aus und nach is Lynn nd und stunben der, um > er vor det und »en sind, gesehen, h langer el schwer wenn du d und du 'ann ihn tr werde» Gießen. nb niedcr- bie -and- ■ versuchir acht seiner ahm, «n» nd spM Lr vereist sehrie und lerhöngnis lchie nicht lid) mW Lift sosort, Erregung ^Magazin, nandeur!' hu siebte, n Wasser den übet chen, »der aus sei"« Henry V Istrebend« Note Dächer. Von Arno Holz*. Aus den Schornsteinen, hier und da, Rauch, oben, hoch, in sonniger Luft, ab und zu, Tauben. Es ist Nachmittag. Aus Mohdrickers Garten gackert eine Henne, die ganze Stadt riecht nach Kaffee. Ich bin ein kleiner, achtjähriger Junge und liege, das Kinn in beide Fäuste, platt auf dem Bauch, und gucke durch die Bodenluke. Unter mir, steil, der Hof. Hinter mir, weggeworfen, ein Buch. ... Franz Hoffmann ... Die Sklavenjäger ... Wie still das ist! Nur drüben in Knorrs Regenrinne zwei Spatzen, die sich um einen Strohhalm zanken, ein Mann, der sägt, und dazwischen, deutlich von der Kirche her, in kurzen Pausen, regelmäßig hämmernd, der Kupferschmied Thiel. Wenn ich unten runter sehe, sehe ich grade auf Mutters Blumenbrett: ein Topf Goldlack, zwei Töpfe Levkojen, eine Geranie und mitten drin, zierlich in einem Zigarrenkistchen, ein Hümpelchen Reseda. Wie das riecht? Bis zu mir rauf! Und die Farben! Jetzt! Wie der Wind drüber weht! Die wunder-, wunderschönen Farben! Ich schließe die Augen. Ich sehe sie noch immer. Nachruhm im Kleinen. Von Fedor v. Zabeltitz. Ich suhr einmal mit der Görlitzer Bahn tief in das märkische Land hinein. Es galt einen Besuch bei einem Domünenpächter, und ich wußte, daß ich mich da langweilen würde. Und so beschloß ich denn, diesen Besuch aufzuschieben und statt dessen irgendwo anders auszusteigen. Aber wo? Cs war ein Bummelzug, der hielt jede Viertelstunde. Gerade jetzt hielt er wieder. Da riß ich die Tür auf und sprang aus dem Kupee. Wie die Station hieß, wußte ich nicht, doch dies Nichtwissen kvnnie auch seine Reize haben. Ich sah also geflissentlich das Schild nicht an, das den Stationsnamen trug, ging durch die Sperre, umschritt das winzig kleine Bahnhofsgebäude und hatte nun eine Landschaft vor mir, die sicher keinen Maler gereizt hätte. Es war nicht das übliche kitschige Bild mit einem blitzenden Flußiauf zwischen saftig grünen Wiesen, üppigen Saatfeldern und einem lieblichen Laubwald auf ferner Anhöhe. Es war eigentlich eine trostlose Serienb, doch immerhin in ihrer Langeweile von kräftiger Realistik. Nicht einmal ein Mädchen mit blonden Zöpfen saß am Rain und flocht sich einen Kranz aus Butterblumen, kein Gänseliesel hütete ihre Herde, kein Lebespärchen schnitt ein Herzensmonogramm in den Stamm einer breil- wipfeligen Linde, dieweil keine Butterblumen, keine Gänse, keine Linde und kein Mensch zu sehen waren. Es war eine herrliche Einsamkeit. nc einsam war es auch in dem Ackerbürgerstädtchen, das ich von der ^Isteite aus betrat. Zwischen den ersten fleinen Häusern und schindel- gedeckten Scheunen war quer über die Straße ein Draht gespannt, an eine große Laterne baumelte. Hier gab es also noch nicht das grelle ,,fische Licht und zweifellos auch kein Gas, hier war die Straßen- , Achtung und das Innenleben in den Wohnungen auf Del und Petro- ""Schiefen tnie in der guten alten Spitzweg-Zeit. Es war köstlich MhLre1?1 Gegensatz zu der fürchterlichen Ruhelosigkeit unserer Groß- c' i'n Mann zerkleinerte Holz vor seiner Haustür, eine Frau goß * Aus dem „Kindheitsparadies", I. H. W. Dietz Nachf., Berlin. einen Eimer voll Schmutzwasser armschwingend auf das holperige Pflaster, ein paar Kinder spielten auf einem Sandhaufen, das war das ganztz Leben. Ich sage, das Pflaster war holperig, aber es bot doch eine angenehme Abwechslung in bezug auf die Steinarten. Man hatte spitze und runde Feldsteine gewählt. Trat man auf die spitzen, so tat dies natürlich weh att Zehen und Sohlen, doch dann freute man sich, wenn man wieder auf die runden geriet. Auf dem Marktplatz tauchten auch die ersten Bäume auf, zwei Oleander mit grauen Blättern in großen Holzgefäßen, auf denen noch die Bezeichnung „ff. Margarine" zu lesen war. Sie standen rechts und links des Treppenaufgangs eines rosenrot angestrichenen Häuschens, in dem sicher der Herr Bürgermeister wohnte. Gegenüber erhob sich das viereckige, etwas nach rechts geneigte Rathaus, mit dem Kriegerdenkmal davor, einer schlicht schlanken Säule aus zersprungenem Zement, oben mit einem gußeisernen Adler, der nur den Schnabel ein wenig zu weit aufriß. Sonst war er gut gebildet. Der Marktplatz war die City. Links lag die Apotheke, zwei Salben» töpfe im Fenster, dazwischen eine Anzahl Hühneraugenringe; daneben ein kleines Haus mit kümmerlichen Efeuranken und einer Gedenktafel über der Tür. Die hemmte meinen Schritt. Die Inschrift lautete: „In diesem Hanse lebte und wirkte Friedrich Funk geb. 6.10. 