■bcn Mt "ztz ii'itit tne« lisch- 'i'itc, i'übe, totS, olQte 1 fllfi spitz! einen inner, liilfte, . Die iegen orten; t fier, le, sie le on sechs uterin eiische, i zwei ic (feil r mich von [leiten. Mieri r fori« Unter« tc 608 ich der in den lie den federte breiten te: 1(1)111018 Wider- hie der 011(16' niuncit [ irtitl c> die vor I leichcl" n-. wie- Nieder 0(10"" nipssl' । reeie*! ,tt 110« $”5 toie^ener Samilienblätter Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgang ^933 Montag, den 20. November Nummer 90 An Selma Lagerlöf. Von Otto S t ö ß l. Jede Fülle klingt aus jeder Nähe: Erblcben — GotteSgesang. Dieses Einfachste weißt du: Schwer ist's, Mensch sein! Du hörst, wie das Dunkle nach Licht ruft, Du siehst, ivte die Sonne Nach den Schattenkliifteu verlangt. Zwischen Tiefen und Höhn Trägst du, singenden Fluges Die Botschaft, Lerche, dein Silberton Wirft dem Glanz des Himmels Ruf und Blüte der Erde zurück, Sehnsucht und Antwort. Selma toqcrlöf. Rnm 75. Geburtstage der schwedische» Dichterin am 20. November. Von Elle it K c y. Mißtrauisch gegen alles Preisgekrönte gestimmt und ohne im übrigen ein Wort iibcr das Buch gehört zu haben, fielen mir die »icr in „Idun" veröffentlichten Kapitel von „Gösta Berling" in die Hände. Die Berauschung, in die sie mich verstzten, ivar so «roß, daß weder das Buch als Ganzes noch die folgenden Werke pe übertreffen konnten. Das leider abgedroschene, hier nnentbehr liehe Wort Offenbarung ist das einzige, daö diesen ersten Ein druck schildert, tu dem die Begeisterung iibcr daS Unbekannte sich mit der Freude über das Ersehnte verband. Und jede,neue Be- Iegnung mit „Gösta Berling" hat diese» ersten Eindruck nur be- ärkt, der in all seiner Ursprünglichkeit wiederkam, als ich — mit dem Ruche im Ränzel — eine Fußwanderung nm die heiligen t>rte am Löwensee unternahm. Mit „Gösta Berling" bekam nicht nur Schweden, sondern die Niiwelt ihre größte Dichterin; mit diesem Buche ist Selma Lager lös in die Weltliteratur eingetreten, mit ihm wird sie fbr am längsten angehörcn. Für nus Schweden bleibt es eine mentbchrliche Quellenschrift iibcr unser Wesen. Schon allein aus diesem Grunde — Selma Lagerlös mag uns so viele große Werke Wie immer schenken, wird „Gösta Berling" für alle Zeiten der zur Krone Geborene unter seinen Brüdern bleiben. Er hat alle tziößten Eigenschaften Selma Lagerlöfs im reichsten Maße; hier sind auch die Schwächen nur ein Netz mehr; einen Fehler, den man übers Herz brächte, fortzuwünschen, gibt es hier nicht. Alles wäre verloren, wenn hier eine einzelne Persönlichkeit Ihruorträtc, die ihre inneren Erlebnisse deuten oder ihre äußeren schildern wollte; wenn wir dein modernen Menschen mit seinen Kämpfen und Fragen begegneten. Selma Lagerlös hat sich selbst nicht, weil der Geist sie hat, der Geist, der in der Odyssee und I« der Edda, in der Tiersabel und dem Volksmärchen, in der tilgende und der isländischen Sage, im Heldenlied nnü im Hirten« Kiflcn lebt. Wenn sie bewußt «ach etwas greift, austatt nur ihre Hände füllen zn lassen, dann ergeht es ihr wie den Kindern im Märchen, denen sich die goldenen Blätter, die sie in der Welt der Eisen gepflückt, in Asche verwandelten. Der Paradiesesbrunnen str Liebe, die Perlstickerei der Erzühlungsknnst, das Flügelpaav ier Phantasie — regenbogenschimmernd wie Fra Filippo Lippis Engel — all dies ist ihr gegeben. Inspiration ist ein anderes der abgebrauchten Worte, die nn «Übchrlich sind, um Selma Lagerlöfs Dichtung zu charakterisieren, fhtürlid) kann sie schreiben, mit einer kindlichen Handschrift — »id «mit hört ja von ihren Manuskripten sprechen. Aber man nimmt das nicht en st, nicht einmal, wenn sie selbst in einer Schil ieritno — die auch ein schönes Gedicht — wurde — die Mühen Reichtet, unter denen „Gösta Berling" entstand. Der Begriff der (Inspiration ist von ihrem Schaffen ebenso nntrennbar wie von iem Bell m anS, dessen Handschriften man ja unglaublicher iohre Ethik ist — wie alles an ihr — nicht» äußerlich