Cin- als t ihn; Montag, den 2t. Juli zahrgangt9Z« Nummer 56 lieben der aus Juli die aus- : aus > alte laßen, nimmt iz mit >aß er n; Hai ht das t reich- irhalten Fleisch Nachspeisen, >nd der »er auch unterfallen und auf dem Strom, kaum untersinkend, abwärts treiben. Sie liefen und riefen nach der Schiffbrücke hinunter, und weil der starke Gegenwind am Mantel noch immer ausgebauschte Zipfel fand, trieb er so langsam, daß sie ihn wirklich noch auffischten. Er hatte nicht mehr als zehn Minuten im Rhein gelegen und war mehr durch den Sturz als durch geschlucktes Wasser vom Bewußtsein. Sie brachten ihn in eine von den Kajüten auf der Schiffbrücke und brauchten nicht lange an ihm zu reiben, da schlug er schon die welken Augen auf. Er mochte meinen, in einer andern Welt zu sein: als er die nassen Kleider fühlte, besann er sich und wollte zornig werden. Seine Schwäche hinderte ihn daran, so fing er an zu meinen; und wenn die Retter etwas von seinem ersten angstvollen Blick verstanden, war es die Frage: Warum habt ihr mich nicht treiben lassen in dem Wasser, das schon eins mit mir geworden war? Es gelang den Aerzten, denen soviel junges Leben unter den Händen stirbt, ihn wieder auf die alten Beine und in ein Altersheim zu bringen, darin der Tod soviel Auswahl unter stillen und verglimmten Greisen hatte, daß er ihn noch ein Halbjahr leben ließ. Es lag abseits der Stadt in einem Birkenwäldchen dicht am Rhein und war für Leute feines Standes sonst nicht eingerichtet. Da begann sein altes Holzwerk noch einen Wurzelschoß zu treiben. Sein Unglück war gewesen, daß er mit dem Gehör auch inwendig die Musik und damit den Inhalt seines Lebens verloren hatte. Nun kam sie wie ein Echo aus feinem Innern wieder. Es hatte schon in den ersten Sieberträumen damit begonnen, daß er wie einst ein Cellosolo spielte; immer wieder kam da eine Wendung vor, die er niemals geübt und auch von andern nicht gehört hatte: sie durchbrach den Strom von einer tiefen Melodie mit quirlenden Klängen, wie wenn aus einem fließenden Wasser ein Strahl aufbräche, der immer wieder von der Strömung fortgenommen würde und doch nicht ruhen konnte. Mit seiner mählichen Gesundung verschwanden solche Klänge nicht; und als er in der Wintersonne schon wieder um das Birkenwäldchen herum- spazierte, stand er oft still an feinem Stock und sah sich staunend um, weil er die Töne eines Klaviers in klarer Schönheit perlen hörte. Wenn Wolken auf den Hügeln lasteten, kamen Orchesterklänge; er brauchte nur nm Strom hinaufzugehen, wo er den Wellenwind an feinen Händen spürte, und schon warfen sich die Geigentöne in den Trompetenklang. Wenn er sich bann auf eine Bank hinsetzte, die unter einer hohen Pappel auf einer Art Bastei am Ufer stand, und vor der Helligkeit des Wassers die Augen schloß: zog die Musik in Massen zu ganzen Sinfonien auf. Manchmal war er selber der Dirigent davon; und wenn es ihn ganz überschüttet hatte, kam er in einer Glückseligkeit nach Haus, die seine Pfleger erst kopfschüttelnd und schließlich schmunzelnd bemerkten. Am meisten lächelten sie, als er mit Eigensinn darauf beharrte, sein Cello zu haben: denn nichts war wunderlicher als das Gekrächze der aufgeregten Saiten anzuhören und das glückstrunkene Gesicht dazu zu sehen. Er hatte es nicht ungern, wenn jemand zugegen war, und keiner brachte es übers Herz, dem tauben Greis nicht zu versichern, daß fein Spiel herrlich gewesen wäre. So machte ein verwehtes Echo die alten Stunden dieses Virtuosen hell, der wieder jung und feurig trotz seiner alten Knochen dabei zu werden schien und zuletzt in einer Selbftbeglüctung die Seele bis in die vertrockneten