrliche Rast mühelos und ohne jede Beschränkung zur Verfügung steht. Tatsächlich ist das weitverzweigte Netz unserer modernen Wasserversorgung eine der sichersten Grundlagen neuzeitlicher Hygiene, und man braucht nur an die Entstehungsursache der Choleraepidemien noch zu Ende des oori- !|en Jahrhunderts zu denken, um die große Bedeutung dieser Seite unsrer technischen Einrichtungen ganz zu würdigen. Und doch mischt sich in die berechtigte Freude über den Fortschritt besonders der letzten Jahrzehnte eine leise Wehmut in der Erinnerung an das schöne Bild der einfachen oder kunstvollen Brunnen, aus denen der Mensch das Wasser noch im tiefsten Sinne des Wortes schöpfen mußte und die noch bis in unsere Gegenwart einen Hauch ihres kultischen Zaubers und ihrer poetischen Verklärung bewahrt haben. Heute müssen wir schon aufs Land, in einsame Dörfer und stille Gebirgstäler wandern oder vor den Brunnen-Kunstwerken alter Städte wie Wertheim und Miltenberg Halt machen, um das Wunder der Märchen- und Sagenwelt, der Dichtungen und Klänge um den Brunnen auf uns wirken zu lassen. lieber dem kunstlosen Schöpfbrunnen rauschten feit ältesten Zeiten die Linden und Eichen, und hier war der Ort, an dem die Menschen gern miteinander verweilten, in einer kleinen Pause zwischen dem harten Tagwerk oder am Abend in der fröhlichen Stimmung der Feierstunden. Auch nachdem das Kunstgeschick der mittelalterlichen Handwerker ihm mächtigere und anspruchsvollere Formen gegeben hatte und er in den Mittelpunkt der von Wällen beschützten Stadt gerückt war, blieb er das Sinnbild der menschlichen Gemeinschaft, Freund und Tröster, Ort der verschwiegenen Zusammenkünfte zwischen den Liebenden, voller Verheißungen, von Zauberkräften umwittert und von guten und bösen Geistern umgeben. Im Spiegelbild seines Wassers entdeckte man das Antlitz fremdartiger Wesen, und aus seinem Rauschen klangen Mahnung und Zuspruch. Und so rankte sich um den Brunnen ein Kranz von Legenden und Märchen, Liedern und Bräuchen. Noch Goethe läßt seinen Werther von der Poesie des Brunnens ganz ergriffen fein, wenn er sagt: „Da kommen dann die Mädchen aus der Stadt und holen Waffer, das harmloseste Geschäft und das nötigste, das ehemals die Töchter des Königs selbst verrichteten. Wenn ich dasitze, so lebt die patriarchalische Idee so lebhaft um mich, wie sie als die Altväter, am Brunnen Bekanntschaft machen und freien, und wie um die Quellen und Brunnen wohltätige Geister schweben. O, der muß nie nach einer schweren Sommertagswanderung sich an des Brunnens Kühle gelabt haben, der das nicht mitempfinden kann." Märchen und Brunnen find in unserer Vorstellungswelt eng miteinander verwoben. Der Frosthkönig taucht mit seinen traurigen Augen vor uns aus, die Gänsehirtin erblickt im Spiegel des Brunnens ihre Schönheit, und in seinen Tiefen wohnen die Seelen der ungeborenen Kinder. Aber dort sitzen auch die drei Schicksalsjungfrauen: die eine spinnt Seide, die andere klare Weide, die dritte macht das Fenster aus und läßt die Sonne hinein in das Brunnenhaus. „Hab ein Brünnlein mal gesehn, Drauß tät fließen lauter Gold, Täten dort drei Jungfern stehn * Gar fo schön und gar so hold ..." In das Rauschen des Brunnens mischen sich die Melodien vieler Volkslieder: die Vertrautheit nachbarlicher Gemeinschaft, Lleb.esfreude und Liebesschmerz, das Geborgenheitsgefühl des nach langer Irrfahrt wieder heimkehrenden Wanderers sprechen daraus. Unvergänglich sind die Verse des einsachen Liedes: „Am Brunnen vor dem Tore Da steht ein Lindenbaum, Ich träumt in seinem Schatten