Anerzogenes, sondern sie entspringt Quellen w ihrem Inneren i« I ihrem warmen, empfindsamen Frauenherzen. Ihre Ethik ist durch aus christlich, aber niemals d ogmatisch. Sie bleibt auch hier» Mensch, — nichts als ein großer einfacher Mensch mit gesundet« Verstand und untrüglichem Gefühl für alles Gerechte, Erhabene, Schöne und Gute. Sehr deutlich wird dieser Drang zum Guten hin tn tprem zweiteiligen Werk „Ierusale rn". Schon daß dieser Stoff M zur Gestaltung reizte, zeigt, was für ein herrlicher Mensch tu I dieser Künstlerin steckt. . k. .. Sie war damals von einer Reise zurückgekehrt, die sie durch Deutschland, Belgien, die Schweiz und Italien bis nach Siziue« hinunter geführt hatte. Die Mittel zu dieser schönen Fahrt natt dem Süden verdankte sie einem Stipendium König Oskars um Prinz Eugens, diesen beiden wohlwollenden verständnisvolle« Förderern und Freunden der Kunst. Es war in der ersten Zct ihres jungen Ruhmes, und sie entschloß sich, den Lehrerinnenberu aufzugeben, um sich ganz ihrem anderen größeren Beruf widme« ÄU Nach ^kurzem Aufenthalt mit ihrer Mutter in Landskrona ging sie zu ihrer jüngeren Schwester Gerda, die in Falun verheirate war und mit der sie von Kind an eine enge Freundschaft vei b""Dieses° Falun bot ihr viele Jahr lang Zuflucht. Wie sehr d ihr ans Herz gewachsen war, sieht man aus der Tatsache, daß m dort einen großen Teil ihrer Bibliothek, Porträts von Freunde« und Ehrengaben bewahrte. . . Al« sie nun 1897 dorthin kam, um ihre Reiseeindrücke in Jiuo zu verarbeiten und sich zu neuen Ausgaben zu sammeln, hörte W von den Dalbauern erzählen, die ausgewandert waren, um m heiligen Lande ganz im Sinne der christlichen Lehre zu leben um iU Das^er'grifs Selma Lagerlös so stark, daß sie sich entschloß, dit Geschichte dieser frommen Auswanderer zu schreiben. Zwei JaP‘ später reifte sie nach Aegypten, Palästina, der Türkei uitd Grn chenland und arbeitete danach den zweiten Teil ihres Roman- „Jerusalem" aus, der in Jerusalem selbst spielt. ,, Ohne zu übertreiben darf man sagen, daß uns aus den za i reichen Werken dieser nordischen Dichterin — in deutscher ueve tragung find sie alle bei Georg MüllerÄlbert Langen, München und auch etliche bei Hesie und Becker, Leipzig, erschienen - Bild einer großen vorbildlichen Frau entgegenleuchtet, aut 01 Schweden stolz fein darf. Nechenschast über den Nobelpreis. I Von Selma Lagerlös. I Es ist ein wunderschöner Herbstmorgen, und ich gehe im Garten von Marbacka auf und ab, wahrend ich über dw Antwort . auf eine Rundfrage nachdenke, die ich von „Svenska Dagbladet erhalten habe Tas Blatt bittet mich, mich über die Bedeutung auszufprechen, die der Nobelpreis für mich verwnltch gehabt hat. Ich sehe so deutlich das von Mühen und Gedankenarbeit gezeichnete Gesicht des großen Ersrndeis mit den melamboHüften Augen vor mir und fühle, daß die stunde gekommen ist. Rechet- schäft abzulegen über die Verwendung der großen Gabe, die ich empfangen habe. £g @tnn roar- dazu angewandt, um in größerer Ruhe, nicht so gehetzt, meine schriftstellerische Tätigkeit -8RL sichen Forschungsinstituten, der Förderung einer großen Idee, wie so viele andere Nobelpreisträger Ach nein, gewiß nicht! Vor mir auf dem Gartenweg liegt ein Häutchen lichtgelbe» Herbstlaub. Eine kleine junge Birke hat nachts in einem bösen Traum ihr Blätterkleid abgeschüttelt, und nun liegt eS ftter, blinkend wie Gold. „Sieh da, ein kleiner Teil vom Gold meines Nobelpreises", denke ich hei nur selbst. .. Ich hasse meine Blicke über Büsche und Baume schweben, die in herbstlicher Pracht dastehen, über Blumenbeete, roo froftgefette Ringelblumen wie Goldmünzen leuchten, über die Eten Felder, die zur Winterruhe vergilbt sind, und wieder denke ich. „Sieh da, I Gold von meinem Nobelpreis." Denn dem ist wirklich so. Um all dies zu kaufen, diese Selber, diesen Garten, mein ganzes Urväterhetm, dazu ist mein Nobelpreis verwendet worden. Freilich habe ich schon, bevorich den Nobelpreis erhielt, das Wohnhaus