Winkel mit Glanz erfüllte. Er war an einem Mürzabend, als es Bollmond werden wollte, und der ungestüme Wind die Wolkenschatten von Ufer zu Ufer warf, noch zu der alten Bastei hinausgewandert. Man ließ ihn gehen, weil man die Harmlosigkeit von solchen Gängen kannte, obwohl der Rhein Hochwasser führte. Es war so hell, daß vom andern Ufer die Bäume deutlich zu erkennen waren, dahinter weithin die dunklen Windungen der Täler in blaffen Bergen. Der Wind kam von Gebirge und jagte die bläulichweißen Wolkenlappen im Mondlicht so vor dem dunklen Himmel her, wie wenn Eisschollen rasch bewegt auf einem schwarzen Wasser trieben. Wie da der alte Mann von Klängen angefüllt selig in der bewegten traumhaften Helligkeit der Frühlingsnacht saß und landwärts sah, wo eine Kette hoher Bäume in die Unendlichkeit zu ragen schien: wurden in der Kälte der hohen Luft die Wolken kleiner und kamen ihm wie Schneetreiben vor, bas in die Zweige dieser Bäume wehte und immer wieder darin verging. Darüber merkte er zum erstenmal, wie das, was er in dielen Monaten nur für (Erinnerungen fremder Musik gehalten hatte, eigene Musik und gleichsam ein geheimnisvoller Widerklang aus der in Wind und Licht bewegten Natur in feiner Seele war; denn wie Schneewolkenflocken da oben die Zweige überwehten und dennoch unwirklich darin verschwanden, fo überschütteten ihn die Töne, nicht in unwirklicher Ferne, sondern greifbar nahe. Wie er das erkannte und immer das T[)tma wiederkehren hörte, das aus dem Baß durch alle Stimmen lief und sich zum Geflecht einer klaren Fuge fest verrankke: da stand der Greis mit flehenden und abwehrenden Händen auf; weil er nicht fassen konnte, daß es Musik aus eigener Schöpfung war, daß er sie ausschreiben konnte, Oer Morgen. Bon Manfred Sturmann. Wie ein silberner Lockruf gleitet der Morgen Bon den Hängen der Nacht über zitternden Tau Hin zu den Aeckern. Und der Bogel wird wach. Taumelnd stürzt er, Die letzten Schleier der Nacht zerreißend, In das flammende Licht. Und der Mensch zuckt mit schlafwarmen Gliedern. Er atmet, den Traumreft vergessend, den Morgen. Gebet flüstert die Lippe über der Hände Geflecht. Zum Boden geneigt, in stummer Versunkenheit, Sät er das Korn. Und früher goldener Tag ist über ihm Wie die segnende Hand des Herrn. a völlig ere, bas it. Der genannt n) kostet acht, ser- er priich- scher der in denen ie achtlos uf keiner n ist von d stachen üree von er gekocht Scherenwürziger, r dagegen mpfehlen. ruß einer Huinmer- bng über« u hassen, Knieper- tn Gench I bereiten. Nochen, I die man Iieschassen: Iierfrheren, leterfito« lältlich ist. ler See« Her mW' ■r Nordsee ie abends nen; W reißendes k Sch-»' keriniWl Eubcreitet. Iber ande- lfyen, adel 1 «Binnen« I geschieh I vor den [(eitle bis [en vnchi |pf)U5 M Mindllch^ I auch l" [ttich [elfen - Miedet ■ifte, W U Suff-- UimWd- Oer Cellospieler. Von Wilhelm Schäfer. Er war in den guten Jahren ein Solist gewesen, der Tausende von herzen rührte mit seinem bräunlichen Cellospiel und den die Blicke der Bewunderung schon rühmten, bevor sein Bogen an die Saiten rührte. Doch hatte ihn der Ruhm und alle Süßigkeit der Töne nicht behütet, aus einem schwarzen ein ergrauter Mann zu werden. Er stand im ersten Greisenatter, als sein Gehör nachtieß, so daß die Töne wohl noch aus den Saiten, doch nicht mehr aus der Seele tarnen, die wie mit einer Taucherglocke aus dem Geriesel sonniger Wellen immer hoffnungsloser in die Tiefen der Stille hinuntersank; bis er ganz taub war. Da mußte er, von dem Ersparten lebend, der fein Leben lang im Lichterglanz und Jubel großer Säle gewesen war, mit seiner Frau in stiller Stube das Tagewerk