47. gest. 22.12.05." Wer war Friedrich Funk? — Ein Bürger schritt über den Platz, sicht» lich ein besserer Herr, in grauem Tuchrock, wenn auch ohne Hemdkvageit und in gestickten Morgenschuhen. Einen Hut trug er nicht. Dafür zog ich höflich den meinen und fragte: „Entschuldigen Sie, können Sie mir wohl sagen, wer Friedrich Funk war?" Der Bürgersmann lächelte, fast schien mir, ein wenig verächtlich. „Das wissen Sie nicht?" entgegnete er. „Das war unser Dichter. Er hat int hiesigen Wochenblatt auch eine Geschichte der Stadt veröffentlicht, sie ging durch acht Nummern. Es ist eine sehr alte Stadt. Im vorigen Jahre ist leider der Rest des früheren Torbogens abgebrochen worden, weil man damit die Kirche ausbessern mußte. Aber der Herr Bürgermeister hat eine Photographie des Torbogens machen lassen, wie er aussah, di« kriegen Sie drüben bei Netschke." Er wies mit der Hand links herum zu Netschke und ging weiter« Netschke war der Wertheim des «tüdichens, mit Strümpfen, Blechdosen, Blusen, Messerbänkchen, Weinflaschen, zwei Vogelbauern, Schlittschuhen, «pielzeug und hundertlei mehr im Schaufenster. Darüber hing ein Plakat: „Inventur-Ausverkauf". Ich trat ein. Die Türglocke schrillte heftig und weckte einen Mann, der hinter dem Ladentisch geschlafen zu haben schien. Er winkte mir gleich mit der Hand ab. „Ich danke", sagte er, „ich brauche nichts."... Es ivährte einige Zeit, bis ich ihm klar gemacht hatte, daß ich zwar ein Reisender sei, doch kein „Reisender," und da wurde Netschke sofort außerordentlich freundlich und pries mir mit geläufiger Zunge seinen Warenbestand an. „Alles unter dem Preise," schloß er... „Man merkt," antwortete ich lächelnd, „Sie haben Inventur-Ausverkauf ..." „Das gerade nicht," entgegnete er harmlos, „der Zettel hängt noch von vor zwei Jahren im Fenster. Aber ist ließ die Preise herabgesetzt —< damit man seine Ruhe hat..." Die Logik war mir neu, doch einleuchtend. Dann bat ich um eine Photographie des alten Stadtbogens. Netschke verstand nicht gleich, schlug sich hierauf vor die Stirn und rief: „Ich weiß schon! Es muß noch eine unter den Ansichtskarten liegen..." Er zog einen Kasten auf und kramte in Stapeln von schönen Bilderkarten mit lieblichen Mädchenköpfen und sich schnäbelnden Tauben und derlei. Es staubte etwas. Endlich sand er die gewünschte Photographie, wischte mit dem Hier nie! darüber und reichte sie mir. Ich verbarg mein Erstaunen nicht. Man sah auf dem Bilde nur zwei Haufen große Steine, zwischen denen ein dicker Mann stand, der die rechte Hand in den Westenausschnitt gelegt hatte, so etwa in der Positur Napoleons. „Wo ist denn der Torbogen?" fragte ich. „Abgerissen", antwortete Netschke. „Aber Herr Funk meinte, es müsse eines der schönsten Beispiele mittelalterlichen Spitzbogenstils gewesen feilt Der auf der Photographie ist unser Bürgermeister, Herr Funk lebt leider nicht mehr, unser berühmter Dichter — wir haben auch eine Straße nach ihm die Funk-Allee getauft — von der habe ich noch ein paar gute Ansichten da.. Er kramte wieder und reichte mir ein neues Bild. Mein Erstaunen wuchs. Die Aufnahme zeigte ein flaches Gelände mit Andeutung eines Weges und einer Art Wegweiser, auf dem in schön gemalten Buchstaben „Funk-Allee" zu lesen war. „Ich sehe aber gar keine Allee", wagte ich zu äußern... Eifel-Bilder. Von Josef Friedrich P e r! o n i g. Im Kloster Himmerod waren die Mönch« weltlichen Dingen ver- I fallen. Da kam eines Tages der betrübte heilige Bernhard selber, um! sie dem Himmel wieder zu gewinnen. Er betete m einer abgelegenen Relle Die Düfte des Gartens wehten in den Raum und unter dem en» j fter begann eine Nachtigall zu singen. Und auf einmal war der Garten voll des Gesanges ihrer Schwestern. Da geschah es, daß der Heilige, betrübt von den Liedern, die Vesperglocke überhörte und erst von dem I Chorgesang der Mönche aus seinem selbstvergessenen Traum erweckt | wurt^ Jetzt wußte er, wer seine Mitbrüder verführte, und er beschwor durch das Fenster die Nachtigallen, den Klostergarten zu meiden. Di« j erschreckten Vögel flogen zum Rhein nach Honnef, wo ein schattiger Waid i ihre^neue mn an einem Tage alle Nachtigallen nicht I nur Kloster Himmerod, sondern die ganze Eisel verlassen. In den dunklen | Tannenwäldern singen die Bügel düsterer, aus bem^ lichten rhemlschen | Rebenlande kommt nur ein verwehtes Echo der fröhlichen Welt. Man I sieht von der Hohen Acht tief in sie hinein, wenn der herbe Eiselwrnd die Lust rein geblasen hat, bis hin zum „hilligen Köllen, auf die Sieben Berge jenseits des Stromes, auf die lächelnden Moselberg« und di« dunklen j belgischen Ardennen. Dann fragt man sich wohl, wie es denn einmal möglich war, daß sich Leute buchstäblich schämten, aus derEifel zu stain- men: sie verleugneten ihre Herkunft so hartnackig, daß sich kein Geringerer als Ernst Moritz Arndt in heiligem Zorn über sie erboste. Fangt die Heimat nicht erst bei der Armut an? Domhafte Walder, von Quellen durchspült, tiefe Fernen, voin Atem Gottes durchzogen, sonnige Hügel voll Frucht zu lieben, dazu gehört wenig, sie heben sich von selber; aber dem nackten Stein zugetan zu sein, den ausgestorbenen Moorflacken, au denen sich der Himmel nur in dem gebrochenen Auge morastiger Tümpel spiegelt, Sturm und Schnee nicht zu verwünschen, wenn auf seligeren Gehängen der Frühling schon den Weinstock erweckt hat, das mutzte der Mensch der Eisel, in