von Marbacka mit. ^em alten Garten gekauft, aber all das klebrige, Aecker und Walder, Wirtschaftsgebäude und Taglöhnerhäuschen, das wurde mein dank Alfred Nobels Testament. t „ „ „ Und nicht genug damit, daß es mein muibe, aber ba§ aUeä hier baöeim so herrlich verfallen unb verwahrlost war, hatte ich auch Jahr für Jahr bie große Freude, neuzubaueu unb zu restaurieren, zu entwässern unb zu pflanzen, zu orbnen unb zu schaffen, I ohne Unterlaß, solange auch nur ein Der von ber Gabe des aroßen Mannes übrig war. „ . ., I Aber was wird er selbst davon denken? Wie wird er mich ! bcuTtcilen? Wird er verstehen, daß, wenn ich nicht gerade hier, auf diesem alten Hofe aufgewachsen wäre, mit feinen irralten Brauchen, feinern tRetcbtuni on deinen unb ®cfcbtd)tCTi, feinen guten, fünften I Menschen, nie Schriftstellerin, nie Nobelpreisträgerin gervor- ^Wirb^er verstehen, daß ich nur eine alte Dankbarkeitsschuld bezahlt, nur dem Hof Medergegebeu habe, was er mir geschenkt hat? Selma Laaerlof und ibr Heim. Von Elisabeth Augustin. Droben in Schweden, tm landschaftlich so reizvollen Värmland, feiert eine große Frau und Künstlerin in Stille und Einsamkeit ’^Ste^^aTikt)1 'allc^FeftlichkeN und kostspielige Beglückwünschung verbeten weil so viel Not in ber Welt herrscht, für bereu Llube- ruug bas Gelb besser verweribet werben könnte. Diese etne bescheibene unb menscheufreunbliche Geste entspricht völlig bem Wesen bieser schwebischen Dichterin, bie feit vielen Jahren in bei ganzen Kulturwelt geliebt unb verehrt wirb. Sie hat nie bte Allüren einer gefeierten Größe gehabt. Aller Berühmtheit zum Trotz ist sie bis heute bie schlichte Tochter ihres Laubes geblieben, das noch so naturnah unb bobenverwurzelt ist unb in bem sogar die Städter noch in innigem Zusammenhang stehen mit ber dörflichen Bevölkerung Selma Lagerlöf ist ein außergewöhnlicher Mensch. Sich selbst treu geblieben, rote es nur den Größten beschickten ist. Ein anderer großer nordischer Dichter verlangt solche Treue von Menschen als höchste Forderung: Ibsen, in seinem „Peer Gynt . Da, roo Selma Lagerlös vor 75 Jahren geboren wurde, auf dem Landgut ihrer Eltern und Großeltern, Marbacka. da wohnt sie auch heute Ein Sinnbild für die Treue dieser Frau zu ihrem Geschlecht, ihrer Familie, ihrer Kindheit. Man kann sich fa auch kaum etwas Schöneres denken, als ein solches .(beim, in bem alles Erinnerung ist an glückliche Tage und an Leid, das ein Bestandteil des Lebens war, wie die Freude. Ein Heim, das innig verknüpft ist mit bem Lebenswerk, mit ber so lieb geworbenen Geschichte vieler Helden, die in Selma Lager- löfs Büchern Gestalt gewonnen haben. In diesen Büchern trifft man immer wieder auf liebevollste Schilderung von Marbacka. So ist Marbacka Ltljecronas Hof in „G östa Berlin g" und in „L i I j e e r o n a s Heimat, und Marbacka ersteht auch vor unteren Augen in „Jans Heim- ro e h", in „Nils Holgerson", in „M a r b a ck a" und manchen Erzählungen ,, Marbacka — deutsch Sumpfhügel — ist der schwedischen Dichterin viel mehr geworden, als ein Heim im üblichen Sinne. Es ist Wiege unb Zeuge ihrer Ktuberkräume gewesen: Heim ihres geliebten lebensfrohen gütigen Vaters, Heim ihrer guten Mutter, ihrer Geschwister, ihrer Großeltern: Schauplatz ber ersten stillen Freuden beim Lauschen auf die Geschichten ber Großmutter unb das fröhliche Singen und Musizieren des Vaters, Schauplatz der Großmutter. Von Selma L a g e r l ö f. Eines Jahres erlebten die kleinen Kinder auf Marbacka einen großen Kummer. Ihre Großmutter starb. Bis dahin hatte sie Tag für Tag auf dem Ecksofa im Kinderzimmer gesessen und ihnen vorgesungen oder Geschichten erzählt. Die kleinen Kinder wußten es nicht anders, als daß sie von morgens bis abends mit ihnen sang und ihnen erzählte, und daß sie bei ihr saßen und zuhörten. Das war wunderschön gewesen. Kein anderes Kind hatte es so gut gehabt wie sie. Woher Großmutter alle die Geschichten und Lieder hatte, das wußten sie nicht, aber Großmutter