jedes jo sind ft dahin Machst otungs, rfjeuert. Rohren 1 Bcide- wa wie rauchen ' nun in etwas reu zu- cemsge- nkasten, urkasien Frischen -chienen rechten r Halle n Platz tungen, Jnnen- iwischen n. Nun jen alle wie die r lange a Band werden n durch le Rad- n aus- Wande- igelangt erhosi. lud in- ch durch i. Dort usschutz werden ne ein- aus, so if seine rgestellt, Arbeit gsheim. neuen i Tage Pistolen n wein- hellblau, weniger ir Zell । Psieg- ii5 her- Heims Wagen >re Best, eine ' Schle- nanlage :t= und herhell, nzelheit r habe' „Nicht- n über, rnschars ir mit aalende er Zeit lsch ge- istehen, anders >m wie leitsbe- n doch Grund i kann, Ersetz, eigen!' ß man t Hatter neu- erhand faßte" zusaw- eßen. Siesjener^amilieubMer Nummer 39 hätte sprechen können. Sie gingen schweigend und mit Gesichtern nebeneinander her. dem Aa.?es, ™e?en der Radieschcnbeete, die Hans und Lena auf mfihr/ns m 7UfileI h'Er. der Sommervilla angelegt hatten, vorige Woche wahrend Robert noch in der Schule gewesen war. Auch mit einer e.hampignonkultur hatten sie begonnen, deren Erträgnis in sechs Jahren fwlf« nrÄ-Am 'huen die Begründung eines eigenen Haus- bkbenCrnh 9 llhen C' Gs roar alles herrlich und vielversprechend ge- Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgang <930 Montaa.deni9.mak Lena sollte mbt den beiden Klappholzbuben auf die Hohe Wand gehen, weil die Mutter das Einkochen der Himbeeren und Aprikosen nnh^Qh)en @ns "derhaupt „mal einen Tag Ruhe" haben wollte. Sie gaben den Kindern kaltes Huhn und Butterschnitten mit, allerlei Er- ZEgen und dem vierzehnjährigen Robert, als dem Aeltesten, zehn Schilling, für Getränke und „auf alle Fälle". 0 ?hQ5 Schwierige und Besondere der Unternehmung lag darin, daß QOß nffp hr«>i niifotnnnh/if fin« haama» r.. l - 7 s. _ r. ö#, • ö < r , . ® So kamen sie zur Hütte, hatten noch eine halbe Stunde Plateau- b?nn loteten sie nahe der Schutzhütte, im Schatten einer Tanne. Robert packte den Rucksack aus, legte alles, was darin gewesen war, vor sich hm, nahm das ihm zukommende beste Stück vom Huhn und kaute schweigend wie die anderen ' Lena bekam Durst. Sie hoffte, Robert, der das Geld bei sich hatte werde endlich aufstehen und in die Hütte gehen, Selterswasser kaufen' Aber da hatte sie seine außerordentliche Sparsamkeit vergessen Er dachte gar nicht daran, das Geld anzurühren, es waren ja Früchte da man ron£"7 V" ui «e m gefayren, uno |ie halte Ihre Stimme iick-n".vielleicht, weil ihr seine technischen Ausdrücke ge- EXf tett^' tDe,t fte Überhaupt immer für „etwas Neues" war, viel- X auch 8°nz einfach bestochen von der weltmännischen Zigarette. IDrurfi t ^tte sie ahnen können, daß Hans gerade über ihren Wider- keins EniiÄE fein ^urde! Und ganz gewiß gab es keinen Grund und aennnnt J il* bl0un0 l>afur, daß er sie gleich „eine stinkdumme Gans" wm ®ehSrfitns~ r? ?bort, das, jeder wird es verstehen, nie mehr aus eoachtnis getilgt und Niemals vergeben werden konnte. ien darauffolgenden Nacht zu einem Streit zwischen hätten »fr fÄbru-^ern gekommen war, konnte Lena nicht wissen. Sie e5 na, flcrouBt, wenn einer sie danach gefragt hätte. Denn "una in dulidertstenmal geschehen, daß der liederliche Hans Unord- Oerabe fresmnf l geschichtete Sachen gebracht hatte, und ”as batte finnJ*a te 3Her2 behauptet: „Du hast es mit Fleiß getan!" getroffen »ns5' vermutlich mit der Wucht der Wahrheit, ins Herz Robert marM®. maJ wie ein Panther auf seinen Beleidiger losgestllrzt. für sich uJ“rt5 Hans aber halte den Zorn, den Zorn des Gekränkten ®[aPPboIi hi» %r,ar b»r ^ampf ziemlich auf gleich gestanden, als Frau hatte. U„h Knr/Ur geöffnet und beide Buben in die Betten gezwungen ben, denn li» ? ,^aren sie, so unglaubhaft das klingt, ruhig liegengeblie- *uit Fäusten b^tzlich erkannt, daß das, was zwischen ihnen stand, Ochsten Morn!» - aus^etragen werden konnte. — Und so waren sie am Pfiff und Mn »'Emde erwacht, das war daran zu sehen, daß Hans er solle 9daf nnE?r.^ ^^^u>ufch, und daß Robert nicht einmal das Maul halten. So tief war der Bruch. werde so viel Reue und Schmer? zeigen daß ^?ihm^w«f^"b' ^ns ^KZZKWV ZTZKUMM dem Gedächtnis getilgt und'nte°"veKen'w ?b "n S"' "^al- aus BWUW-MUP2 M8WZW Widmung. Bon Clemens Brentano. Was reif in diesen Zeilen steht. Was lächelnd winkt und sinnend fleht Das soll kein Kind betrüben; Sie Einfalt hat es ausgesät. Die Schwermut hat hindurch geweht Die Sehnsucht hat's getrieben. Unb ist das Feld einst abgemäht. Die Armut durch die Stoppeln geht, Sucht Aehren, die geblieben; Sucht Lieb, die für sie untergeht. Sucht Lieb, die mit ihr aufersteht. Sucht Lied, die sie kann lieben. Und hat sie einsam und verschmäht Die Nacht durch, dankend in Gebet, Die Körner ausgerieben. Liest sie, als früh der Hahn gekräht, Was Lieb erhielt, was Leid verweht, Ans Feldkreuz angeschrieben: „O Stern und Blume, Geist und Kleid, Lieb, Leid und Zeit und Ewigkeit!" Wieder gut Bon Gina Kaus. ä» L ÄÄtrw ' I-'-i-m ,-lchAl »alle. M w.->»-m ,uu,c- ys war aues herrlich und vielversprechend ge- I nichts'"in"'der°WeltbbättTfi^hf» roenn fürchtete, denn um i>"»ch!!?w I maj’SiJoSi "»LchVchl?"E? taS“' ik" ®”T »uf"mm«”»°« 2n wollen aber das war es nicht gewesen, sondern bann wat rüchrte sich nickt vom Neck so „ !tne ganze Tange Weile, et US und.sie.hakt^ ihre,Stimme für | stehenbleibeSwo sie^rade standen, Sn 'hnen eine Frage an den Führer richten. Endlich zog Robert sein Not^ buch aus der Tasche („Echt Robert", dachte Hans, , das Notiäbuck aÄ b,w Tour mitzunehmen!"), riß einen Zettel heraus schrieb wasdaraZ und egte ihn dann recht auffällig auf eine Felsplatte. Gefährliche StelleN!"