So manchen lieben Traum .. ." Der Brunnen ist der schönste Ruheplatz, an ihm streift der Mensch alle Hast des Lebens ab, er macht ihn nachdenklich und fordert ihn zugleich auf, die Freuden dieses Daseins beherzt beim Schopfe zu packen, wie es in diesem Lied heißt: „Die Brünnlein, die da fließen, Die fall man trinken, Und der ein’ lieben Buhlen hat. Der soll ihm winken ..." Dem Brunnen vertraut der Mensch seufzend feine Leiden und Enttäuschungen an, Liebessehnsucht und Liebeskummer: „Wenn ich zum Brünnle geh. Seh andre Mädle steh, All stehn bei ihrem Schatz, Wer steht bei mir?" Die Klage des verschmähten Liebhabers tönt aus den Versen bee alten Volksliedes „Jetzt gang i an’s Brünnele, trink aber net ..." So stark ist der Brunnen mit dem Schicksal des Menschen verbunden, daß er bald als- Symbol des Lebens überhaupt erscheint, in der Mythe vom Jungbrunnen, in den geistlichen Liedern vom göttlichen ©naben» quell und im tiefsinnigen Sprichwort, in dem der ernste Lebenspilger fragt: „Wer weiß, wo noch das Brünnlein quillt, Daraus ich trinken werde? Vielleicht, wenn du, mein Gott, so willst, Quillt es aus fremder Erde." Der Zauder des Brunnens hält die Menschen gefangen. In seinem „Brunnen von Sparbrot" findet Leo W e i s m a n t e l dichterisch starke Worte für dieses große Geheimnis. „Wenn aber der Abend über das Tal kam und die Bauern von den Aeckern heimgekommen waren, wann die Nacht und die Müdigkeit den Leuten von Sparbrot das Werk aus den Händen nahm, ging es wie eine betende Feierlichkeit unter ihnen um, dah die jungen Mädchen, die in die bräutlichen Jahre tarnen, auch junge Frauen, die Stütze ausleerten, als sei das Wasser alt und abgestanden, dann traten sie mit einem frommen Spruch auf den nächtlichen Pfad. Sie huschten wie Rehe und hielten den Deckel der Stütze fest, daß er nicht klappere. Die Heimlichkeit siel wie ein Nachttau über sie, erquickte ihren müden Leib, dah sie sich wieder strafften. In den Abendbrunnen fallen die Träume, hörte ich die Leute von Sparbrot sagen. Und wer so in der Dämmerung das Wasser schöpfe, trinke Träume, bringe sie ins Haus, — Labsal der Nächte. — Da sprachen die Mädchen und Frauen ein Stoßgebet über die Stütze, daß sie geheiligt sei und quälende Alpträume nicht in sie einbringen könnten. — In den Erlen unb Weibenbüschen, den Brunnenpsad hin, standen bann bie Burschen, — manch einer auch saß versteckt hinter ben Haselnußsträuchern am Brunnenberg. Wenn die Mädchen vorbeikamen, sprang da von den Büschen her ein Necken, ein Erschrecken auch in die Mädchen, dah sie liefen und das Gruseln tranken wie bas Wasser." Brunnenverehrung und Brunnenschmückung sind seit den ältesten Zeiten ein weitverbreiteter Brauch gewesen, der sich vor allem zu Ostern und Johanni noch in mancherlei Gestalt erhalten hat. In einigen Gegenden werden die Brunnen zum Osterfest-feierlich mit Blumen und bunten Bändern bekränzt. Zu Johanni ist diese uralte Ueberlieferung in verschiedenen Orten mit einer Brunnenreiniguhg verknüpft. Im Hessischen gab es lange noch große Brunnenfeste und Bornfahrten: den Abschluß bildete die Wahl eines neuen Brunnenmarts, der die Verwaltung des Brunnens für das nächste Jahr übernahm. In Schöten bei Apolda war jeder Einwohner verpflichtet, dem „Oekonomen" von Apolda am Johannistage ein Brot zu reichen. Es wurde in Stücke gebrochen, in das Wasser des Brunnens geworfen, und nachdem es geweicht war, mit der am Brunnen hängenden eisernen Kette wieder herausgefischt und als segenbringendes Mittel gegessen. Mann und Roh waren bei diesem Fest mit grünen