glaubte selber jedes Wort, was sie erzählte Wenn sie etwas gar zu Merkwürdiges berichtete, pflegte sie den Kindern tief in die Augen zu schauen und in ihrem überzeugendsten Tone zu sagen: „Alles dieses ist so wahr, wie ich euch sehe und wie ihr mich seht." Eines Morgens, als sie zum Frühstück heruntergekommen waren, dursten sie nicht in Großmutters Zimmer gehen und ihr guten Morgen sagen, wie sie sonst zu tun pflegten, denn Großmutter war krank. Dann war das Ecksofa im Schlafzimmer tagelang leer geblieben, und die Kinder wußten nicht, wie sie die langen Stunden herumbringen sollten. Nach einigen weiteren Tagen sagte man den Kindern, die Großmutter sei gestorben. Und als diese aufgebahrt in ihrem Sarge lag, wurden sie hinetngeführt, und sie sollten ihr die Hand küssen. Aber sie fürchteten sich davor, bis ihnen jemand sagte, dies sei das letztemal, daß sie ihrer Großmutter für alle Freude, die sie ihnen gemacht habe, danken könnten. Dann kam ein Tag, an dem man die Märchen und Lieder vom Hofe wegfuhr, eingepackt in einen langen, schwarzen Sarg, und sie kehrten nimmermehr zurück. Das war eine Zeit des schmerzlichsten Vermissens für die Kleinen Es war, wie wenn die Tür zu einer schönen Zaubcr- welt, durch die sie zuvor hatten srei aus- und eingehen können, verschlossen worden wäre. Und niemand war da, der üe wieder hätte öffnen können. v Nach und nach lernten sie wie andre Kinder mit Puppen und Spielsachen spielen, und man hätte meinen können, sie vermißten ihre Großmutter nicht mehr oder hätten sie gar vergessen. Aber dem war nicht so; sie lebte immerfort in ihrem Herzen Und sie wurden nie müde, den Geschichtchen zu lauschen, die ihnen die alte Haushälterin von ihrer Großmutter erzählte. Diese bewahrten sie in ihrem Herzen, wie Schätze, die ihnen nicht verloren gehen konnten. Lagerlöf-Land. Von Dr. Eugenie Schwarz. „Oh, Frauen der alten Seiten! Ihr verstandet, ein Fest glänzend zu machen, Ströme von Feuer, Geist und Jugendkrast durchrieselten jeden, der sich euch näherte." Was Selma Lagerlöf von den Frauen der alten Zeit lagt, hat sich oft an ihr erwiesen. Jetzt wird sie fünfundsiebzig Jahre alt. Alan kann überzeugt sein, daß dieser Tag auf eine Art gefeiert wird, die zu ihr paßt. Während sonst solche festliche Gelegenheiten oft in Orgien der Taktlosigkeit, Geschmackwidrigkeit und fader Schmeichelei ausarten, wird sie schlicht, gerade und mit wirklicher Liebe gefeiert werden. Wer zu ihr sprechen, wer über sie schreiben wird wird sich um den Lagerlöfton bemühen. So kann ein mel- tausendstimmiger Chor von harmonischer Wirkung entstehen Aber so geht es mit der Lagerlös immer. Es gibt keine Situation, der sie nicht durch die Krast ihrer Persönlichkeit ihre eigene Seele einzuslößen verstünde. Sie hält aus einem Frauenstimmrechtskongreß eine Rede, und wir fühlen bei dieser trockenen Gelegenheit Tränen aufsteigen, deren Wasser direkt von Himmel kommt. Sie bedankt sich in einer Festrede uei der ichwedischen Akademie für den Nobelpreis und macht das so anmutig-bewegt, so kindlich-schalkhaft, daß die hochoffizielle Feier Sinn und Leben gewinnt Es ist als sicher anzunehmen, daß sich auch gelegentlich ihres fünfundsiebzigsten Geburtstages nichts Störendes zutragen wird, denn sie hat unerhörtes Glück. Selma Lagerlöf ist ein Genie, aber ausnahmsweise eines, das Glück hat. Nicht nur das der eigenen Persönlichkeit, sondern auch solches, welches einem von außen konnnt. Ein Vaterland mit hellen Nächten und hellen Menschen, welche zu lieben man Urlache hat. Värmland als Heimat, voll von herrlichen Sagen, die einem der linde Sommerwind zuträgt. Eine Landichast. die anzieht und sesthält, ein Klima mit klirrendem Winter und einem sommer, als ob ihm ein Dichter erfunden hätte. Ein Elternhaus von feinster Geistigkeit, gleichweit entfernt von Spießbürgertum wie von Snobismus, war ihr gegönnt. Die Kränklichkeit der Jugend, sonst die schlimmste Mitgabe fürs Leben, ihr ward sie zum Heil. Aus ihr ergibt sich jene