^^°' SeIsP[atte gekommen war, las sie: „Achtung!! Sie legte den Zettel wieder hin, für Hans, und dann gab sie ackt unb nahm die gefährliche Stelle. Dreimal mußte Robert das Notizbuch , - o । ^e6en und die beiden, die keines Wortes würdig waren, schriftlich vor konnte Lena nicht wissen. Sie Gefahren warnen, denn er war ein Mensch von P licht Knapp vor dem 1 fi- hnnnrfl 1 Ausstieg hatte sich Lena den Arm furchtbar zerschundm es tat Sr weh- und sie hckte wohl ein wenig Mitleid Derb ent unb ein herum- gebunbenes Taschentuch, aber nichts davon! Sie verbiß ihren Schmerz, schluckte ihre Tranen und sand schließlich sogar ein gewisses Beranüaen au i rer heIde.ihaften Härte. Es ist ehrenvoll und deshalb bis zu9einfm gewissen Grad lustvoll, schweigend zu leiben. dem kostbaren Gut der menschlichen Sprache zu versündigen. Schnell wollten sie sich miteinander verständigen, weil sie einen Augenblick lang gemeinsam das Grauen unendlicher Einsamkeit erlebt hatten. Sie sprachen über alles mögliche, über ihren Ausflug, über den Himbeersaft, der nun wohl schon fertig und auf Maschen gezogen war, und über ihre Pläne für die nächsten Tage. Nur über das, was ihre Herzen erfüllte, sprachen sie nicht, über die glühende kameradschaftliche Liebe, die sie füreinander empfanden, und über ihr Glück, wieder versöhnt zu sein. Aber das war auch nicht notwendig. Denn wenn Menschen aus Liebe miteinander sprechen, ist es nicht notwendig, daß sie ihre Gedanken sagen, um sich zu verständigen. Oie Arkanisten. Goldmacher, Abenteurer und Betrüger in alter Zeit. Von Dr. W. Schürmeyer, Frankfurt a. M. Die Erfindung der Herstellung des so sehr begehrten Porzellans vollzog sich in engster Verbindung mit dem jahrhundertalten Bemühen der Alchimisten, künstliches Gold zu erzeugen. Immer wieder tauchen, besonders an den Fürstenhöfen, Persönlichkeiten auf, die mit gelehrten Phrasen und geheimnisvollen Mienen vorgaben, im Besitze des großen Geheimnisses zu sein. Bei der großen Bedeutung, die nun einmal das Gold im Leben der Menschen besitzt, ist es nicht verwunderlich, daß die Goldmacher stets neue gläubige Ohren sanden, und daß darum die Feuer in den mit vielen mysteriösen Geräten und Zeichen gefüllten Laboratorien niemals erlöschen. Die prunkvolle Hofhaltung der Fürstenhöfe des Barocks und Rokokos gab den schwindelhasten Gelehrten neue Nahrung, da die Verwandlung minderwertiger Stoffe in Gold durch das „Arkanum" die letzte Möglichkeit war, die Mittel für das verschwende-; rische Hofleben aufzubringen. Auch Johann Friedrich B ö t t g e r war ein solches Kind seiner Zeit. Es ist heute nicht mehr zu entscheiden, ob der einzelne von vornherein in betrügerischer Absicht seine Dienste anbot, oder ob er wirklich überzeugt war, auf dem Wege zur Entdeckung des großen „Geheimnisses" zu sein. Tatsache ist jedenfalls, daß Böttger, nachdem es ihm gelungen war, König Friedrich I. von Preußen längere Zeit über seine erfolglosen Bemühungen in der Kunst des Goldmachens hinwegzutäuschen, eines Tages heimlich von Berlin nach Wittenberg entfloh, um sich dort unter kursächsischen Schutz zu begeben. Durch diese Flucht wurde König Friedrichs Glauben an Böttgers Kunst nur noch bestärkt und er versuchte, durch Versprechungen und Drohungen den inzwischen berühmt gewordenen Mann wieder zurückzugewinnen. Aber in Sachsen hatte man ein ebenso großes Interesse an solchen Künstlern, und besonders König 21 u g u ft II. war der Alchemie sehr zugetan. Er ließ Böttger unter Kavalleriebedeckung nach Dresden bringen, wo man ihm in dem sogenannten Goldhause, dem alten Alchemistenlaboratorium des Schlosses, einen Arbeitsraum anwies. Durch Jahre hindurch verstand es Böttger immer wieder seine Mißerfolge, die dem König recht ansehnliche Summen kosteten, zu bemänteln. Innerhalb von zwei Jahren soll Böttger nicht weniger als 40 000 Taler durch den Rauchfang seines Laboratoriums gejagt haben. Da Böttger sehr wohl wußte, daß ihm eines Tages der Galgen winke, wenn er sein Versprechen nicht zu erfüllen vermöge, beschäftigte er sich nebenher mit Versuchen, eine dem chinesischen Porzellan ähnliche Masse zu erfinden. Unterstützung fand er hierbei von feiten des kursächsischen Rates Christoph v. Tschirn- haus, der ebenfalls bereits feit einigen Jahren mit ähnlichen Experimenten beschäftigt war. Als es nach langen Versuchen Böttger 1709 endlich gelungen war, ein wirkliches Porzellan herzustellen, hatte er zwar nicht dem König sein Versprechen, Gold zu machen, eingelöst, ihm aber dafür ein Aequivalent geboten, das geeignet war, die Taschen des Königs ebenfalls mit Gold zu füllen. Natürlich war man in Sachsen ängstlich bemüht, das große gewinnversprechende Geheimnis sorgfältig zu hüten und schloß die mit der Herstellung der Masse betrauten Arbeiter auf der Albrechtsburg in Meißen ein. Es dauerte jedoch nicht lange, bis trotz der strengsten Absperrungsmaßnahmen das Geheimnis der Porzellanbereitung verraten wurde. Es läßt sich denken, daß die andern Fürstenhöfe alles daran setzten, durch große Versprechungen Arbeiter aus der Meißener Fabrik zu sich herüberzulocken. Zuerst gelang es dem in Wien ansässig gewordenen niederländischen Hofkriegsratagenten Claudius Jnnocentius du Paquicr, durch Bestechung im Jahre 1717 den Emailleur und Vergolder Hunger von Meißen nach Wien zu holen. Ihm folgte zwei Jahre später der Werkmeister der Meißener Manufaktur Samuel Stölzel. Diel 5reuw hatte du Paquier an