der alten Leute tun, die sich von Schlaf zu Schlaf durch Müdigkeiten und Beschwerden, auch Schmerzen und böse Hoffnungslosigkeiten schleppen. Er trug es, wie ein altes Reitpferd seinen Milchwagen zieht, nicht in Geduld. Als er darüber ein Siebziger und ein gebücktes Männchen geworden war, das sich an seinem Stock aufstützen muhte, um nach den Vögeln oder Wolken hinaufzusehen, starb ihm die Frau. Sie war ihm in den Jahren seiner Konzertfahrten wenig gewesen md wurde alles mit der Gebrechlichkeit: sie hörte für ihn mit, wenn in dm Stuben verhackter Einsamkeit die unbefriedigten Gedanken Wolfs- iprünge machten. Run war sie fort; und als er eine Woche lang, der doch feit Jahren feinen Kirchhof mehr betreten hatte, täglich zu ihrem Grab hinaus gegangen war, wo ihr die gelben Ahornblätter fchon einen Teppich auf die frische Erbe geregnet hatten, und als er nicht begreifen konnte, daß sie barunter in einer Holzkiste liegen und verwesen sollte, die seinen ruhelosen Alterswünschen näher als sein eigener Körper gewesen war, indessen sich die fremden Menschen mit plumper Sorgfalt in seine Stuben drängten: da ging er eines Tages selber zum Tod hinaus, weil der nicht U ihm kommen wollte. Er suchte ihn nicht draußen, wo die Opfer in engen Reihen auf ein wues Leben warteten, das ihre unverlierbaren Säfte, jedoch sie selber nicht mehr gebrauchen konnte. Es war aus seinen guten Zeiten noch ein «erschollener Celloklang in ihm, als er im flatternden Kragenmantel durch M nassen Novemberwind auf die Eisenbrücke hinaufging, die mit drei Wen Bögen den Rheinstrom überspannte. Da war der Sturm auch für bie Augen gleichsam zu hören: wie sich die hohen Bäume in den Rhein- anlagen aus- und nieberbogen, wie das Wasser mit weißen Kämmen Mmauswärts schäumte und wie die stachligen Lichter an der Schiff- * tanzten. Er hatte stets die Kühnheit geliebt, bevor das Alter ihn Mach in den Beinen machte; doch nur, wie ein Musiker im Konzert- M mit Tönen kühn [ein kann. Auch verließ ihn die Ordnung feines Wegten Lebens nicht; bevor er auf einem der dick vernieteten Rücken Mausging, womit die (Eifenbögen sich bis zur doppelten Manneshöhe aus ®Wnbe hoben, legte er die schwere Uhr, den goldenen Kneifer und e Sraroattennabet mit einem flach geschliffenen Rubin sorgsältig in ne wmbgeschützte Ecke. Wie eine prachtvoll aufsteigende Melodie dachte hin«.Q?QI& 3ur Höhe feines selbstgewählten Todes auf dem Eifenbogen m„“^Weiten, doch gelang es nicht, weil ihm ein Windstoß feinen ex ■Lu*,er den Kopf aufjagte. Seine zitternden Greifenhände konnten ben *10» ^al$cn Qn dem nassen Eisen; er glitt gleich aus und stürzte durch (f/2n ™aum hinunter in den quirlenden Strom. (läm,.,®Qr noch in der letzten Dämmerung; so sahen verspätete Spazier- »r ous den Rheinanlagen das Bündel von der Hohen Brücke her- öieffenertfamilieiiblättcr Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger daß er, der Immer nur ein Diener fremder Kunst gewesen war, nun im Alter noch begnadet wurde, selber ein Meister herrlicher Musik zu sein. Da trieb es ihn wie einen Jüngling in der zitternden Ängst nach Hause, daß er die Töne in der Rührung verlieren und versäumen konnte, die Noten davon aufzuschreiben. Selig belastet trat er den Heimweg an, den er auf einem Kribbenweg abkllrzen wollte. Er war ihn nie gegangen, weil er bisher mit seinen Stunden nicht sparsam gewesen war; nun ging er ihn, obwohl das Hochwasser nur noch den Rand von seinem Damm freiließ. Er ging ihn rasch und ließ den Mantel flattern, er ging ihn kühn mit seiner schönsten Melodie, er ging ihn glücklich mit seinen alten Seinen, wie wenn ein Kind von seinen Büchern