Nachdenklichkeit, Versenkung und Liebe zu Büchern die sie braucht, um zu ihrer Kunst zu gelangen. Die Ehelosigkeit läßt sie die höchsten Vorstellungen einer romantischen Liebe bewahren. Sogar die Not, der Zwang zu erwerben, bringt ihr Glück. Sie wird Lehrerin und lernt so die Jugend kennen, zu der sie so wunderbar paßt. Früh — nicht allzu früh — wirb ihr großer, starker, unwidersprochener Ruhm zuteil. Aus der oohe des Lebens kann sie Marbacka, den Besitz ihrer Eltern, aus dem sie aufgewachsen und mit dem sie verwachsen ist, wieder erwerben. Hier hat sie die Arbeitsruhe, deren sie bedarf. Hingebungsvolle Freundschaft folgt ihr auf allen Wegen. Eine verständnisvolle Freundin lebt um und für sie. In Oskar L e o e r 11 n findet st einen tiefschürfenden, bewundernden und obfektkven Vfo^gphen. In allen Ländern erwachsen ihr ausgezeichnete Uebersetzer, für die deutsche Lesewelt die Wienerin Marie Franzos, die selbst der Anlage nach eine Künstlerin, jedes ihrer Werke verantwortungsbewußt, schön, getreu in deutscher Sprache nachbildet Aber nicht nur ihr irdisches Dasein ist wohl eingerichtet, es ist auch dafür gesorgt, daß ihr Werk auf die Nachwelt kommt. Sie hat sich nämlich nirgends auf das Grobmaterielle eingestellt. Sie weiß, was wichtiger ist. Sie versteht es, den Quell der Menschlichkeit auch aus dem verhärtetesten Herzen zu schlagen. Nun, diese Welt- frdmmigfeit, diese Fähigkeit, die Sonne ihrer Gnade auf Menschen und Tiere scheinen zu. lassen, diese Ltebe zu allen Wesen und Dingen, welche sind, sichert Selma Lagerlöf die Unsterblichkeit. Denn so muß mit jedem neuen Menscheufrühltug, so oft eine jjugenö aufblüht, ihre Wirkung neu erstehen. Die moralische Atmosphäre, die bei ihr herrscht, die wunderbare Selbstverständlichkeit, mit der bei ihr alles Gute getan wird, die absolute Zeit- und Klassenlostgkeit, die heroische Weltauffassung neben tiefem Behagen an kleinen Freuden des Lebens, der Sinn für edle gebundene Freiheit, die Äugend als hehre Kunst, nicht als nüchternes Handwerk geübt, das ist eine Welt. Es gibt keine unverdorbene Jugend, die sich nach solcher Welt nicht in Sehnsucht verzehrte. Vor allem aber ist die heitere Ausgeglichenheit der Lagerlöf eine Wohltat für jedes junge Gemüt. Denn jedes ist trost- bedürftig und freudehungrig. Da liest man sich tief in die Lagerlös hinein: wenn es schon einmal so ging, dann wird es immer so gehen, hofft man Selma Lagerlöf! Wir Frauen von heute waren einmal in schönen Jugendtagen alle deine Untertanen Damals hat jede von uns eine Zeitlang im Lagerlöf-Land gelebt. Dieses Land hatte die Verfassung, die Einrichtungen, die Sitten, die uns gefielen. In Meiern Lande wirkten die Frauen, die uns Beispiele fein konnten, lebten die Männer, die wir zu lieben genötigt waren. Es gab Tage, an denen wir gern Margarete Alsing gewesen wären, von der du sagst, daß Engel an ihrem Grabe weinen müßten. Noch lieber wären wir Ebba gewesen, die immer die Augen niederschlägt, um so bester die Pracht ihrer inneren Gesichte erschauen zu können. Aber manchmal hätte es uns schon genügt, Maerta Dohna zu sein und uns von der Weltfreude auf den Thron des Lebens erheben zu lassen. Die große Leidenschaft unserer Jugend gehörte natürlich Gösta Berling. Darauf hattest du, Selma Lagerlöf, es ja abgesehen, indem du ihn mit allen Vorzügen und vornehmlich allen Fehlern und Tollheiten ausstattetest, denen wir Frauen nicht widerstehen können. Aber ich kann es nicht leugnen, daß wir Gösta manchmal untreu wurden: mit dem Geiger Ltljeerona, wenn er „la cachaucha" spielt, mit dem kleinen versoffenen Flötenspieler Nüster, wenn er gar so verzweifelt am Weihnachtstäg durch den Schneesturm dahinsauste Ach was, sogar der alte, schmutzige Eremit Hatto blieb uns nicht ungefährlich. Höre, Selma Lagerlöf. was die Stimme der Bewunderung und der Dankbarkeit spricht: mögest du in allen Jabren deines Lebens, die noch kommen so glücklich sein, wie wir waren, als wir noch im Lagerlöf-Land lebten. Riefele. Die