eine halbe Wildnis ausgesetzt, erft allmählich lernen. Solche Liebe läßt sich lernen. Auch nach dem wilden Brausen des Sturmes, dem die Hochflächen eine glatte Bahn sind, kann man Heimweh haben, nach Regenschauern, nach dem Rauch von Nebeln, wenn sie lange ausbleiben. Und wer es einmal gewohnt ist, Frühjahrsfroste zu erwarten, die ein kaum Ergrüntes zu einer trübseligen Oede niederbrennen, wer aus den Höhen, die bis gegen sechshundert Meter hinausreichen, eme rechte Sehnsucht nach dem Schnee hat, weil Haus und Acker nun dafür bereitet sind, wer nach sommerlichen Gewittern Pflanzen auf den Feldern erfrieren, Frücht« verderben sah, den leidet es nicht mehr so leicht unter einer wärmeren Sonne. Es kommt nicht selten vor, daß Männer der Eifel aus der lauen Luft einer glücklicheren Gegend auf die rauhen Hohen zuruck- wanderit, wo ihre Freiheit «rm, aber wahrhaft männlich ist. Denn dort müssen sie still und einsam sein, im steten Stampf mit der kümmerlichen, sich trotzig versagenden Erde. Sie haben kerne Weile zum Achten Getändel des Herzens, kaum zum Gesang. Lieder und Lächeln sind nicht emmal das Geschenk ihres Feiertags. Gehören sie nicht der ehrwürdigen Arbeit, dann gehören sie Gott. Es ist ein ernster, unerbltterlicher Gott, den sie verehren, auch in seiner Stirne liegen die Falten b«r «arge. Er muß es von ihnen fordern, daß sie irdische Mühsal nicht scheuen, wenn sie wünschen, ihn anzubeten. Sie gehen auf ihren häufig unglaublich wecken Kirchwegen an Kreuzen vorbei, die sie selbst aus Holz und Lavagestem aufrichteten, auf daß die Einöde tröstlicher sei. Und der dustere Eifel- qott lohnt es ihnen, indem er ihnen die Kraft verleihst, in der Enge zu dauern, und de n Frieden des Herzens, ohne den die Einsamkeit em ^tödlicher Wurm wird. So wissen sie kaum, wie ungewöhnlich arm ihr y-'yr an" Festen ist, und empfinden es nicht bitter, daß auf ihren Hügeln keine Trauben wachsen. Wie könnte man es auch fordern von einem Bergland«, deffen einer Teil nicht umsonst'die Schnee-Eis«! heißt. Wein hat der Boden niemals geschenkt. Erz hat er einmal gegeben. Es war ein patriarchalisck)er Eisenbau; kleine Hutten schmolzen das> Erz, klein« Hämmer schlugen das Roheisen, und das Holz für die Oefen wuchs rundum im Walde. Aber Ofen um Ofen erlosch, Hammer nach Hammer verstummte, Knappen, Hütten- und Hammerleute wanderten.fort mch überließen die Eisel dem Bauern. Er hat sich, wie das überall im Wald- land so ging, den Säger geholt. Und jetzt treiben die Eifelwasser nur noch bi« Räder der Gatter. Die Bauernarmut mutzte vollständig werden, auch die kleinen Städte ließen das Land im Stich. Es hat tiM:tieferen, wehmütigen Sinn, wenn in dem ehemaligen Tuchmacherstadtchen Monschau, in dem fast jedes Haus ein Schlößchen ist, weil dl« Baumeister sur reiche Herren bauen durften, ein Gasthaus, das für viel mehr Mensen Raum touf als heute bei den besten Gelegenheiten darin Platz nehmen, noch jetzt '„Zur alten Herrlichkeit" genannt ist. Die alte Herrlichkeit liegt tot auch in Ruinen von Burgen und Dor- 1 fern Nicht nur die Zeit, auch die Franzosen haben hier gehaust. Man will' Stellen auf der einschichtigen Hochfläche wissen, wo sich bie Ei el- bauern über Nachzügler und Versprengt« hermachten. Diese Oedeni sind wie geschaffen für Totschlag und Raub Em einze ner Baum - immer wieder steht irgendwo einer wie em geheimnisvolles Zeichen »ft ein Hohn auf die Leere. Es blüht zur Versöhnung wohl ^r Glnster um chn Goldbrokat der Landschaft, im Herbste leuchtet die Enka^ im Fruhlmg I Schlehdorn, jedes auf seine Weise, und der Zwergwacholder steht als I ein dichtes Gebüsch, als treibe der Boden dunkelgrüne Blasen empor. I Und daß ein heiterer Klang in dieser Molltonart nicht fehle, blühen Anemonen, Narzissen und Mohn. Wenn die Eberesche ihre Korallen für den Nebel reifen laßt, dann. die Zeit der Maare gekommen. Unter einer ungetrübten Sonn« sind sie runde Kraterseen Dinge der Wissenschaft, ein merkwürdiges Nichts, me I 2tuaen ohne Wimpern, ohne Brauen. Unter Wolken aber werden sie | plötzlich ein Unnennbares, Blick einer bodenlosen Traurigkeit. Durch ihre I uerkbteierte Linse bricht der Strahl eines Schmerzes, den tief unten das I Herz der Erde leidet. Denn ist jedes der Maare eine Klage, dann brauchte 1 von ihnen keines Totenmaar zu heißen und an em er Fnebhofsmauer M Kein Totenacker im schweigenden Gebirge, fein Kircyyos am Meer, so melancholisch die ohnehin feierlich traurige Urftille dort auch tnerben maa kommt der Begräbnisstätte am Totenmaar gleich .Es i|t eht wunderbares Gestorbensein unter erwachsenen schattenden Baumen, nm diese Kirche, die aus einem Gedicht getragen Weint, konnten laute Erbbegräbnisse von Dichtern und Leuten liegen, denen es nicht gleuy gültchch wo sie dem jüngsten Tag entgegenschlafen; und es ruhen dch nur Dörfler hier, Eifelbauern und ihr Gesinde, denen die „Erde allem i'ckion aenüat die sich über ihrem Grabe keinen Vorzug wünschten un lischt wußten' daß sie in einen der schönsten Friedhöfe gebettet sem wur den zu dem 'man sie im Bauernwagen hinauffuhr. Vielleicht werden h - einzelne Trauergäste, aus der