endlich zum Spiel hinlaufen darf. Daß er dem Tod so nahe mit seinen Schätzen kaum noch zum Auspacken kommen könnte, bedachte er nicht mehr. Der aber wußte zum andernmal, was ihm zum Besten diente und legte ihm behutsam eine alte Ankerkette in den Weg, darin der Stiefel des Verzückten sich verfing, so daß er stolperte, und zwar noch auf die Kribbensteine zu liegen kam, dann aber seitwärts umfiel auf Knie und Hände — so wird ein Hund im Spiel von Kindern umgeworfen — und mit dem Rücken in den Strom hinunterrutschte, der ihn damals wie einen teeren Sack getragen hatte und ihn mit seiner vollen Fracht nun gütig zum Kontrapunkt der Weltmusik hinuntersinken ließ. Mein Elternhaus. Von Börries von Münchhausen. ' Im Dezember 1890 zogen meine Eltern in das der Calenberg-Gruben- hagenschen Ritterschaft gehörige Haus Landschaftsstraße 2 zu Hannover, in dem wir nun also — erst meine Eltern mit uns fünf Geschwistern und dann meine Schwester Exzellenz von Blomberg — fast 40 Jahre eine Art ständiger Heimat neben der ländlichen Sommerheimat der Güter fanden. Es ist wohl eigentlich ein häßliches Haus, erbaut in der feit Haase in Hannover Mode gewordenen Backsteingotik, rußgeschwärzt und mit einem ebenso rußigen Gärtchen daneben. Aber für uns fünf ist es eben das Haus der Jugend gewesen und das bedeutete: es war ein helles, herrliches Haus mit riesigen Zimmern, durchflutet von ewiger Sonne und ewiger Fröhlichkeit. Meine Eltern waren nicht Landmenfchen und auch wir Kinder find es nur teil- und bedingungsweise geworden. Zum Landmann im eigentlichen Sinne gehört eben doch, daß er die eigene Scholle, und zwar immer dieselbe, fein Leben lang bewohnt und selbst bebaut. Das war zu meines Vaters Zeiten nicht üblich. Der junge Mann aus guter Familie wurde Berwaltungsbeamier, Richter oder Soldat, ein landwirtschaftliches Studium, gar mit „Diplomlandwirt" und „Doktor der Landwirtschaft" gab es noch nicht, und erst wenn an der Majorsecke der „Blaue Brief" den Abschied brachte, setzte sich wohl der eine oder andere auf sein Gut und konnte in jenen einfacheren Zeiten auch meist leidlich mit dem Betrieb fertig werden. Meine Eltern waren ausgesprochen kulturhafte Menschen, und unsere Kultur ist ja seit Jahrhunderten fast rein städtisch. Vater sammelte die Erzeugnisse der mittelalterlichen Kunst und des Handwerks. Mutter Handarbeiten. Beide betätigten sich auf diesem Gebiete auch vielfach schöpferisch Das ist beides schr bezeichnend für jene Jahrzehnte: Es gehört zum Lebensstil aller Geistigen, zu sammeln, und es war die Zeit der Liebhab erkünste, in denen vor allem die Frauen mit Stift und üeber, Messer und Punzeisen, Brennstift und Geißfuß, Nägeln und Kleb- ftpff Leinwand und Leder, Holz und Kupfer, Eisen und Kork alle die Muster einbrannten, einkerbten, einnagelten, einritzten, die in immer neuer Menge und Minderwertigkeit von allerhand Zeitschriften geliefert wurden. So zollten auch meine Eltern ihrer Zeit den Tribut. Aber wenn ich heute auf jene Arbeiten zurückblicke, sehe ich doch deutlich, wie hoch sich der geistige und künstlerische Pegelstand meines Ulternbaufes über dem anderer Familien hob. Andere sammelten verständnislos, wahrend hier eine gediegene kulturgeschichtliche Grundlage und ein meist sehr seines künstlerisches Verständnis am Werke waren- onöere schufen nach fremden Vorbildern, während unsere Mutter eigentlich nur eigene Zeichnungen und Muster arbeitete. Und während uns heute ,^'milatwnen Jener Jahre fast durchweg töricht und unverstanden erscheinen, war in meiner Mutter ein Stück gotischer Lebenshaltung derart jtmnb'V®>Orben -?