n Sonn» nt> neue Mathieu ben und zu ver« . Sowie m seinen Öof, das d lachten ngte sich auer, er« ie Blicke, , weil er dem ver« >n. Fabu rwierung war. Im sogar so Felicitas, >e. Seine hergehen, ng seiner >as (inte; ndel ver« h fressen, nanchmal mit ihren heit, ihm andermal er riß die । auf eine erst suchte em, ohne ) In acht! ie ab und zendwann agei nicht te sie um zu haben. >ß er ihm i. Sie lies zurück, er« ; Ihrend sie; >re Laufe- - !it(u. Wa§ auf einem ■ rholte sich enige Zeit prach sehr r sie, noch >rt werde» ‘ nur noch ihre Her« „Ja, gnä- , und das richl mehr, n einziges' rageis. >s Braten« i Säge des uke machte lerbnif; die darauf mit :floß. Lick r. Er tkb sich an ihr Weise der die Flügel eh er, viel« t Wäldern, Raserei, « warf alles nHiten, kor» e, hüpfend i Schnall- n der Kalte! inem Käsig )fte Zweisü ■ fkung durch (erdacht auf iß ihn doch zci geivesen GiehenerKimilienbMer Unterhaltungsbeilage zum Giehener Anzeiger Jahrgang 1950 Montag, den 3. Marz Nummer 18 Auf dem Maskenball. Von Gustav Falke. Die Geigen girren leise, Sie Flöten flüstern so fein, . Die Masken drehn sich im Kreise, Plump fährt die Pauke drein. Die Bläser blähen die Backen, Das Bombardon poltert wie wild, Da dreht sich auf zierlichsten Hacken Auf einmal das zierlichste Bild. Ein Seufzer der Klarinette, Ein zärtliches Ach der Obo; Tanze mit mir, Pierrette! — Kein Füßchen tanzte je so. Die Geigen girren leise, Die Flöten flüstern so fein, Die Masken drehen sich im Kreise, Ein Pfropfenknall fährt drein. Die Bläser blähen die Backen, Das Bombardon winselt wie wund. Den Arm um den reizendsten Nacken, Such' ich den reizendsten Mund. Ein Seufzer der Klarinette, Ein zärtliches Ach der Obo, Küsse mich, Pierrette! — Kein Mündchen küßte je so. Maskerade. Von Elisabeth Thom m e n. Die Situation lag ungefähr so: Er liebte sie nicht. Aber er tat so, als ob er sie liebte. Er mochte sie ja auch wirklich ganz gern. Sie war ihm nicht unsympathisch. Aber er war nicht im Innersten ergriffen, fühlte nichts von jener Magie der Gefühle, die nicht denkt und die nicht rechnet. Er haßte Sentimentalitäten und verachtete jeden Zwang. Er brauchte sie. Das war alles. Es war hübsch, immer jemanden zu haben, wenn man jemanden brauchte. Es war fast wie in einer Ehe. Und doch wieder nicht wie in einer Ehe. Denn er trug keine Verantwortung. Er gehörte trotzdem ganz sich selber. Niemand hatte Anforderungen an ihn zu stellen. Das verbot er sich konsequent. Sie hotte z. B. kein Recht, traurig zu sein, wenn er sie vernachlässigte. Aus dieser Rechtlosigkeit ihrerseits beruhte sein Verhältnis zu ihr. Er war immer Herrscher, nie Beherrschter, immer Schenkender, wollte nie Beschenkter sein. So verlangte es sein Selbstbehauptungstrieb. . Obschon er sie nicht liebte, verkehrte er doch mit ihr unter der Maske eines galanten Liebhabers, war.weltmännisch höflich und ergeben, zärtlich unb hingebend, wenn er Lust dazu fühlte. Aber stets wußte er Grenzen 3u ziehen. Liebe und Grenzen ober haben nichts miteinander gemein. Er liebte sie also nicht ... Oder liebte er sie vielleicht doch? Trotz allem wäre es denkbar. Dinge per Liebe kann man nie haarscharf wissen. Man kann sie auch nicht erklären. Es gibt da keine Gesetze. Sie aber liebte ihn. Aber sie tot so, als ob sie ihn nicht liebte. Sie mochte ihn nicht bloß „ganz gern", er war ihr nicht bloß „nicht unsympathisch", sondern sie empfand die wirklichen Erschütterungen der t-iebe, jene Magie der Gefühle, die nicht denkt und die nicht rechnet. Oder rechnete auch sie? Sie brauchte ihn. Es war hübsch, immer für ■a,n“lLr d" 3" fein. Freilich, oft tat es auch weh, wenn sie bewußter Zurückhaltung begegnete, jenen Grenzen, die nichts mit Liebe zu tun batten, während dem sie jenen Gesetzen folgte, die keine sind. Es war für |ie gar nicht wie in einer Ehe. . -PePn in der Ehe ist ein gewisses Sicherheitsgefühl da, auch wo Liebe nicht do ist. Sie stand aber sozusagen in der Luft und ihr Herz, ihr y^inientales, lebendiges Herz, rannte ohnmächtig gegen die beherrschte Jtutjie seines Hirns an. r Ab?? weil sie ihn liebte, und weil sie ihn ebenso gut brauchte, wie er je, weil sie ferner instinktiv wußte, daß er Sentimentalitäten verabscheute, cbenc Hingabe haßte, deshalb verbarg sie nach einigen bitteren iJs • n9e.n Liebe und Sehnsucht unter der Maske herzlicher Kame- Serie und fröhlicher Gleichgültigkeit. Und oft wurde ihr diese Maske 1 ’c9r 3um eigenen Wesen, daß sie selber nicht mehr ganz bestimmt wußte: Liebe ich ihn eigentlich? Oder liebe ich ihn vielleicht doch nicht? roenigften0 ausEennf^ dankbar, daß man sich im eigenen Herzen am aller» ^aridjarf wissen. Man kann sie auch nicht erttoren. Es gibt da keine Gesetze. ’ sm cr 3“ ihr: „Ich kann meine Gefühle nie auf einen einzigen Menschen konzentrieren. Du bist nicht etwa mein „Verhältnis" Du bist ?ur eine Beziehung unter meinen vielen menschlichen Beziehungen die ich brauche und pflege. Ich habe die Menschen in ihrer Vielheit nötig. Bur das macht mich reich." Mit diesen Gedanken hatte er eigentlich seine Maske vor ihr mehr gelüftet, als er es selber wußte und wollte. Und er war doch sehr vor» sichtig und überlegt. ’ ' ’ Sie dachte: Ich könnte mich sehr wohl auf einen einzigen Men. scheu konzentrieren. Ich hätte keinen anderen Wunsch, als daß er mein e,n3'&er J^re»nb, t?ärc- 9Zur das konnte mich reich machen. Vielheit der menschlichen Beziehungen? Ich gäbe sie alle — um ihn. Aber das dachte sie nur, sie sprach es nicht aus. Denn sie war auch sehr vorsichtig und überlegt. w Vielleicht noch vorsichtiger als er? Sie war eine Frau. * PierrettmAchen^ “Uf eine" Maskenball. Er im Smoking, sie in einem „Jeder tüt ganz, was er will", sagt er ihr. „Wir wollen vergessen dost wir zu zweit hier sind. Bloß, falls mir uns lmgweilen . Freiheit de? »e3ief)ungen über alles! Namentlich auf einem Maskenball! D u wirst dich sicher amüsieren!" ' „ Und voll Galanterie zieht er ihr die Ueberschuhe und den Mantel au, und reicht sw der Garderobefrau. „Ja- kachelt sie schelmisch unter ihrer seidenen Maske hervor, „sicher werde ich mich glanzend amüsieren. Ich bin sehr in Stimmung." So spricht sie. H Aber sie denkt: Der Ball hätte für mich nur einen Sinn, wenn ich die ganze Nacht bet ihm sitzen könnte, stundenlang ungestört unb liebend bet ihm. . Und im selben Augenblick, da sie das denkt, flammt ganz zu liinterft tn ihrem Hirn ein Trostgedanke auf, ungefähr diesen Inhalts: Ich sollte mich endlich von ihm befreien. Das alles ist doch sinnlos. Diese Sklaverei der Liebe muß ein Ende haben. Warum habe ich mich so verloren? Einmal muß ich mich wieder in den Besitz bekommen — weshalb nicht heute? Die Beiden gehen auseinander. 