diesen Ueberläufern nicht. Es ist bezeichnend, dog man die Arbeiter der Porzellanmanufakturen, die das Geheimnis der l Fabrik andern Unternehmern mitteilten, fahnenflüchtigen Soldat!" gleichsetzte. Stölzel wird auch bereits ausdrücklich als „Arkanist", d. h. als Mann, der im Besitze des Arkanums, der Zusammensetzung der Porzellanmasse, ist. Aber nicht allein die Zusammensetzung der Masse, auq die Zubereitung der zur Bemalung dienenden Farbe, gehörte zu de» Fabrikgeheimnisien, da nicht jede Farbe den hohen Temperaturen des Brennofens standzuhalten vermochte. Es war darum doppelt schmerzlich für das junge Wiener Unternehmen, daß Stölzel, als er ohne o“ Paquier das Arkanum vollständig mitgeteilt zu haben, reumütig w Meißen zurückkehrte, auch den sehr tüchtigen Porzellanmaler H ö r o l o mitnahm, der später in der Geschichte der Meißener Manufaktur ei" große Rolle spielte. Vorher aber hatte der treulose Arkanist den Wiener noch den größten Teil ihrer Modelle zerstört, wodurch diesen ein g- walliger Schaden entstand. 1720 entfloh auch Hunger, der dann e Spezialist im Gründen neuer Porzellanfabriken wurde. Er wandte I > zuerst nach Venedig und von dort nach den nordischen Staaten. Die Begründung der Höchster Porzellanmanufaktur beginnt eo . ; falls mit einem Kapitel aus der Geschichte jener Abenteurer, die von 1 behaupteten, im Besitze des Arkanums zu sein. Dort gelang es - Porzellanmaler Adam Friedrich v. Löwenfinck, zwei Frankm I Kaufleute zu überreden, neben der Fayencemanufaktur eine Parze I fabrik ins Leben zu rufen. Löwenfinck ist der ausgesprochene W 1 konnte mit Pfirsichen und Frühbirnen ganz gut den Durst stillen. Lena aber konnte das nicht, die vergeblich« Erwartung steigerte ihr Verlangen ins Unerträgliche, auch war sie empört, weil Robert vergaß, daß auch sie ein Anrecht auf einen Teil des Geldes hatte, und daß sie über diesen Teil nach ihrer Lust verfügen konnte. Aber man muß sprechen können, um seiner Empörung Lust zu machen, und sprechen — um keinen Preis! ' ,,... . , Da stand plötzlich Hans auf, ging in die Schutzhutte und kam eine kurze Weile darauf zurück, gefolgt von einer Kellnerin, die eine Flasche und ein Glas trug, „Der Herr da zahlt", sagte er und wies mit dem Kopf nach dem Bruder. Und dann trank er seine Flasche leer, ein Glas nach dem andern, ohne für Lena einen Tropfen übrigzulassen. Und da sie sich unmöglich dem Vorwurf aussetzen konnte, etwas „nachzumachen", ging sie ihrerseits nicht zu der Kellnerin, sondern beschloß, schweigend zu verdursten. Hans legte sich auf den Rücken und schlief, so schien es wenigstens, sogleich ein. Robert zog ein verlesenes Reclambuch aus der Tasche (nein, was der alles in der Tasche hatte) und begann zu lesen. „Gespenster" stand auf der Rückseite des Buches, und Lena dachte, das müsse eine jener herrlich-gruseligen Geschichten sein, die einem immer einfallen, wenn man gerade allein im Zimmer ist, so daß man schnell hinauslaufen und irgendwelche Menschen suchen muß. — So allein aber, wie sie jetzt war, war sie noch nie in ihrem Leben gewesen. AMn mit ihrem Durst, ihrem schmerzenden Arm und ihrem tiefbeleidigten Herzen. Sehnsüchtig sah sie hinüber nach einem Rudel Wandervögel, die unter Lachen und vielem Geschrei in einem Riesentopf Suppe kochten. Da sah sie auch den kleinen Esel, der vielleicht schon eine ganze Weile lang knapp neben ihr weidete, das unentbehrliche Tier der Schutz- hüttenwirte, das alle Lebensmittel vom Tal bergan schleppt, und der kleine Esel sah mit großer Nachdenklichkeit auf das kleine Mädchen, er fraß gelassen ein Büschel Gras aus ihrer Hand und duldete, daß sie ihn streichelte. Und nach einer Weile legte er sogar seinen großen sanftblickenden Kopf auf ihre Schulter, da hätte Lena um ein Haar vor Freude geschrien und „schaut! schaut doch!" gerufen, und daß sie das nicht durfte, machte sie am allertraurigsten. Denn es ist viel schwerer, seine Freude für sich zu behalten als seinen Schmerz. Schließlich, nach einer endlosen Stunde, klappte Robert sein Buch zu, schnürte den schmal gewordenen Rucksack zusammen und stand auf. Dann pfiff er, mit zwei Fingern im Mund, schrill wie eine Bahnwärters- pseife. Aber Hans erwachte nicht. „Das Wandern ist des Müllers Lust", fang nun Robert, recht falsch, aber mit brüllender Stimme. Hans erwachte nicht. Und Lena sah grinsend zu, wie Robert mit zusammenge- zogenen Brauen nachdachte. Schließlich nahm er den Rucksack auf die Schulter und begann einfach loszumarschieren. Aber er marschierte, als ob er Hans gar nicht sähe, so über ihn hinweg, daß er kräftig mit dem Fuß an seine Beine stieß. Und marschierte weiter, ohne sich umzusehen, als sei das Hindernis ein Stein gewesen und nicht sein Bruder, der sich nun wütend die Augen rieb und, nach einer Weile trotziger Störrigkeit, hinter den andern hertrollte. Es war jetzt vier Uhr, die Sonne stand hoch, in voller Augustgewalt. Vielleicht hatte die Hitze die Kinder müde gemacht, vielleicht hatte der viele hinabgewürgte Aerger dieses Tages ihre Unternehmungslust gebrochen — jedenfalls nahmen sie den Abstieg wirklich über die Serpentinen. Sie waren schon fast im Tal, als Hans plötzlich wie ein Hund, der Wild aufgespürt hat, in scharfem Winkel vom Weg ab. und zu den Felsen lief. Dieser Hans, er hatte seine Augen überall! Nie hätten Robert oder Lena den Mann an der Felswand gesehen, dieses kleine verhutzelte Wesen, grau und zerfurcht wie das Gestein ringsum. Mitten in der prallen Sonne faß er, zwischen den glühendheißen Steinen, vielleicht