Zweigen geschmückt. In manchen Orten Thüringens und Hessens hat sich dieser alte Brauch zu einer schönen Kinderseier entwickelt. Nachdem die Mädchen bie Brunnen mit reichstem Blumenschmuck versehen haben, wählten bie zu einem Brunnen gehörigen Kinber einen neuen Brunnenherrn, inbem sie ihm einen großen Blumenstrauß auf einem blanken zinneren Teller übersandten. Dann begab sich bie Kinderschar zu (einem Hause, das mit grünen Maien umstellt war, und der Brunnenherr ging darauf von Haus zu Haus, um Gaben für die kleine Festlichkeit zu sammeln, die sich am darauffolgenden Sonntag an« schloß. Noch heute gibt es solche Brunnensest, in denen ein uralter Kult weiterlebt. Der Schrank. Eine Geschichte von Erich G r i f a r. Der alte Hasenau ist nicht nur ein eifriger Raritätssammler, sondern auch ein Naturfreund. Wenn nur fein Beruf ihm Zeit läßt, ist er draußen und läßt sich den freien Gebirgswind um die Nase wehen. Das ist es, was ihn zwischen all den Akten und Altertümern, bie sich im Lause ber Jahre um ihn herum versammelt haben, jung erhalten hat. Und dann mag eben auch dazu kommen, daß er unverheiratet geblieben ift. Im Bergsteigen nimmts heute noch kein Junger mit ihm auf. Diesen Sommer ist er im Schwarzwald gewesen. Da hat er so recht nach Herzenslust in den Bergen herumklettern können. So ist er denn auch in eins jener stillen Täler gekommen, die ganz oben in den Kamm des langen Gebirgsrückens eingeschnitten sind, wohin sonst nie ein Fremder kommt. Doch grab wie er oben war, ist ein heftiges Unwetter losgegangen. Das hat bem Hasenau nicht viel ausgemacht, aber es schien ihm doch wohl notwendig, sich nach einem Dach umzusehen, unter dem er das Unwetter abwarten konnte. So ist er zum Hinterwieser gekommen, der da oben sein Anwesen hat. Zum reichen Hinterwieser, wie sie ihn unten im Tale nennen, obwohl niemand so recht weiß, wieso der Hinterwieser so reich geworden ist; denn das Vieh, das er von da oben zum Markt herunterschickt, ist alleweil recht mager, unb ber Boden da oben ist hart und wirft nicht viel ab. Der Hinterwieser also hat den Herrn Hasenau sogleich sehr freundlich willkommen geheißen. Er hat ihm seinen alten Hausrock gegeben, und ein Paar Pantoffel hat er ihm auch hingestellt, so daß er in aller Ruhe das Unwetter hat abwarten können. Das ist denn auch bald vorüber gewesen, aber weil Rock und Schuhe des Herrn Hasenau noch haben trotfnen müssen, hat er es sich noch ein wenig gemütlich gemacht. Und außerdem hat's ihm auch sehr viel Vergnügen gemacht, hier oben auf ber Ofenbant zu hocken. Sind schöne alte Kacheln, hat er dann zu dem Hinterwieser gesagt, schätze 17. Jahrhundert. Soll wohl fein, hat der Hinterwieser geantwortet. Jscht ein altes Stück. Heutzutage stellet man sich solch ein Ungetüm nicht mehr hin. Aber er hitzt noch gued. Mag er drum stehen bleiben auf seinem Platz. Wirklich, ein schönes Stück, hat der Hasenau noch ein paarmal ge- Das Leben eines Hindumädchens. ich Ihnen sagen, Sperrt gebracht wurden... verschwunden. Der Chauffeur fragte, wo er den Schrank hinschafsen solle. Zum Teusel, knurrte Hasenau und machte sich auf den Weg zu seinem Hotel. Verantwortlich: vr. Hans Thyriot. — Druck und Verlag: Drühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Dieben. loren. Kann ich Ihnen sagen, Herr! Hasenau, dem es an Schlagfertigkeit selten im Leben gemangelt, blieb der Mund ossenstehen. Ehe er ihn wieder zu bekam, war der Knecht c-ni .. ,in# 0(te Truhe gesehen. Geschnitzte Eiche, ein wunder« Ls Stück Und dann war da noch ein Schrank, da ist ihm das Herz Schöner Schrank sagte er so obenhm zu dem Alten, aber er verr.ei ”'»kM S »»- «n» HM. sich eta-WM- du,-7m Li» um L. P!