Mauerpforte tretend, die letzten Tranen den Augen wischend, des riesenhasten Gewölbes auf dem gezahntenhon zonte gewahr, den immer wieder kleine vulkanische Kegel überhöhe , l Püfbt unter ber—tiefen Kuppel auf sanft rinnenden Limen, aus denen M NeuGipfelempmzuck/n und nie^rsinkei', auf den seltsam gezaM Wipfelstrich der Wälder, das ist die Eifelheimat, von der Hohe g dem am Friedhoftor Stehenden sonderbar entzogen. Er wird freilich aus einer der Eifelstädte stammen, tataig aufgetane Fern« in solchem Bewußtsein an f'chre'ßll D,e Bauew sck nur in die Höhe, wenn sie Regen rtedjen und Wind wittern. Friedhof treten sie, den Kopf gesenkt haltend Man gewohnt sch d wenn alles, was zmn Dasein gehört, so unaufhörlich ini Me «rje W weist, die Jahre, die Kraft des Leibes^ Hoffnung und Ban«ms, da-M Sein Strohdach reicht o t bis zum Boden. Und d'° Wetterhecken Ost- und Nordseite wach en nicht in den Himmel, fonbwn in fen in die Wolken hinein; ie sind ein Trotz gegen die Absage der Sieht man das jämmerlich zerzaust« Laub so einer Hecke, hort m - w der Wind sie anrennt, dann könnte man glauben, daß noch Urstier auf den Eifelhöhen schreit und der Wolf bis m den Lchtch^ ul# Häuser streift. Es ist nur natürlich, daß sich Riatronen, Fra Mädchen in den Hausspinnereien nut den holden Gewalten | und Sage rüsten, wenn an den Fenstern die Bosen der ewigen o Die Bäume kommen noch", erklärt« Netschke. „Sehen Sie die dunklen blecke auf dem Bilde? Das find die Löcher, die wurden schon ausgehoben, T? im MaMrat strecket man noch darüber, ob Obstbäume oder Pap- ^Jedenfalls"kaufte ich^dte beiden Ansichten und fragte sodann^nach dem vornelunsien Gasthof der Stadt, denn ich hatte Durst. Netschke gab bereit- ■ willig Auskunft. „Da gehn Sie nur in den „Treuen Preußen, sagte er, I immer die Görlitzer Straße runter. Sie können gar nicht ^fehlgehen.cim I Hoftor hängt noch ein Theaterzettel, ,,Fanchoil0derdasLeierma^)en | im vorigen Jahr mar mal eine Trupp« hier, die zog aber gleich weiter, I weil bloß fünf Zuschauer da waren..." .. I Ich sockte also los, will aber nicht erst erzählen wieso ganz unmöglich es roar im , Treuen Preußen" meinen Durst zu loschen. Vor dem Bier warnte'der „Treue Preuße" mich selbst. Vorgestern sei freilich ein Fäßchen angestochen worden, da sei Erntedankfest gewesen, em b'ßchen lause es auch noch, aber das Bier sei doch wohl schon schal geworden. Selter- I wasser oder Fürstenbrunn gab es nicht, weil es nicht verlangt wurde. Ob ich nicht einen „Wuppdich" haben wollte, einen eigenen gebrannten Korn, ko gut wie der beste Nordhäuser. I Das riskierte ich indes doch nicht. Inzwischen war mir an der Wand eine große Photographie ausgefallen, um deren schwanen Holzrahrmn ein verwelkter Kranz hing. Das Bildnis stellte einen alteren Herrn dar, be" von der einen Seite wie Martin Luther und von der anderen wie der alte Dessauer aussah. „Ist das der Herr Pastor? fragte , „3 nein," entgegnete der Treue Preuße, „das ist ja Friedrich Funk, unter Dichter! Aber er ist schon tot." , Diese hübsche Art, ein« lokale Berühmtheit zu ehren, hatte fast etwas Rührendes. „Kann man hier feine Bücher nicht kaufen, fragte ich weiter. Der Wirt schüttelte den Kopf. „Bücher hat er nicht geschrieben, antwortete er. „er dichtete bloß. Er dichtet« immer, wenn was los war, zu Weihnachten und zum Erntesegen, Su Kaiftrs Geburtstag und«zujeber Hochzeit und jeder Taufe, er hat prachtvoll schon gedichtet, manchmal m Reimen und manchmal ohne. Er sehlt uns sehr. Im Rathause, oben mi Sitzungssaal, hängt auch ein Bild von ihm, das ist nach dieser Photographie gemacht worden, aber in Del und beinah lebensgroß, von einem Künstler aus Görlitz. Es hat viel Geld gekostet, dafür ist es auch recht ähnlich. Ja, das kann man wohl sagen..." 7 Und nun frage ich: muh dieser Friedrich Funk nicht em glücklicher Poet gewesen sein? Ich habe nach ihm geforscht, doch steht in keinem Konversationslexikon, auch nicht im Brummer und im Kürschner. Aber eine Gedenktafel in seiner Vaterstadt kündet feinen Ruhm, cm Delbi b von ihm hängt im Rathaus, «in Boulevard ohne Baume wurde nach ihm genannt.. Welchem großstädtischen Dichter werden so bedeutende Ehrun- Sen@rübelnb fuhr ich mit dem nächsten Personenzug wieder nach Berlin und beachtete auf dem Bahnhof abermals das Stationsschild nicht. So weiß ich leider auch heute noch nicht, wie der Ort heiß, m dem Fnednch Funk „gelebt und gewirkt" hat. Immerhin: von dem Obern seines Nachruhms trug ich einen belebenden Hauch an meinen eigenen Schreibtisch. schäft rütteln. ,. h Ein höchstes Lob bleibt noch zu sagen übrig. Auch hier sin , und Natur eins, er ist nur em Stuck m ihr. Viele Aeubemng n ^ Lebens huldigen ihren Mächten Das Jahr endet mit den Mart i 6 im November. Hinter ihnen, die von den Hügeln und Bcrg^ noch einmal den Glanz der gestorbenen Sommersonne ten, liegen Winternacht und Schnee. Ein Dreiklang i ut fchw Seele bleibt über den Hochflächen; von den verstreuten 7°'jon[Citsrt die Dreschflegel; der Wind saust durch seine weitgespannten unb feierlich liegen auf diesem.Winde die eintönigen Gesänge ocr dort hen, iän- imal beit, i