“r 'ch sagen: geblieben? — daß ihre Muster noch -heute alle Kenner wahrhaft entzücken. Freilich ist die Zahl solcher Kenner von Jahr zu! Jahr zusammengeschmolzen in einer Zeit, die an Stelle des vielfach nur das kulturlose Durcheinander von Farbflecken und fwnHAP1 n»™» kennt. Man spöttelt über die Nachahmung eines alten 9Wrr^n"^crte5l auf dem Schrank und imitiert das geschichtslose aBirrfal von Sudseefratzen und die Sinnlosigkeit physikalischer Muster ^ma^ap Brechen der Wachshaut im Batik, das Jneinanderschmelzen von Batiktropfen auf eine Leimfläche oder das wilde Durcheinander geometrischer Mgurenbrockel. So wissen wir heute, daß die vielen Auszeichnungen und Medaillen unserer Mutter doch nicht nur ihren Forschungen auf dem Gebiete mittelalterlicher Handarbeiten, sondern auch wre-n(^V)0P*Unflm-zukamen, ebenso wie Vater fast alle neuesten Weisheiten im Wiederherstellen von Burgen und Schlössern, Schränken verstand?ntL7t7und>sthi?i^ ®e(t °°" Wesentlicher als diese feine und ein wenig staubige Luft von Gelebr- nTf h n d°ch..d'e Sonne einer wahrhaft harmo- Ehe, die alles durchglanzte, waren die Strahlen einer aanz üorurteilstofen gütigen Menschlichkeit, einer immer gleichen herzlichen 5reunN,mt, wei Manchmal ; Eine Flugzeug für sein Heimatland draußen in aller Welt aewarki-n n- :ft »-**1 »Äf4 jemals jemals Eigen- as der > Kunst Kräfte smäßig er auf= Leben elfe im antizis- lemein- nt aus rn und en, als n Tifch kslieder Hloffen, eil von Rheinkindheit Anteil- ngarten ich, alle eurteilt, wieder- ilfreunb ■ gerade sie traf, ndliches Zreund- ieg mir e Wege mittel- lenüber. ter war ii>. Das ter der )abt, da auch zu Kunft- Hauses >nt von n- und nder in chwister dürfen, d Male ch nach- Keinheit chte, die r mein ieil gibt, . Aether « rs in > brand- ih heute en Alu- Deffauer fünfzig- chrsflng- rfchinen- yp F13 . lieber* timmtes lebhafte oße Erols die ugen in in W id 6pa- jedrlchs- mch den as oier- er-FllE stußlonb ben ihk gewehrt verjchik' tiotnnien -rswerle llbanie« ügreich । behett- „.Mit lautem klingenden Seufzer schloffen die Glocken; brausende Orqel- I klänge ertönten. Weihrauchdüfte wehten. „O vestis inconsutilis" klana's | wie von Engelstimmen gesungen, heraus aus der Kirche in die sonndurch-' flimmerte Luft, feierlich, getragen der die Köpfe unabsehbaren, schauernden Gemeinde. Wie ein reifes Aehrenfeld, durch das der Wind streicht, so neigten sich die Häupter; ein jeder sank ins Knie und schlug an seine Brust. l'O vestis inconsutilis" kam's wie ein Hau chvon tausend Lippen. Jeder | lauschte in der weiten Runde. Im Dom schwieg der Gesang, man hörte die hallende Stimme des Priesters — dann ward alles still. — Nun 3eigen sie den Rock! Nun rühren sie daran!" flüsterte es um Margret --/'Un werden sie all ihre Sünden los und die Kranken gesund!" — Ach die Glücklichen!--- ’ Ueber Margret's Wangen rollten dicke Tränen. So weit war sie gewandert mit müden Füßen, nun stand sie dicht vor der Tür und konnte nicht zum heiligen Rock Ihre Brust hob sich in bitterlichem Schluchzen. Ein paar feingekleidete Herren neben ihr wurden aufmerksam. „Mädchen : warum weinst du? fragte der eine ganz freundlich, Erst erschrak sie, dann stammelte sie: „Ech — ech — kommen e su weid här — owen von der Eifel — ech haon derham en kranke Modder — hei es er Hemd" sie zog s ein wenig aus dem Bündel — „dat sollten dän heiligen Rock anrohren on nau kaon ech net erein zo em — oa Jeß — oa—oa—on nau werd mein Modder net gsond!" .. Der Herr biß sich auf di« Lippen und stieß seinen Gefährten an; der hielt den Hut vors Gesicht und drehte sich rasch um. Da sagte der erste wieder: „Liebes Kind, weine nur nicht; das tut gar nicht not, daß du in "" hierher zu mir; stell dich mal auf die Zehen ” l'ehft du da drinnen in der Kirche, vorn um Altar das Rote? Das ist der heilige Rock. Jetzt bewegt sich's — paß nur auf — siehst du ihn?" w t>as, chor's? So schön grell und bunt, schier wie der Rock des Mädchens bei den Wallfahrern. Laut atmend stand Margret auf den Zehen und reckte die Hände: „Heiliger Rock — mein' Modder!" . '.'St, — der fremde Herr zog sie nieder. „Siehst du wohl, nun hast du ihn gesehen und er dich auch; hören kann er dich bis hierher. 