Geschichte eines kleinen Pferdes. Von Nikolaus Schwarzkopf. lNachdruck verboten.) lFortsetzung.j Er stand, der Direktor! Er schwang die kurze Peitsche hochauf, er ließ sie niedersausen auf den sich darbietenden Leib, holte mit dem Fuße aus und schlug ihn, der mit schweren Schuhen bekleidet mar, dem kleinen Tier in die Rippen, daß der leichte Körper im Sand ein Stückchen davonrutschte. Nochmals bohrte sich dieser Fuß in die Seiten, und der Ruck, den er verursachte, ließ das Tierchen emporspringen auf seine vier Beine. Schaum spritzt von dem Pferdemund gegen den Direktor, und dieser faßt das dünne Halfter, rafft alles Genem zusammen in seiner großen Hand, zerrt Miezi etwas zu sich heran und murmelte vor sich hin: „Junk, Junk, du hast keene Ahnung nich!" und faßte die Peitsche fester. Sein Mund sprudelt über, indes es zu schlagen beginnt: „Ein Lama bist nich! Nich? Biste Santa, das speecht? Nee! Nee! Scheeler Minister!" Und dann, da die Hiebe rascher nieöerfaufen, kreischt er unausgesetzt zur Musik die Hiebe: ,.A genoux! A genoux! A genoux!“ Man weiß schließlich nicht, wer das schreit, der Mund des Direktors oder die Peitsche! Riesele aber, das am gestrafften Seil seitab stand, streckte den Kopf steil in die Höhe und schrie. Der Direktor kam daraufhin zu ihm her, und ließ unterwegs die Peitsche fallen. Er holte aus der Rocktasche ein Stück Zucker und hielt es Riesele hin, und indes Riesele das Stück zögernd nahm, streichelte er über seinen Hals und fagte: „Recht so, recht so, du wirst einmal bester, nich?" Dann legte er feine überschweißte Wange an Rieseles Wange und fagte liebreich: „Dosäng, Dofäng!" Miezi aber rührte sich nicht im Sand; Schaum stand vor ihrem Munde. „ A genoux, ä genoux!“ trällerte der Direktor miedet und !lga> Wie #hi 'verantwortlich: vr. Hans Thyriot. — Druck und "Verlag: Drühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen. $ie wii Nr sei lins ist Ein jed tnaben Bit hö lind str lins rü tns lü Tns lä Bit ur Bit ihi Wafe: Siistall lind an Durch Bit bi kücheln Son ih Dingen so trat der Direktor etwas nach hinten, was man deutlich sah, und die Peitsche, deren Riemen irgendwo im Sande lag, zuckte „Changez!“ sprach dann immer der Direktor! Das war nicht ""^Fertig,^Dauphin! Feingemacht!" Abgeseilt, ein Stück Zucker in den Mund und hinaus aus der Schule, in den Stall zurück! Das war der erste Tag! Lang ward dem Pferdchen die Zett bis zum nächsten Morgen, und was brachte dieser Morgen? Nichts Neues, nichts Neues! Noch einmal und noch zum Ueberdrusse oft das alte Spiel mit „Changez!“ Am dritten Tag sprach der Direktor: „Ist die Kleine fertig? So bringt sie!" Wer kam da zu Dauphin? Die kleine Miezi, die neulich so verpeitscht worden war. Sie wurde vor Dauphin gestellt, mußte ihm also gleichsam den Weg weisen, denn Dauphin war schon nicht mehr angeseilt! Sie trippelte gar possierlich vor dem doch größeren Dauphin her und sah nicht nach rechts, nicht nach links ... sie hat sicher schon oft solch Lcithammelspicl getrieben ... und Dauphin brauchte nur hinter ihr drein zu marschieren. Machte der Direktor nur eine leise Bewegung, so wußte sie gleich, daß er nun „Changez“ sagen würde, und sie changierte "" Das°hätte Dauphin unstreitig so glatt nicht fertig gebracht ohne sie. Aber sie trippelte ihm zu langsam! Er konnte das nicht leiden: wiederholt setzt er den Huf seitab nach vorn, um vielleicht selber an die Spitze zu kommen oder wenigstens zu zeigen, daß er hin wolle ... Aber immer zuckte die Peitsche auf, und Dauphin blieb gehorsam! _ ,. _ . „ . Als die Uebung zu Ende war. lief Dauphin vor Freude allein nochmals die Runde, aber der Direktor beachtete es nicht. Und als er's endlich doch beachtete, zuckte die Peitsche, und Dauphin schmiß den langen Schweif hoch nnd schleuderte vor Wollust die Hinterbeine, konnte aber nicht schnell genug draußen fein: Gehorsam ist das Beste Am vierten Tage geschah dasselbe wieder, am fünften machte Dauphin sein Lektiönchen ganz