sie h es vün- eiten :stein Lisel- ;e zu , töd- Jahr keine Verg- zeben. > Erz, wuchs immer t und Wclld- .r noch i, auch wehnschau, r reid)c Rauin n, noch ib Dör- t. Man e Eifel- >en sind • immer ■ ist ein um ihn, Frühling steht als empor. »en Ane- bann ist i sind sie chts, wie erben sie urch ihre nten das brauchte mauer zu chhos am »ort auch h. Es ist Bäumen; en lauter cht gleich uhen doch rbe allein chten und sein wür- erden hirl ränen o*1.5 rten chnrn ihen; diese denen jene . gezackten >e gesehen e unerhört -rn schaue" Aus dein sich dann, rbe Hine«' das W" ken an der ygft Sturmi der Son«, t man, w* . heute de hisch-in^ trauen nn« °n Md igen bi'E ind M ngen °r«n-L ugen HÄ rsch-n ÜÄ ,wcrmut'^ en klal-p^ Tonlert"' der Technik des Tierfluges. Von Dr. Walter Lipps. Es gibt nicht weniger als 250 000 Insekten, 13 000 Vögel, 600 Fledermäuse und 600 Flugfische, die befähigt sind, zu fliegen, die sich in Größe, Form und Gewicht ihres Körpers und ihrer Flügel mehr oder weniger voneinander unterscheiden, und die infolgedessen ebenso viele Typen des Fliegers barstellen. Um ein Schweben bes Tierkörpers in der Lust zu ermöglichen, ist es notwendig, daß durch die Flügelfläche ständig eine Kraft senkrecht nach unten auf die Luft ausgeübt wird, deren Größe dem Gewicht des Körpers entspricht. Diese Kraft, die sich in einem Nachuntenschleudern von Luft- massen äußert, kann sowohl durch aktive Bewegung der Flügel getätigt werden, wie dies extrem beim Flattern geschieht, als auch bei einem in rascher horizontaler Bewegung befindlichen Tierkörper dadurch hervorgerufen werden, daß durch Schrägstellung der Flügel ein Teil der Widerstand bietenden Luft nach unten gedrückt wird. Letztere Art, die man als Gleitflug bezeichnet, findet sich bei einzelnen primitiven Fliegern als einziger Flug. So ist das Flugeichhörnchen mit seiner breiten, Beine und Füße verbindenden Flughaut befähigt, sehr bedeutende Sprünge in schiefer Richtung von oben nach unten auszu- sühren. So kann weiterhin der Flugfisch, nachdem er seinem Körper im Wasser die nötige Geschwindigkeit gegeben hat, aus diesem herausspringen und nach Ausbreitung der ungeheuer großen Brustflossen, je nach Windrichtung und -stärke bis 150 Meter und mehr über dem Wasser hinfliegen. Eine aktive Bewegung der Flugflächen findet aber hier nicht statt, und so ist bald der Boden erreicht, bzw. beim Fisch die gegebene Geschwindigkeit verbraucht, so daß der Flug ein Ende findet. Soll das horizontale Schweben in ruhiger Luft anhalten, so ist es notwendig, daß der Tierkörper eine bestimmte Geschwindigkeit behält, die um so größer sein muß, je größer sein Gewicht und je kleiner die Flügelfläche ist. Diese Schwebegeschwindigkeit ist also für die verschiedenen Flieger ganz unterschiedlich. Der leichte Kohlweißling mit seinen relativ großen Flügeln schwebt schon bei einer Geschwindigkeit von 1,3 Meter in der Sekunde, die Schwalbe muß schon eine solche von 5,7 Meter haben, um sich in der Luft ohne Flügelschlag halten zu können, der Fasan eine solche von 15 Metern und die schwere Ente bleibt sogar nur solange unbeweglich in gleicher Höhe, als ihr Körper eine Geschwindigkeit von über 18 Meter in der Sekunde aufweist. Diese Zahlen gelten bei unbewegter Luft. Sind Luftströmungen vorhanden, so verändert sich das Bild natürlich vollständig. Es gibt große Raubvögel, wie Bussard, Adler, Geier, die sich stundenlang ohne Flügelschlag in der Luft halten können, ohne daß eine Vorwärtsbewegung hierbei notwendig ist. Ja, diese Vögel sind sogar imstande, bei diesem Gleitflug an Höhe zu gewinnen, ohne dqh eine Bewegung des Flügels stattfindet. Dieses Schweben und Kreisen beruht auf einer geschickten Ausnutzung der senkrecht nach oben wirkenden Komponente von Lustströmen. Diese Luftströme sind nicht gleichmäßig, sondern wirken mehr oder weniger stoßweise, so daß der in ihnen schwebende Vogel immer wieder eine relative Geschwindigkeit gegen die Luft erhält, die ihm bei schräggestellten Flügeln ein Aussteigen ermöglicht. Vor allem aber findet die Bewegung der Luft in den verschiedensten Richtungen statt und der Vogel kann durch geschickte Ausnutzung auffteigender Luft- masfen sich oft außerordenllich rasch in bedeutende Höhen tragen lassen. Am verblüffendsten ist dieses Schweben dann, wenn es bei vollständigem Stillstehen des Vogelkörpers stattfindet. Die Bedingungen hierfür find gegeben, wenn ein Luftstrom durch ein entgegenstehendes Hindernis senkrecht nach oben abgebogen wird, wie dies an der Windseite von Waldern, Felsen und Klippen der Fall ist. Der Vogel ist dann in der Lage, auf dieser senkrechten Strömung mit seinen Flügeln zu balancieren, ohne die kleinste Ortsveränderung vorzunehmen. Das klassische Beispiel hierfür ist der von Darwin über den Gipfeln der Anden beobachtete Kondor, der stundenlang bewegungslos in der Luft stand. Auch das bei Möven oft zu beobachtende flügelschlaglose Schweben über dem Schiff beruht auf Ausnutzung der durch das Schiff nach oben abgelenkten Lufiftröimmg. Wesentlich mannigfaltiger als dieser Schwebe- und Gteitflug ist die Technik des eigentlichen Fliegens. Man kann