2(ber ihr eifersüchtiges Herz erlaubt n'cht, daß sie sich allzuweit von ihm entferne. Heimlich folgte sie ihm. Mit heißen Augen sieht sie, wie die „Vielheit der weiblichen Beziehungen" ihn umdrängt, sieht, wie er flirtet, wie er umschwärmt wird, wie Masken sich an seinen Arm hängen, ihn fortziehen ... Als die erste Maske ihn, den sie liebt, küßt, wird sie — von der bisher die Rede war — weiß im Gesicht und ihre Augen blicken starr. Und sie ergreift die Hand des ersten besten Herrn, der sich ihr nähert. Als die Zweite Maske ihm, den sie liebt, auf den Knien fitzt, zieht sich ihr Herz schmerzhaft zusammen, wild stürzt ihr Blut in den Körper, unb >hr ist, als ob die Adern zerspringen iniißten. Und sie drückt die Hand ihres Herrn so heftig, daß sie ihn ebenso schmerzt, wie sie ihr dummes Herz. Als die dritte Maske ihren Mund auf den Mund des Mannes preßt, den sie liebt, als er, ihr uneingestanden Geliebter, sich erhebt und engver. chlungen mit der fremden Maske dem Ausgang zustrebt, da glaubt sie, von der bisher die Rede mar, ersticken oder laut aufschreien zu müssen. Da schleudert sie die Hand des fremden Herrn heftig von sich. Da eilt sie dein Paar nach. Ah, sie will es ihm sagen, daß ... Aber in diesem Augenblick jagt es wild durch ihren Kopf: „Nicht auf einen einzigen Menschen konzentrieren ... Vielheit menschlicher Beziehungen ..." Sie hält tn ihrer leidenschaftlichen Verfolgung inne, greift sich ver- wirrt an die Stirne, flüchtet in einen halbleeren Nebenraum, sinkt auf einen Stuhl, wirft ihren Oberkörper über den runden Tisch, ein Glas kürzt zu Boden, zerscherbt, was schadet es? — und meint, weint laut und haltlos, heftig und ohne Trost ... Musik und Gelächter ist um sie. 2lber in ihrem Hirn tanzen die Gedanken. „Quand 1’atnour meurt", höhnt der erste. „Sie wird nie sterben", der zweite. „Bin ich denn ein Sklave oder ein freier Mensch?", fragte der dritte. „Ich werde diese „amour" schon noch umbringen", droht der vierte. „Wie denn, wie denn? Kannst du denn?", äfft ber fünfte. „Er ist ein schlechter, empfindungsloser Kerl, wütet der sechste. „Aber ich liebe, ich liebe ihn", windet sich der siebente. „Warum bin ich so dumm, so dumm?", klagt der achte. „Immer tiefer in die Fesseln zurück", spottet der neunte. „Mir ist nicht zu helfen", konstatiert kühl der zehnte, „rettungslos ver- rOr i in dem der verachtete Narr Abrechnung halten sollte mit den vornehmen feinen Leuten und der verlogenen kultivierten Gesellschaft. Dl« Romantiker sind ihm in dieser Thronerhebung des Hanswursts gefolgt, und so lebt seine Gestalt weiter in allen großen Werken des Humors. Fafchingsbummel im Elsaß. Von Helene Schede. Langsam zwar, aber doch siegreich, zieht Prinz Karneval ins Elsaß ein, setzt den politisierenden Bürgern den Schalk in den Nacken und macht aus ein paar blaue, selige Stunden allem Griesgram und Philistertum ein Ende. Frühlingswarm lacht die Sonne aus ihrem Fastnachtshimmel, spinnt goldene Fäden um die knorrigen Kastanien an den stillen Staden, liegt satt und breit über dem Kleberplatz, der sich so heiter und hell, so harmonisch geschlossen den Bauten aus deutscher und französischer Vergangenheit einfügt. Die Aubette, vor deren Barockfassade einst die Kommandorufe der wechselnden deutschen Wache erklangen, flammt in rotem Sandstein. Aufjauchzend steigt das Münster über die hohen, schmalbrüstigen Häuser, die seit Jahrhunderten nur aus zwei enganeinandergesetzten Brillenaugen auf die Welt zu ihren Füßen blicken. Vergangenheit verweilt auf allen Schwellen, sitzt an erkalteten Kaminen, schlingt Rosenranken um verschwiegene Alkoven, während draußen das Leben mit klingenden Schellenkappen und wehenden Bändern vorüberrauscht. Der Fünf-Uhr-Bummel vom G-utenbergdenkmal durch die lustige Budenwelt der Gewerbslauben über dem Kleberplatz nach der Meisengasse ist in der Vorfaschingszeit noch belebter als sonst. Auf und ab wogt die Menge, lachend, plaudernd, als stünden die knirschenden Malsteine des Lebens still, als habe sich der Alltag mit feinen Sorgen und