-i!?. di- -. sich Mich «.flop ■ , Haben Sie ihn schon lange, fragte Hasenau vorsichtig und ärgerte | firh hoch soaleich über die Offenheit seiner Frage. , , ßväSat S sind da mutz ich doch "'"Dem'Hasenau klopfte das Herz vor Aufregung. Ein echtes altes Erb« ^ano im Dreißigjährigen Krieg, erzählte der Alte, da ist das Haus mal abäebrannt gewesen. Mit allem, was dazu gehört. Aber dann hat mein Urahn gleich wieder gebaut. Klein natürlich. Aber so um 1700, rum ist es dann wieder besser gegangen und dann hat der Sohn vom Urahn dieses Haus hingestellt. Er hatte gut geheirat't, und aus der Zeit sind auch die Möbel, die hier herumstehen. _ Haienau stand auf, um sich den Schrank naher anzusehen. Es war kein Zweifel, der Schrank war aus der Zeit und auch deute noch seine 300 Mark wert. Das würde er dem Hinterwiefer natürlich nicht auf die Nase binden. Dem würde er achtzig Mark geben, und der Trottel würde glauben, daß er noch ein gutes Geschäft gemacht habe. Hauptsache allerdings war, den Alten soweit zu kriegen, datz er überhaupt verkaufte und nicht merkte, wie sehr ihm an dem Schrank gelegen war Haben Sie nie die Absicht gehabt, den Schrank zu verkaufen, und Nck einen neuen hinzustellen? fragte er vorsichtig. Den Schrank? Wer sollte den wohl kaufen? — s kommt ja das ganze Jahr kein Mensch her. Ich glaub auch nicht, daß ihn einer haben mochte. Er ist ein bißchen schwer. Eichenholz. _ Nun, wenn es Ihnen nichts ausmacht, ich wurde ihn wohl gerne besitzen, sagte Hasenau. Was wollen Sie denn haben für den Schrank. Den Schrank wollen Sie? Das kann doch Ihr Ernst mcht sein. Und überhaupt, den brauch ich doch für mei' Sach. Ich gebe Ihnen achtzig Mark. Bedenken Sie achtzig Mark, dafür können Sie sich einen schönen neuen Schrank kaufen. Nein, das kann ich nicht machen. Wenn der Urahn das sehen wurde. Und wo ich schon als kleines Kind ... Also hundert Mark, sagte Hasenau. ... Damals hab ich das Laufen gelernt, fuhr der Alte fort. So klein war ich, und er zeigte mit den Händen, wie klein er damals gewesen sei, während Hasenau roie aus heißen Kohlen saß. Er erhöhte sein Angebot noch einigemale, aber der Alte schien gar nicht hinzuhoren, sondern erzählte Geschichten aus seiner Jugend. Lauter Geschichten, die nut dem Schrank zusammenhingen und die den Wunsch Hasenaus, den Schrank zu besitzen, nur noch steigerten. , Ich gebe 200 Mark, sagte Hasenau endlich und er war rot vor Auf- Soviel Geld für den alten Schrank! Aber da sitzt ja der Wurm schon drin! antwortete der Alte endlich aus die Zahlen Hasenaus. Der Schrank fällt ja zusammen, wenn sie ihn nur von der Stelle rücken! Ne, behalten Sie nur Ihr Geld. Ich bin alt. ich brauche es nicht. Und der Schrank 9 ^Jch geb? Ihnen zweihundertundfünfzig Mark. Aber das ist mein letztes Wort! schrie Hasenau. Aber Herr, regen Sie sich doch nicht auf. Ich will Ihnen den Schrank ja geben, wenn es auch sicher ein Unrecht ist, was ich tue. Sie können einen richtig schwach machen mit ihrem ewigen Bitten. Wenn das der Urahn müßt... . _ .. Dem Hinterwieser standen die Tränen in den Augen, als der Knecht den Schrank von seinem Platze rückte, denn Hasenau hatte darauf bestanden, den Schrank gleich mitzunehmen. Und das Geld hatte er auch gleich ^'"Mühsam war der Weg ins Tal. Herr Hasenau, der den Schrank keinen Augenblick aus den Augen ließ, half dem Knecht bei seiner Arbeit. Er ärgerte sich, daß er sich selbst so hoch gesteigert hatte, aber immerhin, wenn er