schlief er? Nein, er schlief nicht, er hatte die Augen weit offen, und mit einer Hand hatte er den Zweig einer Fichte umklammert, offenbar war er gefallen. „Haben Sie sich wehgetan?" fragte Hans. Der Alte antwortete nicht, er sah müde und teilnahmslos der Reihe nach die Kinder an. „Sind Sie krank?" fragte nun auch Robert, und Lena fragte: „Ist Ihnen schlecht?" Keine Antwort. Auf der grauen schmutzigen Stirn des Alten stand der Schweiß in großen Tropfen. Aber feine Erstarrung hatte sich gelöst, er ließ den Fichtenzweig fahren, und nun machte er mit den Händen eine ganze Reihe merkwürdiger Bewegungen, sehr rasch, er machte auch Bewegungen mit den Lippen, mit dem ganzen kläglichen Gesicht. Aus seinem Mund kamen heiser bellende, unverständliche Laute. Schließlich, als er sah, daß die Kinder seine Zeichen nicht verstanden, griff er nach feinem Ohr und schüttelte den Kopf. Taubstumm: wußten alle drei gleichzeitig und fühlten jenes ehrfürchtige Grauen, das gesunde Kinder angesichts eines Krüppels empfinden. Sie standen ganz still, mit herabhängenden Armen und wünschten, irgendein ganz großes Opfer bringen zu dürfen. Aber was konnten sie schon viel tun? Sie halfen dem Unglücklichen auf die Beine, führten ihn aus der Sonne, setzten ihn an den Wegrand und standen dann ein Weilchen unschlüssig, sie wollten ihn nicht ohne weiteres verlassen. Robert hatte seinen Rucksack aufgepackt und dem Alten die letzte Käsestulle angeboten, der aber hatte den Kopf gefchüttelt. Dann kam ein blasses, etwa siebenjähriges Mädchen aus dem Wald, das offenbar zu dem alten Mann gehörte. Der schien sehr beglückt über ihren Anblick, beide machten ganz rasch eine Unmenge Zeichen mit den Fingern, dann nahm das kleine Mädchen den Alten bei der Hand, und sie verschwanden im Wald. Und nun begann Lena und die Klappholzbrüder, alle drei auf einmal, zu sprechen. Was war das mit diesem armen Alten gewesen? Warum war er zu den Felsen gestiegen, warum war er zusammengefallen? War das kleine Mädchen seine Enkelin? War auch sie taubstumm? Wie durste es sein, daß einer ganz ohne Schuld mit so entsetzlichem Unglück geboren wird? Ach, sie sprachen und fragten, nicht weil eins vom andern Antwort erhoffte, sie sprachen um zu sprechen, um sich nicht länger an | ständi Liersp kursäl (jener Zigeu Pferd unter Fulda haben, er der pngno leichtsi durch sprunc zweifei Brude Klagen kampfc Zcchgel als Fli begebei heraus, Anzahl , Auch ei stimmt alle die aus bei einige i nehmur fügungi Sein dunkel gegeben Kauftna nahmen Modell Fabrikei oorgega: neugegri beglichst, in der jedoch fd mußte, f gerfohn entfloh , düng bei sollte Bk sprechum gersohn ' Jahre ftc Gera zellanfab Christ üppige $ toriunis. Trotzbem mehr ab Lanbe n hosfnmu Land bu der Med leben un Die Tat Kette vo, Silber se Verbünde befand, r kam, nid wachen, habe, ur Zurück. E Landesei Unterneh waren, b wachsend bald eine zahlreich, unerschüt und mac eine Art und Poli die bei Dasche y gründlich lauer Er stammte ®ie wei zellanfab "ums, bi starb, wi ttiber jh tafl9, un S dieser Vermöge st, nachl 1 Oie schwarze Spinne. Erzählung von Jeremias Gott Helf. (Fortsetzung.) Da nahm die Gotte das Kind im Dackbette auf die Arme, die Hebamme legte das schöne, weiße Tauftuch mit den schwarzen Quasten in den Ecken über das Kind, sorgfältig den schönen Blumenstrauß an der Gotte Brust schonend, und sagte: „So geht jetzt in Gottes heiligem Namen!" Und die Großmutter legte die Hände ineinander und betete still einen inbrünstigen Segen. Die Mutter aber ging mit dem Zuge hinaus bis unter die Tür und sagte: „Mein Bübli, mein Bübli, jetzt sehe ich dich drei ganze Stunden nicht, wie halte ich das aus!" Und aljobald schoß es ihr in die Augen, rasch fuhr sie mit dem Fürtuch darüber und ging ins Haus. Rasch schritt die Gotte die Halde hinab den Kirchweg entlang, auf ihren starken Armen das muntere Kind, hintendrein die zwei Götteni, Vater und Großvater, deren keinem in Sinn kam, die Gotte ihrer Last zu entledigen, obgleich der jüngere Götti in einem stattlichen Maien auf dem Hute das Zeichen der Ledigkeit trug und in seinem Auge etwas wie großes Wohlgefallen an der Gotte, freilich alles hinter der Blende großer Gelassenheit verborgen. Der Großvater berichtete, welch schrecklich Wetter es gewesen sei, als man ihn zur Kirche getragen, vor Hagel und Blitz hätten die Kirchgänger kaum geg.aubt, mit dem Leben davonzukommen. Hinterher hätten die Leute ihm allerlei geweissaget dieses Wetters wegen, die einen schrecklichen Tod, die anderen großes Glück im Kriege: nun sei es ihm gegangen in aller Stille wie den anderen auch, und im fünfundsiebzigsten Jahre werde er weder frühe sterben noch großes Glück im Kriege machen. Mehr als halben Weges waren sie gegangen, als ihnen die Jungfrau nachgesprungen kam, welche das Kind nach Hause zu tragen hatte, sobald es getauft war, während Eltern und Gevatterleute nach alter schöner Sitte noch der Predigt beiwohnten. Die Jungfrau hatte auch anwenden wollen nach Kräften, um auch schön zu sein. Ob dieser handlichen Arbeit hatte sie sich verspätet und wollte jetzt der Gotte das Kind abnehmen: aber diese ließ es nicht, wie man ihr auch zuredete. Das war eine gar zu gute Gelegenheit, dem schönen ledigen Götti zu zeigen, wie stark ihre Arme seien, und wieviel sie erleiden möchten. Starke Arme an einer Frau sind einem rechten Bauer viel anständiger als zarte, als so liederliche Stäbchen, die jeder Bysluft, wenn er ernstlich will, auseinanderwehen kann; starke Arme an einer Mutter