3hm bete du, was du kauft, und wenn sie drinnen im Dom wieder fingen und lauten, dann wird deine Mutter gesund" Margret verbarg ihr Gesicht in den Händen — o, beten wollte fie Ö2«, .?W5 j!e konnte! Und sie betete aus Leibeskräften, daß ihr der Schweiß auf der Stirn perlte, betete alle Gebete, die sie gelernt hatte, und x ÄS ™ÄCrUn9 Mantik in Richtung Südamerika benutzte dcr spanische Oberst Franco em Dornier-Flugboot, wie es der Italiener fiocateilt auf seinem Gronlandflug verwandte. Dieses Flugboot hat stine hervorragende Seetüchtigkeit beweisen können, als der englische Kapitän Courtney, der von Spanien aus nach Südamerika fliegen wollte, mitten auf dem Ozean niedergehen mußte Der Flieaer bntfJ Wck als di- fünf Passagiere des Flugzeugs, das jetzt in den Ken L Ls ee lintergmg; er wurde gerettet, da sich fein mächtiges Wasserflugzeug Äb- ErsaÄna Äbx" Ozeans schwimmend halten konnte^ Diese Erfahrung hat die Amerikaner veranlaßt, Dornier-Superwale in den Dienst von zwei amerikanischen Mstenstrecken zu stellen. Die Junkers- Werke haben in USA. eine eigene Vertretung, von der man viel hörte als die „Bremen ihren großen Flug unternahm. Dieses berühmte ÄStÄLf? bT 8nbrrkatio,l den nüchternen Namen W.3.3 erhalten. Maschinen dieses Typs sind nach ihrer auf dem Ozeanflug glänzend bestandeiwn Meisterprüfung auch von Australien aufgekauft worden wo Morgen "5P 3nnern bcs Landes nach der Küste Besonders großes Ansehen genießen deutsche Flugzeuge und deutsche Piloten in ganz Südamerika. Schon im Jahre 1919 wurde deutscher etts Tt Deutsch-Columbianische Lufttransportgesellschaft, die „Ccadta gegründet, die im Jahre 1921 auch das verkehrsarme Columbien mit Vertehrsflugzeugen befliegen ließ. Längs des Magdalenenftroms wurde eine erste^Luftftrecke nach der Landeshauptstadt Bogota gezogen bis Kilometer langen Strecke gebrauchten die Dampfer zehn bis zwölf Tage Einem Flugzeug genügten acht Stunden. Im Juli 1928 I t fannmn hnf r b‘e L^ftverkehrskonzession in Ecuador erhallen. In Panama hat sie schon im September 1920 festen Fuß gefaßt Deutsche 5,‘Wuge fliegen heute längs der Küste des Stillen Ozeans und ver- m^n die drei erwähnten Republiken miteinander. Ganz erstaunliche Zeitgewinne erzielen auch die Junkersflugzeuge des ,Lloyd Aero B l. v.a n o" in der Andenrepublik Bolivien. Dieses hochgelegene Land " t gar keine Eisenbahnen. Kleine Flußdampfer vermitteln daher I enlfernuna9nnerhn 9'bher ausschließlich den Verkehr von Stadt zu Stadt. deren Bewältigung unter diesen Umständen drei Monate Zeit erforderte, werden von Junkersflugzeugen heute in acht Stunden I Ä'9. Dort befindet sich wohl auch der höchste Flughafen finh« Xv 1 Sa die Landeshauptstadt, liegt in 4200 ÜReter I Me. W,e m fernem anderen Land der Welt wird in Bolivien das ftefVU59ei1.“et« Zusammenhang mit dem Brasilienflug des Zeppelin" hat man öfter von dem Condor-Syndikat gehört tarf ^Shansa beeinflußten, von brasilianischen Finanzleuten' I Lf Pb,? Cr tUÄn Lilugunternehmen. Im brasiliani chen Staat Rio Grande I ° Sul, wo sehr viele deutsche Kolonisten leben, haben Deutsch-Brasilia^ X fXnZÄ Luftverkehrsgesellschaft „Vorig" gegrün'L J^ Brw Aftare m? deutsch« Flugzeuge, die Entfernung Rio de Janeiro und Port« Stunden ab. Ampfer fünf Tage benötigt, auf neuneinhalb waE-n u Leistungen teilen sich Junkers und Dornier gleicher- 9em,ar^ sich auch das deutsche Flugzeug um DeutschMulM^ ^ r5°7-etun.