an den regulären Wert des Schrankes dachte, hatte er ihn noch billig gekauft. Und es war ein Stück, von dem er wußte, wo es gestanden. Das war doch etwas anderes, als im Laden zu kaufen, wo sie es fertig bekamen, Stücke, die alt scheinen ohne alt zu sein, als alt zu verkaufen. Er schmeckte richtig die Tradition, die von dem Schrank ausging und war glücklich, datz er nicht nachgegeben hatte. Endlich waren sie unten. Hasenau gab dem Knecht ein gutes Trinkgeld und während sie den Schrank gemeinsam auf ein Auto luden, meinte er leutselig: War doch ein schweres Stück Arbeit, den Schrank herunterzuschassen? , Aber der Knecht wehrte ab. Das war nicht so schlimm, Herr. Aber wie ich ihn im Frühjahr raufgeschafst habe, da hab ich Schweitz ver- Don Frieda Hauswirth. Die Verfasserin, eine geborene Schweizerin und Frau eines Inders, hatte acht Jahre Gelegenheit, das Familienleben m fast allen Kreisen der indischen Bevölkerung aus nächster Nahe kennenzulernen. Ihre früheren Werk^ d.e bereits em wesent« kicher Beitrag zu Frauensrage und Eheproblem sind, werden durch das im3 Rotapfel-Berlag in Zürich erschienene Buch „Schleier vor Indiens Frauengemächern fortgesetzt. In einem Alter, wo in Europa die kleinen Mädchen noch lustig, unbehindert und unbewußt sich vollster körperlicher Bewegung un Sp,e er- freuen wo ihr Geist sich zu entfalten beginnt, wird dem kleinen S)mou« mädchen auf einmal jede- Spielen untersagt und sie selbst dem Anblick aller Fremden, besonders dem aller Manner, entzogen. Zu Ende ist es mit dem Tummeln in frischer Luft und Sonnenschein. Im Alter von zwölf Jahren hat so ein kleines Mädchen in der Regel schon ganz das Wesen und Gebaren einer erwachsenen, gesetzten Frau. So kommtes, unfrei und in sich selbst unsicher, nicht fähig, sein Gefühlsleben zu meistern oder geistigen Widerstand zu leisten, mit geschwächtem, unreifem Körper als jüngste Ehefrau in ein fremdes Haus. Dort ist sie zunächst eni Hauptgegenstand der Neugier; Kleider, Schmuck, Benehmen, alles an ihr wird auk Genaueste untersucht, verglichen, kritisiert. Sie muß gegen all« unbedingt gehorsam sein, aus der Stelle bereit, jedem alteren ^amUten« Mitglied9jeden verlangten Dienst zu leisten darf nur sprechen, wenn sie anqeredet wird, darf nicht tragen, was ü)r_gefallt, nichts eigene Faust kaufen, aussuchen oder bestellen. Ihre Schwägerinnen passen pe n l,ch auf alles auf, was sie tut, und ,eder Mangel an ihr.wird scharf gerügt. 3n armen Familien mutz sie schwerer arbeiten als eine Magd. Am weitesten reichend in ihren letzten Auswirkungen jedoch ist wahr« scheinlich die Form, die die Beziehung solch einer jungen i^au zu ihrem Manne in einem Gemeinschaftshaushalt annehmen mutz, wo nichts, w sie tut ihre Privatangelegenheit bleiben kann, wo sie meistens nicht ein mal ein ebenes Zimmer hat, und wo sich das Hauptinteresse aller auf ihr Geschlechtsleben und ihre Fähigkeit, Sohne zu Sebaren, konzentriert. Ick spreche jetzt nicht von solchen Ehen, wo em übermäßiger Sliters unterschied besteht, sondern von jenen, wo die Frau zwölf bis sunfzehn Jahre zählt und der Altersunterschied zwischen ihr und ihrem Manne nickt mehr als zehn Jahre beträgt. Aus dem eigenen Munde indischer Frauen habe ich genaue Berichte über ihre Erfahrungen vernommem Gewöhnlich roaren ihnen die „Flitterwochen im Hause Gatten in leidenschaftlichem Heimweh, verstärkt durch em tiefes Berlassenhettsgefuhl, scheue Verängstigung und peinvolle Befangenheit hmgegangen. Die kmd hafte Frau "at nie den Mund auf, auher wenn sie etwas gefragt wurde, und war mehr als