sind schon vielen Kindern zum Heil gewesen, wenn der Vater starb, und die Mutter die Rute allein führen, allein den Haus- haltungswagen aus allen Löchern heben mußte, in die er geraten wollte. Aber auf einmal ist's, als ob jemand die starke Gotte an den Züpfen halte oder sie vor den Kopf schlage, sie prallt ordentlich zurück, gibt der Jungfrau das Kind, bleibt dann zurück und stellt sich, als ob sie mit dem Strumpfband zu tun hätte. Dann kömmt sie nach, gesellt sich den Männern bei, mischt sich in die Gespräche, will den Großvater unterbrechen, ihn bald mit diesem, bald mit jenem ablenken von dem Gegenstand, den er gefaßt hat. Der aber hält, wie alte Leute meist gewohnt sind, seinen Gegenstand fest und knüpft unverdrossen den abgerissenen Faden immer neu wieder an. Nun macht sie sich an des Kindes Vater und versucht diesen durch allerlei Fragen zu Privatgesprächen zu verführen: allein der ist einsilbig und läßt den angesponnenen Faden immer wieder fallen. Vielleicht hat er seine eigenen Gedanken, wie jeder Vater sie haben sollte, wenn man ihm ein Kind zur Taufe trägt, und namentlich das erste Bübchen. Je näher man der Kirche kam, desto mehr Leute schlossen dem Zuge sich an, die einen warteten schon mit den Psalmenbüchern in der Hand am Wege, andere sprangen eiliger die engen Fußwege hinunter, und einer großen Prozession ähnlich rückten sie ins Dorf. Zunächst der Kirche stand das Wirtshaus, die so oft in naher Beziehung stehen und Freud und Leid miteinander teilen, und zwar in allen Ehren. Dort stellte man ab, machte das Bübchen trocken, und der Kindbettimann bestellte eine Maß, wie sehr auch alle einredeten: er solle doch das nicht machen, sie hätten ja erst gehabt, was das Herz verlangt, und möchten weder Dickes noch Dünnes. Indessen als der Wein einmal da war, tranken doch alle, vornehmlich die Jungfrau; die wird gedacht haben, sie müsse Wein trinken, wenn jemand ihr Wein geben wolle, und das geschehe durch ein langes Jahr durch nicht manchmal. Nur die Gotte war zu keinem Tropfen zu bewegen, trotz allem Zureden, das kein Ende nehmen wollte, bis die Wirtin sagte: Man solle doch nachlassen mit Nötigen, das Mädchen werde ja zusehends blässer, und Hofmannstropfen täten ihm nöter als Wein. Aber die Gotte wollte deren auch nicht, wollte kaum ein Glas bloßes Wasser, mußte sich endlich einige Tropfen aus einem Riechfläschchen aufs Nastuch schütten lassen, zog unschuldigerweise manchen verdächtigen Blick sich zu und konnte sich nicht rechtfertigen, konnte sich nicht helfen lassen. An gräßlicher Angst litt die Gotte und durfte sie nicht merken lassen. Es hatte ihr niemand gesagt, welchen Namen das Kind erhalten solle, und den die Gotte nach alter Hebung dem Pfarrer, wenn sie ihm das Kind übergibt, einzuflüstern hat, da derselbe die eingeschriebenen Namen, wenn viele Kinder zu taufen sind, leicht verwechseln kann. Im Hast ob den vielen zu besorgenden Dingen und der Angst, zu spät zu kommen, hatte man die Mitteilung dieses Namens vergessen, und nach diesem Namen zu fragen, hatte ihr ihres Vaters Schwester, die Base, ein für allemal streng verboten, wenn sie ein Kind nicht unglücklich machen wolle; denn sobald eine Gotte nach des Kindes Namen frage, so werde dieses zeitlebens — neugierig. Diesen Namen wußte sie also nicht, durfte nicht danach fragen, und wenn ihn der Pfarrer auch vergesse hatte und laut und öffentlich danach fragte oder im Verschuß den Buben Mädeli oder Bäbeli taufte, wie würden da die Leute lachen, und welche Schande wäre dies ihr Leben lang! Das kam ihr immer schrecklicher vor; dem starken Mädchen zitterten die Beine wie Bohnenstauden im Winde, und vom blassen Gesichte rann ihm der Schweiß bachweise. Jetzt mahnte die Wirtin zum Aufbrechen, wenn sie vom Pfarrer nicht wollten angerebelt werden; aber zur Gotte sagte sie: „Du, Meitschi, stehst das nicht aus, du bist ja weiß wie ein frischgewaschenes Hemd." stöndig umhorwandernden Abenteurers, der überall durch schwindelhafte Versprechungen Leichtgläubige zu betrügen sucht. Er war der Sohn eines kursächsischen Offiziers, der zugleich mit zwei Brüdern 1726 in die Meißener Manufaktur als Porzellanmaler eintrat. Sein abenteuerliches Zigeunerleben begann, als er zehn Jahre später unter Mitnahme eines Pferdes nach Bayreuth entfloh. Bald wurde ihm auch dort der Boden unter den Füßen zu heiß, und er entwich bei Nacht und Nebel nach Fulda. In Fulda scheint sich Löwenfinck großer Sympathien erfreut zu haben, denn er kehrte dorthin wiederholt auf längere Zeit zurück, als er bereits in Höchst Direktor der Manufaktur war. Seine Höchster Kompagnons erlebten wenig Freude mit ihm. Man wirft ihm vor, daß er leichtsinnig arbeite und nur geringe technische Kenntnisse besitze, so daß durch seine Schuld ein Brand verdorben wurde und der Glasurofen gesprungen sei. Schlimmer aber noch war, daß er eine Reihe von sehr zweifelhaften Persönlichkeiten nach Höchst zog. Besonders sein jüngerer Bruder und der mit ihm befreundete Maler Rode gaben zu ständigen Klagen Veranlassung. Rode mußte schließlich wegen eines blutigen Zweikampfes mit dem Maler Dannhofer, der durch einen Streit beim Zechgelage verursacht war. Höchst verlassen. Mit ihm verschwand, scheinbar als Flüchtling, der jüngere Löwenfinck. Beide wollten sich nach Straßburg begeben. Als man aber ihr Gepäck in Mainz revidierte, stellte es sich heraus, daß Löwenfinck die Fabrik um verschiedene Formen, eine große Anzahl Farben, ein Paket Papillons und einen Tiegel bestohlen hatte. ,Auch ein