°n Nachdem durch die „D e r u l'u f t", die iiiittelbare N<>^' x istverkeh^gefellschaft, bald nach dem Krieg eine UN- I bei ben nidil? bu*^ Berlin und Moskau hergestellt war, die liiM hkr, f d>ertn Grenzverhaltnissen im Osten hervorragende Bedeu- Mschen derXaXtsMbXx""' Bunkers-Flugzeugen eine Luftverbindung I er chaupfttadt der Sowjetunion und dem fernen sibirischen I sl°gen weiten w der Goldgrabergegend bei Jakutsk her. Sie Auch übX Sk<>Zu mtf? fee nach der nördlichen Mongolei. Vom taUtflfi&£ x°? Ukraine gehen die Schatten deutscher Flugzeuge, ietfafme übeXxoXX?Z f™0en deutsche Flugzeuge unter der Sow- iüüfienland mnÄXJP' Zx ™ ~r nad> Persien hinüber. In diesem ben Verkehr vermnÄ Ä Kamel, ebenso wie vor Jahrtausenden, Massen Weites o1 Fuukers ein weitverbreitetes Luftverkehrsnetz Asghanistail die Er-enx X’ x’ Ä” ,?lnein j,n&et rnan in Turkestan und Dornier- i?nd Lüstchen Flugzeugbaus. In Japan sind ’ toten bi Xi “ 'r5, U^CUpflfl "?,• Verkehr, in Südchina, wo Junkers- , schließlich die Derkehrsfliegern ausbilden, sieht man fast aus- kr Kürzung C £ Dessauer Werke. Da die Lufthansa infolge i scheu Fluaz?uakak»-S 'chen ^Subventionen große Aufträge an die deut- 1 b°ß. bas beutfie X n,d>t "ergeben kann, ist nur zu wünschen, i kommt l'/ugzeug, ganz gleich, aus welchen Werkstätten «s ^liUchmal Siegesflug durch die Welt nehme! Mehr, als f P omaten vermochten, hat nach dem Krieg das deutsche ( l^"?"ch die vsersitzkgen Maschinen aus Dessau immer noch das Lllft- vcrkehrsnetz, das die wichtigsten Punkte des sonst noch ganz unentwickelten Landes miteinander verbindet. Von Tirana aus gehen Luftlinien nach SBalona, ©tutari unb Koritza. Viersitzig« unb neunsitzige Junkersflugzeuge spielen ein« ausschlaggebende Rolle auch im „Lanbe ber tausend Seen" in ber oor zwölf Jahren mit deutscher Hilfe gegründeten Republik Rinn' fanb. Lange Zeit lehrten deutsche Piloten'die Finnen die Ostsee in Ler Lust M überwinden, nach Stockholm und, über den Finnischen Meerbusen nach Reval, der Hauptstadt Estlands, laufen die finnischen Flualinien D?-' Republik Deutsch-Oesterreich bedient sich im Verkehr zwÄX ?Wwn Jugoslawien der Tschechoslowakei und Italien nur deutscher Flugzeuge D.e Oesterreichische Luftverkehrsgesellschaft verwendet auf der Strecke nach SBerlin übrigens i>en „Fliegenden Speisewagen" die rwökk- sitzig« Maschine Q 31 Selbst Polen, bem man sonst keine übertriebenen Sympathien für Deutschland nachsagen kann, verwendet auf fünf Strecken x^'^ Schweden, die sich ebenfalls lange Zeit hindurch dieser Ma chme bedienten, gebrauchen jetzt nur noch die neunsitzig« Q24 de "nter schwedisch«r Flagge von Stockholm aus Amsterdam und Helsing- fors anfliegt. Auch in Spanien, wo die Lufthansa starke Interessen besitzt verkehren Junkersflugzeuge zwischen Barcelona, Sevilla, Madrid und (yftindlKI. I Abendregen. Von Gottfried Keller. Langsam und schimmernd fiel ein Regen, den die Abendsonne schien- Der Wandrer schritt auf schmalen Wegen Mit düstrer Seele drunter hin. Er sah die großen Tropfen blinken Im Fallen durch den golbnen Strahl; Er fühlt es kühl aufs Haupt ihm sinken Und sprach mit schauernd süßer Qual: „Nun weiß ich, daß ein Regenbogen Sich hoch um meine Stirne zieht, Sen auf dem Pfad, so ich gezogen, Die heitre Ferne spielen sieht. „Und die mir hier am nächsten stehen. Und wer mich wohl zu kennen meint, Sie können selber doch nicht sehen, Wie er versöhnend ob mir scheint. --So wird, wenn andre Tagen kamen. Die sonnig auf das Heut« sehn, Um meinen fernen blaffen Namen Des Friedens heller Bogen st«hn." Margrets Wallfahrt. 