ein bloßes Ja ober Nein notwendig, so wand sie sich ärmlich in verlegenem Unbehagen. Sie war die erste, die, morgens aus- tand den „Staub von ihres Gatten Fußen nahm und bann abwartete, was man sie zu tun heißen werbe. Saß sie im Lause bes Inges mit ben anberen Frauen zusammen, unb der Schritt ihres Gatten erklang। in einem ber anberen Räume ober auf der Veranda, fo m"ßte sie sich augenblicklich in eines der Jnnenzimmer zuruckziehen, wollte sie wegen ihres Zögerns nicht strengen Tadel auf sich laden. Nie war es ihr gestattet, $ren Mann während des Tages zu sehen. Ihre Mahlzeitenburftesie erst entnehmen, nachdem alle anderen nn Hause bedient worden waren dann atz sie, was gerade übrig war. Kamen unerwartet Gaste, so verblieb ihr manchmal nichts mehr. Dennach durste es ihr mcht emfallen, sich je zu beklagen. Obwohl ihr gesagt worden war, ihre besondere Pflicht und Freude werde es fein, täglich eigenhändig wenigstens einen Teil der Speisen für ihren Mann zu kochen, wahrte ihre Schwiegermutter dieses Vorreckt eifersüchtig für sich selbst und beraubte sie so dieser begehrten Tröstung des Dienens. Zu Bett gehen durfte sie erst, wenn sich alle anderen zurückgezogen hatten, mochte sie sich auch noch so müde oder elend fühlen. Erst bann bekam sie jenen Fremden, ihren Gatten zu Gesicht. Ehrfürchtige Schüchternheit und ihr Geschlechtsbewußtsem hinderten sie, freier mit ihm zu reden als mit den übrigen Familienmitgliedern Dann tarnen die strengen Monate der Schwangerschaft, die unendliche Ermattung, die das Ausfragen eines neuen, kraftraubenden Lebens m dem schwächlichen jungen Körper zur Folge hatte. Und schließlich die Qual1 ber Geburt in einer unsauberen, luftlosen Kammer, wahrenb alle Frauen bes Hauses sie als unrein mieben, wie sehr ihr Herz auch nach Teilnahme verlangte. Eine schmutzige Alte aus nieberer Kaste war ihre rauhe Heb- amme unb selbst bie Stimme biefes verachteten Geschöpfes >>eß Geringschätzung unb völligen Mangel an Mitgefühl erkennen, wenn sie der kmb- Heben Wöchnerin mitteilte, das Neugeborene sei ein Mädchen Dann fühlte die kleine Mutter, datz sie eine unverzeihliche Sünde begangen habe. unO ber schneibenbe Hohn ihrer Schwiegermutter war bie Bestätigung dafür. Erst wenn sie einen Sohn geboren hatte, wurde das Leben erträglicher für sie Die Ankunft ihres ersten Knaben war mie-ein großes, warmes Erglühen- sie verschaffte ihr sofort allgemeine Beobachtung und verlieh ihr ohne weiteres das Recht, den Kopf etwas höher zu tragen und ihre Stimme lautwerden zu lassen. Der Stolz auf ihren Sohn wurde nun zum größten Trost in ihrem Dasein, seine Erziehung und das Abhorcheni des leisesten Wunsches ober Bebürsnisses ihres Gatten ihre oberste Pslichb Wie aber sollte sie, selbst kaum mehr als ein Kinb, imftanbe fein, einen • Sohn aufzuziehen? Wie konnte ihre unwissenbe unb abergläubische . Schwiegermutter sie klug anweisen unb leiten? So würbe ber Kleine unregelmäßig unb unverstänbig ernährt, zu beliebigen Stunben schlafen gelegt und wieder ausgeweckt und in jeder Weise verwohnt. Bekam das etwa feiner Gesundheit schlecht, so wurde zu allerhand Zaubermitteln gegriffen; endlose religiöse Bräuche und Riten. Gaben an Brahmanen und Bettler aller Art — das waren die Methoden die bei der Aufziehung des wimmernden, kraftlosen Stückchens Mensch, der dem Korp einer nicht voll entwickelten Mutter entsprossen war, in Anwendung i s 8 Cop' L römi1 3tali über; gleiä obrot |el)r unb Spie I Stin in e jfrör mar Schi liehe in b ben, i tat," nid) Wei ihm nur trie sch Opi Sä' gkh lun Bei bet rer Se fai bi, K 6)1 in In b, d, di in !i n I e s I SietzenerKmiilienbMer Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Nummer 50 Montag, -en Juki Jahrgang 1935 Auf der Schwelle standen Konstantin und die Köchin und begrüßten Cyan Green Yellow Grey 1 Black Zimmer. 