im Tierreich drei Hauptgruppen von Fliegern unterscheiden: die Schwingenslieger, die Schraubenslieger und die Drachenflieger. Zu den ersteren gehören die Vögel, Fledermäuse und Schmetterlinge. Bei diesen ist ganz allgemein der Niederschlag des Flügels wesentlich langsamer als der Aufschlag. Letzterer nimmt oft mir die Hälfte der Zeit in Anspruch. Die Flügelspitze geht dein, Niederschlag nicht, wie man anzunehmen geneigt ist, nach hinten, sondern sie wird von oben hinten nach unten vorn geführt. Cs steht also bei vollem Flug der Flügel nie mit der Oberseite gegen die Luft, sondern er wird stets so gedreht, daß der Luftftrom gegen die Unterfläche wirkt. Das hat zur Folge, daß sowohl beim Niederschlag, wie auch beim Auf- jchiag der Flügel eine Hebung des fliegenden Körpers durch den Luftwiderstand bewirkt wird, was in letzterem Falle jedesmal auf Kosten der Geschwindigkeit geht. Eine Beschleunigung findet also lediglich durch dw Flügelniederschläge statt, während der Aufschlag sogar bremsend werkt. Bei den guten Fliegern, also den Vögeln, wird der Flügel zur Erzielung höherer Leistung,'während Niederschlag und Aufschlag in seiner «Orin verändert und so den beiden verschiedenen Forderungen mehr «»gepaßt. ,..Zahl der Flügelschläge ist bei den Schwingenfliegern sehr ver- Mcoen und nimmt mit abnehmender Größe des Tieres zu. So macht r Storch zwei Schläae in der Sekunde, die Möve drei. Größer ist die megnenz bei einer Gruppe kleiner Vögel, deren Flug man mit Finken- rniLbeaS$net Gr besteht darin, daß das Tier eine ganz kleine Zeit mit ? »'bgelfchlägen schräg nach oben fliegt und dann mit angelegten Mein wieder schräg nach' unten fällt. Diesen Flug in der Wellenlinie hnrwZ'«?' QU$er bei Finken, auch bei Sperlingen und Schwalben. Die urequenz unter den Schwingenfliegern wiesen aber die Schwirr- r bei denen bis zu 72 Flügelschläge in der Sekunde stattsinden. Hierher gehören die kleinsten Vertreter der Vogelwelt, Me Kolibris und dann die Gruppe der Schwärmer. Sie sind befähigt, ohne Ortsverände- rung „am Platz" zu fliegen, während sie z. B. aus einer Blüte den Saft saugen und da die Geschwindigkeit der Flügelbewegung zu groß ist, um diese noch zu erkennen, erweckt es den Eindruck, als stünden die Tiere regungslos in der Luft. Zu der zweiten Hauptgruppe, den Schraubenfliegern, gehören ausschließlich Insekten. Man unterscheidet „Einschraubenflieger, also solche mit einem Flügelpaar, wie Fliegen und Mücken, und „Doppelschraubenflieger", wie Bienen, Wespen und Hummeln. Die Bewegungsform des Jnsektenflügels ist eine wesentlich andere als die des Vogelflügels. Der Jiisektenflügel ist im allgemeinen nachgiebig und nur durch starke Adern am Vorderrande verstärkt. Mit diesen Adern ist er auch am Körper befestigt und erhält hier seinen Bewegungsantrieb. Die Folge ist, daß sich der Flügel beim Niederschlag so dreht, daß der hintere nachgiebigere Teil desselben hinter dem vorderen zurückbleibt, wodurch der Flügel nicht senkrecht nach unten, sondern nach unten und rückwärts auf die Luft wirkt und deshalb das Tier nach vorn und oben treibt. Bei der Aufwärtsbewegung geschieht die Drehung im umgekehrten Sinne, wodurch eine Bewegung nach vorn und unten bewirkt wird. Im Gegensatz zu den Schwingenfliegern findet also hier beim Aufschlag ein Verlust an Höhe, dafür aber ein Gewinn an Beschleunigung statt. Um nun nicht bei jedem Aufschlag, die durch den Niederschlag gewonnene Höhe wieder zu verlieren, muh also der Schraubenflieger letzteren wesentlich kräftiger ous- führen. Auch die Frequenz der Flügelbewegung bei den Schraubenfliegern ist der bei den Schwingenfliegern bedeutend überlegen. So zeigen die Bienen 190, die Hummeln 240 und die einflügeligen Stubenfliegen sogar über 300 Schläge in der Sekunde. Der Hauptunterschied in dem Flug von Vogel und Infekt ist der, daß der Vogel [einen Flügel im vollen Flug nie mit der Oberseite gegen die Luft stellt, sondern stets aus der Luft liegt und sich die Hubkraft erst mit der Vorwärtsbewegung schafft. Er ist also im Gegensatz zum Schraubenflieger dadurch zum Gleitflug befähigt. Das Insekt hingegen hängt iri der Luft und verschafft sich die Hubkraft dadurch, daß es durch den Flügelschlag den Luftdruck von oben vermindert, es wird also gewissermaßen nach oben gesaugt. Die dritte Gruppe der Flieger, die der Drachenflieger, wird von Heuschrecken, Grillen und Käfern gestellt. Diese Insekten besitzen durchweg zwei Flügelpaare, unterscheiden sich aber in der Flugtechnik von anderen zweiflügeligen wesentlich dadurch, daß die beiden Paare nicht die gleiche Funktion haben, sondern daß das vordere ausschließlich als Segelfläche verwendet wird und kaum eine Bewegung aufweist, während die ganze Treibarbeit durch die Hinterflügel besorgt wird. In technischer Beziehung ist also diese Flugart der unserer Flugzeuge am ähnlichsten. Auch bei den Käfern, bei denen die Vorderflügel zu Deckflügeln geworden sind, sind sie noch als Segelflächen von Bedeutung und tragen zum Auffteigen bei. Natürlicherweise geht dieses Aufsteigen auf Kosten der Geschwindigkeit und so zeigt sich eine Vergrößerung dieser, wenn