Ofenmodell, das sicher für die Straßburger Konkurrenzfabrik bestimmt war, fand man in seinem Gepäck. Die Untersuchung ergab, daß olle diese Gegenstände nur unter Mitwirkung des Direktors Löwenfinck aus der verschlossenen Farbstube entwendet sein konnten. Nachdem noch einige sehr zweifelhafte Beziehungen des Direktors zu Konkurrenzunternehmungen aufgedeckt wurden, wurde auch er durch kurfürstliche Verfügungen aus Höchst verwiesen. Sein Nachfolger wurde ein Johann B e n k g r a f, dessen Herkunft dunkel ist. Er scheint an Unzuverlässigkeit seinem Vorgänger nicht nachgegeben zu haben, denn der Inhaber der Manufaktur, der Frankfurter Kaufmann Gültz, lieh sein Besitztum und seine Briefschaften beschlagnahmen und ihn verhaften. Man warf ihm vor, ebenfalls ein Brennofenmodell und Porzellanmasse entwendet zu haben, um es an andere Fabriken gewinnbringend zu verkaufen. Auch soll aus seinen Briefen hervorgegangen sein, daß er um die Entführung einiger Arbeiter für die neugegründete Porzellanfabrik von Wegelin in Berlin gewußt und diese begünstigt habe. Die Angestellten und Arbeiter beklagten sich, daß er sie in der Trunkenheit bedrohe und mißhandle. Das kurfürstliche Gericht jedoch schenkte der Verteidigung Benkgrafs Glauben, obgleich er zugeben mutzte, sich das Ofenmodell angeeignet und das Arkanum seinem Schwiegersohn als Morgengabe geschenkt zu haben, der dann auch prompt damit entfloh und es dem Herzog Karl von Braunschweig zur Gründung der Fürstenberger Porzellanmanufaktur auslieferte. Das Ofenmodell sollte Benkgrafs Tochter angeblich zerschlagen haben. Nach seiner Frei- jprechung zog er gleichfalls vor, das Weite zu suchen und seinem Schwiegersohn nach Fürstenberg zu folgen, wo er aber schon im nächsten Jahre starb. Geradezu groteske Formen nahmen die Begleiterscheinungen der Porzellanfabrikation in Pfalz-Zweibrücken an. Der dortige Herzog Christian IV. war ein leidenschaftlicher Anhänger der Alchemie. Das üppige Hofleben ging weit über die Leistungsfähigkeit des kleinen Territoriums. Die jährlichen Einkünfte beliefen sich auf etwa 800 000 Gulden. Trotzdem erbaut sich der bereits stark verschuldete Herzog ein Schloß, das mehr als 14 Millionen Gulden kostete. Da sich die Einkünfte aus dem Lande nicht mehr steigern ließen, blieb die Goldgewinnung als letzte Hoffnung. Kein Wunder, daß dev Fürst schnell einem der zahlreichen das Land durchziehenden Abenteurer zum Opfer fiel. In Zweibrücken war es der Medikus Josef Michael Stahl, der nach einem unsteten Wanderleben und einer mehr als zweifelhaften Vergangenheit 1766 auftaucht. Sie Tätigkeit dieses Mannes in Zweibrücken ist eine ununterbrochene Kette von Betrügereien. Der Herzog vertraute ihm das gesamte Gold und Silber seiner Ringe an, um es zu vermehren. Bei einem mit Wolkenbruch verbundenen Gewitter wurde es, da es sich gerade in aufgelöstem Zustand befand, angeblich weggeschwemmt. Stahl besaß, als er nach Zweibrücken kam, nicht einen Pfennig, trotzdem verstand er es, dem Herzog klar zu machen, daß er die ganze Porzellanfabrik aus feiner Tasche errichtet habe, und der Herzog erstattete ihm die angeblich ausgelegten Gelder zurück. Er hatte ein einfaches Rechensystem, alle Gelder — auch die aus Landeseinkünften stammenden Zufchüffe — die für feine schwindelhaften Unternehmungen eingingen, die inzwischen noch um einige vermehrt waren, betrachtete er als fein Privateigentum, dagegen gingen die ständig wachsenden Ausgaben stets zu Lasten des Herzogs. So konnte er sich bald einen stattlichen Haushalt leisten und zwei Hofgüter erwerben. Trotz Zahlreicher Klagen und Verdächtigungen blieb die Gunst des Fürsten unerschüttert. Christian verlieh ihm den Titel eines Geheimkammerrats und machte ihn zum Oberbergrat mit einem Sitz im Kollegiatsrat, was eine Art Ministerstellung bedeutete. Dann wurde er Direktor der Chausseen und Polizeidirektor des Amtsbezirks, in dem eines seiner Güter lag. Auch me bei diesen Aemtern eingehenden amtlichen Gelder flössen in seine -oasche und um seine Einnahmen zu erhöhen, belegte er die Bevölkerung Mündlich mit Geldstrafen. Zwar war es inzwischen gelungen, aus Pas- |?Ucr Erde ein brauchbares Porzellan zu erzeugen, aber das Rezept hierzu Wchnite nicht von Stahl, sondern war Heb erlauf ern abgetauft worden. , wenig er auch später, als der Betrieb bereits lief, von der Por- . ?ritatian verstand, zeigt die umständliche Niederschrift des Arka- n‘*n?5- das er dem Herzog für teures Geld anhängte. Als Christian IV. mih ’ ^ar ^ahls Schicksal besiegelt. Er wurde abgesetzt und Anklage töt:/ ’^n Phöben. Sechzehn Jahre war die Untersuchungskommission m v ?*m die zahlreichen betrügerifchen Machenschaften aufzudecken. Ünb « *e!en sechzehn Jahren wurde ihm Stück für Stück das erworbene iit „ 0Mn wieder abgepreßt. Wo er dann später geblieben und gestorben ' "chdem er alles verloren hatte, ist nicht bekannt. (Fortsetzung folgt.) Leber. Als die erledigt waren in bedächtigem Zugreifen, kam in Schusseln hoch aufgeschichtet das Rindfleisch, grünes und dürres, jedem nach Belieben, kamen dürre Bohnen und Kannenbirenschnitze, breiter Speck dazu und prächtige Rückenstücke von dreizentnerigen Schweinen, so schon rot und weiß und saftig. Das folgte sich langsam alles, und wenn ein neuer Gast kam, so wurde von der Suppe her alles wieder ausgetragen, und jeder muhte da anfangen, wo die anderen auch, keinem wurde ein einziges Gericht geschenkt. Zwischendurch schenkte Benz, der Kindbettimann, aus den schönen, weißen Flaschen, welche eine Maß