34. an ihm .. iter darüber Gedanken zu 1 £ V § 9 L 8 6 >r Kunst!" örter erschüttert von diesem Bericht, weil sie ; dahinter verbarg. Etwas Fremdes, Gefährder Person Miras zu tun hatte. Sie glaubte licht daran zu zweifeln, daß alles so vor sich schilderte. Er schonte sich nicht im geringsten , weil er seinen Fehler genau erkannt hatte, nntnis lag jenes Fremde, Gefährliche beschlosklaren Uebersicht über sich selbst lag etwas, sen gehörte, jedenfalls bis jetzt nicht in ihm lag darin, die Elisabeth überraschte und ver- hatte' ganz wie früher damit begonnen, seine Person als ui, daß Du da bist ROMAN VON FRIEDRICH EISENLOHR Copyright 1933 by August Scherl (P>. m. b. »5-r Berlin (Fortsetzung.) 14 15 16 17 18 19 20 9 10 11 12 13 wirrte. Er hatte ganz wie früher damit begonnen, jeme Per on ms den Anlaß zu allem zu nehmen, was um ihn geschah, auch mit Elisabeth. Das war seine alte egozentrische Einstellung zu den Dingen des Lebens, die sie genau kannte — und liebte. Darin lag seine gesunde, über- zeugende und hinreißende Kraft als Mensch und als Schauspieler... Wie kam es, daß er sein Bekenntnis mit einer Selbsterkenntnis schließen konnte, die diesem naiven Egoismus Grenzen fetzte, von denen er bisher nie etwas geahnt hatte? ... chatte er unter der Möglichkeit, sie zu verlieren, doch viel tiefer gelitten, als aus feinen Worten zu entnehmen war? Sie klangen so — und sollten wohl auch den Anschein erwecken — als sei es ihm fast lieber gewesen, Elisabeth hatte ihn mit dem Freund betrogen, als Rache für seinen eigenen Fehler. Daran erkannte sie den alten Ludwig, der mit Tatsachen auf seine einfach^ triebhafte Weise fertig wurde. Aber daß er sie und Hartl unb auch sich selbst so gut zu verstehen schien, war neu und fast schon erschreckend Red_______Magenta wie "möglich. Aber der Boden knarrte laut unter jemeni seinen schweren Schritten. Er legte Elisabeth beide Hände um die Wangen und küße sie zart auf den Mund. . , x . „Das also ist Isabella!" sagte er halblaut mit einem großen, dankbaren Staunen in den Augen. „Hat sie dich sehr leiden gemacht, bis sie ha war?" Elisabeth schüttelte den Kopf. „Das war in einem einzigen Augenblick wieder vergessen!" flüsterte sie und zog ihn mit aller Vorsicht aus dem Grey 2 Grey 3 Grey 4 Die Nacht war so sternklar und warm, daß sie noch lange auf der von wildem Wein umrankten Galerie vor den Schlafzimmern wachi aßem Billy war nach dem Essen verschwunden. Weder Ludwig noch Elisabeth spürten eine Müdigkeit, trotz der langen, anstrengenden Fahrt. Es war noch vieles in Worte zu fassen zwischen ihnen. , . t Elisabeth begann zögernd von Hart zu ipre^en. Mit keinem Ißort hatte Ludwig bis jetzt nach ihm gefragt. Sie berichtete von I mer nnn lenem AliünL an der Havel und dem Abschied nach Ocm 1 2 3 4 5 6 7 8 „ sie verstehen würde ...? Und auch bei ihm war alles viel einfacher und bester, als sie es sich in ihrem Schmerz ausgemalt hatte. Gab es wirklich noch einen Schatten in ihrem Gluck...? Nein, es gab keinen!... ^"Da"hörte"sie auch wieder Ludwigs Lachen zwar nicht laut und dröhnend, sondern gedämpft, weil ja nebenan hinter der offenen Balkontür die kleine Ifa nicht davon aufwachen durfte Geld hat mich das alles gekostet drüben. Greulich viel Geld! Du fmft’ keine Ahnung, Lisa, was man drüben alles von einem