man die Flügeldecken des Käfers operativ entfernt. Innerhalb dieser drei Hauptgruppen gibt es nun eine Unzahl verschiedener Typen des Fliegers, die durch die Form des Tieres und seiner Flügel bestimmt und eng mit seiner Lebensweise verknüpft sind. Die Flugleistungen der Vögel halten sich in der Hauptsache zwischen 14 und 17 Meter in der Sekunde. Die Schwalbe aber kann bis zu 200 Kilometer in der Stunde zurücklegen. Bei Bienen hat man eine Geschwindigkeit von 5 Meter, bei Fliegen eine solche von 2 Meter in der Sekunde festgestellt. Interessant sind auch die verschiedenen Arten des Abflugs, der z. V. bei der Krähe das charakteristische Hochspringen erfordert und bei größeren Tieren, wie Henne, Kranich und Storch einen Anlauf nötig macht. Bekannt ist ja, daß z. B. ein Kondor aus einer engen Fanggrube nicht auffliegen kann, weil diese keinen Anlauf zuläßt. Eisland. Roman einer Expedition. Von Hellmuth Unger. Copyright by Carl Schünemann, Bremen. (Fortsetzung.) „Hier ist der Dieb, Kommandeur. Er hat sich seiber »erraten." Brainard wies mit der Hand auf Henry. „Dann wird er nicht wagen, noch länger zu leugnen! Ich weiß genau wieviel er diesmal wieder gestohlen hat. „Bekennst du dich schuldig, Henry?" fragte Greely. „Du warst in dieser Nacht bei den Eislöchern und hast danach im Magazin eingebrochen?" Henry nickte trotzig unb starrte den Kommandeur mit wilden Augen an. „Du hast es bereits zum dritten Male versucht, dir Lebensrnittel anzu- eignen. Gibst du das zu?" „Ich hatte Hunger, Kommandeur." „Hast du weniger bekommen als die andern?" "Du hast selber bestimmt, welche Strafe den Schuldigen treffen soll, der durch solch eine Schurkerei seine Kameraden betrügt. Erinnerst du dich?" _ . _ Mit Schaum vor den Lippen und vorgeneigtem Oberkörper, versuchte Henry sich auf Greely zu stürzen, aber die Kraft seiner Fäuste reichte nicht aus, die Riemen zu zersprengen. Beim ersten Versuch stürzte er zu Greelys Füßen nieder. „Du wirst es nicht wagen. Nein. Die Vorräte gehören nur ebensogut wie euch allen und ich höbe mir nur meinen Teil genommen. Das ist kein Diebstahl. Ihr könnt mich gar nicht bestrafen." Im Halbkreis stand die Mannschaft um ihn versammelt und wartete, was jetzt geschehen würde. Jahrs er ^rnSt^ippen imb bnntte mit id,urad)ent Ä Aufrecht und trotzig stand Sergeant ^nry da und l chte.^ mau I Während der ganzen Nacht phantasierte er weiter, aber die Kameraden etwa eine Gerichtsverhandlung feto und ein gültiger Sp h^ G«» m I schwach und ermattet, ihm Beistand zu leisten. Nur Jens ihm nicht Änmal Ge egenhett, sich zu ßtarb 4 teinen Augenblick von seinem ^Lager und sang ihm leise, (Schluß folgt.) Verantwortlich: vr. Hans Thyriot. - Henry, den sie alle wegen feiner rohen Kräfte ^rcht^en. lag ^cht Merführt und ohnmächtig am Boden, aber er wimmerte nicht um Gnade, sondern schrie noch, als sei ihm Unrecht geschehen, daß man ihn sofort von den Stricken befreien sollte. Gveely wandte sich langsam zu seinen Leuten um und sagte. Ihr habt zu bestimmen, was mit dem Diebe geschehen soll. Cr hat seine Schuld gestanden und hat die Kugel verdient. mfi« Schweigend standen die Kameraden und wagten nicht, Greelys Blicken Taiife ein halber £>eibe geblieben war, er habe yenry iewyasug vor uw gesehen. Mit geballten Fäusten sei er am Teiche aus ihn zugekommen und habe ihm gedroht. Seine Augen seien nach oben gedreht gewesen. Der Eskimo war durch keinen Zuspruch zu beruhigen. Er ächzte und wimmerte unaufhörlich. Und er war zu schwach, den kleinsten Bissen zu daß er nur das Weiße habe sehen können, auch habe er di« tonlosen Worte nicht verstanden, die Henry ihm zurief. Die Wunden an Stirn und Brust hätten noch immer geblutet. Der arme Christiansen war völlig verwirrt und krank. Mit fiebernden und hohlen Backen lag er da und stammelte unzusammenhängende Worte, deren Sinn sich nur schwer erraten ließ. . „Ich habe ihn getötet, das wißt ihr ja alle. Ich schoß ihn nieder... Mußte ich nicht gehorchen? ... Sagt doch selbst! ... Und jetzt kommt er ... kommt er ... und will sich an uns rächen ... Reißt ihm doch die Hände fort! ... Er umschnürt meinen Hals ... ßuft! Seht ihr ihn denn nicht!? ... Helft! ... Helft! ... Oh! ... Ihr müßt ihn viel tiefer begraben, denn er hat viel zu viel Kraft ... Und zerschneidet ihm doch die Riemen an den Händen! ... Ja ... Seine Fäuste sind gang blau ... Es ist end Es ist dem One der Liter jein Wir das Schö Schriftste Schad Aber ich zugeben: „Es t müde uni An dem jeden Tai Da be Familie, war nicht von bene mir imm Jawohl, < es komm ziehende i kein Dich mir nicht von ihm ®emiit dc Ich be « mit fei durchaus: ernste, ref . Dabei 'ch jaß ihi Bungen hi . Eines Halle Kaf über. Na. Herr Dok alten Her, nicht das Ah mach Wirt - c «n I Geheimrat Kind Si, Ähre Bekc zö werwand lQnb im g ., „Wir lese do Insten ori - Druck und Verlag: Brühl'fche UniversttSts-Buch- und Steindruckerei, D. Lange, ®ie6 | 5“ SS sofort erschossen! Führt ihn ab! Leutnant Kislingbury wird das Kominando übernehmen und nur '^lben, wenn das Urteil ^vollzogen ist. Es darf keine Schonung geben. Oder bittet einer für ihn. Gs roa^eüie