enthielten und mit Wappen und Sprüchen reich geziert waren, fleißig ein. Wohin seine Arme nicht reichen mochten, trug er anderen das Schenkamt auf, nötigte ernstlich zum Trinken, mahnte sehr oft: „Machet doch aus, er ist dafür da, daß man ihn trfnttl" Und wenn die Hebamme eine Schüssel hineintrug, so brachte er ihr sein Glas, und andere brachten die ihren ihr auch, so daß, Verantwortlich: Dr. Hans Thyrivt. — Druck und Verlag: Drühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Giebe»- . ' s ... menn wenn sie allemal gehörig hätte Bescheid tun wollen, es in der Küche begann es zu wiegen in ibrei11 Ärmi( Brust, begehren sagte endlich die Gotte, die ledigen Bursche hätten heutzutage lauter es schrie, daß Blatter stoben von ihrem Maieri an » andere Sachen im Kopf als das Heiraten, und die meisten ver- Auf die er Prust ward-cs ihr g sh . 0 bag Kind in möchten es nicht einmal mehr. He, sagte Hans Uli, das dunke ihn nichts Atemfa sen. Je hoher ihre! Brust sich hob um 9 19 anderes. Solche Schlärpi, wie heutzutage die meisten Mädchen seien, geben ihren Armen, undiehoheu es flog, um ,o lauter l^rw gar teure Flauen, die meisten meinten ja, um eine brave Frau zu wer- es schne, um so gewaltiger 1“ b:„ Wußte nicht mehr, den, hätte man nichts nötig als ein blauseidenes Tüchlein um den Kopf, prasselten ordentlich an den Wanden, und d^ ^E^^swogen, und die Hündschli im Sommer und gestickte Pantöffeli im Winter. Wenn einem ^°j*e Vnit ihr ür ^cr Luft herum. Endlich sagte der Pfarrer die Kühe fehlten , im Stalle, so sei man freilich übel geschlagen, aber Kirche „tanzte mit ihr m oer ^uzr y „ J foUte eg ach man könne doch andern; wenn man aber eine Frau habe, die einem um '-'mlXid-Xob 'ii? mm Spott ^werden sollte für Kind'und Kindeskinder; Haus und Hof bringe, so sei esaustubaket, die müsse man behalten. Es sei entscheiden, ob siezum Spott we o 1 i Pfarrer geben, den einem daher nützlicher, man sinne anderen Sachen nach als dem Heu letzt mußte sie das Tust, abheben das w ®em (affe Hffltäbct)en Mädchen sein. Namen 'hm ms rechte Ohr flust i £f°e“te n(li m c5 sah sie nicht „Ja, ja, du hast ganz recht", sagte der ältere Gotti, ein kleines un. »n&Ä» ÄdrtmiSrfem Äuge tauch e die Hand ins Wasser, netzte scheinbares Männchen in geringen Kleidern den man aber sehr in Ehren s 'Kindes Stirne und taufte kein Mädeli, kein hielt und ihm Vetter sagte, denn er hatte keine Kinder, wohl aber einen des plötzlich ^schweigenden Kindes tlrne umi l T ( utL bezahlten Hof und hunderttausend Schweizerfranken am Zins, ,a, du Babeli, sondern emen Hans Uli, einen eyruq n wi i - ^st recht", sagte der, „mit dem Weibervolk ist gar nichts mehr. Ich will Da war s der Gotte als ob g ™ u‘b aus einem nicht sagen, daß nicht hie und da noch eine ist, die einem Hause wohl ab dem Herzen fielen, sondern Sonne Mond und Sterne, und aus emem b(e fjnb bünn gejät. Sie haben nur Rarrenwerk und Hosfart feurigen Ofen sie jemand trage in er" kühles Bad, aber die g z P mg i ,^i Qn mie Pfauen, ziehen auf wie sturme Storche, und durch bebten ihr die Glieder und wollten nicht wieder stille e . | roenn etn® ejnen halben Tag arbeiten soll, so hat sie drei Tage lang Pfarrer predigte recht schon und emdringlich,eigentlich da ^^^er Kopfweh und liegt vier Tage im Bett, ehe sie wieder bei ihr selber ist. Menschen nichts anderes sein solle als eine Himmelfahrt, ab rz cy l um mejne Alte buhlte, da war es noch anders, da mußte man Andacht brachte es die Gottc- nicht, und als mand^Prediist kam, ch im Kummer sein, man kriege statt einer braven Hausmutter hatte sie schon den Text vergessen. Sie mochte gar nicht warten vis ,ie ^ausnarr ober gnr einen Hausteufel." ihre geheime Angst offenbaren konnte-und>den 'ihres bl t)e< @ötti uti", sagte die Gotte, die schon lange reden wollte, aber sichtes. Viel Lachen gab es, und manchen Witz mußte sie Y j nj(bt ba-.u gekommen war, „es würde einen meinen, es seien nur zu Neugierde, und wie sich die.Weiber davor f'^ten u b sie doch allen ^ntenDa33euite0neEr°Xen$auaerr'nt^ter gewesen. Du kennst sie nur nicht und ihren Mädchen anhangten, wahrend sie den Buben nnhts t . I achtert der Mädchen nicht mehr, wie es so einem alten Manne auch Schöne Haberacker, niedliche Flachsplatze herrliches Gedeihen auf anfte!)t; aber es gibt sie noch immer so gut als zur Zeit, wo deine Wiese und Acker zogen aber bald die Aufmerksamkeit auf sich und se eiten 1 noch jung gewesen ist. Ich will mich nicht rühmen, aber mein Vater die Gemüter. Sie sanden manchen Grund, langsam zu gehen, stille zu . { : manchmal gesagt, wenn ich so sortfahre, so tue ich noch die stehen, und doch hatte die schöne, steigende Malensonne allen warm ge- ^uttee |e[ig durch, und die ist doch eine berühmte Frau gewesen. So macht, als sie heimkamen, und ein Glas kühlen Weins tat ledermann frf)n)erc Schweine wie voriges Jahr hat mein Vater noch nie auf den wohl, wie sehr man sich auch dagegen sträubte. Dann setzte man stcy i 5jtartt geführt. Der Metzger hat ihm manchmal gesagt: er mochte das vor das Haus, während in der Küche die Hande emsig sich rührten, bcu I Meitschi sehen, welches die gemästet habe. Aber über die heutigen Buben Feuer gewaltig prasselte. Die Hebamme glühte wie einer der Drei au man zu klagen; was um der lieben Welt willen ist bann mit biesen? dem feurigen Ofen. Schon vor elf rief man zum ®>>°u, aber nur die ^ubaken, im Wirtshaus sitzen, die weißen Hüte auf ber Seite tragen und Diensten, speiste sie vorweg unb zwar reichlich, aber man war doch froh, l bie n