31 ooelle von Clara Viebig. (Schluß.) „3n den Duhm, zom heiligen Rock!" kom^Ä" K M dat es onfe Pression - manch, dat de weg- kommst! Das Weib stieß sie grob mit dem Ellenbogen; vorüber zogen Ne frommen Befer unb tranenben Auges sah ihnen Margret nach. Da gingen ftc hm, d'e Glücklichen, bte Auserkorenen! Die kamen nun zuerst bran, • benen gab ber heilige Rock schon alles, für sie blieb nichts mehr übrig, llnb fie hatte boch eine kranke Mutter zu Haus — oh! Eilig lief sie nach Da war ste am Domplatz, aber eine ungeheure, viel taufenbtöpfige Menschenmasie trennte fie von bem grauen Portal, bas, weit geöffnet bi« ffromenben Scharen kaum fassen konnte. Die Domschweizer in ihren roten Gewändern mit ben langen Stäben standen wie feurig« Cherubim am Umgang zum Paradiese und ordneten die Reihen und wiesen zurecht ~ Langsam schob sich die Menge vorwärts. Ganz hinten stand Margret eingepreßt unb eingeengt. Endlich gab die Mauer vor ihr etwas nach sie schlupfte durch, nicht achtend der Knüffe unb Stöße — nun war sie nalje am Portal — nun ging’s nicht weiter, dicht gestaut stand die Menge. : -Da gab s fein J3or unb Zurück, auch hielten bie Schweizer bie Stäbe vor. Meiner kam mehr burch. Verantwortlich: Dr. Hans Thhriot. — Druck und Verlag: Drühl'sche Univerf itäts-Duch- und Steindruckerei. X Lange, ®teßen" so behaglich Freude, die den grauen Welt schien heilige Rock Stunden Das tat sie denn auch; so leicht und flüssig glitt das ,t>u‘ über die Lippen, als hätte sie's ihr Lebtag gesagt. Nachdem sie eine Stunde gerastet, brachen sie wieder auf. Der Regen hatte aufgehört, die volle Mondscheibe schimmerte mit Hellem Licht hinter zerrissenen Wolken. Der Weg wurde steinig und mühsam; große Furchen hatte das strömende Wasser ins Erdreich gerissen, der Fuß rutschte aus, mehr als einmal mußte der kräftige Arm des Mannes das strauchelnde Mädchen umschlingen. Margret wurde sehr müde, ihr Plaudern hatte aufgehört; wie ein verschüchtertes Vögelchen duckte sie sich an den starken Gefährten. Wie gut der war! Er führte sie wie ein Kind, er hob sie über Wasser und Steine, und ab und zu sprach er tröstend: „Bal sein mer derhäm!" Das ,Vald' war eigentlich ,Rechtlange'; zuletzt trug er sie mehr als er sie führte. Margret empfand alles wie im Traum; sie hielt die Augen geschlossen, sie dachte in seligem Vertrauen, es gehe so in die Ewigkeit weiter. Sie fuhr fast erschrocken zusammen, als der Bursche plötzlich stehen blieb und mit der Hand in einige Entfernung wies, wo dunkle Massen sich aus grauem Nebel abhoben und hie und da noch ein Lichtlein glänzte. „Kyllburg!" Sie schlugen den schmalen Pfad seitab und bergaufwärts ein; Margret war wieder wach. Hier der Weg, der führte zur einsamen Hütte droben auf kahler Höh', bald war sie zu Haus, die alte Margret — und der Traum hatte ein End'! Sie eilte nun vor dem Burschen her, hier kannte sie jeden Tritt, jeden Stein, jedes Rinnsal. In ihrem Herzen ging es hin und her, auf und nieder, Bedauern und Freude; Bedauern um's Scheiden von dem Begleiter, Freude auf's Wiedersehen mit der Mutter. Sie wußte selbst nicht, wie das so seltsam war. Nun hielten sie inne. Da war die Hütte, dunkel und still, mit dem Grasrain davor und den dicken Sonnenblumen; da stand der Brunnen und der verfallene Ziegenstall, und der Mond übergoß alles mit silbernem Licht. , „Ech danken der nach vill daufendmaol", sprach sie leise und griff na