Unzulänglichkeiten in roten Tarlatan gehüllt und die schleppenden Filzpantoffeln mit dem Brokatschuh einer Märchenprinzessin vertauscht. In den großen Geschäften hat die nahe „Fasenacht" ihren Farbenrausch entfaltet. Paris stößt in seinen Filialen mit viel Geschick allerhand ab, was dort schon ein wenig „vieux jeu" ist, von den Straßburgern aber mit Begeisterung als „le dernier cri" ausgenommen wird. In Gold- und Silberkaskaden wallen die Stoffe herab. Kyisternde Seide breitet sich im Funkeln der Lichter zu seltsam irisierenden Fächern. Lockend, versührerisch flattern die Bänder, wippen die langen, zart getönten Straußenfedern. Schuhe aus schillerndem Brokat, unirdisch fast, harren der schlanken Frauenfessel, die sie umspannen werden. Kunterbunt stehen die Masken in den Auslagen. Bleiche Pierrots, die vielleicht im Mondschein schmachtende Liebesbriefe schreiben werden, Kolombinen, Harlekins, Dominos. Dazwischen die bekannten, bodenständigen Typen, das Gänseliesel in Holzschuhen, kurz geschürzt, mit fliegendem Haar, die Elsässerin in reicher Tracht, feuerrotem Rock, blumendurch- wirktem Mieder und schwarzer Flügelhaube. Neben ihr in zärtlicher Umschlingung, genau wie auf allen Postkarten, Reiseandenken, Reklamebil- dern, die Lothringerin in schneeweißer- Spitzenhaube. In dieser Gesell- schast fühlt sich der „'Hahn im Korb", der junge, von allen Dorfschönen umschmeichelte Bauer mit seinem kurzen Frack, dem runden schwarzen Hut und der flammend roten Weste durchaus geborgen, während er in der Rolle des „Hans im Schnokeloch", dem Typus des ewig unzufriedenen Elsässers, teilnahmslos alle Freuden des Faschings an sich vorüberrauschen läßt. In den Konditoreien türmen sich zu Bergen die charakteristischen Fastnachtskuchen, die „Kiachla" und „Fantaisies", die sich im schwimmenden Schmalz zu den phantasievollsten Gebilden ringeln. Daneben liegen in seidenweichen Umhüllungen, bunt bebändert, mit baumelnden Herzen und Sternen die Knallbonbons, die „Cosaques", in deren Innern sich neben einer Zündschnur allerhand Ueberraschungen und Orakelsprüche verbergen. Ferne Kindertage werden lebendig. Tränen, die man vergoß, weil die störrischen und gänzlich unmilitärischen Kosaken nicht knallen wollten, und Tränen, weil sie doch unverhofft „losgepetzt" waren und die Finger verbrannt hatten. Fliegend« Händler bieten ihre Ware feil. „Luftschlangen! Konfetti! Des Cocardes! Un mari pour Mademoiselle!" Und dann, damit die Kultur ja nicht zu kurz kommt: „Brüche Sie nichts, Modom? 's esch olles holwer g'fchenkt! Pour vos beaux yeux und für e poor Franke!" und er breitet vor Madames bewundernden Augen seine Schätze aus Gold und Edelsteinen aus. Plakate laden mit Bildern und lockenden Inschriften zu festlichen Veranstaltungen, Dancings, Bals mesques ein. Es ist ganz einerlei, ob die Eintrittskarte drei oder dreißig Franken kostet. „M'r lochen uns kapüt! On s’amusera!"finb die magischen Worte, die die Geldbeutel öffnen und die Säle füllen. Ueberall in den kleinen Weinkneipen, beim Hühnerloch, im Roten Männle, im Lohkäs, beim ehmaligen Saubauern oder in den vornehmen, von Künstlern ausgestatteten Räumen der großen Hotels geht es lustig zu, schaukeln die Girlanden, glühen die Farben, wirbeln die Paare. All« Cafes am Kleberplatz sind bis auf den letzten Platz besetzt. Ein« klein« Kapelle spielt unter freiem Himmel, und die Menge fällt in immer neuer Begeisterung in die Pariser Schlager ein: „Sous le ciel joli De Nagasaki Ce fut le bonheur Un reve enchanteur!" «"Escht. Man möchte tanzen. Bunte Konfettisterne wirbeln durch die