traurige Angelegenheit, die traurigste in drei langen Jahren in Eisland, daß sie jetzt über einen ihrer Kameraden zu Gericht rung eingetreten zu fein. . . , c;ne Herd« Lockwood schoß mehrere Fuchse. Und ziveimal sah man eine von Walen, die allerdings in weiter Entfernung voriiberzogen Ja, wenn man das Ruderboot noch gehabt hatte, roare. bi« fen, die Tiere zu verfolgen und eins von iynen 3» erlegen. Bootsplanken waren längst zu Kleinholz zerschlagen und verseu Vorwärtsgestoßen stolperte Henry davon. Schweigsam bltev die Mannschaft vor der Hütte zurück und niemand wagte, Greely um Auf- & «»» m-Hi- MWÄtf «"» befahl zu laden. Henry überlegte, ob er nicht flüchten sollte. Doch.das war sinnlos Nein. Er hatte dem Leutnant so manchen Dienst erwiesen, er würde ihm das Leben schenken. Oder die Kameraden wurden seinem Ä“Ä &.*«.«« i»« N» s»««»'"» als er die erhobenen Flintenläufe aus sich gerichtet sah, schrie er noch >m . mei^en, - erhobenen Fausten: , I Als ob die Leute nur auf seinen Zusammenbruch gewartet h« „Ihr werdet doch nicht schießen Kameraden! gewilderten war im ersten Augenblick, in dem der Führer versagte, >edes Pftich geM Langsam erstarrte das ungläubige Lächeln ml entern verwilderten Der(o unb Schneider rebellierte nut drohenden Worten. Er wollte M Gesicht längst nachdem er in die Knie gesunken und hintuber gefallen wa . I ^ijf()enbjen ^"'Lymu^Christiansen und Edvard waren die drei-gewesen, die Henry auf I ^r^',n9t^9bce® HMe"bl"eibem sondern lies; "ich in das wärmende Strahl«« Gveelys Befehl erschossen Hatteri Jens i marber bje 1 Lr Sonne hinaü-iragen, lag still mit geschlossenen Augen.und „J, Mannschaft; wenn er gewollt hatte, ferne Kugel wäre dem degradierten erzählen, was er beginnen wurde, wenn die Mannscha! Sergeanten mitten durch die Stirn gegangen, aber er moUte feinen JJtcn- ' . ber $eimat märe. . t .. scheu töten, auch nicht einen Feind, den er wegen feiner niedrigen ®ef .« I Eiison gab es keinen Zweifel mehr, daß sie gerettet wurd • nung verachtete und haßte meiterwleben I Mit Sommerbeginn schien ja noch einmal eine Wendung 3« Henry war tot, aber sein Geist schien wie ein Dämon wsueizuieoen. i . t Immer neue kleine Diebstähle wurden entdeckt, ohne daß man dem -ater auf die Spur kam. Nur eine übernatürliche Macht konnte am Werke sein, um den Untergang aller zu beschleunigen. ...... Unb jetzt behauptete der abergläubische Christiansen, der trotz der - " • halber Heide geblieben war, er habe Henry leibhastig vor sich Itit geballten Fäusten sei er am Teiche auf ihn zugekommen chm Nicht einmal weegewerr, daß er Edvard wich keinen Augenblick von seinem Lager und lang lym leise, immer Soldaten spielen und ließen die andern geyor,am zu, b Ohr, die die Amerikaner nicht verstanden befahl, ihn zu erschießen? Er wollte noch immer n > g , I unb „„ch wurde der Kranke ruhiger und verlor seine Hunger, fcXt«. ®« »<* f,"e nkl"e S'"“- “"Ä‘ Äfe« Ä’-TÄl MlS'Ä »». °<. -r mit »em ,«»,, getan hatte? toeine Schu b war e^ doch “L Gesicht behaupte e, ber erschossene Henry wolle sich an seinen Mördern ihm seinen Verstand verwirrte und bah er schlietzlich aus ^elvsieryauungs- Beide hatten ihn nur um wenige Tage überlebt. trieb zum Diebe geworben mar. arauiamen Befehl aus- Der Tob bes bei allen beliebten David Lynn hinterließ tieffte Wirkung Mf^m^Er^^eEseG^b^Soll^es^ Lektin für ihn Frage? wer'von'iL ihm"mit biesen^verdammten Riemen, bie staMar^ waren nicht die Hande der^nächste^war $ur Rettung zu machen, schickte Greely Fr«. «-'SÄ SS tJÄtfÄ «Mtal- - Edvard, die ihn abfuhren sollten. -xsinten wieder- war als Koch bei der Expedition und hatte die Hungerzeit mit am besten Henry erhob ein großes Gelachter, als sie mit ihren Flmten wieder war ms xocy,ve^i lieber mit dem erprobten Jens Edvard kamen und sich hinter ihm aufstellten. ... . . rift Wc aeganqen, aber Greely konnte den Eskimo jetzt nicht entbehren, da Lock- Greely öffnete dem Sergeanten den ^lzuberrock und h Y „ 9,90b unb Biederbick frische Wilbspuren entdeckt, Lang unb Sailor eine Tressen von ber Uniform. Dlemilitans^Degra!»ton bebemtet d e rgfte moob ut Herde'Wale gesichtet hatten. Der beste Jäger mußte nn- Beschimpfung die einem Soldaten widerfahren tann. 3n N 'n W n »orgrflV e Mannschaft bleiben und für frisches Fleisch Jorgen, to blicke machte sie auf niemand Eindruck. Greely bezweckte woyi aua) n närf)ften Monate hinweghelfen konnte, bis einer ber erwarteten «l. « »» e* h-rnn,»m und fl. keine Hoffnung mehr auf Gnade. 1 heimlich das Magazin, dessen Vorräte Brainard auf die Unze „ , . f wuh s;« I schätzen konnte, er bestahl die Kranken, die Wehrlosen, die er zu betreuen ^gt^Äre7ly um Auf- haste. Unb weil sie cs in ihrer Schwäche nicht merkten, gab es feine $la'Jtur Greely hatte es beobachtet. Im letzten Herbst hatte cr dem Krüppel Elison Brot weggenommen, jetzt stahl er ihm die letzten tm toW sack versteckten Brocken und gab ihm den Rum nicht, den er ihm jelbit verordnet hatte. t Der zweite Dieb war Dr. Pavy, ber Arzt. Greely fühlte sich selbst viel zu schwach, um ben Arzt ständig uta wachen zu können. Sein Herz versagte und machte ihn hilflos wie in«