allein und bekam zwei Stückchen Zucker. Aber dennoch durfte er am Abend nicht zu den Borstellungen! Zwar riß er an seiner Kette, als er sah, wie seine Kameraden aufgeputzt wurden nnd hinausgehen durften in den grellen Lichterschein, allein niemand achtete seiner Sehnsucht. Bald kamen zu den allmorgendlichen Uebungen noch andere Pferde, große, ganz große, und auch der Freund Fuchs trabte eines Tages mit Dauphin in die Manege und machte sein „Changez“ ohne jeden Tadel. Er hieß Wallenstein! Welch eine Wonne war es für Dauphin, so in der Schar der Großen und Kleinen, als Jüngster sein Kunststück zeigen zu können, nicht auf- zusallen, nicht überzutreten, sich vor allem nicht vorzudrängen! sein „Changez“ rechtzeitig, nicht zu früh wie hinten die kleine Miezi und nicht zu spät rote fast alle zu erkennen! Und.durch nichts zu verraten, daß man doch der Jüngste roar! „Wallenstein und Dofäng!" schrie dann der Direktor, und die zroei Freunde mußten hinaus, indes die anderen weiter üben durften! ,, , _ Aber ach, rote bald rourden die Uebungen schwerer! Dauphin sollte erst den linken, dann den rechten Vorbersuß auf die Barriere heben nnd stehen bleiben und zu den Leuten gucken, die da saßen: Madame, Turnerinnen in nachlässigen Lumpen, Burschen, Sklaven, Männer mit scharfen Scheiteln und gradlinig zugeschnittenen Koteletts! Alle mit Zigaretten zwischen den Lippen und mit lächelnden Publikumsgesichtern! Das war nicht so leicht, rote es sich ansah! Jedoch: keine Schläge gab's dabet! Aber dann sollten auch die Hinterbeine auf die schmale Barriere! Dann mußte gegangen werden, gelaufen werden! Links eine Peitsche! rechts eine Peitsche! Wenn die Stunde vorüber roar, roußte Dauphin nie mehr, ob diese Peitschen ihn geschlagen hatten! Wenn diese Stunden vorüber ivaren, so klopfte jeroeils Dauphins Herz, der Schroeiß stand ihm in den Haaren, und der Schaum fiel von seinem Mnnde. Nicht einmal vierzehn Tage dauerte es, da konnte Dannhin auf der Barriere schreiten und laufen, rote die Peitsche es roünlchte! Das roar aber durchaus fein großes Stück: das konnte selbst Miezi fast im Schlaf. Immerhin mußte es für Dauphin als eine bedeutende Leistung gelten: denn an einem der nächsten Abende durfte er hinterm braunen Sarntvorbang steben und durch den Spalt hineinfehen in die Menge der fröhlichen Menschen. Ja, als er seinen Kops einmal recht weit vorstreckte, als der Bursche, der ihn hielt, ihn sogar einen Schritt vortreten ließ, da fingen etliche Kinder, die da in der Nähe saßen, an zu jauchzen und zu toben: , „ „Da Mama, sieh dies fchroarze Kerlchen, eben kommt s. Aber nein, es kam nicht! Doch am andern Tage geschah es, daß dem kleinen Dauphin, bevor der Unterricht begann, ein roter Sattel anfaefchnallt wurde, der von roten Bändern an feinem Rauch festgehalten roitröe. In diesem Staat durste es alle feine Fertigkeiten zeigen: Nundlauf im „Changez“. Beine auf Barriere und — sich nicht vor dem Publikum fürchten, Nundlauf auf Barriere! (Fortsetzung folgt.) ge ptueru mutu Weit b< pule ei Ritten ran es pttn ne Ft Bo« [ 3tt>ei Mtn h't»« p Bei- St rÄt. ''Iifai i: ieu Mn. I ! I Sitfie kommt näher zu Miezi, hebt die Peitsche auf, bückt sich, faßt Miezi am Unterschenkel und läßt sich auf ein Knie nieder. „Rudolf herbei!" kreischte er und starrt Miez, in die Augen. Aus der Reihe von Burschen, Manern und Mädchen, die da umherstehen und gucken, springt einer in die Manege und wirft die Zigarette von sich. Er trägt eine kurze Peitsche mit sich und stell? sich mit gespreizten Beinen neben seinen Direktor und neben Miezu^ toieit dieser wieder, und Miezi hebt gehorsam und gefällig den Huf in die hingehaltene Hand, gibt bereitwillig dem Druck und dem Zug dieser Hand nach und senkt Kops und Hals zur Erde herab. Jedoch, da das Knie den Sand berührt, zuckt der Kops aus, und das ganze Körperchen zuckt nut. Rudolf, der Bursche, reißt einen Schlag über den Kopf Miezis, daß selbst Riesele zusammenzuckt und au seiner Leine zerrt. Umsonst, der