auffnerren wie Stadttore, allen Kegelten, allen Schießeien, wenn sie, die Knechte namentlich einem aus dem Wege kamen allen schlechten Meitschene nachstreichen, das können sie; aber wenn einer Etwas langsam floß den vor dem Hause Sitzenden das Gespräch doch ejne me((en obet eincn Acker fahren soll, so ist er fertig, unb wenn versiegte es nicht; vor dem Essen stören die Gedanken des Magens die e|n Pz^kholz in die Finger nimmt, so tut er dumm rote ein Herr Gedanken der Seele, indessen laßt man nicht gerne diesen 'uneren Zustand °ber qar wie ein Schreiber. Ich habe mich schon manchmal hoch ver- innewerden, sondern bemäntelt ihn mit langsamen Worten über gleich- r ., roo((e teinen Mann, oder ich wisse bann für gewiß, rote ich mit gültige Gegenstände. Schon stand die Sonne ubermi Mittag, als die Heb- | ‘ faf)ren tönne, und wenn schon hie und da noch einer ein Bauer amme mit flammendem Gesicht, aber immer noch blanker Schurze unter aLibt L ^iß man noch lange nicht, was er für ein Mann wird ber Tür erschien unb die allen willkommene Nachricht brachte, daß man I aDa ('acbten bfe ggtzeren gar sehr, trieben dem Mädchen das Blut ins essen könnte, wenn alle da wären. Aber die meisten der Geladenen fehlten @efid)t unb ba5 Gespött mit ihm: Wie lange es wohl meine, daß man noch, unb bie schon früher nach ihnen gesandten Boten brachten wie die | , &. mrobe nehmen müsse, bis man für gewiß wisse, was er für Knechte im Evangelium allerlei Bescheid, mit dem Unterschied jeboch daß ro£be eigentlich alle kommen wollten, nur letzt noch nicht, ber eine hatte Wert- I eo unter Sachen unb Scherz nahm man viel Fleisch zu sich, vergaß leute, der andere Leute bestellt, und ber dritte muhte noch wohin aber I b^ Kannenbirenschnitze nicht, bis endlich der ältere Götti jagte: warten solle man nicht auf sie, sondern nur furfahren in der Sache. Rang I bünfte ihn, man sollte einstweilen genug haben unb etwas vom Tische war man bald, dieser Mahnung zu folgen denn wenn man allen^warten bie Beine würden unter dem Tische ganz steif, und eine Pfeife müßte, sagte man, so könne das gehen, bis der Mond käme, nebenbei ^»ede nie be[fer( a(g wenn man zuvor Fleisch gegessen hatte Diestr Ra freilich brummte die Hebamme: es sei doch nichts Dümmeres als em |oi- 1 b, Beifall wie auch die Kindbettileute einredeten: man solle doch nicht ches Wartenlassen, im Herzen wäre doch jeher gerne ba, und zwar ie ^^m Tische weg; wenn man einmal bauen sei, so bringe man die Menschen eher je lieber, aber es solle es niemanb merken. So müsse man die Muhe | b ftabe doch nicht Kummer, Base!" sagte der Vetter,„wenn haben, alles wieder an die Wärme zu stellen, wiße nie, ob man genug }etroag @ut3eg auf ben Tisch stellst, so hast du mit geringer Muhe uns habe, und werbe nie fertig. I roiebcr habet, unb wenn wir uns ein wenig strecken, so geht es um jo Aber war schon ber Rat wegen den Abwesenden schnell ge- mit bem Essen." faßt, so war man doch mit den Anwesenden noch Nicht fertig, ste Männer machten nun die Runde in den Ställen, taten einen Blick hatte bedenkliche Mühe, sie in die Stube, sie zum Sitzen 3“ bringen, benn I . b{e sgübnc ob noffj altes Heu vorhanden sei, rühmten das schone keiner wollte der erste sein, bei diesem nicht, bei lenem ^k. Als endlich I & । unb t^QUten }n die Bäume hinauf, wie groß der Segen wohl fern alle saßen, kam die Suppe auf den Tisch, eine schone Fleischsuppe, m t w« »no IGaui Safran gefärbt.und gewürzt und mit dem schonen weißen Brot, da^ die I ^gker einem ber noch blühenden Bäume machte der Vetter halt und Großmutter eingeschnitten so dick gesättigt, daß von derBrühe wenig . beften abzusitzen und ein Pfeifchen ansichtbar war. Run entblößten sich alle Häupter, die Hande falteten sich, I l ' . . . b b roenn bje Weiber wieder etwas Gutes und lange unb feierlich betete jedes für sich zu dem Geber jeber guten ^'‘Set bätten fo fei man nahe bei ber Hand. Salb gesellte sich di- Gabe. Dann erst griff nian langsam zum blechernen Löffel, wischte ben- 1 (Sotk jbnen bie mit anderen Weibern den Garten und die Pslanz- selben am schönen, fernen Tischtuch aus und ließ sich an die Suppe, unb beleben hatte Der Gotte kamen die anberen Weiber nach, und eine mancher Wunsch würbe laut: wenn man alle Tage eine solche hatte, so I Pl | ber'a)nberen ließ sich nieder ins Gras, vorsichtig die schönen Ki tel begehrte man nichts anderes. Als man mit der Suppe fertig war, wischte dagegen ihre Unterröcke mit dem hellen roten iX fchMttsichstin'Wab'und sah'zu° SLToSfen aTLfrun: Rande der Gefahr au'ssetzend, ein Andenken zu erhalten vom grünen brühe ausgetragen wurden, Voressen^von^^^Hirn,^_?.0N„Schaffleisch,^^aure | $aum, um ben bie gan3e Gesellschaft sich lagerte, stand oberhalb des Hauses am sanften Anfang der Halde. Zuerst ins Auge fiel das j-YM, neue Haus; über dasselbe weg konnten die Blicke schweifen an ben 1 fettigen Talesranb, über manchen, schönen, reichen Hof und weiierin über grüne Hügel und dunkle Täler weg. „ , „Du hast du ein stattliches Haus, und alles ist gut angegeben ,R' 5 । ber Vetter, „jetzt könnt ihr auch sein darin und habt Platz für aues, i konnte nie begreifen, wie man sich in einem so schlechten Hause so u « ' 1 leiben kann, wenn man Gelb unb Holz genug zum Bauen hat, »ie u zum Exernpel." „Vexier' nicht, Vetter!" sagte der Großvater, mQ]t beibem nichts zu rühmen; bann ist das Bauen eine wüste Sache, weiß wohl, wie man anfängt, aber nie, wie man aufhört, unb manoj „ ist einem noch bies im Wege ober bas, an jebem Orte etwas andere..