ver- lanqt! Ich habe nie rechnen können. Namentlich, wenn da noch lemand bimutommt wie die Mira. So ein öffentliches Leben drüben ist schamlos teuer Ich habe mehr als einmal darüber geflucht. Aber das ist vorbei und macht im Grunde nichts. Ihr habt hier auch keinen Mangel gelitten! '^Dü^GlSubiger müssen eben warten. Außerdem sind sie jetzt hübsch der "Reihe nach eingeteilt." Hast du gar nichts mehr nutgebracht? "Doch! — Na, nicht viel. Aber immerhin etwas. Es reicht futi erste. "Unb dann?" Du mußtest darüber natürlich auch wieder ganz anders denken, als es in Wirklichkeit drüben war. Daß ich eine Leidenschaft für sie hatte, hast du ja schon früher einmal erlebt. Alfa mußte jetzt für dich alles Weitere klar und eindeutig fein, und du mußtest daraus deine Konse- guenzen ziehen. Daß diese Konsequenzen so gut für mich waren unb blieben, habe ich nur dir und Gott zu danken. Aber in Wirklichkeit sah drüben alles ganz anders aus. Sie war hinübergekommen nicht meinetwegen, sondern mit einer ganz bestimmten Absicht. Sie muß sich hier schon in den Direktor Grolman verliebt haben und hat drüben nichts unterlassen, um ihn ganz für sich zu gewinnen. Sie hat auch ihr Ziel erreicht. Heute ist sie schon seine Frau. Mit mir und meiner sinnlosen, blinden und tauben Leidenschaft hat sie gespielt wie mit einer Puppe. Blue White ■ IHTv^te^und"ft°nä'^^Ichn'^r-h Hr vielfältiges Erleben war, und schwerfällig aus seinem Stuhl »nd ging in ihrem Rucken mehrmms durch die ganze Galerie auf und ab. Endlich blteb -- hinter ihr stehen legte die Hände auf ihre Schultern und beugte sich über fie, doch |o, Daß sie [ein Gesicht nicht sehen konnte. xem „Ich habe nicht nach Otto gefragt, weil >ch das alles ahnte von Dem Augenblick ab, als du mir schriebst, er fei abgere f ■ b i^werz- fei mir nicht böse, Lisa - ich habe mir alles viel schlimmer und schmerz licher gedacht. Biele Monate hat er in deiner Nahe ^lebt. Da sich doch in dich verlieben, sagte ich mir, und hab> m ch , Qn a[[en{ einen Narren genannt, da ich selbst mit meinem na dem Schlimm- schuld war. Ich mußte mir auch an allem Spateren, ja an bemi fo^umm sten, wie ich es mir bachte, selbst bie Schulb gebe . Ich ^ira n schrieben, nicht einmal eine Anbeutung darüber gern ch, hinüber« Alten in Hollywood war, daß ich sie bort n°ch v°r °nb als 'ch hinüber kam. Aber du muhtest es ja erfahren haben auf irgendeine an Unb bu hast es erfahren ..." .. „ . Elisabeth nickte in bie Pause hinein, die er machte. den Auttraa. den Wagen Ich hab' das erst vor kurzem eingesehen und schäme mich gar nicht, es Colour & Grey Control Chart | m'JSSÄ“® J ” ilt und unnahbar, wenn das nicht der Fall ängst hätte durchschauen müssen. Daß ich das Schuld unb mein größter Fehler. Beinahe ren unb bamit alles, was ich auf dieser Welt U" GNte Ad ’ttfPottett Stolle. 8o(tk nirfif . **e ffütjie 1M Ct„ Jot ( 'n 5tu* ‘offen. .nen Ang«, ber Sanken ^«issm ‘‘leite non orben fein, straft zo. t eine ■ k Da |ol efen treibe, >‘e, unb er • die fofort mbung, et Nelke als Hierhin ch wissen mir n unb dir ialienischii mbole (a), nt, unb ii lirb sie b« Umgebunj ' sah nun Plan rit|, Ipenwahn' irten, neu gezüchtet sllte. izüchtung So finb labte 16 inberroerf ibal" u rschien ml für alli Da finbei Arten eim ihr sonder t, zärtlich Jahr wi unb rosem folgender i sich nicht! mt Diel" geringsten üiihen 6«« ler schwel' nd rar M findet HÄ logeo", dE i Züchtern lättchen i«: Itercaliloi1 als gen"1 Unb d« ergrSM t ZüW em Mnd« mn 5* Heikes'" er II)* foßte. M unberl«* des N Hat, X eit & freunb l*1 e|d|8ft* en if‘5 f0 21 22 23