Kopf Miezis turnt weiter, aber baö Knie ruht fest tm Sand, fest in der Hand. Einen Augenblick ruht auch der Kopf, und: „Brav, brav!" ruft der Direktor, „so ist's brav, Miezi!" Ueber des Tierchens Kopf aber steht nun etn kleiner, drei- spitziger Stahl aus der Hand Rudolfs herab. Berührt fast die Haut zwischen den Ohren! ,r . Festgeklemmt zwischen Hände, Peitschen, Stahl und Menschen- rotllen, steht Miezi und rührt sich nicht mehr. Die Hand des Direktors will sich unten vom Schenkel lösen. „Miezerl, Miezerl, liab Dingele, Znckerle gibt's, Znckerle! So isch's brav, liab's, so isch es liab!" t . Miezi aber wird, da die Finger sich lösen, unruhig, der Kopf stößt empor, stößt in die drei Stahlspihen, und das ganze Körperchen wirft sich auf. Der Direktor fällt um, Rudolf schlagt mit Fäusten drein, Miezi stürzt über den Direktor, wird hinwegge- rissen, rast, den Dreizack in der Stirn, nach dem Ausgang, wo die Knechte stehen, und wird dort aufgefangen und auf Armen zu- rückgekragen zu seinen Quälern. t ri . Rudolf reißt den Stahl aus der Haut und steckt ihn ein, der Direktor hebt die beiden Fäuste über sich, als schleppe er einen Felsen, geht so auf Miezi los, und in seinem Antlitz schwirren die Lederriemen verhängnisvoll umher. Ein Strömletn roten Blutes sickert Miezi über die weiße Nase herab. _, Der Direktor achtet nicht darauf, er streckt die Hande aus, Rudolf reicht ihm die Peitsche, er flüstert für sich: „Immer feste druff! Immer feste druff!" Er sagt, süß lächelnd, laut zu den Umstehenden: „Jibi man ihm seinen Hafer umsonst?" Die Sklaven lächeln im Chor: „Pas du tont!“ und: „Nur die Ruhe kann es machen!" sagt der Direktor und nähert sich wieder Miezi. Er spreizt die Beine, stößt sich die Fäuste in die Hüften, beugt den Oberkörper gegen Miezi und spuckt ihr ins Gesicht. Hebt den Zeigefinger weit übern Kopf, wirft ihn nach dem Ausgang zu und gibt Miezi einen Tritt, gegen die Hinterbacken, daß sie etliche Schritte machen muß, und die Sklaven holen bas Tier und führen es ab in den Stall. Der Direktor zieht wieder sein rotes Schnupftuch, wischt sich über die Stirn, geht ans Riesele zu und sagt: „Die kleine Dame, die du eben kennen gelernt hast, meint, sie habe ihren Willen durchjesetzt: aber sie wird erst morgen erfahren, wie sie sich tauscht! Ich sehe es dir an, du bist von anderem Schrot und Korn Und du. Großer", sagte er zu Wallenstein: „na, wir werden uns ooch noch zu sprechen haben!" Er wandte sich ab: „Wo stecken die Oofuste?" Sie ivrangen vor, die Auguste, drei Stück! Der Direktor schnalzte mit der Zunge, sie warfen ihre leichten Körver zum Salto mortale zurück und standen auch schon wieder in Reih und Glied. „Aus die Hände!" schrie der Direktor. Sie schwangen sich ans die Hände und liefen im Kreise, die lange Peitsche schleifte hinter ihnen drein. „Changez!“ Sie wechselten die Richtung. Der Direktor wandte sich an Riesele und schrie: „Dofäna! Hast du das gesehen? — Kein Schlag!" Er wandte sich zurück. „Tierschutzverein?" rief er dann, „wer fragt?" Der dickste von den dreien fragte den Direktor: „Sind Sie im Tierschutzverein?" „Sind — Sie — im — Tier—schütz—oer—ein?" äffte der Direktor nach, „wer wird so dämlich fragen?" Alle drei schrien sie nun, jeder in feiner Art und mit fröhlichen Bewegungen der Hände, der Augen, der Beine, auf ihn ein: „Sind Sie int Tierschutzverein, Meister?" 10. Gleich am anderen Tage begannen auch für Riesele, das nunmehr Dauphin genannt wurde, die Dressuren im Sande der Maneae. Dauphin freute sich darauf, reckte die Obren hochauf, stampfte mit den Husen, konnte gar nicht abwarten, bis die lange Peitsche mit ifiretn harmlosen Geknall den Befehl, zu marschieren, gab! Eine Kleinigkeit, eine Leichtigkeit, ein Kinderspiel, so im Kreise langsam und sicher zu schreiten, den Kovf ungezwungen hochzuhalfen immer innen an den abgerundeten Bretterkasten der Barriere entlang! Wenn Dauphin entgegengesetzt dieser Richtung laufen sollte, N i >.dc Mti '»fit kN! ’> L'h Nn,